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AUS DEM MUSEUM
G.FREY
TUTZING BEI MÜNCHEN
Band 6
1955
SMITHSONIAN INSTITUTION
WASHINGTON 25, D.C
Schriftleiter: Dr. E. Haaf
EIGENVERLAG,. TUTZING BEI MÜNCHEN, HOÖFRAT-BEISELE-STR.
a‘
Ausgabedatum von Band 6, Heft 1: 1. April 1955
Ausgabedatum von Band 6, Heft 2: 1. Dezember 1955
Ausgabedatum von Band 6, Heft 3: 15. Dezember 1955
Inhalt
des 6. Bandes. 1955
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae (Col.
Phyt.) . ER 54 <
Bechyne, J.: Über die ea knnischeh Alieiden (Col. Phyt.) .
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika : Eumolpidae (Col.
Ehyeo,
Breit, J.: Zur Nontenllatur Ber Kuronasschen Zileee Keten
Breuning, St.: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien (Col. Care,
Breuning, St.: Zwei neue ostasiatische Lamiiden aus dem Museum Frey
Breuning. St.: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad .
Breuning, St.: Eine Gerambyciden-Ausbeute von Französisch-Guinea
Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyı ssp nov. De
Franz, H.: Zweiter Beitrag zur Kenntnis der eier nen E ustem-
mus-Arten (Col. Seydm.) . BEE DEE
Freude. H.: Die Monommiden der Welt. I. Teil: Die Monommiden
der indo-australischen Region ine:
Freude, H.: C. H. Teil: Die Monommiden der ek ehren Kern
Frey, G.: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten
Haaf, E.: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) .
Haaf, E.: Franz Stöcklein 75 Jahre alt! . i
Haaf, E.: Aus der Chronik des Museums Frey Se
Howden, H. F.: Description of a new Peruvian Athyreus Ei notes on
the Method of Illustration .
Kulzer, H.: Monographie der Scotobiini. Zehn Beine zur Ron:
der Tenebrioniden
Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Sedemenle
Mader, L.: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden und rer Aber
ratıionen in Wort und Bild
Mandl, K.: Die Cicindelen, Caraben und Bleemen (Col ) 1er Ara
stan-Expedition 1952 und 1953 J. Klapperichs . a
Mandl, K.: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) III. Teil
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey, I. Teil
149. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum.
150. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea
Wolfrum, P.: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey
Seite
Bas
486
369
1056
31
658
659
662
318
1036
—
Erklärung zu Tafel AXVII
: Platynaspis Lewisi Cr.
: Sticholotis Hillerei Ws.
: Sticholotis puncalata Cr.
: Oxynychus Alexandrae Ws. 5
: Cryptogonus blandus Mader, ©
: Scymnus (Nephus) includens Kirsch. 5
Chilocorus rubidus Hope
: Exochomus Mülleri Mader, <'
: Exochomus uropygialis Mls. O
: Exochomus anchorifer All. ©
Exochomus Kiritschenkoi Bar. Q
: Brumus tetradymus Frm.
.: Platynaspis angulimaculata Mader, ©
7
: Plotina versicolor Lewis
: Hyperaspis pumila Mls. oh
: Hyperaspis Marmottani Frm. O
5: Cryptogonus Schraiki Mader. 5
SE
T
L: Seymnus (Nephus) crucifer Fleisch. ee
71
: Amida tricolor Harold.
: Novius cruentatus Mls.
: Rodolia limbata Motsch.
: Rodolia cardinalis Mls.
: Rodolia 4-maculata a. seamaculata Mader
: Rodolia octoguttata Ws.
: Tetrabrachys connatus Panaz.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden Tafel XXVIII
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey
rbeiten
AUS DEM MUSEUM
G.FREY
TUTZING BEI MÜNCHEN
Dita Wa nn
Us Da L.n3 This, WiSe
Band 6, Heft 1
1955 N y Nagy, N
\ SUR. 1158...)
SLR: IR 1er" { a"
Schriftleiter: Dr. E. Haaf
EIGENVERLAG, TUTZING BEI MUNCHEN
fi
\
Ausgabedatum: 1. April 1955
| Inhalt
des 1. Heftes. Band 6
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae (Col. Phyt.) .
Breuning, S.: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien (Col. Ceramb.).. .
Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyi ssp. nov. . .. . 22...
Freude, H.: Die Monommiden der Welt. I. Teil: Die Monommiden der indo-
australischett Region" 1 ya mal. 'L 7 de. 0 Zr
Haaf, E.: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.
Haaf, E:: ‚Franz ‚Stöcklein 75 Jahre alt!'x.., . Mir cn Dar
Mandl, K.: Die Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) der Afghanistan-
Expedition 1951 und 1952 J. Klapperichs „.........
Mandl, K.: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) IH. Teil. . .
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey, I. Teil. 149. Bei-
trag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea.. . . .
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum. 150. Bei-
trag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea. . . .
U Val ANCET Re WANN RE TER 6
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H. Freude: Die Monommiden der Welt 1
Die Monommiden der Welt
I. Teil: Die Monommiden der indo-australischen Region
Von Heinz Freude
(Aus der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates, München.)
Vorwort
Die Anregung, mich mit der kleinen, wenig bekannten Fa-
milie der Monommidae zu befassen, erhielt ich durch meinen
Kollegen vom Transvaal-Museum in Pretoria, den bekannten
Tenebrionidenspezialisten Carl Koch. Er trug mir sein in Süd-
afrika erbeutetes, reiches und interessantes Monommidenmaterial
zur Bearbeitung an. Dafür möchte ich ihm auch an dieser Stelle
herzlichst danken. Wegen der verhältnismäßig geringen Artenzahl
entschloß ich mich aber, die ganze Familie monographisch zu be-
arbeiten. Als ich mir diese Aufgabe stellte, ahnte ich nicht, welche
Schwierigkeiten sich der Bearbeitung in den Weg stellen würden.
Viele der Arten zeigen nicht nur eine hochgradige Ähnlichkeit,
sondern auch eine große Variabilität. Hinzu kommt noch, daf3 die
Urbeschreibungen meist unzureichend sind. So blieb als einzige
Möglichkeit der einwandfreien Deutung das Studium der Typen.
Diese befinden sich größtenteils in der Sammlung Oberthür (in-
elusive Thomson), welche mir erst im Oktober 1953, nach der
Übernahme der Sammlung in das Pariser Museum, zugänglich
wurde. Meine Frankreichreise ermöglichte mir aber zugieich das
Studium der Sammlung M. Pie in Les Guerreaux, se daß mir nun-
mehr fast das gesamte vorhandene Typenmaterial vorgelegen hat,
denn die meisten anderen Museen hatten die Liebenswürdigkeit,
mir ihre Monommidentypen zu senden.
Als erste Region hatte ich die indo-australische in Angriff
genommen, weil sich der größte Teil der Arten dieses Gebietes
mit dem mir vorher zur Verfügung stehenden Material deuten
Entom. Arbeiten aus dem Müseum Frey, Bd. 6, H. 1
MAY 1 » 195;
2 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ließ. Trotzdem blieben aus dieser Region zunächst 6 Arten un-
deutbar, 5 derselben konnten durch Typenstudium geklärt werden,
der Typus der letzten war leider verlorengegangen. Die erfreu-
liche Verminderung der unsicheren Arten erforderte aber eine
neuerliche Überarbeitung des Ganzen.
Der Systematiker muß in seiner Arbeit auf die Urbeschrei-
bungen zurückgreifen. Deren Beschaffung ist aber meist schwierig
und zeitraubend, besonders nachdem durch den letzten Krieg viel
wissenschaftliche Literatur vernichtet wurde. Deshalb folge ich
hier einer Anregung meiner verehrten Kollegen, der Herren Di-
rektor H. Schein und H. Wichmann, und gebe die Urbeschreibun-
gen aller bisher bekannten Arten im Wortlaut an. So erspare ich
späteren Bearbeitern viel Literaturarbeit und darf hoffen, daß
meine Kollegen diese Arbeitserleichterung dankbar begrüßen wer-
den, wenn auch die flüssige Darstellung der Materie notgedrungen
etwas darunter leiden muß. Wesentlich ist meines Erachtens, daß
mit dieser Monographie eine solide Grundlage für die weitere Ar-
beit an den Monommidae gegeben wird. Dazu gehört weiter, daß
eine Erkennung der Arten ohne neues Typenstudium möglich sein
soll. Deshalb mußte ich die ungenügenden Urbeschreibungen er-
sänzen und zur Verdeutlichung zahlreiche Abbildungen bringen,
wenigstens im hier vorliegenden 1. Teil der Monographie, denn
das Wort kann die bildliche Darstellung nicht immer vollkommen
ersetzen. R
Als Grundlage meiner systematischen Arbeit möchte ich noch
kurz meine Auffassung des Artbegriffes in Beziehung zu dem Be-
griff des Rassenkreises darlegen. |
Das von Rensch (1929) vertretene Prinzip der geographischen
Rassen- und Artenkreise hat sich für die Kennzeichnung ver-
wandtschaftlicher Zusammenhänge als sehr fruchtbar erwiesen,
und ich habe es deshalb auch auf die Systematik der Monommidae
angewandt, wo es die Erkenntnis der natürlichen Zusammenhänge
" angebracht erscheinen ließ. Sicher wird es sich noch weit allgemei-
ner durchführen lassen, wenn von den bisher ausgenommenen
Gruppen ebenfalls so reiches Material vorliegen wird, daß sich
lückenlose Zusammenhänge ergeben. Vorerst aber müßte man sich
bei den fraglichen Gruppen zu stark auf das Gebiet der Speku-
lation begeben, womit niemandem gedient wäre.
Wenn ich hier den Begriff ‚„Rassenkreis“ nicht ganz im Sinne
von Rensch handhabe, so schließe ich mich damit der Praxis der
meisten Systematiker an.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 3
Der Art- oder Speciesbegriff hat sich im Laufe der Zeit be-
trächtlich gewandelt. Rensch selbst gibt einige solcher Wandlun-
gen an. Für den Systematiker ist die Art vielfach ein Komplex
geographischer Rassen, sofern das Material gestattet, die rassische
Gliederung zu erkennen. Es ist deshalb meines Erachtens nicht ge-
rechtfertigt, den Rassenkreis in ausdrücklichen Gegensatz zur Art
zu stellen und wie Rensch zu behaupten, der Rassenkreis sei keine
Art. Wenn auch einzelne Rassenkreise sich so weit verfolgen las-
sen, daß ihre entferntesten Glieder sich nicht mehr fruchtbar mit-
einander kreuzen und damit über das wesentliche Kriterium der
Art hinausgehen, so ist doch der Zusammenhang ihrer Nachbar-
rassen so eindeutig, daß auch taxonomisch ihre artliche Verbin-
dung durch die ternäre Nomenklatur zum Ausdruck gebracht wird.
Die meisten Rassenkreise dürften eine fruchtbare Kreuzung ihrer
extremsten Glieder nicht ausschließen. Andererseits werden sich
die meisten Arten im Sinne Renschs bei genauester Untersuchung
als aus Rassen zusammengesetzt erweisen. Damit aber wären sie
keine Arten mehr, und so käme es letzten Endes dahin, daß die Art
überhaupt eliminiert und der Rassenkreis an ihre Stelle gesetzt
würde.
Die systematische Praxis sieht deshalb im Rassenkreis nur
einen anschaulichen Begriff für den der Art. Fälle, wie der be-
sonders umfangreiche Rassenkreis der Kohlmeise, die den Rahmen
der Art zu sprengen drohen, werden als Großart verstanden.
Daß viele Systematiker früher und leider auch noch heute
ohne Berücksichtigung der Zusammenhänge in kleinsten Differen-
zen Artkriterien sehen und Rassen als Arten beschreiben, kann
auf die Begriffe Art und Rassenkreis keinen Einfluß haben. Viel-
fach ist der Systematiker sogar gezwungen, Vertreter zunächst als
einer eigenen Art zugehörig anzusehen, wenn ihm nicht genügend
Material zur Verfügung steht, das anhand von Übergängen die Zu-
sammenhänge hinreichend erkennen läßt, er andererseits aber die-
ses Material kennzeichnen und einordnen soll.
Die neueste Definition der „Art“, die Hennig (1950) gibt, in-
dem er sie als „Komplex vikariierender Fortpflanzungsgemein-
schaften‘ bezeichnet, bezieht damit gleichfalls den Rassenkreis in
den Artbegriff ein. Auch Hennig ist gegen eine zu enge Fassung
des Art-Begriffs. Wir können systematisch-taxonomische Begriffe
schon deshalb nicht allzu starr auffassen, weil die Grenzen in der
Natur selbst oft ebenfalls nicht scharf, sondern mehr oder weniger
1*
4 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
fließend sind, was speziell bei den geographischen Rassen in Er-
scheinung tritt,
Nun habe ich noch die angenehme Pilicht, alien den verehrten
Herren Kollegen meinen herzlichsten Dank auszusprechen, die mir
bei meiner Arbeit in liebenswürdiger Weise durch Material, Rat
und Literatur geholfen haben, und ich darf bei dieser Gelegenheit
zugleich um weitere freundliche Unterstützung bitten. Mein Dank
gilt:
Herrn Dr. P. Basilewsky vom Musee du Congo Belge in Tervuren,
Herrn Fr. Borchmann vom Museum Alexander König in Bonn,
am British Museum den Herren Dr. Riley, Dr. Britton, Dr. van
Emden und Fräulein Dr. von Hayek,
Herrn A. Capener in Oleveland, Südafrika,
Herrn Dr. J. F. Gates Olarke und Herrn Dr. E. A. Chapin vom U.S.
National Museum in Washington,
Herrn Prof. Dr. K. Delkeskamp vom Zoologischen Museum Berlin,
Herrn Dr. Henry Dietrich von der Cornell University in Ithaca,
U.S.A.,
Herrn Konsul G. Frey und den Herren seines Museums, Dr. E.
Haal, Dr. J. Bechyne, H. Kulzer und R. Frieser,
Herrn F. Gaerdes in Okahandja, Südwestafrika,
Herrn G. Hobohm in Abachaus, Südwestafrika,
am Hope Museum-in Oxford Herrn Prof. Dr. G. C. Varley und
Herrn Dr. Ernest Taylor,
Herrn Dr. Zalton Kaszab vom Museum Budapest,
Herrn Dr. G. Kruseman vom Museum in Amsterdam,
Herrn Dr. Svend G. Larsson vom Museum in Kopenhagen,
Herrn Dr. Hugh B. Leech von der California Academy of Science,
San Franeisco,
Herrn Dr. Rene Malaise vom Riksmuseum Stockholm,
am Museum Bogoriense Herrn Dr. M. A. Lieftinck und Herrn F. C.
Drescher,
am Museum für Tierkunde in Dresden Herrn Direktor Reichert,
Herrn J. Draeseke und Herrn Dr. R. Hertel,
am Museum Paris Herrn Prof. Dr. Chopard, Herrn Dr. Colas,
Herrn Dr. Descarpentries und Herrn Dr. David,
Herrn Pe. Francisco Silverio Pereira, C.M.F., Departemente de
Zoologia, Sao Paule,
Herrn Dr. G. H. Niek in Sao Paulo,
H. Freude: Die Monommiden der Welt >)
Herrn C. Brouerius van Nidek in Bussum, Holland,
Herrn Prof. Dr. Jan Obenberger vom Museum in Prag,
Herrn Dr. R. Paulian vom Institut Scientifique de Madagascar,
Herrn Maurice Pic in Les Guerreaux par St. Agnan,
Herrn Prof. Dr. H. Priesner vom Museum Cairo,
Herrn Prof. Dr. James A. G. Rehn und Herrn Dr. H. J. Grant, Jr.,
von der Academy of Natural Sciences, Philadelphia,
am Reichsmuseum Leiden Herrn Prof. Dr. Blöte und Herrn Dr.
van Dalsum,
Herrn Prof. Dr. H. Sachtleben vom Deutschen Entomolegischen
Institut, Berlin, dem ich für seine wertvolle Literaturhilfe be-
sonders danken möchte,
Herrn Prof. Dr. O. Scheerpeltz vom Naturhistorischen Museum
Wien,
am South Africa Museum den Herren Dr. A. J. Hesse und Dr. H.
Andreae,
Herrn Prof. Dr. H. F. Strohecker von der University of Miami,
Florida,
„Herrn Dr. Rupert Wenzel vom Chicago Natural History Museum.
Für Unterstützung meiner Arbeit an meiner Dienststelle habe
ich noch zu danken Herrn Direktor Prof. Dr. Dr. H. Krieg, Herrn
Hauptkonservator Dr. habil. W. Hellmich und Herrn Konservator
Dr. W. Forster.
Mein besonderer Dank gilt Herrn Konsul G. Frey, dem Grün-
der des Käfermuseums Frey in Tutzing und bekannten Mäzen der
Koleopterolegie, der in so hohem Maße verständnisvolles Ent-
gegenkommen bewies und die Veröffentlichung dieser Arbeit
übernahm.
A. Historisches und Familiencharakteristik
Der Name Monommae taucht erstmals in einem „Bericht über
eine auf Madagascar veranstaltete Sammlung von Inseeten aus der
Ordnung Coleoptera‘ von Herrn Klug auf, der am 29. März 1832
in der Akademie der Wissenschaften gelesen wurde und am
13. November 1833 in Berlin erschien. Klug beschreibt dort die
Art M. irroratum, aber ohne Gattungscharakteristik. Diese gibt
erst M. le Comte de Castelnau in seiner Histoire Naturelle des In-
sectes Col&opteres, II, Paris 1840. Beide stellen die Gattung Mo-
nomma noch zu den Tenebrionidae. Zur eigenen Familie erhoben
wird sie von M. Th. Lacordaire 1859 in seiner in Paris erschienenen
6 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Histoire Naturelle des Insectes. Die Familiendiagnose auf Seite
736— 737 lautet:
»Monommides.
Menton porte par un p£doncule du sous-menton. — Languette cornee,
saillante. — Deux lobes aux mächoires, petits, lamelliformes et cilies. — Tete
courte, enfonc&e dans le prothorax jusqu’au—delä des yeux. — Ceux-ci trans-
versaux, fortement granules, contigus en dessus. — Antennes inser&es immediate-
ment en avant des yeux sous un rebord de la tete, recues au repos dans des sillons
arques des flancs du prothorax; de onze articles, les trois derniers formant une
massue ovale et deprimee. — Prothorax de la largeur des @lytres a sa base; son
pronotum distinct de ses parapleures. — Elytres elliptico-ovales, pourvues d’un
repli Epipleural &troit, horizontal et entier. — Pattes contractiles; hanches ante-
rieures et intermediaires globuleuses, enfouies et s&par&es, les posterieures trans-
versales, largement separees; cuisses canalicul&es en dessous pour la r&ception des
jambes, celles-ci sans &perons: tarses greles, filiformes; les quatre anterieurs de
cing, les posterieurs de quatre articles; crochets simples. — Saillie intercoxale
large, ogivale. — Metasternum allonge; ses Episternums £troits, subparalleles;
leurs @pimeres distinctes, terminales.. — Me&sosternum horizontal, Echancre, et
recevant ä poste fix la saillie prosternale. — Cing segments a l’abdomen, le pre-
mier long, les trois suivants decroissant graduellement.
Au repos, les antennes ne logent pas leurs articles basilaires dans des rai-
nures placees entre les yeux et le cadre buccal. Elles passent par dessus les pre-
miers pour gagner les sillons prothoraciques destines ä les recevoir. Ceux-ci de-
erivent une courbe reguliere, ä convexite interne et vont aboutir, sous le pro-
notum, ä quelque distance de ses angles posterieurs. Quelquefois, l’espace entier
compris entre ces sillons et le pronotum est occup® par une depression. Les quatre
cuisses ant@rieures, pendant la contraction des pattes, sont recues dans de grands
enfoncements superficiels, qui s’&tendent jusque sous les Epaules des @lytres. Les
tarses restent tous libres, par suite de l’absence aux jambes de sillons dans les-
queis ils puissent se loger. Le dernier segment abdominal pr&sente, dans tous les
exemplaires que j’ai sous les yeux, au nombre d’une dixaine, deux d&pressions
arqudes qui convertissent sa portion mediane en une carene aigu& au bout. Ce
caractere est probablement generique et non sexuel.‘‘
Diese Charakteristik ist ziemlich eingehend und enthält die
wesentlichsten Merkmale deutlich herausgestellt: Die bandförmig
verbreiterten, Augen, die sich auf dem Scheitel berühren und bis
auf die Unterseite des Kopfes ziehen, die Tarsenformel 5, 5, 4, die
Antennen mit der 3gliedrigen flachen Keule, die in gleichmäßig
gebogene Antennenfurchen unter dem Halsschild eingelegt werden
können, und die beiden bogigen Furchen auf dem Abdominal-
sternit. Sie bedarf aber einiger Einschränkungen und Ergänzun-
gen. Die Antennen haben bei einer Gattung kleiner amerikanischer
Vertreter (Aspathines Champ.) eine nur 2gliedrige Keule, und die
Antennenfurche ist bei ihr hakenförmig wieder nach vorn ge-
krümmt. Die beiden Abdominalfurchen können zu einer klammer-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 7
förmigen Furche vereinigt sein (einige afrikanische und madagas-
sische Arten) oder überhaupt eine einfache Furche parallel zum
Hinterrand bilden (Gattungen Hyporrhagus Thoms. und Aspathi-
nes Champ. sowie die indo-australischen Monomma-Arten). Bei
einer Gattung afrikanischer Arten (Kraatziana Pie) fehlt die Ab-
dominalfurche ganz.
Zu ergänzen wäre noch, daß sich die Vertreter der Familie
in der Größenordnung zwischen 2 und 14 mm (meist 4—7 mm)
halten, eine + ovale Form haben, mäßig bis hochgewölbt sind und
die Tropen und Subtropen bewohnen. Die Elytren haben nor-
malerweise je 11 Punktreihen, die aber zum Rande oft obsolet,
teils auch furchig vertieft sein können. Die 1. Reihe endet auf der
Mitte der Elytren, dicht hinter dem oft erhöhten und freibleiben-
den Diskus. In der Nähe des Seutellum sind die Punkte oft flach-
grubig verbreitert. Das Scutellum ist + herzförmig oder auch drei-
eckig, bei einigen Vertretern (Inseutomonomma) ist es verborgen.
Besonders interessant ist ein familiäres Geschlechtsmerkmal
der 5'g5. Sie besitzen auf dem Mentum ein pinselförmiges Bärt-
chen, ein Haarbüschel, das allem Anschein nach über einer Drüse
steht und vermutlich als Duftbüschel wirkt. Nur die Gattung
Kraatziana weicht insofern etwas ab, als bei ihr dieses Bärtchen
nicht auf dem Kinn, sondern auf dem Prosternum steht. Bei den
kleinsten Vertretern der amerikanischen Fauna findet man an-
stelle des Bärtchens ein zuweilen wenig deutliches, queres Börst-
chenfeld auf dem Mentum.
Das sekundäre Geschlechtsmerkmal des Kinnbärtehens wurde
bisher nur von Horn bei der Beschreibung seines Hyporhagus gi-
lensis 1872 in den Trans. Amer. Ent. Soc. IV, p. 149, erwähnt. Die
Vordertarsen der 5'5' können bei manchen Arten leicht verbreitert
sein. Beide Geschlechter sind vermutlich gleich häufig, was ich be-
sonders aus einer großen Serie von M. philippinarum Thoms. vom
selben Fundort und -tag (Kabasalan, 1. V. 1937, Zamboanga, Min-
danao) ersehen konnte. Das Verhältnis war genau gleich: 42 57
und #2 99.
Die Farbe ist in der Regel braun bis schwarz, selten heller
und dann meist immatur. Selten treten auch hellere oder dunk-
lere Flecken oder Band- oder Randaufhellungen auf, auch zu-
weilen Metallglanz. Häufig findet sich eine pubescente oder
auch fleckige Behaarung. Die 3—4 ersten Tarsenglieder tragen
auf der Unterseite eine Haarbürste. Die Alae gehören zum Can-
tharidentypus, bei dem sich Media 1 und 2 im 2. Drittel vereinigen
8 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
und als eine Ader nach außen laufen. Sie können aber auch fehlen,
wobei zugleich die Elytren fest miteinander verkleben und das
Scutellum in die Tiefe unter die Basis der Elytren verlagert wird
(Inseutomonemma).
Eine besonders reiche Entfaltung hat die Familie auf der In-
sel Madagaskar erfahren. Die Anzahl der dortigen Arten reicht
an die der großen Faunengebiete heran.
Die Familie ist zwar artenarm und umfaßt voraussichtlich
mit den zu erwartenden neuen nur rund 200 Arten, aber viele Ar-
ten sind außerordentlich variabei und scheinen im Stadium der
Aufspaltung begriffen. Andererseits stehen die Subspecies durch
Übergänge miteinander in Verbindung, so daß eine scharfe Ab-
grenzung vielfach nicht möglich ist. Dieser Umstand sowie über-
haupt große Ähnlichkeit der Arten macht die Familie zu einer der
schwierigsten, die man sich denken kann. Hat man wenige Ver-
treter, so scheint das Problem meist einfach, da man zwischen den
einzelnen Exemplaren oft deutliche Unterschiede feststellen kann,
z. B. in der Körperbreite und -länge, der Skulpturstärke u. a. Bei
reicherem Material dagegen gibt es immer wieder Übergangsfor-
men, und man ist gezwungen, die Unterschiede als innerhalb der
Variationsbreite der betreffenden Arten liegend anzunehmen. Lei-
der ist aber doch meist nicht genügend Material mit guten Fund-
orten vorhanden, um die Subspecies regional scharf gegeneinander
abzugrenzen. Ich habe mich nun bemüht, möglichst wenig um-
stürzlerisch zu verfahren und die bereits beschriebenen Arten, so-
weit sie als zusammengehörig erkannt wurden, als Subspecies in
Form eines Rassenkreises bestehen zu lassen.
So hoffe ich, den phylogenetischen Gegebenheiten gerecht zu
werden und ein übersichtliches System aufzustellen, das eine so-
lide Grundlage für weitere Arbeit bietet.
Eine erste Monographie der Familie erschien 1860 von M. Ja-
mes Thomson in den Annales de la SocietE Entomologique de
France, p. 5—38. Thomson führt insgesamt 35 Arten an, davon
allein 15 von Madagaskar und nur 1 von Afrika (Natal). 16 sind als
amerikanische Arten zur Gattung Hyporhagus gerechnet, darunter
auch die ihm unbekannt gebliebene M. resinorum Hope, deren
richtige Einordnung mir durch das genaue Studium der Type mög-
lich war (s. Freude: Mitt. Münchener Ent. Ges. 1952, p. 111—116).
3 Tafeln mit farbigen Abbildungen von 15 Monomma- und 10
Hyporhagus-Arten vermitteln einen Eindruck von den Vertretern
und geben auch einige Details. Beschreibungen und Abbildungen
H. Freude: Die Monommiden der Welt 09
reichen aber nur bei wenigen zur eindeutigen Kennzeichnung der
jeweiligen Art. Damit soll die verdienstvolle Arbeit Thomsons in
keiner Weise geschmälert werden. Es ist jedenfalls hoch anzuerken-
nen, daß er bereits 1860 alles über diese Familie zusammenfaßste
und eine beträchtliche Anzahl neuer Arten feststellen konnte.
Thomson schließt sich der Meinung Lacordaires an, der die Mo-
nommidae zur eigenen Familie erhoben und zwischen Cistelidae
und Nilionidae gestellt hat, nachdem sie von Dejean zu den Ulavi-
cornia (vor Throscus) und von Guerin-Meneville zu den Erotylidae
(Trihlax) gestellt worden war. Welche Gründe für eine solche Ein-
gliederung maßgebend waren, wird nicht gesagt. Mir scheinen die
ersten Autoren der Gattung Monomma, Klug und de Uastelnau,
die richtigste Zuordnung gegeben zu haben. Wenn die Aufstellung
einer eigenen Familie auch vollauf berechtigt ist, so schließt sich
diese meines Erachtens dech unbedingt den Terebrionidae ver-
wandtschaftlich an. Dafür spricht besonders die tenebrioniden-
artige Einengung des Augenvorderrandes durch die Seitenrand-
kante des Kopfes, die auch vielfach bei Tenebrionidae eine Verbrei-
terung der Augen bedingt. Weiter gibt es auch bei Tenebrionidae
Vertreter, bei denen die vorderen Hüfthöhlen hinten offen sind,
das gilt besonders für die Erodiini, aber auch manche Paramaryg-
mus. Gekeulte Antennen, auch 3gliedrig gekeulte, sind bei Tene-
brionidae wiederholt vertreten (z. B. Dysantini, Rhipidandrini, He-
terolarsini). Wegen der Heteromerie kommt ein Anschluß an die
Olavicornia sowieso nicht in Frage, wenn es auch bei Nitidulidae
diesbezügliche Ausnahmen gibt.
Endlich scheint auch die Lebensweise durehaus tenebrioniden-
ähnlich zu sein. Wir wissen zwar noch immer wenig darüber, aber
genauere Fundangaben lassen doch gewisse Schlüsse zu. So teilte
mir Herr Koch mit, daß er die Monommidae ganz wie Tenebrioni-
dae an ariden Stellen unter Steinen gefunden hätte. Weiter ist die
Art Hyporhagus opuntiae Horn an faulender Opuntia gefunden
worden. Ein mir vorgelegenes Exemplar stammte aus einem ver-
rotteten Baumstumpf, ein anderes wurde unter Rindenschuppen
einer Pinus-Art gefunden.
Fletcher (1916) stellte fest, daß Monomma brunneum Thoms.
in verrotteten Stämmen von Papaya lebt, dem in Indien eingeführ-
ten sog. Melonenbaum. Es ist deshalb anzunehmen, daß M. brun-
rneum auch in morschen endemischen Hölzern vorkommen dürfte
und nicht auf Papaya spezialisiert ist. Richards und Herford (1930)
berichten, daß in einer Papaya-Frucht, die ein Londoner Waren-
10 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
haus zum Verkauf erhielt, sich ein totes Exemplar von M. brun-
neum gefunden hätte. Zweifellos handelt es sich dabei um einen
Zufallsfund, denn es finden sich sonst in der Literatur nirgends
Angaben über ein Auftreten von Monommiden als Schädlinge.
N. C.. Chatterjee sammelte 1 Exemplar von „sackbands on Cedrela
toona“, einer Meliacee Indiens. Über die Bedeutung der Bezeich-
nung „sackbands“ konnte ich keine zuverlässige Auskunft erhal-
ten. Vermutlich handelt es sich um Fangringe, die den Insekten
Versteckmöglichkeiten bieten und deshalb gern aufgesucht
werden.
Dr. Bechyn@ fing in Westafrika einige Monommiden unter
verpilzter Rinde. An amerikanischem Material von F. Nevermann
fanden sich Fundangaben wie „nachts an trockenem Holz (oder
Rinde)“ und „in frischem Holzschlag nachts“. Herr Konsul Frey
fing Monommiden in Ceylon am Licht. An weiteren Angaben lie-
gen vor „under stones“, „decayed wood“, „under bark“ und
„sandy plains“. Diese Angaben lassen den Schluß zu, daß die Mo-
nommiden nächtlich lebende Tiere sind und zwei verschiedene
Lebensräume besiedeln, einmal aride Gebiete, in denen sie tags-
über unter Steinen versteckt sind, und zum anderen in Zersetzung
befindliche Pflanzenteile, besonders Baumstümpfe und Sukkulen-
ten, wo sie vermutlich Pilzfresser sind. Im Darminhalt fand Herr
Wichmann Pilzzellen. Ein von Büschen geklopftes Exemplar dürfte
dagegen ein Zufallsfund sein. Die beiden genannten Lebensräume
werden in gleicher Weise von Tenebrioniden besiedelt. Auch die
Körperform, mag sie an verschiedene andere Familien erinnern,
paßt zu manchen Tenebrionidengattungen, zumal diese Familie in
sich eine unerhörte Fülle mannigfaltigster Formen vereint. Trotz-
dem ist eine Übergangsform, die einen eindeutigen, unmittelbaren
Anschluß an eine Tenebrionidengattung ermöglicht, nicht zu fin-
den, und beide Familien sind immer ohne Schwierigkeiten von-
einander zu trennen.
Mit Cisteliden und Nilioniden dürften die Monommiden da-
gegen außer der Heteromerie kaum wesentliche Merkmale ge-
meinsam haben.!)
1) Nach Abschluß des 1. Teiles erhielt ich von Herrn Dr. A. J. Hesse vom
South African Museum Larven und Puppen einer Monommidenart, die er im ver-
rotteten Holz einer Euphorbia spec. gefunden hatte. Damit ist erwiesen, daß die
Entwicklung der Tiere in morschem Holz verläuft. Die genaue Beschreibung der
Entwicklungsstadien erfolgt im Zusammenhang mit der Art im 3. Teil der
Monographie: Die Monommidae Afrikas.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 11
B. Die Monommidae der indo-australischen Region.
1. Gattungs-Charakteristik.
Die Vertreter dieser Region gehören im weiteren Sinne zur
Gattung Monomma, die von M. le Comte de Gastelnau 1840 in
seiner „Histoire Naturelle des Insectes CGoleopteres““ wie folgt be-
schrieben wurde:
‚„Monnoma, Klug. Antennes se logeant dans un sillon dans le corselet, de
onze articles: le premier long, le deuxieme tres-court, le troisieme tres-long, les
cing suivans grenus, les trois derniers formant une massue lamellde. — Palpes
maxillaires de quatre articles: les premier grele, les deux suivans courts, @gaux,
triengulaires; le dernier assez grand, s@curiforme. — Palpes labiaux de trois
articles courts; le premier tres-petit, le deuxieme moyen: le dernier grand,
presque arrondi, un peu ovalaire. — Labre court, transversal, arrondi en avant.
— Mächoires velues, formees de deux lobes ä peu pres @gaux. — Menton en
carr& long. — Levre allong&e, oblongue. — Mandibules petites, tres-foiblement
bidentees A !’extr&emite. — Corps €pais, un peu ovalaire, renfle. — Tete arrondie.
— Yeux transversaux, se röunissant presque sur le milieu de la tete. — Corselet
transversal, arrondi sur les cötes. — Ecusson tres-petit, arrondi. — Elytres ren-
flees. — Pattes moyennes, un peu comprimedes. — Tarses assez courts, greles,
simples.
Ces insectes sont tres-voisins des Chelonarium, mais @videmment Hetero-
meres. Par ce caractere ce genre ne peut ötre plac& que pres des Epitragus.‘
Klug hatte den Namen Monomma — von gr. monos = ein und
omma = Auge, wegen des Zusammenstoßens der beiden Augen
auf der Scheitelmitte — bei der Veröffentlichung der ersten Art,
M. irroratum Klug, zwar geprägt, aber keinerlei Beschreibung der
Gattung gegeben. So ist de Castelnau als der Autor der Gattung
anzusehen. Die Beschreibung de Uastelnaus, die z. T. ziemlich ins
einzelne geht, läßt doch verschiedene wichtige Merkmale unbe-
rücksichtigt. Da er sie aber auf M. irroratum Klug begründete,
diese Art also Genotypus ist, kann man fehlende Characteristica
leicht ergänzen. Lacordaire hat das bereits bei seiner Familien-
kennzeichnung im wesentlichen getan. Da nun M. irroratum Klug
am Abdominalsegment 2 halbmondförmige Gruben besitzt, gehö-
ren die indo-australischen Monommidae streng genommen nicht
zur Gattung Monomma Uast. Einige, besonders die quadrimacula-
tum-Gruppe, zeigen noch Andeutungen einer Zweiteilung der Ab-
dominalfurche. Die übrigen haben eine einfache Furche parallel
zum Hinterrand und stehen diesbezüglich der amerikanischen Gat-
tung Hyporhagus näher. Andere Merkmale der Gattung Hyporha-
gus sprechen jedoch gegen eine gattungsmäßlige Vereinigung der
1 Entonm. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
beiden groisen Faunengebiete. Deshalb bleiben die indo-australi-
schen Arten am besten als Angehörige eigener Untergattungen bei
Monomma. Es gelang mir, einen fundamentalen Unterschied zwi-
schen den oft sehr ähnlichen Vertretern der indo-australischen
Region zu entdeeken, der nicht nur zur Erkennung vieler neuer
Arten führte, die bisher mit bereits bekannten zusammengeworfen
wurden, sondern auch eine Gliederung in 2 Subgenera gestattete.
Dieser Unterschied beruht auf der Ausbildung der Augen auf der
Unterseite des Kopfes. Eine Gruppe hat einen spornartigen, omma-
tidienlosen Augenfortsatz (Spina), der in die vom Augenrund nicht
ausgefüllte, tiefe Augengrube gerade oder gebogen hineinragt und
+ deutlich als Leiste in der Tiefe der Augengrube weiterläuft. Der
anderen Gruppe fehlt ein solcher Fortsatz; das mit Ommatidien
vollständig besetzte Augenrund füllt die flachere Augengrube
ziemlich aus. Diese Unterscheidung ist eindeutig, da auch Formen,
bei denen die Ommatidien etwas auf den Sporn vordringen, deut-
lich als gespornt erkennbar sind. Ich benenne die neuen Unter-
gattungen „Spinatimonomme“ und „Aspinatimonomme“.
Subgenus Spinatimonomma nova.
Monommiden der indo-australischen Region von 3,5—0 mm,
länglich-oval, mit einem zum Ende oft gebogenen ommatidien-
iosen Augenfortsatz in die große und tiefe ventrale Augengrube
hinein. Braunschwarz bis braun, gelegentlich mit einem helleren
Humeral- und einem Apikalfleck auf jeder Elytre, selten nur mit
Apikalmakel. Abdominalsegment mit einer tiefen Furche parallel
zum Hinterrand, gelegentlich in größerem Abstand vom Hinter-
rand und mit seitlich stärkerer Vertiefung. Elytren meist mit kräf-
tigen Punktreihen, z. T. vertieften Streifen. Subgenotypus ist
Moremma brunneum Thoms. als zuerst beschriebene Art dieser
Untergattung.
Diese Untergattung umfaßt 4 Gruppen, die sich ziemlich gut
voneinander abgrenzen und z. T. als Rassen- bzw. Artenkreise im
Sinne Renschs deuten lassen (s. Zoogeographische Ergebnisse). Die
Benennung der Gruppen erfolgt nach der zuerst beschriebenen Art
jeder Gruppe.
1. brunneum-Gruppe.
Große, meist indische Formen von 5—8 ınm. Hierher ge-
hören:
H Freude: Die Monommiden der Welt 13
M. brunneum Thoms. mit ihren Subspecies resinorum Hope
und siriatipenne Pic. M. ceylonicum Pic ist keine Inselrasse und
nicht deutlich von M. brunneum abgrenzbar. Es mufs daher als
Synonym zu brunneum aufgefafßst werden. Ebenso ist M. distincti-
fenne nur Synonym zu brunneum. |
M. brittoni spec. nov. fügt sich der Gruppe zwanglos an, da-
gegen kann ich mein M. trisulcum nur mit Vorbehalt hier ein-
reihen. Es steht als Ärt ziemlich isoliert da.
Weiter gehört überraschenderweise M. australe Thoms. zur
brunneum-Gruppe, sogar in die unmittelbare Verwandtschaft von
M. brunneum.
2. fulvum-Gruppe.
Kleinere Formen Vorder- und Hinterindiens einschließlich
Ceylons und der Malayischen Halbinsel, 3,5—5 mm, selten mit
schwacher Humeral- und Apikalmakel. Hierher gehören:
M. horni Pie
M. fulvum Pie mit ssp. dehradunense nov.
M. similifulvum spec. nov.
M. longispinum spec. nov.
M. gracilifulvum spec. nov.
M. obenbergeri spec. nov.
MM. tenasserimum spec. nov.
M. stevensi spec. nov.
M. hayeki spec. nov.
3. basipenne-Gruppe.
Mittelgroße Formen, 4—6 mm, des malayischen inselgebietes,
die aber auch auf Hinterindien übergreifen. Selten mit Humeral-
makeln. Hierher gehören die Arten:
M. scheini spec. nov.
M. birmanense spec. nov.
M. sumatranum spec. nov.
M. javanum spec. nov.
M. nideki spec. nov.
M. drescheri spec. nov.
M. pseudodoriae spec. nov.
M. chapini spec. nov.
M. sparsepunctatum Pic
M. bakeri Pie
14 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
M. rufolineatum Pic
M. basipenne Pic
Die Angehörigen dieser Gruppe wurden früher größtenteils
mit den aspinaten Arten zusammengeworfen, denen sie z. T.
außerordentlich ähnlich sehen. Erst der Augenfortsatz machte ihre
Selbständigkeit deutlich.
4. quadrimaculatum-Gruppe.
Größere Arten, 5,8—7 mm, der südöstlichen Sundainseln und
Neuguineas. Bisher sind nur 2 Arten bekannt:
M. quadrimaculatum Waterh. mit ssp. rufonotatum Pie
M. novaguinense spec. nov.
Weitere Arten oder Subspecies sind zu erwarten. Die Gruppe
ist durch eine geschwungene, bewimperte Längsleiste der Para-
meren besonders gekennzeichnet.
Subgenus Aspinatimonomma nova.
Monommiden der indo-australischen Region von ca. 4—6 mm
Länge. Die Augen füllen die flachere Augengrube auf der Ventral-
seite des Kopfes ziemlich aus, kein ommatidienloser, dornförmiger
Fortsatz erkennbar. Vereinzelt lassen die Ommatidien einen etwas
breiteren Rand des Augenrundes frei, der aber nie als Sporn aus-
gezogen ist, so daß sich an der Zugehörigkeit zu dieser Unter-
gattung kein Zweifel ergeben kann. Die Abdominalfurche ver-
läuft nahe am und parallel zum Hinterrand des Aftersegments.
Elytren meist glänzend-glatt. Punktreihen ziemlich fein, gelegent-
lich vertieft. Schwarz bis braunschwarz, zuweilen mit Metallglanz.
Arten mit Elytrenmakeln sind mir bisher nicht begegnet. Subgeno-
typus ist Monomma philippinarum Thoms. als zuerst beschriebene
Art dieser Untergattung.
Diese Untergattung umfaßt einen umfangreichen festländi-
schen Rassenkreis, den des M. glyphysternum Mars., der Priorität
gemäß nach der zuerst beschriebenen Art benannt, die aber kaum
die wirkliche Stammform sein dürfte. Vielmehr scheint mir das
Entwicklungszentrum der Art in Hinterindien zu liegen, wo sich
die Subspecies M. glyphysternum substriatum Pic, laosense Pie und
tornkineum Pie berühren. Nach Osten schließen sich an die Sub-
species M. glyphysternum chinense ssp. nov., formosanum Pic und
glyphysternum Mars., die östlichste Subspeecies und einzige Mon-
ommide der südlichsten japanischen Inseln. Nach Westen greift
H. Freude: Die Monommiden der Welt 15
das Verbreitungsgebiet bis zur Ostküste Vorderindiens, von wo
ich die Subspecies M. glyphysternum madrasense nov. beschreiben
konnte.
Der Zusammenhang der glyphysternum-Rassen mit den übri-
gen aspinaten Arten ist offensichtlich, besonders über die Sub-
species M. glyphysternum jformosanum Pie und M. philippinarum
Thoms., aber sie haben sich durch ihre insulare Verbreitung doch
schon so deutlich abgegrenzt, daß sie besser als Artenkreis aul-
gefaßt werden. Zu diesem gehören die Arten:
. stenotarsoide Ancey
. medanense Pic
. pseudomedanense spec. nov.
. borneense spec. nov.
. raffrayi Thoms.
palawanum spec. nov.
. philippinarum 'Thoms.
. semiaeneum Pic
Se
. doriae Gestro mit ssp. singaporense Pic
M. marginatum Pic ist nur eine metallische Form und damit
Synonym zu semiaeneum Pic.
Untersuchungen der Aedeagi, speziell der Parameren, wurden
soweit als möglich vorgenommen mit dem Ergebnis, daß sich die
aspinaten Arten nicht unterschieden, bei Spinatimonomma dage-
gen gewisse Unterschiede, insbesondere zwischen den Gruppen,
festzustellen waren. Die Grundform der Parameren der größeren
und mittleren Arten ist leicht gebogen, etwa bananenförmig, die
der kleinen (fulvum-Gruppe) wesentlich kürzer, von der Form
eines kurzen und dieken Würstchens. Die Paramerenenden sind
entweder einzeln völlig verrundet oder schräg zur Mitte stumpf
zugespitzt und mit je einem lockeren Büschel ungleich langer Bor-
sten am äußeren Ende versehen. Bei M. sparsepunctatum Pie und
rufolineatum Pie ist eine geringe Seitenasymetrie in der Bebor-
stung feststellbar. Auf die Wimperleiste der quadrimaculatum-
Gruppe wurde bereits hingewiesen.
Für die Unterscheidung der Arten haben sich neben der Ge-
stalt, der Oberflächenstruktur und dem schon erwähnten Augen-
fortsatz die Strukturen der Unterseite, besonders die Form der
16 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Prosternalmitte, der Umgrenzung der Metasternalmitte und — mit
Vorsicht — die Skulptur der Umgebung der Tibialgruben für die
Mitteltibien auf dem Metasternum als wichtig erwiesen.
Einige der für die indo-australischen und die meisten anderen
Monommidae allgemein zutreffenden Merkmale führe ich bei den
Einzelbeschreibungen nicht jedesmal wieder an. Alle haben, soweit
nicht anders hervorgehoben, 1lgliedrige Antennen mit 3gliedriger,
etwas abgeflachter und verbreiterter Keule; bandförmig verbrei-
terte Augen, die sich auf dem Scheitel berühren und bis auf die
Unterseite des Kopfes reichen, wo sie in einer Augengrube enden.
Die Beine sind fein punktiert und behaart, die Tarsen gleich ge-
staltet und ihre ersten 3 Glieder mit Haarbürste versehen.
Als „falsche Epipleuren“ bezeichne ich eine regelmäßig auf-
tretende Verbreiterung des Elytrenrandes, die ihre größte Breite
im 1. Drittel der Elytren hat und sich nach vorn und hinten ziem-
lich gleichmäßig verschmälert. Sie ist in der Regel so punktiert
wie die Elytrenintervalle.
Die Linien oder Furchen, die die Tibialgruben auf dem Meta-
thorax umziehen, bezeichne ich kurz als ‚Tibiallinien, -furchen
oder -gruben‘, je nach der Art ihrer Ausbildung.
2. Einzelbeschreibung der Arten
a) Subgenus Spinatimonomma nova.
1. brunneum-Gruppe.
Monomma brunneum brunneum Thoms. (Tafel I, 1—6, u. V, 1
M. brunneum (Dej. cat. 1837, p. 144) Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860,
p- 23—24, T. 2, fig. 5).
Urbeschreibung: ‚‚Nec marginatum Fabr. in Dej. Cat. 1837, p. 144.
Patria: India orient. — Long. 63/, mill.; lat. 33/4 mill. — Tab. 2, fig. 5. —
Supra nigrum, nitidum, glabrum, antennae, palpi, subtus pedesque brunnea.
Caput confertim punctatum. Prothorax transversus, angulis anterioribus pro-
ductis, obtusis, posticis acutis, confertim punctulatus, pars reflexa paulim squa-
mulosa. Scutellum triangulare. Elytra eiliptico-ovalia, prothorace quasi triplö
longiora, humeris rotundatis, seriebus longitudinalibus 22 punctorum distinetis-
simis sat profundis instructa, inter has series tenuissime punctulata, punctula-
tione sat sparsa et duplicata, antice prop® suturam squamulosa; epipleura tenu-
issime et irregulariter impressa. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in
H. Freude: Die Monommiden der Welt 1%
medio sat confertim punctata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum.
Pedes tenuissime et sat confertim punctulati.
Precedente (= minutissimum, d. Verf.) corporis magnitudine multum majo-
re, elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus distinctissimis, et abdominis
segmento ultimo simplic® lunato, differt.‘
Ergänzungen: Den Thomsonschen Typus unicus, ein 2 von
India or., konnte ich im Museum Paris studieren. Bei ihm ist die
10. Punktreihe der Elytren so kräftig wie die 9. Das Prosternum
ist länglich entenschnabelförmig, vorn leicht abgestutzt, Seiten nur
schwach konkav, fast parallel, Basis leicht konvex. Die Meta-
sternallinie ist vorn breit abgestutzt und nach vorn mäßig ausge-
schweift verengt. Das Scutellum ist breit herzförmig.
Die Untersuchung des Aedeagus der Art ergab: Penis lang,
schlank kanülenförmig, mit langdreieckig verbreitertem Ende,
dieses schräg abgewinkeit und mit schnabelartig abgesetzter,
kegelförmiger, aber verrundeter Spitze. Parameren etwa finger-
förmig, einzeln verrundet, leicht dorsoventrai gekrümmt, mit eini-
gen längeren Borsten am äußeren Ende.
Das mir vorgelegene, ziemlich reiche Material zeigt, dalS es
sich bei M. brunneum um eine variable Art handelt. Es gibt
länger- und kürzerovale Formen, die auch in ihren Skulptur-
elementen stark variieren. Auch das Scutellum variiert von klein,
rundlich-dreieckig über herzförmig bis breit-abgeflacht-herzför-
mig. Die Art befindet sich anscheinend in einer Art explosiver Ent-
wicklung und macht deshalb einen sehr uneinheitlichen Eindruck.
Verhältnismäßig konstant ist die Form des Prosternum, etwas
lang, schmal entenschnabelförmig; aber die Punktierung desselben
wechselt zwischen sehr fein bis ziemlich kräftig. Im gegenwärtigen
Stadium der Entwicklung dürfte selbst bei sehr reichem Material
mit guten Fundortangaben und der Anwendung variationsstatisti-
scher Methoden eine eindeutige Aufteilung in Subspecies außer-
ordentlich schwierig sein. Mir lag z. B. lediglich aus Malabar eine
verhältnismäßig einheitliche Serie einer kürzerovalen Form vor.
Die von Pic aufgestellte Art M. ceylonicum, deren Type ich in der
Collection Pie studieren konnte, liegt innerhalb der Variations-
breite von M. brunneum und ist meines Erachtens nicht einmal als
Inselrasse zu vertreten, da sich auf Ceylon dieselben kürzer- und
längerovalen Formen und Skulpturvariationen finden wie auf dem
Festland. Auch M. distinctipenne Pic ist nur Synonym zu M. brun-
neum 'Ihoms. Die Type in der Sammlung Pic erwies sich als ver-
schimmeltes, nicht etwa pubescentes Exemplar von M. brunneum
D
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1
18 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
brunneum Thoms. Der Vollständigkeit halber seien als Fußnote
die Urbeschreibungen der beiden Picschen Arten angeführt.!)
Eine Abtrennung erlauben z. Z. allenfalls die als resinorum
von Hope beschriebene Form des nordwestlichen und nördlichen
Gebietes und die als striatipenne von Pic beschriebene des südöst-
lichen Raumes von Indien.
M. brunneum resinorum Hope. (Gu£erin: Magasin de Zoologie 1842,
Insectes p. 1, pl. 87.)
Urbeschreibung: ,,M. des Resines. M. resinorum. Hope. (Pl. 87.)
M. nigrum; capite atro; antennis piceis; thorax, marginibus anticis et
posticis subsinuatis, convexus et punctulatus; elytra atra, fortissime punctata;
pedibus piceis. Longueur, 63, millim. Hab. forsitan in insula Cernensi. — E
resino anime descriptus. — In museo Dom. Hope.‘
Über diese problematische Art habe ich bereits in den Mitt.
Münchn. Ent. Ges. 1952, p. 111—116, Tafel II, ausführlich be-
richtet und ihre systematische Einordnung begründet. Ihr Vor-
kommen in flüssigem Copalharz und die daran geknüpften Patria-
angaben beruhen auf einem Irrtum. Ich kann mich deshalb hier
mit der Abgrenzung von der Stammart und der ssp. striatipenne
Pic begnügen. Der Holotypus ist ein besonders schwach skulptu-
riertes Exemplar, bei dem die 10. Punktreihe auf den Elytren et-
was obsolet und die grubige Skulptur an der Tibialgrube auf dem
Metathorax nur schwach ist. Gegenüber der Stammform ist der
Prosternalfortsatz bei resinorum mehr beilförmig, nach vorn
gleichmäßig gerundet verengt, bei brunneum mehr parallelseitig.
Im Vergleich zu striatipenne ist der Halsschild etwas kürzer und
!) Monomma ceylonicum Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 13). Urbeschrei-
bung: „Oblongus, antice et postice attenatus subconvexus, nitidus, fere glaber,
niger, capite dense punctato; thorace parum breve, antice attenuato, inaequale,
pro parte pupillato-punctato; scutello parum minuto; elytris thorace ad basin
non latioribus, elongatis, postice attenuatis, lateraliter sinuatis, distinete striato-
punctatis, intervallis minute punctatis. Long. 5 mill. Ceylan. —
A placer pres de tonkineum Pic dont il se distingue, ä premiere vue, par la
forme plus allongee.‘“
Monomma distinctipenne Pic. (L’Echange, Revue Linneenne, 39, Nr. 416,
1924, p. 12.) Urbeschreibung: „Oblongus, parum nitidus, breve et sparse pubes-
cens, rufescens, supra pro parte piceus, membris laete rufis; capite dense punc-
tato; thorace transverso, fortiter pro parte sat dense punctato; elytris postice valde
attenuatis, lineato-punctatis, postice pro parte subsulcatis et substriatis. Long.
8 mill. Indes: Deccan. — Peut se placer pres de stenotarsoides Ancey, caracte-
rise par sa structure @lytrale jointe ä sa taille avantageuse.‘
H. Freude: Die Monommiden der Welt 19
an den Seiten gerader, die Tibialgrubenskulptur mehr kurzgrubig,
bei striatipenne mehr linienförmig. Aber auch hier finden sich
Übergangsformen. Das Verbreitungsgebiet der Subspecies liegt
etwa von Poona ab nördlich bis zum Himalaja (Dehra Dun).
Monomma brunneum striatipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1939,
p- 13.)
Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, ni-
tidus, glaber, niger, capite et thorace antice membrisque rufis; capite thoraceque
fortiter et dense punctatis; elytris multi, regulariter et distinete striato-puncta-
tis, intervallis multi punctatis. Long. 7 mill. Indes: Madras. —
Espece distincte, & premiere vue, par ses stries nettement marqudes meme
pres de la suture.‘“
Ergänzungen: Diese Subspecies bewohnt etwa das Gebiet
nordöstlich von Madras bis Berhampur. Sie ist besonders durch
ihre etwas streifigen, deutlichen Punktreihen ausgezeichnet. Der
Halsschild ist verhältnismäßig lang, etwa doppelt so breit als lang.
Scutellum breit herzförmig. Prosternum ähnlich resinorum, aber
etwas breiter. Augensporn keilförmig stark verengt. Weitere Un-
terscheidungsmerkmale wurden bereits bei resinorum Hope ge-
nannt. An eindeutigen Fundorten der 3 Subspecies lagen mir vor:
Für ssp. brunneum 'Thoms.: Weligama und Colombo auf Cey-
lon, Minikoi, vom Festland Dindigal, Trichinopoly, Tanjore, die
Nilgiri Hills, Calieut, Malabar, Chittoor (= Chittur) und Belgaum.
Für ssp. resinorum Hope: Poona, Bombay, Pusa, Dehra Dun,
Punjab, Simia (vermutlich Simla).
Für ssp. striatipenne Pic: Madras, Nilambur, Berhampur.
Monomma australe Thomson. (Typi Monommidarum, Paris 1878,
p. 40—41.)
Urbeschreibung: ,„Patria: Australia. — Long. 6 mill., lat. 31/5 mill. — Om-
nino nigrum; prothorax antice medio vage brunneo-rufus; tarsi brunnei, subtus
flavo-pilosi.
Ovulare, convexum. Caput tenuiter et confertim punctatum. Prothorax
antice posticeque sinuatus, lateribus rotundatus, marginatus, quam capite gros-
sius et magis sparsim punctatus. Scutellum laeve. Elytra seriebus obsoletis fere
20 punctorum mediocriter conspicuorum instructa, inter has series fere laevia,
apice subrotundata. Sternum lateribus paulo granulosum, medio laeve. Abdo-
men subtilissime et paulo sparsim punctulatum, segmento ultimo medio trans-
verse simplice lunato. Pedes vix punctati.
Obs. Precedente (= rafjrayi Thoms., d. Verf.) valde diversus.‘
Trotz vielfacher Bemühungen war es mir nicht gelungen,
australisches Monommidenmaterial zu erhalten, nicht einmal aus
Australien selbst. So mußte ich die Art zunächst unter die Species
20 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
incertae sedis einreihen, bis ich im Oktober 1953 dann die Thom-
sonsche Type im Museum Paris studieren konnte. Diese ist ein 9
mit der Patriaangabe ‚‚Australia‘. Das Exemplar ist in der Gestalt
M. brunneum Thoms. sehr ähnlich, der Halsschild etwas gedrunge-
ner, seine Vorderecken kürzer. Der Diskus bleibt frei (1. Linie
unterbrochen). Die 10. Linie ist schwächer als die 9. Die falschen
Epipleuren sind wesentlich breiter als bei M. brunneum; das Pro-
sternum ist etwas kürzer, breiter entenschnabelförmig; die Meta-
sternallinie wie bei M. brunneum vorn breit abgestutzt, nach
hinten geschwungen erweitert und hinten parallel offen. Der
Augenfortsatz ist dagegen kurz und breit keilförmig, fast gerade.
Da mir keine weitere australische Monommide zu Gesicht kam
und die Art sich unmittelbar an M. brunneum, wegen der schwä-
cheren 10. Punktreihe und dem breit keilförmigen Augenfortsatz
speziell an ssp. resinorum Hope anschließt und nicht zu den papua-
nischen Arten (M. novaguinense und quadrimaculatum) passen
will, kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, daß es sich bei
NM. australe Thoms. um eine Fundortverwechslung handeln könnte.
Dieser Verdacht wird noch bestärkt durch die Tatsache, daß sich
auch die Art Hyporhagus grandis Pic, die gleichfalls von Australien
beschrieben wurde, beim Studium der Type in der Collection Pic
als Synonym von H. brasiliensis Thoms. entpuppte. Einen endgül-
tigen Entscheid über M. australe Thoms. will ich aber bis zur Vor-
lage völlig identischen Vergleichsmaterials noch zurückstellen.
Menomma brittoni nov. spec. (Tafel 1.7—11l, u. V, 3 u. #.)
5x2,5 mm.
M. länglich-eliiptisch, schwarzbraun, wenig stark, aber gleich-
mäßig gewölbt, Kopf und Prothorax Vorderrand und Seitenränder
rötlichbraun. Kopf dicht und ziemlich kräftig punktiert. Hals-
schild doppelt so breit wie lang, ziemlich gleichmäßig, dicht punk-
tiert, zum Rande tiefer, aber kaum runzelig, vereinzelt kleinere
Zwischenpunkte. Seiten des Halsschildes schmal gerandet, gerun-
det verengt, Vorderecken kräftig gerundet vorgezogen, ziemlich
flach gewölbt, Seiten schmal aufgebogen. Scutellum breit herz-
förmig. Elytren mit je 11 Reihen flacher Punkte, die äußeren flach
rinnig vertieft. 1.3. am Schildchenr sehr flach grubig verbreitert,
wenig deutlich. 1. endet hinter dem Diskus, dieser wenig hervor-
gehoben. 1. Reihe setzt sich auf dem Diskus in Form einer Punk-
tierung fort, die sich nur durch die reihige Anordnung der Punkte
H. Freude: Die Monommiden der Welt 21
von der kräftigen Punktulierung der Intervalle unterscheidet. Fal-
sche Epipleuren ebenfalls zerstreut kräftig punktuliert. Augen mit
ommatidienlosem Fortsatz, dieser schmal und länglich, gerade.
Augengrube nur um diesen herum tief.
Prosternum entenschnabelförmig, zerstreut deutlich punk-
tiert, leicht gewölbt. Mesosternum ähnlich punktiert, etwas feiner
und dichter, seitlich rippig. Metasternum verkehrt becherförmig
umrandet, mit angedeuteter Mittellinie, sehr fein zerstreut punk-
tuliert. Außerhalb der Umrandung Punkte größer werdend. Vor
der Tibialgrube lang-durchlaufende schräge Furchen. Abdomen
ziemlich dicht mittelfein punktiert, zum Rande größer, unter der
Hintertibia längsrippig. Der Holotypus hat an den Seiten des
2. bis 4. Abdominalsegmentes je eine Querrunzel zusammenge-
rückter Punkte, die aber nicht arttypisch sind, sondern eine in-
dividuelle Strukturvariante darstellen. Die Abdominalfurche ver-
läuft parallel zum Hinterrand.
Parameren parallel, schwach dorsoventral gekrümmt, ähnlich
brunneum, aber am Ende nach innen abgeschrägt und stumpf zu-
gespitzt. Äußeres Ende mit kräftigem Borstenbüschel.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen am British
Museum, Herrn Dr. E. B. Britton.
Holotypus, ein 5 von N. W. P. (= North West Provinces),
Indien (entspricht Pakistan). Coll. Andrewes, British Museum
1922-221.
Allotypus, ein 9 von Dehra Dun, indien, F. R. J. Compound,
leg. ©. M. Gardner 14. XI. 1924 ex Pinus longifolia. British Mu-
seum.
Die Art scheint auf Nordindien beschränkt. Sie erinnert an
ein kleines M. brunneum, ist aber hinten nicht verengt. Ihr Hals-
schild ist kürzer, mehr gerundet verengt und die Parameren nach
innen schräg zugespitzt.
Monomma trisulcatum nov. spec. (Tafel 1, 12—14, u. V, 5 u. 6.)
Länge: 6,4—5,5 mm, Breite 3.7—3,5 mm.
M. oval, schwarzbraun, ziemlich gewölbt, mattglänzend.
Kopf dicht, zum Rande parallelrissig punktiert, hinten gröber.
Prothorax fast doppelt so breit wie lang, dicht, nicht sehr grob,
längsrissig punktiert. Seiten sehr schmal gerandet, aber deutlich
breit abgesetzt und aufgebogen.
22 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Scutellum ziemlich klein, fast dreieckig, mit einzelnen Punk-
ten am Vorderrand.
Elytren mit je 11 Punktreihen, Punkte deutlich, 1. Reihe ver-
kürzt, endet hinter dem Diskus, diesen aber nicht freilassend. 1.
bis 3. am Schildchen mit mäßig verbreiterten Punkten. 10. deut-
lich, aber Punkte entfernter stehend. 9.—11. zum Apex hin stark
furchig vertieft, wobei die Punkte undeutlich werden. Intervalle
spärlich sehr fein punktuliert, zum Außenrand kräftiger und
dichter.
Auge mit großer und tiefer Augengrube und kurzem, breit-
dreieckigem ommatidienlosem Fortsatz.
Prosternum entenschnabelförmig, Basis stark konvex, sehr
fein punktuliert. Mesosternum kurz, grob skulptiert. Metasternal-
linie umschließt einen etwa apfelförmigen Mittelraum, der fein
und mäßig dicht punktuliert ist. Er ist hinten geschlossen, mit an-
gedeuteter Mittellinie.
Tibialgrube von wenigen, kurzen, leichtgeschwungenen Linien
umgeben, zur Mitte grob punktiert. Abdomen grob und dicht
punktiert, hintere Tibialgrube rippig.
Parameren breit bananenförmig, am Ende außen mit mehre-
ren Borsten, nach innen verrundet zugespitzt.
Holotypus: Ein 5 aus Tonkin, Hoabinh, Aug. 1918, R. V. de
Salvaza leg., im British Museum.
Paratypus: Ein 5 aus Saigon, ex coll. Ancey, in coll. Pie,
Die Art erinnert etwas an M. brunneum, ist aber durch die 3
Furchen der Elytrenaußenreihen am Apex eindeutig gekenn-
zeichnet.
2. fulvum-Gruppe.
Monomma horni Pic. und var. mediojunetum Pic. (Ges. Luxemb.
Naturfreunde, Nr. 6, 9 und 10, 1933, p. 147.) (Tafel I,
15..u.V, 7 0.8.)
Urbeschreibung: ,‚Minutum, subconvexum, oblongum, subovatum, postice
attenuatum, nitidum, glabrum, rufum, elytris nigris, ad basin transverse rufo
notatis et apice in disco breve rufo lineatis. Capite sat minute et dense punctato;
thorace parum breve sat lato, antice attenuato, sat minute et parum sparse
punctato, elytris thorace paulo latioribus, subarcuatis, postice attenuatis, diverse
striatis et fortiter lineato-punctatis, intervallis parum punctatis.
Long. 3,5 mill. Geylon-Nalanda (W. Horn).
Mit 4-maculatum Wat. verwandte Art, weicht von dieser jedoch ab durch
die hellere Färbung des Vorderkörpers, die ungleichen gelbroten Makeln der
H. Freude: Die Monommiden der Welt 25
Flügeldecken, die geringere Größe. — Ein kleineres Stück, 3 mill. Länge, von
Weligama stammend, hat die Flügeldeckenmakeln so verbunden, daß dadurch
eine gelbrote, eingebuchtete Diskalbinde entsteht; ich nenne diese Varietät: var.
nov. mediojunctum. (Pie).‘“‘
Ergänzende Beschreibung: Kopf vor den Augen flach grubig
punktiert, vorn feiner. Thorax an den Seiten gleichfalls dicht gru-
big, Mitte fein und spärlicher, vorn tief ausgerandet, Vordereceken
verrundet vorgezogen. Scutellum dreieckig-herzförmig. 10. Ely-
trenreihe kaum erkennbar.
Augen mit ommatidienlosem Fortsatz, der in der Tiefe (oft
kaum sichtbar) nach hinten umbiegt.
Prosternum kurz und breit entenschnabelförmig, vorn abge-
stutzt, spärlich, mittelstark punktiert. Mesosternum desgleichen,
verhältnismäßig lang, am Rande etwas rippig. Metasternalmitte
glatt, vorn verengt, hinten breit offen bogenförmig umrandet. Ti-
bialgrube flach längsgrubig bzw. -rippig umrandet, zur Mitte mehr
rundgrubig. Abdomenmitte fein, aber tief punktiert, nach vorn
sröber. Eine breite und tiefe Abdominalfurche parallel zum
Hinterrand.
| Die roten Flecken verwaschen, wenig leuchtend und unscharf
abgegrenzt.
Parameren kurz fingerförmig, stärker dorsoventral gekrümmt
als bei M. brunneum Thoms. Enden einzeln schmal verrundet.
Äußere Rundung beborstet.
Mir lag der Holotypus vor, ein © aus Nalanda, Ceylon, W.
Horn leg. Er befindet sich im Deutschen Entomologischen Institut
in Berlin. Ferner 3 Exemplare von Kandy, Ceylon, 2 von G. E.
Bryant (VI. 08) aus dem British Museum und 1 von G. Frey
(III. 53) vom Museum Frey in München.
Monomma fulvum Pic. (Melanges exot. ent. 26, 1917, p. 4.) (Tafel
II, 1u. 2.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, nitidus, glaber, fulvus; thorace breve, fortiter
sat dense punctato; elytris satis latis, apice attenuatis, distincte marginatis, stri-
ato-punctatis, punctis pro parte latis. Long. 4 mill. Indes: Malabar. — A placer
pres de M. laosense Pic, coloration differente et ponctuation plus distincte.‘“
Ergänzungen: Mit ommatidienlosem Augenfortsatz. Dieser
keilförmig, gerade. Prosternum entenschnabelförmig, vorn abge-
stutzt und kaum schmäler als hinten, spärlich, sehr fein punktiert;
Mesosternum desgleichen, mit langem Bogenkiel zu den Hinter-
winkeln abgegrenzt. Penis breit und kurz nadelförmig, Spitze ver-
)4 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
breitert, abgewinkelt, Endteil angesetzt. Parameren kurz und dick
würstchenförmig, schwach dorso-ventral gekrümmt, breit einzeln
verrundet, mit wenigen längeren Borsten an der äußeren Seite der
Rundung.
Nahe verwandt mit similifulvum spec. nov. von Hinterindien,
etwas breiter oval, Halsschild stärker verengt, insgesamt kräftiger
punktiert. Umrandungslinie des Metasternum vorn spitzer, um-
schließt ein fast unpunktiertes, birnförmiges Feld. Tibialfurchen
nur in der Nähe der Grube lang und schräg gerichtet, sonst grubig
aufgelöst. Abdomen groß und kräftig punktiert.
Dem Autor Pie hat ein immatures, sehr heiles Exemplar vor-
gelegen, denn das Tier hat matur die übliche dunkelbraune Fär-
bung vieler Monommidae. Nur der Vorderrand des Kopfes sowie
Veorderrand und Seitenränder des Halsschildes sind breit und un-
scharf begrenzt heller.
Außer der Type, die ich in der Sammlung Pic studieren
konnte, lagen mir Exemplare aus den westlichen Gebieten Vorder-
indiens vor, und zwar aus Belgaum, Kanara und Khandesh.
Von Dehra Dun in Nordindien lag mir ein Exemplar vor, das
sich eindeutig von der Stammart abtrennen läßt und das ich als
M. fulvum dehradunense subspec. nov. (Tafel il, 3 u. 4)
hier beschreiben möchte.
4,1x2,3 mm. Es unterscheidet sich von der Stammart durch
vorn etwas tiefer ausgeschnittenen Halsschild, unterseits feinere
Punktur, vorn schmaleres und stärker verrundetes Prosternum.
Das Mesosternum ist gewölbkt, das Schildchen etwas weniger breit.
Die Parameren haben je 7—8 größere Endborsten, bei M. fuivum
nur 9—5.
Der Holotypus, ein 5 von Kaunli garden, Dehra Dun, U. P.,
19, 4. 1921 ieg. N. C. Chatterjee, ex sackbands (?) on Cedrela
toona, befindet sich im British Museum in London.
Menremma similifulvum spee. nov. (Tafel 11, 5 u. 6, u. V, 9 u. 10.)
4,1—4,5 x 2,3—2,5 mm.
Länglichoval, braunschwarz, unbehaart, ziemlich gewölbt.
Kopf grob, hinten ziemlich runzelig punktiert, Haisschild ebenso
grob, mit feineren Zwischenpunkten, mäßig dicht, überall ziemlich
gleichartig punktiert, halb so lang wie breit, nach vorn schwach
gerundet verengt, Vorderwinkel verrundet vorgezogen, Basismitte
gegen das Schildchen leicht vorgezogen, schmal gerandet und ab-
geflacht. Scutellum breit herzförmig. Elytren an der Basis kaum
DD
oı
H. Freude: Die Monommiden der Welt
breiter als der Halsschild, mit je 11 ziemlich groben, aber flachen
Punktreihen, 1.—3. Reihe vor dem Diskus mit flachgrubig ver-
größerten Punkten. Reihen zum Rande zu feiner werdend. Die
1. Reihe endet hinter dem Diskus, auf dem selbst aber nur die ver-
hältnismäßig grobe, rissige Punktulierung der Intervalle deutlich
ist. Randverbreiterung ziemlich breit, glatt, mit zerstreuter Punk-
tierung.
Augen mit starkem ommatidienlosen Fortsatz. Antennen 11-
gliedrig, mit 3gliedriger, etwas abgeflachter Keule. Prosternum
gänseschnabelförmig, vorn meist schmal, mäßig punktiert. Meso-
sternum mit Seitenkielen, Metasternum vorn breit abgeflacht ge-
randet, hinten offen, mit einer hinten deutlichen Mittellinie. Ab-
domen mäßig kräftig punktiert. Abdominalfurche parallel zum
Hinterrand.
Holotypus, ein 9 aus Fyzabad (Faisabad), Indien, leg. R. W.G.
Hingston. (Breite Form.)
Allotypus, ein 5, durch Spiefsen etwas defekt, India orient.,
ex Mus. Murray, Fry Coll. (Schlankere Form.) Beide im British
Museum. 19 Paratypoid aus Dehra Dun (Subhaivala), India, F. Z.
leg. 9. 12. 10, Sal-tree (= Weide), in der Zool. Staatssammlung
München.
Nach Mitteilung von Fräulein von Hayek bedeutet F. Z. wahr-
scheinlich Forest Zoologist. Dieser wäre zur angegebenen Zeit E. P.
Stebbing gewesen.
Die Art unterscheidet sich von MM. fulvum Pie besonders durch
die gröbere Punktierung von Kopf und Halsschild sowie durch die
2. Punktreihe der Eiytren, die am Diskus nicht seitlich ausweicht
und außen nicht kielförmig gerandet ist, außerdem durch die vorn
breit abgeflachte Metasternallinie.
\
Menomma longispizum spec. nov. (Tafel II, 10, w. VL 3 u. 4.)
4,4x3 mm.
Oval. schwarzbraun, Kopf und Prothoraxränder ohne Basis,
Beine und Äntennen etwas heller.
Kopi mittelkräftig, ziemlich dicht punktiert; Prothorax we-
niger dicht, nur an den Seiten vor der Basis etwas kräftiger und
angedeutet runzelig; kaum doppelt so breit wie lang, Seiten stark
gerundet nach vorn verengt. Schildchen herzförmig.
Elytren mit je 11 kräftigen, ziemlich breiten Punktreihen, die
ersten 3 vor dem Diskus grubig verbreitert, die 1. endet hinter dem
26 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diskus mit wenigen nur angedeuteten Punkten, der Diskus selbst
bleibt frei. Die 2. biegt dem Diskus seitlich schwach aus und ist
dort auf der Außenseite nur bogenförmig-rippig erhaben. Die 10.
ist kaum schwächer als die 9., ihre Punkte sind nur wenig entfern-
ter. Die Punktreihen sind zum Apex nicht schwächer. Intervalle
spärlich und sehr fein punktuliert, falsche Epipleuren desgleichen,
wenig breit.
Die Augenspina ist auffallend lang, schlank und beim Holo-
typus abnormal dem hinteren Rand der Augengrube angelagert,
beim Paratypoid etwas stärker gebogen. Die Abgrenzung gegen die
Ommatidien verläuft gerade.
Prosternum entenschnabelförmig, mit spärlichen feinsten
Haarpunkten. Mesosternum kurz, seitlich rippig, in der Mitte wie
voriges fast glatt. Metasternum mit breit birnförmiger, vorn etwas
abgestutzter, hinten offener Umrandung, innen wie das Proster-
num punktiert.
Tibialfurchen fein, lang, nach hinten etwas wurzelartig ver-
zweigt. Abdomen wenig dicht, etwas groß, aber seicht punktiert.
Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 9 aus Prae, Siam, 1929—33, Paul Fogh leg.,
Sammlung Rosenberg, im Museum Kopenhagen.
Ein stark defekter © Paratypus vom gleichen Fundort in der
Zool. Staatssammlung München.
Die Art ist nahe verwandt mit M. gracilifulvum spec. nov.,
größer, mit stärker gerundet verengtem Halsschild, Elytren nach
hinten leicht verengt, Basis der Spina breiter, Metasternallinie
vorn breiter und abgestutzt.
Mononma gracilifulvum spec. nov. (Tafel II, 12, u. VI, 7—9.)
3,4—9,8 x 2,0—2,3 mm.
Langoval, hinten nicht verengt, mitten am breitesten; dunkel-
braun. Kopf dicht, fein, nach hinten gröber und runzelig punktiert.
Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, ziemlich gleichmäßig,
mittelstark punktiert, höchstens an den Basisseiten schwach run-
zelig. Scutellum etwas breit dreieckig-herzförmig. Elytren mit 11
deutlichen, teils streifig vertieften Punktreihen, 1.—3. vor dem
Diskus flach grubig, teils halbmondförmig. Die 1. läßt den Diskus
frei und endet dahinter mit einigen angedeuteten Punktgruben.
Die 2. biegt dem Diskus deutlich aus und bildet dort außen einen
Kiel, die 3. verhält sich in abgeschwächtem Maße ebenso. Inner-
H. Freude: Die Monommiden der Welt a.
seits der 4. Linie verläuft ein feiner Längsriß bis hinter den Dis-
kus. Andeutungen eines solchen finden sich auch innerseits der
folgenden 4 Linien. Die Randlinien sind alle kräftig ausgebildet,
die 11. fast noch stärker als 10. und 9. Die Linien werden auch
zum Apex nicht obsolet. Die Intervalle sind deutlich einfach reihig
punktuliert. Falsche Epipleuren ziemlich breit und lang, deutlich,
aber wenig dicht punktuliert. Das 5’ mit großem Haarfleck auf der
Gula. Augen mit langem Sporn, dieser ziemlich schlank mit
schmaler Basis, Ommatidien begrenzen die Spina fast gerade.
Prosternum entenschnabelförmig, ziemlich glatt, nur spär-
liche feinste Pünktchen; Mesosternum dichter, kurz, seitlich
schwach kielförmig abgesetzt; Metasternum breit birnförmig um-
randet, hinten offen, vorn + ausgeschweift verengt und gelegent-
lich etwas abgestutzt. Abdominalfurche breit, parallel zum Hin-
terrand. Abdomen groß, mäßig dicht punktiert, Intercoxalfortsatz
stark stumpfwinkelig. Tibialfurchen schräg, aufgelöst. Epipleuren
etwas runzelig.
Parameren würstchenförmig, am Ende gemeinsam verrundet
und beborstet, schwach dorsoventral gekrümmt, ventral oberhalb
der Mitte gemeinsam grubig ausgehöhlt und am zentralen Rande
beborstet.
Holotypus, 1 5’ aus Tharrawaddy, Burma, Collection Andre-
wes 1922, und Allotypus, 1 2 aus Rangoon, May 1908, Cap. Har-
rington, im British Museum.
19'Partypoid aus Kurmi Tola, Dacca, Bengalen, 2.—7. V1l. 11,
D. N., in der Zool. Staatssammlung München.
Diese kleinste Art der fulvum-Gruppe ist meines Erachtens
nächstverwandt mit M. longispinum spec. nov., bei deren Beschrei-
bung bereits auf die bemerkenswertesten Unterschiede hingewie-
sen wurde.
Monomma obenbergeri spec. nova. (Tafel II, 9, u. VI, 1 u. 2.)
4,7x 2,5 mm.
M. langelliptisch, gewölbt, schwarzbraun, unbehaart. Kopf
dicht, vorn fein, hinten grubig punktiert. Halsschild nicht ganz
doppelt so breit wie lang, nach vorn schwach gerundet verengt,
Vorderecken gerundet, stark vorgezogen; kräftig, ziemlich dicht
punktiert, zum Rande etwas größer; Seiten ziemlich schmal ge-
randet, nur in der Mitte angedeutet abgeflacht. Schildehen herz-
förmig, deutlich punktuliert.
28 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Elytren hinten schwach verengt, mit je 11 Punktreihen. Die
1. endet hinter dem Diskus, auf dem ihre Punkte kaum erkennbar
sind, dahinter aber wieder deutlich werden. 1. bis 3. Reihe an der
Basis mit verbreiterten Punkten. Die 2. weicht dem Diskus seit-
lich etwas aus und wird dort außen leicht kielförmig begrenzt. Die
10. Reihe ist kaum schwächer als die 9., auch am Apex sind die
Reihen kaum feiner punktiert. Die Intervalle fein rissig, aber tief
punktuliert. Falsche Epipleuren stark verbreitert und deutlich
punktuliert.
Augen mit langem, schmalem, vorn leicht gekrümmtem Fort-
satz in großer, tiefer Augengrube. Prosternum glockenförmig oder
kurz und breit entenschnabelförmig, spärlich sehr fein punktu-
liert. Mesosternum kräftig punktiert, seitlich rippig. Metasternal-
mitte wieder sehr fein punktuliert, birnförmig gerandet, vorn et-
was spitz zulaufend, hinten offen. Tibialfurchen und -gruben
schräg, ziemlich lang und klammerförmig geschwungen. Abdomen
mäßig dieht und wenig kräftig punktiert. Eine Abdominalfurche
parallel zum Hinterrand.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen am Museum
Prag, Herrn Professor Dr. Jan Obenberger.
Holotypus,. ein 9 aus Tenasserim, coll. Helfer, im Museum
Prag.
Die Art kommt verwandtschaftlich besonders der kleineren
M. gracilifulvum spec. nov. nahe, ihr Diskus ist kürzer und liegt
weiter hinten als bei dieser, die Augenspina hat eine breitere Basis,
die gegen die Ommatidien leicht konvex vorgewölbt ist, die Tibial-
furchen sind länger und kräftiger ausgeprägt.
Menomma tenasserimum spec. nov. (Tafel II, 7, u. V, 11 u. 12.)
4,2x 2,5 mm.
Länglichoval, hinten schwach verengt, dunkelbraun, etwas
glänzend. Kopf dicht punktiert. Halsschild doppelt so breit wie
lang, ziemlich gerundet verengt, mäßig stark und dicht punktiert.
Elytren mit je 11 Punktreihen, diese kaum streifig. 1.—S. an der
Basis grubig, die 1. durch den Diskus unterbrochen und mit 1—2
angedeuteten Punkten hinter diesem; die 2. und 3. weichen dem
Diskus seitlich etwas aus und sind dort außen kielförmig; die
Intervalle sind vorn spärlich punktuliert, hinten mehr gehämmert.
Unterseite schwach glänzend. Augen mit kurzer Spina, deren
breitere Basis von den Ommatidien schwach gewinkelt konvex be-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 29
grenzt wird. Prosternum rechteckig-entenschnabelförmig, Seiten
etwas konkav, spärlich mittelfein punktuliert. Mesosternum kräf-
tiger punktiert, im Verhältnis zu den nahestehenden Arten auf-
fallend lang. Metasternalmitte breit birnförmig, nicht ausge-
schweift verengt, vorn kurz abgestutzt, hinten offen, zerstreut
fein punktiert, Mittellinie erkennbar. Tibialfurchen lang, nach
hinten gegabelt, innen mehr gerade, nach außen zunehmend schrä-
ger bis quer gerichtet. Abdomen vorn fein, nach hinten größer und
dichter, aber wenig tief punktiert. Abdominalfurche parallel zum
Hinterrand.
Holotypus, 1 9 aus Tenasserim, Coll. Helfer, im Museum Prag.
Etwas schlanker und schwächer punktiert als M. julvum Pie,
mit breiterem Diskus (die 2. Punktreihe biegt stärker seitlich aus).
die Metasternailinie umfaßt ein breiteres Feld.
Die Art ist meines Erachtens besonders mit M. stevensi spec.
nov. verwandt; der Halsschild weniger gerundet verengt, der Dis-
kus etwas kürzer, 2. und 3. Punktreihe stärker gekielt, die Basis
der Augenspina wird von den Ommatidien etwas konkav einge-
engt, das Mesosternum ist jänger und das Metasternalfeld vorn
stärker verengt.
Monomma stevensi spec. nov. (Tafel IL, &, u. V, 13 u. 14.)
4,7x2,9 mm.
Länglichoval, braunschwarz, ziemlich gewölbt. Kopf dicht und
fein punktiert. Halsschild nicht ganz doppeit so breit wie lang.
etwas fein, ziemlich dicht punktiert, auch an den Seiten kaum
runzlig. Seiten etwas abgeflacht, mit schmaler Randleiste, ziem-
lich stark gerundet verengt. Scutellum breit dreieckig-herzförmig.
Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, auch die 10. ganz
deutlich. Die 1.—3. vor dem Diskus mit verbreiterten, flachgrubi-
gen, z. T. halbmondförmigen Punkten. Die 1. Reihe endet mit
wenigen schwachen Punkten am Diskusende. Diskus im vorderen
Teil glatt, nur punktuliert wie die Intervalle. Spina schmal, mit
breiter Basis, die von den Ommatidien konvex begrenzt wird.
Prosternum fast rechteckig, mit verrundeten Ecken, Seiten
ziemlich parallel, schwach gewölbt, glatt, fein zerstreut punktiert;
Mesosternum desgleichen, seitwärts rippig; Metasternum vorn ab-
gestutzt, aprikosenförmig umrandet, zerstreut fein punktiert, mit
angedeuteter Mittellinie. Abdomen mit Ausnahme des Intercoxal-
fortsatzes mittelstark, ziemlich dicht punktiert, zum Rande stär-
30 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ker, die Tibialgrube runzlig. Abdominalsegment mit tiefer Furche
parellel zum Hinterrand.
Der Holotypus, ein 2 von Bao-Ha, Tonkin, X.— XII. 1923,
leg. H. Stevens, Sladen-Godman Trust Exped., befindet sich im
British Museum.
Die Art wurde dem Sammler gewidmet. Auf ihre nahe Ver-
wandtschaft mit M. tenasserimum spec. nov. wurde dort bereits
hingewiesen und die Unterschiede erwähnt.
Monomma hayeki spec. nov. (Tafel V, 15 u. 16.)
5x 2,9 mm.
Langoval, schwarzbraun, glatt, ziemlich gewölbt. Kopf dicht,
nach hinten zunehmend gröber punktiert. Halsschild nicht ganz
doppelt so breit wie lang, ziemlich dicht und groß punktiert, da-
zwischen vereinzelt feinere Punkte, nach vorn ziemlich stark, ge-
rundet verengt. (Der Grad der Rundung ist etwas variabel.) Hals-
schildränder außer der Basis unbestimmt heller. Scutellum breit
herzförmig, punktiert. Elytren mit je 11 kräftigen Punktreihen,
Punkte der 10. etwas kleiner. Punkte der 1.—3. Reihe vor dem
Diskus grubig, z. T. halbmondförmig vergrößert. Die 1. endet mit
wenigen angedeuteten Punkten hinter dem Diskus, der selbst frei
davon bleibt und nur die gewöhnliche Punktulierung der Inter-
valle zeigt; diese ist ziemlich kräftig und schwach längsrissig, auch
auf den falschen Epipleuren.
Die Ommatidien lassen nur einen schmalen, kurzen Fortsatz
in einer verengten Augengrube frei.
Prosternum entenschnabelförmig, deutlich, aber spärlich
punktiert, Basis gerade; Mesosternum ziemlich kräftig punktiert,
seitlich runzlig-rippig; Metasternum mit annähernd birnförmiger
Umrandung, aber vorn beiderseits nicht ausgerandet verengt, sehr
zerstreut fein punktiert, Mittellinie angedeutet.
Tibialgrube mit nur 2 leicht geschwungenen schrägen Linien
umrandet, die innere kann auch in mehrere Gruben aufgeteilt
sein. Einwärts davon mit kürzeren Grubenpunkten.
Abdomen ziemlich dicht und kräftig punktiert, Intercoxal-
fortsatz fein punktiert, Tibialgruben des 1. Abdominalsegments
furchig. Letztes Abdominalsegment mit einfacher Parallelfurche
zum Hinterrand.
Holotypus, ein 9 aus Paungde, Burma, 1902, im British Mu-
seum.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 31
1 2 Paratypoid aus Tenasserim, coll. Helfer, im Museum Prag.
Meiner liebenswürdigen Kollegin am British Museum, Miss
Dr. Christine M. F. von Hayek, gewidmet.
Die Art sieht aus wie ein großes, langovales M. gracilijulvum
spec. nov., unterscheidet sich aber außer durch die Größe und die
längere Form durch glänzendere Oberfläche und besonders durch
die kleinen Augenfortsätze. Sehr charakteristisch ist außerdem,
daß die 2. Punktreihe dem kleinen Diskus nicht ausweicht.
>. basipenne-Gruppe.
Monomma scheini spec. nov.
5—5,4 x 3,2—9,4 mm.
Breitoval, schwarz, mit 2 deutlichen roten Flecken vor dem
Apex und 2 undeutlichen, dunkleren dicht hinter der Mitte der
Elytrenbasis. Halsschild ebenfalls dunkelrot. Kopf nach hinten zu-
nehmend gröber, dicht punktiert, vor den Augen mit seichter Ver-
tiefung. Halsschild doppelt so breit wie lang, etwas seicht, mittel-
groß und klein gemischt punktiert, Seiten nicht runzelig; fein ge-
randet und schmal abgeflacht, Vorderecken kurz vorgezogen. Ely-
tren mit je 11 seichten, zum Rande sehr feinen Punktreihen,
Punkte vor dem Diskus vergrößert. Die 1. Reihe am Diskus kurz
unterbrochen, beim 9 kürzer als beim 5, die 2. biegt dem Diskus
nicht deutlich aus und ist auch nicht deutlich gekielt; die 11. noch
schwächer als die 10., aber erkennbar; die Reihen am Apex fast
obsolet; Intervalle zerstreut sehr fein punktuliert.
Augen mit kurzer, gebogener, breitbasiger Spina.
Prosternum fast rechteckig, leicht verrundet, Seiten schwach
konkav, Basis leicht konvex; spärlich, sehr fein punktiert. Meso-
sternum kurz, seitlich fein gekielt und schuppig gerippt. Meta-
sternum mit vorn breit abgestutzter, hinten offener, birnförmiger
Umrandung und angedeuteter Mittellinie, die sich hinten in ein
Grübchen vertieft. Tibialfurchen lang, leicht schräg.
Abdomen ziemlich dicht fein punktiert, der stumpfwinklige
Intercoxalfortsatz feiner und spärlicher. Abdominalfurche parallel
zum Hinterrand.
Falsche Epipleuren breit, mit einer Grübchenreihe am
unteren Rand. Parameren fingerförmig, leicht dorsoventral ge-
krümmt, Enden schräg nach innen verrundet, am äußeren Ende
mit je einem Borstenbüschel, an der Basis breiter als am Apex, ge-
rade verengt.
32 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Holotypus, ein 5, und Allotypus, ein 9, aus Singapore befin-
den sich in der Sammlung Fairmaire im Museum Paris.
Ich widme die Art meinem verehrten Lehrmeister und Kolle-
gen, dem Uetonidenspezialisten Herrn Stadtdirektor Hans Schein.
Die Art steht trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit M. quadri-
maculatum Waterh. weniger nahe als M. pseudodoriae spec. nov.,
da ihre Parameren keine Haarieiste haben.
Monomma birmanense spec. nova. (Tafel II, 11, u. VL, 5 u. 6.)
6x 3,9 mm.
M. elliptisch, gewölbt, dunkelbraun (vermutlich immatur, si-
cher normal schwarzbraun), glatt. Kopf dicht und tief punktiert.
Prothorax nicht ganz doppelt so breit wie lang, von der Basis
nach vorn stark gerundet verengt, Vorderecken gerundet schwach
vorgezogen. Seiten gerandet, nur von der Mitte zur Basis schwach
abgeilacht. Mittelstark, ziemlich dicht punktiert mit einzelnen fei-
neren Punkten dazwischen, zum Rande eher feiner als gröber, nicht
runzelig. Schildehen breit herzförmig, vereinzelt punktiert. Ely-
tren hinten schwach verengt, je 11 Punktreihen. Die 1. endet hin-
ter dem Diskus, auf diesem mit nur angedeuteten Punkten. 1.—9.
Reihe an der Basis mit grubig verbreiterten Punkten. Die 2. Reihe
weicht dem Diskus nur schwach aus, ihre Außenkante bildet dort
eine kielförmige Linie. Punktreihen zum Apex feiner. Die iO. ist
enau so kräftig wie die 9. Intervalle ziemlich dicht, fein rissig
Augen mit schmalem, hakenförmig gebogenem Fortsatz in
großer, tiefer Augengrube. Prosternum lang entenschnabelförmig,
vorn breit abgestutzt, hinten schwach konvex, glatt, fein punktiert,
Mesosternum und Metasternalmitte desgleichen, letztere birnför-
mig umrandet, hinten offen, mit strahlenförmigen feinen Linien
abgeschlossen. Mittellinie kaum angedeutet. Tibiallinien lang,
schräg, parallel, an den Enden s-förmig geschwungen.
Abdomen in der Mitte fein, zum Rande grob punktiert, Tibial-
grube mit Längsrunzein. Abdominalsegment mit breiter Furche
parallel zum Hinterrand.
9, coll. Bowring, im British Mu-
seum. Der Holotypus hat einen kleinen runden Druckdefekt am
Diskus vorn rechts. Einige Querrunzeln auf den Eiytren dürften
ebenfalls traumatisch verursacht sein.
Holotypus aus Burma, ein 9
H. Freude: Die Monommiden der Welt >35
Die Art ist verwandt mit pseudodoriae spec. nova, hinten et-
was verengt, mit kleinerem Augenfortsatz und breiterer Meta-
sternalmitte. Ihr Halsschild ist breiter und gröber punktiert.
Sie ist die einzige bisher bekannte Art des Festlandes, die
verwandtschaftlich unmittelbar zu den sonst insulären Arten der
basıipenne-Gruppe gehört.
Monomma pseudodoriae spec. nova. (Tafel III, 5, u. VI, 16 u. 17.)
5x3 mm.
M. elliptisch, hochgewölbt, schwarz, Prothorax und Kopf mit
braunem Unterton. Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punk-
tiert. Prothorax nicht doppelt so breit wie lang, von der Basis nach
vorn ziemlich stark gerundet verengt, mäßig dicht punktiert,
Punkte mittelstark und fein gemischt, zum Rande nicht gerunzelt.
Seiten schmal gerandet und schmal abgeflacht, nach hinten
breiter. Vorderecken verrundet vorgezogen. Schildchen breit herz-
förmig, mit wenigen, kaum erkennbaren Pünktchen an der Basis.
Elytren mit je 11 Punktreihen, diese nach hinten feiner werdend.
Die 1. endet hinter dem Diskus, auf diesem nur mit angedeuteten
kleinen Punkten. Punkte der 1.—3. Reihe an der Basis vergrößert.
Die 2. Reihe biegt am Diskus seitlich etwas aus und ist dort außen
leicht gekielt. Die 10. mit sehr entfernt stehenden Punkten. Inter-
valle fein rissig, ziemlich dicht punktuliert.
Augen mit breiter, gebogener ommatidienloser Spina in tiefer
Grube. Prosternum entenschnabelförmig, etwas gewölbt, zerstreut
fein punktiert, Basis wenig konvex. Meso- und Metasternalmitte
ebenfalls fein punktiert. Metasternallinie schmal zitronenförmig,
hinten offen. Mittellinie + angedeutet. Tibialfurchen lang, schräg,
kräftig, etwas klammerförmig geschwungen. Abdomen mäßig
dicht, zur Mitte fein, außen grob punktiert, Tibialgrube furchig.
Eine Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Patria: Borneo.
Der Holotypus, ein 2 aus Quop, W. Sarawak, G. E. Bryant leg.
20. 3. 14, befindet sich im British Museum, ebenso ein @ Paratypus
aus Penang, Collection Pascoe.
Allotypus, 5, aus Sandakan, Borneo, leg. Baker im U. S. Na-
tional Museum.
Die Art ähnelt äußerlich M. doriae, unterscheidet sich von
diesem aber durch den Augenfortsatz, etwas geringere Breite und
Entom, Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 3
34 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
matteren Glanz. Sie kommt in einer eigenen Subspecies auch in
Sumatra und auf der Malayischen Halbinsel vor.
Monomma pseudodoriae sumatranum subsp. nov. (Tafel III, 1u. 2.)
4,9—5,3 x 3—9,4 mm.
Unterscheidet sich von der Stammari durch feinere 10.
Punktreihe, etwas weiter vorn liegenden Diskus, weniger schlankes
Prosternum und kürzeren Augenfortsatz.
Holotypus, ein 5’ aus Lahat, Sumatra (N. A. M.), befindet sich
im Naturhistorischen Reichsmuseum Leiden in Holland.
Allotypus, ein 2 aus Penang, Coll. Bowring, befindet sich im
British Museum.
Paratypoide von Singapore, Malacca, Prov. Wellesley und Pe-
nang im British Museum, im Museum Paris und in der Zool. Staats-
sammlung München.
Monomma javanum spec. nova. (Tafel VI, 10 u. 11.)
4,2 x 2,5 mm.
M. oval, glatt, schwarzbraun, Prothorax wenig heller. Kopf
dicht, Prothorax mäßig dicht, ziemlich fein punktiert.
Elytren mit je 11 feinen, aber bis hinten deutlichen Punkt-
reihen. Die 1. endet vor dem Diskus, 2. am Diskus bogig nach
außen erweitert. Die 3 ersten Reihen sind an der Basis nur schwach
grubig verbreitert. Intervalle nur schwach und spärlich punktu-
liert.
Der ommatidienlose Augenfortsatz ist schmal und nur mäßig
lang. Prosternum entenschnabelförmig, Seiten fast parallel,
schwach und mäßig dicht punktiert. Mesosternum kurz, breit und
flach punktiert, durch Seitenkiele eingefaßt. Metasternum mit
breit birnförmiger Umrandung, ohne Mittellinie, hinten offen,
kaum erkennbar spärlich punktiert. Tibialfurchen ziemlich kräf-
tig, aber mehr kurzlinig. Abdomen seicht, mäßig groß und mäßig
dicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 5’ von Java, Tg. Karang, VIII. 1949, leg. A. v.
Laer, befindet sich im Museum Amsterdam.
Die Art ist ähnlich M. nideki, besitzt aber keine roten Apikal-
flecken. Der Halsschild ist vorn weniger stark verengt, mit brei-
terer Seitenabflachung, die Prosternalmitte schmaler, die Meta-
sternalumrandung mehr breit birnförmig — bei nideki vorn breit
oval —, der Augenfortsatz kleiner.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 3,
Monomma nideki spec. nova. (Tafel III, 3, u. VI, 12 u. 19.)
Länge : 3,5—4, 7 mm, Breite: 2—2,5 mm.
M. oval, braunschwarz, glatt, Halsschild vorn breit etwas hel-
ler. Kopf fein und ziemlich dicht punktiert, Halsschild etwas grö-
ber und weniger dicht, nicht zusammenfließend. Sceutellum herz-
förmig. Eiytren mit je 11 Punktreihen, diese vorn obsolet, aber
die 1.—3. an der Basis grubig vergrößert. 1. Reihe hinter dem
glatten Diskus nur noch mit 2 undeutlichen Punkten angedeutet.
Die 2. Reihe biegt am Diskus etwas nach außen aus und bildet dort
eine schmale Leiste, die gewissermaßen die zusammengeflossenen
äußeren Punktränder darstellt. Zwischenräume fein zerstreut, et-
was reihig punktuliert. Elytren mit je einem verrundet-dreiecki-
gen rötlichen Fleck vor dem Apex.
Antennen 11gliedrig, mit dreigliedriger, abgeflachter Keule.
‚ Augen berühren sich auf dem Kopfe und haben unterseits einen
kurzen, stark gekrümmten ommatidienlosen Fortsatz in tiefer
Augengrube. Unterseite dunkel-kastanienbraun. Prosternalfortsatz
+ breit entenschnabelförmig, zerstreut fein punktiert, ebenso das
kurze Mesosternum, dessen Seiten rippig sind. Metasternum mit
kräftigen, langen Rippen um die Tibialgrube herum, die zur Mitte
zu mehr in der Längsrichtung verlaufen. Mitte mit glockenförmi-
ger Umrandung. Abdomen mit flachen, gröberen Punkten, mäßig
dicht punktiert. Abdominalsternit mit einer tiefen Furche parallel
zum Hinterrand.
Epipleuren und falsche Epipleuren sehr fein und sehr spär-
lich punktiert.
Parameren kurz fingerförmig, etwas auseinandergerückt pa-
rallel verlaufend, schwach dorsoventral gebogen, am äußeren Ende
mit je 4—5 Borsten, zur Mitte stumpf zugespitzt.
Ich widme die Art ihrem Sammler, meinem verehrten Kolle-
gen, dem Cicindelidenspezialisten Herrn C. Brouerius van Nidek
in Bussum, Holland.
Holotypus, ein 5’, Allotypus, ein 9, und Paratypen von Depok,
Java, leg. C. van Nidek, 1948—1950, im Museum Amsterdam. Ein
Paratypus, 9, von Balakan, Zuider-Geb., Java, 1. VIII. 1926, ieg
Drescher, im Bogor Museum. Weitere Paratypen von Depok in der
Zoologischen Staatssammlung in München.
Die Art ist durch die Apikalflecken leicht von allen anderen
zu unterscheiden.
3*
36 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Monemma drescheri spec. nova. (Tafel III, #, u. VI, 14 u. 15.)
5,5x 2,8 mm.
M. elliptisch, schwarzbraun, glatt, mäßig gewölbt. Kopf und
Halsschild mäßig kräftig punktiert, letzterer mit eingestreuten
feineren Punkten, nicht ganz doppelt so breit wie lang, erst von
der Mitte nach vorn stark verengt, Vorderecken schwach vorgezo-
gen, Rand verflacht, Hinterrand zum Schildchen vorgezogen. Scu-
tellum breit herzförmig, mit einigen feinen Pünktchen. Elytren
gleichmäßig verrundet, mit je 11 Punktreihen. Die 1. endet hinter
dem freibleibenden Diskus. Die 3 ersten Reihen an der Basis
schwach grubig punktiert, 10. deutlich. Reihen am Apex nicht
obsolet. Falsche Epipleuren nur schmal.
Mit ommatidienlosem Augenfortsatz, der schlank und stark
gekrümmt in die nach hinten erweiterte Augengrube ragt.
Prosternum entenschnabelförmig, ziemlich lang, spärlich, sehr
fein punktiert. Mesosternum kräftiger, vorn schwach wulstig.
Metasternum mit birnförmiger, hinten offener Mittelfeldumran-
dung, mit angedeuteter Mittellinie, äußerst fein, nach hinten etwas
deutlicher, spärlich punktiert. Tibialgruben kräftig, variabel, von
schräg bis ziemlich gerade. Abdomen ziemlich dicht punktiert, zum
Rande kräftig, zur Mitte feiner. Mit einer Abdominalfurche paral-
lel zum Hinterrand.
Parameren dorsoventral schwach gekrümmt, fingerförmig,
Apex nach innen schräg stumpf zugespitzt, an der Abschrägung
mit einem Borstenbüschel.
Ich widme die Art dem Sammler, meinem verehrten Kollegen
vom Museum Bogoriense, Java, Herrn F. C. Drescher.
3 Exemplare von Oengaran, Java, leg. F. C. Drescher, I. 1906
und VI. 1908. Holotypus, ein 5, und Allotypus, ein 9, im Museum
Amsterdam. 1 Paratypoid in der Zoologischen Staatssammlung in
Mönchen. 1 Paratypus, Mus. Paris, steckte als CGotypus unter den
Typen von raffrayı Thoms.
M. raffrayi zum Verwechseln ähnlich, aber mit längerem Pro-
sternalfortsatz und mit Augenspina.
Monomma basipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14.) (Tafel |
VIL1u.2.)
Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, niti- |
dus, fere glaber, rufus, elytris nigris, ad basin et apice rufis, epipleuris rufis; |
thorace sat transverso, antice attenuato, sat fortiter, et sparse punctato; elytris i
H. Freude: Die Monommiden der Welt Sn
thorace paulo latioribus, lateraliter sinuatis, postice valde attenuatis, distincte
striato-punctatis, intervallis parum punctatis. Long. 5 mill. Te Engano. —
Espece de coloration particuliere pouvant se placer pres de medanense Pic.‘
Ergänzungen: Kopf vorn dicht und feiner punktiert als der
Halsschild. Dieser ziemlich dicht und kräftig punktiert, zum Sei-
tenrand abgeflacht und bis auf die Mitte des Vorderrandes fein
gerandet, doppelt so breit wie lang, nach vorn im Bogen ziemlich
stark verengt. Vorderwinkel etwas verrundet vorgezogen. Elytren-
basis breiter als der Halsschild. Scutellum breit herzförmig. Ely-
‚ tren mit je 11 deutlichen Punktreihen. 1. durch den Diskus
unterbrochen und besteht dahinter aus nur wenigen Punkten.
Die nächsten Reihen weichen dem Diskus seitlich etwas aus.
Punkte der 1.—93. oder 4. Reihe vor dem Diskus grubig verflacht.
Falsche Epipleuren ziemlich schmal. Echte Epipleuren zum Innen-
rand zu punktiert. Geiselglieder der Antennen kurz und kräftig.
Augensporn sehr schmal und fast gerade, zum Ende verbreitert
und in der Tiefe gebogen. Ommatidien groß. Augenfurchen tief,
schleifenförmig nach hinten erweitert. Prosternalfortsatz fast
rechteckig, aber mit völlig verrundeten Ecken, flach, spärlich
punktiert. Episternum schmal, punktiert, vorn genetzt. Abdomen
an den Seiten ziemlich kräftig punktiert. Beine fein, aber tief
punktiert, Tarsen mittellang. Eine Abdominalfurche parallel zum
Hinterrand.
Ich konnte die Type in der Sammlung Pic und ziemlich rei-
ches Material vom Deutschen Entomologischen Institut sowie vom
Museum Kopenhagen studieren.
Moromma chapini spec. nov. (Tafel II, 13, u. VII, 11 u. 12.)
5x 9,9 mm.
Oval, hinten schwach verengt, schwarz, Kopf und Haisschild
vorn rötlich.
Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punktiert. Prothorax
knapp doppelt so breit wie lang, mittelfein, ziemlich dicht punk-
tiert, seitlich feiner. Seitenrand schmal gerandet und vorn schmal,
nach hinten etwas breiter abgefiacht. Vorderecken verrundet vor-
gezogen. Scutellum breit herzförmig.
Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, die nach hinten
etwas feiner werden. Die 1. ist auf dem Diskus nur angedeutet und
endet mit einzelnen Punkten dahinter. 1.—3. vor dem Diskus
mit etwas grubig vergrößerten Punkten, die 2. weicht dem Diskus
seitlich etwas aus und ist dort schwach wellig-gekielt. 9. und
38 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
10. Reihe mit gleich starken, aber etwas entfernteren Punkten als
die vorhergehenden. Die Intervalle sind ziemlich dicht, fein und
schwach rissig punktuliert, ebenso die falschen Epipleuren, die
nur mäßig breit sind.
Augen mit langem, gebogenem ommatidienlosem Fortsatz mit
breiter Basis, Augengrube tief.
Prosternum entenschnabelförmig, vorn und hinten gleich
breit, in der Mitte verengt, vorn etwas abgestutzt verrundet, Basis
fast gerade, sehr fein und zerstreut punktiert, Mesosternum etwas
gröber, seitlich rippig. Metasternum etwa birnförmig gerandet,
vorn kaum ausgeschweift verengt, hinten breit offen, mit sehr fei-
ner Mittellinie, die hinten in einem vertieften Grübehen endet.
Tibialfurchen teils lang, zur Mitte mehr längs, nach außen mehr
schräg gerichtet, mit kürzeren Zwischenfurchen in der hinteren
Metasternalhälfte. Abdomen ziemlich grob punktiert, nur zwischen
den Hinterhüften feiner. 1 Abdominalfurche parallel zum Hinter-
rand.
Der Holotypus hat einen traumatischen Druck-Kratz-Defekt
vor dem Diskus auf der linken Elytre, zufolge dessen auch das
Scutellum etwas entgegen dem Urzeigersinne verdreht und nach
rechts verschoben ist.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen, Herrn Dr. E. A.
Chapin, Curator of Inseets im U. S. National Museum.
Holotypus, 19 von Butuan auf Mindanao, leg. Baker, im U. S.
National Museum.
Die Art ist nahe verwandt mit M. pseudodoriae von Borneo.
Sie unterscheidet sich durch dichter punktierten Halsschild, kräf-
tige 10. Punktreihe und breitere Metasternalumrandung.
Monomma sparsepunetatum Pic. (Beschrieben als var. von philip-
pinarum in L’Echange, no 416, 1924, hors-texte, p. 12.)
(Tafel III, 6—8, u. VII, 3—4.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, postice paulo attenuatus; capite dense punc-
tato; thorace sat sparse punctato; elytris lineato-punctatis, intervallis minute
punctatis. Ile Sibuyan (ex Baker). — Differe de philippinarum Ths. au moins
par la tete plus densement ponctude, le prothorax ä ponctuation differente de
celle de la tete, &cartee.‘
Ergänzungen: Halsschild länger als bei philippinarum, weni-
ger stark nach vorn verengt, etwas feiner punktiert. Schildehen
herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, die sehr fein, aber
deutlich sind, die 10. doppelt so fein wie die übrigen, aber nicht
H. Freude: Die Monommiden der Welt 39
obsolet. 1.—4. Reihe vor dem Diskus mit großen, grubigen Punk-
ten. Die 1. endet dicht hinter dem Diskusgipfel mit einigen
kaum erkennbaren Punkten. Die 2. Reihe ist auf dem Diskus zu-
weilen unterbrochen, sie weicht diesem seitlich nicht aus. Augen
mit breitem Augensporn. Prosternum entenschnabelförmig,
schlanker als bei philippinarum; Mesosternum länger; Metaster-
num glockenförmig, hinten breit offen gerandet, Vorderrand
klammerförmig, in der Mitte spitz vorgezogen. Tibialfurchen nur
in der Vorderregion des Metasternum lang, sonst kurz kommaför-
mig. Abdomen in der Mitte sehr fein, mäßig dicht punktiert, zum
Rande gröber. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. Bei
einem Exemplar ist diese sehr seicht, und man erkennt 2 geson-
derte, ovale Vertiefungen (s. Abb.). Ob es sich dabei um Drüsen-
ausgänge handelt, muß vorläufig noch offen bleiben.
Penis und Parameren sind im Habitus wie bei philippinarum,
die Parameren fingerförmig, am Ende etwas schräg zugespitzt ver-
rundet. Auffällig ist aber eine Asymmetrie in der Beborstung am
äußeren Ende, die bei der rechten Paramere weit länger und kräf-
tiger ist als bei der linken.
Trotz großer Ähnlichkeit ist diese Art leicht von philippina-
rum abzutrennen, weil sie im Gegensatz zu dieser einen ÄAugen-
sporn besitzt und die 2. Punktreihe dem Diskus nicht ausweicht
oder unterbrochen ist, bei philippinarum weicht sie seitlich aus.
Die Art ist nicht nur auf Sibuyan beschränkt. Mir lagen außer
Originalexemplaren von Baker von der Insel Sibuyan auch solche
von Paney vor, sogar ein Exemplar von der nördlichsten Philip-
pineninsel Kotosho.
Monomma bakeri Pic. (L’Echange, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) (Tafel
ERI 9.)
Urbeschreibung: ‚Oblongus, subovatus, nitidus, glaber, rufescens, elytris
nigris; capite parum breve, dense punctato; thorace transverso, sat sparse punc-
tato; elytris satis brevibus, postice paulo attenuatis, lineato-punctatis, intervallis
minute punctatis.
Long. 4 mill. Ile Sibuyan (ex Baker). — Differe de la var. precedente
(= sparsepunetatum Pic, der Verf.), en outre de la coloration moins foncee, par
la ponctuation @lytrale plus faible en arriere ou sur les cötes.‘'
Ergänzungen: Außerordentlich nahe verwandt mit M. sparse-
punctatum Pic, könnte unter Umständen sogar nur eine beson-
ders kleine Variante desselben darstellen. Punktierung etwas fei-
ner als bei sparsepunctatum. 2. Elytrenreihe ebenfalls am Diskus
40 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
unterbrochen, von der 1. sind nur vor dem Diskus die verbreiter-
ten Punkte deutlich. Punkte der 10. Reihe nicht wesentlich schwä-
cher als die der 9. Augenfortsatz etwas kürzer, mehr breit keilför-
mig. Prosternum kürzer und breiter, seitlich weniger verengt, sonst
ohne bemerkenswerte Unterschiede. Die Oberseite ist eher glän-
zender als bei sparsepunctatum. Leider kam mir kein 7 Exemplar
vor Augen, so dafs ich die Genitalien nicht vergleichen konnte.
Außer der Type, einem © in der Sammlung Pic, lag mir ein weite-
res Exemplar aus der Originalausbeute von Baker vor, gleichfalls
von der Insel Sibuyan, Philippinen, das sich im U. S. National Mu-
seum in Washington befindet.
Monomma rufolineatum Pic. (L’Echange, 1924, Nr. 417, p. 28.)
(Tafel VII, 5 u. 6, u. IX, 1—4.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, antice et postice attenuatus, niger, femoribus
ad basin, abdomine pro parte, tarsis et antennis apice rufescentibus, elytris in
disco rufo sinuato-lineatis. Long. 6 mill. Ile Samar (ex Baker). — Espece voisine
de 4-maculatum Wat. tres distincte par la bande rousse des elytres.““
Ergänzungen: Länglich eiförmig. Kopf fein, aber tief und
dicht punktiert, nach hinten zu etwas gröber. Prothorax ebenso
fein und dicht, gleichmäßig, nur am Vorderrand etwas feiner, ohne
Zwischenpunkte, zum Rande nicht grubig. Hailsschild rötlich,
knapp doppelt so breit wie lang, schmal gerandet und mäßig ge-
kehlt. Scutellum klein, herzförmig.
Elytren mit je 11 Reihen entfernt stehender Punkte, die ersten
3 an der Basis mit großen, grubigen Punkten, die der 4. nur we-
nig vergrößert. Am Diskus werden die Punkte auch der 2. Reihe
sehr schwach und klein. Die 1. endet am Diskusende. Äußere
Reihen mit kleinen, flachen, aber immer deutlichen Punkten, die
11. wieder grob und dichter punktiert. Zwischenräume fein und
ziemlich dicht punktuliert, ebenso die schmalen falschen Epipleu-
ren. Die echten Epipleuren fein und spärlich punktuliert.
Augen mit starkem, geradem Augensporn in großer Augen-
grube.
Prosternum länglich, zungenförmig, in der Mitte schwach
verengt, Basis schwach konvex, deutlich, mäßig dicht punktiert.
Mesosternum ebenso punktiert, verhältnismäßig lang, mit Seiten-
kielen. Metasternum breit glockenförmig gerandet, hinten offen,
vorn klammerförmig mit spitz vorgezogener Mitte, mit feiner
Mittellinie, in deren Nähe etwas dichter fein punktiert, sonst spär-
lich, hinten wieder dichter.
H. Freude: Die Monommiden der Welt : 4]
Tibialfurchen zur Mitte mehr längs, nach außen mehr schräg
gerichtet. einige lang, dazwischen kürzere, zum Apex kleiner-gru-
big. Abdomen zur Mitte sehr fein punktiert. Aus den Punkten ent-
springen feine Wimpern. Zum Rande unbehaart und grob punk-
tiert.
Abdominalfurche tief und breit, verläuft parallel zum Hinter-
rand. Vorderschenkel nach oben grob-grubig punktiert, Mittel-
und Hinterschenkel fein, Tibien alle fein langrissig. Die ersten 3
Tarsenglieder sind unterseits stark bebürstet, beim 2 vermutlich
etwas schwächer.
Parameren fingerförmig gebogen, vorn schräg zugespitzt
verrundet. Sie zeigen eine Seitenasymmetrie der Beborstung,
indem die rechte Paramere nur 2 lange, kräftige Borsten be-
sitzt, die linke dagegen neben feineren 6 kräftigere. Diese Asym-
metrie der Parameren stellt M. rufolinestum Pic unmittelbar in
die Nähe von M. sparsepunctatum Pic und unterscheidet es grund-
legend von dem äußerlich ähnlichen M. quadrimaculatum Waterh.
Außer der Type, einem 9 von der Insel Samar in der Samm-
lung Pic, lag mir ein 9’ aus der Originalausbeute von Baker von
Surigao auf Mindanao vor, das sich im U. S. National Museum be-
findet.
4. quadrimaculatum-Gruppe.
Monomma quadrimaculatum Waterh. (Ann. Mag. Nat. Hist. [5]
Ill, 1879, p. 379.)
Urbeschreibung: ,„Elliptico-ovale, convexum, piceum, nitidum; elytris
nigro-piceis, maculis rotundatis rufis notatis.
Long. 23/, lin. (= 5,58 mm, d. Verf.).
General form of M. philippinarum. Head very closely, finely, but distinctly
punetured. Thorax densely and rather strongly punctured; the sides not re-
flexed, but narrowiy impressed within the margin. Elytra rather strongly and
close!ly striate-punctate; the punctures in the scutellar region much larger, the
first stria very short; the interstices rather closely, very delicately, but distinctly
punctured; each elytron with two rather large round spots, one near the shoul-
der, the other subapical.
Hab. Philippine Islands (Cuming).“
Hugh Cuming war Insektenhändler in London und sammelte
1836—1839 auf den Philippinen.
Ergänzungen: Kopf und Halsschild ziemlich kräftig, grubig
punktiert, Kopfpunkte nicht feiner, nur dichter. Halsschild seit-
lich deutlich gerundet verengt, mäßig stark gerandet. Vorderecken
stark vorgezogen und verrundet. Schildchen herzförmig, der Aus-
4) Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
schnitt der Elytren aber breit herzförmig. Falsche Epipleuren
breit, spärlich fein punktiert. An den hellen Makeln scheint die
Innenstruktur der Elytren kästchenförmig durch.
Prosternalmitte entenschnabelförmig, ziemlich dicht punk-
tiert, Mesosternalmitte vorn flach bogig, ebenfalls ziemlich dicht
punktiert, außen rippig, Metasternalmitte spärlicher, etwa fäß-
chenförmig umrandet, vorn leicht verengt, mit verrundeten Ecken,
der Vorderrand etwas asymmetrisch klammerförmig (wohl indivi-
duelle Variante des Typus). Abdomen sehr dicht, meist grubig,
die Mitte und die Endsegmente etwas kleiner punktiert. Abdo-
minalsegment mit einer Furche ungefähr parallel zum Hinterrand,
die aber in der Tieie eine Teilung in 2 Taschen erkennen läßt.
Augen mit gebogenem, schräg in die Tiefe absinkendem
Sporn, dessen oberer Teil schmal krallenförmig erscheint. Anten-
nen 1l1gliedrig, kurz und kräftig, mit 3gliedriger Keule, deren
Glieder breit schalenförmig ineinandergefügt sind. Tarsen kurz
und kräftig, hinteres Klauenglied annähernd so. lang wie die 3 vor-
hergehenden. Beine deutlich und dicht punktiert.
Mir lag der Holotypus, ein 9, vor. Dieser trägt allerdings den
Sammlernamen Chr. Owen, so daß Waterhouse das Tier als nur
von Ouming bezogen kennzeichnen wollte. Der Holotypus befin-
det sich im British Museum.
Ein weiteres @ von N. Luzon (Philippinen), leg. Whitehead,
Fry Coll., 1905, im Besitz des British Museum, 6x 3,5 mm, ist von
der Type in der Form so verschieden, daß ich geneigt wäre, dieses
als eigene Art anzusprechen, wenn ich nicht durch das Studium
von M. brunneum Thoms. wüßte, wie groß die Variabilität bei
Monemmidae sein kann. Dieses Stück ist viel schlanker, hat
schmale falsche Epipleuren, das Schildchen ist mehr gleichseitig-
dreieckig, und der Augenfortsatz sinkt nicht schräg ab, sondern
ist breit sichtbar. Eine Rassenbildung ist sehr wahrscheinlich, kann
aber zufolge des zu geringen vorliegenden Materials vorerst nicht
geklärt werden. Die bereits erwähnte große Variabilität läßt auch
das von Pic beschriebene M. rufonotatum allenfalls als Subspeeies
von Borneo vertretbar erscheinen.
ssp. rufonotatum Pic. (Melanges exot. ent. 19, 1916, p. 8.) (Tafel
VII,7 u. 8, u. 1X, 5—7.)
Urbeschreibung: „Oblongo-ovatus, nitidus, niger, thorace brunnescente, ely-
tris infra humeros et ante apicem rufo maculatis, lineato-punctatis. Long. 7 mill.
Borneo. —
H. Freude: Die Monommiden der Welt 453
Voisin de M. 4-maculatum Wat., prothorax a coloration rembrunie, ma-
cule anterieure rousse placee en-dedans des Epaules.‘
Das mir vorgelegene 5 von Marah, Borneo, leg. H. C. Sie-
bers, M. O. Borneo Exped., 10.—25. XI. 1925, ist breitoval, 6x4
mm, hat breit herzförmiges Scutellum und breite falsche Epipleu-
ren, ist somit der Type von quadrimaculatum entschieden ähn-
licher als das Stück von Luzon.
Da es sich um ein 5’ handelte, untersuchte ich auch die Geni-
talien. Der Penis ist sehr schlank keulenförmig, dorsoventral ab-
geilacht und s-förmig geschwungen, das Endstück ist ebenfalls
etwas abgesetzt. Die Parameren sind lang fingerförmig, leicht
dorsoventral gekrümmt und haben einen langen, leicht geschwun-
genen Borstensaum, der mehr auf der konkaven Seite zum schräg
nach innen verrundet zugespitzten Ende verläuft.
Monomma novaguinense spec. nova. (Tafel III, 10, IV, 1—5, u.
1, 921,710.)
Länge 5,5—7 mm, Breite 3,85—4,5 mm.
M. breitoval, ziemlich gewölbt, tiefschwarz, bei nicht ausge-
färbten Stücken Elytren und Prothoraxvorderrand bräunlich
durchscheinend, glatt, etwas glänzend. Kopf fein und dicht punk-
tiert. Halsschild fast doppelt so breit wie lang, Seiten in leichtem
Bogen nach vorn verengt, schmal gerandet, Vorderecken verrundet
vorgezogen, ziemlich gewölbt, zum Seitenrand wenig verflacht,
mit zerstreuten, flachen, größeren Punkten, die zum Rande hin
diehter werden, dazwischen fein punktuliert.
Scutellum klein, breit herz- bis nierenförmig, mit einigen
feinen Pünktchen. Elytren schwach verengt, mit je 11 Punktreihen.
Erste 5—4 Reihen an der Basis mit grubig verbreiterten, teils
halbmondförmigen flachen Punkten. Die erste Reihe endet auf
der Mitte der Elytren, ihre Punkte auf dem Diskus schwach, die-
ser aber nicht völlig glatt. 10. Reihe schwächer punktiert, alle
Reihen nach hinten zu feiner. Intervalle zerstreut, äußerst fein
punktuliert.
Unterseite schwarzbraun. Antennen mit ägliedriger Keule.
Augen mit großer Augenhöhle und kurzem, leicht gebogenem
ocellenlosem Fortsatz, auf den die Ocellen gewissermaßen etwas
vordringen. Prosternalmitte entenschnabelförmig, fein und mäßig
dicht punktiert, Punkte mit feinsten Härchen. Mesosternum kurz,
zum Rande grubig-rippig. Metasternalmitte fein und spärlich
44 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
punktiert, Umrandungslinie vorn mäßig breit abgestutzt, nach
hinten ausgeschweift breiter werdend, hinten ziemlich parallel und
oifen, mit nach hinten vertiefter Mittellinie. Tibiallinien schräg,
lang und kräftig. Abdomen in der Mitte fein, zum Rande gröber
punktiert. 1. Abdominalsegment hinter der Hinterhüfte stark rip-
pig. Letztes Abdominalsegment mit tiefer Furche parallel zum
Hinterrand. Beine fein und dicht punktiert.
Penis sehr schlank keulenförmig, aber dorsoventral flach und
s-förmig gekrümmt. Parameren lang fingerförmig, dorsoventral
leicht gekrümmt, am Ende schräg nach innen stumpf zugespitzt,
mit einer langen, etwas nach innen geschwungenen Haarleiste, die
auf der konkaven Seite zur Spitze verläuft; die Abschrägung seit-
lich noch gesondert beborstet.
Holotypus, ein 5’ von Hollandia, Niederländisch Neu Guinea,
aus dem Regenwald, 250 Fuß (= ca. 72 m) über dem Meer, Mai
1945 im Chicago Natural History Museum.
Allotypus, ein 9, und 2 9 Paratypoide von Niederländisch Neu
Guinea, 9. XII. und 20. XI. 1944 (eins „under bark jungle‘), leg.
T. Aarons, sowie ein weiteres @ Paratypoid von der Maffin Bay,
Dutch N. Guinea, IX. 44, E. 5. Ross Col., im Museum der Qalifor-
nia Academy of Science in San Franeisco.
1 © Paratypoid von Deutsch Neu Guinea, leg. Nevinson 1918,
im British Museum.
1 und 1 9 Paratypoid von bereits genannten Fundorten in
der Zool. Staatssammlung in München.
Die Art variiert ebenfalls ziemlich stark. Es gibt schlankere
und breitere Formen. 1 Exemplar hat einen auffallend schmalen
Halsschild, gehört aber zweifellos zur selben Art. Die Prosternal-
mitte kann mehr parallelseitig sein.
b) Subgenus Aspinatimonomma nova.
Monemma giyphysternum Marseul. (Ann. Soc. Ent. France [5] 6,
1876, p. 330.) (Tafel VII, 13 u. 14.)
Urbeschreikung: „Long. 19 —11 mill.; larg. 3,3—5 mill.
Ovalie, bomb& sur le dos, noir brun, luisant. T&te densement ponctu£ee.
Pronotum transverse, retreci et bisinueusement ©chancre en devant, avec les
angles obtus, reflechi et arque& sur les cötes, bisinueux ä la base avec le lobe scu-
tellaire pointu et les angles droits, finement rebord& tout autour, densäment
ponctue. Ecusson tres-petit. Elytres dilatees a la base, retr&cies en courbe par
derriere, rebordees, fort @levees au milieu du premier tiers, striees-ponctuees;
premiere strie courte, ferme&e, ainsi que le commencement de la deuxieme, de
H. Freude: Die Monommiden der Welt 45
————;
petits arcs; interstries sensiblement pointilles. Pronotum plan, rectangulaire,
borde; mesosternum tres-court, largement entaillE pour recevoir la base du pro-
sternum. Metasternum marque d’une figure elliptique traversee par un axe lon-
gitudinal. Dernier segment ventral creus@ d’un sillon arque& profond.
On pourrait le prendre pour le brunneum, mais ce dernier est grand, a le
prosternum plus distinetement pointille, @largi vers la base, et le m£tasternum
sans figure elliptique divisce par un axe longitudinal.
De Kiu-Siu, Niphon.
Cette espece se retrouve dans les Indes; j’en possede des exemplaires de
Touranne et de Malacca qui ne pr&sentent aucune difference. (Ile aA l’extr&me
sud de Kiu-Siu; rare. Se trouve assez commundment ä Formose.‘
Die Art ist als die zuerst beschriebene des großen festländi-
schen Rassenkreises die Nominatform und bildet zugleich die öst-
lichste Subspecies. Marseul hat den Zusammenhang der festländi-
schen Formen erkannt und sie sogar als einzige Art angesprochen,
ohne Subspecies aufzustellen. Die Aufstellung solcher ist aber
durchaus berechtigt. Leider hat sich in der Angabe der Größen
des Tieres der Druckfehlerteufel sehr irreführend betätigt. Die
Längenangabe ist völlig sinnlos und müßte 5—6 mm sein, die
Breite soll wohl 3—3,5 mm heißen. Der genauen Beschreibung
Marseuls ist wenig hinzuzufügen. 1. Punktreihe endet hinter dem
Diskus, läßt diesen aber nicht frei und ist auf ihm so kräftig wie
dahinter. 2. biegt am Diskus kaum aus, ist dort aber doch außen
wellig gekielt. Die Prosternumseiten können leicht konkav sein.
Mesosternum stark grubig punktiert, die elliptische Metasternal-
linie vorn ausgeschweift verengt. Tibiallinien unbestimmt auige-
teilt oder ganz unzusammenhängend. Die Tiere besitzen keinen
ommatidienlosen Augensporn.
Penis und Parameren sind, soweit ich feststellen konnte, bei
allen Subspecies ohne bemerkenswerte Unterschiede. Der Penis
ist flach und breit nadelförmig oder sehr schlank keulenförmig,
dorsoventral abgeflacht und s-förmig geschwungen, die Basis groß
geöhrt, die Spitze etwas rhombisch verbreitert. Der Ductus ejacu-
latorius mündet auf der Spitze. Die Parameren sind lang finger-
förmig, zum Apex gleichmäßig verschmälert und dieser selbst
schräg nach innen abgestutzt und stumpf zugespitzt, mit Borsten-
büschel an der Außenseite der Abschrägung, in ihrer gesamten
Länge etwas dorsoventral gekrümmt.
Monomma glyphysternum ssp. formosanum Pic. (Melanges exot.-
ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel IV, 4-6.)
Urbeschreibung: ,Oblongo-elongatus, postice attenuatus, nitidus, glaber,
niger, elytris metallicis, labro tarsisque rufescentibus. Thorace antice sinuato,
46 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
angulis anticis modice prominulis, fortiter pro parte sparse punctato; elytris
indistincte striatis, mediocre et sparse punctatis. Long. 5 mill. Formose. —
Peut se placer pres de M. brunneum Thoms., qui m’est inconnu en na-
sure.
Ergänzungen: Kopf dicht, grob, zur Basis runzelig punktiert.
Scutellum herzförmig — rundlich herzförmig. Elytren mit nur
flachen Punktreihen, die 10. so stark wie die 9. 1. bis 3. an der
Basis leicht grubig, die 1. mit halbmondförmigen Eindrücken, auf
dem Diskus obsolet, dahinter mit nur einigen wenig deutlichen
Punkten. Die Intervalle ziemlich dieht, deutlich und schwach ris-
sig punktuliert. Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augen-
grube klein. Prosternum breit entenschnabelförmig, vorn so breit
wie hinten, Seiten stärker konkav, vorn etwas abgestutzt, fein bis
mittelfein punktiert. Falsche Epipleuren ziemlich schmal. Abdo-
minalfurche parallel zum Hinterrand. Abdomen dicht und grob
punktiert, auch in der Mitte, Tibialgruben furchig.
Diese Subspecies ist von M. philippinarum Thoms. kaum zu
unterscheiden. Ihr Halsschild ist etwas flacher, schmaler und an
den Seiten weniger gebogen, neben den Hinterwinkeln fast gerade
(bei philippinarum leicht nach außen gebogen). Die Punktierung
des Prothorax ist doppelt und kann bei philippinarum genau so
etwas gröber sein wie hier. Elytrenreihen gröber als bei M. philip-
pinarum, Punkte aber weniger scharf gerandet. Die Augengrube
ist weiter und tiefer. Metallglanz ist kaum festzustellen und tritt
bei philippinarum weit stärker auf.
Die Basis des Prosternum ist weniger konvex und entspre-
chend die Ausbuchtung des Mesosternum weniger konkav als bei
philippinarum. Metasternallinie vorn breiter. Die in der Grund-
richtung schrägen Tibiallinien können lang und schön parallel ver-
laufen, aber auch ziemlich aufgelöst sein.
Diese Subspecies ist auch auf dem Festlande vertreten, wie
Stücke von Walker zeigen, deren Fundort Haining nördlich Hang-
chow (Hang-Tschou) in der Provinz Chekiang (Tschekiang) liegt.
Monomma glyphysternum chinense ssp. nova. (Tafel IV, 7, u. VII,
15.)
5,5x2,2 mm.
Oval, ziemlich gewölbt, schwarz mit braunem Unterton, ziem-
lich glänzend. Kopf dicht punktiert, vorn sehr fein, hinten gröber.
Halsschild doppelt so breit wie lang, mäßig dicht, mittelfein flach
punktiert, zum Rande hin kaum gröber, Seitenrand schmal abge-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 47
flacht, gleichmäßig leicht bogig nach vorn verengt, Vorderecken
schwach vorgezogen und verrundet, Basis schwach doppelbuchtig.
‚Schildchen herzförmig, an der Basis leicht punktuliert. Elytren
mit je 11 Punktreihen, Punkte dicht, aber wenig kräftig, Reihen
zum Rande hin mehr obsolet, die vorhergehenden leicht vertieft.
Die ersten 3 Reihen an der Basis flach grubig verbreitert; die
1. Reihe hat vor dem Diskus nur 4 Punkte, dahinter sind noch 2
angedeutet. Der Diskus selbst bleibt frei. Intervalle zerstreut
fein, etwas rissig punktuliert. Elytrenbasis so breit wie die des
Halsschildes, Seiten im Bogen erst etwas erweitert, dann ver-
engt, schmal gerandet. Falsche Epipleuren gleichfalls fein zerstreut
rissig punktuliert. Antennen 11gliedrig, mit 3gliedriger, etwas ver-
breiterter Keule.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternalmitte ver-
breitert entenschnabelförmig, zerstreut fein punktiert. Mesoster-
num kurz, vorn flach, unregelmäßig furchig punktiert, Seiten rip-
pig. Metasternalmitte mit hinten offener, zitronenförmiger Um-
randung, zerstreut fein punktiert, außerhalb der Umrandung
grubig punktiert, neben der Tibialgrube mit schrägen, runzeligen
Rippen. Abdomen ziemlich grob, aber flach punktiert, auch in der
Mitte. Letztes Abdominalsternit mit einer tiefen Furche parallei
zum Hinterrand. Die Epipleuren am Innenrand grubig punktiert.
3 erste Tarsenglieder mit Haarbürsten an den Sohlen. Beine fein
und ziemlich dicht punktiert.
Parameren 3x so lang wie zusammen breit, leicht dorsoven-
tral gekrümmt, am Ende mit je 9 größeren Borsten.
Patria: China.
Holotypus, ein J’ aus Foo Chow (Fu-Tschou), leg. C. B. Rikett
1901, im British Museum. Der Holotypus hat am Halsschildvorder-
rand rechts der Mitte einen kleinen Defekt.
Allotypus, ein 2 von Yünnan, China, im Museum Budapest.
Paratypoide aus Foochow, Schanghai und Hongkong, China
und von Hainan im British Museum, im Museum Alexander König
in Bonn, in der California Academy of Science, San Franeiseo, und
in der Zoologischen Staatssammlung in München.
Diese Subspecies ist ähnlich der ssp. formosanum Pie, aber
etwas stärker gewölbt, was besonders am Halssehild deutlich wird.
Sie steht etwa in der Mitte zwischen ssp. glyphysternum und ssp.
formosanum, auch bezüglich des Prosternum, das länger als bei
glyphysternum, aber kürzer als bei jormosanum ist, seitlich etwas
ausgeschweift. Auch mit der ssp. substriatum besteht große Ähn-
48 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
lichkeit, aber die 9. und 10. Punktreihe der Elytren ist bei chinense
gröber. Diskus wie bei jormosanum.
Monomma glyphysternum ssp. tonkineum Pic. (Melanges exot.-
ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel VII, 1 u. 2.)
Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, postice attenuatus, nitidus glaber, niger, labro
rufo. Long. 6 mill. Tonkin. —
Voisin du precedent (= jormosanum Pic, d. Verf.), mais prothorax plus
transversal, @lytres un peu plus bombes et moins nettement retrecis a l’extre-
mite, a stries faibles mais distinctes.‘‘
Ergänzungen: Kopf mäßig dicht, zur Basis zunehmend gröber
punktiert. Halsschild doppelt so breit wie lang, nach vorn stark,
wenig gerundet verengt, mäßig dicht, grob punktiert, mit verein-
zeiten feineren Punkten, fein gerandet und mäßig breit abgeflacht,
hinten doppelbuchtig, mit vorgezogenem Scutellarlappen. Schild-
chen herzförmig bis breit herzförmig. Elytren mit je 11 deutlichen
Punktreihen, diese meist mittelfein, können aber auch sehr fein
sein, die 10. mit größeren Punktabständen. Punkte der 1. und 2.
Reihe vor dem Diskus grubig verbreitert, die 1. läßt den Diskus
frei und endet mit wenigen schwachen Punkten dahinter, die 2.
biegt dem Diskus schwach aus und ist dort außen leicht gekielt.
Intervalle sehr zerstreut, etwas rissig punktuliert, die breiten fal-
schen Epipleuren ebenso. Epipleuren fein, aber deutlich punktiert.
Augen ohne Spina, Augengrube mäßig groß. Prosternum
entenschnabelförmig, vorn leicht abgestutzt, die Seiten bis zum
basalen Drittel konkav, fein punktiert. Mesosternum runzelig
punktiert. Metasternum mit schmal-zitronenförmiger Umran-
dung, vorn + ausgeschweift verengt, hinten offen, sehr fein
punktiert, mit nur hinten punktartig angedeuteter Mittellinie.
Tibialgruben + aufgelöst, unregelmäßig. Abdomen stark punk-
tiert, hintere Tibialgrube furchig. Eine Abdominalfurche parallel
zum Hinterrand.
Diese Subspecies ist ähnlich der ssp. formosanum, hat aber
einen zur Basis breiteren Halsschild, der weniger gerundet verengt |
ist. Die Elytrenreihen sind feiner und dichter. Hinsichtlich der
Form variiert sie stark zwischen lang- und breitoval. |
Mir lagen Exemplare vor aus Tonkin, Annam, Laos, Cochin-
china, Birma und Siam. Leider waren nicht alle Fundorte eindeu-
tig oder überhaupt auffindbar.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 49
Meonomma glyphysternum ssp. substriatum Pic. (Echange [39]
1923, No. 414—416, Hors-texte. p. 12.)
Urbeschreibung: ‚„‚Monommides.
Le M. substriatum mihi, de Cochinchine, voisin du precedent (= M. rujum
Pic, der Verf.) a les elytres en partie stries, il est plus fonce, noir et tres bril-
lant en dessus, les &!ytres sont plus @largis aux @paules.“
Ergänzungen: Eiförmig-elliptisch, ziemlich in der Mitte am
breitesten, glänzend glatt, schwarz, Kopf und Halsschild vorn röt-
lich. Kopf dicht, vorn feiner punktiert, Halsschild abgesehen vom
Vorderrand überall deutlich gerandet, gut doppelt so breit wie
lang, nach vorn im Bogen ziemlich stark verengt, Vorderwinkel
schwach vorgezogen und verrundet. Scutellum breit herzförmig.
Elytren mit je 11 Punktreihen, die 1. verkürzt, vom Diskus unter-
brochen und dahinter sehr schwach. Die 2. am Diskus ausgebogen
und außen leicht rippig, im gesamten Verlauf etwas vertieft, be-
sonders zum Apex zu. 1.—9. Reihe an der Basis mit leicht grubigen
Punkten. Zwischenräume fast glatt, die schmalen falschen Epi-
pleuren ebenfalls glatt, mit sehr zerstreuten, feinen, nadelrissigen
Fünktchen. Epipleuren bis hinten ziemlich breit, amı Innenrand
punktiert. Die von großen Ommatidien gebildeten Augen reichen
weit ventral und haben schmale, tiefe Augenfurchen. Tarsen kurz.
Fresternalfortsatz breit entenschnabelförmig, vorn abgestutzt, mit
+ konkaven Seiten, fein sparsam punktiert. Metathorax mit nach
vorn meist gerade und breit verengter zitronenförmiger Umran-
dung, seltener ausgeschweift verengt.
Substriatum ist die verbreitetste und häufigste Subspecies von
glyphysternum und scheint mir der eigentlichen Stammart der
giyphysternum-Gruppe am nächsten zu kommen. In ihr mußten
zweifellos noch verschiedenartige Elemente vereinigt werden, aber
eine Aufspaltung ist vorerst alne gewaltsame Maßnahmen nicht
möglich und wäre meines Erachtens unverantwortlich. Reicheres
Material mit genauen Fundorten wäre dafür nötig.
Von der ssp. tonkineum ist sie verhältnismäßig leicht zu tren-
nen, da sie mehr elliptisch und mit vertieften Punktreihen aus-
gestattet ist. Der Halsschild ist weniger stark gewölbt, vorn stär-
ker verengt und mit schmaler Randverflachung. Das Prosternum
ist kürzer und breiter, die Metasternalmitte fast glatt.
Mir lagen Exemplare vor aus Annam, Cochinchina, Cambodja,
Siam, Tenasserim, der Malayischen Halbinsel, Birma (Burma) und
Assam.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 4
50 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Die Type von M. rufum Pic, 1 5 von Cho-Gasch, VII. 14,
Sammlung Pic, entpuppte sich beim Studium als immatures Ex-
emplar von M. glyphysternum substriatum Pic. Der Vollständig-
keit halber sei hier die Urbeschreibung mit angeführt.
M. rufum Pie (L’Echange, Revue Lineenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.)
„Oblongus, nitidus, fere glaber, rufus, membris pallidioribus; capite dense
punctato; thorace transverso, sparse punctato; elytris parum elongatis postice
valde attenuatis, lineato-punctatis, fere instriatis. Long. 4 mill. Tonkin. —
Voisin de fulvum Pic, meins clair et moins large, @lytres sans stries
appreciables.‘“
Monomma glyphysternum ssp. laosense Pic. (Melanges exot.-ent.
22.1917. p.2,)
Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, postice attenuatus, nitidus, glaber; niger, ely-
tris submetallicis, capite antice, thorace pro parte lateraliter, epipleuris, an-
tennis pedibusque pro parte rufescentibus. Long. 4—5 mill. Laos. —
Par sa structure tres voisin de M. tonkineum Pic, mais älytres un peu plus
courts, stries-ponctudes sur les @lytres moins larges, €pipleures et pattes plus
claires.‘‘
Ergänzungen: Elliptisch oval, kaum verengt, kaum metallisch.
Halsschild kurz, mehr als doppelt so breit wie lang, stark ver-
engt, weniger gerundete Seiten, mittelfein punktiert. Scutellum
breit herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, diese fein, ähn-
lich wie bei der feingestreiften Form von ssp. tonkineum.
Augengruben vorn flach, klein, Ommatidien groß. Augen
ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternum entenschnabelförmig,
vorn abgestutzt und so breit wie an der Basis, Seiten etwas konkav,
Basis gerade, Punktierung mittelfein-stark. Mesosternum ziemlich
kräftig, bogig punktiert, mit rippigen Seiten. Metasternum mit
zitronenförmiger Umrandung, vorn ausgeschweift verengt. Abdo-
men kräftig punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Von der Subspecies substriatum Pie unterschieden durch kür-
zeres, stärker gerundet verengtes Halsschild, breiteren und kür-
zeren Prosternalfortsatz und etwas schwächere Skulptur der Un-
terseite, sonst sehr ähnlich. Außer der Type und einem weiteren
Exemplar aus Haut Laos in der Sammlung Pie konnte ich nur
noch 2 Vertreter mit nicht genau deutbaren Fundorten aus Laos
studieren.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 51
Monomma glyphysternum madrasense ssp. nova. (Tafel VIII, 3
u. 4.)
Holotypus: 4,9x2,9 mm. Länge variiert von 4,5—5,5 mm.
Oval, gewölbt, schwarz mit braunem Unterton, besonders an
Kopf und Halsschild, unbehaart. Beine und Antennen braun, letz-
tere mit Sgliedriger Keule. Kopf dieht und fein punktiert, Hals-
schild gröber, ziemlich dicht, mit einzelnen feinen Zwischenpunk-
ten. Seitenrand mäßig gerundet nach vorn verengt, fein gerandet
und schmal abgeflacht. Die Punktierung ist zum Rande hin feiner.
Schildchen herzförmig, vorn mit einigen wenigen Pünktchen. Ely-
tren mit je 11 Punktreihen, diese auch zum Rande hin deutlich,
Reihen hinter der Schulterbeule etwas gefurcht, die 10. nicht
schwächer als die 9. 1.—3. Reihe vor dem Diskus mit grubig
verbreiterten Punkten. Beim Holotypus hat die 1. Reihe vor dem
Diskus links 6, rechts 5 Punktgruben, der Diskus bleibt frei und
dahinter sind jederseits noch 3 Punkte angedeutet. Intervalle
spärlich fein punktuliert.
Unterseite dunkelbraun. Prosternum entenschnabeliörmig,
mit breiter Basis und vorn etwas abgestutzt, mittelstark, we-
nig dicht punktiert. Mesosternum grubig skulptiert. Metaster-
num mit zitronenförmiger Umrandung, diese hinten offen, durch
eine Mittellinie geteilt, vorn breit + ausgeschweift verengt
(beim Holotypus asymmetrisch vorn links stärker ausgeschweift
als rechts), innen kaum erkennbar fein punktiert, außerhalb kräf-
tiger, zum Rande lang grubig. Vor der Tibialgrube mit schrägen,
unregelmäßigen Furchen und Leisten. Abdomen mäßig kräftig,
auch in der Mitte dicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum
Hinterrand.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube flach und
klein. Parameren schlank fingerförmig, dorsoventral gekrümmt,
von der Basis zum Apex schwach gerade verengt, die Enden schräg
nach innen abgestutzt und verrundet, mit je 5 längeren End-
borsten. Penis s-förmig dorsoventral gebogen, sehr dünn und lang,
Ende wenig verbreitert und wenig zugespitzt.
Holotypus, ein 5‘, und Allotypus, ein 9, von Madras, India,
ex Mus. Murray, Fry Coll., 1905, im British Museum. Je 1 Para-
typoid vom gleichen Fundort im British Museum und in der
Staatssammlung München.
Die ssp. madrasense variiert ziemlich in der Größe (4,5 bis
5,5 mm) und der Skulpturstärke. Sie ist sehr ähnlich substriatum
4*
52 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Pie, besonders in den Punktreihen, in der Gestalt erinnert sie mehr
an laosense Pic. Das Prosternum ist vorn stärker abgestutzt. Das
Abdomen schwächer punktiert als bei laosense. Schildehen normal
herzförmig.
Monomma stenotarsoide, C. F. Ancey. (Naturaliste, 3me Annee,
Nr. 52, 15. Mai 1881, p. 413.)
Urbeschreibung: ,‚Long. 5: lat. 23/, mill. Ovale, supra nitidum, micans,
rufo-piceum: subtus subrufescens, elytrorum infera margine, tarsis, thoraceque
minus obscurioribus, antennis bruneo-rufescentibus. Caput punctulatum dense
et obso!ete. Proihorax angulis anterioribus obtusis, subproductis; postieis acutis;
tenuiter punctulatum, ad basim sat regulariter rotundatum. Scutellum triangu-
lare. Elytrae prothorace triplo longiora, humeris rotundatis, seriebus viginti
punetorum impressorum, his prope suturam medio elytrorum desinentibus, mu-
nita: inter has series parum dense tenuissimeque squammulosa. Subtus tenue
punctatum, punctis leviter squammosis. Pedes punctulati. Ultimum abdominis
segmentum impressione una profunda, arciformi instructum.
Cette espece rentre dans la section du Monomma brunneum, Thoms, dont
elle se distingue par sa taille plus faible, sa couleur un peu rougeätre en dessus,
rougenoirätre et non brune en dessous, par la partie relevce du prothorax sans
trace de squammules, par un nombre moins grand de söries de points sur les
elytres (20 au lieu de 22), par les squammules tres petites et peu denses entre
ces series. enfin par l’absence de ponetuation entre elles.
Elle provient des iles Andaman.‘'
Ergänzungen: Ca. 5,5 mm. Oval, hinten schwach verengt.
Schwarzrot, unten etwas heller. Kopf dicht und fein punktiert.
Halsschild stark gerundet verengt, mittelfein, mäßig dicht, zum
Rande hin kaum kräftiger punktiert, Seitenrand schmal ab-
geflacht. Schildchen breit herzförmig. Elytren ziemlich glän-
zend. Die 10. der 11 Punktreihen fast ganz obsolet, deshalb gibt
Ancey nur 20 an. Punktreihen am Schildchen nur schwach grubig,
die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus, etwa in der Mitte
der Elytren. Zwischenräume sehr fein und zerstreut rissig punk-
tuliert. Epipleuren obsolet und spärlich punktiert, vorn kräftiger.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternalmitte fast
glatt, entenschnabelförmig, vorn abgestutzt verrundet, Seiten rip-
pig. Mesosternummitte schwach schuppig, Seiten schuppig punk-
tiert. Metasternallinie zitronenförmig, vorn breit verengt, hinten
offen. Nur wenige schräg gerichtete Tibialfurchen, zur Mitte das
Metasternum mehr punktiert. 2.—4. Abdominalsegment alveolär
punktiert. Die Abdominalfurche verläuft parallel zum Hinterrand.
Parameren und Penis schwach dorsoventral gekrümmt, Penis
s-förmig, sehr schlank, Spitze von oben gesehen lanzettlich, seit-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 53
lich verrundet. Paramerenspitzen einzeln verrundet, mit einigen
längeren Borsten am äußeren Ende.
Die Art ist auf den Andamanen und Nicobaren verbreitet.
Sie hat mit M. brunneum Thoms. nichts zu tun, da ihr der Augen-
sporn fehlt. Da die Färbung in ausgefärbtem Zustand fast schwarz
ist, muß sie nach einem immaturen Stück beschrieben worden
sein. Mir lagen 46 Exemplare von den Andamanen und # von den
Nicobaren vor, ohne genauere Fundangaben.
Monomma medanense Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 1.)
(Tafel VIIL, 5.)
Urbeschreibung: „Oblongo-ovatus, nitidus, glaber, capite thoraceque rufo-
piceis, elytris nigro-metallicis, infra pedibusque rufo-testaceis. Long. 5 mill.
Sumatra: Medan. —
Differe du precedent (= rujicolle Pic, d. Verf.), en outre de la coloration
elvtrale, par le prothorax plus fortement ponctue et la forme un peu plus
allongee.‘“
Ergänzungen: Variiert zwischen länger und kürzer oval.
Ziemlich gewölbt. Kopf tief mittelfein, mäßig dicht, nach hinten
zunehmend gröber punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so
breit wie lang, also verhältnismäßig lang, nur schwach gewölbt,
stark nach vorn verengt, aber erst im vorderen Drittel stärker bo-
gig, mäßig dicht und groß, aber flach punktiert, mit kleineren
Zwischenpunkten, zum Rande hin zuweilen gröber, aber kaum
runzelig; Seiten deutlich gerandet und flach gekehlt. Seutellum
herzförmig, etwas punktuliert. Elytren mit je 11 Reihen wenig
gedrängter Punkte, die 10. schwächer als die 9., 1.—9. vor dem
Diskus grubig, z. T. halbmondförmig. Die 1. Reihe, auf dem Dis-
kus obsolet, endet hinter diesem mit wenigen Punkten. Die 2. biegt
dem Diskus kaum aus, und ihre Punkte sind dort nur vereinzelt
außen schwach gekielt. Intervalle mäßig dicht sehr fein punktu-
liert, falsche Epipleuren desgleichen.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube wenig
groß und nicht sehr tief. Prosternum entenschnabelförmig, zu-
weilen vorn so breit wie an der Basis, fein bis gröber zerstreut
punktiert. Mesosternum runzelig punktiert. Metasternum mit
schmal zitronenförmiger Umrandung, vorn schmal, ausgeschweift
verengt, hinten offen, mit angedeuteter Mittellinie, außerhaib
groß grubig punktiert, nur in der Tibialgrube selbst furchig lini-
iert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
54 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Mir lag eine Anzahl von Exemplaren aus Sumatra sowie eins
von der Insel Nias vor, die dem südwestlich vorgelagerten Insel-
bogen zugehört.
Monomma pseudomedanense spec. nova. (Tafel IV, 8, u. VIII, 6.)
5,4x3,3 mm.
M. elliptisch-oval, schwarz, vorn mit braunem Unterton, glatt,
glänzend, gewölbt.
Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punktiert. Halsschild
doppelt so breit wie lang, ziemlich dicht mittelstark punktiert, mit
vereinzelten feinen Punkten, Seiten nicht runzelig, stark gerundet
verengt, schmal gerandet, etwas aufgebogen. Schildchen breit
herzförmig, Basis punktuliert. Elytren mit je 11 deutlichen Punkt-
reihen. 1.—9. mit breiten, halbmondförmigen Gruben vor dem
Diskus. Die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus mit 3 an-
gedeuteten Punkten. Diskus ziemlich breit, die 2. Reihe und in
geringerem Maße die 3. biegen seitlich aus und sind dort außen
leistenförmig gekielt. Die 10. Reihe mit weitgestellten, etwas
schwächeren Punkten als die 9., diese wieder schwächer als die
vorhergehenden. Randreihe mit kräftigen, aber entfernt stehenden
Punkten. Alle Reihen zum Apex hin feiner werdend. Falsche Epi-
pleuren schmal.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube seicht.
Prosternum entenschnabelförmig, Basis gerade, Hinterecken stark
abgerundet, zerstreut fein punktiert. Beim Holotypus ist die linke
Vorderecke asymmetrisch seitlich ausgezogen, die rechte normal
verrundet. Mesosternum stark und unregelmäßig quer grubig.
Metasternallinie breit tropfenförmig, hinten schmal offen; an die-
ser Stelle befindet sich ein tiefer Längseindruck, der das Ende
einer angedeuteten Mittellinie darstellt. Tibialfurchen lang, leicht
schräg, ziemlich parallel, schwach s-förmig. Abdomen dicht und
ziemlich tief punktiert, Tibialgrube auf dem 1. Abdominalsegment
rippig. Die tiefe Abdominalfurche verläuft parallel zum Hinter-
rand.
Der Holotypus, ein 2 aus Penang (es bleibt unsicher, ob Poulo
Finang oder Tanjong Pinang gemeint ist, vermutlich wohl das er-
stere), befindet sich im British Museum und stammt aus der Coll.
Pascoe. |
Die Art sieht oberseits M. medanense Pic sehr ähnlich, hat
aber einen kürzeren Halsschild und breiteres Schildehen. Das
Mesosternum ist stärker skulptiert, die Metasternallinie um-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 55
schließt ein viel breiteres Feld. Die Tibiallinien verlaufen parallel,
die falschen Epipleuren sind weniger breit. Es ist anzunehmen,
daß die Art auch auf der Malayischen Halbinsel vorkommen wird,
insbesondere, wenn es sich um Poulo Pinang handeln sollte. Man
könnte deshalb auch daran denken, sie dem Glyphysternum-
Rassenkreis anzuschließen. Da die Malayische Halbinsel faunistisch
mehr insulären Charakter hat und wegen der großen Ähnlichkeit
mit M. medanense Pic rechne ich sie lieber zum insulären Arten-
kreis.
Monomma borneense spec. nova. (Tafel IV, 9, u. VIII, 7 u. 6.)
5,5x 9,2 mm.
Oval-elliptisch, dunkelbraun (wahrscheinlich immatur, aus-
gefärbt vermutlich schwarz), gewölbt, unbehaart, matt seidenglän-
zend. Kopf dicht, vorn fein punktiert. Halsschild ziemlich doppelt
so breit wie lang, nach vorn stark gerundet verengt, Punktierung
nicht sehr dicht, mit vereinzelten feinen Punkten dazwischen, Sei-
ten nicht runzelig, kaum gröber punktiert, deutlich abgesetzt,
schmal gerandet. Vorderecken etwas vorgezogen, breit verrundet.
Schildchen etwas breit herzförmig, kaum erkennbar punktuliert.
Elytren hinten gerundet verengt, mit je 11 Punktreihen, diese zum
Rande und Apex hin mehr obsolet, die 10. aber deutlich. Die
1. Reihe endet hinter dem Diskus mit etwa 4 angedeuteten Punk-
ten, der Diskus selbst bleibt eine kurze Strecke frei. 1.—9. vor
dem Diskus mit vergrößerten Punkten, die bei den ersten beiden
z. T. halbmondförmig sind. Die 2. weicht dem Diskus nur schwach
seitlich aus. Intervalle fein punktuliert, vom 2. ab + deutlich vom
Apex nach vorn zunehmend länger flach gekehlt, das 6. am läng-
sten und stärksten, nach außen wieder schwächer.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, mit flacher Augen-
grube. Prosternum länglich entenschnabelförmig, vorn etwas ab-
gestutzt, fein und deutlich gleichmäßig punktiert, schwach ge-
wölbt.
Mesosternum nur in der Mitte etwas punktiert, zu den Sei-
ten hin zunehmend gröber halbmondförmig gerunzelt. Metaster-
num mit vorn zungenförmig ausgezogener, hinten offener deltoid-
förmiger Umrandungslinie, angedeuteter Mittellinie und gleich-
mäßig deutlicher Punktierung, vorn mit breiter und flacher Quer-
impression. Tibiaifurchen ziemlich längsparallel, nur vorn leicht
einwärts gekrümmt. Abdomen nur zum Rande gröber punktiert,
56 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ziemlich gleichmäßig, Tibialgrube runzelig. Abdominalfurche pa-
rallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 2 von Martapura, Süd-Ost-Borneo, leg. Do-
kerty 1891, Coll. Sharp, im. British Museum.
Die Art erinnert in der Gestalt an meine M. palawanum, ist
aber durch die eigenartig gekehlten Elytrenintervalle eindeutig
gekennzeichnet.
Monemma raffrayi Thoms. (Typi Monommidarum, Paris 1878,
p..A40.)
Urbeschreibung: ‚‚Patria: Java. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Supra ni-
grum, nitidissimum; subtus obscure brunneum.
Ovulare, convexum. Caput leviter et confertim punctatum. Prothorax an-
tice valde sinuatus, lateribus rotundatus, marginatus, postice paulo sinuatus,
tenuiter et confertim punctatus. Scutellum laeve. Elytra seriebus longitud. 20
punctorum instructa, basi medio his punctis squamulosis, magnis, seriebus 2
suturalibus valde abbreviatis, subter hos laevia, inter omnes has series sub-
tilissime punctulata, apice subrotundata. Sternum punctis aliquot impressum.
Abdomen sat grosse et sat confertim impressum, segmento ultimo medio trans-
verse simplice sinuato-lunato. Pedes tenuissime et confertim punctulati.
Obs. M. philippinarum valde approximans, sed capite minus valde punc-
tato, prothorace autem minus valde punctato, elytrorumque punctulatione vali-
diore, discrespat.‘‘
Ergänzungen: Diese erwähnten Unterschiede zu M. philippi-
narum sind nicht sehr eindeutig, da M. philippinarum schwach und
kräftig punktulierte Varianten zeigt. Eindeutig ist die breiter ei-
förmige Gestalt und die breitere Augengrube bei M. raffrayi. Die
Art hat wie alle indo-australischen Monommidae 22 Punktreihen,
wenn man die Randreihe mitrechnet. Im Vergleich zu der etwas
vertieften 7.—9. Punktreihe ist die 10. feiner, aber bleibt immer
deutlich. Die Art ist auch ähnlich M. doriae Gestro, aber schlan-
ker, etwas gröber punktiert, mit weniger tief ausgeschnittenem
Halsschild. Prosternum weniger breit, Mesosternum, Metasternal-
seiten und Abdomen sind kräftiger punktiert. Mesosternum zitro-
nenförmig umrandet.
Die Art, von der mir einschließlich der Typen 85 Exemplare
vorlagen, variiert ziemlich in der Größe, etwa zwischen 6 x 3,5 und
4,5 x 2,8 mm. Sie ist die häufigste und verbreitetste Art Javas, ist
auch auf Borneo vertreten und geht nördlich bis auf die Malay-
ische Halbinsel (Kuala Lumpur). Sicher ist sie auch auf Sumatra
anzutreffen, von wo ich allerdings noch kein Exemplar zu Gesicht
bekam.
H. Freude: Die Monommiden der Welt Sl
Von den # Cotypen im Museum Paris (Sammlung Thomson)
erhob ich die von Thomson mit dem Namensetikett versehene er-
ste, 1 9, zum Lecto-Holotypus. Eine der CGotypen erwies sich als
M. drescheri spec. nov., das die M. rafjrayı Thoms. ähnlichste Art
der Spinatimonomma darstellt.
Die Type von M. ruficolle Pic, die ich in der Sammlung Pic
studieren konnte, stellte sich als etwas unausgefärbtes Exemplar
von M. raffrayı 'Thoms. heraus. Ob man die Vertreter Borneos als
besondere Rasse von M. rafjrayı Thoms. auffassen kann, ließ sich
wegen zu geringen Materials von dort nicht entscheiden, ich habe
aber nicht den Eindruck einer bemerkenswerten Differenz von
den javanischen Exemplaren. Der Vollständigkeit halber sei hier
noch die Urbeschreibung von M. ruficolle Pie gegeben.
Menomma ruficolle Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 1.)
Urbeschreibung: ‚Oblongo-ovatus, nitidus, glaber, rufus, capite brunnes-
cente, elytris cupreis. Thorace mediocre sat sparse punctato; elytris indistincte
striatis, lineato punctatis. Long. 4,5 mill. Borneo: Brunei. —
A placer pres de M. splendidulum Frm., distinct a premiere vue par le
prothorax plus clair.‘
Monomma palawanum spec. nova. (Tafel IV, 10 u. 11, u. VIII, 9.)
5x3 mm.
Eiförmig, ziemlich gewölbt, braun (nach anderen, mir inzwi-
schen zugegangenen Stücken immatur, normal schwarz, mit vorn
in der Mitte rötlichbraunem Halsschild).
Kopf dicht punktiert, Halsschild weniger dicht, doppelt so
breit wie lang, Seiten mäßig gerundet, Vorderecken kräftig vor-
gezogen, verrundet, Punktierung an den Seiten dichter. Scutel-
lum herzförmig. Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen. 1. ver-
kürzt, an der Basis wie 2. und 3. grubig, auf dem sehr kleinen Dis-
kus obsolet, dahinter mit noch einigen Punkten. 2. biegt dem Dis-
kus kaum aus. 10. deutlich und sogar wie die 9. und 8. etwas
vertieft. Intervalle deutlich, mäßig dicht punktuliert. Elytren be-
sonders im letzten Drittel randförmig abgeflacht.
Antennen ziemlich kurz. Augen haben keinen ommatidien-
losen Fortsatz. Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie
an der Basis. Mesosternum stärker skulptiert als das mäßig punk-
tierte Prosternum. Metasternum mit zitronenförmiger Umrandung
des Mittelraumes, vorn ziemlich breit und an den Vorderseiten
bogenförmig ausgerandet, spärlich fein punktuliert. Tibialfurchen
58 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
an der Basis ziemlich gerade längs gerichtet. Abdomen mittelstark
punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. Beine dicht
und kräftig punktuliert.
Holotypus, ein 5' von Süd-Palawan, im Riksmuseum Stock-
holm.
Allotypus, ein @ aus Süd-Palawan, in Coll. Pic, Les Guer-
reaux par St. Agnan.
1 Paratypoid vom selben Fundort in der Zoologischen Staats-
sammlung in München.
Die Art ist nahe verwandt mit M. philippinarum Thoms., das
auch auf den Palawan-Inseln vorkommt. Sie ist etwas kürzer oval
und kleiner, das Mesosternum etwas länger, die Metathoracallinie
vorn breiter, die Tibialfurchen mehr längsgerichtet, die äußeren
Funktreihen etwas furchig vertieft, der Thorax breiter und feiner
punktiert, seine Seiten stärker gerundet verengt. Die Art stellt
gewissermaßen das Bindeglied zwischen M. philippinarum und
raffrayı dar.
Ihre Parameren sind lang fingerförmig, dorso-ventral gebo-
gen, das schwach schräg abgestutzte und verrundete Ende ziem-
lich dicht fein beborstet.
Monomma philippinarum Thoms. (Ann. Soc. Ent. France, 1860,
p- 24.) (Tafel VIII, 10.)
Urbeschreibung: „‚Patria: Ins. Philip. — Long. 5Ys mill.; lat. 31/, mill. —
Tab. 2, fig. 6. —
Nigrum, nitidum, glabrum, antennae palpi, tarsique obscure brunnea. Ca-
put confertim punctulatum. Prothorax transversus, angulis anterioribus pro-
duetis rotundatis, posticis acutis, crebre et confertim punctulatus. Scutellum
triangulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplo longiora, humeris
rotundatis, seriebus longitudinalibus 22 punctorum sat distinctis, sed non pro-
fundis, instructa, inter has series tenuissime et irregulariter punctulata, antice
prope suturam paulum squamulosa; epipleura sublaevia. Sternum abdomenque
lateribus squamulosa, in medio sat confertim punctata. Abdominis segmentum
ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime et sat confertim punctulati.
Precedente (= brunneum Thoms., d. Verf.) minus robustum, et elytrorum
punetulatione mulitum plus obsoleta, differt.‘‘
Ergänzungen: Langoval. Kopf nach hinten zu gröber punk-
tiert, Halsschild mittelstark, mit vereinzelten feinen Zwischen-
punkten, seitlich nicht runzelig. Schildchen herzförmig. Punkte
der 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig halbmondförmig. Die 1.
Reihe, auf dem Diskus völlig obsolet, endet mit wenigen Punkten
hinter diesem. 2. und 3. Reihe biegen dem Diskus schwach aus,
H. Freude: Die Monommiden der Welt 59
auch die 2. ist seitlich kaum gekielt. 10. nicht schwächer als die 9.,
diese hat höchstens in der Höhe der Verbreiterung der falschen
Epipleuren einige etwas größere Punkte. Die Intervalle sind zer-
streut fein, schwach rissig punktuliert, ebenso die mäßig breiten
falschen Epipleuren.
Kein ommatidienloser Augenfortsatz vorhanden, Augengrube
klein und flach. Prosternum + breit entenschnabelförmig, vorn so
breit wie an der Basis. Mesosternum kurz, mäßig grob punktiert,
zum Rande alveolär. Metasternum mit hinten offener, zitronen-
förmiger Umrandung, vorn + stark ausgeschweift verengt. Tibial-
furchen schräg, kurz und unregelmäßig. Abdomen mittelstark
punktiert, Mitte und Seiten gleichartig. Abdominalfurche parallel
zum Hinterrand.
Die Type, ein , konnte ich im Museum Paris studieren,
außerdem lagen mir weit über 100 Exemplare der Art vor. Sie
variiert wie viele Monommidae ziemlich stark. Es deuten sich
leichte Unterschiede zwischen den Bewohnern der größeren In-
seln an, diese wären aber meines Erachtens höchstens variations-
statistisch erfaßbar mit noch weit umfangreicherem Material von
den einzelnen Inseln.
M. philippinarum Thoms. ist neben M. doriae Gestro die Art
des indo-australischen Gebietes, die am stärksten zu Metallglanz
neigt. Die meisten Vertreter zeigen zwar nur eine leichte Andeu-
tung, andere wieder haben ihn in erstaunlich hohem Maße aus-
gebildet. Die Staatssammlung in München besitzt ein Stück aus
Luzon, dessen Halsschild schwarz ist, dessen Elytren aber stark
kupferig glänzen. Es wäre verfehlt, diese metallischen Stücke als
besondere Subspecies oder gar Art anzusehen, denn die übrigen
Strukturelemente weichen von den nichtmetallischen Exemplaren
nicht ab. Allenfalls dürfte es sich um ökologische Rassen handeln.
Die Metallfarben bei Käfern beruhen bekanntlich auf Interfer-
renz-Erscheinungen, die durch die dünne Oberflächenlamelle her-
vorgerufen werden, sind also Strukturfarben, keine echten Farben.
Je nach der Dicke dieser Lamelle kann die Farbe verändert wer-
den. Sogar postmortale Veränderungen sind möglich. Die Ursache
für eine dickere oder dünnere Ausbildung der Oberflächenlamelle
dürfte in dem Microklima der jeweiligen Gebiete liegen, besonders
in den Feuchtigkeitsverhältnissen, die wieder vielfach durch die
Höhenlage bestimmt werden. Es wäre sehr interessant, diese Zu-
sammenhänge einmal genau zu studieren, wozu M. philippinarum
Thoms. ein dankbares Objekt abgäbe.
60 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Monomma semiaeneum Pic. (L’Echange, Revue Linneenne, 39, Nr.
416, 1924, p. 12.) (Tafel IV, 12, u. VILL, 11.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, nitidus, glaber, niger, elytris subaeneis; capite
dense punctato; thorace transverso, sat fortiter et sparse punctato; elytris parum
elongatis, postice paulo attenuatis, lineato-punctatis, intervallis minute punc-
tatis. Long. 6 mill. Mindanao (ex Baker). —
Voisin de Doriae Gestro, plus allonge, t&te plus densement ponctuee, etc.“
M. semiaeneum Pic ist eine langgestreckte Art aus der Ver-
wandischaft von M. philippinarum 'Thoms. Sie ist im ganzen fei-
ner, aber dichter punktiert, besonders Halsschild und Abdomen.
Elvtren kaum verengt, Punkte der ersten 3 Reihen vor dem Diskus
weniger stark vergrößert. Prosternalfortsatz vorn breit, Mesoster-
num länger und Metasternallinie vorn breiter, kaum eingeschnürt.
Die Type, 1 5' aus Butuan, konnte ich in der Sammlung Pic
studieren; außerdem erhielt ich aus dem U. S. National Museum
eine ziemlich einheitliche Serie der Originalausbeute von Baker,
die bis auf 1 Exemplar aus Basilan alle von verschiedenen Fund-
orten auf Mindanao stammten.
M. marginatum Pic ist Synonym zu M. semiaeneum Pic, wie ich
durch T'ypenvergleich feststellen konnte. Die Type, 1 2 von den
Philippinen, v. Bruchs leg., befindet sich in der Sammlung Pic. Sie
stellt nur eine besondere metallische Variante dar.
Menromma marginatum Pic. (Melanges exot.-ent. 62, 1933, p. 13
bis 14.)
Urbeschreibung: „Oblongus, subovatus, nitidus, rufescens, capite thorace-
que pro majore parte nigro-metallicis, elytris aeneo-cupreis, lateraliter viride
marginatis, his minute striato-punctatis. Long. 5 mill. iles Philippines. —
Ressemble a semiaeneum Pic, en differe par la coloration non entierement
foncee de l’avant-corps et les Elytres margines d’une autre coloration.‘
Monemma doriae Gestro. (Ann. Mus. Civ. Genova, Vol. III, 1872,
p- 51.)
Urbeschreibung: ‚‚Supra nigro-aeneum micans, glabrum, subtus rufo-brun-
neum. Äntennae et palpi rufescentes. Caput confertim punctatum. Prothorax
niger nitidis, margine antico paullum rufescente, transversus, angulis antieis
productis obtusis, postieis acutis, confertim punctulatus. Scutellum triangulare.
Eiyira elliptico-ovalia, prothorace duplo et dimidio longiora, humeris rotun-
datis, ambo seriebus distinetis 9 longitudinalibus punetorum praedita, inter
has series haud punctulata; antice prope suturam foveolis semilunaribus sat
profundis ornata. Sternum in medio obsoletissime et sparsim punctulatum, late-
ribus punctato-rugosum. Abdomen obsolete punctatum, segmento ultimo uni-
lunato. Pedes tenuissime et crebre punctulati. — Long. 6 mill. — lat. 34/5 mill.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 61
Cinque esemplari de questa specie furono raccolti a Borneo nel territorio
di Sarawak dai Sig."! Doria e Beccari.‘
Ergänzungen: Die Art ist besonders breit elliptisch, hinten
nicht verengt. Prothorax fein punktiert, mit eingestreuten noch
feineren Punkten, seine Seiten nicht runzelig, schmal abge-
setzt und fein gerandet. Scutellum herzförmig. Elytren mit je 11
Punktreihen (einschließlich der Randreihe), 10. fein und ent-
fernt punktiert oder nur in der Mitte durch einige Punkte an-
gedeutet, sonst obsolet. 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig
verbreitert. 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus mit we-
nigen angedeuteten Punkten. 2. weicht dem Diskus seitlich et-
was aus und ist dort außen wellig gekielt. Trotzdem ich den
Typus nicht studieren konnte, wage ich zu behaupten, daß die
Intervalle im Gegensatz zur Urbeschreibung sehr fein und ent-
fernt punktuliert sind. Ein mit dem T'ypus verglichenes Exemplar
hat mir vorgelegen, und dieses war punktuliert. Nach meinen Stu-
dien gibt es im Gebiet überhaupt keine Art mit unpunktulierten
Intervallen.
Augen ohne ommatidienlosen Sporn. Prosternum breit enten-
schnabelförmig, vorn abgestutzt und zuweilen so breit wie an der
Basis, Seiten + konkav, Basis leicht konvex, Punktierung mittel-
fein, wenig dicht, Mesosternum meist gröber punktiert. Metaster-
num mit schmal zitronenförmiger Umrandung, Tibiallinien kurz,
++ bogig, schräg, zum Vorderrand mehr gerade. Abdomen kräftig
punktiert, nach vorn feiner, Seiten gröber. Eine Abdominalfurche
paralle! zum Hinterrand, zuweilen seitlich etwas verbreitert.
Penis breit nadelförmig mit schwach verbreiterter und etwas
abgesetzter Spitze. Parameren lang-fingerförmig, schwach dorso-
ventra!l gekrümmt, etwas gerade verjüngt, Enden können wieder
leicht divergieren, diese sind etwas schräg verrundet, mit 5 grö-
ßeren Borsten am äußeren Ende.
Die Art, von der mir rund 80 Exemplare vorlagen, ist beson-
ders in Borneo häufig, wo sie auch noch in Höhen von 2000 bis
2300 m gefangen wurde (Mt. Murud, leg. Mjoberg). Sie kommt
aber auch auf Sumatra und in einer Subspecies auf der Malayi-
schen Halbinsel vor.
Monomma doriae ssp. singaporense Pic. (L’Echange, Revue Lin-
neenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) (Tafel IV; 13.)
Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, nitidus, glaber, niger, thorace antice, an-
tennis, tarsis abdomineque rufescentibus; capite sat dense punctato: thorace
\
62 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
transverso, fortiter sat sparse punctato; elytris subovatis, ad medium valde cen-
vexis, minute lineato-punctatis, intervallis minutissime punctatis. Long. 5 mill.
Singapore (ex Baker). — Tres different du precedent (= semiaeneum Pic, d.
Verf.) par la forme, les elytres plus finement ponctues et noirs.‘“
Diese von Pic beschriebene Art kann meines Erachtens nur
als Subspecies von doriae Gestro angesehen werden. Sie ist weniger
metallisch als die Stammart, der Metallglanz kann ganz fehlen.
Ihr Halsschild ist weniger stark verengt. Die Seiten des Proster-
nums sind kaum konkav, fast gerade, und die Basis ist gerade, bei
doriae leicht konvex.
c) Species incertae sedis.
Monomma splendidulum Fairmaire. (Not. Leyd. Mus. V, 1883,
p. 39.) (Deseriptions de Coleopteres Heteromeres de
L’Ile de Salayer.)
Urbeschreibung: „Long. #1/s millim. — Ovatum, postice attenuatum, con-
vexum, fuscoaeneum, nitidum, capite obscuro, prothorace lateribus et antice
paulo picescente, subtus fuscum, minus nitidus, ore, antennis, pedibus elytro-
rumque margine reflexo castaneo-piceis; capite convexiusculo, densissime punc-
tato, antice fere truncato; antennis brevibus; prothorace trapeziformi, lateribus
vix arcuatis, subtiliter sat dense punctato; scutello parvo, punctulato; elytris
ante medium postice attenuatis, striatis, striis parum profundis sed sat fortiter
punctatis, apicem versus paulo minus impressis, intervallis planis, subtilissime
vix perspicue punctulatis, margine externo sat lato; metasterno lateribus strigoso.
Differe du M. Rajjrayi Thoms., de Java, par sa taille un peu moindre, sa
coloration un peu metallique, et le stries des @lytres entieres, ä peine plus faibles
en arriere, ponctuees mediocrement et €galement.‘
Die Art ist vermutlich eine Aspinatimonomma, da diese zu
Metallglanz neigen.
d) Anhang: Ausgeschiedene Vertreter.
Monemma? japonicum Motsch. (Etudes Entomologiques, Victor de
Motschulsky, Neuvieme annde, 1860, p. 18.)
Urbeschreibung: ‚Mon. nigritae Guer. sed angustiore, elytrorum striis di-
stinete punctatis; ovatum, postice subattenuatum, convexum, nitidum, nigrum;
capite subconvexo, subtiliter punctulato; thorace transverso, convexo, punctu-
lato, basi bisinuato, utrinque impresso, lateribus subarcuatis, angulis subrectis,
anticis subrotundatis, non prominulis; elytris thorace vix latioribus, postice
attenuatis, apice rotundatis, regulariter punctato-striatis, humeris subelevatis.
Long. 1°/, 1. — lat. %/, 1.“
H. Freude: Die Morommiden der Welt 63
Die Größe von nur 3,5 mm sowie die nicht vorgezogenen Vor-
derwinkel lassen es meines Erachtens ausgeschlossen erscheinen,
daß es sich um eine Monommide handeln kann, sofern sie im indo-
australischen bzw. dessen Randgebiet beheimatet sein soll. Wie
mir Herr Dr. Takehiko Nakane mitteilte, handelt es sich nach den
Angaben von Lewis um eine Erotylide, Tritoma nipponensis Maaki.
3. Bestimmungsschlüssel der indo-australischen Monommiden:
Zur Bestimmungstabelle möchte ich bemerken, daß ich mich
bemüht habe, diese so einfach wie möglich zu gestalten. Trotzdem
bin ich mir darüber im klaren, daß es für den, der sich in der Fa-
milie noch nicht auskennt, nicht immer leicht sein wird, auf die
richtige Art zu kommen, wenn es an Vergleichsmaterial fehlt. Als
gewisse Kontrolle habe ich deshalb jeweils die Gebiete des Vor-
kommens beigefügt. Schwierigkeiten dürften sich im übrigen nur
dort ergeben, wo ich mangels reicheren Materials die Variations-
breite der Arten nicht erfassen konnte. In diesen Fällen kann
schließlich nur der eingearbeitete Spezialist entscheiden.
A’ Augen auf der Unterseite des Kopfes mit einem ommatidien-
losen Spornfortsatz (Spina) . . Subgenus Spinatimonomma, I.
A” Augen auf der Unterseite des Kopfes ohne ommatidienlosen
Fortsatz, normal verrundet . Subgenus Aspinatimonomma. II.
I. Spinatimonomma.
1° Elytren mit roten Makeln . . ... 222... BR
1” Elytren ohne rote Makeln . . . 0
2’ Elytren mit gleichbreiter, Daeidkeinnger Makel Sale zunı
Seitenrand (Philippinen) . 2... rufolineatum Pic
2” Elytren mit Praktuakeln Zelten zusammengeflossen, dann
aber eingebuchtet bandförmig . . . RR
3° Elytren mit nur 2 Parkuakeln vor dem’ RR (Java)
0 Rene Me u A Eu EEE nideki sp. nov.
3” Elytren mit Humeral- und Apikalmakeln . . . .....4
# Humeralmakeln dunkel, Apikalmakeln leuchtend (Malayische
Halbinsel). . . . . 2.2... Scheini sp. nov.
4” Humeral- und Nkelmakeln edaedare entweder matt oder
ed ne
5 Kleiner (4 mm), Makeln wenig leuchtend (Ceylon) . horni Pic
64
5
6’
6%
92
10°
107
il
11%
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Größer (über Fr Makeln leuchtend (Philippinen, Borneo)
_. quadrimaculatum Waterh.
auf Bo Mi SSp. rafonslauın Pie)
Die 3 äußersten Punktreihen zum Apex auffallend furchig
vertieft (Hinterindien) . . . . . . .. . trisulcatum sp. nov.
Die 3 äußersten Punktreihen zum Apex nicht auffallend ver-
tele ua N a 1 aa
Die 2 ersten Punk der Flytre it dein Disiu: unter-
brochen . . . 8
Höchstens die 1. Bene ie dern Diele intecbeden Ss
(Bei M. sparsepunctatum Pie ist die Unterbrechung der 2. Punkt-
reihe nicht immer deutlich, es werden nur die großen grubigen
Punkte in Höhe der Mitte des Diskus plötzlich von sehr feinen
abgelöst. Stammt das Tier also von den Philippinen, siehe
unter 6)
Kleiner (ca. 4,5 mm), glänzender, feiner punktiert; 1. Punktreihe
endet vor dem Diskus: Prosternum kürzer, abgerundet recht-
eckig, Seiten fast parallel (Sibuyan, Philippinen) . . bakeri Pic
" Größer (ca. 6 mm), 1. Punktreihe hat hinter dem freibleibenden
Diskus noch einige feine Punkte; Prosternum entenschnabel-
förmig, Seiten zur Basis stärker ausgeschweift, länger als bei
Be Se Paney, Philippinen) .
sparsepunctatum Kür:
Die 3. Pe ist am Din auf der Außenseite nicht kiel-
förmig erhaben, biegt dem Diskus seitlich nicht aus (Vorder-
indien, Australien?)=.. .. 2.0 . EV W 0 re)
Die 2. Punktreihe ist am Diskus auf der Außenseite kielförmig
erhaben, zuweilen unzusammenhängend oder wellig gekielt,
und biegt dem Diskus seitlich meist bogig aus... . . 14
Kleiner (5 mm), Parameren schräg nach innen etwas abgestutzt,
Metasternallinie umfaßt ein schmaleres, nach vorn kaum und
besonders nicht ausgeschweift verengtes Feld (nördl. Vorder-
indien) . .. „nu... un ar se abHiblomiep Ro,
Größer (5,5—/ mm), Parameren am Ende einzeln verrundet,
Metasternallinie sehr breit, nach vorn ausgeschweift vereugt.
10. Punktreihe sehr fein, teils sogar obsolet, Punktreihen ins-
gesamt‘. feiner... Mn. ae
10. Punktreihe kaum schwächer als die 9., Punktreihen gröber.
13
12°
2°
13°
13°
14
14°
15
5°
16°
16”
17
1°
18°
18”
19’
19”
H. Freude: Die Monommiden der Welt 65
Prosternum kürzer, entenschnabelförmig, Halsschild gedrunge-
ner (Australien?) . .. . .. . australe Thoms.
Prosternum länger, er Halsschild gestreckter
(nordwestliches Vorderindien) . . brunneum resinorum Hope.
Kleiner (ca. 6 mm), weniger gestreckt, Punktreihen etwas weni-
ger grob, Prosternumseiten mehr konkav (Südindien, Ceylon)
brunneum brunneum Thoms.
Größer kon 7 N etwas er Punktreihen streifig ver-
tieft, Prosternum mehr parallelseitig, breiter (süd-östliches Vor-
derindien). . . . . ........... brunneum striatipenne Pic
Größer als 5,8 mm . . . 2. 2 2 2 2 nn nn 2... 19
Kleiner als 5,5 mm . . . eich. lo
Breitoval, hinten nicht Bee 1 he am Dress picht unter-
brochen, 2. biegt dem Diskus nicht deutlich aus; Ommatidien
begrenzen die breite Augenspina in konvexer Linie; Parameren
mit langer, geschwungener Wimpernleiste (Neuguinea) .
novaguinense sp. nov.
Oxal, nen dh a 1. ae am Diskus unterbrochen,
2. biegt deutlich seitlich aus. Ommatidien begrenzen die schlanke,
breitbasige Sal in fast konkaver Linie (Burma)
ıP birmanense sp. nov.
slidien treten A an ae eigentliche Wurzel der gleich-
breiten, schlanken Spina heran, diese deshalb ohne breitere
Basis, übergangslos dem Auge angesetzt... .....1?
Ommatidien lassen am Augenrund eine Basis für die Spina
frei, diese beginnt breit und verschmälert sich zum Ende hin
Größer (5 mm), schlanker, hinten verengt, Spina kürzer, 2.
Punktreihe weicht dem Diskus nicht deutlich aus (Burma)
ee u hayeki sp. nov.
Kleiner (3,5 mm), hinten nicht verengt, Spina länger, 2. Punkt-
reihe biegt dem Diskus deutlich seitlich aus (Burma)
gracilifulvum sp. nov.
Ommatidien lassen nur einen schmalen Saum des Augenrunds
frei, der sich plötzlich in die schlanke, fast parallelseitige Spina
verengt (Engano Inseln) . . . . . 2.2... .. basipenne Pic
Ommatidien lassen einen breiteren Saum des Augenrundes
NEN. 2... ee REES RCERBER.
Elytren zum Bo a ee EEE TEE 20
Elytren zum Apex wenigstens leicht verengt . . .... . 21
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 B)
66
20°
20”
21
21:
>
39277
20
24”
25°
252
26.
>67
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Punktreihen ziemlich grob, zum Apex kaum feiner; Spina
schlank; Diskus breit; Prosternum glockenförmig (Tenasserim)
’ A . obenbergeri sp. nov.
Punltteiteh aus deinem SB deutlichen Punkten, zum Apex
und Seitenrand feiner; Spina breit; Prosternum länglich enten-
schnabelförmig bis ee verrundet (Borneo, Sumatra, Ma-
lakka)ı« 24. 1 21200 - 2... pseudodoriae sp. nov.
(auf Sumatra und Mala mit feet 10 Punktreihe, etwas
nach vorn verlagertem Diskus, kürzerer Spina und breiterem
Prosternum . . . 2020202020... 8Sp. sumatranum nov.)
5mm und de RE La a PR DEREN LEE >
Kleiner als 5 mm . . . .".. 020 Fer Se De
Größer (5,5 mm); Halsschild stärker gebogen verengt; Spina
mit großer, breiter Basis, die von den Ommatidien senkrecht
begrenzt wird, sich stark verengt und als schlanker, parallel-
seitiger Haken endet; Prosternum lang und schlank enten-
schnabelförmig (Java). . . . 2... drescheri sp. nov.
Kleiner (5 mm). alschileieen ade gebogen; Spina-
basis weniger groß und breit, Ende schwächer gebogen; Pro-
sternum mehr verrundet rechteckig (Mindanao) . Re
Re . chapini sp. nov.
DRinlaserhe De dein Pieks nicht erkestialhä aus; Proster-
num Sinseahnabeliirnse vorn schlank; Metasternum vorn
sehr breit abgestutzt verrundet, hinten breit oflen (Indien)
similifulvum sp. nov.
SePamktreihe De em Die deutlich seitlich aus; Proster-
Eee a S
Metasternallinie pfirsichförmig, vorn leicht abgestutzt, hinten
geschlossen; Spina mit breiter, großer Basis, die von den
Ommatidien in konvexer Linie begrenzt wird (Tonkin)
er u stevensi sp. nov.
Metaftörnallisiie und Spina anders NIE AR DR
Spina lang und schlank; Gestalt breiter ol a
DEE . longispinum sp. nov.
Spina erh lan .. 1
Punktreihen der Elytren fein, vor dem Diskus a srubig;
Spina schlank, dornförmig, ziemlich kurz, leicht gebogen, Basis
wenig breit, deutlich von der Augenrundung abgesetzt (Java)
javanum sp. nov.
Ds Eh se vor en Diskus stärker grubig . 27
|
|
H. Freude: Die Monommiden der Welt 67
27
»7.?
1
ig
2?
Sehr grob punktiert; Spina stumpf keilförmig, allmählich ver-
jüngt; Mesosternum kurz (Indien). . . . . . . fulvum Pic
(Mit längerem Halsschild und weniger gerundeten Seiten; Pro-
sternum vorn völlig verrundet [Nordindien]
BR. : Ssp. dehzsdmenee on)
Schiger Srob en det enkii auffallend lang; Spina
stark ausgeschweift verengt, die breite Basis von den Oo
tidien leicht konkav ausgebuchtet; Tibialfurchen lang, nach
hinten gegabelt (Tenasserim) . . . . tenasserimum spec. nov.
il. Aspinatimonomma
Breitelliptisch, nicht verengt, 10. Punktreihe sehr fein, entfernt
punktiert oder obsolet, Dina emetlhec (Borneo, Sumatra,
Malakka) . “ur 2.2... doriae Gestro
EN ernalseiten fast ie en etwas trapezlörmig,
Basıs fast gerade, kaum konkav; weniger metallisch [Malayische
Halbmsell:=. . 2. 2.0200 2.2080 4 SSp. EREEIERIE Pic)
Oval bis al se Bu.
Intervalle am Apex deucheh aan Geh nr 6. am een
und stärksten, beiderseits davon er kürzer und schwä-
cher (Borneo). . . 2.20... borneense sp. nov.
Intervalle nicht re dealer Punkleeihen zum Apex
schmal rinnig vertieft . . . . er Dh a
Metasternalmitte breit eiförmig iR Re er mig umrandet
Metasternuum mit me oder schmalerem Mittel-
ield" ......'. ee Rs
Blech zum Abıex che verengt, De De loyar 2. Reihe
biegt stärker aus, 10. Reihe mit entfernteren Punkten als die
9.; Prosternum schlanker (Penang) RL,
Pe neHar nee sp. nov.
Hbiten zum RR verengt, er länglich, hinten auslaufend,
2. Reihe biegt nur schwach aus, Punkte der 10. Reihe gleich
dicht wie die der 9.; Prosternum breiter (Malayische Halb-
insel). .—_. -. .. .„ glyphysternum substriatum Pic partim
10. Punktreihe wesentlich feiner und schwächer als die 9. . . 6
10. Punktreihe so kräftig oder wenig schwächer als die 9.. . 8
j Elytren hinten nicht verengt, 93. Punktreihe am Diskus schwach
gekielt; Prosternum entenschnabelförmig, vorn sehr breit und
abgestutzt; Metasternallinie birn- bis zitronenförmig (Minda-
nao, Basilan, Philippinen) . . . . ... .. . semiaeneum Pic
5*
68
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
67
u”
le)
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16%
1 0”
11
1 1”
1
127°
15;
Elytren hinten verengt . . . . N ne,
3. Punktreihe am Diskus außen zekicle, Prostanamees enten-
schnabelförmig, vorn ziemlich breit und etwas abgestutzt; Meta-
sternalmitte we (Nicobaren, Andamanen).
. stenotarsoide
3, Punliräie am Dia allen nacht gekielt; Prosternum gänse-
schnabelförmig, vorn schmaler und mehr verrundet; Metaster-
nalmitte schmal zitronenförmig (Sumatra) . . medanense Pic
10. Punktreihe etwas schwächer als die 9.;, Prosternum mehr
rechteckig-verrundet, Seiten nur schwach konkav (Java, Bor-
neo, Sumatra, Malayische Halbinsel). . . . raffrayi Thoms.
10. Punktreihe so kräftig wie die 9.; höchstens im vorderen
Drittel etwas schwächere und entferntere Punkte . . . .9
1. Punktreihe auch auf dem Diskus erkennbar, höchstens ganz
kurz unterbrochen . . a er te
1. Punktreihe auf dem Dias obseleek EIER FIR N OR SC |
1. Punktreihe kurz (2 Punkte) unterbrochen oder diese Punkte
sehr fein; Prosternum entenschnabelförmig, vorn ziemlich breit
(Palawan-Inseln) . . . he . „ palawanum sp. nov.
1. Punktreihe auf dem Drelns so erAfeie wie ihre letzten Punkte;
Prosternum rechteckig, Seiten nur schwach konkav, vorn wenig
schmäler als an der Basis (Riu-Kiu, Japan) .
glyphysternum I Mars.
Nein alinie breit zitronenförmig . . av.
Metasternallinie schmal zitronenförmig bis he ae, lanzett-
licher ne ne ne ee
Punktreihen ner nicht vertieft, Punkte selbst aber auf der
glatten Fläche schärfer gerandet; Halsschildvorderecken größer,
Seiten weniger gerundet (Philippinen) . philippinarum Thoms.
Punkte gröber, vertieft, aber weniger scharf gerandet; Hals-
schild leer gerundet verengt.. . . . ‚14
Nach vorn etwa gleich stark verengt wie ad tu Schuld
tern weniger vortretend . |
ara bee Pie ne |
? Nach en länger verengt, Schultern stärker vortretend . 14
Halsschild stärker gewölbt, nach vorn eingezogen verengt
glyphysternum chinense ssp. nov.
Halsscild laden. sewölbt, vorn weniger eingezogen .
u glyphysternum formosanum Pic
he deln N auch am Apex (Madras) . |
. glyphysternum madrasense ssp. nov. |
H. Freude: Die Monommiden der Welt 69
15” Punktreihen feiner . . . ER | 6
16’
416"
17’
rk
Mehr elliptisch oval, weniger ee Halkedıld breit, et
vorn stärker verengt: im ganzen schwächer skulptiert, Punkt-
reihen nicht traifız vertieft (Laos)
mn Tree Pic
Mehr Dal, ala: ee Halsschild weniger nach vorn ver-
engt; Punktreihen meist stueilte verlieile 20.020 ware
Länger oval, stärker verengt, Punktreihen sehr deutlich, aber
kaum vertieft, Punkte rundlich, Intervalle spärlich fein punk-
tiert; größer (6 mm) als die folgende Subspecies (Tonkin) .
m: . glyphysternum tonkineum Pic
Kleiner (5,2 in. er oval; Punktreihen etwas streifig ver-
tieft, Punkte teils länglich; Intervalle stärker punktiert (Malayi-
sche Halbinsel, Annam, Tonkin, Gochinchina, Siam) .
glyphysternum substriatum Pic partim
4. Systematische Übersicht der Monommidae des indo-australischen
Gebietes
I. Spinatimonomma subgen. nov.
1. brunneum-Gruppe
Monomma brunneum brunneum Thoms.
ah % resinorum Hope
h & striatipenne Pic
# australe Thoms.
m brittoni spec. nov.
5 trisulcatum spec. nov.
2. fulvum-Gruppe
Monomma horni Pie
® fulvum fulvum Pic
” » .dehradunense subspec. nov.
s similifulvum spec. nov.
sn longispinum ,, ”
= sracilifulvum ,, _,,
RN obenbergeri ts
® tenasserimum _„,
” stevensi 5, i
= hayeki
70 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
3. basipenne-Gruppe
Monomma scheini spec. nov.
5 birmanense spec. nov.
a pseudodoriae pseudodoriae spec. et subspec. nov
s 5 sumatranum subspec. nov.
n javanum spec. nov.
u nideki Bar
Br dresheri „
m basipenne Pic
RE chapini spec. nov.
5 sparsepunctatum Pic
2 bakeri Pic
M rufolineatum Pic
4. quadrimaculatum-Gruppe
Meonomma quadrimaculatum quadrimaculatum Waterh.
s. e rufonotatum Pic
novaguinense spec. nov.
li. Aspinatimonomma subgen. nov.
1. Festländischer Rassenkreis
Monomma gelyphysternum glyphysternum Mars.
2. K formosanum Pic
4 m chinense subspec. nov.
I x tonkineum Pic
R Br laosense Pic
substriatum Pic
R x madrasense subspec. nov.
>. Insulärer Artenkreis
Monomma stenotarsoide Ancey
es medanense Pic
r pseudomedanense spec. nov.
ze borneense SEEN
S raflrayi Thoms.
en palawanum spec. nov.
x philippinarum Thoms.
a semiaeneum Pic
a doriae doriae Gestro
" „ Singaporense Pic
H. Freude: Die Monommiden der Welt A
Species incertae sedis.
Monomma splendidulum Fairm.
Synonymie.
Hyporhagus grandis Pic — H. brasiliensis Thoms.
Monomma ceylonicum Pie = M. brunneum brunneum Thoms.
” distinetipenne Pie =M. „, r s
= japonicum Motsch. — Tritoma nipponensis Maaki (Ero-
tylide) |
R marginatum Pic = M. semiaeneum Pic
E5 ruficolle Pic = M. raflrayi Thoms.
= rufum Pie == M. slyphysternum substriatum Pic
(immatur)
9. Zusammenfassung
Anhand des Materials einer größeren Anzahl von Museen,
insbesondere durch das Studium der Typen, konnte ich - von einer
Ausnahme abgesehen - eine zusammenfassende Darstellung aller
bisher bekannten Monommidenarten des indo-australischen Raumes
geben, verschiedene zweifelhafte Angaben klären und insbesondere
eine genaue Beschreibung der meist ungenügend gekennzeichneten
Arten vornehmen und durch Zeichnungen der charakteristischsten
Merkmale verdeutlichen.
Die Entdeckung eines bisher unbeachteten Unterscheidungs-
merkmals, der Augenspina, erlaubte eine Trennung in 2 Subgenera,
Spinatimonomma und Aspinatimonomma subgen. nov., und führte
zugleich zur Erkennung einer beachtlichen Anzahl neuer Arten.
Weiter war eine weitgehende Klärung der näheren verwandt-
schaftlichen Beziehungen möglich, die auch einen Ausblick auf
zoogeographische Verhältnisse erlaubt, welche aber erst im letzten
Teil der Monographie ausführlich behandelt werden sollen.
Schließlich wurden die Ergebnisse taxonomischer Art in einer
Bestimmungstabelle auf die kürzeste Formel gebracht.
> Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
6. Benutzte Literatur
Die Quellen für die Urbeschreibungen sind jeweils bei diesen angeführt, so
daß sich eine nochmalige Angabe hier erübrigt.
Arldt, Theodor: Die Entwicklung der Kontinente und ihrer Lebewelt. 2. Aufl.
Berlin 1939.
Beaufort, L. F. de: Zoogeography of the Land and Inland Waters. London 1951.
Castelnau, M. le Comte de: Histoire Naturelle des Insectes Col&opteres, II, Paris
1840. |
Fletcher, T. Bainbrigge: One hundred notes on Indian Insects. Bull. Agr. Res.
Inst. Pusa 59, 1916.
Fowler, T. Fr.: Fauna of British India. Col. I, 1912.
Freude, Heinz: Die Lösung des Rätsels um Monomma resinorum Hope. Mitt.
Münchener Ent. Ges. 1952.
Gestro, R.: Ann. Mus. Civ. Genova, Vol. III, 1872, p. 51—53.
Handlirsch in Schröder: Handbuch der Entomologie III, 1925, p. 658.
Hennig, Willi: Grundzüge einer Theorie der phylogenetischen Systematik. Berlin
1950.
Junk-Schenkling: Coleopterorum Catalogus, e parte 117, Schenkling, S.: Mon-
ommidae. Berlin 1931.
Laeordaire, M. Th.: Histoire Naturelle des Insectes. Genera des Coleopteres,
Bd. V, Paris 1859.
Maxwell-Lefroy und Howlett: Indian Insect Life. Calcutta und Simla, London
1909.
Miwa und Chujo: Catalogus Coleopterorum Japanicorum. 79. Fam. Monommidae.
Taihoku, Formosa, 1938.
Pie, Maurice: Addenda au Coleopterorum Catalogus, Pars 117 (Famille des Mon-
ommidae). Bull. Ann. Soc. ent. Belg. 74, 1924, p. 96—98.
Rensch, Bernhard: Das Prinzip geographischer Rassenkreise und das Problem der
Artbildung. Berlin 1929.
— —: Die Geschichte des Sundabogens. Berlin 1936.
— —: Neuere Probleme der Abstammungslehre. Stuttgart 1947.
Richards and Herford: Insects found associated with cacao, spices and dried
fruits in London warehouses. Ann. appl. Biol. 17, 1930.
Thomson, M. James: Monographie de la famille des Monommides. Ann. Soc. Ent.
France 1860.
— —: Typi Monommidarum. Paris 1878.
Zacher, Friedrich: Die Gliedertierfauna der Mühlen und Getreidespeicher. Ber.
VII. Internat. Kongr. f. Entomologie, Berlin 1938, p. 2914.
Ritters Geographisch-Statistisches Lexikon. 9. Auflage, von Joh. Penzler, Leipzig
und Wien 1910.
Stieiers Hand-Atlas. 10. Auflage von H. Haack, Gotha 1928/30.
H. Freude: Die Monommiden der Welt
Alphabetisches Register
Aspinatimonomma subgen. nov.. .„ 14
australe Thoms.
bakerı Pie
basipenne Pic
birmanense spec. nov.
borneense spec. nov.
brittoni spec. nov.
brunneum Thoms.
ceylonicum Pic
chapini spec. nov. .
chinense ssp. nov.
dehradunense ssp. nov.
distinetipenne Pic .
doriae Gestro .
drescheri spec. nov.
formosanum Pie
fulvum Pie .
elyphysternum M ars.
gracilifulvum spec. nov.
grandis Pic .
hayeki spec. nov.
horni Pie a
japonicum Motsch.
javanum spec. nov.
laosense Pic
longispinum spec. nov.
madrasense ssp. nov.
marginatum Pic
medaense Pic
19
39
36
32
55)
20
16
18
37
46
24
18
60
36
45.
23
44
26
71
30
22
62
34
0
25
Sl
60
3
nideki spec. nov. :
novaguinense spec. nov.
obenbergeri spec. nov.
palawanum spec. nov.
philippinarum Thoms.
pseudodoriae spec. nov.
pseudomedanense spec. nov.
quadrımaculatum Waterh.
raffrayı Thoms.
resinorum Hope
ruficolle Pie
rufolineatum Pie
rufonotatum Pie
rufum Pie
scheini spec. nov.
semiaeneum Pic
sımilifulvum spec. nov.
singaporense Pic
sparsepunctatum Pic
stenotarsoide Ancey
stevensi spec. nov.
Spinatimonomma subgen. noV.
splendidulum Fairm.
striatipenne Pic
substriatum Pie .
sumatranum ssp. nov.
tenasserimum spec. nov.
tonkineum Pie
trisulcatum spec. nov.
73
74 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Reise des Herrn G. Frey ın Sudameriıka:
Altıcıdae (Col. Phytophaga)
Von Jan Bechyne, Museum G. Frey
(Mit Tafeln XII— XIV)
Bei der Bearbeitung der Altieiden, welche Herr G. Frey mit
seiner Tochter Helga in Venezuela, Trinidad und Jamaica im De-
zember 1953 und Januar 1954 sammelte, habe ich auch andere
südamerikanische Repräsentanten dieser artenreichen CGhrysome-
liden-Gruppe untersucht. Auf Grund zahlreicher untersuchter
Tvpen in den Museen Paris, London und Bruxelles stellte ich fest,
dals manche von den bisher beschriebenen systematischen Ein-
heiten taxonomisch unrichtig bewertet waren. Die dazu entspre-
chenden Notizen nebst Neubeschreibungen sind hier der Offent-
lichkeit vorgelegt. Ich habe die Reihenfolge der Gattungen im
Junk-Schenkling-Katalog nicht wesentlich geändert, wenn auch
die aktuelle Systematik der außerpaläarktischen Alticiden ein
buntes, nach der äußeren Ähnlichkeit gereihtes Durcheinander
darstellt.
Die phylogenetischen Beziehungen innerhalb der neotropi-
schen Altieiden sind wesentlich anders als die der echten Chryso-
meliden bzw. der Eumolpiden. Während die Eumolpiden (bzw.
Chrysomeliden s. str.) in der neotropischen Region größtenteils
von modernen, derivierten und endemischen Gruppen gebildet
sind, ist die Mehrzahl der Alticiden bzw. Galeruciden in den kosmo-
politischen Gattungen bzw. Gruppen repräsentiert (z. B. Aphthona,
Longitarsus, Altica, Crepidodera, Epitrix ete.). Aus diesen Grün-
den müßte jeder Versuch ein System nach dem Status eines ein-
zigen faunistischen Gebietes zum Mißerfolg führen, wie es auch
der Fall des Junk-Schenkling-Kataloges ist.!)
!) Z. B. eine der am besten charakterisierte Gruppe der Oedionychus-Ver-
wandtschaft (Gelenkhöhlen der Vordercoxen hinten offen, Epimeren vorne von
dem Prostethium nicht getrennt, Penis mit außerordentlich umfangreichen Sele-
riten) ist in dem ganzen Katalog zerstreut zu finden.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 79
Es ist klar, daß die Alticiden und Galeruciden eine einzige
Familie der Chrysomeloidea bilden, ich wage es aber trotzdem zu
empfehlen, beide Gruppen aus rein praktischen Gründen getrennt
zu bezeichnen.
In dem zweiten Teil dieses Artikels bringe ich eine Liste der
bisher aus Venezuela bekannten Arten. Dies erweist sich als not-
wendig, weil weder Osiki (der Autor des exotischen Teiles des oifi-
ziellen Junk-Schenkling’s Alticiden-Kataloges) noch Blackwelder
(Checklist of the Coleopterous Insects of Mexico, Gentral America,
the West Indies, and South America, Buli. U. S. Nat. Museum 185.
1946) die Historie der Staaten Colombia und Venezuela respek-
tiert haben und die Fundortsangabe „Colombia‘ sehr häufig aus-
schließlich venezuelanische Fauna betrifft.
Meine Frau Bohumila hat viele Zeichnungen der fraglichen
Formen angefertigt, und ich danke ihr dafür.
$anariana n. gen.
Dieses Genus aus der Aphthona-Verwandtschaft erinnert
durch die auffallend großen und ausgequollenen Augen an die
alrikanische Gattung Gabonia. Es weicht von allen verwandten
Gattungen durch die eigentümliche Bildung der Antennen ab.
Dieses Organ ist beim 5 lang, die Mitte der Flügeldecken weit
überragend, Glieder 3—11 sind stark verlängert, und die Spitze
jedes der Glieder 3—7 besitzt auf der Außenseite eine zahnartige
Protuberanz, die distale Spitze der Antennite 8— 10 ist abgestutzt.
Beim © sind die einzelnen Antennite einfacher, nur schwach drei-
eckig erweitert, und die Fühler sind kürzer, jedoch sehr grazil.
Genotypus: Sanariana rubra n. sp.
Sanarıana rubra n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 9. XI. 1951 et 30. X.
1954 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 3—3,2 mm.
Rot, Vertex, Äntennite 3—11 und die Spitze aller Schenkel
(das hintere Paar im breiteren Umfang) schwarz, Spitze der Ti-
bien und Tarsen braun. Körper länglich, Oberseite glänzend. Beim
Q@ sind die Fühler und die Beine einfarbig schwarz.
Kopf ohne Punktierung, Stirn 1,5x breiter als ein Augen-
durchmesser mit einer Querfurche in der Mitte zwischen den
Augen, welche die Antennalcalli hinten begrenzt. Diese transver-
76 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
sal, gewölbt, gut markiert, voneinander von einem tiefen Zentral-
grübchen geteilt. Längscarina des Clypeus breit, zwischen den An-
tennen mehr emporgehoben als die Antennalcalli. Fühler des 5
3/, der Elytren, die des 2 die Mitte derselben erreichend, 2. Glied
kugelig, das 3. dreimal länger als das vorhergehende.
Thorax nahe der Mitte am breitesten, quer, fast doppelt brei-
ter als lang, glatt, Seiten mäßig gerandet, stark gerundet, nach
vorne etwas mehr als nach hinten verengt. Alle Winkel stumpf-
eckig. Vor dem Schildchen befindet sich eine grübchenartige Ver-
tiefung. Scutellum dreieckig, ohne Skulptur.
Flügeldecken sehr stark (Vergrößerung 2—3x), hinten pro-
gressiv feiner bis verloschen, vollkommen konfus punktiert. Hu-
meralcallus deutlich. Epipleuren ziemlich breit, hinten schmäler,
aber fast bis zum Suturalwinkel erkennbar. Intercoxalplatte des
Prosternums sehr schmal, 5 ohne Sinus auf dem 5. Abdominal-
segment.
Sanarıana suella n. sp.
Bolivia: Gochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 55 3,5—4 mm, 99 4—4,5 mm.
Schwarz, Clypeus, die ersten 2 Antennite, Thorax und Flügel-
decken rotgelb, die letzteren mit einer breiten schwarzen Sutural-
binde, welche sich vorne mit einem gleichfarbigen Humeralpunkt
vereinigt. Beine braun, Hinterschenkel, Mitte der Tibien und die
Unterseite der 4 vorderen Femora schwarz, Tarsen und Antennal-
calli + braun. Körper länglich, Oberseite glänzend.
Kopf spärlich und undeutlich punktiert (Vergrößerung 20x).
Ciypealcarina breit. Antennalcalli länglich, stark gewölbt, nach
vorne divergierend, hinten zusammengeschmolzen, seitlich von
einer tiefen Fosette begrenzt, welche sich mit den ebenfalls stark
inskulptierten Augenfurchen vereinigt. Fühler die Mitte der Flü-
geidecken (bei beiden Geschlechtern) überragend.
Halsschild fast doppelt breiter als lang, vor der Mitte am brei-
testen, Seiten breit abgesetzt, nach hinten stärker als nach vorne
verengt. Vorderwinkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig.
Oberfläche glatt (Vergrößerung 20x).
Elytren länglich, fast parallel, fein punktiert (Vergrößerung
20x), hinter dem Schildchen abgeflacht und etwas stärker skulp-
tiert. Humeralcallus gut markiert. Beim 5 ist das 1. Tarsit der #
Vorderbeine schwach verdickt.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Zr
Sanarilana sigia n. sp.
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 52 4—5 mm.
Wie die vorige Art, aber das Halsschild hat gewöhnlich eine
schwarze Dorsalmakel, Elytren noch eine schwarze sublaterale
Längsbinde, welche sich hinten mit der Nahtbinde vereinigt, oder
die Flügeldecken sind einfarbig schwarz, nur der Seitenrand un-
ter dem Humeralcallus ist manchmal bräunlich (ab. nigripennis),
Basis aller Schenkel rot.
Während bei den beiden vorigen Arten es die Äntennite 3—7
sind, welche beim 5 erweitert sind, ist bei 5. sigia auch das 8. mit
einer zahnartigen Erweiterung versehen. Bei beiden Geschlechtern
sind die Seiten des Halsschildes regelmäßig gerundet, nach hinten
so stark wie nach vorne gerundet, und die Punktierung der Flügel-
decken ist sehr stark, schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sicht-
bar.
Gioia n. gen.
Auch diese Gattung gehört in die Aphthona-Verwandtschaft
(vordere Gelenkhöhlen hinten offen, Halsschild ohne Querfurche
vor der Basis). Der ganze Habitus der hierher gehörenden Arten
erinnert viel an die madagassische Entymosina. Gioia weicht von
den anderen Aphthoninen durch die merkwürdige Struktur des
Kopfes ab: Ulypeus vollkommen plan, ohne Spur einer Carina,
oder genau gesagt, die Oarina ist über die ganze Fläche des Clypeus
ausgebreitet. Von der Seite betrachtet, bildet der Clypeus mit der
Stirn einen rechten oder fast rechten Winkel wie bei der afrikani-
schen Gattung Myrcina. Beine und Antennen robust, die letzteren
zur Spitze stark verbreitert, elaviform. Hintertibien ohne Zähn-
chen vor der Spitze, Terminaldorn sehr kurz. Intercoxalplatte des
Prosternums fast von der Breite einer Coxe.
Genotypus: Gioia witimeri.n. Sp.
Gioia wittmeri n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 4. II. 1953 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 2,2—2,8 mm.
Pechschwarz, Antennalcalli, Clypeus, Mundorgane, Antennen
und Beine rotbraun. Körper oval, stark glänzend, Clypeus und
Antennalcalli seidenmatt.
78 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf ohne Punktierung, Antennalcalli länglich, voneinander
gut getrennt, hinten von einer tiefen Querdepression begrenzt, die
sich bis hinter die Augen zieht und hier mit einigen gröberen
Punkten besetzt ist. Stirn fast doppelt so breit wie ein Augendurch-
messer. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, die 2
ersten und die 5 letzten Glieder stark verdickt, 3. Glied deutlich
kürzer als das 2.
Thorax stark quer, doppelt breiter als lang, Seiten parallel,
gerade, Vorderwinkel schräg abgestutzt und seitlich zahnförmig
vorspringend, Basis gerandet. Oberseite grob (Vergrößerung 5x)
und spärlich punktiert, Schildehen ohne Punktierung, groß.
Flügeldecken so stark wie das Halsschild, nicht dicht, hinten
etwas schwächer, verworren punktiert, Humeralcallus glatt, von
dem großen punktierten Basalcallus schlecht getrennt, postbasale
Querdepression kräftig. Epipleuren schmal. Das 4 ist kleiner, das
1. Glied der 4 Vordertarsen erweitert, Sinus des letzten Abdo-
minalsegmentes klein.
Gioia georgia n. sp.
Diese Art ist mit den 2 folgenden, ebenfalls von Herrn Frey
in Venezuela gesammelten Arten verwandt; diese kleine Gruppe
weicht von G. wittmeri durch die gerundeten Seiten des Thorax ab:
i (4) Körper kurzoval, Flügeldecken mit starkem Basalcallus,
welcher von einer dahinter folgenden Querdepression ak-
zentiert ist. Thoraxbasis sehr fein gerandet. Elytren mit
einem deutlichen und ziemlich breiten Lateralintervall,
welcher in der vorderen Hälfte gewölbt ist. Schwarz, Füh-
lerbasis, Beine und Spitze des Abdomens pechbraun, Ober-
seite glänzend, Clypeus seidenmatt, fein retikuliert (Ver-
größerung 20x).
2 (3) Größer, 2—2,2 mm, Vorderwinkel des Halsschildes schräg
abgestutzt, winkelig, seitlich nicht zahnartig vorspringend.
Antennalcalli sehr schwach, nur hinten vor der Querfur-
che voneinander getrennt, vorne ganz zusammenfließend.
Das letzte Abdominalsegment des 5 in der Mitte einfach
eingedrückt, nicht herabfallend. . Gioia georgia n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
3 (2) Kleiner, 1,6—1,5 mm, Vorderwinkel des Haisschildes
schräg abgestutzt, nach außen zahnförmig vorspringend.
Die gut markierten Antennalcalli sind der ganzen Länge
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 79
nach durch eine feine Furche voneinander getrennt. Das
letzte Abdominalsegment des 5' in der Mitte stark nach
unten gebogen. . . . Gioia helga n. sp.
Venezuela: Ba R 1 54 (G. & H. Frey).
4 (1) Körper langoval, glänzend (auch der Ciypeus ist glänzend,
ohne mikroskopische Retikulierung), Flügeldecken mit
kaum emporgehobenem Basalcallus, postbasale Quer-
depression undeutlich. Pechbraun, Fühlerbasis, Beine und
das letzte Abdominalsegment hell braungelb, das letztere
beim 3’ wie bei G. georgia geformt. Antennalcalli deutlich,
gewölbt, voneinander gut getrennt. Thorax mit schräg ab-
gestutzten, nach außen schwach zahnförmig vorspringen-
den Vorderwinkeln, Basis stark gerandet. Lateralintervail
der Flügeldecken undeutlich und flach. Long. + 2 mm.
E : Gioia barbara n. sp.
enezuela: a. 1954 (G. & H. Frey).
Die folgenden 3 Arten aus Guadeloupe weichen von den hier
bisher beschriebenen durch auffallende Färbung ab.
Gioia antıllarum n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. + 3 mm.
Pechbraun, Beine, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und La-
brum gelbbraun, Oberseite metallisch erzfarbig, stark glänzend,
Clypeus matt.
Von der Gestalt der G. wittmeri, anders gefärbt, Antennen
das erste Drittel der Flügeldecken kaum erreichend, das 2. Glied
kugelig, so lang wie das 3., Seiten des grob und dicht punktierten
Halsschildes in der Mitte winkelig, Flügeldecken grob runzelig
punktiert, Punkte nur im Apikalviertel isoliert stehend. Das 1.
Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 stark erweitert.
Gioia heikertingeri n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 2,5—3 mm.
Einfarbig rotgelb, nur die Spitze der Antennen etwas ange-
dunkelt.
Wie G. wittmeri, aber die Fühler den Humeralcallus der Flü-
geldecken kaum überragend, zur Spitze auffallend stark verdickt,
das erste Drittel der Flügeldecken kaum erreichend, das 2. Glied
80 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
kugelig, so lang wie das 3., Seiten des grob und dicht punktierten
Halsschildes in der Mitte winkelig, Flügeldecken grob runzelig
punktiert, Punkte nur im Apikalviertel isoliert stehend. Das 1.
Glied der 4 vorderen Tarsen beim 9’ stark erweitert.
Gioia eyanella n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. + 2 mm.
Pechschwarz, Labrum, Antennen, Tibien und Tarsen rot, Ver-
tex, Thorax und Flügeldecken lebhaft metallisch blau, stark glän-
zend.
Kopf wie bei G. wittmeri, Clypeus glänzend, jederseits von
einem schmalen Kiel begrenzt. Das 3. Antennit so lang wie das 2.
Seiten des stark punktierten Halsschildes in der Mitte stumpf ge-
winkelt. Elytren von gleicher Struktur und Skulptur wie bei G.
wiıttmeri, Basitarsite des 5 stark erweitert.
Babiohaltica n. gen.
Diese neue Gattung ist mit Aphthona verwandt und durch fol-
gende Unterscheidungsmerkmale ausgezeichnet: Die Antennen
sind kurz und robust, die Epipleuren sind konkav und in der Vor-
derhälfte sehr stark erweitert, nahe der Mitte am breitesten, so
daß3 ein Teil der Metepisternen von ihnen bedeckt ist.
Die einzige Art dieser Gattung erinnert durch Form und
Farbe an mehrere Babiini.
Babiohaltica corumbana n. sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Corumbä (Mus. G. Frey). — R. Ar-
gentina, Buenos Aires: La Plata [Ciudad Eva Perön], V. 1949 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 3,5—5 mm. |
Schwarz, Beine, Labrum und Antennen + gebräunt, Flügel-
decken dunkelrot, eine breite unregelmäßige Querbinde, deren
Vorderrand vor der Mitte liegt und welche weder den Seiten- noch
den Apikalrand erreicht und die Naht vorne schwarz. Glänzend,
länglich, gewölbt. Ä
Kopf ohne Punktierung. Clypealcarina scharf und stark ge-
wölbt, Antennalcalli gut entwickelt, gegen die Augen schräg ge-
richtet, hinten von einer tiefen, bis zu dem Augenhinterrand ver-
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 31
längerten Querfurche begrenzt. Antennen am Innenrande der
Augen eingelenkt, voneinander relativ weit entfernt, robust, die
Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, Glieder 2 und 3 fast ku-
gelig, von gleicher Länge, so dick als das 1. Äntennit, die 3 fol-
genden Glieder stark erweitert, dreieckig, Apikalglieder monili-
form, jedes etwas länger als breit.
Thorax deutlich transversal, nahe der Mitte am breitesten.
Seiten stark gerundet, vor den verdickten Vorderwinkeln ausge-
schweift, Hinterwinkel zähnchenförmig vorspringend. Oberfläche
deutlich (Vergrößerung 10x) punktiert, an den Seiten dichter als
in der Mitte. Scutellum groß, fein mikroskopisch retikuliert.
Flügeldecken breiter und etwas stärker punktiert als der Tho-
rax, ohne Eindrücke, nur ist die Naht hinter dem Schildehen ab-
geflacht. Humeralcallus gut markiert (geflügelte Art). Beine ro-
bust, alle Femora verdickt (die 4 vorderen weniger stark bei den
99). Tarsen des 5’ nur schwach erweitert.
Diese Art ist mir in zahlreichen Exemplaren bekannt und in
der Größe bei beiden Geschlechtern stark variabel; bei allen bis-
her bekannten Aphthona-Arten ist das o’ stets kleiner als das 9.
Varicoxa n. gen.
Dies ist ein anderes Genus, bei welchem Arten sowie mit ge-
schlossenen als auch mit geöffneten vorderen Gelenkshöhlen vor-
kommen. Der Genotypus ist Systena ustulata Har., also eine Art
mit geschlossenen Gelenkshöhlen. Trotz dieses Merkmals gehört
Varicoxa unter Aphthonini, und sie ist durch das herzförmige
Halsschild mit einer flachen Querfurche vor der Basis, durch das
sehr lange Basitarsit der Hinterbeine und durch nur mäßig ver-
dickte Hinterschenkel ausgezeichnet. Der Kopf ist auffallend groß
mit vorgequollenen Augen, dessen größte Breite den Vorderrand
des Halsschildes überragt.
Varicoxa ustulata centralis n. subsp.
Die Stücke, welche Jacoby von Guatemala und Nicaragua be-
schrieben hat (Biol. Centr.-Amer. Col. VI, 1, 1884, p. 328) sind in
der Färbung sehr konstant (ohne angedunkelte Flügeldecken-
spitze) und können als eine geographische Form bezeichnet werden
(Typus in Mus. G. Frey: Mexico, EI Cora).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 6
32 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Varicoxa elarki Jacoby (nov. comb.)
Als Systena beschrieben, nahe verwandt mit DV. ustulata Har.
Varicoxa aguablanca n. sp.
Argentina, Jujuy: Agua Blanca, I. 1949 (Dr. P. Wygodzinsky,
coll. Dr. Reitter, Mus. G. Frey).
Long. 3 mm.
Rotgelb, Abdomen dunkler, Flügeldecken schwarz, Humeral-
callus im breiten Umfang rötlich. Oberseite glänzend, ohne
Skulptur.
Der D. clarki ähnlich, aber die Antennalecalli sind linear, ganz
quer gestellt, Thorax mit breit abgesetztem Seitenrand, und beim
J'ıst das 1. Glied der Hintertarsen viel mehr als an den Vorder-
tarsen erweitert, asymmetrisch (an der distalen Spitze schräg ab-
gestutzt). Bei V. clarkı und V. ustulata ist das 1. Glied der Hinter-
tarsen des 5 grazil und symmetrisch. Während bei den vorher-
gehenden Arten die vorderen Gelenkhöhlen hinten geschlossen
sind, sind sie bei DV. aguablanca ziemlich breit geöffnet.
Varicoxa apolonia n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 13., 17. et 18. IV.
1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Hell gelbbraun, die 7 letzten Antennite und die Spitze der
Hinterschenkel schwarz. Oberseite glänzend, Flügeldecken matter.
Diese Art erinnert durch ihre Körperform ganz an V. ustulata
Har., nur sind die Flügeldecken fein punktuliert (Vergrößerung
30—50 x), die Episternen des Prosternums berühren die Spitze der
Intercoxalplatte (sind aber mit ihr nicht zusammengewachsen),
und das Halsschild vor den Hinterwinkeln ist nur sehr schwach
ausgeschweift.
Subsp. aperta nov.: Kleiner, + 2,5 mm und glänzender als die
Stammform, die vorderen Gelenkhöhlen des Prosternums stehen
weit offen. |
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XII. 1949
und 27. I. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). |
Varicoxa freyi n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas, |
I. 1954 (dtto); Valencia, I. 1954 (dtto).
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 33
Größe, Form und Färbung wie bei der vorhergehenden Art,
aber durch folgende Merkmale trennbar:
V. apolonia:
Kopf stark glänzend.
Hinterwinkel des Hals-
schildes rechteckig, kaum vor-
springend, der Seitenrand vor
ihnen kaum ausgeschweilft.
Punktierung der Elytren
unter 309—50facher Vergröße-
rung sichtbar.
Flügeidecken mit einem
deutlichen Basalcallus, welcher
hinten von einer queren Vertie-
fung akzentiert ist.
Die Spitze des Penis knopf-
förmig endigend.
V. freyi:
Kopf matt, Retikulierung
unter 20—30facher Vergröße-
rung sichtbar.
Hinterwinkel des Halsschil-
des zahnartig
vorspringend,
Seiten davor deutlich ausge-
schweift.
Flügeldecken - Punktierung
schon unter 20facher Vergrö-
Berung gut erkennbar.
Flügeldecken mit
einem Basalcallus noch mit
weder
einer Querdepression dahinter.
Die Spitze des Penis gleich-
mäßig verengt.
D. freyi ist in der Färbung variabel: Manchmal ist Hinter-
brust an den Seiten, Kopf nahe den Augen, 2 quergestellte Flecken
nahe dem Vorderrand des Thorax, Naht, Umgebung des Seutel-
lums und eine Makel in der Mitte des Seitenrandes der Flügel-
decken pechschwarz (ab. varia).
Varicoxa campininha n. Sp.
Brasil, Est. Parana: Campininho, 17. 1. 1953 (W. Wittmer,
Mus. G. Frey).
Long. + 3,5 mm.
Rotgelb, Fühler zur Spitze gebräunt, Elytren mit einem
schwachen, grünlichen Metallschimmer. Körper länglich, Oberseite
glänzend.
Kopf breit, sehr weitläufig punktuliert. Stirn knapp doppelt
so breit wie ein Augendiameter. Antennalcalli oval, schräg gestellt,
gut umgrenzt. Clypealcarina breit, kaum höher als die Antennal-
calli gewölbt, Quercarina fehlend. Fühler ziemlich robust, die
Mitte der Flügeldecken überragend, das 3. Glied länger als das +.,
doppelt so lang wie das 2.
54 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey. Bd. 6, 1955
Pay
Halsschild doppelt breiter als lang, herzförmig, vor der Mitte |
am breitesten, nach hinten stärker als nach vorne verengt, vor der
Mitte stark gerundet, vor den Hinterwinkeln ausgeschweift. Vor-
derwinkel verdickt, vorne waagrecht abgestutzt. Oberfläche so fein
und so weitläufig wie der Kopf punktuliert (Vergrößerung 50x),
vor der gerandeten Basis seicht quer eingedrückt. Schildchen groß.
Elytren parallel, breiter als das Halsschild, grob verworren
punktiert (Vergrößerung 5x), Punkte vorne Spuren von Längs-
reihen bildend. Naht hinter dem Schildehen vertieft, dadurch der
Basalcallus deutlich, Querdepression fehlend. Prosternum zwischen
den Coxen nicht sichtbar, vordere Gelenkhöhlen hinten offen. Das
1. Glied der Hintertarsen viel länger als die 3 folgenden zusam-
mengenommen. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen
stark erweitert, das 5. Abdominalsegment hat in der Mitte eine
tiefe dreieckige Längsgrube, und der Sinus ist klein.
Von den übrigen Arten durch starke Punktierung der Flügel-
decken zu unterscheiden.
Longitarsus plaumanni n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 14. VI. 1951 (F.
Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 2 mm.
Pechbraun, Fühler und Beine hellbraun, Flügeldecken mit
einem schwachen Metallschimmer. Langoval, Vorderkörper mäßig,
Flügeldecken stark glänzend. Aptere Art.
Kopf fein retikuliert (Vergrößerung 40—50x) ohne Punk-
tierung, Antenalcalli undeutlich. Clypealcarina lang und scharf.
Fühler ziemlich robust, das 1. Drittel der Elytren erreichend, Glie-
der 2 und 3 gleichlang, das 4. länger.
Thorax schwach transversal, Seiten fast gerade, nach vorne
bis zu den sehr schrägen Vorderwinkeln leicht divergierend. Ober-
fläche von derselben Grundskulptur wie der Kopf, fein, an der Ba-
sis deutlicher (Vergrößerung 20x) spärlich punktiert. Scutellum
matt.
Elytren langoval, ohne Humeralcallus, stark und ziemlich |
dicht punktiert (Vergrößerung 5—8x). Hintertibia außen gezäh-
nelt.
Dies ist die einzige bisher bekannte aptere Longitarsus-Art
aus der atlantischen Region Südbrasiliens.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 35
Longitarsus substrangulatus n. sp.
Peru: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 2,2—2,5 mm.
Schwarz, oben metallisch bronzebraun, glänzend, Fühlerbasis
und Beine gelbrot, Hinterschenkel und Fühlerspitze schwärzlich.
Geflügelte Art.
Kopf glatt erscheinend, erst unter 100facher Vergrößerung
kommt eine feine quergerichtete Striolation zum Vorschein. An-
tennalcalli deutlich, fast zusammenfließend, quer. Längscarina des
Olypeus scharf. Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter quer
gesehen. Antennen relativ robust, die Mitte der Flügeldecken über-
ragend, das 3. Glied kaum länger als das 2., aber deutlich kürzer
als das 4.
Halsschild kaum breiter ais iang, stark gewölbt, nahe der
Mitte am breitesten. Seiten stark gerundet, in der Mitte fast win-
kelig heraustretend, vor den zahnartig vorspringenden Hinterwin-
keln stark ausgeschweift, Vorderwinkel abgerundet. Oberfläche
vorne fast glatt, in der Mitte vor der Basis stark punktiert (Ver-
srößerung I5—8 x).
Flügeldecken breiter als der Thorax, feiner punktiert, hinten
fast glatt, hinter der Mitte bauchig erweitert. Humeralcallus stark
heraustretend, hinter ihm liegt eine deutliche sublaterale Depres-
sion. Hintertibien auf der Oberseite abgeflacht, am Außenrande
dicht mit sägeförmigen Zähnchen besetzt.
An der Färbung und am abweichenden Halsschildbau erkenn-
bare Art.
Longitarsus corumbanus n. Sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Gorumba (Mus. G. Frey).
Long. 2—2,2 mm.
Rotbraun, Fühlerspitze und Vorderkörper schwarz, Flügel-
decken auf der Scheibe häufig mit einem dunklen rundlichen
Fleck in der Mitte. Oberseite mäßig glänzend, letztes Abdominal-
segment häufig (namentlich bei den 99) angedunkelt.
Diese Art hat dieselbe Form wie L. vicarius Oglobl. (auf dem-
selben Fundort gleichzeitig vorkommend), aber die Färbung ist
verschieden, die Scheibe des Halsschildes ist stark (Vergrößerung
o—10), also stärker als die Flügeldecken punktiert, Seiten des
Halsschildes geradlinig nach vorne divergierend und die Clypeal-
carina ist hochgewölbt. Bei L. vicarius sind die Halsschildseiten
86 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ziemlich regelmäßig gerundet, die Punktierung der Scheibe ist fein
(Vergrößerung 20—30x) und nur vor der Basis vorhanden, und
die Clypealcarina ist nicht höher gewölbt als die schwachen An-
tennalcalli.
Longitarsus cornelius n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 1,2— 1,5 mm.
Braun, Oberseite rotbraun, Fühler und Beine gelb, Antennite
6— 5 angedunkelt. Aptere, oberseits nur mäßig glänzende Art, wel-
che sehr nahe mit L. horni Jac. verwandt ist:
L. horni:
Antennen die Mitte der
Flügeldecken leicht überragend,
die 5 Apikalglieder deutlich
verdickt, jedes höchstens um
die Hälfte länger als dick.
Punktierung der Elytren
auch unter 50facher Vergröße-
rung kaum erkennbar.
L. cornelius:
Antennen beinahe so lang
wie der ganze Körper, zur Spit-
ze nicht verdickt, jedes reich-
lich doppelt länger als dick.
Elytren grob, unter 10fa-
cher Vergrößerung deutlich
punktiert.
Neothona n. gen.
Dieses Genus ist mit Palaeothona Jac. verwandt, eine ähnliche
anteskutellare Vertiefung am Thorax besitzend und von derselben
Form des Prosternums. Es unterscheidet sich jedoch durch Man-
gel der Clypealcarinae und der Antennalcalli, so daß der Clypeus
und die Stirn eine einzige homogene Fläche darstellen, welche
höchstens mit einem grubenförmigen Punkt zwischen den Fühler-
insertionsstellen versehen ist. Fühler kurz, die Mitte der Flügel-
decken nicht erreichend, robust, zur Spitze verdickt.
Die mir z. Z. bekannten Arten sind sekundär an der groben
(Vergrößerung 3—10x) Punktierung der Oberseite kenntlich, die
der Flügeldecken in Längsreihen gestellt. Basalcallus der Elytren
deutlich. Der ganze Habitus erinnert an die Gattung Cyrsylus,
welche geschlossene vordere Gelenkgruben aufweist, während sie
bei Neothona sowie bei allen anderen Aphthonini hinten geöffnet
sind.
Genotypus: Neothona prima n. sp.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 87
1 (2) Stirn in der Mitte oberhalb der Insertionsstelle der An-
tennen mit einem tiefen länglichen Grübchen versehen.
Körper langgestreckt.
Pechbraun, ziemlich glänzend, Oberseite und Beine
rotgelb, Fühler zur Spitze angedunkelt, Flügeldecken
dunkelbraun mit je einem unbestimmten helleren Längs-
fleck auf der Scheibe. Hinterschenkel angedunkelt. Ciy-
peus fein und spärlich punktuliert. Das 3. Fühlerglied län-
ger als die benachbarten. Thorax klein, Seiten geradlinig
nach vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt, Hin-
terwinkel rechteckig. Flügeldecken in geminaten Längs-
reihen punktiert mit leicht gewölbten (namentlich an den
Seiten) Intervallen. 5' mit kräftigem Sinus auf dem letz-
ten Abdominalsegment und schwach erweiterten Tarsen.
Long. 3,2—3,5 mm. . . . . Neothona prima n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Campos do Jordäo,
12. 11. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
2 (1) Stirn ohne Grübchen in der Mitte. Manchmal ist jedoch
doch eine Vertiefung in gewisser Lichtrichtung sichtbar,
sie ist aber nicht tiefer als die übrige Punktierung auf der
Stirn. CGlypeus glatt, Antennite 2, 3 und # von gleicher
Länge. Flügeldecken an den Seiten in einfachen Längs-
reihen punktiert. Körper oval.
3 (4) Schwarz, Mundteile, Beine und Fühler (das letzte Glied
ausgenommen) rotgelb. Seiten des Halsschildes hinter den
schräg abgestutzten und seitlich zahnartig vorspringenden
Vorderwinkeln gerundet.
Thorax nach vorne deutlich verengt, Hinterwinkel
stumpfeckig. Sinus des ' ziemlich kräftig, 1. Glied der 4
vorderen Tarsen deutlich erweitert. Long. 2—2,2 mm.
Neothona secunda n. sp.
enezüelan Caracas, 1 1954 (G. & H. Frey); Rancho
Grande, I. 1954 (dtto).
4 (3) Körper ganz oder zum größten Teil gelb bis braunrot, Sei-
ten des Halsschildes geradlinig.
5 (12) Vorderkörper matt, Retikulierung des Kopfes unter 10-
bis 20facher Vergrößerung erkennbar.
6 (11) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, seitlich
zahnartig vorspringend.
7 (10) Punktierung des Kopfes, des Halsschildes und der Flügel-
decken fast gleichstark, unter 3—5facher Vergrößerung
38 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
gut sichtbar. Hinterwinkel des Halsschildes stumpfeckig.
Körper einfarbig gelb, nur die Fühler sind zur Spitze +
angedunkelt.
8 (9) Seutellum glatt, Flügeldecken an den Seiten hinter dem
Humeralcallus parallel. Long. 1,5—1,6 mm. a
.. .. Neothona tertia n. sp.
Teile Nordküste; T 1954 (G. &.H. Frey).
9 (8) Scutellum so grob punktiert wie die übrige Oberseite. Sei-
ten der Flügeldecken von der Basis bis zur Spitze gleich-
mäßig gerundet. Long. 1,5 mm. Neothona quarta n. sp.
Venezuela: Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey).
10 (7) Punktierung der Flügeldecken stark, die des Vorderkör-
pers erst unter lOfacher Vergrößerung sichtbar. Körper
zweifarbig, Retikulierung des Vorderkörpers sehr schwach.
Long. + 2 mm. (ef. 16 [15)).
11 (6) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, an den
Seiten schwach winkelig, nicht zahnartig vorspringend.
Körper einfarbig strohgelb. Thorax viel schmäler als die
Flügeldecken mit abgerundeten Hinterecken. Punktierung
der Oberseite dicht und stark, unter 5—5facher Vergrö-
ne gut sichtbar. Long. 1,6—1,5 mm. \
; . . Neothona quinta n. sp.
Bee Est. Matto Crocs Corumbäa (Mus. G. Frey).
12 (5) Vorderkörper glänzend, Retikulierung des Kopfes unter
50facher Vergrößerung noch kaum erkennbar (im Zwei-
fel ef. 10 [7)).
13 (14) Körper einfarbig rotbraun, nur die Fühierbasis ist heller.
Oberseite stark punktiert. Vorderwinkel des Halsschildes
fast völlig abgerundet, seitlich im ersten Viertel einen
sehr schwachen Winkel bildend. Humeralcallus der Ely-
tren in den vorletzten Intervall kurz rippenartig verlän-
gert. Long. 2,6.mm. 2. . . Neothona sexta n. sp.
Bolivia, Yungas de La Paz. Coroico (Mus. G. Frey).
14 (15) Körper zweifarbig. Vorderwinkel des Halsschildes seitlich
zahnartig vorspringend. Humeralcallus der Flügeldecken
nach hinten nicht verlängert. Punktierung des Vorderkör-
pers viel schwächer als die der Flügeldecken.
15 (16) Braungelb, Sternum rotbraun, Abdomen schwärzlich. Epi-
pleuren und ein Lateralsaum der Flügeldecken rotbraun,
Naht und Spitze derselben schwärzlich oder auch roi-
braun. Oberseite gleichmäßig glänzend. Elytropleuren,
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 89
von oben betrachtet, nahe dem Humeralcallus nicht gleich-
zeitig sichtbar, weil die Seiten der Elytren senkrecht her-
abfallen. Long. 2,2—2,5 mm. . Neothona septima n. sp.
Brasil, Est. Rio Grande do Sul: Lages, 14. 1. 1953 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey). — 8. Paule (coll. Heikertinger,
Mus. G. Frey). — Die Exemplare von 5. Paulo sind heller
gefärbt.
16 (15) Rotbraun bis pechbraun, Beine und Antennen gelb, die
letzten 3—4 Antennite schwarz. Flügeldecken braun bis
schwarz, Apikalhälfte und eine über die beiden Flügel-
decken nach hinten konvexe breite Querbinde hinter der
Basis gelb. Diese Querbinde ist bei den helleren Exempla-
ren weniger auffallend. Flügeldecken glänzender als das
Halsschild. Elytropleuren, gleichzeitig von oben betrach-
tet, der ganzen Länge nach sichtbar, weil die Elytren an
den Seiten nicht senkrecht, sondern schräg herabfallen.
Bone. #2 mm .. . .. Neothona octava n. sp.
Trinidad (B. W. 1.), x. 1953 (G. & H. Frey).
Aphthona transparens n. Sp.
Venezuela: Palo Grande — San Uristobal, 20. VIE. 1930 (H.
J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Long. 1,9—2 mm.
Rotbraun, Antennite 5—10, Labrum, Palpen und die äußerste
Spitze der Hinterschenkel pechbraun, Oberseite, Beine und die
übrigen Antennite hell braungelb, Vertex und Schildchen dunkel-
braun mit Metallglanz, Seiten des Halsschildes und die Flügel-
deekennaht angedunkelt.
Mit A. deyrollei Baly nahe verwandt, anders gefärbt, An-
tennalcalli mit der übrigen Fläche der Stirn ein einziges abgeflach-
tes, etwas erhöhtes Feld bildend, welches nach vorne in Form eines
breiten und flachen Kiels (= Längscarina des Clypeus) ausgezogen
ist. Stirnfurchen tief, vorne nicht zusammenlaufend; oberhalb der-
selben nahe dem Augenhinterrand befindet sich ein Grübchen.
Thorax fein (Vergrößerung 30—40x) punktiert, schwach trans-
versal. Flügeldecken in regelmäßigen Längsreihen so stark wie das
Halsschild punktiert, die Punkte erscheinen jedoch auch unter 5-
facher Vergrößerung sehr deutlich, weil sie von einem dunklen
Hof umgeben sind, welches unter der Oberfläche des Chitins aus-
gebildet ist.
N)
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Aphthona-Arten aus Süd-Brasil.
Alle Arten besitzen verhältnismäßig kurze Antennen, die
kaum das erste Drittel der Flügeldecken erreichen.
1 (10) Thorax jederseits bei der Basis mit einer Depression ver-
2. (5)
sehen. Punktierung der Elytren dicht und absolut konfus.
Oberseite uniform metallisch, Beine und Fühler rotgelb,
die letzteren zur Spitze gebräunt oder schwärzlich.
Punktierung am Innenrande der Augen runzelig zusam-
menfließend und bis auf die Antennalecalli verbreitet.
>( *) Antennalecalli länglich (jeder doppelt länger als breit),
4(3
)
schwarz und weniger glänzend als der Scheitel, vonein-
ander durch eine tiefe Furche getrennt. Schwarz, Vertex,
Thorax und Flügeldecken metallisch stahlblau. Punktie-
rung des Halsschildes deutlich, die der Flügeldecken vorne
stark (unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbar) hinten
abgeschwächt. Hinter dem Humeralcallus befindet sich
kein Eindruck. — Long. 2,2 mm. Aphthona agnes n. sp.
Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey).
Antennalcalli kurzoval, zusammenfließend, von gleicher
Färbung und gleicher Grundskulptur wie der Scheitel.
Schwarz, glänzend, Oberseite metallisch bronzegrün.
Halsschild spärlich punktiert. Elytralpunktierung noch
stärker als bei der vorigen Art, hinten etwas abgeschwächt,
Basalcallus deutlich und von einer merklichen Querde-
en, hinten begrenzt. Größere Art: 3 mm. Pe -
Aphthona wittmeri n. sp.
Brasil, Bi is Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28. 1.
1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Punktierung am Innenrande der Augen nur aus einigen
isolierten Grübchen bestehend und auf die äußerste Nähe
des Augenrandes beschränkt.
Hinten zwischen den Antennalcalli befindet sich ein
Längsgrübchen, infolgedessen sind die Antennalecalli hin- |
ten voneinander gut getrennt und nach hinten divergie-
rend, und vorne nahe den Antennen fließen sie zusam- |
men. Schwarz, glänzend, Oberseite blauschwarz mit
bronzegrünen Reflexen. Prothorax vorne fein, hinten stär-
ker und dichter punktiert. Elytralpunktierung stark, zur '
Spitze kaum abgeschwächt, hier aber spärlicher als vorne. |
Aphthona isabella n. sp.
Long. + 2,58 mm.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 91
Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey).
7 (6) Antennalcalli weder nach hinten divergierend noch von-
einander durch eine Foveole getrennt.
8 (9) Antennalcalli oval, subparallel; sie treten mit der Spitze
der Clypealcarina (zwischen den Fühlern) als drei gleich-
große Tuberkeln hervor. Schwarz, glänzend, Oberseite
bronzegrün mit einem blauen Schimmer. Punktierung des
Halsschildes wie bei der vorhergehenden Art, Punktierung
der Flügeldecken zur Spitze wesentlich abgeschwächt.
Long. 2—2,2 mm. . . . Aphthona adalberta n. sp.
Brasil: 5. Paulo (Mus. G. Frey); Espirito Santo (dtto).
9 (8) Antennalcalli länglich, nach vorne divergierend, viel
schmäler und viel niedriger als die zwischen den Anten-
nen sichtbare Spitze der breiten Olypealcarina. Schwarz,
glänzend, Oberseite metallisch stahlblau. Thorax fein und
gleichmäßig spärlich punktiert, Punktierung der Elytren
wenig dicht, vorne stark, hinten merklich schwächer.
Long. 5 2,5 mm, 9 2,5 mm.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000° m, 4 1.
1953 “ Wittmer, Mus. G. Frey).
Aphthona jessia n. sp.
Msflächen des he ohne jede Spur einer Depres-
sion jederseits nahe der Basis. Die Flügeldecken sind häu-
fig in Reihen punktiert.
11 (12) Antennalcalli voneinander entfernt, hinten zwischen ihnen
12
ai)
befindet sich ein deutlicher Tuberkel; hinter dem Niveau
der Fühlerbasis kommen also drei Tuberkeln zum Vor-
schein. Schwarz, Tibien, Tarsen und Fühlerbasis pech-
braun, Elytren lebhaft metallisch violett. Oberseite glän-
zend. Kopf und Halsschild ohne Punktierung, Flügel-
decken mit sehr regelmäßigen Punktreihen und gewölbten
Intervallen in der Vorderhälfte, mit verdoppelten Längs-
reihen und flachen Intervallen hinter der Mitte und ganz
im Apikalviertel. Long. 2,6—2,3 mm.
Aphthona plaumanni n. sp.
Brasil, Est. Se ne Nova Teutonia, 20. IX. 1950
et 30. IV. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Die Stirn bildet zwischen den stark transversalen Anten-
nalcalli keine tuberkelartige Erhabenheit.
13 (14) Prothorax stark transversal, doppelt breiter als lang, Sei-
92
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
14 (13)
ten breit abgesetzt. Epipleuren vorne breit, im mittleren
Drittel plötzlich stark verschmälert.
Pechschwarz, Mundteile (Labrum zum Teil), Füh-
lerbasis und Beine rotgelb, Thoraxseiten gebräunt, Ely-
tren lebhaft metallisch grün. Oberseite glänzend. Kopf
glatt, zwischen den Augen tief quer eingedrückt, Stirn
doppelt breiter als ein Augendurchmesser quer gesehen.
Antennalcalli linear, hinten von der Stirnquerfurche
begrenzt. Olypealcarina sehr breit und gewölbt. An-
tennen robust, den Humeralcallus der Elytren kaum
überragend. Thorax fein punktiert. (Vergrößerung 20
bis 30x), nahe der Mitte am breitesten. Seiten stark
gerundet, alle Winkel stumpfeckig. Flügeldecken ohne
Basalcallus und ohne postbasale Depression, Humeral-
callus schwach gewölbt, Punktierung stark auf der
Scheibe ziemlich verworren, nahe den Seiten in regelmä-
Bigere Längsreihen gestellt, deren Intervalle fein punk-
tuliert sind (Vergrößerung 50x). Die Punkte sind in der
Hinterhälfte kleiner als vorne. Long. 3 mm.
; Aphthona lutetia n. sp.
AB asil, Est. 2 Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—I1l.
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Seiten des Halsschildes schmal abgesetzt. Epipleuren nach
hinten graduell verschmälert.
15 (25) Wenigstens die Flügeldecken sind metallisch gefärbt.
16 (23) Thorax schwarz bis pechschwarz. Y
17:02)
Kopf größtenteils schwarz.
Aphthona nigrocyanea Baly ist mir in natura unbe-
kannt. Nach der Beschreibung unterscheidet sie sich von
allen folgenden Arten durch punktierten Kopf, durch eine
Längsfurche in der Stirnmitte und durch die metallische
Färbung. Die Kopfpunktierung ist charakteristisch für die
erste Division dieser Tabelle (,,1 [10]‘), aber alle dort er-
wähnten Arten sind durch die Eindrücke auf der Thorax-
basis ausgezeichnet und haben außerdem völlig verwor-
rene Elytralpunktierung (auch an den Seiten).
15 (19) Antennalcalli linear (quer), hinten von einer tiefen inter-
okularen Querfurche begrenzt. Ulypeallängscarina in
Form eines Tuberkels reduziert, welcher schwach gewölbt
aber sehr breit ist (doppelt breiter als der Diameter des
1. Antennites). Punktreihen auf der Scheibe der Flügel-
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 95
19 (18)
20 (21)
21 (20)
22 (17)
decken weniger regelmäßig. Kopf schwarz, Seiten des
Clypeus gelbbraun.
Pechschwarz, glänzend, Mundteile, Fühlerbasis, Beine
und die Mitte des Prosternums rotgelb, Flügeldecken
metallisch bronzegrün. Kopf glatt. Stirn breit, mehr
als doppelt so breit wie ein Augenquerdiameter. An-
tennen robust, kurz. Prothorax nahe der Mitte am
breitesten, doppelt breiter als lang. Seiten gerundet, Vor-
derwinkel obtus, Hinterwinkel vorspringend. Elytren
stark, vorne dicht, hinten spärlicher punktiert, Lateral-
intervalle fein punktuliert. Von den Unebenheiten ist nur
der Humeralcallus deutlich. Long. 2,2—2,5 mm.
Aphthona cynthia n. sp.
ei Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 27. 1.
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Antennalcalli gut ausgeprägt, Ulypealcarina gewölbt,
schmal (so breit wie der Durchmesser des 1. Antennites).
Elytralpunktierung mit Ausnahme der Scutellar- und der
Suturalreihe überall in regelmäßigen Längsreihen gestellt.
Kopf schwarz, nur die Seiten des Labrums sind manch-
mal angebräunt.
Oberseite lebhaft metallisch bronzegrün. Ciypeus und
Schildchen schwarz, Unterseite und häufig auch die End-
glieder der Antennen pechschwarz, Mundorgane, Fühler-
basis und Beine hell braungelb. Oberseite glänzend. An-
tennalcalli deutlich gewölbt. Kopf glatt, Thorax spärlich
und sehr fein (Vergrößerung 50x), Flügeldecken stark
punktiert, Sutural- und Scutellarreihe erkennbar. Long.
mm... .. . . Aphthona carlotta n. sp.
Brasil, Est. ne Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1..—I11.
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Pechschwarz, Flügeldecken metallisch blau, Vertex mit
einem Bronzeschimmer, Mundorgane, Fühlerbasis und
Beine hellbraun. Kopf glatt, Antennalcalli ganz flach, aber
sehr gut begrenzt. Thorax deutlich punktiert (Vergröße-
rung 20x), Skutellar- und Suturalreihe einen einzigen,
verworren punktierten Streifen bildend. Long. 2,6—2,8
m. (ef. 26 [25]. . . Aphthona verticalis (ab. orma)
Pechbraun, Kopf (Vertex ausgenommen), Fühlerbasis,
Beine, Prosternum und die Vorderwinkel des Halsschildes
94
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
23 (16)
24 (27)
25 (26)
28 (15)
hellbraun, Flügeldecken metallisch bronzegrün. (cf. 26
[25]))- - - Aphthona verticalis (ab. pseudoverticalis)
Prothorax rot bis rotgelb.
Flügeldecken in sehr regelmäßigen Reihen punktiert.
Flügeldecken lebhaft metallisch violett, Kopf und Thorax
schwarz (ab. nigroviolacea) oder Vorderkörper mit Aus-
nahme einer Scheitelmakel rotgeib (f. typ.). Thoraxseiten
stark gerundet. . Aphthona verticalis curitibensis nov.
Brasil, Est. Paranä: Joinville — Curitiba, 16. I. 1953
(W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Flügeldeeken metallisch grün, Vorderkörper (Vertex aus-
genommen) rotgelb. Seiten des Halsschildes schwach ge-
rundet. Long. 2,0—2,5 mm. Aphthona verticalis Baly s. str.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. X1l.
1949, 1.—I1l. 1952 et 28. I. 1953 (W. Wittmer, Mus. G.
Frey); Serra dos Orgäos, Nova Friburgo, 5. Il. 1952 (dtto).
Flügeldecken stark in unregelmäßigen Doppelreihen
punktiert. Pechschwarz, Vorderkörper (Antennen zur
Spitze angedunkelt), Beine und das letzte Abdominalseg-
ment rot, Spitze der Hinterschenkel + gebräunt, Flügel-
decken metallisch blaugrün. Oberseite stark glänzend.
Kopf glatt, Antennalcalli wenig gewölbt, aber sehr gut
markiert. Clypealcarina breit und nur schwach gewölbt.
Prothorax sehr fein punktuliert, Seiten stark gerundet.
Elytralpunktierung schon unter 3—5facher Vergrößerung
sichtbar. Long. 3—3,5 mm. . Aphthona amelia n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XII.
1949, 1.—1II. 1952 et 28. I. 1953 (W. Wittmer, Mus. G.
Frey); Campos do Jordäo, 12. II. 1952 (dtto).
Subsp. dilutiventris nov. — Diese geographische Rasse
hat meist einfarbig rotgelbe Bauchsegmente, und die Ely-
tralpunktierung ist wesentlich feiner, erst unter 10facher
Vergrößerung erkennbar. — Est. Sa. Catarina: Nova Teu-
tonia, 14. X. et 9. XI. 1950, 7. IV. et 4. V. 1951 (F. Plau-
mann, Mus. G. Frey).
Gelbrot, Flügeldecken mit einem schwachen Metallschim-
mer, Fühler zur Spitze schwärzlich. Oberseite glänzend.
Kopf glatt. Antennalcalli deutlich, gut begrenzt, aber
nur schwach gewölbt. Thorax fein punktuliert, quer, Sei-
ten stark gerundet. Elytren mit einem deutlichen Basal-
callus, Punktierung nahe der Naht verworren, nahe den
Ne)
oa
J Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae
Seiten in Längsreihen geordnet. Long. 2,2—2,6 mm.
: Aphthona hortensia n. sp.
Brasil, Est. 1% Rio de Janeiro: Campos do Jordäo,
12. II. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Aphthona transversicollis Jacoby (nov. comb.)
Diese als Altica beschriebene Art ist äußerst nahe verwandt
mit Aphthona lioptera Har. Sie zeichnet sich durch glänzenden
Vertex und durch deutliche Antennalcalli aus, während bei A.
transversicollis der ganze Kopf matt (Retikulierung unter 20—30-
facher Vergrößerung sichtbar) und die Antennalcalli kaum ange-
deutet sind.
Aphthona frontalis Harold
| Das einzige von Herrn Frey in Rancho Grande (Venezuela)
gesammelte Exemplar unterscheidet sich von den Stücken aus Ko-
lumbien durch lebhaft metallisch grüne Flügeldecken.
Aphthona maeculipennis Jacoby
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Von Zentral-Amerika beschrieben, auch von Grenada und St.
Vincent (B. W. I.) von Jacoby (Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p. 267)
gemeldet.
Aphthona erythrostoma andraea n. subsp.
Venezuela: Oaracas, I. 1954 (G. & H. By Rancho Grande,
1. 1954 (dtto).
Schwarz, Fühlerbasis, Beine und manchmal auch Ulypeus heil-
braun bis pechbraun, Oberseite dunkelmetallisch blau, glänzend.
Diese Rasse weicht von A. erythrostoma Har. s. str. (aus Kolum-
bien) durch größeren, + 3 mm langen Körper, durch dunklere
Färbung und durch zur Spitze merklich verdiekten Fühler ab.
Aphthona antonia n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 3 mm.
Schwarz, Vertex und Thorax metallisch grün, Flügeldecken
lebhaft violett. Oberseite stark glänzend.
Durch den gewölbten und punktierten Vertex ist diese Art
mit A. erythrostoma Har. verwandt; sie unterscheidet sich aber
96 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
durch einen Quereindruck auf dem Thorax vor dem Schildchen
und durch eine sehr deutliche postbasale Querdepression auf den
Flügeldecken (diese viel sparsamer punktiert), welche bis zur
Naht hingezogen ist. Die Antennite 3—10 sind schwach dreieckig
erweitert.
Aphthona dendaria n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 3,2—3,5 mm.
Schwarz, Coxen und Fühlerbasis rötlich, Oberseite (Clypeus
schwarz) metallisch blaugrün, glänzend.
Kopf glatt. Antennalcalli sehr schmal, quer, gut markiert.
Vertex kaum gewölbt. Fühler die Mitte der Flügeldecken errei-
chend, robust, das 3. Glied so lang wie das 4., wesentlich länger als
das 2.
Thorax schwach transversal, kaum 1,5x breiter als lang, nahe
der Mitte am breitesten, Seiten ziemlich stark gerundet. Vorder-
winkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche glatt,
ohne Punktierung und ohne Eindrücke.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark (Vergrö-
ßerung 2—3x), hinten schwächer in ziemlich regelmäßigen ein-
fachen Reihen punktiert, Intervalle sehr schwach gewölbt. Basal-
und Humeralcallus deutlich, dahinter eine breite, sehr deutliche,
bis zur Naht verlängerte Querdepression.
Den vorigen ähnlich, aber die Flügeldecken gereiht punktiert
und der Vertex nicht gewölbt. Alle 3 untersuchten Exemplare
sind 99,
Die Aphthona-Arten der andinen Region.
Bisher wurde nur eine einzige Art — A. ecuadoriensis Jac. —
von dieser Gegend bekannt.
i (6) Flügeldecken in der ganzen Vorderhälfte in ausgespro-
chen regelmäßigen, weit voneinander stehenden Reihen
fein punktiert (11 Reihen).
2 (3) Flügeldecken an den Seiten erweitert und breit gerundet,
nahe der Mitte am breitesten. Große Art, + 3,5 Bun) vom
ovalen Körperumriß.
Pechschwarz, glänzend, Beine, Fühler und Olypeus
gelbrot bis braun, Thorax schwarzblau, Flügeldecken
blauviolett mit roten Epipleuren. Die Tarsen und die
Spitze der Antennen sind zuweilen angedunkelt.
E02)
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 97
Kopf glatt, Augen stark herausgequollen. Antennal-
calli linear, quer, sehr gut begrenzt, Giypealcarina breit
und gewölbt. Antennen die Flügeldeckenmitte erreichend,
grazil, das 3. Glied doppelt länger als das 2. und fast so
lang wie das #. Thorax sehr schwach transversal, gewölbt,
fein, erst unter 50—80facher Vergrößerung sichtbar
punktuliert. Seiten gerundet, alle Winkel zahnförmig her-
austretend. Flügeldecken deutlich punktiert (Vergröße-
rung 10x), hinter dem gewölbten Humeralcallus sehr
schwach eingedrückt, Punkte zur Spitze schwächer, Rei-
hen hinter der Mitte verdoppelt, Lateralintervall breiter
als die vorhergehenden. Beim 5 sind die Elytren mehr er-
weitert, und das 1. Tarsit der + Vorderbeine ist verbrei-
tert. Ba ne Aphthona marcapata n. sp.
Peru: Marcapata (Mus. G. Frey).
Flügeldecken an den Seiten fast parallel, in der Mitte
nicht erweitert. Körper länglich, kleiner, 2,2—2,5 mn.
4(5) Thorax mit gerundeten Seiten, nahe der Mitte am brei-
testen. Flügeldecken ohne postbasale Querdepression.
Schwarz, wegen einer sehr feinen (Vergrößerung
100x) Retikulierung nur mäßig glänzend, Beine (Hinter-
schenkel ausgenommen) und Basis der Fühler rotgelb,
Oberseite, namentlich die Elytren, mit einem schwachen
metallisch violetten Schimmer.
Kopf glatt, Stirn schmal, schmäler als ein Augendia-
meter, Antennalcalli nur undeutlich angedeutet, Cly-
pealcarina schmal und scharf. Antennen die Flügeldecken-
mitte kaum erreichend, Glieder 2—4 länglich, ven glei-
cher Länge, das 5. Glied länger. Thorax gewölbt, deutlich
transversal, Vorderwinkel verdickt, breit und schräg ab-
gestutzt, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberseite fein (Ver-
größerung 20—30x) und ziemlich dicht punktuliert, Ba-
sis ungerandet. Auf den Flügeldecken ist die Punktierung
fein (Vergrößerung 20 x), hinter der Basis viel gröber und
im Apikaldrittel sehr schwach (erst unter 50— 100 facher
Vergrößerung sichtbar), Intervalle punktuliert (Vergrö-
Berung 50—80x). Humeralcallus deutlich. Vordertarsen
des 3’ leicht erweitert. Das einzige Exemplar von Goroico
hat dunklere Beine. . . . . Aphthona seylla n. sp.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey); Marcapatä (dito). —
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico (dtto).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd.6 H.1 7
PL REDINON,
98 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
3 (4) Thorax vorne am breitesten, Seiten gerade nach hinten
konvergierend. Elytren hinter der Basis deutlich einge-
drückt.
Schwarz, kaum metallisch, Fühler und Beine hellgelb,
Oberseite glänzend.
Kopf sparsam und sehr fein punktuliert. Antennal-
ealli gut begrenzt, quer, linear, voneinander weit getrennt,
Clypealcarina scharf. Stirn so breit wie ein Augendiame-
ter, Antennen wie bei der vorigen Art. Thorax deutlich
punktiert (Vergrößerung 20x), trapezoidal, Vorderwin-
kel schwach verdickt, breit abgerundet, nicht schräg abge-
stutzt, Hinterwinkel mit einem kleinen Zähnchen. Basis
kräftig gerandet. Elytren vorne ziemlich stark, hinten
schwächer punktiert, Humeral- und Basalcallus deutlich
gewölbt, Intervalle mit je einer Reihe weitläufig re
Punkte (Vergrößerung 30—50 x). E ;
Aphthona trapezikera, n. Sp.
ne Marcapan? (Mus. G. Frey).
6 (1) Punktierung der Elytren kräftig, schon unter Sfacher
Vergrößerung gut sichtbar, in der Apikalhälfte und vorne
neben der Naht oder sogar ganz verworren.
=
7 (22) Antennalcalli hinten von einer Querlinie gut begrenzt.
Körper zum größten Teil dunkel.
ö (9) Vorderrand der Stirn nicht gewölbt. Antennalcalli zuerst
parallel, dann gegen die Augenmitte gebogen und hier ein
einziges abgeflachtes Feld bildend. Thorax vor der Basis
quer eingedrückt und hier kräftig punktiert.
Schwarz, Fühler und Beine gelb bis braun, Oberseite
glänzend.
Vertex stark punktiert, das 4. Antennit so lang wie
die beiden vorhergehenden zusammengenommen und län-
ger als die zwei folgenden Glieder zusammengenommen.
Vorderhälfte des Thorax glatt, dieser vor der Mitte am
breitesten, leicht herzförmig, Vorderwinkel stumpf. Ely-
tren hinter dem deutlichen Basalcallus eingedrückt, ganz
verworren, vorne stark, hinten schwächer Be Hu- ı
meralcallus groß. Long. 2,5—3 mm. Ä
Aphthona ol n. Sp.
Bolivia, Yungas de la Paz: CGoroico oder Mapiri (ex |
8 pırı \ |
Staudinger, Mus. G. Frey).
BER.)
|
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 99
9 (8) Vorderrand der Stirn liegt höher als die von den Augen
durch einen Längseindruck gut begrenzten Antennalecallı.
Thorax hinten nicht eingedrückt.
10 (17) Antennalcalli rundlich.
11 (12) Flügeldecken überall verworren punktiert.
12 (11)
Schwarz, Olypeus, Antennalcalli, Beine und Fühler
rotgelb, die letzteren zur Spitze als auch die Hinterschen-
kel pechschwarz, Thorax rotbraun, Flügeldecken lebhaft
metallisch blaugrün. Oberseite glänzend.
Kopf glatt, nur in der Vertexmitte mit feinen dicht
gedrängten Punkten besetzt. Das 3. Antennit so lang wie
das 2., aber kürzer als das #4. Thorax dicht punktiert, stark
transversal, Seiten gerundet, alle Winkel stumpfeckig.
Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten, überall, also
auch auf der äußersten Spitze, grob punktiert, ohne post-
basale Querdepression. Humeralcallus kräftig, schmal,
hochgewölbt. Long. 2,5 mm. Aphthona pachitea n. Sp.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey).
Diese Art ist mit A. erythrostoma Har. (Colombia)
nahe verwandt; die letzere ist kleiner, hat breite Elytro-
pleuren und schräge Epipleuren, die der ganzen Länge
nach von der Seite sichtbar sind, während die Epipleuren
der A. pachitea fast horizental liegen.
Flügeldecken an den Seiten in ziemlich regelmäßigen,
dicht gestellten Längsreihen punktiert.
13 (14) Vorderwinkel des Thorax stumpf abgerundet.
Pechbraun, Mandibeln, Palpen, Fühlerbasis und Beine
mit Ausnahme der äußeren Hälfte der Hinterschenkel
gelbrot, Vorderkörper schwarz, Flügeldecken blauschwarz.
Oberseite glänzend.
Kopf glatt, Clypealcarina scharf. Das 2. Antennit ku-
gelig, das 3. doppelt so lang wie das vorhergehende und
kürzer als das 4. Thorax sparsam fein (Vergrößerung 20x)
punktiert, schwach transversal, Seiten schwach gerundet.
Elytren mit einem kräftigen Humeral- und breitem Basal-
callus, hinter dem letzteren befindet sich eine deutliche
Querdepression. Punktierung kräftig, im Apikalzehntel
fehlend, der vorletzte Intervall leicht gewölbt. Long.
2,5 mm... -% . 2. Aphthona conchita n. sp.
Bolivia, Yaltısa de la Paz: Coroico oder Mapiri (ex
Staudinger, Mus. G. Frey).
100
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
14 (13)
15 (16)
16 (15)
17 (10)
18 (19)
Vorderwinkel des Prothorax verdickt, heraustretend.
ä
Thorax ziemlich dicht, hinten stärker (unter 10facher ;
Vergrößerung gut sichtbar), vorne schwächer punktiert,
alle Winkel scharf, zahnförmig vorspringend. Elytren
stark punktiert, hinter dem schwachen Basalcallus deut-
lich quer eingedrückt. Humeralcallus breit. Körper größer,
3 mm.
Rotgelb, Thorax mit einem Metallschein, Kopf (Uly-
peus ausgenommen) und Flügeldecken lebhaft metallisch
grün mit einem Goldglanz. Manchmal ist die ganze Ober-
seite des Halsschildes metallisch grün. Oberseite stark
glänzend.
Kopf überall fein punktiert, Vertex an den Seiten
(hinter den Augen) längsgestrichelt, in der Mitte mit einer
seichten, breiten Längsvertiefung. Aphthona rita n. sp.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey); Marcapata (dtto).
Thorax sehr fein, gleichmäßig punktiert (Vergrößerung
20—50 x), Vorderecken rechtwinkelig. Flügeldecken stark
punktiert ohne Spur einer postskutellaren Depression,
Humeralcallus breiter gebaut. Körper kleiner, + 2,5 mm.
Rotgelb, Abdomen, Fühler- und Hinterschenkelspitze
angedunkelt. Oberseite glänzend, lebhaft metallisch grün.
Kopf fein punktuliert, Vertex in der Mitte nicht ver-
tieft, abgeflacht, an den Seiten mit sehr feiner transver-
saler Retikulierung (Vergrößerung 30—50x). Körper
schmäler als bei dem vorhergehenden gebaut.
EEE NE re Aphthona carmen n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Antennalcalli quer, linear.
Punktierung der Elytren überall verworren.
Pechbraun, Hinterschenkel blau, Fühler (zur Spitze
angedunkelt), Beine und Mundorgane gelb, Scutellum
schwarz und matt, die übrige Oberseite glänzend und leb-
haft metallisch blau.
Vertex abgeflacht, dicht und fein (Vergrößerung 30
bis 50x) punktiert, das 4. Antennit länger als die benach-
barten. Thorax dicht und stärker (Vergrößerung 10—20x)
punktiert, schwach transversal, Vorderwinkel abgerundet,
leicht verdickt, Hinterwinkel zahnförmig vorspringend, |
Seiten regelmäßig gerundet. Elytren stark punktiert mit
undeutlicher postskutellarer Depression, Punkte gegen die
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 101
Spitze erlöschend. Humeralcallus groß. Long. 2,5 mm.
: . Aphthona dolores n. sp.
Bolivi ja, Yoneıs de la Paz: Coroico oder Mapiri (ex
Staudinger, Mus. G. Frey).
Flügeldecken an den Seiten in ziemlich regelmäßigen
Längsreihen punktiert.
Antennen robust. Körper größer, + 3 mm.
Schwarz mit einem schwachen Erzschein, Vorder-
körper schwarzblau bis schwarzviolett, Flügeldecken dun-
kelblau bis dunkelviolett, Beine pechbraun, die 3—4
ersten Fühlerglieder und zuweilen auch die Coxen und
Basis der Schenkel rotgelb.
Thorax deutlich transversal, leicht herzförmig, vor
der Mitte am breitesten. Flügeldecken überall sehr kräf-
tig (schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sichtbar) punk-
tiert. . 2.20.20. 0. Aphthona ecuadoriensis Jacoby
Ecuador. — Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Antennen zart gebaut. Körper kleiner + 2,5 mm.
Gelbrot, Hinterkopf, Flügeldecken und manchmal
auch das Halsschild metallisch violett oder blau, die 6 Api-
kalglieder der Antennen und das Scutellum pechschwarz.
Thorax fast quadratisch, nahe der Mitte am breite-
sten, mit regelmäßig gerundeten Seiten. Elytren vorne
stark (Vergrößerung 5—8x), hinten viel feiner (20x)
punktiert mit einer schwachen postbasalen Querdepres-
Sion. . 2.20.2020... Aphthona apatrida n. sp.
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico oder Mapiri (ex
Staudinger, Mus. G. Frey).
22 (7) Antennalcalli hinten sehr undeutlich begrenzt. Körper ein-
farbig rotgelb, nur die Fühler sind zur Spitze angedunkelt.
Long. 2,5 mm.
Kopf glatt, jederseits am inneren Hinterrande des
Auges mit einem Grübchen. Antennalcalli schwach ent-
wickelt, quer, Olypealcarina vorne hoch, hinten flach ge-
wölbt. Das 2. Antennit kugelig, kürzer als das 3. Thorax
stark quer, fast doppelt breiter als lang, nahe der Mitte
am breitesten, Seiten gerundet. Alle Winkel stumpfeckig.
die vorderen leicht verdickt. Oberfläche sehr fein punk-
tuliert, vor dem Schildchen mit einigen kräftigeren Punk-
ten. Flügeldecken parallel, überall ziemlich kräftig punk-
102 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
tiert, ohne deutliche postbasale Depression. Elytropleuren
breit. . . 2.2... Aphthona erythroderma n. sp.
Perü: Marcapatä (Mus. G. Frey).
Doloresa n. gen.
Mit Heikertingerella verwandt, aber die Tibien sind auf der
Oberseite abgeflacht, beim © von normaler Form, beim 5 aber
außerordentlich stark zur Spitze verbreitert, so daß die äußerste
Spitze der Vordertibien so breit wie das 1. Fühlerglied lang ist.
Die Färbung ist lebhaft metallisch, was bei den zahlreichen Heiker-
tingerella-Arten niemals der Fall ist.
Doloresa metallica n. sp.
Venezuela (ohne nähere Angabe, Mus. G. Frey).
Long. + 5 mm.
Schwarz, Oberseite lebhaft metallisch blau oder violett, Füh-
lerbasis bräunlich. Kurzoval, hochgewölbt, oberseits mäßig glän-
zend (Retikulierung unter 50—100facher Vergrößerung sichtbar).
Kopf glatt, Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser,
mit schräg gestellten Furchen. Antennalcalli länglich, deutlich.
Clypealcarina scharf, kurz, hoch emporgehoben. Antennen ziemlich
zart gebaut, das 4. Glied so lang wie die 2 vorhergehenden zusam-
mengenommen, dabei das 2. das kürzeste.
Thorax fein punktuliert (Vergrößerung 20 x), schwach trans-
versal, 1,5x breiter als lang, nahe der Basis am breitesten. Seiten
ziemlich breit abgesetzt, gerundet und nach vorne verengt. Vorder-
winkel verdickt und abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Basis
nicht gerandet, jederseits stark ausgebuchtet.
Elytren breiter als das Halsschild, Humeralcallus deutlich,
postbasale Depression fehlend. Punktierung dicht, doppelt, aus
kleineren (Vergrößerung 20x) und größeren Punkten bestehend,
vollkommen verworren. Elytropleuren so breit wie die Thoraco-
pleuren. Intercoxalplatte des Prosternums breit.
og. Antennen die Mitte der Flügeldecken weit überragend,
Tibien zur Spitze verbreitert, die vorderen am stärksten, die hin-
teren am wenigsten. 1. Glied der 4 Vordertarsen stark erweitert.
Sinus des letzten Bauringes klein.
Q. Fühler die Mitte der Elytren erreichend. Beine zarter ge-
baut, das letzte Abdominalsegment zugespitzt.
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 103
Das 9 dieser Art erinnert an eine große Aphthona, jedoch von
dieser Gattung leicht an dem vorspringenden Zähnchen auf der
Außenseite vor der Spitze der Hintertibien zu trennen.
Heikertingerella Usiki
Die natürliche systematische Stellung dieser Gattung ist in der
Tribus Aphthonini, weil die vorderen Gelenkhöhlen hinten geöff-
net sind. das Halsschild besitzt keine Querfurche und die Epister-
nalfurche ist deutlich. Sie ist an den abgeflachten Hintertibien,
welche außen vor der Spitze einen Zahn besitzen und an dem
rundlichen Körper kenntlich.
Heikertingerella integra n. sp.
Perü: Pachitea (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 2,5 mm.
Rotgelb, glänzend, die 4 letzten Antennite schwarz.
Kopf glatt, Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. Fühler
die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, an der Basis zart, die
5 Apikalglieder komprimiert-erweitert, das 10. so breit wie lang,
die anderen länger als breit.
Thorax transversal, doppelt breiter als lang, an der Basis am
breitesten. Seiten schwach gerundet, nach vorne ziemlich stark
verengt. Vorderwinkel verdickt und schräg abgestutzt. Oberfläche
sehr fein und nicht dicht punktuliert (Vergrößerung 30—50 x).
Flügeldecken breiter als das Halsschild, ohne postbasale De-
pression, fein punktiert (Vergrößerung 20 x). Epipleuren fast hori-
zontal.
Diese Art unterscheidet sich von allen anderen durch die Form
und durch die Färbung der Antennen.
Heikertingerella subordinata n. sp.
Perü: Marcapatä (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 2,85—3 mm.
Rot, glänzend, Fühler gelblich, die 3 letzten Glieder schwarz.
Der vorigen Art sehr ähnlich, aber nur 3 Endglieder der Füh-
ler schwarz, die 5 Endglieder sind zwar verdickt, aber nicht kom-
primiert, jedes Glied ist länger als breit, die Vorderwinkel des
Halsschildes sind abgerundet, nicht abgestutzt und die Epipleuren
stehen schräg, so daß sie von der Seite gut sichtbar sind.
104 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Heikertingerella-Arten in Kolumbien und Venezuela.
{0) Stirn kaum breiter als ein Augendiameter.
5) Käfer zum größten Teil schwarz.
Schwarz, Tarsen und die 2 ersten Antennite braungelb, die
übrigen Fühlerglieder pechbraun, jedes Glied an der Spitze
gelb rd Oberseite mäßig glänzend, Körper größer,
2,5—9 mm. |
Kopf glatt. Thorax deutlich und ziemlich dicht punk-
tiert (Vergrößerung 20x), Seiten schwach aber deutlich
in konvexer Linie gerundet. Flügeldecken von gleichstar-
ker aber spärlicherer Punktierung als das Halsschild. .
: Heikertingerella rosina n. sp.
en nelbl Hascho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
4( 5) Schwarz, Tarsen und Fühler einfarbig gelb, Labrum und
Palpen braun. Oberseite mäßig glänzend, Käfer kleiner,
ı(
2
(4
2,5 mm.
Kopf stärker (unter 10facher Vergrößerung gut
sichtbar) punktiert als das Halsschild. Skulptur des Tho-
rax und der Elytren wie bei der vorigen Art, aber die Sei-
ten des ersteren sind an der Basis geradlinig und vor den
Vorderwinkeln sogar in einer konkaven Linie nach vorne
verengt. . 2... . Heikertingerella domenica n. sp.
Venezuela: Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey).
Wenigstens die Flügeldecken sind zum Teil gelb oder rot.
DIES
ER EN
I W
See oe
Schwarz, Flügeldecken rot, an der Spitze schwärzlich, Füh-
lerbasis braun. Körper halbkugelig, oberseits stark glän-
zend. Long. 3,5—4 mm.
Stirn glatt, nur halb so breit wie ein Augendurchmes-
ser. Thorax an den Seiten gerundet, fein und spärlich
punktuliert (Vergrößerung 20x), wie die Flügeldecken.
Heikertingerella angustifrons Bechyne
Colombia. — Venezuela.
7 (6) Rotgelb, Sternum und die ersten Bauchringe in der Mitte
+ angedunkelt. Körper länglich, nur mäßig glänzend.
9
(9) Apikalglieder der Antennen angedunkelt, wenigstens so
dick wie das 1. Glied und so dick wie die Vordertibien an
der Basis Clypealcarina T-förmig, schmal. ae der
Oberseite wie bei H. rosina. Bon 3,2 mm.
: Heikertingerella beide n. Sp.
ae a 1954 (G. & H. Frey).
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 105
9 (8) Fühler sehr zart gebaut, zur Spitze nicht verdickt, das 1.
Glied das dickste, Apikalglieder kaum halb so diek wie
die Vordertibia an der Basis. Clypeallängscarina breit,
Clypealquercarina (am Vorderrand des Clypeus) vollkom-
men abgeflacht. Skulptur der Oberseite wie bei H. rosina.
Long. 2,5 mm. . . . . Heikertingerella jutta n.sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter. Gelbbraun,
Kopf, Sternum, Beine und 5 Apikalglieder der Antennen
pechschwarz. Oberseite stark glänzend, Körper fast halb-
kugelig, groß, 4—4,5 mm.
10 (1
NIS
Vorderkörper glatt, Clypeallängscarina scharf, Quer-
carina fehlend. Thorax mit gerundeten Seiten. Flügel-
decken spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20x).
er des Prosternums lang behaart.
s A Heikertingerella nichzela n. Sp.
Veranele: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey);
ibid., IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. Caracas).
Heikertingerella retracta n. Sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 3’ 1,5 mm, 99 2—2,2 mın.
Hell rotgelb, 5 Apikalglieder der Antennen angedunkelt. Kör-
per kurzoval, hochgewölbt, oberseits stark glänzend.
Stirn fein punktiert (Vergrößerung 20x), so breit wie ein
Augendurchmesser. Ciypealcarina breit, dorsal abgeflacht. Anten-
nen 3, der Flügeldecken erreichend (2) oder überragend (J), zart
gebaut, zur Spitze kaum verdickt, das 2. Glied kugelig, das 3. län-
ger als das 2., aber kürzer als das 4., so lang wie Glied 2 und 3
zusammengenommen.
Thorax an der Basis am breitesten, doppelt breiter als lang,
Seiten geradlinig nach vorne verengt, Vorderwinkel verdickt,
schräg abgestutzt. Oberfläche wie der Kopf skulptiert.
Elytren etwas stärker als das Halsschild, ziemlich weitläufig
_ punktiert. Basalcallus und postbasale Depression kaum wahrnehm-
bar, Epipleuren breit.
Diese Art ist unter ihren Verwandten an den langen Fühlern
und an dem großen Sexualdimorphismus erkennbar.
106 ‘Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Heikertingerella palliditarsis n. sp.
Costa Rica: Turialba (Mus. G. Frey).
Long. 2 mm.
Rotbraun, glänzend, Antennen und Tarsen hell braungelb,
Apikalhälfte der Hinterfemora und Oberseite schwarz, eine un-
deutliche Makel in der Mitte jeder Flügeldecke rötlich, Naht rot.
Kopf fein punktuliert (Vergrößerung 30x), Stirn schmäler
als ein Augenquerdiameter. Fühler die Mitte der Flügeldecken
kaum erreichend, die 2 ersten Glieder verdickt, das 3. so lang wie
das 2., aber kürzer als das 4.
Thorax fein und spärlich punktiert (Vergrößerung 20 x), stark
transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, an der Basis am
breitesten. Seiten geradlinig, nach vorne verengt. Vorderwinkel
verdickt und kurz abgerundet. Scutellum groß.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, Humeralcallus groß,
Basalcallus und postbasaler Eindruck undeutlich. Punktierung
vorne in Längsreihen geordnet und stärker als am Halsschild,
hinten stark abgeschwächt.
Mit H. variabilis Jac. nahe verwandt, anders gefärbt, Vorder-
körper viel feiner punktiert und Stirn schmal gebildet (bei H. va-
riabilis ist die Stirn breiter als ein Augendurchmesser quer ge-
sehen).
Heikertingerella hybrida Boheman (nov. comb.)
Diese Art wurde ursprünglich in der Gattung Argopus be-
schrieben, aber sie besitzt alle Charaktere des Genus Heikertinge-
rella. Es gibt eine ziemlich große Zahl von sehr verwandten Arten
in der brasilianischen Küstenregion und den limitrophen Gebieten
mit + einfarbigen Flügeldecken, deren Unterscheidungsmerkmale
sind in folgenden Zeilen tabellarisch geordnet.
10H) en Beine einfarbig schwarz. Long. 2,6—3,2 mm.
EN Heikertingerella ferruginea Duvivier
Brasil: Sa. Catarina, Rio Grande do Sul. — ee
Misiones.
2 (1) Rotgelb bis dunkelbraun mit größtenteils hellen .
täten oder schwarz mit dunklen oder hellen Beinen.
3 (4) Kopf und Halsschild dicht und fein punktiert (Vergröße-
rung 20x), Punktierung des Kopfes fein, nicht zusammen-
fließend, auf fein retikuliertem Grunde. Fa
„Ba
DS:
ww
Sn
5 02)
=]
GEBEN
m
2
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 107
Schwarz, glänzend, Fühlerbasis und Tarsen gelb. Kör-
per länglich. Elytralpunktierung dicht, ziemlich stark
(unter 1Ofacher Vergrößerung gut sichtbar). Stirn breiter
als ein Augenquerdiameter. Long. 2,5 mm.
Heikertingerella tucumanensis n. sp.
N enhına‘ Tucuman (Dr. Reitter, Mus. G. Frey).
Kopf glatt, Punktierung erst unter 50—80facher Vergrö-
fßerung sichtbar, oder stärker, dann ist sie aber runzelig
zusammenfließend und gleichzeitig ist das Halsschild glatt
und die Beine einfarbig hell.
Elytralpunktierung einfach und auch auf der Scheibe sehr
deutlich (Vergrößerung 20x). Intervalle glatt und glän-
zend, weder punktuliert noch retikuliert (Vergrößerung
40—50x).
Körper klein, 5'5' 2—2,2 mm, 99 2,5—2,5 mm. Das 1.
Glied der #4 vorderen Tarsen extrem erweitert beim 9‘,
doppelt breiter als die erweiterte Spitze der entsprechen-
den Tibia und so lang wie die 2 folgenden Glieder zusam-
mengenommen.
Schwarz, glänzend, Flügeldecken des @ matter (cf. 26
[27]), unten manchmal pechbraun, seltener ganz braun,
Beine und Antennen gelb bis pechbraun. Körper oval.
Stirn breiter als ein Augenquerdiameter. Clypealcarina
tuberkelförmig. Seiten des Thorax gerundet.
Heikertingerella moerens Baly
Bradil a ie Rio de Janeiro: Muri, Ill. 1952 et
28. II. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Körper größer (kleinere Formen haben eine scharfe Cly-
pealcarina, oder ihre Oberseite ist nicht einfarbig schwarz).
Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 nicht breiter
als die Spitze der entsprechenden Tibia. Seiten des Hals-
schildes geradlinig nach vorne verengt.
Stirn breiter als ein Augendurchmesser quer gesehen.
Körper groß, 4—4,2 mm.
Einfarbig schwarz, glänzend, Fühlerbasis und die 2
letzten Tarsenglieder braun. Clypeus matt und fein rugu-
lös punktiert, Clypealcarina breit und schwach gewölbt.
Sehr ähnlich der H. muriensis (ef. 23 [24]), aber durch die
Skulptur des Ciypeus und durch die stark glänzende Ober-
seite abweichend. . . Heikertingerella hecki n. Sp.
108
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955
Brasil, Est. do Rio de Janeiro, 1.—I1l. 1952 (W. Witt-
mer, Mus. G. Frey).
Herrn A. Heck gewidmet, auf dessen Plantagen die
Mehrzahl des Materials, bezeichnet ‚Muri‘, von Herrn W.
Wittmer gesammelt wurde.
10 (9) Körper höchstens 3,5 mm lang. Antennen und Beine größ-
tenteils braungelb.
11 (16) Clypeus glatt oder fein punktiert, Körper 3—9,5 mm lang.
12 (15) Die 4 Apikalglieder der Antennen schwarz, die ersten 7
5 (14)
(1)
braungelb.
Braunrot, Unterseite, Vertex und zuweilen auch das
Halsschild schwarz. Oberseite glänzend, "Thorax matter.
Augen groß, oval, das #4. Antennit länger als das 3. oder
das 5., fast so lang wie die 2 vorhergehenden zusammen-
genommen. Flügeldecken ähnlich wie bei H. nigrita skulp-
tiert. . 2.0. Heikertingerella apiealis n. sp.
Brasil, Bet. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, I.—II1.
1952 (W. Wittmer Igt., Mus. G. Frey).
Fühler einfarbig gelbbraun, Antennite 3, 4 und 5 von an-
nähernd gleicher Länge.
Rotbraun, Kopf, Brust und häufig auch das Halsschild
schwarz.
Dem vorhergehenden sehr ähnlich, aber durch die
Struktur der Antennen, durch die Färbung als auch durch
das stark glänzende Prothorax trennbar. Das 1. Tarsit der
4 vorderen Beine beim 9 ist kaum länger als breit und so
breit wie die Spitze der entsprechenden Tibia. Flügel-
decken verworren punktiert, die Punktierung reicht bis zu
den Elytropleuren hin. Heikertingerella inapicalis n. sp.
Brasil, Est. Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—11.
1952 et 15. 11. 1953 (W. Wittmer Igt., Mus. G. Frey); Te-
resopolis, 5. Il. 1952 (dtto).
Schwarz, Unterseite und Beine pechbraun, Hinterschenkel
schwarz.
Punktierung der Flügeldecken vorne und an den Sei-
ten in ziemlich regelmäßigen Längsreihen geordnet, die
sublaterale Reihe sehr regelmäßig, einen punktfreien,
ziemlich breiten Lateralintervall abtrennend. (ef. 21 [8]).
Heikertingerella hybrida nigrita Duvivier (n. comb.)
Körper kleiner, Glypeus runzelig.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 109
17 (18) Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 9’ sehr schwach
18 (17)
19 (20
20 (19
Bis
\
)
)
>
erweitert. Prothorax glatt nur mit einzelnen weitläufig
eingestochenen Punkten.
Rotbraun, Fühler und Palpen heller, Kopf schwarz,
Thorax manchmal angedunkelt. Das 4. Antennit länger als
das 3., so lang wie das 5. Elytralpunktierung verhältnis-
mäßig stark, schon unter 5facher Vergrößerung sichtbar.
Long. + 25 mm. . Heikertingerella plaumanni n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 30. IV., 1.
et 14. VI. 1951 et 17. IX. 1950 (F. Plaumann, Mus. G.
Frey); Blumenau, 15. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen beim 5 deutlich er-
weitert. Punktierung des Halsschildes dicht gestellt, deut-
lich (Vergrößerung 20 x).
Rotbraun, Kopf und oft auch das Halsschild schwarz. Kör-
per sehr klein, 2,2—2,5 mm.
Fühler zur Spitze angedunkelt, das #. Glied etwas
länger als die benachbarten, viel kürzer als die 2 vorher-
gehenden zusammengenommen. Flügeldecken wie bei
dem vorigen punktiert. . Heikertingerella placida Baly
Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey). Aus „‚Brasilia“
beschrieben.
Unterseite samt Epipleuren rotbraun, die #4 vorderen
Beine, Hintertarsen, Fühler und Labrum gelb, Oberseite
schwarz, stark glänzend. Größer, 2,5—2,8 mm.
Fühler einfarbig, das 4 Glied lang, so lang wie
die beiden vorhergehenden zusammengenommen.
- Heikertingerella subplaeida n. sp.
Bine] Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 15. 1.
1955 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Stirn so breit wie ein Augendurchmesser quer gesehen.
Long. 2,5—3 mm.
Die geringere Stirnbreite und der etwas kleinere Kör-
per sind die einzigen Unterschiede zwischen dieser Form
und der A. nigrita Duviv., welche als eine südliche Rasse
dieser Art betrachtet sein er (ef. 15 [14)).
lass s A nupezel hybrida Boheman s. str.
Brasil: Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. Xil.
1949 et .—I11. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey); Tereso-
polis, 5. 11. 1952 (dtto); Rio de Janeiro (Dr. Nodir, Mus.
G. Frey).
110°
Entom. Arbeiten aus dem Musum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
H. hybrida nigrita Duviv.: Brasil, Est. Sa. Oatarina:
Blumenau (Mus. G. Frey); Nova Teutonia (F. Plaumann,
Mus. G. Frey). — Est. Rio Grande do Sul. — Als eigene
Art beschrieben.
Punktierung der Flügeldecken mit einer Punktulierung
auf den glänzenden oder fein retikulierten Intervallen ge-
mischt (Vergrößerung 4—50x), im letzteren Fall sind
die Flügeldecken daher schwächer glänzend.
Einfarbig schwarz, nur die Palpen und die Fühlerbasis
braungelb.
Flügeldecken fein und verworren punktiert. Anten-
nite 5—8 verlängert, jedes länger als das 4. oder das 3.
Kopf (mitunter Olypeus) glänzend, Stirn breiter als ein
Ba quer gesehen. Long. 3,5 mm.
Heikertingerella muriensis n. sp.
Br N Est. do Rio de Janeira: Muri, 1000 m, 1.—IIl.
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
24 (25) Wenigstens die Beine sind zum größten Teil gelb oder
24 (25)
rotgelb.
Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, so daß
die Seiten im ersten Viertel gewinkelt sind.
Pechbraun, Beine (Hinterschenkel schwärzlich) und
Fühler gelb. Stirn fein retikuliert. Fühler ziemlich kurz,
Glieder 2, 3 und # fast von gleicher Länge. Stirn schmäler
als ein Augenquerdiameter. Prothorax und Flügeldecken
fein und dicht punktiert, die ganze Oberseite schwach
glänzend. Hintertibien bei den beiden Geschlechtern ge-
bogen, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 5 deutlich
erweitert. Long. 2,2—2,5 mm. L
i Ba: Heikertingerella sure n. Sp.
Be Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 7. IV. et
9. VII. 1951 et 17. IX. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
25 (24) Vorderwinkel des Halsschildes regelmäßig abgerundet,
nicht schräg abgestutzt. Ein Zweifel könnte bei H. ery-
throstoma eintreten, bei welcher die vordere setifere Fo-
vea an den Seiten des Halsschildes etwas heraustritt, einen
+ deutlichen Winkel bildend. Diese Art ist aber doppelt
so groß und von spezifischer Färbung.
26 (27) Thoraxseiten deutlich gerundet. Hierher die 99 der H.
moerens (cl. 6 [7]), während das 5 durch die enorme Er-
\
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 111
weiterung des 1. Tarsengliedes der 4 Vorderbeine ausge-
zeichnet ist.
27 (26) Thoraxseiten gerade (1. Glied der 4 vorderen Tarsen des
28 (39)
29 (32)
30 (31)
31 (30)
32 (29)
o' nicht so auffallend erweitert).
Clypealcarina zwischen den Fühlerinsertionsgrübchen breit
und verhältnismäßig wenig gewölbt, nach vorne stark ver-
schmälert. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 5’ sehr
schwach erweitert.
Hintertibia auf der Außenseite zwischen dem Dorn (der
im Apikaldrittel liegt) und der Spitze mehr zahnartig be-
borstet als fein behaart, die Behaarung ist nur im ersten
Viertel hinter dem Dorn vorhanden. Fühler einfarbig
gelbbraun.
Stirn stark gewölbt, sehr dicht punktuliert.
Pechbraun, Fühler und Beine (Hinterfemora ausge-
nommen), Glypeus und Epipleuren hell rostbraun. Ober-
seite mäßig glänzend. Körper größer, 3—3,5 mm lang.
Antennite 2, 3 und #4 von annähernd gleicher Länge. Ab-
domen sehr grob punktiert (Vergrößerung 2—3x), das
5. Sternit des 5’ tectiform, so breit wie die 2 vorhergehen-
den zusammengenommen, am Hinterrande in der Mitte
eingedrückt. . . Heikertingerella erythrostoma n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. IV. 1951
(F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Stirn abgeflacht, glatt und glänzend, Thorax und Flügel-
decken matter.
Färbung wie bei der vorigen Art. Körper kleiner, 2,5
bis 2,5 mm. Das 4. Antennit länger als das vorhergehende.
Abdomen regelmäßig gewölbt, schwächer (Vergrößerung
10x) punktiert, das 5. Sternit des 5’ so lang wie die 3 vor-
hergehenden zusammengenommen, plan, in der Mitte des
Hinterrandes schwach eingedrückt. nr
i . Heikertingerella idee n. Sp.
EB ssil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. V. 1951
(F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Die feine Behaarung auf der Außenseite der Hintertibia
nimmt mindestens 2; der Distanz zwischen dem Dorn und
der extremen Spitze der Tibia ein, die langen, borsten-
ähnlichen Zähnchen sind nur nahe der äußersten Spitze
vorhanden. Stirn gewölbt, matt und dicht, + runzelig
punktuliert. Fühler zur Spitze + angedunkelt.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
33 (38)
34 (35)
35 (34
ed
36 (37)
Clypealcarina zwischen den Fühlerinsertionsstellen deut-
lich gewölbt.
Hinterschenkel fein retikuliert (Vergrößerung 20—30 x‘),
daher matt.
Pechschwarz, Fühlerbasis braungelb, die 4 vorderen
Beine, die Hintertarsen, Flügeldecken und Epipleuren rot-
braun, Vorderkörper matt, Elytren stark glänzend. An-
tennite 2, 3 und 4 gradueli an der Länge einnehmend. Ely-
tralintervalle dicht punktuliert, Abdomen matt. Long. 3,5
mm. . ... Heikertingerella praesistans n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. IV. 1951
(F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Hinterfemora stark glänzend, Retikulierung auch unter
50—80facher Vergrößerung nicht wahrnehmbar.
Das 4. Antennit fast so lang wie die 2 gleich langen vor-
hergehenden zusammengenommen.
Rotbraun, Fühlerbasis, Tibien und Tarsen heller.
Oberseite mäßig glänzend, Flügeldecken stärker so. Das
letzte Abdominalsegment des 3 ist in der Mitte quer ein-
gedrückt, die hintere Hälfte (hinter dem Eindruck) plötz-
lich stark emporgewölbt, Abdomen vorne plan. Long. 3
bis ,2 mm. . . . . Heikertingerella ventralis n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 4. et 10. V.
et 1. V11. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
37 (36) Antennite 2, 3 und 4 graduell an der Länge zunehmend,
das #. viel kürzer als die beiden vorhergehenden zusam-
mengenommen.
Rot, Kopf, Hinterbeine (Tarsen ausgenommen), Tho-
rax an der Basis und oft auch die Spitze der Elytren ange-
dunkelt. Abdomen des 5 tectiform, das 5. Segment in der
Mitte nur leicht eingedrückt, dabei aber die Hinterhälfte
nicht mehr als die Vorderhälfte gewölbt. Long. + 3 mm.
i Heikertingerella cyphonoides n. sp.
Br Keen Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6., 17. ei
21. IV., 1. et 4. V. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). —
Est. Rio Grande do Sul: Pörto Alegre, 27. IV. et 24. VI.
1949, 17., 24. et :31.X. 1951 et 16. IV. 1952 Badıe Bio
Buck); Vila Oliva, 11. 1945 (dtto); N. Hamburgo, Vaccaria,
13.1.1955 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). — Argentina, For-
mosa: Clorinda, 23. VI. 1946 (Mus. G. Frey).
J. Bechyne&: Reise des Herrn G. en in Südamerika: Alticidae 1 13
Die Form mit der schwarzen Flügeldeckenspitze ist
sehr ähnlich der /l. argentiniensis Bech.; die letztere ist
leicht an den abgestutzten (schräg) Vorderwinkeln des
Thorax kenntlich, während diese Winkel bei MH. eypho-
noides abgerundet sind.
38 (33) Glypealcarina zwischen den Insertionsgrübcehen der An-
tennen abgeflacht.
Pechbraun, Flügeldecken und die Fühlerspitze ange-
dunkelt, Hinterkopf, Thorax und Hinterfemora oft pech-
schwarz. Oberseite mäßig glänzend. Antennite 3 und 4 von
gleicher Länge, Stirn gewölbt. Das 5. Abdominalsegment
des 5' in der Mitte undeutlich quer eingedrückt. Long. 3
bis 3,5 mm. . . . Heikertingerella latecarinata n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. IV. 1951
(F. Plaumann, Mus. G. Frey).
39 (25) Ulypealcarina glatt, gleichmäßig schmal und scharf.
Schwarz, Fühlerbasis, die # vorderen Schenkel und
alle Tarsen rötlich. Das #. Antennit länger als das 3. Das
1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 ziemlich stark er-
weitert, so lang wie die 2 folgenden Glieder zusammen-
genommen. Das 5. Abdominalsegment des 5 konkav, die
hintere Hälfte stark gewölbt. Körperform mehr länglich
als bei den vorhergehenden Arten. Long. 3—9,2 mm.
Heikertingerella nigrotibialis n. sp.
Br asil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, #. et 15.V.
1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
In dieser Übersicht fehlt die mir unbekannte H. seriata Duviv..
welche der Beschreibung nach, von allen hierher erwähnten Arten
durch regelmäßig stark punktiert- -gestreifte Elytren abweichen
dürfte.
Oxygona gilvipes Illiger (nov. comb.)
Eine in Amazonas weit verbreitete Art, welche durch eine tiefe
Längsfurche in der Stirnmitte sehr gut ausgezeichnet ist. Die fol-
genden Varietäten wurden als selbständige Arten beschrieben:
1. Flügeldecken einfarbig gelb bis rot. . . . . typ
2. Flügeldecken mit einer schwarzen Querbinde an der Basis,
welche meistens an der Naht unterbrochen ist, und einem
gleichfarbigen länglichen Fleck hinter der Mitte. Diese
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 8
114
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Flecken sind zuweilen kleiner und braun. ;
ö en : ab. amazonica cab
I. Elüseldecken ha an den Seiten meistens rötlich.
ab. nigripennis Clark
Oxygona denticollis Olark (nov. comb.)
Sie wurde von Ulark als eine Varietät von OÖ. acutangula
Chevrl., beschrieben (Journ. of. Ent. II, 1865, p. 391) und in den
üblichen Katalogen vergessen. Ich besitze zwar keine Exemplare
von Montevideo (loc. class.), trotzdem wage ich aber nicht, meh-
rere Stücke von Paraguay und Bolivien unter diesem Namen zu
bezeichnen, und ich zähle hier die Hauptmerkmale beider Arten
auf:
O. acutangula:
Long. 6,5— 7,5 mm.
Grundfarbe gelb, Schienen-
distalende und Tarsen schwarz.
Fühler + angedunkelt.
Flügeldeckenepipleuren
schmäler als die Metepisternen.
Flügeldecken ohne deut-
liche Punktierung.
Letztes
länger als die 2 vorhergehenden
Hintertarsenglied
zusammengenommen.
Hinterschenkel
Vorderrande fein punktiert.
auf dem
Zentralamerika, Colombia,
Venezuela.
O. denticollis:
Long. 7,5—8,5 mm.
Grundfarbe rot, Schenkel-
spitze, Schienen, Tarsen und
Antennen schwarz, zuweilen die
ganzen Schenkel schwarz.
Epipleuren so breit wie
Metepisternen.
Flügeldecken sehr deutlich
punktiert.
Dieses Glied höchstens so
lang wie die 2 vorhergehenden
zusammengenommen.
Die Punktierung ist stärker
und dichter und dehnt sich über
die ganzen Apikaldrittel der
Schenkel aus.
Brasil, Paraguay, Bolivia,
Venezuela, Colombia.
Nasigona pallida Jacoby
Bei den frischen Stücken tragen die Flügeldecken in der hin-
teren Hälfte mehrere feine Härchen.
1) Proc. Zool. Soc. Lond. 1904, II, p. #11. Eine in den Katalogen vergessene
Zitation.
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J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 115
Nasigona eruentata n. sp.
Peru: Marcapata (Mus. G. Frey).
Long. 5 mm.
Diese Art unterscheidet sich von N. pallida durch eine orange-
rote Nahtbinde auf den Elytren, welche die ersten 2 Intervalle ein-
nimmt und durch vollkommen geradlinige Halsschildseiten, wel-
che nach hinten verengt sind. Bei N. pallida sind die Thoraxseiten
im vorderen Viertel gerundet.
Oenoscelis eyanoptera Erichson
V. Harold betrachtete O. cyanoptera als Synonym der OÖ. he-
ruana Er. Die Originalbeschreibung der beiden Arten ist zwar sehr
kurz, aber sie ermöglicht trotzdem, beide Formen zu trennen,
weil die Struktur der Oberfläche des Halsschildes angegeben ist:
I. Thorax ohne Tuberkeln.
1. Oenoscelis boliviana Jacoby. — Seiten des Halsschildes sehr
wenig gerundet, Vorderwinkel waagrecht abgestutzt, seit-
lich zahnartig vorspringend, Hinterwinkel deutlich. Ober-
fläche + lederartig. Mitteltibien des 5’ im rechten Winkel
gebogen. Long. 4,5—5 mm.
Peru: Marcapata (Mus. G. Frey). — Bolivia. ÄArgen-
tina, Jujuy: Agua Blanca, 1.1943 (Dr. P. Wygodzinsky,
Mus. G. Frey).
2. Oenoscelis wygodzinskyi n. sp. — Wie die vorige Art, aber
die Thoraxscheibe ist stark punktiert (nicht lederartig),
Punkte unter 3—Dfacher Vergrößerung gut sichtbar, und
die Vorderwinkel sind verdickt und abgerundet. Große,
0,5 mm, metallisch violette Art.
Argentina, Jujuy: Agua Blanca, I. 1943 (Dr. P. Wygod-
zinsky, Mus. G. Frey).
3. Oenoscelis callangensis n. sp. — Mit O. boliviana nahe ver-
wandt, einfarbig gelbrot, klein, 3—3,5 mm, Mitteltibien des
cf in der Mitte nur schwach geknickt. Seiten des Hals-
schildes gegenüber den beiden vorhergehenden Arten schmal
abgesetzt.
Perü: Callanga (Mus. G. Frey).
4. Oenoscelis ceyanoptera Erichson. — Kopf ohne Punktierung.
Thorax glatt (Punktierung auch unter 50facher Vergröße-
rung nicht sichtbar), stark transversal, mehr als doppelt
$*
116 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
breiter als lang, Seiten merklich gerundet, alle Winkel
deutlich. Long. + 5 mm.
Perü.
5. Ocnoscelis viridipennis Clark. — Wie die vorige Art, aber
der Kopf deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), Hinter-
winkel des Halsschildes breit abgerundet und mit einem
kleinen Zähnchen versehen. Long. 5—6 mm.
Colombia: Cauca (Mus. G. Frey).
6. Ocnoscelis freyi n. sp. — Wie O. cyanoptera, einfarbig gelb-
braun, Thorax schmal, kaum 1,5x breiter als lang. Kopf
stark punktiert (Vergrößerung 8—10 x), Körper klein,
4 mm.
Venezuela: Caracas, 1.1954 (G. & H. Frey).
II. Thorax auf der Scheibe mit Tuberkeln versehen.
7. Oenoscelis peruana Erichson. — Thorax auf der Scheibe
mit 2 quergestellten Eindrücken; jeder Eindruck aulSen von
einem größeren und runden, innen von einem niedrigeren
und länglichen Tuberkel begrenzt. Hinter dem Vorderrand
des doppelt breiteren als langen, deutlich punktierten (Ver-
srößerung 8—10x) Halsschildes befindet sich eine Quer-
depression. Seiten gerundet, Hinterwinkel breit abgerundet
und mit einem kleinen Zähnchen versehen. Long. 4,5 bis
5 mm.
Perü.
ö. Oenoscelis cornuta n. sp. — Prothorax wie bei der vorher-
gchenden Art, noch stärker transversal, fein punktiert (Ver-
größerung 20x), ohne Diskaleindrücke, jederseits mit
einem, dem Seitenrand stark genäherten Tuberkel. Pech-
braun, glänzend, oberseits mit starkem metallisch violettem
Schimmer. Long. 5 mm.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
9. Oenoscelis punctatissima n. sp.— Thorax viel stärker punk-
tiert als die Flügeldecken (Punktierung ohne Lupe sicht-
bar), mehr als doppelt so breit wie lang, Seiten stark ge-
rundet, alle Winkel deutlich. Die Scheibe ist wie bei O.
peruana mit 2 Eindrücken versehen, die aber weit vonein-
ander stehen. Oberseite rotbraun, kaum metallisch schim-
mernd. Long. 5 mm.
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G.
Frey).
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae RZ
10. Oenoscelis tubereulata Clark. — Diese Art ist mir in natura
unbekannt. Der Beschreibung nach soll es die größte Art
sein (3 lines), und die Scheibe des Halsschildes soll zwi-
schen den querstehenden Tuberkeln eine Längscarina be-
sitzen.
Colombia.
Systena marcapatensis n. sp.
Perü: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 3,5 mm.
Länglich, rotbraun, Fühlerspitze und Abdomen angedunkelt,
Flügeldecken schwarz, Epipleuren (nahe der Mitte bräunlich), Ely-
tropleuren vorne, ein Apikalsaum und 3 Diskalflecken gelblich:
ein kleiner auf der Basis zwischen Sceutellum und Humeralcallus,
die 2 anderen größer, auf der Scheibe hintereinander folgend, einer
vor, ein anderer hinter der Mitte. Oberseite glänzend.
Kopf glatt, Antennalcalli zusammenfließend und nur schwach
gewölbt. Interantennalcarina scharf und nach vorne nicht verlän-
gert. Stirn plan mit einigen eingestochenen Punkten an dem an-
terointernen Augenrand; sie ist so breit wie ein Augenlängsdia-
meter. Fühler zart, die Mitte der Flügeidecken überragend, Glie-
der 3 und 4 annähernd von gleicher Länge, das 2. doppelt kürzer
als das folgende.
Thorax schwach quer, subcordiform, vor der Mitte am breite-
sten. Vorderwinkel abgerundet, Hinterwinkel rechteckig und leicht
vorspringend. Seiten merklich abgesetzt. Oberfläche deutlich
punktiert (Vergrößerung 20x), vor der Basis mit einer seichten
Querdepression.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, dichter punktiert,
Punkte hinten abgeschwächt und im Apikalviertel fehlend. Basal-
callus schwach gewölbt, postbasaler Quereindruck seicht. Sutural-
winkel abgerundet.
Im Colorit stimmt diese Art ziemlich mit S. chloropus Har.
überein, sie ist aber nur halb so groß (3,5 mm statt 6,5—8 mm)
und die Struktur des Halsschildes ist vollkommen verschieden.
Systena laurentia n. sp.
Guyane fr.: St.-Laurent-du-Maroni (Mus. G. Frey).
Long. 7 mm.
118 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gelbbraun, ziemlich glänzend, Fühlerspitze dunkler, Flügel-
decken mit einem kleinen schwarzen Fleck auf dem Humeral-
callus. Körper langgestreckt.
Kopf glatt, Antennalcalli undeutlich, CGlypeallängscarina breit.
Stirn leicht quer eingedrückt, schmal, doppelt schmäler als ein
Augendurchmesser. Antennen robust, die Mitte der Flügeldecken
überragend, 3. Glied länger als das 2., das #. so lang wie die bei-
den vorhergehenden zusammengenommen.
Thorax wenig transversal, 1,5x breiter als lang, Seiten fast
geradlinig, parallel. Alle Winkel abgerundet. Oberfläche glatt, vor
der Basis jederseits quer eingedrückt (= antebasale Querfurche in
der Mitte unterbrochen). |
Flügeldecken glatt, Humeralcallus in Form einer schmalen
Rippe bis zur Mitte verlängert. Postbasaler Quereindruck fehlend.
Diese Art ist durch die Färbung und durch außerordentlich
große Augen ausgezeichnet.
Systena adelpha n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6., 17. et 20. IX.
1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 4+—4.5 mm.
Pechschwarz bis schwarz, Beine, namentlich die 4 vorderen,
hellbraun, Vorderkörper und Schildehen gelb, Spitze der einzelnen
Antennite angedunkelt. Flügeldecken schwarz, manchmal mit hel-
lerer Spitze und helleren Epipleuren oder noch mit einer pech-
braunen diskalen Längsbinde auf jeder Decke.
Mit S. brasiliensis Jac. verwandt, außer der Färbung durch die
folgenden Merkmale trennbar:
S. brasiliensis: 5. adelpha:
Thorax kaum punktiert, Thorax stark punktiert
im vorderen Drittel an den Sei- (Vergrößerung 5—8x), an den
ten stark gewinkelt, + herzför- Seiten schwach gerundet, nicht
mig, Seiten vor den Hinterwin- herzförmig, Seiten hinten pa-
keln konkav. rallel.
Elytropleuren schmal, Elytropleuren viel breiter
schmäler als die Thoracopleu- als die Randleiste des Halsschil-
ren. des.
Hintertibien des 5 gebo- Hintertibien des 5 gerade.
gen.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 119
Systena simeona n. Sp.
Argentina: Buenos Aires (coll. Reitter, Mus. G. Frey).
Long. 4—4,5 mm.
Rotbraun, Spitze der einzelnen Antennite angedunkelt. Flü-
geldecken schwarz, Basal-, Seiten- und Apikalrand, Naht vorne
und ein + deutlicher Längsfleck an der Basis innen neben dem
Humeralcallus rotbraun.
Mit der vorigen Art verwandt, anders gefärbt, Thorax stark
punktiert mit regelmäßig gerundeten Seiten, in der Mitte am brei-
testen (bei 5. adelpha und S. brasiliensis im vorderen Drittel am
breitesten), Elytropleuren breiter als die Thoracopleuren, Hinter-
tibien des 5 leicht gebogen.
Systena californica Blake
California: Sa. Barbara (F. E. Winters, coll. Heikertinger,
Mus. G. Frey).
Die 2 Exemplare von diesem Fundort stimmen mit Miss. Bla-
ke’s Angaben überein, nur die Vorderbeine sind größtenteils geib-
braun.
Prasona prasina Bryant (n. comb.)
Systena prasina Bryant 1944, Ann. Mag. N. H. (11) 11, p. 652,
Bio. 4, 6.
Prasona electa Bechyne 1951, Rev. Chil. Ent. 1, p. 97.
Prasona electa stellt nur eine Farbenvarietät dar, die von der
typischen Form durch Mangel von schwarzer Halsschildzeichnung
verschieden ist. Diese Art findet einen natürlicheren Platz unter
den Prasona, wie alle großen Arten, die bisher bei Systena gestellt
wurden. Es ist aber auch leicht möglich, daf5 die Gattung Prasona
nur als eine Artengruppe zur Systena gehören dürfte, weil die
generischen Trennungsmerkmale außer der Farbe und Größe nur
sehr gering sind.
Heikertingeria verticalis n. sp
Brasil: Est. Sa. Oatarina (Mus. G. Frey).
Long. 5—5,5 mm.
Rotgelb, Scutellum, Endglied der Palpen, Fühler, Tarsen und
Metepisternen pechschwarz. Körper oval, wenig gewölbt, ober-
seits matt, nur die Vorderhälfte des Kopfes glänzend.
120 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf unpunktiert, Antennalcalli deutlich, gut voneinander
getrennt, Interantennalcarina tubereuliform (dieser Tuberkel ist
größer als die Antennalcalli). Augen klein. Fühler das erste Drit-
tel der Elytren erreichend, verhältnismäßig robust, zur Spitze
leicht verdickt, alle Glieder, mit Ausnahme des kürzeren 2., von
gleicher Länge.
Thorax zweimal breiter als lang, die größte Breite liegt nahe
der Mitte, Seiten breit abgesetzt, stark und regelmäßig gerundet.
Vorderwinkel rechteckig und leicht vorgezogen, die hinteren
stumpfeckig. Basis vor den Hinterecken ausgeschweift. Oberfläche
unpunktiert.
Elytren vorne undeutlich (Vergrößerung 20x) punktiert,
breiter als das Halsschild, ohne Eindrücke. Elytropleuren ziemlich
breit in der Vorderhälfte, schmal hinter der Mitte, Suturalwinkel
mit einer deutlichen Mucro.
", Alle Tibien und das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen be-
deutend verbreitert. Sinus des letzten Abdominalsegmentes groß.
Q, Beine zart.
Die Färbung und die zahnartige Verlängerung der Flügeldek-
kenspitze wiederholt sich bei keiner anderen bekannten Heiker-
tingeria-Art mehr. Sie stammt wahrscheinlich aus den Ausbeuten
des Herrn Fruhstorfer.
Acanthonycha chloroptera Germar (nov. comb.)
Diese Art steht in den Katalogen in der Gattung Oxygona,
dazu ist Oxygona violaceipennis Clark als Synonym gestellt. Beide
sind gut trennbare Arten und beide gehören der Gattung Acantho-
nycha Jac. zu.
!. Acanthonycha chloroptera Germ. hat einfarbig metallisch
violette Flügeldecken, welche unter 50facher Vergrößerung kaum
sichtbar punktiert sind, die Thoraxseiten bilden hart vor der Mitte
einen deutlichen Winkel, und das #4. Antennit des 5 ist gerade.
Sexualdimorphismus in der Größe beträchtlich. Long. +—5,5 mm.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 27. L. 1952 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
2. Acanthonycha wittmeri n. sp. — Färbung wie bei dem vo-
rigen, nur sind die Beine einfarbig rotgelb. Punktierung der Flü-
geldecken schon unter 1Ofacher Vergrößerung gut sichtbar, Hals-
schildseiten schwach und sehr regelmäßig gerundet, ohne Spur
einer Angulation nahe der Mitte, und das 4. Antennit des 3 ist
—aaaahHe®
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 121
stark gebogen. Sexualdimorphismus in der Größe gering. Long.
4,5—5 mm.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. X1l. 1949
(W. Wittmer, Mus. G. Frey).
3. Acanthonycha violaceipennis Qlark. — Flügeldecken metal-
lisch violett, Seiten- und Apikalrand und Epipleuren rot. Bei den
beiden vorhergehenden Arten überragen die Antennen niemals 3/4
der Flügeldecken, während sie hier bei beiden Geschlechtern von
der Körperlänge sind, sie sind dicker, das 4. Antennit ist beim 7’
sowohl als auch beim 9 einfach gebildet, aber das 1. Glied ist viel
länger als die beiden folgenden zusammengenommen (1. Änten-
nit so lang wie die 2 folgenden zusammengenommen bei den vor-
hergehenden Arten). Thorax herzförmig, Elytralpunktierung unter
i0facher Vergrößerung gut sichtbar. Long. 5—6,5 mm.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Nicteroi (Mus. G. Frey).
Acanthonycha inca n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Long.: 3,5—4 mm.
Rotgelb, Spitze der Tibien, Tarsen und Antennen (die Basal-
glieder ausgenommen) pechbraun. Körper länglich, oberseits glän-
zend.
Kopf glatt. Antennalcalli gut markiert, einander genähert.
Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser, Orbiten vertieft.
Antennen ziemlich robust, die Flügeldeckenmitte weit überragend,
4. Glied länger als das 3., dieses doppelt länger als das 2.
Thorax klein, viel schmäler als die Flügeldecken, deutlich
transversal, leicht herzförmig mit der größten Breite vor der Mitte.
Seiten nach vorne in gerundeter, nach hinten in gerader Linie
verengt. Vorderwinkel verdickt und leicht vorgezogen, jedoch ohne
Zähnchen, fast rechteckig. Oberfläche glatt, vor dem Schildehen
mit einer Quervertiefung.
Elytren unter 20facher Vergrößerung deutlich punktiert, sub-
parallel. Basal- und Humeralcallus voneinander deutlich getrennt,
dahinter eine undeutliche Querdepression. Elytropleuren schmal,
gut markiert, Epipleuren breit.
Diese Art unterscheidet sich leicht an der Färbung und an
dem kleinen Thorax, welcher an der Basis beinahe doppelt schmä-
ler als die Flügeldeckenbasis ist.
122 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Acanthonycha violescens n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey); Pachitea (dtto). — Bolivia:
Mapiri (dtto).
Long. 3,2—93,5 mm.
Rot, Vorderkopf, Tibien und Tarsen mehr gelblich, Flügel-
decken lebhaft metallisch violett, Epipleuren bräunlich durch-
scheinend. Körper länglich, Oberseite stark glänzend.
Kopf glatt, Antennalcalli deutlich, rundlich, niedriger als die
wulstförmige Längscarina des Clypeus. Stirn doppelt breiter als
ein Augendiameter, hinter den Antennalcalli fein, zu den Augen
tiefer quer gefurcht, diese Furche zieht sich weiter neben dem
Augeninnenrand und -hinterrand nach oben. Antennen die Mitte
der Elytren überragend, grazil, 4. Glied so lang wie die beiden
vorhergehenden zusammengenommen, dabei das 2. das kürzeste.
Halsschild deutlich quer, herzförmig, vor der Mitte am brei-
testen. Alle Winkel stumpfeckig, die vorderen verdickt. Seiten
schmal abgesetzt, gerundet, vor den Hinterwinkeln leicht ausge-
schweift. Querfurche vor der Basis sehr seicht, aber breit. Ober-
fläche glatt.
Elytren fast parallel, Punktierung erst bei 50—100facher
Vergrößerung erkennbar. Basalcallus groß, postbasale Querdepres-
sion deutlich. Elytropleuren schmal. Das 1. Glied der 4 vorderen
Tarsen des 5 schwach erweitert.
Diese Art unterscheidet sich von allen anderen aus den Anden
bekannten Formen ohne weiteres durch Mangel der Skulptur auf
der Oberseite; bei den anderen sind die Flügeldecken sehr deut-
lich punktiert (Vergrößerung 5—10 x).
Acanthonycha semifulva Jacoby (nov. comb.)
Diese, als eine Cacoscelis beschriebene Art besitzt alle Merk-
male der Gattung Acanthonycha. Sie ist mit A. elegantula Jac. ver-
wandt, aber anders gefärbt und viel größer.
Disonycha carvalhoi Costa Lima (nov. comb.)
Herr Prof. A. da Costa Lima veröffentlichte im Januar 1954
(Rev. Brasil. Ent. 1, p. 1—24, figs.) eine ausgezeichnete Revision
der neotropischen Disonycha-Arten. Die von mir im April 1954
beschriebene D. thesaura (Ent. Arb. Mus. G. Frey 5, p. 126) ist mit
D. carvalhoi identisch.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 2 123
In der Revision sind die gefleckten kurz-ovalen Arten der
D. austriaca-Verwandtschaft nicht mit inbegriffen. Diese Arten
finden ihre richtige Stellung in der Gattung Nephrica, weil die
Augen innen tief ausgerandet sind (nierenförmig).
Disonycha gracilenta n. sp.
Trinidad (B. W. 1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Long. 3,5 mm.
Hellbraun, Beine rot, Tarsen dunkler, Antennen pechbraun.
Kopf rot, Thorax gelb mit 3 großen unbestimmten quergestellten
dunkleren Flecken, Scutellum schwarz. Elytren weißlich gelb, eine
Nahtbinde und jederseits eine breite Dorsal- und eine schmälere
Sublaterallängsbinde schwarz; alle Binden erreichen die Basis,
aber bleiben von der Spitze entfernt. Epipleuren innen schwärz-
lich. Körper länglich, oberseits stark glänzend.
Vertex glatt, jederseits nahe den Augen mit einer großen
Grube, Stirn an den Seiten punktiert, mehr als doppelt so breit
wie ein Augendurchmesser, Augen selbst leicht nierenförmig. An-
tennalcalli fehlend, Clypealcarina ziemlich dicht und fein punk-
tuliert (Vergrößerung 20—30 x), dreieckig abgeflacht. Antennen
robust, moniliform, die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend,
Glieder 2—4 progressiv an Länge zunehmend, Glied + jedoch kür-
zer als die beiden vorhergehenden zusammengenommen.
Halsschild an der Basis am breitesten, fast doppelt breiter
als lang, undeutlich punktuliert (Vergrößerung 50x), vor der Ba-
sis leicht eingedrückt. Seiten vorne breiter als hinten abgesetzt,
schwach gerundet. nach vorne verengt, Vorderwinkel abgerundet.
Elytren sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x), ohne post-
basale Depression. Elytropleuren schmal. Intercoxalplatte des Pro-
sternums linear.
Dies ist die kleinste der bekannten südamerikanischen Diso-
nycha mit Längsbinden, außerdem durch die nierenförmigen
Augen ausgezeichnet.
Disonycha silvai noveteutoniensis n. subsp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, VI. 1935, IV. 1938
et V. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Die zahlreichen Exemplare dieser Herkunft haben konstant
5 dunkle Flecken auf dem Halsschilde (4 vorne quer im Bogen ge-
stellt, 1 vor dem Schildchen), die Punktierung der Elytren ist sehr
124 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
fein, Elytropleuren schmal, und die Antennalcalli sind wenig
deutlich.
Disonycha glabrata glabrata Fabricius
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 1. Il. 1953 (Dr. W. Wey-
rauch); Jaön, 700 m, IV. 1947 (dtto).
Disonycha funerea Randall
USA, Tenn.: Deer Lodge, VIII. 1950 (coll. Dr. Reitter, Mus.
G. Frey). — Mexico: Durango (Mus. G. Frey).
Nach der Monographie der Gattung Disonycha von Miss. D.
H. Blake, gehört diese Art zu den seltenen; sie war von den beiden
oben erwähnten Fundorten nicht bekannt, die Angabe aus Mexico
scheint mir aber fraglich.
Nephrica inclusa Jacoby
Brasil, Est. Minas Gerais: Belle Horizonte, 1.—2. XII. 1937
(F. Tippman, Mus. G. Frey).
Eine ohne jede Fundortsangabe beschriebene Art.
Nephrica pulchella Baly (nov. comb.)
Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, 5. 11. 1939 et II. 1940 (Dr.
W. Weyrauch).
Als eine Disonycha beschriebene Art, welche mit allen Merk-
malen in die Gattung Nephrica gestellt werden muß.
Nephrica boliviana Jacoby
Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, VIII. 1951 (Dr. W. Wey-
rauch).
Nephrica weisei NO0M. n0V.
Diese Art wurde unter dem Namen Disonycha bijfasciata von
Weise beschrieben (1921), aber von Clark wurde der Name bijas-
ciata schon im vorigen Jahrhundert benützt. Sie bildet mit den
folgenden Arten eine sehr homogene Gruppe, welche von Diso-
nycha durch kurzes Mesosternum abweicht, hat aber nicht so aus-
geprägt nierenförmige Augen wie die meisten Nephrica-Arten. Da
mir nicht alle bisher beschriebenen Arten bekannt sind, folgt hier
eine artifizielle Übersicht, die durch die Färbung begründet ist
(Flügeldecken samt Epipleuren schwarz mit weißlichen Flecken):
J. Bechyne: Reise des Heırn G. Frey in Südamerika: Alticidae 125
I. Flügeldecken mit 2 weißlichen Querbinden, eine in der Mitte,
eine vor der Spitze: N. claveri Jac. (Golombia), N. weisei (Ama-
zonas).
II. Außer den beiden weißlichen Querbinden befindet sich auf
jeder Flügeldecke noch eine rundliche Makel auf dem Basalcallus.
Die mittlere Querbinde ist manchmal (individuell variabel) in 2
Flecken geteilt.
1. Nephrica austriaca Schaufuß (ex Disonycha). — Long.
+ 5 mm. Schwarz, Femora und Tibien zum größten Teil,
Abdomen, Fühlerbasis und Thorax weißlich. Kopf ohne
Punkte, nur nahe den Augen mit einzelnen borstentra-
senden Punkten. Thorax doppelt breiter als lang im Maxi-
mum, vor der Basis mit einem deutlichen Eindruck. Flü-
geldecken sehr fein punktuliert (Vergrößerung 20—30 x).
Das #4. Antennit kaum länger als das 3. beim 5’, wesent-
lich länger beim 9.
Colombia. — Venezuela. — Suriname. — Perü.t)
2. Nephrica aequinoctialiformis n. sp. — Long. + 5 mm. Wie
die vorige Art, aber der Kopf ist am ganzen Vertex + run-
zelig und sehr stark (unter 2—Sfacher Vergrößerung gut
sichtbar) punktiert.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey); Callanga (dtto); Pau-
cartambo (coll. J. Olermont, Mus. G. Frey); Tingo Maria,
700 m, Rio Huallaga (Dr. W. Weyrauch); Valle Chancha-
mayo, 800 m, VIII. 1941 et II. 1953 (dtto). — Bolivia:
Yungas del Palmar, 1000 m (Zischka, Mus. G. Frey). —
Ecuador: Mera (Mus. G. Frey).
3. Nephrica weyrauchi n. sp. — Long. 6—6,5 mm. Kopf am
Vertex stark punktiert, jedoch ein dreieckiges Feld in der
Mitte glatt. Die mittlere Querbinde auf den Flügeldecken
ist gegen die Elytropleuren verbreitert, Beine schwarz,
nur die Schenkelbasis hell, Abdomen dunkel, nur an den
Seiten rötlich. Thorax stark quer, mehr als doppelt so
breit wie lang, ohne Punktierung. Das 4. Antennit ist bei
den beiden Geschlechtern so lang wie die 2 vorher-
gehenden Gliedern zusammengenommen.
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 13. VIII. 1951 (Dr.
W. Weyrauch).
i) Perü: Tingo Maria, Rio Huallaga, 700 m (Dr. W. Weyrauch); Valle
Chanchamayo, 800 m, II. 1942 et VIII. 1951 (dtto).
4.
Ne
Ä\]
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Nephrica mapiriensis n. sp. — Long. 6—6,5 mm. Unter-
seite einfarbig schwarz, Beine wie bei N. austriaca. Kopf
nur nahe den Augen mit einzelnen Punkten bestreut, mit
einer undeutlichen Querdepression zwischen den Augen.
Prothorax ohne Punktierung und ohne eine Spur der ante-
basalen Depression, mehr als doppelt so breit wie lang.
Punktierung der Flügeldecken undeutlich (Vergrößerung
20x).
Bolivia: Mapiri (Mus. G. Frey).
. Nephrica littoralis n. sp. — Long. 5,5—b mm. Schwarz,
Schenkelbasis, Prothorax und die Elytralmakeln gelbweiß.
Kopf nur nahe den Augen punktiert mit einer tiefen
Längsdepression in der Stirnmitte. Thorax mehr als dop-
pelt breiter als lang, fein punktiert, vor der Basis leicht
quer eingedrückt. Flügeldecken fein punktiert.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 9. IV. 1951
et 6. X. 1933 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). — Paraguay:
Independencia, Xl. 1950 (J. Foerster, Mus. G. Frey). —
Argentina, Misiones: San Ignacio (Mus. G. Frey).
. Nephrica huebneri Weise (ex Disonycha). Long. 3—4 mm.
Mir unbekannt. Diese Art soll der D. austriaca sehr ähn-
lich sein, aber sie ist viel kleiner.
Brasil: Est. Amazonas.
. Nephrica cisseis Bechyn& (ex Disonycha). — Long. + 5,5
. mm. Von allen vorhergehenden Arten durch einfarbig
schwarzes Halsschild zu trennen.
Brasil: Matto Grosso, Minas Gerais, S. Paulo.
lil. Flügeldecken außer den beiden Querbinden (in der Mitte und
hinten) noch mit einer gezackten Binde nahe der Basis. Halsschild
rotgelb mit schwarzen Makeln, mit einer sehr tiefen Querdepres-
sion vor der Basis, welche jederseits von einem Längseindruck be-
grenzt ist. Diese Art, von Jacoby unter dem Namen Disonycha
angulatojasciata beschrieben, ist eine einwandfreie Monomacra.
IV. Flügeldecken mit 2 rundlichen Makeln auf der Basis nebst den
beiden gelbweißen Querbinden, wovon die anteapikale oft in 2
Flecken geteilt ist.
Ö.
Nephrica hansa n. sp. — Long. 3,5—4,5 mm. Schwarz,
glänzend, Unterseite dunkelrot. Kopf nur nahe den Augen
punktiert. Thorax deutlich punktiert (Vergrößerung 20x),
mehr als doppelt so breit wie lang, ohne antebasale De-
pression. Punktierung der Elytren undeutlich.
J. Bechyne: Reise des Herın G. Frey in Südamerika: Alticidae 127
10.
11.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Hansa (coll. J. CGlermont,
Mus G. Frey).
. Nephrica bolera n. sp. — Long. 4 mm (2 unbekannt).
Schwarz, Beine wie bei N. austriaca, Clypeus, Fühlerbasis
und eine große Makel auf den Vorderwinkeln des Hals-
schildes gelblich, Flügeldecken mit 5 Makeln (2, 2, 1).
Kopf auf dem Vertex stark punktiert (Vergrößerung 2 bis
3x), Prothorax ohne antebasale Depression, mehr als dop-
pelt so breit wie lang, deutlich punktiert (Vergrößerung
10x). Flügeldecken noch stärker punktiert mit fein
punktulierten Zwischenräumen.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Nephrica 10-maculata Jacoby (ex Disonycha). — Long.
4—4,5 mm. Schwarz, glänzend, Abdomen, Fühler- und
Schenkelbasis gelblich. Kopf hellgelb, Labrum, Antennal-
calli und der äußerste Vertex schwarz, Thorax weißgelb
mit 4 in einer Querreihe stehenden schwarzen Flecken.
Flügeldecken mit 5 Makeln (2, 2, 1), die innere an der Ba-
sis länglich und gebogen. Kopf fein punktuliert (Vergrö-
ßerung 20—30x) mit einigen groben Punkten nahe den
Augen. Prothorax fein punktiert, mehr als doppelt so
breit wie lang, ohne antebasale Depression. Punktierung
der Flügeldecken stark, schon unter 5—8facher Vergrö-
ßerung sichtbar.
Brasil: Pernambuco.
Nephrica fandanga n. sp. — Long. + 5 mm. — Rot, Beine
(Schenkelbasis ausgenommen) schwarz. Kopf schwarz mit
einer rotgelben Makel jederseits hinter den Augen. Tho-
rax gelb, jederseits in der Mitte nahe dem Seitenrande
mit einer kleinen schwarzen Makel, Flügeldecken mit 5
Makeln (2, 2, 1). Kopf nur hinter den Augen punktiert,
Vertex stark gewölbt. Thorax fein punktiert, stark quer,
3X breiter als lang, ohne Spur einer antebasalen Quer-
depression. Elytren spärlich punktiert (Vergrößerung
10x), Zwischenräume vollkommen glatt.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 10. V. 1951
et 15. V. 1934 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
2. Nephrica decaspila Weise (ex Disonycha). — Long. 4,5
mm. Rotgelb, Beine wie bei N. austriaca. Kopf schwarz,
Elytren mit 5 weißlichen Flecken (2, 2, 1). Kopf zwischen
den Augen stark punktiert. Thorax mit einer gut mar-
128 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
kierten antebasalen Querdepression, doppelt breiter als
lang, sehr fein punktuliert wie die Flügeldecken.
Brasil: Amazonas.
13. Nephrica hazela n. sp. — Long. 5,5 mm (5 unbekannt).
Färbung wie bei N. austriaca, Flügeldecken mit 5 Makeln
(2, 2, 1). Die ganze Oberseite ist matt, dicht retikuliert,
Vertex mit einigen groben Punkten (Vergrößerung 2 bis
3x), Prothorax mit einer deutlichen Querdepression vor
der Basis, doppelt breiter als lang, deutlich punktiert
(Vergrößerung 10x), wie die Flügeldecken.
Brasil (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
14. Nephrica guerini n. sp. — Long. 6,5—7 mm. Schwarz,
glänzend, Spitze des Abdomens, Fühler- und Schenkel-
basis, Thorax und # große Flecken auf den Flügeldecken
(2, 1, 1,) weißgelb. Kopf fein punktuliert, nahe den Augen
mit einzelnen großen Punkten. Thorax sehr fein punktu-
liert, fast 5x breiter als lang, mit einem undeutlichen
Quereindruck vor der Basis. Flügeldecken sparsam aber
sehr stark (Vergrößerung 3—5x) punktiert.
Brasil, Est. Goiäs: Tocantins, 12. X. 1943 (J. Guerin,
Mus. G. Frey). — Est. do Rio de Janeiro: Niecteroi (Mus.
G. Frey).
Nephrica alnicola n. sp.
Bolivia, dept. Gochabamba: Litiuni, 3100 m (Zischka, Mus.
G. Frey). Der Sammler notierte: „Auf Alnus“.
Long. + 4,5 mm.
Schwarz, Fühlerbasis, Thorax und Prosternum rotgelb, Ober-
seite glänzend.
Diese Art gehört zu der vorhergehenden Nephrica-Arten-
gruppe, durch die Färbung und auffallende Kopfbildung abwei-
chend: Die Antennalcalli sind hinten von einer Querleiste zusam-
mengebunden, mit welcher sie zusammen einen dreieckigen Ein-
druck einschließen (die Spitze des Dreiecks ist nach vorne gerich-
tet). Erst hinter der genannten Querleiste liegt eine feine Quer-
furche, die aber nicht bis zu den grob punktierten Orbiten hin-
reicht. Vertex fein punktuliert. Halsschild mehr als doppelt breiter
als lang, fein punktiert. Elytren ebenso fein punktiert (Vergröße-
rung 10x) mit einer sehr deutlichen postbasalen Querdepression.
Die 4 vorderen Basitarsite des 5’ nur schwach erweitert.
|
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j
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 129
Cacoscelis melanoptera Germar
Diese Art ist in den Sammlungen häufig mit C. nigripennis
Clark verwechselt:
1(4)
2. (3)
3(2)
Flügeldecken retikuliert, daher matter erscheinend, Re-
tikulation unter 20facher Vergrößerung sichtbar, Punk-
tierung sehr dicht. Unterseite einfarbig schwarz.
Fühler des 5 die Mitte der Flügeldecken nicht überragend
(beim 9 kürzer), das 1. Glied das längste, die mittleren
Glieder schwach verdickt, Apikalglieder wesentlich kür-
zer als das 1. Glied. Elytren schwarz, kaum metallisch.
Long. 8-13 mm. . . . Cacoscelis nigripennis Clark
Brasil: Rio de Janeiro, S. Paulo, Paranä, Sa. Catarina,
Rio Grande do Sul. — Paraguay. — Argentina: Misiones,
Entre Rios, Buenos Aires.
Fühler des 5 3/ der Flügeldecken erreichend, jedes der
Glieder 3—11 länger als das 1., die mittleren Glieder
stark dreieckig erweitert. Beim 9 erreichen die Fühler die
Mitte der Flügeldecken. Elytren metallisch blau. Long.
10—12 mm. . . . ....... Cacoscelis orphelia n. sp.
Argentina: Buenos Aires (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
4 (1) Flügeldecken stark glänzend, mikroskopische Retikulie-
rung unter 50—100facher Vergrößerung noch kaum er-
kennbar, Punktierung weitläufiger, Intervalle nicht ge-
runzelt.
5 (6) Thorax vor der Basis mit einer deutlichen Querdepression.
6 (5)
Unten einfarbig schwarz, Flügeldecken lebhaft metallisch
blau oder violett. Der Mittellappen des 5’ Sinus (= Aus-
randung des letzten Abdominalsegmentes) nicht vorgezo-
gen. Long. 8—12 mm. Cacoscelis melanoptera Germar
Brasil: Rio de Janeiro, Minas Gerais, S. Paulo, Pa-
ranä, Sa. Catarina, Rio Grande do Sul. — Paraguay.
Halsschild vor der Basis ohne Depression. Flügeldecken
schwarz, Unterseite schwarz, das letzte Abdominalsegment
rot, Mittellappen des 5 Sinus viel weiter als die Seiten-
‚appen ausgezogen. ei 11—13 mm. SEE
Cacoscelis neidrahs n. Sp.
Bl Br ker Villa Vietoria (Ch. Püjo, 1890, coll.
Oberthur, Mus. Paris); de Villa Victoria & Cachimbo (dtto).
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 Y
130 Entom. Arbeiten aus dem Museum Sen Frey, Bd. 6, 1955
Cacosecelis vietoria n. sp.
Brasil, Est. Bahia: Villa Victoria (Oh. Püjo, 1890, coll. Ober-
thur, Mus. Paris); de Villa Vietoria a Gochimbo (dtto).
Long. 11—15 mm.
Rotbraun, Fühler (Basalglieder ausgenommen), Spitze der
Mandibeln, Tibien und Tarsen pechbraun, Flügeldecken schwarz,
Epipleuren, Seiten- und Apikalrand der Flügeldecken hellbraun.
Diese Art ist ähnlich der C. marginata F., aber die Färbung
ist verschieden, und das 5% ist durch abweichende Form des Sinus
ausgezeichnet. Bei C. marginata ist der Mittellappen des Sinus nur
eine Spur gegenüber den Seitenlappen vorgezogen, sein Hinterrand
ist abgerundet und gegen Pygidium herabfallend. Bei C. victoria
ist der Mittellappen von einer sehr stark glänzenden Carina ge-
randet und sein Hinterrand ist geradlinig abgestutzt und nicht
gegen das Pygidium geneigt.
©. vietoria ist manchmal abweichend gefärbt: Thorax schwarz,
schmal braungelb gerandet, Scutellum und Sternum bräunlich, die
übrige Unterseite heller, Flügeldecken einfarbig braungelb (ab.
inversa).
Cacoscelis marginata Fabricius (nov. comb.)
Eine Untersuchung großer Serien dieser Art bestätigt die Auf-
fassung des Herrn M. Luiz Gonzaga E. Lordello (Dusenia 3, 1952,
p- 367—393, figs.), daß C. marginata F. und C. binotata lllig. con-
spezifisch sind. C. compta Er., bisher als eine selbständige Art
betrachtet, ist ebenfalls nur eine Form der C. marginata. (Seiten-
rand der Flügeldecken immer hell):
1. Thorax glatt. Flügeldecken, incl. Naht, metallisch.
0 f Cacoscelis marginata marginata Fabricius
Basıl: Bahia, Esp. Santo, Rio de Janeiro, Minas Ge-
rais, S. Paulo, Parana, Sa. Oatarina, Rio Grande do Sul,
Matto Grosso.
2. Thorax punktiert (Vergrößerung 10x).
\ Cacoscelis marginata binotata Illiger
Br: asil: Para, Amazonas. — Bolivia. — Perü. — Ecua-
dor. — Colombia. — Panamä. — Costa Rica. — Nica-
ragua. — Guyana.
a) Flügeldecken metallisch, Thorax mit 2 querliegen-
den schwarzen Flecken. (C. guianensis Jac.)
ab. binotata Illiger
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 131
b) Wie die vorige, aber die Flecken des Halsschildes
in Form einer ae zusammenfließend.
ab. faseiatocollis Clark
©) Wie 1 vorige, A die Flügeldeckennaht braun-
gelb. (C. circumsceripta Weise). I
ab. compta che
Im De rab Cebiet Kommen alle 3 Farbevarietäten vor, in
der andinen Region und in Zentral-Amerika ist die ab. compta
dominierend.
C. marginata marginata N.: Brasil, Est. do Rio de Janeiro:
Corcovado (G. Perina, Mus. Verona); Zenta 1903 (R. v. Skell, Mus.
Wien); Serra dos Orgäos, Massif de la Ziuca (Wagner Brothers,
1904, Mus. Wien). — Est. 5. Paulo: Sabaüna (Fötterle, Mus. Wien);
S. Bernardo (Mus. Wien).
Exaudita n. gen.
Mit der Gattung Syphraea verwandt (vordere Gelenkhöhlen
offen, Thorax mit einer bis zu den Seiten fortlaufenden Quer-
furche), aber flügellos, Flügeldecken in sehr regelmäßigen Längs-
reihen punktiert, Olypeallängscarina zwischen den Fühlern ver-
breitert und abgeflacht, Fühler kurz und moniliform und Schild-
chen kaum erkennbar.
Exaudita hilarıa n. sp.
Brasil, Est. Sa. Oatarina: Nova Teutonia, 11. Xl. 1945 (F.
Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 2—2,3 mm.
Kurzoval, hochgewölbt, einfarbig rotbraun, glänzend.
Vertex deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), in der Mitte
abgeflacht. Stirn sehr breit, beinahe 4x breiter als ein Augen-
durchmesser quer gesehen. Antennalcalli dreieckig, hochgewölbt,
sehr stark glänzend, fast zusammenfließend, hinten von einer fei-
nen aber scharfen Querfurche begrenzt, seitlich von den Orbiten
von einer grubenartigen Vertiefung abgetrennt. Clypealcarina
zwischen den Antennen abgeflacht und rugulös punktiert (Ver-
größerung 30—50 x), vorne abgekürzt, Quercarina von dem Vor-
derrand des Clypeus weit entfernt, in Form eines flügelförmigen
Appendix mit der Längscarina verbunden. Antennen robust, mo-
niliform, die Mitte der Flügeldecken erreichend (5) oder kürzer
(9), Apikalglieder verdickt, alle Glieder von + gleicher Länge.
9*
132 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Thorax halbkugelig, vor der Mitte am breitesten, Seiten ge-
rundet. Vorderwinkel verdickt und schräg abgestutzt, nach außen
nicht vorspringend, Hinterwinkel stumpfeckig und zahnartig.
Querfurche der Basis stark genähert, seicht, dicht und grob (Ver-
größerung 8—10x), aciculato-punktiert, die übrige Oberfläche
sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x). Schildchen quer, linear,
erst unter 50—100facher Vergrößerung erkennbar.
Elytren regelmäßig und hoch gewölbt, ohne Calli und ohne
Eindrücke, an den Seiten gerundet, Spitze ziemlich lang ausge-
zogen. Punktierung vorne stark (Vergrößerung 10x), hinten viel
feiner. Elytropleuren schmal. Intercoxalplatte des Prosternums so
breit wie die Epimeren davor.
Beim / sind die Tarsen kaum erweitert, und der Sinus des
5. Abdominalsegmentes ist sehr klein.
Syphraea flavicornis Weise (nov. comb.)
Diese Art, welche in dem Genus Lactica beschrieben wurde,
ist nahe verwandt mit Syphraea tricolor Baly und 5. modesta Jac.,
von welchen sie sich durch die Kopfbildung unterscheidet.
Syphraea-Arten der andinen Region.
Einige der hierher gehörenden Arten wurden teils als Lactica
teils als Altica beschrieben.
1 (4) Flügeldecken wenigstens vorne in sehr regelmäßigen ein-
fachen Reihen punktiert, ohne postbasale Querdepression.
2 (3) Schwarz, glänzend, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und
Beine mit Ausnahme der Hinterfemora gelb. Kopf und
Halsschild glatt, das letztere mit geraden und fast paral-
lelen Seiten. Flügeldecken vorne deutlich Er
20 % punktiert, hinten fast glatt. Long. 2,2 mm.
u Sanhraen pachiteensis n. Sp.
Bere: Pachitea (Mus. G. Frey).
3 (2) Wie die vorige Art, aber die Oberseite metallisch dunkel-
blau, Flügeldecken deutlich bis zur Spitze punktiert. Long.
2 mm. (Ex Altica).
; Syphraea Kalniaaa Tacoha; or ee,
Behna- — N. Argentina.
4 (1) Flügeldecken verworren oder in unregelmäßigen Doppel-
reihen punktiert, postbasaler Eindruck deutlich.
ETC IE
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 133
5 (8) Extreme Basis der Flügeldecken leistenartig emporgeho-
ben; diese Leiste hinten von einer Querreihe kräftiger
Punkte begrenzt. Körper länglich, Elytren fast parallel.
Hintertibia des 5' zur Spitze sehr stark verdickt, das 1.
Glied der Hintertarsen flach und gekrümmt. Das letzte
Abdominalsegment in der Mitte vor dem Sinus mit einem
hochgewölbten Tuberkel versehen. Kopf und Thorax glatt,
Elytren ziemlich stark punktiert. Long. 2,5—3 mm.
6 (7) Hintertibia des 5’ einfach verdickt. Schwarz, Oberseite
metallisch bronzegrün, 4 ersten Antennite, 4 Vorderbeine
und Hintertarsen gelb. Seiten des Thorax Be und
ar ee flach. .
Syphraea clavitibialis. n. Sp.
per: er (Mus. G. Frey); ibid., 800 m,
vıl. 1951 (Dr. W. Weyrauch); Callanga (Mus. G. Frey).
— Bolivia: Yungas del Palmar, 1000 m (Zischka, Mus. G.
Frey).
7 (6) Hintertibia des 5’ vor der Spitze außen mit einem kräfti-
gen scharfen Zahn versehen. Schwarz, Oberseite dunkel
metallisch blau mit Bronzeschein, 3 ersten Äntennite rot-
braun, Beine pechschwarz. Seiten des nahe der Mitte brei-
testen Halsschildes gerundet. Flügeldeckennaht vorne lei-
stenartig erhaben, diese Leiste vereinigt sich mit der
Se an der äußersten Basis. are.
. 2... Syphraea Cala n. Sp.
De Calnpr (Mus. G. Frey); Marcapata (dtto). —
Bolivia: Coroico, Yungas de la Paz (dtto); Mapiri (dtto).
8 (5) Basis der Elytren ohne Quercarina, Hinterbeine des < ein-
fach, das letzte Abdominalsegment des 5 ohne Tuberkel.
Körper oval, hochgewölbt.
9 (12) Antennen höchstens die Mitte der Flügeldecken errei-
chend, robust, jedes Glied (das 1. ausgenommen) höch-
stens doppelt länger als breit, die 5 letzten dicker als die
vorhergehenden. Thorax hinter der Querfurche deutlich
punktiert (Vergrößerung 20x), Oberseite metallisch bron-
zegrün bis blaugrün, die ersten Antennite bräunlich.
160 (ii) Größer, 2,8—3,3 mm, Fühler die Mitte der a
nicht erreichend. ‘(Ex Lactica). . u
Syphraea kuscheli kuscheli Beh ne Br comb.)
Perü.
134
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
t1 (10) Kleiner, 2,3—3 mm, Fühler die Mitte der Flügeldecken
17
erreichend. (Ex Lactica).!) Lee
Syphraea kuscheli coroicensis Bechyie or comb.
Bolivia: Coroico (Yungas de la Paz).
(9) Antennen die Mitte der Elytren weit überragend, mittlere
(15)
14)
Glieder robust, Apikalglieder viel dünner, jedes Glied (das
2. ausgenommen) fast dreimal länger als dick. Thorax
ohne Punktierung hinter der Querfurche.
Flügeldecken an den Seiten im ersten Drittel tief einge-
drückt, so daß der Humeralcallus isoliert steht.
Punktierung der Flügeldecken spärlich, in unregelmäßi-
gen Doppelreihen gestellt, vorne schon unter 8&—1Ofacher
Vergrößerung sichtbar.
) Oberseite sehr lebhaft metallisch grün. Flügeldecken hin-
ter dem Basalcallus mit einem tiefen, auffallend stark
punktierten Eindruck versehen, in der Hinterhälfte fast
erscheinend. Körper kleiner, 2,5—3 mm. Ä
Syphraea viridilucens n.sp.
Peru u: ee (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Oberseite blau bis blaugrün metallisch. Flügeldecken ohne
auffallend tiefe Querdepression hinter dem Basalcallus,
deutlich bis zur Spitze punktiert. Größere Art, 3,5—4,5
mm. (Ex Altica). Syphraea convexa Harold (nov. comb.)
Peru.)
Punktierung der Flügeldecken vorne dicht und ganz ver-
worren, in der Hinterhälfte kaum oder gar nicht sichtbar.
18 (21) Antennalcalli glatt und glänzend, so hochgewölbt wie die
‘
Spitze der Clypealcarina zwischen den Fühlern. Körper
4,5 mm nicht überragend.
t9 (20) Thorax höchstens doppelt breiter (9, beim 5 schmäler)
als lang, mit fast geraden Seiten. Oberseite metallisch
grün mit + deutlichem blauen Schimmer. Postbasale
Querdepression der Elytren bis zur Naht fortlaufend. Kör-
per kleiner, 3—4# mm. (Ex Lactica). Wr.
Syphraea viridis Weise (nov. comb.)
Perü.
29 (19) Thorax fast dreimal breiter als lang (bei beiden Geschlech-
tern gleich breit) mit stark und gleichmäßig gerundeten
1) Als species propria beschrieben.
*) Valle Chanchamayo, 800 m, Il. 1942 (Dr. W. Weyrauch).
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 1-35
Seiten. Oberseite dunkel metallisch grün mit purpurnem
Schein. Postbasale Querdepression nur hinter dem Basal-
callus vorhanden. Größere Art, +—4,5 mm. (lix Altica).
a Syphraea facialis Baly (nov. comb.)
Peru.t)
21 (18) Antennalcalli chagriniert, matt, Clypealcarina zwischen
den Fühlern hoch emporgewölbt, höher als die Calli. Kör-
per größer, 4,5—5 mm. Oberseite metallisch violett mit
blauem Schimmer, sehr stark glänzend. Thorax mehr als
doppelt so breit wie lang, Seiten schwach und regelmäßig
gerundet. Querdepression der Elytren bis zur Naht fort-
laufend... . . ÖByphraea zena n. sp.
Perü: Mn (coll, Heikertinger, Mus. G. Frey).
22 (13) Flügeldecken hinter dem Humeralcallus ohne Eindruck,
ein solcher befindet sich nur hinter dem Basalecallus. Me-
tallisch blaugrün, Flügeldecken bis zur Spitze ziemlich
stark (Vergrößerung 5—10x) und verworren punktiert,
Seiten des Thorax gerundet. Syphraea adpressa n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Syphraea iolantha n. sp.
Venezuela: Ranche Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas,
1. 1954 (dtto).
Long. + 3 mm.
Metallisch blau, glänzend, Tarsen und die 3 ersten Antennite
gelbbraun.
Mit 5. sponsa (ci. unten) nahe verwandt, aber das Halsschild
ist sehr deutlich punktiert (Vergrößerung 10x) und die Tarsen des
95 verschieden. Bei 5. sponsa ist es nur das 1. Glied der # Vorder-
tarsen, bei S. 1olantha ist es dasselbe Glied aller Tarsen, welches
verbreitert ist.
Syphraea sponsa Harold (nov. comb.)
Diese in Venezuela sehr häufige Art war in Gattung Hal-
tica beschrieben.
Syphraea scarletta n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 2,2—2,8 mm.
{) Valle Chanchamayo, 800 m, VII. 1951 et II. 1953 (Dr. W. Weyrauch).
136 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Schwarz, Fühlerbasis, Palpen und Beine gelbbraun. Oberseite
metallisch bronzefarben, glänzend.
Kopf glatt. Thorax fein punktuliert (Vergrößerung 20—30 x),
1,5x breiter als lang, Seiten schwach gerundet, Querfurche vor
der Basis tief und in der Mitte geschwungen. Elytren mit einer
schwachen postbasalen Querdepression, stark und fast verworren,
hinten schwächer punktiert. Tarsen des 5 so zart wie die des 9,
das letzte Abdominalsegment des 5 in der Mitte nahe dem Hinter-
rand stark quer eingedrückt.
Diese Art unterscheidet sich von den anderen aus Venezuela
durch die Färbung und namentlich durch den Grad des Sexual-
dimorphismus der Tarsen. S. tutelaris Har. ist eine nahe stehende
Art, die aber auf der Hinterhälfte der Elytren ganz glatt ist.
Syphraea bibiana n. sp.
Brit. Honduras: Manatec (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey);
Belize (dtto).
Long. 1,5—2,2 mm.
Pechbraun, glänzend, Oberseite, Beine und Antennen hell-
braun, Scutellum und Flügeldeckennaht pechbraun bis pech-
schwarz.
Kopf glatt, Antennalcalli voneinander entfernt, in der Mitte
von einem länglichen kielartigen Stirntuberkel getrennt, welcher
so stark wie die Galli gewölbt ist, Glypealcarina höher gewölbt.
Fühler die Mitte der ‚Elytren überragend, Glieder 2, 3 und 4
gleich lang, Endglieder kaum verdickt.
Halsschild ziemlich dicht und fein punktiert (Vergrößerung
20—30 x), weniger als doppelt so breit wie lang, Seiten fast paral-
lel, im vorderen Drittel gerundet und nach vorne verengt. Vorder-
winkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Antebasalfurche
tief, Basallängsfurchen deutlich.
Flügeldecken weniger glänzend als das Halsschild, dicht und
stark punktiert (Vergrößerung 5—68x), Punkte hie und da unbe-
stimmte Längsreihen bildend, hinten abgeschwächt, Lateralinter-
vall glatt und gewölbt. Epipleuren breit.
Mit S. fulva Jac. verwandt, anders gefärbt, Verhältnisse der
einzelnen Antennite verschieden und Thorax deutlich punktiert.
Syphraea autochroma n. sp.
Brasil, Est. Amazonas: Teffe, 2° trim. 1879 (M. de Mathan,
coll. Oberthur, Mus. Paris).
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 137
Long. 3,5—4 mm.
Pechschwarz, Tarsen und Fühlerbasis heller, Kopf, Thorax
und Scutellum metallisch blau bis grün, Flügeldecken lebhaft pur-
purviolett. Körper kurzoval, Oberseite stark glänzend.
Kopf glatt, nahe den Augen runzelig punktiert. Antennalecalli
oval, quergestellt, gut begrenzt. Stirn 1,5x breiter als ein Augen-
diameter quer gesehen. UClypealcarina breit, oval, höher gewölbt als
die Antennalcalli. Antennen dünn, zur Spitze dünner, nicht ver-
diekt wie bei den meisten Arten, die Mitte der Flügeldecken er-
reichend, das 2. Glied das kürzeste, andere Glieder untereinander
von ungefähr gleicher Länge.
Halsschild weniger als doppelt so breit wie lang, nahe der
Mitte am breitesten, Seiten schwach gerundet. Vorderwinkel schräg
abgestutzt, seitlich nur schwach gewinkelt, nicht zahnartig vor-
springend, Hinterwinkel rechteckig. Antebasale Querfurche gerade,
nicht tief, jederseits von einer Basalvertiefung unterbrochen. Basis
fein gerandet, gegen das glatte Schildchen lappig erweitert. Ober-
seite sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x).
Flügeldecken vorne fein punktiert (Vergrößerung 20x), hin-
ten fast glatt, postbasaler Eindruck nur angedeutet. Epipleuren
breit. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen nur schwach
erweitert.
Eine große, ganz eigentümlich gefärbte Art mit charakteristi-
scher Bildung der Antennen.
Syphraea freudei n. sp.
Venezuela: Maracay, V.1936 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
München).
Long. 2,2—2,3 mm.
Gelbbraun, glänzend, Vorderkörper dunkelbraun, Spitze der
Endglieder der Antennen angebräunt.
Kopf glatt. Antennalcalli schmal, schräg, hinten von den
schräg zusammenlaufenden tiefen Stirnfurchen begrenzt, in deren
Winkel sich ein länglicher Tuberkel befindet. Clypealcarina scharf,
T-förmig. Stirn nur etwas breiter als ein Augenquerdiamter.
Antennen robust, die Mitte der Elytren knapp erreichend, zur
Spitze leicht verdickt, Glieder 2—6 von ungefähr gleicher Länge.
Halsschild transversal, fast doppelt breiter als lang, Seiten
fast parallel, schr schwach gerundet, Vorderwinkel schräg abge-
stutzt. Oberfläche ziemlich dicht und fein punktuliert (Vergröße-
rung 30—40 x), antebasale Querfurche tief,
138 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne mäßig stark
(Vergrößerung 20x), hinten undeutlich, in dicht gedrängten
Längsreihen punktiert. Basalcallus sehr schwach, postbasaler Ein-
druck seicht. Elytropleuren horizontal, ziemlich breit, etwas ange-
dunkelt. Beim 5 ist das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen deutlich
erweitert.
An der Stirnbildung und Färbung kenntliche Art.
Syphraea petulans Harold (nov. comb.)
Diese als Haltica beschriebene Art ist eine Syphraea, welche
mit der zentral-amerikanischen 5. parvula Jac. verwandt ist.
Syphraea laetaria n. sp.
Venezuela: Caracas, 11. 1934 (G. Frey).
Long. 2,5 mm.
Pechschwarz, Fühlerbasis und Beine rotbraun, Oberseite sehr
stark glänzend, lebhaft metallisch grün mit einem schwachen
Bronzeschimmer.
Kopf glänzend, Antennalcalli schräg, schmal, hochgewölbt.
Ciypealcarina schwarz, scharf, T-förmig. Antennen die Mitte der
Flügeldecken weit überragend, Glieder 2—4 progressiv an Länge
zunehmend, das 4. Glied doppelt länger als das 2.
Halsschild in der Mitte am breitesten, fast doppelt so breit
wie lang, Seiten nur schwach gerundet. Vorderwinkel schräg ab-
gestutzt, seitlich ein kleines Zähnchen bildend. Oberfläche sehr
fein und spärlich punktuliert (Vergrößerung 30—40 x). Antebasale
Querfurche tief, hinter dem Vorderrand befindet sich jederseits
ein flacher und weiter Eindruck.
Flügeldecken grob (Vergrößerung 3—5x) und verworren
punktiert. Basalcallus groß, nur mit einzelnen Punkten besetzt,
postbasale Querdepression kräftig.
Eine an der Färbung, dem starken Glanz, den langen Fühlern
und den grob punktierten Flügeldecken erkenntliche Art.
Syphraea nugatrix Harold (nov. comb.)
Diese, als eine Altica beschriebene Art gehört in die Gattung
Syphraea. Gegenüber den anderen Arten aus Venezuela ist die
vorliegende leicht an der hellbraunen Grundfärbung kenntlich.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 139
Syphraea ardens n. sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Corumbä (Mus. G. Frey).
Long. 2—2,2 mm.
Rotgelb, Abdomen und die Apikalglieder der Antennen an-
gebräunt, Flügeldecken metallisch bronzegrün, jede mit einem
schlecht begrenzten, länglichen rotbraunen Diskalfleck.
Kopf glänzend, glatt, nahe dem Hinterrande der Augen mit
einigen Punkten besetzt. Antennalcalli deutlich, Längscarina des
Ulypeus gut markiert. Fühler ziemlich robust, die Mitte der Flügel-
decken erreichend, Glieder 2—4 progressiv an Länge zunehmend,
das 5. so lang wie das 9.
Thorax transversal, 1,5x breiter als lang, nahe der Mitte am
breitesten, Seiten regelmäßig gerundet. Vorderwinkel abgerundet,
Hinterwinkel rechteckig und seitlich leicht vorspringend. Ober-
fläche nur mäßig glänzend, dicht und fein punktuliert (Vergröße-
rung 20—S0 x). Antebasale Querfurche tief, eine andere schwache
Depression befindet sich hinter dem Vorderrand.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark (Ver-
größerung 5—6 x), hinten schwächer, verworren punktiert. Basal-
callus deutlich, postbasaler Eindruck gut markiert.
5. ardens ist durch die Farbenverteilung ausgezeichnet, die
sich bei keiner der bekannten Arten wiederholt.
Syphraea picea n. sp.
Diese Art ist mit S. nigrita Jac. verwandt, von gleicher schwar-
zer Grundfärbung ohne Metallschein:
1 (2) Stirn in dem von den Antennalcalli gebildeten Winkel
ohne Tuberkel. Epipleuren und Elytropleuren breit.
Schwarz, Fühler und Beine (Spitze der Hinterfemora
ausgenommen) hell gelbbraun. Oberseite glänzend, Tho-
rax ohne Punktierung, Elytren dagegen sehr deutlich
punktiert (Vergrößerung 8—10x), Punkte in unregel-
mäßigen Längsreihen geordnet. Long. 2—2,5 mm.
Be, a me Syphraea nigrita Jacoby
Paraguay. — Brasil: Sa. Catarina.
2 (1) Stirn in dem Winkel, welcher ven den schräg nach vorne
zusammenlaufenden Antennalcalli gebildet ist, mit einem
kleinen aber scharfen Tuberkel versehen. Epipleuren und
Elytropleuren schmal.
140 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
3 (4) Glänzend, pechschwarz, Palpen, Antennen und Beine hell-
braun, Hinterschenkel angedunkelt.
Thorax glatt, ohne Punktierung (Vergrößerung 40
bis 50x), Flügeldecken fein punktiert (Vergrößerung
20 x), Punkte vorne in dichten Längsreihen stehend, hinten
erlöschend. Long. 2—2,5 mm. . Syphraea picea n. sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Corumba (Mus. G. Frey).
— Argentina, Entre Rios: La Paz, 24. X1. 1952 (W. Witt-
mer, Mus. G. Frey).
4 (3) Schwarz, glänzend, Tibien, Tarsen und Fühlerbasis braun-
gelb, Thorax fein mikroskopisch skulptiert (Vergrößerung
40—50x), daher matt erscheinend. Punktierung der Ely-
tren stark (Vergrößerung 8—10x) in 11 regelmäßigen
Längsreihen geordnet, auch hinten deutlich inskulptiert.
Long. +2 mm. . . Syphraea melas n. sp.
Brasil, Est. Matio Ge : (Mus. G. Frey).
Syphraea dactylographa n. sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Corumba (Mus. G. Frey).
Long. + 2 mm.
Pechschwarz, Beine und Fühlerbasis gelbbraun, Oberseite leb-
haft metallisch blauviolett.
Diese Art ist mit 5. flavipes Jac. nahe verwandt (diese wurde
in Corumbä auch gefunden), aber das Halsschild ist stark (Ver-
größerung 10x) und dicht, hie und da sogar runzelig punktiert,
und die schmale Stirn ist mit 3 länglichen Tuberkeln versehen,
welche in einer nach hinten auseinander laufenden Trifurkation
geordnet sind (= in dem von den tuberkelartigen Antennalcalli
gebildeten Winkel befindet sich ein gleich hoher länglicher
Höcker).
Syphraea blasia n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 15. I. et # Il.
1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. + 2 mm.
Unten bronzegrün, pechbraun durchscheinend, Kopf, Hals-
schild, Schildchen und Flügeldeckennaht pechschwarz, Clypeus
und Mundorgane rot, Fühler, Beine und Flügeldecken hellbraun,
die letzten 5 Antennite dunkelbraun. Körper oval, stark glänzend.
Kopf ohne Punktierung, nur parallel mit dem inneren Augen-
rand läuft eine kurze Punktreihe. Antennalcalli schmal, leistenför-
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 141
mig, nach hinten stark divergierend. Olypealfurche scharf, T-för-
mig. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glieder 2
bis 4 von gleicher Länge, Endglieder leicht verdickt.
Thorax stark gewölbt, 1,5x breiter als lang, glatt, nur nahe
den Seiten in der vorderen Hälfte mit einigen großen Punkten be-
setzt. Seiten schwach gerundet, Vorderwinkel fast abgerundet, an
den Seiten einen sehr schwachen Winkel bildend.
Flügeldecken breiter als der Thorax, vorne stark (Vergrö-
ßerung 5—8x), hinten kaum sichtbar in ziemlich regelmäßigen
Reihen punktiert, Basalcallus schwach.
Beim 5 sind die Antennen dicker, das 1. Glied der 4 vorderen
Tarsen ist merklich erweitert, und das letzte Abdominalsegment
hat in der Mitte eine tiefe, nach hinten geöffnete grubenartige
Vertiefung.
An der Färbung leicht kenntlich, gleichzeitig die Flügeldecken
in 11 Längsreihen punktiert (Elytralpunktierung der etwas ähn-
lichen 5. plaumanni Bech. ist vollkommen verworren).
Altica hygrobia n. sp.
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey). —
„Lebt an Wasserpflanzen‘ (Zischka i. 1.).
Long. 4—4,5 mm.
Pechbraun bis -schwarz, Beine gelblich, Oberseite lebhaft me-
tallisch bronzegrün, nur mäßig glänzend (mikroskopische Retiku-
lierung unter S0facher Vergrößerung sichtbar).
Diese Art gehört in die Gruppe der A. [lavipes Bohem.; sie un-
terscheidet sich von allen hierhergehörenden Arten durch die Fär-
bung (Fühler konstant pechschwarz), durch großen Sexualdimor-
phismus der Tarsen (das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen ist so breit
wie die Spitze der ensprechenden Tibia) wie bei A. muriensis Bech.
Die letztere hat eine Querfurche vor der Basis des Halsschildes,
während A. hygrobia einen gleichmäßig gewölbten und stärker
und dichter punktierten, weder mit Erhabenheiten noch mit einer
Querfurche versehenen Thorax besitzt. Vertex der A. hygrobia ist
fein transversal gerunzelt.
Altica transversa Germar (nov. comb.)
A. violacea Klug (Harold) ist mit dieser Art spezifisch iden-
tisch. Sie repräsentiert eine Farbenvarietät, die ich 1951 (Rev. Chil.
Ent. 1, p. 100) als ab. frequentissima bezeichnete.
14) Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Argentina: Rio Uruguay, I. 1938 (Vasco l., Mus. Verona);
Buenos Aires: Escobar, 13. XI. 1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey);
Salta (Reimoser, Mus. Wien). — Paraguay: Asunciön (Mus. G.
Frey).
Altica plicata Erichson
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, IV. 1943 (Dr. W. Wey-
rauch); Gusco, Machupicchü, 2100 m (dtto).
Altica costata sp. geogr.
ea
.subsp. costata Erichson s. str.: Blau, Flügeldecken mit 3 deut-
lichen Längsrippen. Behaarung der Unterseite sparsam.
Peru: Chanchamayo, Tingo Maria, etc.
.subsp. simplieior nov.: Grün, Flügeldecken nur mit 2 deutlichen
Längsrippen. Unterseite dicht behaart. Körper groß, + 5 mm.
Perü, Qusco: Machüpiechü, 2100 m (W. Weyrauch Igt. et
eoll.).
3. subsp. chalcoderma nov.: Wie die vorhergehende Form, aber die
Flügeldecken haben einen goldigen Schimmer, und der Körper
ist größer (+ 9 mm).
Peru: Rio Madre de Dios (Mus. G. Frey).
4.subsp. simplieissima nov.: Dunkelblau, Flügeldecken nur mit
einer einzigen Längsrippe, die oft sehr undeutlich gebildet ist.
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (R. Zischka, Mus. G.
Frey).
IS
Altica mexicana Jacoby.
Guatemala: Escuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien).
Altica amethystina Olivier.
Costa Rica: 5. Isidro pres 5. Jose (Reimoser, Mus. Wien). —
Pert: Lima, 1570 (Ransont, Mus. Wien); ibid., 4. 1. 1950 (R. Fer-
nandez, Mus. Lima); Laguna Villa, 4. II. 1950 (dtto).
Altica limana n. sp.
Perü: Lima, 21. I. 1950, 23. VII. 1947 (Dr. W. Weyrauch).
Long. 4—5 mm.
Schwarz mit Bronzeglanz, Flügeldecken lebhaft kupferfarbig
mit Purpurglanz, weniger glänzend. Körper schwach gewölbt, oval,
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae
143
Trochanteren, Mundteile und zum Teil auch die ersten 3 Fühler-
glieder rötlich.
Dem ganzen Aspekt nach ist diese Art mit A. maculipes Ha-
rold (von Colombia) verwandt:
maculipes F
Frontaltuberkeln stark
quer.
Halsschild unpunktiert.
Basalcallus der Flügeldek-
ken groß, sehr stark konvex.
Querdepression des Hals-
schildes
seicht.
überall
gleichmäfiig
limana:
Frontaltuberkeln kurzoval.
Halsschild hinter der Quer-
depression stark punktiert.
Basalcallus doch
aber deutlich.
Diese Depression ist an den
kleiner,
Seiten wesentlich tiefer als in
der Mitte.
Altica blancasi n. sp.
Perü: Chanchamayo, env. Lago de Junin, 4125 m, 10. XI. 1947
(Blancas Igt., coll. Dr. W. Weyrauch).
Long. > 5 mm.
Blau mit grünlichen und violetten Reflexen, Mundorgane
pechbraun. Von ovaler Körperform.
Kopf breit mit kleinen Augen, Stirn 4x breiter als ein Augen-
diameter, Frontaltuberkeln schwach gewölbt, Interantennalcarina
messerscharf, transversale Clypealcarina an den Seiten verdickt.
Oberfläche vollkommen glatt mit Ausnahme von 2 schwachen Ein-
drücken, welche sich schräg von den Frontaltuberkeln zu den
Augen ausdehnen. Fühler kurz und robust, die Schulterbeule der
Flügeldecken leicht überragend.
Halsschild stark gewölbt, besonders in transversaler Richtung,
weniger als doppelt so breit wie lang, die größte Breite liegt vor
der Mitte, Seiten abgesetzt, schwach gerundet und vor den Hinter-
winkeln deutlich ausgeschweift. Alle Winkel stumpfwinkelig und
leicht verdickt. Die Querfurche geradlinig, ziemlich tief, bis zu
den Seiten des Thorax verlängert, wo sie eine tuberkelförmige Er-
habenheit in den Hinterwinkeln begrenzt. Oberfläche fein punk-
tuliert, Punktierung deutlicher bei der Basis und in der Umgebung
aller Winkel. Schildchen schwarz.
Flügeldecken so breit wie das Halsschild, hinter der Mitte
deutlich erweitert, ziemlich stark punktiert, Punktierung ungleich,
144 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
g. Fıey |
aus größeren und kleineren Punkten bestehend, Zwischenräume
sehr unregelmäßig und undeutlich, etwas mehr ausgeprägt nur
hinter der Basis. Marginalrand nahe der Mitte etwas gewellt; Ex-
tremität jeder einzelnen Flügeldecke breit abgerundet. Prostethi-
um konvex, Beine robust, Behaarung der Unterseite gelblich.
dj. Das erste Glied aller Tarsen stark erweitert. Letztes Ab-
dominalsegment mit einem Sinus versehen.!)
Q. Beine grazil, das letzte Abdominalsegment zugespitzt. Flü-
geldecken hinter der Mitte stärker erweitert.
Eine stark abweichende Art, die durch auffallende Wölbung
des Halsschildes und durch kurze und robuste Beine der A. con-
vexicollis Har. ähnlich ist.
Altica louella n. sp.
Argentina, Tucumän: San Javier (coll. Dr. Reitter, Mus. G.
Frey).
Long. 3,5—4 mm.
Pechbraun, die 4 oder 5 ersten Antennite rot, oberseits glän-
zend, metallisch stahlblau.
Kopf glatt, Antennalcalli gut markiert, schräg nach hinten
divergierend. Längscarina des Olypeus breit, so stark wie die An-
tennalcalli gewölbt. Augenfurchen vorne fast parallel laufend, von
dem inneren Rand der Augen weit entfernt. Stirn mehr als dop-
pelt so breit wie ein Augenquerdiameter. Antennen ziemlich ro-
bust, die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, das 3. Glied
eine Spur länger als die benachbarten.
Halsschild transversal, weniger als doppelt so breit wie lang,
herzförmig, vor der Mitte am breitesten. Seiten gerundet, von den
Hinterwinkeln ausgeschweift. Vorderwinkel abgestutzt und ver-
dickt, Hinterwinkel rechteckig. Oberfläche fein punktuliert (Ver-
größerung 30—40 x), antebasale Querfurche tief inskulptiert.
Flügeldecken parallel, hinter der Basis quer eingedrückt, Ba-
salcallus eine große Fläche einnehmend, aber nur schwach ge-
wölbt. Oberfläche stark punktiert, Punkte in ziemlich regelmäßi-
gen Längsreihen geordnet, im plötzlich herabfallendeım Apikal-
fünftel kaum erkennbar.
i) Als Sinus bezeichne ich eine plattenförmige Verlängerung der Mittel-
partie des Hinterrandes des letzten Abdominalsegmentes beim 5’, die jederseits
durch einen + tiefen Ausschnitt begrenzt ist.
EEE un EEE
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 145
9. Relativ kleiner, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen kurz
oval, stark erweitert, die Spitze der entsprechenden Tibien ver-
dickt. Flügeldecken mit einer scharfen lateralen Längsrippe, wel-
che auf dem Humeralcallus beginnt und bis hinter die Mitte hin-
gezogen ist. Penis lanzettförmig.
9. Relativ größer, Beine zart gebaut, Lateralrippe der Flügel-
decken schärfer, höher und länger; außerdem befindet sich vor
der Spitze eine große tuberkelförmige Erhabenheit, welche nach
außen scharf umgrenzt ist.
Diese Art gehört in die Gruppe der A. flavipes (cf. Bechyne:
Ent. Arb. Mus. G. Frey 5, 1954, p. 127); sie weicht von a. a. ©. auf-
gezählten Arten durch die Färbung und durch die Struktur der
Flügeldecken ab.
Exoceras heikertingeri n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. + 2,2 mm.
Rotbraun, mittlere Antennite angedunkelt (2 992) oder Fühler
einfarbig rotbraun (1 5). Oberseite sehr stark glänzend.
Kopf glatt, Clypeus und Genae stark nach vorne verlängert,
der erstere ohne Carinae. Antennalcalli gewölbt, gut umgrenzt.
Augen klein, Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter quer
gesehen.
Thorax glatt, breiter als lang, Seiten fast geradlinig, von der
Basis nach vorne stark divergierend. Antebasale Querfurche tief
und einreihig punktiert. Vorderwinkel verdickt und kurz abge-
rundet, Hinterwinkel rechteckig.
Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, mit einem großen
Basalcallus und einer tiefen postbasalen Querdepression. Humeral-
callus hoch, durch einen tiefen Längseindruck von dem Basalcallus
getrennt, welcher einreihig stark punktiert ist. Punktierung in
regelmäßigen Längsreihen geordnet, stark, hinten und auf dem
Basalcallus abgeschwächt. Vordere Gelenkhöhlen weit offen.
J Clypeus vorne mit 2 Tuberkeln versehen, Antennalcalli
sehr hoch gewölbt. Antennen robust, so lang wie der ganze Körper,
1. Glied claviform, sehr lang, Apikalglieder etwas dünner als die
mittleren. 1. Glied der 4 vorderen Tarsen leicht verdickt.
Q. Clypeus eine glatte Fläche bildend, ohne Tuberkeln. Fühler
3% der Elytren erreichend, grazil, zur Spitze leicht verdickt. Beine
zart gebaut.
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey. Bd. 6, H.1 10
146 Entom, Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diese Form ist der Chorodecta coarctata Har. ähnlich, die
letztgenannte Gattung hat aber eine sehr seichte Querfurche des
Halsschildes und in der Mitte verdieckte Fühler. Andererseits ist
diese neue Art der orientalischen Gattung Manobia sehr ähnlich
(Manobia besitzt aber einen normal langen Clypeus mit Carinae).
Pseudoepitrix ist durch normal gebildeten Kopf und hinten ge-
schiossene vordere Gelenkshöhlen ausgezeichnet.
Exoceras eyamescens n. Sp.
Costa Rica: Turialba (Mus. G. Frey).
Long. 2,5 mm. 5' unbekannt.
Pechschwarz, Tarsen, Labrum und Antennen heller, die letz-
ten 3 Antennite weißlich, Prothorax und Flügeldecken lebhaft
metallisch blaugrün, die Elytralspitze hellbraun. Oberseite glän-
zend.
Kopf ohne Punktierung, Ulypeus viel länger als ein Auge, an
der Basis mit einer kaum erkennbaren feinen Carina versehen
(Vergrößerung 50 x), vorne leicht aufgetrieben. Antennalcalli
schwach. Stirn kaum breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler
zart, 3/, der Flügeldecken erreichend, das 2. Glied kürzer als das 9.,
cas 1. länger als die 2 folgenden zusammengenommen.
Thorax deutlich transversal, nahe dem Vorderrand am breite-
sten. Seiten fast gerade nach hinten ziemlich stark konvergierend.
Vorderwinkel verdickt und abgerundet, Hinterwinkel mit einem
kleinen Zähnchen versehen. Oberfläche glatt, antebasale Quer-
furche tief, punktiert und in der Mitte gewellt. |
Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark in regel-
mäßigen Längsreihen punktiert, hinten fast glatt. Humeral- und
Basalcallus hochgewölbt, untereinander jedoch schlecht getrennt,
postbasaler Quereindruck tief. |
Diese Art ist an der Färbung, an den schwachen Antennalecalli '
und an den untereinander zusammenfließenden Humeral- und |
Basalecallus erkennbar. |
Exoceras castaneus Jacoby (nov. comb.)
Diese als Crepidodera beschriebene: Art gehört der Gattung "
en 0 . . |
Exoceras Jac. zu; sie weicht von der anderen venezuelanischen Art
durch die folgenden Merkmale ab: |
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 147
E. castaneus:
Long. 1,5—2,5 min.
Dunkelbraun, Fühler und
E. pallidus n. sp.:
Long. 1,5—2 mm.
Gelblich. mitt!ere Anten-
nite schwarz.
Thorax fein punktuliert
(Vergrößerung 20-—30 x).
eine einfarbig hell braungelb.
Punktierung des Halsschil-
des stark (Vergrößerung 8 bis
10x).
Das 1. Glied der Hintertar-
sen fast so lang wie die 3 fol-
genden zusammengenommen.
E. pallidus wurde in Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey) gesam-
melt.
Dieses Glied knapp so lang
wie die 2 folgenden zusammen-
genommen.
Exoceras interruptus Baiy (nov. comb.)
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28.1.1953 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Diese, als eine Crepidodera beschriebene Art ist durch einen
tiefen Ausschnitt am Vorderrand des Clypeus beim 5 und durch
die Färbung ausgezeichnet.
Kxoceras wittmeri n. Sp.
Brasil: Rio de Janeiro, 18. III. 1952 (W. Wittmer, Mus. G.
Frey). |
Long. + 3 mm.
Rotgelb, Flügeldecken mit einer pechbraunen Quermakel
dicht hinter der Mitte, welche weder die Naht noch den Seitenrand
erreicht. Sternum angedunkelt. Oberseite glänzend.
Mit E. interruptus Baly verwandt, anders gefärbt, viel größer,
Seiten des Halsschildes nach vorne nur schwach divergierend, ante-
basale Querfurche seichter und in der Mitte gewellt, und die Epi-
pleuren laufen fast bis zum Suturalwinkel fort (bei E. interruptus
im Apikalviertel abgekürzt).
Kxoceras sıxtus n. sp.
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey).
Long. 2 mm.
Pechschwarz, Flügeldecken (namentlich der Humeralcallus)
dunkelbraun, Fühler und Beine hellbraun bis braungelb. Körper
oval, oberseits glänzend.
148 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf glatt. Antennalcalli schräg, schmal, sehr lang, die Augen-
mitte nach hinten überragend, gut umgrenzt. Fühler zart, das
3. Glied etwas länger als das 2.
Thorax schwach transversal, an den Vorderwinkeln am breite-
sten. Seiten gerade, nach hinten konvergierend. Vorderwinkel ab-
gestutzt, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche seicht punktiert,
Querfurche tief, in der Mitte ausgebuchtet, stark einreihig punk-
tiert. Antescutellarfeld abgeflacht.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, kräftig in regelmäßi-
gen Längsreihen punktiert, Intervalle glatt, die lateralen gewölbt.
Humeral- und Basalcallus ‚deutlich, postbasale Querdepression
schwach. Beine zart gebaut.
E. sirtus unterscheidet sich von den anderen Arten außer der
Färbung durch nach hinten divergierende leistenartige und lange
Antennalcalli.
Strabala ambulans jamaicensis Blake
Jamaica: Nordküste, 1.1954 (G. & H. Frey).
Strabala durangoensis n. sp.
Mexico: Durango (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 4,5 mm.
Schwarz, glänzend, Prosternum, Kopf, Halsschild, Flügeldek-
ken und die 3ersten Antennite gelb, Beine und die 5 Apikalglieder
der Fühler pechschwarz.
Diese Art ist sehr ähnlich der Str. rufa floridana Blake, be-
treffend den gelblichen Farbton der Oberseite, welche aber stark
glänzend und auch unter 100facher Vergrößerung ohne wahr-
nehmbare Mikroretikulierung ist. Von den übrigen Strabala-Arten
Zentral-Amerikas ist Str. durangoensis durch starke, schon unter
3—9facher Vergrößerung sichtbare Punktierung der Elytren ver-
schieden.
Strabala insignicollis Bechyn&@ (nov. comb.)
Diese Form, ursprünglich als eine Rasse der Str. rufa be-
schrieben, muß als Art bezeichnet sein, weil nach der gründlichen |
Bearbeitung dieser Gattung von Miss. Doris H. Blake (Proc. U. S.
Nat. Museum 103, 1953, no. 3319, p. 121—134) sich zeigte, daß 1
Str. rufa ausschließlich in den Vereinigten Staaten von Nordame-
J.B chyre&: Rise des H>rrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 149
rika verbreitet ist, während in Zentral-Amerika und Kolumbien
als Str. rufa bezeichnete Exemplare zu anderen Arten gehören.
Str. insignicollis ist am nächsten mit Str. colombiana Blake
verwandt, ist aber von breit ovaler Gestalt, kleiner, anders gefärbt,
und die Aedeagus-Spitze ist rundlich. Es ist wohl möglich, daß sie
mit dem Exemplare aus Carthagena (Colombia) identisch ist, das
Miss. Blake in den letzten Zeilen der Beschreibung von Str. colom-
biana (a. a. O. p. 134) erwähnt.
Idaltica n. gen.
Diese Gattung ist mit Ptocadica Har. verwandt, von welcher
sie sich durch antebasale Querfurche des Halsschildes unterschei-
det. Diese Querfurche ist jederseits von einem kurzen Basalein-
druck begrenzt.
Sowohl Ptocadica als auch /daltica gehören in die Verwandt-
schaft von Monomacra, weil sie keine Episternalfurche besitzen
—= Epimeren des Prosternums sind von den Episternen nicht ge-
trennt).
Idaltica boliviana n. sp.
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 5 mm.
Gelblich, Vorderkörper rot, Meso- und Metasternum, Abdo-
men, Beine und die 7 letzten Antennite schwarz. Körper kurzoval,
stark gewölbt, oberseits glänzend.
Kopf glatt, Stirn ohne Querfurche, breit, doppelt breiter als
ein Augenquerdiameter. Augen innen nicht ausgerandet, länglich.
Antennalcalli sehr deutlich, hinten zusammenfließend, vorne durch
ein tiefes längliches Grübchen voneinander getrennt. Orbiten tief
inskulptiert. Clypealcarina höher als die Antennalcalli, Clypeus
kurz. Antennen Y; der Flügeldecken erreichend, das 3. Glied kaum
länger als das 2., die 5 letzten schwach verdickt, lang.
Halsschild klein, fast quadratisch, Seiten fast gerade, Vorder-
winkel vorgezogen, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche undeut-
lich punktiert. Antebasale Querfurche tief, in der Mitte gegen das
Scutellum lappig gebogen, Basalfurchen sehr tief, gebogen. Schild-
chen klein.
Elytren viel breiter als das Halsschild, sehr stark (Vergröße-
rung 2—93x), dicht und verworren punktiert, nur an den Seiten
befindet sich eine Punktreihe, welche einen glatten gewölbten sub-
150 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
lateralen Intervall abtrennt. Humeralcallus groß, postbasaler Ein-
druck fehlt. Beine ziemlich zart, Hinterfemora nur mäßig verdickt,
das 1.Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden zusam-
mengenommen.
Diese Art sieht den zahlreichen ähnlich gefärbten Monomacra-
Ärten recht ähnlich, sie unterscheidet sich aber leicht an dem sehr
kleinen fast quadratischen Thorax.
Grammicopterus flavescens Blanchard (nov. comb.)
Gr. nigricollis Blanch. ist nur eine Farbenvarietät dieser Art,
bei welcher die diskale Elytralbinde fehlt. Kopf, Thorax und Un-
terseite sind bei beiden Formen pechschwarz mit allen möglichen
Übergängen bis hell braungelb.
Chlamophora ustulata Clark (nov. comb.)
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Tijuca, 24.—28. XI. 1937 (F.
Tippmann, Mus. G. Frey).
Diese Art wurde als eine Diphaulaca beschrieben, hat aber alle
Merkmale des Genus Chlamophora. Die Fühler sind schwarz, nur
an der Basis gelblich.
Chlamophora argentiniensis Bechyne€ (nov. comb.)
Diese Art wurde von Boheman (18558) unter dem Namen Di-
phaulaca striata beschrieben (nec Klug 1829).
Monomacra bicolorata Jacoby
Perü: Satipo, 650 m, VII. 1940 (Dr. W. Weyrauch).
Die Seitenränder des Halsschildes sind manchmal bräunlich
gelb.
Monomaecra tingomariana n. sp.
Peru, Rio Huallaga: Tingo Maria, 670 m, 1940 (Dr. W. Wey-
rauch).
Long. < 5 mm.
Rotgelb, glänzend, Antennen, Labrum, Beine und eine Diskal-
makel auf jeder Flügeldecke schwarz. Diese Makel ist langoval,
sie beginnt vor der Mitte und endet vor der Spitze, weder die Naht
noch den Seitenrand berührend.
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 151
Diese Art ist sehr nahe verwandt mit M. sellata Baly, bei wel-
eher der schwarze Diskalfleck auf der Basalhälfte der Flügel-
decken liegt, und gleichzeitig ist die Elytralpunktierung schon un-
ter 20facher Vergrößerung deutlich (bei M. tingomariana noch un-
ter 5Ofacher Vergrößerung kaum sichtbar), und die Längscarina
des Glypeus ist vorne abgeflacht (überali stark gewölbt bei M.
tingomariana).
Monomacra plagiata Bowditch (nov. comb.)
Die Art wurde zuerst von Jacoby unter dem (präockkupierten)
Namen Lactica seminigra beschrieben, dann von Bowditch in £.
rosenbergi geändert; der letztgenannte Autor hatte aber vorher
diese Art noch einmal unter dem Namen Lactica plagiata ver-
öffentlicht.
Monomaecra jacobyi Baly
Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, Il. 1942 et VI!l. 1951 (Dr.
W. Weyrauch); Marcapata (Mus. G. Frey).
Bei dieser Art sind die Beine, die Antennen und die Unter-
seite manchmai rotgelb. Bei einem von den 2 exx. aus Marcapata
ist der Vertex schwärzlich.
Monomacra matucana n. sp.
Perü: Tambo Viso bei Matucana, Rio Rimac, 2700 m, 21. V.
1949 (Dr. W. Weyrauch).
Long. 5—6 mm.
Pechschwarz, Flügeldecken gelbbraun. Kopf und manchmal
auch der Thorax braun. Körper länglich, Oberseite glänzend.
Mit M. clypeata Baly verwandt, außer der Färbung durch
dünne Fühler (Mittelglieder nicht dicker als Apikalglieder), durch
schräg abgestutzte Vorderwinkel des Halsschildes (bei 7. elypeata
abgerundet), dessen antebasales Feld flach erscheint (hochgewölbt
bei celypeata) abweichend.
Monomacra elypeata Baly
Perü: Oxapampa, 1600 m, 15. III. 1940 (Dr. W. Weyrauch).
Monomacra ingaca n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. + 4,5 mm,
152 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Rotbraun, Vorderkörper samt Antennen, Scutellum und Bei-
nen schwarz. Körper kurzoval, stark glänzend.
Kopf glatt, Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdiameter,
in der Mitte gekielt, der Kiel vorne gegabelt (= mit den nach vorne
divergierenden Antennalcalli vollkommen zusammenfließend).
Clypealcarina scharf. Fühler die Mitte der Elytren überragend,
zart gebaut, das 3. Glied doppelt länger als das 2., das 4. so lang
wie die beiden vorhergehenden zusammengenommen.
Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, an der Basis am
breitesten, Seiten sehr schwach gerundet, nach vorne konvergie-
rend, Vorderwinkel verdickt, seitlich zahnartig vorspringend. Ba-
salfurche tief, das Feld dahinter gewölbt, vor dem Schildchen aber
abgeflacht, Basis gerandet. Oberseite sehr fein punktuliert (Ver-
größerung JO— 50 x).
Flügeldecken ohne Eindrücke, glatt. Intercoxalplatte des Pro-
sternums sehr schmal.
Mit M. dichroa Har. verwandt, anders gefärbt und durch die
eigentümliche Kopfbildung ausgezeichnet.
Monomacra bernadetta n. sp.
Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 4—4,5 mm.
Rotgelb, Kopf, Antennen und Beine (Goxen und Trochantere
ausgenommen) schwarz. Körper länglich, oberseits glänzend.
Kopf glatt, Stirn so breit wie ein Auge lang, dieses innen aus-
gerandet. Antennalcalli schwach aber deutlich, hinten von einer
kurzen und seichten Quervertiefung abgegrenzt. Clypeus länger
als breit, Längscarina nach vorne verbreitert. Antennen ziemlich
dünn, die Mitte der Flügeldecken überragend, das 3. Glied dop-
pelt länger als das 2. und kürzer als das 4.
Halsschild glatt, doppelt breiter als lang, Seiten schwach ge-
rundet, nach vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt. Ba-
sis fein gerandet, Querfurche mäßig tief, das Feld dahinter ge-
wölbt.
Elytren lang, an den Seiten parallel, weder punktiert noch
eingedrückt. Sinus des 5 schwach, Hintertibien des 5 nur sehr
schwach gebogen.
M. bernadetta ist an der Färbung kenntlich, und sie gehört
in die Verwandtschaft der M. clypeata Baly.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 153
Monomacra sabina n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). — Co-
lombia: P. Berrio, Ill. 1954 (G. Frey).
Long. 3,2—3,5 mm. ‘
Gelb, Antennite 3—11 in der Mitte angedunkelt, Flügeldecken
gelb, Humeralcallus schwärzlich (ab. monostigma) oder noch eine
unregelmäßige breite Diskalbinde, vorne der Naht genähert, hin-
ter der Mitte plötzlich zu den Seiten übersetzt, pechschwarz. Kör-
per langoval, glänzend, Kopf chagriniert, daher matter erschei-
nend.
Kopf hinter den Augen flach punktiert. Stirn schmäler als ein
Augenquerdiamter, Antennalcalli nur schwach angedeutet, Cly-
pealcarina scharf. Fühler sehr dünn, bis zur Flügeldeckenspitze
hinreichend, jedes der Glieder 8—11 kürzer als jedes der 4—7, das
3. doppelt länger als das verdickte 2., das 4. länger als die beiden
vorhergehenden zusammengenommen.
Thorax klein, doppelt breiter als lang, Seiten regelmäßig
gerundet, Vorderwinkel vollkommen abgerundet, Hinterwinkel
zahnartig vorspringend. Basis fein gerandet, Querfurche in der
Mitte ganz undeutlich, an den Seiten mäßig tief. Oberfläche glatt.
Flügeldecken vorne stark und dicht (Vergrößerung 3—5 x),
hinten schwächer punktiert, Humeralcallus nach hinten, weit hin-
ter die Mitte, rippenartig verlängert, die Rippe innen von einer
Längsfurche akzentiert. Intercoxalplatte des Prosternums nach
hinten verlängert.
Diese Art ist an der Färbung und an der Skulptur der Ely-
tren ohne weiteres erkennbar.
Monomacra tippmanni n. Sp.
Brasil, Est. Minas Gerais: Belo Horizonte, 1.—2. XTI. 1937
(F. Tippmann, Mus. G. Frey).
Long. 4 mm.
Rot, unten mehr rotgelb, Antennite 4—11, Knie, Tibienspitze
und Tarsen schwarz.
Durch die an den Seiten gerippten Elytren nähert sich diese
Art der M. brasiliensis Bryant und M. subcostata Jac., aber sie un-
terscheidet sich kollektivweise durch die Färbung der Beine. M.
subcostata Jac. ist eine rein zentralamerikanische Art; M. brasi-
liensis (= M. subcostata Duvivier) hat einfarbig schwarze Tibien
und große Augen, so daß die Stirn nur doppelt breiter als ein
154 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Augendurchmesser erscheint, während bei M. tippmanni die Augen
klein sind und die Stirn mehr als 3x breiter als ein Augendiameter
ist. M. geniculata Jac., deren Beine wie bei M. tippmanni gefärbt
sind, ist größer und ohne Rippen auf den Flügeldecken.
Monomacra confusella n. sp.
Bolivia: Mapiri (Mus. G. Frey); Coroico (dtto).
Long. 3,5—4 mm.
Rotgelb, Abdomen, Hinterbeine, Spitze der 4 vorderen Tibien
und Tarsen wie auch die Antennite 5—11 pechschwarz, Flügel-
decken lebhaft metallisch violett.
Diese Art wurde von Kirsch (Berl. Ent. Zeit. 27, 1883, p. 193)
irrtümlich für M. elegantula Har. gehalten. M. confusella unter-
scheidet sich durch andere Färbung, durch größeren Körper, die
Antennite 3 und 4 sind fast von gleicher Länge, und die Flügel-
deeken sind vorne spärlich aber sehr stark punktiert.
Monomacra anastasıa n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 13. et 27. IV., 4. V.,
24. VI. et 5. VII. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. + 3,5 mm.
Hell braungelb, glänzend, Antennite 4+—11 angedunkelt, Hin-
terschenkel, Meso- und Metasternum schwarz. Körper länglich,
subparallel.
Kopf fein zerstreut punktiert. Antennalcalli schwach gewölbt,
rundlich, Clypealcarina in Form eines großen flachen Tuberkels.
Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter. Fühler ziemlich ro-
bust, die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, Glieder 2—5
progressiv an Länge zunehmend, die 5 letzten leicht verdickt.
Halsschild stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, an
der Basis am breitesten. Seiten gerade nach vorne verengt, Vorder-
winkel schräg abgestutzt, seitlich stark zahnartig vorspringend.
Basis gerandet. Antebasale Querfurche tief, jederseits von einem
tiefen Längseindruck begrenzt. Das antebasale Querfeld gewölbt.
Oberseite fein (30—50.x) punktuliert.
Elytren breiter als das Halsschild, vorne ziemlich stark (Ver-
srößerung 20x), hinten undeutlich punktiert. Basalcallus deut-
lich, postbasale Querdepression seicht. Elytropleuren schmal. Das
5 hat schwach erweiterte Vordertarsen und einen sehr kleinen
Sinus am 5. Abdominalsegment.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 155
An der Färbung, der länglichen Gestalt und dem schwachen
Sexualdimorphismus kenntlich.
Monomacra peruviana Harold (nov. comb.)
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, II. 1950 et VIIEL. 1951 (Dr.
\W. Weyrauch).
Diese Art wurde als eine Diphaulaca beschrieben.
Die Gattung Monomacra Chevrolat (= Lactica Erichson) stellt
eine polyphyletische Gruppe dar. Miss. D. H. Blake trennte Stra-
bala Chevr. ab, deren Revision sie 1955 (Proc. U. S. Nat. Mus. 103,
no. 3319, p. 121—134, figs.) veröffentlichte.
Die Monomacra-Arten, welche mit dem Genotypus Lactica
sponsa Clark verwandt sind, lassen sich verhältnismäßig leicht
identifizieren, weil sie eine recht abweichende Thoraxstruktur auf-
weisen. Die Querfurche vor der Basis des Halsschildes erreicht die
Seiten nicht, sie ist sehr breit und in der Mitte der ganzen Länge
nach von einem gewölbten Gallus ausgefüllt, welcher der Basis
stark genähert ist. Mit anderen Worten: es gibt hier 2 Querfurchen
vor der Basis des Halsschildes, eine feinere juxtabasale, eine tie-
fere und breitere, mit der juxtabasalen parallellaufende, ante-
basale.
Die Arten, deren Halsschildbasis ungerandet ist (so daß nur
die antebasale Querfurche vorhanden ist), können den Gattungs-
namen Lachatica Chevr. behalten (Genotypus: Lactica macula
Fahr.).
Monomacra decorata J acoby
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey); Callanga (dtte).
Häufig sind die Flügeldecken auf der Scheibe einfarbig vio-
lett, nur der Seiten- und Apikalsaum bleibt weißgelb (ab. flavi-
imbia).
Monomacra xanthoderma n. sp.
Venezuela: Valera — La Ceiba, 2. VIIL. 1930 (H. 3. MaecGil-
lavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Leng. 3,5—4 mm.
Strohgelb, glänzend, Knie und die letzten 8 Antennite pech-
braun bis pechschwarz. Körper länglich.
Mit M. strigatißes Jac. nahe verwandt, anders gefärbt, An-
tennen kürzer als der Körper, die Mitte der Flügeldecken über-
156 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
ragend, das 4. Glied so lang wie die beiden vorhergehenden zu-
sammengenommen, die Querfurche des Halsschildes geradlinig
und die Seiten der Flügeldecken gerade, parallel.
Monomacra erythroderma n. sp.
24. V1I. 1930 (H. J. MacGil-
Venezuela: Mene Grande, 23.
lavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Long. 2,5—3 mm.
Einfarbig rotbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt.
Der M. paupercula Har. nahe verwandt, aber die Oberseite ist
matt (bei M. paupercula stark glänzend), Beine hell und außerdem
durch folgende strukturale Merkmale zu trennen:
M. paupercula: M. erythroderma:
Kopf neben den Augen Kopf plan, neben den
vertieft und hier grob runzelig Augen mit nur einzelnen Punk-
punktiert. ten.
Das 3. Antennit fast se lang d. Antennit so lang wie das
wie das 4. und doppelt länger 2. und 1,5x kürzer als das 4.
als das 2.
Flügeldecken in der vorde- Elytren ohne Eindrücke.
ren Hälfte hinter dem Hume-
ralcallus mit einem Längsein-
druck, welcher innen eine
schwache Längsrippe begrenzt.
Cornulactica nocturna n-: Sp.
Venezuela: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. 3. MacGillavry,
Zoel. Mus. Amsterdam). Die Fundortsetikette trägt eine Notiz:
„At light.“
Long. < 3 mm.
Weißgelb, Kopf und 2 Flecken auf den Flügeldecken (einer
an der Basis, einer hinter der Mitte) von der Naht mehr als vom
Seitenrand entfernt, pechbraun. Körper länglich, parallel, glän-
zend.
Kopf glatt, in der Mitte der Stirn, welche 1,5x breiter als ein
Augendiameter ist, mit einem + deutlichen Grübchen versehen.
Antennalcalli breit, gegen das Halsschild divergierend, sehr flach
und schlecht umgrenzt, mit der etwas höheren Clypealcarina ohne
Naht verbunden, so daß eine Y-ähnliche Erhabenheit entsteht. |
ee EEE
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 157
Fühler dick, moniliform, lang behaart, Glieder 2—4 progressiv an
Länge zunehmend.
Thorax 1,5x breiter als lang, vor der Mitte am breitesten. Sei-
ten sehr schwach gerundet, nach hinten stärker als nach vorne
verengt. Vorderwinkel verdickt und breit abgerundet, Hinterwin-
kel rechteckig. Oberfläche glatt, antebasale Querfurche tief, jeder-
seits von einem noch tieferen Längseindruck begrenzt, Hinterwin-
kel der Länge nach kielförmig erhaben.
Flügeldecken nur eine Spur breiter als das Halsschild, ohne
Basalcallus, ohne Eindrücke, Punktierung fein (Vergrößerung 20
bis 30x) und sehr seicht. Das 1. Glied der Hintertarsen so lang
wie die 2 folgenden zusammengenommen.
Diese Art weicht von den 2 anderen (C. varicornis Jac. und C.
jacobyi Bech.) durch die Färbung und durch die Struktur des Kop-
fes ab.
iphitrea perturbata n. sp.
Venezuela: Caracas, Berg Avila (P. Vogl, Zool. Staatssamm-
lung München).
Long. 4,5—5 mm.
Unterseite, Beine, Labrum, Fühler und Sceutellum schwarz,
Kopf und Halsschild rot, Flügeldecken gelb, die Naht (vor der
Spitze abgekürzt) schmal pechbraun bis schwarz. Körper länglich,
mäßig glänzend, kahl.
Vorderkörper vollkommen glatt, Flügeldecken verworren
punktiert (Vergrößerung 10x) nur hie und da mit Spuren von
Punktreihen.
Diese Art ist z. Zt. die einzige bekannte mit verworrener
Flügeldeckenpunktierung und kahler Oberseite.
Iphitrea antonia n. sp.
Colombia: San Antonio, 16. VII. 1908 (Mus. G. Frey); Alto
d. 1. cruces, 2100—2200 m (dtto).
Long. 7—8 mm.
Wie die vorige Art, nur ist die ganze Oberseite gelb, Vertex
mit einer dunklen Quermakel, Flügeldecken in der Umgebung des
Schildchens und auf der Naht schwarz, spärlich goldgelb behaart,
in Längsreihen punktiert, die Intervalle (namentlich an den Sei-
ten) gewölbt.
Das letztgenannte Merkmal macht diese Art leicht kenntlich.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Crepidodera inflatipes n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 20. IX. 1950 (F.
Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 5 mm.
Auf den ersten Blick gleicht diese Art einer großen Cr. bra-
sitiensis Baly, aber der vorletzte Eiytralintervall ist breit, die
Punktierung der Flügeldecken ist viel feiner, und die #4 vorderen
Tibien des 7’ sind stark elaviform, an der Spitze 3—4#x breiter als
an der Basis.
Crepidodera osmidia n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 1,4—1,5 mm.
Heli rotgelb, Abdomen leicht angedunkelt.
Mit Cr. flavescens Baly verwandt, noch kleiner und durch fol-
gende Merkmale zu trennen:
Cr. flavescens:
Vorderkörper matt, Reti-
kulierung schon unter 20 facher
Vergrößerung gut sichtbar.
Clypealcarina T-förmig (=
die Längscarina verbindet sich
mit einer Quercarina, welche
sich am Vorderrand des Uly-
peus befindet).
Hintertibia des 5 in der
Mitte stark verdickt.
Cr. osmidia:
Ganze Oberseite glänzend,
Retikulierung des Vorderkör-
pers erst unter 50— 100 facher
Vergrößerung wahrnehmbar.
Auf dem Ulypeus ist nur
die Längscarina vorhanden.
Hintertibia bei beiden Ge-
schlechtern nahe der Spitze amı
breitesten.
Crepidodera retieculaticollis n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 21. et 22. IV. et
28. VI. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. + 1,5 mm.
Bronzegrün mit schwachen purpurnen und violetten Reflexen,
Palpen, Antennen und Beine hellgelb. Körper mäßig gewölbt, oval.
Kopf matt, ohne Punktierung, Clypealcarina scharf und stark
emporgehoben. Frontalfurche in der Mitte gewinkelt, nahe dem
Augenhinterrand von einer Foveole unterbrochen. Antennen die
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 159
Mitte der Flügeldecken überragend, Glieder 2, 3 und # von glei-
cher Länge, das 2. stark, die Apikalglieder schwach verdickt.
Thorax matt, seidenschimmernd, stark gewölbt, ohne Punk-
tierung, die Retikulierung unter 20—30facher Vergrößerung gut
sichtbar. Die Querfurche vor der Basis ist nahe der Mitte leicht
nach hinten vorgezogen, jederseits von einem perpendikulären
Strich begrenzt. Vorderwinkel breit und schräg abgestutzt, seit-
lich zahnartig vorspringend, Seiten fast parallel.
Flügeldecken glänzend, stark und in sehr regeimäßigen
Längsreihen punktiert, Punkte hinten schwächer. Intervalle vorne
leicht gewölbt. Hinter der Basis befindet sich keine Querdepres-
sion. Epipleuren vorne sehr breit.
<&. Die 4 vorderen Basitarsite erweitert. Sinus groß.
©. Beine zart, letztes Abdominalsegment hinten abgestutzi.
Mit Cr. flavescens Baly verwandt, durch die Färbung trenn-
bar. Ä
Crepidodera luciana n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas,
I. 1954 (dtto).
Long. 1,4—1,6 mm.
Schwarz, Clypeus und Labrum rotbraun, Fühler und Beine rot,
Hinterfemora angedunkelt, Vorderkörper seidenmatt (Retikulie-
rung unter 20—S0facher Vergrößerung gut erkennbar), Flügel-
decken glänzend. Körper oval.
Kopf ohne Punktierung, Antennalcalli linear, schräg gestellt,
Ulypealcarina hochgewölbt, schmal, vorne abgekürzt. Antennen
zur Spitze deutlich verdickt, die Mitte der Flügeldecken über-
ragend, Glieder 2—4 von gleicher Länge.
Thorax doppelt breiter als lang, Seiten fast parallel, Vorder-
winkel schräg abgestutzt. Scheibe spärlich und undeutlich, das
antescutellare Feld deutlicher (Vergrößerung 20x) punktiert.
Querfurche tief, jederseits gut begrenzt.
Flügeldecken etwas breiter als das Halsschild, stark punktiert,
Intervalle glatt, die lateralen gewölbt. Basalcallus und postbasaler
Eindruck nur angedeutet. Sinus des 5 sehr klein, Tarsen kaum er-
weitert.
Eine an der Färbung und dem matten Vorderkörper kennt-
liche Art, welche an Dodericrepa aenescens Bohem. erinnert (die
letztere aber leicht durch die bis zu den Seiten durchlaufende,
160 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ähnlich wie bei Syphraea gebildete Querfurche des Thorax zu un-
terscheiden). _ .
Crepidodera alwina n. sp.
Perü: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 3,5 mm.
Rot, Antennen (die 2 ersten Glieder ausgenommen), Knie,
Spitze der Tibien und Tarsen schwarz. Oberseite glänzend, Körper
oval.
Kopf ohne Punktierung, hinter den dreieckigen und gut mar-
kierten Antennalcalli quer gefurcht. Olypeallängscarina breit, we-
nig gewölbt, hinten mit den Antennalcalli verbunden. Stirn dop-
pelt breiter als ein Augendurchmesser. Antennite 3 und # gleich
lang, grazil, jedes doppelt länger als das 2.
Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte am
breitesten. Seiten stark gerundet, Hinterwinkel stumpfeckig, Vor-
derwinkel breit abgerundet. Oberfläche spärlich und fein punk-
tiert (Vergrößerung 20—30 x), Punktierung des anteskutellaren
Feldes deutlicher.
Flügeldecken hinter der Basis undeutlich eingedrückt, vorne
stark in regelmäßigen Längsreihen punktiert (Vergrößerung 8 bis
10x), Punkte in der hinteren Hälfte kaum erkennbar. Intervalle
glatt, die lateralen leicht gewölbt, namentlich hinter dem gewölb-
ten Humeralcallus. Epipleuren breit.
Mit C. brasiliensis Baly verwandt, anders gefärbt, Elytral-
intervalle nicht punktiert.
Trichaltica mieros Bechyne
Brasil, Est. S. Paulo: Santos (Riedel, Mus. G. Frey). — Est.
Rio Grande do Sul: N. Hamburgo, Vicaria, 13. I. 1953 (W. Witt-
mer, Mus. G. Frey). — Argentina: Tucumän, 4. XII. 1949 (dtto).
Trichaltica pauletta n. sp.
Argentina, Salta: San Bernardo, 25. I. 1950 (coll. Dr. Reitter,
Mus. G. Frey).
Long. 4 mm.
Sceutellum, Sternum, Abdomen und die 6 letzten Antennite
schwarz, Vorderkörper, Fühlerbasis und Beine rot, Flügeldecken
metallisch schwarzblau. Oberseite abgeflacht, nur mäßig glänzend,
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 161
Behaarung der Elytren extrem kurz, weißlich und spärlich, erst
unter 30—50facher Vergrößerung erkennbar.
Kopf nahe den Augen stark punktiert, Stirn 3x breiter als ein
Augendiameter. Antennalcalli und Clypealcarina flach, wenig
deutlich. Fühler 1/; der Flügeldecken erreichend, robust, die 5
letzten Glieder verdickt und nur eine Spur länger als breit, das 4.
Glied kürzer als das 3. oder das 5.
Halsschild doppelt breiter als lang, in der Mitte am breite-
sten, Seiten regelmäßig gerundet. Querfurche tief, jederseits von
einer tiefen Basalgrube begrenzt, das antescutellare Feld stark ge-
wölbt. Oberfläche stark punktiert (Vergrößerung 5x), aber die
Punkte fehlen in der Nähe aller Ränder.
Elytren parallel, lang, stark und regelmäßig punktiert, Inter-
valle deutlich gewölbt, spärlich punktuliert. Basalcallus deutlich,
postbasale Querdepression sehr seicht.
Die größte bekannte Trichaltica-Art, auffallend flach und bei
einer flüchtigen Betrachtung kahl erscheinend.
Trichaltica semihirsuta Jacoby (nov. comb.)
Diese Art wurde als eine Crepidodera beschrieben, sie besitzt
aber alle Merkmale der Gattung Trichaltica.
Epitrix-Arten der andinen Region.
Efitrix carınata Baly und E. inaequalis Har.,!) die beiden bisher
bekannten peruanischen Arten sind in der folgenden Revue nicht
erwähnt, da sie zur Gattung Acallepitrix gestellt sein müssen. Ich
habe hierher auch die nord-argentinischen Arten berücksichtigt,
weil sie mit den bolivianischen sehr nahe verwandt sind.
1 (6) Thorax stark transversal, fast so breit wie die Flügeldek-
ken, Vorderwinkel abgerundet, nicht heraustretend. Kör-
per kurzoval, hochgewölbt, stark glänzend. Purktierung
des Halsschildes stark (unter 5Sfacher Vergrößerung gut
sichtbar).
2 (5) Kopf gerunzelt (Vergrößerung 20 x), Körper größer 2 bis
2,2 mm, pechschwarz, Oberseite braunrot, Kopf und
Thorax meistens stark metallisch überflogen, Fühler und
Beine gelblich, Hinterfemora pechschwarz. Querfurche des
Thorax in der Mitte schwach eingedrückt.
1) Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, II. 1942 (Dr. W. Weyrauch).
Entomol. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6, H. 1 tgl
162
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
‚Bu 4)
Elytren mit sehr deutlicher Basalbeule, dahinter quer ein-
gedrückt. My: . . Epitrix tucumanensis n. sp.
Argentina: en (Mus. G. Frey); Jujuy: Agua
Blanca, 1. 1949 (Dr. P. Wygodzinsky, Mus. G. Frey).
4(5) Flügeldecken ohne Basalkeule und ohne Spur einer post-
3(2)
(1
nz
basalen Querdepression. . Epitrix cochabamba n. sp.
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus.G. Frey).
Kopf unter 50—50facher Vergrößerung fein längsgestri-
chelt. Körper klein, + 1,6 mm, pechschwarz, ohne Metall-
schein, Fühler und Beine rotgelb, Hinterschenkel pech-
schwarz. Thoraxquerfurche gleichmäßig, auch in der Mitte
tief inskulptiert. Elytren mit Basalcallus und mit post-
basaler Querdepression. . . . Epitrix mercuria n. sp.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey).
Thorax viel schmäler als die Flügeldecken, Vorderwinkel
schräg abgestutzt, seitlich zahnartig vorspringend, Körper
länglich, Kopf weder gestrichelt noch gerunzelt, ohne
Punktierung.
7 (65) Seiten des Halsschildes gerundet. Metallisch bronzebraun,
(7)
9 (20)
10 (17)
stark glänzend, Fühlerbasis und Beine rotgelb, Fühler-
spitze und Hinterschenkel schwarz. Thorax deutlich punk-
tiert (Vergrößerung 10x), an der Basis hinter der tiefen
Querfurche glatt. Elytren kräftig punktiert mit einer
leichten postbasalen Querdepression. Long. 2,6-—2,5 mm.
Epitrix ranquela n. sp.
Pr. Mareanele Col: Heikertinger, Mus. G. Frey).
Seiten des Halsschildes geradlinig, Elytren mit einem sehr
schwachen Humeralecallus.
Oberseite glänzend, ohne mikroskopische Retikulierung
(Vergrößerung S0O—50 x).
Punkte des Thorax auch auf den Seiten isoliert stehend,
nicht runzelig zusammenfließend.
ii (12) Thorax zwischen der Basis und der Querfurche mit einer
12 (11)
glatten, wulstförmig aufgewölbten Erhabenheit. Schwarz,
Antennen und Beine rotgelb, Hinterschenkel leicht ange-
dunkelt. Long. 1,4—1,5 mm. . Epitrix scenica n. sp.
Argentina: Tucumän (Mus. G. Frey).
Thorax hinter der Querfurche so stark punktiert wie auf
der Scheibe. Körper wesentlich größer, + 2 mm.
15 (14) Einfarbig gelb, Thorax gleichmäßig, sehr fein punktiert
J. Bechyne: Reise des Herın G. Frey in Südamerika: Alticidae 163
20facher Vergrößerung kaum sichtbar).
: Epitrix monochroma n. sp.
Bolivia: Echabanbe, 2600 m (Zischka, Mus.G. Frey).
14 (13) Pechbraun, Thorax wenigstens an den Seiten schon unter
8—10facher Vergrößerung gut sichtbar punktiert.
15 (16) Vorderkörper metallisch bronzebraun, Flügeldeceken dop-
pelt länger als der Vorderkörper, rotbraun, Naht und Sei-
tenrand dunkel metallisch, Fühler und Beine (Hinter-
schenkel ausgenommen) rotgelb. Thorax gleichmäßig stark
punktiert. . . . . Epitrix parioides n. sp.
Bolivia: enckabamdar 2600 m (Zischka, Mus.G.Frey):
Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey).
16 (15) Oberseite schwarz, Flügeldecken manchmal pechbraun,
fast dreimal länger als der Vorderkörper, Beine und
Spitze der Fühler pechbraun bis schwarz. Thorax auf der
Scheibe viel feiner als auf den Seiten punktiert.
ee en er. 0. Epitrix atomarieides n. sp.
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus.G. Frey):
Tunari Massif, 4200 m (dtto).
17 (10) Thorax wenigstens an den Seiten runzelig punktiert.
Schwarz, Antennen (die letzten Glieder angedunkelt), Ti-
bien und Tarsen rotbraun.
18 (19) Groß, 2,2—2,5 mm. Thorax auch auf der Scheibe runze-
lig De Intervalle der Elytren gewölbt.
; Epitrix coroicensis n. Sp.
Bolivia, Varel de Ih Bir: Coroico (Mus. G. Frey).
19 (18) Klein, 1,4—1,5 mm. Thorax in der Mitte weitläufig punk-
tiert, u nur an den Seiten gewölbt.
: Epitrix yungarum n. sp.
oliee Oitoico (Mus. G. Frey); Mapiri (dtto).
20 (9) Kopf und Halsschild matt, chagriniert. Körper schwarz,
Basalcallus der Flügeldecken sehr schwach emporgehoben.
21 (22) Größer, 2 mm, Beine rot, Hinterschenkel und Spitze der
Hintertibien schwarz. Elytralintervalle flach, Querfurche
des Halsschildes gerade. . . . Epitrix suavis n. sp.
Bolivia: Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey).
22 (21) Kleiner, 1,5—1,6 mm. Beine rot, Hinterfemora leicht an-
gedunkelt. Elytralintervalle gewölbt, Querfurche des Hals-
schildes in der Mitte nach hinten winkelig ausgeschweift.
Epitrix ocobamba n. sp.
11*
164 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Perü: Ocobamba (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey);
Callanga (dito).
Epitrix wittmeri n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28. 11. 1953 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 1,3 mm.
Pechschwarz, Flügeldecken dunkelbraun, zur Spitze heller,
Fühler und Beine gelb. Körper kurzoval, glänzend, Flügeldecken
spärlich gelblich behaart.
Kopf glatt, hinter den schräggestellten Querfurchen, welche
in der Mitte einen stumpien Winkel bilden, mit einzelnen Punkten
nahe den Augen besetzt. Stirn mehr als doppelt so breit wie ein
Augendiameter. Antennalcalli schmal, nahe der Ulypealcarina
knopfförmig erweitert. Clypealcarina scharf, hochgewölbt, T-för-
mig. Antennen robust, die Mitte der Flügeldecken erreichend, das
2. Glied länger als das 3. oder das 4.
Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, spärlich
und sehr fein punktuliert (Vergrößerung 20—30 x), hinter der
antebasalen Querfurche glatt und wulstförmig gewölbt. Seiten
glattrandig, gerundet, ohne juxtamarginale borstentragende Punk-
te. Vorderwinkel schräg abgestutzt, an den Seiten winkelig, nicht
zahnartig vorspringend. Basis (ausgenommen vor dem Schildchen)
kräftig gerandet.
Flügeldecken vorne stark und ziemlich weitläufig punktiert,
ohne Basalcallus und ohne Querdepression, Intervalle plan, nur die
zwei oder drei lateralen schwach gewölbt. Punkte in dem Apikal-
viertel undeutlich. Spitze des Abdomens beim 9 abgestutzt, 5 un-
bekannt.
Mit E. nicotianae Bryant verwandt, kleiner, Punktierung der
Elytren hinten abgeschwächt. Sie weicht außerdem von allen süd-
brasilianischen Arten durch das beim 9 abgestutzte Abdomen ab
(bei anderen Arten ist es stets zugespitzt).
Epitrix-Arten von Nova Teutonia (Brasil, Est. Sa. Catarina).
In unserem Museum befinden sich Hunderte Exemplare, die
von Herrn Fritz Plaumann in N. Teutonia gesammelt wurden. Mit
Ausnahme der bunten E. argentiniensis Bryant sind alle anderen
dunkel und monoton, bieten jedoch (wenn nicht anders angegeben)
unter 50—100facher Vergrößerung gute Trennungsmerkmale:
1 (2)
J. Bechyn6: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 165
Seiten des Halsschildes ohne Zähnelung (= ohne Härchen,
welche sich aus einer juxtamarginalen Reihe von Porren-
punkten aufheben).
Pechschwarz, glänzend, Fühler und Beine hellbraun,
Hinterfemora + angedunkelt. Behaarung der Flügeldek-
ken gelblich. Kopf glatt, glänzend, nur hinten nahe den
Augen punktiert. Clypealcarina breit, zwischen den Füh-
lern hochgewölbt, Quercarina fehlend. Antennalcalli flach,
hinten von schrägen Furchen begrenzt, welche in der
Mitte in einem stumpfen (120%) Winkel zusammentreten.
Antennen ziemlich robust, das 3. Glied etwas länger als
das 2. oder das 4. Thorax stark transversal, mehr als dop-
pelt breiter als lang, nahe der Mitte am breitesten, Seiten
gerundet. Vorderwinkel schräg abgestutzt, an den Seiten
eine stumpfe winkelige Verdickung bildend, nicht zahn-
artig vorspringend. Oberfläche spärlich aber deutlich
punktiert (Vergrößerung 20x), hinter der tiefen, in der
Mitte gewellten Querfurche (welche noch punktiert ist)
glatt. Basis (ausgenommen vor dem Scutellum) tief ge-
randet. Flügeldecken an den Seiten regelmäßig gerundet,
sehr stark punktiert (Vergrößerung 2—3x), ohne Basal-
beule und ohne postbasale Depression. Intervalle an den
Seiten gewölbt. Beim 5 ist das 1. Glied der # vorderen
Tarsen kaum erweitert, und das 5. Abdominalsegment ist
in der Mitte glänzend mit einem schwachen Sinus. Beim
Q ist dieses Segment kurz abgerundet und matt. Long.
1,4—1,7 mm. Gefangen am #. VII. und 11. XI. 1948. Be-
schrieben von S. Paulo . . Epitrix nicotianae Bryant
2 (1) Seiten des Halsschildes gezähnelt (= mit einer Reihe
3(6)
juxtamarginaler Porrenpunkte, deren Basis seitlich her-
vortritt und die Zähnelung verursacht). Körper länglicher,
weniger gerundet.
Die starke Punktierung des Halsschildes (Vergrößerung
5—10x) ist gleichmäßig geteilt, d. h. das Feld hinter der
Querfurche ist ebenso stark punktiert wie die Scheibe.
Schwarz, Fühler und Beine gelb, Hinterschenkel +
angedunkelt, Mundorgane rötlich. Behaarung der Fiügei-
decken lang spärlich, weißgelb. Diese Arten unterscheiden
sich von E. puberula Boh., welche in Uruguay und in Rio
Grande do Sul. verbreitet ist, durch größeren Körper und
166
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
5 (4)
kürzere, die Mitte der Elytren nicht überragende An-
tennen.
Eiytren an den Seiten gerundet. Thorax stark transver-
sal, mehr als doppelt so breit wie lang.
Kopf glatt, nahe den Augen, vor und hinter den
schrägen Stirnfurchen punktiert. Antennalcalli linear, lei-
stenartig gewölbt. Olypealcarina scharf, T-förmig. An-
tennite 2, 3 und # von gleicher Länge. Thorax an den
Seiten schwach gerundet, an den schräg abgestutzten und
nach außen zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln am
breitesten. Basis in der Mitte ungerandet. Flügeldecken
dorsal abgeflacht, Basalcallus deutlicher, weil die Basis et-
was eingesenkt ist, postbasale Querdepression fehlend.
Beim ist das 5. Abdominalsegment rot, glänzend, in der
Mitte breit abgeflacht, Sinus schmal, das 1. Glied der 4
vorderen Tarsen deutlich erweitert. Beim 9 ist das 5. Seg-
ment mait und zugespitzt, Beine zarter gebaut. Long. 1,6
bis 1,6 mm. Am 16. IV. 1951 gefangen. Auch von S. Paulo
(Mus. G. 2 a mir Stücke vor.
Epitrix olaitisanı n. Sp.
Flneetdeelen an den Seiten fast parallel. Thorax wenig
transversal, weniger als doppelt so breit wie lang.
Kopf glatt, nur hinter den Frontalfurchen nahe den
Augen mit einzelnen Punkten besetzt. Clypeallängscarina
scharf, vorne abgeflacht und verbreitert, Quercarina feh-
lend. Antennalcalli linear, leistenförmig. Das 3. Antennit
eine Spur länger als das 2. Thorax mit geraden und paral-
lelen Seiten, Vorderwinkel abgestutzt, nach außen win-
kelig ausgezogen, nicht zahnartig vorspringend. Basis der
ganzen Länge nach, in der Mitte feiner als an den Seiten,
gerandet. Flügeldecken mit einem deutlichen Basalcallus,
welcher hinten von einer seichten Querdepression akzen-
tiert ist. Abdomen matt. Beim 5’ ist das 5. Abdominalseg-
ment nicht abgeflacht, sondern gewölbt, Sinus sehr klein,
das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen sehr schwach erwei-
tert. Beim 9 ist das 5. Segment zugespitzt. Long. 1,6 bis
1,5 mm. Gefangen am 1. und 16. IV. 1951. 2
Epitrix spyria n. sp.
Punktierung zwischen der Basis und der Querfurche des
Halsschildes fehlend, die Querfurche selbst noch punk-
J. Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 167
tiert. Das antebasale glatte Feld ist wulstförmig gewölbt,
in der Mitte vor dem Schildehen jedoch + abgeflacht.
7 (8) Schwarz, Flügeldecken dunkelbraun, Fühler und Beine
hell. Das 5. Abdominalsegment des 5’ in der Mitte glän-
zend und breit abgeflacht, die Abflachung hinten mit
einem merklichen Tuberkel versehen. Bei den beiden Ge-
schlechtern bilden die Stirnfurchen in der Mitte einen
stumpfen Winkel.
Kopf glatt, nur nahe dem Augenhinterrand oberhalb
der Stirnfurche punktiert. Clypealcarina T-förmig,
schmal, gewölbt. Das 3. Antennit länger als das 2. Thorax
1,5x breiter als lang, an den schräg abgestutzten, seit-
lich zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln am breite-
sten, Seiten schwach gerundet. Basis der ganzen Länge
nach gerandet. Oberfläche spärlich und stark punktiert
(Vergrößerung 10x). Flügeldecken dorsal abgeflacht,
stark aber ziemlich weitläufig punktiert, Intervalle flach.
Basalcallus nur angedeutet, weil die postbasale Depres-
sion nur in einer gewissen Lichtrichtung zum Vorschein
kommt. Beim 5 ist das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen
stark erweitert, beim 9 sind die Beine zarter gebaut und
das letzte Abdominalsegment ist zugespitzt. Long. 2 bis
2,2 mm. Gefangen am 16., 18., 19. und 30. IV. und 28. VI.
I95E.. ... . 2.0. Epitrix deborah n. sp.
8 (7) Schwarz, Fühler KR Beine hellbraun. Frontalfurchen in
der Mitte einen rechten Winkel bildend. Das 5. Abdomi-
nalsegment des 5 ohne Depression und ohne Tuberkel,
mit einem schwachen Sinus.
9 (12) Thorax relativ stark punktiert (Vergrößerung 20 x). Kör-
per größer.
10 (11) Größer, 2,2—2,5 mm, Thorax stark punktiert (Vergrö-
ßerung 8—10x), Fühler und Beine heli.
Stirn glatt, nur hinter den schräggestellten Furchen
nahe den Augen mit einzelnen Punkten besetzt. Anten-
nalcalli linear, eine scharfe Leiste bildend. Clypealcarina
T-förmig, 5
(die dünn-
sten) mindestens so dick wie die Vordertibia an der Ba-
sis, Glieder 2—4 von gleicher Länge. Thorax glänzend
(3) oder an der Basis hinter der Querfurche fein chagri-
niert, daher matt erscheinend (2), 1,5x breiter als lang,
Seiten gerade. Vorderwinkel schräg abgestutzt und seit-
168
11 (10)
Entom Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
lich zahnartig vorspringend. Basis gerandet. Flügeldecken
ziemlich lang behaart, stark punktiert, Intervalle flach.
Basalcallus schwach, postbasaler Quereindruck flach.
Beim 5 ist das letzte Abdominalsegment in der Mitte des
Hinterrandes kurz abgeflacht, Sinus klein und das 1. Glied
der 4 vorderen Tarsen mäßig erweitert. Beim 9 sind die
Beine zarter gebaut, und das 5. Segment ist ern
ee am 30. IV., 6. und 10. V. 1951.
Epitrix miraflora n. sp.
Kleiner. 1. 82 mm. Thorax erst unter 20facher Vergrö-
ßerung deutlich punktiert, Hinterschenkel und Fühler-
spitze, zuweilen auch die distale Spitze der Tibien
schwärzlich.
Stirn glatt, mit einzelnen Punkten nahe dem Augen-
hinterrand hinter den Furchen. Antennalecallı linear, lei-
stenförmig. Clypealcarina scharf, T-förmig. Antennen
sehr zart, Glieder 3—5 nur halb so dick wie die Vorder-
tibia an der Basis, Glied 2 etwas kürzer als die folgenden.
Thorax bei beiden Geschlechtern stark glänzend, 1,5x
breiter als lang, Vorderwinkel seitlich nur schwach vor-
springend, Basis fein gerandet. Elytren wie bei der vori-
gen Art, aber feiner und weitläufiger punktiert. Beim
ist das letzte Abdominalsegment gleichmäßig gewölbt, Si-
nus sehr klein, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen kaum
erweitert. Abdomen des Q zugespitzt. Gefangen am 4. VII.
1948, 8. IX. 1950, 1., 16. und 19. IV. und 1. V. 1951. Von
Herrn F. Plaumann auch in Matto Grosso gesammelt: Rio
Caraguata, III. 1953. . . . . Epitrix fallada n. sp.
12 (9) Thorax in der Mitte erst unter 30—50 facher Vergröße-
rung sichtbar punktiert. Körper sehr klein, 1,2—1,4 mm.
Wie die vorige Art, aber die Fühler (Basis ausgenom-
men) und Beine pechbraun. Clypeus ohne Quercarina,
Flügeldecken weder mit Basalcallus noch mit postbasaler
Querdepression. Gefangen am 10. VII. 1943, 18. IV.und
1. V. 1951. . . . ....... Epitrix catharina n. sp. |
Epitrix inflatipes n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XI. 1949
(W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. + 2 mm.
J. Bechyn6ö: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 169
Rotbraun, Fühler und Beine heller, Spitze der Hintertibien
tiefschwarz, Unterseite und Vertex pechschwarz. Flügeldecken
spärlich, ziemlich lang, goldgelb behaart. Körper länglich, Ober-
seite glänzend.
Kopf glatt, hinter den schrägen Stirnfurchen nahe den Augen
punktiert. Antennalcalli linear, Clypealcarina scharf und lang,
vorne zwischen den Fühlern verbreitert und abgeflacht, Quer-
carina fehlend. Fühler robust, die Mitte der Elytren weit über-
ragend, das 2. Glied wesentlich länger als das 3. oder das 4.
Thorax 1,5x breiter als lang, an den schräg abgestutzten,
nach außen mächtig zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln am
breitesten. Seiten fast gerade, deutlich nach hinten konvergierend.
Scheibe fein (Vergrößerung 20x), die tiefe Querfurche gröber
punktiert, hinter der letzteren ein gewölbtes punktfreies Feld. Ba-
sis der ganzen Länge nach gerandet.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, an den Seiten fast
parallel, Basalcallus kräftig, postbasale Querdepression deutlich.
Punktierung vorne stark, hinten viel feiner, Intervalle flach, an
den Seiten gewölbt. Hintertibia des 5’ zur Spitze sehr stark ver-
dickt, dann im Apikalviertel innen plötzlich in Stufenform stark
verschmälert, Sinus schwach.
Alle 3 untersuchten Exemplare sind 57. Die Färbung, das
nach hinten verschmälerte Halsschild und die Form der Clypeal-
carina werden wahrscheinlich auch das bisher unbekannte 9 von
den anderen Arten trennen. Unter den 57 ist dies die einzige Art
mit verdickten Hintertibien, welche aus Südamerika bekannt ist.
Acallepitrix ireyi n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid.,
IV. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol. Univ. Caracas).
Long. 2,2 mm.
Schwarz, Beine (Hinterschenkel ausgenommen) und Fühler-
basis rotgelb, Flügeldecken metallisch blauschwarz.
Diese Form ist mit anderen aus Venezuela stammenden Arten
verwandt:
1 (2) Thorax sehr stark, so stark wie die Flügeldecken punk-
tiert (Vergrößerung 2—3x). Unten rotbraun, Oberseite
schwarz, Fühler und Beine (Hinterfemora ausgenommen)
strohgelb, Oberseite glänzend, Kopf und die abgerundeten
Vorderwinkel des Halsschildes + rot durchscheinend, die
170 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
antebasale Querfurche des letzteren seicht. Long. 1,6 bis
mm a . . Acallepitrix maracaya n. sp.
Rancho Gr u 1. 1954 (G. & H. Frey) ; ibid. III. 1949
(Marcuzzi, Inst. Biol. Univ. Caracas).
2 (1) Thorax viel feiner als die Flügeldecken punktiert, Kör-
per größer und wenigstens zum Teil metallisch gefärbt.
3 (+) Vorderwinkel des Halsschildes seitlich zahnartig vorsprin-
gend. Vorderkörper matt und schwarz, Flügeldecken glän-
zend, metallisch. Kopf wie bei allen hier erwähnten Arten
ohne Punktierung, Thorax punktiert (Vergrößerung 10x)
mit einer tiefen antebasalen Querfurche. Long. 2,2 mın.
; Acalepitrix freyi n. sp.
Vor He w inkel des bon Punkteren Halsschildes (Vergrö-
Berung 20x) abgerundet, seitlich nicht heraustretend. Die
ganze Oberseite ist metallisch.
5 (6) Antebasale Querfurche des Halsschildes breit und sehr
seicht. Long. 2,5—2,5 mm. Acallepitrix rozei Bechyne
Miranda.
, (5) Diese Furche ist scharf und tief inskulptiert.
(8) Kleiner, 2,2 mm, oben bronzegrün, Antennalcalli tuber-
Tıorsn. oval, Antennite 2—5 von gleicher Länge.
Ian
En
an
eg
: Acallepitrix scaeva n. sp.
Ranako Gr ie I. 1954 (G. & H. Frey).
6 (7) Größer, + 3 mm, oben stahlblau. Antennalcalli linear, lei-
stenförmig, Antennite 4 und 5 viel länger als 2 oder 3,
Acallepitrix helga n. sp.
ae . 1954 G. & H. Frey); Rancho Grande, I.
1954 (dtto).
Acallepitrix rufobrunnea n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Serra dos Orgäos, 1200 m, 5. I.
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 2,2 mm.
Rotbraun, glänzend, Sternum dunkler, Fühler und Beine
gelbbraun. Körper kurzoval, kahl.
Mit A. immetallica Bech. verwandt, anders gefärbt und durch
folgende Merkmale zu unterscheiden:
A. immetallica: A. rufobrunnea:
Vorderwinkel des Hals- Vorderwinkel des Thorax
schildes schräg abgestutzt, seit- schräg abgestutzt, an den Sei-
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 171
lich zahnartig
Seiten parallel.
vorspringend;
Punktierung des Halsschil-
des dicht und grob (Vergröfßse-
rung 10x).
Basalcallus der Flüge'dek-
ken nur angedeutet, postbasaler
Quereindruck fehlt.
Alie Elytralintervalle plan,
Punktierung überall gleichmä-
Sig stark.
ten jedoch kaum winkelig her-
austretend; Seiten nach vorne
stark verengt.
Punktierung des Halsschil-
des fein (Vergrößerung 20 bis
30 x) und weitläufig.
Basalcallus der Flügeldek-
ken kräftig emporgehoben, hin-
ten von einer mächtigen Quer-
depression begrenzt.
Die
rippenartig gewölbt, Punktie-
lateralen Intervalle
rung vorne stark, hinten viel
feiner.
Acallepitrix homoplana n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 16. et 19. iV. 1951
(#. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. + 2 mm.
Rotbraun, glänzend, Fühlerspitze und Sternum angedunkelt,
Fühlerbasis und Tarsen heller. Körper kahl, kurzoval.
Diese Art unterscheidet sich von A. immetallica und A. rulo-
brunnea einwandfrei durch Mangel der Quer- und Basaldepres-
sion am Thorax. Die Punktierung des Halsschildes ist wie bei 4.
rufobrunnea, während die Flügeldecken nur einen schwach em-
porgehobenen Basalcallus wie bei A. immetallica haben, sie sind
vorne stärker als hinten punktiert, und die Lateralintervalle sind
leicht gewölbt.
Acallepitrix punetum n. sp.
Brasil: Est. Minas Gerais: Passa Quattro (coll. Heikertinger.
Mus. G. Frey).
Long. 1,1 mm.
Pechbraun, Fühler und Beine rotbraun. Körper kurzoval. mä-
Big glänzend.
Die kleinste bisher bekannte Acallepitrix-Art, mit den vor-
hergehenden verwandt. Sie unterscheidet sich kollektivweise von
ihnen durch Mangel der Querfurche vor der Basis des Halsschildes,
aber die kurzen Basalfurchen jederseits sind tief grubenförmig in-
skulptiert. Die Flügeldecken haben weder ein Basalcallus noch eine
172 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
postbasale Depression, vorne stark mit gewölbten Intervallen
punktiert, im Apikaldrittel ganz glatt.
Acallepitrix angela n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—1I1l. 1952 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 1,5 mm.
Schwarz, stark glänzend, Fühler und Beine strohgelb, alle
Schenkel in der Mitte breit schwarz geringelt. Körper sehr kurz
oval, Flügeldecken mit feinen und spärlichen kurzen Härchen
(Vergrößerung 50—100 x).
Durch die Thoraxskulptur (Basis jederseits mit einem Grüb-
chen, Querfurche fehlt) ist dieser Käfer mit der vorigen Art ver-
wandt, aber größer, anders gefärbt, Flügeldecken gleich stark bis
zur Spitze punktiert (Vergrößerung 5—6x) mit an den Seiten ge-
wölbten Intervallen, einem schwachen Basalcallus und dahinter
einer schwachen Querdepression.
Aeallepitrix raphaela n. sp.
Bolivia: Mapiri (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 2,6 mm.
Pechschwarz, oben tiefschwarz, stark glänzend, Fühlerbasis,
Spitze der Tibien und Tarsen rotgelb. Körper kurzoval, kahl.
Durch die Halsschildform ist diese Art mit den beiden vor-
hergehenden verwandt, viel größer, anders gefärbt, Thorax mit
gerundeten Seiten, dicht und deutlich punktiert (Vergrößerung
{—15 x), Flügeldecken vorne wesentlich stärker als hinten punk-
tiert, mit flachen Intervallen und einem kleinen Basalecallus.
Acallepitrix aegidia n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 10. et 28. VI. 1951
(F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 2,2—2,3 mm.
Pechbraun, Kopf, Halsschild, Epipleuren und der Seitenrand. |
der Elytren vorne rot, Knie bräunlich, Fühlerbasis gelbrot. Labrum
|
|
und Flügeldecken schwarz. Von kurzovaler Gestalt, oberseits glän-
zend.
Kopf glatt, Stirn kaum doppelt so breit wie ein Augendurch- |
messer, dicht hinter den leistenartigen queren Antennalcalli von
unregelmäßigen Grübchen uneben geworden. Olypealcarina scharf,
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 25
hochgewölbt. Fühler die Mitte der Fiügeldecken knapp erreichend,
zur Spitze merklich verdickt, das 3. Glied länger als das 2., so lang
wie das 4. ,
Thorax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten,
Seiten schwach gerundet, nach vorne leicht verengt, Vorderwinkel
schräg abgestutzt, seitlich vorspringend. Oberfläche deutlich, in
der tiefen Querfurche stärker punktiert (Vergrößerung 20 x).
Flügeldecken sehr kurz und spärlich behaart, stark punktiert,
Intervalle glatt, die 2 lateralen gewölbt. Basalcallus gro, post-
basale Querdepression kräftig. Das 5. Abdominalsegment des ©
grob runzelig punktiert.
An der Färbung und an der Skulptur des letzten Abdominal-
segmentes leicht wiedererkenntliche Art.
Sangaria haagi Harold (nov. comb.)
Die Exemplare aus Zentral-Amerika, welche M. Jacoby als
Sangaria haagi betrachtete (und dazu als Synonym seinen Mono-
platus quadraticollis stellte), gehören anderen Arten an. Am besten
können die entsprechenden Unterschiede in der folgenden Tabelle
der bisher bekannten Sangaria-Arten aufgezählt werden:
1 (2) Thorax transversal, deutlich breiter als lang. 3. Antennit
viel länger als der 2. Spitze jeder Flügeldecke regelmäßig
gerundet. Long. +3 mm. . Sangaria haroldi Jacoby
Venezuela.
2 (1) Prothorax quadratisch, Antennite 2 und 3 beinahe von
gleicher Länge.
3 (4) 7. Intervall der Eiytren costiform (9) oder wenigstens vor
der Mitte deutlich gewölbt (5). Rot bis braun, Flügel-
decken metallisch blau. Long + 4 mm. (5. haagi Jac. nec
Har.) . 2 202020202020... Sangaria jacobyi n.sp.
* (5) Alle Elytralintervalie flach, manchmal ist beim 2 der 7.
hinter dem Humeralcallus undeutlich gewölbt.
5 (10) Elytren ohne einen latero-apicalen Winkel, hinten regel-
mäßig gerundet.
6 (7) Antennen des 5 so lang wie der ganze Körper, beim Q
34 der Flügeldecken erreichend. Gelblich, Flügeldecken
mit einem + deutlichem Metallschein. Long. 3—3,5 mm.
Sangaria haagi Harold
Colombia.
174 3 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
7 (6) Fühler des 5 3/4, die des 2 die Mitte der Flügeldecken er-
reichend. Färbung dunkler.
3 (9) Rotgelb, Abdomen schwärzlich, Elytren lebhaft metallisch
violett. Kopf ohne Punktierung, Seiten des Halsschildes
vollkommen geradlinig, von der Basis nach vorne leicht
divergierend. Long. 3,5—4+ mm. Sangaria peruana n.sp.
Peru: Callanga (Mus. G. Frey).
9 (8) Pechbraun, Clypeus und Beine (Hinterfemora ausgenom-
men) rotbraun. Kopf am Vertex dicht und deutlich punk-
tiert (Vergrößerung 10x). Thorax nahe der Mitte am brei-
testen, Seiten deutlich gerundet. Long. 3 mm.
ß Sangaria piceola n. sp.
Pe u: anetsate il Heikertinger, Mus. G. Frey).
Flügeldecken hinten abgestutzt, so daß ein latero-apika-
ler Winkel deutlich zum Vorschein kommt (wenn auch ab-
gerundet). Gelblich, Flügeldecken an der Basis mit einem
metallisch grünen Fleck, Sternum und Abdomen schwärz-
lich. Der Fleck der Flügeldecken ist manchmal in Form
einer Längsbinde bis nahe der Spitze verlängert. Long.
35—3,2 mm. . . . . Sangaria quadraticollis Jacoby
10 (5
Wl
Sen
Guatemala. — Costa Rica.
Die nordamerikanische S. flexicaulis Schaeffer ist mir in na-
tura nicht bekannt, scheint aber sehr nahe mit 5. quadraticollis
verwandt zu sein.
Diphaulaca spiniventris n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6. XI. 1944, 9. IX.
1950, 22. XI. 1950 et 11. VI. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 3,5—4 mm.
Schwarz, oben metallisch blau oder violett, Fühlerbasis und
die + vorderen Schenkel gelbbraun, Tibien und Tarsen dunkel-
braun, Hinterschenkel mit einem grünen Metallschimmer.
Durch Vorhandensein einer tiefen Frontalfoveole und durch
die Skulptur ist diese Art mit D. fossifrons Har. verwandt, von
welcher sie sich unterscheidet, von der Färbung abgesehen, durch
eine ganz außerordentliche Bildung des Abdomens des J': In der
Mitte der ersten 2 Bauchringe befindet sich eine ovale tiefe Grube,
welche von den lappenförmigen Erhabenheiten dieser Ringe jeder-
seits eingeschlossen ist. Diese Erhabenheiten sind innen dicht be-
haart. 3. Segment normal. #4. Segment trägt in der Mitte einen
J. Bechyr&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 1
ar
ıoı
großen gelben Tuberkel. 5. Segment mit großem Sinus. Hinter-
tibien vor der Spitze stark verdickt. Das 1. Glied der Hintertarsen
des Z' ist wesentlich mehr verbreitert als dasselbe Glied der # vor-
deren Tarsen (bei den verwandten Arten ist es umgekehrt).
Alle 4 untersuchten Exemplare sind 3’.
Diphaulaca ingenua Erichson
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, VIII. 1951 (Dr. W. Wey-
rauch).
Diphaulaca aulica Olivier
Trinidad (B. W. 1.), XIL 1953 (G. & H. Frey).
Diphaulaca wittmeri n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 27. I. 1952 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 3,2—3,5 mm.
Schwarz, glänzend, Prosternum, Kopf, Fühlerbasis und Tho-
rax rotgelb, Labrum und Palpen schwarz, Flügeldecken metallisch
schwarz-violett.
Kopf glatt, nur Orbiten hinten mit einigen größeren Punkten
besetzt. Clypealcarina tuberkelförmig, sehr kurz. Antennalcalli
schwach gewölbt, klein, vorne von der Clypealcarina durch eine
Querfurche getrennt, welche sich an den Seiten mit den tiefen ge-
radlinigen Orbiten verbindet. Antennen die Mitte der Elytren nicht
erreichend, das 3. Glied das längste.
Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang. Seiten
parallel, fast geradlinig, breit abgesetzt. Vorderwinkel seitlich
zahnartig erweitert, Hinterwinkel scharf. Oberfläche undeutlich
punktuliert (Vergrößerung 20—30 x), Querfurche vor der Basis
sehr tief.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, in Längsreihen, vorne
stark (Vergrößerung 5—8x), hinten undeutlich punktiert. Hu-
meralcallus groß, Basalcallus flach, postbasale Querdepression
kaum erkennbar.
o'. Alle Basitarsite erweitert, Sinus deutlich, auf dem Mittel-
lappen desselben jederseits ein Quertuberkel herausragend.
Q. Beine zart gebaut, Abdomen zugespitzt.
Dies ist die kleinste südbrasilische Art mit rotem Vorderkör-
per, durch das Vorhandensein von 2 Quertuberkeln auf dem letz-
ten Abdominalsegment des 5 gut charakterisiert.
176 Entom. Arbeiten aus dem Müseum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diphaulaca palmarensis n. sp.
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 6 mm.
Blauviolett, oberseits glänzend, Fühlerbasis bräunlich.
Mit D. suleifrons Har. verwandt, viel größer, Olypealcarina
bis zwischen die weit voneinander stehenden Antennalcalli ver-
längert. Die Stirnfoveole befindet sich zwischen den Antennalcalli
(bei D. suleifrons hinter ihnen). Basalquerfurche des Halsschildes
ist in der Mitte stark nach hinten lappig ausgezogen, und die Ely-
tralpunktierung ist in unregelmäßigen Reihen geordnet.
Diphaulaca columbina Boheman (nov. comb.)
Diese Art wurde zuerst von Boheman in der Gattung Haltica
beschrieben, später von Harold unter dem Namen Diphaulaca
angularis veröffentlicht.
Chaetocnema melania n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Long. 1,6—1,5 mm.
Schwarz, Tibien, Tarsen und Antennen braun. Körper ge-
wölbt, länglich.
Kopf glatt, nur nahe dem Hinterrande der Augen mit einzel-
nen eingestochenen Punkten, am Vertex fein chagriniert (Vergrö-
ßerung 50—100 x), Olypeus glänzend, zwischen den verhältnismä-
ßig weit voneinander eingefügten Fühlern gewölbt. Dicht hinter
der Fühlerbasis befindet sich eine tiefe Querfurche, welche sich
jederseits im Winkel mit den Augenfurchen vereinigt. Fühler die
Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, robust, Glieder 3—6 gra-
zil, das 3. das längste.
Thorax fast doppelt so breit wie lang, im Niveau der schräg
abgestutzten und seitlich heraustretenden Vorderwinkel am brei-
testen. Seiten fast geradlinig nach hinten verengt, Basis gerandet.
Oberseite matt, Retikulierung unter 20facher Vergrößerung gut
sichtbar, deutlich punktiert.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, sehr regelmäßig in
Längsreihen, vorne stark, hinten schwächer punktiert, Längsreihen |
in Furchen liegend, welche gegen die Spitze nicht abgeschwächt
ng
sind. Intervalle glatt, gewölbt und glänzend, ohne Retikulierung. |
Humeralcallus deutlich, postbasaler Eindruck fehlt. Epipleuren
ohne Punktierung.
J. Bechynd: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae er.
Eine kleine Ärt, weiche an der Struktur des Kopies erkenn-
bar ist.
Chaetocnema kimi n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey); Callanga (coli. Heikertinger,
Mus. G. Frey).
Long. 1,2—1,4 mm.
Schwarz, oberseits mit einem bronzegrünen Schimmer, Fühler
und Beine (Hinterschenkel ausgenommen) gelbbraun. Körper
länglich.
Kopf matt, mikroskopische Retikulierung unter 10facher Ver-
größerung schon gut sichtbar, nicht punktiert mit Ausnahme einer
Reihe gröberer Punkte, welche sich nahe dem innenrande des
Auges bis auf den Vertex hinzieht. Ulypeus breit, zwischen den An-
tennen gewölbt, hinten von einer in der Mitte unterbrochenen
Querfurche, d. h. jederseits mit einer queren Foveole, die sich mit
den Augenfurchen verbindet, begrenzt. Fühler wie bei der vorigen
Art gebildet.
Thorax transversal, fast doppelt so breit wie lang, an der Ba-
sis am breitesten. Seiten gerandet, schwach gerundet und nach
vorne verengt. Vorderwinkel schräg abgestutzt, Basis gerandet.
Oberfläche matt (wie der Kopf) und grob punktiert (Vergrößerung
I—IxX).
Elytren breiter als das Halsschild, stark in sehr regelmäßigen
Längsreihen punktiert, Punkte hinten etwas kleiner als vorne. In-
tervalle glatt, gewölbt, stark glänzend.
Kleiner als die vorhergehende Art, anders skulptiert und von
ganz anderer Struktur des Kopfes und des Halsschildes.
Chaetocnema daphne n. sp.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey).
Long. 2 mm.
Schwarz, oben bronzebraun, Tibien, Tarsen und die ersten
Antennite rotgelb. Körper kurzoval.
Kopf matt, sehr fein retikuliert (Vergrößerung 50—100 x),
glatt, nur nahe dem Hinterrand der Augen mit einigen Punkten
besetzt. Olypeus breit und schwach gewölbt, hinter den weit von-
einander entfernten Fühlern von einer gebogenen, in der Mitte
auffallend vertieften Querfurche begrenzt, welche sich jederseits
mit den Augenfurchen vereinigt. Antennen die Mitte der Flügel-
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 12
178 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
decken nicht überragend, zart gebaut, Glieder 3—5 von gleicher
Länge, die folgenden kürzer und schwach verdickt.
Halsschild fast doppelt breiter als lang, in der Mitte am brei-
testen, Seiten regelmäßig und ziemlich stark gerundet. Vorder-
winkel rechteckig, Hinterwinkel stumpf. Basis sehr fein gerandet.
Oberfläche fein retikuliert und ziemlich stark punktiert (Vergrö-
Berung 10x).
Flügeldecken breiter als der Thorax, Humeralcallus groß,
stark punktiert-gestreift, Punktierung hinten nicht abgeschwächt.
Intervalle stark glänzend, glatt, gewölbt.
Eine größere Art mit sehr charakteristischer Form des Hals-
schildes.
Chaetocnema margherita n. sp.
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey).
Long. 2,5 mm.
Schwarz, Tibien pechbraun, Tarsen und Antennite 2 und 3
rot. Körper kurzoval.
Kopf matt, fein retikuliert (Vergrößerung 50—100 x), ohne
Punktierung am Vertex. Olypeus an den Seiten runzelig punktiert,
zwischen den Fühlern einen flachen Tuberkel bildend, hinten von
einer undeutlichen Querfurche begrenzt. Augenfurchen tief, hin-
ten nahe dem Innenrande der Augen grubenartig erweitert. Füh-
ler zart, die Mitte der Flügeldecken erreichend.
Halsschild stark glänzend (auch unter 200facher Vergröße-
rung ist keine Retikulierung sichtbar), doppelt breiter als lang,
nahe der Mitte am breitesten. Seiten schwach gerundet, Vorder-
winkel schräg abgestutzt. Basis gerandet. Oberfläche fein punk-
tuliert (Vergrößerung 50 x).
Elytren breiter als der Thorax, sehr regelmäßig, vorne stark,
hinten undeutlich punktiert, Intervalle fein retikuliert (Vergröße-
rung 100—200 x), ohne Punkte, die 2 lateralen leicht gewölbt.
Humeralcallus groß, postbasale Depression deutlich.
Große Art, welche an ihrer Skulptur kenntlich ist.
Chaetocnema mapiriensis n. sp.
Bolivia: Mapiri (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 5 mm.
Schwarz, glänzend, Beine und Fühler gelb, Hinterfemora dun-
kelbraun bis schwarz.
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 179
Mit der vorigen Art verwandt, anders gefärbt, Glypeus zwi-
schen den Fühlern plan, breit, hinten von einer tiefen mit den
Augenfurchen vereinigten Querfurche getrennt, Prothorax fein
und spärlich punktiert (Vergrößerung 20x), die Punkte länglich,
Retikulierung unter 100facher Vergrößerung sehr deutlich zum
Vorschein kommend, Vorderwinkel breit abgerundet. Flügel-
decken bis zur Spitze deutlich punktiert, Intervalle punktuliert,
costiform, nur die ersten 3 flach. Körper robuster gebaut.
Chaetocnema robusta Baly
Brasil, Est. Parana: Joinville — Curitiba, 16. I. 1953 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Eine ohne näheren Fundort beschriebene Art.
Chaetocnema mexicana Baly (nov. comb.)
Costa Rica: Surrubres (Mus. G. Frey).
Bei der Untersuchung einer kleinen Serie aus dem oben er-
wähnten Fundort zeigte sich das gleiche Phänomen in der Hals-
schildstruktur, wie es Jacoby beschrieben hat. Die Exemplare mit
schmalem Thorax sind 57, die mit einem breiten 99, welche unter
dem Namen Cr. divergens von Jacoby als species propria beschrie-
ben sind.
Chaetoenema-Arten aus Kolumbien und Venezuela.
Ch. myersi Bryant (Ann. Mag. N. H. [11] 11, 1944, p. 554,
fig. 3) aus Venezuela, mir in natura unbekannt, ist in der folgen-
den Übersicht nicht eingeschlossen. Der Beschreibung nach weicht
sie von allen südamerikanischen Arten durch den breiten Kopf ab,
welcher im Niveau der Augen beinahe so breit wie der Vorderrand
des Halsschildes ist.
1(4#) Kopf und Halsschild punktiert. Clypealcarina fehlend.
Die mir unbekannte Ch. solida Har. (Colombia) ist
2,7 mm lang, und nach der Beschreibung weicht sie von
den 2 folgenden Arten durch verworrene Punktierung des
Scutellarfeldes der Elytren ab.
2 (3) Körper kleiner, unter 2 mm. Oberseite matt, metallisch
erzfarbig mit einem Kupferglanz, Vorderkörper fein
punktiert. Antennen die Mitte der Flügeldecken errei-
chend. Thorax an den Seiten gerundet, doppelt breiter als
12?
180 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ne Lateralintervalle der Flügeldecken gewölbt.
i Chaetocnema steinheili Baly
Cl Rio Magdalena.
3 (2) Größer, 2,2—2,3 mm, Oberseite mäßig glänzend, metal-
lisch bronzebraun, Fühler und Beine gelb, Hinterfemora
dunkel, die letzten Antennite angedunkelt. Fühler kurz,
nur das 1. Drittel der Elytren erreichend, zur Spitze mä-
Big verdickt. Thorax an der Basis am breitesten, 1,5 x
breiter als lang, Seiten gerade nach vorne konvergierend,
Punktierung stark (Vergrößerung 10x), stärker als die des
Kopfes. Vorderwinkel abgerundet. Flügeldecken nach hin-
ten ausgezogen, stark punktiert, Intervalle giatt und plan.
BI: Uhaetocnema vaiera n. Sp-
Vene van — La Ceiba, 2. VIII. 1950 H. J
MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
+ (1) Kopf glatt, nur nahe den Augen mit einigen + deutlichen
Punkten versehen. Ulypealcarina meistens deutlich.
(16) Flügeldecken stark glänzend, viel glänzender als das
Halsschild, Mikroskulptur (Punktulierung ausgenommen)
unter 50—100facher Vergrößerung nicht sichtbar.
6 (7) Thorax sehr spärlich mit groben Punkten besetzt (Vergrö-
ßerung 3x), Vorderwinkel rechteckig.
Schwarz, oben metallisch erzfarbig, die 3 ersten An-
tennite rot. Kopf ohne Punktierung, Antennen fast die
Mitte der Flügeldecken erreichend, robust, zur Spitze
stark verdickt, Glieder 7—10 transversal. Halsschild dop-
peit breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Seiten
stark gerundet, Basis fein gerandet. Flügeldecken stärker
als das Halsschild punktiert, Intervalle leicht gewölbt.
Long. 1,5 mm. . . . . Chaetocnema lacustris n. sp.
Venezuela: Laguna de Maracaibo (Mus. G. Frey).
7 (6) Thorax fein punkiiert (Vergrößerung 20—30 x), Vorder-
winkei schräg abgestutzt oder ganz abgerundet.
ö (11) Thorax stark transversal, mehr als doppelt so breit wie
lang, feiner punktiert.
9 (10) Thorax mit fast parallelen und fast geradlinigen Seiten.
Schwarz, Vorderkörper mit einem starken metallisch
bronzebraunen Schimmer, Fühler (zur Spitze angedun-
kelt) und Beine gelb, Schenkel dunkel.
Kopf nahe den Augen punktiert. Fühler zart, die |
Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, zur Spitze nur |
ar
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 181
schwach verdickt, alle Glieder viel länger als breit. Vor-
derwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt und abge-
rundet, Basis fein gerandet. Elytren stark punktiert, In-
tervalle zerstreut punktuliert, die lateralen gewölbt. Long.
12—1,3 mm. . . . Chaetoenema macgillavryi n. sp.
Venezuela: Encontrados, 17. VO. 1930 (H. 3. Mac
Giliavry, Zoel. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontra-
dos, 22. VII. 1930 (dtto); Valera — La Ueiba, 2. VIil.
1930 (dtto).
!0 (9) Thorax nahe der Mitte am breitesten mit gerundeten Sei-
ten. Schwarz, Oberseite metallisch bronzebraun, Fühler
(zur Spitze angedunkelt) und Beine gelb, Hinterschenkel
pechbraun, Ciypeus rötlich.
Kopf nahe den Augen punktiert. Antennen ziemlich
kräftig gebaut, alle Glieder länglich, die apikalen merk-
lich verdickt. Vorderwinkel des Halsschildes abgerundet,
Basis mit einer Reihe größerer Punkte gerandet. Flügel-
decken stark punktiert, alle Intervalle glatt und flach.
Long. 1,6—1,7 mm. . Chaetocnema hereditaria n. sp.
Venezuela: Encontrados, 17. VII. 1950 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontra-
dos, 22. VII. 1930 (dtto).
i1 (8) Thorax schwach transversal, + 1,5x breiter als lang.
12 (13) Thorax 1,5—1,6x breiter als lang, unter 20facher Ver-
größerung deutlich punktiert, nahe der Mitte am breite-
sten, Seiten deutlich gerundet. Färbung wie bei der vori-
gen Art.
Kopf auf dem Vertex nahe dem Augenhinterrand
kräftig punktiert. Fühler lang, die Mitte der Flügeldecken
weit überragend, zart, zur Spitze kaum verdickt. Thorax
an der Basis fein gerandet, Vorderwinkel breit abgerun-
det. Flügeldecken stark punktiert, Intervalle gewölbt.
Long. +1,5>mm. . . . Chaetocnema maracaiba n. sp.
Venezuela: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGil-
iavry, Zool. Mus. Amsterdam); Encontrados — Boca de R.
la Grita, 18. V11.1930 (dtto); Valera — La Ueiba, 2. VIII.
1930 (dtto).
13 (12) Thorax sehr schwach transversal, 1,3x breiter als lang,
Seiten geradlinig. Fühler kürzer, wie bei Ch. hereditaria
gebaut.
182 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
14 (15) Färbung wie bei den vorigen Arten. Kopf ohne Punktie-
rung. Halsschild unter 20facher Vergrößerung deutlich
punktiert, mit abgerundeten Vorderwinkeln. Flügeldek-
ken stark punktiert, die lateralen Intervalle gewölbt. Kör-
per langgestreckt. Long. 1,35—1,4+ mm. FABPA
a Chaetocnema ceihe n. Sp.
ne Vals — La Ceiba, 2. VIII. 1950 (H. J.
MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
15 (14) Schwarz, Fühler und Beine pechbraun, die ersten Anten-
nite heller. Oberseite metallisch bronzebraun, grünlich
oder bläulich schimmernd.
Kopf nahe den Augen mit einigen eingestochenen
Punkten. Thorax klein, viel schmäler als die Flügeldecken,
an den schräg abgestutzten Vorderwinkeln am breitesten,
Seiten geradlinig nach hinten konvergierend. Oberseite
unter 20facher Vergrößerung ohne deutliche Punktierung,
Basis kräftig gerandet. Flügeldecken stark punktiert, In-
tervalle an den Seiten gewölbt. Long. + 1,5 mm.
RE ERS i Chaetocnema trapezifera n. sp.
Venezuela: Palo Grande — San Cristobal, 20. VI.
1930 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Mene
Grande, 23.—24. VII. 1930 (dtto).
16 (5) Flügeldecken matt, ihre Retikulierung oder Striolation
unter 30—50facher Vergrößerung erkennbar.
17 (158) Stirn in der Mitte mit einem Grübchen versehen. Schwarz,
Fühler und Beine pechbraun, die ersten Antennite heller.
Thorax deutlich punktiert, doppelt breiter als lang, Seiten
fast parallel. Elytren stark punktiert, die lateralen Inter-
valle gewölbt. Long. + 2,2 mm.
BR Chaotoinene haroldi Bals
lie Bee
15 (17) Stirn flach, ohne Eindrücke.
19 (24) Thorax einfach gewölbt, ohne Seitenwulst.
20 (23) Körper groß, 55 2—2,2 mm, 99 2,2—2,5 mm.
21 (22) Schwarz, kaum metallisch, Fühler und Beine pechschwarz,
Knie und Fühlerbasis rot.
Kopf nahe den Augen punktiert. Fühler zart gebaut,
alle Glieder länglich, die apikalen merklich verdickt. Tho-
rax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten,
Seiten gerundet, Vorderwinkel schräg abgestutzt und seit-
lich zahnartig vorspringend. Oberfläche dicht und kräftig
22 (21)
23 (20)
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 183
punktiert (Vergrößerung 10x), Basis fein gerandet. Flü-
ee stark punktiert mit gewölbten Intervallen.
ar Chaetocnema caracasa n. sp.
Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Schwarz, Oberseite metallisch erzbraun, Fühler (Endglieder
angedunkelt) und Beine braungelb, Hinterschenkel dunkel.
Der vorigen Art ähnlich, anders gefärbt, Thorax kaum
doppelt breiter als lang, Seiten fast parallel, Vorderwinkel
abgerundet, Oberfläche fein und weitläufig punktiert,
Basis von einer Reihe grober Punkte 2 Elytral-
intervalle punktuliert, gewölbt. .
i : Chaetocnema separ als Baly
rg Boca
Körper klein 59 1,5—1,6 mm.
Schwarz, Fühler und Beine gelbbraun, Hinterschen-
kel, zuweilen auch Mittel- und Vorderfemora dunkel,
Oberseite schwarz mit einem schwachen Metallglanz. Kopf
nahe den Augen punktiert. Fühler zur Spitze verdickt,
alle Glieder länglich. Thorax weniger als doppelt so breit
wie lang, an der Basis am breitesten, Seiten geradlinig
nach vorne verschmälert. Vorderwinkel verdickt, schräg
abgestutzt, nach außen winkelig heraustretend. Oberfläche
dicht punktiert. Flügeldecken stark punktiert, Intervalle
gewölbt, vorne nahe der Naht aber fast flach.
Chaetocnema spreta Weise
Trinidad (B. W. 1.) — Venezuela.
24 (19) Thorax an den Seiten, namentlich in der hinteren Hälfte
wulstartig abgesetzt.
Schwarz, oben mit einem + deutlichen Metallschim-
mer, Fühler (zur Spitze gebräunt) und Beine braungelb,
Femora, namentlich die hinteren + angedunkelt. Kopf
nahe den Augen punktiert. Fühler zur Spitze leicht ver-
dickt, alle Glieder länglich. Thorax dicht und ziemlich fein
punktiert (Vergrößerung 20x), an der Basis am breite-
sten, Seiten gerade, fast parallel, beim 9 deutlicher nach
vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt, Basis fein
gerandet. Flügeldecken kräftig punktiert-gestreift, Inter-
valle gewölbt. Long. 1,5—1,7 mm. (Ch. labiata Baly).t)
Chaetocnema minutissima Suffrian (nov. a )
Colombia. — Venezuela. — Curacao.
1) Als eigene Art beschrieben (Colombia: Santa Marta).
184 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Longasphaera n. gen.
Merkmale der Gattung Omophoita, aber der Körper ist lang-
gestreckt, die Fühler sind sehr kurz, den Humeralcallus der Flü-
geldecken kaum überragend, mit kurzen und dicht aneinander sto-
ßenden Gliedern, und die Epipleuren sind nur im vorderen Viertel
ausgebildet.
Longasphaera hispiecornis n. sp.
Brasil, Est. Minas Gerais: UÜberaba (Mus. G. Frey).
Long. 7,5 mm.
Hell braungelb, Unterseite, Antennen, Labrum und Palpen
pechbraun. Körper langgestreckt, parallel, Oberseite glänzend.
Kopf stark aber weitläufig punktiert (Vergrößerung 5x) nahe
den Augen, sonst glatt. Antennalcalli stark transversal, hinten von
einer seichten abgekürzten Querfurche begrenzt. Stirn mehr als
doppelt se breit wie ein Augendurchmesser, Clypealcarina breit,
aber nur schwach gewölbt. Antennen kurz, Glieder 1, 5, 4 und 5
etwas länger als breit, die übrigen beinahe quadratisch. Palpen
robust.
Thorax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten,
oberseits glatt. Seiten stark wulstförmig verdickt, schwach gerun-
det, nach vorne verengt. Vorderwinkel nach vorne ausgezogen,
Hinterwinkel rechteckig und kurz abgerundet. Basis ausgebuchtet.
Schildchen dreieckig, angedunkelt.
Klytren spärlich fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x),
ohne Eindrücke, Basis genau wie die des Thorax ausgebuchtet.
Humeralcallus schwach gewölbt. Elytropleuren ziemlich breit.
Epipleuren breit und konkav im ersten Viertel, dann vollkommen
erlöschend.
Diese Art erinnert an zahlreiche Omophoita-Arten, die Bil-
dung der Antennen und der Epipleuren ist aber sehr abweichend.
Omophoita recticollis Baly
Guatemala: Escuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien).
Omopheita eyanopis Harold
Mexico: Jalapa (Höge, Mus. Wien).
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 185
Omophoita abdominalis Chevrolat
Mexico: Jalapa (Höge, Mus. Wien). — Guatemala: Escuintla,
Vil!. 1879 (Mus. Wien).
Omophoita reichei Haroid
Guatemala: Eseuintla, VIII. 1579 (Mus. Wien). — Mexico:
Oaxaca (Höge, Mus. Wien).
N
Omophoita callosipennis n. sr.
Panama: Volcan de Chiriqui (Mus. G. Frey: Mus. Wien). —
Costa Riea: Turialba (coll. Schild-Burgdorf, Mus. G. Frey): Infer-
millo (dtto). — Colombia: Cauca (Mus. G. Frey).
Long. 7—8,5 mm.
Diese Art ist von gleicher Färbung wie O. reichei Har. und sie
wurde mit dieser Art eit verwechselt. Sie ist breiter oval, das Hals-
schild ist mehr transversal und die Flügeldecken haben einen gro-
fien Basalcallus, welcher hinten von einer tiefen Querdepression
stark akzentiert ist. Bei O. reiche: sind die Flügeldecken einfach
gewölbt, weder mit einem Basalcallus noch mit einer postbasalen
Depression.
Omopheita mexicana Harold (nov. comb.)
Diese Art wurde in der Gattung Oedionychis beschrieben, sie
ist aber mit 0. reichei nahe verwandt.
Omophoita icteridea Harold (nov. comb.)
Mit der vorigen verwandt, anders gefärbt, Flügeldecken deut-
lich punktiert. Auch diese Art wurde als eine Oedionychis be-
schrieben.
Omophoita auripennis Harold
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Serra do Itatiäia, Südabhang,
Waldregion, 16.—26. X. 1927 (Zerny, Mus. Wien).
Omophoita fallax Olark
Brasil, Est. S. Paulo: Santos (Mus. Wien).
186 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Omophoita clerica Erichson
Suriname: Paramaribo (Mus. G. Frey). — Trinidad (B.W.L),
X11.1953 (G. & H. Frey). — Bolivia: Region Chapare, 400 m
(Zischka, Mus. G. Frey).
Omophoita gioia n. sp. [Taf. XIV, Fig. 23]
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—I1I. 1952 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. JS 6 mm, 99 + 7,5 mm.
Schwarz, Schenkel (Knie ausgenommen), Olypeus, Stirn, Füh-
lerbasis und Elytren gelb, die letzteren mit einer schwarzen Quer-
binde an der äußersten Basis, welche manchmal in der Mitte geteili
ist, und einer anderen vor der Spitze. Epipleuren und die Seiten
der Flügeldecken rosarot. Körper langgestreckt, Oberseite glän-
zend.
Kopf glatt, nur hinten nahe dem Augeninnenrande mit einigen
gröberen Punkten versehen. Antennalcalli zusammenfließend,
groß, hinten von einer sehr tiefen Querdepression begrenzt. Augen
groß und vorgequollen, Stirn breiter als ein Augendiameter. An-
tennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glieder 3, 4 und 5
von gleicher Länge.
Halsschild doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am breite-
testen, Seiten breit abgesetzt, gerundet, vor den Hinterwinkeln
ausgeschweift. Vorderwinkel stark verdickt, kurz abgerundet und
vorgezogen. Oberfläche undeutlich punktuliert (Vergrößerung
SOx).
Flügeldecken länglich, fast parallel, undeutlich punktuliert.
Humeralcallus schwach gewölbt, Elytropleuren schmal. Das 1.
Glied der Hintertarsen so lang wie die beiden folgenden zusam-
mengenommen. Abdomen punktiert. Beim 5 sind die Antennal-
calli schwarz und das letzte Abdominalsegment zeigt einen schwa-
chen Sinus.
Diese Art ist an der Färbung leicht erkennbar und auch durch
den langgestreckten Körper von den meisten abweichend.
Omophoita discicollis Schaufuß (nov. comb.)
Trinidad (B. W. L), X11.1953 (G. & H. Frey). — Perü, Rio
Huallaga: Tingo Maria, 700 m, X. 1947 (Dr. W. Weyrauch).
Diese Art wurde von verschiedenen Autoren in der Literatur
auch verschiedenartig gedeutet, so daß eine große Auffassungs-
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 187
konfusion entstanden ist. Nach dem Material, welches mir zur Ver-
fügung steht, kann ich folgende Formen unterscheiden:
1 (4) Flügeldecken unter 20—30facher Vergrößerung deutlich
1)
EEEN
SN)
w
EEN
N
Se
er
(6)
punktiert.
Unterseite, Beine und Schildehen pechbraun, Kopf
und Fühler rot, Halsschild und Flügeldecken gelbbraun,
die letzteren mit + deutlichem Seiten- und Apikalrand
und einer Querbinde, vor der Mitte heller.
Stirn nur nahe den Augen punktiert. Thorax an der Basis
am breitesten, Seiten gerundet, kaum abgesetzt, nach
vorne verengt. Die Mucro ist am Innenrande der Vorder-
winkel des Thorax angesetzt. Elytren glänzend, mit einem
deutlichen Basalcallus. Elytropleuren im Apikalviertel
fehlend. Long. 7—7,5 mm. Omophoita veronica n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, 1.1954 (G. & H. Frey);
Maracay, VII. 1934, I., II. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung München).
Stirn zwischen den Augen überall deutlich punktiert (Ver-
gsrößerung 10x). Thorax vor der Basis am breitesten, Sei-
ten breit abgesetzt, schwach gerundet, die Mucro in der
Mitte der Vorderwinkel angesetzt. Flügeldecken matter
als der Vorderkörper, Basalcallus deutlich. Elytropleuren
erst kurz vor dem Nahtwinkel erlöschend. Long. + 6 mm.
Omophoita Hanela n. Sp.
ne elde Bahehe Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Flügeldecken auch unter 50facher Vergrößerung glatt
erscheinend; beim 5% der ©. discicollis sind sie fein punk-
tiert, diese Art hat aber gegenüber den 2 vorhergehenden
keinen Basalcallus auf den Flügeldecken. Oberfläche glän-
zend.
Thorax schmal, knapp doppelt so breit wie lang, Seiten
geradlinig nach vorne verengt.
Rot, Sternum, Beine und Schildchen pechbraun, Ab-
domen gelbbraun. Flügeldecken mit einer breiten violett-
braunen Querbinde vor und einer anderen, an der Naht
unterbrochenen, hinter der Mitte. Seiten des Halsschildes
abgesetzt. Elytren mit einem deutlichen Humeral- und
Basalcallus und einer diskalen anteapikalen Depression.
Long. 7 mm. . . - - Omophoita rosanna n. sp.
Venezuela: Raricho en I. 1954 (G. & H. Frey).
188 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955
6 £5) Thorax breiter, mehr als doppelt so breit wie lang, Seiten
stark gerundet. Elytren ohne den anteapikalen Eindruck.
7 (10) Basalcallus klein, postbasale Querdepression kaum ange-
deutet. Long. 7—68 mm.
Tropisches Südamerika (atlantische Küstenregion im
Süden ausgenommen).
8 ($) Elytropleuren vorne so breit wie das 1. Antennit lang ist.
Flügeldecken mit 3 schmalen gelben Querbinden, welche
eg hellbraunen Grund in 4 Felder teilen, das 1. und das
3. Feld häufig mit einem metallischen Anflug.
a Omopheita 4-fasciata Fahriend
65) Elytropleuren nur halb so breit wie das 1. Antennit lang
ist. Thorax in der Mitte angedunkelt. Flügeldecken nur
mit einer einzigen gelben Querbinde vor der Mitte, da-
durch treten nur 2 dunkle Felder auf. (Asphaera nobilitata
Illiger nec Fabr.).
Omophoita diseicollis Schaufel: es con
Ba-Teallne der Flügeldecken groß, postbasaler Querein-
druck tief. Unterseite und Schildehen braungelb, Kopf,
Beine und Fühler rot. Thorax gelb, in der Mitte + ange-
dunkelt. Flügeldecken gelb mit einem dunkelbraunen
(bei frischen Exemplaren rötlichen) isolierten Fleck hinter
der Mitte. Diese Flecke sind auf jeder Fiügeldecke in der
Mitte der Länge nach + deutlich geteilt. Long. 6—7 mm.
Se infulata Dllig., A. hübnerı Har.) Be
Omophoita nobilitata Fabricius (nov. comb.)
Bra, Bahia, Parä; Guyana; Trinidad (B. W. I.).!)
TEEN
&
Fame
I
ni
Omophoita vegli n. sp. ['Taf. XIV, Fig. 24]
Venezuela: Maracay, L., II. et V.1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung München).
Long. 6—9 mm.
Rotgelb, Fühler, Vertex, Schildchen, Seiten des Halsschildes
und die Flügeldecken samt Epipleuren rotbraun, sonst ist die Ober-
seite gelb, Elytren mit 3 großen lebhaft metallisch purpurvioletten
Flecken. Körper en Oberseite stark glänzend. |
Kopf glatt, nur nahe den Augen mit setiferen Punkten besetzt. |
Stirn schmäler als ein Augendiameter, nach hinten merklich ver-
ı) X. 1953 (G. & H. Frey). — Asphaera hübneri wurde von Weise als
nicht existierend, phantastisch, bezeichnet und mit O. discicollis Schauff. (= no-
bilitata Wliig. et auct.) gemischt.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 189
engt. Antennalcalli groß, querviereckig, gut umgrenzt. Ulypeal-
carina T-förmig. Fühler die Mitte der Flügeldecken überragend,
das 3. Glied länger als das 4., mehr als doppelt so lang wie das 2.
Thorax stark quer, fast 3x breiter als lang, in der Mitte am
breitesten. Seiten hinten schmal, vorne breit und wulsiig abgesetzt,
Vorderwinkel nach vorne ausgezogen. Oberfläche fein punktuliert
(Vergrößerung SD—40 x).
Flügeldecken fast giatt, Basalcallus schwach, hinten undeut-
lich begrenzt, Elytropleuren schmal. Das 1. Glied der Hintertarsen
nur eine Spur länger als das 2. Intercoxalplatte des Prosternums
plan. Beim 3 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen sehr stark
erweitert.
Eine an der Färbung kenntliche Art, welche außerdem von
den übrigen durch die auffallend großen Augen und nach hinten
verengte Stirn abweicht.
Omophoita inaequalis Erichson
In den Anden kommt eine sehr typische Omophoita-Arten-
gruppe vor, welche teilweise als Aspicela betrachtet wurde. Als
Hauptmerkmal ist die außerordentlich grobe Elytralskulptur und
die Färbung zu betrachten (schwarz, Thorax und Abdomen wenig-
stens zum Teil gelb oder gelbbraun, Flügeldecken mit gelben Epi-
pleuren und ebenso gefärbtem Lateral- und Apikalsaum, Scheibe
dunkel). Thoraxvorderwinkel sind scharf und spitzig und direkt
nach vorne stark vorgezogen.
An diese Gruppe schließen sich 2 andere, von ähnlicher Fär-
bung, bei welchen die Eiytren sehr fein punktuliert oder ganz glatt
sind, wovon die erste (29 [42] in der folgenden Bestimmungsta-
belle) durch die spitzigen Vorderwinkel und flache oder nicht ab-
gesetzte Seitenränder des Halsschildes ausgezeichnet ist, während
es sich bei den anderen (2 letzten Ärten) um Varietäten einer
artenreichen Gruppe mit stumpfen Vorderwinkeln und rinnenartig
abgesetzten Seitenrändern des Thorax handelt, welche durch ihre
Farbenverteilung an die ersten 2 Gruppen erinnern.
1 (28) Flügeldecken mit Unebenheiten (ohne Lupe gut sichtbar)
oder sehr dicht und sehr grob punktiert. Vorderwinkel des
Thorax spitzig, stark und weit nach vorne ausgezogen. Das
letzte Glied der Hintertarsen nur schwach verdickt. Kopf
wenigstens zum Teil schwarz. ü
2 (27) Die größte Breite des Thorax liegt bei der Basis, die Seiten
schwach oder undeutlich abgesetzt, nicht rinnenartig. Die
190 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
grobe Flügeldeckenskulptur dehnt sich bis auf die äußer-
ste Basis aus. Kopf einfarbig dunkel.
5 (8) Seiten des Halsschildes breit schwarz gerandet, manchmal
sind auch noch der Vorder- und der Hinterrand schwarz.
Der gelbe Apikalsaum der Flügeldecken ist viel breiter als
der Lateralsaum, er nimmt das ganze Apikaldrittel ein.
FErhabenheiten der Flügeldeckenscheibe netzartig der
Länge nach zusammenfließend, die entsprechenden Äus-
ee vollkommen glatt, unpunktiert. Long. ö mm.
Omophoita inca n. sp.
Bert Shan nähen Auienbö (Mus. G. Frey).
Der gelbe Apikalsaum der Elytren ist kaum breiter als der
Lateralsaum, ca. ein Zehntel der gesamten Länge der Flü-
geldecken einnehmend. Die Aushöhlungen der Flügeldek-
kenscheibe sind deutlich (Vergrößerung 10—20x) punk-
tiert.
4(5
Ss
5 (4
NL
6 (7) Die Aushöhlungen der lebhaft metallisch violetten, blauen
oder kupferigen Flügeldeckenscheibe kleiner, in regel-
mäßigen Längsreihen geordnet (jede solche Reihe mit 20
bis 25 Gruben). Long. 8&—9 mm.
Omophoita ‚Holschelek, n. Sp.
Bolizia: eockaldinba (Mus. G. Frey).
7 (6) Die netzartig zusammenfließenden Erhabenheiten der
schwarz-metallischen Flügeldeckenscheibe umschließen
weniger zahlreich und wenig regelmäßig gestellte gruben-
artige Aushöhlungen (jede solche Reihe besteht höchstens
aus 10—15 Gruben). Long. 7,5—8,5 mm. (Ex Aspicela.)
Omophoita albomarginala Latreille (nov. comb.)
Ecuador.
ö (3) Thorax einfarbig gelb, grasgrün, gelbweiß oder gelbbraun
ohne geschwärzte Ränder.
9 (22) Flügeldecken auf der Scheibe mit Erhabenheiten oder mit
unregelmäßig gestellten großen Gruben.
10 (19) Der gelbe Apikalsaum höchstens ein Sechstel der Flügel-
deckenlänge erreichend.
11 (16) Die Erhabenheiten der Flügeldecken sind netzartig zu-
sammengebunden. Körper größer, &—9 mm lang.
12 (135) Thorax und Seitenrand der Flügeldecken grasgrün, die
dunkel kupferviolette metallische Färbung der Flügel-
deckenscheibe dehnt sich bis auf den Nahtwinkel aus.
Kopf glatt, nur innen nahe dem Augenhinterrande mit
J. Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 191
einzelnen Punkten besetzt. Thorax und Flügeldecken ohne
Punktierung. Elytropleuren breit. Nur die 2 letzten Bauch-
Be rotgelb. (Ex Aspicela.) re
. . Omophoita reinecki W eise u es
Aöuadhr! Canellos (Type, coll. Heikertinger, Mus. G.
Frey).
13 (12) Thorax, Seiten- und Apikalrand der Elytren und die Epi-
pleuren gelblich, die dunkle Färbung der Flügeldecken-
scheibe bleibt von dem Nahtwinkel weit entfernt. Abdo-
domen einfarbig gelb.
14 (15) Flügeldeckenscheibe lebhaft metallisch grün, die empor-
gehobenen Stellen mit starkem Kupferglanz. Der gelbe
Apikalsaum der Flügeldecken ist so breit wie der Lateral-
saum. Seiten des Halsschildes breit und sehr flach abge-
setzt. Kopf am Vertex ohne Punktierung. e
- .. Omophoita arena Tacolıy
rede Mar Rn a G. Frey); Valle Ohanchamayo,
800 m, 16. VI1.1939 (Dr. W. Weyrauch).
Flügeldeckenscheibe uniform schwarzgrün mit + deut-
lichem Kupferschimmer. Der gelbe Apikalsaum der Ely-
tren ist breiter als der Lateralsaum. Thorax ganz flach,
ohne abgesetzte Seitenränder. Kopf am Vertex deutlich
rer aderung 5x) punktiert. nn
. . Omophoita yungarum n. sp.
Bolivia: neas del Palmar, 1000 m (R. Zischka, Mus.
G. Frey); Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey).
16 (11) Die Erhabenheiten der Flügeldeckenscheibe stehen frei
(— Flügeldecken mit Tuberkeln bedeckt). Körper kleiner,
7—8 mm lang. Der gelbe Apikalsaum der Elytren ist brei-
ter als der Lateralsaum.
‚17 (18) Scheibe der Elytren metallisch blau, die tuberkelförmi-
gen Erhabenheiten sparsam, schwach heraustretend, alle
von länglicher Form. . Omophoita vermiculosa n. sp.
Perü: Oallanga (Mus. G. Frey).
15 (17) Scheibe der Elytren schwarz mit einem schwachen Metall-
schein, Tuberkeln dichter, stark emporgehoben, meistens
von rundlicher, nur vereinzelt von länglicher Form.
15 (14
Sr
- . Omophoita mera n. sp.
renader: Mera (Mus. €. Frey).
19 (10) Der gelbe Apikalsaum umfaßt mindestens ‚der gesamten
Länge der Flügeldecken.
192
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
20 (21)
Die Flügeldeckenrunzeln sehr grob. Seiten des Thorax
gerade nach vorn verengt, Thorax doppelt breiter als lang.
Der schwarzgrüne Diskalfleck der Elytren bikonkav (nahe
dem Seitenrand und an der Naht nach hinten weiterra-
gend). Long. ö mm. . . Omophoita biconcava n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). [Taf. XIV, Fig 21]
} Die Flügeldeckenrunzeln fein, Thorax dreimal breiter als
iang, mit bedeutend gerundeten Seiten. Der blauschwarze
Diskalfleck der Elytren hinten in konvexer Linie abge-
rundet. Long. 7,5—8,5 mm. (Ex Aspicela.) Me.
Omophoita thiemei Weise (nov. comb.)
er Cauca (Mus. G. Frey). [Taf. XIV, Fig. 22]
) Flügeldecken grob punktiert ohne Echabent en oder
sind solche nur nahe der Spitze vorhanden.
) Punktierung der Flügeldecken ist auch auf der äußersten
Spitze so stark wie vorne, die Scheibe metallisch blau,
weniger glänzend, stark punktiert, ohne Runzeln. Der
gelbe Apikalsaum etwas breiter als der Lateralsaum und
a leicht konkav. Long. 8—9,5 mm. Bu.
Omophoita weyrauchi n. sp.
Perü: Rhanear, 2600 m, 28. XII. 1942 (Dr. W. Wey-
rauch).
(23) Punktierung auf dem gelben Apikalsaum der Flügel-
decken stark abgeschwächt oder ganz fehlend. Scheibe
lebhaft metallisch grün, stark glänzend, der geibe Apikal-
saum so breit wie der Lateralsaum.
Flügeldecken einfach punktiert, Punkte gleich stark bis
zu den Elytropleuren hinreichend, hinten auf dem gelben
Apikalsaum stark abgeschwächt. Vor der Spitze noch im
dunklen Feld befinden sich einzelne schwache Erhaben-
heiten. Abdomen rotgeib, die ersten 2 Segmente in der
Mitte angedunkelt. Kopf am Vertex und auf den Orbiten
mit groben Punkten versehen, Thorax fein chagriniert
(V De 30—50x). Long. 7 mm. vn
; Omophoita sariguea n.sp.
Por Maccapaka (Mus. G. Frey).
25) Flügeldeckenscheibe, mit nacktem Auge gesehen, grob
runzelig punktiert, die Punktierung der gelben Ränder
auch unter 20facher Vergrößerung kaum sichtbar. Vertex
glatt, nur die Orbiten punktiert. Thorax stark glänzend,
auch unter 100—200facher Vergrößerung nicht sichtbar |
BB (1)
29 (42)
30 (37)
31 (36)
32 (33)
33 (32)
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 193
retikuliert. Long. + 8 mm (Ex Aspicela). ee
» Omophoita jessiae Hincks
hen Yan de la Paz. — Peru: Marcapata (Mus.
G. Frey).
Die größte Breite des Halsschildes liegt in der Mitte, die
Seiten breit rinnenartig abgesetzt. Kopf schwarz, Clypeus
meistens rotbraun oder pechbraun. Flügeldecken vorne
(auf dem großen Basalcallus) sehr fein punktuliert ohne
Erhabenheiten, welche erst die zwei hinteren Drittel der
dunkelblauen Scheibe einnehmen; diese Erhabenheiten
sind umfangreich aber sparsam. Long. 8—9 mm.
. .. Omophoita inaequalis Erichaon
Pord: Callanga (Mus. G. Frey); Sinchono, Cordillera
Azul, 1300 m, 1. IH. 1947 (Dr. W. Weyrauch).
Flügeldecken glatt, ohne Erhabenheiten, ohne grobe
Punktierung, stark glänzend, Punktierung, wenn vorhan-
den, erst bei 10—20facher Vergrößerung sichtbar.
Halsschild mit schmal oder flach, nicht rinnenartig, ab-
gesetzten Seiten, Vorderwinkel spitzig, nach vorne gerich-
tet und in Form einer Mucro verlängert.
Kopf größtenteils schwarz.
Der ganze Kopf ist metallisch schwarz. Der gelbe Apikal-
saum der Elytren ist breiter als der Lateralsaum. Hinter
der Basalbeule befindet sich eine mächtige Querdepres-
sion.
Thorax dreimal breiter als lang mit der größten Breite vor
der Basis, Seiten gerundet, breit und flach abgesetzt, nach
vorne stärker als nach hinten verengt. Schwarz, Thorax
und der Seiten- und Apikalrand der Elytren gelb, bei fri-
schen Exemplaren feurig rot, Scheibe der Elytren metal-
lisch schwarz, sehr stark glänzend, fein a eo
Bene 20x). Kong: + 7 mm.
Omophoita reflexicollis. n. Ka
Per: Ti Maria, Rio Huallaga, 700 m (Dr. W.
Weyrauch); Valle Chanchamayo, 800 m, IV. 1943, VIN.
1951 et II. 1953 (dtto); ibid., 1400 m, 9. VIII. 1951 (dtto).
Die größte Breite des mehr als doppelt so breiten wie
langen Halsschildes liegt direkt an der Basis; Seiten
schwach gerundet, nach vorne stark konvergierend, flach,
undeutlich abgesetzt.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 13
194
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
34 (35)
35 (34)
36 (31)
37 (30)
38 (41)
Körper bei beiden Geschlechtern klein, 6,5—7 mm. Schei-
be der Elytren bronzeschwarz metallisch, der gelbe Seiten-
saum ist in der Humeralgegend verschmälert. Antennen
zur Mitte der Flügeldecken hinreichend, mit leicht ver-
dickten mittleren Gliedern. Omophoita homolimbia n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Körper größer, die Dimensionen jedoch sexuell verschie-
den: 5 7,5 mm, 9 9 mm. Scheibe der Flügeldecken leb-
haft purpurviolett, der gelbe Marginalsaum ist vorne stark
erweitert, so daß er an der Basis die ganze Flügeldecken-
hälfte einnimmt. Fühler 2/3 der Flügeldeckenlänge errei-
chend mit nicht verdickten mittleren Gliedern.
Omophoita heretolimbia n. sp.
Boll nen: de la Paz (Mus. G. Frey).
Kopf dunkel, Clypeus strohgelb. Der gelbe Apikalsaum
der Elytren doppelt breiter als der Lateralsaum, welcher
in der Mitte in der schwarzmetallischen Scheibe + einge-
schnitten ist. Scheibe ohne Querdepression, schon unter
10 facher Ne sichtbar punktiert. i
. i Omophoita praedestinata n.sp.
Aperu U: Niranata (Mus. G. Frey).
Es ist wohl möglich, dafß diese Art eine Varietät mit
gelber Querbinde auf den Elytren bilden kann; die mei-
sten Arten dieser Gruppe haben aber rinnenförmig abge-
setzte Seiten des Halsschildes (cf. 42 [29]), was bei der
O. fraedestinata nicht der Fall ist.
Der ganze Vorderkörper ist einfarbig rotgelb.
Der gelbe Apikalsaum erreicht wenigstens 1/ der gesam-
ten Flügeldeckenlänge.
39 (40) Stirn 3x breiter als ein Augenquerdiameter. Seiten des
40 (39)
Thorax, dessen größte Breite weit vor der Basis liegt,
stark gerundet. Fühler dünn, Scheibe der Elytren lebhaft
purpurviolett. Long. 9 mm. Omophoita boliviensis Csiki |
Colombia (Mus. G. Frey). — Ecuador.
Diese Art wurde irrtümlich aus Bolivien beschrieben
(Santos Marcos; dieser Fundort liegt aber in Ecuador).
Stirn knapp doppelt breiter als ein Augenquerdiameter.
Thorax an der Basis am breitesten, Seiten schwach gerun-
det und stark nach vorne konvergierend. Fühler robust.
Flügeldeckenscheiben schwarz mit einem leichten metal-
lischen Schimmer. . . . Omophoita stabilitata n. sp.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 195
Ecuador: Mera (Mus. G. Frey).
41 (38) Der gelbe Apikalsaum erreicht ungefähr ein Zehntel der
gesamten Flügeldeckenlänge, er ist so breit wie der La-
teralsaum. Unterseite und Scutellum dunkel, Schenkel
zum Teil gebräunt. Long. + 7,5 mm.
N Omophoita Emibifern Baly
Be: Tine asia 700 m, X. 1947 (Dr. W. Wey-
rauch); Pachitea (Mus. G. Frey); Marcapata (Mus. G.
Frey).
Diese Art ist sehr ähnlich der O. marginata Clark (aus
Amazonas), welche auf den Elytren sehr deutlich punk-
tiert ist und deren Beine und Schildehen gelb gefärbt sind.
42 (29) Seiten des Halsschildes breit rinnenförmig abgesetzt,
43 (44)
44 (43)
Vorderwinkel stark verdickt, kurz abgerundet, ohne Mu-
cro. Kopf dunkel, Clypeus und Thorax gelb, der gelbe Sei-
tenrand der Flügeldecken nahe der Mitte und vor der
Spitze häufig unregelmäßig.
Seiten des Halsschildes von der Basis nach vorne gerad-
linig (5) oder unbedeutend gerundet (2) verengt. Flügel-
decken lebhaft metallisch grün, Seitenrand und eine mit
ihm zusammenfließende quere Anteapikalmakel gelb.
Long. 7— 7,5 mm. . . Omophoita variegata Jacoby
Peru: Callanga (Mus. G. Frey).
Diese Art scheint keine Farbenvarietäten zu bilden;
die Abänderungen, die von Jacoby in der Originalbeschrei-
bung erwähnt sind, gehören sämtlich der O. abendrothi
Har. zu.
Seiten des Halsschildes wenigstens in der vorderen Hälfte
stark gerundet. Stirn viel breiter als ein Augendurchmes-
ser. Eine sehr variable Art, Flügeldeckenscheibe bronze-
braun, bronzegrün bis schwarzgrün, Unterseite samt Bei-
nen rotbraun, pechbraun bis schwärzlich, Fühler meistens
rotbraun, seltener angedunkelt. Die Stammform hat eine
gelbe Querbinde in der Mitte und eine schräge und nicht
bis zur Naht reichende vor der Spitze (von Jacoby als
Asphaera junerea beschrieben). Die Stücke, bei welchen
die gelbe Querbinde auf einen Punkt auf der Naht redu-
ziert ist oder vollständig fehlt, wurden als Asphaera in-
edita Jacoby i. 1. bezeichnet. Solche Exemplare, mit den
Binden wie bei der Stammform aber noch mit einem gel-
ben Punkt hinter dem Basalcallus und zwischen den bei-
13*
196 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
den Binden auf jeder Flügeldecke, wurden als Asphaera
apicata Csiki beschrieben (bei der Beschreibung wurden
auch mehrere Varietäten ausgezählt). Die Exemplare von
Ecuador sind länglicher, die von Bolivien größer als die
von Peru. Long. 6—-8,5 mm.
Omophoita abendrothi Harold a inb,
Perü. — Ecuador. — Bolivia.
Omophoita zaira n. sp.
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m, 25. I. 1950 (Zischka,
Mus. G. Frey).
Long. 9—9,5 mm.
Schwarz, Abdomen (Basis ausgenommen), Thorax und Flügel-
decken weißgelb. Von ovaler Körperform, Oberseite glänzend,
Scutellum matt.
Kopf nahe den Augen stark punktiert. Antennalcalli breit,
voneinander gut getrennt, hinten von einer Querdepression be-
grenzt. Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser quer ge-
sehen. Fühler robust, die Mitte der Flügeldecken überragend, 4.
Glied länger als das 3.
Halsschild transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, an
der Basis am breitesten. Seiten schmal abgesetzt, geradlinig nach
vorne verengt. Vorderwinkel verdickt und nach vorne scharfspit-
zig vorgezogen. Oberfläche ohne Punktierung.
Flügeldecken breiter als der Thorax, fein punktiert (Vergrö-
Berung 20x), Basalcallus deutlich, postbasale Querdepression gut
markiert. Elytropleuren breit. 1. Glied der Hintertarsen fast so
lang wie die 3 folgenden zusammengenommen.
Diese große Art ist der O. pallida Jac. ähnlich, aber die Form
des Halsschildes ist vollkommen verschieden.
Omophoita 8-punctata Jacoby
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 13. VII. et VIII. 1951, 11.
1953 (Dr. W. Weyrauch); Tingo Maria, Rio Huallaga, 700 m,
XII. 1947 (dtto).
Omophoita succinceta Jacoby (nov. comb.)
Diese Art wurde ursprünglich als Oedionychus beschrieben,
muß aber wegen der Form des Halsschildes und der Hintertarsen
in die Gattung Omophoita gestellt werden.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 197
Omophoita ciavareaui Jacoby
Peru: Roquerön de Abad, 500 m, X. 1947 (Dr. W. Weyrauch).
Omophoita borbensis n. sp.
Brasil, Est. Amazonas: Borba, III. 1943 (coll. J. Guerin, Mus.
G. Frey).
Long. 7”—8 mm. 5 unbekannt.
Rotgelb, Labrum und Scutellum braun, Antennen pech-
schwarz, die ersten 3 Glieder zum Teil braun, Beine pechschwarz,
die Basalhälfte aller Schenkel rotgelb. Flügeldecken lebhaft me-
tallisch violett, Seiten- und Apikalsaum und eine schmale Quer-
binde in der Mitte gelb. Körper oval, stark glänzend.
Kopf glatt, nahe des inneren Augenhinterrandes mit einigen
borstentragenden Punkten. Clypealcarina stark gewölbt, T-förmig.
Antennalcalli schwach markiert, dreieckig, hinten von einer tiefen
Querdepression, welche sich bogenförmig mit den Ocularsulei ver-
bindet, begrenzt. Stirn so breit wie ein Auge lang. Antennen dünn,
die Mitte der Flügeldecken erreichend, 1. Glied claviform, 2. läng-
lich, kurz, 3. so lang wie das 4. und fast so lang wie die beiden
vorhergehenden zusammengenommen.
Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, an der
Basis am breitesten, Seiten schwach gerundet, nach vorne kon-
vergierend, gerandet, daneben wulstförmig abgesetzt, der Wulst
deutlich punktuliert (Vergrößerung 20x), Scheibe glatt. Vorder-
winkel dornartig abgesetzt und weit nach vorne ausgezogen, Hin-
terwinkel abgerundet.
Flügeldecken glatt, Basalcallus groß, postskutellare Ser
depression deutlich. Elytropleuren sehr breit, vorne rinnenförmig,
Epipleuren viel breiter als die spärlich punktierten und spär-
lich behaarten Metepisternen. Intercoxalplatte des Prosternums
schwach gewölbt, so breit wie das 1. Antennit dick ist. Das 1. Glied
der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden zusammengenom-
men, Klauenglied nur mäßig verdickt.
Diese Art ist durch die Färbung und durch die deutliche
Punktierung des Lateralcallus des Halsschildes ausgezeichnet.
Omophoita allomorpha n. sp.
Brasil, Est. Amazonas: Borba, III. 1943 (coll. 3. Guerin, Mus.
G. Frey).
Long. 6 mm. 5 unbekannt.
198 Ent‘m. Arbeiten aus dem Museüm Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Rostbraun, Thorax weißlich, jede Flügeldecke mit 2 metal-
lisch blaugrünen Flecken, welche weder die Naht noch den Seiten-
rand erreichen; der erste Fleck ist quadratisch und liegt an der
Basis, der andere hat die Form einer Querbinde, welche sich dicht
hinter der Mitte befindet. Körper oval, stark glänzend.
Kopf glatt, Antennalcalli schwach gewölbt, dreieckig, hinten
von einer Querdepression begrenzt. Jederseits dieser Depression,
nahe des Augeninnenrandes, befinden sich einige borstentragende
Punkte. Clypealcarina schwach gewölbt, Stirn breiter als ein
Augendiameter. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend,
Apikalglieder dünner als die mittleren Antennite, das 2. nur eine
Spur länger als breit, das 3. so lang wie das 1., doppelt länger
als das 2. und deutlich kürzer als das 4.
Thorax stark transversal, doppelt breiter als lang, vor der
Basis am breitesten, Seiten schwach gerundet, nach vorne kon-
vergierend. Vorderwinkel mächtig verdickt, nach vorne vorgezo-
gen, der Vorsprung an den Seiten nicht ausgeschweift, Hinterwin-
kel stumpfeckig. Seitenrand flach und nur sehr schwach abgesetzt.
Oberseite ohne Skulptur (Vergrößerung 100 x).
Flügeldecken sehr fein punktuliert (Vergrößerung 100 x),
hinter dem schwach gewölbten Basalcallus leicht eingedrückt.
Elytropleuren breit, nicht rinnenförmig. Apikalrand beborstet.
Epipleuren breit, etwas schräg gestellt, von der Seite betrachtet,
nur in der Humeralgegend sichtbar. Intercoxalplatte des Proster-
nums breit, flach. Das 1. Glied der Hintertarsen länger als die 2
folgenden Glieder zusammengenommen, Klauenglied schwach auf-
getrieben. :
Mit O. amicta lllig. verwandt, anders gefärbt, und die Vorder-
winkel des Halsschildes sind direkt nach vorne, nicht seitwärts ge-
richtet.
Rhynchasphaera n. gen.
Merkmale der Gattung Omophoita, aber der Clypeus ist in
seinem hinteren Teil plötzlich hoch nach oben gewölbt in Form
eines großen Tuberkels, an dessen Seiten die Antennen eingefügt
sind. Die Epipleuren sind von der Seite nicht sichtbar, vertikal wie
bei Paropsini, aber vorne ist ihr äußerer Teil plötzlich waagrecht
gerichtet, so daß eine tiefe Rinne entsteht. |
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 199
Rhynchasphaera orophila n. sp. [Taf. XIV, Fig. 25]
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. Sg + 8 mm, 92 10—11 mm.
Pechschwarz, Abdomen heller, Kopf, Antennen und Seutel-
Jum schwarz, Thorax (unten und oben) und die Elytren braungelb,
die letzteren haben an der Basis einen blauschwarzen Fleck, wel-
cher fast das ganze erste Drittel einnimmt, die Seiten nicht er-
reicht und hinten gerade abgestutzt ist. Körper oval, glänzend.
Kopf glatt, nur nahe den Augen und hinter den deutlichen
Antennalcalli mit mehreren borstentragenden Punkten besetzt.
Stirn breit, doppelt breiter als ein Augendiameter quer gesehen,
vorne eingedrückt. Der hintere Teil des Clypeus sehr hoch aufge-
trieben, von oben betrachtet, als eine dreieckige Spitze aus der
Wölbung des Kopfes herausragend, Clypealcarina T-förmig. Füh-
ler die Mitte der Flügeldecken überragend (7) oder nicht errei-
chend (9), das 1. Glied stark verdickt, das 2. kurz oval, das 5. kür-
zer als das #., aber doppelt länger als das 2., die Apikalglieder
“dünner als die mittleren.
Thorax stark transversal, viel mehr als doppelt so breit wie
lang, an der Basis am breitesten, nach vorne gerundet-verengt.
Vorderwinkel mit zahnförmiger, nach vorne gerichteter Verlänge-
rung, Hinterwinkel stumpfeckig und kurz abgerundet. Oberseite
glatt (Vergrößerung 80— 100 x).
Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter der Mitte am
breitesten, sehr grob und verworren punktiert (Punkte beinahe
mit nacktem Auge sichtbar), ohne postbasalen Eindruck, nur hin-
ter dem Scutellum' abgeflacht. Elytropleuren sehr breit, noch grö-
ber aber weniger dicht als die übrige Oberfläche punktiert, der
äußerste Rand in der Apikalhälfte bewimpert. Beim ist der
übliche Sinus am Hinterrand des letzten Abdominalsegments vor-
handen und das 1.Glied der 4 vorderen Tarsen ist sehr stark ei-
förmig erweitert. Der Metatarsus der Hinterbeine ist beim 5 fast
so lang wie die 3 folgenden Glieder zusammengenommen, kürzer
gebaut beim 9. Klauenglied schwach aufgetrieben.
Diese Art erinnert an die diversen Vertreter der Gattung As-
picela, sie ist aber an dem Bau des a und der Epipleuren
kenntlich. |
Homophoeta Erichson (nev. comb.).
Diese systematische Einheit wurde entweder als Synonym oder
als Subgenus zur Omophoita gestellt. Jedoch enthält sie unterein-
200 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ander phylogenetisch nahe verwandte Arten mit abweichend ge-
bildetem Aedeagus, welche äußerlich durch das Vorhandensein
eines weißen Sürnflecks sehr gut charakterisiert sind. Dieses ein-
fache Koloritmerkmal ist hier sehr wichtig, absolut konstant und -
primär. Im Vergleich zu Omophoita ist außerdem die Gestalt läng-
lich, und die Vorderwinkel des Thorax sind stark verdickt und
sehr weit neben den Augen nach vorne ausgezogen.
Homophoeta simulans Jacoby
Guatemala: Escuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien).
Die hinteren Makein auf jeder Flügeldecke sind meistens zu-
sammengeflossen und bilden einen beiderseits abgekürzten Quer-
fleck vor der Spitze.
Homophoeta blakeae nom. nov.
(= Homophoeta albicollis Olivier nec Fabricius)
Miss. D. H. Blake machte schon 1931 (Bull. Brookl. Ent. Soc. .
26, p. 77) darauf aufmerksam, daß Olivier und Fabricius unter
demselben Namen zwei verschiedene Arten beschrieben haben.
Von H. blakeae habe ich vor den Augen eine kleine Exem-
plarenserie von Cayenne und Surinam. Diese Art weicht von der
auf denselben Fundorten festgestellten H. albicollis F. durch Man-
gel des weißen Humeralflecks und durch die Form der hinteren
Flecken auf den Elytren ab. Außerdem ist das erste Antennit bei
H. blakeae wesentlich länger (die Augenmitte weit überragend)
und die Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser (kaum
breiter als ein Augendurchmesser bei H. albicollis).
Hi. fulgida Oliv., welche der H. albicollis sehr ähnlich ist, stellt
eine Farbenvarietät der A. aequinoctialis L. dar, ziemlich selten in
Guyana und Amazonas, dominant in Bolivien, bei welcher die
Grundfärbung (auch die der Flügeldecken) gelb bis gelbrot ist.
Homophoeta albicollis Fabricius
Trinidad, XIl. 1953 (G. & H. Frey).
Homophoeta aequinoctialis Linne
Mexico, Tabasco: Teapa (H. H. Smith, Mus. Wien). — Trini-
dad, X11.1953 (G. & H. Frey). — Brasil: Est. Amazonas (Mus.
Wien).
J. Bechyne&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 201
Homophoeta octomaculata Crotch
Jamaica: Nordküste, I. 1954 (G. & H. Frey).
Homophoeta quadrinotata sp. geogr.
Diese Art ist sehr weit verbreitet und sie stellt folgende geo-
graphischen Formen dar:
Subsp. quadrinotata Fabriceius: Hellgelb, Antennen ab Glied
3 dunkel, Flügeidecken rot mit schwarz gesäumten schwarzen
Flecken. Fühler dick.
Cayenne. — Brasil: Est. Amazonas. — Peru: Oalilanga (Mus.
G. Frey).
Subsp. colombiensis nov.: Wie die typische Rasse (die weißen
Flecken auf den Elytren sind schwarz gerandet), aber die Tarsen
(Stücke von Venezuela) oder auch noch die Tibien schwarz. Fühler
intermediär zwischen H. quadrinotata s. str. und den Rassen aus
Zentral- Amerika.
Colombia: Cauca (Mus. G. Frey). — Venezuela, Est. Maracay:
Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Subsp. costaricensis nov.: Unterseite, Beine, Antennen, Kopf
mit Ausnahme des typischen weißen Stirnflecks und Scutellum
schwarz, Abdomen rotgelb, Flügeldecken variabel von dunkelvio-
letien bis hellbraunen Tönen, bei den helleren Stücken zeigen die
weißen Elytralmakeln keinen dunklen Hof. Die Flügeldecken sind
von mehr paralleler Form als bei den vorhergehenden Rassen, und
die Antennen (bei den 5’7 stärker ausgeprägt) sind so dünn wie
die Tibien an der Basis (bei der typischen Rasse so stark wie die
Vordertibien an der verbreiteten Spitze).
Costa Rica: Turialba (Mus. G. Frey); Surrubres, 300 m (dtto);
San Carlos, coll. Schild-Burgdorf, Mus. G. Frey); Carillo (dtto).
Subsp. centraliamericana nov.: Wie die subsp. costaricensis,
aber die Grundfarbe ist hellgelb und nur die Antennen sind größ-
tenteils schwärzlich.
Guatemala: Panzos (Mus. G. Frey). — Mexico, Tabasco (H. H.
Smith, Mus. G. Frey [ecoll. Heikertinger ] et Mus. Wien); Vera Paz:
Paneina (Champion, Mus. Wien).
Homophoeta venezuelensis n. Sp.
Venezuela, ohne nähere Angaben (Mus. G. Frey).
Long. 9,5 mm. 5 unbekannt.
02 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Rotbraun, Knie schwarz, Tibien, Tarsen, Labrum, Palpen und
Antennite 53—11 pechbraun, Abdomen, Prosternum, Clypeus, Stirn-
fleck, Prothorax (an den Seiten rot) und 4 Flecken auf jeder Flü-
geldecke weißgelb.
Die Flecken auf den Elytren haben dieselbe Form wie H. albi-
collis, nur der Humeralfleck fehlt. H. venezuelensis weicht von
allen bisher bekannten Arten durch eine starke, schon unter 20-
facher Vergrößerung gut sichtbare Retikulation des Kopfes und
der Elytren und durch die deutliche und dichte Punktierung der
letzteren ab.
Homophoeta peruviana additionalis nov. subsp.
Bolivia: Region Chapare, 400 m (Zischka, Mus. G. Frey); Yun-
gas de! Palmar, 1000 m, 25.1.1950 (dito).
Größer als die typische Rasse (bis 9 mm) und die Flügeldecken
haben noch eine andere gelbe Querbinde hinter der Mitte, welche
so breit wie die anteapikale Querbinde ist.
Homophoeta affinis Jacoby
Guatemala: Escuintla, VII. 1879 (Mus. Wien).
Homophoeta angustolineata Jacoby
Peru: Satipo, 650 m, VII. 1950 (Dr. W. Weyrauch).
Homophoeta magistralis Harold (nov. comb.)
Per&ü: Valle Chanchamayo, 800 :m, IV. 1943 (Dr. W. Wey-
rauch). |
Diese Art wurde als eine Asphaera beschrieben.
Alagoasa ceyria n. sp.
Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 5,5—6 mm.
Schwarz, Knie, Hintertibien und Oberseite (Labrum und |
Schildchen ausgenommen) rotbraun. Körper oval, oberseits glän- |
zend. | |
Kopf glatt, nahe dem Innenrand der Augen stark und runze-
lig punktiert, Stirn nur etwas breiter als ein Augendiameter. An-
tennalcalli dreieckig, gut umgrenzt. Clypealcarina scharf, T-för-
mig. Fühler die Mitte der Elytren nicht erreichend, das 3. Glied so
lang wie das 4., doppelt länger als das 2. |
J. Bechyne: Reise des Heırn G. Frey in Südamerika: Alticidae 205
Halsschild quer, mehr als doppelt so breit wie lang, an der
Basis am breitesten, Seiten breit abgesetzt, in der Hinterhälfte kon-
kav, in der Vorderhälfte in konvexer Linie nach vorne verengt.
Vorderwinkel mit einem nach vorne vorspringenden Zähnchen ver-
sehen. Oberfläche fast glatt, sehr weitläufig punktuliert (Vergrö-
Berung 40—50 x).
Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 6—10 x), hinten
schwächer punktiert, Basalcallus und postbasaler Eindruck undeut-
lich, Elytropleuren schmal. Intercoxalplatte des Prosternums nach
hinten verbreitert und weit verlängert, das Mesosternum zum Teil
bedeckend, in der Vorderhälfte mit einer scharfen Längscarina
versehen. Sinus des 5 ziemlich groß.
An der Färbung, der Punktierung des Kopfes und der Form
des Prosternums kenntlich, der A. nigrotibialis Jac. ähnlich.
Alagoasa burmeisteri gounellei n. subsp. [Taf. XIII, Fig. 11—10]
Brasil, Est. Pernambuco: Serra de Communaty, 1.—1ll. 1893
(E. Gounelle, Mus. Paris); Serra da Bernada (Duhant, coll. Gou-
nelle, Mus. Paris). — Est. Minas Gerais: Sertäo de Diamantina,
Faz. das Melancias, X.—XI. 1902 (E. Gounelle, Mus. Paris); Cam-
pos de Diamantina, Faz. do Riacho Fundo, XII. 1902 (dtto): Ma-
tusinhos, IIL.—IV. 1885 (dtto). — Bahia (Mus. G. Frey).
Oval, glänzend, schwarz, Seiten des Prosternums, Epipleuren,
Unterseite der ersten Antennite und Kopf rotgelb, Vertex in der
Mitte und Antennalcalli metallisch bronzegrün, Thorax und
Flügeldecken sehr variabel in der Färbung, schwarz und gelb ge-
zeichnet (Typus wie A. burmeisteri gefärbt, aus Serra de Com-
munaty).
Diese Rasse unterscheidet sich von der Stammform, welche
in Argentinien und Paraguay weit verbreitet ist, durch größeren
Körper (49' + Tmm, 99 7—8 mm) und durch runzelige Punktie-
rung der transversalen Querdepression zwischen den Augen. Die
letzteren sind groß, Stirn nur 1,5% breiter als ein Augendurchmes-
ser. Durch dieses Merkmal, in Verbindung mit einem gewölbten
Lateralcallus des Halsschildes, trennt sich A. burmeisteri von allen
ähnlich gefärbten Arten ab. |
Alagoasa tehuacana n. sp. [Taf. XII, Fig. 20)
Mexico: Tehuacan (Mus. G. Frey).
Long. 9 mm.
204 Entom. Arbeiten aus dem Müseum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Rotgelb, Vordertarsen angedunkelt, Scutellum und Fühler
schwarz, Glieder 1, 2, 3 und 11 rot. Flügeldecken lebhaft metal-
lisch violett, Seitenrand und eine schmale, hinten abgekürzte sub-
laterale Längsbinde rotgelb. Körper langgestreckt, flach, Elytren
subparallel.
Kopf matt, glatt, die inneren Orbite punktiert. Antennalcalli
breit, flach, dreieckig, gut umgrenzt. Stirn etwas weniger als dop-
peit so breit wie ein Augendiameter, in der Mitte mit einer Längs-
furche. Olypeus sehr kurz, Carina T-förmig. Fühler die Mitte der
Elytren kaum erreichend, robust, zur Spitze verdickt.
Halsschild mäßig glänzend, an der Basis am breitesten, stark
transversal, fast 3x breiter als lang, Seiten schmal abgesetzt, nach
vorne gerundet verengt. Vorderwinkel kurz zahnartig vorsprin-
gend, Hinterwinkel kurz abgerundet. Scheibe fein und spärlich
punktiert (Vergrößerung 20 x).
Elytren stark glänzend, stark (Vergrößerung 3—3,5x) und
ziemlich dicht verworren punktiert, hinter dem schwachen Basal-
callus kaum merklich eingedrückt. Elytropleuren sehr schmal. In-
tercoxalplatte des Prosternums breit und flach.
Diese Art ist an der Färbung und an den schmalen Elytro-
pleuren kenntlich.
Alagoasa jüngeri n. sp.
Brasil: Rio de Janeiro, XI. 1936 (E. Jünger, Mus. G. Frey).
Long. 5 mm.
Pechschwarz, Innenorbiten und die Basis des 1. Antennites
gelb. Thorax blaßsgelb mit einer schwarzen Querbinde in der Mitte
der Scheibe. Flügeldecken gelb, die Naht und die 2 vorderen Drit-
tel, eine gelbe Makel einschließend, metallisch blauviolett. Ober-
seite glänzend.
Kopf mit Ausnahme einiger Punkte hinter den Augen glatt.
Clypeus mit Carina in T-Form, Antennalcalli länglich, schräg ge-
stellt, hinten von einem tiefen Eindruck begrenzt. Antennen die
Flügeldeckenmitte kaum erreichend, robust, alle Glieder mit Aus-
nahme des 2. länglich. |
Prothorax stark quer, fast dreimal breiter als lang, Seiten hin-
ten subparallel, von der Mitte nach vorne stark gerundet-verengt. |
Vorderwinkel vorgezogen, mit einer stumpfen Muero endigend.
Oberfläche ohne Punktierung, vor der Basis mit einer seichten
Querdepression versehen.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 205
Elytren sehr stark punktiert (Vergrößerung 2—3x), hinter
dem Schildehen abgeflacht. Humeralcallus gut markiert, Elytro-
pleuren breit, gelb gefärbt. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des
d' stark verbreitert, Sinus des letzten Abdominalsegmentes des
tief.
Diese Art ist mit A. plaumanni Bech. verwandt, sie ist aber
anders gefärbt, viel größer, die Epipleuren sind konkav (bei A.
plaumanni plan).
Alagoasa myrrha n. sp. [Taf. Xli, Fig. 24]
Brasil, Est. Amazonas: Teffe (Plason, coil. Heikertinger, Mus.
G. Frey).
Long. 5 mm.
Rotbraun, Thorax und Flügeldecken hellbraun, auf den letz-
teren 3 dunkelbraune, metallisch schimmernde Flecken: einer auf
dem Humeralcallus, einer nahe dem Schildchen, einer hinter der
Mitte, alle weder die Naht noch den Seitenrand erreichend. Körper
oval, oberseits glänzend.
Durch die Halsschildform (Vorderwinkel) und durch die feine
Punktierung der Elytren ist A. myrrha mit A. aenea Jac. am näch-
sten verwandt, aber die neue Art unterscheidet sich außer der ab-
weichenden Färbung durch Mangel der Basaidepression zwischen
dem Humeral- und Basalcallus, durch vorne verbreitete Elytro-
pleuren, so daß die Elytren im ersten Drittel seine größte Breite
erreichen (die größte Breite der A. aenea liegt binter der Mitte der
Flügeldecken) und durch die Länge des 4. Antennites, weiches so
lang wie die beiden vorhergehenden ist (bei A. aenea Jac. und der
folgenden A. falsificata ist dieses Fühlerglied viel kürzer).
Alagoasa falsificata n. sp.
Guyane fr.: Cayenne, 1896 (Soubirou, coll. Gounelle, Mus.
Paris).
Long. 7,5 mm.
Rotbraun, Clypeus, Fühlerbasis, Thorax und Flügeldecken
hellbraun, die letzteren mit einer breiten Querbinde an der Basis.
welche die Seitenränder nicht erreicht, und einem großen Fleck
hinter der Mitte von rotbrauner stark metallisch violett schim-
mernder Färbung. Körper oval, oberseits glänzend.
Diese Art ist täuschend ähnlich der A. aenea Jac. (aus Amazo-
nas), von welcher sie sich durch andere Farbenverteilung und durch
die folgenden Merkmale unterscheidet:
206
A. aenea:
Die interokulare Querde-
pression vollkommen geradlinig.
Vorderwinkel des Hals-
schildes verdickt und mit einem
kleinen spitzigen Zähnchen ver-
sehen. |
Der abgesetzte Seitenrand
des Halsschildes rinnenförmig
ausgehöhlt.
Elytropleuren breiter; Hu-
meralcallus von einer schrägen,
nicht stärker als ihre Umgebung
punktierten Depression abge-
grenzt.
Entom. Arbeiten .aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
A. falsificata:
Diese Depression ist in der
Mitte gegen die Clypealcarina
nach vorne winkelig ausge-
zogen.
Vorderwinkel des Thorax
stark verdickt und mit einem
großen, schräg abgestutzten
Zahn versehen.
Der abgesetzte Seitenrand
des Thorax von einer, mit dem
äußersten Rand parallel laufen-
den, wulstförmigen en
ausgefüllt.
Elytropleuren
Humeralcallus innen von einer
auffallend stark
Impression be-
schmäler;
schrägen,
punktierten
grenzt.
Alagoasa nigromaculata Harold (nov. comb.) [Taf. XIII, Fig. 21
und 22]
Diese, in Süd-Brasilien weit verbreitete Art wurde zweimal in
der Gattung Oedionychis beschrieben: Bei der typischen Form zei-
gen die Flügeldecken eine anteapikale schwarze Querbinde, welche
== der ab. 12-notata Jacoby in 2 Makeln auf jeder Figeld
geteilt ist.
Alagoasa erucifera circe nov. subsp. [Taf. XIII, Fig. 1—10]
Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey).
Diese Rasse ist kleiner als die Stammform (57 6, Be mm,
|
|
92 7—8 mm), stärker punktiert und zeigt eine andere Farben-
variation vor, dabei bleibt die Flügeldeckennaht vorne immer hell |
gefärbt. Es gibt auch eine Varietät, welche samt Beinen und Unter-
seite einfarbig rotgelb ist und stark an A. scissa Germ. erinnert.
Die letztgenannte Art ist durch die Bildung des 1. Antennites auf- |
fallend (dieses Glied ist außen an der Spitze zahnartig erweitert;
von einfacher Bildung bei A. crucifera Jac.). Die 5 Flecken auf
dem Thorax sind bei der Mehrzahl der Stücke vorhanden.
J. Bechyn@: Reise des Heırn G. Frey in Südamerika: Alticidae 307
Alagoasa divisa Germar (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 1]
Diese Art, in den Katalogen als Synonym zu A. trifasciata F.
gestellt. ist eine species propria, durch die Färbung und großen
Körper (&—9 mm) ausgezeichnet. A. trijasciata hat eine sehr {ypi-
sche Halsschildform (Seiten in der Hinterhälfte fast parallellau-
fend, nicht gerundet, sondern ausgesprochen konkav).
Alagoasa ceracollis Say
Guatemala: Eseuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien).
Alagoasa escuintla n. sp. | Taf. XII, Fig. 19]
Guatemala: Escuintla, VIli. 1879 (Mus. Wien).
Long. 7,5—5 mm.
Von derselben Form und derselben Färbung. wie A. trifasciata
ab. 10-functata Latr., bzw. A. IO-guttata Fabr. Das Hauptunter-
scheidungsmerkmal der A. escuintla liegt in der runzeligen und
starken Punktierung (Vergrößerung 2—5x) der Umgebung der
Flügeldeckennaht hinter dem Schildchen. Das Halsschild ist nahe
der Basis fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x).
Alagoasa nicaraguensis Jacoby (nov. comb.)
Diese Art wurde als Synonym zu A. I0-guttata F. gestellt,
stellt aber eine distinete Art dar, welche durch die Färbung und
durch einen tiefen Eindruck innen neben dem Humeralcallus der
Flügeldecken ausgezeichnet ist.
Alagoasa 10-guttata Fabricius
Argentina, Salta: Laurel, S. Antonio, S. Lorenzo, Salta (Rei-
moser, Mus. Wien); Jujuy: S. Juan (dtto).
Alagoasa scissa Germar
Faraguay: Chaco (Fiebrig, Mus. Wien); San Bernardino (dtto).
Alagoasa pulchra Baly (nov. comb.)
Diese Art wurde zweimal in der Gattung Oedionychis be-
schrieben. Sie unterscheidet sich von den verwandten Arten durch
eine deutliche mikroskopische Retikulierung der Oberseite, welche
schon unter 20—30facher Vergrößerung gut zum Vorschein
208 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
kommt. Die Oberseite ist entweder metallisch grün (f. typ.) oder
purpurviolett (ab. auguralis Harold).
Alagoasa praecincta Erichson
Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, 1939 et II. 1953 (Dr. W.
Weyrauch).
Alagoasa cincta Olivier (nov. comb.)
Bei Untersuchung einer Reihe von Exemplaren aus Port-au-
Prince (Haiti, Mus. G. Frey) konnte ich keine strukturalen Unter-
scheidungsmerkmale der folgenden Farbevarietäten, die als Arten
beschrieben wurden, beobachten:
1. Flügeldecken gelb, manchmal mit schwachen Spuren der
Zeichnung der typischen Form. . . ab. lantanae Blake
Diese Form scheint hauptsächlich auf die Weibchen be-
schränkt zu sein.
2.Flügeldecken metallisch blau mit einer gelben Querbinde in
der Natte.. eat. I ET f. typ.
Die Sg so gefärbt wie die 99.
3. Flügeldecken einfarbig blau, seltener grünlich oder kupfer-
violett shimmernd. . . . ...... ab. purpurella Blake
Zu dieser Form gehören größtenteils ZI.
Die Differenzen am Aedeagus der 4 untersuchten Exemplare
sind sehr superfiziell und zeigen gleichzeitig Übergangsformen
zwischen den beiden von Miss D. H. Blake gezeichneten Extremen.
Alagoasa orquela n. sp. [Taf. XII, Fig. 25]
Paraguay: Orquela, Ill. 1936 (Pochon, Mus. G. Frey); Caa
Guazü, XI. 1950 (J. Foerster, Mus. G. Frey).
Long. 5 mm.
Schwarz, glänzend, Innenrand der Augen, Seiten des Hals-
schildes, Epipleuren, Lateralsaum und eine gezackte Querbinde
in der Mitte der Elytren geib.
Kopf sehr fein chagriniert, fein punktuliert, am Vertex mit
einigen größeren Punkten versehen. Olypealcarina T-förmig, An-
tennalcalli quer, voneinander schlecht getrennt, hinten von einer
tiefen, in der Mitte winkelig nach vorne ausgezogenen Querfurche
begrenzt. Antennen die Mitte der Elytren erreichend, das 3. Glied
länger und dünner als das 4., das 1. lang, zur Spitze graduell ver- |
dickt ohne eine terminale Protuberanz.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 209
Prothorax fein und sparsam punktiert, stark quer, mehr als
doppelt so breit wie lang, Seiten breit abgesetzt, in der Basalhälfte
parallel, dann nach vorne gerundet verengt. Vorderwinkel ver-
diekt und breit abgerundet, nach außen schwach zahnartig vor-
springend. Scutellum matt, chagriniert.
Elytren ziemlich dicht punktiert, Punkte vorne neben der
Naht und in dem den Basalcallus von dem Humeralcallus trennen-
den Längseindruck gereiht. Elytropleuren schmal. Intercoxaliort-
satz des Prosternums mit dem emporgehobenen Vorderrand der
Epimeren kielartig zusammengebunden.
Alagoasa dissepta Erichson (nov. comb.) [Taf. XII, Fig. 11—158]
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 16. et 17. VII. 1939, 13. VII.
et VIII. 1951 (Dr. W. Weyrauch); Tingo Maria, Rio Huallaga,
700 m, X. et XII. 1947, 1. 1948 et 1. IV. 1940 (dtto); Sinchono,
1300 m, II. 1947 (dtto); Roguerön de Abadi, 500 m, X. 1947 (dtto).
Diese, in Peru eine der häufigsten Arten, ist sehr stark varia-
bel im Kolorit, und gleichzeitig bietet sie einen großen Sexual-
dimorphismus in Körperdimensionen (3'5 + 7 mm, 992 8—9 mm)
und in der Form des Halsschildes; dieses ist beim 5’ schmäler mit
fast geraden Seiten, während es bei den 22 breiter und mit ge-
rundeten Seiten erscheint. Die Grundfarbe ist schwarz mit allen
denklichen Übergängen bis in die hellgelben Töne. Es zeigt sich
aber, daß die helleren Stücke hauptsächlich in Bolivien vor-
kommen.
A. dissepta wurde mehrmals als species propria in der Gat-
tung Oedionychis beschrieben; die einzelnen Namen beziehen sich
auf verschiedene Farbenvarietäten (Epipleuren, ein Lateral- und
ein Apikalsaum der Flügeldecken bleibt immer weißlich gelb):
l. Elytren schwarz (bzw. schwarzblau, blau, blauviolett bis blau-
grün wie bei allen folgenden), ein Lateralsaum und zuweilen
ein + deutlicher ee in der Mitte weißgelb. . .
ab. bella Baly
2. Flügeldecken hassen ein Milesal: und Apikalsaum wie auch
eine Sn breite Querbinde in der Mitte weißgelb.
. . ab. dissepta Erichson
3. Wie re anıse Hakan. ae der heile Apikalrand der Elytren
ist verbreitert. Die Elytren sind also gelb mit 2 breiten ge-
meinschaftlichen dunklen Querbinden.
ab. Bancofareiaia Jacoby
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey Bd. 6, H. 1 14
210 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
4. Die dunklen Querbinden der Flügeldecken sind verschmälert,
so daß die dazwischen liegende gelbe Querbinde breiter ist als
eine der dunklen. . . . . ab. alacrıs Erichson
5. Die hintere dunkle Binde ae F lügeldecken ist an der Naht
unterbrochen (assueta Bech.. . . ab. semidivisa Jacoby
6. Wie die vorige, aber auch die vordere Querbinde ist unterbro-
chen (es bleiben ein Fleck um das Schildehen und einer auf
dem Humeralcallus). . . . . ab. signifera Baly
. Wie die vorige Form, aber den Humeraläies: fehlt.
ab. vicesima Bech.
‚Wie E en I 1 ee "Fleck auf den Flügel-
decken ist auf jeder Decke in 2 rundliche Makeln geteilt.
B ab. quinquemaculata Jacoby
I
ee)
Alagoasa berriensis n. sp. [Taf. XII, Fig. 23]
Colombia: P. Berrio, III. 1934 (G. Frey).
Long. 9 mm. 5 unbekannt.
Rotbraun, die 2 ersten Antennite, Vertex, Labrum und die
Innenhälfte der Epipleuren schwarz, die restlichen Antennite, Ti-
bien und Tarsen pechbraun, Vorderrand des Clypeus und des Pro-
sternums gelb, Flügeldecken mit 2 metallisch blaugrünen Quer-
binden, die erste an der Basis jederseits mit einem roten Punkt.
Körper länglich, glänzend.
Kopf sehr schwach retikuliert (Vergrößerung 100 x), ohne
Punktierung mit Ausnahme eines eingedrückten grob punktierten
Feldes am Innenrand der Augen. Stirn tief quer gefurcht hinter
den Antennalcalli, welche gut markiert, voneinander gut getrennt
und dreieckig sind. Clypealcarina hoch, T-förmig. Fühler das 1.
Drittel der Elytren überragend, das 3. Glied das dünnste, das 4.
das längste.
Thorax spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20 x), stark
quer, 3x breiter als lang. Seiten breit abgeflacht, hinten parallel,
in der vorderen Hälfte stark gerundet. Vorderwinkel vorgestreckt,
mit einem stumpfen Zahn endigend, Hinterwinkel rechteckig.
Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 2—3x), hinten
schwächer punktiert. Humeralcallus gut markiert, innen von einer
schräggestellten Depression begrenzt. Elytropleuren schmal, Epi-
pleuren vorne breit, hinten schmal. Intercoxalplatte des Proster-
nums mit einer Carina versehen.
Diese Art ist an der Färbung und an den verhältnismäßig gro-
ßen Augen (Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter) erkennbar.
J. Bechyn&: Reise des Herın G. Frey in Südamerika: Alticidae 241
ee
Sie erinnert zwar an mehrere Walterianella-Arten, welche aber
durch lamellartige Intercoxalplatte des Prosternums, durch auch
hinten sehr breite Epipleuren und durch affallend flache Gestalt
abweichen.
Alagoasa florigera Harold (nov. comb.)
Diese Art wurde auch unter dem Namen Oedionychis jasciati-
collis von Jacoby beschrieben.
Alagoasa labiata Schaufuß (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 20]
Diese häufige kolumbische Art wurde in den Katalogen als
Varietät der nicht congenerischen Walterianella erosa Schauff.
registriert. Sie stellt aber eine typische Alagoasa mit weit getrenn-
ten Augen und einer flachen Intercoxalplatte des Prosternums dar.
Die gleichzeitig von Schaufuß beschriebene Varietät roseomaculata
(in den Katalogen vergessen) ist auf die schwächer ausgefärbten
Exemplare zurückzuziehen.
Alagoasa cinetipennis Jacoby
Perü: Oxapampa, 1600 m. IX. 1940 (Dr. W. Weyrauch).
Bei dieser Art ist der Olypeus + rötlich.
Alagoasa sagulata Erichson
Peru: Tingo Maria, Rio Huallaga, 700 m, 10. IV. 1940 et
11. 1947 (Dr. W. Weyrauch); Chanchamayo (Mus. G. Frey); Mar-
capata (dtto); Oallanga (dtto).
Färbung sehr variabel, Flügeldecken metallisch blau, grün
oder violett, Kopf und Unterseite variieren von pechbraun bis hell
braungelb. Der Hinterrand des großen dunklen Diskalfeldes der
Flügeldecken ist manchmal + tief ausgerandet.
Alagoasa posticalis Kirsch
Bolivia, Yungas de la Paz: Coreico (Mus. G. Frey).
Diese Art ist auf den Flügeldecken manchmal ohne die mitt-
lere helle Querbinde (ab. sagulatoides). Solche Stücke sind in den
Colleetionen häufig mit A. sagulata gemischt, die letztere hat einen
gezahnten Rand in der Hinterhälfte der Flügeldecken (fast glatt
bei A. posticalis).
14*
> Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Alagoasa bipunctulata Jacoby
Argentina, Salta: San Lorenzo (Reimoser, Mus. Wien). —
Paraguay: San Luis (dtto); Santa Sofia (dtto).
Alagoasa tippmanni Bechyne
Perü: Satipo, 650 m, VII. 1950 (Dr. W. Weyrauch).
Kuschelina teinturiei Allard (nov. comb.)
Diese als Oedionychis beschriebene Art ist mit K. mathema-
tica Har. verwandt, anders gefärbt und fast doppelt so groß.
Kuschelina modesta Jacoby (nov. comb.)
Auch diese Art wurde als Oedionychis beschrieben.
Kuschelina nigrolineata Baly (nov. comb.)
Diese, in der Gattung Oedionychus beschriebene Art, ist mit
K. nigrovittata Boh. verwandt.
Kuschelina punctatissima n. sp.
Paraguay: San Bernardino (Mus. G. Frey).
Long. 7 mm.
Rotgelb, glänzend, Kopf, Fühler, 5 Flecken auf dem Thorax
(2 vorne, 3 hinten), Scutellum und 4 Hinterbeine schwarz, Flügel-
decken lebhaft metallisch violett.
Kopf runzelig punktiert, Clypeus glatt, Clypeallängscarina
breit und kurz. Antennalcalli groß, glatt, scharf begrenzt. Fühler
robust, den Basalcallus der Elytren leicht überragend.
Prothorax stark transversal, mehr als doppelt so breit wie
lang, nahe der Basis am breitesten, Seiten stark gerundet. Vorder-
winkel verdickt, leicht vorgezogen und kurz gerundet, Hinterwin-
kel stumpfeckig. Oberfläche dicht und stark punktiert, Punktie-
rung etwas schwächer auf den schwarzen Makeln. Vor der hinteren
äußeren schwarzen Makel befindet sich eine grubenartige Depres-
sion. Scutellum weniger glänzend als die übrige Oberseite.
Elytren stark, vorne dicht, im Apikalviertel sparsamer punk-
tiert. Humeralcallus deutlich hervortretend, Basalcallus nicht aus-
gebildet, postbasale Depression nur durch verstärkte Punktierung
wahrnehmbar. Epipleuren vorne uneben, hinten sehr schmal,
Elytropleuren schmal.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 213
Die Färbung und die starke Punktierung der Oberseite, wel-
che schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sichtbar und auf dem
Kopf sogar ohne Lupe erkennbar ist, lassen diese Art leicht wieder-
erkennen.
Kuschelina lepida Boheman (nov. comb.)
Diese als Oedionychus beschriebene Art ist mit K. mathema-
tica Har. nahe verwandt.
Kuschelina zebra Bryant (nov. comb.)
Auch diese Art muß zur Gattung Kuschelina gestellt werden;
sie ist ebenfalls mit K. mathematica Har. verwandt.
Kuschelina decorata Blanchard (nov. comb.)
Diese Art wurde irrtümlich bei der Gattung Dibolia katalogi-
siert. Eine zweite Beschreibung veröffentlichte später v. Harold
unter dem Namen Oedionychus fairmairei.
Nycterönychis n. gen.
Genotypus: Oedionychis trivittata Baly.
Merkmale einer Alagoasa, aber die Epipleuren sind schräg-
gestellt, der ganzen Länge nach von der Seite sichtbar, die Palpen
sind robust, die Metepisternen sind nicht nach hinten verschmälert
(bei allen Gattungen der Oedionychinen sind sie dreieckig), son-
dern parallelseitig, die 4 vorderen Schenkel des 5 sind verdickt,
und das letzte Abdominalsegment ist auch beim 9 mit einem Sinus
versehen. Das zuletzt erwähnte Merkmal ist bei keinen anderen
südamerikanischen Altieciden wiederzufinden.
N. trivittata Baly (mit ab. evanescens Har. ohne Elytralbin-
den) ist ausschließlich in Rio de Janeiro und Esp. Santo (Brasil)
verbreitet. Diese Art wurde als Synonym zu Oedionychis umbra-
tica Oliv. gestellt, welche eine grundsätzlich andere Gattung dar-
stellt, wenn sie ihr auch äußerlich sehr ähnlich ist.
Araoua n. gen.
Genotypus: Oedionychis umbratica Olivier.
Augen groß und einander stark genähert. Antennen filiform.
Metepisternen dreieckig, nach hinten verschmälert. Epipleuren
breit, von der Seite sichtbar, mit einer der ganzen Länge nach
214 Entom. Arbeiten aus dem Müseum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
durchlaufenden tiefen und dicht behaarten (dicht punktulierten
bei abgeriebenen Exemplaren) Furche. Intercoxalplatte des Pro-
sternums abgeflacht. 2 normal, ohne Sinus am letzten Abdominal-
segment.
Araoua umbratica ist ausschließlich in Franz. Guyana (Cay-
enne) verbreitet. Wenn auch die äußere Ähnlichkeit mit N. trivit-
tata frappant zu bezeichnen ist, so ist Araoua mit Walterianella,
Nycteronychis mit Alagoasa verwandt.
Araoua vittatipennis Jacoby (nov. comb.)
Diese Art wurde als eine Oedionychis beschrieben; sie ist mit
A. umbratica Ol. verwandt.
Paranaita generosa Harold (nov. comb.)
Oedionychus bitaeniatus Baly (1878) ist Synonym von Oedio-
nychus generosus Harold (1877). Diese Art stellt eine typische
Paranaita dar.
Paranaita brasiliensis Bryant (nov. comb.)
Diese als Oedionychus beschriebene Art ist mit der vorher-
gehenden nahe verwandt.
Paranaita monalisa n. sp. |Taf. XII, Fig. 1]
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Mendes (Mus. G. Frey).
Long. 7—7,5 mm.
Braungelb, Spitze der Antennen, Tarsen und Sternum ange-
dunkelt, Sceutellum, ein rundlicher Fleck in der Scheitelmitte, 2
kleine, quergestellte Makeln vor der Mitte des Halsschildes und
4 Flecken auf den Flügeldecken schwarz: einer auf dem Humeral-
callus, ein anderer auf dem Basalcallus und 2 vor der Mitte jeder
Decke quergestellt. Körper oval, oberseits nur mäßig glänzend,
Vorderkörper matt.
Kopf auf dem Vertex stark punktiert, Stirn fast doppelt brei-
ter als ein Augenquerdiameter, in der Mitte mit einer in der Mitte
gewinkelten tiefen Querfurche versehen. Antennalcalli quer, gut
umgrenzt. Fühler die Mitte der Elytren erreichend, die 5 Apikal-
glieder deutlich verdickt, Glieder 3 und 4 grazil und sehr lang,
jedes länger als das 1. Glied.
Thorax 3x breiter als lang, nahe der Basis am breitesten. Sei-
ten gerundet und nach vorne verengt, breit abgesetzt. Vorderwin-
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 215
kel merklich verdickt und mit einem stumpfen Zahn endigend.
Oberfläche deutlich punktiert (Vergrößerung 10x).
Flügeldecken ohne Eindrücke, stark und dicht punktiert (Ver-
größerung 2—3x), hinter der Mitte am breitesten. Epipleuren
vorne sehr breit, konkav, von der Seite nicht sichtbar.
Eine an der eigentümlichen Farbenverteilung leicht kennt-
liche Art mit verdickten Endgliedern der Antennen. Sie ist meh-
reren Walterianella-Arten ähnlich, aber die Augen sind klein, die
Intercoxalplatte des Prosternums ist nicht lamelliform, und die
Epipleuren sind für die Gattung Paranaita charakteristisch ge-
bildet.
Paranaita opima Germar
P. opima opima Germ.: Brasil, Est. Rio Grande do Sul: Pörto
Alegre (Baron Warsberg 1885, Mus. Wien). — Paraguay: San Luis
(Reimoser, Mus. Wien).
P. opima balyı Bryant: Argentina, Salta: Zuviria, S. Lorenzo,
La Merced und Salta (Reimoser, Mus. Wien); Jujuy: San Luis
(dtto).
Paranaita basalis Schaufuß (nov. comb.) [Taf. XlI, Fig. 2—10]
Die Farbenvarietäten dieser Art wurden als selbständige Ar-
ten in der Gattung Oedionychis beschrieben:
1. Flügeldecken fast einfarbig braungelb bis rotgelb. . f.typ.
2 ee mit Makeln, Thorax meistens rotgelb.
ab. trimaculata Jacoby
3: Flügeldecken ee ällicch blau, grün oder violett, Spitze
im + breiten Umfange gelbbraun. . ab. princeps Jacoby
Alle auf der Tafel gezeichneten Formen wurden in Bogotä
(Colombia, Mus. G. Frey) gesammelt.
Paranaita livida Harold (nov. comb.)
Diese, als eine Oedionychis beschriebene Art ist mit P. hansae
Bech. verwandt, von welcher sie sich durch sehr grobe (Vergröße-
rung 2—3x) Punktierung der Flügeldecken und durch die Fär-
bung unterscheidet.
Wanderbiltiana n. gen.
Genotypus: Oedionychus nitidus Fabricius.
916 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diese Gattung ist durch vollkommen horizontale auch hinten
sehr breite Epipleuren (bei den 37 stets breiter) und stark chiti-
nöse Flügeldecken ausgezeichnet. Augen groß, Fühler filiform,
mittlere Glieder dicker als die apikalen, Intercoxalplatte des Pro-
sternums plan und breit.
Wanderbiltiana nitida Fabricius (nov. comb.)
Die typische Rasse dieser Art (Brasil: Rio de Janeiro, S. Paulo,
Sa. Catarina) wurde auch unter dem Namen Oedionychis festiva
von Germar beschrieben (die dazu als Synonym zugezogene Oe.
monilis Germ. ist eine verschiedene Art). Sie ist unten schwarz,
nur die Seiten des Abdomens sind + gelblich. Beine und Kopf
schwarz, Vertex + rötlich. Grundfarbe der vorne stark, hinten
schwächer punktierten Flügeldecken ist Blau oder Violett.
Subsp. meridionalis nov.: Unterseite, Kopf und Beine (Tar-
sen ausgenommen) rotgelb, Flügeldecken metallisch grün, überall
gleich stark punktiert.
Argentina: Misiones (J. Foerster, Mus. G. Frey). — Paraguay
(dtto).
Wanderbiltiana concolor Harold (nov. comb.)
Als Oedionychus beschrieben, durch einfarbig metallisch ge-
färbte Oberseite von der vorhergehenden zu unterscheiden.
Wanderbiitiana sejuneta Harold (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 2—3]
Eine sehr variable Art, in Rio de J., S. Paulo, Minas Gerais
und Matto Grosso verbreitet, welche zweimal in der Gattung Oedi-
nychis beschrieben ist. Die gefleckte Form dürfte als WW. sejuncta
ar. betrachtet sein, die mit ähnlicher Farbenverteilung wie bei
W. nitida wurde von Jacoby als Oedionychis dilecta beschrieben.
Wanderbiltiana iasınia n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 18. IX. 1934 et
15. IX. 1948 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). — S. Paulo (Mus. G.
Frey).
Long. &J' 4,5—5 mm, 99 5,5—6 mm.
Glänzend schwarz, Vorderkörper und die 4 vorderen Schenkel
rotgelb, Fühler (Basalglieder ausgenommen) pechschwarz, Flügei-
decken metallisch biauviolett. Körper länglich, fast parallel.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 217
Kopf glatt, nur nahe den Augen mit einigen gröberen Punkten
besetzt. Stirn zwischen den Augen mit einer tiefen Querfurche,
viel breiter als ein Augendurchmesser. Antennalcalli quer, unter-
einander zusammenfließend. Clypealcarina T-förmig. Antennen
die Flügeldeckenmitte nicht erreichend, zur Spitze deutlich ver-
dickt.
Thorax spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20 x), stark
quer, doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am breitesten. Seiten
breit abgesetzt, nach vorne in konvex-gerundeter, nach hinten in
leicht konkaver Linie verschmälert. Vorderwinkel stark verdickt
und seitlich zahnartig vorspringend.
Flügeldecken stark, nicht dicht punktiert (Vergrößerung 3 bis
5x), Elytropieuren rinnenartig, Humeralcallus innen von einer
tiefen Längsdepression begrenzt. Intercoxalplatte des Prosternums
breit und abgeflacht. Das letzte Abdominalsegment des 5 mit
einem ziemlich tiefen Sinus versehen.
Mit W. itatiaiensis Bech. verwandt, anders gefärbt, und der
zahnartige Vorsprung des Thoraxvorderwinkels ist seitlich, nicht
nach vorne gerichtet.
Wanderbiltiana spyria n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 18. X. 1948 et 17. IX.
1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Pechbraun, glänzend, Sternum in der Mitte, Antennalcalli,
Clypeus mit Ausnahme der metallisch schwarzen Carinae, alle
Ränder des Halsschildes (die lateralen im breiteren Umfang) und
3 kleine Flecken auf den Flügeldecken braungelb: 2 vor der Mitte
quergestellt, der 3. im Suturalwinkel. Vertex metallisch bronze-
braun, Thoraxscheibe schwarz, Flügeldecken lebhaft metallisch
kupferviolett. Scutellum schwarz und matt (mikroskopische Reti-
kulierung unter 20facher Vergrößerung schon gut erkennbar).
Mit der vorigen Art verwandt, anders gefärbt, Elytropleuren
schmal, Thoraxseiten vor den Hinterwinkeln nicht ausgeschweift,
und die Olypealcarina ist bis zwischen die Fühlereinlenkungsgru-
ben verlängert und läuft weiter zwischen den Antennalcalli in
Form einer feinen Rinne.
W. sejuncta Har. unterscheidet sich durch sehr breite Elytro-
pleuren und durch die Form des Halsschildes, welcher seine größte
Breite in der Mitte erreicht, während er bei W. spyria an der Basis
am breitesten ist.
18 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Wanderbiltiana novoteutoniensis n. sp. [Taf. XIV, Fig. 4]
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 21. XI. 1934, 6. XI.
1944 et 25. II. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 7—8 mm. |
Rostrot, Antennen angedunkelt, Thorax und Flügeldecken
hellbraun, die letzteren mit 2 rostroten Querbinden, welche die
Seiten nicht erreichen, die erste liegt an der Basis und ist zwischen
dem Humeral- und Basalcallus fast in 2 Makeln geteilt, die zweite
liegt hinter der Mitte und ist mit der vorderen durch einen schma-
len Nahtsaum verbunden. Körper fast parallel, oberseits glänzend.
Kopf glatt mit Ausnahme einiger grober Punkte nahe den
Augen. Stirn breiter als ein Augendurchmesser, zwischen den
Augen tief quer eingedrückt. Antennalcalli groß, quer dreieckig,
untereinander schlecht getrennt. Clypealcarina scharf, T-förmig.
Antennen zart, die Flügeldeckenmitte erreichend.
Halsschild stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, hin-
ter der Mitte am breitesten. Seiten breit abgesetzt, beim 3 stark,
beim 9 schwächer gerundet, nach vorne stärker als nach hinten
verengt. Vorderwinkel mit einem kleinen nach außen gerichteten
Zähnchen, Hinterwinkel rechteckig. Oberfläche fein punktiert
(Vergrößerung 20—30 x).
Elytren nahe der Naht, in der postbasalen Querdepression,
in dem starken Längseindruck an der Basis (welcher den Humeral-
callus von dem Basalcallus abtrennt) und auf den sehr breiten
Elytropleuren stark punktiert (Vergrößerung 5—8 x). Intercoxal-
platte des Prosternums breit und flach. Das letzte Bauchsegment
des 5’ trägt einen großen Sinus.
Durch die Färbung erinnert diese Wanderbiltiana-Art sehr an
Omophoita bimaculata Oliv., welche in Anzahl auf der gleichen
Lokalität gesammelt wurde. Die auffallend geteilte Punktierung
der Flügeldecken trennt leicht die große Art von den anderen ab.
Wanderbiltiana subcostata Jacoby (nov. comb.)
Das 3’ dieser Art wurde von Jacoby unter dem Namen Oedio-
nychis indigosoma beschrieben.
Wanderbiltiana monilis Germar (nov. comb.)
Diese, durch kleinen Körper, durch die Färbung und durch die
schmalen Elytropleuren ausgezeichnete Art wurde irrtümlich als
Synonym der W. nitida F. betrachtet.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 219
Chloöphaga Weise (nov. comb.)
Dieser Name wurde als Synonym zu Oedionychus gestellt, sie
enthält aber eine sehr charakteristische Artengruppe, welche in der
neotropischen und nearktischen Region die Gattung Philopona
Weise ersetzt. Die meisten Arten haben nämlich auch einen +
deutlichen Quereindruck vor der Thoraxbasis, weichen jedoch von
Philopona durch breite Intereoxalplatte des Prosternums, die oft
bis die halbe Breite der entsprechenden Coxa erreicht, während sie
bei Philopona sehr schmal ist (+ ein Zehntel der Breite einer
Coxa).
Genotypus: Oedionychus 6-maculatus llliger.
Hierher gehören alle Arten aus Nord-Amerika, die Miss D. H.
Blake in der 2. Division der Gattung Oedionychus tabellarisch be-
arbeitet hat (Proc. U. S. Nat. Mus. 70, 1927, no. 23, pp. 144,
t. 1 et 2), während die Arten der 1. Division zur Gattung Kusche-
lina gestellt sein müssen.
Chlo@phaga trinidadensis n. sp.
Trinidad (B. W. 1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Long. 4—4,5 mm.
Rotgelb, glänzend, Antennite 4—8 schwarz.
Diese Art ist äußerst ähnlich der Walterianella eugenia vom
gleichen Fundort, aber die Intercoxalplatte des Prosternums ist
nicht lamelliform, sondern ganz flach, und das Halsschild besitzt
eine Querfurche vor der Basis. Kopf ohne Punktierung, Stirn
schmäler als ein Augendiameter. Thorax glatt, vor der Basis am
breitesten, Seiten gerundet, Vorderwinkel zahnartig nach außen
gerichtet. Elytren mit breiten Elytropleuren, hinter der Basis deut-
lich eingedrückt, der äußerste Rand in der Hinterhälfte beborstet.
Chlo&phaga derivata n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 4 mm.
Rotgelb, Fühler mit Ausnahme der ersten 4 Glieder schwarz.
Ganz wie die vorige Art, aber die Stirn ist breiter als ein
Augendiameter, Elytropleuren schmal, von hinten bis zu dem Hu-
meralcallus beborstet, und die Elytren sind hinter der Basis kaum
eingedrückt. Die Borsten sind auch bei den abgeriebenen Exem-
plaren leicht feststellbar, da ungefähr in der Mitte der Elytropleu-
ren eine Reihe spärlicher setiferer Punkte unter 50facher Vergrö-
220
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ßerung gut zum Vorschein kommt, während die Elytropleuren bei
der vorigen Species auch unter 100facher Vergrößerung keine
Spur von solchen zeigen.
Chlo&phaga advena Jacoby (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 16]
Diese Art wurde in der Gattung Oedionychus beschrieben.
Die Chloephaga-Arten aus der atlantischen Küstenregion Süd-
brasiliens und der limitrophen Gebiete lassen sich durch folgende
Merkmale abtrennen:
1 (6) Stirn hinter den Antennalcalli giatt, ohne grobe Punk-
tierung.
2 (5) Auch der Vertex bleibt in der Mitte unpunktiert. Apikal-
3
1
glieder der Antennen länglich, jedes mindestens doppelt
länger als breit.
Kopf nur hinten, dicht neben den Augen punktiert.
Flügeldecken viel glänzender als der Vorderkörper.
Die Färbung ist sehr variabel, Antennen zur Spitze stets
angedunkelt, Körper sonst einfarbig gelbbraun, oder über
alle möglichen Zwischenstufen zuletzt gelbbraun, Brust,
die ersten Hinterleibsegmente, Hinterknie, Hinterkopf, 2
querliegende Makeln auf der Thoraxscheibe, Scutellum,
die Naht und 2 Längsbinden auf jeder Flügeldecke (eine
dorsale, hinter der Basis makelartig erweitert, andere sub-
laterale), hinten abgekürzt, schwarz.
Antennalcalli breit, dreieckig, hinten von einer tiefen
Querdepression abgetrennt, Clypealcarina tuberkelförmig.
Fühler zur Spitze verdickt, mit länglichen Gliedern, das
4. Glied eine Spur länger als das 3. Thorax stark quer, 3x
breiter als lang, an der Basis am breitesten, ohne Punk-
tierung. Seiten nach vorne schwach gerundet-verengt,
breit abgesetzt. Vorderwinkel mit einem kleinen, nach
außen gerichteten Zähnchen versehen, Hinterwinkel zahn-
förmig. Querfurche vor der Basis vollständig. Elytren
vorne stark, hinten schwächer punktiert, Humeral- und
Basalcallus groß, voneinander durch einen sehr stark
punktierten Längseindruck getrennt. Postbasale . Quer-
depression sehr deutlich, mit dem callustrennenden Ein-
druck hufeisenförmig verbunden. Elytropleuren breit, na-
mentlich nahe der Mitte, der extreme Rand im Apikal-
drittel lang bewimpert. Epipleuren horizontal, breit. In-
4(3
NT
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika : Alticidae 221
tercoxalplatte des Prosternums breit und flach, lang und
spärlich behaart. Sinus des 5 tief, in der Mitte von einer
Erhabenheit akzentiert, vor welcher (etwas vor der Mitte,
also näher dem Vorderrand des 5. Bauchringes) eine
seichte Querdepression liegt. Long. 3,5—4 mm.
2 Chlo&phaga advena Tacals
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. et
27. XII. 1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Kopf neben den Augen mit zahlreichen groben Punkten
besetzt.
Einfarbig gelbbraun, glänzend, nur der Kopf etwas
matter als die übrige Oberseite, Fühlerspitze, Schildchen,
Brust, der Innenrand der Epipleuren und die Spitze der
Hinterschenkel stets dunkel, sonst die Färbung sehr va-
riabel, über alle möglichen Zwischenstufen ist schließlich
das Halsschild mit 2 querliegenden schwärzlichen Makein
gezeichnet, und die Flügeldecken haben die Naht hinten
und 5 Makeln auf jeder (2, 2, 1) schwärzlich. Long. 3,5
bis 4 mm.
Sehr ähnlich der vorhergehenden Art, aber das 9.
Fühlerglied ist länger als das #., der fein punktierte Tho-
rax ist weniger transversal mit undeutlichem Zähnchen
auf den gerade abgestutzten Vorderwinkeln, die Elytren
sind nur zwischen dem Humeral- und dem Basalcallus und
neben der Naht hinter dem Schildchen kräftig punktiert,
sonst beinahe glatt, vor dem schwachen Sinus des 3 ist
keine Erhabenheit, und die Färbung bei völlig pigmen-
tierten Exemplaren ist anders geteilt.
Per Chlo&phaga Hledandı n. Sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6. VII. 1951
et XI. 1948 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
5 (2) Stirn und Vertex grob, grubenförmig punktiert, nur hin-
ter den Antennalcalli befindet sich ein fensterartiges un-
punktiertes Feld, kaum größer als die Oalli. Apikalglieder
der Antennen moniliform, jedes Glied nur eine Spur län-
ger als breit.
Gelbbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. Thorax
mit 4 (die 2 äußeren fehlen häufig) querliegenden runden
schwarzen Makeln. Jede Flügeldecke dicht hinter der
Mitte mit 2 querliegenden schwarzen Punkten, wovon der
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
äußere etwas nach hinten vorgeschoben ist. Oberseite mä-
fig glänzend. Long. 3—3,8 mm.
Ciypealcarina kurz und breit. Das 3. Antennit etwas
kürzer als das 4. Thorax stark quer, deutlich punktiert
(Vergrößerung 20x), vor der Basis am breitesten. Seiten
stark gerundet und breit abgesetzt, Vorderwinkel abge-
rundet, mit einem sehr kleinen nach außen gerichteten
Zähnchen versehen. Querdepression vor der Basis seicht,
in der Mitte schwächer als an den Seiten. Flügeldecken
ohne Basalcallus und ohne postbasale Depression, überall
gleichmäßig grob punktiert, Elytropleuren schmal, der
äußerste Rand hinten bewimpert. Epipleuren horizontal,
vorne sehr breit, hinten schmäler. Intercoxalplatte des
Prosternums cariniform, kaum behaart. Sinus des 5 breit
aber seicht, ohne davorliegende Erhabenheit.
Chlo&phaga ara n. Sp.
Beil, Ei 3% Catarina: Nova Teutonia, 4., 7., 9. et
10. V., 18. VI. et 10. VIL 1951’et 31.2922 E Plauf
mann, "Mas. G.Erey).
6 (1) Auf dem Kopf oberhalb der Antennen sind es nur die
Antennalcalli, die unpunktiert bleiben, die übrige Fläche
ist grob, + runzelig punktiert.
7 (10) Flügeldecken ohne Rippen, Nahtwinkel abgerundet.
& (9) Vorderwinkel des Prothorax rechteckig, schräg nach innen
abgestutzt, ohne Zähnchen. Körper klein, 3,5 mm.
Rotbraun, Brust und Thoraxscheibe angedunkelt, Pal-
pen und Antennen hell gelbbraun. Oberseite stark glän-
zend.
Antennalcalli groß und zusammenfließend, hinten
von einer tiefen Querdepression begrenzt. Apikalglieder
der Antennen verdickt und kürzer als die mittleren Glie-
der, das 3. Antennit das längste. Thorax mehr als doppelt
so breit wie lang, vor der Basis am breitesten, Seiten stark
gerundet und breit abgesetzt. Hinterwinkel mit einem
kleinen aber scharfen Zähnchen versehen. Oberfläche fein
und spärlich punktiert. Elytren vorne sehr grob, hinten
schwächer punktiert, Basalcallus von dem Humeralcallus
durch einen tiefen und sehr grob punktierten Längsein-
druck getrennt, postbasale Depression ganz undeutlich.
Elytropleuren ziemlich breit, vor der Mitte am breitesten,
extremer Rand hinten bewimpert. Epipleuren vor der
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 325
Mitte breit, dann plötzlich verschmälert. 3
en, Chlo@phaga wittmeri n. sp.
Brasil Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XIl.
1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
9 (8) Vorderwinkel des Halsschildes mit einem schräg nach
10 (7)
vorne gerichteten abgestumpften Zahn versehen. Körper
größer, 5 mm lang.
Braun, glänzend, Kopf matter, Sternum und Abdo-
men angedunkelt, Endglieder der Fühler, Hinterkopf,
Thorax mit Ausnahme aller Ränder, Seutellum, Naht und
3 Längsbinden auf jeder Flügeldecke (die submarginale
mehrmals unterbrochen) pechschwarz.
_Antennalecalli gut getrennt, Clypealcarina scharf und
lang. Antennen dick, moniliform, nur das 2. und das 9.
Glied lang, 3. Antennit kaum länger als das #4. Thorax
wenig deutlich, sparsam und flach punktiert, stark trans-
versal, 3x breiter als lang, Seiten breit abgesetzt, hinten
parallel, in der vorderen Hälfte gerundet und nach vorne
verengt. Hinterwinkel stumpfeckig und kurz abgerundet.
Die Querfurche vor der Basis in der Mitte (vor dem Scu-
tellum) unterbrochen. Elytren ohne postbasale Quer-
depression, überall nicht dicht aber stark punktiert, Hu-
meralcallus innen nur dicht hinter der Basis von einem
auffallend grob punktierten Eindruck getrennt. Elytro-
pleuren schmal, an wie bei der vorigen Art ge-
formt. Sinus des 5 breit und seicht, vor dessen halbkreis-
förmigen Mittelteil ein Querwulst liegt. 1. Glied der 4
vorderen Tarsen des. 7' stark erweitert. Se
Chlo&phage monilicornis n. sp.
UNE Entre Rios: La Paz, 21. 1. 1951 (W. Witt-
mer, Mus. G. Frey).
Flügeldecken an den Seiten mit einer scharfen Längs-
rippe, die am Humeralcallus beginnt und vor der Spitze
endigt, Nahtwinkel scharf. Long. 5 mm. 5 unbekannt.
Schwarz, glänzend, Kopf matt, Fühlerbasis und 2
querliegende Flecken hinter den Antennalcalli rot, Tho-
rax gelb mit einem schwarzen unregelmäßigen Querfleck
in der Mitte, Flügeldecken samt Epipleuren gelb, die Naht
hinten verbreitert) und 3 große hintereinander liegende
unregelmäßige Flecken auf jeder Seite schwarz.
224
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6., 1955
Antennalcalli groi3. voneinander gut getrennt, Cly-
pealcarina kurz und breit. Thorax deutlich punktiert, 3x
breiter als lang, an der Basis am breitesten, die Querfur-
che vor der Basis tief und in der Mitte gegen das Scutel-
lum winkelig gebogen. Seiten gerundet, breit abgesetzt,
Vorderwinkel mit einem kleinen nach außen gerichteten
Zahn versehen. Flügeldecken spärlich und fein punktiert,
nur innen neben dem Humeralcallus und in der deutlichen
postbasalen Querdepression mit groben Punkten versehen.
Elytropleuren ziemlich breit, Epipleuren im ersten Drittel
etwas nach innen erweitert. Das 1. Glied der Hintertarsen
so lang wie die beiden folgenden zusammengenommen.
ee Chlo@phaga sinuatella n. sp.
Brasil, Est. Minas Gerais: Uberaba 1898 (Mus. G.
Frey).
Diese Art ist der mexikanischen Ch. conspurcata Jac.
(als Oedionychus beschrieben) ähnlich; die letztgenannte
Art hat aber eine gerade Querfurche vor der Thoraxbasis,
und beim 9 sind mehrere Elytralrippen vorhanden, der
Nahtwinkel ist abgerundet, und die Färbung der überall
gleichmäßig stark punktierten Elytren ist stark abwei-
chend. |
Oedionychus maculatus Har. (Mexico) ist ebenfalls
dem Genus Chloephaga zuzuzählen, mit Ch. conspurcata
verwandt, durch die unpunktierte Stirn, Mangel an
Elytralrippen beim 9 und abweichendes Kolorit verschie-
den. Oedionychus 13-maculatus Jac. ist nur eine Farben-
varietät von Ch. maculata, bei welcher die schwarzen
Querbinden auf den Flügeldecken in einzelne punktför-
mige Makeln geteilt sind.
Chlo@phaga elke n. sp.
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, VIII. 1951 et II. 1955
(Dr. W. Weyrauch).
Long. 3,8—4 mm. |
Hell braungelb, Vertex, Scheibe des Halsschildes und der
Flügeldecken rot.
Diese Art steht der Ch. pallescens Jac. (als Oedionychis be- |
schrieben) sehr nahe; die letztere ist wesentlich größer (4 bis
4,5 mm), die 4 vorderen Tibien und Tarsen sind schwarz, und
außerdem habe ich folgende strukturale Unterschiede beobachtet:
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae
Ch. pallescens Jac. (nov. comb.):
Vorderwinkel des Hals-
schildes mit einem nach außen
gerichteten spitzigen Zahn,
nicht verdickt.
Elytropleuren im ersten
Drittel stark verbreitert, hinten
viel schmäler. Die größte Breite
der Flügeldecken liegt im er-
sten Drittel.
Suturalwinkel jeder Flü-
geldecke breit abgerundet.
Ch. elke:
Vorderwinkel des Hals-
schildes leicht verdickt, recht-
eckig, ohne zahnförmige Ver-
längerung.
Eiytropieuren
ihre Breite vorne und hinten
wenig verschieden, die größte
Breite der Elytren liegt hinter
der Mitte.
Suturalwinkel jeder Eiytre
stumpfwinkelig, jedoch deut-
schmäler,
lich.
Chlo&phaga 17-guttata Schaufuß5 (nov. comb.)
Colombia: Bogotäa (Mus. G. Frey).
Diese Art ist in den Katalogen als eine Varietät von Alagoasa
scissa Germ. einregistriert; die letztgenannte nicht congenerische
Art ist ausschließlich in der Küstenregion Südbrasiliens verbreitet
und durch Verbreiterung des 1. Antennites ausgezeichnet. Ch. 17-
guitata gehört in eine Artengruppe mit einfachen Fühlern, bei
welcher das Halsschild vor der Basis mit einer Querfurche ver-
sehen ist und seine breitabgesetzten Seiten von einem Längscallus
ausgefüllt sind.
Subsp. merida nov.: Diese aus Merida stammende Form (Ve-
nezuela, Mus. G. Frey) ist viel kleiner (75 5—5,5 mm, 99 5,5 bis
6 mm; SQ der Stammform 6—7 mm), der Kopf ist matt, fein reti-
kuliert, und die Flügeldeckenzeichnung ist wesentlich variabel.
Fat. XIV, Fig. 17—19.]
Chlo&phaga jacobyi Csiki (nov. comb.)
Diese als Oedionychis beschriebene Art gehört zu der Gattung
Chloephaga.
Chlo&phaga turpis Jacoby (nov. comb.)
Auch diese, als eine Oedionychus-Art beschriebene Form, ge-
hört in das Genus Chloöphaga.
Walterianeila eugenia n. sp.
Trinidad (B. W. 1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 15
226 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Long. 4,5 mm. |
Hell gelbbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. Oberseite nur
mäßig glänzend, Retikulierung unter 20—30facher Vergrößerung
gut sichtbar.
Kopf zerstreut deutlich punktiert (Vergrößerung 10x). Stirn
kaum so breit wie ein Augendiameter, hinter den deutlich mar-
kierten Antennalcalli quer eingedrückt. Fühler dünn, zur Spitze
leicht verdickt, das 3. Glied so lang wie das 4., jedes der 5 letzten
kürzer als die vorhergehenden.
Thorax an der Basis am breitesten, mehr als doppelt so breit
wie lang, Seiten stark gerundet, Vorderwinkel verdickt, ohne
Mucro. Oberfläche fein punktuliert (Vergrößerung 20x).
Flügeldecken fein punktiert (Vergrößerung 15—20 x), hinter
dem flachen Basalcallus schwach quer eingedrückt. Intercoxal-
platte des Prosternums dick, so dick wie das 3. Antennit breit ist,
höher emporgehoben als die Coxen.
Diese in der Färbung unauffällige Art ist immer die einzige
bisher bekannte, die eine so dicke Intercoxalplatte des Proster-
nums besitzt; bei den anderen Arten ist sie lamelliform, dünn.
Walterianella isidora n. sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Corumba (Mus. G. Frey).
Long. + 5 mm.
Hell braunrot, Fühlerspitze angedunkelt, Flügeldecken mit
2 subparallelen dunkelbraunen Längsbinden, welche die Basis er-
reichen, aber gegen die Spitze erloschen sind, die erste subsuturale,
die andere sublaterale. Körper sehr flach, Oberseite nur mäßig
glänzend, Kopf matt.
Kopf zerstreut punktiert, Stirn schmäler als ein Augendiame-
ter. Antennalcalli dreieckig, schwach gewölbt, hinten von einer
Querfurche begrenzt. Clypeus bildet mit der Stirn, von der Seite
betrachtet, einen rechten Winkel. Fühler die Mitte der Elytren
überragend, das 4. Glied etwas länger als das 3., die 5 letzten deut-
lich verdickt.
Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Basis
am breitesten, Seiten schwach gerundet, merklich nach vorne ver-
engt, breit abgesetzt. Verderwinkel zahnartig abgesetzt, aber klein
und nur wenig vorspringend, Hinterwinkel sehr kurz abgerundet.
Oberfläche undeutlich (Vergrößerung 20—30x) und weitläufig
punktiert. !
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 7
Flügeldecken deutlicher als das Halsschild punktiert, Elytro-
pleuren vorne sehr stark verbreitert. Intercoxalplatte des Proster-
nums in Form einer dreieckigen Lamelle heraustretend, deren
Spitze genau in der Mitte zwischen den Coxen liegt.
Von den ähnlich gefärbten Arten ist diese an den vorne aul-
fallend stark erweiterten Elytropleuren kenntlich.
Walterianella eleagna n. sp.
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey).,
Long. 6—6,5 mm.
Rot, rotgelb bis braungelb, die 8 letzten Antennite schwarz.
Oberseite mäßig glänzend, abgeflacht.
Kopf glatt, nur nahe den Augen mit einzelnen kleinen Punk-
ten bestreut. Antennalcalli groß, dreieckig, voneinander gut ge-
trennt, hinten von einer kräftigen Querdepression begrenzt. Cly-
pealcarina sehr kurz, Ciypeus und Stirn, von der Seite betrachtet,
einen rechten Winkel bildend. Stirn relativ breit, viel breiter als
ein Augendurchmesser. Fühler robust, die Mitte der Flügeldecken
erreichend, das 3. Glied kürzer als das #., dieses so lang wie das
3., die 4 Apikalglieder kurz, jedes so lang wie das 3. Glied.
Thorax dicht vor der Basis am breitesten, doppelt breiter als
lang, Seiten breit abgesetzt, nach vorne gerundet verengt, Vorder-
winkel mit einer Mucro, Hinterwinkel zahnartig vorspringend.
Oberfläche vor dem Scutellum abgeflacht, ohne Punktierung.
Flügeldecken seicht punktiert (Vergrößerung 20 x), Humerai-
und Basalcallus deutlich, postbasaler Quereindruck seicht. Elytro-
pleuren breit. 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgen-
den zusammengenommen. Intercoxalplatte des Prosternums lamel-
liform, hochgewölbt.
An der Färbung leicht kenntliche Art mit längerem 1. Glied
der Hintertarsen als üblich und einer verhältnismäßig breiten
Stirn (bei den meisten Arten ist sie kaum breiter als ein Augen-
diameter).
Walterianella humbeidti Jacoby (nov. comb.)
Bolivia: Yungas de ia Paz, 1000 m (Mus. G. Frey).
Diese Art wurde in der Gattung Oedionychis ohne genaue
Fundortsangabe beschrieben.
Walterianelia branneri Bowditch (nov. comb.)
Auch diese, in der Gattung Oedionychus beschriebene Art,
15*
228 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
muß wegen den sehr großen Augen, breiten Epipleuren und la-
melliförmig gebildeter Intercoxalplatte des Prosternums in die
Gattung Walterianella gestellt werden.
Walterianella nigrimana Jacoby (nov. comb.)
Eine abweichende Oedionychus-Artengruppe, welche die an-
dine Region bewohnt, dürfte der Gattung Walterianella angehören.
Sie weicht von den üblichen Arten durch verlängertes 1. Glied der
Hintertarsen ab, und manchmal ist auch die Intercoxaiplatte des
Prosternums abgeflacht. Die außerordentliche Breite der Epipleu-
ren, die großen Augen, der dorsai stark abgeflachte Körper und die
zart gebauten 'Tibien und Tarsen sind genau wie bei den typischen
Walterianella. In diese Gruppe gehören:
W.nasalis Jacoby (ex Asphaera)
W.amabilis Jacoby (ex Asphaera)
IW.tarsata Jacoby (ex Asphaera)
W.nigrimana Jacoby (ex Oedionychus)!)
W.terminata Harold (ex Oedionychus)
W. prominula Jacoby (ex Oedionychus)
und die folgende
Waiterianella callipoda n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey).
Long. 7,5 mm.
Hellbraungelb, Metasternum und Abdomen dunkler, Tibien,
Tarsen, Knie, Spitze der Antennen und Vertex pechschwarz, 'Tho-
rax schwarz, an den Vorderwinkeln breit gelblich gesäumt, Flügel-
decken an der Basis, Naht hinter dem Scutellum und eine Hu-
meralmakel schwarz. Körper länglich, Oberseite matt.
Kopf auf dem Scheitel stark retikuliert (bei 10facher Vergrö-
ßerung schon gut sichtbar), Retikulierung vorne feiner, Punktie-
rung vollkommen erloschen. Antennalcalli deutlich, hinten von
einer in der Mitte gewinkelten Querdepression abgetrennt. Stirn
schmäler als ein Augendurchmesser.
Halsschild fein punktuliert (Vergrößerung 20x), mehr als
doppelt so breit wie lang, seine größte Breite liegt nahe der Basis.
1) Diese Art bildet eine besondere geographische Form — subsp. silvana
nov. — in Ecuador: Mera (Mus. G. Frey), welche durch das — gelbbraune Ab-
domen und durch den flachen Marginalintervall der Flügeldecken (derselbe ist
bei der peruanischen Stammform vorne sehr deutlich gewölbt) ausgezeichnet ist.
J. Bect yne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 229
Seiten breit abgesetzt, gerundet, nach vorne verengt. Vorderwinkel
verdickt, seitlich zahnförmig vorspringend. Vor der Basis befindet
sich eine schwache Querdepression.
Elytren auf dem matten Untergrund sehr fein punktiert, ohne
jede Spur eines begrenzten Lateralintervalls. Intercoxalplatte des
Frosternums lamelliform. Epipleuren auf der Innenkante ge-
bräunt. Das 1. Glied der Hintertarse länger als die beiden folgen-
den zusammengenommen.
An der eigentümlichen Färbung leicht ‘kenntliche Art, welche
mit ID. nasalis Jac. am nächsten verwandt ist. Die letztere hat aber
eine deutliche Punktierung am Vertex; W. nigrimana Jac. besitzt
einen breiten Lateralintervall auf den Flügeldecken, welcher von
der Scheibe durch eine Reihe gröberer Punkte getrennt ist.
Walterianella paupera llliger (nov. comb.)
Diese, als Oedionychus beschriebene Art gehört mit allen
Merkmalen der Gattung Walterianella an, nur ist das Halsschild
vor der Basis deutlich quer eingedrückt, wie es bei den Philopona-
Arten der Fall ist. Die großen Augen, breiten Epipleuren und die
lameiliforme Intercoxalplatte des Prosternums sind genau wie bei
anderen Walterianella gebildet.
Woalterianella peruviana yungarum nov. subsp.
Bolivia: Yungas del Palmar, 1000 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Diese geographische Form weicht von den peruanischen Stük-
ken ab durch die hellbraunen Beine, Fühler und Antennen, durch
die'schwarzen, nicht blaumetallischen F lügeldecken, dessen Seiten-
rand schmal braun gesäumt und deren Punktierung schon unter
idfacher Vergrößerung gut sichtbar ist.
Walterianella xanthomelaena n. sp. |Taf. XIV, Fig. 5]
Brasil, Est. Sa. Catarina: Hansa (coll. J. Clermont, Mus. G.
Frey).
Long. 5,5—6,5 mm.
Gelbbraun, Sternum und die Apikalglieder der Antennen (die
2 letzten fehlen) angebräunt, Seutellum und die Scheibe der
Flügeldecken, welche einen großen Diskalfleck von der Grund-
farbe einschließt, schwarz. Oberseite nur mäßig glänzend, Retiku-
lierung am Vorderkörper unter 20facher Vergrößerung sichtbar,
Flügeldecken etwas glänzender. Körper sehr flach, oval.
230 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf undeutlich punktiert, Stirn schmäler als ein Augen-
durchmesser, mit einer seichten Querdepression, welche hinten die
großen, schwach gewölbten und voneinander schlecht getrennten
Antennalcalli begrenzt. Clypealcarina zwischen den Antennen stark
gewölbt. Fühler dünn, nur das 1. Glied ist dick, elaviform, das 3.
etwas länger als das 4.
Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, nahe
der Basis am breitesten. Seiten breit abgesetzi, gerundet. Vorder-
winkel mit einer Mucro. Oberseite undeutlich (Vergrößerung.
20x) punktiert.
Elytren stark und dicht, hinten schwächer punktiert. Elytro-
pleuren breit, Epipleuren leicht konkav.
Diese Art ist an der Färbung, an der Form des Halsschildes
und an der hochgewölbten Clypealcarina in der Fühlernähe er-
kennbar.
Walterianella hypervariata n. sp. |Taf. XIV, Fig. 10]
Peru: Marcapata (Mus. G. Frey).
Long. 6,5 mm. 9’ unbekannt.
Rotgelb, 2 Flecken auf dem Halsschilde, Seutellum -und ein
kompliziertes Ornament auf den Flügeldecken kastanienbraun.
Körper sehr breit oval, oberseits mäßig Sana Retikulierung
unter S0facher Vergrößerung sichtbar.
Kopf sparsam punktiert, zwischen den Augen schwach quer
eingedrückt. Antennalcalli zusammenfließend, schwach gewölbt.
Ciypealcarina zwischen den Fühlern scharf heraustretend. Stirn
schmäler als ein Augendurchmesser. Fühler scharf heraustretend.
Stirn schmäler als ein Augendurchmesser. Fühler die Mitte der
Flügeldecken überragend, ab 3. Glied sehr grazil, dieses ist so lang
wie das 4.
Thorax fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x), stark quer,
mehr als doppelt so breit wie lang, dicht vor der Basis am breite-
sten. Seiten breit abgesetzt und abgerundet. Vorderwinkel deutlich
vorgezogen, in einem stumpfen Zahn endigend, Hinterwinkel kurz
abgerundet.
Elytren seitlich stark erweitert, fein punktiert (Vergrößerung
20x). Basal- und Humeraleallus schwach. Die Intercoxalplatte des
Prosternums ist lamelliform und sie endigt vorne mit einem
stumpfen Zahn wie bei der Gattung De ogn amma. |
Die auffallend breiten Elytropleuren, wie bei den Cosi
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 25
und die Färbung trennen diese Art von der verwandten MW. varıata
Jac. ab. [Taf. XIV, Fig. 11.]
Walteranella scelerata n. sp. |Taf. XIV, Fig. 12—15]
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m, (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 6,5— 7 mm.
Gelbbraun, mäßig glänzend (Retikulierung unter 50facher
Vergrößerung sichtbar), Flügeldecken mit einem schwarzen ver-
änderlichen Ornament.
Nahe verwandt mit W. varıata Jac., aber anders gefärbt, die
interokuläre Querdepression gut markiert, die Thoraxseiten sind
fast gerade, die Elytralpunktierung schwächer, an den Elytropleu-
ren fast erloschen. Bei W. varıata ist es umgekehrt, die Elytropleu-
ren sind stärker als die Scheibe punktiert. Die Beine bei W. scele-
rata sind viel zarter gebaut als bei W. variata.
Walterianella nigrobasalis Jacoby (nov. comb.)
Diese Art wurde zweimal in der Gattung Oedionychus be-
schrieben, das 5 als Oe. rustica von Jacoby (von Bowditch wegen
rustica Boheman als similis neubezeichnet). Sie gehört zu der Gat-
tung Walterianella.
Walterianella albifrons Jacoby (nov. comb.)
Als eine Asphaera beschrieben, der Form des Prosternums und
der Epipleuren nach muß sie in die Gattung Walterianella ge-
stellt sein.
Walterianella nobilis Harold (nov. comb.)
Diese Art wurde zweimal als species propria in der Gattung
Oedionychis beschrieben:
1. Der gelbe Seitensaum der Flügeldecken ist hinten nur schwach
BETDECEEI N A et ea sa Fr type
2.Der gelbe Elytralsaum nimmt hinten das sanze Apikaldrittel
U eh ab. bicolorata Jacoby
In Ecuador weit verbreitert, Grundfarbe der Flügeldecken
von Grün über Blau, Violett, Kupferig bis Erzbronzeschwarz vari-
ierend.
232 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
g y
Walterianella erosa Schaufuß (nov. comb.)
Colombia: Rio Aguatal, 15. VII. 1908 (Mus. G. Frey); Villa
Elvira, 18. et 20. VII. 1905 (dtto); Tocoto (dtto).
Als Oedionychis beschrieben, aber durch alle Merkmale in die
Gattung Walterianella zu stellen. Mit W. nobilis Har. nahe ver-
wandt, oberseits ebenso matt, jedoch anders gefärbt, Seiten des
Halsschildes breit und stark abgerundet.
Die Färbung der Flügeldecken ist sehr variabel, die Flecken
unbestimmt. Meistens sind die Flügeldecken metallisch grünlich
mit je 2 purpurnen, + ausgedehnten Flecken auf einer Scheibe,
einer hart vor, der andere weit hinter der Mitte.
Zu dieser Art ist öfters Oedionychis labiata Schauff. (= roseo-
maculata Schauff.) als Varietät gestellt, welche aber der Gattung
Alagoasa gehört.
Walterianella manizala n. sp. [Taf. XIV, Fig. 6—7]
Colombia: Manizales (A. M. Patino, coll. Oberthur, Mus.
Paris).
Hellgelb, Sternum, Beine und Fühler dunkelbraun, die letzten
3 Antennite rot. Kopf schwarzblau, Olypeus und die Unterseite der
ersten Fühlerglieder weißgelb, Scutellum pechbraun. Flügeldecken
gelb, Scheibe metallisch grün, zuweilen mit einem gelben Fleck
vor der Mitte (ab. guttifera). Oberseite matt seidenglänzend, Reti-
kulierung unter 20—S0facher Vergrößerung sichtbar.
Kopf spärlich und fein punktiert. Stirn nur halb so breit wie
ein Augendiameter, zwischen den Augen quer eingedrückt. An-
tennalcalli groß, gut umgrenzt. Olypeus senkrecht abfallend, mit
einer scharfen T-förmigen Carina. Fühler lang und dünn, die Mitte
der Flügeldecken überragend, das 2. Glied kurz, das 3. mehr als
doppelt so lang wie das 2., kürzer als das 4.
Halsschild stark transversal, 3x breiter als lang, Seiten breit
abgellacht, nahe der Basis gerundet, dann nach vorne stark gerad-
linig verengt. Vorderwinkel mit einer Mucreo, Hinterwinkel in
Form eines kleinen Zähnchens vorspringend. Oberfläche sehr weit-
iäulig fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x).
Klytren flach, an den Seiten breit abgeflachi, gerundet, grob
(Vergrößerung 5x) und ziemlich dicht punktiert mit einem
schwachen postbasalen Eindruck. Epipleuren konkav, sehr breit.
Das 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden zusam-
mengenommen. Intercoxalplatte des Prosternums lamelliform.
Tarsen des J stark erweitert.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 233
Mit W. nobilis Har. verwandt, anders gefärbt, Flügeldecken
sehr grob punktiert mit breiten Elytropleuren.
Waiterianella erica n. sp.
W. Ecuador (Mus. G. Frey).
Long. 8,5 mm. 5 unbekannt.
Schwarz, Abdomen und Beine pechschwarz, Clypeus gelb,
Fühler an der Basis bräunlich, Thorax dunkel rotbraun, an den
Seiten gelb. Flügeldecken dunkelrotbraun, an den Seiten metal-
lisch blau (der äußerste Rand bleibt rötlich), Apikaldrittel gelb.
Diese Art ist mit den vorhergehenden, namentlich mit W.
nobilis Har. sehr nahe verwandt, aber sie unterscheidet sich durch
auffaliend schmale Elytropleuren (diese kaum so breit wie das
1. Antennit dick ist; bei ID. nobilis 3—4x breiter), durch stärkere
Punktierung der Flügeldecken (Vergrößerung 5—8 x; bei W. nobi-
lis erst unter 20facher Vergrößerung sichtbar) und durch nur sehr
kurz und stumpf vorgezogenen Vorderwinkel des Halsschildes (die
Vorderwinkel der W. nobilis besitzen eine ausgesprochene Mucro).
Walterianella judica n. sp.
Brasil, Est. Amazonas: Teffe, 2 trim. 1879 (M. de Mathan,
coll. Oberthur, Mus. Paris).
Long. 8—9 mm. 5 unbekannt.
Gelbbraun, Schildehen pechbraun, Flügeldecken dunkel rot-
braun, Epipleuren, Seiten- und Apikalrand gelb.
Durch die Form des Halsschildes schließt sich diese Art an I.
seliata F. an: Seiten in der Hinterhälfte parallel, in der Mitte einen
Winkel bildend, in der Vorderhälfte geradlinig nach vorne ver-
engt. Durch die matte, fein retikulierte Oberseite ist sie mit den
vorhergehenden der W. nobilis Har. nahestehenden Arten ver-
_ wandt, von welchen sie sich leicht durch die Färbung und durch
die Form des Thorax unterscheidet. Das 1. Glied der Hintertarsen
ist so lang wie die 2 folgenden zusammengenommen. Elytropleuren
‚ sehr breit, Lamelle des Prosternums hoch. Manchmal sind die Flü-
‚ geldecken einfarbig hellbraun und das Halsschild hat an der Basis
|
eine jederseits abgekürzte schwarze Querbinde (ab. basitincta).
Alle 6 untersuchten Exemplare sind 99.
Walterianella propugnaculum Illliger
Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 13. VIII. 1951 (Dr. W. Wey-
uch). .
234 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Walterianella perspicillata Schaufuß (nov. comb.)
Als Oedionychis beschrieben, aber mit allen Charakteren eine
Walterianella.
Walterianella platysoma n. sp. [Taf. XIV, Fig. 9]
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 3. IV. 1951, 7.X.
1950 et 31.X. 1934 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. + 6 mm.
Braungelb, Sternum, Schildchen und Clypeus dunkelbraun,
Vertex, Stirn, Spitze der Hinterschenkel und 4 Makeln auf jeder
Flügeldecke schwarz (1, 1, 2). Körper oval, flach, matt.
Kopf stark und zerstreut punktiert. Stirn schmäler als ein
Augendiameter, in der Mitte mit einer Querfurche, welche die
großen untereinander zusammenfließenden Antennalcalii von hin-
ten begrenzt. Olypeus von oben nicht sichtbar, von der Seite be-
trachtet, mit der Stirn einen scharfen Winkel bildend, oben mit
einer scharfen T-förmigen Carina versehen. Fühler zart, die Mitte
der Elytren nicht erreichend, das #. Glied etwas länger als das 9.
Thorax an der Basis am breitesten, mehr als doppelt so breit
wie lang, Seiten breit abgeflacht, nach vorne gerundet verengt,
Vorderwinkel in eine kurze stumpfe Spitze ausgezogen. Oberfläche
sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x).
Flügeldecken breiter als das Halsschild, ohne Basalcallus,
deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x). Elytropleuren breit, Seiten
im mittleren Drittel fast parallel laufend. Epipleuren sehr breit.
Intercoxalplatte des Prosternums lamelliform, hoch emporge-
hoben. Das 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden
zusammengenommen.
9. Vordertibien gebogen, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen
stark erweitert, das 3. Antennit gebogen, Sinus des 5. Abdominal-
segmentes groß.
9. Beine zarter gebaut, Vordertibien und das 3. Fühlerglied
gerade.
Mit W. nigronotata Jac. [Taf. XIV, Fig. 8] verwandt, anders
gefärbt und durch den auffallenden Sexualdimorphismus ver- |
schieden.
Walterianella sellata Fabrieius (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig.14 u. 15] |
Guyane fr.: St.-Laurent-du-Maroni (Mus. G. Frey). — Suri- |
name (dtto).
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 235
Long. 7,5—8,5 mm.
Hell gelbbraun, die mittleren Antennite pechschwarz, Thorax
mit einer veränderlichen schwarzen Zeichnung. Körper oval, Ober-
seite mäßig glänzend (mikroskopische Retikulierung unter 20—30-
facher Vergrößerung sichtbar).
Kopf glatt, hinter den deutlichen, von einer feinen Furche
getrennten Antennalcalli tief quer eingedrückt. Stirn schmäler als
ein Augendurchmesser.
Thorax fein punktuliert, mehr als doppelt so breit wie lang,
hinter der Mitte winkelig, davon nach hinten geradlinig oder leicht
konkav, nach vorne geradlinig oder in konvexer Linie verengt.
Vorderwinkel verdickt und seitlich zahnartig vorspringend. Vor
der Basis befindet sich eine seichte Querdepression.
Flügeldecken deutlich punktiert (Vergrößerung 15—20 x),
Elytropleuren breit. Das 1. Tarsit der Hinterbeine so lang wie die
beiden vorhergehenden zusammengenommen.
Diese Art, deren Redescription hier vorgelegt ist, weicht von
allen anderen durch die auffallende Halsschildform ab. Mit Aus-
nahme von lliiger, haben alle späteren Autoren diese Art mit meh-
reren folgenden Arten vereinigt.
Walterianella humeralis Fabricius (nov. comb.)
Venezuela. — Colombia.
Long. JJ' 7,5—6 mm, 99 8—9 mm.
Gelblich, Tarsen und die Endglieder der Antennen + ge-
bräunt, Flügeldecken oft mit Makeln.
Kopf glänzend und ohne Punktierung auf dem Vertex, An-
tennalcalli matt, hinter welchen sich eine mächtige Querdepression
befindet. Fühler filiform, zur Spitze leicht verdickt, 4. Glied das
längste, so lang wie die beiden vorhergehenden zusammengenom-
men, die 4 Apikalglieder kürzer als die vorhergehenden.
Thorax fein chagriniert (Vergrößerung 50x), nahe der Mitte
am breitesten, mehr als doppelt breiter als lang, Seiten regelmäßig
gerundet, nach vorne stärker als nach hinten verengt. Alle Winkel
zahnförmig, die vorderen stärker so. Oberseite fein punktuliert
(Vergrößerung 50 x).
Flügeldecken deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x), Elytro-
pleuren breit, auf der Scheibe mit 0—3 runden schwarzen Flecken
(einer auf dem Humeralcallus, einer auf dem Basalcallus, einer
genau in der Mitte der Scheibe).
236 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Die Beschreibung von Schaufuß’ Oedionychis 6-punctulata be-
zieht sich zwar zum Teil auf diese Art, aber dieser Autor gibt
gleichzeitig eine Detaildescription der Antennen, so daß das Tier
doch identifiziert sein kann.
Illiger’s Beschreibung von W. humeralis beruht auf einer Kon-
fusion dieser Art mit der amazonischen, später von Jacoby unter
dem Namen Oedionychis albipennis genau beschriebenen Art. Es
ist ebenfalls eine Walterianella von kleinerer Gestalt (6—7 mm),
deren Antennen vollkommen fadenförmig, nicht zur Spitze ver-.
dickt, sind.
Walterianella 6-punetulata Schaufuß (nov. comb.)
Colombia. — Venezuela.
Long. 6— 7 mm.
Gelbbraun, Antennen zur Spitze + gebräunt. Oberseite glän-
‚zend, Retikulierung erst unter 50facher Vergrößerung sichtbar.
Das 3. Glied der Fühler ist so lang wie das #., die 7 Apikal-
glieder sind deutlich verdickt und kürzer als die vorhergehenden.
Die größte Breite des Halsschildes liegt an der Basis, Seiten ge-
rundet und nach vorne verschmälert. Vorderwinkel stark, Hinter-
winkel schwach zahnförmig. Auf den Flügeldecken befinden sich
1—3 runde schwarze Makeln, wie bei der vorhergehenden Art.
Wailterianella laurentina n. sp.
Trinidad (B. W. I.), XIL. 1953 (G. & H. Frey).
Long. 7— 7,5 mm.
Gelbbraun, Antennite 6—8 schwärzlich, Oberseite glänzend,
Flügeldecken mit 3 kleinen runden schwarzen Flecken.
Diese Art ist der vorhergehenden sehr ähnlich, aber das 4. An-
tennit ist länger als das vorhergehende, und die Fühler sind schon
ab #4. Glied verdickt, dabei nur die 5 letzten abgekürzt. Seiten des
Halsschildes in der Hinterhälfte geradlinig und parallel, erst in der
Vorderhälfte stark nach vorne gerundet-verengt.
Walterianelia 4-punctata Schaufuß
Trinidad, XII. 1953 (G. & H. Frey). — Venezuela. — Uolom-
bia: P. Berrio, Ill. 1934 (G. Frey).
Long. 5—6 mm. |
Diese Art unterscheidet sich von allen vorhergehenden durch
seidenmatte Oberseite, deren Mikroskulptur schon unter 20facher
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Fıey in Südamerika: Alticidae DL
Vergrößerung gut sichtbar ist. Hier sind es die mittleren Fühler-
glieder, die verdickt sind, das 3. ist so lang wie das 4, und die
5 Endglieder sind abgekürzt. Auch diese Art wurde in der Gattung
Oedionychus beschrieben.
Walterianella helga n. sp.
Trinidad (B. W. L.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Long. 7 mm, 5 unbekannt.
Gelbbraun, mittlere Antennite schwärzlich, Flügeldecken mit
3 länglichen schwarzen Makeln, wovon die discale dem Seitenrande
stark genähert ist. Oberseite glänzend, Retikulierung erst unter
SDfacher Vergrößerung wahrnehmbar.
Diese Art unterscheidet sich von den vorhergehenden durch
regelmäßig gerundete Thoraxseiten und durch rein filiforme An-
tennen, deren Apikalglieder länglich wie die vorhergehenden sind.
Walterianeila triloba Jacoby (nov. comb.)
Perü.
Long. 5,5—6,5 mm.
Diese Art ist meistens ais eine Varietät von W. humeralis be-
trachtet. Bei ihr sind die Flecken auf den Elytren ebenso variabel
wie bei ID. humeralis (0—3 runde Flecken), und die Thoraxzeich-
nung ist meistens undeutlich. Die Fühler sind filiform wie bei W.
helga, nur sind die 4 Apikalglieder wesentlich kürzer als die vor-
hergehenden, das 3. so lang wie das 4.
Waiterianella lena n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas
(Mus. G. Frey); ibid., Berg Avila (P. C. Vogl, Zool. Staatssammlung
München).
Long. 8—9 mm.
Gelbbraun, glänzend, Tarsen und die letzten Antennite ange-
dunkelt, die Naht und 2 Längsbinden auf jeder Flügeldecke rosa-
braun: die innere beginnt auf dem Basalcallus und ist nahe der
Mitte abgekürzt, die äußere läuft von dem Humeralcallus bis vor
die Spitze.
Mit ED. plagiata Er. (aus Peru) verwandt, welche aber nur
eine rotbraune Dorsalbinde hat:
W. plagiata:
Stirn so breit wie ein
Augendiameter. Vertex punk-
tiert.
Das 3. Antennit so lang wie
das 1.
Flügeldecken matt, sehr
fein, erst unter 20facher Ver-
größerung sichtbar punktiert.
Intercoxalplatte des Pro-
sternums lamelliform, aber nie-
drig.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
W, lena:
Stirn schmal, ein Drittel
der Augenbreite erreichend.
Vertex glatt.
Das 3. Antennit so lang wie
die 2 vorhergehenden zusam-
mengenommen.
Flügeldecken
schon unter 10facher Vergrö-
ßerung gut sichtbar punktiert.
Intercoxalplatte des Pro-
sternums hoch über die Uoxen
emporgehoben.
glänzend,
Walterianelia graphica Jacoby (nov. comb.)
Diese in Venezuela einheimische Art wurde zweimal in der
Gattung Oedionychus beschrieben:
1. Die hintere Querbinde jeder Flügeldecke in 2 Makeln geteilt.
Be er zen ul en Lee N f. typ.
2. Die hintere Querbinde der Flügeldecken nur an der Naht un-
terbrochen. ab. venezuelensis Jacoby
Provisorische Liste der Alticiden aus Venezuela
Die bisherigen Alticiden-Kenntnisse über die Fauna von
Venezuela sind sehr gering. Das ganze Hinterland ist eine aus-
gesprochene terra incognita, wo wahrscheinlich viele amazono-
guaianische Arten einmal gefunden werden. Die Cordillera de
Merida ist unbekannt, und es ist ganz unvorstellbar, welche Arten
in dem venezolanischen Teil des Berglands von Guayana vorkom-
men könnten.
Die erste moderne Liste der Chrysomeloidea von Venezuela
veröffentlichte Herr G. E. Bryant (Bol. Soc. Venez. Ciec. Nat. 7,
1942, pp. 195— 208; Altieid. pp. 203—204), wo 19 Arten aufgezählt
sind. |
Ich habe das Material des Inst. biol. de Caracas bearbeitet,
das Resultat wird aber erst erscheinen, so daß die dort erwähnten.
Arten hier als „MS“ bezeichnet sind.
Gen. Gioia Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 77.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 339
1. Gioia georgia Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 70.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
2. Gioia helga Bechyne
1955,.1. c. p. 79.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
3. Gioia barbara Bechyne®
1955, 1. e. p: 79.
Caracas, i. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Varicoxa Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 81.
4. Daricoxa ustulata ustulata Haroid
Systena ustulata Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 31.
Daricoxa ustulata Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6,
p- 81.
Est. Zulia: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Boca d. R. la Grita —
Cucutä (Colombia), 18. VII. 1930 (dtto).
Diese Art ist in Colombia weit verbreitet; die zentral-ameri-
kanischen Exemplare bilden eine eigentümliche Rasse.
3. Daricoxa clarkı Jakoby
Systena clarki Jacoby 1902, Proc. Zool. Soc. Lond, I, p. 198.
Daricoxa clarki Bechyn& 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 82.
Est. Zulia: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Von Colombia beschrieben.
6. Daricoxa [reyi Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 82.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Valen-
eia, 1. 1954 (dtto).
240 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
Gen. Longitarsus Latreille 1825
7. Longitarsus subtilis Harold
1576, Col. Hefte 15, p. 31.
Venezuela (ohne nähere Angaben).
6. Longitarsus varicornis Suffrian
Longitarsus varıcornis Suffrian 1868, Arch. Natg. 34, I, p. 215.
Longitarsus subcinctus Harold 1876, Col. Hefte 15, p. 30.
Longitarsus heliophyti G. Horn 1889, Trans. Amer. Ent. Soc.
16, P: 2%.
Caracas: Jard. bot., 17. VI. 1950 (Inst. biol. de Caracas).
Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
in München).t)
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil-
lavry, Zool. Museum Amsterdam).
Est. Trujillo: Valera — La Ueiba, 2. VIII. 1930 (H. J. MacGil-
lavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia, Westindien, Zentral- und Nord-Amerika.
Gen. Neothona Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 86.
9. Neothona sucunda Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 87.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey).
10. Neothona quarta Bechyne@
1955, 1. c. p. 88.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Aphthona Chevrolat 1842
11. Aphthona transparens Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 89.
Est. Tächira: Palo Grande — San Cristobal, 20. VII. 1950 |
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). |
1) Das Material ist etikettiert: Maracay; nach der mündlichen Mitteilung des
Pe. Vogl an Herrn Frey, wurde aber dieses Material am Rancho Grande gesammelt.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 941
12. Aphthona transversicollis Jacoby
Haltica transversicollis Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond.,
n. 271.
Aphthona transversicollis Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G.
Frey 6, p. 95.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Typus); Rancho Grande, I. 1954
(G. & H. Frey).
13. Aphthona lioptera Haroid
1376, Col. Hefte 15, p. 20.
Est. Zulia: Pilar (Mus. G. Frey).
Colombia.
14. Aphthona substriata Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 20.
Venezuela (ohne nähere Fundortangabe).
In den Katalogen irrtümlich für Colombia registriert.
15. Aphthona regulata Jacoby
1089, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 275.
Caracas (Typus); Uaracas: La Quebrada, 10. XI. 1949 (Mar-
cuzzi, Inst. biol. de Oaracas).
16. Aphthona lineolata Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 21.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
In den Katalogen irrtümlich der kolumbischen Fauna zu-
geteilt.
17. Aphthona [rontalis Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 22.
Kst. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Colombia.
18. Aphthona erythrostoma andraea Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 95.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Entom, Arbeiten aus dem: Museum Frey, Bd. 6, H.1 16
243 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Est. Miranda: La QGulebra, 4. III. 1951 (Roze, Inst. biol. de
Caracas).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Die typische Rasse kommt in Colombia vor.
19. Aphthona difficilis Harold
1876. Ooi. Hefte 15, p. 24.
Caracas, Il. 1934 (G. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
In den Katalogen irrtümlich als eine kolumbische Art geführt.
20. Aphthona decreta Bechyn& (MS)
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas).
21. Aphthona antonia Bechyne
1955, Ent. Ark. Mus. G. Frey 6, p. 95.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
22. Aphthona dendaria Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 96.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Doloresa Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 102.
23. Doloresa metallica Bechyne
1955, 1. c. p. 102.
Venezuela (ohne nähere Angabe).
Gen. Heikertingerella Osiki
1940, Junk-Schenkl. Col. Catal. 169, p. 350.
Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 103.
M. Jacoby meldet zwei Arten aus Venezuela, H. variabilis Jac.,
welche in Wirklichkeit die neue H. beda ist, und H. adusta Har.,
welche eine rein peruanische Art darstellt und die ihr ähnliche
venezolanische Form ich als H. angustiforns bezeichne (Proc. Zool.
Soc. Lond. 1889, p. 273).
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 243
24. Heikertingerella rosina Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 104.
Est. Aragua: Rancho Grando, I. 1954 (G. & H. Frey).
25. Heikertingerella domenica Bechyne@
1955, 1. ce. p. 104.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
26. Heikertingerella angustifrons Bechyne
(MS), 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 104.
Est. Aragua: Rancho Grande, VIl. 1949 (Räcenis, Inst. biol.
de Caracas).
Colombia.
27. Heikertingerella beda Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 104.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
28. Heikertingerella jutta Bechyne
1955, 1. c. p. 105.
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey).
29. Heikertingerella michaela Bechyne
1955, 1. c. p. 105.
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid.,
IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Caracas).
Gen. Oxygona Chevrolat 1847
30. Oxygona acutangula Chevrolat
1834, Col. Mex. Cent. I., fasc. 3, no. 68.
Clark 1865, Journ. of Ent. II, 1865, p. 390.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 114.
Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammiung
in München).
Est. Garabobo: San Esteban, 1° irim. 1877 (Hahnel, de Sagan,
‚coll. Oberthur, Mus. Paris).
Colombia. — Zentral-Amerika.
244 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
31. Oxygona denticollis Clark
1865, Journ. of Ent. II, p. 391.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 114.
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934 et V. 1935 (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Brasil. — Paraguay. — Bolivia. — Colombia.
Gen. Cyrsylus Jacoby 1891
32. Cyrsylus recticollis Jacoby
1891, Biol. Centr.-Amer. Col. VI, 1, Suppl. p. 306, t. 42, f. 19.
Est. Zulia: La Fria — Enncontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Zentral- Amerika.
Gen. Ocnoseelis Erichson 1847
33. Ocnoscelis [reyi Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 116.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Prasona Baly 1861
34. Prasona balyı Harold
1575, Col. Hefte 14, p. 32.
Est. Zulia: San Carlos. |
Nicht aus Colombia bekannt, wie es die Kataloge erwähnen.
Gen. Systena Melsheimer 1847
35. Systena chloropus Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 12.
Caracas, 18458 (coll. Sturm, Zool. Staatssammlung in Mün-
chen); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
Colombia. — Zentralamerika.
36. Systena s-littera s-Liitera Linne 1758
Weise 1921, Ark. f. Zool. 14, no. 1, p. 164.
Bryant 1942, Ann. Mag. N. H. (11) 9, p. 790.
Bechyne 1954, Ent. Arb. Mus. G. Frey 5, p. 125.
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 272 (faun.).
Caracas (Jacoby 1889).
|
|
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 945
Est. Miranda: Barota, 15. 1. 1951 (Roze, Inst. biol. de Caracas).
Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey).
Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1950 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1950 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Encontrados — Boca d. R. la
Grita, 18. VII. 1930 (dtto).
Suriname. — Colombia. — Brasil. — Zentraiamerika. — An-
dere Rassen in Süd-Brasil und Bolivien.
37. Systena marginicollis Clark
1865, Journ. of Ent. II, p. 409.
Est. Zulia: Eneontrados — Boca d. R. La Grita, 18. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontra-
dos, 22. VII. 1930 (dtto).
Est. Tächira: Boca d. R. La Grita — Cucuta (Colombia), 18.
vil. 1950 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Auch von Colombia bekannt.
38. Systena humeralis Clark
1865, Journ. of Ent. Li, p. 40%.
Venezuela (ohne nähere Angabe).
39. Systena suturalis Clark
10665, 1. c. p. 405.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
40. Systena tincta Clark
1865, 1. c. p. 405.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Gen. Acanthonycha Jacoby
41. Acanthonycha semifulva Jacoby
Cacoscelis semifulva Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889,
p- 274.
Acanthonycha semijulva Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G.
Erey 6, p. 122.
Est. Carabobo: San Esteban (Typus).
246 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gen. Disonycha Chevrolat 1844
Costa Lima 1954, Rev. Brasil. Ent. 1, p. 1—24, figs.
42. Disonycha glabrata glabrata Fabricius 1781
Costa Lima 1954, 1. c. p. 13, £. 7.
Caracas: Jard. bot. 14. XI. 1949 et 17. VI. 1950 (Roze, Inst.
biol. de Caracas); ibid., 20. VII. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de Ua-
racas).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid.,
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München).
Est. Garabobo: San Esteban, 1°" trim. 1877 (Hahnel, de Sagan,
coll. Oberthur, Mus. Paris).
Fast im ganzen tropischen Amerika.
43. Disonycha elongata Jacoby
1902, Proc. Zool. Soc. Lond, I, p. 187.
Costa Lima 1954, Rev. Brasil Ent. I, p. 15.
Est. Aragua: Rancho Grande, VI. et VII. 1956 (P. Vogl, Zoel.
Staatssammlung in München).
44. Disonycha venezuelae Jacoby
1901, The Entomol. 34, p. 148.
Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
in München).
45. Disonycha trijasciata Ulark
1865, Journ. of Ent. II, p. 401.
Est. Carabobo: San Esteban, 1°' trim. 1877 (Hahnel, de Sa-
gan, coll. Oberthur, Mus. Paris).
Auch in Zentral-America verbreitet.
46. Disonycha eximia Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 6.
Est. Apure: San Fernando, 1896 (L. Laglaize, coll. Oberthur,
Mus. Paris).
Colombia. — Jamaica.
47. Disonycha laevipennis Jacoby
1869, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 272.
Oaracas (Typus).
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 247
48. Disonycha steinheili Harold
1867, Col. Hefte 15, p. 7.
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1936 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München).
Colombia.
Gen. Nephrica Harold 1877
49. Nephrica austriaca Schaufuss
Oedionychis austriaca Schaufuss 1874, Nung. otios. 1I., p. 300.
Disonycha austriaca Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 20.
Nephrica austriaca Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6,
p. 125.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Carabobo: San Esteban, 1°” trim. 1877 (Hahnel de Sagan,
coll. Oberthur, Mus. Paris).
Est. Merida: Encantado, 6. X. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas).
Suriname. — Colombia. — Perü. — Zentral- Amerika.
Gen. Syphraea Baly 1876
50. Syphraea iolantha Bechyn&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 155.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
51. Syphraea sponsa Harold
Haltica sponsa Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 26.
Syphraea sponsa Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6,
p- 155.
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in
München); Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid. (P.
Vogl, Zool. Staatssammlung in München).
In den Katalogen irrtümlich aus Colombia erwähnt.
32. Syphraea haroldi Jacoby
Hermaeophaga haroldi Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889,
p- 270.
Caracas (Jacoby).
248 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Est. Aragua: Colonia Tovar (Typus); Rancho Grande, III.
1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Caracas).
53. Syphraea scarletta Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 155.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
54. Syphraea innuba Harold
Haltica innuba Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 26.
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey).
Colombia.
35. Syphraea petulans Haroid
Haltica petulans Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 27.
Syphraea petulans Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6,
p- 198.
Venezuela: Maracay (Mus. G. Frey).
Irrtümlich aus Colombia katalogisiert.
56. Syphraea laetarıa Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 138.
Caracas, Il. 1934 (G. Frey).
57. Syphraea simoni Jacoby
Hermaeophaga simoni Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond.
p. 269.
Caracas (Typus).
56. Syphraea subcostata Jacoby
Hermaeophaga subcostata Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond.
p- 269.
Caracas (Jacoby).
59. Syphraea nugatrıx Harold
Haltica nugatrix Harold 1876, Col. Hefte 15, p. 10. |
Syphraea nugatrix Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, |
p- 138.
Laguna de Maracaibo (Mus. G. Frey).
In den Katalogen irrtümlich für Colombia geführte Art.
J. Bechyned: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 249
60. Syfhraea freudei Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 137.
Est. Aragua: Maracay, V. 1936 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
in München).
Gen. Altica Geoffroy 1785 (1764)
61. Altica amethystina amethystina Olivier
1808, Ent. VL, p. 687, t. 2, 1. 31.
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 (faun.).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., VI. 1936 (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München); Colonia Tovar (Jacoby).
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby); Puerto Cabello, III.
1954 (G. Frey).
Im tropischen Amerika weit verbreitete, geographisch ver-
änderliche Art.
62. Altica languida Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 23.
Merida (Mus. Wien).
Colombia.
Auf diese Art könnte sich die Zitation Jacoby’s über die rein
peruanische Altica plicatula Erichson (Proc. Zool. Soc. Lond. 1889,
p- 271) beziehen (Est. Carabobo: San Esteban\.
63. Altica integricollis Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 11.
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934, I. et 11. 1935 et V.
1956 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München).
Colombia.
64. Altica aenea luctuosa Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 24.
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 et V. 1936 (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil-
lavry, Zool. Museum Amsterdam).
Colombia. — Die typische Rasse auf den Antillen.
250 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gen. Exoceras Jacoby 1891
65. Exoceras castaneus Jacoby
Crepidodera castanea Jacoby 1859, Proc. Zool. Soc. Lond. p.
274.
pn
Exoceras castaneus Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6,
p. 146.
Est. Carabobo: San Esteban (Typus).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
66. Exoceras pallidus Bechyn&
Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 147.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Strabala Chevrolat
1837, Dej. Oatal. Col. ed. 3, p. 413; 1848, in d’Orb. Diet. univ.
hist. nat. 12, p. 52.
Blake 1953, Proc. U. S. Nat. Mus. 103, no. 3319, p. 121—134,
figs.
67. Strabala colombiana Blake
1953, 1. ce. p. 133, fig. 17, k.
Caracas (Blake).
Est. Tachira: Palo Grande — San Uristobal, 20. VII. 1930 (J.
H. MacGillavry, Zool. Museum Amsterdam).
Colombia.
68. Strabala insignicollis Bechyne
(MS), 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 148.
Caracas (Mus. G. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Racenis, Inst. biol. de
Caracas).
Colombia.
69. Strabala racenisi Bechyne (MS)
Est. Aragua: Rancho Grande, 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Ca-
racas).
Gen. Monomacra Dejean 1835 (= Lactica auect.)
70. Monomacra brevicollis Jacoby
Lactica brevicollis Jacoby 1902, Proc. Zool. Soc. Lond. I, p. 182.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 251
Caracas: El Junquito, VII. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Oa-
racas).
Est. Aragua: Rancho Grande, XII. 19458 (Mareuzzi, Inst. biol.
de Caracas); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
71. Monomacra bogotana Harold
Lactica bogotana Harold 1875, Col. Hefte 13, p. 90.
Lactica bogotana Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889,
p. 271 (faun.).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby).
Colombia.
72. Monomacra citrina Harold
Lactica citrina Harold 1875, Col. Hefte 14, 1875, p. 14.
Lactica citrina Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271
faun.).
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragüa: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Carabobo: Colonia Tovar (Jacoby).
Colombia. — Ecuador.
73. Monomacra ingaea Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 151.
(Lactica dichroa Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271,
faun.)
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby).
74. Monomacra bernadetta Bechyne
1955. Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 132.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
75. Monomacra sabina Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 153.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Colombia.
76. Monomacra xzanthoderma Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 155.
232 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Est. Trujillo: Valera — La Üeiba, 2. VIII. 1930 (H. d. Mae
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
77. Monomacra erythroderma Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 156.
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil-
iavry, Zool. Mus. Amsterdam).
78. Monomacra paupercula Harold
Lectica paupercula Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 18.
Monomacra paupercula Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey
6, p. 156. L
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia. (Mus. G. Frey).
79. Monomacra hypocrita Harold
Lactica hypocrita Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 22
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia.
60. Monomacra bijasciata Jacoby
Lactica bifasciata Jacoby 1884, Biol. Gentr.-Amer. Col. VI, 1,
p- 270, t. 16, £. 3; 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 (faun.).
Caracas (Jacoby); Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool.
Staatssammlung in München).
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby); Puerto Cabello, II.
1954 (G. Frey).
Colombia. — Panama.
Gen. Cornulactica Bechyne (MS)
81. Cornulactica nocturna Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 156.
Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry,
Zool. Staatssammlung in München).
Gen. Lactina Harold 1875
82. Lactina glabrata Jacoby
1902, Proc. Zool. Soc. Lond. I, p. 186.
Venezuela (ohne Fundortsangabe).
Colombia.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 253
83. ea agılıs Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 12.
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 (faun.).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby).
Gen. Iphitrea Baly 1864
84. Iphitrea perturbata Bechyn&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 157.
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammiung in
München).
Gen. Crepidodera Chevrolat 1837
85. Crepidodera osmidia Bechyn&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 150.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
86. Crepidodera luciana Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 159.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey).
87. Crepidodera consularis Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 33.
Venezuela (ohne Fundortsangabe).
Von Colombia nicht bekannt, trotzdem es die Kataloge er-
wähnen.
88. Crepidodera pudica Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 36.
Venezuela (ohne Fundortsangabe).
Colombia.
Gen. Trichaltica Harold 1876
‚89. Trichaltica rugicollis Harold
1576, Col. Hefte 15, p. 3.
Est. Merida: Mene Grande, 23.—2#. VH. 1930 (H. 3. MacGil-
lavry. Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia.
254 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gen. Epitrix Foudras 1859
90. Epitrix parvula Fabrieius 1801
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil-
lavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Westindien. — ?Zentralamerika.
91. Epitrix pygmaea Haroid
1875, Col. Hefte 14, p. 42.
Venezuela (ohne Fundortsangabe).
in den Katalogen irrtümlich von Kolumbien erwähnt.
92. Epitrix tantula Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 22.
Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey).
In den Katalogen irrtümlich aus Colombia registriert.
93. Epitrix nigroaenea Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 36. |
Caracas: El. Junquito, 15. X. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de
Caracas).
Colombia.
94. Epitrix venezuelensis Jacoby
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 273.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Typus); Rancho Grande, VI.
1949 (Marcuzzi, Inst. biol de Caracas); ibid., 1. 1954 (G. & H.
Frey).
95. Epitrix hirtula Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 37.
Caracas: El Junquito, 15. X. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de
Caracas).
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol.
de Caracas); ibid., VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas) ; ibid.,
1. 1954 (G. & H. Frey).
96. Epitrix fulvicornis Jacoby
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 272.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 255
Caracas (Typus); Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby).
97. Epitrix opacicollis Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 40.
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 273 (faun.).
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby).
958. Epitrix flaveola Haroid
1875, Col. Hefte 14, p. 44.
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, p. 273 (faun.).
Est. Aragua: Valencia (Jacoby).
Diese Art wurde irrtümlich als ein kolumbisches Element in
den Katalogen registriert.
99. Epitrix ubaquensis Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 41.
Est. Tachira: Palo Grande — San Uristobal, 20. VII. 1930 (H.
J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia.
Gen. Acallepitrix Bechyne (MS)
100. Acallepitriv maracaya Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 170.
Aragua: Rancho Grande, III. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de
Caracas) ; ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
101. Acallepitrix [reyi Bechyne
1955, 1. c. p. 170.
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol.
de Caracas); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
102. Acallepitrix rozei Bechyne@
(MS), 1955, 1. ec. p. 170.
Est. Miranda: La Culebra, 4. III. 1951 (Roze, Inst. biol. de
Caracas).
20
256 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
103. Acallepitrix scaeva Bechyne
1955, 1. c. p. 170.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
104. Acallepitrix helga Bechyne
1955, 1. c. p. 170.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Sangaria Harold 1876
105. Sangaria haroldi Jacoby
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 273.
Bechyn& 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 173.
Caracas, i. 1954 (G. & H. Frey); Corozal (Typus).
Gen. Diphaulaca Chevreiat 1849
106. Diphaulaca aulica Olivier 1888
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zooi. Staatssammiung in
München).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas); ibid., V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in Mün-
chen).
Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Oaracas).
Guayana. — Brasil. — Colombia.
107. Diphaulaca meridae Barber
1941, Proc. Ent. Soc. Wash. 43, p. 67.
Merida (Typus).
Caracas: Jard. bot. 17. V. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas).
108. Diphaulaca amoena Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 7.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Irrtümlich aus Colombia gemeldet.
109. Diphaulaca costatipennis Jacoby
1902, Proc. Zool. Soc. Lond. I, p. 171.
Venezuela: Caracas (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
N
O1
|
J. Bechyn&: Reise des Herra G. Frey in Südamerika: Alticidae
110. Diphaulaca Jossifrons Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 6.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Diese Art ist his jetzt nicht aus Colombia bekannt, trotzdem
sie in den Katalogen erwähnt ist.
111. Diphaulaca hilaris Harold
1875, Col. Hefte 14, p. 8.
Venezuela (ohne nähere Angabe).
Colombia.
112. Diphaulaca jucunda Haroid
1875, Col. Hefte 14, p. 9.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia. — Panama.
113. Diphaulaca gemina Bechyne (MS)
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol.
de Caracas) ; ibid., VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas) ; ibid.,
1. 1954 (G. & H. Frey).
Gen. Chaetoenema Stephens
114. Chaetocnema myersi Bryant
1944, Ann. Mag. N. H. (11) 11, p. 554, fig. 3.
Est. Bolivar: Mt. Roraima (Typus).
115.Chaetocnema valera Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey, p. 180.
Est. Trujillo: Valera — La Üeiba, 2. VIil. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
116. Chaetocnema lacustris Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey, p. 180.
Laguna de Maracaibo (Mus. G. Frey).
117. Chaetocnema macgillavryi Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 181.
Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry,
Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930
(dtto).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 17
258 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Est. Trujilo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
118. Chaetocnema hereditaria Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 181.
Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry,
Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930
(dtto).
119. Chaetocnema maracaiba Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 181.
Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry,
Zool. Mus. Amsterdam); Encontrados — Boca d. R. La Grita,
15. V1I. 1930 (dtto).
Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
120. Chaetocnema ceiba Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 182.
Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
121. Chaetocnema trapezifera Bechyne@
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 182.
Est. Tächira: Palo Grande — San Qristoba, 20. VII. 1930 (H.
3. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. Mae
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
122. Chaetocnema caracasa Bechyne
* 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 183.
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
123. Chaetocnema spreta Weise
1929, Zool. Jahrb. Suppl. 16, p. 21.
Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 1893.
Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey).
Trinidad (B. W.1.).
m
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 359
124. Chaetocnema minutissima Suffrian
Caetocnema minutissima Suffrian 1868, Arch. Natg. 34, i,
p- 220.
Chaetocnema labiata Baly 1877, Trans. Ent. Soc. Lond, p. 305.
Chaetocnema minutissima Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G.
Frey 6, p. 185.
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol. de
Caracas). 2
Est. Zulia: Maracaibo, VII. 1930 (H. J. MacGillavry, Zool.
Mus. Amsterdam).
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia.
Gen. Omophoita Ohevrolat 1837
125. Omophoita lunata Fabricius 1501
Caracas (Mus. G. Frey); Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934, I., II. et V. 1935
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); ibid., VII. 1949
(Räcenis, Inst. biol. de Caracas).
Colombia. — Brasil. — Panamä.
126. Omofhoita veronica Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 187.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Mara-
cay, VII. 1934, L., II. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
in München). .
127. Omophoita daniela Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 187.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
128. Omophoita rosanna Bechyne&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 187.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
260 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
129. Omofhoita quadrifasciata Fabrieius
Fabricius 1787, Mant. Inst. I. p. 76.
Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 188.
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol.
Caracas): ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
Tropisches Südamerika.
130. Omophoita discicollis Schaufuss
Schaufuss 1874, Nung. otios. II, p. 306.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 186.
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München).
Tropisches Südamerika.
131. Omophoita abbreviata Fabricius 1795
Est. Aragua: Rancho Grande, I. et II. 1935 et V. 1936 (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Est. Trujillo: Valera — La Ueiba, 2. Vili. 1930 (H. 3. Mae
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Brasil. — Guiana. — Colombia. — Zentral-Amerika.
132. Omophoita vogli Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 188.
Est. Aragua: Maracay, I., II. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München).
133. Omophoita abdominalis Chevrolat 1834
Merida, 1884 (Mus. Wien).
Colombia. — Zentral-Amerika.
134. Omophoita plumbea Jacoby
1594, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 631.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe: Jacoby).
Gen. Eomophoeta Erichson
1847, Arch. Natg. XIII, I, p. 172.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 199.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 261
135. Homophoeta albicollis Fabrieius 1787
Blake 1931, Bull. Brookl. Ent. Soc. 26, p. 77, t. 3, £. 6.
Caracas, II. 1934 (G. Frey); Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934 et V. 1935 (P. Vogl,
Zoo!. Staatssammlung in München); ibid., 24. X. 1948 (coll. Ci-
ferri, Inst. biol. de Caracas); ibid., 1949 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas).
Est. Apure: San Fernando, 1896 (L. Laglaize, coll. Oberthur,
Mus. Paris).
Guyana. — Amazonas (Brasil). — Perü. — Colombia. — An-
tillen.
136. Homophoeta aequinoctialis Linne 1758
Blake 1931, Bull. Brookl. Ent. Soc. 26, p. 76, t. 3, f. 7.
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München) ; ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Garabobo: Puerto Oabello, III. 1934 (G. Frey); San Este-
ban, 1°" trim. 1577 (Hahnel, de Sagan, coll. Oberthur, Mus. Paris).
Merida (Mus. G. Frey).
Guayana. — Brasil: Oearä, Para, er — Peru. —
Eeuador. — Colombia. — Zentral-Amerika. — West-Indien.
137. Homophoeta quadrinotata colombiensis Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 201.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Guarico: Espino, 26. III. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de
Uaracas).
Colombia. — Andere geographische Rassen kommen im nörd-
lichen Süd-Amerika und in Zentral-Amerika vor.
138. Homophoeta venezuelensis Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 201.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
139. Homophoeta aequatorialis Harold
1876, Col. Hefte 15, p. 119.
Caracas: Sierra de Avila, 1. V. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas); ibid. (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); Ca-
racas, I. 1954 (G. & H. Frey).
262 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Est. Aragua: Rancho Grande, 1., 11. et V. 1935 (P. Vogl, Zool.
Staatssammlung in München); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
Merida (Mus. Wien).
Colombia. — Ecuador. — Zentral- Amerika.
Gen. Alagoasa Bechyne (MS) (= Oedionychus auct. ex p.)!)
140. Alagoasa cyria Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 202.
Uaracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
141. Alagoasa pulchella Jacoby
Jacoby 1894, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 618.
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München).
142. Alagoasa trifasciata Fabricius 1801
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Carabobo: San Esteban, 1°" trim. 1877 (Hahnel, de Sa-
san, coll. Oberthur, Mus. Paris).
Brasil: Amazonas, Para. — Colombia. — Guyana.
143. Alagoasa rufina llliger
1807, Mag. Insektenk. VI, p. 98.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid.
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München).
Brasil: Para, Amazonas.
144. Alagoasa semifoveolata Jacoby
1905, Proc. Zool. Soc. Lond. Il, p. 451, t. 15, £. 5.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe:; Jacoby).
Gen. Chlo&phaga Weise (= Oedionychus auct. ex p.)
1899, Deutsche Ent. Zeit. p. 138.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 219.
y Alagoasa trinidadensis Bowditch (nov. comb.). — Trinidad (B. W. I.),
XII. 1953 (G. und H. Frey). — Oedionychus hartmayeri Weise ist nur eine Farben-
varietät von A. trinidadensis, bei welcher die zwei hinteren Querbinden eine ein-
zige große Makel bilden.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 63
145. Chloöphaga derivata Bechyn&
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 225.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
146. Chloöphaga 17-guttata merida Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 219.
Merida (Mus. G. Frey).
Die typische Rasse stammt von Colombia.
Gen. Walterianella Bechyn& (MS) (= Oedionychus auct. ex p.)
147. Walterianella humeralis Fabricius
Fabricius 1801, Syst. Eleuth. I, p. 494.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 233.
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in
München).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid.,
VII. 1949 (Racenis, Inst. biol. de Caracas).
Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey).
Colombia.
148. Walterianella sexpunctulata Schaufuss
1574, Nung. otios. Il, p. 295.
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1936 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
Colombia.
149. Walterianella quadripunctata Schaufuss
1574, Nung. otios. II, p. 296.
Est. Aragua: Rancho Grande, VIII. 1934 et V. 1936 (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Colombia.
150. Walterianella iriplagiata Schaufuss
1574, Nung. otios. II, p. 305.
Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey).
Colombia.
151. Walterianella graphica Jacoby
Oedionychis graphica Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond.
p- 276.
264 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Oedionychis venezuelensis Jacoby 1905, 1. ce. IL, p. 450.
Walterianella graphica Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey
6, p- 238.
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in
München). 3
Est. Aragua: Rancho Grande, VIl. 1934 et V. 1935 (P. Vogl,
/ool. Staatssammlung in München).
152. Walterianella lena Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 237.
Caracas. I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas: Sierra de Avila (P.
Vogl, Zool. Staatssammlung in München).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
153. Walterianella proxima Jacoby
1886, Biol. Gentr.-Amer. Col. VI, 1, p. 428, t. 24, f. 19; 1889,
Proc. Zool. Soc. Lond. p. 276 (faun.).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Garabobo: San Esteban (Jacoby).
Colombia. — Guatemala.
154. Walterianella venustula Schaufuss
Oedionychis venustula Schaufuss 1874, Nung. otios. II, p. 298.
Öedionychis hypocrita Jacoby 1886, Biol. Gentr.-Amer. Col.
viI,3p. 27
Est. Miranda: Lira, 5. Xl. 1951 (Räcenis, Inst. biol. de Ca-
racas).
Colombia. — Zentral-America.
Gen. Monoplatus Olark 1860
155. Monoplatus obliteratus Jacoby
10889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 277.
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby).
Gen. Roicus Clark 1860
156. Roicus subanchoralis Clark
1860, Oatal. Halt. p. 58, t. 2, f. 5.
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in
München).
J. Bechyn6: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae
Gen. Euphenges Clark 1860
157. Euphenges subcostatus Jacoby
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 279.
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby).
Gen. Rhinotmetus Clark 1860
158. Rhinotmetus similis Bowditch
1915, Trans. Amer. Ent. Soc. 41, p. 488.
Merida (Bowditch).
Gen. Physimerus Clark 1860
159. Physimerus simoni Jacoby
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 278.
Caracas (Jacoby).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby).
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby).
Gen. Thrasygoeus Ulark 1860
160. Thrasygoeus undatus Clark
1860, Catal. Halt. p. 106.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Gen. Omotyphus Gemm. & Harold 1876
161. Omotyphus carinatus Jacoby
1089, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 277.
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby).
Caracas: La Guaira (Jacoby).
Gen. Zeteticus Harold 1875
162. Zeteticus cyanipennis Bowditch
1915, Trans. Amer. Ent. Soc. 41, p. 501.
* Caracas.
Gen. Exartematopus Clark 1860
163. Exartematopus minutus Jacoby
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 280.
Caracas (Jacoby).
Est. Garabobo: San Esteban (Jacoby).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gen. Megistops Boheman 1859
Blake 1952, Psyche 59, p. 1—12, figs.
164. Megistops pretiosa Baly
1877, Trans. Ent. Soc. Lond. p. 322.
Blake 1952, 1. c. p. 4.
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). -
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 267
Borken- und Ambrosıakäfer des Museums
Frey
(I. Teil)
149. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea.
Von Karl E. Schedl, Lienz (Osttirol)
Herr Konsul G. Frey hat mir erstmalig ein größeres Material
an exotischen Borken- und Ambrosia-Käfern zur Bestimmung
überlassen, welches zum größten 'Teil anläßlich verschiedener
Sammelfahrten von ihm selbst oder von Angestellten seines Mu-
seums erbeutet wurde. Außerdem waren in demselben noch einige
Stücke aus älteren Sammlungen vertreten und ebenso einige Bos-
trichiden, die in die vorliegende Studie miteinbezogen werden.
Auffallend ist die Tatsache, daß in dem vorliegenden Material
ausschließlich bekannte Arten vertreten waren, eine Erscheinung,
welche wahrscheinlich damit zusammenhängt, daß vorwiegend am
Licht gesammelt wurde und dabei erfahrungsgemäß immer wie-
der die gleichen Arten anfliegen. Dennoch ist die Sammlung als
wertvoll zu bezeichnen, insbesondere im Hinblick auf die zahl-
reichen neuen Fundorte. Diese sind, soweit Afrika in Frage steht,
für die gegenwärtig laufende monographische Bearbeitung der
afrikanischen Fauna besonders geeignet, unsere Kenntnis über die
geographische Verbreitung einzelner Arten weitgehend zu ergän-
zen. Die Aufzählung der im Museum Frey vertretenen Arten er-
folgt aus praktischen Gründen nach Ländern getrennt. Am Schlusse
wird die Beschreibung eines neuen Phloeoborus aus Brasilien mit-
geteilt und das bisher unbekannte Weibchen von Xyleborus psaltes
Schedl beschrieben.
68 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Neue Fundorte:
Französisch Sudan
Scolytidae:
Metahylesinus togonus Egg.
Bamako, 20. V11. 1951, Bechyne.
Xyleborus confusus Eichh.
Bamako, 20. VII. 1951, Bechyne.
Platypodidae:
Platypus hintzı Schauf.
Bamako, 20. VII. 1951, Bechyne.
Französisch Guinea
Scolytidae:
Dactylipalpus grouvellei Bland!.
N’Zerekore, 14.—30. IV. 1952, 8. H. Olsen.
Diamerus impar Chap.
N’Zerekore, IV. 1951 und 5. VII. 1951, S. H. Olsen.
Fouta Djallon Dalaba, 1200 m, 26. VI. 1951, Bechyne.
Diamerus pulverulentus Gerst.
Mamou, 29. VI. 1951, Bechyne.
Strombobhorus crenatus Hag.
Mamou, 29. VI. 1951, Bechyne.
Metahylesinus togonus Egg.
Region de Kindia: Pastoria, 22. V. 1951, Bechyne.
Region de Kindia: Friguiagbe, 25. V. 1951, Bechyne.
Kindia, 24. V. 1931, Bechyne.
Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 16. VI. 1951, Bechyne.
Polygraphus pygmaeus Egg.
N’Zerekore, 15. XII. 1951, S. H. Olsen.
Äyloctonus subcostatus Egg.
Bamako, 20. VII. 1951, Bechyne.
Ütonozxylon flavescens Hag.
Region Kindia, Pastoria, 22. V. 1951, Bechyne.
Stephanoderes uniseriatus Egg.
Conakry, Camayenne, 17. IV. 1951, Bechyne.
Coccotrypes congonus Egg.
N’Zerekore, 30. IV. 1952, S. H. Olsen.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 269
Premnobius cavipennis Kichh.
Fouta Djallon: Dalaba, 11. VI. 1951, Bechyne.
Premnobius zylocranellus Schedi.
Region Kindia, Pastoria, 22. V. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Mt. Gangan, 550 m, 16. V. 1951, Bechyne.
Premnobius ambitiosus Schauf.
N’Zerekore, 15.—31. VII. 1952, 18. III. 1952, 16. VI. 1951,
18. V. 1951, 12. VII. 1951, S. H. Olsen.
Xyleborus eichhofjianus Schedl.
N’Zerekore, 19.—31. I. 1952, 16.—29. II. 1952, S. H. Olsen.
Äyleborus principalis Eichh.
N’Zerekore, 16.—930. X. 1951, S. H. Olsen.
Xyleborus psaltes Schedl.
N’Zerekore, 16.—29. II. 1952, S. H. Olsen.
Xyleborus indicus Eichh.
Kerouane, 17. VII. 1951, Bechyne.
Ayleborus sharpei Hopk.
N’Zerekore, 23. X. 1951, S. H. Olsen.
Ayleborus badius Eichh.
N’Zerekore, IV. 1951, 1.—29. XI. 1951, S. H. Olsen.
Region Cceyah, Cercle de Dubreka, 20.—21. IV. 1951, Be-
chyne.
Xyleborus mascarensis Eichh.
N’Zerekore, IV. 1951, 6.—30. X. 1951, 1.—29. Xi. 1951,
8.—29. XL. 1951, 19.—28. II. 1952, S. H. Olsen.
Mamou, 29. VI. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Mt. Gangan, 800 m, 20. V. 1951; 700 m,
26. V. 1951; 750 m, 3. V. 1951, Bechyne.
Fouta Djallon, 1200 m, 16. VI. 1951, Bechyne£.
Xyleborus ferrugineus F.
N’Zerekore, 16.—29. III. 1951, 1.—30. XI. 1951, 8.—29.
XII. 1951, 6.—29. II. 1952, 1.—18. III. 1952, 14.—30. IV.
1952, 1.—23. V. 1952, S. H. Olsen, A.O.F.; 9. VII. 1951,
Bechyne.
Kindia, 11. VL, 20. VI. und 28. VI. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Mt. Gangan, 550 m, 16. V. 1951; 600 m,
15. V. 1951; 700 m, 26. V. 1951; 500 m, 29. V. 1951; Be-
chyne.
Region Kindia, Segueia, 10. und 12. V. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Friguiagbe, 25. V. 1951, Bechyne.
270 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Region Kindia, Damakanya, 2. V. 1951, Bechyne.
Kankan, 1. VII. 1951, Bechyne.
Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 9. VI. 1951, Bechyne.
Xyleborus africanus Egg.
Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 19. VI. 1951, Bechyne.
Eccoptopterus sexspinosus Motsch.
N’Zerekore, 3.—13. IX. 1952, S. H. Olsen.
Platypodidae:
Platypus hintzi Schauf.
N’Zerekore, IV. 1951, 1.—15. X. 1951, 16.—23. XI. 1951,
1.—18. III. 1952, S. H. Olsen.
Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 7. VI. 1951, Bechyne.
Platypus erichsoni Chap.
Kindia, 4. Vl. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Mt. Gangan, 500 m, 6. V. und 9. VI. 1951,
Bechyne.
Region Kindia, Friguiagbe, 25. V. 1951. Bechyne.
Region Kindia, Oassia, 27. V. 1951, Bechyne.
Region Coyah, Gercle de Dubreka, 15. IV. 1951, Bechyne.
Triozastus marshalli Samps.
N’Zerekore, IV. 1951, 12.—22. IX. 1951, S. H. Olsen.
Doliopygus chapuisi Duv.
N’Zerekore, 12. VII. 1951, Bechyne.
N’Zerekore, 2.—15. II. 1952 und 18.—20. il. 1952, S. H.
Olsen.
Kankan, 1. VII. 1951, Bechyne.
Doliopygus serratus Strohm.
N’Zerekore, 18. Ill. 1952, S. H. Olsen.
Region Kindia, Mt. Gangan, 500 m, 3. VI. 1951, Bechyn£.
Doliopygus tenuis Strohm.
Kindia, 24. V. und 26. VI. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Mt. Gangan, 700 m, 26. V. 1951, Bechyn£.
Doliopygus unispinosus Schedl.
N’Zerekore, 14.—30. V. 1952, S. H. Olsen.
Doliopygus conradti Strohm.
N’Zerekore, 19.—31. X. 1951, S. H. Olsen.
Periomatus bispinus Strohm.
N’Zerekore, IV. 1951, 15. XI. 1951, 18.—29. XII. 1951,
19.—31. I. 1952, 16.—29. II. 1952, S. H. Olsen.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 371
Periomatus camerunus Strohm.
N’Zerekore, IV. 1951, 1.—15. XI. 1951, 19.—31. 1. 1952,
16.—29. II. 1952, S. H. Olsen.
Periomatus excisus Strohm.
N’Zerekore, 1.—15. XI. 1951, 19.—31. I. 1952, 16.—29. 1.
1952, 1.—18. III. 1952, 14.—30. IV. 1952, S. H. Olsen.
Symmerus tuberculatus Chap.
N’Zerekore, 1.—15. X. 1951, 19.—31. I. 1952, 14.—30. IV.
1952, 3.—13. IX. 1952, S. H. Olsen.
Bostrichidae:
Aylion securifer Lesne.
N’Zerekore, IV. 1951, 1.—15. XI. 1951, 18. III. 1952, S. H.
Olsen.
Xylion inflaticauda Lesne.
N’Zerekore, 18.—29. XII. 1951, S. H. Olsen.
Dinoderus bifoveolatus Woll.
Kindia, 23. V. 1951, Bechyne.
Cassa Isl., 19. IV. 1951, Bechyne.
Dinoderus minutus Fabr.
Segueia, 10. V. 1951, Bechyne.
Region Kindia, Damakanya, 2. V. 1951.
Mozambique
Scolytidae:
Diamerus pulverulentus Gerst.
Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt.
Xyleborus forficulus Egg.
Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt.
Xyleborus badius Eichh.
Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt.
Xyleborus ferrugineus F.
Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt.
Platypodidae:
Platypus hintzi Schauf.
Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt.
2) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955
Südafrika
Scolytidae:
Premnobius cavipennis Eichh.
S. W. Afrika: Umgek. v. Windhuk, I. 1936 — XI. 1937, K.
Hartmann.
Ayleborus eichhojjfianus Schedl.
South Africa: Pretoria, XII. 1950, Zumpt.
Äyleborus neocrucifer Schedl.
Transvaal: Krüger Nat. Park, I. 1952, G. Frey.
Scolytoplatypus fasciatus Hag.
Cape Province: Knysna, Januar 1954, Zumpt.
Madagaskar
Scolytidae:
Diamerus hispidus Klug.
Maroantsetra.
Xyleborus semigranosus Blandf.
Maroantsetra.
Xyleborus artegranulatus Schedl.
Maroantsetra.
Ayleborus mascarensis Eichh.
Maroantsetra.
Xyleborus ferrugineus F.
Maroantsetra.
Bostrichidae :
Dinoderus minutus Fabr.
' Maroantsetra.
Ceylon
Bostrichidae:
Diroderus minutus Fabr.
Ceylon, Umgeb. Colombo, III. 1953, G. Frey.
Indien
Scoiytidae:
Sphaerotrypes siwalikensis Stebb.
Siwalik Hills, Kumaon Himalaya, Dehra Dun, 1940—1945.
Schedil: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 273
Tonkin
Platypodidae:
Platypus cavus Strohm.
Hoa Binh, XII. 1934, A. de Cooman.
Platypus lepidus Chap.
Hoa Binh, XII. 1934, A. de Cooman.
Japan
Scolytidae:
Sphaerotrypes pila Blandf.
Suhard Gifu, 10., 15. V. 1953.
Phloeosinus rudis Blandf.
Seki, Gifu, 9. VII. 1946.
Blastophagus major Egg.
Seki, Gifu, 9. VII. 1946.
Hylurgus ligniperda F.
Sehi, Honshu, 8. IV. 1953.
Ayleborus germanus Blandf.
Suhara Gifu, 17. V. 1953.
Ayleborus validus Eichh.
Suhara Gifu, 3. V. 1953, 5. X. 1953.
Hirugano, 900 m, Gifu, VIL.—VIlI. 195i.
Jamaica
Scolytidae:
Pycenarthrum hispidum Ferr.
West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Ayleborus mascarensis Eichh.
West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Xyleborus badius Eichh.
West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Xyleborus ferrugineus F.
West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Platypodidae:
Platypus punctulatus Chap.
West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Entomol. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6, H. 1 18
>74 ‚Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Trinidad
Scolytidae:
Xyleborus mascarensis Eichh.
Trinidad, XII. 1953, G. u. Helga Frey.
Ayleborus badius Eichh.
Trinidad, XII. 1953, G. u. Helga Frey.
Platypodidae:
Platypus punctulatus Chap.
Trinidad, XII. 1953, G. u. Helga Frey.
Venezuela.
Scolytidae:
Scolytodes cecropii Schedl. |
Umgebung von Caracas, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Rancho Grande, Maracay, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Platypodidae:
Platypus rugulosus Chap.
Rancho Grande, Maracay, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Bostrichidae:
Dinoderus minutus Fabr.
Umgebung Caracas, I. 1954, G. u. Helga Frey.
Brasilien.
Scolytidae:
Camptocerus aencipennis F.
Sta. Catarina, Hansa Humboldt, Reitter.
Phloeoborus freyi n. sp.
Sta. Catarina, Hansa Humboldt, Reitter.
Ric de Janeiro, 18. Ill. 1952, Wittmer.
Beschreibung neuer Arten.
Phloeoborus freyi n. sp.
Männchen: Schwarzbraun, 7 bis & mm lang, von ähn-
licher Gestalt und gleichen Proportionen wie Phloeoborus rugi-
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 275
pennis Egg., aber mit noch enger zusammenstehenden Augen auf
der Stirn und mit viel kräftigeren Schuppenhöckern auf den
Flügeldeckenzwischenräumen. In der Bestimmungstabelle des ver-
storbenen Forstrats Hans Eggers wäre die neue Art zwischen
Phl. guyanaensis Egg. und Phl. intermedius Egg. unterzubringen.
Stirn breiter als lang, in der Mitte mit einer glänzenden
Längsfurche, seitlich davon über der Fühlereinlenkung mit je
einer leichten Erhöhung, die feine Körnchen und kurze, nach innen
gerichtete Härchen trägt, im unteren Teil zerstreut punktiert, die
Punkte wenig längere Haare tragend; über den Augen gegen den
Scheitel gut gewölbt und kräftig punktiert, im obersten Teil mit
einem kurzen Längseindruck in der Mitte.
Halsschild wesentlich breiter als lang, die hinteren Sei-
tenecken nahezu rechteckig und in ein winziges spitzes Zähnchen
ausgezogen, die Seiten nach vorne bis zur Mitte ganz leicht diver-
gierend und nahezu gerade, dann kräftig im Bogen zum Apex ver-
engt, dieser ziemlich breit gerundet und mit Andeutung einer sub-
apikalen Einschnürung, unbewehrt; Oberfläche leicht gewölbt und
dicht, ziemlich grob punktiert, in der Mitte die Punkte etwas weit-
läufiger und die Zwischenräume etwas schwielig, die Mittellinie
in der basalen Hälfte leicht kielartig erhöht. Schildchen, wie üb-
lich, klein, knopfförmig.
Flügeldecken wesentlich breiter und 2,4mal so !ang wie
der Halsschild, von ähnlichen Umrißlinien wie Phloeoborus rugi-
pennis Egg., aber der Hinterrand etwas enger gerundet und der
Absturz mehr gleichförmig schief gewölbt. Die Punktsireifen mä-
Big tief, die Punkte selbst enggesteilt und relativ klein, die Zwi-
schenräume breit, in der Nähe der Basis kräftig quergeschuppt,
nach dem ersten Viertel allmählich in Einzelhöcker, die dachför-
mig aufeinanderstehen, übergehend und bis an den Hinterrand
durchlaufen, im Raume des fünften bis siebenten Zwischenraumes
auf dem Absturz eine ganz leichte beulige Auftreibung.
Type im Museum Frey, Paratype in Sammlung Schedl.
Fundort: Brasilien: Rio de Janeiro, 18. III. 1952, Wittmer.
— Brasilien: Sta. Catarina, Hansa Humboldt, Reitter.
Xyleborus psaltes Schedl, fem. nov.
Weibchen: Rotbraun, 3,4 mm lang, 2,5mal so lang wie
breit. Eine plumpe gedrungene Art, die durch den manchmal deut-
lichen sattelförmigen Quereindruck der Flügeldecken an die Xyle-
18*
276 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
——— —— Le
borus crucijer-Gruppe erinnert, ansonsten aber mehr mit Xyle-
borus amanicus Hag. verwandt ist.
Stirn gut gewölbt, sehr dicht und runzelig punktiert, die
Punktierung im zentralen oberen Teil wesentlich gröber als längs
des Vorderrandes, wo die Fläche nahezu mait ıst und die Punkte
wie winzige Körnchen erscheinen; spärlich behaart, eine dichtere
Haarfranse längs des Vorderrandes.
Halsschild so breit wie lang, hintere Seitenecken recht-
winkelig und wenig gerundet, die Seiten in der basalen Hälfte
parallel, Vorderrand kräftig gerundet, in der Mitte quergesteilt,
so daß die vorderen Seitenecken deutlich werden; Summit in der
Mitte, ziemlich hoch und quergesteilt, apikaler Teil stark gewölbt
und dicht, sehr fein geschuppt-gehöckert, Basalteil stark glänzend
und fein, ziemlich dicht punktiert; Behaarung relativ lang und
abstehend, im vorderen Teil auf der Seite dichter. Schildcehen re-
lativ groß, dreieckig, glänzend.
Flügeldecken so breit und gut 1,5mal so lang wie der
Halsschild, die Seiten bis etwas über die Mitte parallel, dann all-
mählich verrundet, der Apex in der Mitte beiderseits der Naht
quergestellt, der Absturz beginnt etwas hinter der Mitte, ist schief
abgewölbt und in der Mitte breit furchenartig vertieft; die Scheibe
vor dem Absturz ganz leicht quer eingedrückt, stark glänzend,
mit Reihen von relativ kleinen Punkten, die in kaum vertieften
Streifen liegen, die Zwischenräume breit, unregelmäßig und bei-
nahe doppelreihig punktiert, auf den ersten beiden Zwischenräu-
men die Punkte dichter und etwas runzelig angeordnet, die Sei-
tenwülste des Absturzes mit drei bis vier größeren Höckern, die
auf leichten Auftreibungen stehen, der Eindruck selbst dicht und
unregelmäßig punktiert, die Naht leicht erhöht, der Hinterrand
nicht scharf gekantet, sondern abgerundet und mit mehreren fei-
neren Höckerchen besetzt; die Behaarung auf der Scheibe spärlich,
dichter und länger auf dem Absturz, die Seitenwülste, abgesehen
von den erwähnten großen Höckern, mit einer Anzahl feiner be-
haarter Körnchen an der Außenseite.
Type in Sammlung Museum Frey, Paratypen in Sammlung
Schedl.
Fundort: Französisch Guinea: N’Zerekore, 16.—29. 1.
1952, S. H. Olsen.
Ein weiteres Stück sah ich von der Goldküste, Mpraese, 13. 1.
1946, ex Albizzia zygia (DC) Machride (Mimosaceae), G. H.
Thomson.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum PAR:
Borken- und Ambrosiakafer aus dem pazı-
fischen Raum.
150. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea.
(Mit 2 Textabbildungen)
Von Karl E. Schedl, Lienz (Austria)
Während der letzten acht Jahre habe ich Gelegenheit gehabt,
eine ganze Anzahl von kleineren Aufsammlungen von Borken-
und Ambrosia-Käfern aus dem pazifischen Raum zu sehen. Dieses
Material gelangte vornehmlich durch das British Museum of Na-
tural History und Commonwealth Institute of Entomology in Lon-
don an mich, zum Teil bestand es aus älteren Aufsammlungen des
Museum National d’Histoire naturelle in Paris, des Institut Na-
tional des Sciences naturelle de Belgique in Brüssel, des Natur-
historischen Museums in Basel und der Galifornian Academy of
Sciences in San Franeisco. Außerdem hat mir die Witwe des be-
kannten verstorbenen Borkenkäfer -Spezialisten Forstrat Hans
Eggers eine mir bisher unbekannte Restsammlung an Scoly-
toiden zugesandt, die zum größten Teil aus Einzelstücken bestand,
die Herr Forstrat Eggers als neue Arten ausgeschieden, aber
nicht beschrieben hatte.
Das mir vorgelegene Material aus dem pazifischen Raum war
in seiner Gesamtheit und was die Zahl der Arten und Fundorte
anbelangt reichhaltiger, als ich zunächst übersehen konnte und ver-
dient zweifellos festgehalten zu werden. Dies betrifft ganz beson-
ders die verschiedenen neuen Fundorte bereits bekannter Arten,
weil dadurch unsere Kenntnis über die geographische Verbreitung
derselben erheblich erweitert wird. Die nachfolgende Liste ergänzt
ganz erheblich die bisherigen Kenntnisse über die Borken- und
Ambrosia-Käfer des pazifischen Raumes, von welchen ich zusam-
menfassende Arbeiten bereits über die Sandwich-Inseln, Fiji-In-
seln, die Samoa-Gruppe, Neu Guinea und Australien veröffent-
licht habe. Mit der Beschreibung der neuen Arten (wie erwähnt der
278 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Hauptsache nach aus der Sammlung Eggers) ist das bisher nicht
determinierte Material meiner eigenen Sammlung bis auf einige
wenige Einzelstücke aus der Gattungsgruppe Cryphalını nunmehr
restlos bearbeitet.
Australien.
Scolytidae:
Hylesinus robustus Egg. |
Queensland, Rockhampton, coll. Leon Fairmaire, 1906.
Acacicis abundans Lea.
Etat de Victoria, 1911, F. Geay.
Ips grandicollis Eichh.
South Australia, Wirrabara, 14. XI. 1950, ex Pinus radiata,
B. H. Bednall, A 6.
Diese Art, von welcher ein einzelnes, teilweise beschä-
digtes Belegstück aus dem British Museum vorliegt, wurde
zweifelsohne aus Nordamerika nach Australien einge-
schleppt. Man wird gut daran tun, die weitere Entwicklung
und Vermehrung dieses nicht unbedeutenden Schädlings in
der neuen Heimat genau zu verfolgen, denn es könnte sein,
daß er sich in der neuen Umwelt, in den großen Nadelholz-
anpflanzungen Australiens, noch schädlicher erweist als in
seiner ursprünglichen Heimat.
Äyleborus badius Eichh.
Queensland, Brisbane, 2. II. 1948, imported logs of Borneo
Cedar, A. R. Brimblecombe.
Arleborus compressus Lea
Victoria, Riv. Nicholson, F. Geay.
New South Wales, Mount Keira, via Woillongong, Cofis
Harbor, 16. I. 1950, D. A. Walsh. |
New South Wales, Eastwood, beetles attacking fruit trees,
20. X. 1900, eoll. Turnbull.
Ayleborus confusus Eichh.
New South Wales, Sidney, 22. I. 1940, in Yard, ex Erinia,
KLE., A. 45.
Ayleborus pseudosolidus Schedl.
Brisbane, old collection.
Ayleborus riehli Eichh. |
New South Wales, Sidney, 25. I. 1905, ex Solcedar log, Vera
Cruz, W. W. Froggatt, A 51. |
MEER
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 279
Xyleborus testaceus Waik.
Burnside, coll. Handschin.
Sidney, coll. de Marseui.
Xyloborus xanthophyllus Schedi.
Queensland, Brisbane, 2. Il. 19456, ex imported logs of Bor-
neo Uedar, A. R. Brimblecombe.
Eccoptopterus sexspinosus Motsch.
Cairns, II. 1947, A. R. Brimblecombe.
Bostrichidae:
Sinorylon anale Lesne.
North Australia, Marrakai, Coll. Handschin.
Xylobosca bispinus Maclh.
North Australia, Burnside, coll. Handschin.
Tasmaniten.
Scolytidae:
Phloeosinus squamosus Schedl.
Lauceston, Hekart, 91—88.
Neuseeland.
Scolytidae
Acacisis abundans Lea.
New Zealand, Belligny, 3—43.
Pachycotes peregrinus Chap.
New Zealand, Heims, Reitter.
Neu-Guinea.
Scolytidae
Hylesinus koebeli Lea.
Finishhaven, 2. V. 1944, E. S. Rose.
Hylesinus subcostatus Egg.
Papua, Mafulu, 4000 ft., I. 1934, L. E. Cheesman.
Diamerus interstitialis Lea.
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Gilota, Rafray & Maindron,
1878.
80 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diamerus interstitialis Lea.
Simbang, Huon Golf, Biro 1898; Stephansort, Astrolabe
Bay, Biro, 1897.
Dryocoetes inopinatus n. sp.
Neu-Guinea.
Oriosiotes cyclopus Schedl.
Neth. Guinea, 20. VI. 1944, T. Aaron coll.
Ozopemon angustae ligg.
Dutch New Guinea, Waigeu, Camp Nok., 2.500 ft., IV. 1938,
L. E. Cheesman.
zohemon giganteus Schedl.
Dutch New Guinea, Waigeu, Camp Nok., 2.500 ft., IV. 1938,
L. E. Cheesman.
Ozofpemon papuanus Egg.
Dutch New Guinea, Waigeu, Mt. Nok, Camp 2, (Büffel-
horn), VI. 1935, L. E. Cheesman.
Dutch New Guinea, Cyclops Mt., 3.400 to 4.500 ft., III. 1936,
L. E. Cheesman.
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878.
Coccotrypes acıculatus Schedl.
Neu-Guinea, Erima, Astrolobe Bay.
Poecilips creber n. sp.
Neu-Guinea, Sattelberg.
Poecilips minimus n. sp.
Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Astrolobe Bay, Biro 1901.
Poecilips minutissimus n. Sp.
Neu-Guinea, Erima, Astrolobe Bay, Biro, 1896; Friedrich
Wiihelmshafen, 1901.
Poecilips regularis n. sp.
Neu-Guinea, Sattelberg, Biro, 1899.
Poecilips spinipennis n. sp.
Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Astrolobe Bay, Biro 1901.
ps ceitis n. sp.
Neu-Guinea.
[bs eximius n. sp.
Neu-Guinea.
Ayleboricus guttifer n. sp.
Neu-Guinea.
Carposinus declivis n. sp.
Neu-Guinea, Friedrich Wilhelmshafen.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 8]
Xyleborus anomalus n. Sp.
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Xyleborus apertus Schedl.
West-Neu-Guinea, Mt. Nomo.
Xyleborus barbatus Hag.
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878.
Xyleborus bituberculatus Egg.
Dutch New Guinea, Waigeu, Camp Nok, 2.500 ft., 1V. 1938,
L. E. Cheesman.
Xyleborus cognatus Blandi.
New Guinea, VI. 1938, A. R. Brimbiecombe.
Xyleborus delicatus n. sp.
Neu-Guinea (alte Sammlung).
Ayleborus extensus n. Sp.
Neu-Guinea.
Äyleborus [unereus Lea.
Finishhaven, 12. IV. 1944, E. S. Rose.
Äyleborus graniger n. sp.
Neu-Guinea, Berlinhafen.
Xyleborus indicus Eichh.
Dutch New Guinea, Maffin Bay, 1. X. 1944, E. 5. Rose.
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878.
Ayleborus indigens n. sp.
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Ayleborus minimus n. sp.
Neu-Guinea (alte Sammlung).
Ayleborus morigerus Blandf.
In Dendrobium phalaenopsis Kolbe aus Neu-Guinea im Or-
chideenhaus von Begrode Marienfelde bei Berlin (Bert. Zool.
Mus.).
Avleborus spinachius n. sp.
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Xyleborus squamatilis n. sp.
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Äyleborus testaceus Walk.
Neth. New Guinea, 20. XI. 1944, T. Aarons;
Nouv. Guinde, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878.
Ayleborus wallacei Blandf.
Nouv. Guinde, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878.
282 5 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Eccoptopterus sexspinosus Motsch.
Dutch New Guinea, Maffin Bay, 12. VI. 1944, E. S. Rose.
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878.
Platypodidae:
Crossotarsus mniszechi Chap.
Finishhaven, 21. IV. 1944, E. S. Rose.
Orossotarsus kuntzeni Schedl.
Neth. Guinea, 20. XI. 1944, T. Aarons;
Maffin Bay, VIII. 1944, E. 5. Rose;
Finishhaven, 21. IV. 1944, E. 5. Rose.
Platypus (Crossotarsus) barbatus Chap.
Neth. New Guinea, 20. Xl. 1944, T. Aarons;
Plotypus chevrolati Chap.
Finishhaven, 15. IV. 1944, E. S. Rose.
Platypus jansoni Chap.
Finishhaven, 15. IV. 1944, E. S. Rose.
Piatypus pilidens n. sp.
Neu-Guinea, Beriinhafen.
Platypus solidus Chap.
Finishhaven, 9., 10., 19., 20. IV. 1944, E. S. Rose.
Platypus solidus Walk., subsp. hirtus n. subsp.
Dutch New Guinea, Maffin Bay, October 1944, E. 5. Rose
Coll. |
Platypus turbatus Chap.
Finishhaven, April 1944, E. 5. Rose.
Tenimbe.
Scolytidae:
Xyleborus perexiguus Egg.
Tenimbe, Jandema, Doherty.
Guam.
Scolytidae:
Ayleborus testaceus Walk.
Pt. Oca near Agana, 23. V. 1945, G. E. Bohart & J. L. Gres-
sitt.
Schedl: Borken- und Anbrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 203
Platypodidae:
Platypus solidus Chap.
Pt. Oca near Agana, 14. VI. 1945, at light, G. E. Bohart & J).
L. Gressitt.
Neu Pommern.
Scolytidae:
Xyleborus testaceus Walk.
Kinigunang, C. R. Ribbe.
Bougainville.
Scolytidae:
Xyleborus cognatus Blandf.
Kieta, IX.—X. 1937, J. L. Froggatt.
Platypodidae:
Platypus jansoni Chap.
Piva, III. 1945, A. J. Walz.
Salomon Insel.
Platypodidae:
Platypus jansoni Chap.
Solomon Isl. without more details.
Neu Caledonien.
Scolytidae:
Xyleborus testaceus Walk.
N. New Ualedonia, Puebo, coast, 1500 ft., X. 1949, L. E.
Cheesman.
Neue Hebriden.
Scolytidae:
Hylesinus brevipilosus Schedi.
Mallicolo, Collection L. Bedel, 1922.
Ayleborus destruens Blandi.
Vanikoro, Coll. Ph. Francois.
284 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Xyleborus indicus Eichh.
Mallicolo, Collection L. Bedel, 1922.
Ayleborus testaceus Walk.
Ile Vate, Port Vila, Dr. Joly, 1903.
Mallicolo, Collection L. Bedel, 1922.
Fiji Inseln.
Scolytidae:
Hylesinus robustus Egg.
Lautoka, 12. X. 1921, R. Veitch (Sampson’s Type von Hyle-
sinus veitchi Samps. i. 1.);
Buca Bay, XII. 1921, H. W. Simmonds.
Sampson’s Hylesinus veitchi wurde nicht beschrie-
ben und ist synonym zu Mylesinus robustus Egg.
Hylesinus subcostatus Egg.
Ovalau, Collection Fairmaire, 1906.
Pzopemon Jijianus Schedl.
Viti Levu, Navai Mill, Nandarivatu, ex „Dakua“, Agathis
vitiensis, 25. IX. 1950, B. A. O’Connor (nr C. 1954).
Navai, 24. VI. 1941, R. A. Lever, Nr. 1166.
Poecilips fijianus Schedi.
Viti Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex „Da-
kua“, Agathis vitiensis, B. A. O’Connor (nr 1975, 1979).
Hypothenemus (Stephanoderes) erythrinae Egg.
Naroi Moala Isl., seashore sweeping, 25. VIII. 1938, E. C.
Zimmerman.
Hypothenemus striatulus Schedl.
Toumbo, Lakemba, ex dead coconut fronds, 20. VIII. 1958,
E. C. Zimmerman.
Eryphalus capucinomorphus Schedl.
Viti Levu, Veisari Mill, near Suva, 28. VIII. 1950, ex „Kau-
damu“, Myristica castanaefolia, B. A. O’Connor (nr C. 1975).
Cryphalus mollis n. sp.
Suva, 13. VIII. 1943, ex Artocarfus sp., R. A. Lever, nr O
1504.
Stephanopodius fijianus n. Sp.
Fiji Inseln.
Xyleborus abruptoides n. sp.
Fiji: Viti Levu, Navai Mill, Nr. Nandarivatu, 2.500 ft.,
15. IX. 1938, beating shrubbery;
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem paziischen Raum 385
Nandarivatu, 3.700 ft., 10. IX. 1938, beating shrubbery;
Viti Levu, Navai-Nasonga Trail, West Slope, 2.500—3.000
ft., 12. IX. 1938;
Viti Levu, Lit. Victoria, Tholo North, West Slope, 3.000 ft.,
16. IX. 1938, alles E. C. Zimmerman, Coll.
Xyleborus apertus Schedl.
Viti Levu, Nandarivatu, 2.700 ft., 10. IX. 1938, E. C. Zim-
merman.
Viti Levu, Nr. Nandarivatu, 2.500 ft., 15. IX. 1933, beating
shrubbery, E. C. Zimmerman.
Navai, 24. VI. 1941, R. A. Lever, U 69;
Navoro, IV. 1941, R. A. Lever per G. Setten.
Xyleborus cognatus Blandf.
Viti Levu, Nandarivatu, 2.700 ft., 7. IX. 1938, E. C. Zim-
merman.
Ayleborus confusus Eichh.
Viti, collection Fairmaire, 1906:
Fiji, leg. Koebele.
Ovalau, collection Fairmaire, 1906.
Ayleborus fijianus Schedl.
Viti Levu, collection Fairmaire, 1906.
Ayleborus fornicatus Eichh.
Colo-i-Suva, 8. IX. 1944, ex Albizzia sp., R. A. Lever, Nr.
1634.
Xyleborus indicus Eichh.
Ovalau, Nr. Vuma, 700 ft., ex rotten log, E. C. Zimmerman.
Xyleborus limatus Schedl.
Lobe Namosi, 28. VIII. 1941, R. A. Lever, Nr. G 1200.
Xyleborus planipennis n. sp.
Fiji Inseln.
Avleborus samoensis Bees.
Lau, Namuka, 12. VIII. 1924, E. H. Bryan jr.
Ayleborus sylvestris Bees.
Viti Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex fallen
log of „Dakua“, Agathis vitiensis, B. A. O’Connor (nr 1981),
(nr 1980);
Viti Levu, Veisari Mill, near Suva, ex „Sa“, Parinarium in-
sularum, 28. VIII. 1950, B. A. O’Connor (nr 1976).
Ayleborus testaceus Walk.
Viti Levu, Veisari Mill, near Suva, 28. VIII. 1950, ex „Kau-
86 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
damu“, Myristica castanaefolia, B. A. O’Connor (nr 1974).
Viti Levu, Bulu nr. Sovi, 21. IV. 1941, N.L.H. Krauss.
Vanualevu, Balanga, Suva Bay, I. 1941, O. Degener.
Ovalau, 19. X. 1924, E. H. Bryan jr.
Vanualevu. Savu Bay, Balanga, i. 1941, at light, ©. Degener.
Viti Levu, Vunindawa, 9. V. 1941, N. L. H. Krauss.
Viti Levu, Korovou, Tailevu, VIII. 1937, at light, J. M.
Valentine.
Maola insi., 7. XII. 1924, E. H. Bryan jr.
Viti Levu, Tholo-i-suva, 25. VII. 1938, under dead bark,
500 ft., E. GC. Zimmerman.
Viti Levu, Rowasa, VI. 1941, O. Degener.
Lau, Vekai, 9. iX. 1924, E. H. Bryan jr.
Viti Levu, Colo-i-Suva, 20. VI. 1924, E. H. Bryan jr.
Viti Levu, Suva, 11. VI. 1924, at light, E. H. Bryan jr.
AXyleborus truncatiferus n. sp.
Fiji.
Platypodidae:
Platypus externe-dentatus Fairm.
Viti-Levu, Veisari Mill near Suva, 1950, ex „Kauvula“, En-'
dospermum macrophyllum, B. A. O’Connor.
Viti-Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex old
fallen log of „Kauvula“, Endospermum macrophyilum,
B. A. O’Connor.
Diapus quinquespinatus Chap.
Viti-Levu, Veisari Mili near Suva, ex „Kauvula“, Endosper-
mum macrophyllum, 1950, B. A. O’Gonnor.
Viti-Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex old
fallen log of „Kauvula“, Endospermum macrophylium,
B. A. O’Connor.
Samoa.
Scolytidae:
Hylesinus pellitus n. sp.
Samoa, Opulo, Friedrichs.
AXyleborus confusus Eichh.
Upolu, Samoa, Rechinger.
Xyleborus consularis n. sp.
Samoa.
Schedl: Borken- und Ambıosiakäfer aus dem pazifischen Raum 987
Xyleborus jallaxoides n. sp.
Samoa.
Xyleborus swezeyi Beeson.
Samoa.
Xyleborus testaceus Walk.
Samoa, Collection Fairmaire, 1906.
Samoa, Upolu, Rechinger.
Tahitı.
Scolytidae:
Hylesinus subcostatus Egg.
Taiti, Collection Leon Fairmaire, 1908.
Xyleborus testaceus Walk.
Taiti, Coll. Guerin-Meneville, 1871.
Marquesas Inseln.
Scolytidae:
Ayleborus adamsoni Bees.
Hivaoa, Temetio Summit, 20.1. 1932, alt. 4.160 ft., ex wood
of Cyrtandra sp., Le Bronec, Pacific Entomolog. Survey.
Ein vor langer Zeit von Herrn Dr. Beeson an mich
gesandtes Einzelstück, welches nach der Beschreibung de-
terminiert wurde und noch eines Vergleiches mit der Type
bedarf.
Christmas Inseln.
Seolytidae:
Poecilips fijianus Schedi.
Kauri from Noumea, Coll. Auckland wharf, September
1947, Forestry Department, nr 142.
Xyleborus similis Ferr.
Christmas Isl., ©. W. Andrews, 98-20.
Baudin Inseln.
Scolytidae:
Scolytomimus insularis Bees.
Baudin Isl. (Brit. Museum).
288 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
g y: »
Hylesinus pellitus n. sp.
Weibchen: Schwarzbraun, Halsschild und Flügeldecken
mit flächenweisen Aufhellungen, 2,9 mm lang, 2mal so lang wie
breit. Diese neue Art ist von allen Verwandten des Gebietes durch
die dichte plätzeartige Behaarung der Flügeldecken leicht zu un-
terscheiden.
Stirn relativ schmal, abgeflacht, nahezu matt, winzig punk-
tuliert und fein, etwas körnelig punktiert, zwischen den Augen
ein kaum merklicher Quereindruck.
Halsschild wesentlich breiter als lang (41:27), trapez-
förmig im Umriß, die hinteren Seitenecken stumpfwinkelig, dicht
an die Flügeldecken anschließend, die Seiten leicht geschwungen
und nach vorne verengt, der Vorderrand sehr breit gerundet und
etwas aufgekantet, wobei gegen die gut ausgebildeten vorderen
Seitenecken einige ganz niedere Schuppenhöckerchen zu erkennen
sind; über den Vorderrand mit einem ganz leichten Quereindruck,
dann flach gewölbt, die ganze Scheibe matt, flach, runzelig-genetzt,
jeder Punkt trägt ein ganz feines anliegendes gelbes Schüppchen.
Schildchen klein, knopfförmig und matt. |
Flügeldecken deutlich breiter (47:41) und gut doppelt
so lang wie der Halsschild, Spitze eiförmig im Umriß, der Hinter-
rand etwas winkelig gerundet, der Absturz beginnt bereits vor der
Mitte und ist gleichförmig abgewölbt; die ganze Oberfläche ge-
streift-punktiert, die größte Tiefe der Streifen in der oberen Ab-
sturzwölbung, die Zwischenräume ausgesprochen matt, in der
Nähe der Basis flach, am Beginn des Absturzes gut gewölbt, gegen
den Hinterrand niedriger werdend, die Skulptierung rauh, aber
Einzelheiten schwer erkennbar, in den basalen zwei Fünfteln jeder
Zwischenraum dicht mit feinen gelben Schüppchen besetzt, gegen
den Absturz und auf demselben treten in der Mitte jedes Zwischen-
raumes zusätzlich je eine Reihe längerer, mehr abstehender
Schüppchen in Erscheinung. |
Das Männchen hat die Stirn tief eingedrückt, und aus
winzigen Punkten entspringen dicht gelagerte, anliegende schlanke |
Schüppchen.
Type in Sammlung Schedl.
Fundorte: Opulo, Samoa (Friedrichs).
Cryphalus mollis n. sp. |
Weibchen: Dunkelgelbbraun, 1,57 mm lang, 2mal so lang
wie breit. Nahe verwandt mit Oryphalus brevisetosus Schedl, aber
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 289
größer, der Haisschild weniger gewölbt und die Zähnchen am Vor-
derrand desselben deutlich lockerer gestellt.
- Stirn nahezu matt, breit gewölbt, winzig punktuliert, fein
punktiert, Behaarung sehr kurz und spärlich.
Halsschild deutlich breiter als lang (22:17), trapezförmig
im Umriß, hintere Seitenecken leicht stumpfwinkelig und kaum
gerundet, die Seiten im basalen Viertel nahezu parallel, dann stark
schief verengt, der Vorderra ınd relativ eng gerundet, eine subapi-
kale Einschnürung angedeutet; Summit weit hinter der Mitte,
vorne schief ziemlich kräftig gewölbt, mit sehr locker gestellten
Schuppenhöckerchen auf winzig punktuliertem Grunde, das
schmale Basalstück sehr fein und sehr dicht punktuliert; Behaa-
rung kurz und abstehend. Schildchen kaum wahrnehmbar.
Flügeldecken etwas breiter und 1,7mal so lang wie der
Halsschild, bis zur Mitte parallelseitig, Apex sehr breit, ganz we-
nig winkelig gerundet, der Absturz schon etwas vor der Mitte be-
ginnend schief gewölbt ; Scheibe wenig glänzend, äußerst dicht
und fein punktiert, die Punktreihen selbst durch ganz leichte strei-
fenförmige Vertiefungen angedeutet, auf dem Absturz die Skulp-
tierung im wesentlichen jener der Scheibe ähnlich, die winzigen
Pünktchen tragen überall ganz kleine anliegende und sehr ge-
drungene Schüppehen, die Zwischenräume sind auiserdem durch
je eine Reihe längerer abstehender Börstchen gekennzeichnet.
Das Männchen hat den Vorderrand des Halsschildes enger
gerundet, die apikalen Schuppenhöckerchen sind kräftiger ent-
wickelt, und die aufsteigende Fläche zum Summit ist mehr schief
gewölbt.
Type in British Museum of Natural History, I omngsen in
Sammlung Schedl.
Fundort:Fiji, Suva, 13. VIII. 1943, ex Artocarpus sp., R. A.
Lever, Nr. G 1504.
Stephanopodius fijianus n. sp.
Dunkelrotbraun, sehr rauh skuiptiert, 1,5 mm lang, 2,1mai
so lang wie breit. Die erste Art der Gattung aus dem pazifischen
Raum und durch die eigenartige Skulptierung leicht zu erkennen.
Stirn gewölbt, mattglänzend, winzig punktuliert und sehr
dicht, beinahe körnelig punktiert, in der unteren Hälfte fein ab-
stehend behaart.
Halsschild breiter als lang (24:22), am Beginn des basa-
len Drittels am breitesten, Basalrand fein gerandet, hintere Seiten-
| 4
|
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 19
299 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ecken etwas stumpfwinkelig und wenig gerundet, die Seiten im
basalen Viertel nahezu parallel, dann schief bogig verengt, der
Vorderrand mäßig breit gerundet und in der Mitte etwas schnabel-
förmig vorgezogen und daselbst mit zwei spitzen, enggestellten
Zähnchen bewehrt; Summit sehr hoch, in der Mitte, Apikalfläche
steil abfallend gewölbt und auf winzig punktuliertem Grunde zer-
streut geschuppt-gehöckert, Basalfläche vollkommen matt, sehr
dicht winzig punktuliert-gekörnt; Behaarung kurz und spärlich,
in der vorderen Hälfte und auf den Seiten deutlicher. Schildchen
groß, breiter als lang, winzig punktuliert.
Flügeldecken wenig breiter (25:24) und 1,4mal so lang
wie der Halsschild, die Seiten in den basalen zwei Dritteln parallel,
Apex breit gerundet, die hinteren Seitenecken deutlich ausgeprägt,
der Absturz beginnt in der Mitte und ist steil schief gewölbt; die
ganzen Flügeldecken bis auf einen kleinen Raum in der Nähe der
Basis und entlang der Naht gerieft-punktiert, die Riefen selbst in
der oberen Absturzwölbung am tiefsten, gegen die Basis und den
Hinterrand verflachend, die Zwischenräume quer gewölbt und
dicht, beinahe körnelig-punktuliert, dort, wo die Riefen am tief-
sten sind, sind die Zwischenräume am stärksten gewölbt und we-
nigstens im mittleren Teil etwas glatter, auf dem Absturz werden
die Zwischenraumpunkte mehr regelmäßig in ihrer Anordnung,
kräftiger und tragen je eine Reihe kurzer gedrungener gelber
Schüppchen.
Type in Sammlung Schedi.
Fundort: Fiji.
Poecilips ereber n. sp.
Dunkelrotbraun, 2,1 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Das
Einzelstück steckte bisher unter Coccoirybes (Dendrurgus),similis
Egg. und wurde außerdem seinerzeit von Forstrat Eggers mit
der Type dieser Art verglichen. Ein neuerlicher Vergleich ergab,
dat eine Fehlbestimmung vorliegt und die beiden Arten verschie-
denen Gattungen angehören.
Stirn mäßig gewölbt, glänzend, grob dicht punktiert, in
der Mitte mit einer punktartigen Erhöhung, spärlich, aber relativ
lang behaart.
Halsschild kaum länger als breit, am Beginn des basalen
Drittels am breitesten, hintere Seitenecken deutlich stumpfwinke-
lig und wenig gerundet, die Seiten im basalen Drittel leicht diver-
gierend, dann bogig schief verengt, der Apex mäßig breit gerun-
ö
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I)
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iu
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1
I
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 29]
det; Scheibe flach gewölbt, stark glänzend, ziemlich dicht und
regelmäßig mit feinen Schuppenhöckerchen besetzt, die hinten
mehr wie feine Körnchen erscheinen und auf den Seiten und im
vorderen Drittel lange Haare tragen. Schildchen relativ groß, drei-
eckig, glänzend.
Flügeldecken etwas breiter (25:26) und 1,5mal so lang
wie der Halsschild, bis zur Mitte subparallel, Apex breit gerundet,
der Absturz kurz, steil gewölbt; Scheibe glänzend, gestreift-punk-
tiert, die Streifen, bis auf jenen längs der Naht, seicht, die Reihen
sehr regelmäßig gestellt, die Zwischenräume ziemlich eng und
von der Basis an mit je einer lockeren Reihe feiner, oft wie kleine
Körnchen erscheinender Pünktchen besetzt, die abstehende Haare
tragen; auf dem Absturz die Naht ganz leicht erhöht, die übrige
Skulptur ähnelt jener auf der Scheibe.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea, Sattelberg.
Poecilips minimus n. sp.
Gelbbraun, 1,2 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Möglicher-
weise handelt es sich hier um das Männchen von Poecilips spini-
pennis n. sp., was jedoch erst dann mit Sicherheit festgestellt wer-
den kann, wenn mehr Material vorliegt und wir über die Ge-
schlechtsunterschiede in der Gattung bessere Kenntnisse besitzen.
Stirn flach gewölbt, stark glänzend, vereinzelt fein punk-
tiert.
Halsschild wenig länger als breit, am Beginne des basalen
Drittels am breitesten, hintere Seitenecken stark gerundet, die
Seiten im basalen Drittel subparallel, dann trapezförmig verengt,
der Vorderrand breit gerundet; Scheibe stark glänzend, sehr flach
gewölbt und mit winzigen, zerstreuten, lange abstehende Haare
tragenden Pünktchen besetzt. Schildchen dreieckig, glänzend.
Flügeldecken deutlich breiter und 1,4mal so lang wie
der Halsschild, am Beginn des Absturzes am breitesten, die Seiten
gerade, der Apikalrand sehr breit gerundet und deutlich gekantet
Sowie mit einigen winzigen, kerbartigen Erhöhungen, der Absturz
beginnt bereits in der Mitte und ist mehr schief gewölbt; Scheibe
glänzend, in Reihen ziemlich regelmäßig sehr fein punktiert, die
Zwischenräume breit und mit kaum wahrnehmbaren Pünktchen,
die auf dem Absturz bei einer gewissen Beleuchtung wie winzige
Körnchen erscheinen, Z/wischenraumpunkte bezw. Körnchen mit
abstehenden feinen Härchen.
Type in Sammlung Schedl.
192
292 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
u
Fundort, Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Ästrolobe Bay, Biro,
1901.
Poecilips minutissimus n. sp.
Geibbraun, Flügeldeckenabsturz etwas dunkler. 1,26 mm lang,
2,5mal so lang wie breit. Dem Poecilips minor Egg. nahestehend,
aber noch etwas schlanker, der Flügeldeckenabsturz besser abge-
setzt und die Fiügeldeckenscheibe kräftig punktiert.
Stirn flach gewölbt, glänzend, locker, aber ziemlich kräftig
punktiert, die Punkte kurze abstehende Härchen tragend.
Halsschild etwa so lang wie breit, nahe der Basis am brei-
testen, die hinteren Seitenecken stark gerundet, die Seiten in den
basalen drei Fünfteln leicht schief verengt, Apikalrand breit ge-
rundet; Scheibe ganz flach gewölbt, lackglänzend, mit locker ge-
stellten, relativ kräftigen Punkten besetzt, die lange abstehende
Haare tragen. Schildchen winzig, dreieckig.
Flügeldecken wenig breiter und 1,6mal so lang wie der
Halsschild, bis gut über die Mitte parallelseitig, Apex breit, wenig
winkelig gerundet, der Absturz beginnt in der Mitte und ist schief
gleichmäßig gewölbt; Scheibe ziemlich glänzend, mit regelmäßi-
gen Reihen sehr kräftiger Punkte, die teilweise in deutlich ver-
tieften Streifen liegen, die Zwischenräume eng, vereinzelt punk-
tiert; auf dem Absturz sind die Punktstreifen tiefer, die Zwischen-
räume deutlich quer gewölbt und die Zwischenraumpunkte schein-
bar durch winzige Körnchen ersetzt, jeder Zwischenraum trägt
eine regelmäßige Reihe abstehender gelber Börstchen.
Type in Sammlung Schedl.
Fundorte: Neu-Guinea, Erima Astrolobe Bay, Biro, 1596.
— Neu-Guinea, Friedrich- Wilhelmshafen, 1901.
Poecilips regularis 11.,5p,
Gelbbraun, 1,7 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Die neue
Art gehört in die Nähe von Poecilips bernitidus Egg., ist aber durch
die stark zylindrischen Flügeldecken, die regelmäßige Punktierung
derselben und die Körnelung des Halsschildes leicht zu erkennen.
Stirn flach gewölbt, etwas runzelig punktiert, die Zwischen-= |
räume ziemlich glänzend, sehr spärlich behaart.
Halsschild etwas breiter als lang (22:20), am Beginn des |
basalen Drittels am breitesten, hintere Seitenecken stumpfwinke- |
ren
lig, Seiten im basalen Drittel leicht divergierend, der vordere Teil \
trapezförmig; Scheibe flach gewölbt, stark glänzend, regelmäßig
“
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 293
mit feinen Punktkörnchen besetzt, aus denen kurze, abstehende
Härchen entspringen. Schildchen dreieckig, glänzend.
Flügeldecken so breit und 1,5 mal so lang wie der Hals-
schild, bis zur Mitte parallelseitig, Apex breit und etwas winkelig
gerundet, Absturz kurz hinter der Mitte beginnend, schief abge-
wölbt; Scheibe mäßig glänzend, sehr kräftig gestreift-punktiert,
die Zwischenräume mäßig breit und jeder mit einer Reihe kleiner,
wie Körnchen erscheinenden Punkten besetzt, die abstehende
Haare tragen; die Skulptierung des Absturzes ganz ähnlich wie
auf der Scheibe.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea, Sattelberg, Bire 1899.
Poecilips spinipennis n. sp.
Rotbraun, 1,36 mm lang, 2,2mal so lang wie breit. Poectlips
spiripennis n. sp. nimmt unter den Arten mit glatt glänzendem
Halsschild eine Sonderstellung ein, und zwar durch die Ausbildung
des Flügeldeckenhinterrandes, welcher mit einem Saum feiner und
spitzer Zähnchen bewehrt ist.
Stirn flach gewölbt, stark glänzend, vereinzelt punktiert.
Halsschild kaum länger als breit, nahe der Basis am brei-
testen, hintere Seitenecken leicht gerundet, die Seiten in dem ba-
salen Drittel subparallel, der vordere Teil trapezförmig, mit gut
ausgebildeten vorderen Seitenecken; Scheibe stark glänzend, sehr
fein und zerstreut punktiert, die Pünktchen wenigstens auf den
Seiten und nahe dem Vorderrand mit kurzen abstehenden Här-
chen. Schildchen dreieckig, glänzend.
Flügeldecken deutlich breiter (18:16) und 1,66mal so
lang wie der Halsschild, am Beginn des Absturzes am breitesten,
die Seiten leicht divergierend, im apikalen Drittel etwas verengt,
der Apikalrand breit gerundet und mit den bereits erwähnten
spitzen Zähnchen, Absturz deutlich hinter der Mitte beginnend,
ziemlich steil gewölbt; Scheibe in Reihen punktiert, streifenför-
mige Vertiefungen kaum angedeutet, die Reihenpunkte im Ver-
hältnis zur Körpergröße ziemlich groß, die Zwischenräume ganz
leicht genetzt und jeder derselben mit einer Reihe winziger Pünkt-
chen, die abstehende kurze Härchen tragen, auf dem Absturz die
Reihenpunkte undeutlicher, die Körnchen der Zwischenräume et-
was größer, die Behaarung länger.
Type in Sammlung Schedl.
94 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.‘6, 1955
Fundort: Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Astrolobe Bay, Biro
1901.
Carposinus declivis n. sp.
Gelbbraun, 1,2 mm lang, 2,5 mal so lang wie breit. Die kleinste
Art der Gattung und durch den glatien Flügeideckenabsturz be-
sonders ausgezeichnet. Ä
Stirn flach gewölbt, soweit sichtbar, fein punktiert und kurz
behaart.
Halsschild deutlich länger als breit (15,3:14,5), stark zy-
linarisch. hintere Seitenecken rechtwinkelig und wenig gerundet,
die Seiten bis zur Mitte parallei, Apex breit gerundet; Summit in
der Mitte, vorne schief gewölbt und dicht sehr fein geschuppt-
gehöckert, das Basalstück stark glänzend und kräftig dicht punk-
tiert; die Behaarung ist sehr kurz und mehr auf die Seiten und
das vordere Drittel beschränkt. Schildchen klein, dreieckig, glän-
zend.
Flügeldecken so breit und 1,35 mal so lang wie der Hals-
schild, bis zur Mitte paralleiseitig, dann ganz leicht eingezogen,
Apex breit gerundet, Absturz kurz hinter der Mitte beginnend und
gleichmäßßig schief gewölbt; die Scheibe stark glänzend, regel-
mäßig gestreift-punktiert, die Zwischenräume mäßig breit und
ebenfalls mit einer Reihe, aber mehr locker gestellter, ziemlich
kräftiger Punkte; auf dem Absturz ist die Naht ganz leicht erhöht
und der zweite Zwischenraum etwas vertieft, die Punktierung ganz
ähnlich wie auf der Scheibe, nur etwas feiner werdend, die Zwi-
schenraumpunkte tragen kurze abstehende Börstchen.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea, Friedrich- Wilhelmshafen.
Dryocoetes inopinatus n. sp.
Gelbbraun, 3,4 mm lang, 2,4mal so lang wie breit. Bei der
Beschreibung von Dryocoetes nitidus Schedl (Kol. forstl. Mittlg.
V, 1942, p. 179) habe ich als Paratype auch ein Exemplar aus Neu-
Guinea aufgeführt, welches sich jetzt, bei näherem Studium, doch
nicht mit Dryocoetes nitidus Schedi vereinigen läßt und deshalb
ais neue Art beschrieben werden muß. Die Unterschiede von D. ın-
opinatus n. sp. gegenüber D. nitidus Schedl liegen einmal in der
Flügeldeckenskulptierung, welche feiner ist und keine so deutli-
chen Streifen auf der Scheibe aufweist, und zum anderen in dem
viel feiner skulptierten Absturz.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 295
Stirn gut gewölbt, seidenglänzend, grob und ziemlich ge-
drängt punktiert, die Punkte lange abstehende Haare tragend und
in der Mitte mit einem angedeuteten Längskiel.
Halsschild etwas breiter als lang, an der Basis am breite-
sten, die Seiten im basalen Drittel subparallel, dann allmählich
bogig verengt, Apex breit gerundet und mit einer Anzahl ganz
niederer Schuppenhöcker ; Summit sehr hoch, in der Mitte gelegen,
Apikalfläche sehr schief gewölbt und geschuppt-gehöckert, der
Basalteil mit einem leichten Quereindruck, kräftig punktiert, die
Punkte teilweise wie kleine Körnchen erscheinend; Behaarung
lang, abstehend. Schildchen dreieckig, glänzend.
Flügeldecken ganz wenig breiter und 1,ömal so lang
wie der Halsschild, am Beginn des Absturzes am breitesten, stark
zylindrisch, Seiten gerade, Apex im letzten Drittel sehr breit ge-
rundet, der Absturz weit hinter der Mitte beginnend, kräftig steil
gewölbt; Scheibe mäßig glänzend, locker gestreift-punktiert, die
Reihenpunkte kräftig, die streifige Vertiefung nur angedeutet, die
Zwischenräume breit, jeder derselben mit einer mehr unregelmä-
Bigen und etwas lockeren Reihe fast gleichgroßer Punkte; Absturz
mit der Gesamtpunktierung viel feiner, aber kaum weniger dicht,
die reihenartige Anordnung weniger deutlich, alle Zwischenraum-
punkte tragen lang abstehende Haare.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea.
Ips celtis n. sp.
Gelbbraun, wahrscheinlich ein Weibchen, 1,5 mm lang, 2,6-
mal so lang wie breit. Mit dem Weibchen von /ps bispinosus Egg.
näher verwandt, aber etwas plumper, der schief geschnittene
Flügeldeckenabsturz seitlich mehr verrundet, der Zahn auf dem
dritten Zwischenraum kräftiger und der Apikalrand etwas mehr
lappenartig vorgezogen.
Stirn zwischen den Augen breit gewölbt, mattglänzend,
winzig punktuliert und fein punktiert.
Halsschild etwas länger als breit (17:16), hintere Seiten-
ecken wenig gerundet, die Seiten bis etwas über die Mitte parallel,
Apex breit gerundet; Summit etwas vor der Mitte, vorne schief
gewölbt, sehr fein dicht geschuppt-gehöckert, Basalteil glänzend,
winzig punktiert; die Behaarung sehr spärlich. Schildchen klein,
dreieckig, glänzend.
296 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Flügeldecken so breit und 1,6 mal so lang wie der Hals-
schild, stark zylindrisch, hinten mäßig breit gerundet, der Apikal-
rand gekantet und gekerbt, so daß er wie lappig vorgezogen er-
scheint, Absturz kurz, auf das apikale Drittel beschränkt, schief
abgewölbt; Scheibe glänzend, gestreift-punktiert, die Streifen ge-
gen den Absturz tiefer werdend und die Punkte allmählich größer,
die Zwischerräume eng und sehr fein locker punktiert; auf dem
Absturz die Naht gegen den Hinterrand dachförmig erhöht und
kaum wahrnehmbar fein gekörnt, am Beginn des Absturzes auf
dem ersten, dritten, vierten und fünften Zwischenraum je ein sehr
kleines spitzes Höckerchen, in Verlängerung des dritten, aber be-
reits in der Absturziläche, je ein größeres Höckerchen, welches auf
einer kleinen Auftreibung sitzt, ein weiteres, aber kleineres Körn-
chen kurz über dem Apikalrand in Verlängerung des fünften Zwi-
schenraumes, der Absturzeindruck zwischen der Naht und den
schwachen Seitenwülsten verworren grob punktiert; Behaarung
spärlich, abstehend.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea.
Ips eximius n. sp.
Rotbraun, 2,6 mm lang, 3mal so lang wie breit. /fs eximius
erscheint unter seinen tropischen Verwandten durch die langen
Apikalfortsätze der Flügeldecken besonders ausgezeichnet und
läßt sich mit keiner anderen Art verwechseln.
Stirn durch den Halsschild verdeckt.
Halsschild wesentlich länger als breit (32:25), die hinte-
ren Seitenecken stark gerundet, die Seiten bis über die Mitte pa-
rallel, Apex breit gerundet, Apikalrand mit einigen ganz niederen
gleichgroßen Schuppenhöckerchen; Summit in der Mitte, vorne
flach gewölbt, dicht fein geschuppt-gehöckert, Basalteil stark
glänzend, fein mäßig dicht punktiert; die Behaarung spärlich, fein
und abstehend. Schildchen dreieckig, glänzend.
Flügeldecken so breit und 1,4mal so lang wie der Hals-
schild, stark zylindrisch, die Seiten bis weit über die Mitte parallel,
hinten der Apikairand in zwei lappenförmige Fortsätze ausge-
zogen, wodurch an der Naht ein mäßig breiter Ausschnitt ent-
steht; Scheibe kräftig gestreift-punktiert, die Streifen gegen den
Absturz tiefer und die Reihenpunkte größer werdend, die Zwi-
schenräume mäßig breit, locker punktiert, die Punkte selbst in der
Nähe der Basis sehr klein, gegen den Absturz sehr kräftig; der Ab-
ee
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 29%
sturz auf das apikalie Drittei beschränkt, steil, schief abgewölbt
und breit eingedrückt, so daß die Seitenwülste in der oberen
Hälfte stark erhöht sind, am Absturzrand in Verlängerung des
zweiten Zwischenraumes je ein spitzes Zähnchen, in Verlängerung
des vierten Zwischenraumes ein großer höckerförmiger Fortsatz,
darunter bis zu den apikalen Seitenfortsätzen jederseits mit drei
spitzen Zähnchen, der Apikaleindruck glänzend und sehr kräftig
punktiert, wobei eine reihige Anordnung nur teilweise zu erkennen
ist; Behaarung der Flügeidecken mehr auf die Seiten beschränkt.
Type in Sammlung Schedi.
Fundort: Neu-Guinea.
Aylekoricus guttifer n. sp.
Weibchen:Schwarzbraun, 2,0 mm lang, 2,4mal so lang wie
breit. Dem Xyleboricus canalıculatus Egg. sehr ähnlich, aber die
_ Flügeldeckenscheibe nicht so stark gerieft, der Absturz mehr
plötzlich abgewölbt und alle kielartigen Erhöhungen kräftig ge-
körnt.
Stirn breit gewölbt, winzige punktuliert und mäßig fein
8 ) 5 P 5
dicht punktiert, mit der üblichen Haarfranse am Vorderrand.
Halsschild nahezu matt, länger als breit (28:25), hintere
’ g ’r
Seitenecken breit gerundet, die Seiten bis zur Mitte parallel, der
Vorderrand breit gerundet und mit einer ganz leichten Ändeutung
einer subapikalen Einschnürung; Summit in der Mitte, Apikal-
fläche schief gewölbt, dicht geschuppt-gehöckert, Basalteil winzi
'o) 9 zZ 19: TED) 9 &
punktuliert und fein punktiert, manche der Punkte erscheinen ge-
gen den Querbuckeil wie winzige, glänzende Körnchen, ohne deut-
liche Behaarung. Schildchen mäßig groß, dreieckig und glatt.
Flügeldecken so breit und 1,14mal so lang wie der Hals-
schild, in den basalen zwei Fünfteln parallelseitig, der Hinterrand
P 5
breit, ganz wenig winkelig gerundet, der Absturz beginnt wenig
hinter der Mitte und ist steil schief abgewölbt; im basalen Viertel
die Scheibe runzelig und undeutlich punktiert, dahinter mit einer
leichten Andeutung eines sattelförmigen Eindruckes und die
5 &
Punktreihen bis zur Hinterkante riefig vertieft, wesentlich tiefer
auf der Scheibe als auf dem Absturz, zwischen den Riefen die
kielartigen Zwischenräume, die sich ebenfalls auf dem Absturz
verflachen, zuerst grobe, später feiner werdende, abgerundete
Höcker tragend, die Naht gegen den Hinterrand etwas erhöht und
die Höckerchen wieder größer werdend; eine deutliche Behaarung
fehlt.
298 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea.
Ayleborus abruptoides n. sp.
Weibchen: Schwarzbraun, stark glänzend, 2,0 mm lang,
rund zweimal so lang wie breit. Mit Xyleborus terminatus Egg.
näher verwandt, aber etwas größer und gedrungener und der Ab-
sturz nicht so unvermittelt abbrechend.
Stirn breit gewölbt, in der unteren Hälfte zerstreut mäßig
kräftig punktiert, mit glatter Längsschwiele in der Mitte, die Be-
haarung sehr spärlich.
Halsschild breiter als lang (29:25), hintere Seitenecken
stark gerundet, die Seiten bis etwas über die Mitte gerade und ganz
leicht zusammenlaufend, Apikalrand breit gerundet und im mitt-
leren Teil mit einer Serie von gleichgroßen, dichtgestellten Schup-
penhöckern besetzt; Summit relativ hoch und deutlich hinter der
Mitte gelegen, Apikalteil schief gewölbt und geschuppt-gehöckert,
Basalteil stark glänzend und kaum wahrnehmbar punktiert; Be-
haarung sehr spärlich und fein. Schildchen groß, breiter als lang,
glänzend.
Flügeldecken kaum merklich breiter und 1,35mal so
lang wie der Halsschild, die Seiten gerade, Apex im apikalen Drit-
tel sehr breit gerundet, der Apikalrand bis zum siebenten Zwi-
schenraum fein gekantet, Absturz in der Mitte beginnend, sehr
steil gewölbt; Scheibe stark glänzend, mit Reihen sehr feiner,
locker gestellter Pünktchen, die Zwischenräume eben, kaum merk-
lich punktiert; Absturz mit den Reihenpunkten kaum merklich
deutlicher, die Zwischenräume jedoch mit je einer regelmäßigen
Reihe winziger Körnchen, von denen lange abstehende Haare ent-
springen.
Type im Bishop Mus. Honolulu, Paratypen in Sammlung Schbedl
Fundorte: Fiji: Viti Levu, Navai Mill, Nr. Nandarivatu,
2.500 ft., 15. IX. 1938, beating shrubbery. — Nandarivatu, 3.700
ft., 10. IX. 1938, beating shrubbery. — Viti Levu, Navai-Nasonga
Trail, West Slope, 2.500—3.000 ft., 12. IX. 1938. — Viti Levu,
Lit. Vietoria, Tholo North, West Slope, 3.000 £t.. 16. IX. 1938, alles
E. ©. Zimmerman, Coll.
Xyleborus anomalus n. sp.
Weibchen: Rotbraun, Flügeldecken etwas dunkler, 2,9 mm
lang, 2,2mal so lang wie breit. Mit Xyleborus orbicaudatus Fgg.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 299
näher verwandt, aber kleiner, die Streifen auf dem Flügeldecken-
absturz nur angedeutet und die Zwischenraumpunkte mit deut-
lichen Schuppen besetzt.
Stirn breit gewölbt, matt, winzig punktuliert, fein zersireut
punktiert, bis auf die apikale Haarfranse nackt.
Halsschild nahezu so breit wie lang, die hinteren Seiten-
ecken wenig gerundet, die Seiten bis zur Mitte streng parallel,
Vorderrand breit gerundet, mit Andeutung einer subapikalen Ein-
schnürung und einer Reihe von acht nahezu gleichgroßen Schup-
penhöckerchen besetzt; Summit in der Mitte, Apikalfläche schief
gewölbt und dicht mit feinen Schuppenhöckerchen besetzt, Basal-
fläche seidenglänzend, winzig punktuliert und fein punktiert; Be-
haarung unscheinbar. Schildchen breiter als lang, glänzend.
Flügeldecken wenig breiter und 1,3mal so lang wie der
Halsschild, im Grundplan genau so gebaut wie X. orbicaudatus
Egg., aber die Reihenpunkte auf der Scheibe viel stärker ent-
wickelt, die steilgeschnittene Absturzfläche sehr dieht und fein
purktiert, alle Pünktchen kurze, anliegende Schüppchen tragend.
die Punktstreifen durch feine, leicht vertiefte Linien angedeutet.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Xyleborus consularis n. sp. (Abb. 1)
Weibchen: Rotbraun, 2,5 mm lang,
2,6mal so lang wie breit. Mit Ayleborus
truncatiferus n. sp. verwandt, aber viel klei-
ner, der Halsschild matt, die Flügeidecken
weitläufiger und spärlich punktiert und der
Nahtwinkel auf dem Absturz weniger stark
erhöht.
Stirn breit gewölbt, nahezu matt,
winzig punktuliert.
Halsschild länger als breit (36:31),
stark zylindrisch, hintere Seitenecken breit
gerundet, die Seiten bis weit über die Mitte
parallei, vorne breit gerundet, der Apikal-
rand trägt im größten Teil eine Serie gleich
großer Schuppenhöcker, die aber bei wei-
tem nicht so zahlreich sind wie bei Ayleborus BER
truncatiferus n. SP.; Summit etwas vor der NUIebaıs Be 1, ap,
Mitte, apikaler Teil gut gewölbt und dicht, O Aufsicht
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300 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg,. Frey, Bd. 6, 1955
sehr fein geschuppt-gehöckert, die einzeinen Schüppchen etwas
gröber als bei Ayleborus truncatiferus.n. sp., Basalteil matt, win-
zig punktuliert und kaum erkennbar fein punktiert, die feine ab-
ae Behaarung auf den Apikalteil beschränkt. ala
dreieckig, glänzend.
Flügeldecken so breit und 1.3mal so lang wie der Hals-
schild, zylindrisch, mit scharf geschnittenem, nahezu senkrechtem
Absturz; die Scheibe mattglänzend, in Reihen locker und fein
punktiert, die Zwischenräume breit, mit vereinzelten feinen Pünkt-.
chen; Absturzfläche ebenfalls mattglänzend, die Punkte der ersten
drei Reihen kräftig und in etwas vertieften Streifen liegend, die
Zwischenräume dhes nennenswerte Punktierung, aber etwas quer
genetzt, die Naht nach hinten leicht dachförmig erhöht und jeder-
seits mit einer Reihe feiner Körnchen.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Samoa.
Xyleborus delicatus n. sp.
Weibchen: Dunkelrotbraunr, 2,9 mm lang, 2,8 mal so lang
wie breit. Diese neue Art ist schwer richtig einzureihen und soll
vorderhand in die Nähe von Xyleborus flavopilosus Schedl gestelit
werden, von welcher sie durch die geringere Größe, die schlankere
Form und die anders skulptierten Flügeldecken unterschieden
werden kann.
Stirn breit gewölbt, wenig glänzend, winzig punktuliert,
srob, aber wenig tief punktert, die Behaarung größtenteils ab-
gerieben.
Halsschild deutlich länger als breit, hintere Seitenecken
rechtwinkelig und kräftig gerundet, die Seiten bis gut über die
Mitte parallel, Apex breit gerundet, mit einer kaum wahrnehm-
baren Andeutung einer subapikalen Einschnürung; Summit nur
mäßig hoch, etwas vor der Mitte gelegen, apikaler Teil gut gewölbt
und dicht mit winzigen Schuppenhöckerchen besetzt, Basalteil et-
was glänzend, winzig punktuliert und ziemlich fein punktiert; die
Behaarung spärlich, mehr auf die Seiten und das apikale Drittel
beschränkt. Schildchen relativ klein, dreieckig, glänzend.
Flügeldecken so breit und 1,7mal so lang wie der Hals-
schild, in den basalen zwei Dritteln parallelseitig, Apex breit ge-
rundet, der Apikalrand gut ausgeprägt, aber nicht gekantet und
mit einem Saum locker gestellter, spitzer Körnchen, Absturz sehr
kurz, schief gewölbt; Scheibe regelmäßig und ziemlich fein ge-
ee Er
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 301
streift-punktiert, die Zwischenräume nur mäßig breit, mit je einer
Reihe mehr unregelmäßig gestellter und etwas feinerer Pünktchen,
die Zwischenraumpunkte der ganzen Länge nach mit schief ab-
stehenden, fuchsroten Härchen; der Absturz von oben gut abge-
setzt und der Breite nach sehr flach gewölbt, die Punktstreifen
kräftiger, die Reihenpunkte selbst größer, die Naht und der dritte
Zwischenraum mit je drei bis vier spitzen Körnchen, einige wei-
tere derselben auf den seitlichen Wölbungen.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea.
Xylehorus extensus n. Sp.
Weibchen: Gelbhraun, 1,9 mm lang, 2,0mai so lang wie
breit. Mit Xyleborus minusculus Egg. näher verwandt, aber deut-
lich größer, etwas schlanker, der Absturz einfach und sehr kräftig
gewölbt und die Körnchen auf der Wölbung kaum wahrnehmbar.
Stirn mattglänzend, breit gewölbt, auf winzig punktulier-
tem Grunde kräftig zerstreut punktiert, die Behaarung, abgesehen
von der Franse am Vorderrand, kaum nennenswert.
Halsschild länger als breit (25:21), hintere Seitenecken
leicht gerundet, die Seiten bis zur Mitte nahezu parallel, der Vor-
derrand mäßig breit gerundet; Summit in der Mitte und mäßig
hoch, Apikalfläche schief gewölbt und sehr dicht mit winzigen,
gieich großen Schüppchen bedeckt, Apikalfläche mehr glänzend,
fein, aber nicht sonderlich dicht punktiert, die mäßig lange Be-
haarung auf die Seiten und die Apikalfläche beschränkt. Schild-
chen sehr klein, kaum wahrnehmbar.
Flügeldecken so breit und nahezu 1,4mal so lang wie
der Halsschild, streng zylindrisch, im apikalen Viertel : zur. Naht
breit gerundet und Re Apikall kante gut Asp der Absturz
sehr kurz und steil gewölbt; Scheibe mäßig glänzend, gestreift-
pünktiert, die Reihenpunkte mäßig groß und ziemlich dicht ge-
lagert, die Zwischenräume eben, jeder derselben mit einer Reihe
wesentlich lockerer gestellter und etwas feinerer Punkte; Absturz
mit der Naht leicht erhöht und mit drei winzigen Körnchen, von
welchen das oberste Paar das größte ist, zweiter Zwischenraum
ieicht eingedrückt, mit einigen gerade noch erkennbaren winzigen
Körnchen, jene des dritten Zwischenraumes größer als alle ande-
ten, einige weitere Köruchen auf der seitlichen Wölbung; Behaa-
rung mehr au? den Absturz beschränkt, kurz, fein abstehend.
302 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea.
Xyleborus fallaxoides n. sp. (Abb. 2)
Weibchen: Rotbraun, 2,2 mm lang, 3,6mal so lang wie
breit. Eine neue Art aus der Gruppe der Xylebori emarginati, die
in bezug auf die Absturzausbildung an die Gattung An
Er. erinnert.
Stirn breit gewölbt, in der unteren Hälfte mit einem leich-
ten Quereindruck, mattglänzend, winzig punktuliert, kaum merk-
lich punktiert.
Halsschild wesentlich länger als breit (24,0:18,2), stark
zylindrisch, hintere Seitenecken gerundet, die Seiten bis gut über
die Mitte parallel, Apex mäßig breit gerun-
det; Summit weit vor der Mitte, Apikalteil
mäßig gewölbt, fein geschuppt-gehöckert,
der lange Basalteil stark glänzend, mit win-
zigen, zerstreut liegenden Punkten; kurze
Härchen nur an den Seiten und im vorderen
Drittel. Schildchen klein, dreieckig.
Flügeldecken so breit und 1,7mal
so lang wie der Halsschild, stark zylindrisch,
am Beginn des apikalen Drittels ganz leicht
verengt, Apikalrand mit tiefem dreieckigen
Ausschnitt, Absturz sehr kurz, schief ge-
schnitten, mit einem kräftigen, gedrunge-
nen und herzförmigen Eindruck; Scheibe
fein gestreift-punktiert, die Zwischenräume
ziemlich breit, etwas genetzt und mit ver-
einzelten feinen Pünktchen; der Apikal- und
Abb. 2: Seitenrand des Absturzeindruckes bis zum
Xyleborus jallavoidesn.sp. fünften Zwischenraum ziemlich scharf ge-
© Aufsicht i 3
kantet, in Verlängerung desselben auf dem
dritten Zwischenraum mit einem spitzen Zähnchen, der Eindruck
selbst glänzend und ohne nennenswerte Punktierung; vereinzelte
Härchen an den Seitenrändern des Absturzes und entlang der
Seiten.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Samoa.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 303
Xyleborus graniger n. sp.
Weibchen: Rotbraun, 1,9 mm lang, 2,35 mal so lang wie
breit. Diese neue Art gehört in meine Xylebori granulosi-Gruppe
und nimmt wegen der eigenartigen Ausbildung des Flügeldecken-
absturzes eine besondere Stellung ein.
Stirn breit gewölbt, mäßig glänzend, sehr dicht und schr
fein punktiert, nahezu unbehaart.
Halsschild so lang wie breit, in der Mitte am breitesten,
die hinteren Seitenecken ziemlich stark gerundet, die Seiten bis
etwas über die Mitte leicht divergierend, der Vorderrand sehr breit
gerundet, so daß die vorderen Seitenecken etwas hervortreten,
Summit deutlich hinter der Mitte, aber nur mäßig hoch, der api-
kale Teil mäßig schief gerundet und sehr dicht mit ganz feinen
Querschüppchen bedeckt, der Basalteil mehr glänzend und kaum
wahrnehmbar fein punktiert; feine kurze Härchen auf den Seiten
und auf der vorderen Wölbung. Schildchen klein, dreieckig und
glänzend.
Flügeldecken so breit und 1,4 mal so lang wie der Hals-
schild, die Seiten bis zur Mitte parallel, dann ganz leicht bogig
verengt, Hinterrand ziemlich breit gerundet und mit einem win-
zigen dreieckigen Ausschnitt an der Naht, der Absturz beginnt
deutlich hinter der Mitte, ist schief abgewölbt und im unteren Teil
mit einem deutlichen, aber nicht sehr tiefen Eindruck; Scheibe
glänzend, in Reihen etwas undeutlich punktiert, die Reihenpunkte
werden gegen den Absturz deutlich größer, die Zwischenräume
mäßig breit, zuerst kaum wahrnehmbar, dann deutlicher punktiert
und gegen den Absturz die Punkte durch deutliche setose Körnchen
ersetzt, das größte dieser Körnchen im oberen Drittel der Absturz-
wölbung am Beginn des Quereindruckes, der Eindruck selbst
matt, die Reihenpunkte in ziemlich kräftig vertieften Streifen, die
Zwischenräume leicht gewölbt und äußerst dicht punktiert.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Neu-Guinea, Berlinhafen.
Xyleborus indigens n. sp.
Weibehen: Dunkelrotbraun, stark glänzend, 6,3 mm lang
und 2,5 mal so lang wie breit. Xyleborus indigens n. sp. ist mit
Ayleborus sexspinosus Schedl näher verwandt, aber die Flügel-
deekenscheibe ist mehr glänzend, die Punktierung daselbst feiner
304 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
und die Bezahnung auf den Seitenwülsten des Hlügeldeckenein-
druckes wesentlich verschieden.
Stirnzwischen den weit nach vorne geschobenen Augen rela-
tiv eng, Tlach gewölbt, der Epistomairand stark zweibuchtig, Stirn-
tläche grob, dicht punktiert, im unteren Teil mit einer mehr glat-
ten, dachförmig erhöhten Längsschwiele ; Behaarung sehr lang aber
spärlich.
Halsschild wesentlich breiter als lang, die hinteren Seiten-
ecken etwas stumpfwinkelig und wenig gerundet, die Seiten im
basalen Drittei leicht divergierend, dann ganz leicht schief ver-
engt, so daß die vorderen Seitenecken deutlich in Erscheinung
treten, der Vordererand von oben gesehen weit gerundet, aber mit
schnabeiiörmig nach unten vorgezogenem Mittelteil, welcher mit
einer Reihe von gieich großen kräftigen Schuppenhöckern besetzt
ist; Summit sehr hoch, deutiich hinter der Mitte gelegen, vorne
steil gewölbt und dicht kräftig geschuppt-gehöckert, Basalteil
glänzend, relativ fein punktiert; die lang abstehenden Haare auf
die Seiten und das apikale Drittel beschränkt. Schildchen so breit
wie lang, glänzend.
Flügeldecken so breit und 1,8 mal so lang wie der Hals-
schild, am Beginn des Absturzes am breitesten, die Seiten gerade,
Apex im apikalen Drittel breit, etwas winkelig gerundet, der
Hinterrand gut gekantet und mit einem Saum niederer stumpfer
Höckerchen; der Absturzeindruck beginnt als breite Mulde beinahe
an der Basis, verbreitert sich dann kurz vor der Mitte und wird
gleichzeitig tiefer, in der unteren Absturzhälfte verschwindet der
Eindruck allmählich wieder und gegen den Hinterrand ist die
Absturzfläche der Quere nach breit gewölbt, die Seitenwülste des
Kindruckes sind in der oberen Hälfte sehr kräftig erhöht und mit
einer Reihe von fünf bis sechs spitzen, gleich großen Zähnchen
besetzt; die Flügeldeckenscheibe außerhalb des Eindruckes mit
ziemlich regelmäßigen Reihen sehr feiner Pünktchen, die Zwi-
schenräume glatt und vereinzelt punktiert, der Basaleindruck
dicht, etwas runzelig punktiert, die vertiefte Furche mit der Punk-
lierung kräftiger, aber ebenfalls unregelmäßig, die Naht allmäh-
lich und gegen den Hinterrand leicht dachförmig erhöht, zuersi
vereinzelt punktiert und dann jederseits mit einer Reihe kleiner
Körnchen, eine weitere Reihe von Körnchen zieht sich vom dritten
und fünften Zwischenraum von der seitlichen Abbruchstelle gegen
den Nahtwinkel, die Behaarung ist sehr spärlich und auf dieses
Körnchen beschränkt.
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 305
a nn
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Xyleborus minimus n. sp.
Weibchen: Gelbbraun, 1,9 mm lang, 2,5 mal so lang wie
breit. Die neue Art wurde bereits vom verstorbenen Forstrat Eg-
gers ausgeschieden und gehört in die Gruppe der kleinen Tropen-
Xyleborus, von der allgemeinen Form des Xyleborus testaceus
Walk., aber wesentlich kleiner und feiner skulptiert.
Stirn breit gewölbt, winzig punktuliert und fein punktiert.
Halsschild deutlich länger als breit (21,0:19,5), hintere
Seitenecken rechtwinkelig und kräftig gerundet, die Seiten bis
etwas über die Mitte subparallel, Apex breit gerundet; Summit
etwas vor der Mitte, Apikalfläche schief gewölbt, dicht geschuppt-
schöckert, Basalteil stark glänzend, mit zerstreuten, feinen, aber
recht deutlichen Punkten; Behaarung spärlich, auf die Seiten und
die apikale Fläche beschränkt.
Flügeldecken so breit und 1,6 mal so lang wie der Hals-
schild, von derselben allgemeinen Form wie in Äyleborus testaceus
Walk., die Scheibe gestreift-punktiert, die Zwischenräume mäßig
breit und mit je einer lockeren Reihe feiner Pünktchen, die auf
dem ersten und zweiten Zwischenraum wie kleine Körnchen er-
scheinen, alle Zwischenraumpunkte bezw. Körnchen mit abstehen-
den Härchen besetzt, auf dem flach gewölbten Absturz die Naht
und der dritte Zwischenraum leicht erhöht und mit drei bis vier
größeren, setosen Körnchen, der zweite Zwischenraum leicht ein-
gedrückt, die Apikalkante gut ausgebildet und ebenfalls fein ge-
körnt.
Type in Sammlung Schedi.
Fundorte: Philippinen, Luzon: Manila, W. Schultze. —
Java: Buitenzorg, V. 1924, L. G. E. Kalshoven, 5. 143. — Neu-
Guinea (alte Sammlung).
Xyleborus planipennis n. sp.
Weibchen: Rotbraun, 3,1 mm lang, 2,3 mal so lang wie
breit. Der Käfer gehört in die Xyleborus infans-Gruppe und ist
mit Xyleborus assimilis Egg. näher verwandt, jedoch wesentlich
größer, der Eindruck am Flügeldeckenabsturz ist viel tiefer und
breiter und der Flügeldeckenhinterrand mehr schaufelförmig ver-
längert.
Entomol. Arbeiten aus dem Muwseum Frey, Bd. 6, H.1 20
306 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Stirn breit gewölbt, spärlich punktiert, die relativ großen
Punkte mit langen Haaren besetzt.
Halsschild länger als breit (35:33), in der Mitte am breite-
sten, hintere Seitenecken etwas stumpiwinkelig und wenig gerun-
det, die Seiten bis zur Mitte leicht divergierend, Vorderrand sehr
breit gerundet, die vorderen Seitendecken deshalb deutlich; Sum-
mit in der Mitte, vorne schief abgewölbt und mit ganz niederen
Schuppenhöckerchen besetzt, die vielfach das Aussehen von niede-
ren Querrunzeln haben, Basalteil ziemlich glatt und kaum merklich
punktiert; abstehende Härchen auf das apikale Drittel und die
Seiten beschränkt. Schildchen mäßig groß, dreieckig, glänzend.
Flügeldeckenso breit und 1,6 mal so lang wie der Hals-
schild, in den basalen drei Fünfteln parallelseitig, dann leicht
schief verengt, Apex breit gerundet, der Absturz beginnt in der
Mitte, ist sehr schief gewölbt und jederseits der Naht im unteren
Teil deutlich eingedrückt; Scheibe ziemlich glänzend, in Reihen
schr fein und regelmäßig punktiert, die Zwischenräume sehr breit,
mit vereinzelten feinen Pünktchen; auf dem Absturz die Naht
gegen den Hinterrand dachförmig erhöht und mit einer ganz locke-
ren Reihe winziger Körnchen, solche Körnchen außerdem auf den
ganz niederen Seitenwülsten im Raume des dritten bis fünften
Zwischenraumes.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Fiji Inseln.
Diese neue Art wurde von Forstrat Eggers bereits ausge-
schieden, aber bisher nicht beschrieben.
Xyleborus spinachius n. sp.
Weibchen: Rotbraun, 2,7 mm lang, 2,5 mail so lang wie
breit. Mit Xyleborus armijer Schedl näher verwandt, aber etwas
größer, der scharf geschnittene Absturz an den Rändern deutlicher
abgesetzt, und die Zähnchen an demselben viel zahlreicher ; außer-
dem fehlen die zwei Höcker auf der Absturzfläche.
Stirn breit gewölbt, dicht punktiert und mit langen ab-
stehenden Härchen.
Halsschild ungefähr so lang wie breit, hintere Seitenecken
rechtwinkelig und sehr wenig gerundet, die Seiten in den basalen
zwei Fünfteln parallel, Apex breit gerundet, ohne deutliche sub-
apikale Einschnürung, der Vorderrand mit niederen stumpfen
Schuppenhöckerchen dicht besetzt; Summit sehr hoch und deutlich
hinter der Mitte gelegen, Apikalfläche schief gewölbt, dicht sehr
Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 307
fein geschuppt-gehöckert, diese Höckerchen mehr wie kleine Körn-
chen erscheinend, Basalfläche glänzend, sehr fein zerstreut punk-
tiert; die Behaarung im vorderen Drittel ziemlich dicht und lang.
Schildchen kaum wahrnehmbar.
Flügeldecken wenig breiter und 1,5 mal so lang wie der
Halsschild, die Seiten gerade, Apex im letzten Viertel sehr breit
gerundet, der ganze Absturzrand mit einem Saum kräftiger spitzer
Zähnchen besetzt, der Absturz selbst schief geschnitten, aber der
Quere nach leicht gewölbt; die Scheibe in der basalen Hälfte mehr
glänzend, deutlich gerunzelt und fein dicht punktiert, die Punkt-
reihen selbst kaum zu unterscheiden, die hintere Hälfte der Scheibe
ausgesprochen matt, die Pünktchen noch schwerer zu unterschei-
den, jedoch wie in dem vorderen Teil mit mäßig langen abstehen-
den Härchen besetzt; die Absturzfläche dicht punktiert, eine
reihige Anordnung gerade noch erkennbar, die einzelnen Punkte
mit mäßig gedrungenen Schüppchen besetzt.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Xyleborus squamatilis n. sp.
Weibchen: Gelbbraun, 2,0 mm lang, 2,7 mal so lang wie
breit. Mit Xyleborus trepanicauda Egg. näher verwandt, aber klei-
ner, die schief geschnittene Absturzfläche ohne deutliche Punkt-
streifen und ohne Höcker.
Stirn flach gewölbt, winzig punktuliert, fein zerstreut punk-
tiert, die Punkte gegen den Vorderrand feiner werdend und überall
mit langen abstehenden Haaren besetzt.
Halsschild kaum länger als breit, hintere Seitenecken
wenig gerundet, die Seiten bis zur Mitte parallel, Apex breit ge-
rundet, mit kaum wahrnehmbarer subapikaler Einschnürung, der
Vorderrand mit ganz niederen, gleich großen Schuppenhöckerchen
besetzt; Summit mäßig hoch, in der Mitte liegend, Apikalfläche
schief gewölbt und sehr fein geschuppt-gehöckert, Basalteil winzig
punktuliert und sehr fein punktiert; der ganze Halsschild fein
abstehend behaart. Schildehen sehr klein, kaum wahrnehmbar.
Flügeldecken so breit und 1,7 mal so lang wie der Hals-
schild, streng zylindrisch, im apikalen Viertel breit gerundet, der
Absturz steil, scharf geschnitten, der Rand erhöht und mit einem
sehr dicht gestellten Saum feiner spitzer Zähnchen besetzt, diese
Zäknchen zahlreicher als die mit ihnen korrespondierenden Zwi-
schenräume; Scheibe mit relativ undeutlicher Punktierung, die
20*
308 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ame.
Reihenpunkte gerade noch erkennbar, die Zwischenräume schein-
bar ebenfalls einreihig punktiert und die Zwischenraumpunkte
kurz abstehend behaart, vor dem Flügeldeckenabsturz wird die
ganze Oberfläche rauh, beinahe körnelig, und die Haare werden
zahlreicher, und die Zähnchen säumen die Absturzkante ein; die
gedrungen herzförmige Absturzfläche ist deutlich eingedrückt und
mit besonders gedrungenen Schüppchen dicht bedeckt.
Type in Sammlung Schedl.
Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912.
Xyleborus swezeyi Beeson, masc. nov.
Männchen: Dunkelrotbraun, 3,1 mm lang, 2,1 mal so lang
wie breit. Nach der allgemeinen Form gehört das Einzelstück ent-
weder zu Ayleborus swezeyi Bees. oder zu Xyleborus applanati-
declivis Schedl, wahrscheinlich aber wohl zur ersteren Art.
Stirn durch die schnabelförmige Verlängerung des Hals-
schildes ganz verdeckt.
Halsschild etwas länger als breit, wegen der eigenartigen
Form schlanker erscheinend, hintere Seitenecken schr stark gerun-
det, Seiten bis zur Mitte nahezu parallel, dann allmählich gerundet
verengt. so daß der Vorderrand schnabelförmig hervortritt und in
der Mitte eine kleine Einkerbung trägt, über derselben mit einer
Aushöhlung, die nach rückwärts allmählich verflacht, aber sich bis
zur Mitte des Halsschildes als breite Mulde fortsetzt, diese und der
apikale Eindruck längs der Mittellinie mit feinen Pünktchen, die
gegen die seitliche Aufwölbung sich zu ganz flachen Schuppen ent-
wickeln und kurze abstehende Haare tragen, die Punktierung auf
der basalen Hälfte ziemlich kräftig, längs der Mittellinie locker
gestellt. Schildchen sehr klein, kaum wahrnehmbar.
Flügeldecken so breit und 1,2 mal so lang wie der Hals-
schild, die Seiten in den basalen zwei Dritteln nahezu parallel,
dann bogig verengt, Apikalrand sehr breit gerundet, im ganzen
Umrif gedrungen oval; die Scheibe kurz, auf die basalen zwei
Drittel beschränkt, kräftig gestreift-punktiert, die Zwischenräume
breit, die Zwischenraumpunkte viel lockerer gestellt und feiner,
nach den basalen zwei Dritteln fällt der Absturz schief ab und ist
stark abgeflacht, der Apikalrand bis zum siebenten Zwischenraum
gut gekantet, die Reihenpunkte werden auf dem Absturz feiner,
die streifigen Vertiefungen bleiben jedoch erhalten, die Zwischen-
raumpunkte sind zahlreicher, aber sehr fein; die ganzen Flügel-
deeken ohne nennenswerte Behaarung.
Schedl: Borker- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 309
Type in Sammlung Schedl.
Fundort:Samoa.
Xyleborus truncatiferus n. sp.
Weibchen: Rotbraun, 3,4 mm lang, 2,6 mal so lang wie
breit. Mit Xyleborus striatotrunctatus Schedl näher verwandt, aber
noch etwas schlanker, die Flügeldeckenscheibe nur ganz leicht
punktiert und die Nahtzwischenräume auf der Absturzfläche kiel-
artig erhöht und gekörnt. |
Stirn breit gewölbt, ausgesprochen matt, winzig punktuliert,
sehr spärlich behaart.
Halsschild länger als breit (45:38), stark zylindrisch,
hintere Seitenecken breit gerundet, die Seiten bis weit über die
Mitte parallel, vorne breit gerundet, der ganze Vorderrand mit
einem Saum gleich großer Schuppenhöckerchen besetzt; Summit
vor der Mitte, vorne mäßig kräftig gewölbt und äußerst dicht fein
geschuppt, die Schüppehen vielfach wie kleine Körnchen erschei-
nend, der lange Basalteil glänzend, dicht fein punktiert; die Be-
haarung kurz, im vorderen Teil dichter. Schildchen dreieckig,
glänzend. |
Flügeldecken so breit und 1,26 mal so lang wie der Hals-
schild, streng zylindrisch, mit steiiem, scharf geschnittenem Ab-
sturz; die Scheibe fein gestreift-punktiert, die Reihenpunkte rela-
tiv klein und teilweise versenkt, die Zwischenräume breit, jeder
mit einer unregelmäßsigen Reihe locker gestellter feiner Pünkt-
chen; die Absturzfläche glänzend, die Reihen etwas kräftiger, die
Naht gegen den Hinterrand stark dachförmig erhöht und jederseits
einıeihig gekörnt, der ganze Seitenrand fein erhaben gerandet.
Type in Sammlung Schedi.
Fundort: Fiji.
Platypus pilidens n. sp.
Männchen: Rotbraun, 2,7 mm lang, viermal so lang wie
breit. Die neue Art ist in die Nähe von Platypus inutilis Schedl zu
stellen und an den langen Seitenfortsätzen des Flügeldeckenab-
sturzes sowie an den sehr eng gestellten Suturalzähnchen am api-
kalen Ausschnitt leicht zu erkennen.
Stirn stark abgeflacht, vollkommen matt, sehr grob, aber
locker punktiert, die Punkte gegen den Scheitel etwas kleiner
werdend und in der oberen Hälfte mit einem kräftigen Längskiel
in der Mitte, kurze Härchen auf den Punkten gegen den Scheitel,
310 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Halsschild länger als breit (9:7), hinter den mäßig tiefen
Femoralausschnitten am breitesten, Oberfläche sehr stark glänzend
und fein, aber nicht dicht punktiert, der feine Mittelkiel ist lang,
erreicht aber nicht die Basis.
Flügeldecken so breit und 1,7 mal so lang wie der Hals-
schild, am Ende der basalen drei Fünftel am breitesten, die Seiten
bis zu diesem Punkt gerade und nahezu parallel, dann deutlich,
aber schwach schief verengt, der Absturz beginnt im apikalen
Viertel und ist nur wenig gewölbt; die Scheibe stark glänzend, fein,
aber sehr regelmäßig ae -punktiert, die Zwischenräume glatt,
mit ganz vereinzelten Pünktchen; auf der leichten Absturzwölbung
unregelmäßig und ziemlich kräftig punktiert, diese Art der Punk-
tierung auch auf die Seiten übergreifend und die Punkte mit
kurzen rötlichen Härchen; apikale Rinne gut ausgebildet und oben
kantig begrenzt und mit einem größeren Körnchen in der Ver-
längerung des dritten Zwischenraumes, die Seitenfortsätze sehr
lang und spitz sowie stark nach unten gezogen, unmittelbar an der
Naht stehen zwei kleinere spitze Zähnchen, wodurch ein zweiter
Apikalausschnitt gebildet wird.
Type in Sammlung Schedi.
Fundort: Neu-Guinea, Berlinhafen.
Platypus solidus Walk., hirtus nov. subsp.
Männchen: Von derselben allgemeinen Form und gleicher
Größe wie Platypus solidus Walk., aber deutlich gedrungener, der
Halsschild äußerst dicht und sehr fein punktiert, besonders in der
apikalen Hälfte, die basale Hälfte und ein Streifen längs des Vor-
derrandes mit dichter gelber und sehr kurzer Behaarung, die
Flügeldecken mit den ns in deutlich eingedrückten
Streifen, die Zwischenräume sehr dicht punktiert und mit dichter
kurzer Behaarung, diese bis zum äußersten Ende der Flügeldecken-
fortsätze reichend und dort etwas länger.
Type in der Oalifornian Academy of Sciences, Paratypen in
Sammlung Schedl.
Fundort: Dutch New Guinea, Maffin Bay, Oktober 1944,
E. 8. Rose Coll.
oe. ‘
Breuning: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien 311
Eine neue Lamiden- -Gattung aus Brasilien
(Col. Geramb.)
Von 8. Breuning
Pater Pio Buck war so freundlich, mir eine Serie eines kleinen
Cerambyeiden zum Studium einzusenden, welcher auf einer Palme,
Butia eriospatha Becc., lebt. Es handelt sich um eine neue Gattung,
deren Beschreibung hier folgt.
Paraprobatius n. gen.
Langgestreckt. Fühler fein, viel länger als der Körper, die
Glieder 2 bis 4 unterseits spärlich kurz gefranst; das erste Glied
sehr lang und dünn, das dritte etwas länger als das vierte oder
erste (5) oder kaum länger (2), die nachfolgenden Glieder lang-
sam an Länge abnehmend. Fühlerhöcker ziemlich weit auseinander
stehend, kaum vortretend. Augen fein facettiert, stark ausgeschnit-
ten, die unteren Loben ungefähr so hoch wie breit. Stirn quer mit
einigen abstehenden Haaren besetzt. Halsschild quer, mit zwei
feinen Querfurchen, eine am Vorder-, die andere am Hinterrand,
sowie mit kleinem spitz-konischem, der Basis stark genähertem
Deitendorn; der Seitenrand vor dem Seitendorn geradlinig, zum
Vorderrand sowie vom Seitendorn bis zur Basis stark eingezogen.
Flügeldecken langgestreckt, mäßig gewölbt, etwas breiter als der
Halsschild, in den drei vorderen Vierteln kaum eingezogen, im
apikalen Viertel stark verengt, apikal schief abgestutzt, mit mäßig
tangen, dicht stehenden steifen abstehenden Seten besetzt.
Kopf nicht rückziehbar. Prosternalfortsatz sehr schmal, nie-
driger als die Hüften, regelmäßig verrundet. Mesosternalfortsatz
flach, sehr schmal, niedriger als die Hüften. Metasternum von nor-
maler Länge. Mittelhüftenhöhlen geschlossen. Letztes Abdominal-
segment apikal ziemlich stark ausgeschnitten. Beine mäßig lang;
Schenkel gekeult; Mittelschienen dorsal ausgeschnitten; Klauen
gesperrt.
312 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Typ: Bucki Breun. Diese Gattung gehört systematisch neben
Probatius. |
Parabrobatius Bucki n. sp.
Fühler zweimal so lang (5) oder um zwei Drittel länger (2)
als der Körper. Untere Augenloben merklich länger als die Wan-
sen. Einige sehr feine Punkte im Raum zwischen den oberen
Augenloben. Halsschild dicht und sehr fein punktiert. Schildchen
halbrund. Flügeldecken durchwegs sehr dicht und sehr fein punk-
tiert, apikal schief abgestutzt (Nahtecke nicht angedeutet, Rand-
ecke spitz-vortretend).
Dunkelrot, sehr fein seidenglänzend grau tomentiert. Flügel-
decken rotbraun tomentiert und sehr dicht fein weißlichgrau mar-
moriert, diese Marmorierung allerdings auf zwei ziemlich großen
Diskalflecken fehlend, eine postmediane und eine preapikale.
Länge: 61/y—9 mm; Breite: 2—23/, mm.
Typ 1 5 von Brasilien: Porto Alegre, X. 1952 — Il. 19535,
R. P. Pio Buck. — Zahlreiche Paratypen (59) von ebendort.
Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyi ssp. nov- 313
Prionotheca coronata Ol. [reyı SSpP. noV.
Von H. Bytinski-Salz, Tel Avıv-Jaffa (Israel)
Von Prionotheca coronata Oi. sind mir aus dem Gebiet von
Süd-Israel und Nordarabien bisher 3 Subspeeies bekannt gewor-
den:
1. Prionotheca coronata coronata Ol. (Abk. la). Von der typi-
schen Form liegen mir Stücke aus Ägypten und Algier vor, sowie
ein Exemplar, 35 mm lang, von Ejn Radjan im Wadi Äraba, 40 km
nördlich vom Golf von Akaba am 1. V. in einer Mausefalle ge-
fangen; leg. J. Wahrman.
0
2. Prionotheca coronata ovalis Ancey. 2 Exemplare von
Dr. Hardy im Dezember 1942 auf seiner Expedition zur Bekämp-
Abb. la: Prionotheca coronala coronata Ol. Ejn Radjan (Wadi Araba)
b: Pr. coronata freyi ssp. nov. Typus 5 km nördl. El Khalassa (Neger)
314 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955
fung der Wanderheuschrecken gefangen. Die Reise ging von Akaba
längs der Hedjasbahn und dann östlich nach Hail. Die Stücke tra-
gen keinen Fundort, nur die Nummer 40, und sind am 14. XI.
1922, d. h. in den ersten Tagen der Reise gesammelt, sicher nicht
mehr als 300 km südlich Akaba. Damit gewinnt auch die Angabe
über das von Bunge gesammelte Stück: Arabien oder Palestina in
coll. Mus. G. Frey sehr an Wahrscheinlichkeit. Die Stücke stim-
men in allen wesentlichen Merkmalen mit denen überein, die Koch
(Mitt. Münchn. Ent. Ges. 1939, XXIX p. 268— 274) für die Stücke
aus Bushire (S. Iran) angibt: spärliche Körnelung des Halsschildes,
Schulterkante mit längeren Stacheln; sekundäre Borsten der Flü-
geldeckenbehaarung nur etwa halb so lang wie die primären, die
aus den Randzähnen entspringenden Borsten die Zähne weniger
als die Zahnhöhe überragend, dagegen die Borsten hinter den
Tibienzähnen diese überragend; Furche auf der Unterseite der
Femora deutlich dicht behaart. Die Grundbehaarung und die helle
Wachskutikula sind zu sehr abgerieben, als daß sich deutliche
Färbungsunterschiede ergeben. Der einzige Unterschied gegenüber
der Beschreibung von Koch scheint darin zu liegen, daß die gro-
ßen apikalen Zähne der Epipleuralkante von den apikalen Zähnen
der Schulterrandkante nicht wesentlich weiter entfernt zu sein
scheinen als bei P. coronata coronata.
3. Prionotheca coronata freyi ssp. nov. (Abb. 1b). Diese neue
Form gehört ihrem ganzen Habitus nach zum Rassenkreis der
P. coronata coronata und nicht zu dem der P. coronata ovalis. Die
Körnelung des Halsschildes ist dicht, die Behaarung der Scheibe
lang aufstehend, nicht büschelig; die sekundären Borsten der Flü-
geldecken fast so lang wie die primären; die in den Randzähnen
inserierenden Borsten lang, in ihrem die Zähne überragenden Teil
ebenso lang oder länger als der Zahn hoch. Die Borsten hinter den
Tibienzähnen überragen diese deutlich; Innenfurche der Femora
kahl.
Ssp. freyi unterscheidet sich von ssp. coronata vor allem durch
die außerordentlich starke zahnartige Skulptur der Elytrenscheibe.
Diese ist bei ssp. coronata sehr schwach ausgeprägt, und nur die
2., 4. und 6. Reihe zeigen einige zahnartige Körnchen. Bei ssp. freyi
zeigt nur die erste Reihe zahnartige Körnchen, die 2. bis 7. da-
gegen nach außen an Größe zunehmende, leicht nach hinten ge-
bogene Stacheln, die in der 7. etwa 1/3 der Länge der Randstacheln
erreichen. Die 8. Reihe ist wieder kürzer bestachelt. Die Rand-
stacheln nicht wesentlich länger als bei ssp. coronata. Die falschen |
Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Öl. freyi ssp. nov- 315
Epipleuren mit 3—4 unregelmäßigen Reihen gebogener Zähne,
von denen die äußerste etwa 1/3 der Länge der Randzähne erreicht.
Epipleuralkante vom Beginn des Metasternums gezähnt, die Zähne
längs der abdominalen Sternite wesentlich länger als bei ssp. coro-
nata, die Zähne am Endrand aber wieder nur ebenso lang wie bei
5sp. coronata.
Ein weiterer Unterschied scheint in der Größe zu liegen: Ssp.
freyi: 32—40 mm, die Mehrzahl der Exemplare über 36 mm. Ssp.
coronata: 30—36 mm (die Exemplare meiner Sammlung), doch
gibt Reitter (Best. Tab. 25, 1893 p. 229) 35—40 mm an; ssp. ovalis
2 Exemplare 31-—-35 mm.
Holotypus und Ailotypus: 25 km nördlich Chaluza
2. III. 1946. Paratypen: zahlreiche 59'992: Nirim, Gvulot, Zei-
lim, Urim, Chaluza, Tel el Fara, Hazerim, 10 km und 15 km süd-
lich Beerscheba, Bir Asluj, Revivim 25. XII. — 16. V. in coll. mea,
coll. Abteilung für Pflanzenschutz des Isr. Agr. Minist., Zool. In-
stitut Univ. Jerusalem, Univ. Institut f. Naturwiss. Tel Aviv, Mus.
G. Frey München, Deutsch. Ent. Inst. Berlin. Mus. Civ. Stor. Nat.
Trieste.
Ein Übergangsstück aus der \Vüste Sinai bei Nod ei Naza,
August 1910, Meeresniveau, ex coli. Gebien in coil. Mus. G. Frey,
hat die Zähne der Scheibe kürzer, am Steilabfall fast glatt.
Es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, diese aufiallende,
größte palaearktische Tenebrionidenform nach Herrn Konsul G.
Frey zu benennen, in dankbarer Anerkennung für die Hilfe bei
Bestimmungen, die mir von den Herren seines Museums so bereit-
willigst geleistet wurde.
Ssp. freyi variiert in seiner Skulptur äußerst wenig, und so
glatte Stücke wie bei ssp. coronata wurden nie gefunden. Seine
Verbreitung in Israel erstreckt sich auf den westlichen Negev und
wird, grob gesprochen, begrenzt: im Nordosten durch die Straße
Gaza—Beerscheba, im Osten durch die Straße Beerscheba—Auja
el Safieh und im Süden durch die Sinaigrenze. Im nördlichen Sinai
selbst scheinen schon Übergangsformen zu ssp. coronata vorzu-
kommen, die dann weiter durch Ägypten und ganz Nordafrika
verbreitet ist. Die typische ssp. coronata dringt aber an der öst-
lichen Sinaiküste bis ins Wadi Arabah vor; beide geographische
Rassen sind aber in Israel durch die über 1000 m hohen Gebirgs-
züge des hohen Negevs getrennt und Übergangsformen dort ver-
mutlich nicht zu erwarten. Dagegen besteht die Möglichkeit, daß
®
316 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
sich ssp. coronata und ssp. ovalis in der Gegend des Golfes von
Akaba treffen.
Die Lebensweise von P. coronata freyi ist nächtlich, und bei
Tage verbergen sie sich im Löß- oder Sandboden in selbstgegra-
benen Löchern wie die Pimelien oder benutzen Reptilien- oder
Mäuselöcher als Unterschlupf. Einmal fing ich ein 79 am Eingang
eines verlassenen Fuchsbaues. Unter Steinen wurde bisher nur
1 Stück gefunden und entgegen der Beobachtung von Koch (Bull.
S. R. Ent. Egypte 1935 t. 19 p. 55) habe ich die Art bisher nur
einzeln, nie gesellschaftlich angetroffen. Nach den Resultaten der
üblichen Sammelmethoden müßte die Art als selten gelten, denn
ich habe in 10 Jahren nur relativ wenige Exemplare erhalten. Das
Aushacken von Asphodelus- und Grasbulten am Rande der Dünen
auf der Suche nach Schlangen brachte schon bessere Resultate. In
wirklich größerer Anzahl konnte ich die Art aber in den letzten
2 Jahren während der Bekämpfung der Wanderheuschrecken sam-
meln. 1—2 Tage nach dem Ausstreuen des mit Hexachlor-Cyclo-
hexanon (B.H.C.) vergifteten Kleieköders wurden tote oder ge-
lähmte Exemplare in größerer Anzahl gefunden. Beobachtungen
ergaben, daß die Tiere sowohl den Kleieköder als auch die ver-
gilteten Heuschrecken fressen, durch Lähmungserscheinungen ver-
hindert werden, sich am Morgen in ihre Schlupfwinkel zurück-
zuziehen und dann durch die Sonne ausgetrocknet werden. Die
Art ist nicht als häufig anzusprechen: Nach meiner Berechnung
kommt auf ca. 10000 m? etwa ein Exemplar, wobei zu berück-
sichtigen ist, daß auf derselben Fläche einige Hundert andere tote
Tenebrioniden zu finden sind.
Eine weitere Sammelmethode könnte im Aufstellen von mit
Mohrrüben und Gerste geköderten Mäusefallen bestehen. Wenig-
stens hat Dr. Wahrman eine ganze Anzahl Stücke auf diese Weise
gefangen, sehr zu seinem Leidwesen, da die Käfer öfters den Ver-
schluß zum Zuklappen brachten.
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosömen (Col.) 317
Die Cicindelen, Garaben u. Calosomen (Col.)
der Atshanıstan-Expedition 1951 und 1952
J. Klapperichs.
(Mit Textabbildungen)
Von Karl Mandl, Wien.
I. Die Cicindelen.
Unsere Kenntnis der Cicindeliden Asiens wies im Gebiet Af-
ghanistans seit eh und je eine bedauerliche Lücke auf. Afghanistan
war überhaupt das Land, dessen Koleopterenfauna nur bruchstück-
weise bekannt geworden ist. Alle Aufsammlungen betrafen immer
nur ganz wenige Exemplare in noch weniger Arten. Die entomo-
logische Ausbeute der wenigen sammlerisch tätigen Reisenden in
diesem Land war niemals der Erfolg systematischer Aufsamm-
lungen, sondern beruhte einzig und allein auf Zufallsfunden. So
kommt es, daß wir von allen an Afghanistan grenzenden Ländern
weit mehr Kenntnisse bezüglich der Koleopterenfauna haben als
von Afghanistan selbst. Länder wie Beludschistan, Nordwestindien,
Kaschmir, das Pamirgebiet Turkestans, Buchara, Transkaspien und
Persien sind diesbezüglich weit besser, wenn wohl auch noch nicht
ausreichend, erforscht. Schuld an diesem Umstand sind die schlech-
ten Bahn- und Straßenverhältnisse, die schon den relativ flachen
Süden nur schwer bereisbar machen; die Unzugänglichkeit des Ge-
birges, zur Hauptsache der von WSW nach ONO streichende Hin-
dukusch, machte eine koleopterologische Sammeltätigkeit nahezu
überhaupt unmöglich.
Herr J. Klapperich bereiste allen Schwierigkeiten zum
Trotz den praktisch gänzlich unerforschten Nordosten Afghani-
stans, die Provinzen Nuristan (das ehemalige Kafiristan) und Ba-
dakschan. Da er nach modernsten Methoden arbeitete, ist auch
seine Ausbeute entsprechend: Quantitativ ungemein groß und qua-
litativ reichhaltig an Arten. Wieviel der Wissenschaft überhaupt
318 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
noch unbekannte Arten sie beherbergt, ist vorderhand noch gar
nicht abzusehen. Auch seine Cieindelenausbeute beträgt fast 600
Exemplare, darunter zwei neue Formen in genügend großer Stück-
zahl, um Aufschluß über die Variationsbreite zu geben, wodurch
die Beschreibung als neue Rassen gesichert erscheint.
Zusammen mit den, wenn auch recht dürftigen Resultaten
aller bisherigen Aufsammlungen gibt die Ausbeute einen guten
Einblick in die geographisch-faunistischen Verhältnisse, worüber
am Schluß der Zusammenstellung ein kurzer Überblick gegeben
wird.
Die bisherigen Veröffentlichungen über afghanische Koleo-
pteren-Funde sind folgende: |
1. Aitchison, J. E. T., The Zoology of the Afghan Delimination
Comission, 1889, Transactions Lin. Soc. 2. Ser. 5, S. 33—142
(Coleoptera von Q. O. Waterhouse, S. 122—131).
. Heyden, Lukas v., Beiträge zur Koleopterenfauna von Afgha-
nistan, 1894, Deutsche Ent. Zeitschr., S. 81—84.
3. Scheibe, A., Entomol. Sammelerg. d. Deutsch. Hindukusch-
Exp. 1955 d. Deutsch. Forschungsgemeinschaft; 1936, Arb.
Morph. tax. Ent., Berlin, 3, S. 173— 213; ibid. 4, S. 177—191.
4. Taskhir Ahmad, Insect Fauna of Afghanistan — Ill. Coleo-
ptera, 1946, The Indian Journal of Entomology, 8, 5. 33—52.
. Horn, W., 1936, Coleopterorum Catalogus, 86, von Junk-
Schenkling.
Die unter 1. genannte Arbeit enthält keine Angaben über
Cieindelen. Aber auch die in den übrigen angeführten Publikatio-
nen vorhandenen Angaben über Cicindelen sind äußerst spärlich.
Angegeben werden folgende Arten, wobei die in Klammern ste-
henden Ziffern korrespondierend mit der Numerierung der Publi-
kationenliste sind.
Cicindela decempustulata ab. nigra Dokht. (in 2 u. 4)
Bar turkestanica ssp. maracandensis Solsky (in 2 u. #)
5 Fischeri Adams mit ? (in 5)
" Fischeri ssp. elongatesignata W. Horn mit ? (in 5)
2 chloris Hope (in 3 u. 4)
bigemina ssp. brevis W. Horn (in 4)
Die na an Cicindela-Formen beträgt somit 5 Arten in 6
Rassen.
ID
1
In einem noch unveröffentlichten Manuskript habe ich selbst
noch einen weiteren Beitrag zur Kenntnis der Cieindelenfauna Af-
ghanistans verfaßt. Wir verdanken diese erweiterte Kenntnis der
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen /Col.) 319
Cieindelenfauna dieses Landes der 3. Dänischen Expedition nach
Zentral-Asien. Die Zusammenstellung wird daher unter dem Titel
„Ihe rd Danish Expedition to Central Asia, Zoological Results’
in den Vidsk. Medd. f. Naturh. For. erscheinen. Die Ergebnisse
waren:
Cicindela Fischeri ssp. elongatosignata W. Horn
5 Fischeri ssp. pseudocaucasica m. (nov.)
a histrio Tschitsch.
2 lunulata ssp. ajghana m. (nov.)
Kirilowı Fisch.
= Kirilowi ssp. descendens Fisch.
Zu den oben genannten kommen somit noch drei weitere Är-
ten und zwei Rassen hinzu, wodurch sich die Zahl der aus Aighani-
stan bekannt gewordenen Formen auf 8 Arten in 11 Rassen erhöht.
In der folgenden Zusammenstellung sind, um es vorwegzu-
nehinen, folgende Arten aufgezählt:
Cicindela turkestanica ssp. badakschana m. (nov.) nebst
vv-Form (fa. viridis)
5; Kirilowi Fisch. nebst vv-Form
" sublacerata Solsky nebst v-Form
R sublacerata ssp. gracilescripta m. (nov.)
5 melancholica FE.
2 Fischeri ssp. elongatosignata W. Horn nebst ce-
Form
5 Fischeri forma trans ssp. pseudocaucasica m.
" chloris Hope nebst c-Form und n-Form
= sumairensis Herbst
Der gegenwärtige Stand unserer Kenntnisse über afghanische
Cicindelen ist somit: 11 Arten in 16 Formen (die Farbenaberratio-
nen bleiben ungezählt).
Cie. turkestanica ssp. badakschana (nov.)
Im allgemeinen der ssp. maracandensis Solsky sehr ähnlich,
doch soweit unterschieden, daß die Berechtigung zur Aufstellung
einer Subspecies gegeben erscheint.
Stirn bei allen vorliegenden Exemplaren kaum behaart bis
vollständig unbehaart. Erstes Fühlerglied immer unbehaart. Flügel-
decken kürzer und breiter, auch bei den 5 seitlich gebaucht. Der
Randteil der Mittelbinde ist quer und scharf winkelig, in der Regel
gegen den Seitenrand verbreitert, mit dünnem aber kürzerem
Haken, der rechtwinkelig zum Seitenteil steht, und in einem
320 Entom. Arbeiten abs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
kurzen, tropfenförmigen Endfleck abschließt. Häufig ist auch noch
dieser dünne Verbindungsstrich unterbrochen. Die Apikallunula
ist selten unterbrochen. Die Farbe der Tiere ist schwarz ; die Größe
chwankt zwischen 10 und 13 mm. Fundort: Schiva, Hochsteppe,
2500 m, auf feuchtem, lehmigem Boden, am 7. und 12. 7. 1953.
Schiva liegt im äußersten Nordosten Afghanistans, in der Provinz
Badakschan. Herr Klapperich brachte von dieser schönen Form
40 Exemplare mit.
Neben den schwarzen Tieren wurde noch eine schmutzig grüne
Aberration in wesentlich geringerer Stückzahl erbeutet und zwar
26 Exemplare. Bemerkt wird, daß nicht etwa die schwarz gefärbten
Tiere bevorzugt gefangen wurden. Das Verhältnis zwischen den
beiden Farbenabarten ist demnach 65% schwarze zu 33% grünen,
also fast zwei zu eins.
Der Penis ist schmal und im Mittelteil gerade gestreckt, am
linde wenig abgebogen. im Innensack sind die Hautlappen in
gleicher Weise mit Stachelfeldern bewehrt wie bei maracandensis,
die Chitineiemente sind in gleicher Anzahl und in gleicher Form
vorhanden, mit Ausnahme des Zahns, der wesentlich kürzer ist und
kein so lang ausgezogenes Endstück besitzt wie jener der ssp. mara-
cardensis. Besonders auf Grund dieses Unterschiedes erachte ich
die Aufstellung einer eigenen Rasse als gerechtfertigt.
Cie. turkestanica und ssp. maracandensis sind nach Roeschke
Tiere der Ebene, die nur wenig hoch ins Gebirge hinaufgehen. Mit
„Gebirge“ sind allerdings nicht solche Höhen gemeint, wie sie der
Fundort der neuen Rasse aufweist, nämlich 2800 m! Es zeigt sich
wieder der von Horn so oft festgestellte Einfluß des „Gebirgs-
milieus“ und auch der Feuchtigkeit auf das Dunklerwerden der
Tiere. Erwähnt sei noch, daß auch die grün gefärbte Aberration,
die auf den ersten Blick einer maracandensis gleicht, sich von
dieser bei näherer Betrachtung deutlich unterscheidet: Das Grün
ist wesentlich stumpfer, die Ränder und die Naht der Flügeldecken
sind fast immer grün und nicht leuchtend rot wie bei maracanden-
sis, und endlich sind auch Kopf und Halsschild grün und nicht
kupfrig, wie bei dieser. Drei Pärchen in meiner Sammlung, die
übrigen bei Herrn Klapperich.
Cie. chloris Hope.
Diese bisher nur aus Pandschab, Kaschmir bis Nepal und dem
Nordwesten Indiens (Pakistan) bekannt gewordene, schöne Art
liegt in einer großen Serie vor. Allerdings liegen alle Fundorte
4
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 321]
Abb. 1 und 2: Cie. turkestanica ssp. nuristanica m.
3 Cic. turkestanica ssp. maracandensis Solsky
noch südlich des Hindukusch. Die Mehrzahl der Tiere ist von
typischem Aussehen und smaragdgrün gefärbt. Nur wenige zeigen
eine, bisher noch nicht beobachtete, auffallende Abweichung: Der
Mittelrandfleck ist keine etwa dreieckige Makel wie normal, son-
dern eine abwärts gerichtete Binde mit einem deutlichen Strich nach
der Flügeldeckenscheibe. Die Farbe ist bei der großen Masse der
Tiere ein reines Smaragdgrün, einige wenige sind blaugrün, einige
schmutziggrün mit einem breiten, blauen Wisch in der Mitte der
Flügeldecken, und drei Exemplare sind auf der Oberseite schwarz.
Fundorte: Bashgultal 1150 m, 11. 4. und 19. 5. 1953. Kuitiau
1450 m, 2. 5. und 10. 5. 1953. Abe Debeli bei Sarobi, Kabulschlucht
10. und 11. 7. 1952 (ca. 5 km von Sarobi entfernt). Kamu 1300 m,
Bashgultal, 15. 7. 1952. Tangi-Gharub 1600 m, am Kabulfluß, 8.7.
und 21. 8. 1952. Mangul 1200 m, Bashgultal, 18. 7. 1952.
Cie. sublacerata Solsky.
Eine größere Anzahl von Exemplaren, die zur typischen Form
gehören. W. Horn gibt für das Vorkommen dieser Form ein
weites Gebiet von Cis- und Transkaukasien über Russisch- Arme-
nien, 'Iranskaspien, Westsibiren, Turkestan, Buchara bis Pamir
und Takla-Makan, Kaschmir, Nordpersien bis zur Grenze nach
Beludschistan an. Es wäre daher geradezu auffällig gewesen, wenn
diese Art in Afghanistan nicht vorkommen würde.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, H. 1 21
399 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Fundorte: Anjuman-Geb. 2900 m. Badakschan, 9. 8. 1952.
Duab 1000 m, Schikari, Kundustal, 24. 6. 1953. Khanabad 650 m,
Kataghan, 27. 6. 1953.
Ein Exemplar ist grünlich, bildet also die v-Form (nach der
Bezeichnung W. Horns).
Cic. sublacerata ssp. gracilescripta nov.
Von der Nominatform durch einige auffällige Merkmale
unterschieden: Endglieder der Taster zur Gänze leuchtend grün,
während bei sublacerata nur die Spitzen der Taster schwach metal-
lisch schimmern, sonst aber dunkelbraun sind. Die Wange ist viel
stärker und auf der ganzen Fläche behaart, bei der Nominatform
nur am unteren Rand. Der Halsschild ist schmäler, die ganze
Körpergestalt zierlicher. Die Zeichnung der Flügeldecken ist viel
zarter. Die Schultermakel ist gleichmäßig rund, der Endknopf
nicht merklich verdickt; bei sublacerata ist die Makel mehr mond-
förmig, ja sogar eckig, der Endknopf sehr stark verdickt. Die
Mittelbinde ist eine s-förmig gekrümmte Linie, mit einzelnen
schwachen Auszackungen im Mittelteil. Die dünne Randlinie er-
reicht weder die Humeral- noch die Apikalmakel, letztere ist an
der Spitze wesentlich weniger verdickt. Die Farbe der Tiere ist ein
dunkles, kupfriges Grün. Länge 7—7,5 mm. Drei Pärchen von
Darobi. 900 m, am Kabulfluß, 12. 6. 1952. Die Zeichnungsverschie-
denheit zwischen den beiden Formen ist ganz analog jener zwischen
Cie. arenaria Fuessl. fa. typ. und ssp. viennensis Schrank.
Cie. melancholica F.
Eine größere Serie von vollkommen normal aussehenden
Stücken. Die Art ist auffallend weit verbreitet: Europa (Süden),
die Küsten rund um Afrika, dann Arabien, Persien, Kaschmir,
Pandschab bis Bengalen.
Fundorte: Duab 1000 m, Sehulert Kundustal, 24. 6. 1953.
Aliabad 1000 m, Kundustal, 25. 6. 1953. Baschgultal 1100 m, 14. 7.
1952. (Dieses Exemplar ist von auffallender Größe.)
Cie. Kirilowi Fisch.
Diese Art wurde in sehr großer Menge erbeutet (über 270
Exemplare), die alle bis auf zwei von einheitlich dunkelerzbrauner
Farbe waren, wie sie die Nominatform zeigt. Die zwei aberrant
gefärbten Stücke waren smaragdgrün, also die vv-Form nach der
Bezeichnungsweise W. Horns. Bisher waren derart rein grün ge-
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Go!.)
YHND
323
färbte Exemplare von dieser Art noch nicht bekannt. Die Fundorte
liegen zum größten Teil südlich des Hindukusch, ein Fundort im
Norden. Die Art ist aus Turkestan, Persien, Kaschmir, Nordwest-
indien und Iranskaspien bekannt.
Fundorte: Achmede Dewane 2700 m, Baschgultal, 18.—28. 7.
1952. Peschawurdo 2200 m, Baschgultal, 21. 7. 1952. Purstan 1700
m, Baschgultal, 19. 7. 1952. Mangul 1250 m, Baschgultal 18. 7.
1952. Kamdesch 2200 m, Baschgultal, 17. 7. 1952. Darufalun bei
Kabul, 17. 6. 1955. Senna 1800 m, Kokschatal, Badakschan, 16. 7.
1953.
Cie. Fischeri ssp. elongatosignata W. Horn.
y
Etliche 50 Exemplare, die zum größten Teil in Form, Farbe,
Zeichnung und Größe der Horn’schen Subspecies entsprechen. Sie
sind relativ klein, düster braun gefärbt und schwach gezeichnet.
Ein Exemplar ist blau, ist also die ce-Form, die bisher bei dieser
Subspecies noch nicht bekannt war. Etliche Exemplare sind bedeu-
tend größer und breiter gebaut und zeigen eine auffallend ver-
breiterte Zeichnung: Die Mittelbinde tendiert nach unten in der
Richtung zur Scheibenmakel, die Randlinie ist breiter und länger,
sie zeigt also eine Entwicklung zur Zeichnung der von mir auf-
gestellten ssp. pseudocaucasica (i. 1.), die von der 3. Dänischen
Zentral-Asien Expedition aus einem weiter südlich gelegenem Ort
mitgebracht wurde.
Fundort: Tangi-Gharuh 1600 m, am Kabulfluß, 21. 8. 1952.
Cie. sumatrensis Herbst.
Etliche 30 Exemplare von typischem Aussehen; nur ein ein-
ziges Exemplar ist schwärzlich verdunkelt (n-Form). Alle Stücke
stammen aus einem Gebiet nördlich des Hindukusch.
Fundorte: Doab, Kundustal 1700 m, 1. und 24. 9. 1952. Khana-
bad 650 m, Kataghan, 27. 6. 1953.
Klapperichs Aufsammlung umfaßt somit 7 Arten in 9
Rassen und ist ein auffallendes Gemisch von paläarktischen und
orientalischen Formen. 5 Arten, nämlich turkestanica, melancho-
lica, Kirilowi, sublacerata und Fischeri sind paläarktisch, 2 Arten,
chloris und sumatrensis, sind orientalisch. Zu diesen kommen noch
aus den früher bekannt gewordenen Aufsammlungen weitere 2
paläarktische, nämlich decempustulata und lunulata und 2 orienta-
lische Arten hinzu: bigemina und histrio. Alle genannten paläark-
tischen Arten sind in den westlich von Afghanistan gelegenen Län-
Ir
324 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
dern weit verbreitet und konnten in dem breiten Flußbett des Amu
Darja in das Gebiet nördlich des Hindukusch vordringen, während
ihnen im Süden ein Steppen- und Wüstengebiet als geradezu idea-
les Terrain Gelegenheit bot, über Afghanistan hinaus weit nach
Beiudschistan, also in das orientalische Gebiet, vorzudringen. Von
dieser Gelegenheit machten die Arten lunulata, Kirilowi, sublace-
rata und melancholica reichlich Gebrauch.
Das Vordringen der orientalischen Arten scheint aber zur
Hauptsache auf einem anderen Weg vor sich gegangen zu sein,
nämlich im Industal und Kabultal aufwärts, dann im Baschgultal
bis zum Hindukusch (chloris), bzw. das Panchirtal nach Norden
über den Hindukusch hinüber ins Kundustal (bigemina und suma-
trensis). C. histrio hingegen dürfte von Karatschi über Beludschi-
stan bloß nach dem Süden von Afghanistan eingedrungen zu sein,
da sie weiter nordwärts nicht erbeutet wurde.
Es ist wahrscheinlich, daß auch einige paläarktische Arten
(Kirilowi, sublacerata und melancholica) den gleichen Weg vom
Flußgebiet des Amu Darja über die Hochsteppen des Hindukusch
ins Industal nach Pandschab gefunden haben und von da dann
weiter bis Kaschmir gekommen sind. |
Die gegenwärtige Verbreitung der Cicindelenarten macht diese
Art der Wanderung wahrscheinlicher als die quer durch den Süden
Alghanistans um den Westabfall des Hindukusch herum und ent-
lang seines Nordabhanges bis nach Badakschan. Es scheint also, daß
Gebirge wie der Hindukusch mit Gipfelerhebungen über 5000 m
und Pässen über 4000 m in diesem geographischen Raum kein
Hindernis für die Ausbreitung migrationsfähiger Arten sind oder
wenigstens in jüngster geologischer Vergangenheit waren. Ein Aus-
tausch der Faunen zu beiden Seiten des Gebirges scheint möglich
oder möglich gewesen zu sein. Herr Klapperich glaubt aller-
dings aus der Tatsache, daß er in der Nähe der Pässe niemals Ci-
cindelen gesehen hat, schließen zu müssen, daß ein solcher Faunen-
austausch nicht stattfand oder stattfindet.
ll. Die Calosomen und Caraben
Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, daß die Ausbeute von
Expeditionen in die Länder des vorderen und mittleren Orients
immer wieder eine relativ große Anzahl von Arten der Gattung
Calosoma enthält und zumeist auch eine recht ansehnliche Menge
von Exemplaren jeder Art. Die österreichische Iran-Expedition
1949/50 brachte z. B. 45 Exemplare in 5 Arten mit, und die eben
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 325
von mir bearbeitete Ausbeute Klapperichs enthielt 145 Exem-
plare in vier Arten. In schroffem Gegensatz hiezu war die Ausbeute
‚an Caraben, trotzdem Herr Klapperich nach seinen Angaben
Zehntausende von Steinen umgedreht hat: Zwei Arten in je einem
Exemplar! Beide allerdings für die Wissenschaft noch unbekannt.
Die vier Calosoma-Arten sind: Cal. (Callistriga) dsungaricum
Gebl. in 73 Exemplaren; Cal. (Callistriga) Olivieri Dej. in 13
Exemplaren; Cal. (Callistriga) indicum Hope, und zwar die von
mir beschriebene Rasse densegranulatum in 35 Exemplaren und
ein Cal. (Callisthenes) spec. 'nov. in 2 Exemplaren.
Die mustergültige Bezettelung des Materials gibt genauen
Aufschluß über die Verbreitung dieser vier Arten, wenigstens in
dem von H. Klapperich explorierten Gebiet Afghanistans sowie
über die Zeit ihres Vorkommens. Nachstehend die Fundorte und
die Fangdaten für die einzelnen Arten:
Cal. (Callistriga) dsungaricum Gebl.
Umgebung von Kabul, 1740 m (52 Ex. in der Zeit vom 10. 5.
bis 15. 9. Die Hauptmasse wurde in den Monaten Mai-Juni erbeu-
tet); Darufulun bei Kabul, 1800 m (1 Ex.); Sarobi, 900 m, am
Kabulfluß (2 Ex.); Sarekanda, 2800 m im Gebirge (3 Ex.); Gor-
bandtal, 1900 m (1 Ex.); Kandahar, 950 m (1 Ex.); Schiva Hoch-
steppe, 25800 m (6 Ex.); Kalasau, 2000 m, Kokschatal, Badakschan
(1 Ex.); Bashgultal, 1200 m, Nuristan (7 Ex.).
Cal. (Callistriga) Olivieri Dej.
Kabul, 1700 m (2 Ex. 20. 3.); Bashgultal, 1100 m, Nuristan
(11 Ex. 3.4.—13. 5.).
Cal. (Callistriga) indieum densegranulatum Mandl.
Kutiau, 1450 m, Nuristan (2 Ex. 2. 5.); Achmede Dewane.
2700 m, Bashgultal, Nuristan (2 Ex. 28. 7.); Apsai, 2000 m, Bash-
gultal, Nuristan (1 Ex. 20. 5.);Bashgultal, Kamu, 1500 m, Nuristan
(2 Ex. 26. 4.); Bashgultal, 1100—1200 m, Nuristan (28 Ex. 9. 4. bis
24. 5.). Es ist beachtenswert, daß diese Art nur in Nuristan gefan-
gen wurde.
Zu der letztgenannten Art ©. indicum Hope, bzw. zu ihrer
Rasse densegranulatum Mandl seien einige zusätzliche Bemerkun-
gen gestattet. Vor allem glaube ich in ihr eine selbständige Art
sehen zu müssen. Roeschke hat (Ent. Nachr. 1900, S. 59) die
von Ho pe aufgestellte Art nach Einsicht des gesamten noch vor-
326 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
handenen Materials als Varietät zu auropunctatum Herbst gestellt.
Er glaubte sich zu dieser Auffassung bekennen zu müssen, da auch
diese Ferm, wie alle anderen, die er gleichzeitig zu auropunctatum
zog, eine große Veränderlichkeit zeigt und letzten Endes anschei-
nend durch Zwischenformen mit diesen verbunden ist. Breunin g
(Mon. d. Gatt. Calosoma, Kol. Rdsch. 15, 1927) folgte ihm in dieser
Auffassung vorerst, mußte aber später erkennen, daß die geogra-
phischen Tatsachen mit dieser Anschauung nicht übereinstimmen
und revidierte seine Ansicht (Fol. Zool. Hydr. 6, 1934, 5. 36), indem -
er alle von Roeschke zu auropunctatum gezogenen Formen als
Species wieder herstellte. Dieser Ansicht schließe auch ich mich jetzt
vorbehaltlos an. Früher glaubte ich, indicum Hope von chinense
Kirby nicht spezilisch trennen zu sollen. Ich habe daher die mit
indıcum nahe verwandte Form, densegranulatum m. (Kol. Rdsch.
32, 1951—54#), als Unterrasse zu dieser Form, bzw. weil nomenkla-
torisch nicht anders möglich, als Subspecies zu chinense gestellt.
An Hand des Materials, das mir H. J. Klapperich zur De-
termination sandte, mußte ich feststellen, daß es doch richtiger
wäre, indicum Hope von chinense Kirby zu trennen. Die Unter-
schiede sind auffallend genug und lassen sich folgendermaßen
charakterisieren: ©. chinense ist eine Art von sehr großem Körper-
bau und heller, brauner Farbe der Oberseite. Trotz der Größe wir-
ken die Tiere schlank, weil die Flügeldeckenseitenränder fast
parallel sind. Die Halsschildhinterecken stehen weiter ab als bei
indicum. Die Flügeldeckenskulptur ist wesentlich anders und dar-
in liegt der Hauptunterschied zwischen den beiden Formen: €. chi-
nense besitzt keine Intervalle in dem Raum zwischen je zwei mit
goldgelben bis goldgrünen, relativ großen Grübchen unterbroche-
nen Primärintervallen. Dieser Raum ist an der Flügeldeckenbasis
mit einer gleichmäßig feinen Beschuppung und weiter hinten mit
einer noch feineren Körnelung ausgefüllt. Von den für eine nähere
Verwandtschaft in Betracht kommenden Formen zeigte nur noch
die ssp. yunnanense Breuning eine ähnliche Skulptur. Sie ist daher
mit Recht zu chinense zu stellen. Auch geographisch ist diese Zu-
teilung gerechtfertigt, da chinense bis Szetschuan vorkommt, und
yunnanense irf der südlich von Szetschuan gelegenen Provinz Yun-
nan lebt.
C. indicum ist wohl auch relativ schmal, doch ist ihr Körper-
bau breiter und gedrungener. Die Halsschildhinterecken sind seit-
lich weniger abstehend, oftmals sogar ganz anliegend. Die Flügel-
deekenskulptur besteht aus wenigstens undeutlichen Intervallen,
Paz Een
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Co!.) 32
von denen zwischen je zwei Primärintervallen fünf zu zählen sind.
Zwei weitere Rassen, kashmirense Brauning und nivale Breuning,
zeigen allerdings nur drei Intervalle zwischen je zwei Primärinter-
vallen. Diese Intervalle bestehen nur an der Flügeldeckenbasis aus
kleinen, aber doch deutlich schuppenförmigen Gliedern, die so
schmal sind, daß zwischen je zwei nebeneinander liegenden Inter-
vallen ein schmaler, glatter und daher etwas glänzender Zwischen-
raum, also ein Streifen entsteht. An den Flügeldeckenspitzen bis
über die hintere Körperhälfte hinaus geht die Beschuppung in eine
feine Körnelung über. Nach Roeschke, der die etwa 20 Exem-
plare der Hope ’schen Sammlung besichtigt hat, sind alle dunkel-
bis leuchtend kupfrig. An der Basis sind die Streifen noch als Rudi-
mente erkennbar, ebenso die Schuppen. Die ersteren verschwinden
aber bald und bei letzteren tritt eine völlige Auflösung in eine
grobe, nach der Spitze zu immer feiner werdende Körnelung ein,
dort genau der Körnelung von chinense entsprechend. Der Hals-
schild ist so groß und breit wie bei chinense und zeigt wie bei
dieser eine Schweifung nach außen.
Andrews bezeichnet die Färbung von indieum als etwas
dunkler als die von chinense und weist ferner noch auf die kürze-
ven Flügeldecken bei indicum hin. Mir stand nur ein X des €. indi-
eum aus Spiti Tscho Ti, Indes anglais., von Andrews determi-
niert, zur Verfügung, das in allen Eigenschaften mit obiger Be-
schreibung übereinstimmte.
Die von mir beschriebene Rasse densegranulatum hat etwas
breitere Schüppchen, die keine Streifenbildung mehr zulassen. Die
Intervallgrenzen sind die seitlichen Begrenzungslinien der Schup-
pen. Auch bei dieser Form geht die Beschuppung allerdings erst
im hinteren Drittel der Flügeldecken in eine Körnelung über.
Bei der Beschreibung des densegranulatum lag mir leider nur
in einziges @ aus dem Uhotangebirge in Ostturkestan aus der
Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien vor. Auf
Grund des Klapperichschen Materials, das auch zahlreiche
0’ enthält, kann ich die Beschreibung ergänzen. Die neue Rasse
ist im allgemeinen noch etwas plumper und flacher als indicum.
Kopf und Halsschild sind feiner punktiert, weniger gerunzelt und
daher glänzender. Die Schuppenskulptur ist bis ins zweite Flügel-
deckendrittel zu beobachten, bis dorthin ist auch eine deutliche
Reihenanordnung der Schuppen erkennbar. Die Primärintervalle
sind manchmal etwas breiter und dadurch deutlicher hervor-
tretend. Die Primärgrübchen sind groß und kupferrot. Die Farbe
328 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
der Oberseite ist in der Regel schwarz, bei ganz wenigen Exempla-
ren dunkel-kupferbraun. Die Größe der Tiere schwankt zwischen
18 und 23 mm bei den 7 "und zwischen 19 und 24 mm bei
den SQ.
Allotype: 1 aus dem Bashgultal, Nuristan, leg. J. Klappe-
rich, in der Sammlung Klapperich. Weitere Exemplare (Pa-
ratypen) von verschiedenen Fundorten in Nuristan (siehe Einlei-
tung) in meiner Sammlung und bei H. J. Klapperich.
Diese Form wurde von P. Eidam bereits kurz beschrieben,
aber nicht benannt. (Entom. Sammelerg. d. Deutsch. Hindukusch-
Exp. 1935, Arb. morph. tax. Ent. 1937, 4, S. 177.) Die Beschreibung
lautet: ‚„„Calosoma maderae ssp. indicum Hope. Ein schmales 9,
das sich von dem mir vorliegenden indicum Hope aus Kaschmir
durch flachere Flügeldecken mit feinerer Skulptur und viel dunk-
lerer, fast schwarzer Färbung der Oberseite unterscheidet. Bisher
nur aus Indien bekannt. 1 5, Djelalabad, 23. 5. 35.‘
Ein weibliches Exemplar aus dem Bashgultal, 1100 m, am
17. 4. 1953 erbeutet, zeigt eine Besonderheit in der Flügeldecken-
skulptur. Im allgemeinen ist diese dem indicum densegranulatum
recht nahekommend, doch sind die in kleinere Körnchen zerteilten
Schuppen deutlich in drei Intervallen angeordnet, durch welches
VMlerkmal dieses Exemplar auch ungemein stark an dsungaricum
Gebl. erinnert. Man wird nicht fehlgehen, wenn man in diesem
Stück einen Bastard zwischen den beiden genannten Formen an-
nimmt. Im Bashgultal leben diese beiden miteinander ziemlich
nahe verwandten Arten nebeneinander.
Als ich mein C. iranicum beschrieb (Sitz. ber. Osterr. Akad.
d. Wiss., Math. nat. Kl. I, 162, S. 56) machte ich die Bemerkung,
dai3 diese Form allenfalls als Rasse zu indicum zu stellen wäre,
wenn letztere eine eigene Species wäre. Diese Ansicht kann ich
heute nicht mehr aufrechterhalten, da bei iranıcum die Beschup-
pung viel deutlicher und regelmäßiger ist und diese Beschuppung
erst im letzten Viertel der Flügeldecken in eine Körnelung über-
geht. C. iranicum m. ist also eine dem C. indieum sehr nahe-
stehende, aber selbständige Art.
Cat. (Callisthenes) Klapperichi spec. nov.
Dem C. usgetense Solsky nahestehend, doch durch folgende
Eigenschaften unterschieden: Gestalt etwas kürzer und breiter, da-
her plump wirkend. Beine kürzer, besonders auffallend ist die
Kürze der Schienen und der einzelnen Tarsenglieder. Auch die
Mandl: Gicindelen, Caraben und CGalosomen (Col.) 329
Fühler sind sehr kurz und erreichen beim 9 bei weitem nicht die
Halsschildbasis. Kopf fein punktiert, Stirngruben breit und lang,
die Augenmitte knapp erreichend, längs der Augen nicht gerun-
zelt. Die Querfurchung der Mandibel nur undeutlich erkennbar.
Halsschild quer, um ein Viertel breiter als lang, größte Breite vor
der Mitte, von da nach hinten ziemlich geradlinig verengt. Seiten-
rand breit abgesetzt und stark aufgebogen, besonders in der Ge-
gend der Hinterecken, sich dadurch von usgetense besonders auf-
fällig unterscheidend. Hinterecken als mäßig verrundete Lappen
die Halsschildbasis etwas überragend. Scheibe fast glatt, gegen die
Ränder zu fein gerunzelt punktiert, stärker gerunzelt in den seich-
ten Gruben am Hinterrand (usgetense hat viel tiefere und glattere
Gruben). Vorderrand strichförmig abgesetzt, Mittelfurche nur we-
nig deutlich. Flügeldecken stark gewölbt, Schultern stärker ver-
rundet als bei usgetense, Seitenrand breiter abgesetzt und aufge-
bogen, dicht gekörnt (bei usgetense glatt). Flügeldeckenskulptur
aus 16 Punktreihen bestehend, die in der Mitte kaum erkennbar
sind. gegen den Rand zu aber immer deutlicher werden, dort auch
ziemlich regelmäßig gekörnt. Unterseite fein punktiert, stellen-
weise, wie am vierten Abdominalsternit und an den Brustseiten-
abschnitten, gröber punktiert. Länge 20 mm.
Typus: 1 5 aus Schiva, Hochsteppe 2300 m, 21. 7. 53, Badak-
schan, N. O. Afghanistan, leg. J. Klapperich, in der Sammlung
Klapperich. Allotypus: 1 2 und Paratypus, ein zweites 9 vom glei-
chen Fundort in meiner Sammlung bzw. bei H. J. Kapperich.
Dem erfolgreichen Sammler zu Ehren benannt.
Carabus (Trachycarabus ) Delerei spec. nov.
Dem C. Bogdanowi Ball. bzw. erosus Motsch. nahestehend,
aber durch folgende Eigenschaften unterschieden: Kinnzahn spitz
dreieckig, aber wesentlich kürzer als die Seitenloben; Halsschi!d-
seitenränder gegen die Hinterecken stärker verrundet, die Hinter-
ecken wohl auch nur wenig über die Basis hinausragend, aber ab-
gerundet, nicht eckig wie bei Bogdanowi und erosus. Flügeldecken
mit deutlichen Punktstreifen, die Intervalle flacher und aus in
eine Spitze ausgezogenen, schuppenartigen Teilstücken bestehend.
Gegen die Flügeldeckenspitze zu nur mehr fein gekörnt. Oberseite
nur schwach glänzend. Am ähnlichsten sieht diese Form noch der
Rasse auliens's Lap., doch sind die Intervallsegmente noch viel
stärke: verflacht. Länge 18 mm.
330 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
Typus: 1 9 aus Do-Schack, 2500 m, Khingantal, 1. 10. 52,
Hindukusch, O. Afghanistan, leg. J. Klapperich, in meiner
Sammlung. 5’ unbekannt.
Vorliegende Form ist möglicherweise eine Rasse des Bogda-
nowi Ball., doch spricht der weitab gelegene Fundort dagegen.
Auffallend ist jedenfalls auch der stark verrundete Halsschild und
die stark abgerundeten Hinterecken, welche Eigenschaften keine
Bogdanowi- oder erosus-Rasse zeigt. Dem unermüdlichen Förderer
der entomologischen Wissenschaft, H. Josef Delere zu Ehren
benannt.
Car. (Plesius) Klapperichianus spec. nov.
Diese schöne, neue Plesius-ÄArt ist mit keiner der bekannten
sechs Arten näher verwandt, wohl aber mit zwei von mir neu auf-
gestellten Arten, deren Beschreibung im kommenden Jahrgang der
Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien erscheinen wird.
Die Gestalt ist weniger lang gestreckt als bei hissarianus Sem., auch
etwas stärker gewölbt. Kopf lang und schmal, Augen ziemlich stark
vortretend, Clypeus deutlich abgesetzt, Oberlippe breit und rela-
tiv tief ausgeschnitten. Kinnzahn spitz dreieckig, so lang wie die
Seitenloben. Stirnfurchen deutlich, bis über den Vorderrand der
Augen reichend. Kopfoberseite auf der Stirn schwach punktiert,
neben den Augen und vor dem Halsschild gerunzelt. Halsschild
nur um ein Geringes länger als breit, im ersten Drittel am breite-
sten, von da ab ziemlich stark und deutlich herzförmig geschwun-
sen zur Basis verengt. Am Seitenrand ist eine mediale und eine
basale Borste vorhanden. Der Vorderrand ist etwas bogig, strich-
(örmig abgesetzt. Seitenränder nur schmal abgesetzt aber deutlich
aufgebogen und mit sehr deutlichem Rand. Hinterwinkel spitz
dreieckig, über die Basis verlängert und etwas nach aufen ab-
stehend. Halsschildgruben nur sehr undeutlich, strichförmig.
Mittellinie nur auf der Scheibenmitte erkennbar. Halsschild auf
der Scheibe dicht punktiert, am Hinterrand und in den Gruben
gerunzelt punktiert. Schildchen längsgerunzelt.
Flügeldecken langoval, Schultern deutlich vorspringend, Sei-
tenrand mäßig breit abgesetzt und aufgebogen. Oberseite mit 15
wenig gewölbten, gleichartigen Intervallen, zwischen ihnen dicht
punktierte Streifen. Erstes Intervall mit der Naht verschmolzen.
Primärintervalle, besonders das zweite und dritte, hauptsächlich
gegen die Flügeldeckenspitze zu, durch Grübchen unterbrochen
und in längere oder kürzere Kettenglieder aufgelöst. Die Intervalle
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 331
sind, je mehr gegen die Ränder bzw. gegen die Flügeldeckenspitze
zu, desto stärker durch Querstriche unterbrochen und in Körner-
reihen aufgelöst. Oberseite von Halsschild und Flüge!decken
schwarz. Seitenränder, besonders der Flügeldecken, breit leuch-
tend violettrot. Unterseite schwarz, Meso- und Metaepisternen
weitläufig grob punktiert; Abdomen nur an den Rändern punk-
tiert, Scheibe glatt mit zwei Porenpunkten am letzten und je einem
Porenpunkt auf dem vor- und vorvorletzten Segment jederseits.
Ventralfurchen tief und vollkommen.
Beine schlank, Vorderschenkel beim 5 ein wenig gekeult.
Vorderschienen gefurcht, Hinterschenkel nicht gefurcht. An den
Vorderschienen des 7 die drei ersten Glieder verbreitert und be-
sohlt. Länge 20 mm. 9 unbekannt.
Von hissarianus Sem. durch den breiten Halsschild und die
breitere Gestalt hinlänglich unterschieden, außerdem noch durch
die Farbe und die Verbreiterung und Besohlung dreier Vorder-
tarsenglieder (bei hissarianus sind nur zwei verbreitert und be-
sohlt). Von omphreodes Rttr., der nach neuerer Feststellung (Be-
heim-Breuning, Mitt. Münch. Ent. Ges. 33, 1943, S. 20) nicht iden-
tisch mit hissarianus Sem., sondern eine selbständige Art ist, schon
dadurch unterschieden, daß dieser schmäler ist und nicht gekörnte
/wischenräume (Intervalle) besitzt. Außerdem ist omphreodes
schwarz. Der Fundort ‚„.Mardin“ mag ein kleines, unbedeutendes
Dorf in Afghanistan oder in Buchara sein, jedenfalls stammt der
Käfer nicht aus Mardin in Kleinasien. Von arcanus Sem. ebenfalls
durch die Erweiterung der Vordertarsenglieder, die bei arcanus
nicht erweitert sind, unterschieden. Sphinz Rttr. ist wesentlich
größer (32 mm) und besitzt vier erweiterte Vordertarsenglieder.
Midas Rttr. hat vollkommen verflachte Intervalle, ist gewölbter
und ebenfalls wesentlich größer (25 bis 30 mm). Auch Dokhtou-
rolfi Ganglb. ist gewölbter, größer und besitzt flachere Intervalle.
während Staudingeri Ganglb. eine wurmartig gerunzelte Flügel-
deckenoberfläche hat. Thibetanus Breuning (Ent. Arb. Mus. Frey,
1, 1950, S. 199) ist schmäler und gewölbter und besitzt eine ganz
andere Skulptur: Feine Körnelung neben kleinen Primärgrübchen.
Auch diese Art ist schwarz und überdies größer (24—25 mm).
Ich selbst habe aus der Sammlung des Naturhistorischen Mu-
seumsin Wien zwei Plesius-Arten beschrieben (Proserpina i. 1. und
Ilseae i. 1.), die sich aber durch ihre vollends in feinste Körner
aufgelösten Intervalle von der gegenständlichen Art unterscheiden.
332 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Typus: 1 9 mit dem Fundort Schiva, Hochsteppe 2800 m;
7.7. 53. Badakschan, N. O. Afghanistan, leg. J. Klapperich, in
meiner Sammlung. Dem Entdecker zu Ehren benannt.
Leider scheinen alle Plesius-Arten sehr selten zu sein. Von
den bis nun bekannten 11 Arten sind 5 nur in je einem Exemplar
bekannt. und weitere 2 Arten kennt Breuning nicht einmal durch
eigene Anschauung.
Auch die Calosomen Afghanistans sind ein Gemisch paläarkti-
scher und orientalischer Formen. Während Olivieri von West-
afrika über das Mediterrangebiet bis Transkaspien und über Per-
sien bis Beludschistan und Indien (Peschawar) gekommen ist, muß
dsungaricum als eine im vorderen Orient beheimatete Art bezeich-
net werden. Sie ist von Uralsk über Transkaspien bis Buchara und
über Persien bis Afghanistan (Kabul) bekannt geworden. Die neu-
beschriebene Art scheint im Hindukusch endemisch zu sein, wie ja
alle der Untergattung Callisthenes angehörigen Arten nur ein ganz
kleines Verbreitungsareal besitzen. C. indicum hingegen ist eine
orientalische Art, die von verschiedenen Orten Nordindiens, Ne-
pals und in einem Exemplar aus Annam bekannt geworden ist. Es
wiederholt sich hier genau das gleiche Bild wie bei den Cicindelen,
ein Faunenaustausch migrationsfähiger Arten über die Hochstep-
pen eines Gebirges hinweg.
Bezüglich der Caraben kann nur die Vermutung ausgespro-
chen werden, daß die relativ große Trockenheit in der Entwick-
lungsperiode der Larven ihnen nur ganz geringe Lebensmöglich-
keiten bietet. Schnecken sind nach Klapperichs Mitteilung
ausgesprochene Seltenheiten im Hindukusch. Die eine aufgefun-
dene Art gehört zu jenem Subgenus Trachycarabus, das in den
etwas weiter westlich gelegenen Landstrichen sein Hauptentwick-
lungsgebiet besitzt, während die zweite Art dem Subgenus Plesius
angehört, dessen Arten nur in den Gebirgen in und rund um Bu-
chara gefunden worden sind. Beide Arten sind nicht in zoogeogra-
phischer, sondern nur in systematischer Hinsicht interessant.
Der Vollständigkeit halber seien noch die spärlichen Angaben
in den eingangs (bei Cicindela) erwähnten Publikationen und bei
Breuning erwähnt (Mon. d. Gatt. Calosoma, Kol. Rdsch. 15,
1927; Wien. Ent. Ztg. 44, 1927; Kol. Rdsch. 14, 1928).
Calosoma maderae dsungaricum Gebl. (in 3 u. bei Breuning)
R maderae indicum Hope (in 3)
! sycophanta himalayanum Gestro (in 3)
» maderae F. (in 4)
Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 333
Die maderae-Formen gelten heute als Arten. Es sind die glei-
chen, die auch Klapperich mitgebracht hat. Dafis die No-
minatform in Afghanistan vorkommt, wie es Taskhir Ahmad
bebauptet, ist unmöglich. Es handelt sich um eine der zwei er-
wähnten Arten, wahrscheinlich um dsungaricum. Das Vorkommen
von sycophanta himalayanum ist interessant. Breuning gibt für
diese Form Kaschmir, Ladak und Poo im Bashar State an.
An Carabus-Arten ist in (3) nur ein Car. Scheibei Eidam be-
schrieben worden, der in einem weiblichen Exemplar gefunden
wurde.
334 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Zur Kenntnis der Cicindeliden Sud-Chinas
(CGol.)
(III. Teil)
Von Karl Mandl, Wien
Über die Cieindeliden Südchinas habe ich bereits zwei kleine
systematische Zusammenstellungen veröffentlicht, und zwar unter
den Titeln: „Die Cieindeliden der Klapperichschen Süd-China-
Expedition“ im Zentralblatt für das Gesamtgebiet der Eintomo-
‚logie, 1, 1946, Heft 4 (beinhaltet ausschließlich Cieindeliden Fu-
kiens), und „Zur Kenntnis der Cieindeliden Süd-Chinas“‘ in Bonner
Zoologische Beiträge, 5, 1954, S. 157—161.
Von Herrn J. Klapperich erhielt ich nun neuerlich eine
Sendung mit Material aus Fukien, das er von einem Sammler einer
Missionsstation namens Tsehung Sen zugesandt erhielt. Da un-
sere Kenntnis der Koleopterenfauna gerade dieses Landstrichs im-
mer noch äußerst mangelhaft ist, erachte ich es als notwendig,
auch die geringsten Ergebnisse von Aufsammlungen zu publizie-
ren. Um so eher, wenn wie in dieser Aufsammlung eine neue Art
enthalten ist. Auch die in der zweiten oben genannten Publikation
von mir neu beschriebenen Formen waren wieder in dieser Aus-
beute enthalten, so daß eine Vervollständigung der Beschreibung
erfolgen konnte.
Gerade zu der Zeit, in der ich mit der Bearbeitung des Fu-
kien-Materials beschäftigt war, erhielt ich von Herrn Konsul
Georg Frey, München, einige Cieindeliden aus Szetschuan und
anderen Teilen Südostasiens. Da auch unter diesen einige bemer-
kenswerte Formen enthalten waren, benütze ich die Gelegenheit,
die Besprechung derselben anschließend vorzunehmen.
a) Cieindeliden aus Fukien.
Tricondylea macrodera ssp. abruptesculpta W. Horn. Ein wei-
teres Exemplar aus Kuatun vom 21. 9. 1946 (dieses und alle weite-
ren Cieindeliden von Tschung Sen gesammelt).
Mandl: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) 335
Collyris auripennis ssp. Mannheimsi Mandl. 3 weitere Exem-
plare aus Kuatun vom 30. 6., 1. 8. und 6. 9. 46, die mit meiner Be-
schreibung in den Bonn. Zool. Beitr. vollständig übereinstimmen.
Collyris formosana ssp. rugosior W. Horn. Von dieser Form
lagen neuerdings weitere Exemplare aus Kuatun vor (Sammel-
daten: 8., 22., 27. und 28. 7. und 4. 8. 46). Bemerkenswert ist die
recht unterschiedliche Größe der Tiere. 1 Exemplar mißt blofs
12 mm, die übrigen 14 bis 15 mm. Die spezifische Vereinigung
dieser Form mit der viel grazileren Coll. formosana Bates halte
ich für nicht angebracht, noch viel weniger allerdings die De-
gradierung folgender Formen zu subspecies der Coll. formosana:
aureojusca Bates, grandisubtilis W. Horn, grandivadosa W. Horn,
Roeschkei W. Horn, auripennis W. Horn, resplendens W. Horn
und Fruhstorferi W. Horn. Zumindest sind aureofusca, Roeschkei,
resplendens und auripennis selbständige Arten, doch müßte die
Begründung erst noch durch ins Detail gehende Untersuchungen
erfolgen.
Therates Fruhstorferi ssp. Ida Mandl. Kuatun, 19. 6., 28. 7.,
6. und 8. 8. 46. Alle Exemplare sind 99. Sie stimmen mit der von
mir in Bonn. Zool. Beitr. gegebenen Beschreibung vollkommen
überein, zeigen, daß die Skulpturlosigkeit der apikalen Hälfte der
Flügeldecken für diese Rasse konstant ist, desgl. auch die blaue
Farbe des Abdomens und die gelbbraune Farbe der Palpen. Er-
sänzend möchte ich noch erwähnen, daß auch die neu erhaltenen
Exemplare außer dem Diskoidalfleek und der Humeralmakel noch
eine Basalmakel in Schildchennähe besitzen. Diese Zeichnung fin-
det sich also bei der Mehrzahl der bekannten Stücke vor, weshalb
ich diese als den Typus betrachte, während jene Zeichnungs-
abänderung, bei der der Basalfleck in der Nähe des Schildehens
fehlt, als eine Aberration zu werten ist.
Therates Klapperichi spec. nov. Körper ungemein grazil. Kopf
relativ schmal, Augen klein aber besonders stark vorspringend,
zwischen den Augen eine elliptisch umgrenzte, flache Erhebung.
Oberlippe auf der apikalen Hälfte schwarz, vordere Hälfte ocker-
gelb mit schwarzen Seitenrändern, Vorderrand mit scharf nach
unten umgebogenen Zähnen, so daß die Vorderkante, von oben
besehen, geradlinig abgeschnitten erscheint; am Vorderrand 5
gelbe Borsten. Kiefertaster braun, Lippentaster hell, nur das letzte
Glied pechbraun. Erstes Fühlerglied braun bis schwarz, die näch-
sten drei metallisch blau, die restlichen matt schwarz. Endglieder
nicht verdickt, sondern wesentlich länger als breit (der auffallend-
3936 lintom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ste Unterschied gegen Fruhstorfer: W. Horn). Ganze Oberseite des
Kopfes glatt. Halsschild ungefähr so lang wie breit, Mittelteil seit-
lich stark erweitert, halbkreisrund gerandet, vollkommen glatt.
Flügeldecken iang und schmal, parallelrandig. Die beiden vorderen
Drittel mit großen, tiefen Gruben dicht besetzt, hinteres Drittel
viel weniger dicht mit sehr feinen Grübchen bedeckt, nur am
Seitenrand bis etwa zum letzten Viertel grob punktiert. Flügel-
deekenspitze gerade abgeschnitten, an der Naht und am Außen-
rand ein kaum wahrnehmbarer, zahnartiger Vorsprung. An Zeich-
nungselementen sind vorhanden: Ein rundlicher, gelber Humeral-
fleck (Typus), bei einem Exemplar noch eine kleine, gelbe Makel
am Vorderrand der Flügeldecken (Aberration) und eine nicht sehr
breite, gelbe Quermakel etwas hinter der Mitte der Flügeldecken.
Diese Makel ist ein wenig schief gestellt, und zwar von innen nach
außen absteigend, also umgekehrt wie bei Fruhstorferi. Sie erreicht
weder die Naht noch den Außenrand. Oberseite metallisch blau,
Unterseite schwarz, sehr fein punktuliert. Beine zart; Trochante-
ren, Schenkel, Schienen und Tarsen gelbbraun; Schienen und
Schenkel der Hinterbeine am Knie stärker verdunkelt. Länge 81/3
bis 9 mm, Breite der Flügeldecken 2 bis 21/, mm.
Die neue Art steht der Therates Fruhstorferi W. Horn recht
nahe, unterscheidet sich von ihr aber in der Größe (Fruhstorferi
ist im allgemeinen erheblich größer), durch die nicht verdickten
Eindglieder der Fühler (bei Fruhstorferi sind auch beim Weibchen
die Endglieder fast so breit wie lang), durch die anders gestellte
Flügeldeckenmakel und durch dunklere und zartere Beine. Auch
von den beiden Rassen der Fruhstorferi, Sauteri W. Horn und
Pitalisi W. Horn, ist sie gut unterschieden: Von beiden durch die
nicht verdickten Fühlerendglieder und durch die schief nach außen
absteigende Scheibenmakel der Flügeldecken. Von der ssp. Sauter!
außerdem noch durch die helleren Beine, von der ssp. Vitalisi
durch eben diese Eigenschaft und durch die hellen Palpen.
Holotypus: 1 9 aus Kuatun, Fukien, 10. 5. 46, leg. Tschung
Sen; Paratypus 1 weiteres 9 vom gleichen Ort und vom gleichen
Sammler, 28. 7. 46. Herrn J. Klapperich zu Ehren benannt.
Das typische Exemplar befindet sich in der Sammlung Klappe-
rich, das paratypische in meiner Sammlung. Männchen unbe-
kannt.
Pronyssiformis Excoffieri Fairm. Von dieser recht seltenen
Art befand sich wieder ein Exemplar aus Kuatun vom 5. 6. 46 in
der Aufsammlung.
Mandl: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) 3937
Cicindela atelesta Chd. ist zu streichen. Damit ist auch die
Folgerung hinsichtlich ihrer Verbreitung hinfällig. An ihre
Stelle ist |
Cicindela kaleea Bates zu setzen. Die Fehldetermination wurde
dadurch verursacht, daß das mir zur Verfügung stehende kaleea-
Material ausschließlich aus Formosa stammte und mit den zahl-
reich vorliegenden Fukien-Exemplaren nicht übereinstimmte; hin-
gegen stimmten diese mit einem, wie ich später feststellte, leider
falsch als atelesta determinierten Stück überein, das eben eine
kaleea war. Dieser Irrtum veranlafte mich, mir alles erreichbare
kaleea-Material aus den verschiedensten Gegenden Chinas und
Formosas zu beschaffen, um die Art gründlich zu studieren. Dabei
kam ich zu der Erkenntnis, daß außer den bereits beschriebenen
ssp. cathaica Bates und humerula W. Horn noch eine weitere Form
abgetrennt werden muß, und zwar eine aus Formosa.
Bates beschrieb seine kaleea aus der Aufsammlung Swin-
hoe von einem nicht näher bekannten Ort Formosas folgender-
maßen: Kopf dunkelkupfrig; Flügeldecken schwarz bzw. dunkel,
leicht grün glänzend, zerstreut punktiert. Die Zeichnung besteht
aus einer kleinen Hm-Makel, drei Diskoidalflecken, von denen der
vordere manchmal strichförmig, der hintere am unteren Ende
keulenförmig wird; die beiden hinteren sind zuweilen verbunden.
Im übrigen sind die weißen Flecke manchmal mehr, manchmal
weniger stark entwickelt. Der Seitenrand ist mit dem Anikalrand
zu einem Randstreifen vereinigt. Manchmal fehlt auch der Seiten-
rand. Körperunterseite glänzend grün. Größe 41/5 lin (3 mm).!)
Cic. kaleea ist eine ungemein variable Art, die ein sehr gro-
ßes Verbreitungsgebiet besitzt. Nach W. Horn, Col. Cat. Junk-
Schenkling, pars 86, S. 177, kommt sie von Kiautschou bis Ton-
kin vor, dann in Kwei-Tschou, Yünnan, Assam, vermutlich auch
noch in Sikkim. Ein vom Festland getrenntes Vorkommen ist auf
Feormosa, doch ist dort neben der Nominatform noch eine eigene,
weiter unten beschriebene Rasse vorhanden. Zwei Rassen wurden
bereits abgetrennt, und zwar cathaica Bates aus Honkong bzw.
Schanghai und humerula W. Horn von den Riu-Kiu-Inseln.
Die Nominatform aus Formosa ist gekennzeichnet durch eine
relativ kleine Gestalt. Ihre Länge schwankt zwischen 7 und 9 mm,
doch besitze ich auch ein 10 mm großes Exemplar. Die Farbe ist
') Ich habe aus der Beschreibung nur das wiedergegeben, was im Zusam-
menhang mit der Neubeschreibung einer Subspecies von Wichtigkeit war.
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 22
398 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ein dunkles, mattes Graugrün, es kommen aber auch nahezu
schwarz gefärbte Tiere vor. Die Zeichnung schwankt erheblich:
Bei der Nominatform fehlt oft der Schulterfleck; auch der zu-
meist runde, auf die Scheibenmitte gerückte, untere Hm-Fleck
fehlt sehr häufig. Der quere Seitenrandfleck ist oft mit einer
dünnen Linie mit dem ebenfalls mehr oder weniger rundlichen
Scheibenfleck verbunden. Am Seitenrand ist eine dünne Marginal-
linie in der Verlängerung des Seitenrandflecks nach unten zu be-
obachten. Dann ist noch ein oberer, schief zum Rand stehender
Apikalfleck vorhanden, der eine dünne Randlinie gegen die Flü-
geldeckenspitze, die aber nie erreicht wird, 'entsendet.
An Aberrationen existieren folgende: Der Schulterfleck fehlt;
der untere, auf die Scheibenmitte gerückte Hm-Fleck verschwin-
det; eine Verbindung der Randmakel mit der Scheibenmakel tritt
ein; eine Verbindung des Seitenrandes mit der Apikalmakel fin-
det statt; der weiße Seitenrand fehlt.
Fundorte für kaleea fa typica: Formosa: Kankau (Koshun),
Sauter leg.; festländisches China: Tinghai; Ningpo; Ohenkiamen;
Kiangsi; Szetschuan (Tatsienlu; Hwaninschan; Kiangkou; Mts.
Yunfing; Selong- Wasu-Land, 4000 m, leg. Friedrich; Mts. Kiufu-
shan, 2000 m, beim Fluß Sung-Kanho); Fukien: Shaowu; Kuatin,
leg. Klapperich.
Der Batesschen Beschreibung entsprechen die Tiere aus
Kankau (Koshun), Formosa, leg. Sauter 1912, vollkommen. Die
aberranten Stücke stammen alle vom Festland.
Cicindela Kaleea angulimaculata ssp. nov. Von obiger Form
recht gut unterschieden ist eine zweite, auch auf Formosa heimi-
sche Form. Vor allem ist die Farbe der Oberseite schwarzblau oder
so dunkel, daß sie schwarz wirkt. Nur an den Sehultern und an
den Seitenrändern der Flügeldecken sind manchmal grüne Re-
flexe zu beobachten. Die Zeichnung aber ist wesentlich augen-
fälliger. Es sind vorhanden: Ein großer Schulterfleck, ein auf die
Scheibenmitte gerückter, großer unterer Hm-Fleck von dreiecki-
ger Form, eine lange, quer zum Seitenrand gestellte Randmakel
von trapezoidaler Form und eine schief liegende, längliche Schei-
benmakel, ebenfalls von trapezoidaler oder anderswie eckiger
Form. Diese beiden letztgenannten Makeln berühren sich oft mit
je einer Ecke. Die Seitenrandlinie fehlt zumeist oder ist nur durch
einige Punkte angedeutet. Die Apikalmakel und der Hinterrand-
strich sind wie bei der Nominatform. Unterseite schwarz. Länge
619 —8 mm.
Mandl: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) 339
Holotypus: 15 aus Taihorin, Formosa, leg. Sauter 1911. Allo-
typus: 1 9 vom gleichen Fundort und gleichen Sammler. Dann
weitere Paratypen JS’ und 99 aus Taihorin. Weitere Fundorte sind
Takao; Taihoriusho (Sauter); Fuhosho (Sauter).
Holotypus und Allotypus befinden sich in meiner Sammlung,
Paratypen in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in
Wien, in der Sammlung Georg Frey, München, in der Samm-
lung van Nidek in Bussum, Holland, und in der Sammlung
Klapperich, Bonn. Von Herrn Br. van Nidek erhielt ich
weitere Stücke dieser Rasse mit der Fundortbezeichnung: Hori,
Formosa, VI, 1935 (2 Ex.); Sozan, Formosa, VI, 1954 (1 Ex.);
Kurasu. Formosa, V, 1954 (1 Ex.) zur Ansicht. Ich benenne diese
Fornı wegen der eckig geformten Makeln angulimaculata.
Cicindela kaleea ssp. cathaica Bates. Ein mit einem im Wiener
Naturhistorischen Museum von W. Horn als mandarına Fleut.
(synonym mit cathaica Bat.) vollständig übereinstimmendes Ex-
emplar aus Schanghai (Prov. Kiangsu) vom 14. 6. 41.
b) Cincindeliden aus Szetschuan.
Tricondyla pulchripes Freyi ssp. nov.
Von der typischen Whiteschen Art fulchripes durch einige
wenige, aber konstante Merkmale unterschieden. Kopf ein wenig
breiter, der Halsschild etwas länger, der ganze Körper um ein
Geringes größer. Wie bei der Nominatform ist der Körper schwarz,
der Kopf und der Halsschild jedoch tief dunkelblau. Die Beine,
von denen White schreibt: „Legs, especially the femora, which
are more lightly coloured, with a fine purplish tinge“, sind tief
dunkelbraun mit einem metallisch blauen Schimmer. Durch diese
dunklen Beine fällt die Form sofort auf. Länge der 50 17 bis
18 mm; © unbekannt.
Typus: 1 5 aus Tonkin, Reg. de Hoa-Binh, leg. A. de Coo-
man, 1928, Museum Paris; in der Sammlung G. Frey, München.
Dann noch ein weiteres 7 (Paratypus) vom gleichen Fundort und
vom gleichen Sammler in meiner Sammlung. Herrn Konsul Georg
Frey zu Ehren benannt.
Collyris aureofusca ssp. grandisubtilis W. Horn. 1 9, das in
allen seinen Eigenschaften mit der Beschreibung gut überein-
stimmt, bis auf die Farbe und die Größe. Die Farbe des Kopfes
ist schwarzviolett, der Halsschild schwarz, die Flügeldecken auf
der Scheibe blaugrün, an den Rändern metallisch gelbgrün. Die
22*
340 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Länge des Exemplares ist 15 mm, während der Typus 161/; mm
mifßt. Fundort: Sankiang, Wasuland, West-Szetschuan, August
1934, leg. Friedrich.
Cic. kaleea Bates. Von dieser in China von Kiautschou bis
Tonkin und Yünnan vorkommenden, anscheinend recht häufigen
Cicindela-Art befinden sich 19 Exemplare in der Aufsammlung.
Sie zeichnen sich alle durch eine wenig auffallende Zeichnung aus.
Häufig fehlt der Hm-Fleck, dann auch die weit auf die Scheibe
gerückte untere Hm-Makel. Die Verbindung der Randmakel mit
der Scheibenmakel ist oft unterbrochen. Die Farbe ist heller grau-
grün, und die untere Diskoidalmakel steht öfters in einem dunk-
len, bräunlich gefärbten Wisch.
Cicindela sachalinensis ssp. Raddei Mor. Der Lebensraum die-
ser paläarktischen Art ragt weit nach Süden in das meist von
indisch-orientalischen Arten bewohnte Areal Südchinas hinein.
Vorliegende Aufsammlung enthält zahlreiche Exemplare von nor-
malem Aussehen, doch im allgemeinen von etwas geringerer Größe.
Auch war ungefähr die Hälfte rein grün gefärbt, also die vv-Form
im Sinne W. Horns.
Fundort: Selong 4000 m, Wasuland, West-Szetschuan, San-
kiang kou 7. 8. 39, leg. Friedrich.
Cicindela Davidı Fairm. Von dieser in den Sammlungen recht
selten vertretenen südchinesischen Art waren vier Exemplare vor-
handen. Auch diese Exemplare stammen von der Ausbeute Fried-
rich und tragen den Fundortzettel: Selong 4000 m, 7. 8. 1934,
West- Szetschuan, Sankiangkou, leg. Friedrich.
Bemerkenswert sind die beiden letztgenannten Arten, da sie
zeigen, daß auf den hochgelegenen Plateaus der Provinz Szet-
schuan paläarktische Formen leben.
nenn nn a U u >
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 341
Über dıe Gattung Sısyphus Latr.
(Col. Scarab.)
(Mit 4 Tafeln und 3 Textabbildungen)
Von Erwin Haaf, Museum Frey
Herrn Prof. Dr. Alfred Kühn zu seinem 70. Geburtstag gewidmet.
Soviel auch über die Sisyphus-Arten bisher geschrieben
wurde, es blieb doch der Wunsch nach einer zusammenfassenden
Arbeit offen; denn allzu groß war die Zahl der früher einmal kurz
beschriebenen und dann in Vergessenheit geratenen Arten im Ver-
hältnis zu den leicht kenntlichen und deshalb in fast allen Samm-
lungen richtig determinierten Species. Darüber hinaus wichen aber
auch die Ansichten sowohl über die Beurteilung der individuellen
Varianten, als auch über die systematische Abgrenzung der Arten
unter den Spezialisten der vergangenen Jahrzehnte sehr stark von-
einander ab.
Wenn man bezetteltes Material aus verschiedenen Museen
vergleicht, wird nämlich zur Genüge deutlich, daß jeder Autor
seine eigene Meinung über die einzelnen Arten hat, insbesondere
über die goryi-(Har.)- und spinipes-(Thunb.)-Gruppe.
Aus den Veröffentlichungen geht dies noch klarer hervor. Es
zeigt sich dann aber auch, daß sich manche bisher als wichtig er-
achtete Merkmale über Serien hinweg als inkonstant erwiesen,
während einige für nicht unbedingt spezifisch gehaltene Merkmale
besonders bedeutsam erscheinen.
Das Für und Wider bei der Aufstellung der in dieser Gattung
überaus zahlreichen Synonyme bildet ein eigenes Kapitel. Hier
wird eindringlich veranschaulicht, wohin wir kommen, wenn sog.
neue Arten beschrieben werden, ohne daß sich der Autor über
sämtliche vorher publizierte Species einen Überblick zu verschaf-
fen versucht hat. Man darf sich daher auch nicht wundern, wenn
sich Arrow (1927) gezwungen sah, z. B. dem S. spinipes Thunb.
fünf Synonyme unterzuordnen. Nach meinen Untersuchungen
mußte ich außerdem dem S. spinipes Thunb. noch zwei weitere
342 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
synonyme Arten hinzurechnen. Im ganzen sind weit mehr als die
Hälfte der Sisyphus-Arten in Wirklichkeit Synonyme! Das ist ein
Resultat, das sehr zu denken gibt, nicht zuletzt deshalb, weil —
wie ich ausdrücklich betonen möchte — auch unter den verblie-
benen Arten in späterer Zeit noch systematische Veränderungen
möglich sind.
Die größten Bestimmungsschwierigkeiten bereiten uns die
weiblichen Exemplare. Ja, selbst die geschlechtliche Bestimmung
der Imagines ohne anatomische Untersuchung ist nicht immer
leicht. Um nun neue Merkmale sexual-dimorpher Art zu finden,
nahm ich Genitaluntersuchungen an Serienmaterial vor. Hierbei
gab es eine aufschlußreiche Überraschung, die mich jedoch nicht,
wie ich erhoffte, in der sofortigen Erkennung der Weibchen nach
ihren sekundären Sexualcharakteren weiterbrachte. Vielmehr ent-
puppten sich bei einigen afrikanischen Arten des Subgen. Neo-
sisyphus Müller, welche nach der Beschreibung im männlichen
Geschlecht sehr lange Trochanteren am hinteren Beinpaar haben
sollen, die Individuen mit kaum sichtbar verlängerten Trochan-
teren, welche ich für Weibchen hielt, entgegen aller Erwartungen
als männliche Tiere. Zuerst dachte ich, als ein Aedoeagus zum Vor-
schein kam, an eine noch nicht bekannte Form, fand aber dann
in bezug auf die Trochanteren-Länge alle männlichen Übergangs-
glieder mit identischem 5-Genital und aus gleichem Fundort, und
zwar von der kurztrochanteren bis zu der typischen Form mit sehr
langen 'Trochanteren.
Ich habe nun in der vorliegenden Arbeit versucht, die be-
treffenden Merkmale von einigen dieser individuellen Z-Varian-
ten, einschließlich der mir bekannt gewordenen Übergangsformen,
in Umrißzeichnungen darzustellen (Tafel XV—XVIIl). Das wird
sicher, wie mir scheint, jede spätere Identifikation wesentlich er-
leichtern und deutlich machen, was ich im einzelnen unter Exem-
plaren mit typischer und extremer Form bzw. deren Zwischenglie-
dern verstehe.
Selbstverständlich wurde von mir auch die Bildung des
Aedoeagus besonders stark beachtet, auch wenn er sich nicht oder
doch nur selten durch eine artspezifische Differenzierung aus-
zeichnet. Bei der Beschreibung der betreffenden Arten werde ich
noch darauf zurückkommen, sofern hierdurch die Art-Charakteri-
sierung komplettiert werden kann.
Die Hauptunterscheidungsmerkmale der Arten müssen also
in erster Linie an den Beinen gesucht werden. Das gilt für beide
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 343
Geschlechter. Bei den weiblichen Individuen sind aber diese Merk-
male meist wesentlich schwächer ausgeprägt.
Einen entscheidenden Teil meiner Studien nahm die Durch-
sicht der Typen ein. Wie in unzähligen anderen systematischen
Kategorien, herrschte auch bei der Gattung Sisyphus ein unüber-
sichtlicher Zustand, der präzise Klarstellungen erforderte.
Die von Arrow gesichtete Sammlung von Gory ist primär
richtungsweisend, wenn heute auch nicht mehr eruierbar ist, wel-
che Tiere von Gory als typisch zu gelten haben. Von Oxford, wo
die Typen angeblich aufbewahrt werden, bekam ich darüber bis-
her keine erschöpfende Auskunft.!) Nachdem aber Arrow die Gory-
Typen gesehen und ziemlich ausführlich darüber geschrieben hat,
übernehme ich diese Angaben bis auf einige Vermutungen, die
nach der Original-Diagnose eine andere Auslegung rechtfertigen.
Das Typenmaterial der übrigen Species war mir aber dank der
Freundlichkeit einiger Herren Kollegen zugänglich, was mir vor
allem bei der systematischen Einreihung der Arten, von denen
man nur die Weibchen kennt, sehr zustatten kam.
Während über die indischen Sisyphus-Arten eine Aufstellung
von Arrow (1951, Fauna of Brit. India, Col. Lamell. III, Copr.
p- 67) existiert, die in ihren Hauptzügen, aber mit Vorbehalt, von
mir hier akzeptiert wird, mußten die afrikanischen Arten vollstän-
dig neu bearbeitet werden.
Die Verbreitung der meisten afrikanischen Arten ist außer-
ordentlich groß. Wir kennen Arten, die von Abessinien bis zum
Capland eine kontinuierliche Verbreitung besitzen, ohne daß sich
irgendwelche rassische Unterschiede zeigen.
Aus Mexiko und der Palaearktis stehen nur je 1 Art zur Be-
sprechung. In Australien fehlt die Gattung Sisyphus vollständig.
Die den Einzelresultaten vorweggenommene Gruppierung
sieht nun wie folgt aus:
!) Während der Drucklegung erhielt ich vom Oxford University Museum
durch die liebenswürdige Vermittlung von Dr. Hobby eine Determinationssendung
mit folgenden von Arrow bezeichneten Lectotypen: S. hirtus Gory, spinipes Gory,
quadricollis Gory, rugosus Gory und hessii Gory. Die Untersuchungen dieses
Typenmaterials erbrachten keine neuen Gesichtspunkte, sondern bestätigten
meine bisherigen Resultate vollauf.
344
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd 6, 1955
1
„
Genus Sisyphus Latr.
(Genotypus: S. schaefferi L.)
A. Subgen. Sisyphus s. str.
(Subgenotypus: S. schaefferi L.)
. S. schaefferi L.
(= arachnoides Fourcr.)
(= longifes Scop.)
(= subemarginatus Muls.)
(= subinermis Muls.)
(= tauscher: Fisch.)
(= boschnakii Fisch.)
(= capensis Gory)
(= morio Arrow)
. 8. neglectus Gory
(= denticrus Fairm.)
(= laoticus Arrow)
. 8. nodifer Gerst.
. 8. longipes Ol.
(= minutus F.)
(= helwigi F.)
. S. costatus Thunb.
(= rugosus Roth)
(= seminulum Gerst.)
(= latus Bouc.)
. 8. ocellatus Reiche
. — 55p. nanniscus Per.
. S. araneolus Arrow
. S. thoracicus Sharp
. S. mendicus Arrow
11. S. angulicollis Felsche
12. S. alveatus Boue.
13. S. gazanus Arrow
14. S. crispatus Gory
(= hirtus Gory)
(= goryı Har.)
(= caffer Boh.)
(= sordidus Boh.)
(= fygmaeus Klug)
\
— impressipennis Lansb.)
15. — ssp. hirtus Wied
(= setosulus Walk.)
(= subsidens Walk.)
(= prominens Walk.)
16: = ssp. mexicanus Har.
17. S. transvaalensis Per.
(= callosipes Arrow)
18. S. indicus Hope
(= caschmirensis Redt.)
19. S. biarmatus Felsche
20. S. faseieulatus Boh.
21. S. muricatus Ol.
Haaf: Üter die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 345
B. Subgen. Neosisyphus Müller
(Subgenotypus: 5. spinipes Thunb. — atratus Klug)
1. S. spinipes Thunb. 7. S. tarantula Arrow
(= barbarossa Wied.)
(— hessii Gory) 8. S. bowringi White
(= atratus Klug)
(= infuscatus Klug)
(= appendiculatus Boh.)
(= trochanter:cus Fairm.)
(= quadricollis Per.)
2. S. rukripes Per.
9. S. gladiator Arrow
10. S. armatus Gory
(= setiger Roth)
(= rubrifes Boh.)
(= confrater Kolbe)
3. 8. fortuitus Per. 11. S. rugosus Gory
(= calcaratus Klug)
\
4. S. penicillatus Har. — sphinipes Per.)
(= major Fairm.)
12. S. tibialis Raffr.
5. 8. quadricollis Gory
13. S. mirabilis Arrow
6. S. kühni sp. n. (= spinipes Gory)
Zu den nachfolgenden Subgenera- und Species-Diagnosen
möchte ich einleitend bemerken, daß ich es für zweckmäßig, ja
sogar für dringend notwendig hielt, die einzelnen Beschreibungen
möglichst kurz zu fassen, um langatmige Wiederholungen zu ver-
meiden und die wirklichen Unterscheidungsmerkmale deutlich
hervortreten zu lassen. Außerdem konnte ich auf die Beschreibung
morphologischer Einzelheiten, sofern sie alle Arten der Gattung
betrafen, verzichten und auf die zahlreichen bereits existierenden
Gattungsdiagnosen (siehe Literaturzitate) hinweisen.
Ich möchte auch an dieser Stelle folgenden Kollegen, die mich
bei meinen Studien freundlicherweise unterstützten, vielmals dan-
ken:
Miss ©. M. F. von Hayek (London), L. Chopard (Paris), G.
Colas (Paris), P. A. Glancey (Durban), K. Delkeskamp (Berlin),
H. Freude (München), E. Gridelli (Trieste), A. Hesse (CapeTown),
A. Janssens + (Brüssel), Z. Kaszab (Budapest), H. B. Leech (San
Franeisco), R. Malaise (Stockholm), G. Müller (Trieste) und O.
Scheerpeltz (Wien).
346 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 z
Genus Sisyphus Latr.
Latreille, 1807, Gen. Crust. Ins. II, p. 79 — Gory, 1833, Monogr., pp.
1—15, t. 1 — Lacordaire, 1856, Gen. Col. III, p. 72 — Reitter, 15893, Bestimm.
Tab. 24, pp. 156, 164 — Reitter, 1893 (1894), Verh. Naturf. Ver. Brünn 31,
pp- 37, 43 — Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 22,
94—108, 897, 898 — Kolbe, 13897, Käfer D.O. Afr. pp. 134, 135 — Arrow, 1909,
Ann. Mag.N.H. (8) IH, pp. 517—519; IV, pp. 91—93 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 456—465 — Arrow, 1931, Fn. Brit. India, Col. Lamell.
III, Copr. p. 67 — Balthasar, 1935, Best. Tab. Europ. Col. 115, I, p. 53 —
Janssens, 1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, pp. 26—29 — Müller, 1942, Atti
Mus. Stor. Nat. Trieste XV, 3, p. 86.
Die Gattung gliedert sich nach G. Müller, 1942 (1. c.) in zwei
Subgenera.
A. Subgenus Sisyphus s. str.
„Prothorax lateribus postice compressis et supra carina arcuata, integra,
acuta limitatis. Typus: Sisyphus Schaefjeri L. — In hoc subgenus etiam
multae species aethiopicae sunt, sicut crispatus Gory, ocellatus Reiche,
seminulum Gerst., costatus Thunb., nodijer Gerst. etc.‘
B. Subgenus Neosisyphus Müller.
‚Prothorax lateribus compressis, supra carina obtusa interdum parum di-
stincta, semper antice et postice evanescenti limitatis. Typus: Sisyphus atra-
tus Klug (= quadricollis Pör.). — Comprehendit etiam species majores
aethiopicas, sicut injuscatus Klug, confrater Kolbe, rugosus Gory, tibialis
Raffray etc.‘
Bestimmungstabelle
der Subgenera und Species
1 (42) Seiten des Halsschildes hinten stark zusammengedrückt
und gegen die gewölbte Oberseite durch eine gebogene
Kante oder scharfe Leiste deutlich abgegrenzt, die vom
unteren, vorderen Seitenrand bis zur oberen Basis reicht.
etc R N Sg. Sisyphus s. str.
u) Elytra mit büschelardr zusammenstehenden, mehr oder
weniger borstenartigen Haaren.
3 (4) Kleine Art unter 6 mm Länge und mit brauner Behaarung.
Einbuchtung des vorderen Clypealrandes sehr seicht, die
beiden vorderen Zähnchen sehr spitz; gegen die Seiten je
ein weiterer, aber nicht so spitzer Zahn. Halsschild sehr
stark konvex mit einer deutlichen medianen Furche vor
der Basis und zwei Schrägeindrücke auf dem Diskus.
alveatus Bouc.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 347
4 (3) Mittelgroße bis große Arten, länger als 8 mm. Behaarung
schwarz. Einbuchtung des elypealen Vorderrandes gleich-
mäßig und relativ tief, die vorderen Zähnchen nicht ganz
so spitz; gegen die Seiten kein weiterer scharfer Zahn.
Halsschild mäßig konvex ohne Schrägeindrücke.
5 (6) Halsschild mit langen, büschelartig zusammenstehenden,
oben hakenförmig umgebogenen Borsten. Auf den Hinter-
ecken gegenüber den Schultern ein aufrechtstehender,
dicht beborsteter Zahn. Innenseite der Hinterschiene mit
langen Haaren besetzt. . . . . . fasciculatus Boh.
6 (5) Halsschild mit langen, einzelstehenden, oben nur schwach
gekrümmten Haaren. Hinterecken des Halsschildes ohne
Vertikalzahn. Seitenrand etwa gegen die Mitte mit einem
eckigen Vorsprung. Mittelschenkel leicht gebogen. Auf
der Innenseite der Hinterschiene verhältnismäfiig kurze
Haare. . ... EN 4: muricatus Ol.
{ (2) Elytra mit chenden Re oder Borsten.
ö (13) Hinterschenkel basal sehr schmal, im äußeren Drittel
stark bauchig erweitert, schwach behaart oder glatt.
9 (10) An der bauchigen Erweiterung des Hinterschenkels an der
Innenseite ein deutliches Eck. Palaearktische Art.
j schaefferi L.
10 (9) Ballchige une es Fisterschenf<is ohne irgendein
Eck oder einen Vorsprung. Afrikanische oder indische Art.
11 (12) Trochanter des Hinterschenkels am Ende amboßförmig
erweitert. Afrikanische Art. . . ... nodifer Gerst.
12 (11) Trochanter des Hinterschenkels am Ende kurz und zuge-
spitzt. Indische Art. . . . 20. Jongipes Ol.
13 (8) Hinterschenkel im äußeren Drittel nicht bauchig erwei-
tert, mit und ohne Innenrandzähne.
14 (27) Orientalische, malayische oder mexikanische Arten.
15 (20) Mittelschenkel innen vor dem Knie beim 57 mit einem
Zahn, beim 2 mit einem Eck.
16 (17) Außenseite der Hinterschiene flügelartig erweitert. Innen-
seite des Hinterschenkels vor dem Knie beim 5 mit einem
scharfen Zahn. 2} WERE thoracieus Sharp
17 (16) Außenseite der ie ohne Erweiterung.
15 (19) Innenseite des Hinterschenkels zwei durch eine Einbuch-
tung getrennte, stumpfe Zähne. Hals- und Kopfschild mit
tiefer, grober Punktur. Hinterschiene vor der Mitte stark
gekrümmt. In Indien beheimatet. . mendicus Arrow
)
348 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
19 (18) Auf der Innenseite des Hinterschenkels vor dem Knie ein
scharfer Zahn. Indische Art. . . . araneolus Arrow
20 (15) Mittelschenkel innen vor dem Knie ohne Zahn oder Eck.
21 (22) Aus Mexiko. Zähne des clypealen Vorderrandes sehr spitz.
Schenkel und Schienen des mittleren und hinteren Bein-
paares ohne besondere Erhabenheiten.
ET EL EAN crispatus ssp. mexicanus Har.
22 (21) Orientalische Arten.
23 (24) Hinterschenkel auf der Innenseite ohne irgendwelche
Zähne oder Ecken. . . . crispatus ssp. hirtus Wied.
24 (23) Hinterschenkel innen beim 5 mit einem kurzen, abge-
stutzten, etwas gebogenen Zahn oder mit einem gegen die
Basis gerichteten, kurzen Dorn, beim 9 mit einem leicht
erhabenen, glatten, meist ziemlich breiten Vorsprung.
25 (26) Auf der Innenseite des Hinterschenkels im äußeren Drit-
tel beim 5 ein schräg gestellter, abgestutzter Zahn, beim
Q eine leicht erhabene, glatte Stelle. Clypeus mehr oder
weniger deutlich 6zähnig, vordere Einbuchtung nicht sehr
tief. u 5 indicus Hope
26 (25) Innenseite des Hinterschenkels etwa von der Mitte ab ab-
rupt verbreitert und an dieser Stelle beim 5 ein gegen
die Basis gerichteter Zahn. Clypealer Vorderrand mit 2
deutlichen Zähnchen, dazwischen eine verhältnismäßig
tiefe Einbuchtung. . . 2 .2........ neglectus Gory
27 (14) Afrikanische Arten.
28 (31) Mittelgroße Arten, deren Hinterschenkel auf der Innen-
seite beim 5’ bezahnt, beim 9 mit einer mehr oder weniger
breiten, glatten, oft leicht erhabenen Stelle versehen sind.
29 (30) Auf dem Hinterschenkel innen 2 abgestutzte Zähne, der
eine vor dem Knie gelegene Zahn gebogen und relativ
lan... “200020... biarmatus Felsche
30 (29) Im äußeren Drittel auf der Innenseite des Hinterschen-
kels beim 5 ein schräg abgestutzter, oft amboßförmiger
Zahn, beim 9 eine schwach erhabene, glatte Stelle.
; transvaalensis Per.
31 (28) Kleine bis in, keine Arno den Hinterschenkel auf der
Innenseite weder beim 3’ noch beim 9 bezahnt sind oder
einen glatten Vorsprung besitzen.
32 (33) Clypeus vorne sehr flach eingebuchtet mit 2 äußerst spit-
zen Zähnchen. . . . 2. 2.2... gazanus Arkoms
Haaf: Über die Gattung Sisyphüs Latr. (Col. Scarab.) 349
33 (32)
34 (39)
5 (38)
36 (37)
37 (36)
38 (35)
Ciypeus vorne mehr oder weniger tief eingebuchtet mit 2
oder mehreren spitzen oder stumpfen Zähnchen.
Vordere Einbuchtung des Olypeus tief, fast kerbenförmig,
so daß die flankierenden Zähnchen ziemlich nahe zusam-
men liegen.
Halsschild gegen die Basis nur mäßig gewölbt und wie die
Oberseite des Kopfes mit grünlichem oder kupfrigem
Metallschimmer. Vordere Ciypealzähnchen schwach auf-
gebogen.
Sehr kleine Art (3—4 mm). Kopf und Halsschild oft dunk-
ler gefärbt als die Elytren. Punkte auf dem Halsschild
groß und spärlich. Halsschild mit wesnee Ely-
tren ee ziemlich stark verengt.
3 ocellatus ssp. nannisceus De
Kan: De Pe, nt Kopf, Halsschild und Eiytren
immer von gleicher Farbe. Punktur und Behaarung auf
dem Halsschild fein und ziemlich dicht. Halsschild ohne
Depression. Elytra hinter der Schulter viel breiter als der
Halsschild; apikal breit verrundet. . ocellatus Reiche
Halsschild gegen die Basis stärker gewölbt, nur selten mit
Metallschein. Vordere Glypealzähnchen stark aufgebogen.
eostatus Thunb.
39 (34) Bilder. Finbachlung des K mäßig tief, nicht ker-
40 (41)
1 (40)
2(1)
43 (46)
44 (45)
benförmig.
Rotbraune Art, meist mit gelben Hinterbeinen, die beim
Jg’ einen langen, etwas gedrehten Trochanter besitzen.
Vordere ee äußerst scharf.
angulicollis F AIsche
Bunkelbr aune bis en) Ze Art mit Beinen von gleicher
Färbung. Trochanter des 5 am Hinterschenkel sehr kurz.
Ciypeus meist 6zähnig, die vorderen Zähnchen meist nicht
sehr spitzig. . . . . erispatus Gory
Seiten des Ealeschildes en meist deutlich zusammen-
gepreßt und gegen die gewölbte Oberseite verschwommen
und nicht durch eine gebogene, scharfe Leiste oder Kante,
die vom unteren Seitenrand bis zur oberen Basis reicht,
abgegrenzt. . . ». . .... Bgn. Neosisyphus Müller
Orientalische Arten.
Mittelschenkel vor dem Knie mit einem Zahn. Mittel-
schienenzahn nicht dem Knie abgewandt. Neben der Er-
weiterung am Innenrand des Hinterschenkels kein Zahn.
350 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Halsschild gegen die Basis nur schwach gewölbt.
bowringi White
45 (44) Mittelsehenkeli vor et Knie innen stark erweitert, ohne
Zahn. Mittelschienenzahn vor dem Knie mit der Spitze
nach außen gerichtet, dem Knie abgewandt. Hinterschen-
kel mit Erweiterung und leicht gebogenem Zahn. Hals-
schild gegen die Basis stark gewölbt. tarantula Arrow
46 (43) Afrikanische Arten.
47 (50) Mittelschenkel auf der Innenseite vor dem Knie gleich-
mäßig verschmälert, ohne Dorn oder Höckerchen. Mittel-
schienen meist ohne, selten mit einem kleinen Zahn auf
der Innenseite vor dem Knie. Trochanter beim Z von
sehr unterschiedlicher Länge.
45 (49) Auf dem Hinterschenkel an der Innenseite etwa in der
Mitte beim 5 ein stumpfer Zahn, beim 9 ohne Andeu-
tung eines solchen. . .: . . . armatus Gory
49 (45) Etwa in der Mitte der I. des Hinterschenkels
beim 5 ein sehr spitzer Dorn, beim 9 ist dieser nur
schwach angedeutet. . . . .... rugosus Gory
50 (47) Mittelschenkel auf der ee vor dem Knie mit einem‘
stumpfen Eck oder deutlichen Dorn oder unregelmäßig
oder abrupt verschmälert.
51 (54) Auf der Außenseite der Mittelschiene ein einzelner, sehr
großer Zahn.
52 (55) Pygidium ohne Höcker. Mittelschenkel auf der Innenseite
direkt vor dem Knie ein sehr kräftiger, leicht gebogener,
distal abgestutzter Dorn und dahinter beim 5 ein kleiner
Zahn, beim 9 ist dieser nur angedeutet. Südafrika.
mirabilis Arrow
33 (52) Pen mit 2 Eroßen Höckern: Mittelschenkeli innen vor
dem Knie ein großer, ziemlich spitzer Zahn. Abessinien
und Ostafrika. . . . . . tibialis Raffr.
54 (51) Außenseite der Mibtelschiene ahate einzelstehenden Zahn.
55 (56) Zahn auf der Innenseite der Mitteltibia neben dem Knie
sehr scharf, in der Längsrichtung der Schiene distal nahe-
zu rechtwinklig aufragend oder dem Knie abgewandt.
rubripes Per.
56 (55) Zalın auf 1 nis den Mitteltibia neben dem Knie
mehr oder weniger deutlich, in der Längsrichtung der
Tibia beiderseits meist gleichmäßig ansteigend oder gegen
das Knie gerichtet.
Haaf: Über die Gattüng Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 351
57 (56) Hinterschenkel auf der Innenseite direkt vor dem Knie
beim 3 ein kurzer, beim Q ein schwach angedeuteter Dorn.
Braune Art mit einer Körperlänge von über 15 mm.
penicillatus Har.
58 (57) Erkschenkel Fr der ee direkt vor dem Knie
ohne Dorn. Hellbraune bis schwarzgefärbte Arten unter
13 mm Länge.
59 (62) Vor oder in der Mitte der Innenseite des Hinterschenkels
beim 5' ein scharfer Zahn, der beim 2 .nur schwach an-
gedeutet ist.
60 (61) Mittel- und Hinterschenkel verhältnismäßig lang und
schmal. Mittelschenkel innen vor dem Knie mit einem
leicht gebogenen, stumpfen, aber großen Zahn.
AR gladiator Arrow
61 (60) lie Behenkeh renlich. een. Mittelschenkel innen
vor dem Knie mit einem kleinen spitzen, manchmal aber
auch nur kleinen stumpfen Zahn. . spinipes Thunb.
62 (59) Hinterschenkel auf der Innenseite zahnlos.
63 (64) Hinterschenkel ziemlich schlank, in der Mitte oder im
äußeren Drittel kaum verdickt. . . . fortuitus Per.
64 (63) Schenkel ziemlich plump, in der Mitte verdickt und längs-
gekantet oder im äußeren Drittel erweitert und vor dem
Knie wieder stark verengt.
65 (66) Hinterschenkel im äußeren Drittel innen beim 7 schaufel-
artig erweitert, beim Q@ dasselbe Merkmal in schwächerer
Ausprägung, aber doch deutlich erkennbar, ohne abge-
rundete Längskanten. . . 20.0. kühni sp. n.
66 (65) Größte Breite des recent etwa in der Mitte, ohne
schaufelartige Erweiterung im äußeren Drittel, mit ab-
gerundeten Längskanten. . . . . quadricollis Gory
Artbeschreibungen
A. Subgenus Sisyphus s. str.
1. S. schaefferi L. (Tafel XV, Fig. 7)
(= tauscheri Fisch.)
(= boschnakii Fisch.)
(= capensis Gory)
(= morio Arrow)
(= arachnoides Fourer.)
352 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
(— longipes Scop.)
(= subemarginatus Muls.)
(= subinermis Muls.)
S. schaefjeri Linne, 1758, Syst. Nat. ed. X, I, p. 349 — 1767, p. 550 — Gory,
1833, Monogr. p. 9, t. 1, f. 8 — Reitter, 1909, Fauna Germ. Käfer, II,
p- 324, t. 73, f. 4 — Mulsant, 1842, Col. France, Lamell. p. 61 — Arrow,
1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 457, 459 — Arrow, 1931, Fn. Br. India,
Col. Lamell. p. 67 — ,,?‘, 1941, Mushi 13, pp. 131, 132 — Hepp, 1936,
Ent. Bl. 32, II, pp. 80, 81, 82.
. arachnoides Fourer., 1785. Entom. Paris, p. 15.
.longipes Scop., 1763, Ent. Carnicol., p. 11 — Schrank, 1798, Fauna Boica I,
p- 398.
.subemarginatus Muls., 1842, Col. France, Lamell. p. 62.
un
02)
5
5. subinermis Muls. 1.c. p. 62.
S. tauscheri Fisch., 1823, Entomogr. Russ. II, p. 209, t. 27, £. 2.
5. boschnakii Fisch., 1823, Entomogr. Russ. II, p. 210. — Müller, 1901, Wien.
Ent. Zeit. XX, p. 140.
S. cahensis Gory, 1833, Monogr. p. 12, t. 1, £. 8 — Peringuey, 1900 (1901),
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 897 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9)
XIX, pp. 457, 465.
9. morio Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) IV, p. 93 — Arrow, 1927, Ann. Mag.
N.H. (9) XIX, pp. 459, 465.
Körperlänge: 5,5—12,5 mm.
Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Nordafrika, Kleinasien,
Mongolei, China, Korea.
Eine rein palaearktische, weitverbreitete, individuell stark
variierende, schwarzgefärbte Art. Behaarung gelblich, rostfarben
oder schwarz. Stirn unregelmäßig punktiert, Clypeus fein granu-
liert, vorne mit einer ziemlich tiefen und breiten Einbuchtung, die
beiderseits von etwas stumpien, aufgebogenen Zähnchen flankiert
werden. Halsschild ziemlich dicht und nicht selten gegen die Basis
genabelt punktiert. Basis gleichmäßig gerundet, hinten sind die
Seiten zusammengepreßt und durch eine scharfe, gebogene Leiste
von der stark konvexen Oberseite abgegrenzt. Elytren apikal mehr
oder minder spitz zulaufend. Anteapikalbeulen treten deutlich her-
vor. Mittleres Beinpaar zahnlos. Hinterschenkel im äußeren Drittel
stark verdickt, auf der Innenseite vor dem Knie ein scharfes Eck.
Innenseite der Hinterschiene mit wenig zahlreichen, aber scharfen '
Zähnchen.
5. schaefferi besitzt als palaearktische Art in der Gestalt des
Hinterschenkels ein spezifisches Erkennungsmerkmal (Tafel XV,
[ne N
Fig. 2):
Haaf: Über die Gattüng Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 39)
Nach den ausführlichen Darstellungen von Hepp ({l. e.) existie-
ren zwischen schaefferi und boschnakii Fisch. keinerlei Unter-
schiede, so daß boschnakii zum Synonym wird. Dasselbe gilt auch
für S. morio Arrow und S. capensis Gory (vergl. Arrow, 1927, 1. c.).
2. 5. neglectus Gory
(= denticrus Fairm.)
(= laoticus Arrow)
S. neglectus Gory, 1833, Monogr. p. 14 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX,
p- 460 — Arrow, 1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 73.
S. dentiecrus Fairmaire, 1886, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) VII, p. 320 — Arrow, 1931,
Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 74.
S. laoticus Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 4693.
Körperlänge : 5— 7,5 mm.
Verbreitung: Südindien, Sikkim, Burma, Junnan, SW.-China.
Schwarze Art mit gelblicher, dunkelbrauner, manchmal auch
schwarzer Behaarung. Am Ulypeus spärlich, gegen die Stirn dichter
und grob punktiert. Olypeus vorne tief eingebuchtet mit 2 spitzen,
leicht aufgebogenen Zähnchen. Nicht selten ist die Oberseite des
Kopfes mit einem grünlichen oder kupfrigen Metallschein ver-
sehen. Halsschild, besonders gegen die Seiten und die Basis mit
Nabelpunkten besetzt. Seiten hinten zusammengepreßt und gegen
die Oberseite durch eine scharfe Kante abgegrenzt. Basis gerundet.
Zentralmediane Furche nur schwach ausgebildet. Auf der Unter-
seite der Vordertibia befindet sich an der Insertionsstelle der Tarse
ein scharfer Zahn. Hinterschenkel an der Basis sehr schmal, nach
der Mitte zu stark verdiekt und dort auf der Innenseite beim 7 ein
gegen die Basis gerichteter Zahn, der sehr spitz, aber auch abge-
stutzt sein kann und der beim 9 nur andeutungsweise vorhan-
den ist. |
S. neglectus Gory erinnert, falls es sich um große Exemplare
handelt, außerordentlich stark an S. indicus, kann aber auch bei
sehr flüchtiger Betrachtung mit ssp. hirtus Wied. verwechselt wer-
den. Von diesen ist neglectus in beiden Geschlechtern am sicher-
sten an der Einbuchtung und den Zähnchen des elypealen Vorder-
randes zu unterscheiden, welcher bei neglectus wie bei dem afri-
kanischen S. ocellatus Reiche, bei ssp. hirtus und S. indicus aber
wie bei crispatus Gory gebildet ist.
Die von Arrow (1931, 1. c.) angegebenen morphologischen
Differenzen zwischen neglectus, denticrus und laoticus sind indivi-
duell sehr variabei und somit auch keine wirklichen Artunter-
Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey. Bd..6, H. 1 23
354 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
schiede. 5. neglectus soll stärker behaart und dichter punktiert \
sein, während von denticrus zitiert wird, er habe eine andere Be-
haarung und Punktur. Die Untersuchung des typischen Materials
von denticrus Fairm. (in coll. Museum Paris) ergab jedoch, daß es
sich, genau wie bei laoticus, nur um abgeriebene Stücke handelt.
Von laoticus, der nach einem einzigen Exemplar beschrieben
wurde, wird außerdem noch vermerkt, daß er einen höckerartigen
Fortsatz am Innenrand des Hinterschenkels besitze, den neglectus
nicht aufzuweisen habe. In Wirklichkeit handelt es sich bei die-
sem Fortsatz um ein variierendes Gebilde, das z. B. auch bei dem
afrikanischen S. transvaalensis mit derselben Tendenz vorkommt.
Der Befund einer Identität von neglectus, denticrus und laoticus
wurde durch die an drei männlichen Exemplaren von mir fest-
gestellte Genitalgleichheit erhärtet, und zwar an je einem von
Arrow als neglectus, denticrus und laoticus determinierten Stück,
also an ehemaligen „guten“ Arten, die man allerdings nur im
männlichen Geschlecht glaubte auseinanderhalten zu können.
3. 8. nodifer Gerst. (Tafel XV, Fig. 1)
5. nodijer Gerstaecker, 1871, Archiv Naturg. XXXVII, I, p. 49 — Gerstaecker,
1373, Deckens Reise III, 2, p. 126, t. 7, f. 7” — Fairmaire, 1887, Ann. Soc.
Ent. Fr. (6) VII, p. 108 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 465.
Körperlänge: 5—6 mm.
Verbreitung: Ostafrika, Somaliland.
Kleine, schwarze Art mit hellbraunen bis rostroten Härchen.
Ciypeus vorne tief ausgebuchtet mit 2 spitzen, aufgebogenen Zähn-
chen. Halsschild stark gewölbt; Seitenrand hinten zusammenge-
drückt und dort unbehaart mit sehr deutlicher, schwach krenu-
lierter Begrenzungskante gegen die mit pelzartig anliegenden Här-
chen versehene Oberseite. Basis schwach gerundet. Elytra mit 6
härchentragenden Doppelstreifen; oberhalb des Pygidiums abge-
stutzt. Pygidium mit großen Punkten. Mittleres Beinpaar unbe-
dornt. Mittel- und Hinterschenkel basal sehr schmal und deutlich
punktiert, etwa in der Mitte blasenförmig angeschwollen. Tro-
chanteren sehr schmal und eng an den Hinterschenkel anliegend
und etwa an dessen basalem Drittel als eine amboßförmige Erwei-
terung endend. Hinterschiene leicht gebogen, auf ihrer Innenseite
gesägt.
S. nodifer Gerst. ist eine durch den eigenartigen, amboßför-
migen Trochanter (Tafel XV, Fig. 1) ausgezeichnete Art und
kommt dem 5. costatus Thunb. und longipes Ol. am nächsten.
Haaf: Über die Gattung Sisyphüs Latr. (Col. Scarab.) 358
Letztere besitzen jedoch nicht den amboßförmigen Trochanter am
Hinterschenkel.
4. S. longipes Ol.
(= minutus F.)
(— helwigi F.)
S. longipes Olivier, 1789, Entom. I, 3, p. 164, t. XIX, f. 177 — Arrow, 1927,
Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 457 — Arrow, 1931, Fn. Br. India, Col.
Lamell. p. 7.
Scar. minutus Fabricius, 1792, Ent. Syst. I, p. 70 — Gory, 1833, Monogr. p. 15,
t. 1, £. 12 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) IV, p. 92.
Copris helwigi Fabricius, 1798, Ent. Syst. Suppl. p. 35 — Fabricius, 1801, Syst.
Eleuth. I, p. 60 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) IV, p. 92.
Körperlänge: 4—6,5 mm.
Verbreitung: Südindien, Burma, Ceylon.
Sehr kleine, braune oder schwarze, oft stark glänzende Art
mit gelblich-braunen, manchmal rötlichen Härchen. Kopf ziem-
lich spärlich punktiert. Clypeus vorne tief eingebuchtet mit zwei
aufgebogenen, spitzen Zähnchen. Halsschild fein, manchmal ge-
nabelt punktiert mit einzelnen glatten, unbehaarten Stellen. Die
Seiten des Halsschildes hinten zusammengedrückt mit deutlich
sichtbarer Begrenzungskante gegen die stark gewölbte Oberseite.
Basis gleichmäßig gerundet. Schenkel des mittleren und hinteren
Beinpaares ohne Zähne, glatt oder nur spärlich punktiert, an der
Basis sehr dünn, besonders der Hinterschenkel, gegen das äußere
Drittel sehr stark und gleichmäßig verdickt und vor dem Knie wie-
der etwas schmäler. Hinterschiene nicht scharf gesägt. Trochanter
sehr kurz.
Durch den gegen das äußere Drittel gleichmäßig, aber sehr
stark verdiekten, zahn- und meist punktfreien Hinterschenkel ist
5. longipes Ol. von allen anderen orientalischen Sisyphus-Arten
sicher zu trennen.
5. 8. eostatus Thunb.
(= rugosus Roth)
(= seminulum Gerst.)
(— latus Bouc.)
S. costatus Thunb. 1818, M&m. Acad. Petrop. VI, p. #12 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 4558, 465 — Boucomont, 1933, Mem. Est. Zool.
Univ. I, 73, p. 4 (nec coslatus) — Janssens, 1938, Expl. Parc Nat. Albert
21, p. 29.
S.rugosus Roth (nec Gory), 1851, Archiv Naturg. XVII, I, p. 124.
356 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
5. seminulum Gerstaecker, 1871, Archiv Naturg. XXXVII, I, p. 48 — Ger-
staecker, 1873, Deckens Reise III, 2, p. 127 — Janssens, 1933, Expl. Parc
Nat. Albert 21, p. 29.
S. latus Boucomont, 1928, Rev. Zool. Afr. 15, p. 413.
Körperlänge: 3,5—5,5 mm.
Verbreitung: Von Südafrika bis Ostafrika und Abessinien;
auch in Westafrika (Kamerun, Franz. Guinea).
Eine der kleinsten Sisyphus-Arten von rötlich-brauner bis
schwarzer Färbung. Behaarung hellgelb bis schwarzbraun. Ober-
seite des Kopfes und Halsschildes meist mit leichtem Metallschim-
mer. Clypeus vorne sehr tief eingebuchtet mit 2 ziemlich spitzen
Zähnchen und gegen die Seiten in der Regel mit weiteren, aber
mehr oder minder stumpfen Zähnchen. Halsschild stark gewölbt,
hinten auf den Seiten etwas zusammengepreßt und deutlich durch
eine Kante gegen die bei frischerhaltenen Exemplaren mit ziem-
lich langen Härchen relativ spärlich besetzte Oberseite abgegrenzt.
Doppelstreifen der Flügeldecken sehr prägnant und mit verhält-
nismäßig langen Härchen besetzt, die oft struppig zusammen-
hängen. Mittel- und Hinterschenkel hinter der Mitte stark ver-
dickt.
Am nächsten verwandt mit 5. ocellatus Reiche und dessen
Subspecies nanniscus PeEr., die aber einen viel weniger stark ge-
wölbten, jedoch dichter behaarten Halsschild, einen breiteren
Apikalteil und ausnahmslos nur zwei scharfe Clypealzähnchen be-
sitzen. Kleine Exemplare von crispatus Gory werden häufig mit
costatus verwechselt. Bei crispatus ist aber der Vorderrand des
' Ciypeus weniger tief eingebuchtet, und die beiden vorderen Zähn-
chen neben dieser Einbuchtung stehen weiter auseinander und sind
in der Regel nicht so spitz wie bei costatus, der zudem einen stär-
ker gewölbten Halsschild aufweist.
5. seminulum Gerst. (Typus in coll. Zool. Museum Berlin),
5. latus Bouc. und 5. rugosus Roth sind mit costatus identisch. Der
von Janssens (1938, 1. c.) zitierte costatus Thunb. ist sehr wahr-
scheinlich der von Janssens nicht erwähnte S. ocellatus Reiche.
6. S. ocellatus Reiche
5. ocellatus Reiche, 1847 (1850) in Ferret et Galinier, Voyage Abyss. III, p. 311,
t. 19, ££ 1 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518.
Körperlänge: 4—5,5 mm.
Verbreitung: Abessinien, Ostafrika, Kamerun, Span. Guinea,
Franz. Guinea.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 357
Rostbraune bis schwarzgefärbte Art. Behaarung gelblich bis
dunkelbraun. Kopf und Halsschild in der Regel mit kupfrigem
oder grünlichem Metallglanz und kurzen Härchen dicht besetzt.
Clypeus vorne tief eingebuchtet; die beiden Zähnchen neben der
Einbuchtung ziemlich spitz, nahe zusammenstehend und etwas
aufgebogen, daneben keine weiteren scharfen Zähnchen. Halsschild
mäßig gewölbt, manchmal auf den vorderen Partien mit markan-
ten Nabelpunkten, die Seiten hinten zusammengepreßt mit schar-
fer, gebogener Kante gegen die Oberseite. Elytra von oben gese-
hen hinter den Schultern erweitert, apikalwärts ziemlich verrundet.
Mittel- und Hinterschenkel zahnlos, im äußeren Drittel keulenför-
mig angeschwollen.
7. 8. ocellatus ssp. nannisceus Per.
Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 107 —
Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 465 — Janssens, 1935, Expl. Parc Nat.
Albert 21, p. 29.
Körperlänge: 3—4 mm.
Verbreitung: Süd- und Ostafrika, Kamerun (°).
Kleiner als die Stammform. Flügeldecken meist von helierem
Braun als Kopf- und Halsschild. Form und Bezahnung des Ulypeus
einerseits und Wölbung, Behaarung und Punktierung andererseits
mit der Stammform nahezu übereinstimmend. Apikalteil aber et-
was weniger breit verrundet. Auf dem Halsschild beiderseits meist
mit einer Depression. Zentralmediane Furche vor der Basis kaum
erkennbar.
S. ocellatus Reiche und seine Unterart nanniscus Per. stehen
dem costatus am nächsten, lassen sich aber, wenn es sich um gut-
erhaltene Stücke handelt, einwandfrei durch folgende Merkmale
von jenem unterscheiden: Die Halsschildwölbung ist wesentlich
schwächer, die Behaarung feiner, der Olypeus besitzt nur 2 scharfe
Zähnchen. Von dem kräftiger gebauten S. crispatus Gory lassen
sich S. ocellatus und ssp. nanniscus noch leichter auseinanderhal-
ten, da der Clypeus bei cerispatus in der Regel mehr oder weniger
deutlich 6zähnig ist und die vorderen Zähnchen nicht so nahe zu-
sammenstehen wie bei ocellatus, nanniscus und auch costatus.
Die Prüfung des Typus von nanniscus Per. (in coll. South-Af-
rican-Museum, Cape Town) erlaubt mir die Einreihung als Unter-
art zu ocellatus Reiche. Arrow und Janssens (l. ec.) schen in nannis-
cus ein Synonym von seminulum Gerst. = costatus Thunb. Nach
meinen Informationen haben aber beide Spezialisten ihre Entschei-
398 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
dung nur nach der Beschreibung gefällt. Die Typen von 5. semi-
rulum und nanniscus sind aber keinesfalls identisch, sondern dif-
ferieren in der Weise, wie oben angegeben.
3. S. araneolus Arrow
5. araneolus Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 464 — Arrow, 1931, Fn.
Br. India, Col. Lamell. III, p. 71.
Körperlänge: 5 mm.
Verbreitung: Südindien.
Ziemlich kleine, rotbraune Art mit gelblichen, oben haken-
förmig umgebogenen Haaren. Oberseite des Kopfes mit groben
Punkten ziemlich spärlich besetzt. Clypeus am Vorderrand ein-
gebuchtet mit zwei sehr scharfen, kleinen, leicht aufgebogenen
Zähnchen, gegen die Seiten ungezähnt. Halsschild ebenfalls mit
groben Punkten. Basis des Halsschildes gleichmäßig gerundet;
Seiten hinten zusammengepreßt und gegen die wenig stark ge-
wölbte Oberseite durch eine behaarte Kante abgegrenzt. Zentral-
mediane Furche durch eine schwarze Linie nahe der Basis an-
gedeutet. Pygidium dicht behaart. Elytra mit deutlich sichtbarer
Anteapikalbeule, vor der eine große, schräggestellte Depression
liegt. Auf der Unterseite der Vordertibia befindet sich an der In-
sertionsstelle der Tarsen ein Zahn.
Beim 7’ auf dem Mittelschenkel im äußeren Drittel stark ver-
breitert mit einem gegen das Knie gerichteten kleinen Zahn. Mit-
telschiene an der Basis sehr schmal, dann etwa auf der Höhe des
gegenüberliegenden Schenkelzahns breiter bis zum distalen Ende.
Hinterschenkel im äußeren Drittel ebenfalls erweitert mit einem
sehr kleinen, scharfen Zahn. Trochanter relativ kurz mit abste-
hender Spitze. Hinterschiene ohne besonderes Merkmal. @ unbe-
kannt.
Eine dem 5. thoracicus Sharp äußerst nahverwandte Art, de-
ren Artspezifität noch nicht einwandfrei erwiesen ist, da man bis-
her nur wenig Exemplare kennt. Der anscheinend nur in Indien
beheimatete S. araneolus ist von thoracicus am einfachsten daran
zu unterscheiden, daß er am Außenrand der Hinterschiene keine
Erweiterung besitzt und am Innenrand der Mittelschiene keinen
Zahn trägt.
9. S. thoraeicus Sharp (Tafel XV, Fig. 8)
S. thoracicus Sharp, 1875, Col. Hefte XIII, p. 39 — Arrow, 1927, Ann. Mag.
N.H. (9) XIX, p. 465.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 359
Körperlänge: 5—6,5 mm.
Verbreitung: Philippinen zz Palawan), Borneo, Java,
Sumatra, Singapore.
Eine verhältnismäßig seltene, rotbraune Art mit gelblicher Be-
haarung. Oberseite des Kopfes wenig dicht aber grob punktiert.
Vorderrand des Clypeus weit eingebuchtet mit 2 scharfen Zähn-
chen. Halsschild mit groben Punkten. Seiten hinten zusammen-
gepreßt und gegen die mäßig gewölbte Oberseite durch eine
scharfe und gebogene Kante abgegrenzt. Zentral-mediane Furche
ziemlich deutlich. Basis leicht gerundet. Flügeldecken mit je 8
kettenförmig zusammenhängenden Punktreihen. Anteapikalbeulen
durch den davor liegenden Schrägeindruck gut erkennbar. Schen-
kel ziemlich flachgedrückt.
Beim J’ auf dem Mittelschenkel im äußeren Drittel innen
stark erweitert und gegen das Knie plötzlich verschmälert, so daß
ein abgestumpftes Eck entsteht, dem bei angezogenen Beinen auf
der Innenseite der Tibia ein markanter, flacher, abgestumpfter
Zahn gegenübersteht, welcher bis zum distalen Ende der Schienen
reicht und bis dahin fein gesägt und deutlich behaart ist. Hinter-
schenkel im äußeren Drittel mit einem Sporn, der in der Länge
etwa der abstehenden Trochanterenspitze entspricht. Außenseite
der Hinterschiene bis etwa zur Mitte fast flügelartig erweitert und
von dort an wieder von normaler Stärke und Form. Innenseite der
Hinterschiene gesägt.
Bei den Beinen des 9 sind die für das männliche Geschlecht
angegebenen Merkmale (Tafel XV, Fig. 8) in sehr reduzierter
Ausbildung vorhanden. Die Erweiterung der Mitteischiene auf
ihrer Innenseite bleibt am besten sichtbar.
5. thoracicus Sharp steht den in Indien beheimateten S. ara-
neolus Arrow und S. mendicus Arrow sehr nahe und läßt sich von
diesen an der fast flügelartigen Erweiterung des Außenrandes an
der Hinterschiene leicht unterscheiden.
Der Typus von thoracicus befindet sich im Museum Paris.
10. S. mendicus Ärrow
5. mendicus Arrow, 1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 70.
Körperlänge: 7,5 mm.
Verbreitung: Indien (Madras).
Schwarze, leicht kupfrig glänzende Art mit gelblicher bis dun-
kelbrauner Behaarung. Oberseite des Kopfes mit groben Punkten
360 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
besetzt. Glypeus vorne eingebuchtet mit 2 (bei dem einzigen mir |
vorliegenden Stück) sehr stumpfen Zähnchen. Halsschild mäßig
konvex mit der gleichen starken Punktur wie auf dem Kopfschild.
Behaarung ziemlich dicht. Seiten hinten zusammengepreßt mit
scharfer Begrenzungskante gegen die Oberseite. Elytra vor der
Anteapikalbeule mit einer großen, schräggestellten Depression.
Unterseite der Vordertibia mit einem Zahn. Schenkel des mittleren
Beinpaares ziemlich flach und breit, im äußeren Drittel plötzlich
verengt, so daß ein Eck entsteht, dem auf der Innenseite der
Schiene ein ebenfalls flacher, abgestumpfter Zahn gegenübersteht
(Schiene und Schenkel wie bei 5. thoracicus Sharp gebildet). Über
der Mitte auf der Innenseite des Hinterschenkels zwei, durch eine
seichte Einbuchtung getrennte, sehr stumpfe Zähne. Hinterschiene
vor der Mitte stark gekrümmt. Trochanter ziemlich kurz; Spitze
vom Schenkel abstehend. Q bisher unbekannt.
Von S. thoracicus Sharp und S. araneolus Arrow beim 9 durch
die sehr stumpfen, doppelten Zähne auf dem Innenrand des Hin-
terschenkels zu trennen. Die äußerst nahe Verwandtschaft von
5. mendicus (Typus in coll. British Museum) zu den genannten
Arten ist aber so zwingend, daß bei Erlangung von Serienmaterial
an nochmalige Überprüfung der wirklich existierenden Spezifität
gedacht werden muß.
11. S. angulicollis Felsche (Tafel XV, Fig. 9, und Textabb. 1)
S. angulicollis Felsche, 1909, D.E.Z. p. 752 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9)
XIX, p. 462, 465.
Körperlänge : 4,5— 7,5 mm.
Verbreitung: Westafrika (Kamerun, Span. Guinea).
Ziemlich kleine, rotbraune Art mit gelben und braunen Haa-
ren. Olypeus vorne eingebuchtet mit zwei sehr spitzen Zähnchen,
die leicht aufgebogen sind. Halsschild stark gewölbt, die Seiten
hinten zusammengepreßtt, von dunkelbrauner Färbung und einzel-
stehenden Härchen und Punkten mit einer scharfen Kante gegen
die Oberseite; der Rand an den Vorderwinkeln scharf. Basis fast
gerade. Flügeldecken in der hinteren Hälfte mit einem schrägen
Eindruck. Unterseite der Vordertibia beim 5’ mit 2 Zähnen, von
denen einer etwa in der Mitte der Tibia und der andere an der
Insertionsstelle der Tarsen liegt. Schenkel und Schiene des mitt-
leren und hinteren Beinpaares ohne Dorn. Trochanter beim JS
ziemlich lang und etwas gedreht. (Tafel XV, Fig. 9.)
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 361
Der auf den Philippinen beheima-
tete S. thoracicus Sharp scheint der
Nächstverwandte von angulicollis zu
sein, obwohl auch dieser seine spezifi-
schen Hauptmerkmale hat. Diese fin- |
det man beim 7 vor allem an den Vor-
der- und Hinterbeinen, die je einen
starken Zahn oder Dorn besitzen, wäh-
rend angulicollis ohne Zahn ist. Diese
Bezahnung fehlt jedoch den weiblichen
Exemplaren von thoracicus, die ihrer- a
seits wiederum an der Verdickung der Aedoeagus von
Mittelschiene leicht zu erkennen sind. S. angulicollis Felsche
(Natürliche Größe: 2 mm)
12. S. alveatus Bouc.
S. alveatus Boucomont, 1935, Miss. Sci. Omo 2, p. 280.
Körperlänge : 4,5—5,5 mm.
Verbreitung: Ostafrika, Span. Guinea, Kamerun.
Rotbraune bis schwarzgefärbte Art mit dunkelbrauner Behaa-
rung. Glypeus vorne mit zwei sehr scharfen, etwas aufgebogenen
Zähnchen, dazwischen eine ziemlich flache Einbuchtung und nach
den Seiten hin je zwei weitere Zähnchen, von denen das hinterste
an den seitlichen Ecken des Kopfschildes liegt und mehr oder
weniger breit abgestutzt ist. Halsschild sehr stark gewölbt mit
langen, oben hakenförmig umgebogenen Härchen. Seitenrand hin-
ten zusammengepreßt und gegen die Oberseite durch eine deut-
liche, dicht behaarte Kante abgegrenzt. Die zentralmediane Fur-
che vor der leicht gerundeten Basis gut sichtbar. Beiderseits dieser
Furche eine Schräg-Depression. Elytra mit reihenförmig angeord-
neten, büschelartig zusammenstehenden langen Härchen. Mittleres
und hinteres Beinpaar ohne Zähne. Trochanteren kurz und von
üblicher Form. Hinterschienen innen deutlich gesägt.
5. alveatus Bouc. unterscheidet sich von den verwandten Arten
durch seine langen, auf den Flügeldecken büschelartig zusammen-
gefaßßten Haare, den äußerst stark gewölbten Halsschild und die
relativ weit auseinander stehenden, sehr spitzen vorderen Ulypeal-
zähnchen.
13. S. eazanus Arrow
S. gazanus Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, p. 465.
362 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
Körperlänge : 5—6 mm.
Verbreitung: Gazaland, Uganda, Kamerun und Togo.
Sehr kleine, schwarze Art mit gelben, rostbraunen Haaren.
Oberseite des Kopfes und Halsschild ziemlich dicht punktiert. Cly-
peus vorne sehr breit und flach eingebuchtet mit zwei sehr spitzen,
aufgebogenen Zähnchen, gegen die Seiten mehr oder minder deut-
lich zweimal gebuchtet. Halsschildseiten hinten zusammengepreßt
mit Begrenzungskante gegen die Oberseite. Zentralmediane Fur-
che vor der gleichmäßig gerundeten Basis angedeutet. Elytren hin-
ter den Schultern viel breiter als der Halsschild; apikal breit ver-
rundet, vor der Anteapikalbeule mit einer markanten, schrägen
Depression. Hinterschenkel bis vor der Mitte sehr schlank.
5. gazanus Arrow (Typus in coll. British Museum) ist mit
crispatus sehr nahe verwandt und zeichnet sich durch den clypealen
Vorderrand aus, der zwei sehr spitze Zähnchen hat, die durch eine
seichte Einbuchtung voneinander getrennt sind. Außerdem ist ga-
zarus, besonders am Apikalteil, viel breiter als crispatus. S. alvea-
tus Bouc. hat einen ähnlich eingebuchteten Clypeus, jedoch groiße,
büschelartig angeordnete Haare und einen stark gewölbten Hals-
schild.
14. S. erispatus Gory
(= hirtus Gory)
(= goryi Har.)
(= caffer Boh.)
(= sordidus Boh.)
(= pygmaeus Klug)
(= impressipennis Lansb.)
S. crispatus Gory, 1833, Monogr. p. 13, t. 1, f. 9 — Peringuey, 1902, Trans. S.
Afr. Phil. Soc. XII, p. 897 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518
— Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 460 — Janssens, 1938, Expl.
Parc Nat. Albert 21, p. 29.
S. hirtus Gory, 1833, Monogr. p. 14, t. 1, £. 10 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H.
(9) XIX, p. 460.
5. goryi Haro!d, 1859, Berl. Ent. Zeitschr. III, p. 224 — Peringuey, 1900 (1901),
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 101, 106 — Feische, 190%, Arkiv Zool. I,
p. 399 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518.
S. cajfer Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 195.
S. sordidus Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 194 — Peringuey, 1900 (1901),
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 107.
S. pygmaeus Klug, 1862, Peters Reise, p. 219.
S. impressipennis Lansberge, 1886, Notes Leyden Mus. VIII, p. 73.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 363
Körperlänge: 4,5—8,5 mm.
Verbreitung: Von Südafrika (Cap, Transvaal, Natal, Rhode-
sien) bis Abessinien ; auch von S. W.-Afrika, Togo, Kamerun, Span.
Guinea und Franz. Guinea bekannt.
Sehr variable, weitverbreitete und häufige Art von schwarzer
Grundfarbe und weißlich-gelber bis pechschwarzer Behaarung.
Ciypeus mehr oder minder deutlich 6zähnig. Die beiden vorderen,
neben der Einbuchtung liegenden Zähnchen am größten, oft
stumpf und immer leicht aufgebogen. Stirn spärlich, gegen den
Vorder- und Seitenrand des Kopfes dichter punktiert und behaart.
Halsschild relativ schwach gewölbt, die Seiten wie bei den übrigen
Arten hinten zusammengepreßtt und gegen die Oberseite durch
eine scharfe Kante abgegrenzt. Elytra mit mehr oder weniger präg-
nanten und behaarten Doppelstreifen. Anteapikalbeule deutlich,
davor je eine Schräg-Depression. Schenkel und Schienen ohne
Zahn. Trochanter des Hinterschenkels wenig auffällig, beim 5 mit
feiner Spitze, die vom Schenkel absteht. Hinterschiene auf der
Innenseite scharf und dicht gesägt.
Große Stücke von S. crispatus Gory können im weiblichen
Geschlecht mit dem 8. transvaalensis Per.-Q verwechselt werden.
Die letztere Art ist aber viel größer und breiter gebaut. Die kleine-
ren Exemplare von S. crispatus Gory haben aber auch nicht selten
eine Ähnlichkeit sowohl mit dem 5. costatus Thunb., als auch dem
5. ocellatus Reiche, bei denen die Ausbuchtung des elypealen Vor-
derrandes aber tiefer und die flankierenden Zähnchen näher zu-
sammenstehen als bei crıspatus, während die übrigen Zähne oft
nur andeutungsweise oder gar nicht vorhanden sind. Außerdem
besitzen die beiden Arten eine viel feinere Behaarung und auf dem
Kopf- und Halsschild einen Metallglanz. Bei S. alveatus Boue. sind.
die Haare kräftiger als bei S. crispatus Gory und auf den Elytren
zu Büscheln zusammengestellt.
Die von mir jetzt an mehr als 2500 Exemplaren ermittelte
große Variabilität von S. crispatus Gory hat mehrere Synonyme
zu Tage gefördert. Der von Gory für die vorliegende Art verwen-
dete Name hirtus war bereits von Wiedemann für einen indischen
Sisyphus präokkupiert. Harold hat dies (1859, 1. e.) erkannt und
5. goryi in die Literatur eingeführt. Wie auch Peringuey (1902,
l. ce.) schon feststellte, ist crispatus Gory mit hirtus Gory identisch
und für die vorliegende Art als Name gültig. Individuelle Größen-
unterschiede sind keine Artunterschiede! Auch die Typen von ca/-
fer Boh. und sordidus Boh. (in coll. Riksmuseum Stockholm) stim-
364 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
men mit crispatus überein. S. pygmaeus Klug (Dej.) und impressi-
pennis Lansb. müssen nach meinen Untersuchungen ebenfalls als
Synonyme zu crispatus gestellt werden.
15. S. erispatus ssp. hirtus Wied.
(— prominens Walker)
(= setosulus Walker)
(= subsidens Walker)
5. hirtus, 1823, Zool. Mag. II, 1, p. 24 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III,
p- 519; (8) IV, p. 92 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 458,
461, 465 — Arrow. 1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 76, £. 6.
S. prominens Walker, 1859, Ann. Mag.N.H. (3) IV, p. 219.
8. setosulus Walker, 1858, Ann. Mag.N.H. (3) II, p. 208.
5. subsidens Walker, 1858, Ann. Mag.N.H. (3) II, p. 208 — Arrow, 1909, Ann.
Mag.N:H. (8) IV, p.,92.
Körperlänge: 4,5—7 mm.
Verbreitung: Indien, Ceylon.
5. hirtus Wied. ist eine zu crispatus gehörende orientalische
Unterart, die sich nur durch eine bei größeren Stücken vorhandene
Verstärkung des Innenrandes des Hinterschenkels von dem in Afri-
ka beheimateten crispatus unterscheidet. Nach Arrow (1927, 1. c.)
müssen als Synonyme S. setosulus Walker und 5. prominens Wal-
ker (Typus in coll. British Museum) hier eingereiht werden. S. sub-
sidens Walker (Typus ebenfalls in coll. British Museum) ist gleich-
falls damit identisch, da es sich nur um eine kleine Form des ssp.
hirtus handelt.
16. S. crispatus ssp. mexicanus Har.
5. mexicanus Harold, 1863, Ann. Soc. Ent. Fr. (4) III, p. 172 — Bates, 1887,
Biol. CGentr. Amer. Col. II, 2, p. 39 — Kolbe, 1905, Zool. Jahrb. Supp!.
VIII, p. 574.
Körperlänge: 6—8 mm.
Verbreitung: Mexico.
5. mexicanus Har. muß als eine angeblich in Mexiko beheima-
tete Unterart von crispatus angesehen werden, da sie mit der
Stammform bis auf eine meist kräftigere Punktur und schärfere
Ciypealspitzen völlig identisch ist. Ich vermute, daß mezxicanus
vor längerer Zeit nach Mexico eingeschleppt wurde.
17. S. transvaalensis Per. (Tafel XV, Fig. 2 und 5)
(= callosipes Arrow)
8. transvaalensis Peringuey, 19058, Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 557 —
Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 469.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 365
S. callosipes Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 517 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, p. 462, 465.
Körperlänge: 7,5—11 mm.
Verbreitung: Ostafrika (Usambara, Usagara, Tanganjika,
Nyassaland); Südafrika (Transvaal, Betschuanaland).
Mittelgroße, schwarze Art mit gelblichen oder braunen Här-
chen. Clypeus vorne mit einer Einbuchtung, die von zwei aufge-
bogenen Zähnen flankiert wird; die Seiten je 2 weitere, aber viel
stumpfere Zähnchen. Seiten des Halsschildes hinten zusammenge-
preßt, leicht behaart und gegen die Oberseite durch eine gebogene
und scharfe, oft fein krenulierte Kante abgegrenzt. Schenkel und
Schiene des mittleren Beinpaares ohne Dorn. Hinterschenkel ober-
halb der Mitte verdickt, beim 5 mit einem kurzen, schräg gestell-
ten, leistenartigen, glänzenden, manchmal auch amboßförmigen
Vorsprung, der meist stark ausgebildet ist und eine gegen die Basis
gerichtete Spitze besitzt. Hinterschiene innen gesägt, beim 5 am
Ende innen leistenartig verdickt. Trochanter auch beim 7 nicht
verlängert.
Dem S. goryi Har. sehr nahestehend, aber viel größer mit
einer mehr oder minder deutlichen leistenartigen, glänzenden
Stelle an der Innenseite des Hinterschenkels, wo sich beim 7 ein
amboßförmiger, in der Größe sehr variierender Vorsprung be-
findet (Tafel XV, f. 2, 3).
Der aus Ostafrika stammende callosipes Arrow ist mit dem
südafrikanischen S. transvaalensis, der ein Jahr früher publiziert
wurde, identisch.
18. S. indicus Hope (Tafel XV, Fig. 6)
(= caschmirensis Redt.)
S. indicus Hope, 1831, Gray’s Zool. Misc. p. 22 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H.
(8) IV, p. 92 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 465 — Arrow,
1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 75.
S. caschmirensis Redtenbacher, 1843, Hügels Kaschmir, IV, 2, p. 516.
Körperlänge: 6,5—10 mm.
| Verbreitung: Indien, Ceylon, Nepal, Sikkim, Assam, Burma,
8.O.-Tibet, Hongkong.
Mittelgroße, schwarze Art mit braunen oder schwarzen Haa-
ren. Oberseite des Kopfes mit relativ großen Punkten besetzt. Cly-
pealer Vorderrand neben der Einbuchtung mit 2 etwas aufgeboge-
nen und meist stumpfen Zähnchen. Halsschild dichter punktiert
und dichter behaart. Zentral-mediane Furche gegen die gleich-
366 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
8 yı
mäßig gewölbte Basis ziemlich deutlich sichtbar, gegen den Vor-
derrand als feine erhabene Linie in der Regel nicht leicht erkenn-
bar. Seitenrand hinten stark zusammengepreßt und gegen die
Oberseite durch eine äußerst scharfe und gebogene Kante klar
abgegrenzt. Auf dem Hinterschenkel beim 5 im äußeren Drittel
innen ein schmaler, abstehender, leicht zur Basis gebogener, an der
Spitze abgestutzter Zahn. Beim 2 ist an dieser Stelle nur ein brei-
ter, glänzender, oben gerader Vorsprung.
5. indicus Hope zeigt eine nahe Verwandtschaft zu crispatus
Gory und transvaalensis und ist auch dem 5. neglectus Gory sehr
ähnlich. Der Zahn (beim 5) und der breite Vorsprung (beim 9)
an der Innenseite des Hinterschenkels ist wie bei tfransvaalensis in
der Ausbildung sehr variabel. S. indicus ist aber meist von grö-
ßerer Statur als neglectus und zeichnet sich beim 5 durch seinen
Innenrandzahn auf dem Hinterschenkel aus (Tafel XV, Fig. 6);
außerdem gehört indicus nach dem celypealen Vorderrand zur cri-
sbatus-Gruppe, neglectus hingegen zur ocellatus-Gruppe. Der von
Arrow (1931, 1. ec.) abgebildete S. hirtus (7) ist ein @ von indicus
Hope und mit dem caschmirensis Redt. (Typus in coll. Mus. Wien)
identisch, welchen Arrow selbst als Synonym zu indicus gestellt
hat.
19. S. biarmatus Felsche (Tafel XV, Fig. 4 und 5)
5. biarmatus Felsche, 1909, D.E.Z., p. 7533 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9)
XIX, p. 465.
Körperlänge : 5— 7,5 mm.
Verbreitung: Ostafrika, Kamerun ?.
Mittelgroße, schwarze Art mit hell- bis dunkelbraunen Här-
chen. Am Vorderrand des Clypeus zwei ziemlich scharfe Zähnchen,
gegen die Seite je zwei oder drei weitere mehr oder minder
stumpfe Zähnchen. Kopfschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten
|
etwas zusammengepreßt mit deutlicher Abgrenzung gegen die
Oberfläche; Basis leicht gerundet. Schenkel und Tibia des mitt-
leren Beinpaares ohne Zahn. Beim 5 am Innenrand des Hinter-
schenkels zweifach gezahnt; der etwa in der Mitte des Schenkels
liegende Zahn amboßförmig, der andere Zahn vor dem Knie viel
länger mit abgestutzter Spitze. Beim 2 ist in der Mitte des Schen-
kels kein Zahn, sondern nur eine verdickte Stelle, der Außenzahn |
ist aber wie beim 5 vorhanden.
S. biarmatus ist an den beiden abgestutzten Zähnen des Hinei h
terschenkels im 5 Geschlecht immer leicht zu erkennen. Die 9
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 367
Stücke könnte man aber bei flüchtiger Betrachtung mit dem etwa
gleichgroßen S. indicus Hope verwechseln. Der Außenzahn ist bei
biarmatus gegen das Knie gerichtet, beim indicus aber dem Knie
abgewandt.
20. S. fasciculatus Boh.
S. fasciculatus Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 192 — Peringuey, 1900 (1901),
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 101, 106, t. 38, f. 15 — Arrow, 1927,
Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 458, 465.
Körperlänge: 85—9 mm.
Verbreitung: Südafrika (Transvaal, Natal).
Mittelgroße, tiefschwarze Art mit langen, schwarzen, meist
dicht büschelartig angeordneten Haaren auf der Oberseite. Olypeus
vorne stark eingebuchtet mit zwei aufgebogenen Zähnchen, gegen
die Seiten zahnlos. Halsschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten
zusammengepreßt und an den oberen Hinterwinkeln gegenüber.
den Schultern mit einem stumpfen, dichtbeborsteten, senkrecht
stehenden Zahn. Elytren ebenfalls mit großen Borstenbüscheln.
Schenkel und Schienen des mittleren und hinteren Beinpaares ohne
Zahn. Trochanteren sehr kurz und etwas abgestutzt. Innenrand
der Hinterschiene mit sehr langen Haaren besetzt.
Mit dem größeren 5. muricatus Ol. verwandt und von ihm und
den übrigen Arten des Verwandtschaftskreises durch die büschel-
artig angeordneten Haare auch auf dem Pronotum, durch den
Zahn an den Hinterwinkeln am oberen Seitenrand des Halsschildes
und die sehr langen Haare am Innenrand der Hinterschienen leicht
zu unterscheiden.
21. S. muricatus Ol. (Tafel XV, Fig. 10—12)
5. muricatus Olivier, 1789, Entomogr. I, Scarab. p. 188, t. 27, £. 240 — Gory,
1833, Monogr. p. 7, t. 1, £. 1 — Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr.
Phil. Soc. XII, p. 101, 105, t. 34, f. 18: t. 38, £. 19 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, p. 465.
Körperlänge: 10—12 mm.
Verbreitung: Südafrika (Capland, Transvaal).
Große, in der Regel pechschwarze Art. Nicht gut ausgefärbte,
rostbraune Stücke sind sehr selten. Haare und Borsten gleich-
falls schwarz. Clypeus vorne breit eingebuchtet mit 2 etwas auf-
gebogenen Zähnchen. Halsschild nur wenig gewölbt, mit kurzen,
einzelstehenden, nach hinten gerichteten Härchen besetzt. Seiten-
rand hinten stark zusammengepreßt mit sehr scharfer, gebogener
368 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Begrenzungskante gegen die Oberseite; nach vorne meist im Bogen
stark erweitert und gegen das Vordereck des Halsschildes wieder
abrupt verengt, so daß etwa in der Mitte des unteren Seitenrandes
ein scharfes Eck entsteht. Elytra mit einzelnen Borstenbüscheln.
Mittelschenkel etwas gebogen, Hinterschenkel ziemlich gerade, et-
was unterhalb der Mitte ein stumpfes Eck. Trochanter beim
am mittleren und hinteren Beinpaar kurz mit feiner Spitze.
5. muricatus Ol. steht dem fasciculatus Boh. sehr nahe und ist
an dem sehr scharfen Eck in der Mitte des vorne stark verbreiter-
ten unteren Halsschildseitenrandes zu erkennen (Tafel XV, Fig.
10—12) und durch andere bei fasciculatus verzeichnete Merkmale
zu unterscheiden.
B. Subgenus Neosisyphus Müller
1. S. spinipes Thunb. (Tafel XVI, Fig. 1—3)
(= barbarossa Wied.)
(= hessii Gory)
(= atratus Klug)
(= injuscatus Klug)
(= appendiculatus Boh.)
(= trochantericus Fairm.)
(= quadricollis Per.)
Pe
5. spinipes Thunberg, 1818, M&m. Acad. Petrop. VI, p. 411 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 458, 459, 464 — Boucomont, 1935, Miss. Sc. Omo
II, 16, p. 279 — Janssens 1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, pp. 27, 26.
5. barbarossa Wiedemann, 1623, Zool. Mag. II, 1, p. 23.
5. hessii Gory, 1833, Monogr. p. 11, t. 1., ££. 3 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H.
(9) XIX, pp. 459, 464.
S. atratus Klug, 1855, Monatsber. Berl. Akad. p. 651 — Klug, 1862, Peters Reise,
p. 218, t. 12, £. 12 — Kolbe, 1914, Deutsch. Zentr. Afr. Exp. p. 317 —
Müller, 1942, Atti Mus. Stor. Nat. Trieste XV, 3, p. 86.
S. injuscatus Klug, 1855, Monatsber. Berl. Akad. p. 651 — Klug, 1662, Peters
Reise p. 217 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 464 — Janssens,
1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, p. 28 — Müller, 1942, Atti Mus. Stor.
Nat. Trieste XV, 3, p. 86.
S. appendiculatus Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 190 — Arrow, 1927, Ann.
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 461, 464 — Peringuey, 1902, Trans. S. Afr. Phil.
Soc. XII, App. p. 89.
. trochantericus Fairmaire, 1391, Ann. Soc. Ent. Belg. 35, p. 284.
un
S. quadricollis Peringuey, 1900 (1901) Trans. Soc. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101,
103, t. 38, £. 15 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 459, 464. |
Körperlänge :: 7—9,5 mm.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 369
Verbreitung: Capland, Natal, Transvaal, Zululand, Ostafrika
(Tanganjika), Nigeria, Senegal, Abessinien.
Hell- bis dunkelbraune Art mit sehr weiter Verbreitung.
Haare weißlichgelb, Borsten braun. Olypeus vorne eingebuchtet
mit zwei stumpfen, schwach aufgebogenen Ecken. Halsschild mä-
Big konvex, die Seiten hinten zusammengepreßt und fast ohne
Härchen; die Begrenzungsleiste gegen die dicht behaarte Oberseite
fehlt. Die zentral-mediane Linie gegen die Basis sehr deutlich.
Auf der Unterseite der Vordertibia 2 oder 3, manchmal auch 4
kleine Zähnchen. Auf der Innenseite des Schenkels und der Schiene
des mittleren Beinpaares am Knie je 1 Dorn. Hinterschenkel etwa
in der Mitte mit einem scharfen Zahn, der aber beim 7 oft, beim
Q stets abgestumpft oder nur schwach angedeutet sein kann. Bei
einzelnen Exemplaren sind die Schenkel wie bei armatus Gory
mehr oder weniger schlank. Trochanter beim 5 von sehr unter-
schiedlicher Länge.
Dem S. rubripes Per. nahestehend und von ihm durch die
andersartige Zahnbildung auf der Innenseite der Mittelschiene und
durch den vorhandenen Zahn in der Mitte des Hinterschenkels
verschieden (Tafel XVI, 1—3). Das letzte Merkmal unterscheidet
den spinipes Thunb. auch von dem viel dunkleren und in der Regel
größeren S. fortuitus Per.
Zur Synonymie-Frage ist folgendes zu bemerken: Die von
Arrow (1927, 1. c., p. 464) und Janssens (1938, 1. c., p. 28) auf-
gestellte Liste der Synonyma von spinipes stimmt auch mit meinen
Ergebnissen völlig überein. S. appendiculatus Boheman (Type-o
in coll. Riksmuseum Stockholm) und 5. trochantericus Fairm. (Ty-
pus in coll. Naturhist. Museum Wien) müssen ebenfalls hier unter-
geordnet werden, da sie mit der vorliegenden Art identisch sind.
5. trochantericus Fairm. ist nach meiner Untersuchung des
Typus durch die flachgedrückten Schenkel und Tibien vom ‚„typi-
schen‘ spinipes etwas verschieden. Da aber alle Zwischenformen
hierzu vorkommen, kann trochantericus auf keinen Fall mehr als
„eigene“ Art angesprochen werden, zumal alle anderen Merkmale,
auch die Bedornung der Beine, mit spinipes übereinstimmen.
Von 5. barbarossa Wied. ist mir der Typus unbekannt. Die
Zuteilung als Synonym von spinipes Thunb. erfolgt nach Arrow
(l. e.), da die Urbeschreibung keine sichere Kennzeichnung der
Art gibt. Die von Klug, 1855, beschriebenen S. atratus und infus-
catus sind miteinander identisch, auch wenn die Zähnchen auf der
Entomol. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6, H.1 24
320 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Unterseite der Vordertibien bei den Paratypen (Zool. Museum Ber-
lin) voneinander differieren.
2. S. rubripes Per. (Tafel XVI, Fig. 4—6, und Textabb. 2)
8. rubripes Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 100, 101,
t. 34, £. 20 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 464.
Körperlänge: 6,5—9 mm.
Verbreitung: Capland, Natal, Transvaal, Rhodesien.
Lectotype: South African Museum, Capstadt.
Hell- bis dunkelbraune Art. Haare und Borsten ebenfalls
weißlichgelb bis dunkelbraun. Clypeus vorne deutlich eingebuch-
tet, Vorderrand leicht aufgebo-
gen. Halsschild konvex, die Seiten
hinten zusammengedrückt und un-
behaart, ohne Begrenzungsleiste ge-
gen die Oberseite. Leichte zentral-
mediane Furche, die als dunkle
Linie besonders gut an der Basis er-
kennbar ist.
Etwa in der Mitte auf der Un-
terseite der Vordertibia ein größe-
rer, davor 2 kleinere Zähne, der
vorderste davon.an der Insertions-
Abb. 2: stelle der Tarsen gelegen. Auf der
Aedoeagus von 5. rubripes Per. Innenseite der Mitteltibia neben
(Natürliche Länge: 2,5 mm) dem Knie ein sehr scharfer Zahn,
der in der Längsrichtung der Schiene distal nahezu rechtwinkelig
ansteigt. Mittelschenkel auf der Innenseite vor dem Knie ebenfalls
mit einem Dorn, der aber kleiner ist. Hinterschenkel zahnlos, Tro-
chanteren meist ziemlich lang und breit und oft an der Spitze
schräg abgestutzt. Bei kleineren Exemplaren sind die Trochanteren
weniger stark entwickelt und wesentlich kürzer.
5. rubripes Per. steht dem S. spinipes Thunbg. am nächsten
und unterscheidet sich von ihm durch den andersgestalteten Zahn
auf der Innenseite der Mittelschiene und das Fehlen des Zahnes
auf dem Hinterschenkel (Tafel XVI, Fig. 4—6). 5. fortuitus Per.
hat ebenfalls eine gewisseÄhnlichkeit mit rubripes PEr., ist aber
größer und von viel dunklerer Farbe und ist wie S. spinipes Thunb.
durch die andersartige Zahnbildung an der Innenseite der Mittel-
schiene verschieden.
Haaf: Über die Gattung Sisyphüus Latr. (Col. Scarab.) |
Die von Peringuey (l. c.) als rubripes Boheman beschriebene
Art ist, wie der Typenvergleich ergab, eine eigene Art. S. rubripes
Boh. ist ein Synonym von armatus Gory, daher hat 5. rubripes Per.,
von dem ich die Lectotype (Natal, Durban) aus dem Peringuey-
Material auswählte, Gültigkeit.
3. S. fortuitus Per. (Tafel XVI, Fig 7 und 8)
S. fortuitus Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 1035,
30, f. BD.
Körperlänge: 9—12 mm.
Verbreitung: Caffraria (Natal), Franz. Guinea, Kamerun.
Lectotype: South African Museum, Capstadt.
Ziemlich große, dunkelbraune bis schwarzgefärbte Art. Haare
gelb bis hellbraun, Borsten dunkelbraun. Ciypeus ziemlich deutlich
eingebuchtet, die beiden vorderen Ecken mehr oder minder scharf.
Die Seiten des stark gewölbten Halsschildes hinten zusammenge-
preßt und unbehaart, ohne Begrenzungsleiste gegen die Oberseite.
Auf der Unterseite der Vordertibien 3 Zähne, der hinterste davon
sehr groß. Mittelschiene innen vor dem Knie mit einem großen,
sehr markanten Dorn; der gegenüberliegende Dorn auf dem
Schenkel viel kleiner. Hinterschenkel zahnlos, Trochanter beim
g' ziemlich kurz, oder aber bis etwa zur Mitte des Schenkels rei-
chend und stark vom Schenkel abstehend.
S. fortuitus Per. unterscheidet sich von den in der. Farbe sehr
ähnlichen S. rugosus Gory und armatus Gory durch die vorhan-
denen Zähne an der Innenseite des Schenkels und der Schiene des
mittleren Beinpaares (Tafel XVI, Fig. 7 und 8). In der Gestalt
und Größe kommt ihm rugosus Gory noch am nächsten, der jedoch
auf dem Hinterschenkel einen sehr spitzen Dorn aufzuweisen hat.
S. spinipes Thunb. und S. rubripes Per. sind im Durchschnitt viel
kleiner und heller gefärbt und haben gleichfalls eine etwas andere
Bedornung der Schenkel und Schienen.
Unter dem Sisyphus-Material vom South African Museum be-
findet sich u. a. ein Exemplar, das bisher als Typus von fortuitus
Per. geführt wurde und tatsächlich einen von Peringuey entspre-
chend beschriebenen Zettel trägt. Dabei muß es sich aber um eine
Verwechslung handeln, denn weder der Fundort und die Größen-
angabe des betreffenden Tieres stimmen mit der Diagnose überein,
noch passen die anderen Merkmale der Beschreibung dazu. Perin-
guey spricht nämlich von einem fortuitus mit „very long trochan-
ter in the male‘‘, was aber für das vorliegende Stück nicht zutrifft.
24*
372 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Auch wird in der Tabelle (l. e. p. 101) gesagt, daß rubripes, der
jedoch nicht — wie sich jetzt herausstellte — dem rubripes Bohe-
man entspricht, sehr nahe damit verwandt sei. In Wirklichkeit ge-
hört die angebliche Type zu S. spinipes IThunb. Die Bestätigung er-
bringen die Genitalzeichnungen von PEringuey. Denn das von
Peringuey präparierte Genital des Typus von fortuitus stimmt mit
dem gezeichneten Penis von spinipes (PEr. 1. c. Fig. 17) überein,
während der von mir jetzt unter dem Peringuey-Material ausge-
suchte Lectotypus im J-Genital mit der fortuitus-Zeichnung tat-
sächlich übereinstimmt (Per. 1. c. Fig. 15).
4. S. penicillatus Har. (Tafel XVII, Fig. 1)
(= major Fairm.)
5. penicillatus Harold, 1880, Monatsb. Akad. Berlin, p. 263 — Felsche, 1909,
D.E.Z. p. 752.
5. major Fairmaire, 15891, Ann. Soc. Ent. Belg. 35, p. 264.
Körperlänge: 15—14,5 mm.
Verbreitung: Ostafrika.
Eine der größten und seltensten Sisyphus-Arten von hell- bis
rostbrauner Farbe und weißlich-gelber Behaarung. Ciypeus vorne
breit und tief eingebuchtet, beiderseits mit je drei mehr oder
weniger stumpfen Ecken. Halsschildseiten hinten zusammen-
gepreß5t und unbehaart ohne scharfe Begrenzungskante gegen die
Oberseite, seitlich vorne oberhalb des Absturzes eine leicht er-
habene, sehr lang behaarte Stelle. Die zentral-mediane Halsschild-
linie vor der gerandeten Basis deutlich sichtbar. Anteapikalbeule,
apikaler Seitenteil und apikaler Nahtstreifenteil mit langen Haa-
ren. Pygidium mit schwacher Längslinie. Unterseite der Vorder-
tibia beim 9 fast zahnlos, beim 5 mit 3 Zähnen, von denen der
hinterste sehr stark erhaben ist. Mittelschiene auf der Innenseite
vor dem Knie mit stumpfem Zahn, der beim 5 kräftig, beim 9
sehr klein ist. Mittelschenkel an derselben Stelle beim 5j mit einem
sehr scharfen gegen das Knie gerichteten Dorn, der beim 2 nur
schwach ausgebildet ist. Hinterschenkel vor dem Knie ebenfalls
mit einem kleinen Zahn direkt vor dem Knie. Trochanter bei dem
einzigen mir bekannten 5 nur wenig lang und schräg abgestutzt.
5. penicıllatus Har. ist eine ziemlich isoliert stehende und
durch viele spezifische Merkmale ausgezeichnete Art, die sich von
dem habituell etwas ähnlichen kühni sp. n. besonders durch die
Bedeornung des Hinterschenkels abhebt (Tafel XVII, Fig. 1).
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 373
Der von Fairmaire beschriebene major (Typus in coll. Natur-
hist. Museum Wien) ist mit penicıllatus Har. (Typus in coll. Zool.
Museum Berlin) völlig identisch.
5. 8. quadricollis Gory (Tafel XVIII, Fig. 2)
S. quadricollis Gory, 1833, Monogr. p. 9, t. 1, f. 2 — Arrow, 1927, Ann. Mag.
N.H. (9) XIX, p. 459.
Körperlänge: 10—12,5 mm.
Verbreitung: Gapland, Namaland.
Große, dunkelbraune Art mit hell- bis rostbraunen Haaren.
Clypeus deutlich eingebuchtet mit 2 mehr oder minder scharfen,
aufgebogenen Ecken. Halsschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten
zusammengepreßt, unbehaart ohne scharfe Begrenzungskante ge-
gen die dicht behaarte Oberseite. Auf jeder Flügeldecke 8 helle,
rinnenartige Streifen, zwischen denen, bis auf die äußeren Strei-
fen, je eine Doppelreihe kurzer Börstchen liegt. Auf der Unterseite
der Vordertibien beim 5 3 kleine Zähne, der hinterste auffallend
groß und stumpf, etwa in der Mitte der Tibien gelegen. Auf der
Mittelschiene vor dem Knie ein wenig erhabener Zahn, Mittel-
schenkei vor dem Knie plötzlich im Bogen verengt. Hinterschenkel
sehr kräftig gebaut, in beiden Geschlechtern mit mehreren abge-
rundeten Längskanten. Trochanter beim 5 ziemlich kurz.
Dem etwas größeren S. kühni sp. n. sehr nahe verwandt und
von ihm durch seine kantigen, vor dem Knie nicht schaufelartig
erweiterten Hinterschenkel leicht zu unterscheiden (Tafel XVIL,
Fig. 2).
5. fortuitus PEr., der auch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem
vorliegenden quadricollis Gory hat, besitzt viel schlankere und
völlig kantenfreie Hinterschenkel, dafür aber keine so auffallend
helle Elytralstreifen wie quadricollis. Nach den Resultaten von
Arrow (l. c. p. 459) und mir gehört die von P£ringuey als quadri-
collis Gory beschriebene Art zu spinipes Thunb.
6. S. kühni spec. nov. (Tafel XVII, Fig. 3
5)
Körperlänge: 10,5—12,5 mm.
Verbreitung: Südafrika (Natal, Griqualand).
Sehr große, schwarzbraune Art, mit gelblichen bis dunkel-
braunen Haaren und Borsten. Clypeus breit eingebuchtet. Vorder-
rand leicht aufgebogen mit 2 deutlichen, stumpfwinkeligen Ecken.
Halsschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten zusammengepreßt,
374 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
unbehaart ohne scharfe Begrenzungskante gegen die stark behaarte
Oberseite. Die zentral-mediane, furchenähnliche Linie gegen die
Basis sehr markant. Elytra mit 5 schwach angedeuteten hellen
Lärgslinien, zu denen parallele Längsreihen von Härchen stehen.
Auf der Unterseite der Vordertibia verläuft vom Knie bis etwa zur
Höhe der hintersten der 3 Außenzähne ein höckerfreier Längskiel
und an der Insertionsstelle der Tarsen ein höckerartiger Zahn. Auf
der Innenseite der Mittelschiene vor dem Knie ein Dorn, bei ange-
winkelter Tibia liegt diesem gegenüber auf dem Schenkel ein
durch die plötzliche Verengung des Schenkels vor dem Knie ent-
stehender, mehr oder weniger deutlicher, gegen das Knie gerich-
teter Haken. Hinterschenkel im äußeren Drittel innen sehr stark
schaufelartig erweitert und vor dem Knie wieder verengt. Beim
J' ist diese Erweiterung des Schenkels etwas abgestutzt und nach
aulsen umgeknickt, beim 2 verläuft sie sehr gleichmäßig. Tro-
chanter beim 5 meist ziemlich lang mit stumpfer Spitze.
Dem 5. quadricollis Gory am nächsten stehend, von ihm und
allen anderen Arten durch die schaufelförmige Erweiterung des
Hinterschenkels innen vor dem Knie leicht zu unterscheiden (Tafel
XVIII, Fig. 3—5).
Der Holotypus befindet sich in coll. Museum Frey, Tutzing
bei München. Diese neue Art benenne ich nach meinem verehrten
Lehrer, Herrn Prof. Dr. Alfred Kühn, Max-Planck-Institut für
Biologie, Tübingen.
7. S. tarantula Arrow
5. tarantula Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (5) IV, p. 92 — Arrow, 1931, Fn. Br.
India, Col. Lamell. III, p. 69, t. III, £. 10.
Körperlänge: 10,5 mm.
Verbreitung: Geylon.
Ziemlich große, schwarze, leicht glänzende Art mit gelblicher
bis dunkelbrauner Behaarung. Oberseite des Kopfes kräftig, aber
nicht sehr dicht punktiert. Olypeus vorne breit eingebuchtet mit
zwei Spitzen, aufgebogenen Zähnchen. Halsschild sehr stark kon-
vex mit einzelnen groben Punkten, die je ein langes, oben haken-
förmig gekrümmites Härchen tragen. Zentral-mediane Furche nur
gegen die gleichmäßig gebogene Basis vorhanden. Die Seiten hin-
ten nur schwach zusammengepreßt ohne scharfe Begrenzungskante
gegen die Oberseite. Vorderer Seitenrand schwach gerundet, Vor-
dereck stumpfwinklig zulaufend. Flügeldecken ziemlich konvex
mit je 8 Punktstreifen. Auf der Unterseite der Vordertibia an der
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 345
Insertionsstelle der Tarse ein deutlicher Zahn. Mittelschenkel im
äußeren Drittel fast flügelartig erweitert und kurz vor dem Knie
wieder verengt. Dieser Erweiterung steht auf dem Innenrand der
Schiene ein großer, mehr oder weniger stumpfer, nach außen ge-
richteter Zahn gegenüber. Hinterschenkel über der Mitte eine noch
deutliche Erweiterung, die an ihrer breitesten Stelle nach außen
überdies durch einen leicht gebogenen Zahn verstärkt wird. 'Tro-
chanter beim 5 relativ lang und vor der ausgezogenen Spitze
ziemlich weit vom Schenkel abstehend. Hinterschiene nur mäßig
stark gekrümmt. © unbekannt.
S. tarantula Arrow (Typus in coll. British Museum) ist eine
durch sehr markante Merkmale ausgezeichnete Art und kann auch
von S. bowringi leicht an den Clypealzähnchen, an dem auch gegen
die Basis stark gewölbten Halsschild und an der eigenartigen Bil-
dung der Mittel- und Hinterschenkel unterschieden werden.
6. S. bowringi White (Tafel XVIII, Fig. 6—8)
5. bowringi White, 1844, Ann. Mag.N.H. XIV, p. 423.
Körperlänge: 6—12 mm.
Verbreitung: China (Hongkong, Shanghai).
Große, schwarze Art mit gelblich-braunen Härchen. Olypeus
vorne stark eingebuchtet mit 2 scharfen Ecken und etwas aufge-
bogenem Vorderrand. Halsschild sehr stark gewölbt und dicht be-
haart; die Seiten hinten zusammengepreßt, ohne scharfe Begren-
zungskante gegen die Oberseite. Auf der Unterseite der Vordertibia
2 Zähne, die beim 9 ziemlich abgestumpft sind. Mittelschiene und
Mittelschenkel innen vor dem Knie gezahnt. Hinterschenkel nach
der Mitte stark verbreitert und vor dem Knie wieder stark ver-
schmälert. Trochanter beim 5 in der Regel außerordentlich lang,
manchmal aber auch nur die halbe Länge des Schenkels erreichend.
Dem afrikanischen S. gladiator Arrow habituell sehr ähnlich,
dessen Innenzahn auf dem Mittelschenkel vor dem Knie aber
hakenförmig ist und auf dem Hinterschenkel beim 7 einen schar-
fen Zahn aufweist. S. tarantula ist von bowringi White am ein-
fachsten an den vorderen Clypealzähnchen, dem besonders stark
gegen die Basis gewölbten Halsschild und die andersartige Form
der Mittel- und Hinterschenkel zu erkennen. Eine gewisse Ähn-
lichkeit haben mit S. bowringi White auch noch S. rugosus Gory
und S. armatus Gory, die aber beide an dem mittleren Beinpaar
meist zahnlos sind.
376 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
9. S. gladiator Arrow (Tafel XVI, Fig. 9—12)
S. gladiator Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 462, t. XII, f. 4, 5.
Körperlänge: 9—12,5 mm.
Verbreitung: Kamerun, Togo, Franz. Guinea, Belg. Congo.
Ziemlich große, schwarze, westafrikanische Art. Haare gelb
oder braun. Clypeus vorne breit eingebuchtet mit 2 scharfen
Ecken. Seiten des Halsschildes hinten etwas zusammengepreßt und
nur spärlich und kurz behaart ohne Begrenzungsleiste gegen die
sehr stark gewölbte Oberseite. Unterseite der Vordertibia beim
mit 5 gut sichtbaren Zähnchen, die den 9 fehlen. Mittelschiene
innen vor dem Knie einen kleinen Zahn, Mittelschenkel vor dem
Knie ein beim 5 großer, beim 9 kleiner, hakenförmiger Zahn.
Hinterschienen sehr stark gebogen, distal flachgepreßßt und kupf-
rig glänzend. Hinterschenkel mit einem scharfen Dorn, der Tro-
chanter bei vielen 5-Exemplaren lang, spitz und kupfrig glänzend
und den Hinterschenkeldorn überragend.
5. gladiator gehört, wie Arrow richtig konstatiert, zu S. spini-
pes, hat aber auch eine große physiognomische Ähnlichkeit mit
5. rugosus Gory und S. armatus Gory. Die beiden letzteren Arten
sind aber sofort davon zu unterscheiden an den unbedornten
Schenkeln und Schienen des mittleren Beinpaares. Als sicherste
Erkennungsmerkmale von gladiator (Typus in coll. Brit. Museum)
darf man den hakenförmigen Dorn auf dem Mittelschenkel und
die stark gebogenen, am Ende ziemlich flachen, grünlich oder
kupfrig glänzenden Hintertibien ansehen. Die in der Urbeschrei-
bung als sehr lang angegebenen Trochanteren besitzen nicht alle
männlichen gladiator-Tiere (Tafel XVI, Fig. 9—12). Ich kenne
auch viele 5-Individuen mit kurzen Trochanteren aus Kamerun.
iV. S. armatus Gory (Tafel XVII, Fig. 1—6)
(= setiger Roth)
(= rubripes Boh.)
(= confrater Kolbe)
5. armatus Gory, 1833, Monogr. p. 13, t. 1, £f. 6 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H.
(9) XIX, pp. 460, 464.
S. setiger Roth, 1851, Arch. Naturg. XVII, I, p. 124.
S. rubripes Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 193.
.conjratcr Kolbe, 1914, Deutsch. Zentr. Afr. Exp. p. 317.
O2)
Körperlänge: 6—9 mm.
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) IL
Verbreitung: Capland, Natal, Transvaal, Mozambique, Ost-
afrika (Uganda, Gazaland), Abessinien, Kamerun, Senegal.
Schwarzbraune bis schwarze, mittelgroße Art. Beborstung und
Behaarung gelb bis dunkelbraun. Vorderrand des Clypeus seicht
eingebuchtet mit zwei stumpfen Ecken, die mehr oder weniger
stark aufgebogen sind. Halsschild stark gewölbt, die Seiten hinten
zusammengedrückt und unbehaart ohne Leiste an dem Übergang
zur stark behaarten Oberseite. Mittelschenkel auf der Innenseite
vor dem Knie gleichmäßig im Bogen verschmälert, ohne Dorn.
Mittelschienen meist ohne, selten mit einem kleinen Zahn auf der
Innenseite vor dem Knie. Auf dem Hinterschenkel befindet sich
innen, etwa in der Mitte, beim 5 ein stumpfer Zahn, der beim 9
fehlt. Trochanteren von sehr unterschiedlicher Länge. Abessinische
Exemplare haben in der Regel weniger schlanke Hinterschenkel,
die dann eine schärfere bzw. gezahnte Mittelschenkelverdickung
aufweisen.
5. setiger Roth (Typus 2 in coll. Zool. Staatssammlung, Mün-
chen) und 5. rubripes Boh. (Typus 2 in coll. Riksmuseum, Stock-
hoim) sind mit der vorliegenden Art völlig identisch.
5. armatus Gory ist dem S. rugosus Gory nahestehend und
durch einige Merkmale verschieden, die am Ende der Beschreibung
des rugosus im einzelnen ausgeführt sind.
11. S. rugosus Gory (Tafel XVII, Fig. 7—12, und Textabb. 5)
— calcaratus Klug)
(— spinipes Per.)
S. rugosus Gory, 1833, Monogr. p. 12, t. 1, £. 7 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H.
(9) XIX, pp. 457, 460, 464 — Janssens, 1938, Expl. Parc Nat. Albert 21,
pp: 27, 28.
S. calcaratus Klug, 1855, Monatsber. Akad. Berlin, p. 651 — Klug, 1862, Peters
Reise p. 219, t. 12, f. 13 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 459,
464 — Boucomont, 1933, Mem. Est. Mus. Zool. Univ. Coimbra 1, 73, p. #.
8. spinipes Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 104,
t. 34, f. 19; t. 38, f. 17 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 459,
464.
Körperlänge: 6,5—10 mm.
Verbreitung: Von Südafrika (Cap, Transvaal, Natal, S.-Rho-
desien) über Brit. Ostafrika bis Abessinien.
Meist sehr kräftig gebaute, dunkelbraune bis schwarze Art.
Haare und Borsten von gelblicher bis dunkelbrauner Färbung. Cly-
378 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
peus vorne eingebuchtet mit 2
mehr oder weniger stumpfen
Ecken, die etwas aufgebogen
sind. Halsschild stark gewölbt;
die Seiten hinten leicht zusam-
mengedrückt, unbehaart und
gegen die Oberseite an der Be-
grenzung ohne Leiste. Auf der
Unterseite der Vordertibien 2
Zähne, einer davon sehr groß
und ungefähr in der Mitte der
Schiene. Mittelschenkel auf der
Innenseite vor dem Knie gleich-
mäßig im Bogen verschmälert,
Abb. 3 ohne Dorn. Mittelschiene meist
Aedoeagus von S. rugosus Gory ohne, selten mit einem kleinen
Su u) Zahn auf der Innenseite vor
dem Knie. Hinterschenkel bei größeren Exemplaren sehr kräftig
und gegen das Knie mit stark abgerundeten Kanten. Auf dem
Hinterschenkel innen, und zwar etwa in der Mitte, beim 5’ ein sehr
spitzer Dorn, beim 9 dieser nur schwach angedeutet. Trochanteren
von unterschiedlicher Länge, manchmal etwas schraubenförmig
gedreht, gegen die Spitze schräg abgestutzt oder gebogen.
Die von PEringuey (l. c. p. 104) als spinipes Thunb. (und S.
spinipes Gory) beschriebene Art ist nichts anderes als der vor-
liegende rugosus Gory, was PEeringuey auf p. 897 richtig zu stellen
versucht, und auch Arrow 1927 (l. c. p. 459) bestätigt. Peringuey
legt auch seine Beobachtungen fest, die auf die große Variabilität
dieser Art in Bezug auf den Körperbau, Form und Länge der Tro-
chanteren etc. hinweisen. Ja, selbst das als unbedingt spezifisch an-
zusehende Merkmal, nämlich der etwa in der Mitte der Innenseite
des Hinterschenkels sitzende scharfe Zahn, unterliegt der Variabili-
tät, wenn auch dieser Zahn beim 7 stets deutlich und scharf er-
halten bleibt. Hat man verschiedene Fundortserien zu untersuchen,
so bietet sich die Möglichkeit zu der Feststellung, daß habituelle
Proportionsverschiedenheiten noch lange nicht auf Artunterschiede
hindeuten: Somit muß auch der S. calcaratus Klug als Synonym
unter rugosus Gory eingereiht werden. Die Type und die Paratypen
von calcaratus Klug (in coll. Zool. Mus. Berlin) sind zwar wesent-
lich kleiner und haben schlankere Beine als der typische rugosus,
doch kenne ich mehrere kleine Serien aus jeweils sehr weit ent-
Haaf: Über die Gattüng Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 379
fernten Fundorten mit einer Größe und Form der Tibia und Fe-
mur, die rugosus mit calcaratus lückenlos verbinden. Da mir keine
weiteren morphologischen und anatomischen Unterschiede, als die
eben erwähnten, bekannt sind, muß S. calcaratus Klug eingezogen
werden.
Die der Urbeschreibung (Gory, 1833, 1. c.) des rugosus bei-
gefügte Abbildung bedarf noch der Verbesserung insofern, als dem
Zeichner ein wesentlicher Fehler unterlaufen ist, indem er auf der
Außenseite des Mittelschenkels einen Zahn anbrachte, den über-
haupt keine einzige Sisyphus-Art besitzt.
S. rugosus Gory ist am nächsten verwandt mit dem nachfol-
gend beschriebenen armatus Gory, aber von ihm durch den spit-
zen Dorn auf der Innenseite des etwas kräftigeren Hinterschenkels
beim 5 und dessen Andeutung beim 9 verschieden (Tafel XVIII,
Fig. 7—12). Beim armatus-Z ist dieser Dorn mehr oder minder
stumpf und bei dessen 9 nicht vorhanden. Beide Arten haben aber
ein Hauptmerkmal gemeinsam: Ihre Mittelschenkel sind nämlich
auf der Innenseite vor dem Knie gleichmäßig im Bogen verschmä-
lert, ohne daß ein Dorn oder eine Andeutung dazu vorhanden ist.
Außerdem findet man — von einzelnen Ausnahmen abgesehen —
auf den Mittelschienen an ihrer Innenseite vor dem Knie ebenfalls
keine dornartige Bildung.
12. S. tibialis Raffr. (Tafel XVIII, Fig. 11 und 12)
5. tibialis Raffray, 1877, Rev. Mag. Zool. p. 312, t. 1, £. 6, 6a.
Körperlänge : 9—10 mm.
Verbreitung: Abessinien, Ostafrika (Usambara).
Schwarzbraune Art mit gelblichen Haaren und braunen Bor-
sten. Clypeus vorne breit eingebuchtet, mit leicht aufgebogenen
Ecken; die Oberseite des Kopfes spärlich aber regelmäßig punktiert
mit flaumartigen Härchen. Seitenrand des stark gewölbten Hals-
schildes, der an der Basis gerandet ist, nach vorne gezogen. Die Sei-
ten sind hinten nicht wie bei den meisten übrigen Sisyphus-Arten
zusammengepreßt und unbehaart. Elytra mit 8 sehr schmalen, et-
was glänzenden Längsstreifen. Humeral- und Anteapikalbeule
kräftig. Pygidium beim 5 mit 2 sehr großen Beulen, die beim 9
ziemlich abgeflacht sind. Auf der Unterseite der Vordertibia beim
© ohne Zahn, beim 5 auf der Höhe des hintersten Außenzahnes ein
auffallend großer, stumpfer Zahn, der aber auch zurückgebildet
sein kann, bei der Insertionsstelle der Tarsen ein weiterer kleiner
380 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. #. 1955
Zahn. Mittel- und Hinterschenkel beim 5 mit einem kurzen Tro-
chanter Beim Hinterschenkel ist dieser breit abgestutzt und oft an
der Spitze geteilt. Mittelschenkel innen vor dem Knie mit einem
großen, vorne abgestutzten Dorn. Mittelschiene von ungewöhnlicher
Form und starker Beborstung, nach dem Knie erweitert und in
einen nach innen gebogenen langen Außenzahn und die eigentliche,
ebenfalls gebogene Tibia gespalten. Etwa in der Mitte des vor dem
Knie gespaltenen Hinterschenkels ein spitzer, meist stark nach
innen gebogener Dorn, beim 9 ist an dieser Stelle nur eine
schwache Erhöhung sichtbar. Hintertibia beim 5 mehr oder minder
deutlich Skantig und nach dem Knie auf der Innenseite erweitert
und dann abrupt geknickt, beim © weniger bizarr geformt.
Von dem sehr nahestehenden S. mirabilis Arrow, der nur in
Südafrika vorkommt, leicht zu unterscheiden an den Beulen des
Pygidiums, die dem mirabilis völlig fehlen.
13. S. mirabilis Arrow (Tafel XVII, Fig. 9$—10)
(— spinipes Gory)
5. mirabilis Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 459, t. XII, £. 1, 2.
S. spinipes Gory, 1833, Monogr. p. 8, t. 1, f. 4 — Peringuey, 1902, Trans. S.
Afr. Phil. Soc. XII, App. p. 897.
Körperlänge: &—11 mm.
Verbreitung: Capland.
Große, sehr breite, schwarze, mit gelben bis rostbraunen Haa-
ren besetzte Art aus Südafrika. Oberseite des Kopfes wie bei der
vorhergehenden Art, Halsschild aber nach vorne mehr verengt und
Flügeldecken apikal beinahe spitz zulaufend. Auf der Unterseite
der Vordertibia in beiden Geschlechtern 2 in der Größe wechselnde
Zähne, der hinterste ist in den meisten Fällen der größte. Die Bil-
dung und Anhänge der Beine der des tibialis ähnlich, die Mittel-
tibia hat aber innen einen weiteren, gegen das Knie gerichteten,
auffallenden Zahn, beim 7 sind außerdem die Hinterschenkel vor
dem Knie mit einem oder zwei Zähnen und auf der Außenseite
der Hinterschiene mit einer schaufelartigen Erweiterung versehen.
Alle diese Merkmale sind so markant, daß eine Verwechslung
ganz ausgeschlossen ist.
Der für diese Art von Gory gewählte Name spinipes muß der
Synonymie verfallen, da er bereits von Thunberg (1818) für einen
anderen Sisyphus eingeführt wurde. Peringuey (l. c.) beschrieb
diese Art ausführlich unter spinipes Gory. ’
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.)
alveatus Bouc. .
angulicollis Felsche
appendiculatus Boh.
arachnoides Fourcr. .
araneolus Arrow .
armatus Gory .
atratus Klug
barbarossa Wied.
bıarmatus Felsche .
boschnakii Fisch. .
bowringi White
caj/er Boh. .
calcaratus Klug
callosipes Arrow .
capensis Gory .
caschmirensis Redt.
conjrater Kolbe
costatus Thunb.
cerispatus Gory .
denticrus Fairm.
fasciculatus Boh. .
fortuitus Per. .
gazanus Arrow .
gladiator Arrow
goryi Har.
helwigi F. .
hessii Wied. .
hirtus Wied.
hirtus Gory .
impressipennis Tansh.
indicus Hope
infuscatus Klug
kühni sp. n...
laoticus Arrow .
latus Bouc. .
longipes Scop.
longipes Ol. .
major Fairm.
Sol
Alphabetisches Register
361
360
368
351
390
376
360
368
366
351
375
362
377
364
351
365
376
339
362
3993
367
371
361
376
362
399
360
364
mendicus Arrow
mexicanus Har.
minutus F.
mirabilis Arrow
morio Arrow
muricatus Ol.
nanniscus Per. .
neglectus Gory . .
Neosisyphus Müller
nodifer Gerst. .
ocellatus Reiche
penicillatus Har.
prominens Walk.
pygmaeus Klug
quadricollis Per.
quadricollis Gory .
rubripes Boh.
rubripes Per.
rugosus Gory
rugosus Roth
schaefferi L.
seminulum Gerst. .
setiger Roth .
setosulus Walk.
sordidus Boh. .
Sisyphus Latr. .
spinipes Per.
spiripes Gory .
spinipes Thunb.
subemarginatus Muls.
subinermis Muls. .
subsidens Walk.
tauscheri Fisch.
tarantula Arrow
ıhoracicus Sharp
tibialıs Raffr.
transvaalensis Per.
trochantericus Faıirm.
382 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
Franz Stöcklein 75 Jahre alt!
In körperlicher und geistiger Frische feierte Herr F. Stöcklein
am 30. November 1954 seinen 75. Geburtstag. Seine durch Fleiß,
Beständigkeit, scharfe Beobachtungsgabe und Begeisterung zur
Natur erworbenen umfassenden Kenntnisse in der Systematik der
palaearktischen Käfer stellte er schon seit vielen Jahren dem Mu-
seum Frey zur Verfügung. Darüber hinaus gilt das Interesse Herrn
Stöckleins den Hymenopteren und Heteropteren, denen er im ver-
gangenen Jahr in Sizilien seine besondere Aufmerksamkeit wid-
mete.
Mögen diesem eifrigen und verdienstvollen Entomologen noch
viele gesunde Jahre beschieden sein — das ist unser aller Wunsch.
E. Haaf
Fig
Fis
Fig.
Fig.
Bios 3:
Kir 6:
Die 7
Ag, 0:
STR.)
Bio 0:
Fig. 11:
Eier 12:
Fig. 13:
Fig. 14:
Fig. 15:
Erklärung zu Tafel I
1: Monomma brunneum brunneum Thoms. Umriß und Diskus, längere Form.
3:
4:
9
„
brunneum brunneum Thoms. Umriß und Diskus, breitere Form.
brunneum brunneum Thoms. Parameren von oben und seitlich
brunneum brunneum Thoms. Paramerenspitzen.
brunneum brunneum Thoms. Penis von oben und seitlich.
brunneum brunneum Thoms. Penisspitze.
brittoni spec. nov. Umrifs.
brittoni spec. nov. Diskus.
brittoni spec. nov. Parameren seitlich.
brittoni spec. nov. Paramerenspitzen.
brittoni spec. nov. Tibialfurchen am Metasternum.
trısulcatum spec. nov. Umrif3 mit Diskus.
trisulcatum spec. nov. Seitenumriß® mit Apexfurchen.
risulcatum spec. nov. Tibialgrubenskulptur.
horni Pıe. Umriß.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel I
mn
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*.09C oo 0.8°
.
re aejere
Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin.
Kiez 1
Faso 2:
Bier:
Bio. #:
Fig. 5:
Fig. 6
Fig. 7
Fig. 8
Fig. 9
Fig. 10
Fig. Il
Fig. 12
Fig. 13
Erklärung zu Tafel II
Monomma julvum Pic. Pro- und Mesosternum.
33
23
Julvum Pic. Aedoeagus von oben und seitlich.
julvum dehradunense subsp. nov. Pro- und Mesosternum.
julvum dehradunense subsp. nov. Aedoeagus seitlich.
similifulvum spec. nov. Diskus und Elytrenumriß.
similifulvum spec. nov. Tibialfurchen.
tenasserimum spec. nov. Diskus.
stevensi spec. nov. Tıbialfurchen.
obenbergeri spec. nov. Diskus.
longispinum spec. nov. Diskus.
birmanense spec. nov. Diskus.
gracilijulvum spec. nov. Umriß und Diskus.
chapini spec. nov. Diskus (mit traumatischem Druck-Kratz-
Defekt Scutellum verlagert).
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel II
Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin.
a
er
Erklärung zu Tafel III
Fie. 1: Monomma pseudodoriae sumatranum subsp. nov. Aedoeagus.
ie 2
Fig. 3
Fig. 4
Kıg. >
Fig. 6
Kıg. 7
Fig. 8
Fig. 9
Fig. 10
Fig. 11:
pseudodoriae sumatranum subsp. nov. Aedoeagusspitze.
nideki spec. nov. Umtriß.
drescheri spec. nov. Diskus.
pseudodoriae spec. nov. Umrils und Diskus.
sharsepunctatum Pıc. Diskus.
sparsepunctatum Pic. Aedeagus. Aufsicht und seitlich.
sparsehunctatum Pıc. Paramerenspitze.
bakeri Pic. Diskus.
novaguinense spec. nov. Tibialfurchen.
chapini spee. nov. Tibialfurchen.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel III
oO
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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin,
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Erklärung zu Tafel IV
NMlonomma novaguinense spec. nov. Diskus.
>>)
novaguinense spec. nov. Aedoeagus von oben und seitlich.
novaguinense spec. nov. Aedoeagusspitze seitlich.
glyphysternum jormosanum Pic. Aedoeagus von oben.
glyphysternum jormosanum Pic. Parameren seitlich.
glyphysternum Jormosanum Pıc. Paramerenspitzen.
glyphysternum chinense subsp. nov. Diskus.
pseudomedanense spec. nov. Diskus.
borneense spec. nov. Diskus.
palawanum spec. nov. Diskus.
palawanum spec. nov. Paramerenspitzen.
semiaeneum Pıc. Paramerenspitzen.
doriae singaporense Pic. Pro-, Meso- und Metasternum.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel IV
mn
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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin.
Bis. 1:
Fig. 2:
Kio. 3;
Fig. 4:
Fig.
v1
Fig.
Fig.
Fig.
Big. °9:
Fig. 10:
Kiel:
Fig..12:
Fig. 13:
Fie. 14:
Fig. 15:
Fig. 16:
esES io)
Erklärung zu Tafel V
Monomma brunneum brunneum Thoms. Augengrube und -spina.
br)
29
„
PB
”
brunneum brunneum Thoms. Pro-, Meso- und Metasternum.
brittoni spec. nov. Augengrube und -spina.
brittoni spec, nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
risulcatum spec. nov. Augengrube und -spina.
trisulcatum spec. nov. Pro-, Meso-und Metasternum.
horni Pic. Augengrube und -spina.
horni Pic. Pro-. Meso- und Metasternum.
similifulvum spec. nov. Augengrube und -spina.
similijulvum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
tenasserimum spec. nov. Augengrube und -spina.
tenasserimum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
stevensi spec. nov. Augengrube und -spina.
stevensi spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
hayeki spec. nov. Augengrube und -spina.
hayeki spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel V
Ne)
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Ent, Arbeiten aus dem Museum G, Frey, Band 6 Freude delin,
E22:
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Fig.
Fig.
8.
Erklärung zu Tafel VI
1: Monomma obenbergeri spec. nov. Augengrube und -spina.
23
BD]
obenbergeri spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
longispinum spec. nov. Augengrube und -spina.
longispinum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
birmanense spec. nov. Augengrube und -spina.
birmanense spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
gracilifulvum spec. nov. Augengrube und -spina.
gracilifulvum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
gracilifulvum spec. nov. Tibialfurchen.
javanum spec. nov. Augengrube und -spina.
javanum spec. nov. Pro-. Meso- und Metasternum.
nideki spec. nov. Augengrube und -spina.
nideki spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
drescheri spec. nov. Augengrube und -spina.
drescheri spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
pseudodoriae spec. nov. Augengrube und -spina.
pseudodoriae spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel VI
Ent. Arbeiten aus dem Müseum G. Frey, Band 6 Freude delin.
Kr
2
Erklärung zu Tafel VII
Fig. 1: Monomma basipenne Pic. Augengrube und -spina.
Fig.
Fig. 3:
ib
Fig. 9:
Fig. 6:
Kig., 7:
Fig. 8:
Fig. 9:
Fig. 10:
Fig. 11:
Bıgz12:
Fig. 13:
Fig. 14:
Fig. 15:
ID
B2]
basipenne Pie. Pro-, Meso- und Metasternum.
sparsepunctatum Pic. Augengrube und -spina.
sparsepunctatum Pic. Pro-, Meso- und Metasternum.
rufolineatum Pic. Augengrube und -spina.
rufolineatum Pic. Pro-, Meso- und Metasternum.
quadrimaculatum rujonotatum Pic. Augengrube und -spina.
quadrimaculatum rujonotatum Pie. Pro-. Meso- u. Metasternum.
novaguinense spec. nov. Augengrube und -spina.
novaguinense spec. nov. Pro-. Meso- und Metasternum.
chapini spec. nov. Augengrube und -spina.
chapini spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
glyphysiernum glyphysternum Mars. Augengrube und -spina.
glyphysternum glyphysternum Mars. Pro-, Meso- u. Metasternum.
glyphysternum chinense subsp. nov. Pro-, Meso- u. Metasternum.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel VII
Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin.
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Fig. 1
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Fig. 4
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Fig. 6
Kie. 27
Fig. 8
Fig. 9
Fig. 10:
Fig. 11
‘rklärung zu Tafel VIll
Monomma glyphysternum tonkineum Pic. Prosternum.
a-C:
”
”
..
glyphysternum tonkineum Pic. Metasternallinien-Varianten.
glyphysternum madrasense subsp. nov. Pro-, Meso- und Meta-
sternum.
glyphysternum madrasense subsp. nov. Tibialfurchen.
medanense Pic. Pro-. Meso- und Metasternum.
pseudomedanense spec. nov. Pro-, Meso- Metasternum.
borneense spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
borneense spec. nov. Tibialfurchen.
palawanum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum.
philippinarum Thoms. Pro-, Meso- und Metasternum.
semiaeneum Pic. Pro-, Meso- und Metasternum.
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel VIII
Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6
Freude delin.
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Erklärung zu Tafel IX
1: Monomma rufolineatum Pie. Umrif.
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22
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rufolineatum Pie. Diskus.
rufolineatum Pıc. Aedoeagus von oben und seitlich.
rufolineatum Pic. Paramerenspitze.
quadrimaculatum rufonotatum Pie. Diskus.
quadrimaculatum rujonotatum Pie. Parameren von oben und
seitlich.
quadrimaculatum rufonotatum Pıe. Penis.
en
Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel JX
Gil e
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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin.
Erklärung zu Tafel X
Verbreitung der Aspinatimonomma.
BEL
29
Monomma glyphysternum glyphysternum Mars.
glyphysternum formosanum Pie
glyphysternum chinense subsp. nov.
glyphysternum tonkineum Pie
glyphysternum laosense Pic
glyphysternum substriatum Pie
glyphysternum madrasense subsp. nov.
stenotarsoide Ancey
medanense Pic
pseudomedanense spec. nov.
borneense spec. nov.
raffrayi Thoms.
palawanum spec. nov.
phılippinarum "Thoms.
semiaeneum Pic
doriae doriae Gestro
doriae singaporense Pic
Species incertae sedis:
11 Monomma splendidulum Faırm.
? — Lage des Fundortes nicht genau lokalisierbar.
ne
Freude: Die Monomimiden Tafel X
Maßstab 1:30000000 Freude delin.
Die Monommiden er indo-australischen Region. Tafel X
freude:
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ab 1:30000000 Freude delin.
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Erklärung zu Tafel XI
Verbreitung der Spinatimonomma.
la Monomma brunneum brunneum Thoms.
1b
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5)
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brunneum resinorum Hope
brunneum striatipenne Pic
australe Thoms.
britioni spec. nov.
(risulcatum spec. nov.
horni Pıc
fulvum julvum Pie
Julvum dehradunense subsp. nov.
similijulvum spec. nov.
longispinum spec. nov.
gracılifulvum spec. nov.
obenbergeri spec. nov.
tenasserimum spec. nov.
sievensi spec. NOV.
hayeki spec. nov.
scheini spec. nov.
birmanense spec. nov.
pseudodoriae spec. nov.
pseudodoriae sumatranum subsp.
javanum spec nov.
nideki spec. nov.
drescheri spec. nov.
basipenne Pic
chapıni spec. nov.
sparsepunclatum Pıc
bakeri Pıc
rufolineatum Pie
quadrimaculatum quadrimaculatum Waterh.
NOV.
quadrimaculatum rujonotatum Pic
novaguinense spec. nov.
Patriaangabe zweifelhaft.
Patriaangabe ungenau oder nicht sicher zur lokalısıeren.
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2
2
Monommiden der indo-australischen Region. |
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ei Tafel XI
Maßstab 4en
Maßstab 1:30000000
Freude delin.
Erklärung zu Tafel XII
füs. I: Paranaita monalisa n. sp.
Fig. 2—10: Paranaita basalis Schaufuss
Fıg. 11—18: Alagoasa dissepta Erichson
Kie219: Alagoasa escuintla n. sp.
Fig. 20: Alagoasa tehuacana n. sp.
Fig. 21-22: Alagoasa nigromaculata Harold
Fig. 23: Alagoasa berriensis n. sp.
Fig. 24: Alagoasa myrrha n. sp.
Fig. 25: Alagoasa orquela n. sp.
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey ın Südamerika: Alticidae Tafel XII
Ento:in. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6 B. Bechyn& delin.
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Erklärung zu Tafel XIII
Fig. 1—10: Alagoasa crucigera circe nov.
Fig. 11—18: Alagoasa burmeisteri gounellei nov.
Fig. 19—20: Alagoasa crux - nigra Jacoby
Fig. 21— 25: Alagoasa flavomarginata Jacoby
Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Tafel XII
ee
Kig. 1: Alagoasa divisa Germar
ig. 2—3: Wanderbiltiana sejuncta Harold
Fig. #: Wanderbiltiana novoteutoniensis n. sp.
Fig. 5 Walterianella xanthomelaena n. sp.
Fig. 6—7: HWalterianella manizala n, sp.
Kıe, 8: Walterianella nigronotata n. sp.
Kıs. 9: Walterianella platysoma n. sp.
Fig. 10: Walterianella hypervariata n. sp.
Fig. 11: Walterianella variata Jacoby
Fig. 12—13: MWalterianella scelerata n. sp.
Fıc 14-15: Walterianella sellata Fabricius
Fig. 16: Chloephaga advena Jacoby
Fig. 17—19: Chloöphaga I7-guttata merida nov.
Fig. 20: Alagoasa labiata Schaufuf5
Eig. 21: Omophoita biconcava n. sp.
Fig. 22: Omophoita thiemei Weise
Fig. 23: Omopbhoita gioia n. sp.
Rio. 24: Omophoita vogli n. sp.
Fig. 25: Rhynchasphaera orophila n. sp.
Erklärung zu Tafel XIV
Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Tafel XIV
22 23 29
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd, 6 B. Bechyn& delin.,
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Be
Si
irklärung zu Tafel XV
2: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark
schematisiert. Vergr.: 5X.
. nodifer Gerst. 5‘, Ostafrika
. Iransvaalensis Per. 2, Südafrika
. transvaalensis Per. 5’, Ostafrika
. biarmatus Felsche %', Gongo france.
. biarmatus Felsche %', Congo franc.
. indicus Hope 5', Inde angl. (Solan)
. schaefferi L. 5%. Mandschurei
8: 5. thoracicus Sharp %', Borneo occ. (Lohaban)
9: 5. angulicollis Felsche 5%, Kamerun
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. 10: S. muricatus Ol. 2, Cap-Provinz
ie. 11: S. muricatus Ol. 5, Transvaal
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. muricatus Ol. 5. Cap-Provinz
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XV
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1
5. nodifer Gerst. S. transvaalensis Per. 9 S. transvaalensis Per. 5’
A 5 6
5. biarmatus Felsche 5. biarmatus Felsche %' S. indicus Hope
7 Wo 8 9
5. schaefferi L. 5 5. thoracicus Sharp 5’ 5. angulicollis Felsche 5’
(l 10 IL 11 12
5. muricatus Ol. 9 5. muricatus Ol. S' 5. muricatus Ol. 5
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6
Erklärung zu Tafel XVI
ig. 1—12: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark
schematisiert. Vergr.: 3%.
. spinipes Thunb. %. Natal
.spinipes Thunb. 5, Transvaal
. spinipes Thunb. %', Transvaal
. rubripes Per. „'. Südafrika
Fig. -S. rubripes Per. 5%‘, Südafrika
. rubripes Per. 5. Südafrika
Fig. 7: S. fortuitus Per. 5‘, Franz. Guinea
Fig. 8: S, Jortuitus Per. 5‘, Franz. Guinea
. gladiator Arrow 9, Kamerun
. gladiator Arrow 5, Togo
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. gladiator Arıow G. Kamerun
Fig. 12: S. gladiator Arrow &, Kamerun
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Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XV]
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S. spinipes Thunb. %
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5. rubripes Per. %
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5. spinipes Thunb. 5‘ 5. spinipes Thunb. 5
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5. rubripes Per. 5' 5. rubripes Per. 5'
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5. Jortuitus Per. 5 5. gladiator Arrow 9
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5. gladiator Arrow 9’ 5. gladiator Arrow 9"
Entom, Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6
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Erklärung zu Tafel XVII
Fig. 1-12: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark
schematisiert. Vergr.: IX.
Fig. 1: 5. armatus Gory 9, Franz. Guinea
Fig. 2: 5. armatus Gory 5, Franz. Guinea
Fig. 3: S. armatus Gory 5, Abessinien
Fig. #: S. armatus Gory %', Abessinien
Fie. 5: 5. armatus Gory 5, Abessinien
Fig. 6: 5. armatus Gory g', Senegal
Fig. 7: S. rugosus Gory 9, Capland
Fig. 8: 5. rugosus Gory 5, Afr. tropie.
Fig. 9: 5. rugosus Gory 5‘, Natal
Fig. 10: S. rugosus Gory „'. Südafrika
Fig. 11: S. rugosus Gory 5’, Gapland
Fie. 12: S. rugosus Gory 9’, Brit. Ostafrika
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XVII
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5. armalus Gory 9 5. armalus Gory 5. armaltus Gory 9°
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5. armalus Gory 5’ 5. armatus Gory 9 5. armatus Gory
7 8 9
5. rugosus Gory 9 S. rugosus Gory g' 5. rugosus Gory 9’
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S. rugosus Gory 5. rugosus Gory 9’ 5. rugosus Gory 9°
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6
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Krklärung zu Tafel XVII
Fig. 1—122: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark
schematisiert. Vergr.: 5%.
5. bowringi White g', China
: S. bowringi White 5%, Honkong
Fig. 9: S. mirabilis Arrow 9, Capland
5
Fig. 1: 5. penicillatus Har. 5‘, Ostafrika
Fig. 2: 5. quadricollis Gory 5%, CGapland
Fig. 3: 5. kühni sp. nov. 9, Natal
Fig. 4: S. kühni sp. nov. ', Natal
Fig. 5: 5. kühni sp. nov. 5%, Natal
Fig. 6: 5. bowringi White 5. China
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. mirabilis Arrow 5, Capland
Fig. 11: 5. tibialis Raffr. ©, Ostafrika
Fig. 12: 5. tibialis Raffr. %', Ostafrika
Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XVIII
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1 2 3
S. peniecillatus Mar. 5 5. quadricollis Gory 9" 5. kühni sp.n. 9
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5. kühni sp. n. 5. kühni sp.n. g' 5. bowringi White 5
7 N s R
5. bowringi White 5. bowringi White 5 S. mirabilis Arrow 9
hl 10 11 12
S. mirabilis Arrow 5 5. tibialis Raffr. 2 5. tibialis Raflr.
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6
Die „Entomologischen Arbeiten“ dienen als Publikationsorgan für die Mitarbeiter
resp. Bearbeiter der wissenschaftlichen Sammlung des Museums G. Frey. Entspre-
chend den Aufgaben des Museums Frey werden vornehmlich Arbeiten veröffent-
licht, die Beiträge zur Förderung der systematisch-morphologischen Coleopterologie
darstellen.
Die „Entomologischen Arbeiten” können entweder im Tausch gegen andere ento-
mologische Zeitschriften und Einzelveröffentlichungen oder durch die Naturwissen-
‚schaftliche Buchhandlung Dr. E. Reitter. München 15, Waltherstraße 27, bezogen
‚werden.
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BR Die Autoren werden um Beachtung folgender Punkte gebeten:
a) Manuskriptsendungen und Anfragen bezüglich der Drucklegung sind an den
Schriftleiter Dr. E. Haaf, Museum G. Frey, Tutzing bei München, zu richten.
b). Die Manuskripte sollen druckfertig in Maschinenschrift in doppeltem Zeilen-
'abstand mit breitem Rand auf einseitig beschriebenen Blättern abgefaßt sein.
e) Art- und Gattungsnamen, die in Kursivschrift erscheinen, sind zu unterschlän-
geln, zu sperrende Textstellen mit unterbrochener Linie zu unterstreichen,
Der in Kleindruck erwünschte Text ist am Rande mit einer vertikalen ge-
- schlängelten Linie zu kennzeichnen.
Br. "Textzeichnungen können nur in klischierfertigem Zustand angenommen werden.
e) Die Verfasser sind für Form und Inhalt ihrer Arbeiten allein verantwortlich,
4 Jedem Autor werden 30 Sonder-Abdrucke seiner Arbeit gratis zugesandt.
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1955 (ORART
Band 6, Heft 2
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Schriftleiter: Dr. E. Haaf
EIGENVERLAG, TUTZING BEI MÜNCHEN
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1
Ausgabedatum: 1. Dezember 1955. hi; | has f
Inhalt RR
des 2. Heftes, Band 6 De
{ | * R; % Kite
| . %
Bechyne,J.: Über die westafrikanischen Altieiden (Col. Phyt.) . .. . .
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae (Col. ER
Breuning, St.: Zwei neue ostasiatische Lamiiden aus dem Museum Frey?
Breuning, St.: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad). BI dk
Breuning, St.: Eine Gerambyciden-Ausbeute von Franzüsiedh- Guinen-
Freude, H: Die Monommiden der amerikanischen Region . .y RN
Howden, H. F.: Description of a new Peruvian Athyreus with notes ‚on the
Method of Illustration . . . N \ } fi. 4
Kulzer, H.: Monographie der Scotobiini. Zehnter Beiting.: zur ET der, |
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Tenebrieniden »#;.- / "u. hr. SIT Ger De
Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Südamerika ..... 2.2... :
Wolfrum, P.: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey . ... ..
re ae Zahl uns ne we |
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H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 333
Monographie der Scotobuni
Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden
(Mit 6 Tafeln)
Von Hans Kulzer, Museum G. Frey
Zusammenhängende Arbeiten über die Tribus Scotobiini sind
seit Solier nicht mehr erschienen. Inzwischen sind viele neue Arten
beschrieben worden. Von den im Gebien-Katalog 1937 angeführ-
ten 48 Arten konnte ich die Typen von 39 Arten studieren. Ob-
wohl mir von allen Seiten reichliches Material zur Verfügung
stand, war es mir nicht möglich, alle Arten zu klären. Dies lag
zum Teil daran, daf3 die Fundortsangaben sehr ungenau waren
und einige Typen verschollen sind oder für mich nicht zu errei-
chen waren. Es wird sich wohl noch in Zukunft herausstellen, daß
einige Arten nur geographische Rassen sind. Ich hoffe, daß ich
durch diese Arbeit einen Beitrag zur Kenntnis der interessanten
Gruppe geleistet und vor allem Anregung zur Weiterforschung
gegeben habe. Eine Art, Scotobius quadraticostatus Fairm., die mir
unbekannt geblieben ist und deren Beschreibung zur Identifizie-
rung nicht genügte, konnte ich in dieser Arbeit nicht berücksichti-
gen. Auch die Frage der Zugehörigkeit der Gattungen Psammeti-
chus und Pseudoscotobius zur Tribus Scotobiini möchte ich der
Zukunft überlassen.
Folgende Herren haben mich durch Zusendung von Typen
und anderem Material in großzügiger Weise unterstützt. Ihnen sei
an dieser Stelle mein herzlichster Dank ausgesprochen.
Dr. G. Colas, Museum Paris — C.M. F. v. Hayek, British
Museum, London — Dr. K.Delkeskamp, Zool. Museum Berlin
— Prof. Dr. H. Sachtleben, Deutsch. Ent. Institut, Berlin-
Friedrichshagen — Luis E. Pena, Museo National, Santiago de
Chile —- Hugh B. Leech, California Ac. of Sc. San Francisco —
H. Freude, Zool. Staatssammlung, München — Dr. Z.Kaszab,
Ungarisches National-Museum, Budapest — Prof. Dr. O.Scheer-
peltz, Naturhistorisches Museum Wien — W. Wittmer, Bue-
nos Aires — Prof. Weyrauch, Lima, Peru — R. Zischka,
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 25
394 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
CGochabamba, Bolivien — A. Willink, Instituto Miguel Lillo
Tucuman, Argentinien — Prof. Dr. B. A. Torres, Museo „Eva
Peron“, La Plata.
Scotobiini
Lacordaire, Gen. Col. V. p. 126. — Solier, Taganites, 9. Tri-
bus, 2. Division, Ann. Fr. 7, 1838, p. 6 und 39.
Gattungsbestimmungstabelle
1 (4) Abdomen ohne Gelenkhäute, Klauenglied der Tarsen auf
der Oberseite in der Mitte am Vorderrand ohne Längs-
furche.
2 (3) Prosternum am Ende fast waagrecht, mit einem kurzen
Fortsatz, Flügeldecken mit deutlichen Rippen, Halsschild
in der Mitte mit einem Längskiel.
: Er Psammeschile ah
3.2) Proster num am de steil abfallend, ohne Fortsatz. Flü-
geldecken und Halsschild ohne Rippen oder Kiele.
N Pseudoscotobius n. gen.
#01) Alkdornen ik Gelenkhänten, Klauenglied vorne in der
Mitte auf der Oberseite mit einer Längsfurche.
> (6) Halsschild breiter als die Flügeldecken, Seitenrand des
Halsschildes breit abgesetzt und schüsselförmig aufgerich-
tet, am Vorderrand mit einem tiefen, schmalen Ausschnitt,
Augen und Fühlerbasis von oben gesehen verdeckt.
Diastoleus Sol.
6(5) Halssehild hmäler als die Flüpeldecken| der Seitenrand
+ schmal abgesetzt und schwach aufgebogen.!)
7 (8) Endglied der Fühler gerade und flach abgestutzt, Tarsen-
glieder eng aneinandergefügt, das Ende auf der Unter-
seite nicht abstehend. Sl
r Leptynoderes Sol.
8(7) Eindelied Bee Fühler vorne echosn mit einer, meist seit-
lich stehenden Spitze. 'Tarsenglieder lose aneinanderge-
fügt, das Ende auf der Unterseite abstehend.
1) Einige Scotobius-Arten haben auch breit abgesetzte und ziemlich stark
aufgerichtete Seitenränder des Halsschildes, doch reichen diese nicht über die
Augen hinaus und haben vorne einen breiten Ausschnitt, so daß der Kopf von
oben sichtbar ist; außerdem ist der Halsschild immer schmäler als die Flügel-
decken.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 385
9 (10) Vorderschenkel ohne Zahn, bei Scotobius erisfatus, muri-
catus und clathratus ist durch einen scharfen, bogenför-
migen Ausschnitt in der Nähe des Knies eine zahnförmige,
aber nicht abstehende Ecke gebildet. : h
Be Scotobius Ger m.
20(9) örderschenkel mit einem öutliefien, abstehenden Zahn.
Emmallodera Sol.
Psammetichus Latr.
Latreille, Diet. class. d’Hist. Natur. 13, 15804, p. 575. (sine
spec.) — Solier, Ann. Fr. 7, 1835, p. 35. (ser. AED): — in
Gay Hist. Chile, 5, 1851, p. 164. — Lac. Gen. Col. 5, 1859, p. 126.
Genotypus: costatus Guer.
Wegen den fehlenden Gelenkhäuten des Abdomens gehört
nach Gebien (Kat. 1937, p. 297, Fußnote) Psammetichus nicht in
diese Tribus, auch weicht der Aedocagus ziemlich von dem der übri-
gen Gattungen ab. Er ist sehr flach, lang, entweder parallel oder
allmählich nach vorne zugespitzt und hat auf der Oberfläche auf
jeder Seite eine Furche, die fast bis zur Basis reicht. Ich überlasse
es aber anderen, evt. eine neue Tribus aufzustellen.
1. Ps. costatus Guer.
Gu£rin, Voy.-Coquille 1830, p. 95, Taf. 4, Fig. 8. — Solier,
Ann. Fr. 7, 1838, p. 37, Taf. 1, Fig. 7—10. — Laporte 1840. —
Solier in Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 165.
Typus im Museum Paris.
Langgestreckt oval, schwarz, gewölbt. Länge: 13—18 mm,
Breite: 5—61/5 mm. |
Kopf so breit wie der Halsschild am Vorderrand. Augen
schmal, von den Wangen stark eingeengt, letztere seitlich weit
vorstehend und nach vorne mit 2 schwachen Einbuchtungen ver-
engt. Vorderrand des Olypeus in der Mitte gerade, nach vorne
geneigt, Ecken ziemlich und stumpf vorstehend. Clypealfurche
nicht vorhanden. In der Mitte des Clypeus ein Längswulst, der von
der Stirne bis fast zum Vorderrand reicht. Die Oberfläche des
Kopfes hat vor den Augen und bei der Einlenkung der Fühler eine
tiefe Grube, ist dicht, grob, fast rugulös punktiert und hat außer-
dem auf der Stirne kleine Höcker. Fühler grob, Glied 3 so lang
wie die nächsten 3 zusammen, 7—8 nur wenig länger als breit,
25*
386 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
die letzten 3 sind breiter als lang, Endglied klein und seitlich zu-
gespitzt. Halsschild nur wenig breiter als lang, größte Breite
vor der Mitte, Seitenrand ist schwach gebogen, hinten leicht aus-
geschweift. Basis schmäler als der Vorderrand, fast gerade, Hinter-
winkel kaum vorstehend und rechteckig oder etwas spitz. Vorder-
rand leicht gebogen, Vorderwinkel ziemlich und fast spitz vor-
stehend. In der Mitte der Scheibe befindet sich ein steiler Längs-
wulst, der die Basis nicht erreicht, vor der Basis eine schmale
Querdepression. Die Scheibe ist nach den Seiten stark gewölbt,
dicht und grob punktiert und granuliert. Alle Ränder sind durch
die Punktur krenuliert. Flügeldecken lang oval, gewölbt,
nicht viel breiter als der Halsschild. Naht rippenförmig erhaben,
außerdem mit 2 scharfen, hohen Dorsalrippen und einer schwä-
cheren, krenulierten Seitenrandkante versehen. Jeder Zwischen-
raum hat in der Mitte eine meist in Tuberkel aufgelöste schwache
Z/wischenrippe (die 2. ist manchmal ganz erloschen und ist außer-
dem mit feinen Körnchen bedeckt). Die Vertiefungen sind mei-
stens mit grauem Staub bedeckt. Der umgeschlagene Teil ist ähn-
lich wie die Oberseite. Der äußere Rand der Epipleuren ist perlen-
artig gereiht und entfernt sich in der Mitte im breiten Bogen, die
Entfernung beträgt an der breitesten Stelle mehr als ein Drittel
bis zur Seitenrandkante. Prosternum zwischen den Hüften
breit, nach hinten einen spitzen, leicht geneigten Fortsatz bildend.
Die ganze Unterseite ist dicht und grob punktiert. Zwischen den
Mittel- und Hinterhüften befindet sich beim 5 und 9 eine ziem-
lich breite Quervertiefung, die mit gelben Börstchen dicht ver-
sehen ist, die des Vorderrandes zeigen nach hinten, die des Hinter-
randes nach vorne, so daß sich die Spitzen in der Mitte berühren.
Beine dünn, mäßig lang, Vorderschienen des 5 mit dichten, lan-
gen, gelben Haaren bedeckt.
Beschrieben wurde die Art aus Lima und Payta, Peru, und ist
in Süd-Peru an der Küste sehr häufig.
2. Ps. earinatus Sol.
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 37.
Exemplare aus der Sammlung Solier im Museum Paris. (Type?)
Nachdem ich die Type von costatus und typische Exemplare
von carinatus ‚aus der Sammlung Solier gesehen habe, konnte
ich feststellen, daß carinatus eine eigene gute Art ist, die wohl
dem costatus sehr ähnlich sieht, aber doch markante und kon-
stante Unterschiede aufweist.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 3687
Ps. carinatus unterscheidet sich in Folgendem von costatus:
Halsschild hinten etwas stärker ausgeschweift. Alle Erhaben-
heiten des Halsschildes flacher, breiter, die Punktur ist schwächer
und flacher. Die Rippen der Flügeldecken sind ebenfalls flacher,
die Zwischenrippen sind meistens deutlich und viel weniger in
Tuberkel aufgelöst. Zwischen den Mittel- und Hinterhüften be-
findet sich eine schmale und tiefe Querfurche, die entweder ganz
kahl oder nur mit einzelnen unregelmäßig stehenden kurzen
Börstehen versehen ist. Vorderschienen der 5'5' auf der Uhnter-
seite ohne Behaarung.
Beschrieben ist die Art ebenfalls aus Lima, weitere Fundorte
sind Süd-Peru, Hac. Huayuri, unter Huarango-Bäumen; Arica,
Nord-Chile.
3. Ps. erassicornis Wat.
Waterhouse G. R., Ann. Mag. 15, 1544, p. 54. — Solier in
Gay Hist. Chile, 5, 1851, p. 166, Taf. 19, Fig. 2.
Typus im British Museum.
Oval, flach, schwarz. Länge 16—19 mm, Breite 6—5 mm.
Kopf länger als breit, Augen sehr schmal, vertieft liegend,
von den Wangen sehr stark eingeengt, die Wangen stehen seit-
lich weit vor, haben an den Seiten eine starke und beim Übergang
zum Clypeus eine schwache Einbuchtung. Vorderrand des QOly-
peus leicht eingebuchtet. Eindrücke wie bei costatus. Die Ober-
fläche ist grob und sehr dicht punktiert und granuliert. Fühler
sehr diek und grob punktiert, erreichen knapp die Basis des Hals-
schildes. Glied 3 walzenförmig, dick, fast doppelt so breit wie das
Enndglied, vom 4. ab werden die Glieder immer schmäler, End-
glied ist am kleinsten und seitlich zugespitzt. Halsschild schr
schmal, so breit wie lang, größte Breite vor der Mitte, Seitenrand
fast gerade, hinten schwach ausgeschweift. Basis schmäler als der
Vorderrand, leicht gebogen, Hinterwinkel stumpf. Vorderrand ge-
rade, Vorderwinkel spitz vorstehend. Die Scheibe ist nach den
Seiten stark gewölbt, hat in der vorderen Hälfte einen starken
Längskiel und ist grob, dicht punktiert und granuliert. Flügel-
decken oval, breiter als bei costatus, oben flach, die Rippen sind
stark gehöckert, besonders an den Seiten, die Zwischenrippen
deutlich und nicht unterbrochen. Die Zwischenräume sind mit
Punktreihen und feinen Körnchen versehen. Die Unterseite ist
grob, dicht punktiert, so daß nur schmale erhabene Ränder übrig-
bleiben. Schienen und Schenkel ohne lange Behaarung. Beschrie-
388 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ben ist diese Art aus Huasco Chile, unter Blättern von Kaktus und
unter Steinen; ein weiterer Fundort ist CGopiapo Chile, die meisten
mir vorliegenden Stücke sind nur mit Chile bezeichnet.
Ps. crassicornis ist eine leicht kenntliche Art, ausgezeichnet
durch die dicken ersten 4 Fühlerglieder, die flache Oberfläche der
Flügeldecken und die rauhe Skulptur.
4. Ps. gracilis Erichs.
Erichson, Nov. Act. Ac. Leop. Gar. 16, 1834, p. 245, Taf. 38, Fig. 4.
Typus im Zool. Museum Berlin.
Dunkelbraun bis schwarz, matt. Lg. 1D—16 mm, Br. 5—6 mm.
Kopf fein runzelig punktiert, vorne etwas abwärts gewölbt.
Augen sehr schmal, von den Wangen stark eingeengt, letztere im
Bogen seitlich weit vorstehend. Vorderrand des Clypeus leicht ein-
gebuchtet, Ecken spitz vorstehend. Die Fühler sind länger als Kopf
und Halsschild zusammen, Glied 3 so lang wie die nächsten 4 zu-
sammen. Eindglied sehr klein und spitz. Der Halsschild ist kaum
breiter als der Kopf, so breit wie lang. Seitenrand schwach ge-
bogen, nach hinten etwas ausgeschweift. Hinter- und Vorderwin-
kel spitz vorstehend. Die Oberseite ist fein runzelig punktiert, ge-
wölbt, mit einem scharfen Längskiel in der Mitte, der den Vorder-
rand zahnförmig überragt. Flügeldecken an der Basis und
Spitze ziemlich verengt, an den Seiten fast parallel, mehr als doppelt
so breit wie der Halsschild, auf dem Rücken flach, fein runzelig
punktiert. Mit 3 Rippen, die inneren 2 sind scharf erhaben, die
innerste umschließt bogenförmig die flache Mitte des Rückens,
erreicht hinten fast die Naht und geht parallel neben derselben bis
in die Flügeldeckenspitze, ist vorne stark erhaben, geht im Bogen
in die Basis und überdeckt etwas den Vorderrand. Die 2. Rippe ist
halb so weit von der ersten entfernt wie diese von der Naht, die
3. ist vorne verkürzt, divergiert nach hinten mit der 2. und wird
im ersten Drittel von der 2. überdeckt. Außenrand der Epipleuren
perlenförmig gereiht, in der Mitte bogenförmig erweitert und
nimmt an der breitesten Stelle ein Drittel der umgeschlagenen
Flügeldecken ein. Beine lang, schlank, ohne lange Behaarung, Hin-
terschenkel am Eride kaum verdickt.
5. Ps. pilipes Guer.
Guerin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 19. — Solier in Gay, Hist.
Chile, 5. 1851, p. 167.
Typus im Museum Paris.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 389
Im Gebien-Katalog 1937 ist pilipes als synonym bei gracilis
angeführt. An Hand der Typen konnte ich feststellen, daß pilipes
eine eigene, gut zu unterscheidende Art ist.
Kopf wie bei gracilis, 3. Fühlerglied nicht so lang wie die
nächsten 4 zusammen. Halsschild vorne stärker verbreitert, Vor-
derwinkel mehr vorstehend und verrundet, hinten mehr ausge-
.schweift. Flügeldecken kürzer, an den Seiten gebogen, die erste
Rippe liegt ungefähr in der Mitte zwischen der Naht und der 2.,
erreicht hinten im Bogen die Naht und ist am Absturz entweder
ganz erloschen oder nur schwach angedeutet, die zweite ist messer-
scharf und erreicht nicht ganz das Ende, die Dritte ist nur hinten
(ein Fünftel der Länge) vorhanden, vorne erloschen, und von oben
nur da sichtbar, wo die 2. verkürzt ist. Der Außenrand der Epi-
pleuren ist in der Mitte nur schwach verbreitert und nimmt nur
!/, der Breite bis zur Seitenrandkante (2. Rippe) ein. Alle Schienen
und im geringeren Maße auch die Schenkel beim 5’ und 9 und das
3. Fühlerglied des 5 mit langen, gelben, abstehenden Haaren be-
deckt. Hinterschenkel an der Basis sehr dünn und am Einde keulig
verdickt. Beschrieben aus Chile, alle mir vorliegenden "Tiere haben
den Fundort Chile ohne genauere Angabe, nur 1 Stück Gopiapo
Chile.
6. Ps. Gebieni n. sp. (Koch i. 1.) (Taf. XX, Fig. 1)
Kleine, schlanke Art, das ganze Tier dunkelbraun. Länge:
11i—12 mm. Breite: 4—41/; mm.
Kopf groß, so breit wie der Halsschild. Augen schmal, tief-
liegend. Wangen wulstig, seitlich im Bogen erweitert. Clypeus nach
vorne schwach verengt, Vorderrand im schwachen Bogen ausge-
schnitten, die Ecken wenig vorstehend und verrundet, Clypealnaht
nicht sichtbar. Die Oberfläche des Kopfes ist dicht und mäßig fein
punktiert und granuliert. Die Stirn ist gewölbt, in der Mitte zwi-
schen den Augen ist ein Längskiel, der Y/; der Kopflänge ein-
nimmt. Vor den Augen sind die Wangen quergewölbt und vor
derselben mit einem tiefen Eindruck. Fühler dünn, überragen mit
2—3 Gliedern die Basis des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die
nächsten 4 Glieder zusammen, Endglied in der Mitte zugespitzt.
Mentum rauh punktiert, trapezförmig, in der Mitte nur schwach
gewölbt. Die Unterseite des Kopfes seitlich des Palpenausschnittes
bildet vor den Augen einen spitzen, nach vorne zur Fühlerbasis
gerichteten Zahn.
Halsschild gewölbt, leicht herzförmig, ungefähr so lang
390 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
wie breit, größte Breite vor der Mitte, nach hinten leicht aus-
geschweift verengt. Basis leicht doppelbuchtig, Hinterecken etwas
spitz vorstehend. Vorderrand im flachen Bogen ausgeschnitten,
Vorderecken vorstehend und verrundet. In der Mitte befindet sich
ein kräftiger Längskiel, der von der Basis bis zum Vorderrand
reicht. Die Scheibe ist dicht punktiert und granuliert.
Flügeldecken länglich oval, größte Breite hinter der
Mitte, die Seiten sind schwach und gleichmäßig gebogen, Basis so
breit wie die des Halsschildes, Naht leicht erhaben, auf jeder Seite
befinden sich 3 Rippen, die erste, etwas dem Seitenrand genähert,
umschließt im Bogen den flachen Rücken, ist vorne nicht gehobe-
ner, mündet gerade in die Basis und läuft am Absturz hinten paral-
lel zur Naht. Die zweite ist nahe an den Außenrand gerückt, konver-
giert nach vorne mit der 9. und verbindet sich am Ende mit keiner
anderen Rippe. Die 3. bildet die Seitenrandkante, verbindet sich am
Ende mit der ersten und wird von oben gesehen nur an der Schul-
ter von der 2. überdeckt, so daß sie fast in der ganzen Länge sicht-
bar ist. An der Schulter befindet sich noch zwischen der 1. und 2.
Rippe eine sehr kurze Zwischenrippe. Die Oberfläche ist dicht und
mäßig fein punktiert und granuliert. Der Außenrand der Epi-
pleuren verbreitert sich in der Mitte nur wenig im flachen Bogen
und endet am dritten Hinterleibsegment.
Prosternum zwischen den Hüften breit, flach ausgehöhlt,
nach hinten einen kurzen und stumpfen Fortsatz bildend und dann
senkrecht abstürzend, nach vorne geneigt und grob punktiert. Pro-
pleuren wabenartig grob genetzt. Mesosternum grob punktiert,
vorne etwas eingedrückt, aber keine Kanten und Ecken bildend.
Abdomen stark gerunzelt punktiert. Beine ziemlich lang, länger
als bei den übrigen Arten, und sehr dünn, ohne nennenswerte Be-
haarung. $ unbekannt.
Patria: Chile, 2 55’, Holo- und Paratype ex coll. Gebien in
Museum G. Frey.
Ps. Gebieni ist am nächsten verwandt mit gracilis, von dieser
aber leicht durch die geringere Größe, die schlankere Form, die
längeren und dünneren Beine und durch die Rippenbildung auf
den Flügeldecken leicht zu unterscheiden.
7. Ps. Penai .n. sp. (Taf. XX, Fig. 2)
In der Größe, Form und Farbe dem Ps. Gebieni sehr ähnlich,
so daß ich mich auf die Beschreibung der Unterschiede beschrän-
ken kann. Länge: 11—14 mm, Breite: 41/,—51/ mm.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 39]
Kopf wie-bei Gebieni, Fühler etwas länger. Unterseite des
Kopfes seitlich vom Palpenausschnitt gerade abgestutzt, ohne nach
vorne gerichteten Zahn. Die Oberfläche des Halsschildes ist nicht
granuliert, sondern grob punktiert, die Punkte sind flach und haben
stark erhabene Ränder, der Seitenrand ist nur sehr schwach gebogen,
nicht herzförmig, der Längskiel in der Mitte überragt zahnartig den
Vorderrand und reicht nach hinten etwas über die Mitte hinaus.
Auf jeder Flügeldecke befinden sich 2 vollständige Rippen, die
parallel zueinander sind, und eine aui das letzte Fünftel be-
schränkte kurze Rippe, die sich bereits auf dem umgeschlagenen
Teil der Flügeldecken befindet und manchmal auch ganz fehlt,
so daß von oben nur 2 Rippen sichtbar sind. (Bei Gebieni sind von
oben 3 vollständige und vorne eine verkürzte #4 Rippe zu sehen.)
Die Dorsalrippe endet bei Penat beim Absturz der Flügeldecken
und setzt sich dann neben der Naht nicht mehr oder nur sehr un-
deutlich bis in die Spitzen fort. Die Oberfläche ist kaum granuliert
und mit ganz kleinen, glänzenden Höckerchen bedeckt. Epipleuren
sehr schmal, der Außenrand ist in der Mitte nicht verbreitert.
Ps. Penai ist von Gebieni sofort durch die Rippenbildung zu
unterscheiden, gracilis ist breiter, hat viel kürzere Beine und Füh-
ler und drei vollkommene Rippen. Mit den übrigen Arten ist eine
Verwechslung überhaupt nicht möglich.
Patria: Iquique, 1-X-1951, leg. L. Pena, 6 Stück, Holo-, Allo-
und Paratypen in coll. L. Pena, Santiago, und Paratypen in coll.
G. Frey, 1 Stück (Paratype) Iquique, Chile, II. 1944, coll. E. P.
Read in coll. Galif. Ac. San Franeisco.
Bestimmungstabelle der Gattung Psammetichus
1 (6) Flügeldecken mit je 3 Rippen, Seitenrandkante mit einge-
rechnet, und deutlichen Zwischenrippen, die meistens in
Höcker aufgelöst sind. Am umgeschlagenen Teil der Flü-
geldecken befinden sich 2 vollständige Höckerreihen. Die
erste Rippe nähert sich am Absturz nur wenig der Naht
und umschließt nicht im Bogen eine ebene Fläche.
2 (5) 3. Fühlerglied konisch, am Ende etwas verbreitert, nicht
auffallend dick. Flügeldecken gewölbt. Seitenrandkante
etwas gehöckert.
3 (4) Die ganze Oberfläche ist rauh granuliert, die Rippen sind
scharf, zwischen Mittel- und Hinterhüfte befindet sich
eine Querfurche, die dieht mit Börstehen versehen ist, die
392
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
+ (3)
Börstehen am Vorderrand zeigen nach hinten, die vom
Hinterrand nach vorne, so daß sich die Spitzen in der
Mitte berühren. Vorderschienen des 5' auf der Unterseite
mit Ee gelben Haaren. ; Ua
oa Guer.
Die ganze Oberfläche » weniger Fa die Höcker und Rip-
pen sind abgeflacht und glatt, zwischen Mittel- und Hin-
terhüfte befindet sich eine schmale, tiefe Querrinne, die
entweder ganz unbehaart oder nur mit einzelnen kurzen,
unregelmäßig stehenden Börstchen besetzt ist. Vorder-
schiene des 5' auf der Unterseite ohne lange Behaarung.
EEE NOTE EURER earinatus Sol.
3. Fühlerglied auffallend dick, walzeiförie, Flügel-
decken flach und sehr rauh punktiert und granuliert, die
Rippen bestehen aus dicht zusammenhängenden Höckern,
Seitenrandkante stark gesägt. al
erassicornis Wat.
6 (1) Flügeldkeken; mit je 2 de 3 Einen Seitenrandkante mit
7(8)
ö (7) Beine und Fühler ohne lange Behaarung.
eingerechnet, und ohne jede Spur von Zwischenrippen
oder Höckerreihen. Die erste Rippe nähert sich am Ab-
sturz ganz der Naht und umschließt im Bogen die flache
Decke. Der umgeschlagene Teil der Flügeldecken ohne
Höckerreihen, höchstens am Ende mit einer stark verkürz-
ten 3. Rippe.
Alle Schienen, zum Teil auch die Schenkel und beim 5
das 3. Fühlerglied auf allen Seiten mit langen gelben Haa-
ren bedeckt. Flügeldecken mit je 2 sehr scharfen Rippen -
und einer stark verkürzten am Ende, die sich bereits auf
dem umgeschlagenen Teil befindet.
pilipes Guer.
9 (10) Fühler kräftig, grob punktiert, Beine mäßig lang, die
Dorsalrippe ist stark erhaben, bildet an der Basis einen
Bogen gegen das Schildchen und überragt dadurch einen
Teil des Vorderrandes. Die 3. Rippe (Seitenrandkante) ist
in der vorderen Hälfte von oben gesehen von der 2. über-
deckt und an den Schultern meistens verkürzt, matt.
gracilis Erichs.
10 (9) Fühler ana Beine ehr ons Die Dorsaltippe vorne nicht
sehr gehoben, sie mündet gerade in die Basis und über-
deckt nicht den Vorderrand.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 393
11 (12) Flügeldecken mit 3 vollständigen Rippen, die von oben in
der ganzen Länge sichtbar sind, die 3. ist nur an den
Schultern etwas verdeckt. Vorne zwischen der 1. und
2. mit einer stark verkürzten Rippe. Halsschild leicht herz-
förmig, Mittelkiel reicht von der Basis bis zum Vorder-
rand.
ee Gehen n. Sp:
12 (11) Winseldecken en 2 Bine nd am umgeschlagenen Teil
mit einer stark verkürzten am Einde, die manchmal nur
angedeutet ist. Von oben sind nur 2 Rippen zu sehen. Hals-
schild an den Seiten sehr schwach gebogen, Mittelkiel er-
reicht die Basis nicht und überragt zapfenförmig den Vor-
derrand. u
Pennai n. sp.
Pseudoscotobius n. gen.
Schwarz, ungeflügelt, Flügeldecken verwachsen. Kopf groß,
breit, mit starken Höckern und Eindrücken. Augen quer, stark
gewölbt, mit einer tiefen Furche vorne und an den Seiten. Fühler
fadenförmig, überragen etwas die Basis des Halsschildes, Glied 9
und 10 verbreitert und flach, Endglied klein. Mentum groß, ziem-
lich flach, vorne in der Mitte mit einer Beule. Submentum hinten
steil abfallend. Mandibeln sehr breit und wulstig, vorne gerade
abgeschnitten, scharf, ohne Spaltung. Maxillarpalpen klein, End-
glied leicht gebogen, vorne verbreitert und gerade abgeschnitten.
Labialpalpen winzig klein, Endglied spindelförmig. Basis aller
Palpen vom Mentum verdeckt. Oberlippe klein, schmal, behaart,
von oben nicht sichtbar. Halsschild an der Basis stark eingezogen
verengt, Basis gerandet und etwas emporgehoben, Hinterecken
rechteckig und wenig vorstehend, Vorderwinkel ziemlich und spitz
vorstehend. Flügeldecken stark gewölbt, ohne Rippen und Punkt-
reihen, irregulär und kräftig punktiert. Epipleuren schmal und bis
ans Ende reichend. Prosternum nach vorne geneigt, hinten steil
abfallend. Mesosternum flach, ohne Ecken. Abdominalsegmente
ohne Gelenkhäute und verwachsen. Beine nicht sehr kräftig und
kurz.
Genotypus: Emmallodera strangulata Fairm.
Von Gebien wurde diese Art zur Gattung Scotobius gestellt.
Die Fühler, die Mandibeln, die Palpen und vor allem die zusam-
394 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
mengewachsenen Hinterleibsegmente bedingen eine andere syste-
matische Stellung. Es ist überhaupt fraglich, ob Pseudoscotobius
mit Psammetichus zur Tribus Scotobtini gehört.
Pseudoscotobius strangulatus Fairm. (Taf. XX, Fig. 5)
Emmallodera strangulata Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 290.
Typus im Museum Paris.
Fairmaire vergleicht die Art mit Emmallodera obesa, was aber
auf keinen Fall zutreffend ist.
Schwarz, glänzend, gewölbt, Länge: 11—14 mm, Breite: 6
bis 7” mm.
Kopf groß, breit kurz. Augen quer, stark gewölbt und seit-
lich vorstehend, vorne und an den Seiten mit einer Augenfurche,
hinten schiebt sich ein Lappen der Schläfen etwas über die Augen.
Die Wangen überragen seitlich die Augen kaum und sind an den
Seiten ziemlich gebogen, Übergang zum Clypeus eingebuchtet.
Vorderrand des Ulypeus gebogen, an den Seiten mit je einem gro-
ßen Höcker. Clypealnaht nicht vorhanden. Oberseite des Kopfes
grob punktiert und gerunzelt, an den Seiten mit je einem tiefen,
schrägen Eindruck, der am Clypealhöcker endet. Fühler fadenför-
mig, 3. Glied etwas länger als das #., 9. und 10. verbreitert und
flach, Endglied klein. Halsschild quergewölbt, größte Breite
im letzten Drittel, von da plötzlich stark eingeschnürt verengt und
vor der Basis schräg kragenförmig, nach vorne schräg und kaum
ausgeschweift verengt. Seitenrand nicht abgesetzt und ohne Rand-
kante. Basis schmäler als der Vorderrand, gerandet, etwas auf-
gerichtet und im flachen Bogen vorgezogen. Hinterwinkel schwach
vorstehend und spitz. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, in der
Mitte undeutlich, an den Seiten gut gerandet. Vorderwinkel ziem-
lich und spitz vorstehend, die Spitze ist stumpf. Die Scheibe ist
dicht und grob punktiert. Flügeldecken stark gewölbt, be-
sonders an den Seiten und hinten, ohne Rippen und Punktreihen,
zur Basis geneigt. Basis so breit wie die des Halsschildes. Seiten-
rand schon von der Schulter aus stark gebogen, nach unten stark
gewölbt, ohne Randkante. Flügeldecken sind irregulär und dicht,
schwächer als der Halsschild punktiert. Unterseite ebenfalls punk-
tiert, glänzend. Beine schwach, Vorderschienen am Ende mit einem
langen, flachen Dorn. Tarsen sehr lang.
Beschrieben wurde diese Art aus Chile ohne genaue Angabe,
die Exemplare aus der Sammlung Gebien stammen aus Prov. Men-
doza, San-Rafael, 680 m.
Fr = . - . rm . . 5 FE
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 395
Ps. strangulatus ist eine sehr auffällige Art, die mit den Arten
der Gattung Emmallodera und Scotobius nicht verwechselt wer-
den kann.
Gattung Leptynoderes Sol.
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 4. — Lacordaire, Gen. Col., V.
p- 127.
Genotypus Scotobius varicosa Germ.
1. L. varicosa Germ.
Germar, Ins. spec. nov. 1824 p. 157. — Solier, Ann. Fr. 7,
1838, p. #7, Taf. 2, Fig. 6—11.
Typus im Zool. Museum Berlin.
Schwarz, matt, länglich oval. Länge: 15—14 mm, Breite:
bis 6 mm.
Kopf groß, breiter als lang, nicht so lang wie der Hals-
schild. Augen schmal, die Wangen stehen weit und eckig seitlich
vor, der Seitenrand des Vorderkopfes ist aufgerichtet, nach vorne
ziemlich stark verengt, Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken
stumpf. Auf der Stirn sind zwei parallele oder leicht gebogene
Längswülste, in der Mitte des Clypeus befindet sich ein kräftiger,
aber stumpfer Höcker. Die Oberfläche ist gerunzelt punktiert.
Fühler grob, überragen kaum die Mitte des Halsschildes, Glied 3
am Ende nicht ganz doppelt so breit wie an der Basis, gut 11/smal
5
so lang wie 4, vom 5. Glied ab sind sie breiter als lang. Hals-
schild 11/amal so breit wie lang, größte Breite in der Mitte, die
Seiten sind gleichmäßig und ziemlich stark gebogen, nach hinten
ausgeschweift, Seitenrand breit abgesetzt und aufgerichtet. Basis
gerade, Hinterecken stumpf und nicht vorgezogen. Vorderrand fast
gerade, Vorderwinkel vorstehend und verrundet. Die Scheibe hat
in der Mitte eine Längsfurche, in der Mitte auf jeder Seite eine
Grube und ist sehr grob gerunzelt. Flügeldecken langge-
streckt oval, wenig breiter als der Halsschild, leicht gewölbt, mit
3 scharfen, + unterbrochenen Rippen und Zwischenrippen, die
meistens in längliche Höcker aufgelöst sind. Zwischen den Rippen
befinden sich flache aber große Punktreihen. Die ganze Unterseite,
die Beine und der Kopf mit kleinen Börstchen sparsam bedeckt,
Beine schlank, granuliert, Tarsen kurz.
396 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Beschrieben aus Buenos Aires, weitere Fundorte sind Monte-
video, Maldonado, Uruguay.
Eine häufige, weit verbreitete Art, die sofort am großen
Höcker auf dem Clypeus zu erkennen ist.
2. L. strangulata Fairm. (Taf. XX, Fig. #)
Fairmaire, Ann. Fr. 72, 1903, p. 462.
Typus im Museum Paris.
Braun bis schwarz, länglich oval, Länge: 11—13 mm, Breite:
41/,—5 mm.
Kopf groß, länger als der Halsschild, Augen sehr schmal,
Wangen weit im Bogen seitlich vorstehend, emporgehoben und
mit dem Vorderrand des Olypeus verrundet. Auf der Stirne sehr
flache Höcker, Schläfen sehr lang, parallel. Die ganze Ober- und
Unterseite des Kopfes und die Fühler bis auf die letzten 3 Glieder
dieht mit schuppenförmigen hellen Härchen bedeckt, so daß die
Struktur des Kopfes nicht zu erkennen ist. Die Fühler erreichen
die Basis des Halsschildes nicht, Glied 3 am Vorderrand stark ver-
breitert, Vorderrand ist 3mal so breit wie die Basis, vom 4. ab
werden die Glieder immer kleiner und sind breiter als lang, die 3
Eindglieder sind am kleinsten und kahl. Halsschild 11/,mal so
breit wie lang, größte Breite in der Mitte, vor der Basis im Bogen
plötzlich stark ausgeschnitten und kurz vor der Basis einen Zapfen
bildend. Seitenrand breit abgesetzt, stark aufgerichtet und mei-
stens krenuliert. Basis gerade, ziemlich breiter als der Vorderrand,
Hinterecken stumpf, vom Zapfen des Seitenrandes fast verdeckt.
Vorderrand im flachen Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vor-
stehend und verrundet. In der Mitte der Scheibe befinden sich
transversal 4 Höcker, die inneren sind bedeutend größer, die seit-
lichen können auch fehlen, es können aber auch vor den inneren
2 winzige dazukommen. Flügeldecken länglich oval, hinten
stark gewölbt, mit je drei Reihen spitzer, großer und drei Zwi-
schenreihen kleinerer Höcker, die Zwischenreihen sind manchmal
erloschen oder nur hinten sichtbar. Zwischen den Höckerreihen
sind Punktreihen, die nur dann deutlich sind, wenn die Zwischen-
höckerreihen fehlen. Schenkel und Schienen ähnlich wie der Kopf
behaart, nur nicht so dicht. Beschrieben aus Tucuman, Tapia
600 m, weitere Fundorte sind Catamarca Laguna Blanca; Catamarea
Puerta Corral; Catamarca la Cranaga.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 397
3. L. fuscula n. sp. (Taf. XIX, Fig. 2)
Das ganze Tier einfarbig braun, oval. Länge: 10 mm, Breite:
41% mm.
Kopf groß, lang, länger und fast so breit wie der Halsschild.
Augen sehr klein, schmal, hinter den Wangen fast verborgen,
Wangen im gleichmäßigen Bogen seitlich weit abstehend, aufge-
worfen und mit dem Clypeus verrundet. Die ganze Oberseite des
Kopfes und die Fühler mit Ausnahme der letzten 4 Glieder dicht
mit schuppenförmigen kleinen Härchen bedeckt, so daß die Struk-
tur der Oberfläche nicht zu erkennen ist, auf der Stirne 2 flache
Höcker. Schläfen lang und nach hinten schwach verengt. Die Füh-
ler erreichen nicht die Basis des Halsschildes, Glied 2 kurz, breiter
als lang, 3 so lang wie die nächsten 3 zusammen, an der Basis
schmal, am Ende 3mal so breit, das 4.—7. ist kurz, breiter als
lang, die nächsten 3 unregelmäßig rund, Endglied vorne abge-
stutzt. Die Unterseite des Kopfes ist ebenfalls sehr dicht behaart,
so daß Einzelheiten nicht zu erkennen sind.
Halsschild ungefähr 11/amal so breit wie in der Mitte
lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten sind gleichmäßig ver-
rundet, nach hinten schwach ausgeschweift, Seitenrand nicht sehr
stark emporgehoben. Basis ganz gerade, Hinterecken wenig vor-
stehend mit scharfer Spitze. Vorderrand fast gerade, Vorderwinkel
vorgezogen mit stumpfer Spitze. In der Mitte der Scheibe befinden
sich 2 längliche, nach vorne leicht divergierende, oben glatte
Höcker, vor denselben und an den Seiten noch je 2 winzig kleine
runde Tuberkel. Sonst ist die Scheibe an der Basis, an den Seiten
und vorne mit unregelmäßigen Depressionen bedeckt.
Flügeldecken gleichmäßig oval, größte Breite in der
Mitte, Basis ohne Randkante und kaum breiter als die des Hals-
schildes. Schildchen groß, breit, dreieckig. Jede Decke hat 2
schmale, sehr hohe, nicht unterbrochene Rippen und eine eben-
solche Marginalkante, die Dorsalrippen fallen an der Basis senk-
recht ab, die Marginalkante verläuft in der Schulter und verbin-
det sich hinten mit der innersten Rippe. Naht vorne schwach, hin-
ten stärker erhöht, am Abfall befindet sich zwischen Naht und er-
ster Rippe je ein länglicher Höcker. Die Zwischenräume sind fein
chagriniert und haben an den Seiten je eine grobe aber sehr flache
Punktreihe. Die Epipleuren sind auf der ganzen Länge gleich
schmal.
Prosternum ist zwischen den Hüften verbreitert, nach
398 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
hinten senkrecht abfallend, ohne Fortsatz, nach vorne zunächst
steil, dann schräg geneigt. Abdomen rauh chagriniert. Beine
schlank mit kurzen gelben Haaren nicht sehr dicht bedeckt, Schie-
nen außerdem mit starren Borsten versehen.
Patria: 1 9, Rio Negro, S. Saltos, VII. 1932, (Holotype) Koch-
ler leg. ex coll. Wittmer in coll. G. Frey.
L. [uscula kann mit einer anderen Art nicht verwechselt wer-
den, am nächsten steht sie der tuberculata, diese hat aber einen an
der Basis stark verengten Halsschild und auf der Scheibe zerstreute
unregelmäßige Tuberkel und das 3. Fühlerglied ist an der Basis
nieht auffallend verdickt.
4. L. tuberceulata Curt. (Taf. XIX, Fig. 1)
Curtis, Trans. Linn. Soc. Lond. 19, 1845, p. 460, Taf. +41, Fig. 7.
Typus im British Museum.
Dunkelbraun, leicht gewölbt, oval. Länge: 15 mm, Breite:
6 mm. |
Kopf groß, länger als breit, ohne dichte Behaarung, Augen
schmal, Wangen fast im rechten Winkel seitlich vorstehend, nach
vorne fast gerade verengt. Vorderrand des Glypeus schmal, leicht
nach abwärts gedrückt. In der Mitte des Clypeus befindet sich ein
deutlicher, auf der Stirne sind zwei flache Höcker. Schläfen fast so
lang wie der Vorderkopf, parallel, am Ende kurz verengt. Hals-
schild leicht gewölbt, 11/amal so breit wie lang, größte Breite
in der Mitte, Seitenrand sehr breit abgesetzt und aufgerichtet, im
letzten Drittel sehr stark eingeschnürt verengt, nach vorne stark
gebogen. Basis gerade, Hinterwinkel spitz und kaum vorstehend.
Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel ziemlich weit
vorstehend mit stumpfer Spitze. Die Scheibe ist unregelmäßig mit
mehreren Tuberkeln besetzt. Flügeldecken gleichmäßig oval,
größte Breite in der Mitte, mit je + scharfen, schmalen Rippen, die
oben gewellt und nicht unterbrochen sind, die dritte Rippe ist hin-
ten hakenförmig eingezogen. Die Zwischenräume sind querge-
rieft.
Beschrieben aus Port St. Elena, ferner 2 Stück Chubut leg.
Richter.
5. L. laticollis Berg
Berg, An. Univ. Buenos Aires, 6, 1889, p. 155.
Berg bezweifelt in seiner Beschreibung die Zugehörigkeit die-
ser Art zu Leptinoderes, nachdem ich die Type gesehen habe,
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 399
konnte ich feststellen, daß L. laticollis ein Scotobius ist, sehr nahe
verwandt mit Sc. depressicollis Frm.
Bestimmungstabelle der Gattung Leptynoderes
1 (4) Kopf und die ersten 7 Fühlerglieder dicht anliegend be-
- haart, so daß die Struktur nicht sichtbar ist. Am Clypeus
kein Höcker.
2 (3) Flügeldecken mit starken Höckerreihen. Halsschild vor
der Basis stark im Bogen ausgeschnitten, Höcker auf der
Scheibe rund.
5. en Praha Er enge lie Baron,
3 (2) Flügeldecken mit je 3 urn Rippen und einer eben-
solchen Seitenrandkante, ohne Höckerreihen. Halsschild
an der Basis kurz und schwach eingezogen. Höcker auf der
Scheibe länglich und nach vorne divergierend.
fusceula n. sp.
+(1) Kopf Al Fühler an Kent Saar der Oberfläche
überall sichtbar. Clypeus in der Mitte mit einem Höcker.
5 (6) Halsschild vor der Basis an den Seiten ausgeschweift ver-
engt, die Scheibe stark granuliert mit tiefen Eindrücken.
Hauptrippen der Flügeldecken gerade, manchmal kurz
unterbrochen, die Zwischenrippen sind gehöckert. 3. Füh-
lerglied kurz und plump, nur 11/; mal so lang wie das 4.
varicosa Germ.
5) Halsschild vor er Basis et Se chen Scheibe un-
regelmäßig mit Tuberkeln besetzt. Flügeldecken mit je 3
scharfen Rippen, die oben gewellt sind, ohne Höckerreihen
und Zwischenrippen. 3. Fühlerglied lang und dünn, so
lang wie die nächsten 3 zusammen. N CE.
tuberculata Curt.
Gattung Diastoleus Sol.
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 67. — in Gay, Hist. Chile, 5, 1851,
p- 179. — Lacordaire, Gen. Col. V. p. 128.
Genotypus Scotobius collaris Guer.
1. D. bicarinatus Sol.
Solier in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, p. 181.
Dunkelbraun, flach, glänzend, Länge: 18—20 mm, Breite des
Halsschildes 10—12 mm.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 26
400 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
u
Kopf flach, breit, matt. Augen schmal, die Wangen im Bo-
gen seitlich etwas vorstehend, nach vorne aufgeworfen und aus-
geschweiit verengt. Vorderrand des Olypeus im flachen Bogen aus-
gebuchtet, Ecken verrundet. Die Oberfläche des Kopfes ist vorne
nicht, auf der Stirn sparsam punktiert. Fühler grob, so lang wie
der Halsschild an der Basis breit. Glied 3 ist 21/amal so lang wie 4,
vom 4. ab sind die Glieder breiter als lang. Halsschild fast
doppelt so breit wie in der Mitte ohne vorgezogenen. Rand, lang.
Seitenrand fast halbkreisförmig gebogen, sehr breit abgesetzt und
aufgerichtet, vorne bis über die Fühlerwurzel hinaus vorgezogen,
in der Mitte des Vorderrandes mit einem tiefen, dreieckigen Aus-
schnitt, der nur die Mitte des Kopfes freiläßt. Basis gerade, Hinter-
winkel verrundet, die Mitte der Scheibe gewölbt, glatt oder fein
punktiert, glänzend, der abgesetzte Seitenrand ist sehr sparsam
punktiert und etwas gerunzelt. Flügeldecken oval, schmäler
als der Halsschild, an den Schultern breit, nach hinten im gleich-
mäßigen Bogen verengt, größte Breite vor der Mitte. Auf jeder
Seite mit einer, dem Seitenrand näher gerückten hohen und schar-
fen Rippe und einer scharfen Seitenrandkante. Zwischen Naht und
der steilen Rippe befinden sich noch 2 sehr schwache, flache Rip-
pen. In der Nähe der Seitenrandkante ist eine spärlich besetzte
Höckerreihe, die auch fehlen kann. Die Zwischenräume sind punk-
tiert und quergerunzelt. Die scharf umgeschlagenen Seiten der
Flügeldecken haben #4 + kräftige Punktreihen, wovon die erste
vorne manchmal längliche Höcker hat. Prosternum zwischen
den Hüften nach vorne und hinten steil abfallend. Abdomen spär-
lich punktiert, die Segmente an den Seiten mit Eindrücken. Beine
mäßig lang und kräftig, Schienen rund ‚mit feinen Börstchen ver-
sehen. Tarsen kurz, Klauenglied immer kürzer als die übrigen zu-
sammen.
Beschrieben aus Chile ohne nähere Angabe, als einziger ge-
nauerer Fundort ist mir Coquimbo bekannt. Das mir vorliegende
Material besteht fast nur aus sehr altem Material ohne genaue
Fundortsangabe.
2. D. collarıs Guer.
Scotobius collaris Gu@rin, Mag. Zool. 1834, (Melas.) p. 17, Taf.
110, Fig. 4. — Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 69, Taf. 3, Fig. 7—12; —
in Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 180, Taf. 19, Fig. 7. — Laporte, Hist.
Nat. 2, 1840, p. 198. — Lacordaire, Gen. Col. V. p. 129.
Der vorhergehenden Art in Form und Größe ähnlich und
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 40 l
unterscheidet sich durch folgende Merkmale: Fast matt, dunkel
braun, fast schwarz. Die Stirn ist grob, Clypeus fein gerunzelt. Die
gewölbte Scheibe des Halsschildes ist grobgerunzelt, der abgesetzte
Seitenrand ist kräftiger punktiert. Flügeldecken ziemlich stark ge-
wölbt, nicht so breit, auf jeder Seite von der Naht bis zu den Epi-
pleuren sind 9 Höckerreihen, mit kräftigen, länglichen, oben glän-
. zenden Höckern, die 4.—7. Reihe ist am kräftigsten, die Seiten
nach unten sind gewölbt, Seitenrandkante ist nicht vorhanden. Das
Abdomen ist dicht und grob punktiert. Ebenfalls aus Chile ohne
nähere Angabe beschrieben. Ferner liegen mir Stücke aus Co-
quimbo vor und ein Stück aus Lima, Peru.
Die beiden Arten der Gattung sind von den übrigen Arten
der Tribus Scotobiini sofort durch den weit vorgezogenen Rand
des Halsschildes, der nur ein kleines mittleres Stück des Kopfes
freigibt, zu unterscheiden, und außerdem ist der Halsschild brei-
ter als die Flügeldecken. Scotobius akidioides hat wohl auch einen
breit abgesetzten und weit vorgezogenen Halsschildseitenrand,
doch ist der Ausschnitt breiter, und die Flügeldecken sind breiter
als der Halsschild.
Gattung Scotobius Germ.
Germar, Ins. spec. nov. 1824, p. 135. — Solier, Ann. Fr. 7,
1838, p. 51. — in Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 174. — Laporte, Hist.
Nat. 2, 1840, p. 195. — Lacordaire, Gen. Col. V. p. 129.
(= Gonogenius Solier), l. ec. p. 46. — in Gay, Hist.
Chile, 5, 1851, p. 171.
ah
Genotypus pilularius Germ. (— miltaris Billb.)
1. Sc. akidioides Wat. (Taf. XX, Fig. 5)
Waterhouse G. R. Ann. Mag. 16, 1845, p. 319. — Burmeister
Stett. Z. 36, 1875, p. 465.
Typus im British Museum. Port Desire (Puerto Deserato, Pa-
tagonien).
Schwarz, matt, Flügeldecken sehr flach und breit. Länge:
14—18 mm. Breite: 8—10 mm.
Kopf leicht gewölbt, Augen schmal, die Wangen etwas
schmäler, Vorderkopf trapezförmig, Vorderrand des Ulypeus fast
gerade, Ecken nicht vorstehend und verrundet. Glypeus in der
Mitte gewölbt, Glypealfurche fast gerade und in der Mitte leicht
26*
402 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6. 1955
unterbrochen. Schläfen so breit wie die Augen und fast parallel.
Oberfläche des Kopfes grob punktiert. Fühler kräftig, erreichen
knapp die Mitte des Halsschildes. Glied 3 ist 11/amal so lang wie 4,
die letzten 4 Glieder sind breiter als lang und an den Seiten ver-
rundet. Mentum groß, flach, queroval und an den Seiten mit einem
+ flachen Eindruck.
Halsschild ziemlich flach, größte Breite hinter der Mitte,
nach hinten im Bogen, oder leicht ausgeschweift, nach vorne im
gleichmäßigen Bogen stärker verengt. Seitenrand breit abgesetzt
und hoch aufgerichtet. Basis fast gerade, Hinterwinkel verrundet
und nicht vorstehend, Vorderrand in der Mitte gerade, Vorder-
winkel weit und breit vorstehend und wie der Seitenrand aufge-
richtet, so daß ein tiefer + rechteckiger Kopfausschnitt entsteht.
Die Scheibe ist dicht, grob und rund punktiert.
Flügeldecken breit, ziemlich flach, die Seiten sanft ge-
bogen, das Ende etwas schwanzförmig. Die Basis ist viel breiter als
die des Halsschildes, die Schultern sind verrundet. Seitenrandkante
scharf, der umgeschlagene Teil ist rechtwinkelig abgebrochen. Die
Punktreihen sind fein, undeutlich, die Zwischenräume sind fast
flach, der 5. hat die Neigung, in der Mitte eine feine Tuberkelreihe
zu bilden, die manchmal vorne zur feinen Rippe wird. Am Absturz
sind manchmal feine Körnchen gebildet. Der umgeschlagene Teil
ist flach und mit Punktreihen wie auf der Oberseite versehen.
Epipleuren schmal und bis ans Ende reichend. Die Unterseite ist
flach punktiert. Beine sehr kräftig, Schenkel grob gerunzelt, kan-
tig und immer auf der Unterseite, manchmal auch auf der Ober-
seite mit langen Haaren bedeckt, die leicht abgerieben, aber auch
bei alten Stücken noch zu erkennen sind. Schienen mit scharfen,
gehöckerten Kanten und mit kurzen steifen Borsten versehen.
Sc. akidioides ist von allen anderen Arten der Gattung durch
die scharfen und gewinkelten Seitenränder der Flügeldecken,
durch die breite und flache Form und durch den breiten und stark
aufgerichteten Seitenrand des Halsschildes leicht zu unterscheiden.
Mir liegen von folgenden Fundorten Tiere vor: Chubut; Santa
Cruz; Rio las Vueltas, St. Cruz und Valle del Lago Blanco.
2. Sc. akidioides bicostatus n. ssp. (Taf. XX, Fig. 6)
Dunkelpechbraun, leicht gewölbt. Länge: 15— 16 mm. Breite:
7—8 mm.
Die n. ssp. unterscheidet sich durch folgende Merkmale von
der Stammform: Die ganze Form etwas graciler, stärker gewölbt,
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 403
Beine und Fühler dünner. Scheibe des Halsschildes gleichmäßig
leicht gewölbt, Seitenrand viel schmäler abgesetzt und nicht so
stark aufgerichtet, der Seitenrand ist gleichmäßig gebogen, die
Vorderwinkel stehen nur mäßig vor, der Vorderrand ist deshalb
nicht rechteckig ausgeschnitten. Die Seiten der Flügeldecken sind
stärker gebogen, das Ende ist kaum schwanzförmig. Die Ober-
fläche der Flügeldecken ist etwas stärker gewölbt. Im 3. Zwischen-
raum ist eine feine Tuberkelreihe, im 5. eine Rippe gebildet, die
vorne im Bogen mit der Seitenrandkante konvergiert, hinter der
Mitte ist die Rippe in Tuberkein aufgelöst. Die Schenkel sind grob
punktiert, aber nicht gerunzelt, sie haben auf der Ober- und Un-
terseite keine längere Behaarung. Es ist nicht ausgeschlossen, dafs
bicostatus eine eigene Art ist, auf Grund der 2 mir vorliegenden
Stücke kann ich aber die Variationsbreite nicht beurteilen.
Patria: 1 5’ und 2 (Holo- und Allotype) Chubut, Esquel,
I. 1941, ex coll. Wittmer in coil. G. Frey.
3. Se. armentarius Lac.
Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1830, p. 283. — Solier, Ann. Fr.
7. 1838, p. 65, (Mon.)
Im Museum Paris befinden sich 2 Stücke aus der Sammlung
Lacordaire, die ihm sehr wahrscheinlich bei seiner Nachbesehrei-
bung vorgelegen haben, ein Stück davon, mit den bekannten run-
den Zetteln, hat die Aufschrift „armentarius Sol. Typus, Chile“,
das 2. „armentarius Lac. Chile“. Beide Fundortsangaben sind sehr
zu bezweifeln, wahrscheinlich stammen die Tiere aus der Prov.
Tucuman. Ein weiteres Stück von dieser Art befindet sich im Zool.
Museum Berlin mit dem Zettel armentarius Sol. und einem weite-
ren mit armentarius Dej. Tucuman. Dieser Fundort würde mit den
Angaben von Lac. übereinstimmen. Alle 3 Tiere sind von der glei-
chen Art.
Obgleich armentarius eine weit verbreitete Art ist, wurde sie
bisher immer verkannt und mit ovalis und tristis verwechselt.
Folgende Fundorte liegen mir vor: La Graja; La Falda Bolivien;
Cordoba und Uatamarca.
Sehr klein, schwarz, kurz oval, Flügeldecken oben etwas ab-
geflacht, Fühler braun, Beine und Unterseite dunkelbraun, glän-
zend. Länge: 9—10 mm. Breite: 5—6 mm.
Kopf breit und kurz, leicht gewölbt, Augen schmal, Wangen
seitlich schwach vorstehend und nach vorne gerade verengt. Vor-
derrand des Clypeus gerade, Ecken verrundet. Clypealnaht fast
404 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
gerade, an den Seiten nicht sichtbar. Schläfen sehr kurz und
schwach verengt. Oberseite dicht und fein punktiert. Die Fühler
sind fein, überragen etwas die Mitte des Halsschildes. Glied 3 ist
11/amal so lang wie 4, die letzten 4 Glieder sind quer.
Halsschild breit, kurz, 11/;mal so breit wie in der Mitte
lang, größte Breite in der Mitte, Basis wenig breiter als der Vor-
derrand, die Seiten gleichmäßig und ziemlich gebogen mit feiner
Randleiste. Basis gerade, mit einer sehr feinen Randleiste, Hinter-
winkel nicht vorstehend und völlig verrundet. Die Scheibe ist ohne
Eindrücke, in der Mitte sehr fein und spärlich, an den Seiten und
hinten gröber und dichter punktiert. Vorderrand in sanftem Bogen
ausgeschnitten, Vorderwinkel wenig vorstehend und verrundet.
Flügeldecken oval, an den Seiten schwach gebogen,
Basis nur wenig breiter als die des Halsschildes, oben etwas
abgeflacht, am Ende verrundet, die Punktreihen sind oben sehr
fein, an den Seiten etwas gröber, Zwischenräume oben schwach,
an den Seiten und hinten stärker gewölbt. Seitenrandkante kaum
stärker gewölbt als die übrigen seitlichen Zwischenräume. Die
Schenkel sind punktiert und mit feinen kurzen Börstchen versehen.
Schienen kurz, kantig und stark bedornt.
Sc. armentarius ist dem ovalis sehr ähnlich, dieser ist aber
etwas größer, gewölbter, die Flügeldecken sind runder, die Punkt-
reihen sind gröber, und Fühler und Beine sind schwarz. Sc. tristis
ist noch größer, hat ein schr flaches Halsschild, die Flügeldecken
haben schwache Rippen, die hinten in Tuberkel aufgelöst sind.
4. Se. ovalis Guer.
Gu£@rin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 18, Taf. 110, Fig. 6. —
Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 466.
Typus im Museum Paris.
Sc. ovalis Guer. Klein, schwarz, von sehr gedrungener und
breiter Form; die Fühler sind manchmal dunkelpechbraun. Länge:
10—11 mm. Breite: 6 mm.
Kopf wie bei armentarius, nur etwas gröber und dichter
punktiert.
Halsschild schwach gewölbt, doppelt so breit wie in der
Mitte lang, größte Breite hinter der Mitte, Seitenrand gleichmäßig
und ziemlich stark gebogen, Randleiste fein. Basis fast gerade, un-
deutlich gerandet und mit den Hinterwinkeln völlig verrundet.
Vorderrand im schwachen Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel
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H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 405
leicht vorstehend, rechteckig. Scheibe in der Mitte feiner, an den
Seiten gröber und dichter punktiert und ohne Eindrücke.
Flügeldecken sehr kurz, breit, die Seiten sind stark und
gleichmäßig gebogen, gewölbt, auch oben. Basis so breit wie die
des Halsschildes. Die Reihen haben große, aber flache Punkte, die
etwas quer sind. Die Zwischenräume sind leicht, an den Seiten und
hinten kaum stärker gewölbt, glatt, Rippen sind höchstens ange-
deutet. Beine kurz und dick, Schienen kantig und bedornt, Vorder-
schienen am Ende ziemlich stark verbreitert. Alle mir vorliegenden
Stücke sind aus Monte Video, Buenos Aires und Bahia Blanca.
Sc. ovalis ist mit dem armentarius sehr nahe verwandt, durch
den flachen und breiten Halsschild und vor allem durch den ge-
drungenen und gewölbten Hinterkörper zu unterscheiden, die
typischen Stücke von beiden Arten sind ohne weiteres zu trennen,
aber die ovalis aus Bahia Blanca sind etwas schlanker und haben
eine feinere. Reihenpunktur und könnten fast als eine Übergangs-
form zu armentarius betrachtet werden und vermuten lassen, daß
beide Arten nur geographische Rassen sind.
5. Se. tristis Guer.
Gu£rin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 18, Taf. 110, Fig. 7.
Typus im Museum Paris.
Sc. tristis hat die gleiche Form wie armentarius und ovalis, ist
aber viel größer. Dunkelpechbraun bis schwarz. Länge: 13—15
mm. Breite: 6—71/; mm.
Kopf wie bei ovalis, aber stärker, fast rugulös punktiert.
Fühler etwas länger, sie überragen die Mitte des Halsschildes, die
ersten 7 Glieder sind kräftig punktiert, die letzten 4 glatt und
länger als breit. Clypealfurche kräftig und gerade. Halsschild
fast doppelt so breit wie lang, Seitenrand' stark gerundet, etwas
abgesetzt mit feiner Randkante. Basis so breit wie der Vorderrand,
gerade, mit feiner Randkante, die in der Mitte unterbrochen und
mit den Hinterwinkeln völlig verrundet ist. Vorderrand im flachen
Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel leicht vorstehend und stumpf.
Scheibe dicht und mäßig fein, an den Seiten und hinten gröber
punktiert. In der Mitte befindet sich eine sehr undeutliche Längs-
furche. Halsschild viel schmäler als die Flügeldeeken. Letztere
oval, gewölbt, oben etwas abgeflacht, die Seiten gleichmäßig ge-
bogen, gröfste Breite hinter der Mitte. Die Punktreihen sind sehr
fein und flach, die Zwischenräume sind schwach rippenartig er-
haben, die Rippen oben glatt und lösen sich hinten in flache, un-
406 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
scheinbare Tuberkel auf. Seitenrandkante nicht kräftiger als die
anderen Rippen, die Seiten zum umgebogenen Teil gewölbt. Beine
sind kurz, Schienen an den Kanten mit Dornen, Vorderschienen
am Einde schwach verbreitert.
Sc. tristis ist nahe verwandt mit armentarius und ovalis, aber
bedeutend größer, Halsschild im Verhältnis zum Hinterkörper
klein, und die schwachen Rippen sind hinten in Tuberkel aufgelöst.
Beschrieben ist die Art aus Buenos Aires. Folgende Fundorte sind
mir noch bekannt: Minas Co. Arequita Uruguay; Maldonado Uru-
guay.
6. Sc. erassus n. sp. (Taf. XX, Fig. 7)
Ziemlich groß, breit, plump, schwarz, matt. Länge: 18 bis
20 mm. Breite: 9—11 mm.
Kopf kurz, breit, schwach gewölbt. Augen sehr schmal,
flach. Wangen seitlich schwach vorstehend, nach vorne im schwa-
chen Bogen leicht verengt und etwas ausgeschweift. Vorderrand
des Olypeus fast gerade, Ecken verrundet. Clypealnaht tief, leicht
gebogen und die Seiten nicht erreichend. Die Oberfläche des Kop-
fes ist fein und unregelmäßig punktiert. Fühler fein, überragen
etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 mehr als doppelt so lang
wie 4, die 4 Endglieder glatt, queroval. Mentum ziemlich flach,
groß, herzförmig und schwach punktiert.
Halsschild gut 11/gmal so breit wie lang, größte Breite in
der Mitte, nach hinten und vorne im gleichmäßigen Bogen nicht
sehr stark verengt. Seitenrand gut abgesetzt und leicht aufgerich-
tet. Basis und Vorderrand fast gleichbreit, fast gerade, Hinter- und |
Vorderwinkel nicht oder kaum vorstehend und verrundet. Scheibe
mit einer sehr undeutlichen Längsfurche in der Mitte und einem
flachen Eindruck vor dem Schildchen, dicht, mäßig fein und rund
punktiert, manchmal mit kleinen glatten Flecken dazwischen.
Flügeldecken kurz oval, gewölbt, oben etwas abgeflacht,
hinten stark verrundet, größte Breite in der Mitte, Seiten ziemlich
gebogen, ohne Randkante, mit flachen, oben glänzenden Rippen,
die an den Seiten und hinten nicht stärker erhaben sind, die Zwi-
schenräume sind + quergerieft, haben in der Mitte eine sehr feine
Reihenpunktur, die manchmal in der Querriefung kaum zu sehen
ist. Die Oberseite ist außerdem mit feinen Punkten bedeckt, die
an der glatten Oberfläche der Rippen deutlich zu sehen sind. Bei
den Stücken aus Chile ist die ganze Oberfläche, auch die Rippen
stärker quergerieft, die Rippen sind schärfer markiert, so daß sie
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 407
bei oberflächlicher Betrachtung einem Sc. costatus ähnlich sehen.
Diese Stücke aus dem Museum Paris sind als Sc. rugicosta Deyr.
benannt, von einer Beschreibung ist mir aber nichts bekannt.
Unterseite ist sehr schwach, die letzten 2 Segmente stär-
ker punktiert. Beine kurz, Schenkel dicht punktiert, Schienen ge-
raspelt. Penis allmählich zugespitzt mit sehr feiner Spitze.
Patria: Kataringo b. Mollendo, Peru, leg. R. Paessler, 15. XI.
:1906, 6 Stück (Holo-, Allo- und Paratypen) in coll. G. Frey;
7 Stück Antiquipa, b. Chala, 500 m, 11. XII. 1951, leg. Weyrauch
(etwas kleiner, Halsschild schwach punktiert); 5 Stück (Paratypen)
aus Chile, ex coll. Sedillot in coll. Museum Paris; 3 Stück ex coll.
Solier in coll. Museum Paris (Paratypen); 1 Stück (Paratype) Chile,
ex coll. Haag-Rutenberg in coll. Zool. Samml. München; 1 Stück
Peru (Paratype) in coll. British Museum; 1 Stück ohne Fundort,
Nr. 15058, (Paratype) im Museum Berlin.
Sc. crassus, verwandt mit {ristis, diese Art ist aber kleiner,
die Reihenpunktur der Flügeldecken ist deutlich, die Zwischen-
räume sind nicht quergerieft, und die Rippen sind hinten in Tu-
berkel aufgelöst.
7. Se. Rossi n. sp. (Taf. XX, Fig. 6)
Fast schwarz, kurz oval, gewölbt, matt. Länge: 15—15 mm.
Breite 7 mm.
Kopf wie bei crassus. Fühler fein, 3. Glied gut 2mal so lang
wie das 4., die letzten 4 Glieder breiter als lang, Endglied klein und
rund.
Halsschild schmal, 1i/;mal so breit wie lang, gröfste
Breite in der Mitte, die Seiten schwach, aber gleichmäßig gebogen,
nach hinten leicht ausgeschweift. Seitenrand flach abgesetzt, die
Kante ist durch die rauhe Punktur krenuliert. Basis gerade, die
Hinterwinkel rechteckig und nicht vorstehend, Vorderrand im fla-
chen Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel schwach vorstehend und
rechteckig. Scheibe leicht gewölbt, in der Mitte mit einer undeut-
lichen Längsfurche, vor dem Schildehen mit einem flachen Ein-
druck und mit tief eingestochenen runden Punkten dicht besetzt.
Flügeldecken kurz oval, ziemlich gewölbt, besonders an
den Seiten und hinten, die Seiten sind gleichmäßig gebogen, die
Rippen leicht gewölbt, sehr breit gerieft, so daß die sehr feinen
Punktreihen in einer engen Furche zu liegen kommen, ohne Sei-
tenrandkante, bis zu den Epipleuren gleichmäßig gewölbt. Unter-
seite mit leichten Längsfurchen, Analsegment punktiert. Beine
408 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
kurz, kräftig, Schenkel stark punktiert, Schienen kantig und leicht
geraspelt, Vorderschienen am Ende nur schwach verbreitert.
Patria: 12 Mil. S. E. of Camana, S. W. Peru, unter Steinen an
der Küste, leg. E. 5. Ross, 1 5’ und 2 99, (Holo- und Allotype in
coll. California Ac. Sc. San Franeisco, 1 Paratype in coll. G. Frey).
Herr H. B. Leech teilte mir brieflich mit, daß vom A Fund-
ort noch mehrere Exemplare vorhanden sind.
Sc. Rossi ist eine sehr auffallende Art, durch den kurzen und
stark gewölbten Hinterleib und den verhältnismäßig schmalen
Halsschild leicht von den anderen Arten zu unterscheitlen: Am
nächsten steht sie dem Sc. crassus.
8. Se. costatus Guer.
Guerin, Voy. Goq. 1850; — Mag. Zool. 1834, Melas. p- 16, Taf.
110, Fig. 2. — Sol. Mon. p. 64.
Typus im Museum Paris.
Groß, flach, oval, schwarz, auch die Fühler und Beine. Länge:
19—25 mm. Breite: 8—10 mm.
Kopf breit, kurz, uneben. N sehr schmal, die Wangen
überragen etwas die Augen und sind nach vorne gerade verengt.
Vorderrand des Clypeus ziemlich gerade, in der Mitte befindet
sich ein kleiner, kurzer Ausschnitt, der bei dieser Art sehr kon-
stant ist. Glypealfurche sehr tief, fast bis an den Seitenrand rei-
chend und in der Mitte gegen die Stirne mit einem Eindruck. Die
Oberseite des Kopfes ist grob und rugulös punktiert. Fühler sehr
kurz und fein, sie erreichen die Mitte des Halsschildes nicht, Glied
3 mehr als 2mal so lang wie 4, die Kugel werden kürzer,
aber nicht breiter.
Halsschild 11/mal so breit wie lang, gewölbt, größte
Breite in der Mitte. Die Seiten sind gleichmäßig gebogen und nach
hinten schwach ausgeschweift. Seitenrand breit abgesetzt und
etwas aufgerichtet, die Kante ist fein krenuliert. Basis sanft ge-
bogen, Hinterecken stumpf und kaum vorstehend, vor der Basis
ein kräftiger Quereindruck, der bis in die Ecken reicht. Vorder-
rand abgesetzt und wulstig erhaben, schwach gebogen. Vorderwin-
kel stumpf und nicht vorstehend. Scheibe en: und ae
punktiert.
Flügeldecken oval, oben flach, breiter als der Halsschild
in der Mitte, mit je 6 schmalen, scharfen, gleichmäßigen und leicht
krenulierten Rippen, die 6. wird von der 5. von oben gesehen
knapp verdeckt, die #. ist hinten verkürzt, die 3. und 5. vereinigen
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 409
sich am Ende und bilden dann einen kleinen Ast. Naht rippen-
förmig erhaben. Zwischenräume ohne Punktreihen.
Unterseite kaum punktiert und an manchen Stellen schwach
gerunzelt. Beine kräftig, Schenkel rauh punktiert, Schienen an den
Kanten geraspelt, Vorderschienen am Ende kaum verbreitert.
Se. costatus ist eine häufige, leicht kenntliche Art. Haupt-
verbreitungsgebiet an der Küste im südlichen Peru. Ich besitze
aber auch Stücke aus Chile: Iquique und Autofagasta.
9. Sc. exaratus Er. (Taf. XX, Fig. 9)
Erichson, Arch. Nat. 15, 1847, I, p. 115.
Typus im Zool. Museum Berlin.
Beschrieben aus Lima (leg. Philippi), 1 Stück (Paratype) ex
coll. Haag-Rutenberg in coil. Zool. Samml. München; 10 Stück
Atocongo, Peru (Küste bei Lima), 30. 111. 1953, leg. Koepke; 1
Stück Lachay (Küste nördl. Lima), 8. X1. 1951, leg. Koepke.
Groß, länglich oval, schwarz, matt. Länge: 19—22 mm. Breite:
8-—-9 mm.
Kopf stark rugulös punktiert. Augen sehr schmal, Wangen
eckig, an den Seiten vorstehend und nach vorne gerade verengt.
Vorderrand des Clypeus gerade, in der Mitte mit einem dreiecki-
gen, kleinen Ausschnitt. Glypeus in der Mitte gewölbt, Seitenrän-
der etwas aufstehend, Olypealfurche tief, gebogen. Fühler fein,
dünn, wie bei costatus.
Halsschild nur wenig breiter als lang, größte Breite in der
Mitte, nach hinten fast gerade oder leicht ausgeschweift, nach vorne
in kräftigem Bogen verengt. Seitenrand breit abgesetzt, stark auf-
gerichtet. Basis sanft gebogen, Hinterecken stumpf und verrundet,
vor der Basis ein Quereindruck, der bis an den Seitenrand reicht.
Vorderrand in kurzem Bogen ausgeschnitten und mit dem Seiten-
rand in breitem Bogen verrundet. Hinter dem Vorderrand befindet
sich eine breite Querdepression, die sich mit dem Eindruck des
Seitenrandes verbindet, so daß die Mitte der Scheibe isoliert ist.
Halsschild grob, an den Rändern gerunzelt, punktiert und in der
Mitte leicht gewölbt.
Flügeldecken länglich oval, mäßig gewölbt. Auf jeder
Seite 6 ziemlich kräftige, breite und leicht, manchmal etwas stär-
ker gerunzelte Rippen, die alle von oben sichtbar sind. An-
ordnung der Rippen wie bei costatus. Die feinen undeutlichen
Punktreihen sind furchig vertieft. Der umgeschlagene Teil der
Flügeldecken hat 2 flache Rippen und 3 deutliche Punktreihen.
410 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Epipleuren an der Außenkante stark abe a Unterseite punk-
tiert, Beine wie bei costatus.
Sc. exaralus ist dem costatus verwandt, durch das schmale
Halsschild mit den steilaufgerichteten Rändern und durch die brei-
ten Rippen leicht zu unterscheiden. Auch planatus ist ihm ähnlich,
doch fehlen letzterem die Rippen, und der Halsschild ist schwach
aufgerichtet.
10. Se. depressicollis Fairm.
Fairmaire, Ann. Fr. 72, 1905, p. 462.
Typus im Museum Paris.
Ich kenne von dieser Art nur die Type.
Braun, fast matt. Länge 17 mm.
Kopf uneben, leicht gewölbt, Augen schmal, Wangen seit-
lich schwach vorstehend. Vorderrand des Clypeus fast gerade, in
der Mitte ohne dreieckigen Ausschnitt, Ecken verrundet. Clypeal-
furche kräftig, tief, gebogen, gegen die Stirn erhaben. Oberfläche
rauh punktiert. Fühler kräftig, überragen etwas die Mitte des
Halsschildes. Glied 3 ziemlich dick und fast länger als die folgen-
den 5 zusammen. Halsschild etwas breiter als lang, kaum
schmäler als die Flügeldecken, die Seiten nur nach vorne im Bogen
schwach verengt, nach hinten fast gerade und nicht ausgeschweift.
Seitenrand breit abgesetzt und stark aufgerichtet. Basis schr breit,
gerade, Hinterwinkel stumpf. Vorderrand leicht gebogen, Vorder-
winkel verrundet. Die Scheibe ist flach und fast glatt. Die Unter-
seite des Halsschildes und die Seiten des Kopfes lang, dicht, gelb
und abstehend behaart. Flügeldecken oval, zur Basis kaum
verengt. Auf jeder Seite befinden sich 6 erhabene und fein ge-
runzelte Rippen, die in der Mitte eine dichte, feine Tuberkelreihe
tragen. Naht erhaben. Die Zwischenräume sind etwas konkav, spär-
lich, fein und unregelmäßig granuliert. Prosternum granuliert.
Beine rauh, ziemlich kräftig. Fundort: Tucuman, Tapia, 600 m.
Sc. depressicollis ist mit der folgenden Art, laticollis Berg,
schr nahe verwandt und bildet mit dieser eine kleine Gruppe inner-
halb der Gattung, gekennzeichnet durch die breite Basis des Hals-
schildes und der Flügeldecken und der starken Behaarung der
Unterseite des Thorax und den Seiten des Kopfes.
il. Se. laticoilis Berg
Leptinoderes laticollis Berg, An. Univ. Buenos Aires, 6, 1809,
p- 135.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 411
Typus im Museum „Eva Peron“ La Plata.
Dunkel pechbraun bis fast schwarz. Länge: 16—18 mm,
Breite: 6,5— 7 mm.
Kopf groß, breit, sehr uneben, Augen schmal, Wangen an
den Seiten leicht vorstehend, sehr lang und kräftig aufgeworfen,
nach vorne mit dem Ciypeus zusammen im leichten Bogen ver-
engt. Vorderrand des Letzteren fast gerade, ohne Einschnitt in der
Mitte, Ecken verrundet. Ciypealfurche tief, gebogen, an den Seiten
mit einer tiefen Depression, so daß der Clypeus in der Mitte einen
kräftigen Längswulst bildet. Die gebogene Querleiste vor der Stirne
ist in der Mitte unterbrochen. Die Oberfläche des Kopfes ist vorne
kurz und spärlich, hinten, vor allem hinter den Augen, lang und
dicht gelb behaart. Die Fühler erreichen nicht die Basis des Hals-
schildes, Glied 3 am Ende verdickt und fast so lang wie die näch-
sten 3 Glieder zusammen. Endglied klein, Queroval mit einer seit-
lichen Spitze. Halsschild 1!/ymal so breit wie lang. größte
Breite ungefähr in der Mitte, zur Basis im flachen Bogen kaum,
nach vorne im kräftigen Bogen ziemlich verengt. (Bei 2 Exempl.
unter # ist der Seitenrand vor der Basis ausgeschweift.) Seitenrand
abgesetzt und steil aufgerichtet, von der Seite gesehen liegt der
Seitenrand höher als die Mitte der Scheibe. Basis leicht gebogen,
Hinterwinkel breit, rechteckig oder auch verrundet und etwas vor-
stehend. Vorderrand im flachen Bogen ausgeschnitten, an den Sei-
ten im rechten Winkel vorgezogen, Vorderwinkel breit, nur mit
dem Seitenrand verrundet. Die Scheibe ist zur Basis und nach
vorne stark gewölbt, in der Quere waagrecht, hat auf jeder Seite
eine Längsfurche und ist spärlich mit kleinen unregelmäßig ste-
henden Körnchen bedeckt. Die Unterseite vorne und das Proster-
num ist ebenso behaart wie der hintere Teil des Kopfes. Flügel-
decken subparallel, breit, zur Basis stark geneigt. Basis fast ge-
rade und ungefähr so breit wie die des Halsschildes. Auf jeder Seite
befinden sich 7 Höckerreihen, die 4. ist stark kielförmig erhaben,
kaum unterbrochen und fällt zur Basis, wie auch die 5., senkrecht
ab. Am Absturz hinten sind alle Höckerreihen erhaben. Der Raum
zwischen der 4. Höckerreihe (Kiel) und Naht ist stark eingedrückt,
der Eindruck reicht fast bis zum Absturz. Der umgeschlagene Teil
der Flügeldecken hat ebenfalls 4 gleichmäßige Höckerreihen. Die
Zwischenräume sind mit einer flachen Punktreihe versehen. Beine
kantig, Schenkel geraspelt, die Kanten der Schienen sind bedornt.
Von dieser Art liegen mir 4 Exemplare aus dem Museum „Eva
Peron“ in La Plata vor. Die Type ist aus Catamarca, die anderen
412 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
3 Exemplare sind aus Girardet, S. del Estero, 9. XII. 1939, Biraben-
Bezzi coll.
Sc. laticollis ist mit depressicollis Frm. sehr nahe verwandt,
letztere hat aber auf den Flügeldecken gleichmäßige Tuberkel-
reihen und keinen Eindruck neben der Naht. Auch ist die Scheibe
des Halsschildes flacher, fast glatt und hat keine Körnchen.
12. Se. elegans Fairm. (Taf. XXI, Fig. 1)
Fairmaire, Ann. Fr. 72, 1905, p. 462.
Typus im Museum Paris.
Schwarz, länglich oval. Länge: 14—17 mm. Breite: 6—7 mm.
Kopf grob, fast rugulös punktiert. Wangen seitlich wenig
vorstehend, nach vorne gerade verengt, Vorderkopf trapezförmig.
Ciypealeindrücke wie üblich, Fühler ziemlich lang und dünn, er-
reichen fast die Basis des Halsschildes. Halsschild nur wenig
breiter als lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten nach vorne
und hinten gleichmäßig und schwach gebogen, Seitenrand breit
abgesetzt und stark aufgerichtet, Basis und Vorderrand sanft ge-
bogen, Hinterwinkel nicht vorstehend, stumpf, Vorderwinkel
ziemlich vorstehend, die Spitze verrundet. Die Scheibe ist nach
vorne und hinten stark gewölbt, verschwommen punktiert, un-
gleichmäßig mit einzelnen feinen Höckerchen bedeckt und in der
Mitte auf jeder Seite mit einer + starken Depression. Flügel-
deeken länglich oval, Basis so breit wie die des Halsschildes,
stark gewölbt, die Naht manchmal etwas eingedrückt. Es sind 7
Höckerreihen gebildet, eine spärlich, nicht erhöhte an der Naht,
die übrigen sind + erhöht, die 3. und 5. stärker, und diese bilden
manchmal vorne nicht unterbrochene Rippen. Die Zwischenräume
haben Punktreihen und sind leicht quergefaltet. Die Seiten sind
nach unten stark gewölbt ohne Randkanten. Unterseite undeutlich
punktiert. Beine lang und schlank, Vorderschienen am Ende nicht
verbreitert. Kopf, Fühler, Beine und Unterseite mit ganz feinen
gelben Härchen bedeckt.
Beschrieben wurde diese Art aus Tucuman, Santa Ana. Alle
mir bekannten Stücke stammen aus Tucuman.
Sc. elegans ist mit keiner anderen Art näher verwandt, Fair-
maire vergleicht sie mit Sc. clathratus, dieser ist aber größer und
hat einen Vorderschenkelzahn. Am nächsten steht er noch dem
Sc. alaticollis n. sp.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 4] 3
13. Se. alaticolilis n. sp. (Taf. XXI, Fig. 2)
Dunkelpechbraun, fast schwarz, gleichmäßig oval. Länge:
16—18 mm. Breite: 6—7 mm.
Kopf breit, Augen schmal, Wangen seitlich leicht vor-
stehend, nach vorne gerade verengt. Vorderrand des Clypeus fast
gerade, Ecken stumpf. Clypealfurche tief, aber nicht sehr breit.
Oberseite des Kopfes leicht gewölbt, stark runzelig punktiert. Füh-
ler lang, dünn, erreichen fast die Basis des Halsschildes. Glied 3
ist mal so lang wie 4, die letzten 4 Glieder sind quer, aber nicht
breiter als die anderen. Mentum groß, fast flach, vorne sehr breit
und dicht punktiert.
Halsschild 1!/mal so breit wie in der Mitte lang, größte
Breite hinter der Mitte, der Seitenrand ist breit abgesetzt und
schüsselförmig aufgerichtet, die Seiten sind stark gebogen, hinten
ausgeschweift und vor der Basis stark verengt, nach vorne reicht
der aufgerichtete Seitenrand bis zu den Augen. Basis gerade,
Hinterwinkel rechteckig und nach abwärts gedrückt. Vorderrand
durch den vorgezogenen Seitenrand sehr schmal, gerade. Die
Scheibe ist leicht gewölbt, grob und höckerig gerunzelt.
Flügeldecken oval, oben etwas abgeflacht, an den Seiten
gleichmäßig gebogen, größte Breite in der Mitte, mit je 7 schma-
len, krenulierten, manchmal auch unterbrochenen Rippen, die er-
ste unmittelbar an der Naht, die aber hinter der Mitte in Tuberkel
aufgelöst ist oder ganz verschwindet. Alle Rippen sind von oben
sichtbar, die 5. ist stärker erhaben, besonders an der Schulter,
und endet im Bogen in die Basis. (Bei einem Stück aus Neuquen,
Ungarisches National-Museum, ist auch die 3. stärker und die 4.
und 6. in längliche Tuberkel aufgelöst.) Zwischenräume fast flach,
mit einer feinen Punktreihe in der Mitte und Querfalten. Der um-
geschlagene Teil der Flügeldecken hat 3 Punktreihen, die Zwi-
schenräume sind leicht gewölbt und in der Mitte mit sehr kleinen,
spärlichen Tuberkeln besetzt.
Prosternum nach hinten steil, nach vorne stark geneigt
abfallend, Vorderrand mit einer kräftigen Randkante. Abdomen
mit flacher und verwischter Punktur. Beine lang und dünn, kräf-
tig punktiert.
Patria: 9 Stück (Holo-, Allo- und Paratypen) Rio Negro, ex
coll. Wittmer in coll. G. Frey; 1 Stück Bariloche Arg. X1l. 1953,
leg. Wittmer in coll. G. Frey (Paratype); 1 Stück (Paratype) Neu-
quen, leg. Dr. Lendl in coll. Museum Paris; 1 Stück (Paratype)
414 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Neuquen, leg. Dr. Lendl in coll. Ungarisches National-Museum;
1 Stück Neuquen coll. Richter in coll. Museo La Plata.
Sc. alaticollis ist eine auffällige Art, ist in der Form der ele-
gans nahestehend, durch die schmalen Rippen und den breit auf-
gebogenen Halsschild aber leicht zu unterscheiden.
14. Sc. porcatus Lac.
Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1830, p. 283. — Solier, Ann. Fr.
7, 1858, p. 57 (Mon.).
Typus im Museum Paris.
Klein, schwarz, kurz oval. Länge: 11—12 mm. Breite: 5 bis
b mm. |
Kopf kurz, breit, Oberfläche grob, fast rugulös punktiert.
Wangen nicht breiter als die Augen, nach vorne gerade verengt,
Vorderrand des Clypeus gerade, Ecken verrundet. Clypealfurche
sehr tief, gegen die Stirn abgesetzt. Schläfen kurz, parallel, dann
plötzlich verengt. Die Fühler erreichen kaum die Mitte des Hals-
schildes, robust, Glied 3 ist 11/amal so lang wie 4, die 5 letzten
Glieder breiter als lang und glatt, Endglied vorne gerade abge-
stutzt. |
Halsschild fast doppelt so breit wie lang, größte Breite
in der Mitte, gleichmäßig und stark an den Seiten gebogen, vor
der Basis nicht eingeschnürt und kaum ausgeschweift. Seitenrand
flach abgesetzt, Randkante deutlich. Basis breit, gerade, Hinter-
winkel stumpf, nicht vorstehend und etwas abwärts gedrückt.
Vorderrand in mäßigem Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vor-
stehend und stumpf. Scheibe leicht gewölbt, grob gerunzelt mit
kleinen glatten Flächen dazwischen.
Flügeldecken kurz oval, gewölbt, Basis so breit wie die
des Halsschildes. Auf jeder Seite sind 7 Tuberkelreihen, die erste
an der Naht, alle sind von oben sichtbar, die 3. und im geringeren
Maße die 5. bilden vorne + zusammenhängende Rippen. Der um-
geschlagene Teil trägt 2 schwache Tuberkelreihen. Jeder Zwi-
schenraum hat eine flache Punktreihe. Unterseite punktiert, das
2.—4. Segment am Ende stark gewölbt. Beine kurz, kräftig, ge-
kantet, Schenkel rund punktiert, Schienen geraspelt.
Patria: Monte Video und Buenos Aires. Eine häufige, leicht
kenntliche Art.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 415
15. Se. porcatus similis n. ssp.
Aus Porto Alegro liegt mir eine kleine Serie einer geographi-
schen Rasse von forcatus vor, die sich gut von der Stammform
unterscheiden läßt.
Von der gleichen Größe und Farbe. Kopf wie bei porcatus,
Fühler sind etwas robuster. Halsschild stärker gewölbt und feiner
gerunzelt, Seitenrand undeutlicher abgesetzt, die Seiten sind vor
der Basis plötzlich verengt und bilden einen kurzen, parallelen
Kragen. Die Flügeldecken sind am Ende nicht so stark verrundet,
die 3. und 5. Tuberkelreihen wie bei forcatus, die übrigen sind viel
schwächer und manchmal vorne ganz verschwunden, dadurch tritt
die Reihenpunktur deutlicher in Erscheinung. Unterseite wie bei
porcatus, Beine ein wenig dicker.
Patria: 6 Stück Porto Alegro (Holo- und Paratypen) in coll.
G. Frey; 1 Stück (Paratype) Porto Alegro, im Ungarischen Nat.-
Museum.
Ferner besitzte ich noch ein Stück aus Soriano (Mercedes)
5. IV. 1925, das als Zwischenform von forcatus und similis be-
trachtet werden kann. Halsschild breiter abgesetzt als bei similis
und vor der Basis schwächer verengt. Flügeldecken hinten ver-
rundet, sonst wie bei sımılis.
16. Se. erispatus Germ. (Taf. XXI, Fig. 3)
Germar, Ins. spec. nov. 1824, p. 136, Taf. 1, Fig. 3. — Solier,
Ann. Fr. 7, 1838, p. 60 (Mon.). — Burmeister, Stett. Z. 36, 1875,
p- +64.
Typus im Zool. Museum Berlin.
Länglich oval, gewölbt, ganz schwarz. Länge: 17—19 mm.
Breite: 7—9 mm.
Kopf schmal, größte Breite an den Äugen, Wangen etwas
schmäler, an den Seiten sanft gebogen, nach vorne gerade und
ziemlich stark verengt. Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken
verrundet. Clypeus leicht gewölbt, die Seitenränder etwas gehoben,
Furche kräftig, gegen die Stirne abgesetzt. Stirn kräftig und tief,
Clypeus sehr fein punktiert. Die Fühler erreichen kaum die Mitte
des Halsschildes, sind glatt, Glied 3 ist 11/ymal so lang wie 4, End-
glieder leicht verbreitert und sehr fein punktiert. Halsschild
etwas breiter als lang, leicht gewölbt, größte Breite in der Mitte,
an den Seiten, vorne und hinten deutlich gerandet. Die Seiten sind
kaum abgesetzt, der Rand gleichmäßig gebogen, nicht ausge-
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 27
416 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
8 N
schweift. Basis und Vorderrand gleich breit, Hinter- und Vorder-
winkel nicht oder kaum vorstehend und mit dem Seitenrand ver-
rundet. Die Scheibe ist in der Mitte undeutlich und fein, an den
Seiten und besonders hinten grob, fast rugulös punktiert, hat in
der Mitte eine feine Längsfurche, die hinten und meistens auch
vorne verkürzt ist, außerdem in der Mitte an beiden Seiten je eine
runde, sehr deutliche Impression, und hinter der Mitte eine starke
gebogene Querfurche, die fast den Seitenrand erreicht. Flügel-
decken gewölbt, mit je 9 kräftigen Tuberkelreihen, eine un-
mittelbar an der Naht, die letzten 2 befinden sich auf dem umge-
schlagenen Teil der Flügeldecken und sind schwächer. Die Tuber-
kel sind abgerundet und nur hinten etwas konisch. Zwischenräume
mit tiefen, groben, etwas queren Punktreihen. Die Tuberkelreihen
sind so breit wie die Punktreihen. Propleuren geraspelt, Abdomen
undeutlich punktiert und gerunzelt, das erste und zweite Segment
beim 5 mit großem, flachem Eindruck in der Mitte. Beine glatt,
stark glänzend. Schenkel kurz, an der Basis sehr schmal, am Ende
stark keulig verdickt. Vorderschenkelzahn stumpf. Vorderschienen
auf der Oberseite glatt, auf der Unterseite geraspelt, die übrigen
Schienen am Ende schwach geraspelt.
Sc. crispatus wurde von Buenos Aires beschrieben und kommt
auch in Montevideo vor, zusammen mit muricatus.
17. Se. erispatus brevicollis n. ssp. (Taf. XXI, Fig. 4)
Unterscheidet sich in folgenden Merkmalen von der Stamm-
form: Beine, Fühler und Kopf wie bei cerispatus. Halsschild breiter,
11/amal so breit wie lang, die Seiten sind stärker gebogen. Flügel-
decken ohne Höckerreihen mit nicht unterbrochenen, aber sehr un-
regelmäßigen flachen Rippen, die mit Querfalten verbunden sind,
in jeder Falte befindet sich ein Punkt. Flügeldecken breiter und
oben abgeflacht. Sc. brevicollis sieht dem clathratus ähnlich, un-
terscheidet sich aber durch die verdickten und glatten Schenkel
und durch den breiten Halsschild. Es ist nicht ausgeschlossen, daß
brevicollis eine eigene Art ist, mir liegt noch zu wenig Material
vor.
Patria: 3 Stück (Holo- und Paratype) Missiones, Pindahoy,
II. 1936, ex coll. Wittmer in coll. G. Frey; ferner 3 Stück (Para-
typen) aus Galera, Cordoba, I. 1953, diese Tiere sind von den an-
deren nicht verschieden, in coll. G. Frey. 1 Stück ohne Fundort
im Zool. Museum Berlin.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 4] AR
18. Se. muricatus Guer. (Taf. XXI, Fig. 5)
Guerin, Mag. Zool. 1834, p. 15, Taf. 110, Fig. 1. — Solier,
Ann. Fr. 7, 1838, p. 58.
Typus im Museum Paris.
(— elongatus Solier, Ann. Fr. 7, 1835, p. 59) Typus im
Museum Paris.
Groß, schlank, ganz schwarz. Länge : 22—25 mm. Breite: 9 bis
12 mm.
Kopf etwas länger als breit, auf der Stirn grob, fast rugu-
lös, Clypeus viel feiner punktiert. Wangen schmäler als die Augen,
nach vorne gerade und ziemlich verengt. Vorderrand des Clypeus
gerade, Ecken stumpf, Clypealfurche tief, schmal und gebogen.
Die Fühler überragen ziemlich die Mitte des Halsschildes, sind
punktiert, Glied 3 doppelt so lang wie 4, die 4 letzten Glieder sind
etwas verbreitert. Halsschild 11/;mal so breit wie lang, mäßig
gewölbt, größte Breite in der Mitte, an allen Seiten gerandet, die
Seiten gleichmäßig, ziemlich stark gebogen und flach abgesetzt. Die
Scheibe ist in der Mitte schwach, an den Seiten und hinten gröber
punktiert. In der Mitte mit einer feinen Längsfurche, auf jeder
Seite in der Mitte mit einer tiefen, länglichen, vor der Basis mit
einer queren Impression. Basis schmal, leicht gebogen, Hinter-
winkel mit dem Seitenrand verrundet. Vorderrand schwach aus-
gebuchtet, Vorderwinkel etwas vorstehend und verrundet. Flü-
geldecken länglich oval, an der Basis sehr schmal, gewölbt,
mit kräftigen Tuberkelreihen, die hinten und an den Seiten ko-
nisch sind. Die Punktreihen sind grob und tief. Propleuren ge-
raspelt. Abdomen schwach punktiert, der Eindruck beim 0° ist
flach und breit. Beine lang, + stark punktiert, Schenkel ebenfalls
+ punktiert und nicht keulig verdickt, Zahn spitz.
Aus Buenos Aires beschrieben, kommt auch in Montevideo
und in Brasilien vor.
Sc. muricatus ist im Gebien Katalog als synonym zu Sc. cris-
patus angeführt, ist aber eine gute eigene Art, ist vor allem viel
größer, hat schlanke und punktierte Schenkel und ein schmäleres
Halsschild.
19. Se. muricatus planipennis n. ssp. (Taf. XXI, Fig. 6)
Von der Größe und Farbe wie die Stammform, unterscheidet
sich in Folgendem: Kopf und Fühler gleich. Halsschild 11/ mal so
breit wie lang, größte Breite hinter der Mitte, an den Seiten stär-
DE
418 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ker gebogen, besonders vor der Basis. Seitenrand stärker abgesetzt
und aufgerichtet. Flügeldecken breiter, oben flach, die Tuberkel-
reihen sind deutlich aber klein und rund, nur an den Seiten sind
einige spitze Häkchen zu erkennen. Die ganze Oberfläche der
Flügeldecken ist stark quergefaltet, die Falten unterbrechen
manchmal die schwachen Rippen. Die Reihenpunktur ist undeut-
lich und verschwindet in den Falten ganz.
Patria: 5 Stück (Holo- und Paratypen) Prov. Buenos Aires,
Puan, Felipe Sola, leg. Ranas; 6 Stück (Paratypen) Prov. Buenos
Aires, (ohne nähere Angabe) 7 Stück, (Paratypen) Prov. Buenos
Aires, Tandil, Arg. Il. 1953, alle Tiere in coll. G. Frey.
20. Se. muricatus egenus n. ssp. (Taf. XXI, Fig 7)
Größe und Farbe wie die Stammform, unterscheidet sich in
Folgendem: Clypealfurche ist an den Seiten fast bis zu den Vorder-
ecken verlängert, dadurch wird der Seitenrand etwas gehoben.
Fühler kräftig punktiert. Halsschild 11/gmal so breit wie lang,
Seitenrand nach vorne und hinten gleichmäßig gebogen, breit ab-
gesetzt und etwas aufgerichtet. Basis gerade, Hinterwinkel nicht
vorstehend und verrundet. Vorderwinkel ganz schwach vorstehend.
Scheibe ziemlich gewölbt, besonders zur Basis und zum Vorder-
rand, die Mitte ist fast glatt, die Seiten schwach punktiert. Die
üblichen Eindrücke sind schwach. Flügeldecken gewölbter, etwas
breiter, die Punktreihen sind deutlich, die Punkte ziemlich klein.
Die Zwischenräume sind schwach rippenförmig erhaben, entweder
ohne oder nur mit ganz kleinen, flachen, oben glänzenden Höcker-
chen, die auch an den Seiten nicht größer sind, die Querfaltung ist
unscheinbar.
Patria: Sgo. del Estero, Rio Salado. leg. Wagner, 1909—1910,
Holo- und Paratypen in coll. G .Frey und in coll. Museum Paris.
Jujuy; Puna S. del Estero 5 Stück (Paratypen) Museo La Plata.
Aus Tucuman (Zool. Museum Berlin) und aus Cordova (Mu-
seum G. Frey) liegt mir eine kleine Serie vor, die alle Merkmale
von egenus hat, nur etwas schlanker und kleiner ist und auf den
Rippen ganz kleine, regelmäßige Höckerchen hat.
21. Se. elathratus Guer. (Taf. XXI, Fig. 6)
Gu£rin, Mag. Zool. 1834, p. 15, Taf. 110, Fig. 2.
Typus im Museum Paris.
Kleinere Art, Länge 15—20 mm. Breite 7”—9 mm. Dunkel
pechbraun, fast schwarz. Der Kopf ist ziemlich flach, die Clypeal-
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 419
furche tief, aber schmal und gebogen. Fühler dünn, punktiert, er-
reichen fast die Basis des Halsschildes. Halsschild leicht und
gleichmäßig gewölbt, relativ schmal, 11/,mal so breit wie lang, die
Seiten sind schwach gebogen, die Seitenrandkante ist sehr fein und
schwach abgesetzt, Basis und Vorderrand gleich breit, kaum ge-
bogen, Hinter- und Vorderwinkel nicht vorstehend und verrundet,
die ganze Scheibe ist gleichmäßig, auch in der Mitte, punktiert, die
üblichen Eindrücke sind sehr schwach. Flügeldecken oval, oben
etwas abgeflacht. Es sind feine, schwach erhabene Rippen vorhan-
den, die + feine flache Höckerchen tragen, die Rippen sind mit
schwachen Querleisten verbunden. Die Punktreihen sind fein,
manchmal, bei stärkerer Querfaltung, schwer zu sehen. Unterseite
fein punktiert, Eindruck beim 5 auf den ersten beiden Segmenten
flach. Beine sehr schlank, die Schienen dünn und lang. Schenkel
fein und dicht punktiert, am Ende schwach verdickt.
Sc. clathratus ist dem scripatus ssp. brevicollis ähnlich, dieser
hat aber einen viel breiteren Halsschild und verdichtete, glatte
Schenkel. Sc. muricatus ssp. egenus, der auch Querleisten zwischen
den Rippen der Flügeldecken hat, ist viel größer, gewölbter, Hals-
schild an den Seiten stärker gebogen und tiefschwarz.
Beschrieben ist clathratus aus Montevideo; Fundorte liegen
mir noch vor aus Uruguay, Paraguay, Asuncion; bei den Stücken
aus Paraguay sind die Rippen, die Querfalten und die Höckerchen
stärker gebildet. 1 Stück aus Alto Parana (Hohenau) leg. Jakob ist
stark abweichend von clathratus, kurz, gedrungen, ohne Höcker
und stärker gewölbt. Dieses Tier könnte eine eigene Art sein, was
man bei einem Stück nicht entscheiden kann. Die in den meisten
Sammlungen befindlichen, als clathratus bestimmten Tiere, sind
muricatus sSp. egenus.
Sc. crispatus mit muricatus, clathratus und einige neue ssp.
zeichnen sich von allen anderen Arten der Gattung Scotobius durch
den Vorderschenkelzahn aus und bilden dadurch eine gesonderte
Gruppe. Außerdem ist der Halsschild an allen Seiten deutlich ge-
randet. Im Gebien-Katalog ist muricatus synonym und clathratus
als ssp. abgeführt. Die Untersuchungen haben aber ergeben, daß
es 3 gut trennbare, schon durch die Größenunterschiede verschie-
dene Arten sind, 1. crispatus, 2. muricatus, 3. clathratus. Wahr-
scheinlich kommen bei gründlicher Erforschung noch mehr Arten
zum Vorschein.
420 Entom. Arbeiten aus denn Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Zur Erleichterung der Bestimmung dieser Gruppe habe ich
eine kleine Tabelle angefertigt.
1 (+) Alle Schenkel glatt, glänzend, am Ende, besonders die
vorderen, stark keulenförmig verdickt. Fühler glatt, ge-
drungener. Kleine Art, 17—19 mm.
2 (3) Flügeldecken mit groben, runden Höckerreihen, ohne
Querfalten, Halsschild 11/;mal so breit wie lang. Buenos
Aires, Montevideo. |
er Cerni
3(2) Flügeldecken hne Hol Et durchpehesien aber un-
regelmäßigen, flachen Rippen und kräftiger Querfaltung,
die die Rippen verbindet. Halsschild 11/amal so breit wie
lang. Missiones, Pindahoy; Calera Cordova. .
crispatus SSp. brevicollis noV.
41) Alle Schenkel + ar punktiert, am Ende normal ver-
dickt, nicht keulenförmig, Fühler punktiert und schlan-
ker.
> (10) Sehr große Arten, ganz schwarz. Halsschild breit, an den
Seiten stark gebogen, die Eindrücke kräftig. Die Punktur
in der Mitte der Scheibe viel schwächer als an den Seiten
und hinten. Alle Seiten dick gerandet.
6 (7) Höckerreihen auf den Flügeldecken sehr stark, an den
Seiten und hinten konisch. Flügeldecken schlank, leicht
gewölbt, ohne Querfalten. Buenos Aires, Montevideo, Uru-
guay, Paraguay. tur RR.
Ä nigra Guer.
7(6) Hockerröihen ei fein ade ganz ohne Höcker, mit +
starker Querriefung.
ö (9) Höckerreihe sehr fein aber deutlich, auf einer schwach er-
habenen Rippe liegend. Flügeldecken oben abgeflacht und
breit, stark quergefaltet, die Falten unterbrechen manch-
mal die Rippen. Prov. Buenos Aires: Puan, Felipe 2
Tandil. aaa 5 BR
muricatus sSp. plagen nov.
9(8) Höckerreihe de Hlugekiecken noch kleiner (Lupe) oder
ganz verschwunden, Rippen breiter aber flacher, Quer-
faltung sehr gering. Flügeldecken und Halsschild gewölb-
ter. Sgo. del Estero, Rio Salado Cordoba, Tucuman.
muricatus SSP. egenus noV.
0(5) Kleinere Art, 1820 mm, dunkel pechbraun, fast schwarz.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 491
Halsschild schmäler, an den Seiten schwach gebogen,
Scheibe mit sehr schwachen Eindrücken und einer regel-
mäßigen Punktur. Flügeldecken mit + feinen und schwach
erhabenen Rippen und feinen Höckerchen auf denselben.
Querfaltung deutlich, die Falten verbinden die Rippen,
unterbrechen sie aber nicht. Montevideo, Uruguay, Para-
guay. N
a: elathratus Guer.
22. Se. easieus Lac.
Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1830, p. 282.
Typus im Museum Paris.
(— Sc. perlatus Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 464.)
Den Typus von ferlatus konnte ich nicht auffinden, im Zool.
Museum Halle, wo sich ein Teil der Burmeisterschen Sammlung
befindet, ist sie nicht mehr vorhanden, doch geht aus der Beschrei-
bung ohne Zweifel hervor, daß perlatus ein Synonym von casicus
Lac. ist.
Sc. casicus Lac. Schwarz, matt, größte Art, Länge 26—29 mm.
Breite 10—12 mm.
Kopf verhältnismäßig klein, Augen schmal, Wangen seitlich
nicht vorstehend, nach vorne in gerader Linie verengt. Vorderrand
des Glypeus gerade, Clypealfurche tief, gebogen, Olypeus leicht
gewölbt und fein, Stirn grob punktiert und ziemlich flach. Die
Fühler erreichen kaum die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist gut
doppelt so lang wie 4, Endglieder schwach verbreitert. Hals-
schild 11/mal so breit wie lang, ziemlich flach, größte Breite
hinter der Mitte, die Seiten stark gebogen, nach hinten stärker
verengt und nicht nach vorne schwach ausgeschweift. Seitenrand
breit abgesetzt, der schwach aufgerichtete Teil ist quergerieft.
Scheibe sehr dicht und grob punktiert, ohne Eindrücke, in der
Mitte bilden sich manchmal kleine glatte Flächen. Vorderwinkel
leicht rechteckig vorstehend, Hinterwinkel verrundet. Basis leicht
gebogen, sehr schmal und fein gerandet. Flügeldecken oval,
ziemlich flach, mit großen, flachen und regelmäßigen Tuberkel-
reihen, die Tuberkel sind so breit wie die Zwischenreihen und am
Absturz etwas spitz. Die Zwischenräume sind kaum punktiert.
Unterseite undeutlich punktiert, der Eindruck beim 5 am 1. und
2. Segment unbedeutend. Beine kurz, robust, kantig, sehr dicht
und grob punktiert, die Unterseite der Vorderschenkel an der
4) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955
8 d)
Außenkante in der Nähe des Knies mit einem flachen Ausschnitt,
der aber keinen Zahn bildet wie bei der crispatus-Gruppe. Penis
kurz, dick, an der Basis etwas parallel, dann zugespitzt. Beschrie-
ben wurde die Art aus Mendoza, weitere Fundorte sind San Luis,
Bahia Blanca und Neuquen.
Sc. casicus ist eine leicht kenntliche Art, sieht einem großen
muricatus ähnlich, dieser ist aber kleiner, schlanker, hat einen
deutlichen Vorderschenkelzahn und keine regelmäßigen Tuberkel-
reihen.
23. Sc. hystricosus Berg (Taf. XXI, Fig. 9)
Berg, An. Univ. Buenos Aires, 6, 1889, p. 134.
Typus im Museum „Eva Peron“ La Piata.
Groß, schwarz, etwas glänzend, schlank, gewölbt. Länge:
17—25 mm. Breite: 9—11 mm.
Halsschild, Flügeldecken, Unterseite und Beine mit starren
Borsten + dicht besetzt, die aber meistens abgerieben oder ab-
gebrochen sind, doch erkennt man auch dann an den Borsten-
punkten deutlich die frühere Behaarung.
Kopf kaum breiter als lang, ziemlich flach, Augen verhält-
nismäßig breit. Wangen so breit wie die Augen und nach vorne
gerade verengt. Vorderrand des Olypeus fast gerade, Ecken ver-
rundet. Clypealfurche kräftig, gegen die Stirne abgesetzt, letztere
grob, fast rugulös, Clypeus fein punktiert. Fühler wie bei casicus.
Halsschild 1!/,mal so breit wie lang, größte Breite hinter der
Mitte, ziemlich gewölbt, zur Basis und zum Vorderrand geneigt.
Die Seiten sind stark gebogen, zur Basis stärker verengt, Seiten-
rand schmal, aber sehr deutlich abgesetzt und aufgerichtet. Basis
gerade, gut gerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend verrundet
und nach unten gedrückt. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten,
undeutlich gerandet, Vorderwinkel stumpf vorstehend. Die Scheibe
ist dicht und grob punktiert und hat manchmal kleine glatte Flä-
chen, ohne Eindrücke. Flügeldecken gewölbt, länglich oval,
zur Basis geneigt, mit gleichmäßigen feinen Tuberkelreihen, die
Zwischenräume sind 3—4+mal breiter. An den Seiten und hinten
sind die Tuberkel spitz, regelmäßige Punktreihen sind nicht zu
erkennen, doch ist die ganze Oberfläche + dicht mit Borsten-
punkten versehen. (Bei den Stücken aus San. del Estero sind die
Borstenpunkte spärlicher.) Unterseite ebenfalls mit Borstenpunk-
ten. Beine wie bei casiscus. Beschrieben wurde hystricosus aus
Prov. Gorduba, weitere Fundorte sind Catamarca, Rosario, Tueu-
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 493
man, Santa Maria 2000 m, San. Del Estero, Rio Salado. Alle mir
vorliegenden Stücke, ungefähr 50 Stück, waren in den Sammlungen
falsch als perlatus Burm. bestimmt. Die nächstverwandte Art ist
casicus, dieser ist aber größer, breiter, hat größere Tuberkel und
keine Borsten oder Borstenpunkte. Auch dem muricatus sieht er
ähnlich, doch durch das Fehlen des Vorderschenkelzahns leicht zu
unterscheiden.
24. Sc. miliarıs Billb.
" Billberg, Nov. Act. Ups. 7, 1815, p. 279, Taf. 9, Fig. 8.
(— Sc. pilularis Germ. Typus im Zool. Museum Berlin.)
Germar, Ins. spec. nov. 1824, p. 135. — Gu£rin, Mag. Zool.
1834, Taf. 110, Fig. 3. — Solier Mon. p. 55. Taf. 3, Fig. 3—6. —
Laporte, Hist. Nat. 2, 15840, p. 19.
Sc. miliarıs ist eine sehr häufige und weit verbreitete Art,
die sowohl in der Größe, als auch in der Form und Struktur wenig
variiert. Schwarz, kurz oval, breit, oben etwas abgeflacht. Länge:
17—19 mm. Breite: 6—10 mm. Stirn grob, manchmal rugulös,
Clypeus feiner punktiert. Die Fühler erreichen kaum die Mitte des
Halsschildes. Halsschild 1!/mal so breit wie lang, alle Seiten
fein gerandet, größte Breite hinter der Mitte, die Seiten sind stark
und gleichmäßig gebogen und etwas aufgerichtet. Basis fast ge-
rade, so breit wie der Vorderrand, der kaum ausgebuchtet ist,
Hinter- und Vorderwinkel nicht vorstehend und mit dem Seiten-
rand verrundet. Die Scheibe ist rugulös punktiert, in der Mitte
befinden sich glatte Flächen, die die Form eines M haben, und an
den Seiten je ein runder Fleck. Vor der Basis ist eine Querimpres-
sion. Flügeldecken mit großen runden, oben glatten und
glänzenden Tuberkelreihen, die 4. Reihe ist hinten und in der
Mitte unterbrochen. Die Tuberkel sind an den Seiten und hinten
nicht spitzer. Beine kräftig, kantig, Schenkel fein punktiert, Schie-
nen geraspelt. Beschrieben wurden rmiliaris aus Rio de Janeiro,
weitere Fundorte sind: Uruguay, Sta. Catharina, Porto Alegre,
Montevideo, Buenos Aires, Bahia Blanca, Tandil und Puan.
25. Se. granosus Lac.
Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1330, p. 283. — Solier, Mon.
p- 56. — Gu£rin, icon. regne Anim. 1828—1838, Taf. 28, Fig. 4. —
Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 464.
Typus im Museum Paris.
Auch diese Art ist sehr häufig, leicht kenntlich und konstant
424 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
in Größe, Form und Struktur, dem miliaris ähnlich, doch kleiner,
schlanker und gewölbter. Länge 15—17 mm. Breite 8—9 mm.
Kopf und Fühler wie bei miliaris. Halsschild gleich-
mäßig gewölbt, größte Breite im letzten Drittel, nach hinten in
starkem Bogen, nach vorne gerade verengt. Alle Seiten fein ge-
randet, Basis und Vorderrand gleich breit, gerade, Hinter- und
Vorderwinkel nicht vorstehend und mit dem Seitenrand verrundet.
Scheibe dicht und granulös punktiert, ohne Eindrücke und glatte
Stellen. Flügeldecken gewölbt, oval, mit feinen, auch an. den
Seiten und hinten flachen Tuberkelreihen. Die Tuberkel sind viel
feiner und dichter als bei miliaris und in der 2., 3. und 5. Reihe
doppelt. Beine wie bei miliaris, nur etwas schlanker.
26. Sc. granosus ssp. subgranosus n.
Die neue ssp. unterscheidet sich von der Stammform durch
folgende Merkmale:
Etwas kleiner. Halsschild etwas stärker gewölbt und schmäler,
die Seiten weniger und gleichmäßiger gebogen. Hinterleib gewölb-
ter und eiförmiger, oben nicht abgeflacht. Flügeldecken mit je 7
angedeuteten Rippen, die eine einreihige ganz flache, manchmal
fast verwischte Tuberkelreihe tragen, die Zwischenräume sind +
deutlich und flach punktiert. Es sind aber Übergänge zur Stamm-
form vorhanden.
3 Stück, (Holo- und Paratypen) aus Catamarca ex coll. Rich-
ter in coll. Museum „Eva Peron“ La Plata; 1 Stück aus Gatamarca
in coll. G. Frey; 12 Stück (Paratypen) aus La Vina, Catamarca,
Biraben-Seott in coll. „Eva Peron“ (diese Tiere haben stärkere
Tuberkel), ferner 5 Stück aus Tucuman in coll. G. Frey, diese
Tiere bilden bereits einen Übergang zur Stammform.
27. Se. Freyi n. sp. (Taf. XXII, Fig. 1)
Klein, kurz oval, gewölbt, dunkel pechbraun bis fast schwarz,
matt, Flügeldecken und Unterseite mit ganz kurzen feinen Börst-
chen spärlich, an den Seiten dichter besetzt. Länge: 10—12 mm.
Breite: 6—7 mm.
Kopf breit, kurz, vorne stark verengt. Augen verhältnis-
mäßig breit, gewölbt. Wangen schmal, überragen die Augen nicht,
an den Seiten leicht gebogen nach vorne verengt. Vorderrand des
Clypeus fast gerade, die Ecken sind verrundet. Clypealfurche kräf-
tig, zur Stirne abgesetzt. Die Oberseite des Kopfes ist rugulös.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 425
Fühler erreichen die Mitte des Halsschildes nicht. Die ersten 6
Glieder sind punktiert, die übrigen fast glatt und quer. Mentum an
der Basis breit, Vorderrand verrundet, die Seiten niedergedrückt.
Halsschild 1!/mal so breit wie lang, gewölbt, gröfßste
Breite hinter der Mitte, die Seiten gleichmäßig und ziemlich ge-
bogen, Seitenrand flach abgesetzt, Vorderrand und Basis ungefähr
gleich breit, letztere gerade, fein gerandet, Hinterwinkel verrun-
det, Vorderrand fast gerade, Vorderecken kaum vorstehend und
verrundet. Die Scheibe ist kräftig punktiert, gerunzelt, vor der
Basis befindet sich ein schwacher Quereindruck.
Flügeldecken kurz oval, die Seiten sind stark gewölbt,
ohne Randkante, auf jeder Seite sind 7 Reihen von ganz kleinen,
flachen Tuberkeln, die manchmal nur mit der Lupe sichtbar sind,
und + entfernt voneinander stehend. Die Zwischenräume sind
flach und ziemlich dicht mit feinen Porenpunkten bedeckt, von
denen jedes ein Börstchen trägt. Punktreihen nicht vorhanden.
Prosternum wie bei den anderen Arten. Abdomen eben-
falls mit kleinen borstentragenden Höckerchen bedeckt. Erstes
und zweites Abdominalsegment beim 5 flach, beim 9 gewölbt.
Beine kurz, kantig, Schenkel stark glänzend und seitlich etwas
depreß, dicht punktiert. Schienen am Ende verbreitert. Fühler
und Beine etwas heller als der übrige Körper. Tarsen verhältnis-
mäßig kurz.
Patria: 66 Stück aus Gochabamba, Tiraque, 3200 m, 1. IH.
1953, (Holo- und Paratypen) in coll. Zischka, Paratypen in coll.
G. Frey, 2 Stück aus Bolivien, ohne genauen Fundort (Paratype)
in coll. British Museum.
Sc. Freyi ist mit granosus Lac. am nächsten verwandt, hat die
gleiche Form, ist aber viel kleiner, hat feine Börstehen und sehr
kleine Tuberkelreihen. Mit den anderen Arten kann die neue Art
nicht verwechselt werden.
28. Se. Zischkai n. sp. (Taf. XXII, Fig. 2)
Schwarz, matt, oval, leicht gewölbt, ohne Börstchen auf den
Flügeldecken. Länge: 15—18 mm. Breite: 7—8 mm. |
Kopf flach, bei den Schläfen am breitesten, von da nach
vorne gerade und stark verengt. Wangen schmäler als die Augen,
leicht aufgeworfen. Vorderrand des Clypeus gerade, Clypealfurche
nicht kräftig. Die ganze Oberfläche des Kopfes ist dicht, grob
und rugulös punktiert. Fühler lang und dick, erreichen fast die
Basis des Halsschildes. Glied 3 gut 2mal so lang wie 4, die Glieder
426 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
1—7 grob und dicht, die übrigen fein punktiert. Mentum queroval
mit tiefen Eindrücken an den Seiten.
Halsschild fast doppelt so breit wie lang, Mitte mäßig,
nach den Seiten stärker gewölbt, alle Seiten fein gerandet, der
Seitenrand ist gleichmäßig und stark gebogen, Basis und Vorder-
rand gleich breit, gerade, Hinter- und Vorderwinkel nicht vor-
stehend und verrundet. Die Scheibe + dicht und grob, in der
Mitte immer spärlicher und feiner punktiert. Eine feine Längs-
furche ist in der Mitte angedeutet, Querimpression vor der Basis
schwach. Seitenrand flach abgesetzt.
Flügeldecken oval, leicht gewölbt, größte Breite in der
Mitte, ohne Seitenrandkante, mit ganz feinen Punktreihen, die
Zwischenräume sind leicht gewölbt und haben in der Mitte eine
Tuberkelreihe. Die Tuberkel sind sehr klein, flach, rund und
stehen dicht beisammen. Zwischenräume fein chagriniert und mit
kleinen, eingestochenen Punkten, die keine Börstchen haben, sehr
spärlich bedeckt.
Unterseite fein punktiert, der Eindruck beim 5 auf den
ersten zwei Hinterleibsegmenten ist flach aber deutlich. Beine ver-
hältnismäßig lang, Schenkel an den Seiten depress, stark punktiert
und glänzend.
Patria: 5 Stück Cochabamba, Morochada 1. II. 48; 1 Stück
Cochabamba, Tiraque 3200 m, 1. 53; 3 Stück Val de Colomi,
3200 m, 30. XII. 49; 2 Stück Anguirre, 3200 m, 14. XII. 48, alles
leg. Zischka. 2 Stück aus Puno-Peru, 3200 m, II. 48, leg. Wey-
rauch. (Holo-, Allo- und Paratypen in coll. Zischka, Paratypen in
coll. G. Frey und 1 Paratype in coll. Acad. Sc. San Francisco.)
19 Stück (Paratypen) aus la Paz, Bolivien; Ousco Peru; und Cor-
dilleren im Museum Paris. 6 Stück (Paratypen) aus Capachica Peru,
Titicacasee, 25. VIII. 53, leg. Koepcke.
Sc. Zischkai gehört in die Verwandtschaft von granosus,
Freyi und miliaris, gekennzeichnet durch den gleichmäßig ge-
bogenen Seitenrand des Halsschildes und durch die runden, fla-
chen, an den Seiten nicht anders gestalteten Tuberkelreihen.
Zischkai unterscheidet sich von obigen Arten durch die längliche
Form, sieht dem Sc. planatus ähnlich, mit dem er auch gemeinsam
vorkommt, dieser hat aber keine Tuberkelreihen und ein anders
geformtes Halsschild.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 497
29. Sc. punctithorax n. sp. (Taf. XXII, Fig. 3)
Ziemlich groß, oval, leicht gewölbt, dunkelpechbraun, glän-
zend. Länge: 17—21 mm, Breite: 5—10 mm.
Kopf groß, breit, leicht gewölbt. Wangen im flachen Bogen
seitlich vorstehend und nach vorne leicht ausgeschweift verengt.
Vorderrand des Qlypeus gerade, Ecken verrundet. Clypealfurchen
kräftig, den Seitenrand nicht erreichend. Die Oberfläche des
Kopfes ist dicht mit runden und tief eingestochenen Punkten ver-
sehen, die am Grunde ein äußerst feines Härchen tragen. Schläfen
parallel und dann plötzlich schwach verengt. Die Fühler sind sehr
kräftig und überragen etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3
ist am dicksten und gut 2mal so lang wie 4, die letzten 4 Glieder
sind queroval. Alle Glieder spärlich mit feinen Härchen besetzt.
Mentum groß, vorne sehr breit, die Mitte ist gewölbt, die Seiten
sind niedergedrückt.
Halsschild leicht gewölbt, gut 1!/; mal so breit wie lang,
in der Mitte am breitesten, die Seiten sind stark verrundet, nach
hinten und vorne gleich stark verengt. Seitenrand abgesetzt und
leicht aufgerichtet. Basis gerade, Hinterecken verrundet. Vorder-
rand in leichtem Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel etwas vor-
stehend und verrundet. Die Scheibe ist dicht mit tief eingestoche-
nen, runden und groben Punkten versehen, die im Grunde wie
auf dem Kopfe ein feines Härchen haben.
Flügeldecken breit, leicht gewölbt, gleichmäßig oval,
mit sehr feinen Punktreihen, die Zwischenräume sind leicht ge-
wölbt und haben in der Mitte eine + feine Rippe, die hinten in
Tuberkel aufgelöst ist. Die ganze Oberfläche ist dicht mit feinen
Punkten besetzt, die fast so groß sind wie die in den Punktreihen,
am umgeschlagenen Teil sind 2 Punktreihen viel gröber. Der Kon-
trast zwischen den fein punktierten Flügeldecken und dem grob
und tief punktierten Halsschild ist sehr auffallend.
Prosternum mit länglichen, Propleuren mit runden Punk-
ten dicht besetzt. Beine mäßig lang und dünn, stark punktiert und
glänzend. Schienen auf der Unterseite geraspelt. Abdomen fein
punktiert, 1. und 2. Hinterleibsegment beim 4 flach, beim 9 ge-
wölbt.
Patria: 1 5 und 1 2 (Holo- und Paratype) aus au ex
coll. Wittmer in coll. G. Frey.
Sc. punctithorax sieht keiner anderen Art der ee ähn-
lich und nimmt eine eigene Stellung innerhalb derselben ein.
4928 - Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
30. Sc. obscurus n. sp. (Taf. XXII, Fig. 4)
Ganz schwarz, Hinterkörper gewölbt und eiförmig, unbehaart.
Länge: 10—13 mm, Breite 51/,— 7 mm.
Kopf breit, verhältnismäßig kurz. Die Wangen überragen
die Augen nur sehr wenig und sind nach vorne gerade verengt.
Vorderrand des Clypeus in sanftem Bogen ausgeschnitten, die
Ecken verrundet. Die Clypealnaht ist gebogen, tief und schmal
eingeritzt. Schläfen schwach verengt. Die Oberfläche des Kopfes
ist kräftig, manchmal runzelig punktiert. Fühler fein, sie über-
ragen etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 sehr dünn und
21/,mal so lang wie 4, die 4 letzten Glieder sind queroval. Vorder-
rand des Endgliedes verrundet mit einer feinen Spitze in der Mitte.
Mentum queroval, rauh und an den Seiten niedergedrückt.
Halsschild 11/mal so breit wie lang, leicht gewölbt,
größte Breite im letzten Drittel, von da nach hinten plötzlich,
stark und etwas ausgeschweift, nach vorne gerade verengt, Seiten-
rand gut abgesetzt und etwas aufgebogen, besonders an der brei-
testen Stelle. Basis sanft gebogen, Hinterwinkel stumpf und nicht
vorstehend. Vorderrand in leichtem Bogen ausgeschnitten, Vor-
derwinkel etwas spitz vorstehend. Die Scheibe ist ungleichmäßig
und ziemlich kräftig, in der Mitte schwächer punktiert. Eindrücke
sind unbedeutend.
Flügeldecken gleichmäßig oval, gewölbt. Auf jeder Seite
befinden sich 6 kaum erkennbare oder sehr schwache, flache Rip-
pen, die hinten und an den Seiten deutliche, kleine Tuberkel tra-
gen. Bei der 5. und 6. Rippe und auf dem umgeschlagenen Teil
bei weiteren 2 Reihen reichen die Tuberkel bis nach vorne. Die
flachen Zwischenräume sind mit je 3 nicht regelmäßigen Reihen
von kleinen Punkten versehen. Unterseite ziemlich stark gerunzelt.
Abdomen beim 5' ohne Eindrücke. Beine dünn, Schenkel kräftig
punktiert und glänzend, Schienen an den Kanten mit Dornen be-
setzt.
Patria: 1 5’ und 1 2 (Holo- und Allotype) Junin, Prov. Neu-
quen, Arg. leg. Richter; 3 Stück Neuquen, Arg. (Paratypen); 3
Stück Arg. Gob. Rio Negro, Bariloche, 4. II. 1898, leg. Bruch;
1 Stück (Paratype) Real del Monte; 3 Stück Chile ? (Paratypen),
alle in coll. G. Frey. Ferner 1 Stück Arg. N.-W. Patagonia 1000
bis 3000 ft. Dez. 1199, leg. H. E. Box (Paratype) in coll. British
Museum; 3 Stück Rio Negro, leg. Edwards 1927, in coll. British
Museum; 2 Stück Neuquen 1917, leg. Lendl (Paratypen) in coll.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 499
Museum Paris; 1 Stück Neuquen, leg. Lendl, 1 Stück Bariloche,
Rio Negro, leg. Bruch, 2 Stück Chile Oyasun (Paratypen) in coll.
Zool. Staatss. München; 1 Stück Neuquen in coll. Ungarisches
Nat.-Museum; 9 Stück aus Neuquen in coll. Eva Peron La Plata.
Se. obscurus gehört in die Gruppe, bei denen der Halsschild-
seitenrand vor der Basis plötzlich verengt ist, zeichnet sich inner-
halb dieser Gruppe durch die sehr schwachen, bei manchen Tieren
fast erloschenen Rippen und durch die in 5 Reihen punktierten
Zwischenräume der Flügeldecken aus, das keine andere Art dieser
Gruppe hat.
31. Sc. punctatus Esch.
Eschscholtz, Zool. Atl. 4, 1831, p. 11, Taf. 18, Fig. 5. — Solier,
Ann. Fr. 7. 1835, p. 65, (nota.)
Die Type ist mir unbekannt geblieben; in der Sammlung Ge-
bien befindet sich ein Stück (Gebien det.) und im Museum Santiago
de Chile sind einige Exemplare, die alle mit der Beschreibung von
Eschscholtz übereinstimmen. Die Abbildung von Eschscholtz ist
nicht gut, doch in der Form so charakteristisch, daß auch diese zur
Identifizierung dient.
Dunkelpechbraun bis schwarz, eiförmig, kahl, Länge: 14—16
mm, Breite: 6— 7 mm.
Kopf mäßig gewölbt, runzelig punktiert, Olypealeindruck
gebogen und tief eingeritzt. Die Wangen überragen etwas die
Augen und sind nach vorne gerade verengt. Vorderrand des Cly-
peus gerade, Ecken verrundet. Fühler fein, überragen die Mitte
des Halsschildes, Glied 3 dünn, länger als die zwei folgenden zu-
sammen, Endglied queroval. Halsschild gut 11%mal so breit
wie lang, ziemlich flach, größte Breite im letzten Drittel, gegen
die Basis plötzlich und etwas ausgeschweift, nach vorne im schwa-
chen Bogen verengt. Seitenrand gut abgesetzt und etwas aufge-
bogen. Basis gerade, ungerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend,
stumpf und niedergedrückt. Vorderrand etwas breiter als die Basis,
sehr feingerandet, leicht gebogen, Vorderwinkel spitz vorstehend.
Scheibe gerunzelt punktiert ohne nennenswerte Eindrücke. Flü-
geldecken eiförmig, oben etwas abgeflacht, mit je 9 feinen
und deutlichen Punktreihen, von denen 2 auf dem umgeschlagenen
Teil sich befinden, die drittletzte ist von oben gerade noch sicht-
bar, die Zwischenräume sind fein punktiert, gewölbt, an den Seiten
und besonders hinten rippenförmig erhaben und in feine Höcker-
chen aufgelöst. Unterseite teils punktiert, teils leicht gerunzelt
430 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
und spärlich mit ganz feinen Härchen bedeckt. Beine auffällig lang
und dünn, das Knie der Hinterschenkel erreicht den Vorderrand
des Analsegments, Schenkel am Ende schwach verdickt, an den
Seiten depreß, glänzend und punktiert. Beschrieben wurde diese
Art aus Chile, Conception; die Stücke vom Museum Santiago sind
aus F. Longquimai, Lo Valdes Stgo. und Banos de Colina Stgo.
Sc. functatus ist dem bullatus nahestehend, in der Farbe etwas
heller, oben etwas flacher, vor allem sind die Beine länger, die
Schenkel an den Seiten depreß, die Zwischenräume der Flügel-
decken sind punktiert und oben nicht rippenförmig erhaben.
92. Se. bullatus Curt.
Curtis, Trans. Lin. S. London, 19, 1845, p. 459. — Solier in
Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 178.
Typus im British Museum.
(= antarctıcus Guersi,h,)
Ganz schwarz, Unterseite manchmal dunkel pechbraun, ge-
wölbt, kurz oval. Länge: 14—15 mm. Breite: 6—7 mm.
Kopf wie bei punctatus, Fühler etwas kürzer, robuster, Glied 3
so lang wie die folgenden 2 zusammen. Halsschild gewölbt,
11/,mal so breit wie lang, größte Breite im letzten Drittel, zur
Basis stark und leicht ausgeschweift, nach vorne im sanften Bogen
verengt, Seitenrand flach abgesetzt aber nicht aufgerichtet. Basis
gerade, nicht oder nur undeutlich gerandet, Hinterwinkel nicht
vorstehend, spitz und etwas seitlich gerichtet. Vorderrand leicht
gebogen, die Vorderwinkel etwas vorstehend mit stumpfer Spitze.
Die Scheibe ist grob und gerunzelt punktiert, in den Punkten be-
findet sich, wie auch auf dem Kopie, ein ganz kleines Härchen.
Flügeldecken ziemlich gewölbt, kurz oval, auf jeder Seite
befinden sich 9 Punktreihen, von denen 3 auf dem umgeschlagenen
Teil sich befinden. Die Zwischenräume sind rippenförmig erhaben,
die obere Kante ist glänzend und durch Querfalten + unterbrochen
oder eingeengt. Hinten sind die Rippen in kleine längliche oder
runde stark glänzende Tuberkel aufgelöst. Auf dem umgeschlage-
nen Teil sind ebenfalls 2 feine Tuberkelreihen. Die Zwischenräume
sind nicht punktiert. Unterseite ziemlich grob punktiert und stel-
lenweise gerunzelt. Beine kurz, Schenkel am Ende etwas verdickt,
an den Seiten nicht depreß, das Knie der Hinterschenkel erreicht
den Vorderrand des vorletzten Segments. Beschrieben ist die Art
aus Port. Famine und Gonception, weitere Fundorte sind Valdivia
und Chillän.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 431
33. Sc. Kirbyı Sol.
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 61.
Typus im Museum Paris.
Die typischen Stücke von Solier im Museum Paris stammen
alle von Gay, 1833, und haben den Fundort Chile, obwohl Solier
in seiner Beschreibung „Peru, von Gay erhalten“ angibt.
Schwarz, oval, bis länglich oval, wenig gewölbt. Länge: 16
bis 20 mm. Breite: 7—9 mm.
Kopf und Fühler wie bei bullatus. Mentum groß, flach,
vorne sehr breit, es wird von Solier als gutes Unterscheidungs-
merkmal angegeben, doch ist dasselbe ziemlich variabel, beson-
ders in der Punktur und in den seitlichen Eindrücken. Hals-
schild flach, 11/amal so breit wie lang, bei manchen Stücken, be-
sonders bei den 29, fast doppelt so breit. Größte Breite hinter der
Mitte, nach hinten stark eingeschnürt und ausgeschweift, nach
vorne fast gerade verengt. Seitenrand stark abgesetzt, besonders an
der breitesten Stelle, und etwas aufgerichtet. Basis leicht gebogen,
nicht oder undeutlich gerandet, Hinterwinkel stumpf und nicht
vorstehend. Vorderrand im schwachen Bogen ausgeschnitten, sehr
fein gerandet, Vorderwinkel leicht vorgezogen und stumpf. Die
Scheibe ist grob und runzelig punktiert und ohne nennenswerte
Eindrücke. Flügeldecken oval, am Ende verrundet, oben +
abgeflacht, die Punktreihen sind deutlich, die Zwischenräume sind
+ rippenförmig erhaben, die Rippen sind manchmal unterbrochen
und hinten immer in kleine Tuberkel aufgelöst. Der umgeschlagene
Teil hat 2 Tuberkel und 3 Punktreihen. Unterseite punktiert und
teilweise gerunzelt. Beine ziemlich lang, Schenkel grob punktiert,
an den Seiten nicht depreß, Schienen kantig und beborstet. Genaue
Fundorte liegen mir vor von Pichi (Athue) Stgo., Bque. Fray Jorge,
und Qu. Macul Stgo.
Sc. Kirbyi ist größer als bullatus und punctatus,. langgestreck-
ter und in der Form etwas variabler.
34. Sc. asperatus Er. (Taf. XXII, Fig. 5)
Erichson, Nov. Act. Ac. Car. 16, 1834, p. 247. — Curtis, Tr.
Lin. S. Lond. 19, 1845, p. 459. — Solier, in Gay, Hist. Chile, 5,
1851, p. 176.
Die Type habe ich nicht gesehen, die Stücke aus dem British
Museum, Museum Paris und Sammlung Frey ex coll. Gebien stim-
men alle mit der Beschreibung von Erichson überein.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 28
439 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Schwarz, oval. Länge: 17—18 mm. Breite: 7—8 mm.
Kopf und Fühler wie bei Kirbyi. Halsschild gut 11/amal
so breit wie lang, ziemlich flach, größte Breite hinter der Mitte,
zur Basis stark und ausgeschweift, nach vorne ziemlich gerade ver-
engt. Seitenrand in der Mitte und vorne breit, zur Basis nicht
abgesetzt, etwas aufgerichtet und der abgesetzte Teil mit feinen
Querfalten. Basis ungerandet, sanft gebogen, Hinterwinkel nieder-
gedrückt, nicht vorstehend und stumpf. Vorderrand mit feiner
Randkante, Vorderwinkel etwas vorstehend und spitz. Scheibe
stark und grob gerunzelt punktiert ohne nennenswerte Eindrücke.
Flügeldecken länglich oval, am Ende ziemlich verrundet,
oben etwas platt gedrückt, hinten und an den Seiten stark gewölbt,
schmal, nur wenig breiter als der Halsschild, mit deutlichen
Punktreihen, die Zwischenräume sind dachförmig erhaben, mit
einer feinen Leiste in der Mitte, die oben + unterbrochen an den
Seiten und hinten in spitze Höckerchen aufgelöst ist. Beine dünn,
lang, stark punktiert, glänzend. Unterseite sparsam punktiert. Be-
schrieben aus Chile, genauere Fundorte sind mir nicht bekannt.
35. Sc. rugosulus Guer. (Taf. XXIL, Fig. 6)
Gu£rin, Mag. Zool. 1834, (Melas.) p. 17, Taf. 110, Fig. 5. —
Solier in Gay, Chile 5, 1851, p. 173, Taf. 19, Fig. 6.
Typus im Museum Paris.
Dunkelpechbraun bis schwarz, oval, Länge: 15—18, Breite:
68—9 mm.
Dem asperatus sehr ähnlich, die Fühler sind etwas kräftiger.
Der Halsschild hat die gleiche Form, die Scheibe ist nicht so stark
gerunzelt, sondern + fein granuliert. Die Flügeldecken sind viel
breiter als der Halsschild, die Seiten sind gleichmäßig gebogen, die
Oberseite ziemlich flach, das Ende ist nicht so sehr verrundet,
die Zwischenräume sind dachförmig gehoben und haben in der
Mitte sehr gleichmäßige Höckerreihen, die an den Seiten und hin-
ten spitzer sind. Beine und Unterseite wie bei asperatus. Beschrie-
ben wurde die Art aus San Jago, weitere Fundorte sind Contulma,
Prov. Gonception und Prov. Santiago. Eine häufige Art.
Sc. rugosulus gehört ebenfalls zu der Artengruppe der Sco-
tobius mit dem vor der Basis plötzlich verengten ünd rauhen Hals-
schild wie obscurus n. sp., punctatus Esch., bullatus Gurt., Kirbyi
Sol. und asperatus Er. Die typischen Stücke dieser Arten sind leicht
von einander zu trennen, doch gibt es viele Übergänge, die darauf
schließen lassen, daß es sich doch nur um lokale Formen handelt.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 433
Ich sehe vorerst noch auf Grund der Typen und typischer Stücke
obige Arten als eigene Arten an, bis diese Frage durch genügend
Material mit einwandfreien und genauen Fundorten geklärt ist.
Die Kopulationsorgane geben keinen Anhaltspunkt.
36. Se. Gayi Sol. (Taf. XXII, Fig. 7)
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 62. — In Gay, Hist. Chile, 5, 1851,
p- 177, Taf. 3, Fig. 2.
- Typus im Museum Paris.
Groß, breit, oval, schwarz. Länge: 19—21 mm, Breite: 9 bis
10 mm.
Kopf flach, breit, kurz, die Wangen stehen seitlich im Bo-
gen ziemlich vor und sind nach vorne ausgeschweift verengt. Vor-
derrand des Clypeus ziemlich gerade und leicht aufgerichtet,
ebenso der Seitenrand, so daß auf jeder Seite eine Depression
entsteht, die Mitte des Clypeus ist leicht gewölbt, Olypealfurche
nicht sehr tief. Die Oberfläche des Kopfes ist dicht und grob
granuliert. Fühler kurz, erreichen die Mitte des Halsschildes,
Glied 3 länger als die nächsten 2 zusammen, die Eindglieder sind
nicht breiter als die anderen, manchmal sogar schmäler. Mentum
queroval, mit Eindrücken an den Seiten und stark gebogenem
Vorderrand. Halsschild sehr flach, gut 11/gamal so breit wie
lang, ohne Randkanten, größte Breite hinter der Mitte, nach hin-
ten und vorne gleich stark im Bogen verengt, vor der Basis manch-
mal ausgeschweift. Seitenrand breit abgesetzt, etwas aufgerichtet
und quergefurcht, die Randkante krenuliert. Basis im leichten
Bogen vorgezogen, ungerandet, Hinterwinkel niedergedrückt, nicht
vorstehend und stumpf. Vorderrand in der Mitte fast gerade, Vor-
derwinkel spitz oder leicht stumpf vorstehend. Scheibe dicht und
grob granuliert, vor der Basis mit einer leichten Querimpression.
Flügeldecken oval, in der Mitte viel breiter als der Hals-
schild, Basis so breit wie die des Halsschildes, oben stark depreß,
mit Punktreihen und + deutlichen Querfalten in den Zwischen-
räumen, letztere sind ziemlich flach und haben in der Mitte eine
kräftige Tuberkelreihe, die Tuberkel sind an den Seiten und hin-
ten kräftiger und spitz und fließen oben manchmal zusammen.
Die Unterseite ist grob und dicht punktiert und spärlich kurz be-
haart. Beine kräftig, kantig, fein punktiert, Schenkel und Schienen
dicht mit langen, weichen, anliegenden Haaren bedeckt, bei reinen
Tieren auf der Unterseite der Schenkel sogar zottig. Vorderschie-
28*
434 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
nen kurz und breit, Tarsen kurz und dünn. Beschrieben aus Peru
und Chile. An der Küste von Süd-Peru und Chile häufig.
Sc. Gayi ist eine sehr auffällige Art, von allen anderen Arten
der Gattung durch die anliegende lange Behaarung der Beine,
durch die breite und flache Form der Flügeldecken und durch den
krenulierten Seitenrand des Halsschildes leicht zu unterscheiden,
Gayi sieht dem Sc. costatus sehr ähnlich, von der gleichen Größe
und Form, aber durch obige Merkmale leicht zu trennen, verwandt
ist Gayı mit crenicollis Phil. und rugicollis Sol,, die beide auch den
krenulierten Seitenrand des Halsschildes und behaarte Beine ha-
ben, wenn auch viel schwächer. Alle diese 3 Arten sind stark mit
Sand bedeckt, und es bedarf einer gründlichen Reinigung, um die
Struktur zu erkennen.
37. Sc. erenicollis Phil. (Taf. XXII, Fig. 5)
Philippi, Stett. Z. 25, 1864, p. 337.
Die Type habe ich nicht gesehen.
Philippi hat diese Art nach einem Stück aus der Sammlung
Paulsen beschrieben. Aus der Beschreibung geht hervor, daß creni-
collis mit Gayı zusammen einen krenulierten Halsschildseitenrand
besitzt, anderseits die Form des Hinterkörpers einem asperatus
ähnlich ist. In mehreren Sammlungen befanden sich Tiere, mei-
stens als Gayı bestimmt, die mit der Beschreibung von Philippi
genau übereinstimmen, so daß mit großer Bestimmtheit anzuneh-
men ist, daß diese Tiere mit crenicollis Phil. identisch sind.
Schwarz, leicht gewölbt, oval. Länge: 14—18 mm. Breite:
61, — 71/5 mm.
Kopf flach, Wangen im Bogen seitlich vorstehend und nach
- vorne gerade verengt. Vorderrand des Olypeus im sanften Bogen
ausgeschnitten, die Ränder des Clypeus etwas aufgerichtet und
rauh. Fühler erreichen die Mitte des Halsschildes, Endglieder brei-
ter als das 3. Glied und quer. Oberfläche des Kopfes granuliert.
Halsschild 11/;mal so breit wie lang, größte Breite hinter der
Mitte, ohne Randkanten, Seitenrand manchmal fast halbkreisför-
mig gebogen, manchmal zur Basis ausgeschweift verengt, abge-
setzt, etwas aufgerichtet und quergefurcht. Randkante krenuliert,
manchmal sehr zackig. Scheibe ziemlich flach, granuliert. Hinter-
winkel mit dem Seitenrand verrundet und nicht vorstehend, Vor-
derwinkel spitz vorstehend. Vor der Basis mit einem unbedeuten-
den Quereindruck. Flügeldecken oval, nicht sehr viel breiter
als die Mitte des Halsschildes, Schultern schmal, oben leicht, an
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 435
den Seiten und hinten stark gewölbt. Die Reihenpunktur ist fein,
Zwischenräume leicht gewölbt, ohne Querfalten, in der Mitte mit
einer Tuberkelreihe, Tuberkel oben länglich, an den Seiten und
hinten spitz. Die Tuberkelreihen sind auf beiden Seiten mit einer
sehr kleinen und spärlichen Höckerreihe begleitet, die nur im ge-
reinigten Zustande zu sehen ist. Unterseite fein punktiert, Beine
wie bei Gayi, nur ist die Behaarung spärlicher und kürzer, vor
allem sind die Unterseiten der Schenkel nicht zottig. Beschrieben
ist die Art aus CGopiapo? Mir liegen noch Funde aus Coquimbo und
Chile ohne nähere Angabe vor.
Sc. crenicollis ist mit dem Gayı am nächsten verwandt, aber viel
kleiner, gewölbter, schmäler, vor allem unterscheidet er sich durch
die feinen Nebenhöckerreihen und das Fehlen der Querfalten in
den Zwischenräumen. Aus der Sammlung Pena liegen mir 3
Exempl. aus Bosque Fray Jorge, Prov. Coquimbo, Chile, leg. Pena
14. IX. 47, vor, die etwas abweichend von crenicollis sind, Hals-
schild ist breiter abgesetzt, die Krenulierung des Halsschildseiten-
randes ist sehr schwach, die Skulptur der Flügeldecken ist kräfti-
ger und die Schultern sind breiter.
38. Se. rugicollis Sol. (Taf. XXI, Fig. 9)
Solier in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, p. 178.
Typus im Museum Paris.
Eine sehr auffallende und leicht kenntliche Art; mir sind nur
3 Exempl. bekannt, 2, darunter die Type, im Museum Paris, und
eines in coll. Gebien.
Groß, schwarz, eiförmig, gewölbt. Länge: 19—20 mm. Breite:
6—9 mm.
Kopf klein, breit, flach, die Wangen stehen seitlich im Bo-
gen ziemlich vor und sind nach vorne schwach ausgeschweift und
ziemlich stark verengt. Vorderrand des Ulypeus halb so breit wie
der Kopf zwischen den Augen, leicht im Bogen ausgeschnitten,
Ecken verrundet. Olypealfurche tief, gegen die Stirne abgesetzt.
Die Oberfläche des Kopfes ist grob granuliert. Fühler sehr kurz,
erreichen kaum die Mitte des Halsschildes, Glied 3 am dicksten,
so lang wie die beiden nächsten zusammen, die Glieder werden
vom 4. ab immer schmäler und kürzer, Endglied ist nur mehr halb
so breit wie das dritte an seiner breitesten Stelle. Halsschild
im Verhältnis zum Hinterkörper klein, ohne Randkanten, 11/;mal
so breit wie lang, gleichmäßig und ziemlich gewölbt, größte Breite
hinter der Mitte, zur Basis im kräftigen Bogen ziemlich stark ver-
436 Eutom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
engt, schwach ausgeschweift, kurz vor den Hinterwinkeln etwas
kragenförmig abgesetzt. Basis nur wenig schmäler als der Vorder-
rand, leicht gebogen, Hinterwinkel nicht vorstehend und rechteckig.
Vorderwinkel leicht und rechteckig vorstehend. Seitenrand flach
und schmal abgesetzt, die Randkante ist krenuliert. Die Scheibe
ist gerunzelt, die Runzeln glatt und glänzend, besonders in der
Mitte. Vor der Basis und dem Vorderrand mit einer seichten Quer-
furche. Flügeldecken eiförmig, gleichmäßig gewölbt, Schul-
tern schmal, Basis so breit wie die des Halsschildes. Mit je 9 Tu-
berkelreihen, die erste an der Naht, die 9. am umgeschlagenen
Teil, so daß von oben nur 8 Reihen sichtbar sind, die Tuberkel
der 3.—7. Reihe sind größer, länglich oder rund, hinten und an
den Seiten zapfenförmig. Die Zwischenräume sind stark gerun-
zelt, haben eine feine undeutliche Punktreihe und sind mit kleinen
runden Höckerchen unregelmäßig bedeckt, die aber wie bei creni-
collis keine Reihen bilden. Unterseite grob punktiert und gerun-
zelt. Beine wie bei Gayi, die Behaarung ist nur sehr spärlich und
kurz. Alle 3 mir bekannten Stücke sind von Illapel, Chile.
39. Se. Wittmeri n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 1)
Groß, langgestreckt, gewölbt, schwarz. Länge: 17—19 mm.
Breite: 7’—8 mm.
Kopf klein, so breit wie lang, nach den Seiten gewölbt, da-
durch liegen die Augen vertieft. Die Wangen seitlich im Bogen
ziemlich vorstehend, etwas aufgeworfen und nach vorne fast ge-
rade verengt, Vorderrand des Clypeus im flachen Bogen ausge-
schnitten, Ecken mit dem Seitenrand verrundet. Clypealfurche
kräftig, fast gerade. Oberfläche des Kopfes grob gerunzelt und
punktiert. Fühler dünn, überragen die Mitte des Halsschildes,
Glied 3 fast so lang wie die nächsten 3 zusammen, bis zum 7.
punktiert, die letzten 4 glatt und kaum verbreitert. Mentum in
der Mitte sehr breit, vorne verrundet und rauh, an den Seiten mit
Eindrücken.
Halsschild 11/,mal so breit wie lang, nach den Seiten ge-
wölbt, größte Breite etwas hinter der Mitte, die Seiten sind gleich-
mäßig, nicht sehr stark gebogen, vor der Basis kurz ausgeschweift,
Seitenrand flach und schwach abgesetzt, die Randkante fein, glatt.
Basis ungerandet, leicht gebogen, Hinterwinkel niedergedrückt
und rechteckig. Vorderrand fein gerandet, im flachen Bogen aus-
geschnitten, Vorderwinkel ziemlich weit und spitz vorstehend. Die
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 437
Scheibe ist in der Mitte längsgerunzelt, an den Seiten und hinten
etwas gehöckert. |
Flügeldecken länglich oval, 3mal so lang und kaum 11/,-
mal so breit wie der Halsschild, die Seiten ganz schwach gebogen,
oben schwach, an den Seiten und hinten stark gewölbt. Basis so
breit wie die des Halsschildes. Die Punktreihen sind fein aber
deutlich, die Zwischenräume leicht gewölbt, + quergefaltet und
in der Mitte mit einer Reihe ganz flacher, runder Tuberkel, die an
den Seiten und hinten höher und zäpfchenförmig sind.
Prosternum zwischen den Hüften nach hinten und vorne
steil abfallend, bis zum Vorderrand leicht geneigt. Propleuren mit
einzelnen kleinen Höckerchen. Die Unterseite ist grob punktiert
und mit einzelnen kleinen Härchen besetzt. Beine lang, dünn, stark
und grob punktiert, mit einzelnen kleinen, etwas abstehenden Här-
chen. Schenkel glänzend, die Mittel- und Hinterschenkel seitlich
zusammengepreßt, Klauenglied der Vorder- und Hintertarsen so
lang wie die übrigen zusammen.
Patria: 1 Stück (Holotype) Vilavicenzio, Mendoza 3. 1I. 52,
leg. Wittmer in coll. Gg. Frey; 3 Stück (Paratypen) Mendoza,
Geo. Boag 1904 in coll. British Museum.
Sc. Wittmeri fällt durch die lange Form des Hinterkörpers
auf; am nächsten verwandt mit emarginicollis n. sp.
40. Sc. emarginicollis n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 2)
Schwarz, länglich oval, gewölbt. Länge: 18 mm, Breite:
yo mm.
Kopf wie bei Wittmerti, Fühler kürzer, dicker, erreichen
knapp die Mitte des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die nächsten
2 zusammen. |
Halsschild gewölbt, nur wenig breiter als lang, größte
Breite in der Mitte, nach vorne und hinten im gleichmäßigen
Bogen ziemlich verengt. Seitenrand nicht abgesetzt, die Randleiste
ist sehr fein, öfters unterbrochen und im letzten Drittel erloschen.
Basis gerade, ungerandet, hat mit dem Seitenrand keine Verbin-
dung, so daß keine Hinterwinkel vorhanden sind. Vorderrand im
sanften Bogen ausgeschnitten, gut gerandet, Vorderwinkel schwach
vorstehend und rechteckig. Die Scheibe ist stark gerunzelt punk-
tiert, die Längsfurche in der Mitte ist angedeutet.
Flügeldecken länglich oval, 21/;mal so lang und 11/;mal
so breit wie der Halsschild, die Seiten sind etwas stärker gebogen
wie bei Wittmeri, oben leicht abgeflacht. Punktreihen fein, die
438 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Zwischenräume sind gewölbt, schwach quergefaltet, die Tuberkel-
reihen sind oben fast erloschen, an den Seiten und hinten deutlich,
aber nicht sehr kräftig. Jede Punktreihe ist an den Seiten mit sehr
feinen Pünktchen begleitet, die hinten in der Runzelung ver-
schwinden. Am umgeschlagenen Teil ist die Skulptur wie oben,
nur viel deutlicher.
Prosternum zwischen den Hüften nach vorne und hinten
gewölbt abfallend und zum Vorderrand allmählich verflacht. Die
Beine sind wie bei Wittmeri, nur etwas kürzer. Die Klauenglieder
aller Tarsen deutlich kürzer als die übrigen zusammen.
Patria: Quillota (Chile) 2 Stück (Holo- und Paratype) in coll.
G. Frey ex coll. Gebien. 5 Stück (Paratypen) Chile, Museum
Santiago de Chile.
Sc. emarginicollis unterscheidet sich von allen anderen Arten
der Gattung durch die vor der Basis erloschene Seitenkante des
Halsschildes, nur caraboides hat einen ebensolchen Halsschild,
jene Art ist aber viel kleiner.
41. Sc. earaboides Fairm.
Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 289.
Den Typus habe ich nicht gesehen. Von dieser Art kenne ich
nur 2 Stück aus der Sammlung Gebien, die mit dem Fundort und
mit der Beschreibung übereinstimmen.
Sehr klein, oval, dunkeipechbraun bis schwarz, Fühler und
Beine heller. Länge: &—10 mm, Breite: 4/,—51/, mm.
Kopf breit, verhältnismäßig groß, leicht gewölbt. Die Wan-
gen stehen seitlich ziemlich im Bogen vor und sind nach vorne
gerade verengt. Die Oberfläche ist dicht und fein rugulös punk-
tiert. Fühler überragen die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist so
lang wie die nächsten 2 zusammen, die letzten 4 Glieder sind
verbreitert, Endglied ist am größten und doppelt so breit wie das
3. am Ende. Halsschild 1ljmal so breit wie lang, gewölbt,
grölßste Breite in der Mitte, nach hinten und vorne im gleichmäßi-
gen Bogen ziemlich verengt, Seitenrand ist nicht abgesetzt, die
Randkante fein, runzelig und vor der Basis fast erloschen. Basis
gerade, ungerandet, ohne Hinterwinkel. Vorderrand gerade, kaum
gerandet, Vorderwinkel kurz und spitz vorstehend. Scheibe fein
und rugulös punktiert, ohne Eindrücke. Flügeldecken kurz
oval, gewölbt, im Verhältnis zum Halsschild breit, mit feinen,
schwach erhabenen, rugulösen Rippen, die hinten und an den Sei-
ten feine Höckerchen bilden. Die Zwischenräume sind flach, dicht
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 439
und fein rugulös punktiert. Unterseite verwischt punktiert. Beine
kurz und dünn, Schenkel fein punktiert. Beschrieben ist die Art
aus Mendoza, die mir vorliegenden 2 Stücke sind aus San Rafael,
Prov. Mendoza.
Sc. caraboides ist an der geringen Größe und an dem Hals-
schild leicht von den anderen Arten zu unterscheiden. Sc. armen-
tarius. der ebenfalls so klein ist, hat eine ganz andere Form.
42. Sc. Leechi n. sp. (Taf. XXII, Fig. 5)
Groß, breit, flach, schwarz, matt. Länge: 15—20 mm, Breite:
8—9 mm.
Kopf mäßig groß, leicht gewölbt, Augen schmal, Wangen
seitlich etwas vorstehend, nach vorne gerade und ziemlich verengt.
Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken verrundet, in der Mitte
befindet sich ein sehr deutlicher dreieckiger Ausschnitt. Olypeal-
furche kräftig, gebogen, Kante zur Stirne steil, zum Clypeus ge-
wölbt. Die Oberfläche des Kopfes ist grob und rund punktiert,
fast gerunzelt. Die Fühler überragen etwas die Mitte des Hals-
schildes. Glied 3 ist 21/,mal so lang wie 4, die ersten 7 sind grob
punktiert, die folgenden glatt und quer. Endglied abgeschrägt, die
Spitze ist seitlich. Mentum mit schmaler Basis und breitem Vor-
derrand, im vorderen Drittel befindet sich ein Querwulst, der bis
an die Seiten reicht, der Teil vor dem Wulst niedergedrückt.
Außenseite des Palpenausschnittes vorne verrundet.
Halsschild 11/amal so breit wie lang, größte Breite in der
Mitte, die Seiten sind stark gebogen, nach hinten ausgeschweift.
Der Seitenrand ist breit und scharf abgesetzt, quergerieft und auf-
gerichtet. Basis gerade, an den Seiten niedergedrückt. Hinterwin-
kel stumpf und bedingt durch den Seitenrand, etwas aufgerichtet.
Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel leicht vor-
stehend und verrundet. Scheibe sehr dicht mit runden, eingesto-
chenen Punkten besetzt, fast rugulös, mit Eindrücken vor dem
Schildechen und an den Seiten des Vorderrandes, in der Mitte
leicht gewölbt. Alle Ränder des Halsschildes sind durch die grobe
Punktierung rauh.
Flügeldecken haben eine fast rechteckige Form, sie sind
an den Schultern und hinten sehr breit, oben flach, die Seiten
sind leicht gebogen. Basis gerade, nach vorne leicht geneigt und
viel breiter als die des Halsschildes, mit 7 Reihen kleinen, gleich-
mäßigen, runden und eng beieinander stehenden Tuberkeln, die
der ersten Reihen sind manchmal fast erloschen, die an den Seiten
440 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
g y
und hinten kräftiger. Die Zwischenräume sind ziemlich flach, in
der Mitte mit einer deutlichen Punktreihe. Der umgeschlagene
Teil hat 2 undeutliche, manchmal erloschene Tuberkelreihen.
Prosternum zwischen den Hüften wulstig und nach bei-
den Seiten steil abfallend. Propleuren und Abdomen stark punk-
tiert. Beine dünn, lang, punktiert, bei allen Schienen sind die
oberen Kanten etwas erhaben, so daß zwischen denselben eine
Furche gebildet ist.
Patria: 3 Stück (Holo- und Paratypen) Peru, Ouzco ex coll.
Gebien in coll. Gg. Frey; 3 Stück Rio Pampas (Hyw. 7) Peru,
6. 3. 51, leg. Ross und Michelbacher, (Paratypen) in coll. Calif.
Ac. Se. San Francisco. |
Sc. Leechi ist dem planatus ähnlich, planatus hat aber keine
Tuberkelreihen, und sein Halsschild ist schmäler abgesetzt.
45. Se. Michelbacheri n. sp. (Taf. XXIll, Fig. 4)
Groß, länglich oval, schwarz, matt. Länge: 18—22 mm.
Breite: 7’—9 mm.
Kopf nicht sehr groß, leicht gewölbt, Augen schmal. Die
Wangen stehen nicht oder kaum seitlich vor und sind nach vorne
gerade und ziemlich stark verengt. Vorderrand des Clypeus sanft
gebogen, in der Mitte ohne dreieckigen Ausschnitt, die Eeken sind
stumpf und nicht vorstehend. Die Clypealfurche ist zur Stirne steil,
nach vorne flach. Clypeus leicht gewölbt. Oberfläche des Kopfes
grob punktiert, manchmal runzelig. Fühler fein, sie überragen
etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 gut 2mal so lang wie 4,
die letzten 5 Glieder quer, fast kugelig, Endglied schräg abge-
stutzt. Mentum flach, vorne sehr breit und fast gerade.
Halsschild ungefähr 11/,mal so breit wie lang, leicht ge-
wölbt, in der Mitte am breitesten, nach vorne und hinten gleich-
mäßig, fast halbkreisförmig gebogen, Seitenrand scharf abgesetzt,
aufgerichtet und quergerieft. Basis gerade, Hinterwinkel nicht vor-
stehend und mit dem Seitenrand verrundet, Vorderrand im fla-
chen Bogen ausgeschnitten, Vorderecken kaum vorstehend und
verrundet. Scheibe an den Seiten dicht, in der Mitte spärlicher
punktiert mit glatten Flächen, vor der Basis und dem Vorderrand
mit undeutlichen, in der Mitte auf jeder Seite ein flacher, runder
. Eindruck, der manchmal verschwunden ist.
Flügeldecken länglich oval, an der Oberfläche ziemlich
flach, an den Seiten und hinten stark gewölbt, auf jeder Seite sind
ö Reihen von spärlichen, kleinen, flachen und glänzenden Tuber-
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 441
keln, die oben manchmal abgeschliffen sind, die Zwischenräume
sind flach, + fein und unregelmäßig punktiert, die Punktur ist
manchmal auch ganz erloschen. Seitenrand bei reinen Stücken mit
kurzen Börstchen versehen. Die Unterseite ist regelmäßig punk-
tiert. Beine lang und dünn, glänzend, Schienen rauh.
Patria: 4 Stück Isla Amantini (Cerca Puno) Peru, III. 48.
3900 m, leg. Blancas, (Holo-, Allo- und Paratypen) in coll. G.
Frey; 2 Stück Tarma, Peru, 3800 m, 20. XII. 42. leg. Weyrauch
(Paratypen); 12 Stück, 45 Mil. S. of Ousco, Peru, 2. III. 51. leg.
Ross and Michelbacher, (Paratypen) in coll. Calif. Ac. Sc. San
Francisco; 1 Stück Peru (Paratype) ex coll. Haag-Rutenberg in
coll. Zool. Samml. München.
Sc. Michelbacheri ist dem Leechi sehr ähnlich, der Seitenrand
des Halsschildes ist bei Michelbacheri weniger breit abgesetzt und
an den Seiten halbkreisförmig gebogen, Flügeldecken an den Schul-
tern und hinten nicht so breit, die Tuberkel sind schwächer und
spärlicher. Auch dem planatus sieht er ähnlich, doch hat jener
keine Tuberkel.
44. Sc. planatus Er.
Erichson, Nov. Act. Ac. Car. 16, 1834 (12. März), Taf. XXXVIII,
Fig. 5.
Typus im Zool. Museum Berlin.
(— substriatus Gu£r.)
(= cribricollis Fairm.)
(= punctatellus Blanch.)
Sc. substriatus Guerin, Mag. Zool. 1834 (Juni), p. 16. — Solier
Mon. p. 66.
Typus im Zool. Museum Berlin.
Auf Grund beider Typen konnte ich feststellen, daß substria-
tus synonym zu planatus Er. ist.
Sc. cribricollis Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 289, beschrie-
ben aus Salta. Fairmaire vergleicht seine Art mit substriatus und
unterscheidet sie durch Merkmale, die bei planatus sehr variabel
sind. Ein Stück von cribricollis befindet sich in Paris, eines im
Museum Frey, beide Stücke sind aus Salta und stimmen mit der
Beschreibung von Fairmaire überein. Sc. cribricollis ist synonym
zu planatus Er.
Sc. punctatellus Blanchard, Voy. d’Orb. 1843, p- 195, Taf. 13,
Fig. 5. — Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p- 466.
44) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Typus im Museum Paris. Auf Grund der Type konnte ich
feststellen, daß functatellus synonym zu planatus Er. ist. Beschrie-
ben wurde punctatellus aus Valle Grande, Bolivien, die Angabe im
Gebien-Katalog „Tucuman“ dürfte falsch sein. Auch die Angabe
von Burmeister ist irreführend. Er vergleicht ein Tier aus Cordoba
mit functatellus, das seiner Beschreibung nach niemals puncta-
tellus sein konnte. |
Sc. flanatus ist eine sehr häufige und weitverbreitete Art, die
in der Form und in der Skulptur des Halsschildes und der Flügel-
decken sehr variabel ist. Schwarz, matt, flach, ohne Höcker oder
Tuberkel, oval, Beine und Fühler manchmal dunkel pechbraun.
Länge: 17—19 mm. Breite: 7—8 mm.
Kopf breit, kurz, leicht gewölbt, Augen sehr schmal, die
Wangen seitlich im Bogen ziemlich vorstehend und nach vorne
leicht ausgeschweift oder fast gerade verengt. Vorderrand des Qly-
peus mit einem + starken dreieckigen Ausschnitt in der Mitte, oder
in seltenen Fällen im Bogen leicht ausgeschnitten. Clypealfurche
sehr tief, gegen die Stirn stark abgesetzt. Die Oberfläche des
Kopfes ist dicht, grob, manchmal runzelig punktiert, die Punkte
tragen ein feines Härchen. Fühler kräftig, überragen die Mitte des
Halsschildes, Glied 3 gut doppelt so lang wie 4, die ersten 7 Glie-
der sind grob, die letzten 4 fein punktiert. Halsschild ist 11/-
bis 11/;mal so breit wie lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten
sind gleichmäßig und ziemlich stark gebogen, nach hinten deutlich
ausgeschweift, Seitenrand deutlich abgesetzt und aufgerichtet, die
Form des Halsschildes ist dann stark herzförmig, manchmal ist
der Seitenrand schwächer gebogen, kaum abgesetzt und nicht auf-
gerichtet, Halsschild ist dann schmäler und nicht herzförmig, es
sind aber alle Übergänge vorhanden. Basis leicht gebogen, unge-
randet, Hinterwinkel mit dem Seitenrand völlig verrundet. Auch
der Vorderrand ist meistens etwas aufgerichtet, leicht im Bogen
ausgeschnitten, Vorderwinkel kaum vorstehend und verrundet. Die
Scheibe ist leicht gewölbt, meistens dicht und grob, manchmal
feiner punktiert mit glatten Stellen dazwischen. Flügeldecken
breit, oval, oben sehr flach, mit + deutlichen Punktreihen, die
Zwischenräume sind flach oder leicht gewölbt und haben eine sehr
unterschiedliche Punktur, manchmal sehr deutlich, manchmal er-
loschen. Die Schulter ist breit, Basis breiter als die des Halsschil-
des, die Seiten sind leicht gebogen und zum umgeschlagenen Teil
stark gewölbt, ohne Randkante. Unterseite mäßig, Analsegment
dicht punktiert. Die Beine sind mäßig stark, kräftig punktiert und
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 443
spärlich mit feinen Börstchen versehen. Tarsen plump, Klauen-
glied vorne sehr breit, mit einem tiefen Einschnitt vorne in der
Mitte. Beschrieben ist planatus aus Peru; folgende Fundorte sind
mir noch bekannt: Cajamaria, Peru, 2700 m; Tarma, Peru. 3000 m;
Palco, Südperu, 2500 m; Huanuco, Peru, 1900 m; Arapa, Peru, bei
Puno; Oruro, Bolivien; Sorata, Bolivien; CGochabamba, Bolivien;
Jujuy und Salta. Sc. planatus ist durch seine flachen und tuberkel-
losen Flügeldecken leicht von den übrigen Arten zu unterscheiden.
45. Se. atacamensıs Germain
Germain, An. Univ. Chile, 1855, p.- 399. — Philippi, Reise
Wüste Atacama, 1860, p. 172.
Typus im Museum Santiago de Chile.
Groß, länglich oval, flach, ohne Tuberkel, dunkelbraun bis
schwarz, matt. Länge: 18—23 mm. Breite: 7—9 mm.
Kopf und Fühler wie bei planatus. Halsschild nur we-
nig breiter als lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten + gleich-
mäßig und nicht stark gebogen, Basis und Vorderrand gleichbreit,
manchmal vor der Basis ganz schwach ausgeschweift. Seitenrand
schmal und undeutlich abgesetzt, nicht aufgerichtet. Basis ganz
gerade, Hinterwinkel nicht vorstehend, verrundet und etwas nie-
dergedrückt, Vorderrand in flachem Bogen ausgeschnitten, Vor-
derecken kaum vorstehend und verrundet. Scheibe leicht gewölbt,
+ dicht und grob punktiert, vor dem Schildchen mit einem Quer-
eindruck. Flügeldecken länglich oval, oben sehr flach, die
Punktreihen sind + deutlich, manchmal fast verschwunden. Die
Zwischenräume sind entweder ganz flach oder leicht gewölbt, un-
deutlich punktiert mit feinen Querrunzeln, die Punktur und die
Runzelung ist manchmal verschwunden (bei der Type deutlich).
Seitenrand nach unten stark gewölbt, ohne Randkante. Unter-
seite schwach gewölbt und + gerunzelt. Beine wie bei planatus.
Beschrieben ist die Art aus dem Städtchen Atacama, weitere
Fundorte sind: Arequipa, Peru und Chiguata bei Arequipa. Die
Tiere von den letzten beiden Fundorten sind schlanker, matter,
weniger stark punktiert, auch ist der Halsschild an den Seiten
weniger gebogen, doch halte ich die Tiere zur gleichen Art gehörig.
Sc. atacamensis Germain ist sehr nahe verwandt mit planatus
Er. Die Typen der beiden Arten sind leicht zu unterscheiden, bei
flanatus ist der Halsschild herzförmig mit gut abgesetztem und
aufgerichtetem Seitenrand. Bei atacamensis Halsschild nicht herz-
förmig, schmäler, Seitenrand gleichmäßig schwach gebogen, kaum
444 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
abgesetzt und nicht aufgebogen, bei atacamensis ist außerdem die
Reihenpunktur der Flügeldecken schwächer, und die Zwischen-
räume sind flacher, doch gibt es Übergänge zwischen beiden Ar-
ten. Es ist deshalb anzunehmen, daß atacamensis vielleicht auch
nur eine geographische Rasse von planatus ist.
46. Sc. planicosta Guer.
Gu£rin, Mag. Zool. 1834 (Melas.) p. 17.
Die Type ist mir unbekannt geblieben. Mir liegen ungefähr 30
Stück dieser Art von verschiedenen Sammlungen und Museen vor,
die alle in der Determination und mit der Diagnose überein-
stimmen. Ä
Länglich oval, schwarz, matt, ziemlich flach, Halsschild etwas
glänzend. Länge: 17—18 mm. Breite: 7—8 mm.
Kopf kurz, breit, schwach gewölbt, die Falte unmittelbar
am Hinterrand des Auges ist nicht deutlich, von der Punktur der
Schläfen unterbrochen. Die Wangen stehen seitlich im Bogen stark
vor und sind wulstig aufgeworfen, nach vorne gerade oder leicht
ausgeschweift und ziemlich verengt. Vorderrand des Clypeus ge-
rade, ohne dreieckigen Einschnitt, Ecken nicht vorstehend und
stumpf. Clypealimpression nicht tief, keine Furche bildend, an den
Seiten mit einem Eindruck, der bis zum Vorderrand reicht, dadurch
ist der Olypeus ziemlich stark gewölbt. Oberfläche des Kopfes
stark punktiert, aber nicht so kräftig wie bei vulgaris. F ühler kurz
und kräftig, erreichen kaum die Mitte des Halsschildes. Glied 3 so
lang wie die nächsten 2 zusammen, vom 4. ab sind die Glieder
breiter als lang. Halsschild 11/;mal so breit wie lang, größte
Breite vor der Mitte, die Seiten sind gleichmäßig gebogen und
nach hinten nicht ausgeschweift, höchstens kurz vor der Basis
etwas eingezogen. Basis schmäler als der Vorderrand, sanft ge-
bogen, Hinterwinkel rechteckig, manchmal einen seitwärts gerich-
teten Dorn bildend. Seitenrand flach und schmal abgesetzt. Vorder-
rand gerade, etwas wulstig erhaben, Vorderwinkel spitz und etwas
vorstehend. Die Scheibe ist ziemlich stark gewölbt, besonders an
den Seiten, hat flache und undeutliche Eindrücke und ist mäßig
fein und + dicht, ähnlich wie der. Kopf punktiert. Flügel-
decken länglich oval, oben flach, Seiten gleichmäßig gebogen,
Basis etwas breiter als die des Halsschildes. Die Reihenpunktur ist
deutlich. Die Zwischenräume oben flach oder fast flach, an den
Seiten schwach und hinten deutlich rippenförmig erhaben und sehr
fein und unregelmäßig punktiert. An den Schultern, dem Hinter-
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 445
winkel des Halsschildes gegenüber, befindet sich ein schwacher
Zahn, der manchmal fehlt. Prosternum, Propleuren und die letz-
ten 2 Abdominalsegmente grob punktiert. Die äußeren Seiten des
Palpenausschnittes am Vorderrand stark ausgebuchtet, aber ohne
Zahnbildung an den Seiten der Ausbuchtung. Beine verhältnis-
mäßig lang, besonders die Schienen, kantig und punktiert. Vor-
derschienen am Ende verbreitert, Tarsen sehr kurz, Klauenglied
so lang oder etwas länger als die nächsten 2 zusammen.
Beschrieben wurde diese Art aus Lima, weitere Fundorte sind:
Poposo, Costa de Antofagasta; ferner Chile und Peru mit unge-
nauen Fundortsangaben.
Sc. planicosta ist am nächsten verwandt mit laeviusculus Phil.,
letztere ist aber etwas kleiner, schlanker und die Punktur der
Oberseite schwächer. Auch dem vulgarıs Guerin ist planicosta
ähnlich, letzterer ist aber breiter, rauher, robuster, und die Flügel-
decken haben deutliche Rippen, der Kopf ist viel unebener.
47. Sc. laeviusculus Phil.
Gonogenius laeviusculus Philippi, Stett. Z. 25, 1864, p. 336.
Im ganzen liegen mir 18 Stücke aus den Museen Paris, Sant-
iago de Chile und G. Frey vor, die gut mit der Beschreibung von
Philippi übereinstimmen. Sehr schlank, länglich oval, schwarz,
etwas glänzend, oben flach, Beine und Fühler dunkel pechbraun.
Länge: 14—16 mm. Breite: 6—61/, mm.
Kopf und Fühler wie bei planicosta, nur schwächer punk-
tiert und flacher, die Falten unmittelbar am Hinterrand der Augen
sind deutlich, glatt und von der Punktur der Schläfen nicht unter-
brochen. Halsschild schmal, ungefähr so breit wie lang, flach,
größte Breite im ersten Drittel, Seitenrand wenig gebogen, kaum
abgesetzt und nach hinten kaum ausgeschweift verengt, kurz vor
der Basis eingezogen, so daß die Hinterwinkel scharf rechteckig
sind. Basis schmäler als der Vorderrand, gerade oder sanft
gebogen, ungerandet. Vorderrand fast gerade, Vorderwinkel etwas
vorstehend und spitz. Die Scheibe ist ziemlich flach, hat vor dem
Schildehen und an den Seiten schwache Eindrücke und ist + stark
punktiert. An den Schultern befindet sich an den Seiten ein +
kräftiger Zahn, der aber manchmal ganz verschwunden ist. Die
Unterseite ist stärker punktiert als der Halsschild. Beine sind dün-
ner und feiner punktiert als bei planicosta, Vorderschienen am
Ende verbreitert. Beschrieben wurde die Art aus Chile ohne ge-
446 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
nauere Angabe, weitere Fundorte sind Igüique, Chile und Anto-
fagasta, Chile.
Sc. laeviusculus ist mit dem planicosta am nächsten verwandt,
kommt auch in der gleichen Gegend vor, ist aber schlanker, be-
sonders der Halsschild, und nicht so stark punktiert, vor allem ist
die Reihenpunktur der Flügeldecken undeutlicher. Philippi ver-
gleicht laeviusculus in seiner Beschreibung mit vulgaris, jene Art
ist aber viel breiter, stärker punktiert, und hat deutliche Rinnen
auch auf der Oberseite der Flügeldecken.
48. Sc. vulgaris Guer.
Guerin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 16. — Solier, Ann. Fr. 7.
1838, p. 50, Taf. 2, Fig. 12—16. — in Gay, Hist. Chile, 5, 1851,
p- 172, Taf. 19, Fig. 5.
Typus im Museum Paris.
In der Größe sehr variable Art, schwarz, oben flach. Länge:
10—18 mm. Breite: 41/,—65 mm.
Kopf breit, kurz, Augen sehr schmal, vertieft liegend, Fal-
ten am Hinterrand der Augen durch die rauhe Punktur der Schlä-
fen unterbrochen. Wangen seitlich spitz und ziemlich weit vorste-
hend, die Spitze ist etwas aufgerichtet, nach vorne stark verengt,
Seitenrand durch die grobe Punktur unregelmäßig. Vorderrand
des Clypeus fast gerade, etwas nach abwärts gebogen, Ecken etwas
spitz vorstehend. Clypealeindruck ohne Furche, an den Seiten ist
eine Grube vorhanden, die bis zum Vorderrand reicht und den Uly-
peus in der Mitte und an den Seiten gewölbt erscheinen läßt. Die
Oberfläche des Kopfes ist sehr grob und dicht punktiert, so daß
scharfe Ränder entstehen. Fühler kurz und dick, sie erreichen die
Mitte des Halsschildes. Glied 3 so lang oder länger als die näch-
sten 2 zusammen. Mentum an den Seiten mit tiefen Eindrücken.
Palpenausschnitt an den Seiten vorne mit einem stumpfen Zahn.
Auch die Unterseite des Kopfes ist grob punktiert. Halsschild
11/,mal so breit wie lang, größte Breite vor der Mitte, etwas herz-
förmig, ziemlich flach, Seitenrand gebogen, nach hinten etwas aus-
geschweift, Rand etwas abgesetzt und krenuliert. Basis schmäler
als der Vorderrand, Hinterwinkel nicht vorstehend und stumpf.
Vorderrand gerade, Vorderwinkel kaum vorstehend und verrun-
det. Die Scheibe ist ziemlich flach, grob punktiert, mit glatten
Flächen dazwischen, besonders in der Mitte, vor der Mitte mit
einer flachen Depression. Flügeldecken oval, oben flach, die
Seiten gleichmäßig gebogen, größte Breite in der Mitte. An den
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 447
Schultern mit einem kräftigen, verrundeten Zahn, der von oben
gesehen seitlich über die Hinterwinkel des Halsschildes hinaus-
steht. Die Punktreihen sind deutlich, die Zwischenräume sind rip-
penförmig erhaben, besonders an den Seiten und hinten, sehr fein
punktiert, kaum oder schwach rugulös. Die Rippe an der Naht,
die 3., 5. und die Seitenrandrippe reichen bis zur Basis. Die Epi-
pleuren sind nur am Ende sichtbar. Prosternum zwischen den
Hüften breit, wulstig, in der Mitte mit einer Längsfurche, hinten
steil abfallend, stark verschmälert und am Grunde mit einem ver-
breiterten Wulst, der den Hinterrand überragt. Nach vorne ebenfalls
am Absturz stark verschmälert, dann flach zum Vorderrand über-
gehend, der zum Kopf eine steile Kante bildet. Mit den Propleuren
zusammen wie die Scheibe des Halsschildes punktiert. Abdomen +
dieht punktiert, längsgerunzelt, Analsegment deutlich gerandet.
Beine kurz, dick, stark punktiert, kantig, Vorderschenkel wenig
verdickt. Schienen verhältnismäßig dünn, Tarsen halb so lang wie
die Schienen.
Beschrieben ist diese Art aus Lima, Peru. Weitere genaue
Fundorte sind 22 Mil. S. of Huacho, Peru. Von diesem Fundort
habe ich über 200 Exemplare von unterschiedlicher Größe (10 bis
158 mm Länge), die aber sonst keine Verschiedenheiten aufweisen.
Ferner Atocongo bei Lima; 20 Klm. N. of Canete, Peru, Costal
loma, und sehr viele Tiere mit ungenauen Angaben wie Chile und
Peru.
Sc. vulgaris ist eine sehr häufige Art, ungefähr 500 Exem-
plare lagen mir zur Untersuchung vor. In den Merkmalen ist diese
Art sehr konstant und deshalb leicht zu erkennen, sie scheint auf
das Küstengebiet von Süd-Peru und Nord-Chile beschränkt zu
sein. Die bildet mit planicosta, laeviusculus, brevis, brevipes und
einigen neuen Formen zusammen eine eigene Gruppe innerhalb
der Gattung, die durch die seitlich vorstehenden Wangen, die
rauhe Oberfläche des Kopfes, die flache Form der Flügeldecken
und die + kurzen, plumpen Beine leicht zu erkennen ist.
49. Sc. brevipes Wat.
Gonogenius brevipes Waterhouse, Ann. Mag. Nat. Hist. 13,
1844, p. 53. — Solier in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, p. 173.
Typus im British Museum.
Oval, schwarz, Beine und Fühler manchmal dunkel pech-
braun, oben abgeflacht. Länge: 10—14 mm. Breite: 5—61/ mm.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 29
448 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf kurz, breit, Augen sehr schmal, Augenfalte am Hin-
terrand kräftig, Wangen seitlich weit und spitz vorstehend und
nach vorne gerade verengt. Vorderrand des Ciypeus fast gerade,
leicht gewölbt, die Ecken stumpf und kaum vorstehend, Clypeal-
eindruck flach, an den Seiten bis zum Vorderrand reichend. Uly-
peus leicht gewölbt. Die Oberfläche des Kopfes ohne tiefe Ein-
drücke und Höcker, grob, dicht und gerunzelt punktiert. Fühler
kurz, fein, erreichen kaum die Mitte des Halsschildes, die letzten
4—5 Glieder viel breiter als lang. Mentum vorne verrundet, an
der Basis eingedrückt und grob punktiert. Halsschild 1!/3mal
so breit wie lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten sind gleich-
mäßig gebogen, hinten nicht ausgeschweift, flach abgesetzt, Kante
leicht krenuliert. Basis kaum schmäler als der Vorderrand, gerade,
ungerandet, Hinterwinkel kaum vorstehend und spitz. Vorderrand
fast gerade, wulstig, Vorderwinkel ziemlich weit vorstehend und
spitz. Die Scheibe ist leicht gewölbt, grob, aber nicht sehr dicht und
unregelmäßig punktiert. Flügeldecken ziemlich breit, gleich-
mäßig oval, oben etwas abgeflacht, die Reihenpunktur ist kräftig,
die Zwischenräume sind oben gewölbt, an den Seiten und hinten
rippenförmig erhaben, die Rippen leicht gerunzelt. Die ganze
Oberseite, auch die Rippen, fein punktiert. Der Zahn an der
Schulter ist mäßig groß, stumpf und ist von den Hinterwinkeln des
Halsschildes überdeckt. Unterseite + kräftig punktiert. Beine sehr
kurz, dick und kantig, besonders die Schienen, Vorderschenkel
normal verdickt, Vorderschienen am Ende verbreitert. Tarsen sehr
kurz. |
Beschrieben wurde diese Art aus Copiape, Chile, unter Stei-
nen. Folgender genauer Fundort ist mir noch bekannt: Paposo,
Costa Antofagaster, leg. Pena. Sonst als Fundort Chile. Im ganzen
liegen mir ungefähr 50 Exemplare vor. |
Sc. brevipes, verwandt mit vulgaris und brevis, von diesen
Arten aber durch die auffallend dicken und kurzen Schienen zu
unterscheiden. Sc. vulgaris ist schlanker, hat einen herzförmigen
Halsschild, brevis ist kleiner, hat wohl auch sehr kurze Beine,
doch die Schienen sind nicht so klobig, und vor allem sind die
Vorderschenkel und Vorderschienen bei brevis auf der Oberseite
schr stark gewölbt verbreitert, und die Tarsen sind auffallend
klein und zart. |
50. Se. brevis Phi.
Gonogenius brevis Philippi, Stett. Z. 25, 1864, p. 336.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 449
Der Typus ist mir unbekannt.
Ich kenne von dieser Art nur 2 Stück, eines aus coll. Gebien,
det. als brevis aus Arica, Chile, und eines aus dem Museum Qal. Ac.
San Francisco aus Mollendo, Loma Zone, Peru. Beide Stücke stim-
men mit der Diagnose von Philippi überein, und es ist anzunehmen,
daß es sich um brevis handelt.
Die Urbeschreibung lautet:
G. Jusco-niger; capite grosse et rugoso-punctalo, inter antennas trans-
versim sulcato; prothorace punctato, parum transverso, postice angustiore, late-
ribus modice arcuatis, parum reflexis, anguste marginatis, angulis anticis ob-
tusiusculis, postieis minutis dentiformibus; elytris brevibus, late ovatis, punctato
sulcatis; interstiis punctulatis et rugulosis, medianis planis, lateribus elevatis,
carinatis; pedibus praesertim tarsis perbrevibus. Longt. 6 lin; latit. prothor.
21/3, elytror. 3 lin. Patria. Provinciae borealis aut desertum Atacama.
Nachtrag zur Diagnose: Vorderkopf sehr kurz, Augen sehr
schmal, durch die hohen Falten und die wulstigen Wangen tief
und versteckt liegend. Wangen seitlich weit vorstehend, nach
vorne stark verengt. Vorderrand des Clypeus sehr schmal, Clypeus
quergewölbt, vorne niedergedrückt. Olypealfurche zur Stirne eine
hohe Kante bildend, die bis zum Seitenrand reicht und in der
Mitte unterbrochen ist. Alle Ränder des Kopfes durch die grobe
Punktur krenuliert. Oberfläche des Kopfes sehr uneben, grob und
dicht punktiert, so daß nur schmale erhabene Ränder übrig blei-
ben. Fühler sehr fein und dünn, Glied 3 so lang wie die nächsten
d) zusammen, die letzten 5 sehr kurz und breit. Halsschild sehr
flach, größte Breite im vorderen Drittel, die Seiten schwach ge-
bogen, hinten nicht ausgeschweift, Seitenrand schwach abgesetzt
und krenuliert. Basis viel schmäler als der Vorderrand, ganz ge-
rade, Hinterwinkel rechteckig. Vorderrand gerade, Vorderwinkel
leicht vorgezogen und stumpf. Die Scheibe ist ziemlich flach, mit
undeutlichen und flachen Eindrücken, wie der Kopf punktiert, die
Punkte stehen nicht sehr dicht. Flügeldecken breit, oben
flach, oval. Die Punktreihen sind fein und mit feinen Querrunzeln
durchzogen. Die Zwischenräume sind oben leicht gewölbt, an den
Seiten und hinten rippenartig erhaben. Die ganze Oberseite und
der umgeschlagene Teil ist fein und dicht punktiert. Der Schulter-
zahn steht seitlich dem Hinterwinkel des Halsschildes vor. Beine
sehr kurz, Vorderschenkel auf der Oberseite stark gewölbt ver-
dickt, Vorderschienen am Ende stark verbreitert, die hinteren
Schienen sind kurz, aber nicht so dick wie bei brevipes. Tarsen
sehr fein und kurz, nicht halb so lang wie die Schienen.
29%
450 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Im Museum San Francisco befindet sich außerdem noch ein
Stück aus Atacama, als brevis determiniert, das aber mit der Be-
schreibung von Philippi nicht übereinstimmt; es handelt sich hier
wahrscheinlich um eine n. sp.
Sc. brevis gehört in die Verwandtschaft von vulgaris und
brevipes, ist durch den sehr rauhen und dicht punktierten Kopf
von den anderen leicht zu unterscheiden, bei dem geringen Ma-
terial, 2 Stück, konnte ich natürlich nicht die Variationsbreite der
Art feststellen.
51. Sc. Weyrauchi n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 5)
Ziemlich klein, dunkel, fast schwarz, flach, oval. Länge: 12
bis 14 mm. Breite: 6—7 mm.
Kopf breit, groß, vorne ziemlich verengt. Augen sehr schmal,
vertieft liegend. Wangen seitlich weit und spitz vorstehend, der
starke Querwulst auf der Stirne hat schräg nach vorne einen kräf-
tigen Ausläufer, der den Seitenrand des Kopfes spitz und ziemlich
weit überragt, so daß der Seitenrand des Kopfes zwei dornähnliche
Vorsprünge hat. Clypeus im Bogen leicht ausgeschnitten, die Ecken
stehen + spitz vor. Am Vorderkopf befindet sich in der Mitte ein
breiter, kräftiger Längswulst, der an der Stirn beginnt und am
Vorderrand steil abfällt. Zwischen den Fühlern befindet sich auf
jeder Seite eine tiefe Grube, hinter den Augen eine hohe Querfalte.
Schläfen kurz und schwach verengt. Die ganze Oberseite des
Kopfes ist grob gerunzelt punktiert. Fühler schr kurz und fein,
erreichen nicht die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist 21/amal so
lang wie 4, der Vorderrand der Glieder mit feinen Börstchen spär-
lich besetzt. Mentum klein, die Seiten eckig vortretend. Palpen-
ausschnitt an den Seiten mit einem langen spitzen Dorn, der etwas
nach innen gerichtet ist.
Halsschild ziemlich flach, größte Breite etwas vor der
Mitte nach hinten und vorne im schwachen Bogen verengt und vor
der Basis ganz leicht ausgeschweift. Seitenrand schwach abgesetzt,
nicht aufgerichtet und krenuliert. Basis so breit wie der Vorder-
rand, Hinterwinkel rechteckig, manchmal etwas spitz vorstehend.
Vorderrand gerade, Vorderwinkel verrundet oder leicht spitz vor-
stehend. Die Scheibe ist mit groben, eingestochenen Punkten ziem-
lich dicht besetzt und mit + flachen Eindrücken vor dem Schild-
chen und an den Seiten des Vorderrandes versehen.
Flügeldecken oval, oben ziemlich flach mit + feinen
Punktreihen. Die Zwischenräume sind etwas quergerieft, haben
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 451
kräftige, manchmal etwas gerunzelte Rippen und sind mit deut-
lichen feinen Punkten auf den Rippen besetzt. Auch die Naht ist
rippenförmig erhaben. Schulterzahn schwach, von dem Hinter-
winkel des Halsschildes überdeckt.
Prosternum zwischen den Rippen verbreitert, mit einer
tiefen Mittelrinne, vorne und hinten steil abfallend und sehr
schmal. Propleuren ebenso punktiert wie der Halsschild. Abdomen
ebenfalls mit feinen eingestochenen Punkten versehen. Beine
plump, kurz, kräftig punktiert, Vorderschienen am Ende nur
schwach verbreitert. Tarsen ziemlich kurz. Patria: 22 Stück aus
Chapac bei Chala, Süd-Peru, 200 m, 11. X11. 1951, leg. Weyrauch
(Holo-, Allo- und Paratypen in coll. G. Frey und coll. Weyrauch).
17 Stück aus 40 MilS. of Nasca, Peru, 1.4. 1951, leg. E. S. Ross,
costal loma (Paratypen) in coll. Cal. Ac. San Franeisco.
Sc. Weyrauch: ist eine auffällige Art, gehört in die Verwandt-
schaft von vulgaris, steht dem brevis am nächsten, dieser hat aber
an den Seiten des Kopfes nur einen spitzen seitlichen Vorsprung,
der durch die Wangen gebildet ist, auch ist der Quer- und Längs-
wulst auf der Oberseite des Kopfes sehr schwach, der Zahn des
Palpenausschnittes ist klein und stumpf, die Vorderschienen und
Schenkel sind breiter, die Tarsen sind feiner und die Rippen der
Flügeldecken sind viel schwächer. Sc. brevifes hat dicke, kürzere
Schienen und die Umgebung der Naht ist flach, vulgaris ist
schlanker, die Beine sind länger, und die Rippen sind oben flach
und breit.
52. Sc. Gebieni n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 6)
Klein, kurz oval, gewölbt, dunkelbraun oder fast schwarz,
schwach glänzend. Länge: 13 mm. Breite: 7 mm.
Kopf klein, breit, kurz, leicht gewölbt. Augen schmal, am
Hinterrand mit einer feinen scharfen Falte. Wangen schmal, die
Augen nicht überragend, nach vorne gerade und stark verengt,
Vorderrand des Olypeus gerade, die Furche zwischen den Fühlern
gerade und tief. Schläfen sehr kurz und leicht verengt. Die Ober-
fläche des Kopfes ist gerunzelt. Fühler fein, erreichen nicht die
Mitte des Halsschildes, Glied 3 gut 2 mal so lang wie 4, alle Glie-
der sind glatt, matt, vom 5. ab quer, Endglied schräg abgerundet,
ohne Spitze. Mentum in der Mitte am breitesten, nach vorne und
hinten verengt. Ausschnitt der Palpen sehr breit und an den Seiten
verrundet.
452 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Halsschild 11/ mal so breit wie lang, stark gewölbt, zur
Basis geneigt, größte Breite in der Mitte, nach hinten ziemlich ver-
engt und ausgeschweift. Seitenrand ziemlich stark gebogen, mit
flach abgesetztem Rand, Randkante krenuliert. Basis gerade, Hin-
terwinkel leicht vorstehend und rechteckig. Vorderrand ist etwas
breiter als die Basis, an den Seiten plötzlich im rechten Winkel
gebogen, Vorderwinkel sehr spitz und ziemlich vorstehend. Die
Scheibe ist grob und runzelig punktiert.
Flügeldecken kurz oval, die Seiten sind stark und gleich-
mäßig gerundet, größte Breite in der Mitte, oben leicht abge-
flacht, an den Seiten nach unten stark gewölbt, zur Basis wie der
Halsschild geneigt, so daß sie stark eingeschnürt sind. Basis sehr
schmal. Schulterzahn nicht vorhanden. Auf jeder Seite befinden
sich 7 leicht wellenförmige, schmale Rippen, die hinten und an
den Seiten kräftiger sind. Die Zwischenräume sind flach, mit un-
deutlichen Punktreihen, der umgeschlagene Teil der Flügeldecken
nach der 7. Rippe ist matt und fast glatt, der äußere Rand der
Epipleuren ist ebenfalls wellenförmig.
Prosternum zwischen den Hüften breit, wulstig, mit einer
tiefen Längsfurche, nach hinten steil abfallend, verengt und dann
wieder verbreitert, nach vorne sehr schmal und steil abfallend,
Vorderrand kräftig und gekörnelt, an den Seiten neben den Pro-
pleuren mit einem vorspringenden, stumpfen Zahn. Propleuren
mit deutlichen, glänzenden Höckerchen. Metasternum geraspelt,
in der Mitte ausgehöhlt, an den Seiten mit einem kräftigen, vor-
stehenden Zapfen versehen. Abdomen schwach punktiert, die letz-
ten 2 Segmente stark gewölbt. Beine stark punktiert. Vorder-
schenkel sehr dick, gekantet, die schmalen Vorderschienen an der
äußeren Seite stark gesägt, die übrigen Schienen sind dünn und
haben an den Kanten starke Dornen. Tarsen sehr dünn und kurz,
Hintertarsen haben 1/3 der Schienenlänge.
Patria: Argentinien ohne nähere Angabe. 1 Stück ex coll.
Gebien in coll. G. Frey (Holotype). 1 Stück (Paratype), Cordoba
16, II. 39. Biraben Scott, leg. Museum „Eva Peron“ La Plata.
Sc. Gebieni ist eine sehr auffällige Art, sie bildet einen Über-
gang zur Gattung Emmallodera, dürfte vielleicht eine neue Gat-
tung sein. Sie kann mit keiner anderen Scotobius-Art verwechselt
werden. Burmeister erwähnt dieses Tier in Stett. Z. 36, 1875, p. 466
fälschlich als punctatellus.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 453
53. Sc. quadricostatus Fairm.
Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 289.
Diese Art ist mir unbekannt geblieben. Der Beschreibung nach
müßte sie in die Nähe von elegans gehören, gekennzeichnet ist die
Art nach der Beschreibung durch 2 kleine Tuberkel in der Mitte
des ersten Hinterleibsegments.
Die Urbeschreibung lautet:
Scotobius quadricostatus n. sp. — Long. 10 mill. — Forme de l’elegans
Fairm., mais un peu moins large et d’une teinte legerement grisätre; la tete et
le corselet ont la m@me forme, les antennes sont un peu @paisses, d’un rougeätre
obscur; les cötes du corselet sont aussi assez largement rebord£s, les angles an-
t@rieurs sont bien marques, les posterieurs un peu plus obtus, la surface est
densement ruguleuse; les &lytres sont moins courtes, plus ovalaires, elles ont
des lingnes de points assez gros, peu enfonc&s et sur chacune 2 cätes saillantes,
sans compter la marginale, les autres intervalles faiblement relev&s avec quel-
ques petites granulation €parses; le l.er segmsnt ventral a deux petits tubercules
au milieu du bord apical; des pattes sont @galement granuleuses et les tibias sil-
lonnes en dehors. — Catamarca.
Bestimmungstabelle der Gattung Seotobius.
Dabei konnte ich aber keine Rücksicht auf die Verwandtschaft
der Arten nehmen. Die Nummern vor den Arten bedeuten jeweils
die systematische Reihenfolge. Da mir Sc. quadricostatus unbe-
kannt blieb, habe ich ihn nicht in die Tabelle aufgenommen.
1 (2) Größere Arten, Vorderschenkel auf der Innenkante der
Unterseite kurz vor dem Knie plötzlich ausgeschnitten, so
daß ein deutlicher Zahn entsteht. Halsschild in der Mitte
auf jeder Seite mit einem meist deutlichen Eindruck.
16.—21. erispatus Germ. murjcatus Guer. elathratus Guer.
mit den ssp.!)
2 (1) Vorderschenkel auf der Innenkante der Unterseite gerade
oder nur sanft ausgeschnitten, ohne Zahn.
3 (6) Seitenrandkante der Flügeldecken scharf, zum umgeschla-
genen Teil einen rechten Winkel bildend. Seitenrand des
Halsschildes breit abgesetzt und stark aufgerichtet, Vor-
derwinkel lappenförmig bis zu den Augen vorgezogen, so
daß ein rechteckiger Kopfausschnitt entsteht.
4 (5) Flügeldecken fast glatt, nur mit je 2 angedeuteten Rippen,
die äußere ist manchmal etwas stärker. Kopfausschnitt
!) Tabelle dieser Gruppe siehe Seite +10
454 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
am Vorderrand des Halsschildes eng, Vorderwinkel über-
decken die Be ganz. Länge 14—158 mm. . .
x 1. akidioiden Wat.
5(4) Elüpeldecken im le Drittel mit einer scharfen,
schmalen Rippe, die bis zum Absturz reicht, der Kopfaus-
schnitt ist breit, Vorderwinkel reichen nur bis zu den
Augen. Nine S
2. akidioident sn breosthfns noV.
6( 3) Seilenrand de r "Flögeldecken nach unten + gewölbt, ohne
scharfe Randkante.
7 (44) Flügeldecken ohne Tuberkelreihen, auch an den Seiten,
höchstens ganz am Ende mit unscheinbaren Höckerchen,
mit oder ohne Rippen, letztere manchmal krenuliert.
ö (21) Zwischenräume der Flügeldecken schwach gewölbt, ohne
Rippen.
9 (14) Wangen unmittelbar am Auge nicht oder schwach seit-
lich vorstehend, Halsschild breit, Seitenrand gleichmäßig
gebogen, nicht ausgeschweift. Zwischenräume der Flügel-
decken auch oben leicht gewölbt.
10 (13) Kleine, kurz ovale Formen.
11 (12) Flügeldecken fast rund, Zwischenräume leicht gewölbt,
en Sn 10—11 mm. {
# oV ES Cu
12 (11) Hlüseldscken etwas Auglichr Zwischennios fast flach,
Reihenpunktur fein. Länge 9—10 mm.
I. en: Ei:
13 (10) Größer, Hinterlötrer länger Zuischentunee der Be
decken ziemlich El Länge 18—20 mın.
.. 6. crassus n. sp.
14 (9) anne ee am Aue eitheh weit vorstehend,
Halsschild etwas schmäler, Seitenrand nicht gleichmäßig
gebogen, Zwischenräume der Flügeldecken flach.
15 (15) Vorder- und Hinterwinkel des Halsschildes verrundet,
nicht oder kaum vorstehend. Vorderrand des Olypeus mit
einem + starken dreieckigen Ausschnitt.
16 (17) Halsschild an den Seiten stärker gebogen, zur Basis + aus-
geschweilft, Seitenrand aufgerichtet, Oberseite glänzend.
a 17—19 mm. S
er 4. plans De r.
17 (16) Halscchilsl an den Seien Srwach gebogen, hinten nicht
ausgeschweilt, Seitenrand nicht aufgerichtet, matt. Länge
er
v1
H. Kulzer: Zehnter Be zur Kenntnis der Tenebrioniden 45:
18 (15)
19 (20)
20 (19)
23 (26)
24 (25)
25 (24)
26 (23)
18—25 mm. DENN WIR 2:
45. ce Germain
Vor der - ed Hinter nl des Halsschildes rechteckig oder
spitz und etwas vorstehend. Vorderrand des Clypeus ge-
rade.
Breiter, die Punktur der Flügeldecken ist kräftig, Seiten-
rand des Halsschildes ziemlich stark gebogen und deutlich
abgesetzt, Scheibe dicht und kräftig punktiert. Länge 17
bis 18 mm. AR Te
. Ä ur ame ah
Schimäler, die Berker der Wlügeldecken ist undeutlich,
Seitenrand des Halsschildes schwach gebogen und kaum
abgesetzt. Scheibe sparsamer und feiner punktiert. Länge
14—16 mm. a ee I
ne 0 na 47. laeviuseulus Phil.
Flügeldecken mit + feinen Rippen.
Schulter hinter dem Hinterwinkel des Halsschildes ohne
Zahn. Kopf ohne tiefe Gruben und hohe Höcker, Wangen
seitlich nicht oder nur schwach im Bogen vorstehend.
Vorderrand des Glypeus mit einem dreieckigen Ausschnitt
in der Mitte.
Schmäler, Seitenrand des Halsschildes breit abgesetzt und
stark aufgerichtet, die Mitte der Scheibe liegt, von der
Seite gesehen, tiefer als der Seitenrand. Die Rippen der
Flügeldecken sind breit, a und gerunzelt. Länge 19
bis 22 mm.
9. ara B
Den ala flach ne setzt, ar Mitte der Scheibe
liegt, von der Seite geschen, viel höher als der Seitenrand.
Die Rippen der Flügeldecken sind sehr schmal und kaum
krenuliert. Länge 19—25 mm. ee ;
ö. costatus ee
on a Chpeis Bade Sue im flachen Bogen
ausgeschnitten.
27 (28) Halsschildseitenrand sehr breit abgesetzt und stark auf-
gerichtet, die Mitte der Scheibe liegt tiefer als der Seiten-
rand, Vorderwinkel lappig vorgezogen, so daß am Vorder-
rand ein enger Kopfausschnitt entsteht. Rippen der Flügel-
decken schmal, hoch und öfters Min lenen 16
bis 15 mm.
Er alaticollis. Bsp:
456 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
28 (27) Halsschild schwach abgesetzt und nicht oder kaum aufge-
richtet, die Mitte der Scheibe liegt viel höher als der Sei-
tenrand.
29 (32) Größte Breite des Halsschildes liegt im letzten Drittel, vor
der Basis stark eingezogen, nach vorne gerade verengt.
Rippen schwach erhaben.
30 (31) Beine länger, Schenkel an den Seiten depreß, Rippen
schwach. Länge 14—16 mm.
a : 31. nünelarıs Ficis
31 (30) Beine Kun 2Z, Schenkel an Br an Rippen etwas
stärker, schwarz. Länge 14—15 mm. .
i 2: ullsıne Cu
32 (29) Größte Brei de ale in der Mitte, zur Basis
gleichmäßig gebogen, höchstens leicht ausgeschweift.
33 (34) Halsschild und Flügeldecken zur Basis geneigt, Flügel-
decken fast rund. Vorderwinkel des Halsschildes auf der
Innenseite parallel, sehr spitz vorstehend. Länge 13 mm.
2. .92. Gebieni n. sp.
34 (39) seikerahnk und Hlüpeldecken an der Basis flach, Hinter-
körper kurz oval, Vorderwinkel des Halsschildes stumpf.
35 (36) Die flachen Rippen der Flügeldecken schmal, oben glän-
zend. Halsschildseitenrand stark und gleichmäßig gebogen,
hinten nicht ausgeschweift, Scheibe fein punktiert.
13—15 mm.
5, tristis Euer
36 (35) on der F lüseldedken. Breit sie nehmen den ganzen
Zwischenraum ein, oben matt und gerunzelt. Halsschild-
seitenrand schwach gebogen, hinten ausgeschweift, Scheibe
grob und tief punktiert. Länge 13—15 mm.
Ra TR Rossi n. Sp.
37 (22) uler ink dm Einleeinkel des Halsschildes mit
einem Zahn, Kopf mit tiefen Gruben, Höcker und Leisten.
Wangen seitlich spitz und weit vorstehend.
35 (39) Oberseite der Schenkel in der Länge stark gewölbt und
seitlich gepreßt, Vorderschienen sehr breit, größte Breite
des Halsschildes im ersten Viertel, Querleiste des Kopfes
in der Mitte durch eine Grube unterbrochen, die Oberseite
der Flügeldecken dicht punktiert. Länge 11—14 mm.
: 48. brevis Phil.
39 (38) Obere des Vordireshenkel in der Länge fast gerade,
seitlich nicht depreß, Vorderschienen weniger verbreitert.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 457
Größte Breite des Halsschildes in oder etwas vor der Mitte,
Querleiste des Kopfes in der Mitte nicht unterbrochen. Die
Oberfläche der Flügeldecken schwach punktiert.
40 (41) Hinterschienen kurz und dick, Vorderwinkel des Hals-
schildes ziemlich vorstehend und spitz, größte Breite des
- Halsschildes in der Mitte, hinten nicht ausgeschweift.
Länge 10—14 mm.
ee. Ne 49, Dee al
41 (40) Hinterschienen normal, ee des Halsschildes
kaum vorstehend und verrundet, größte Breite des Hals-
schildes etwas vor der Mitte, hinten ausgeschweift.
2 (43) Die Wangen bilden seitlich nur eine Spitze. Halsschild
herzförmig, Rippen oben nicht gerunzelt. Länge 10 bis
15 mm. ne: Bi A
48, leanıa ee
45 (42) Rech die ee ee Kopfes überragt mit einer Spitze
den Seitenrand, Halsschild schmäler, hinten kaum ausge-
schweift. Rippen oben stark gerunzelt. Länge 12—14 mm.
SE er re 51. Weyrauchi n. sp.
44 (7) Flügeldecken mit Tuberkel- oder Höckerreihen, die
manchmal nur hinten und an den Seiten zu sehen sind. Die
Tuberkel sind manchmal so fein, daß sie nur mit der Lupe
sichtbar sind.
45 (48) Seitenrand des Halsschildes breit abgesetzt und sehr stark
aufgerichtet, so daß die Mitte des Halsschildes, von der
Seite gesehen, nicht höher liegt als der Seitenrand.
46 (47) Halsschild an der Basis stark ausgeschweift verengt, Basis
der Flügeldecken viel breiter als des Halsschildes, Flügel-
decken flach, breit, fast ohne Rippen, mit feinen regel-
mäßigen Tuberkelreihen, die Tuberkel sind oben ver-
wischt, an den Seiten und hinten deutlich. Vorderrand des
Clypeus in der Mitte mit einem kleinen dreieckigen Aus-
schnitt, Halsschild grob gerunzelt punktiert, auf der
Unterseite nicht behaart. a 18—20 mm.
42. cc n. Sp.
47 (46) Halsschild Sa Flügeldecken an der Basis sehr breit, fast
nicht verengt, Flügeldecken nur wenig breiter als der
Halsschild, Seitenrand des Halsschildes fast gerade. Hals-
schild auf der Unterseite dicht gelb behaart. :
a) Halsschild flach, fast glatt, Flügeldecken oben ohne
458 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Eindruck. Länge 17 mm.
; 10. depressisnihe Ban.
b) Halsschild nach: vorne und zur Basis stark gewölbt und
spärlich mit feinen Körnchen bedeckt. Flügeldecken
zwischen Naht und #. Höckerreihe mit einem starken
Eindruck, der fast bis zum Absturz reicht. Länge 16 bis
15 mm.
A air latieollis (Bars)
48 (45) Brlere and des, Halsschildes nicht oder flach abgesetzt und
nicht oder schwach aufgerichtet, die Mitte der Scheibe
überragt, von der Seite gesehen, weit den Seitenrand.
49 (54) Seitenrandkante des Halsschildes dicht krenuliert.
50 (53) Beine + dicht mit feinen anliegenden Härchen bedeckt.
Tuberkel der Flügeldecken klein und spitz. Endglieder der
Fühler breiter als das 3. Glied, Scheibe des Halsschildes
fein gerunzelt.
51 (532) Große, flache, breite Art, die Behaarung der Beine dicht
und lang, die Höckerreihen sind dicht, Zwischenräume
ohne kleine Höckerchen. Länge 19—21 mm.
36. Gayi Sol.
(51) Be hal End Senölhien die Behaarung der Beine
schwächer und kürzer, die Höckerreihen der Flügeldek-
52
ken sind weitläufiger, Zwischenräume mit einzelnen klei-
nen Höckerchen, die meistens durch den anhaftenden Sand
verdeckt sind. Länge 14—18 mm. ö
3% crönieolkie Phil.
53 (50) Be nur ik inbelnen kurzen Härchen bedeckt, Tuber-
kel groß, stumpf, oben manchmal in die Länge gezogen.
Die Zwischenräume sind mit feinen Höckerchen dicht be-
setzt. Flügeldecken gewölbt, Halsschild grob gerunzelt.
Das 3. Fühlerglied ist am breitesten, Endglieder ziemlich
stark verschmälert. Länge 19—20 mm.
38. nareolli: Sol.
54 49) £ Sertehrandkante a Hallschildte- nicht krenuliert, glatt.
55 (56) Die Oberseite der Flügeldecken, die Propleuren und die
Schenkel auf der Ober- und Unterseite + dicht mit abste-
henden Börstchen versehen, die auch bei alten, abgeriebe-
nen Stücken an den Porenpunkten zu erkennen sind, die
Höcker der Flügeldecken sind dicht, hoch, oben stumpf.
Länge 17—25 mm. ei ee
AS RT HE 23. hystricosus Berg
u
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 459
56 (55) Flügeldecken und Beine ohne Borsten, höchstens mit fei-
nen, spärlichen, anliegenden Härchen bedeckt.
57 (78) Die Tuberkel der Flügeldecken einzelstehend, rund, nie-
mals länglich oder zusammenfließend.
58 (63) Tuberkel deutlich, auch auf der Oberseite, sie sind flach,
auch an den Seiten und hinten. (Nur bei casicus hat die
äußerste Reihe hinten spitze Höcker.)
59 (62) Halsschild gleichmäßig punktiert, ohne größere glatte Flä-
chen. Die Tuberkel stehen regelmäßig und sind nieht sehr
groß.
60 (61) Größte Art, Halsschildseitenrand etwas aufgerichtet, die
Tuberkel der Seitenrandreihe hinten spitz. a 26 bis
29 mm. 3
Da 22, casieus ac
61 (60) Kleinere, Ar Felde nein nicht aufgerichtet. Die
Tuberkel der Flügeldecken sind kleiner und auch an den
Seiten abgeflacht, manchmal sogar verwischt.
a) Die Tuberke! der Flügeldecken sind doppelreihig und
deutlich, auf der Oberseite meistens glänzend. Flügel-
decken breiter, oben abgeflacht, ohne eine a von
Rippen. Länge
i ES: 25. granosus Lac.
b) die Tüherkel ar Anlusellecken sind einreihig, undeut-
lich, nicht glänzend, manchmal verwischt. Flügeldek-
ken eiförmig, gleichmäßig gewölbt mit angedeuteten
Rippen. Länge 14—16 mm. EP TE Ct
. 26. granosus ssp. subgranosus nov.
62 (59) Holsschild kräftig punktiert, in der Mitte und an den
Seiten mit größeren glatten Flächen. Tuberkelreihen +
unregelmäßig, die Tuberkel groß und überall flach. Länge
17—19 mm. Er
; 4 Bill.
63 (58) Tüberkel er leer nur mit ie T ap2 sichtbar, manchmal
nur an den Seiten und hinten vorhanden.
64 (65) Größte Breite des Halsschildes im letzten Drittel oder
Viertel, dann nach hinten plötzlich stark verengt. Rippen
der Flügeldecken nur angedeutet, Zwischenräume mit 3
Reihen feiner Punkte, hinten am Absturz und an den Sei-
ten 4 Reihen Tuberkel, die bis zur Schulter reichen.
Länge 10—13 mm.
50. obseurus n. sp.
460 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
65 (64) Größte Breite des Halsschildes ungefähr in der Mitte, nach
hinten nicht plötzlich verengt.
66 (71) Vorderwinkel des Halsschildes spitz vorstehend.
67 (68) Seitenrandkante des Halsschildes reicht bis zur Basis, Hin-
terwinkel nicht vorstehend aber deutlich rechteckig. Flü-
geldecken lang, an den Seiten schwach gebogen. Die Hök-
kerreihen oben schwach, aber erkenntlich, an den Seiten
und hinten etwas spitz. Halsschild in der Mitte en
runzelt. u 17—19 mm.
"39. Willen n. SP.
66 (67) Serlänfandiante les Halsschilde: erreicht nicht die Basis,
so daf3 keine Hinterwinkel gebildet sind.
69 (70) Kleine Art, Halsschild schmal und klein, Seitenrand
schwach gebogen, Scheibe fein punktiert und gerunzelt. Es
sind schmale, unscheinbare, flache Rippen gebildet, die an
den Seiten und hinten feine Tuberkel tragen. Länge 8 bis
10 mm. ;
N 4. earabai ee Bien.
70 (69) aRe Ark lang Sal Halsschild an den Seiten stark ge-
bogen, schwach punktiert und wurmartig gerunzelt. Flü-
geldecken flach, nur an den Seiten und hinten mit Tuber-
kel. Länge 15—19 mm. Wa
; 40. emärsimieole n. Sp.
71 (66) Vorder won] de- Holechikdes verrundet, Tuberkel nur
mit der Lupe sichtbar.
72 (73) Seitenrand des Halsschildes breit abgesetzt und aufgerich-
tet, stark und gleichmäßig gebogen, auch die Hinterwinkel
sind mit dem Seitenrand völlig verrundet, in der Mitte der
Scheibe auf jeder Seite ein runder Eindruck. Basis der
Flügeldecken und des Halsschildes sehr eng. Flügeldecken
flach, ohne Rippen mit schr feinen Tuberkelreihen. er
18—22 mm.
43. Michelbacheri n. Sp.
73 (72) na des Halsschildes schwach abgesetzt und nicht
oder sehr wenig aufgerichtet.
74 (75) Flügeldecken mit kleinen Porenpunkten besetzt, die je
ein winziges Härchen tragen, ohne Punktreihen und Rip-
pen und spärlich mit ganz kleinen, flachen Tuberkelreihen
besetzt, Flügeldecken kurz oval, fast rund, gewölbt, Hals-
schild dieht und fein er Länge 11—12 mm.
re ee 27. Freyi n. sp.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 461
5 (74) Flügeldecken ohne Porenpunkte und Härchen, mit deut-
lichen Punktreihen.
76 ( 77) Große, breite Art, Halsschild flach, breit, grob und dicht
punktiert. Flügeldecken mit flachen und undeutlichen
Rippen, die an den Seiten etwas kräftiger sind und nur
hinten und an den Seiten Tuberkel tragen. Länge 17 bis
21 mm.
Pr) Duneirtierae n. Sp.
Tialgliche Kir Halsschild feiner und nicht so dicht punk-
tiert. Zwischenräume der Flügeldecken leicht gewölbt und
77 (76
nal:
mit schwachen, flachen Tuberkelreihen auch auf der
Oberseite bedeckt. ers 15—18 mm. R
; s 20: Tischkai n. Sp.
78 (97) Die Tuberkel ans Beiweite eine längliche Form oder
sind zu kurzen Rippen zusammengefügt.
79 (80) Halsschild schmal, Seitenrand schwach gebogen, breit ab-
gesetzt und stark aufgerichtet, nach vorne und zur Basis
gewölbt, Scheibe auf jeder Seite mit einem Eindruck in
der Mitte und mit einzelnen zerstreuten kleinen Höcker-
chen besetzt, die manchmal abgewetzt sind. Flügeldecken
länglich oval, mit länglichen Tuberkeln besetzt, Seiten-
randkante bis über die Hälfte nn Länge 14 bis
17 mm. } : s
12. eds Fairm.
80 (79) Halsschild nn stark gebogen, ohne Höcker-
chen auf der Scheibe, Seitenrand flach abgesetzt, nicht
oder kaum aufgerichtet.
81 (84) 3. Fühlerglied höchstens 11/,mal so lang wie das #., End-
glied am breitesten und vorne fast gerade abgestutzt.
Flügeldecken kurz oval, je 2 oder 4 Tuberkelreihen sind
auf der vorderen Hälfte rippenförmig. Tuberkel grob.
82 (83) Seitenrand des Halsschildes bis zur Basis gleichmäßig ge-
ne hinten manchmal schwach ausgeschweift, die 9.
und 5. Tuberkelreihe bis zur Mitte Sb 78; Länge
11— 12 mm.
A 14. oral Te
63 (82) En nr E Eelesenild: kurz vor der Basis kragenartig
verengt, die 1., 3., 5. und 7. Tuberkelreihe sind in der er-
sten Hälfte + une die 2., 4. und 6. in der ersten
462 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Hälfte fast tuberkelfrei, Zwischenräume stark quergefal-
tet. Länge 11—12 mm. \ a ..
\ 15. höre ssp. similis n. sp.
(1) 3. Fühlerglied ee als doppelt so lang wie das 4., End-
glied schmäler und etwas zugespitzt. Flügeldecken lang
oval, alle Rippen ziemlich gleichmäßig.
5 (88) Die Rippen sind nur an den Seiten und hinten in läng-
liche Tuberkel aufgelöst, auf der Oberfläche + zusam-
menhängend. Schwache Rippen, längere Form.
86 (87) Die Rippen auf der Oberseite der Flügeldecken sind kräf-
tig, öfters unterbrochen. Flügeldecken gewölbt, an den
Seiten nur schwach gebogen. Länge 17—18 mm.
Be 34. asperatus ir
7 (86) Die en Ai u Oberseite der Flügeldecken sind
schwächer und kaum unterbrochen, flacher. a 16 bis
20 mm.
F 33. Kirhyi Sol,
80 (05) Di en nd Auch I der Oberseite in gleichmäßige
längliche Tuberkeln aufgelöst. Flügeldecken flacher und
breiter. Länge 15—18 mm.
35. rugosulus Guer.
Gattung Emmallodera Sol.
Solier in Gay Hist. Chile 5, 1851, p. 181 (sc. Emalodera). —
Lacordaire, Gen. Col. V. p. 130.
Genotypus obesa Guer.
Emmallodera ist von den übrigen Gattungen der Tribus leicht
durch den Vorderschenkelzahn zu unterscheiden, 2 Arten haben
auch am Hinterschenkel einen Zahn.!) Ferner ist der Hinterkörper
ziemlich kurz, manchmal fast rund, und die Basis des Halsschildes
ist sehr eng.
1. E. obesa Guer. (Taf. XXIII, Fig. 7)
Scotobius obesus Guerin, Rev. Zool. 1841, p. 215. — Solier in
oo Hist. Chile 5, 1851, p. 182, Taf. 19, Fig. 7. — Blanchard, Voy.
1) Di anne -crispatus-Gruppe hat ebenfalls an der gleichen Stelle am
Vorderschenkel einen Zahn, doch wird dieser durch den scharfen Ausschnitt in
der Nähe des Knies gebildet, von der Basis des Schenkels bis zur Zahnspitze
verläuft die Kante gerade, während bei Emmallodere der Zahn an beiden Seiten
aufgerichtet ist.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 463
pol. Sud, 1858, p. 146, Taf. 10, Fig. 9. — Berg, Com. Mus. Buenos
Air. 1, 1899, p. 59.
Die Type konnte ich nicht auffinden.
Schwarz, etwas glänzend, Hinterkörper fast kreisrund, ge-
wölbt. Länge: 12—14 mm, Breite: 6—7 mm.
Kopf groß, breit, leicht gewölbt, am Auge am breitesten.
Augen schmal, gewölbt, Wangen im flachen Bogen nach vorne
verengt. Vorderrand des Clypeus im flachen Bogen ausgebuchtet,
Ecken verrundet, Clypealfurche schmal eingeritzt, gebogen. Ober-
fläche des Kopfes mäßig dicht punktiert. Fühler fein, erreichen
knapp die Basis des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die nächsten
2 zusammen, Endglieder schwach verbreitert. Mentum breit, Vor-
derrand leicht gebogen, auf jeder Seite ein kräftiger Eindruck.
Halsschild leicht gewölbt, 11/;mal so breit wie lang, größte
Breite im letzten Drittel, nach hinten im kräftigen, nach vorne im
flachen Bogen verengt, nicht ausgeschweift. Basis etwas breiter als
der Vorderrand, stark und etwas erhaben gerandet, Hinterwinkel
nicht vorstehend und stumpf. Vorderrand im flachen Bogen aus-
geschnitten, gut gerandet, Vorderwinkel stumpf vorstehend, vor
dem Schildchen mit einem Eindruck. Die Scheibe ist mäßig dicht
und unregelmäßig punktiert. Flügeldecken fast rund, 11/4-
mal so lang wie breit, am Ende etwas schwanzförmig verlängert,
Rippen sind leicht angedeutet, die äußeren 3 tragen Tuberkel-
reihen. Unterseite matt, kaum punktiert und etwas längsgerunzelt.
Beine lang, schlank, Knie der Hinterbeine erreichen die Flügel-
deckenspitze, nur die Vorderschenkel tragen einen Zahn, Hinter-
schienen gerade, am Ende nur mäßig verdickt.
Beschrieben aus Puerto del Hambre, Estrecho de Magellanes;
folgende Fundorte liegen mir noch vor: L. Trebol, Argt.; Rio Ne-
gro, Argt.
2. E. obesa ssp. costata n. (Taf. XXIII, Fig. 8)
Unterscheidet sich von der Stammform in folgendem: Etwas
kleiner (11—131/; mm) und schlanker. Halsschild und Flügel-
decken schmäler. Flügeldecken mit je 7, auch oben deutlichen
Rippen, von denen die ersten 2 nur hinten einige, die nächsten
zwei von der Mitte ab flache, zusammenhängende, die äußeren
drei von der Schulter ab dicht zusammenhängende, kräftige
Höckerreihen bilden. Die Zwischenräume sind dichter punktiert
und fein, aber sehr deutlich quergerunzelt.
Entom, Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 30
464 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Patria: 5 Stück Lago Lacar, Prov. Neuquen, I. 1954, leg. Witt-
mer; 20 Stück Pucasa, Neuquen, Argt., I. 1954. (Holo- und Para-
typen in coll. G. Frey.) 7 Stück (Paratypen) San. Martin de la
Andes, leg. Willink. 5 Stück aus Chubut (Paratypen) ex coll. Rich-
ter in coll. Museo „Eva Peron“ La Plata.
3. E. atronitens n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 9)
Das ganze Tier schwarz, lackglänzend, Hinterkörper fast
kreisrund. Länge: 10—12 mm, Breite: 5—6 mm.
Kopf groß, breit, etwas gewölbt. Augen quer, sie überragen
etwas die Wangen, diese in fast gerader Linie nach vorne verengt.
Vorderrand des Olypeus im flachen Bogen ausgeschnitten, Ecken
verrundet. Glypealnaht eingeritzt, in der Mitte gerade. Die Ober-
fläche des Kopfes ist kräftig, aber nicht sehr dicht punktiert. An
den Seiten des Clypeus befinden sich Eindrücke. Fühler schlank,
erreichen nicht die Basis des Halsschildes, Glied 3 so lang wie 4
und 5 zusammen, 8—10 verbreitert, Endglied schwach zugespitzt.
Mentum fast trapezförmig, mit einem Längswulst in der Mitte
und Eindrücken an den Seiten.
Halsschild flach, etwas breiter als lang, größte Breite
hinter der Mitte, nach hinten im Bogen, nach vorne fast gerade
verengt. Basis etwas breiter als der Vorderrand, gerade, gerandet,
Hinterwinkel mit dem Seitenrand verrundet. Vorderrand kaum
gebogen, gerandet, an den Seiten etwas vorstehend, Vorderwinkel
verrundet, der Seitenrand ist etwas abgesetzt, die Randleiste etwas
aufgebogen. Die Scheibe ist kräftig, aber nicht dicht punktiert,
vor der Basis mit einem flachen Eindruck, in der Mitte mit einer
feinen, kaum wahrnehmbaren Längslinie.
Flügeldecken fast kreisrund, oben etwas abgeflacht,
seitlich und hinten stark gewölbt und am Ende kurz schwanzför-
mig verlängert. 4—5 Längsrippen sind schwach angedeutet, die
äußeren tragen spärliche, schwache, stumpfe Höcker. Die Zwi-
schenräume haben je drei Reihen feiner Punkte. Die Epipleuren
sind gleich breit und hinten verkürzt.
Prosternum zwischen den Hüften verbreitert, nach vorne
und hinten abfallend mit scharfen Rillen. Propleuren mit flachen
Längsfalten und in der Nähe der Hüften punktiert. Mesosternum
kaum punktiert, geneigt, ohne Kanten und Ecken, in der Mitte
mit einem flachen Eindruck. Abdomen kaum punktiert mit seich-
ten Längsfalten. Beine kräftig, lang und punktiert. Knie der Hin-
terbeine überragen die Flügeldeckenspitze. Nur die Vorderschen-
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 465
kel haben einen kräftigen Zahn. Vorderschienen flach mit einer
scharfen, unregelmäßig gezähnten Außenkante, die am Ende einen
großen spitzen Dorn trägt. Schienen wie bei den übrigen Arten,
die Hinterschienen an der Basis schmal, dann allmählich verbrei-
tert (stärker als bei obesa) und leicht gekrümmt. Tarsen schmal,
Klauenglied fast so lang wie die übrigen zusammen.
Patria: 4 Stück aus El Calafate, S. Cruz, 5. 3. 48. (Holo-, Allo-
und Paratypen in coll. G. Frey.) 1 Stück aus Sta. Cruz, Patago-
nien, C. Darwin. (Darwin coll. 1855.) Paratype in coll. British Mu-
seum. 1 Stück (Paratype) Patagonien, Golf St. Georges, Coli-
Huape, leg. A. Tournoüer 1903, in coll. Museum Paris. 1 Stück
Valle Tunel, Sta. Cruz, coll. Richter in coll. Museum „Eva Peron“
La Plata.
E. atronitens ist der obesa sehr ähnlich, gekennzeichnet durch
die geringere Größe, durch den stark glänzenden Körper, durch
die stärker verbreiteten und leicht gekrümmten Hinterschienen
und durch die längeren Beine.
4. E. nitens n. sp.
Das ganze Tier schwarz, lackglänzend, Hinterkörper fast
kreisrund, oben abgeflacht. Länge: 10-—12 mm, Breite: 5—6 mm.
E. nitens sieht der FE. atronitens in der Farbe und Gestalt sehr
ähnlich und unterscheidet sich durch folgende charakteristische
Merkmale: Halsschild etwas breiter, die Seiten gleichmäßiger und
stärker gebogen, besonders im letzten Drittel. Vorderrand mit
einer kräftigeren Randleiste, Vorderwinkel etwas weiter vorste-
hend. Die Punktur der Flügeldecken ist irregulärer. Auch die Hin-
terschenkel haben einen sehr großen, gekrümmten Zahn mit einer
breiten Basis, so daß die Schenkel verdickt sind. Die Knie der
Hinterbeine überragen ziemlich das Flügeldeckenende. Hinter-
schienen an der Basis stärker gekrümmt. E. nitens ist also, trotz
der großen Ähnlichkeit sehr leicht von atronitens zu unterscheiden.
E. multipunctata Gurt., die ebenfalls einen Hinterschenkel-
zahn hat, ist bedeutend größer, matt oder nur leicht glänzend,
gewölbter und der Hinterkörper ist nicht kreisrund, sondern mehr
oval. Die Knie der Hinterbeine erreichen knapp das Flügeldecken-
ende oder überragen es nur unbedeutend, Hinterschienen sind ganz
gerade.
Mit den übrigen Arten der Gattung, die alle keinen Hinter-
schenkelzahn haben, kann nitens nicht verwechselt werden.
30*
466 Entom. Arbeiten aus,dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
1 Stück (Holotype) aus Patagonien ex coll. Gebien in coll. G.
Frey; 1 Stück aus Santa Cruz und 1 Stück ohne Fundort, (Para-
typen) ex coll. Richter in coll. Museum „Eva Peron“ La Plata.
5. E. coriacea n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 1)
Ganz schwarz, Oberseite leicht, Unterseite stark glänzend,
kurz oval. Länge: 13—15 mm, Breite: 7—6 mm.
Kopf an den Schläfen am breitesten, ziemlich gewölbt.
Augen klein, schmal. Wangen seitlich leicht vorstehend und nach
vorne schräg und fast gerade verengt. Vorderrand des Glypeus
fast gerade, Clypealfurche gebogen, in der Mitte deutlich einge-
schnitten. Schläfen nach hinten schwach verengt. Die Oberfläche
ist ungleichmäßig mit gröberen und feineren Punkten dicht be-
setzt. Die Fühler überragen etwas die Mitte des Halsschildes, Glied
3 so lang wie 4 und 5 zusammen. Die letzten 4 Glieder haben eine
halbkugelige Form und sind breiter als lang. Mentum fast trapez-
förmig, auf jeder Seite mit einem Eindruck und grob punktiert.
Halsschild 11/;mal so breit wie lang, ziemlich flach, größ-
(e Breite weit hinter der Mitte, nach hinten völlig verrundet, keine
Hinterwinkel bildend, nach vorne im gleichmäßigen flachen Bogen
ziemlich verengt. Basis fast gerade mit wulstigem Rand, Vorder-
rand ganz schwach ausgebuchtet, mit flacher aber breiter Rand-
kante, Vorderwinkel schwach vorstehend und verrundet. Seiten-
rand flach abgesetzt und leicht aufgerichtet. Die Scheibe ist grob
und dicht punktiert und ist vor der Basis flach eingedrückt.
Flügeldecken kurz oval, stark gewölbt, größte Breite in
der Mitte, stark lederartig quergerunzelt mit einzelnen in der
Runzelung kaum erkennbaren Punkten. Die kaum angedeuteten
Rippen verschwinden ebenfalls in der Runzelung. Die Zwischen-
räume haben an den Seiten schwache Höckerreihen. Seitenrand
ohne Randkante. Epipleuren schmal, quergerieft und reichen fast
bis ans Ende.
Prosternum zwischen den Hüften verbreitert, in der
Mitte gesattelt, nach vorne und hinten steil abfallend, hinten ohne
Fortsatz und am Vorderrand quergerunzelt. Propleuren kräftig
punktiert. Mesosternum geneigt, gerunzelt, ohne Kanten und
Ecken. Metasternum hat in der Mitte hinten eine tiefe Grube, die
auch auf den breiten, ungerandeten, vorne gerade abgeschnittenen
Interkoxalfortsatz des Abdomen übergreift. Abdomen fein punk-
tiert, die Segmente an der Basis mit Längsriefen und an den Sei-
ten mit + deutlichen Eindrücken. Beine kurz, Knie der Hinter-
{
|
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|
|
|
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden
20
schenkel erreichen nicht das Flügeldeckenende, sehr stark glän-
zend, fein punktiert, nur am Vorderschenkel mit einem kräftigen,
spitzen Zahn, die Außenseite an den Vorderschienen ist fast glatt
und nicht gesägt, am Ende ein lappenähnlicher Zahn. Hinterschie-
nen dünn und gerade, Tarsen kräftig, Klauenglied groß.
Patria: 18 Stück Estanzia la Cristiana (Lago Argentino) Santa
Cruz, 11. 3. 53, coll. A. Willink. (Holo-, Allo- und Paratypen in
coll. Willink und coll. G. Frey.)
E. coriacea ist ebenfalls mit obesa verwandt, durch die leder-
artig gerunzelten Flügeldecken von dieser und allen anderen Ar-
ten leicht zu unterscheiden.
6. E. multipunctata Curt. (Taf. XXIV, Fig. 2)
Curtis, Tr. Linn. S. Lond. 19, 1845, p. 461. Taf. +1. Fig. 5. —
Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 468.
Typus im British Museum.
(— granocostata Fairm.)
Fairmaire, Ann. Fr. 74. 1905, p. 2%.
Typus im Pariser Museum.
Auf Grund der Typen von multipunctata und granocostata
konnte ich feststellen, daß es sich um eine und dieslbe Art handelt,
die Unterschiede sehr gering und liegen innerhalb der Variations-
breite. E. granocostata ist ein Synonym von multipunctata.
E. multipunctata ist im Gebien-Katalog, p. 300, zu unrecht als
Synonym bei obesa angeführt, sie ist eine eigene Art und unter-
scheidet sich durch folgende Merkmale von obesa: Halsschild-
seitenrand gleichmäßig gebogen, Vorderwinkel kaum vorstehend.
Flügeldecken stärker gewölbt, etwas gestreckter, die Seiten sind
nicht halbkreisförmig gerundet, die Höcker an den Seiten sind
schwächer, Rippen sind nicht zu erkennen, die Oberseite ist dich-
ter und gröber punktiert. Hinterschienen auf der Unterseite in der
Nähe des Knies etwas ausgebuchtet, Hinterschenkel hat ebenfalls
einen starken Zahn. Eine weit verbreitete und häufige Art.
Beschrieben ist die Art aus Port Famine; weitere Fundorte
sind: Punta Arenas; Falkland Ins.; Terra del Fuego; Magellanes.
Ta Dı multipunctata ssp. eurvidens n.
Von der Stammform durch folgende Merkmale unterschie-
den: Etwas größer, Länge 14—16 mm. Der Hinterschenkelzahn ist
2—3mal so lang wie der der Vorderschenkel und an der Spitze
468 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
gekrümmt, so daß zwischen Zahnspitze und Knie eine halbkreis-
förmige Ausbuchtung entsteht, ähnlich wie bei E. nitens n. sp.
Dieses Merkmal ist sehr konstant, Übergänge habe ich nicht be-
merkt. Die Oberseite der Flügedelcken ist gröber punktiert. Die
Klauenglieder, besonders die vorderen, sind dieker. Die Möglich-
keit, daß es sich um eine eigene Art handelt, ist nicht ausgeschlos-
sen, bei den ungenügenden Fundortsangaben aber jetzt noch nicht
feststellbar.
1 Stück (Holotype) aus Gob. de Santa Oruz, ex coll. Wittmer
in coll. G. Frey; 5 Stück (Paratypen) Chile, Magelanes, Laguna
Amarga 10. 11. 1953, leg. E. Perelli in coll. Zool. Staatss. München;
ö Stück (Paratypen) aus S. Julian, 5. Cruz P. Gaggera im Museum
„Eva Peron“ La Plata; 1 Stück (Paratype) S. America, C. Darwin,
im British Museum.
6. E. erenatocostata Blanch. (Taf. XXIV, Fig. 5)
Blanchard, Voy. d’Orb. 1843, p. 195, Taf. 13, Fig. 4. — Bur-
meister, Stett. Z. 36, 1875, p. 467. — Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905,
p- 2%.
Der Typus ist mir unbekannt.
In allen Sammlungen sind die als crenatocostata bestimmten
Tiere von der gleichen Art. Die Beschreibung von Blanchard ist
sehr ungenau, er erwähnt den Vorderschenkelzahn nicht, ferner
gibt er den Seitenrand des Halsschildes als leicht krenuliert an,
aber keine Art der Gattung hat einen solchen. Die Beschreibungen
von Burmeister und Fairmaire dieser Art stimmen mit den Tieren,
die in allen Sammlungen als crenatocostata bestimmt sind, über-
ein. Wenn die Type, die im Pariser Museum sein müßte und die
ich dort nicht gefunden habe, nicht doch noch gefunden wird,
kann wohl nicht mehr geklärt werden, was Blanchard unter cre-
natocostata gemeint hat. Vollständigkeitshalber bringe ich die
Abschrift der Originaldiagnose.
609. Emalodere a costes er@neles, Emalodera crenaticostata. P. XIII. Fig.
4. — Nigra; thorace angulosa, parce punctato, marginibus paulo crenatis; ely-
tris obscure nigris, octo-costatis; his costis suturaque postice tuberculis acutis
instructis; costis duabus internis antice laevibus. Long. 15 mm. Trouv£ sur lo
cöte de Patagones, au nord du Rio Negro.
Viel größer als die vorhergehenden Arten, schwarz, flach bis
leicht gewölbt, stark glänzend. Länge: 15—20 mm, Breite: 5 bis
11 mm.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 469
Kopf breit, kurz, schwach gewölbt, an den Augen am breite-
sten, Wangen schmäler als die Augen, nach vorne ziemlich gerade
verengt. Vorderrand des Ulypeus im schwachen Bogen ausgeschnit-
ten, Ecken verrundet. Olypealfurche gerade oder leicht gebogen,
in der Mitte tief gefurcht, an den Seiten flach. Die Oberseite des
Kopfes ist spärlich und fein punktiert. Halsschild ziemlich
flach, größte Breite im letzten Drittel, nach hinten im starken,
nach vorne im flachen Bogen oder gerade verengt. Seitenrand stark
abgesetzt und aufgerichtet. Basis leicht gebogen, Hinterwinkel
nicht vorstehend und stumpf. Vorderrand im flachen Bogen aus-
geschnitten, Vorderwinkel vorstehend, stumpf. Scheibe flach, spär-
lich punktiert, Längslinien in der Mitte angedeutet, vor dem
Schildchen mit einem Quereindruck, alle Seiten fein gerandet.
Flügeldecken kurz oval, kreisförmig, 11/, mal so lang
wie breit, am Ende sehr kurz schwanzförmig verlängert, oben flach
oder leicht gewölbt. Es sind je 7 Höckerreihen gebildet, die Höcker
der ersten 3 Reihen sind spärlich und vor der Mitte, manchmal
auch ganz am Ende erloschen. Von der 4. Reihe werden die Höcker
immer dichter und reichen bis zur Schulter. Die Seitenrandreihe,
von oben sichtbar, besteht aus 90—110 kleinen, sehr gleichmäßigen
dicht gedrängten, spitzen Höckern, die nächsten 2 Reihen sind nicht
mehr so dicht (30—50 Höcker). Der umgeschlagene Teil hat 2
Höckerreihen, die manchmal sehr dicht sind, manchmal nur aus
einzelnen Höckerchen bestehen. Die Zwischenräume sind flach,
manchmal dicht und fein, manchmal sehr spärlich punktiert. Pro -
sternum zwischen den Hüften mit Längsfurchen, hinten senk-
recht abfallend und einem Zapfen am Grunde. Propleuren fast
glatt. Beine kräftig, eingestochen punktiert und quergerieft. Vor-
derschenkel mit einem kräftigen und spitzen Zahn. Knie der Hin-
terbeine erreichen die Flügeldeckenspitze nicht. Alle Schenkel auf
der Oberseite mit einer Kante.
Beschrieben wurde die Art aus Patagonien, Rio Negro. Weitere
Fundorte liegen mir vor: Comodore Rivadavia; Puerto Madryn
und mit ungenauen Angaben, wie Chile und Patagonien.
9. E. crenatocostata ssp. opacula n. (Taf. XXIV, Fig. 4)
Etwas größer als die Stammform, schwarz, fast matt. Länge:
19—21 mm, Breite: 9—10 mm.
Ssp. opacula unterscheidet sich in folgenden Merkmalen von
crenatocostata. Oberseite des Kopfes kräftiger punktiert. Hals-
schild gleichmäßig gewölbt, größte Breite kurz hinter der Mitte,
470 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
11/, mal so breit wie lang, Seitenrand ist gleichmäßig gebogen,
kaum abgesetzt und nicht aufgerichtet. Basis etwas schmäler als
der Vorderrand, gerade mit einer etwas gehobenen Randleiste,
Hinterwinkel stumpf und nicht vorstehend. Vorderrand im flachen
Bogen ausgeschnitten, in der Mitte nicht gerandet, Vorderwinkel
ziemlich stark und fast spitz vorstehend. Scheibe in der Mitte mit
einer feinen Längslinie, mäßig dicht und fein punktiert. Flügeldek-
ken matt, oben flach, die #., 5. und 6. Reihe viel diehter mit Hök-
kern besetzt. Die 2 Höckerreihen am umgeschlagenen Teil der
Flügeldecken nicht verkürzt und sehr dicht. Zwischenräume fein
gerunzelt. Unterseite und Beine wie bei crenatocostata. Schenkel
oben kaum gekantet.
Patria: 4 Stück aus Argt. Fama Balastro 1922, leg. Weiser;
1 Stück aus Argt. Nacimiento, XII. 1921, leg. Weiser, (Holo- und
Paratyenp) ex coll. Wittmer in coll. G. Frey; 1 Stück aus Naci-
miento (Paratype) in coll. Ungarisches National Museum. 5 Stück
Bajo Hondo, 1 Stück Mendoza, 4 Stück Oatamarca (Paratypen) in
Museum „Eva Peron“ La Plata.
Es ist möglich, daf die ssp. opacula eine eigene Art ist, was
ich bei dem geringen Material nicht feststellen konnte.
10. E. ovata n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 5)
Groß, schwarz, leicht glänzend, Hinterkörper eiförmig, ziem-
lich gewölbt. Länge: 17”—20 mm, Breite: 8&—9 mm.
Kopf leicht gewölbt, Wangen seitlich schwach vorstehend,
nach vorne leicht ausgeschweift verengt. Vorderrand des Clypeus
kaum ausgebuchtet. Clypealnaht scharf eingeschnitten. Oberseite
mäßig dicht und fein punktiert. Fühler fein, überragen etwas die
Mitte des Halsschildes. 3. Glied so lang wie die nächsten 2 zusam-
men. Mentum klein, quer, mit einem Längskiel in der Mitte, die
Seiten sind niedergedrückt.
Halsschild leicht und gleichmäßig gewölbt, 11/3 mal so
breit wie lang, größte Breite hinter der Mitte, nach vorne fast in
gerader Linie, nach hinten im Bogen verengt. Seitenrand kaum ab-
gesetzt und nicht aufgerichtet. Basis so breit wie der Vorderrand,
gerade, fein gerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend und verrun-
det. Vorderrand im schwachen Bogen ausgeschnitten, mit feiner
Iiandkante, Vorderwinkel etwas vorstehend und verrundet. Scheibe
-+ dieht punktiert mit glatten Stellen, Längsmittelfurche ange-
deutet.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 47]
Flügeldecken-+ eiförmig, hinten kaum schwanzartig ver-
längert, mit je 7 Höckerreihen, die ersten 3—4# sind oben er-
loschen und nur hinten sichtbar, die 5. und 6. hat 30—55, die
äußerste 80—90 kurze Höcker. Der umgeschlagene Teil hat 2 Hök-
kerreihen, die hinten und vorne manchmal verkürzt sind. Die Zwi-
schenräume sind unregelmäßig und fein punktiert und leicht leder-
artig gerunzelt. Beine kräftig, glänzend, geraspelt punktiert. Nur
die Vorderschenkel haben einen spitzen Zahn. Schenkel 3-kantig.
Vorderschienen breit mit dem üblichen Zahn.
Patria: 1 7’ und 19 aus Chubut (Holo- und Allotype) ex coll.
Wittmer in coll. G. Frey; 5 Stück aus Patagonien, Golf de St.
Georges, Coli-Huapi, leg. Tournoüer 1903 und 1 Stück Patagonien
ohne nähere Angabe (Paratype) in coll. Museum Paris; 1 Stück
aus Val de Lago Blanco, Patagonien 1903 (Paratype) in coll. Bri-
tish Museum; 1 Stück aus Patagonien Tehuelches (Paratype) in
coll. Ungarisches National Museum, 5 Stück aus Chubut, ex coll.
Richter in coll. Museum „Eva Peron“ La Plata.
11. E. hirtipes n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 6)
Dunkelpechbraun, fast schwarz, schwach glänzend, oben ab-
geflacht, Hinterkörper fast rund. Länge: 14—17 mm, Breite: 6
bis 10 mm.
Kopf so breit wie lang, flach. Augen sehr schmal, Wangen
so breit wie die Augen, nach vorne fast gerade verengt. Vorderrand
des Clypeus fast gerade, Ecken verrundet. Clypealfurche deutlich
und gebogen. Die Oberfläche des Kopfes spärlich und fein punk-
tiert, Clypeus fast glatt. Fühler sehr dünn, überragen etwas die
Mitte des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die nächsten 2 zusam-
men, Endglieder nicht verbreitert und rundlich.
Halsschild schmal, kaum breiter als lang, gröfste Breite
hinter der Mitte, Seitenrand schwach gebogen, kaum abgesetzt und
nicht aufgerichtet. Basis schmäler als der Vorderrand, im leichten
Bogen ausgeschnitten, Randkante etwas gehoben. Hinterwinkel
stumpf. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel ziem-
lich stark und fast spitz vorgezogen. Scheibe ziemlich flach, in der
Mitte fein, an den Seiten dichter und gröber punktiert.
Flügeldecken fast kreisrund, am Ende etwas schwanz-
förmig verlängert und schwach verengt, oben flach. Mit je 7 Rei-
hen feiner Höcker. Die Nahtreihe und die zweite sind spärlich be-
setzt, oben fast erloschen. Von der 3. ab reichen die Höcker von der
Basis bis ans Ende und werden nach außen immer dichter, die
472 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
äußersteReihe hat ungefähr 100 Höcker, der umgeschlagene Teil
hat nur einzelne Höcker. Die Zwischenräume sind flach und irre-
gulär punktiert. Der äußere Rand der Epipleuren ist von der Mitte
ab oder wenigstens am Einde in Höcker aufgelöst und an dieser
Stelle mit langen weichen Härchen spärlich bedeckt.
Prosternum wie bei crenatocostata, Propleuren fast glatt.
Beine kräftig und lang, die Knie der Hinterbeine erreichen oder
überragen das Flügeldeckenende. Vorderschenkelzahn sehr spitz.
Die Hinterschenkel sind oben gekantet und mit langen weichen
Härchen spärlich besetzt. Hinterschienen etwas verbreitert, die
breiteste Stelle ist in der Mitte und ebenfalls auf der Unterseite
behaart, Tarsen fein und kurz.
Patria: 1 5 und 1 9 aus Neuquen (Holo- und Paratype) ex
coll. Wittmer in coll. G. Frey; 1 Stück aus Neuquen, leg. Weiske
(Paratype) in coll. Ungarisches National Museum; 1 Stück aus
Neuquen, leg. Dr. Lendl 1907 (Paratype) in coll. Museum Paris;
ein Stück aus Chile? in coll. Frey. 3 Stück Tapiluque; 1 St. Ag.
Cecilio; 1 St. G. Gonesa; 1 St. Mendoza (Paratypen) in coll. Mu-
sem „Eva Peron“ La Plata. |
E. hirtißes ist ebenfalls mit crenatocostata verwandt, zeichnet
sich aber durch die Behaarung der Hinterschenkel und der Epi-
pleuren aus. Auch der Halsschild ist schmäler und der Hinter-
körper am Ende leicht verengt.
12. E. inflatithorax n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 7)
Schwarz, schwach glänzend, Hinterkörper fast rund, Taille
sehr eng. Länge: 14—158 mm, Breite: 6&—10 mm.
Kopf wie bei crenatocostata. Fühler kurz, überragen nur
wenig die Mitte des Halsschildes, Glied 3 länger als 4 und 5 zu-
sammen, die letzten 4 Glieder sind verbreitert und flach. (Bei
crenatocostata rund.) Mentum fast rechteckig, rauh, in der Mitte
längsgewölbt, an den Seiten leicht eingedrückt.
Halsschild 11/, mal so breit wie lang, leicht gewölbt,
größte Breite im letzten Drittel, nach hinten stärker, nach vorne
schwach gebogen verengt. Basis so breit wie der Vorderrand, leicht
gebogen, der Rand etwas aufgehoben, Hinterwinkel verrundet. Sei-
tenrand schmal abgesetzt und fast steil aufgerichtet. Vorderrand
in der Mitte fast gerade, an den Seiten vorgezogen, Vorderwinkel
verrundet. Von oben gesehen stehen die Propleuren seitlich vor.
Die Scheibe ist in der Mitte fein, an den Seiten gröber, fast gerun-
zelt punktiert, und hat vor der Basis einen Eindruck.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 473
Flügeldecken ziemlich rund, oben flach, zur Basis etwas
geneigt und am Ende schwach schwanzförmig vorgezogen. Rippen
sind angedeutet, nur die äußeren 2 oder 3 haben zusammenhän-
gende, von der Schulter bis ans Ende reichende Höckerreihen, die
äußerste ist von oben sichtbar und hat 45—55 etwas ungleich-
mäßige Höcker. Der umgeschlagene Teil hat 2, manchmal stark
verkürzte Höckerreihen und ist fein chagriniert. Epipleuren gleich
breit und am Ende etwas verkürzt.
Prosternum zwischen den Hüften längsgefaltet, hinten
steil abfallend und am Ende verdickt, nach vorne geneigt, kaum
punktiert. Propleuren aufgebläht. Mesosternum fast glatt, ohne
Kanten und Ecken. Metasternum und Abdomen kaum punktiert.
Die Beine sind kräftig und auffallend lang, die Knie der Hinter-
beine überragen ziemlich weit die Flügeldecken. Nur die Vorder-
schenkel haben einen Zahn. Alle Schenkel sind schwach punktiert
und sind auf der Oberseite nicht kantig, sondern gewölbt. Vorder-
schienen flach, außen gesägt, Dorn am Ende breit und verrundet.
Tarsen lang und schmal.
Patria: 1g’und 1 9 aus Prov. Neuquen ohne genauere Angabe,
(Holo- und Allotype) in coll. G. Frey; 1 Stück aus Neuquen 1907,
leg. Dr. Lendl und 1 Stück aus Patagonien du rio Senger a St. Cruz,
leg. de la Vaulx 1897 (Paratypen) im Museum Paris; 4 Stück Argt.
N. W. Patagonia 1000—3000 ft. Dez. 1919, leg. H. E. Box und
1 Stück aus Valle del Lago Blanco, Patagonia 1905 (Paratypen) im
British Museum, 2 Stück aus Neuquen in coll. Museum „Eva Peron“
La Plata (Paratypen).
£. inflatithorax ist am nächsten mit erenatocostata verwandt,
letztere hat keine aufgeblähten Propleuren, nur schwach aufge-
richtete Seitenränder des Halsschildes, ist glänzender und hat eine
breitere Taille, vor allem aber hat die äußerste Höckerreihe der
Flügeldecken 90—110 ganz gleichmäßige Höcker, die Beine sind
kürzer, die Knie der Hinterbeine erreichen nicht oder gerade noch
das Flügeldeckenende.
13. E. perlifera Burm. (Taf. XXIV, Fig. 8)
Burmeister, Sett. Z. 36, 1875, p. 467. — Fairmaire, Ann. Fr. 74,
1905, p. 290.
Typus im Zool. Museum der Univ. Halle.
Größte Art, schwarz, matt, gewölbt. Länge: 24—27 mm,
Breite: 10—14 mm.
474 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf verhältnismäßig klein, etwas länger als breit, ziemlich
flach, fein und dicht punktiert. Wangen so breit wie die Augen,
Vorderkopf trapezförmig, Vorderecken verrundet. Clypealfurche
gebogen. Fühler fein, dünn, überragen etwas die Mitte des Hals-
schildes. Glied 3 so lang wie die folgenden 3 zusammen, Endglieder
schmäler als das 3. Glied. Mentum klein, queroval, an den Seiten
mit Eindrücken. Halsschild 1!/, mal so breit wie lang, gröfßste
Breite in der Mitte. Seiten gleichmäßig + schwach gebogen,
manchmal, vorne leicht ausgeschweift, schmal abgesetzt. Basis 50
breit wie der Vorderrand, Hinterwinkel nicht vorstehend und ver-
rundet. Vorderrand in der Mitte gerade, an den Seiten vorstehend,
Vorderwinkel rechteckig, die Scheibe ist + fein und dicht punk-
tiert, ohne nennenswerte Eindrücke. Flügeldecken sehr bau-
chig und breit, beim © 2mal so breit wie der Halsschild, (beim 4
schmäler), oben etwas abgeflacht, an den Seiten und hinten sehr
stark gewölbt, zur Basis ziemlich geneigt. Die ersten 3 Höcker-
reihen sind vor der Mitte entweder ganz erloschen oder sehr un-
deutlich und flach, an den Seiten und hinten sind die Höcker klei-
ner, spitz und dicht. Die Zwischenräume sind flach, quergerunzelt
und haben in der Mitte eine Reihe Höcker, die oben sehr spärlich,
an den Seiten dichter stehen, aber niemals so dicht wie die Haupt-
reihen. Der umgeschlagene Teil hat ebenfalls dichte und dazwi-
schen spärliche Höckerreihen, die bis an die Epipleuren reichen,
da der Seitenrand nach unten gleichmäßig gewölbt ist, ist eine
Seitenrandkante nicht vorhanden. Prosternum zwischen den
Hüften breit, längsgefurcht, nach hinten und vorne geneigt. Pro-
pleuren nicht oder fein punktiert. Mesosternum mit einer breiten
Längsfurche. Abdomen fein punktiert. Beine kräftig und lang,
geraspelt punktiert, Mittel- und Hinterschienen scharf dreikantig,
die Fläche zwischen den oberen Kanten ist etwas convex.
Beschrieben wurde die Art aus Mendoza und Catamarca, wel-
tere Fundorte sind: Neuquen; Argt. Prov. Salta 2500 m; S. del
Estero; Rioja-Patquia Argt.; San Juan de Cuyo.
E. perlifera ist sehr auffallend durch ihre Größe, die plumpe
und längliche Form und leicht von den übrigen Arten zu unter-
scheiden.
Bestimmungstabelle der Gattung Emmallodera
1 (2) Die Vorder- und Hinterschenkel haben in der Nähe des
Knies einen deutlichen Zahn
|
j
!
|
|
2 (1)
3(8)
Ha
En
Qi
N
5 (4)
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 475
A) Größere Art, fast matt oder schwach glänzend. Flügel-
decken gleichmäßig gewölbt und etwas eiförmig. Die
Knie der Hinterbeine erreichen knapp das Flügeldek-
kenende oder überragen es nur ganz unbedeutend, Hin-
terschienen an der Basis nur ganz leicht gekrümmt.
a) Länge 12—14 mm. Hinterschenkelzahn nicht größer
als der des Vorderschenkels und nicht gekrümmt.
Punktur der Flügeldecken mäßig grob.
N A Er a EEE multipunctata Gurt.
b) Länge 14—16 mm. Hinterschenkelzahn 2—3mal so
lang wie der vordere und an der Spitze gekrümmt.
Punktur der Flügeldecken gröber. N aA
REITER multipurctela ssp. eurvidens n.
B) Kleinere Art, 10—12 mm. Schwarz, lackglänzend, Hin-
terkörper fast kreisrund, oben abgeflacht, die Knie der
Hinterbeine überragen bedeutend das Flügeldecken-
ende, Hinterschienen an der Basis deutlich gekrümmt.
he re Ne N nitens n. Sp.
Nur die Vorderschenkel haben einen Zahn.
Kleinere Arten (10—15 mm), die Höckerreihen der Flü-
geldecken sind + undeutlich, die Höcker stehen nicht sehr
dicht. Oben und am Absturz ohne oder nur mit vereinzel-
ten Höckern. Eine Ausnahme macht obesa ssp. costata,
diese hat an den Seiten und am Absturz deutliche Höcker-
reihen und auch oben deutliche Rippen. (Von der Gruppe
8 (3) durch die geringere Größe verschieden (11 bis
131/ mm).
Flügeldecken stark lederartig gerunzelt. Punktreihen und
Rippen in der Runzelung nicht zu sehen. Halsschild breit,
dicht punktiert, Seitenrand gleichmäßig gebogen, Basis
deutlich breiter als der Vorderrand, Hinterwinkel mit dem
Seitenrand verrundet. Beine kürzer, die Knie der Hinter-
beine erreichen nicht das Flügeldeckenende. Länge 13 bis
15 mm.
coriacea n. Sp.
Flügeldecken nicht oder schwach gerunzelt, Seitenrand des
Halsschildes nicht gleichmäßig gebogen, Basis ungefähr
so breit wie der Vorderrand, Hinterwinkel stumpf. Beine
länger, die Knie erreichen oder überragen das Flügeldek-
kenende.
476
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
6(7)
766)
8(3
Le
9 (16)
10 (15)
11 (14)
12 (13)
Kleiner, Oberseite stark glänzend, Höckerreihen an den
Seiten der Flügeldecken undeutlich, Hinterschienen etwas
verbreitert und leicht gekrümmt. Beine lang, die Knie
der Hinterbeine überragen das Flügeldeckenende. Länge
10—12 mm. ALT.
atronitens n. Sp.
N ar dehwach. slanzend an den Seiten der Flü-
geldecken befinden sich 3—+# deutliche, nicht unterbro-
chene Höckerreihen, die 3. oder #. von außen ist manchmal
vorne erloschen. Hinterschienen kaum verdickt und ge-
rade. Die Knie erreichen das Flügeldeckenende. Länge 12
bis 14 mm.
a) Flügeldecken ohne oder nur mit angedeuteten Rippen,
am Außenrand mit 2—3 zusammenhängenden Höcker-
reihen, Zwischenräume nur punkuzl Rs 12 bis
14 mm. ä :
oben Cucd
b) Hilnzeldkekenn mit je 7 deutlichen Rn die äußeren
Höckerreihen sind kräftiger und dichter, die Zwischen-
räume sind dichter punktiert und quergerunzelt. Länge:
11—131/ mm. en ee
NE obesa ssp. costata n.
Größere Arten (15—27 mm), die Höckerreihen an den
Seiten und hinten sind sehr deutlich und dicht mit Hök-
kern besetzt, oben sind sie vor der Mitte meistens er-
loschen.
Die 7. Reihe der Flügeldecken besteht aus sehr kleinen,
gleichmäßigen und dicht gedrängten Höckern, ungefähr
80—110.
Hinterschenkel und äußerer Rand der Epipleuren hinten
ohne lange Behaarung.
Flügeldecken + rund, oben abgeflacht, die äußeren 5 Rei-
hen der Flügeldecken sind mit gleichmäßigen, deutlichen,
nicht unterbrochenen Höckern besetzt, die äußerste Reihe
ist sehr regelmäßig, die Höcker sind spitz, sägeartig.
Glänzend, Halsschild im letzten Drittel am breitesten, von
da nach vorne fast gerade verengt, die #., 5. und 6. Reihe
sind nicht sehr dicht mit Höckern besetzt. Die 2 Höcker-
reihen am umgeschlagenen Teil sind stark verkürzt und
bestehen manchmal nur aus meinen Höckern. Länge 15
bis 20 mm.
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 477
crenatocostata Blanch.
3 12) 3 Matt, Falsschild haben is Mitte am breitesten und nach
vorne und hinten gleichmäßig gebogen, die #, 5. und 6.
Reihe der Flügeldecken sind dicht mit Flöckern besetzt,
die 2 Höckerreihen des umgeschlagenen Teiles sind nicht
unterbrochen. ee 19—21 mm. A
crenatocostata ssp. opacula n.
ar Flügeldecken Ze al, oben gewölbt, nur die äußeren 3
Reihen der Flügeldecken regelmäßig mit Höckern besetzt,
die Höcker der äußersten Reihe sind sehr kurz und abge-
ups us. el mm. 3 s
ovata n. Sp.
15 (10) IN schenkel nd 15 äußere Rand ae Epipleuren hin-
ten mit langen, weichen Haaren spärlich besetzt, Hals-
schild sehr schmal, kaum breiter als u Länge 14 Ib
17 mm. a
| en n. Sp.
16 ( 9 \i De ir AuBerele Reihe dee Flügeldecken besteht aus größe-
ren, en unregelmäßigen Höckern, ungefähr 40—60.
17 (18) Kleinere Art, Flügeldecken ziemlich rund, Halsschildsei-
tenrand aufgerichtet, die Propleuren stehen, von oben ge-
sehen, seitlich etwas vor. Nur die 3 äußeren Höckerreihen
sind nicht unterbrochen oder verkürzt. Die 7. Reihe bildet
die Seitenrandkante. Länge 14—18 mm. 5
ö latchoraes n. Sp.
18 (17) Größte A sh an an Seen und hinten stark gewölbt,
dadurch ist eine Seitenrandkante nicht gebildet. Nur die
ersten 3 Höckerreihen sind vorne verkürzt. Die Zwischen-
räume haben in der Mitte eine Reihe + spärlicher Höcker,
die besonders an den Seiten sehr deutlich sind. Die Art
sieht einem Scotobius casicus ähnlich. Länge 24—27 mm.
perlifera Burm.
478 Entom. Arbeiten aus dem Museum CE Frey, Bd. 6, 1955
Diastoleus So!.
Emmallodera Sol.
Gonogenius Sol. .
Leptynoderes Sol. .
akidioides Wat.
alaticollis n. sp.
antarticus Gu£r. 1.
armentarius Lac.
asperatus Er.
atacamensis Germain
atronitens n. sp.
bicarinatus Sol.
bicostatus n. ssp.
brevicollis n.ssp.
brevipes Wat.
brevis Phil.
bullatus Curt.
caraboides Fairm.
carınatus Sol.
casicus Lac.
clathratus Guer.
collaris Gu£er.
coriacea n. Sp.
costata n. ssp.
costatus Gu£r. (Psamm.) :
costatus Guer. (Scot.)
crassicornis Wat.
erassus n. Sp. .
crenatocostata Blanch.
erenicollis Phil.
cribricollis Fairm.
erispatus Germ.
curvidens ssp. ie:
depressicollis Fairm.
egenus n. ssp.
elegans Fairm.
elongatus. . „
emarginicellis n. sp.
exaratus Er.
Freyi n. sp.
fuscula n. sp.
Gayi Sol.
Gebieni n. sp. (Psamm.) :
Gebieni n. sp. Ss
gracilis Er. :
granocostata Fairm.
granosus Lac.
hirtipes n. sp.
Register
Gattungen.
399 Psammetichus Latr. . . . . . 385
462 Fseudoscotobius n. gen... . . . 393
401 Scotobius Germ. un T. Sl
395
Arten.
ii! hystricosus Berg, ne 2.0 0. 125
413 inflatithorax n. SP. . . . x... 472
+30 Kirbyi Sol. ,, . Sr
403 laeviusculus”Phill. 2er me 445
431 laticollis.Berg, ..= . 222: . 398, 410
443 Leechi n. sp. . SE Nies 439
464 Michelbacheri n. sp. Fer
399 miliaris Billb.- . ... en n 2.478
402 multipunctata Curt: „2 2.. 40m
416 muricatus Guer. 2 1 es Al
447 nitens_n.. Sp. 20%. set, dw
448 obesa Guer.. ... . Rimen are rtor
430 obseurus .n.. sp. ..: 222 790.420
438 opaeula n. ssp.. . ..... 0. 0.469
386 ovalis Guer.. ... 0 LE
421 ovata n.’5p...!. 2% ae
418 planatus Er... .. #2 3= 4 co u
. 400 planicosta.Guer... .. a0
. 466 planipennis n. sp. . . . . . 417
. 463 Penai n.:sp. . 0.0 sache. 2330
. 309 perlatus Burm. „on v0 2
408 perlitera:Burm. zrawan 32) 20
. 387 Pilipes-Guer. = 22, re ae
406 pılularıs Germ» 2 „ ur 00
468 porcatus Lac. . er.
. 434 punctatellus Blanch.... u... . 44
441 punctatus Eseh.- a2 2 02....002
415 punetithorax n. sp. . . . . . 427
467 quadricostatus Fairm. . . . . 453
410 Rossi n--sp. 2 . 0. nl
418 rugicellis. Sol. „m set
412 rugosulus Guer.!Q. 0. 222.702..432
Al similis n. ssp. . a
ar strangulata Fairm. (Lept.) 97 396
409 strangulata Fairm. (Pseudose.) . 394
424 subgranosus n. sp. . . 2... #24
397 substriatus‘ Guer..
433 tristis Guer... 2... Eee
. 389 tuberculata Curt. . 7.2 zu. 033
451 varicosa Germ.. . „2. Eee 098
. 308 vulgaris Guer. ..r. Sword
467 Weyrauchi n. Sp... . . . ... 450
423 Wittmeri n. sp. . .°.7.720.-496
#7] Zischkai n. sp. ...:. -...- 2... 328
H. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 479
Neue Tenebrioniden aus Sudamerıka
Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden
Von H. Kulzer, Museum G. Frey,
Kine neue Gattung der Tribus Araeoschizin:.
Schizaraeus n. gen.
Klein, langgestreckt, Halsschild und Basis der Flügeldeceken
stark eingeschnürt, ungeflügelt, nackt. Kopf sehr lang, größer als
der Halsschild. Augen klein, seitlich stehend. Clypeus nicht ausge-
schnitten, Oberlippe nicht sichtbar. Die Fühler überragen die Basis
des Halsschildes, 3. Glied sehr lang und dick, vom #. ab werden
die Glieder immer kleiner. Endglied am kleinsten, mit dem 10.
nicht verwachsen. Maxillartaster lang, dünn, Endglied spindelför-
mig. Mandibeln schmal und vorne leicht gespalten. Halsschild län-
ger als breit, mit einer sehr scharfen Seitenkante. Basis und Vor-
derrand ohne Randleiste, Vorderwinkel verrundet. Flügeldecken
an der Basis sehr schmal, nach hinten stark birnenförmig erweitert,
mit messerscharfen Seitenrändern und ebensolchen Rippen. Epi-
pleuren vorne verkürzt. Prosternum hinten steil abfallend, ohne
Fortsatz. Vorderhüften ganz am Ende der Vorderbrust und hinten
offen. Trennungslinie der Propleuren nicht zu sehen. Mesosternum
zwischen den Hüften schmal, nach vorne geneigt, ohne Kanten und
Ecken. Beine lang und dünn, Schienen gerade, ohne Kanten. Tar-
sen einfach, Klauenglied vorne gerade abgeschnitten. Abdomen
ohne Gelenkhäute.
Genotypus: acuticosta.n. sp.
Schizaraeus ist mit der einzigen Gattung der Tribus, Araeo-
schizus, die aber nur in Californien, Arizona und Nord-Mexico
vorkommt, nahe verwandt. Letztere unterscheidet sich durch fol-
gende Merkmale: 1. Fühlerglied ist am längsten, die folgenden
werden allmählich kürzer, Glied 10 groß und mit dem Eindglied
fast verwachsen. Seitenrand der Wangen berühren die Augen nicht.
Flügeldecken schmäler, fast parallel. Alle mir bekannten Arten
dieser Gattung sind + dicht mit Schuppen bedeckt.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 sl
480 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Sch. acuticosta n. sp. (Taf. XIX, Fig. 3)
Klein, gelb, unbehaart, Vorderkörper schmal, Hinterkörper
stark birnförmig erweitert. Länge: 5 mm, Breite: 2 mm.
Kopf lang, oval, groß, länger und breiter als der Halsschild,
die Seiten sind leicht gebogen. Augen klein, rund, gewölbt, grob
fazetiert. seitlich sehend, ungefähr in der Längsmitte des Kopfes
gelegen, oben und unten von je einem Längskiel begrenzt, die Kiele
beginnen an den Wangen und enden an der Halseinschnürung, der
Raum zwischen den Kielen ist concav. Die Wangen stehen seitlich
vor, berühren die Augen in der Mitte des Vorderrandes, der Seiten-
rand ist gekielt und mit dem Vorderrand des Clypeus verrundet.
Vorderrand des Clypeus niedergedrückt. In der Mitte des Kopfes be-
findet sich ein Längskiel, der von der Halseinschnürung bis zum
Vorderrand reicht. Der ganze Kopf mit Unterseite ist wabenartig
genetzt. Fühler grob, flach gedrückt, mäßig mit langen, borsten-
ähnlichen Haaren bedeckt, überragen etwas die Basis des Hals-
schildes. Glied 1 dick, 2 klein, kurz, breiter als lang, 3 dick, so
lang wie die nächsten 3 zusammen, am Ende doppelt so breit wie
an der Basis, die übrigen Glieder sind alle breiter als lang und
werden allmählich kleiner, Glied 10 quadratisch, Endglied am
kleinsten und rund. Mentum rechteckig, flach und rauh, Vorder-
rand im flachen Bogen ausgeschnitten.
Halsschild schmal, länger als breit, die Seiten leicht ge-
bogen. der scharfe Seitenrand ist stumpf gezähnt. Größte Breite
in der Mitte, zur Basis stärker und leicht ausgeschweift verengt.
Basis sehr schmal und gerade, Hinterecken nicht vorstehend und
rechtwinkelig. Vorderrand in der Mitte leicht im Bogen vorgezogen
und mit den Vorderwinkeln völlig verrundet. Auf der Scheibe be-
finden sich 2 scharfe Längsleisten, die von der Basis bis zum
Vorderrand reichen und nach vorne divergieren. Die Ober- und
Unterseite ähnlich wie der Kopf genetzt.
Flügeldecken mit sehr schmaler Basis, die gröfste Breite
ist hinter der Mitte und 5mal breiter als die Basis. Auf jeder Seite
befinden sich 2 messerscharfe hohe Rippen und eine ebensolche
Seitenrandkante. Nur die 2. Rippe endet in der Flügeldeckenspitze.
Naht oben schwach, hinten etwas stärker erhaben. Erster Zwischen-
raum schmal mit 2, zweiter und dritter doppelt so breit und mit
4 tief eingestochenen, durchscheinenden groben Punkten bedeckt,
die den ganzen Raum einnehmen. Seitenrandkante hinten plötzlich
verkürzt und fein und dicht krenuliert. Umgeschlagener Teil der
K. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 481
Flügeldecken mit 5 Punktreihen, die Epipleuren werden von einer
6. gebildet. Der Außenrand der Epipleuren ist nur hinten deutlich
und verschwindet vorne ganz.
Prosternum zwischen den Hüften schmal, nach hinten
steil abfallend, nach vorne schräg geneigt und in der Mitte bis zum
Vorderrand dachförmig gehoben. Abdomen grob, dicht und flach
punktiert. Beine dünn, einfach, ohne Auszeichnungen. Tarsen
schmal, erstes Glied am größten. Die Beine sind mit kurzen, sta-
cheligen Börstchen versehen.
Patria: 2 Stück, (Holo- und Paratype) Catamarca, Caspin-
chango, leg. Weiser, ex coll. Gebien in coll. G. Frey.
Eine neue Pilobalia (Nycteliini) aus Peru
P. Löffleri n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 9)
Groß, schlank, schwarz, glänzend, Flügeldecken und Hals-
schild kahl. Länge: 15—16 mm. Breite: 6—7 mm.
Kopf breit, kurz, leicht gewölbt. Augen quer, seitlich vor-
stehend. Wangen schmäler als die Augen, an den Seiten im Bogen
nach vorne verengt. Vorderrand des Clypeus leicht ausgebuchtet,
Ecken verrundet, Quereindruck vor der Stirne groß, flach. Die
Fühler überragen etwas die Basis des Halsschildes und sind beim 5
etwas länger. Mentum flach, vorne im Bogen ausgeschnitten, mit
borstentragenden Punkten besetzt.
Halsschild gewölbt, doppelt so breit wie lang, gröfste
Breite hinter der Mitte, nach hinten kaum ausgeschweilt und
schwach, nach vorne stärker verengt. Seitenrand nicht abgesetzt,
ohne Randkante. Basis doppelbuchtig, Hinterwinkel wenig vorste-
hend und stumpf. Vorderrand schmäler als die Basis, im Bogen
ausgeschnitten, Vorderwinkel wenig vorstehend und verrundet.
Scheibe glatt.
Fiügeldecken schmal, größte Breite hinter der Mitte.
Seitenrandkante stumpf, gerunzelt, sie zweigt im letzten Drittel,
schräg nach vorne zur Naht gerichtet, einen + deutlichen Ast ab.
Auf jeder Seite, näher dem Seitenrand, eine Dorsalrippe, die hinter
der Mitte erlischt. Der Raum zwischen der Rippe und dem Seiten-
rand ist grob gerunzelt, ebenfalls die Spitze der Flügeldecken. Der
Raum zwischen Rippe und Naht ist fast glatt. Der umgeschlagene
Teil der Flügeldecken ist fein chagriniert, bauchig erweitert, so
dafS er seitlich vorsteht und von oben in der ganzen Länge sichtbar
31:
48) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ist. Oberseite in der Quere schwach, hinten stark gewölbt. Die
Basis der Flügeldecken ist schmal und wird von dem Hinterwinkel
des Halsschildes ziemlich weit überragt.
Prosternum wie bei /reyi. Abdomen dickbauchig und sehr
flach punktiert. Die ganze Unterseite, Beine und Fühler mit feinen
silbergrauen Härchen spärlich bedeckt.
Patria: 5 Stück aus dem Huarazgebiet, Cohuptal, 26. V. 54,
4660 m; 1 Stück, trockener Hang westl. von Huaraz, 4200 m,
20.V.54; 3Stück, Höhe zwischen Quilquaihuanca und Schallaptal,
VI. 54, alles leg. Löffler. (Holo-, Allo- und Paratypen in coll. G.
Frey.)
P. Löffler: ist am nächsten mit P. Freyi verwandt, Freyi
hat auch den seitlich vorgewölbten Hinterkörper, ist aber viel
größter (15—22 mm), hat rote Beine, oben glatte Flügeldecken,
die Seiten derselben sind nicht gerunzelt, die Kante ist stumpf,
fast verrundet, und die Basis der Flügeldecken ist so breit oder
nur wenig schmäler als die des Halsschildes. Außerdem hat freyi
Tomentzeichnungen. Die mir vorliegenden Stücke von Löffler:
sind sehr frisch und haben keine Spur von Tomentflecken, es ist
aber nicht ausgeschlossen, daß auch Tiere vorkommen können, die
an irgend einer Stelle der Flügeldecken Zeichnungen haben.
P. subnuda, die der neuen Art auch ähnlich sieht, ist oben sehr
flach, hat keinen seitlich vorgewölbten Hinterkörper, ist nicht sehr
bauchig und hat rote Beine.
Bemerkungen zu Pilohalia decorata Er.
Ent. Arb. aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 5, 1954, p. 225
(Taf. 11, Fig. 5) Pilobalia murina Kizr. ist eine ssp. von P. deco-
rata Er.
Von Herrn Zischka aus Gochabamba habe ich eine größere
Serie einer Pilobalia erhalten und konnte feststellen, daß ?. murina
keine eigene Art, sondern eine Rasse von P. decorata ist. Die ein-
farbig graue oder rehbraune Behaarung ist nur bei wenigen Tieren
vorhanden, die Fleckenzeichnung, ähnlich wie bei decorata, herrscht
vor. Außerdem sind alle Übergänge vorhanden. Die ssp. unter-
scheidet sich von der Stammform durch die geringere Größe (10
bis 14 mm, bei decorata 15—18 mm), die sichelförmigen Quer-
binden fehlen fast ganz und sind auf ovale Makeln reduziert.
H. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 483
Zwei neue Arten der Gattung Psectrascelis Sol.
(Nyeteliini)
Psectrascelis (Psectrascelis s. str.) erassiventris n. sp.
Groß, schwarz, stark glänzend. Flügeldecken stark bauchig
gewölbt und breit. Länge: 21—2# mm, Breite: 11—14 mm.
Kopf klein, sehr kurz, flach. Augen schmal, gewölbt, seitlich
vorstehend, am Hinterrand durch eine steile Platte zur Schläfe be-
srenzt. Wangen sehr klein, viel schmäler als die Augen, nach vorn>
gerade und stark verengt. Vorderrand des Ulypeus schmal und
kräftig ausgebuchtet. Oberlippe weit vorstehend und zweilappig.
Clypealnaht nicht sichtbar. Die Oberfläche des Kopfes spärlich
punktiert. Vor den Augen befindet sich ein weißer Haarfleck. Die
Fühler erreichen nicht die Basis des Halsschildes und sind sehr
dünn. 1. Glied dick, 2. schr klein, fast rund, 3.—08. fast gleich lang
und am Ende schwach verdickt, 9.—10. kürzer und verbreitert,
Endglied am kleinsten und spitz eiför er Alle Glieder sind spär-
lich mit langen, greisen Haaren bedeckt. Mentum groß, Here
förmig und auf beiden Seiten gewölbt.
Halsschild 12/3mal so breit wie in der Mitte lang, we
gewölbt, größte Breite an der Basis, die Seiten sind fast paraliel,
leicht echwurben und nur vorne im schwachen Bogen verengt.
Seitenrand wulstig und + quergericit. Basis doppelbuchtig, ung>-
randet, Hinterwinkel mit einer stumpien Spitze vorstehend. Vor-
derrand leicht ausgebuchtet, nur an den Seiten gerandet. Die Vor-
derwinkel wie die hinteren. Die Scheibe ist nicht punktiert, hat in
der Mitte breite Längsfalten, die von einem Längswulst eingefaßi
sind, der sich an der Basis vereinigt und nach vorne divergiert. Die
Seiten sind unregelmäßig längs- und quergefaltet. Oberfläche kahl,
der Seitenrand ist mit einer spärlichen Halskrause eingefaßt.
Flügeldecken doppelt so breit wie der Halsschild und
stark bauchig gewölbt, die Seiten sind stark gebogen, und am Einde
kurz schwanzförmig verlängert, die Verlängerung ist bartartig mit
langen, weißen en De Größte Breite der ae!
hinter der Mitte, die Oberfläche mit Ausnahme des Endes kahl und
sehr fein und spärlich punktiert. Die Seiten sind gewölbt, ohne
Kante, der umgeschlagene Teil ist eben. Epipleuren nur ganz am
Ende markiert.
Prosternum längsgefaltet, zwischen den Hüften breit und
hinten eine querovale Platte bildend, die etwas vorsteht. Pro-
454 Entgm. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
pleuren stark längsgefaltet. Die Unterseite des Thorax ist spärlich
mit langen greisen Haaren besetzt. Mesosternum ambosförmig. Das
Abdomen ist kaum punktiert und schwach gerunzelt. Beine dünn
und kurz. Hinterschienen beim 5 S-förmig gekrümmt mit der
üblichen Verdickung und Befilzung am äünde, beim 2 leicht ge-
krümmt, ohne Verdiekung. Ober- und Unterseite der Schenkel mit
einer Leiste von langen weißen Haaren bedeckt, an der Oberseite
ist diese Leiste, besonders beim 2 manchmal verkürzt, oder fehlt
am Hinterschenkei ganz. Seiten der Schenkel unbehaart, glänzend
und quergerieft. Schienen auf der Unterseite ebenso behaart, beim
© schwächer. Tarsen dünn, lang und dicht behaart.
Patria: Gopiapo a Vallenar, 1. VIII. 1954, coll. L. E. Pena,
2 5c' und 3 29. (Holo-, Allo- und Paratype) in coll. L. Pena, San-
tiago, davon 15 und 1 9 (Paratype) in coll. G. Frey. Ferner befin-
den sich noch 15 Exemplare nach brieflicher Mitteilung in coil.
L. Pena.
Ps. crassiventris gehört in die Gruppe mit nicht ganz kahler
Oberseite meiner Bestimmungstabelle unter 25 (2) zu discicollis
Lac. cribrata Blanch. pilosa Sol. und conjungens Frm. Sehr ähnlich
sieht die neue Art der intricaticollis, doch ist letztere ganz kahl, der
Hinterkörper ist schmäler und weniger gewölbt.
Psectrascelis (Cerostena) confinis n. sp.
Schwarz, schwach glänzend, Beine rot oder angedunkeit. Ober-
seite völlig unbehaart. Länge: 14—16 mm, Breite: 85—9 mm.
Kopfklein, kurz, flach. Augen schmal, gewölbt, seitlich vor-
stehend. Die Wangen sind seitlich gebogen aber nicht über die
Augen vorragend. Übergang zum Clypeus eingebuchtet. Vorder-
rand des Clypeus im Bogen ausgeschnitten, Ecken stumpf. Ein-
druck vor der Stirn tief und ganz gerade. Oberfläche des Kopfes
sehr grob, aber sparsam punktiert, Stirn gerunzelt, vor den Augen
kein Haarfleck. Fühler stark behaart, sie überragen etwas die
Basis des Halsschildes. Giied 2 sehr klein und schmal, Glied 3
wenig länger als 4, 4—10 ungefähr gleich lang, alle Glieder an der
Basis sehr schmal, vorne breit, die Seiten sind gerundet. Endglied
eilörmig und am Ende etwas zugespitzt. Mentum groß, gewölbt,
die Seiten fast gerade, rauh punktiert und behaart.
Halsschild flach, doppelt so breit wie in der Mitte iang,
größte Breite in der Mitte, nach hinten leicht ausgeschweift und
kaum, nach vorne im sanften Bogen wenig verengt. Basis doppel-
buchtig, Hinterwinkel ziemlich weit vorstehend und spitz, sie
H. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden
Be
liegen auf den Flügeldecken auf. Vorderrand mit kräftiger Rand-
leiste, im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vorstehend mit
zahnförmiger, etwas nach außen gerichteter Spitze. Die Scheibe hat
an den Seiten je eine kräftige, in der Mitte eine ilache Depression
und ist stark wurmartig gerunzelt.
Flügeldecken kurz oval, stark gewölbt, an den Seiten
nach unten gewölbt, ohne Kante, am Ende kurz schwanzartig ver-
längert. Die Oberseite und der umgeschlagene Teil ist sehr fein und
spärlich punktiert. Die Epipleuren sind sehr schwach angedeutet
und manchmal nur in der Mitte sichtbar.
Prosternum stark gerunzelt, zwischen den Hüften breit
und längsgefaltet, nach vorne und hinten geneigt, am Ende ver-
rundet. Propleuren stark längsgefaltet. Mesosternum vorne ambos-
ähnlich abschneidend. Abdomen kaum punktiert, leicht gerunzelt.
Q hat am Vorderrand des Analsegments ein rundes Höckerchen, am
vorletzten Segment in der Mitte einen Längskiel. Beim 3 sind diese
Auszeichnungen an der gleichen Stelle aber sehr abgeschwächt.
Beine verhältnismäßig kräftig, Schienen rund, geraspelt, Schenkel
quergefaltet. Beim 5 haben alle Schenkel und die vorderen Paar
Schienen auf der Unterseite eine nicht sehr dichte, lange, gelbe
Behaarung. Hinterschienen beim 5 S-förmig gekrümmt, am Ende
verdickt, die Unterseite der Verdickung ist filzartig belegt. Beine
beim @ ohne nennenswerte Behaarung und Verdickung. Tarsen in
beiden Geschlechtern dicht und lang behaart.
Patria: Mucar (Lever) 4150 m, Antof. 17. X11. 1952, coll. L. E.
Pena, 3 50’ und 19, (Holo-, Allo- und Paratype in coll. L. Pena,
Santiago; 1 Paratype in coll. G. Frey. Weiter 7 Exemplare in call.
L. Pena, die ich aber nicht gesehen habe.
Ps. conjinis n. sp. müßte durch die kaum markierten Epipleu-
ren zur Untergattung Psectrascelis s. str. kommen, doch die Aus-
zeichnungen der Analsegmente geben keinen Zweifel über die Stel-
lung zur Untergattung Cerostena. Die neue Art ist am nächsten
mit mamillonea Lac. verwandt. Letztere unterscheidet sich durch
folgende Merkmale: Halsschild viel schmäler, längsgefaltet. Epi-
pleuren der Flügeldecken gut markiert, Beine schwächer behaart,
Q am dritten und vierten Abdominalsegment mit Höckern ver-
sehen (confinis am vierten und letzten), 5 von mamillonea ohne
Auszeichnungen.
486 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Über die westafrikanıschen Altıcıden
(Col. Phytophaga)
Mit 37 Textabbildungen
Von Jan Bechyne, Museum G. Frey
Wie aus der folgenden Liste der bisher bekannten Alticiden
hervorgeht, wurde die Erforschung des westafrikanischen Gebietes
im Vergleich mit Süd- oder Ost-Afrika sehr vernachlässigt. Der
Grund ist im Mangel an Interessenten zu suchen. Um die Zeit
der beiden Entomologen Jacoby u. Weise, die sich viel mit der
afrıkanischen Fauna beschäftigten, war Westafrika nur selten von
einem Naturforscher besucht, während im Osten und Süden ver-
hältnismäßig viel gesammelt wurde. In der modernen Zeit be-
schäftigte sich Herr G. E. Bryant (British Museum) aktiv mit den
Alticiden von Britisch West-Afrika. In den letzten Jahren wurde
in Französisch West-Afrika (Dakar) eine oflizielle Stelle unter der
Leitung von Prof. T. Monod begründet - Institut francais d’Afrique
noire (1.F.A.N.), welche die gesamte kulturelle Forschung (enthno-
graphische, archeologische, linguistische, naturwissenschaftliche usw.)
zusammenfaßt.
Die entomologische Abteilung des I.F.A.N. (die Leitung hat
Dr. A. Villiers) unter Mitarbeit von G. E. Bryant, besitzt eine gute
Alticiden-Sammlung afrıkanischer Arten. Das Gebiet aber, wenn
es auch nur das französische Territorium umfaßt, ist riesengroß
und trotz der intensiven Arbeit, sowohl des I.F.A.N. als auch der
in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund kommen-
den Forschungsstellen der wissenschaftlich organisierten Landwirt-
schaft, bietet jedem unbegrenzte Studiumsmösglichkeiten an. Unter
diesen Umständen entschloß sich Herr Frey eine Forschungsreise
zu realisieren. Nach den freundlichen Informationen des I.F.A.N.
war es Französisch Guinea, wo am wenigsten gesammelt wurde
und so ist es vom April bis Juli 1951 dazu gekommen, daß ich
mit meiner Frau dieses Gebiet besuchte.
Nach Dakar und Conakry (Hauptstadt von Fr. Guinea) kamen
wir noch in der Trockenzeit; größere Ausbeuten waren erst in
der Regenzeit möglich:
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 487
Cercle de Dubreka, April: Coyah.
Cercle de Kindia, April bis Juni: Friguiagbe, Damakanya, Se-
gueia, Cassia, Pastoria u. Mt.
Gangan (mit seinen faunis-
tisch und botanisch verschie-
denen Terassen).
Fouta Djallon, Juni: Mamou und Dalaba (Quell-
gebiet des Senegal).
Kankan, Juli.
Nzerekore (Regenwaldgebiet), Juli.
Bamako (Franz. Sudan), Juli.
In Nzerekore trafen wir Herrn S. H. Olsen, einen dänischen
Entomologen, welcher noch weitere interessante Chrysomeliden
unserem Institute sandte. Von Herrn Dr. Villiers bekam ich noch
mehrere interessante Arten von anderen Gebieten.
Hinsichtlich der geographischen Verbreitung der Arten zeigt
es sich, daß die meisten Arten nur verhältnismäßig kleine Areale
bewohnen. Dies ist durch die Mannigfaltigkeit der Pfianzenwelt
zu erklären, welche hauptsächlich von den klimatischen Verhält-
nissen abhängig ist. Arten, welche südlich und östlich von Belgisch
Kongo (d. h. von dem nächstliegenden verhältnismäßig gut erforsch-
ten Gebiet) und gleichzeitig auch in Westafrika vorkommen, sind
äußerst selten; diejenigen Arten die noch im Belgisch Kongo ver-
breitet sind, stellen nur einen winzigen Prozentsatz dar. Über die
Artenverbreitung im Rahmen West-Afrikas s. str. läßt sich vor-
läufig wegen Materialmangel überhaupt nichts sagen.
In der folgenden Liste sind alle westlich von Kamerun ge-
sammelten Alticiden aufgezählt. Manche Gattungen sind tabellarisch
ım Rahmen der Lokalfauna bearbeitet. Die älteren literarischen
Hinweise sind im Junk-Schenkling Katalog zu finden.
Gen. Hespera Weise 1889
Von West-Afrika wurde bisher keine Art bekannt.
1 (4) Antennen kurz und ziemlich robust, die Mitte der Flügel-
decken nicht überragend, das #. Glied kürzer als das 1., so
lang als das 3. und 1,5 X länger als das 2.
2 (3) Oberseite hell braungelb; Kopf, Scutellum, Unterseite und
Antennite 4—11 schwarz, Tarsen angedunkelt. Behaarung
soldgelb. Oberseite matt, fein granuliert. Long. 4—4,5 mm.
Clypeus glänzender als die übrige Kopfoberseite, Clypeal-
carına deutlich. Antennalcallı glänzend, gut umgrenzt. Thorax
488 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955
fast 2X breiter als lang, Seiten nach hinten schwach gerundet
verengt, Vorderwinkel verdickt und abgerundet, Hinterwinkel
stumpfeckig. Flügeldecken ohne Eindrücke, breiter als das
Halsschild, dicht anliegend behaart, dazwischen mit spärlichen
langen, abstehenden Härchen besetzt. 1. Glied der Hinter-
tarsen so lang wie die 3 folgenden zusammengenommen.
&. Letztes Abdominalsegment hinten geradlinig abge-
stutzt, mit einer großen glänzenden Vertiefung in der Mitte,
Sinus klein. Tarsen kaum erweitert.
9. Hinterrand des einfach gewölbten letzten Abdominal-
sesmentes halbkreisförmig.
Hesdera dalabenst n. Sp. Fan ig. D).
Fr. nen Dalaba 1200 m, VI. 1951; Segueia, V. 1951
Subsp. gracilior nov.: Kleiner, 3 mm, Untersend und Schild-
chen hell. Mir Wesen nur 2 99 !vors
Fr. Sudan: Kati, VIII. 1913 (E. Fletiaux, 1.F.A.N.).
3 (2) Schwarz, silbergrau behaart, die 4 ersten Antennite und Beine
hell rotgelb.
Long. + 3 mm.
Wie die vo-
rige Art, aber viel
kleiner, die weiß-
liche abstehende
Behaarung der
Elytren sehrspär-
lich und der Ein-
druck auf dem
letzten Abdomi-
nalsegment des
Jhufeisenförmig
1 2
Abb. 1—2. Umriß von Hespera dalabensis (1) und von
Hespera occidentalis (2)
gestaltet.
Hespera argyro-
phora n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
4 (1) Fühler lang, die Mitte der Elytren weit überragend, das 4.
Glied länger als das 1., fast 3X länger als das 2.
3 (6) Größer, 3—3,5 mm. Oberseite dicht und äußerst kurz gelb-
lich anliegend behaart, matt, Flügeldecken sehr fein granu-
liert (Vergrößerung 40—50 x‘).
Antennalcalli matt wie die fein granulierte Stirn, Cly-
peus glänzend. Das 3. Antennit mehr als 2X so lang wie
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 459
—
das 2. Halsschild breiter als lang, Trapezform, nach hinten
geradlinig verengt. Beim 9 ist das letzte Abdominalsegment
zugespitzt; 5 unbekannt. Schwarz, Fühler (zur Spitze ange-
dunkelt), Beine und die #4 ersten Abdominalsegmente gelb,
Hinterbeine zuweilen angedunkelt. . . . Hespera fouta.n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
6 (5) Kleiner, 2—2,5 mm. Oberseite spärlich grau behaart, glän-
zend, Granulierung der Flügeldecken gron, unter 10--15
facher Vergrößerung gut sichtbar.
Antennalcalli glänzend wie die grob und spärlich (aber
flach) punktierte Stirn und Vertex. Halsschild trapeziform,
kaum breiter als lang. Das 3. Antennit kaum 1,5 X länger
als das 2., das 4. so lang wie die beiden vorhergehenden zu-
sammengenommen. Färbung wie bei der vorhergehenden Art.
&. Antennen robust, das 5. Abdominalsegment in der
Mitte eingedrückt, Mitteltibien gebogen.
©. Antennen zart, das 5. Abdominalsegment zugespitzt,
Tibien gerade. . . . . . Hespera occidentalis n. sp. (Fig. 2)
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Gen. Gabonia Jacobv 1893
(= Jamesonia Jacoby 1895 —= Thrymnes Weise 1895 ==
Orneates Jacoby 1899)
Dies ist einer der typischen Repräsentanten der Aphthonini
in Afrika. Er bildet mit den folgenden Genera einen Komplex,
welcher durch den Besitz von mehreren setiferen Punkten am
Seitenrand des Thorax und durch einen auflallend langen Enddorn
der Hintertibien von den übrigen Genera-Arten, zu unterscheiden ist.
Bei gut erhaltenen Exemplaren sind die Setae unter 20—50 facher
Vergrößerung gut sichtbar, dagegen kommen die setiferen Punkte
selbst erst unter 100—200 facher Vergrößerung zum Vorschein.
Bei den übrigen Aphthonini sind nur die normalen setiferen Punkte
(je einer in jedem Eck) vorhanden. Bei der Gattung Hespera, welche
ebenfalls in diese Gruppe gehört, ist dieses Merkmal schwer zu
finden, weil die ganze Oberseite dicht behaart ist; diese dichte
Behaarung charakterisiert übrigens genügend diese Gattung (bei
abgeriebenen Exemplaren ist dann die Punktulierung der Ober-
seite so dicht, daß die Intervalle auffallender als die Punkte sind
— die Oberseite zeigt eine Granulierung).
Die Antennen der 5‘ dieser Gattungsgruppe, namentlich
aber bei Gabonia sind äußerst verschieden gestaltet und erlauben
490 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
diese auf den ersten Blick recht monotone Gruppe verhältnismäßig
leicht zu klassifizieren. Das Genus Decaria wurde wegen der redu-
zıerten Zahl der Antennite als eine einsam stehende taxonomische
Einheit betrachtet; sie stellt jedoch allen Merkmalen nach nur eine
derivierte Artengruppe der Gabonia dar. Beide Gattungen (und
auch die Gattung Nzerekorena) tragen auf der Oberfläche und auf
dem Seitenrand der Flügeldecken (namentlich in der Apikalgegend)
einzelne feine Härchen, wie es auch bei dem orientalischen Genus
Luperomorpha (mit einigen Arten in der angrenzenden Region der
Paläarktis) der Fall ist. Luperomorpha unterscheidet sich von den
afrıkanischen Verwandten u.a. durch nur schwach verdickte Hinter-
femora.
1 (2) Antennen 10-gliederig. . 2. = waasssefDeenzriauN.eise
2 (1) Antennen 11-gliederig.
3 (4) Thorax jederseits mit einem kräftigen Eindruck. Körper läng-
lich mit filiformen, sehr langen Fühlern, das 4. Antennit so
lang wie die 3 vorhergehenden zusammengenommen. 1. Glied
der Hintertarsen so lang wie die 5 folgenden zusammen.
Epipleuren ?/, der Flügeldecken erreichend.
ES Vera Nzerekorena n. gen.
+(3) Thorax ohne Eindrücke. Fühler robust, dick. RR
Gabonia Jacoby
Gabonia theobromae Bryant 1944 (Fig. 5)
Bull: Ent. Res, 35,: p..142, he. 2.
Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951;
Nzerekore, VH. 1951; ibid., IX., X., XI. et XII. 1951, I., II., I. et
IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Elfenbeinküste: Bingerville, III. 1946 (H. Alibert, British Mu-
seum, Typus); Reserve du Banco, H. 1950 (B. Holas, 1.F.A.N ).
Kamerun: Kribi, XII. 1951 (Dekeyser, Lepesme & Villiers,
LR.A.N).,
Long. 4—5 mm.
Rot, Unterseite, Beine und die 3 ersten Antennite heller, die
übrigen Fühlerglieder schwarz. Körper oval, stark glänzend.
Kopf glatt, oberhalb der fast geraden Frontalfurche, welche
hinten die transversalen Antennalcalli begrenzt, fein und zerstreut
punktiert (Vergrößerung 50—100 X). Clypealcarina breit, dreieckig,
kaum mehr als die Antennalcalli gewölbt. Stirn deutlich breiter
als ein Augenquerdiameter. Fühler dick, die Mitte der Flügel-
decken nicht erreichend, das 2. Glied kugelig, das 3. 1,5 X länger
Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 49]
als das 2., das 4. verdickt, kaum länger als das 3., die folgenden
dick wie das #., weniger als 1,5 X länger als breit (), oder 1,5 x
breiter als lang und nicht so stark verdickt (9).
3 4 5) 6 & 8 >)
Abb. 3—9. Linke Antenne (von oben betrachtet) der Gabonia
hermonia (3). G. discontinuens (4), G. ferruginea (5), ©. gloria (6),
G. nigropicea (7), G. theobromae (8) und G. amplicornis (9).
Thorax fein und spärlich punktuliert (Vergrößerung 50—100x‘),
doppelt breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Seiten ge-
8;
rundet, Vorderwinkel schräg, stark verdickt. Seitenrand mit der
Basis einen perfekten Halbkreis bildend. die Hinterwinkel auf der
Unterseite gelegt, sodaß das entsprechende setifere Grübchen von
oben kaum sichtbar ist.
Elytren deutlicher punktiert (Vergrößerung 20%), Apikal-
winkel gerundet. Tribialrinne der Hinterschenkel von unten nicht
sichtbar. Beim 5 ist das 1. Glied der $ vorderen Tarsen erweitert,
Sinus groß.
Das einzige 2 von Kamerun hat angedunkelte Tarsen.
Gabonia ferruginea Allard 1890 (nov. comb.) (Fig. 5)
Aphthona jerruginea Allard 1890.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 550—/00 m, V. 1951; Dalaba.
1200 m, VI. 1951.
Von Assinie (Elfenbeinküste) beschrieben.
Long. 3—3,5 mm.
Rotgelb, Fühler ab 4. Glied schwarz (9) oder pechschwarz (J').
Körper oval, Oberseite glänzend.
49 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Der G. theobromae Bryant ähnlich, kleiner. Stirn fast doppelt
breiter als ein Augenquerdiameter, Halsschild und Flügeldecken
relativ stark punktiert (Vergrößerung 20x). Fühler völlig ver-
schieden gestaltet. Beim 5 reichen sie weit hinter die Mitte der
Flügeldecken, Glied 2 und 3 kugelig, sehr klein, die 4 folgenden
stark dreieckig erweitert, dabei jedes länger als breit und min-
destens dreimal dicker als das 2. oder das 3. Glied. Das 4. Glied
so lang als die 3 vorhergehenden zusammengenommen. Glieder
8—11 weniger verdickt als die vorhergehenden. Beim 9 reichen
die Fühler nur zur Mitte der Elytren; sie sind einfach verdickt
(ohne dreieckige Erweiterungen), Glieder 2, 3 und 4 graduell an
Länge zunehmend, das #4. knapp so lang wie die 2 vorhergehen-
den zusammengenommen.
Gabonia villiersi n. sp.
Togo: Klouto, 500—800 m, VI. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.);
Togo, ohne nähere Fundortsangabe (Conradt, coll. Heikertinger,
Mus. G. u
Long. 2,8—3 mm. 9 unbekannt.
Rotbraun, Halsschild und die ersten #4 oder 5 Antennite gelb,
Kopf und die übrigen Fühlerglieder pechbraun. Oberseite glänzend.
Der vorhergehenden G. ie sehr ähnlich, aber die Stirn
ist kaum breiter als ein Augendurchmesser, Antennite 4—7 sehr
stark dreieckig erweitert, dabei jedes Glied breiter als lang, Hinter-
winkel des Halsschildes stumpfwinkelig, deutlich heraustretend,
weil die Seiten parallel, nur schwach gerundet sind (bei der vorigen
Art, sowie bei G. theobromae Bryant, bilden die stark gerundeten
Seiten mit der Basis einen Halbkreis).
Gabonia discontinuens n. sp. (Fig. 4)
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 800 m, V. 1951; Pastoria, V. 1951.
Long. + 5 mm.
Rotgelb, Tibien, Tarsen und Antennen gelb, Scheibe der Flügel-
decken in breitem Umfange angedunkelt. Körper oval, Oberseite
glänzend.
J. Kopf glatt, oberhalb der fast geraden Querfurche hinter
den dreieckigen Antennalcalli fein und zerstreut punktiert (Ver-
srößerung 30—40 X). Clypealcarina scharf, schmal, T-förmig. Stirn
kaum breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler unterhalb der
Mitte des Augeninnenrandes eingefüst, die Mitte der Flügeldecken
überragend, Glied 2 und 3 sehr kurz, kugelig, das 4. Glied eine
Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 493
Spur länger als die beiden vorhergehenden zusammengenommen.
Glieder 4—10 erweitert, 4—6 stärker als 7—10, jedes der 4—10
mehr als doppelt länger als breit.
Halsschild spärlich punktiert (Vergrößerung 20—30 X), doppelt
breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Vorder- und Hinter-
winkel zahnförmig erweitert, setifere Grübchen der Hinterwinkel
auf der Oberfläche gelegt.
Elytren deutlicher punktiert als das Halsschild, Naht vertieft.
Tibialrinne der Hinterfemora von unten nicht sichtbar. 1. Glied
der 4 vorderen Tarsen mäßig erweitert, Sinus tief. Außenkante
der Hintertibien dicht gezähnelt.
9. Fühler dünner, das 1. Drittel der Flügeldecen erreichend,
Glieder 2—4 graduell an Länge zunehmend, das 4. 1,5 X länger
als das 2. Beine zarter gebaut, das 5. Abdominalsegment hinten
abgerundet.
Gabonia alta n. sp.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 800 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m,
VI. 1951; Kankan, VII. 1951.
Long. 6,5—7 mm.
Wie die vorige Art, aber die Flügeldecken schwarz, nur die
Seiten, die Naht und das Apikalzehntel rotbraun ; wesentlich größer,
Thorax im Niveau der Hinterwinkel am breitesten und das #. An-
tennit des 5’ fast doppelt länger als die 2 vorhergehenden zu-
sammengenommen.
Beide Arten, G. discontinuens und G. alta unterscheiden sich
von der folgenden G. nervosa Allard außer der Färbung und durch
beim 5 erweiterten Antennite 4—10, durch beborstete, nicht ge-
zähnelte Außenkante der Hintertibien und durch beim J' nicht,
wulstförmig gewölbte Flügeldeckennaht.
Gabonia nervosa Allard 1890 (nov. comb.)
T'hyamis nervosa Allard 1890 (5).
Thrymnes nucleus Weise 1895 (9).
Fr. Guinea: Nzerekore, VI. 1951; ibid., II. 1952 (S.H. Olsen
Mus. G. Frey).
Liberia: Webo, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.).
Elfenbeinküste: Assinie (Allard).
Goldküste: Ashanti (Weise).
Nigeria: Calabar (coll. E. Fletiaux, 1.F.A.N.).
Long. 4—5 mm. Ä
494 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Rostrot, Kopf am Vertex und Labrum + angedunkelt, Beine
heller, Fühler und Halsschild gelb. Körper oval, Oberseite mäßig
glänzend.
Die beiden vorhergehenden Arten, G. discontinuens und G. alta
haben äußerst kurze Genae, die nicht einmal ein Zehntel der
Augenlänge erreichen. Bei der vorliegenden Art nehmen sie ein
gutes Viertel ein; infolgedessen ist der Clypeus wesentlich länger.
Stirn schmäler als ein Augenquerdiameter. Fühler des / nur schwach
verdickt (im Vergleich zu den vorhergehenden Arten), das 4. An-
tennit länger als die 2 vorhergehenden zusam-
mengenommen. Auf den Flügeldecken entlang
der Naht erhebt sich beim 5 eine mächtige wulst-
förmige Erhabenheit in den ersten 5 Vierteln
(beim 9. völlig fehlend). Die Außenkante der
Hintertibia dicht beborstet.
Gabonia erenicornis n. sp. (Fig. 10)
Fr. Guinea: Nzerekore, IV. 1952 .(S. H.
Olsen, Mus. G. Frey).
10 Long. 5 mm. 9 unbekannt.
Abb. 10. Das 6. und
die Basis des 7. An-
Der vorgehenden G. nervosa sehr ähnlich,
dunkler, Fühlerbasis rotbraun, die Spitze an-
sedunkelt, Flügeldeckennaht einfach. Fühler das
1. Drittel der Flügeldecken erreichend, das 4.
Glied kürzer als die 2 vorhergehenden zusammengenommen, die
Außenkante der Glieder 6—9 mit einer fein und dicht gezähnel-
ten (Vergrößerung 100 X) messerscharfen hyalinen Leiste versehen.
tennites von Gabonia
crenicornis.
Gabonia malacorhineides n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Long. 6,5 mm. © unbekannt.
Hell braungelb, Vertex mit 2 quergestellten schw 'arzen Makeln,
Scutellum, Flügeldeckenbasis und -seitenrand vorne, ferner die
Spitze und die Epipleuren rotbraun, Körper oval, Oberseite glän-
zend.
Kopf glatt, Vertex sehr fein und weitläufig punktuliert (Ver-
srößerung 50—100 x), Stirn 1,5 X breiter als ein Augenquerdia-
meter, seicht quereingedrückt. Antennalcalli wenig gewölbt, quer,
dreieckig. Clypealcarina schwach heraustretend, T-förmig. Fühler
unterhalb der Mitte des Augeninnenrandes eingefügt, robust, die
Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, das 3. Glied eine Spur
Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 495
länger als das 2., das 4. länger als das 3., so lang als die 2 vor-
hergehenden zusammengenommen.
Thorax doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am breite-
sten, so wie der Vertex punktuliert. Vorderwinkel abgerundet,
Hinterwinkel von oben nicht sichtbar, so daß die stark gerundeten
Seiten und die Basis einen regelmäßigen Halbkreis bilden.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, etwas stärker punk-
tiert, im ersten Drittel am breitesten. Elytropleuren breit; dicht
neben ihnen, im ersten Drittel, liegt eine tiefe längliche Grube,
welche in ihrer Mitte einen Höcker besitzt. Epipleuren sehr breit,
aber schon kurz hinter der Mitte völlig verschwindend. Metepi-
sternen der ganzen Länge nacı vertieft. 1. Glied der & vorderen
Tarsen stark erweitert. Hintertibien dorsal abgeflacht und mit einer
Längscarina versehen, Aufßenkante dicht beborstet, Enddorn ver-
hältnismäßig kurz.
Durch die Bildung der Flügeldecken ausgezeichnet. G. bijoveo-
lata Weise, die mir in natura unbekannt geblieben ist, besitzt zwar
auch eine ähnliche Grube an den Seiten der Elytren, aber sie ist
anders gefärbt und nur 3 mm lang.
Gabonia bifoveolata Weise 1895
Goldküste: Ashantı (Weise).
Gabonia amplicernis n. sp. (Fig. 9)
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 800 m,
V. 1951; Damakanya, V. 1951; Mt. Nimba, 500— 00 m, IX. 1946
ex. Villiers, 1. F._A.N.).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 900— 1200 m, IX. 1946 (A. Villiers,
LE #.A.N.):
Long. + 3 mm,
Rotgelb ‚Fühlerglieder 3—11 pechbraun (5) oder 6—11 schwarz
(2). Körper länglich, Oberseite glänzend.
JS. Kopf glatt, Stirn schmäler als ein Augenquerdiameter, hin-
ter den quer dreieckigen gewölbten und gut umgrenzten Antennal-
calli tief quer eingedrückt. Clypeallängscarina hochgewölbt, nach
vorne dreieckig erweitert, Quercarina nur angedeutet. Fühler im
vorderen Drittel des Augeninnenrandes eingelenkt, das 1. Drittel
der Flügeldecken erreichend, die ersten 2 Glieder kahl und slän-
zend, die übrigen matt, granuliert und lang behaart, Glieder 6
und 7 unterseits stark glänzend. Das 2. Glied kugelig, das 3. er-
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 32
496 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
weitert und doppelt länger als das 2., das 4. kaum kürzer aber
breiter als das 3., das 5. kaum länger als breit, das 6. das dickste,
doppelt breiter als das 3., unterseits ausgehöhlt, das 7. schmäler
und länger, Glieder 8—11 kleiner, von der Breite des 3. Anten-
nites.
Halsschild schwach transversal, 1,5 X breiter als lang, nahe
der Mitte am breitesten, Seiten gerundet, alle Winkel schwach ver-
dickt, die hinteren stumpfeckig. Punktierung der Oberfläche kaum
erkennbar (Vergrößerung 50 X).
Elytren breiter als das Halsschild, deutlich punktiert (Vergrös-
serung 20—30 X). Tarsen sehr schwach erweitert, Sinus klein. End-
dorn der Hintertibien relativ kurz (kaum so lang wie das 2. Tarsit).
©. Fühler einfach, zur Spitze leicht verdickt, das 3. Glied 1,5 X
länger als das 2., das 4. etwas kürzer, Glied 5 und 6 wie das 4.,
das 7. so lang wie das 3., die folgenden kürzer. Beine zart, 5. Ab-
dominalsegment hinten leicht ausgezogen.
Mit der kamerunischen G. media Weise verwandt, aber die
Proportionen der einzelnen Antennite anders.
Gabonia amidora n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Long. + 3 mm.
Rotbraun, Antennite 4—11 pechbraun. Körper länglich, Ober-
seite glänzend.
Der G. amplicornis sehr ähnlich, im allgemeinen dunkler, auf
den Flügeldecken stärker punktiert. Fühler des 5 die Mitte der
Flügeldecken überragend, robust, nur das kugelige 2. Glied und
das 3., welches fast doppelt so lang als das 2. ist, zart gebaut,
Glieder 4—11 dicht grau behaart, länglich. Fühler des @ kürzer,
dünner, auch das 4. Glied ist zart wie die vorhergehenden. Bei
beiden Geschlechtern ist das Halsschild schwach transversal mit
zahnförmig heraustretenden Vorderwinkeln und sehr obtusen Hinter-
winkeln. Flügeldecken parallelseitig.
Gabonia comes n. sp. (Fig. 11, 12)
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Long. + 2,5 mm.
Rotbraun, die 6 letzten Antennite schwarz. Oberseite stark
glänzend.
Form und Skulptur wie bei G. amplicornis, aber die Hinter-
winkel des Halsschildes fast völlig abgerundet. Fühler des 5 robust,
Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 497
die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, das #4. Glied länger
als die 2 vorhergehenden zusammengenommen, das 8. Glied drei-
eckig, das 9. sehr groß, stark verdickt, so lang wie das 10. und
das 11., oder das 7. und das 8. zusammengenommen.
Diese Art ist der G. maynei La-
boiss. (von B. Kongo) sehr ähnlich; bei
ihr ist das 9. Antennit des 5’ unterseits
ausgehöhlt, während sich auf der Außen-
seite ein dornartiger Tuberkel befindet
und die Unterseite bei G. comes abge-
flacht ist.
Gabonia bohumilae n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI.
1951; Mt. Gangan, 550 m, V. 1951.
Long. + #4 mm.
Rotbraun, Labrum, Antennite 5 bis “ a ea
11, Flügeldeckennaht und Spitze der ER e,
Hinterschenkel schwarz, das 4. Antennit yon Gabonia comes, aus zwei
und Tarsen + angedunkelt. Körper verschiedenen Richtungen
oval, stark glänzend. betrachtet.
d. Kopf ohne Punktierung. Antennalcalli transversal, gut um-
srenzt, hinten von einer fast geraden Querfurche akzentiert. Cly-
peallängscarina schmal und scharf, Quercarina hoch. Stirn kaum
breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler in der Mitte des Augen-
innenrandes eingefügt, robust, die Mitte der Flügeldecken er-
reichend, das 2. Glied kugelig, so lang wie das 3., das 4. so lang wie
die 2 vorhergehenden zusammengenommen und so lang als eines
der folgenden, Glieder 4—10 verdickt, schwach dreieckig erweitert.
Halsschild nahe der Mitte am breitesten, doppelt breiter als
lang, Seitenrand (stark gerundet) und Basis einen Halbkreis bil-
dend, welcher von den zahnartig herausragenden Hinterwinkeln
unterbrochen ist. Setifere Punkte der Hinterwinkel an den Seiten
gelegt. Vorderwinkel stark erweitert, zahnförmig. Oberfläche spär-
lich punktiert (Vergrößerung 20—30 X‘).
Elytren stark punktiert (Vergrößerung 5
8%), Punkte bie
und da in dichten Längsreihen eingeordnet. Elytropleuren deut-
lich bis in den latero-apikalen Winkel fortgesetzt. Tibialrinne der
Hinterschenkel an der distalen Spitze auch von der Unterseite sicht-
bar. Metepisternen sehr breit. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen
mäßig erweitert, Sinus groß.
498 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Q. Beine zarter gebaut. Das 3. Antennit länger als das 2.,
Glieder 4+—10 einfach verdickt, nicht schwach dreieckig erweitert.
Das 5. Abdominalsternit hinten zugespitzt.
Die vorliegende Art ist durch die Bildung der Fühler und der
Hinterschenkel als auch durch die Färbung von G. theobromae Bry-
ant verschieden, von der gröberen Skulptur abgesehen.
Gabonia nasalis n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, VII. 1951;
Mt. Nimba N. E., 500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I. F. A. N.).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 900—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers,
I. E:.A2.N.).
Long. 3—3,5 mm.
Rotgelb, Tarsen + angedunkelt, Clypeus, Labrum, Palpen,
Antennite +—11 und Spitze der Hinterschenkel schwarz, Naht der
Flügeldecken angedunkelt. Oberseite glänzend,
Sehr ähnlich der G. bohumilae, kleiner, anders gefärbt und
durch die Bildung der Flügeldecken beim 5 völlig verschieden:
Vor der Spitze nahe der Naht befindet sich ein tiefer Längsein-
druck, welcher von der Naht vorne mehr als hinten entfernt ist.
Gabonia ganganensis n. sp.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 508—900 m, V. et VI. 1951.
Long. 2.5—3 mm.
Mit der vorigen Art völlig übereinstimmend in Skulptur und
Form der Flügeldecken beim 5, aber der Kopf ist hell und die
Antennite 6—8 des 5 sind stärker dreieckig erweitert.
Bei beiden Arten haben die 29 ein einfach gebildetes Pygi-
dium ohne Einschnitt. Beim 9 der G. nasalis sind die Antennen
robust, Endglieder so dick wie die Spitze der Vorderschenkel; beim
Q der G. ganganensis sind die Antennen wesentlich graziler, nur
halb so dick wie die Spitze der Vorderfemora. Die 29 beider Ar-
ten unterscheiden sich von G. ampflicornis durch das breit gebaute
Halsschild.
Gabonia ineisella n. sp.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—550 m V. 1951.
Long. 2,8—3 mnı.
Rotgelb, Antennite 6—10 angedunkelt. Oberseite stark glän-
zend.
Von den beiden vorhergehenden Arten durch die Färbung
der Fühler und durch einfarbig helle Hinterschenkel zu unterschei-
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 499
den. Beim 5 sind die Antennen wie bei G. nasalis gebildet, aber
die Flügeldecken sind hinten neben der Naht nur schwach vertieft.
Das 2 unterscheidet sich von allen bisher bekannten Arten durch
einen tiefen bis zur Mitte des Pygidiums reichenden schmalen Ein-
schnitt. Das 5 ist außerdem, gegenüber den vorhergehenden Arten,
durch die in der Mitte verdickten Hintertibien gekennzeichnet,
von ähnlicher Bildung wie bei G. curvipes.
Gabonia sericeicollis n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, V1. 1951.
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers,
IE AN.)
Long 3 mm. 5 unbekannt.
Rotgelb, Hinterschenkel und die 5 letzten Antennite schwarz.
Körper länglich, Clypeus, Scutellum und Flügeldecken glänzend,
Stirn, Vertex und Halsschild matt (Retikulierung unter 3040
facher Vergrößerung sichtbar).
Kopf glatt, Stirn so breit wie ein. Augenquerdiameter. Anten-
nalcalli oval, schräg gestellt, gut umgrenzt. Clypeallängscarina hoch
und scharf, Quercarina undeutlich. Fühler die Mitte der Flügel-
decken kaum erreichend, zur Spitze verdickt, Glieder 2—4 gra-
duell an Länge zunehmend, das +. so lang wie die 2 vorhergehen-
den zusammengenommen, das 2. kusgelige.
Halsschild doppelt breiter als lang, nahe der Basis am breitesten,
Seiten gerundet, alle Winkel verdickt, tuberkelförmig. Oberfläche
sehr deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x).
Flügeldecken breiter als das Halsschild, stärker punktiert.
Von allen übrigen konkoloren Arten durch das retikulierte
Halsschild trennbar.
Gabonia gloria n. sp. (Fig. 6)
Fr. Guinea: Dalaba 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 900 m,
VI. 1951; Mt. Nimba N. E., 500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers,
LF.A.N.).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers,
L.F.A.N.).
Long. 3,2—3,5 mm.
Rostrot, Thorax, Fühler und Beine hell braungelb, die 5 letzten
Antennite und die Spitze der Hinterschenkel schwarz, Flügeldecken-
naht + angedunkelt. Körper oval, Oberseite stark glänzend, Hals-
schild (namentlich bei den 99) etwas matter.
500 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
‘. Stirn und Vertex fein und spärlich punktuliert (Ver-
srößerung 50 X). Antennalcalli groß, viereckig, gut umgrenzt. Cly-
peallängscarina scharf, Quercarina sehr breit, wulstig. Stirn viel
schmäler als ein Augenquerdiameter. Fühler die Mitte der Flügel-
decken nicht erreichend, unterhalb der Mitte des Augeninnenrandes
eingelenkt. Das 2. Glied kugelig, das 3. so lang wie das 2., aber
dreieckig, das 4. ist das dickste, länger als die 2 vorhergehenden
zusammengenommen, doppelt breiter als das 3., das 5. kürzer und
eine Spur dünner als das #., von gleicher Form wie das 6., Glieder
?—11 untereinander von ungefähr gleicher Form, jedes dünner
und kürzer als das 6. Glied.
Thorax doppelt breiter als lang, in der Mitte am breitesten,
Seiten stark gerundet, Hinterwinkel in Form eines winzigen aus-
springenden Zähnchens, Vorderwinkel verdickt. Oberfläche fein und
spärlich punktiert (Vergrößerung 50 X‘).
Flügeldecken breiter als das Halsschild, im ersten Drittel am
breitesten, stark punktiert (Vergrößerung 10x). 1. Glied der 4
vorderen Tarsen merklich verdickt, Sinus groß. Außenkante der
Hintertibien dicht behaart.
9. Fühler zur Spitze einfach verdickt, Glieder 2—4 sukzessiv
an Länge zunehmend, das 4. (das längste) so lang wie die 2 vor-
hergehenden zusammengenommen. Thorax stärker punktiert (Ver-
srößerung 20 x).
An der Färbung und der Form der Antennen des 7 kenntlich.
Gabonia ceurvipes n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Long. 3—3,5 mm.
Unterseite, Beine, Thorax und Antennite 1—4 und 11 hell
braungelb, Kopf, Flügeldecken und die mittleren Fühlerglieder
pechbraun. Oberseite stark glänzend.
Der vorigen Art (G. gloria) sehr ähnlich, von gleicher Skulptur,
aber die Fühler sind bei den beiden Geschlechtern einfach zur
Spitze verdickt (die mittleren Antennite kaum breiter als die End-
glieder), das 3. Glied ist länger als das #., länger als die beiden
vorhergehenden zusammengenommen, die Hintertibien erweitern
sich im Bogen stark nach außen beim 5 (kurz hinter der Mitte
am breitesten). Das @ besitzt etwas kürzere Antennen, das 3. Glied
ist kürzer, so lang wie das 4. und die Hintertibien sind im ersten
Drittel gekrümmt.
Die Form der Tibien charakterisiert am besten diese dunkle Art.
nn nn EEE EEE EEE
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 501
Gabonia hermiona n. sp. (Fig. 3)
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951.
Long. 2,3—3 mm.
Wie die vorige Art, aber das Sternum dunkel, Oberseite glänzend.
Die Hintertibien sind bei beiden Geschlechtern einfach, weder
verdickt noch gekrümmt. Fühler des Z von der Körperlänge, das
4. Glied länger als die vorhergehenden zusammengenommen, Glieder
4—11 ungefähr von gleicher Länge, Glieder 4—6 zur Spitze schwach
erweitert. Beim 2 erreichen die Antennen nur die Mitte der Elytren
und sie sind zur Spitze einfach verdickt. Das © hat eine länglı-
chere Gestalt als das 2© der G. gloria und das Halsschild ist so
stark glänzend wie die übrige Oberfläche (etwas matter bei G. gloria);
auch die Färbung ist verschieden.
Die Elytren dieser Art sind zuweilen heller gefärbt; der Kopf
aber und die Flügeldeckennaht bleiben dabei stets dunkler.
Gabonia helodina n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore — Boma, XI. 1951 (S. H. Olsen, Mus.
G. Frey).
Long. 2,5 mm. 9. unbekannt.
Rotbraun, Fühler und Beine heller, Naht der Flügeldecken
schwärzlich. Oberseite glänzend.
Kopf glatt, ohne Punktierung. Stirn beinahe nur halb so breit
wie ein Augenquerdiameter, hinter den schwach hervortretenden
Antennalecalli tief quer gefurcht. Clypealcarina T-förmig, nahe der
Fühlerinsertionsstelle messerscharf. Fühler länger als der Körper,
robust, Glieder 5—9 schwach verdickt, das 2. Glied kugelig, so
lang wie das 93., das 4. so lang wie die 3 vorhergehenden zu-
sammengenommen. Genae äußerst kurz.
Halsschild 1,5 X breiter als lang, Seiten fast parallel, kaum
merklich gerundet. Alle Winkel verdickt. tuberkuliform, Oberfläche
deutlich (Vergrößerung 20 X) nicht dicht punktiert.
Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 6—10 X). Das
1. Glied der 4 vorderen Tarsen schwach verdickt. Aufßenkante der
Hintertibien dicht beborstet.
Der G. hermiona sehr ähnlich, anders gefärbt und durch die
Erweiterung der Antennite 5—9 (bei G. hermiona sind es die Glieder
4—6) recht verschieden.
Gabonia varicornis n. sp.
- Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
ou
ee)
IND
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
Elfenbeinküste: Tonkoui, IX. 1946 (A. Villiers, I. F. A. N.).
Togo (Conradt, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 3—3,2 mm.
Mit G. helodina übereinstimmend, heller, die ersten 4 An-
tennite rotbraun, die 2 letzten gelb und verschmälert, die mitt-
leren rotbraun bis schwarz. Vertex sehr deutlich (Vergrößerung
20 X) punktiert, die Punktierung des Halsschildes schon unter 10-
facher Vergrößerung sichtbar. Fühler des 5 von gleicher Form
wie die der G. helodina, die des 9 haben deutlich verdickte mitt-
lere Glieder bei G. varıcornis, während bei G. hermiona und G. helo-
dina sind es die Endslieder, die leicht verdickt zu sein erscheinen.
Bei den gut erhaltenen Exemplaren ist die Farbenverteilung
der Fühler ein stichhaltiges Merkmal.
Gabonia colae Bryant 1944
Ann. Mag. N. H. (11) 11, p. 824, fig. 8.
Sierra Leone (Bryant),
Das 5 dieser Art ist durch eine zahnförmige Erweiterung der
Hintertibien leicht kenntlich.
Gabonia violacea Weise 1895
Sierra Leone (Weise).
Elfenbeinküste: Tonkouil, 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers,
TIER AND:
Diese Art ist durch die metallisch violette Oberseite leicht von
allen anderen trennbar.
Gabonia variola n. sp.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—/00 m V. et VI. 1951.
Long. 2,5—3 mm.
Braun, Kopf, Antennite 5—11 und Spitze der Hinterschenkel
schwarz, Flügeldeckennaht (beim 5 vor der Spitze makelartig er-
weitert) schwarz bis pechschwarz. Körper oval, Oberseite glänzend.
Den vorigen Arten (G. gloria, G. curvipes und G. hermiona) in
Form und Skulptur sehr ähnlich, aber die Genae sind lang, min-
destens von 'Iı der Augenlänge (bei den verglichenen Arten von 'ıo
bis '/» der Länge des Auges). Beim 5 überragen die Fühler die
Mitte der Flügeldecken, Glieder 2 und 3 sind gleichlang, das 4.
schwach erweitert, länger als die beiden vorhergehenden zusammen,
das 5. kürzer (so lang wie das 2. und das 3. zusammengenommen)
und dicker, so lang wie jedes der folgenden, das 6. dreieckig er-
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 503
weitert, Glieder ”—10 von gleicher Form wie das 5. Beim 9 er-
reichen die Fühler nur das 1. Drittel der Flügeldecken, Glieder 2
bis 4 von ungefähr gleicher Länge, das 5. länger und so dünn wie
die vorhergehenden, die folgenden verdickt. Die Flügeldecken des
O sind einfach; beim 5 befindet sich vor der Spitze jederseits
der Naht eine Callosität, welche von der äußersten Naht durch
eine schräge Veriiefung getrennt ist. Betrachtet man diese Vertie-
fungen auf den beiden Elytren gleichzeitig, so divergieren sie vorne
nach vorne, hinten nach hinten.
An der Färbung kenntlich, das 5 außerdem durch die Flügel-
deckenbildung, das @ durch die erst ab 6. Glied verdickten An-
tennen ausgezeichnet.
Gabonia quadraticollis n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Long. 2,2—2,5 mm.
Dunkel rotbraun, Halsschild heller, Kopf, 7 Endglieder der
Fühler und Hinterschenkel schwarz. Beim 9 sind die dunkel rot-
braunen Partien hellbraun, Halsschild, Naht, Basis und Seitenränder
der Flügeldecken breit dunkelrot. Körper länglich, Oberseite glän-
zend.
&. Kopf glatt, Stirn und Vertex mit zerstreuten feinen Punkten
besetzt (Vergrößerung 40—50 X). Stirn wesentlich breiter als ein
Augenquerdiameter. Genae sehr kurz, von ‘I der Augenlänge.
Antennalcalli schwach gewölbt, quergestellt. Clypealcarina scharf,
T-förmig. Antennen die Mitte der Flügeldecken weit überragend,
das 2. Glied kugelig, so lang wie das 3., dieses aber dünner und
dreieckig, das 4. Antennit verdickt, nur um ‘is länger als das 3.,
die folgenden dicker aber kaum länger.
Halsschild stark punktiert (Vergrößerung 10 x), quadratisch,
nahe der Mitte am breitesten. Seiten schwach gerundet, alle Win-
kel verdickt, zahnförmig.
Flügeldecken grob und dicht punktiert (Vergrößerung 5—6 X).
Sinus des letzten Abdominalsegmentes groß.
9. Fühler wie beim 5, aber nur die Mitte der Elytren er-
reichend.
Diese Art zeigt nur einen geringen Sexualdimorphismus in
der Bildung der Antennen, dagegen aber einen merklichen in der
Färbung. Sie unterscheidet sich von den vorhergehenden durch die
starke Punktierung des Halsschildes und namentlich der Flügel-
decken. Das Halsschild ist nicht breiter als lang.
504 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gabonia diachroma n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Nzerekore, XI. 1951 (S. H. Olsen).
Long. 3,2—3,5 mm.
Pechschwarz, Vorderkörper, die ersten 5 Antennite und die
Vorderbeine braungelb, Mittel- und Hintertibien als auch die Tarsen
dunkelbraun, Labrum schwarz. Körper oval, Oberseite stark glänzend.
J. Kopf glatt, Antennalcalli gut umgrenzt. Clypealcarina scharf,
T-förmig. Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. Genae sehr
kurz. Fühler die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glied 2 ku-
gelig, so lang wie das 3., das 4. so lang wie die 2 vorhergehenden
zusammengenommen, stark erweitert, distale Spitze schräg abge-
stutzt. Glieder 5 und 6 stark dreieckig, nach außen erweitert, das
7. so dick. wie das 4., die folgenden dünner, nicht erweitert.
Halsschild 2X breiter als lang, hinter den verdickten Vorder-
winkeln am breitesten, Seiten fast geradlinig, nach hinten verengt.
Oberfläche deutlich punktiert (Vergrößerung 10 X).
Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 5 x‘).
©. Fühler einfach verdickt, so lang wie beim 9.
An der Färbung und der Fühlerform erkennbare Art.
Gabonia eustos Weise 1895
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 600 m, V. 1951; Nzerekore IV. 1952
(5. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Goldküste: Ashanti (Weise).
Long. 3—3.5 mm.
Rostrot bis rotbraun, Halsschild, Abdomen und die ersten
4—5 Antennite hellbraun. Kopf, die übrigen Fühlerglieder, Hinter-
schenkel und zuweilen auch das Schildchen schwarz. Körper oval,
Oberseite glänzend.
Diese Art ist der vorigen G. diachroma sehr ähnlich, anders
gefärbt, Halsschild vor der Mitte am breitesten mit deutlichen,
zahnförmigen Hinterwinkeln und erweiterten, stark verdickten
Vorderwinkeln. Die Fühler des 5 erreichen kaum die Mitte der
Flügeldecken, wie bei G. diachroma gebildet, aber hier sind es
Glieder 4— 7, die stark dreieckig erweitert sind. Beim Q erreichen
die Antennen nur das 1. Drittel der Elytren und die Antennite
5—8 sind schwach dreieckig erweitert, jedoch kaum breiter als die
folgenden 3 Glieder.
Gabonia nigropicea n. sp. (Fie. 7)
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 750 m, V. 1951.
Bechyn&@: Über die westafrikanischen Alticiden 505
Long. 3 mm. © unbekannt.
Pechschwarz, Fühlerbasis und Tibien heller. Körper oval, Ober-
seite stark glänzend.
Stirn und Vertex sehr deutlich (Vergrößerung 10 X) punktiert.
Antennalcalli gut umgrenzt, quergestellt. Clypealcarina hochgewölbt,
T-förmig. Fühler die Mitte der Flügeldecken erreichend, robust,
Glieder 2 und 3 gleichlang, das 2. kugelig, das #4. dicker und 1,5 X
länger als das 3., das 5. so lang wie das 4., dabei aber doppelt
dicker als das 2., die folgenden wie das 5. geformt, aber deutlich
zusammengedrückt. Stirn fast doppelt breiter als ein Augenquer-
diameter.
Halsschild nahe der Basis am breitesten, doppelt breiter als
lang, Seiten gerundet. Alle Winkel zahnartig vorspringend. Ober-
fläche grob punktiert (Vergrößerung 5 X).
Elytren noch stärker und noch dichter punktiert als das Hals-
schild, die 4 ersten Basitarsite stark, die 2 hinteren schwächer verdickt.
An der Färbung, der groben Skulptur der Oberseite und der
Erweiterung aller Basitarsite erkennbar.
Gabonia kankanensis n. sp.
Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951.
Long. 3 mm. 9 unbekannt.
Von der Form der vorigen Art, aber der Kopf fast glatt,
das 4. Antennit dünn, so lang wie die 2 vorhergehenden Glieder
zusammengenommen, die folgenden so lang wie das #.. jedes der
5—10 schwach dreieckig erweitert, nicht komprimiert und die Stirn
kaum breiter als ein Augenquerdiameter.
Gabonia laevifrons n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, V1. 1951.
Long. 3,2 mm. 5 unbekannt.
Wie G. nigropicea gefärbt, nur die Beine dunkler (nur die
Knie und die Fühlerbasis sind rötlich). Stirn fast doppelt so breit
wie ein Augenquerdiameter, ohne Punktierung. Antennite 2 und #
von gleicher Länge. das 3. um die Hälfte länger, die 5 Endglieder
verdickt. Thorax in der Mitte am breitesten, Seiten stark gerundet,
alle Winkel verdickt, aber nur schwach heraustretend. Punktierung
der Oberfläche (auch die der Flügeldecken) etwas feiner als wie
bei G. nigropicea.
Die fast glatte Stirn und Vertex und die abweichende Form
des Halsschildes werden auch das bisher unbekannte / von den
506 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
vorhergehenden Arten, G. nigropicea und G. kankanensis getrennt
halten. Von den übrigen dunklen Arten weicht G. laevifrons durch
das verlängerte 3. Fühlerglied ab.
Gabonia bifaseiata Weise 1912
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers,
L.F.A.N.).
Von Kamerun beschrieben. Ich kann augenblicklich nicht be-
urteilen, ob die Exemplare von A.O.F. auf diese Art bezogen sein
dürfen, weil ich keine topotypische Stücke kenne. Diese Art unter-
scheidet sich von allen vorhergehenden durch die buntgefärbten
Flügeldecken.
Gen. Decaria Weise 1895
(= Embolimus Weise 1902)
Decaria glabreilla Dalman (nov. comb.)
Haltica glabrella Dalman, Anal. Ent. 1823, p. 79')
Decaria africana Jacoby 1895 (Phyllotreta).
Decaria pygidialis Weise 1907
Sierra Leone (Dalman).
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 750 m V. 1951;
Beyla, VI. 1951; Nzerekore, VO. 1951; ibid. IX. 1951 (S. H. Olsen,
Mus. G. Frey).
Senegal: Yene, VII. 1953 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Togo: Bismarckburg (Jacoby).
Kamerun (Weise). — Gabon. — Belg. Kongo?)
Deearia obseura Jacoby 1900
Sierra Leone (Jacoby).
Deearia trıicolor Weise 1895
Sierra Leone (Weise).
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 800 m, V. 1951.
Die 3 bisher bekannten westafrikanischen Arten sind leicht
an der Färbung zu trennen:
') In den Katalogen vergessene Zitation. Die einwandfreie Beschreibung
Dalman’s läßt keine Zweifel über die spezifische Identität.
?) Die Fundortsangabe ‚„Usambara“ (Tanganyika, B.E.A.) ist sehr dubiös. Es
handelt sich zweifellos um die ähnliche rein ostafrikanische Art D. aethiopica Weise.
Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 507
1. Schwarz, die 4 ersten Abdominalsegmente rot
AN: Decaria glabrella Dalman
2. Frl, Or braunrot, Fühler zur Spitze schwarz.
pie: win nen Decaria obscura Jacoby
3. Gelbbraun, Vorderkörper rot, Flügeldecken an der Basis
breit geschwärzt. NT GE PR
Decaria tricolor Weise
Nzerekorena n. gen.
Körper langgestreckt. Vertex und Stirn sehr kurz, weil die
Fühler erst hinter der Mitte des Augeninnenrandes eingefügt sind;
diese filiform, die Mitte der Flügeldecken weit überragend, das
4. Glied so lang wie die 3 vorhergehenden zusammengenommen,
Glieder 2 und 3 rundlich (5) oder länglich (9). Antennalcalli groß,
quergestellt. Halsschild jederseits mit einem kräftigen Eindruck.
Hinterwinkel verdickt wie die Vorderwinkel. Flügeldecien mit
einem deutlichen Basalcallus, welcher von einer dahinter liegenden
Querdepression akzentiert ist. Epipleuren den latero-apikalen Vin-
kel erreichend. Der Metatarsus der Hinterbeine so lang wie die üb-
rigen 3 Tarsite zusammen genommen. Enddorn der Hintertibien kurz.
Genotypus: Nzerekorena cerambycina n. Sp.
Alle bisher bekannten Arten sind hell braungelb, mit + an-
gedunkelten Antennen. Oberseite glänzend. Flügeldecken in dichten,
ziemlich regelmäßigen Längsreihen punktiert. 1, Glied der 4 vor-
deren Tarsen beim 5 mäßig erweitert, Sinus klein.
1 (2) Fühler nahe dem Hinterrand der Augen eingefügt, länger
als der Körper.
Kopf glatt. Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdia-
meter. Clypeus in der Mitte ausgehöhlt, Längscarina nur
zwischen den Fühlern und nahe der Quercarina (welche paral-
lel mit dem Vorderrand des Clypeus läuft) ausgebildet, in
der Mitte fehlend. "Thorax fast doppelt breiter als lang,
Seiten geradlinig, von hinten nach vorne divergierend. Alle
Winkel verdickt, aber nicht zahnförmig vorspringend. Ober-
seite spärlich punktiert, die Eindrücke groß, in Form einer
tiefen, halbmondförmigen Depression (gegen das Scutellum
konvex) zusammenfließend. Long. 4 mm.
nu zerekorena cerambycina n. Sp.
Fr. en "Nzer&kor, VII. 1951.
Liberia: Kaouyeke, 1948 (Holas et Dekeyser, I. F. A. N.).
Dahomey: Foret de Ketou, V. 1950 (A. Villiers, I.F. A.N.).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
2)
3 (6)
4 (5)
wi
FE
"m
ern
6.)
8)
————-
Fühler nahe der Mitte des Augeninnenrandes eingefügt, kürzer
als der Körper.
Genae fast so lang wie die Augen.
Kleiner, 4 mm. Kopf glatt, Clypeallängscarina zwischen den
dicht nebeneinander stehenden Augen fehlend, in der Mitte
des Clypeus durch eine Längsvertiefung ersetzt, am Vorder-
rande desselben auf eine sehr flache Erhabenheit reduziert.
Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. Thorax nur
eine Spur breiter als lang, Seiten geradlinig, sehr leicht nach
hinten konvergierend. Vorderwinkel schräg abgestutzt, Hinter-
winkel stark verdickt und zahnförmig ausspringend. Ober-
fläche nur nahe der Basis punktiert, Eindrücke groß, in der
Mitte nur durch eine kielförmige Erhabenheit voneinander
getrennt... .. . 2... Nzerekorena clypeata n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba: 1200 m, VI. 21958
Größer, + 5 mm. Clypeallängscarina zwischen den weiter
entfernten Fühlern kräftig emporgehoben und punktiert. Vor-
derrand des Clypeus in der Mitte ausgerandet, die Quer-
carina deutlich, winkelig. Clypeus in der Mitte vertieft. Stirn
doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. Halsschild fast
2% breiter als lang, Seiten schwach, aber deutlich gerundet,
nach hinten verengt. Alle Winkel verdickt, in Form eines
stumpfen Zähnchens heraustretend. Oberfläche spärlich punk-
tiert, Eindrücke schräggestellt, tief, voneinander durch eine
mächtige kielförmige Erhabenheit getrennt
| Nzerekorena an n. Sp.
Fr. Gühes Bah 1200 m, VI. 1951.
Genae nur !ı—/s der Augenlänge erreichend. Long. + 5 mm.
Stirn fast doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler
einfarbig gelb. Clypeus mit einer scharfen Längscarina, die
aber nicht bis zwischen die Antennen verlängert ist. Vorder-
rand des Clypeus breit konkav, Quercarina wahrnehmbar.
Thorax wie bei der vorigen Art, aber die Seiten nach hinten
nicht konvergierend, die Eindrücke nur an den Seiten gruben-
artig vertieft, das trennende Mittelfeld die Hälfte der ge-
samten Thoraxbreite einnehmend. Flügeldecken dicht und
stark punktiert (Vergrößerung 10%). .
. Nzerekorena fovenlaraı n. Sp.
Fr. Einen Dahba 1200 m, VI. 1951.
Stirn schmäler (5) oder so breit (9) wie ein Augenquerdia-
meter. Antennite 4—8 oder 4—9 schwarz. Der vorigen Art
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 509
sonst sehr ähnlich, aber die Flügeldecken sind weitläufig und
wesentlich feiner punktiert (Vergrößerung 20—30 X). .
Nzerekorena macrophthalma n. sp.
Fr. aineie Date 1200 m, VI. 1951.
Gen. Phyliotreta Chevrolat 1837
Bryant 1941, Bull. Ent. Res. 32, p. 145—152, figs.
Heikertinger 1943, Arb. morphol. taxon. Ent. 10, p. 33—56, figs.
Phyllotreta togana Heikertinger 1943
Iec-p. 42.
Togo (Heikertinger).
Phyllotreta flavilabris Weise 1895
Bryant: 194], 1..c.p. 147.
Heikertinger 1943, 1. c. p. 46.
Senegal: Dakar, IV. 1951; ibid., Ile aux Serpents, Ill. 1952
(M. Condamin et T. Leye).
Goldküste: Adda (Weise).
Phyllotreta cheiranthi Weise 1903
Phyllotreta hargreavesi Bryant 1930.')
Phyllotreta cheiranthi Heikertinger 1943, 1. c. p. 52.
Fr. Guinea: Gonacry, IV. 1951 ; Camayenne (Conacry), IV. 1951);
Coya, IV. 1951.
ÖOstsudan. — Tanganyika. — Uganda. — Zanzibar. — Ceylon.
Die Exemplare von Camayenne (Botanischer Garten in der
Nähe von CGonacry), wurden ebenfalls auf Cheiranthus gefunden.
F. Heikertinger, 1943, 1. c. p. 53, erwähnt noch eine Art —
Ph. nitidipennis Heikertinger — (Typus in Mus. G. Frey) von West-
afrika: Uelleburg. Es handelt sich aber wahrscheinlich um Uelle
in Belgisch Kongo.
Monodaltica n. gen.
Körper oval. Clypeus flach, ohne Längscarina, diese zwischen
den Fühlern auf eine hohe tuberkelförmige Erhabenheit reduziert.
') Mr. G. E. Bryant, 1941, 1. c. p. 146. hält beide Arten getrennt; F. Heiker-
tinger hat die Type der Ph. cheiranthi gesehen und einige Exemplare der Samm-
lung (jetzt im Mus. G. Frey) mit ihr verglichen, die nicht in allen Punkten mit
der Beschreibung von Ph. hargreavesi (welche er nicht gesehen hat) übereinstimmt.
Die westafrikanischen Stücke. die ich gesehen habe, stimmen mit Ph. cheiranthi
Weise (Heikertinger) überein.
510 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Fühler robust, die Mitte der Flügeldecken überragend. Anten-
nalcalli länglich, subparallel. Thorax ohne Eindrücke, mit breit,
schräg abgestutzten Vorderwinkeln. Elytren stark punktiert. Beine
robust, Enddorn der Hintertibien abgeflacht, — deutlich zweispitzie.
Metatarsus der Hinterbeine so lang wie die 3 folgenden Tarsite
zusammengenommen. Intercoxalplatte des Prosternums sehr breit,
von der Breite einer halben Goxe. Metasternum, der Quere nach,
sehr stark gewölbt.
Diese Gattung unterscheidet sich von den übrigen Aphthonini
durch die an Dibolia erinnernde Bildung des Enddornes der Hinter-
tibien und durch auffallend breite prosternale Intercoxalplatte.
Genotypus: Monodaltica guineensis n. sp.
Monodaltica guineensis n. sp. (Fig. 13, 14)
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 500 m,
VI. 1951; Nzerekore, VII. 1951.
Long. + 3 mm.
Pechbraun bis pechschwarz, Fühler rotgelb. Glieder 4—9 schwarz.
Körper oval, Oberseite glänzend, Kopf matter.
Kopf glatt. Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. Clypeus
und Stirn, von der Seite betrachtet, einen fast rechten Winkel
bildend, der erstere abgeflacht, so lang wie
ein Auge. Fühler robust, das 3. Glied länger
als das verdickte 2., oder das subtile 4.,
Glieder 7—11 schwach verdickt.
Halsschild stark, nicht dicht punktiert
(Vergrößerung 8—10 X), doppelt breiter
als lang. Seiten schwach und regelmäßig
gerundet. Alle Winkel zahnförmie.
Flügeldecken etwas stärker als der
Thorax, verworren punktiert, Basalcallus
deutlich. Epipleuren breit, bis zu dem
13 14 latero-apikalen Winkel fortlaufend. Beim
Abb. 13—14. g ıst das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen
Monodaltica guineensis: merklich erweitert, die Hintertibien ge-
Linke Hintertibia (13)
53 bogen und das 5. Abdominalsternit mit
und Tibialenddorn (14)
einem deutlichen Sınus.
Monodaltica foutana n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI, 1951.
Long. + 2 mm.
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 51 1
Rotbraun, Vertex schwärzlich. Körper länglich, die ganze Ober-
seite stark glänzend.
Von der vorigen Art durch kleinen, überall gleichmäßig glän-
zenden Körper, durch stumpfen Profilwinkel des Clypeus mit der
Stirn, durch fast parallele Seiten des Halsschildes und durch gerade,
nicht gebogene Hintertibien des 5 verschieden.
Gen. Aphthona Chevrolat 1842
Aphthona ferruginea Allard und wahrscheinlich auch Aphthona
convexa Allard (die Type der letzteren habe ich in der coll. Ober-
thür, Mus. Paris nicht gefunden), beide von der Elfenbeinküste
beschrieben (Assinie), gehören zur Gattung Gabonia.
Die zahlreichen westafrikanischen Arten der zweifellos poly-
phylletischer Gattung Aphthona, die mir z. Zt. bekannt sind, habe
ich hier tabellarisch bearbeitet.
1 (14) Flügeldecken in 9 regelmäßigen Längsreihen punktiert
(+ eine abgekürzte juxtaskutellare + eine juxtamarginale
Punktreihe).
2 (7) Antennalcalli in eine einzige Fläche zusammenfließend.
welche von der Stirn durch eine sehr seichte Querdepression
schlecht geschieden ist.
3 (6) Elytralpunktierung sehr schwach, erst unter 30— 40 facher
Vergrößerung erkennbar. Stirn viel breiter als ein Augen-
durchmesser. Thorax sehr fein punktuliert (Vergrößerung
50—100 X). %)
4 (5) Einfarbig schwarz, Fühler und Beine gelb, Hinterschenkel
und die letzten Antennite pechbraun bis pechschwarz. Ober-
seite glänzend, Kopf samt Antennalcallı matt, Retikulierung
unter 50—100 facher Vergrößerung erkennbar, das 5. Ab-
dominalsegment des 5 mit einem tiefen Sinus. Sexual-
dimorphismus in Größe gering: JQ 1,4—1,6 mm. |
. Aphthona guavae Bryant 1927
') In diese Gruppe gehört die folgende Art aus Kamerun: Joko (coll. Heiker-
tinger, Mus. G. Frey).
Aphthona ayenna n. sp.
Long. 1,3 mm.
Pechschwarz, Fühlerbasis und Flügeldecken gelb, Clypeus, Hinterschenkel
und Flügeldeckennaht rot. Oberseite überall gleichmäßig glänzend, auch der Kopf
zeigt keine chagrinierten Teile auf (Vergrößerung 50—100 x). Fühler auffallend
robust, das 3. Glied (das dünnste) immer noch dicker als die Basis der Vorder-
tibien, während es bei den übrigen Arten dieser Gruppe umgekehrt ist.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 33
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
6 (3
IL
7 (2)
8 (9)
(8)
10 (11)
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Damakanya, IV. 1951;
Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Sierra Leone (Bryant).
Schwarz, Fühler (einfarbig) und Beine gelb, Hinterfemora
leicht angebräunt, Clypeus, Flügeldecken an den Seiten
und an der Spitze rötlich. Oberseite glänzend, nur die
Antennalcalli matt. Hinterrand des 5. Abdominalsegmentes
aufgewölbt, Sinus klein. Sexualdimorphismus in Größe
merklich: ZZ + 1,5 mm, 99 1,6—1,3 mm.
Aphthona mignardi n. sp.
Be Cine Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan,
900 m, V. 1951; Pastoria, V. 1951.
Elvbalpunktierune stark, unter 10 facher Vergrößerung
gut erkennbar. Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter.
Halsschild an der Basis mit stärkeren Punkten besetzt (Ver-
srößerung 20 X).
Pechschwarz, Vorderkörper dunkel rotbraun, Fühler
und Beine hell rotgelb. Die ganze Oberseite ist stark glän-
zend. Sinus des 75 klein. = dc 1,415 mm 99 1,6
bis 1,38 mm. .
Abhihona ee n. sp.
nt "Clines) Dana 1200 m, VI. 1951.
Antennalcalli voneinander gut getrennt, hinten von einem
Quereindruck begrenzt.
Thorax vor der Basis mit einem dicht und stark (Vergrös-
serung 10 X) punktierten flachen Eindruck versehen.
Pechbraun bis rotbraun, glänzend. Kopf glatt, Stirn
breiter als ein Augenquerdiameter, oberhalb der tiefen Fron-
talfurchen jederseits nahe dem Augenhinterrand mit einem
Grübchen versehen. Halsschild deutlich transversal, auf der
Scheibe spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20 X).
Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 8—10 X‘), In-
tervalle schwach gewölbt. Sinus des 5 klein.. Long. 1,6
bis Komm. En ana soucheti n. sp.
Fr. Guinea: Dalapa) 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan,
500 m, V. 1951.
Thorax regelmäßig, flach gewölbt, ohne Eindruck vor der
Basıs, höchstens nahe den Hinterwinkeln mit einzelnen
sröberen Punkten besetzt.
Die Punkte der diskalen Reihen auf den Flügeldecken un-
regelmäßig gestellt.
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 513
Der vorigen Art sehr ähnlich (Stirn breit), aber hier
sind es nur 2 laterale Flügeldeckenintervalle, welche ge-
wölbt sind und die mittlere Protuberanz des j Sinus auf
dem letzten Abdominalsegment ist nach hinten stark er-
weitert. Körper größer, 1,85—2 mm. . . . 2...
re CE Aphthona dalaba n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951.
11 (10) Alle Punktreihen der Flügeldecken vollkommen regelmäßig.
Stirn höchstens so breit wie ein Augenquerdiameter.
12 (13) Kleine Art, Sf + 1,1 mm, 22 1,2—1,3 mm. Stirn so breit
13 (12)
wie ein Augenquerdiameter. Flügeldecken grob punktiert
(Vergrößerung 8—10 X‘).
Rotbraun bis pechbraun, Fühler und Beine gelb, das
letzte Antennit angedunkelt. Kopf und Halsschild glatt.
Beim 5 sind die Antennen fast so lang wie der Körper,
Sinus klein,. . . . ...... Aphthona nzerekorensis n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951.
Größere Art, Jf 1,6—1,7 mm, 99 1,7—1,9 mm. Stirn
nur halb so breit wie ein Augenquerdiameter, Punktie-
rung der Flügeldecken fein, erst unter 20—30 facher Ver-
srößerung erkennbar.
Rotgelb, Halsschild und Flügeldecken an den Seiten
oder auch auf der Scheibe angedunkelt, Unterseite schwarz.
Flügeldeckennaht bleibt auch bei den dunklen Stücken stets
rötlich. Beim 5 reichen die Fühler nur hinter die Mitte
der Flügeldecken, Sinus klein. . Fu re BE
Se we Aphthona nigrorufa n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore,
VN. 1951.
14 (1) Flügeldecken völlig konfus punktiert.
15 (20) Flügeldecken ganz metallisch gefärbt oder mit dunkel me-
tallisch gefärbten Querbinden.
16 (19) Flügeldecken mit 2 metallisch blauen bis srünen (Juer-
binden, eine das Basaldrittel einnehmend, die andere, eine
Spur breiter, vor der Spitze. Körper sonst rotgelb, Spitze
der Hinterschenkel und der Kopf wenigstens zum Teil
schwarz.
Kopf glatt, zwischen den Augen hinter den gut um-
srenzten ÄAntennalcalli seicht punktiert. Halsschild schwach
transversal, Oberseite sehr fein punktuliert (Vergrößerung
30— 100 X). Flügeldecken länglich, bei beiden Geschlechtern
33
514 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
mit einer schwachen Längsrippe (welche aus dem Humeral-
callus ausgeht), Punktierung unter 20—30 facher Ver-
srößerung deutlich. Ganze Oberseite glänzend. Long + 3mm.
17 (18
nr
Antennalcalli groß, schräggestellt, nach hinten im ca. 120°
Winkel divergierend. Kopf rot, Vertex schwarz mit einem
Metallschein (5) oder noch der Clypeus schwarz (9), An-
tennalcalli hell. Stirn so breit wie ein Auge lang ist.
SERRRR AN Aphthona viridiornata n. sp.
Fr. Be Mt. Gangan, 550 — 750 m, V. et. VI.
#951.
158 (17) Antennalcalli klein, fast völlig transversal. Kopf dunkel
(2; & unbekannt). Stirn doppelt breiter als ein Augen-
längsdiameter = fast 3.< breiter als ein Querdiameter.
SAN Aphthona cyaneoornalta n. sp.
Fr. Guinea: AD 1200: m. VL-1951.
19 (16) Flügeldecken einfarbig metallisch blau bis grün. Schwarz,
Vorderkörper, Fühlerbasis und Beine rotgelb, Spitze der
Hinterschenkel angedunkelt. Labrum schwarz. Körper kurz-
oval, Oberseite glänzend.
Kopf glatt, Antennalcalli schlecht begrenzt. Stirn viel
breiter als ein Augendiameter. Halsschild deutlich trans-
versal. Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 10x),
hinten schwächer punktiert. Long. + 2 mm.
Aphthona sierraleonis Bryant 1926
Fr. ler Conacry, IV. 1951; Nzerekore, IX. 1952
(S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Naraba N E., 500— 700 m,
IX. 21946,(A: Villeers, I FAN),
Sierra Leone (Bryant).
20 (15) Körper größtenteils gelb bis rot, die Naht der Flügeldecken
manchmal dunkel.
21 (22) Antennalcalli schlecht begrenzt, untereinander zusammen-
fließend. Körper klein, 1,3 mm.
Hell gelbbraun, Sternum und Spitze der Hinterschenkel
pechschwarz, Kopf, Fühlerspitze und die Elytralnaht vorne
angedunkelt. Körper länglich, Oberseite glänzend.
Kopf glatt, Stirn doppelt breiter als ein Augenquer-
diameter. Frontalfurche auf ein Fältchen nahe den Augen
reduziert. Thorax glatt, 1.5 X breiter als lang. Flügel-
decken sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 X‘).
EB = Aphthona monorhabda n. sp.
Fr. ne Mt. Gangan, 800 m, V. 1951.
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 5] 5
22 (21)
93 (24)
24 (23)
Antennalcalli voneinander getrennt, gut umgrenzt. Körper
größer. Die folgenden Arten lassen sich verhältnismäßig
gut an der Färbung erkennen.
Halsschild stark transversal, mehr als 2 X breiter als lang,
an der Basis am breitesten, Seiten nach vorne merklich
gerundet.
Hell gelbbraun, Unterseite (Prosternum ausgenommen)
und die 6— 7 letzten Antennite pechbraun, Kopf und Hals-
schild rotbraun, Labrum schwarz. Körper länglich, glänzend.
Kopf glatt. Antennalcalli und Clypeallängscarina 3
gleichhohe Erhabenheiten bildend. Stirn fast doppelt breiter
als ein Augenquerdiameter. Thorax fein (Vergrößerung
50---100 <), Flügeldecken stärker punktiert (Vergrößerung
20 X). Long. 2—2,2 nm. Ce Ne
MN N Be Aphthona bamakoensis n. sp.
Fr Sudan: Bamako, VII. 1951; Molodo, IX. 1952
@Bi-leye, I.E.AN.).
Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951.
Senegal: Hann pres de Dakar, I. 1949 (A. Villiers,
LF.A.N.).
Thorax weniger quer, Seiten entweder parallel, schwach
gerundet oder geradlinig nach vorne divergierend.
25 (32) Mehrere Apikalglieder (5—8) der Fühler dunkel, Flügel-
26 (29)
27 (28)
38 (27)
decken stets einfarbig, Unterseite hell.
Kleinere Arten, 2—2,2 mm. Spitze der Hinterschenkel
angedunkelt. Halsschild regelmäßig gewölbt.
Vertex schmal erscheinend, weil jederseits oberhalb der
Frontalfurchen sich ein tiefes Längsgrübchen befindet. An-
tennalcalli quer, niedriger als die Clypealcarina.
Gelb, sehr hell, Oberseite (das stark glänzende Hals-
schild ausgenommen) nur mäßig glänzend. Flügeldecken
deutlich punktiert (Vergrößerung 20—30 X), Intervalle
chagriniert (Vergrößerung 100 X‘). Une
ee Aphthona friguiagbensis n. sp.
Fr. Guinea: Friguiagbe, V. 1951.
Vertex bis zu den Augen gleichmäßig gewölbt, deshalb
breiter erscheinend (weil oberhalb der Frontalfurchen sich
keine Vertiefungen befinden). Antennalcalli schräg nach
hinten divergierend, so hoch wie die Clypeallängscarina
zwischen den Fühlern.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Rotgelb, stark glänzend, Flügeldecken erst unter 100
facher Vergrößerung wahrnehmbar punktuliert.
\ Aphthona camayennensis n. sp.
Fr. a ne (Conacry), IV. 1951; Conacry,
121991.
29 (26) Große Arten 3,5—4 mm. Rotgelb, Hinterschenkel und
30 (31
ni
31 (30
—
2 (35)
33 (34)
Labrum schwarz bis pechbraun. Kopf und Halsschild glän-
zend, das letztere an den Seiten mit einer obsoleten Längs-
depression. Oberhalb der Frontalfurchen befindet sich
jederseits nahe den Augen ein Grübchen.
Clypeallängscarina viel höher gewölbt als die Antennal-
calli. Flügeldecken unter 50 facher Vergrößerung glatt und
glänzend. Hinterschiene und alle Tarsen + angedunkelt,
Antennite 5—11 schwarz. Sinus des 5 einfach, 1. Glied
der 4 vorderen Tarsen schwach erweitert.
a Aphthona senegalensis eaake 1903
Senegal (Jacoby).
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Mt. Nimba N. E.,
500— 700 m, IX. 1946 (A. Villiers, LF.A.N.).
Antennalcalli und Clypeallängscarina 3 gleichstark gewölbte
Erhabenheiten bildend. Flügeldecken matter als der Vorder-
körper, unter 40—50 facher Vergrößerung deutlich punk-
tiert. Beine (Hinterfemora ausgenommen) hell. Beim 7 ist
das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert und
der Mittellappen des Sinus am 5. Sternit mit einem tiefen
Grübchen versehen. © unbekannt.
ee Aphthona india n. SP.
Fr. Guinea: Mt. Canpanl 600° m, V. 1951.
Antennen einfarbig hell, nur das letzte Glied ist zuweilen
angedunkelt. Labrum, Spitze der Hinterschenkel und die
Naht der Flügeldecken dunkel. Oberseite glatt, Flügeldecken.
unter 40—50 facher Vergrößerung sichtbar punktiert.
Kopf und Unterseite hell, Sternum manchmal angedunkelt.
Thorax schwach transversal, nach vorne leicht verengt, fast
parallelseitig (9) oder mit parallelen, bzw. nach vorne leicht
divergierenden Seiten (Z). Fühler die Mitte der Flügel-
decken en ı oder kaum erreichend (9). Long.
21,2 mm!
As ie chona in) "Bryant 1926
Er. ne: Coya, IV. 1951; Mt. Gangan, 500 —600 m,
V. 1951; Pastoria, V. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951;
Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden ST
Nzerekore, VII. 1951; ibid., VI. 1952 (S. H. Olsen, Mus.
G. Frey).
Sierra Leone (Bryant).
34 (33) Kopf und Unterseite schwarz. Halsschild bei den beiden
Geschlechtern im Niveau der Vorderwinkel am breitesten,
Seiten nach hinten konvergierend. Fühler des 5% fast die
Körperlänge erreichend, beim 9 die Mitte der Flügeldecken
weit überragend. Long. 5” 2 mm, 9 2,5 mm. . Te ur
A Dr DE . Aphthona anabella n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, VI. 1951; ibid., VI. 1952 (S.
H. Olsen, Mus. G. Frey).
Gen. Sanckia Duvivier 1891.
Sanckia (Eugonotes) dentella n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Damakanya, V. 1951;
Mt. Gangan, 600—800 m, VI. 1951; Segueia, V. 1951; Mt. Nimba,
500—700 m, IX. 1945 (A. Villiers, 1. F. A. N.).
Long. + 2 mm.
Braunviolett, ohne Metallglanz bis braun, Fühler, Beine und
Vorderkörper hell gelbbraun. Vorderkörper matt, Flügeldecken stark
glänzend. Körper länglich.
Kopf fein quer gerunzelt (Vergrößerung 50 X), Clypeus und
die zusammenfließenden Antennalcalli glänzender, Clypealcarina
scharf. Fühler weit über die Mitte der Flügeldecken hinreichend,
zart, Glieder 2—4 graduell an Länge zunehmend.
Halsschild 1,5 X breiter als lang, Seiten gerade und parallel,
Vorderwinkel im breiten Umfange schräg abgestutzt. Oberfläche
srob, (Vergrößerung 10 X) aber flach runzelig punktiert.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, weißlich, ziemlich lang
behaart, hinter der Basis quer eingedrückt, sehr stark (Vergröße-
rung 2X) in regelmäßigen Längsreihen punktiert, Intervalle ge-
wölbt. Die Außenkante der Hintertibien sägeartig gezähnelt.
Dies ist die einzige bekannte westafrikanische Art; sie ist (bei
ausgefärbten Exemplaren) an der eigenartigen braunvioletten Fär-
bung der Flügeldecken und deren gewölbten Intervallen kenntlich.
Gen. Serraphula Jacoby 1897
Serraphula bohumilae n. sp. (Fig. 15)
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951.
Long. + 2 mm.
518 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Pechbraun, Fühler und Beine gelb, Anten-
nite 3— 7 angedunkelt. Körper länglich, stark
glänzend, geflügelt. |
Kopf glatt, nahe den Augen mit einigen
Punkten besetzt. Stirn fast doppelt breiter als
ein Augenquerdiameter, Antennalcalli mit der
Stirn zusammenfließend, voneinander aber durch
eine Längscarina. Fühler die Mitte der Flügel-
decken weit überragend, Glieder 2—4 progres-
sıv länger, das 4. fast so lang wie die 2 vor-
hergehenden zusammengenommen.
Thorax quadratisch, grob gerunzelt (Ver-
srößerung 5X), Seiten parallel. Vorderwinkel
breit abgerundet.
Flügeldecken parallel, in regelmäßigen
Längsreihen grob punktiert (Vergrößerung 10x‘),
alle Intervalle gewölbt. 1. Glied der Hintertar-
sen fast so lang wie die Tibia, Enddorn halb
so lang wie das 2. Tarsit, stielrund, ohne Zähne-
lung.
15
Abb. 15. Hinterbein v.
Serraphula bohumilae
Bis jetzt sind nur wenige Arten dieser mit
Longitarsus verwandten Gattung von Südafrika
bekannt, bei welchen der Enddorn der Hinter-
tibien von komplizierter Bildung ist.
Serraphula pallens n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Long. 2 mm.
Einfarbig gelb. Diese Art unterscheidet sich von der vorher-
sehenden durch die Färbung, durch fein punktiertes Halsschild
(Punktierung erst unter 20—30 facher Vergrößerung wahrnehmbar),
durch nicht gewölbte Elytralintervalle und durch verhältnismäßig
sehr kurzen Enddorn der Hintertibien, welcher kaum !/ı der
Länge des 2. hinteren Tarsites erreicht.
Gen. Longitarsus Berthold 1827
Longitarsus nervosus Allard gehört zu der Gattung Gabonia
L. nigripes Allard (1890) ist mir in natura unbekannt (von der
Elfenbeinküste: Assinie, beschrieben).
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 519
Die anderen bisher bekannten westafrikanischen Arten lassen
sich in der folgenden Tabelle überblicken.
1 (10) Aptere, bzw. brachyptere Arten. Oberseite matt, fein retiku-
2(3)
liert (Vergrößerung 50—100 X). Die folgenden Arten haben
gegenüber den zentralafrikanischen eine langovale Gestalt.
Antennalcalli nach hinten divergierend, gut umgrenzt.
Falls die Stirnfurchen (namentlich bei den JS) schwächer
gebildet seien, treten die Antennalcalli doch durch Mangel
der Mikroskulptur deutlich heraus.
Rotbraun, Fühler und Beine (Hinterschenkel ausge-
nommen) gelb, bei gut erhaltenen Exemplaren zitronen-
srün, Kopf angedunkelt.
Kopf ohne Punktierung. Fühler fast von der Körper-
länge, ziemlich robust, zur Spitze unbedeutend verdickt,
Glieder 2—5 graduell an Länge zunehmend. Halsschild
quadratisch, im Niveau der sehr schrägen und verdickten
Vorderwinkeln am breitesten, Seiten schwach gerundet,
schwach nach hinten verengt. Oberfläche in der hinteren
Hälfte seicht punktiert (Vergrößerung 4—50 x) Flügel-
decken deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x). Beim 5
ıst das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen merklich erweitert,
Sinus klein. Long. 1,5—1,5 mm. Ar:
Longitarsus OO n. Sp.
ner Dalba 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan,
500— a m, V. et. VI. 1951; Nzerekore, VIL. 1951; Mt.
Nimba N. E., 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—1200 m, IX. 1946
(A. Villiers, LF.A.N).
Antennalcalli mit der Stirn eine einheitliche ımatte Fläche
bildend. Frontalfurchen auf ein Grübchen nahe dem inneren
Augenhinterrand reduziert.
Flügeldecken unter 20 fach. Vergrößerung deutlich punktiert.
Färbung und Form wie bei der vorigen Art, aber die
Hinterschienen des 5 gebogen und die gut erhaltenen
Exemplare sind mit Ausnahme des schwarzen ER ein-
farbig zitronengrün. Long. 1,5—1,8 mm.
Longitarsus hylophilus n. Sp.
Fr. una Nzetekore, VII. 1951; Mt. Nimba, 500 bis
700 m, IX. 1946 (A. Villiers, LFA.N.)
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—1200 m, IX. 1946
(A. Villiers, I.F.A.N.); Yapo, X. 1946 (dtto).
520 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
Fr. Sudan: Nema, IX. 1948 (A. Villiers. I.F.A.N.).
Togo: Tohoun, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); Klouto,
500—800 m, VI. 1950 (dtto).
6 (5) Färbung abweichend.
7 (8) Größere Art, 2 mm. Pechschwarz,. Oberseite pechbraun,
Fühler und Beine gelb, Hinterbeine rotbraun.
Skulptur und Form wie bei L. nycterophilus, aber auch
das Halsschild ist deutlich punktiert und die Elytren zeigen
2 regelmäßige Punktreihen an den Seiten, die Intervalle
dazwischen und daneben gewölbt. Hintertibien des 5 gerade
oder fast a Be.
ee Fee Von Ina n. Sp.
Fr. Guinea: INzesekord VII. 1951.
Kleinere Art, 1,5 mm. Rotbraun, Kopf pechschwarz, die
Apikalhälfte der Hinterfemora und das letzte Antennit
pechbraun.
Form und Skulptur wie bei L. nycterophilus, Hals-
schild deutlich, die Flügeldecken sehr stark (schon unter
5 facher Vergrößerung sehr deutlich) punktiert, ohne ge-
wölbte Intervalle an den Seiten. Hintertibien des 5’ gebogen.
Longitarsus foutanus n. sp.
Fr. er Dalabe 1200 m, VI. 1951.
9 (4) Flügeldecken ohne Punktierung, auf der Scheibe unter
50 facher Vergrößerung etwas uneben erscheinend; eine
Punktreihe befindet sich nahe dem Schildchen, 2 andere
nahe dem Seitenrand.
Schwarz, Fühler strohgelb, Beine rotbraun, Hinter-
schenkel und eine Längsbinde auf den Flügeldecken, ent-
weder vom Humeralcallus bis zur Spitze hinlaufend oder
auf eine längliche Makel nahe der Basis reduziert, dunkel-
braun. Form und Skulptur wie bei L. nycterophilus, Hinter-
tibien des JS Ei Long. 2 mm. Be:
Longitarsus Ealds n. Sp.
He. lines Dalsbe, 1200 m, VI. 1951.
10 (1) Macroptere Arten.
11 (12) Stirn zwischen den Augen mit kräftigen Punkten besetzt
(Vergrößerung 8—10 x).
Rotgelb, Oberseite strohgelb, Kopf, Fühlerspitze und
Flügeldeckennaht rot- bis pechbraun. Long. 1,5—2 mm.
RR SE Longitarsus punctifrons Weise 1895
Goldinete Ashanti (Weise).
oo
FED
1
I
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden Bol
Togo: Tohoun, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); Klouto,
500—800 m, VI. 1950 (dtto).
12 (11) Stirn ohne Punktierung.
13 (16) Flügeldecken zweifarbig.
14 (15) Hell braungelb, Flügeldecken schwarz, ein in der Mitte
gegen die Naht erweiterter Seitensaum gelb, Spitze der
Fühler und der Hinterschenkel angedunkelt.
Antennalcalli zusammenfließend, hinten von der Stirn
durch eine tiefe Furche getrennt. Long. 1,6 mm.
un Longitarsus pulcher Weise 1895
Sierra Leone (Weise).
15 (14) Pechbraun, Fühler (zur Spitze angedunkelt), Beine mit
Ausnahme der Apikalhälfte der Hinterschenkel, Halsschild
und Flügeldecken rotbraun, die Naht der letzteren breit
geschwärzt.
Antennalcalli nur durch Mangel der Retikulierung zu
wahrnehmen. Frontalfurchen auf ein Längsfältchen nahe
den Augen reduziert. Long. 2 mm. re:
Longitarsus oaests n. Sp.!)
einen "Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
!) Äußerlich sehr ähnlich ist die folgende südafrikanische Art aus Bechuana-
land: Maun, Tsana, Sekhuma und Chanzi, XII. 1954 et. 1. 1955 (F. Zumpt, Mus.
G. Frey).
Longitarsus zumpti n. sp.
Long. + 2 mm.
Unterseite pechschwarz, Kopf, Schildchen, die letzten 2—3 Anten-
nite, Apikalhälfte der Hinterfemora und Flügeldeckennaht pechbraun,
Halsschild rotbraun, die übrigen Teile der Antennen, der Beine und
der Flügeldecken hell braungelb. Oberseite glänzend.
Während bei Z. zodiacus die Stirn und der Clypeus, von der Seite
betrachtet, einen stumpfen, aber sehr deutlichen Winkel bilden, läuft
hier die Profillinie des Kopfes in einem regelmäßigen schwachen kon-
vexen Bogen fort, die Clypeallängscarina ist bis oberhalb der Fühler-
basis verlängert. Das Halsschild des L. zodiacus ist trapezoidal, im Niveau
der Vorderecken am breitesten; bei L. zumpti sind die Seiten gerundet
und die größte Thoraxbreite liegt nahe der Mitte. Das 2. Antennit
des L. zodiacus ıst sehr kurz. nur halb so lang wie das 3., infolgedessen
ist das 4. Glied fast so lang wie die 2 vorhergehenden zusammenge-
nommen; bei L. zumpti ıst das 2. Glied nur um !/, kürzer als das 3.,
das #4. nicht ganz um die Hälfte länger als das 2. Antennit.
L. zumpti ist mit L. crotalariae Bryant verwandt, aber anders ge-
färbt und das 1. Antennit ist 1,5 X länger als das #., das 5. wesentlich
länger als das 5. (bei L. crotalariae ist es genau umgekehrt).
522
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
16
17
18
19
(13) Flügeldecken einfarbig, höchstens die Naht sehr schmal
(22
angedunkelt. Im letzteren Fall, gegenüber dem L. zodiacus,
sind die Antennalcalli gut markiert.
breit, jedes !/s bis !/ı der gesamten Stirnbreite einnehmend
und bis zum Augenhinterrand merklich vertieft. Infolge-
dessen scheint die durch Antennalcalli und Stirn gebildete
Fläche verenst und gewölbt zu sein. Augen + reniform.
(21) Punktierung der Flügeldecken fein, unter 20 bis 30 facher
Vergrößerung noch nicht erkennbar. Größere Arten, 2 bis
2,5 mm, Oberseite matt.
(20) Grundfarbe hell braungelb, Kopf und Spitze der Hinter-
schenkel zuweilen angedunkelt. Kopf von vorne betrachtet
mit nach vorne divergierenden Innenrändern der we
Thorax deutlich breiter als lang.
Dongitreds na n. Sp.
nt N Da V.1951; Pastoria, V. 1951;
Segueia, V. 1951; Mt. Gangan, 600—900 m, V. 1951;
Dalaba, 1200 m, v1. 1951.
20 (19) Grundfarbe dunkel rotbraun, Hinterschenkel zur Spitze
21
geschwärzt. Innenränder der Augen (von vorne betrachtet),
parallellaufend. Halsschild quadratisch, nicht breiter als lang.
Longitarsus junius n. Sp.
Fr. Ce Dale, VI. 1951.
(158) Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 5—8 X). Körper
kleiner, 1,6—1,35 mm. Vorderkörper matt, Flügeldecken
slänzend.
Gelbbraun, Fühler und Beine (Hinterfemora ausge-
nommen) heller. Augen wie bei L. patibilis (Innenränder
nach vorne oe Thorax deutlich breiter als lang.
Longitarsus maunyi n. sp.
“eensal Ba De pres de Rufisque, IV. 1951.
Casamance: Bignona, 1946 (A. Villiers et P. Dekeyser,
LF.A.N.).
22 (17) Orbiten nur unmittelbar hinter der Insertionsstelle der
Antennen vertieft, schmal, jedes !/so der gesamten Stirn-
breite einnehmend. Im Niveau der Antennalcalli und wei-
ter nach oben sind die Stirn und der Vertex also regel-
mäßig bis zu den Augeninnenrändern gewölbt. Augen oval.
Der vorigen Art in Skulptur und Farbe ähnlich und eigent-
lich nur durch die Kopfbildung und durch den zugespitzten
) Orbiten hinter der Fühlerbasis nahe dem Augeninnenrand
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 5253
Penis zu trennen. Long. 1,5—1,5 mm. ER
a a Longitarsus paricolor n. sp.
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Coya, IV. 1951;
Mt. Gangan, 550—900 m, V. 1951; De V.1951: Drlkisen
1200 m, VI. 1951.
Gen. Altica Geofiroy 1762
(= Haltica auct.)
Die meisten Arten zeigen einen hochgradigen Polymorphismus
der äußeren Merkmale, vorausgesetzt, daf3 z. Zt. eine morpholo-
sische Trennung der physiologischen Rassen als „nicht möglich“
erscheint. Die 55 sind leicht an der Form des Kopulationsor-
ganes und an den sekundären Sexualmerkmalen zu unterscheiden.
Aedeagi der bisher in Westafrika (westlich von Kamerun) festge-
stellten Arten sind von meirer Frau Bohumila gezeichnet.
+
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16 IR 18 19 20 21 2
Abb. 16—22. Ventralseite des Aedeagus der west-afrikanischen Aliica Arten:
A. charmiona (16), Länge 1.2 mm, am Profil einfach gebogen, A. lucida lucıda
(17), Länge 1,1 mm, am Profil einfach gebogen, A. lucida miokoensis (18). 4. inae-
qualis (19), Länge 1.1 mm, am Profil einfach gebogen, A. punctata (20), Länge
1,2 mm. Profil S-förmig, A. madagascariensis madagascariensis (21), Länge 1.5 mm,
Profil S-förmig, A. pyritosa (22), Länge 1,5—1.6 mm, Profil gerade.
Altica madagascariensis madagascariensis Allard 1889 (Fig. 21)
Fr. Guinea: Kindia, V. et. VI. 1951: Pastoria, V. 1951; Coya.
IV. 1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., XI. et XII. 1951, II., IM.
324 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
et IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba N. E., 500 bis
700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Liberia: Barclayville, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.); Webo
(dtto).
Dahomey: Foret de Ketou, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.).;
Koussokoingou, Atakora, 600— 700 m, VI. 1950 (dtto).
Nigeria: Ibadan, XII. 1949 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Über das ganze tropische Afrika und Madagascar verbreitet.
Altica madagascariensis senegalensis Allard 1889
Senegal: Dakar, IV. 1951; Sangalkam, Rufisque, 1950 (A. Vil-
liers, 1.F.A.N.).
Mauritania: Quest du Lac R’Kiz, X. 1952 (P. Dekeyser, I.F.A.N,).
Port. Guinea: Gissau, 1944, (A. Villiers, I.F.A.N.).
Altica pyritosa Erichson 1843 (Fig. 22)
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951.
Togo (Mus. G. Frey).
Fast über das ganze tropische Afrika verbreitet.
Altica lueida lueida Allard 1889") (Fig. 17)
Sıerra Leone.
Fr. Guinea: Beyla, VII. 1951; Nzerekore, IX.. X., XI et XI.
1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba N. E., 500— 700 m,
IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Liberia: Diölebo, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.).
Elfenbeinküste: Tonkouil, 900—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers,
I.F.A.N.); Reserve du Banco, II. 1950 (B. Holas, I.F.A.N.).
Nigeria: Ibadan, XI. 1949 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Kamerun. — Gabon.?)— Oubangui Chari. — Belg. Kongo.
Altica punctata Allard 1889 (Fig. 20)
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Damakanya, IV. 1951; Mt. Gangan,
500—900 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, VII.
) Altica lucida miokoensis n. subsp. (Fig. 18)
Fernando Pö0o: Mioko, 1700—2000 m, 8. XII. 1951 (Dekeyser, Lepesme et
Villiers, I.F.A.N.); Lac Loreta, 1200 m, Xll. 1951 (dtto).
Diese Rasse ist durch bronzegrüne Oberseite (konstant blau, blaugrün bis
blauviolett bei der prioren Rasse), feinere Elytralpunktierung und abweichende
Form des Aedeagus gekennzeichnet.
?) Belogue, XII. 1945 (de Muizon, I.F.A.N.).
25
Oi
Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden
1951; ibid. X. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba N. E.,
500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Liberia: Barclayville, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.); Glo-
fake (dtto).
Elfenbeinküste: Yapo, X. 1946 (A. Villiers, 1.F.A.N.).
Dahomey: Abomey, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); Bassıla,
V1l.—VH. 1950 (dtto). 2
Kamerun.!) — Belg. Kongo.
Altica charmiona n. sp. (Fig. 16)
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Mt. Nimba, 500-—700 m, IX.
1946 (A. Villiers, 1.F.A.N.).
Liberia: Glofake, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, 1X. 1946 (A. Villiers,
L.F.A.N.).
Kamerun (Mus. G. Frey).
Long. + 4 mm.
Lebhaft metallisch grün, blau oder goldgrün, stark glänzend.
Körper kurzoval.
Mit A. regalis Laboiss. nahe verwandt, kleiner, das antebasale
Feld am Halsschilde stark abgeflacht sodaß die Fläche vor der tiefen
Querfurche kissenartig gewölbt zu sein scheint.
Das letzte Abdominalsegment des 5 ohne Vertiefung, glatt
(bei A. regalis mit einer kurzen Längsrinne). Vordertibien des 5
rundlich, weder komprimiert noch nach außen erweitert. Die Wöl-
bung der Ventralseite des Aedeagus ist weniger asymmetrisch als
bei A. regalis.
Altica inaequalis Allard 1889 (Fig. 19)
Die Stücke in der Sammlung Allard (coll. Oberthur, Mus. Paris)
gehören auch einer 2. Art — A. madagascariensis madagascariensis
Allard — zu. Die eine bezeichnete ich lektotypisch als A. inaequalis
Allard.
Liberia: Diyala, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.); Diöleba
(dtto).
Gabon (Typus). — Kamerun. — Rio Muni.
Long. 4—5 mm.
Blau bis violett. Halsschild 1,5X breiter als lang, Seiten ge-
rundet, Punktierung der Oberfläche undeutlich (Vergrößerung 50 X).
') Valee de la N’Goko, I. 1900 (Jobit, coll. Fletiaux, 1.F.A.N..)
526 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Flügeldecken vorne deutlich (Vergrößerung 10 X‘), hinten sehr schwach
punktiert, mit einer scharfen Längsrippe, welche aus dem Humeral-
callus bis vor die Spitze hingezogen ist und einigen kürzeren und
weniger auffallenden Dorsalrippen versehen. Beim 9 sind alle
Rippen stärker emporgehoben.
& Oberseite glänzend, Vordertibien zur Spitze graduel, sehr
stark verbreitet und stark komprimiert. Das 1. Glied der 4 vor-
deren Tarsen kaum länger als breit, stark erweitert. Letztes Ab-
dominalsegment in der Mitte mit einem Längskiel, welche aber
auf dem herabgebogenen Mittellappen des ziemlich großen Sinus
nicht fortgesetzt ist. Penis ähnlich wie bei A. lucida gebildet.
9. Flügeldecken matter, Beine zart gebaut.
A. madagascariensis ist sehr ähnlich, aber der Aedeagus voll-
kommen verschieden gestaltet, Thorax schmäler, eher länger als
breit, an der Basis kaum abgeflacht, regelmäßiger gewölbt, an der
Basis am breitesten, Seiten nach vorne gerundet-verengt, Flügel-
decken bei beiden Geschlechtern gleichglänzend und nur mit einer
einzigen Rippe versehen.
Gen. Escaleriella \Weise 1907
Escaleriella ardens n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 750 m,
V.1951; Damakanya, V. 1951.
Long. 3,5—4 mm.
Rotgelb, Sternum, die Seiten des Abdomens und Hinterschenkel
zum Teil pechbraun, Antennite 5—11 und Scutellum schwarz,
Flügeldecken lebhaft metallisch violett. Körper länglich, Oberseite
stark glänzend.
Kopf glatt, nahe den Augen punktiert. Antennalcalli hoch-
gewölbt, gut umgrenzt, Clypeallängscarina scharf, hinten abgekürzt,
Clypeus jederseits runzelig skulptiert. Fühler die Mitte der Flügel-
decken kaum erreichend, dünn, das 3. Glied länger als das 4.,
1,5 X länger als das 2.
Thorax 1,5 X breiter als lang, schwach cordiform, vor der Mitte
am breitesten, Seiten schwach gerundet. Vorderwinkel abgerundet,
Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche spärlich deutlich punktiert
(Vergrößerung 20 X), antebasale Querfurche tief.
Flügeldecken stark (ohne Lupe sichtbar) punktiert-gestreift,
hinter der Basis quer eingedrückt, Intervalle glatt und gewölbt,
mit spärlichen dunklen abstehenden Härchen besetzt. Beim J ist
Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 527
das 1. Glied der 4 vorderen 'Tarsen mäßig erweitert, Sinus des 5. Ab-
dominalsegmentes kräftig. Beim 9 ist das letzte Sternit zugespitzt.
Diese Art ist ohne weiteres an der Färbung kenntlich.
Escaleriella bivittata bivittata Allard (nov. comb.)
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951; ibid., IX. 1951 et VII. 1952 (S.
H. Olsen, Mus. G. Frey).
Elfenbeinküste: Assınie (Allard).
Diese Art wurde zweimal von verschiedenen Gegenden be-
schrieben:
1. Long. + 3,5 mm. Flügeldecken schwarz, Intervalle 3—6 (der
verkürzte Skutellarintervall nicht mitgerechnet) gelb, Spitze
schwarz. (Ex Urepidodera).
ER Escaleriella Ba Bivihati Allard 1890
2. Bo 3, Ba mm. Die gelbe Längsbinde auf den Flügel-
decken breiter, weil auch der 2. Intervall gelb ist.
Escaleriella bivittata marginata Weise 1903
Rio Mani: Na X1. 1907 — V. 1908 (G. Tessman, coll.
Heikertinger, Mus. G. Frey).
Kamerun: Soppo, Mt. Kamerun, 730 m, 1912 (v. Rothkirchen
coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Gen. Orthocrepis Weise 1885
Orthocrepis ruficollis bamakoensis n. subsp.
Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951.
Senegal: Dakar (Fann), VII. 1951.
Mauritania: Bafrechie, IX.—X. 1953 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Long. 2,5—3 mm.
Einfarbig rotgelb, nur die Flügeldeckennaht + angedunkelt.
Oberseite mäßig glänzend.
Diese Form stimmt mit der mediterran-ostsudanischen O. ru-
Jieollis ruficollis Luc. überein. Außer der relativ deutlicher gereih-
ten Punktierung der Flügeldecken. unterscheiden sich die westaf-
rikanischen Exemplare durch fast quadratische Antennite 8—10,
welche bei der Stammform mindestens 1,5 X länger als breit sind.
Orthocrepis foveolata Dalman (nov. comb.)
Sierra Leone.
Diese als eine Haltica beschriebene Art steht in den meisten
Katalogen als eine C’repidodera.
fr
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 34
538 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Orthoerepis togoensis Weise (nov. comb.)
Crepidodera togoensis Weise 1902.
Crepidodera sulcata Bryant 1926.
Eine an der Färbung kenntliche Art: Rotgelb, Antennite 5 bis
————————— —
a =
11 und zuweilen auch das Sternum angedunkelt, Flügeldecken me-
tallisch blau oder grün.
Sierra Leone (Bryant).
Liberia: Penoke, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.).
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951.
Togo (Weise).
Gen. Myreina Chapuis 1875
Laboissiere 1942, Expl. Parc Nat. Albert, Miss. de Witte, fasec.
39, p. 50.
Myreina nigra Chapuis 1875
Laboissiere 1942, 1.rc..p.;01.
Fr. Guinea: Dalaba VI. 1951.
Nigeria: Calabar (Chapuis, etc.)
Belg. Kongo (Laboissiere).
Gen. Eurylegna Weise 1910
Eurylegna guineensis n. sp.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—550 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m
VI. 1951; Nzerekore. VII. 1951; ibid., X. 1951, IV., VL, VII et X.
1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Nt. Nimba N. E., 500—700 m
IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Long. 3,5—4 mm.
Hell braungelb, Flügeldecken (Seitenränd ausgenommen) rot
bis rotgelb. Körper oval, Oberseite stark glänzend.
Kopf glatt. Stirn breit, doppelt breiter als ein Augenquerdia-
meter. Antennalcalli gut umgrenzt. Clypeallängscarina zwischen
den Antennen auf einen rundlichen Tuberkel reduziert, vorne
abgekürzt. Fühler kurz und dick, das 1. Drittel der Flügeldecken
nicht überragend, zur Spitze verdickt, das 3. Glied länger als die
benachbarten, das 2. und 4. beinahe kugelig, die anderen deutlich
länger als breit.
Halsschild doppelt breiter als lang, vor der Basis am breite-
sten, Seiten vor der Basis gewinkelt, dann nach vorne geradlinig
verengt. Vorderwinkel schräg abgestutzt, nach außen leicht heraus-
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 529
ragend. Oberfläche recht spärlich aber deutlich punktiert (Vergrö-
ßerung 20 X), vor der Basis mit einer gewellten seichten Querfurche
versehen, welche bis zu den Hinterwinkeln reicht, Basaleindrücke
fehlend.
Elytren stark (Vergrößerung 5—6 X) und völlig verworren
punktiert, Humeralcallus groß. Epipleuren horizontal. Das letzte
Abdominalsegment des 5 mit einem kleinen Sinus, beim 9 zu-
gespitzt.
Die einzige, bisher bekannte Art, E. fulva Weise (viel größer,
anders gefärbt und auf den Flügeldecken sehr fein punktuliert)
kommt in Ostafrika (Kilimandjaro) vor. Das Genus Zurylegna un-
terscheidet sich von Phygasia durch die bis zu dem Seitenrand des
Thorax fortlaufende antebasale Querfurche, welche an den Seiten
von keinen Basallängseindrücken limitiert ist.
Gen. Phygasia Baly 1876
Bryant 1940, Proc. R. Ent. Soc. Lond. 9 B, p. #6.
Phyyasia gabonensis Jacoby 1893
(= Ph. magna Weise 1895)
Goldküste: Ashantı (Weise).
Kamerun. — Gabon, — Belg. Kongo.
Bryant 1940, 1. c. p. 46.
Phygasia rotundicollis Jacoby 1893
Lactica rotundicollis Jacoby 1893.
Phygasia rotundicollis Bryant 1940, 1. c. p. #6.
Fr. Guinea: Nzerekore, IX. et XII. 1951 et IV. 1952 (S. H. Ol-
sen, Mus. G. Frey).
Gabon, — Kamerun.
Phygasia gangana n. sp.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—900 m, V. 1951.
Long. 7”—8 mm. |
Glänzend, hell braungelb, einfarbig, nur die Basis der Flügel-
decken + angedunkelt. Mit Ph. rotundicollis Jac. verwandt, durch-
schnittlich etwas größer und durch die folgenden Merkmale zu
trennen:
34*
530
Ph. rotundieollis:
Prothorax glatt, Seitenrand
vorne und hinten gleichbreit ab-
gesetzt.
Punktierung der Flügeldek-
ken fein und spärlicher, erst un-
ter 20—30 facher Vergrößerung
wahrnehmbar..
d. Letztes Abdominalseg-
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
Ph. gangana
Prothorax deutlich punk-
tiert (Vergrößerung 20 X‘), Sei-
tenrand vorne breit, vor den
Hinterwinkeln nur sehr schmal
abgesetzt.
Punktierung dicht, unter 10-
facher Vergrößerung gut er-
kennbar.
‘. Hinterrand dieses Seg-
ment flach, Hinterrand in der mentes emporgehoben, in der
Mitte geradlinig abgestutzt. Mitte konvex.
Phygasia kraatzi Jacoby 1895
Lactica kraatzi Jacoby 1895
Phygasia kraatzi Bryant 1940, 1. c. p. 46
Togo: Bismarckburg (Jacoby; coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Bryant 1940, 1. c. p. 46.
Phygasia helveola Dalman 1823
Sierra Leone (Dalman).
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Damakanya, IV. et V. 1951: Kin-
dia, V. 1951: Mt. Gangan, 500—750 m, V. 1951: Dalaba, 1200 m,
VI. 1951; Kankan, VII. 1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., X. et
All. 1951, L, IL, II. et VII. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt.
Nimba, 500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 900—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers,
LEAN.D)
Goldküste: Ashantı.
2 Unter den I.F.A.N.-Altieiden befindet sich. eine sehr interessante brai
chyptere Art aus Tanganyika (B.E.A.): Crater Ngorongoro, I. 1947 (T. Monod):
Phygasia monodi n. sp.
Long. JS + 4mm, QQ9 4,5—5 mm.
Rotgelb, Oberseite rot, Tibien, Tarsen, Schenkelspitze in + breitem Umfange
und die 8 letzten Antennite schwarz. Vorderkörper glänzend, Flügeldecken matt.
Brachyptere Art, Flügel nicht länger als die Flügeldecken.
Mit Ph. sulcicollis Bryant (1940, 1. c. p. 47), welche in Uganda und Kenya
vorkommt, sehr nahe verwandt, aber wesentlich kleiner, Halsschild herzförmig,
ohne Punktierung. Flügeldecken des 5’ sehr fein (Vergrößerung 30-40 x), die
des © undeutlich (noch unter 50 facher Vergrößerung) punktiert, an den Seiten
stark gerundet (mit parallelen Seiten bei Ph. sulcicollis). 1. Glied der 4 vorderen
Tarsen des 5° sehr stark erweitert, Sinus klein; Beine Q zart.
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden Sl
Gen. Manobia Jacoby 1885
Manobia africana Baly (nov. comb.)
Crepidodera africana Baly 1877
Manobia africana l.aboissiere 1942, Expl. Parc Nat. Albert,
Miss. de Witte, fasc. 39, p. 58, fig. 17.
V. Laboissiere beschrieb seine Art unabhängig von Baly.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Elfenbeinküste: Tonkoui, 900—1200 m, IX. 1946 (A .Villiers,
I.F.A.N.).
Kamerun. — Riv Muni. — Belg. Kongo.
Manobiıa guineensis n. Sp.')
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Long. 3 mm.
Schwarz, stark glänzend, Vorderkörper, Fühler und die 4 vor-
deren Beine rotgelb, 4 hintere Schenkel angedunkelt. Oberseite
slänzend, Clypeus matt.
Kopf glatt. Antennalcalli und Clypeallängscarina bilden eine
Y-förmige Erhabenheit. Fühler die Mitte der Flügeldecken errei-
chend, zur Spitze schwach verdickt, das 2. Glied kugelig aufgetrieben.
Thorax klein, spärlich punktiert, nur die gebogene antebasale
Querfurche mit einer Reihe kräftiger, dichtgestellten Punkte. Seiten
schwach und regelmäßig gerundet (die größte Breite des Halsschildes
liest in der Mitte), Vorderwinkel schräg abgestutzt, aber seitlich
nicht zahnartig herausragend.
Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, vorne stark (Ver-
srößerung 10 X) in ziemlich regelmäßigen Reihen, hinten schwächer
und mehr verworren punktiert. Basalcallus sehr niedrig, Humeral-
callus groß und hochgewölbt. Vordere Gelenkhöhlen offen.
Von M. africana Baly durch die Färbung, Form des Halsschildes
und der Flügeldecken verschieden.
') Manobia nkolentangana n. sp.
Rio Munı: Nkolentangan, X. 1907 — V. 1908 (G. Tessmann, coll. Heiker-
tinger, Mus. G. Frey).
Long. 3 mm.
Unterseite und die 2 letzten Antennite rotbraun. Antennite 4-9, Beine
und Flügeldecken schwarz, Vorderkörper und Fühlerbasis rotgelb.
Auf den ersten Blick der M, guineensis gleichend, aber die Stirn ist matt
und das Halsschild besitzt jederseits eine mit dem Seitenrand parallele mattere
Callosität, welche innen von der Scheibe durch eine Längsfurche getrennt ist.
532 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Manobia ngerezena n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951.
Long. 1,6—1,5 mm.
Dunkelbraun, stark glänzend, Oberseite, Fühler und Beine
(Spitze der Hinterfemora ausgenommen) hell braungelb, Pens
deckennaht angedunkelt. Körper länglich.
Kopf glatt, Antennalcalli rundlich, isoliert. Fühler zur Si
merklich verdickt.
Halsschild fast 2X breiter als lang, im Niveau der verdickten,
schräg abgestutzten, seitlich aber nicht vorspringenden Vorderwinkel
am breitesten. Seiten nach hinten gerundet-verengt. Oberfläche
glatt, antebasale Querfurche seicht.
Elytren breiter als das Halsschild, stark in regelmäßigen Längs-
reihen punktiert, Intervalle glatt, die lateralen gewölbt. Basalcallus
deutlich. Intercoxalplatte des Prosternums glatt und stark glänzend
wie die Epimeren.
Die kleinste bisher bekannte afrıkanische Art.
Gen. Crepidodera Chevrolat 1844
Von den westafrikanischen Arten, welche unter diesem Gat-
tungsnamen in den Katalogen zu finden sind, müssen folgende
zu anderen Genera gestellt werden:
23 24 25
Abb. 23—25. Umrit5 von Crepidodera laeviuscula (23), Cr. fissa (24) und
Djallonia maindra (25).
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden
533
Crepidodera ajricana Baly 1877 Manobia.
Crepidodera bivittata Allard 1890 Escaleriella.
Crepidodera foveolata Dalman 1823 Orthocrepis.
Crepidodera sulcata Bryant 1926 Orthocrepis.
Crepidodera viridimicans Allard 1890 Poöphilina.
Es bleibt also nur eine einzige westafrikanische Art — Cr. lae-
viuseula Csikiı — welche der augenblicklichen Limitierung der Gat-
tung Crepidodera entspricht.
Crepidodera laeviuseula Csiki 1940 (Fig. 23)
(= Crepidodera laevicollis Allard 1890, nom. praeoce.)
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Elfenbeinküste: Assinie.
_ Crepidodera fissa n. sp. (Fig. 24, 26, 27)
Fr. Guinea: Ber 1200 m, VI. 1951.
Lone: 7.2
Unterseite, Endelieder der Fühler A: Hinterschenkel pech-
braun, Vertex schwarz mit einem metallischen Schein, Clypeus und
Thorax rot, das antebasale Feld des letzteren häufig angedunkelt,
Fühler und Beine gelb, Flügeldecken metallisch
schwarzblau. Oberseite glänzend, Körper länglich.
Kopt sehr fein punktiert (Vergrößerung 50 < )
ohne Antennalcalli. Clypeallängscarina breit und
flach, Frontalfurchen zusammenlaufend. Stirn we-
sentlich breiter als ein Augendiameter. Fühler die
Mitte der Flügeldecken weit überragend (5) oder
noch erreichend (9), zur Spitze verdickt, das 3. Glied
so lang als das 4., länger als das 2.
Thorax doppelt breiter als lang, fein punk-
tiert, in der Mitte am breitesten. Querfurche üef,
jederseits von einem Längsfältchen begrenzt. Vor-
derwinkel abgerundet, weder verdickt noch heraus-
tretend, Hinterwinkel stumpfeckig.
Elytren stark (Vergrößerung 8—10 X) in regel-
mäßigen Längsreihen punktiert mit einer seichten
Querdepression hinter der Basis. Intervalle glatt
und flach, die lateralen leicht gewölbt. Vorderti-
26
Abb. 26. Vorder-
tıbia (von oben be-
trachtet) von Üre-
pidodera Jissa
bien bei beiden Geschlechtern oberseits im distalen Drittel tief
gefurcht. Beim 5 ist das 1. Tarsit kaum erweitert, Sinus groß.
Diese Art ist am Mangel der Antennalcalli und der Form der
Vordertibien ohne weiteres erkennbar.
534 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Djallonia n. gen. (Fig. 25, 28)
Merkmale der Gattung Crepidodera, aber das Halsschild mit
stark nach außen erweiterten Vorderwinkeln und das 2. Antennit
ist so lang und so dick wie das 1. Das letztgenannte Merkmal |
wiederholt sich bei keiner anderen verwandten Gattung.
Djallonia maindra n. sp.
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, 1X. 1946 (A. Villiers,
I.E.AND.
Rotbraun, Unterseite dunkler, Fühler und Beine gelb, Hinter-
femora und die 2 letzten Antennite angedunkelt, Flügeldecken
pechschwarz, Humeralcallus und die äußerste
Spitze rötlich. Körper länglich, Oberseite glän-
zend, Kopf matt.
Kopfstark punktiert(Vergrößerung 10X‘),
Vertex in der Mitte mit einer glatten erha-
benen Längslinie. Stirn 2X breiter als ein
Augenquerdiameter. Antennalcalli glänzend,
linear. Fühler die Mitte der Flügeldecken er-
reichend, zur Spitze merklich verdickt, das
2. Glied von auffallender Länge, so lang wie
das 1. Glied, bzw. so lang wie die 2 folgen-
den zusammengenommen. Das letztere An-
tennit lang und zugespitzt.
Thorax transversal, 1,5 X breiter als lang,
im Niveau der stark nach außen zahnförmig
herausspringenden Vorderwinkel am breites-
ten. Seiten geradlinig nach hinten verengt.
Antebasale Querfurche tief, gerade, erst kurz
vor dem Seitenrande endend. Oberfläche vor
der Querfurche sehr stark punktiert (Ver-
srößerung 2—3 X), dahinter mit einem glatten
Querwulst. Basis gerandet und kräftig gra-
S nuliert.
Flügeldecken in regelmäßigen Längs-
reihen, vorne so stark wie das Halsschild,
en hinten schwächer punktiert. Intervalle flach,
Crepidodera fissa (27) u. die lateralen gewölbt, Basalcallus und post-
Djallonia maindra (28). basale Querdepression schwach. Beine robust.
2 28
‘6
Abb. 27—28. Linke An-
Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 335
Gen. Epitrix Foudras 1859
Die bisher bekannten westafrikanischen Arten sind von kurz-
ovaler Gestalt, Oberseite stark glänzend, Kopf glatt, nur nahe den
Augen oberhalb der Frontalfurchen mit + deutlichen Punkten
besetzt. Punktierung des Halsschildes und der Flügeldecken schon
unter 5facher Vergrößerung gut erkennbar. Elytralintervalle auf
der Scheibe plan, an den Seiten + gewölbt (bei den 99 deutlicher).
1 (2) Halsschild an der Basis mit einem Querwulst, welcher pa-
rallel mit dem Hinterrande läuft.
Schwarz, Kopf rotbraun, Fühler und Beine (Hinter-
schenkel ausgenommen) rotgelb. Sehr selten ist der ganze
einfarbig rotbraun. Long. 1,5—2 mm.
. Epitrix laevifrons Weise 1895
Fr. ee Na6r ekore, VII. 1951; ibid. XII. 1951
(S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Goldküste: Ashanti (Weise).
2 (1) Das Feld zwischen der Basis und der Querfurche vollkom-
men abgeflacht.
3 (6) Die setiferen Punkte an den geradlinigen Seiten des Hals-
schildes liegen auf der äußersten Randkante, welche da-
durch cerenuliert erscheint (Vergrößerung 100—200x‘).
Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter.
4 (5) Strohgelb, Abdomen angedunkelt.
Frontalfurchen gleichmäßig tief, Thorax an den Sei-
ten ohne Callositäten, reichlich doppelt breiter als lang
mit parallelen Seiten. Behaarung der Flügeldecken
a Größere Art, 2 mm. .
u: Apoitrie Halhıde, n. Sp.
Fr. Cuines- Dede, 1200 m, VI. 1951.
3 (+) Unterseite samt Epipleuren und Hinterschenkeln pech-
braun, Flügeldecken schwarz, Vorderkörper rot, Fühler
und Beine strohgelb.
Frontalfurchen nahe der Mitte des Augeninnenrandes
grübchenförmig vertieft. Halsschild schmäler mit nach
vorne konvergierenden Seiten und mit einer latera'en
Längscallosität, welche mit dem Seitenrande parallel läuft.
Behaarung der en N Kleinere Ärt, 1.6
bis 1,7 mm. RN
a ee Pr Por Fhriepie ee n. SD.
Kamerun: Joko (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
536 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
6 (35) Die setiferen Punkte an den deutlich gerundeten Seiten
des Halsschildes liegen in der Seitenrandrinne, so daß der
extreme Rand glatt, nicht gezähnelt erscheint. Stirn fast
doppelt breiter wie ein Augenquerdiameter.
7 (8) Rotbraun, Fühler und Beine etwas heller.
Antebasale Querfurche des Thorax in der Mitte ge-
wellt. Abdomen, namentlich das 1. Sternit an den Seiten,
matt, Retikulierung unter 50facher Vergrößerung gut er-
kennbar. ee der ee goldgelb. Re
2 mm. ER 5 Ä
er Epitriz nn n. Sp.
SKanrerun: Moliwie: Bi Vaeloria 1.—IIl. 1905 (Malt-
zan, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
ö (7) Schwarz, Epipleuren und Hinterschenkel pechbraun, Vor-
derkörper rotbraun, Fühler und Beine strohgelb.
Antebasale Querfurche des Halsschildes geradlinig.
Das ganze Abdomen so glänzend wie die Oberseite. Be-
haarung der Flügeldecken weißlich. Long. + 2 mm.
ar . . Epfitrix salomona n. sp.
Fr. a Dach 1200 m, VI. 1951; Damakanya,
IV. 1951.
Gen. Po&philina Csiki 1940
(= Poephila Weise 1895)
Po£philina lacessita Weise 1895
Goidküste: Adda (Weise).
Poephilina viridimicans Allard (nov. comb.)
Crepidodera viridimicans Allard 1890.
Poephila flaveola Bryant 1944, Bull. Ent. Res. 35, p. 141,
tie. 1.
Ohne Untersuchung der Type von Allard (coll. Oberthur, Mus.
Paris), wäre es völlig ausgeschlossen, die vorliegende Art zu un-
terscheiden, deren konvenable Beschreibung von Fe E. Bryant pu-
bliziert wurde.
Elfenbeinküste: Assinie (Allard); Bingerville (Bryant).
Goidküste (Bryant).
Gen. Podagrica Foudras 1860
Bryant 1942, Bull. Ent. Res. 33, p. 229—234.
Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden Sl
Podagrica decolorata Duvivier 1892
Podagrica decolorata Duvivier 1892
Nisotra uniforma Jacoby 1899 |
Podagrica decolorata Laboissiere 1942, Expl. Pare Nat. Albert,
Miss. de Witte, fasc. 39, p. 69, fig. 20.
Mauritanie: Ouest du Lac R’Kiz, X. 1952 (P. Dekeyser, I. F.
A. N.); Bafrechie, IX.—X. 1953 (A. Villiers, I. F. A. N.).
' Senegal: M’Bao, I. 1945 (A. Villiers, I. F. A. N.); M’Bambey,
X. 1945 (dtto); Dakar, XI. 1952 (dtto).
Fr. Sudan: Kati, II. 1953 (M. Condamin, I. F. A. N.); Dia-
farabe, IX. 1946 (Pitot, I. F. A. N.).
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—750 m, V. 1951; Cassia, V.
1951; Pastoria, V. 1951; Damakanya, IV. et V. 1951; Friguiagb£,
V. 1951; Kindia, V. 1951; Mamou, VI. 1951: Na VII. 1951;
ibid., IX., X. et XI. 1951, III. et IX. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G.
Frey).
Sierra Leone (Mus. G. Frey).
Goldküste.
Kamerun. —Cabon. — Be lg. Kongo. — Angola.
Podagrica nostalgica n. sp.
Durch die verhältnismäßig kräftige Punktierung der Fiügei-
decken und den hochgewölbten, ziemlich ande n Körper, ist
diese neue Art mit den folgenden, ebenfalls westafrikanischen Ar-
ten, verwandt:
I (6) Die kurze Längsfurche jederseits auf der Thoraxbasis sehr
deutlich, schon unter 3—5facher Vergrößerung erkenn-
bar. Flügeldecken mit einer pechschwarzen Zeichnung auf
rotem oder gelbbraunem Grunde.
2 (3) Flügeldecken pechbraun, Humeralcallus und Apikaldrittel
rotbraun, mit einfachen, etwas unregelmäßigen Längs-
Be Intervalle sehr fein und spärlich punktuliert. Long.
+ 3 mm. (Ex Nisotra). er
Podagrica 2 ob, (n. comb.)
Seren Leone.
Fr. Guinea: Conacry, IV. 1951; Damakanya, IV. et V.
1951; Friguiagb£, V. 1951; Mt. Gangan, 500—-600 m, V. et
v1. 1951; Cassia, V. 1951; Pastoria, V. 1951.
3 (2) Flügeldecken rotbraun, jede mit einer pechschwarzen
Längsbinde auf der Scheibe, Seitenrand und Spitze + an-
gedunkelt.
538 Entom. Arbeiten aus den Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
—
4 (5) Elytren wie bei der vorhergehenden Art skulptiert. Long.
+ 3 mm. (Ex Nisotra).
Podagrica unifasciata Jacobs 1899 ner Cora
Nigeria: Niger-Benue (Mus. G. Frey).
5 (4) Flügeldecken in + verdoppelten Längsreihen punktiert,
Intervalle dazwischen dicht punktuliert. Long. 2,5 bis
3 mm. N .
nn O E ee: Podagrica risbeci Bryant!)
Senegal: Bambey (Bryant).
Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951.
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500 m, V. 1951; Cassia, V
1951; Pastoria, V. 1951; Segueia, V. 1951; Kankan, VI.
1951.
6 (1) Die Längsfurche jederseits an der Halsschildbasis nur sehr
schwach angedeutet, erst unter 40—50facher Vergröße-
rung sichtbar. Rotgelb, Flügeldecken schwarzblau, die
Naht (hinten breiter) rotbraun, Fühler zur Spitze schwärz-
lich. Long. + 3,5 mm.
Stirn und Vertex fein punktuliert, stark gewö!bt,
CUlypeus deutlich punktiert (Vergrößerung 20x). Fühler
die Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, zur Spitze
verdickt. Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang,
Seiten stark gerundet, Oberfläche kräftig punktiert (Ver-
größerung 85—10x‘). Flügeldecken vorne sehr stark (Ver-
größerung 2—3X) in regelmäßigen Längsreihen, hinten
schwächer und weniger regelmäßig punktiert, Intervalle
fast glatt. Beim 5 ist das 1. Glied der #4 vorderen Beine
erweitert, und das 5. Abdominalsegment hat nur einen
kleinen Sinus. ; PESBaR: _
ei Podazien nestdlasce n. Sp&
Er near Da 1200 m, VI. 1951.
Gen. Nisofra Baly 1864
Lahoissiere 1942, Expl. Pare Nat. Albert, Miss. de Witte, fase.
39,.D.7 22.
Nisotra bohumilae n. sp.
Durch die fast halbkugelige Form und einfarbig rotgelbe,
glänzende Oberseite ist diese Art mit den folgenden Formen von
Westafrika verwandt:
) Proc. B. Ent. Soc. Lond. B 10, 1941, p. 212.
Bechyne: Über die westafrikanischen Altieiden 539
1 (2) Einfarbig braungelb bis braunrot. Flügeldecken in ein-
nt
Na7e
NH
fachen, regelmäßigen Längsreihen punktiert. Vorder-
winkel des Halsschildes breit, nach vorne ausgezogen,
schräg abgestutzt und seitlich zahnartig vorspringend.
Thoraxbasis jederseits mit einem kurzen Längsfältchen.
Long. 4—4,5 mm. . N
ie ii % N Ga enn® Mecobr 1899
Fr. Guinea: Nzer&kors, V1I. 1951; ibid., X. et X.
1951, IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Kamerun (Jacoby).
Braungelb oder rotgelb, die Endglieder der Antennen
schwarz. Flügeldecken in dichten, verdoppelten Längs-
reihen punktiert. Vorderwinkel des Halsschildes vorne ab-
gerundet, seitlich in Form eines kleinen Zähnchens aus-
springend. Thoraxbasis ohne Eindrücke.
Rotgelb, schwächer punktiert. Long. 4—4,5 mm.
Clypealcarina grob punktiert, breitgebaut, flach, so
breit wie ein Augendiamter. Thorax mit einer gewölbten
Erhabenheit entlang der stark gerundeten Seiten. Sinus
des 5. Abdominalsegmentes groß und tief, so daß das 6.
Segment sichtbar wird; Mitte des 5. Sternites ohne Ein-
druck. j i
i i Near Beilue n.Sp.
Fr. ee Begudia, V. 1951; Kindia, V. 1951: Mt.
Gangan, 500— 750 m, V. 1951; Nzerekore, X. 1951 (S. H.
Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba, N. E., 500— 700 m, IX.
1946 (A. Villiers, L. F.A.N.).
Rostrot, stärker punktiert. Long. 4,5—5. mm.
Clypealcarina schmal, nur 1/3 eines Augenquerdia-
meters erreichend, hochgewölbt, glatt. Thorax regelmäßig
gewölbt, ohne UOallositäten an den Seiten. Abdomen des '
wie bei der vorigen Art, aber in der Mitte des 5. Sternites
befindet sich ein kleiner, nach vorne konvexer, transver-
saler Eindruck. A BR Pa KERN SRBERE DE
FE FERE . Nisotra spadicea Dalman 1823
Sierra Leone (Dalman).
Fr. Guinea: Damakanya, IV. et V. 1951; Pastoria,
V. 1951; Segueia, V. 1951, Beyla, VH. 1951: Nzerekore,
X. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Kamerun.
540 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Nisotra olseni n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, X. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey
Long. 5 mm.
Pechschwarz, Oberseite rein schwarz, stark aner Seiten
des Clypeus und die ersten 4 Antennite rot.
Kopf sehr fein und weitläufig punktuliert (Vergrößerung 50
bis 100x), Clypealcarina mit gröberen Punkten besetzt, breitge-
baut, flach, so breit wie ein Augenquerdiameter, Quercarina hoch-
gewölbt, weil dahinter sich jederseits eine tiefe Rinne befindet,
die zum einlegen des 1. Antennites dient. Fühler zart, das 3. Glied
das längste.
Thorax 3X breiter als lang, nahe der Mitte am breitesten.
Seiten stark gerundet, Vorderwinkel verdickt und nach vorne ge-
richtet, Hinterwinkel stumpfeckig. Scheibe weitläufig, fein (Ver-
größerung 30—40xX), Basis gröber punktiert. Vordere Eindrücke
bilden eine kleine aber scharfe Incision. Basaleindrücke fehlen
vollkommen.
Elytren weitläufig punktiert (Vergrößerung 20x), Punkte hie
und da einfache unregelmäßige Längsreihen bildend. Epipleuren
sehr breit. |
Diese Art ist durch die hochgewölbte, fast halbkugelige Form
mit der vorigen verwandt, durch die Färbung und die Skulptur der
Oberseite zu trennen. Sie erinnert viel an eine große Sphaero-
derma.
Nisotra soucheti n. sp.
Durch den länglichen Körper reiht sich diese Art in die Ver-
wandtschaft von N. dilecta Dalm.; in Westafrika kommen fol-
gende Arten vor:
1 (4) Flügeldecken schwarz, ohne Metallschein.
2 (3) Ganz schwarz, nur die Mundorgane, Fühlerbasis, Spitze
der Tibien und Tarsen rotbraun. Oberseite stark glän-
zend. Long. 4 mm.
Kopf fein, Clypeus deutlicher punktiert. Halsschild
stark transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, Sei-
ten stark gerundet, vor den Vorderwinkeln nur unmerk-
lich ausgeschweift. Die vorderen Eindrücke etwa 1/3 der
gesamten Thoraxlänge erreichend, Basaleindrücke klein,
aber deutlich. Oberfläche mäßig dicht deutlich punktiert
(Vergrößerung 20x). Flügeldecken stark in wenig regel-
mäßigen Doppelreihen punktiert (Vergrößerung 5x),
Bechyne@: Über die westafrikanischen Adern 54]
u hinten nicht abgeschwächt.
. Nisotra nzerekorensis n. Sp.
Fr. et Nrerekore, VII. 1951.
3 (2) Schwarz, Vorderkörper, Beine und Fühlerbasis hell braun-
gelb, Scutellum braun. Oberseite stark glänzend, Kopf et-
was matter. Long. + 4 mm.
Kopf wie bei der vorigen Art. Thorax mehr als dop-
pelt so breit wie lang. Seiten stark gerundet, vor den zahn-
artig nach vorne gerichteten Vorderwinkeln stark aus-
geschweift. Die vorderen Eindrücke sehr kurz, höchstens
!/; der gesamten Thoraxlänge erreichend, die Basalein-
drücke fehlen vollständig (Vergrößerung 50—100x).
Oberseite kräftiger punktiert (Vergrößerung 10x) als bei
der vorhergehenden Art. Auch die Elytralpunktierung ist
stärker, schon unter 2facher Vergrößerung erkennbar, je-
doch hinten viel schwächer als vorne. Das 5 besitzt einen
sehr kleinen Sinus. ee
tra soucheti n. <p.
a re Dad 1200 m, VI. 1951.
4 (1) Flügeldecken lebhaft metallisch blau, grün oder violett.
5 (10) Elytren unregelmäßig, bzw. in dicht nebeneinander ste-
henden Doppelreihen punktiert.
6 (7) Die ganze Oberseite einfarbig metallisch. Vordere Ein-
drücke des Halsschildes sehr tief, die Hälfte der gesam-
ten Länge erreichend. ; Deo
: ae Nisotra aruwimiana Weise sp. geogr.!)
a) laineipbiemusi in der Größe beträchtlich: 7 +
3 mm, 99 4--4,5 mm. Seiten des Halsschildes in der
hinteren Hälfte parallel. Oberseite stärker glänzend.
blau oder blaugrün, sehr selten mit einem violetten
Schimmer. RER, a:
Nisotra aruwimiana aruwimiana N 1912
“Bele. Kongo. — Uganda.
b) Sexualdimorphismus in der Größe gering: 59 3,5 bis
4 mm. Halsschild in der Mitte am breitesten, Seiten
regelmäßig gerundet. Oberseite matter, dunkelviolett
mit + deutlichem dunkelblauem Schimmer. er
Nisotra aruwimiana adaequata n. subsp.
') Die Stammform ist ein typisches Bergtier Zentralafrikas: die geographische
Rasse kommt in höheren Lagen Kameruns vor. Mir scheint, daß die Angabe eines
Stückes (ex Staudinger) „‚Sierra Leone“ auf einen Irrtum bezogen ist.‘
542 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955
Kamerun: Ekok, Dezember (Mus. G. Frey).
Rio Muni: Nkolentangan, XI. 1907 — V. 1908 (G.
Tessmann, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
7 (6) Schwarz, Vorderkörper, Fühlerbasis und Beine rot bis rot-
gelb, Flügeldecken metallisch. Vordere Eindrücke des
Halsschildes klein, ca. '/ıo—!/s der gesamten Thoraxlänge
erreichend.
8 (9) Kleiner, + 3 mm. Seiten des Ha!sschildes gerundet, Vor-
derwinkel völlig abgerundet. }
\ Nisotra dilecta en 1823
er Be Dame IV. et V. 1951; Kindia, V.
1951; Mt. Gangan, 500—750 m, V. 1951; Segueia, V. 1951;
Mamou, VI. 1951; Dalaba. 1200 m. VI. 1951; Kankan, VI].
1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., IX., X. et XII. 1951,
v1l. 1952 (5. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Sierra Leone (Dalman).
Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951.
Auf Malvaceen (wie auch die anderen Podagrica- und
Nisotra-Arten). Über das ganze tropische Afrika ver-
breitet.
9 (8) Größter, 3—4 mm. Seiten des Halsschildes in der hinteren
Hälfte fast parallel, vor den zahnartig nach vorne ge-
richteten Vorderwinkeln ausgeschweift.
N Nisotra dalmani Jacets 1903
En na Denke V. 1951; Segueia, V. 1951;
Mt. Gangan, 900 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951;
Kankan, Vll. 1951; N VII. 1951; ibid., X. 1951
(5. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba, 700—900 m, IX.
1946 (A. Villiers, I. F. A. N.); ibid., 1951 (B. Holas, 1. F.
A.N.).
Molodo, IX. 1952 (T. Leye, I. F. A. N.); Sanga, VIII. —IX.
1950 (Griaule, I. F. A. N.).
Dahomey: Abomey, V. 1950 (A. Villiers, I. F. A. N.).
Kamerun. — Gabon!). — Belg. Kongo.
i0 (5) Flügeldecken kräftig in ziemlich regelmäßigen einfachen
Reihen punktiert. Färbung wie bei den 2 vorigen Arten,
nur die Unterseite pechbraun statt schwarz. Körper glän-
zend. Long. 3 mm.
1) Bilagoue, XII. 1945 (De Muizon, I.F.A.N.).
Fr. Sudan: M’bao, X. 1952 (M. Condamin, I. F. A. N.);
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 543
Kopf glatt, Ciypeus mit einzelnen Punkten auf der
breiten und flachen Carina. Thorax in der Mitte am brei-
testen, stark transversal, Seiten sehr stark gerundet, alle
Winkel stumpfeckig. Oberfläche deutlich punktiert (Ver-
größerung 10—15X). Die vorderen Eindrücke kurz, aber
tief, Basaleindrücke fehlend. Fiügeldecken vorne stark
(Vergrößerung 3—5x), hinten viel feiner punktiert, In-
tervalle fein und spärlich punktuliert.
Nisotra damakanya n. sp.
Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951.
Gen. Terpnochlorus l’airmaire
Fairmaire 1904, Ann. Soc. Ent. Belg. 45, p. 269 (Galerucidae).
Laboissiere 1932, Soc. Ent. Fr., Livre cent. p. 575.
Die vorliegende Gattung ist mit Chaetocnema verwandt;
durch sehr lange Extremitäten und die auffallende Form der
Mundorgane verschieden.
Terpnochlorus perrieri Fairmaire 1904 (nov. comb.)
Terpnochlorus perrieri Fairmaire 1904, 1. c. p. 209.
Chaloenus viridis Bryant 1927, Ann. Mag. N. H. (9) 19, p. 615,
tig. 1et 2.
Terpnochlorus ferrieri Jolivet 1953, Bull. Inst. {r. Afr. noire
15, p. 1555 (faun.).
Fr. Sudan: Mopti, XII. 1949 (G. Remaudiere, 1. F. A. N.).
Sierra Leone (Bryant).
Diese Art ist von Madagascar beschrieben. Äußer den Typen
von Fairmaire und Bryant sah ich auch mehrere Exemplare von
Parc National de PUpemba (im Süden von Belg. Kongo).
Gen. Chaetocnema Stephens 1831
Von den westafrikanischen Arten ist mir augenblicklich die
Ch. sierraleonis Bryant nicht bekannt; die übrigen Arten lassen
sich am besten in Form einer analytischen Tabelle übersehen.
1 (20) Frontalfurchen innen neben der Fühlerinsertionsstelle
weit auf den Clypeus verlängert, so daß zwischen den An-
tennen und weiter vorne eine gut umgrenzte Clypeallängs-
carina zum Vorschein kommt. Clypeus ohne auffallende
Punktierung.
2 (3) Halsschild jederseits an der Basis mit einem merklichen
Längseindruck versehen. Größte westafrikanische Art.
3,6—4,1 mm.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 39
& 44 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ee
Lebhaft metallisch bronzebraun, Fühler und Beine '
(Hinterschenkel ausgenommen) rotgelb. Körper länglich
schwach gewölbt, Vorderkörper matt, Flügeldecken glän-
zend. |
Kopf mit vereinzelten Punkten besetzt. Augen sehr
schwach gewölbt, Frontalfurchen tief, geradlinig vom
Augenhinterrand bis zur Mitte des Ulypeus zusammen-
laufend, Ciypealcarina dadurch dreieckig. Antennen ziem-
lich robust, zur Spitze schwach verdickt, das 3. Glied das
längste, mehr als doppelt so lang wie das 2. Halsschild an
der Basis am breitesten, doppelt breiter als lang, Seiten
geradlinig nach vorne verengt. Oberfläche stark punktiert.
Flügeldecken noch gröber punktiert (Vergrößerung 2x),
Intervalle flach und punktuliert (Vergrößerung 20x).
Beine ziemlich robust. Beim 75 ist das 1. Glied der 4 vor-
deren Tarsen mäßig verdickt. a
x Chaskoehende ken n. Sp.
Schesale Richard Toll, IX. 1948 (A. Villiers, 1. F.
A. N.); ibid. (A. Wane, I. F. A. N.); Bambey (J. Risbec,
LAN.)
Mauritania: Bafrechie, IX.—X. 1953 (A. Villiers, I. F.
A.N.).
Diese Art gehört in die paläarktische Gruppe der Chr.
chlorophana Duft., und sie ist mit Ch. major Duviv. ver-
wandt; die geradlinigen Halsschildseiten mit einfachen,
nicht plattenförmig verdickten Vorderwinkeln und die
Länge des 3. Antennites trennen Ch. villiersi von ihr ab.
3 (2) Halsschild ohne Basaleindrücke, Körper wesentlich klei-
ner.
+(5) Stirn und Vertex in der Mitte eine kräftige Erhabenheit
bildend, welche jederseits von einem tiefen Längseindruck
oberhalb der Frontalfurchen begrenzt ist.
Dunkel metallisch bronzebraun, seidenmatt, Fühler
und Beine (Hinterfemora ausgenommen) hell a.
Long. + 2 mm.
U Ense oereree om pre Bas, s. str. 1876
Fr. Guinea: Mt. Nimba N. E., 500-—700 m, IX. 1946
(A. Villiers, I. F. A. N.).
Kamerun. — Gabon. — Belg. Kongo. — Eine subsp.
obscura Laboiss. kommt in den Bergen des östl. Beleg.
Kongo vor.
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 545
5 (4) Stirn und Vertex plan, der letztere zuweilen mit einem,
oft punktierten Längseindruck neben den Augen oberhalb
der Frontalfurchen.
6 (11) Fiügellose, sehr kurzovale Arten ohne Humeralcallus auf
den Flügeldecken. Stirn nahe den Augen, oberhalb der
Frontalfurchen einfach punktiert, ohne Eindrücke.
Bronzeschwarz mit einem + deutlichen Kupierglanz,
Fühler und Beine rotbraun, Hinterfemora schwarz, die #
vorderen Schenkel und die Spitze der Äntennen + an-
gedunkelt.
7 (10) Thorax grob, nicht dicht punktiert (Vergrößerung 8 bis
10x). Frontalfurchen tief; oberhalb der Fühlerinsertions-
stelle ist eine feine Querlinie inskulptiert. Fühler die Mitte
der Flügeldecken erreichend (5) oder kürzer (9), zur
Spitze schwach verdickt. Clypeus flach. Retikulierung des
Halsschildes unter 40—50facher Vergrößerung sichtbar.
Flügeldecken sehr stark (Vergrößerung 2—3xX) und regel-
mäßig punktiert, alle Intervalle gleichbreit.
68 (9) Stirn sehr breit, 4X breiter als ein Augenquerdiameter.
Kopf ohne Punktierung, ausgenommen einzelne Punkte
dicht neben dem Augenhinterrand. Halsschild 2X breiter
als lang, in der Mitte am breitesten, Seiten gerundet, Vor-
derwinkel schräg abgestutzt, seitlich einen stumpfen Zahn
bildend. Elytralintervalle sehr fein und spärlich punktu-
liert (Vergrößerung 50—100x), auf der Scheibe plan, an
den Seiten gewölbt, stark glänzend. Beim 5 ist das Ab-
domen tectiform, das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen mä-
= gewölbt. Long. 1,5 mm. a : ar
u Chaetocnema ll n. Sp.
Fr. Chireas Dach 1200 m, VI. 1951.
9 (8) Augen größer, Stirn 3X breiter als ein Äugenquerdiame-
ter. Kopf ohne Punktierung, Vertex aber mit groben
Punkten von dem Augenhinterrand bis nahe der Mitte be-
setzt. Thorax vor der Basis am breitesten, Vorderwinkel
nach vorne herausragend. Flügeldecken weniger glänzend,
alle Intervalle gewölbt (beim 9 stärker), deutlicher punk-
tuliert. Beim 5 ist das Abdomen von normaler Bildung
(einfach gewölbt) und das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen
stark erweitert. Long. 3’ + 1,5 mm, 99 + 2 mm.
Chaetocnema mamadoua n. sp.
Fr. es. Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
546 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
10 ( 7) Thorax sehr fein punktiert (Vergrößerung 30—40x‘). Kopf
matt, Halsschild ziemlich (Retikulierung unter 100facher
Vergrößerung erkennbar), Flügeldecken stark glänzend.
Oberhalb der fein inskulptierten Frontalfurchen be-
finden sich nur unmittelbar neben dem Augenhinterrand
einige Pünktchen. Querfurche oberhalb der Fühlereinlen-
kungssteile sehr fein. Antennen die Mitte der Flügeidecken
nicht erreichend, zur Spitze verdickt. Thorax doppelt brei-
ter als lang, Seiten stark gerundet, Vorderwinkel breit ab-
gestutzt. Flügeldecken ziemlich stark punktiert (Vergrö-
Berung 5—8xX), Intervalle fein punktuliert, flach, an den
Seiten gewölbt, der 3. deutlich breiter als die benachbar-
ten. Beim 7 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen mäßig
erweitert und das 5. Sternit in der Mitte stark gewölbt.
m 1,5—1,3 mm.
Ken 3 Öhnerbene dnebe n. Sp.
Fr. ae ala v1. 1951.
11 (6) Macroptere Arten, Flügeldecken mit Humeralcallus.
5
12 (15) Vertex und Stirn überall fein punktiert. Vorderkörper
matt, Retikulierung unter 40—50facher Vergrößerung
sichtbar.
15 (14) Körper länglich, ziemlich parallel, weniger gewölbt.
Schwarz, Fühler und Beine hellbraun, Schenkel (die
hinteren im breiteren Umfang) schwarz. Fühler kürzer,
das 1. Drittel der Flügeldecken nicht erreichend. Long.
1,72 mm: !
i Ce Be Ben 1928
Sich Leone (Bryant)
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951.
Senegal: Sangalkam, Rufisque, I. 1943 (A. Villiers,
I1:BAEN.):
14 (13) Körper oval, kürzer gebaut.
Schwarz mit Bronzeglanz, Fühlerbasis, Tibien und
Tarsen gelbbraun, die 4 letzten Antennite schwarz. Fühler
länger, die Mitte der Flügeldecken erreichend. Long. 1,5
mm. Mir unbekannt.
en serrdleee Bryant 1928
Ber Leone (Bryant).
15 (12) Kopf ohne Punktierung, nur nahe dem Äugenhinterrand
oberhalb der Frontalfurchen befindet sich ein + deut-
Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 547
lich punktulierter Längseindruck. Körper schwarz, ohne
Metallschein, stark glänzend.
16 (17) Körper länglich, flach. Basis des Halsschildes tiel geran-
det, mäßig und nur an den Seiten mit einer Reihe läng-
licher Punkte besetzt.
Fühler und Beine gelb, Schenkel dunkel. Stirn 3x
breiter als ein Augenquerdiameter, den Humeralcalius der
Flügeldecken kaum überragend, zur Spitze verdickt. Tho-
rax stark quer, 2X breiter als lang, vor der Basis am brei-
testen, Seiten gerundet, Vorderwinkel breit abgerundet.
Oberfläche sehr fein und ziemlich dicht punktuliert (Ver-
größerung 40—50x). Elytren kräftig punktiert-gestreift
(Vergrößerung 3—5x), Intervalle fein und spärlich punk-
tuliert (Vergrößerung 50—100x), auf der Scheibe flach,
an den Seiten gewölbt. Long. 2 mm. .
SE: . Chaetocnema coya n. Sp.
in: a BR IV. 1951.
17 (16) Körper kurzoval, gewölbt. Basis des Halsschildes mit einer
Reihe gröberer Punkte gerandet. Stirn kaum doppeit brei-
ter als ein ÄAugenquerdiamter.
Kleiner, + 1,5 mm. Elytralintervalle gleichbreit. Hals-
schild einfach punktiert.
18 (19
.
Der Chaetocnema pulla Chapuis!)
Sierra Leone.
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Nzerekore, IX. 1952 (S.
H. Olsen, Mus. G. Frey).
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—909 m, IX. 1946 (A
Villiers, I. F. A. N.).
19 (16) Größer, 1,5—2,2 mm. Der 3. Elytralintervall vorne dop-
pelt breiter als die benachbarten, Thorax sehr fein acicu-
an (Vergrößerung 40—50x‘). i
Chaetocnema nkolentangana n. sp.
Fr. ek Nzerekore, VII. 1951.
') Chaetocnema pulla Chapuis 1879.
Chaetocnema zeae Bryant 1926.
Chaetocnema pulla Laboissiere 1942, Expl. Parc. Nat. Albert, Miss. de
Witte, fasc. 39, p. 87.
Chapuis beschrieb seine Art angeblich von Abessinien: die Type (Inst. R.
Sci. Nat. Belg.) ist jedoch mit den aequatorial-afrikanischen Stücken identisch.
Chaetocnema zeae wurde von S. Leone beschrieben (Typus in British Museum).
548
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
28 ( 1) Frontalfurchen normal, kurz, nicht unterhalb der Fühler-
Kamerun: Valee de la N’Goko, I. 1900 (Jobit, coll.
E. Fletiaux, I. F. A. N.).
Rio Muni: Nkolentangan, XI. 1907 —V. 1908 (G.
Tessmann, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
basis verlängert. Olypeus sehr stark punktiert. Oberseite
lebhaft metallisch gefärbt.
21 (26) Halsschild und Flügeldecken stark glänzend, ihre mikro-
23 (22
24 (2
)
5)
skopische Retikulierung ist auch unter 100facher Vergrö-
ßerung nicht wahrnehmbar. Nur bei Ch. ganganensis ist
eine Retikulierung vorhanden, diese Art hat aber eine ex-
trem starke Punktierung auf dem Halsschilde, welche
schon unter 5—5facher Vergrößerung sichtbar ist.
Alle Elytralintervalle rippenförmig erhaben. Körper sehr
kurzoval, klein, + 1,5 mm.
Metallisch bronzebraun, kupferig glänzend, Fühler
und Beine rotgelb, die 5 letzten Antennite und die 4 vor-
deren Schenkel pechbraun, Hinterfemora metallisch.
Kopf matt, grob (Vergrößerung 5x) punktiert. Stirn
mehr als 2X breiter als ein Augenquerdiamter. Fühler
den Humeralcallus der Flügeldecken erreichend, zur
Spitze verdickt, Glieder &—10 kaum länger als breit. Tho-
rax kaum 2x breiter als lang, vor der Basis am breitesten,
Seiten gerundet, Vorderwinkel abgerundet; Oberfläche
noch stärker als der Kopf punktiert, Basis ungerandet.
Punktierung der Flügeldecken schon unter 2facher Ver-
srößerung sichtbar, Skutellarfeld verworren punktiert.
Intervalle glatt. . BETEN
es : Chactoeneen ganganensis n. SP.
“ne len, Mt. Gangan, 550— 700 m, V. 1951.
Nur die lateralen Intervalle der Flügeldecken gewölbt.
Körper länglich, größer.
Bronzegrün, Fühlerbasis u. Beine gelbbraun, Schenkel
und Spitze der Antennen geschwärzt.
Thorax viel schmäler als die Flügeldecken, an der Basis
kräftig gerandet. Ganze Oberseite stark glänzend.
Kopf dicht und ziemlich stark punktiert (Vergröße-
rung 10x). Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdia-
meter, Frontalfurchen fein inskulptiert. Fühler das 1.
Drittel der Flügeldecken erreichend, zur Spitze leicht ver-
dickt, alle Glieder länglich. Halsschild 1,5X breiter als
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 549
lang, nahe der Mitte am breitesten, Seiten stark und regel-
mäßig gerundet, Vorderwinkel verdickt, Punktierung der
Oberfläche stark und dicht (Vergrößerung 5—8xX). Flü-
geldecken sehr stark punktiert (Vergrößerung 2—9x),
die ersten 2 Reihen weniger regelmäßig. Beim 5 ist das
6. Abdominalsegment in Form einer lebhaft kupferigen
stark glänzenden Leiste sichtbar. Long. 5’ 2 mm, 9 2,2 mm.
HA . Chaetocnema bamakoensis n. sp.
Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951.
25 (24) Thorax nur eine Spur schmäler als die Flügeldecken mit
fein gerandeter Basis. Oberseite glänzend, Kopf matt.
Kopf spärlich und fein (Vergrößerung 20x), Clypeus
dicht, runzelig und viel stärker punktiert. Frontalfurchen
schmal, aber tief inskulptiert. Fühler die Mitte der Flü-
geldecken erreichend, zur Spitze merklich verdickt, alle
Glieder länglich. Halsschild mehr als doppelt so breit wie
lang, nahe der Mitte am breitesten, Seiten regelmäßig ge-
rundet, Vorderwinkel abgerundet, Punktierung der Ober-
fläche kräftig (Vergrößerung 5x), aber ziemlich weitläu-
fig. Flügeldecken noch stärker punktiert (Vergrößerung
2—3xX), alle Reihen regelmäßig, nur das Skutellarfeld
verworren punktiert. Long. 2,5 mm. . MER OR
ee. Chaetocnema miloensis n. Sp.
Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951.
26 (21) Kopf und Halsschild matt, ihre Retikulierung unter 20
bis SOfacher Vergrößerung sichtbar, Flügeldecken meist
(meistens J'5) etwas glänzender. Punktierung des Vorder-
körpers fein, unter 20—50facher Vergrößerung erkenn-
bar.
27 (28) Stirn sehr breit, mindestens 4X breiter als ein Augen-
querdiameter.
Metallisch bronzebraun, Fühler und Beine rotgelb, die
letzten Antennite und die 4 vorderen Schenkel angedun-
kelt, Hinterfemora metallisch.
Stirn und Vertex sehr fein und weitläufig (Vergröße-
rung 40—50x), Olypeus und Orbiten runzelig und grob
(Vergrößerung 5—8x) punktiert. Augen aus der Wölbung
des Kopfes halbkugelig heraustretend. Fühler voneinander
weiter entfernt als die Distanz zwischen Fühlerinsertions-
stelle und dem Proximalaugenrand, filiform, die Mitte der
Flügeldecken kaum erreichend, alle Glieder länglich.
350
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
23.27)
29 (36\
30 (35
)
neL
Halsschild doppelt breiter als lang, vorne fein (Vergröße-
rung 20— 30x), hinten stärker punktiert, Seiten gerundet,
Vorderwinkel abgerundet, Basis mit einer feinen Leiste
gerandet. Flügeldecken grob (Vergrößerung 5x) und re-
gelmäßig, Scutellarfeld verworren punktiert, Intervalle
flach, die lateralen gewölbt, Long. 2—2,5 mm. 5
Auer Chaetocnema metallina Csiki 19401)
Se Leone.
Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951.
Stirn schmäler, höchstens 3X breiter als ein Augenquer-
diameter.
Augen hinten flach, aus der Wölbung des Kopfes nur
vorne heraustretend. Vorderwinkel des Halsschildes ver-
dickt und schräg abgestutzt. Long. 2,2—2,5 mm.
Thorax in der Mitte oder im Niveau der Vorderwinkel am
breitesten oder mit parallelen Seiten. Fühler die Mitte der
Flügeldecken erreichend (9) oder überragend (5). Fühler
und Beine hellgelb, Hinterschenkel metallisch braun, Füh-
ler zur Spitze + angedunkelt, Oberseite kupferig bronze-
braun.
31 (32) Thorax im Niveau der Vorderwinkel am breitesten, Sei-
ten geradlinig nach hinten verengt.
Stirn und Vertex fein und weitläufig (Vergrößerung
20—30x), Thorax hinten stark (Vergrößerung 10x),
vorne feiner punktiert. Flügeldecken mit glatten gewölb-
ten und gleichbreiten Intervallen. Das 5. Abdominalseg-
ment des 5 einfach gewölbt.
"Chastorneh a n. Sp.
N en een V. 1951; Mt. Gangan, 550 m,
VI. 1951.
32 (31) Thorax von einer anderen Form.
33 (34) Thorax mit geradlinigen, parallelen Seiten. Punktierung
wie bei der vorigen Art, Elytralintervalle auf der Scheibe
flach, der 3. gewölbt und breiter als die benachbarten. Das
3. Abdominalsegment des 5 in der Mitte breit quer ein-
gedrückt. ; a
; Chnetoonenee hahalia n. Sp.
ns Eines Dalabe VI. 1951.
.) Chaetocnema metallica Bryant 1926 (nec Weise).
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 551
34 (33) Thorax in der Mitte am breitesten, Seiten regelmäßig,
35 (30)
36 (29)
7 (48)
38 (41)
39 (40)
deutlich gerundet.
Punktierung wie bei den vorigen Arten. Dorsalinter-
valle der Flügeldecken flach und von gleicher Breite,
Lateralintervalle gewölbt. Das 5. Abdominalsegment des
oJ einfach gewölbt, ohne Eindruck. na ER
Chaelocnema Ye n. SP.
Di Shan. Baal: VII. 1951.
Thorax an der Basis am breitesten, Seiten sehr deutlich
nach vorne verengt.
Punktierung wie bei den vorigen Arten, Kiytralinter-
valle auf der Scheibe flach, der 3. breiter als der folgende,
die lateralen gewölbt. Oberseite lebhaft metallisch grün,
Fühler und Beine hell, Hinterschenkel und ur
angedunkelt. Das 5. Abdominalsegment des 5’ in der Mitte
2 ae SE FE er
HIER: ee szumowskti n. sp.
Be RT Bamako, VII. 1951; Molodo, IX. 1952 (T.
Beyer IPA. N).
Niger, Air: Irabellaben, Mts. Baguezans, 1200—1390
m, VIII. 1947 (L. Chopard et A. Villiers, I. F. A. N.); Mts.
Tarraouaji, 900 m, IX. 1947 (dtto).
Senegal: Sangalkam, II. 1952 (A. Villiers, I. F.A.N.).
Augen auch hinten aus der Wölbung des Kopfes stark her-
austretend, nur bei Ch. guineensis schwächer gewölbt. Die
letztgenannte Art hat aber, gegenüber der unter 29 (36)
geführten, nach vorne ausgezogene Vorderwinkel des
Halsschildes.
Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, seitlich
in Form eines kleinen Zähnchens heraustretend. Augen
stark hervorgequollen.
Epipleuren glatt, ohne grobe Punktierung.
Bronzebraun mit Kupferglanz, Fühler und Beine
braungelb, Hinterschenkel angedunkelt. Fühler die Mitte
der Flügeldecken nicht erreichend.
Kopf deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), Intervalle
granuliert (Vergrößerung 50x). Thorax matt, im Niveau
der verdickten Vorderwinkel am breitesten, Seiten gerad-
linig nach hinten deutlich verengt, Punktierung der Ober-
fläche vorne fein (wie am Vertex), gegen die Basis gra-
duell stärker werdend, nahe der Basis schon unter 5—8-
532 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
facher Vergrößerung sichtbar. Flügeldecken etwas glän-
zender als der Vorderkörper, stark punktiert (Vergröße-
rung 3—5X), Intervalle glatt, auf der Scheibe flach, an
den Seiten gewölbt. 5 unbekannt. Long. 1,5 mm.
2 Chaetocnema dubreka n. sp.
al boys. IV. 1951.
40 (39) Punktierung und Retikulierung des Vorderkörpers viel
feiner, die gröbsten Punkte nahe der Halsschildbasis erst
unter 30—40facher Vergrößerung sichtbar. Thorax im
Niveau der Vorderwinkel am breitesten, Seiten deutlich
gerundet, nach hinten verengt. Elytralpunktierung vorne
stark, hinten erst unter 30—40facher Vergrößerung wahr-
nehmbar. Beim 7 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen
stark erweitert, das 5. Abdominalsegment einfach ge-
wölbt, punktiert, Sinus klein. Long. 2,2 mm. Be.
s Chactolnene foutana n. sp.
Ge Cine ai 1200 m, VI. 1951.
41 (38) Epipleuren wenigstens vorne (wo sie erweitert sind) mit
groben, unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbaren Punk-
ten besetzt. Fühler das 1. Drittel der Flügeldecken errei-
chend.
+2 (43) Halsschild im Niveau der Vorderwinkel am breitesten,
Seiten geradlinig nach hinten verengt. Elytralintervalle
gewölbt.
Metallisch bronzeschwarz mit kupferigem und violet-
tem Schimmer, matt, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und
Beine gelb, Hinterschenkel metallisch.
Stirn, Vertex und Halsschild vorne fein punktiert
(Vergrößerung 20—30x), Punkte an der Basis des letzte-
ren ae Flügeldecken sehr grob punktiert. Long. 2 mm.
. . Chaetocnema houisi n. sp.
a ER. Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
43 (42) Thorax mit parallelen Seiten, Elytralintervalle auf der
Scheibe plan, an den Seiten gewölbt.
44 (47) Das verworren punktierte Skutellarfeld vertieft, so daß
die Flügeldeckennaht hinter dem Schildchen emporgeho-
ben ist. |
Kupferig bronzefarben, Fühler (zur Spitze ge-
schwärzt) und Beine hell gelbbraun, Hinterfemora metal-
lisch. Stirn, Vertex und Thorax (dieser gegen die Basis
etwas stärker) fein punktiert (Vergrößerung 20—30x/),
Bechyne: Über die westafrikanischen Altieiden >53
Punktierung der Flügeldecken unter 5facher Vergröfßse-
rung sichtbar. Long. 1,5 mm.
45 (46) Flügeldecken mit einem deutlichen Basalcallus, die ganze
47 (44)
48 (37)
Oberseite gleichmäßig matt. Episternen des Prosternums
an der Basis mit einer tiefen schmalen Furche, welche
nahe den Coxen in Richtung gegen den Kopf plötzlich ge-
bogen und grubenartig vertieft ist. Das letzte Abdominal-
segment des ’ so flach wie die vorhergehenden, die Zen-
tralprotuberanz des Sinus nach hinten halbkreisförmig
Be : u ES
IE eneh coletta n.sp.
Fr. RT Dar 1200 m, VI. 1951.
Flügeldecken ohne Basalcallus, glänzender als der Vorder-
körper. Episternen des Prosternums an der Basis mit
einem einfachen seichten Eindruck. Das 5. Sternit des 7
gewölbt, Sinus seicht, so daß die Zentralprotuberanz nicht
auffällig nach hinten verlängert ist. En
i a Chaetoenema et n. Sp.
Br nr Kindia, V. 1951.
Das unregelmäßig punktierte Skutellarfeld nicht vertieft,
so daß die Flügeldecken sehr regelmäßig gewölbt ohne er-
höhte Naht sind.
Lebhaft metallisch bronzegrün, Fühler (zur Spitze
schwarz) und Beine gelb, Hinterfemora metallisch. Punk-
tierung wie bei den vorigen Arten. Flügeldecken ohne
Be ledlice Epister "nalfurche wie bei Ch. kindia. Sinus des
J' klein, die Zentralprotuberanz kurz im flachen Bogen
herausragend. Long. 1,5—1,5 mm. u
Er a ee Chaetocnema ae n. Sp.
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Mt. Gangan, 500 m, V.
1951; Pastoria, V. 1951.
Vorderwinkel des Halsschildes nach vorne ausgezogen.
Lebhaft metallisch bronzegrün, matt, Flügeldecken
glänzend, Fühler, zur Spitze geschwärzt, und Beine gelb-
braun, Hinterschenkel metallisch.
Augen wenig gewölbt. Stirn und Vertex fein punk-
tiert (Vergrößerung 15—20x). Fühler die Mitte der Flü-
geldecken erreichend. Halsschild an der Basis am breite-
sten, Seiten schwach gerundet und stark nach vorne kon-
vergierend. Oberfläche vorne schwach (wie am Vertex),
hinten viel stärker punktiert. Flügeldecken ohne Basal-
sa
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
callus, stark punktiert (Vergrößerung 2—3x). Skutellar-
feld nicht vertieft, Intervalle glatt, flach, an den Seiten
gewölbt. Epipleuren nicht punktiert. Episternalfurche des
Prosternums seicht. Long. 2,2 mm.
Fr. Eines Dalaba, 1
Chaetocnema guineensis n. sp.
200 m, VI. 1951.
Gen. Philopona Weise 1903
Laboissiere 1942, Exp!. Parc Nat. Albert, Miss. de Witte, fasc.
39, p. 105.
Philopona aburiensis Bryant
Bryant 1940, Proc. R. Ent. Soc. Lond. B 9, p. #5.
Goldküste: Aburi (Bryant).
Philopona assınica Ällard 1590%)
Elfenbeinküste: Assinie (Allard).
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951; ibid., IX., X. 1951, VII. et
IX. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Philopona fulvicollis fulvicoilis Fabricius 1775
Sierra Leone.
Fr. Guinea: De IV. et V. 1951; Nzerekore, VII. 1951.
Kamerun.
) Hierher eine Art aus Kamerun: Joko (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey):
Philopona inversevittata n. sp.
Long. 4—4,5 mm.
Hell braungelb. Antennite 4—8 (oder noch das 9.), eine Naht- und eine
Sublateralbinde auf den Flügeldecken schwarz. Oberseite glänzend.
Diese Art unterscheidet sich von Ph. assincia durch folgende Merkmale:
Ph. assinica:
Stirn hinter den Antennalcalli mit
einer tiefen Querfurche und einer kur-
zen Längsfurche.
Flügeldecken an der Spitze regel-
mäßig abgerundet.
Intercoxalplatte des Prosternums
schmäler als die Epimeren davor.
Epipleuren hinter der Mitte fast
doppelt schmäler als vorne.
Ph. inversevittata:
Stirn hinter den Äntennalcallı nur
mit einer einfachen Querfurche ver-
sehen.
Apikalrand vor der Spitze der Ely-
tren plötzlich ausgerandet, sodaß die
extreme Spitze in Form einer breiten
Mucro ausgezogen ist.
Intercoxalplatte des Prosternums
breiter als die Epimeren.
Epipleuren hinter der Mitte nur
eine Spur schmäler als vorne.
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 555
Die Angaben aus Ost-Afrika beziehen sich auf Ph. vernicata
Gerst., die von Süd-Afrika auf Ph. clarki Jac. (= ajricana Jac.),
welche geographische Rassen der Ph. julvicollis Fabr. darstellen.
Vom Belg. Kongo wurde die subsp. flavoclypzata Laboissiere be-
schrieben (Rev. zool. bot. Afr. 34, 1941, p. 247).
Im Katalog Junk-Schenkling ist Ph. clarkı als Synonym zu
Ph. vernicata gestellt, während die als Ph. vernicata var. rugi-
collis Jac. geführte Form zur Gattung Eutornus gehört (ef. Laboiss.
1941, 1. c. p. 249).
Philopona brunnea ‘Weise 1892
Goldküste: Ashanti (Weise).
Gen. Eufornus Clark 1560
Eutornus africanus Clark 1860 (nov. comb.)
Sierra Leone (Ulark).
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—530 m, VI. 1951.
Diese Art ist irrtümlich als Synonym von Physonychis dila-
tata Dalm. in den Katalogen registriert.
Gen. Physonychis Clark 1860
Die westafrikanischen Arten sind sehr schlecht bekannt, die
der älteren Autoren wurden auch recht schlecht gedeutet. Wenn
31
N
29 30 31 32 33 34 33
Abb. 29—35. Linke Antenne der west-afrikanischen Physonychis-Arten:
Ph. viridipennis (29). Ph. dialata (30), Ph. pubipennis (31). Ph. nabi (32),
Ph. smaragdina (33) u. Ph. hirtella (34 u. 35 dorsale u. laterale Ansicht).
556 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
auch ihre Färbung sehr monoton ist (Flügeldecken lebhaft metal-
lisch grün, Körper rotgelb, Kopf und Fühler zum Teil + ge-
schwärzt), bietet die Bildung der Antennen bei den Jg gute Tren-
nungsmerkmale an.
Bei den Zeichnungen ist die natürliche Verdrehung der Füh-
ler!) nicht berücksichtigt, sondern sind die letzten Antennite der
Ebene der Basalglieder angepaßt. Der Unterschied ist durch eine
Zeichnung der normal verdrehten Antenne von Ph. hirtella her-
vorgehoben.
1 (4) Fiügeldecken überall mit langen abstehenden goldgelben
Härchen bedeckt. Unterseite der Antennite 4—7 beim
lang gelblich behaart.
2 (3) Größere Art, 7—9 mm, Flügeldecken (Vergrößerung 2 bis
3x) dicht runzelig punktiert, Runzeln ohne eine gewisse
Richtung. 5 5. Antennit erweitert, breiter als die 3 da-
hinterfolgenden abgeflachten Glieder.
a Physonychis hirtella n. sp. (Fig. 34, 35)
AR Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan,
900 m, VI. 1951.
Kleinere Art, 6—05 mm. Flügeldecken quergerunzelt. Beim
‘' sind die 4 letzten Äntennite fast von a Breite, ab-
Sn nicht erweitert.
er Physonychtis Aubifergis n. Sp. (Fi ig. 31)
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 509— 750 m, V. et VI. 1951.
4 ( 1) Flügeldecken kahl, nur die Spitze + deutlich spärlich be-
haart.
5 (8) Fiügeldecken an den Seiten mit’einer Längsvertiefung und
einer breiten Längsrippe. Beim 5 ist die Unterseite der
Antennite 4—7 lang behaart. Apikalgegend der Flügel-
decken kahl. Long. 7”—9 mm.
6 (7) Thorax fein punktiert. Beim 5 ist das 7. Antennit nach
außen in eine Spitze ausgezogen, das 11. länger als die 2
vorhergehenden zusammengenommen. Elytren meistens
Se
a
mit einer purpurnen diskalen Längsbinde.
Physonychis smaragdina Qlark (nov. comb.)!) (Fig. 33)
') Gegenüber den anderen Vertretern der Alticiden sind die Antennen zur
Spitze nicht dorsoventral sondern von den Seiten komprimiert und dabei noch
verschiedenartig geknickt.
?) Physonychis smaragdina Clark 1860.
Physonychis plicipennis Weise 1902.
Physonychis viridipennis Laboissiere 1941, Rev. zool. bot. Afr. 34, p. 254
Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 557
Goldküste. — Togo. — Dahomey. — Nigeria. — Ka-
merun. — Oubangui Chari. — Belg. Kongo.
Die Angabe Laboissiere’s Goldküste und Dahomey be-
treffen wahrscheinlich die Ph. nabı.
7 (6) Thorax gröber punkiiert. Beim 5 ist das 7. Antennit nor-
mal, das 9. so lang wie das 11., das d. gebogen.
: Ph senyche, nabi n. sp. (Fig. 32)
Er. ee Nzerekore, XI. 1951, III. et IV. 1952 (S.
H. Olsen. Mus. G. Frey).
Togo: Misahöhe, VII. 1893 (F. Baumann, coll. Hei-
kertinger, Mus. G. Frey).
8 (5) Flügeldecken regelmäßig gewölbt, weder mit Rippen noch
mit Längsvertiefungen an den Seiten.
9 (10) Flügeldecken stark gerunzelt, Körper grofßs, 7—ö mm.
Beim 7 ist das 1. Antennit fast einfach, die Unterseite der
Glieder 4—11 lang abstehend behaart. (= Ph. dohrn:
Jacoby 19035)
Physonychis vir Ela Dias 1823 (Fig. 29)
Sierra Leone (Mus. G. Frey).
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 500
bis 900 m, V. et VI. 1951; Segueia, V. 1951; Pastoria, V.
1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Kolanguelle bei Dalaba,
1000 m, VI. 1951.
10 (9) Flügeldecken einfach punktiert. Körper kleiner, 5—7 mm.
Beim 5 ist das 1. Antennit sehr stark erweitert, Unterseite
aller Glieder ohne abstehende Behaarung. ra:
. Physonychis dilatata Dalman (nov. comb.)!) (Fig. 30)
Sierra Leone. |
Fr. Guinea: Dalaba, 1260 m, VI. 1951.
Kamerun. — Belg. Kongo.
Gen. $Sebaethe Baly 1864
Sebaethe laterıtia Dalman 18253
Infolge einer im Junk-Schenkling vergessenen synonymischen
Rektifikation von Jacoby (Stett. Ent. Zeit. 64, 1903, p. 305) wird
die vorliegende Art meistens als eine Sphaeroderma betrachtet.
Die ist von der folgenden S. afrıcana durch zur Spitze + angedun-
kelte Fühler, durch einen sehr geringen Sexualdimorphismus in
y Eutornus dilatatus Dalman 1823
Physonychis laeta Weise 1917
558 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Größe (72 4—4,5 mm) und durch äußerst schmale Elytropleuren
verschieden; durch das letztgenannte Merkmal scheinen die Flü-
geldecken höher gewölbt zu sein.
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Mt. Nimba, 700—800 m, IX.
1946 (A. Villiers, I. F. A. N.).
Sierra Leone (Dalman). |
Elfenbeinküste: Tonkoui, 909—1200 m, IX. 1946 (A. Viiliers,
I. F. A. N.); Yapo, X. 1946 (dtto).
Togo: Klouto, 500—800 m, VI. 1950 (A. Villiers, 1. F. A. N.).
(Kamerun: Valee de la N’Goko, I. 1900 (Jobit, coll. Fle-
tiaux, I. F.A. N.)
Sebaetne afrıcana Allard 189%
Sexualdimorphismus in den Dimensionen groß: So 5 3 mm,
20 + 4 mm.
Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951; Kindia, V. 1951; Mt. Gan-
gan, 500—600 m, V. et VI. 1951; Pastoria, V. 1951; Mamou, VI.
1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid.,
X. 1951, L. et IX. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba,
500—909 ın, IX. 1946 (A. Villiers, I. F. A. N.).
Elfenbeinküste: Assinie (Allard).
Sebaethe obseuroiestacea Thomson 1855
(— 5. torrida Baly 1877)
Fr. Guinea: Damakanya, IV. et V. 1951; Mt. Ganga, 500 bis
900 m, V. et VI. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Kankan, VII.
1951; Nzerekore, X. 1951, III. et IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G.
Frey); Mt. Nimba, N. E., 500—709 m, IX. 1946 (A. Villiers, 1. F.
AAN).
Sierra Leone.
Liberia: Ziabli, 1948 (Holas et Dekeyser, I. F. A. N.); Penaoke,
1948 (dito).
Kamerun. — Gabon. — Belg. Kongo. — ? Uganda.
Gen. Polyelada Frichson 1841
(= Cladocera Hope 1840, nom. praeocc.)
Polyclada pectinicornis Olivier 1789
Senegal.
In Ostafrika weit verbreitet. Ich habe keine westafrikani-
schen Exemplare gesehen.
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 559
Gen. Dibolia Latreille 1829
Dibolia villiersi n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, XI. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey).
Elfenbeinküste: Yapo, X. 1946 (A. Villiers, 1. F.L.A. N.).
Long. + 2,5 mm.
Schwarz, kurzoval, glänzend, Fühler an der Basis gebräunt.
Macroptere Form.
Kopf fein punktiert (Vergrößerung 30—40x). Augen läng-
lich, Stirn so breit wie ein Auge lang ist. Antennalcalli von der
übrigen Stirnfläche kaum gesondert, voneinander aber durch eine
Längsimpression getrennt. Olypealcarina scharf, T-förmig. Füh-
ler dünn, die Mitte der Flügeldecken weit überragend, Glieder 2
und 3 sehr kurz, 1. Glied so lang wie die 3 folgenden zusammen-
genommen, 5. Glied so lang wie das 3. und das 4. zusammen.
Halsschild spärlich punktiert (Vergrößerung 20x), an der Ba-
sis am breitesten, mehr als 2X breiter als lang, Seiten geradlinig
nach vorne verengt. Vorderwinkel im breiten Umfang schräg ab-
gestutzt, seitlich herausragend.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, in dicht nebeneinan-
der stehenden Längsreihen kräftig punktiert (Vergrößerung 8 bis
10x). Hinterschenke! sehr stark verdickt. Enddorn der Hinter-
tibien abgeflacht, an der Spitze im konkaven Bogen abgestutzt.
Diese einzige bisher bekannte westafrikanische Art ist durch
die Bildung der Vorderwinkel des Halsschildes sehr ausgezeichnet
(die vordere Borstenpore liegt erst hinter dem 1. Viertel des Sei-
lenrandes).
Gen. Paradibolia Baly 1875
Paradibolia coerulea Bryant 1927
Sierra Leone (Bryant).
Gen. Notomela Jacoby 1899
Notomela viridipennis Bryant
Bryant 1941, Proc. R. Ent. Soc. Lond. B 10, p. 212.
Nigeria: Lagos (Bryant).
Uganda (Bryant; Typus).
Gen. Cercyonia Weise 1901
Cereyonia yerra n. sp. (Fig. 36, 37)
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 36
560 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Long. oJ’ + 5,5 mm, 9 6 mm.
Bl Halsschild mit 3 querliegenden großen schwarzen
Makeln, welche dem Vorderrande mehr als dem Hinterrande ge-
nähert sind. Flügeldecken mit einer schwarzen Basalbinde, welche
an der Naht unterbrochen ist, und mit 2 anderen schwarzen Flek-
36 37
Abb. 36—37. Farbenverteilung von Cercyonia yerra.
ken vor der Mitte, wovon der äußere an den Seiten mit der Basal-
binde sich verbindet. Diese dunkle Zeichnung der Elytren dehnt
sich zuletzt so stark aus, daß die Flügeldecken samt Epipleuren
schwarz, Naht vorne, eine unregelmäßige Quermakel vor der Mitte
und die Spitze gelb sind. Körper langoval, stark gewölbt.
Kopf matt, seicht aber deutlich punktiert (Vergrößerung
10x). Clypeus von der Stirn nicht getrennt, Frontalfurche von
dem Hinterrande des Auges bis zur Fühlerinsertionsstelle durch-
laufend. Fühler die Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, zur
Spitze verdickt, Glieder 7—10 schwach (2) oder deutlicher (7)
dreieckig erweitert.
Thorax mäßig glänzend, mehr als doppelt so breit wie lang,
vor der Basis am breitesten, Seiten stark gerundet, nach vorne
verengt, Vorderwinkel verdickt, abgerundet, sehr schwach nach
vorne heraustretend. Oberfläche gleichmäßig dicht und Seh
mäßig stark punktiert (Vergrößerung 5x‘).
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 561
| Flügeldecken stark glänzend, vorne sehr stark (Vergrößerung
2x), hinten sukzessiv schwächer bis verloschen punktiert (Ver-
größerung 50x). Intervalle der regelmäßig gereihten Punktie-
_ rung fein punktuliert (Vergrößerung 30x), flach, der juxtamargi-
nale breiter und gewölbt. Beim 4’ ist das 1. Glied der # vorderen
Tarsen stark erweitert, Sinus groß. Bei dem größeren 9 sind die
Beine zarter gebaut, und das 5. Abdominalsegment ist hinten ab-
gerundet.
An der Färbung und Skulptur kenntliche Art.
Cercyonia laya n. Sp.
Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951.
Long. 5 mm. J' unbekannt.
Einem kleinen Exemplar der vorhergehenden Art ähnlich,
einfarbig braungelb, oberseits gleichmäßig glänzend, Kopf und
Halsschild mit gemischt größeren (Vergrößerung 5x) und klei-
neren (Vergrößerung mindestens 30x) Punkten besetzt, Vorder-
winkel des Thorax nach vorne gerichtet, Lateralintervall der Flü-
geldecken nicht gewölbt und das letzte Abdominalsegment hinten
abgestutzt.
Cereyonia citri Bryant 1922
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951.
Goldküste (Bryant).
Gen. Sphaeroderma Stephens 1831
Die afrikanischen Arten sind verhältnismäßig leicht an der
Färbung zu erkennen; die zahlreichen Trennungsmerkmale deu-
ten an, daß es sich um eine polyphyletische Gattung handeln kann:
1 (2) Vorderwinkel des Halsschildes sehr breit, breiter als ein
Augendiameter, Körper sehr groß, + 5 mm.
Rotbraun, Flügeldecken schwarz mit roter Spitze oder
rot mit einem großen, über die beiden Elytren reichenden,
schwarzen diskalen Fleck, Fühler und Beine rotgelb.
Kopf glatt und glänzend, Clypeus und Antennalcalli
matt. Stirn so breit wie ein Auge lang ist. Die gewölbte
Ciypealcarina zwischen die flachen Antennalcalli verlän-
gert. Fühler die Basis des Halsschildes überragend, die 5
Apikalglieder stark verdickt, jedes dieser Glieder nicht
länger als breit. Halsschild 3X breiter als lang, an der Ba-
sis am breitesten, Seiten schwach gerundet, fast parallel,
36*
562
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
|
Oberfläche deutlich punktiert (Vergrößerung 10x). Flü-
geldecken vorne so stark wie der Thorax punktiert, Punkte
hie und da in Reihen geordnet, Lateralintervall sehr breit,
punktiert und gewölbt, der extreme Seitenrand mit einer
Reihe grober Punkte. Epipieuren schräg, von der Seite
richt sichtbar. EI
BRIAN Sphaeroderma guineense n. sp.
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951; Dalaba, 1200 m,
v1. 1951; Mt. Gangan, 800—900 m, V. 1951.
Mit Sph. nigrosignatum Bryant verwandt (von Tan-
ganyika), größer, anders gefärbt und ohne glatten Lateral-
intervall der Flügeldecken.
2 (1) Vorderwinkel des Halsschildes normal, die abgesetzte Flä-
che !/, der Augenbreite nicht überschreitend. Körper klei-
ner, Be 4 mm.
3 (+) Flügeldecken lebhaft metallisch grün.
Pechschwarz, Sternum, Hinterschenke!, Seutellum
und Antennite 6—11 schwarz, Halsschild, Fühlerbasis und
Beine rotgelb. Körper glänzend, Clypeus matt.
Kopf glatt, oberhalb der tiefen Frontalfurchen jeder-
seits mit einem Grübchen. Antennalcalli flach, Clypeal-
längscarina hoch und scharf. Fühler das 1. Drittel der
Flügeldecken erreichend, alle Glieder länglich schwach
(2) oder mäßig (5) verdickt. Halsschild an der Basis am
breitesten, doppelt breiter als lang, Seiten nach vorne ver-
engt, fast geradlinig, Vorderwinkel schräg abgestutzt,
Oberfläche spärlich punktiert (Vergrößerung 20x). Ely-
tren in dicht nebeneinander stehenden Längsreihen stark
punktiert (Vergrößerung 5—8x‘), Intervalle fein und sehr
spärlich punktuliert (Vergrößerung 50x), Marginalinter-
vall breit. Epipleuren leicht schräggestellt, von der Seite
sichtbar. Sinus des 5’ sehr klein. Körper 3 mm kaum er-
reichend. .
Splgerde Halaber n. Sp.
EB Cimes- Dalabs, 1200 m, VI. 1951.
4 (3) Nicht metallisch gefärbte Formen. Rot bis rotgelb, Fühler
zur Spitze + angedunkelt, Flügeldecken rot bis schwarz,
die Spitze stets rot.
5 (6) Clypeallängscarina nach hinten verlängert, die Antennal-
calli voneinander völlig abtrennend.
B(5)
(7)
9 (16)
10 (13)
Bechyne: Über die westafrikanischen Altieiden 563
Unterseite pechschwarz, Fühler, Beine, Vorderkörper,
Schildchen, Epipleuren und die Spitze der sonst schwar-
zen Fiügeldecken rot.
Kopf glatt, Stirn kaum breiter als ein ÄAugenquerdia-
meter. Halsschild deutlich punktiert (Vergrößerung 28x),
an der Basis am breitesten, nach vorne stark, fast gerad-
linig verengt. Flügeldecken kaum stärker als das Hals-
schild punktiert, Lateralintervall mäßig breit, alle inter-
valle glatt. Epipleuren horizontal. Long. 5 mm.
N j anne sum n. Sp.
Fr. ea Dale 1260 m, VI. 1951.
Ciypeallängscarina kürzer, die Mitte der Antennalcalli
nicht überschreitend (dadureh sind die Äntennalcalli hin-
ten nur durch ein einfaches Grübchen voneinander ge-
trennt).
Stirn sehr breit, mehr a!s 2X breiter als ein Augenquer-
diameter; infolgedessen sind die Mundorgane (Labrum und
Mandibeln) nicht schnauzenförmig nach vorne verlängert.
Hell braungelb, Scheibe des Halsschildes und jeder
Flügeldecke dunkelbraun.
Kopi glatt. Ulypeallängscarina und Antennalcalli
gleichstark gewölbte Erhabenheiten bildend. Fühler den
Humeralcallus der Flügeldecken überragend, zur Spitze
verdickt, jedes der Glieder 7—10 kaum 1,5xX länger als
breit. Thorax an der Basis am breitesten, fein und spär-
lich punktiert (Vergrößerung 20— 30x), Seiten nach vorne
stark konvergierend, Vorderwinkel schmal, waagrecht ab-
gestutzt. Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 5 bis
x), hinten feiner, in ziemlich regelmäßigen Heihen
punktiert, Intervalle glatt. nen konkav, von der
Seite sichtbar. Long. 3,5 mm. : 7
ee freyı n. sp.
en et X. 1910 (Mus. G. Frey).
Stirn kaum breiter als ein Augenquerdiameter. Infolge-
dessen sind die Mundorgane nach vorne schnauzenförmig
verlängert.
Antennalcalli und der von oben sichtbare Spitzenteil der
Ciypeallängscarina bilden 3 gleichmäßig stark hervortre-
tende, Y-artig gelegte Erhabenheiten.
Fühler zur Spitze schwächer verdickt, jedes der Glieder 7
bis 36 mindestens 1,5X so lang als breit.
564 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
11 (12) Größer, 3 mm. Rotbraun, Unterseite und Antennite 5—11 |
pechschwarz.
Kopf glatt, Glypeus sehr grob punktiert (Vergröße-
rung 2—3x). Fühler das 1. Drittel der Flügeldecken er-
reichend. Halsschild an der Basis am breitesten, Seiten vor
den Hinterwinkeln plötzlich senkrecht herabfallend, so
daß die beiden Seitenränder, von oben betrachtet, nicht |
gleichzeitig zum Vorschein kommen. Oberfläche, sowie die
der Flügeldecken, mäßig punktiert (Vergrößerung 15 bis
20x), Elytralintervalle glatt. Epipleuren ee
von den Seiten gut sichtbar. }
: Sphaerodereee ieh n. Sp.
Rn es Kirdis V. 1951.
12 (11) Kleiner, 2,2—2,5 mm. Rotgelb, Flügeldecken vorne etwas
angedunkelt.
Kopf glatt, Clypeus ohne grubenartige Punktierung,
Clypealcarina matt. Halsschild regelmäßig gewölbt, Seiten
nicht perpendikulär herabfallend (dadurch erscheinen die
Seitenränder, von oben betrachtet, g.eichzeitig), Ober-
fläche fein (Vergrößerung 20x) punktiert. Flügeldecken
vorne stärker (Vergrößerung 8—10x), hinten feiner
punktiert, Intervalle glatt. Epipleuren horizontal, von den
Seiten kaum sichtbar. .
N Sphadredermn ie n. Sp.
En ke: Dainne (Conacry), IV. 1951; Nzerckore,
vVmI. 1951.
13 (10) Fühler zur Spitze stärker verdickt, die Mitte der Flügel-
decken erreichend. Jedes der Glieder 7—10 quadratisch
und leicht angedunkelt. Epipleuren schräggestellt, von der
Seite sichtbar.
14 (15) Einfarbig rotgelb.
Kopf glatt, Olypeus punktiert. Halsschild fein (Ver-
größerung 20%) und spärlich punktiert. Punktierung der
Fiügeldecken stärker und in ziemlich regelmäßigen Längs-
reihen geordnet. Seiten des Halsschildes geradlinig nach
vorne konvergierend. Größer, 2,5 mm. en.
. . Sphaeroderma serenum n. Sp.
Sr Be Damakanın V. 1951.
15 (14) Rotgelb, Basalhälfte (oder 2 ersten Drittel) der Flügel-
decken schwarz.
Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 565
Auch die Flügeldecken sind so fein (dabei aber ver-
worren) wie der Thorax punktiert (Vergrößerung 20 bis
30x), die Seiten des letzteren schwach aber deutlich ge-
rundet. Kleiner + 2 mm. R MT er
; Eangerouehn droniun: n..5D:
EL Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 500 m,
V. 1951.
16 (9) Antennalcalli flach, viel umfangreicher als die schmale
und gewölbte Clypeallängscarina.
17 (18) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, der Sei-
tenrand im 1. Viertel deutlich eckig heraustretend.
Rotgelb, Fühler zur Spitze und ein postskutellarer
Fleck auf den Flügeldecken + angedunkelt.
Kopf glatt. Fühler die Mitte der Flügeldecken errei-
chend, zur Spitze nur mäßig verdickt, jedes der Glieder
7—1W0 reichlich 1,5X länger als breit. Thorax doppelt brei-
ter als lang, an der Basis am breitesten, Seiten geradlinig
nach vorne konvergierend. Oberfläche spärlich und fein
punktiert (Vergrößerung 30—40x). Flügeldecken vorne
stark (Vergrößerung 10x), hinten wesentlich schwächer
punktiert, Intervalle glatt. Epipleuren schräg, von der
Seite sichtbar. Long. 2,2—2,5 mm. arg:
Sphaeroderma Dh n. Sp.
ns nee Nzerekore, VII. 1951.
15 (17) Vorderwinkel des Halsschildes völlig abgerundet, Seiten-
rand in einer kontinuellen Linie fortlaufend.
19 (20) Fühler kürzer, jedes der Glieder 7—10 quadratisch oder
fast quadratisch (2), mit 5 schwarzen verdickten Endglie-
dern. Körper rotgelb.
Kopf glatt. Halsschild und Flügeldecken gleichstark
(Vergrößerung 10x) nicht dicht punktiert, Elytren mit
mehreren punktfreien Längsintervallen, welche von paa-
rig genäherten Längsreihen begrenzt sind. Seiten des Hals-
schildes gerundet. Long. 2,5—3 mm.
e 2. Sphaeroderma en, Weise 1919
ne nle Sangalkam, Rufisque, I. 1950 (A. Villiers,
I.P. A.N.).
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951.
Goldküste: Adda (Weise).
Kamerun. — Belg. Kongo.
566 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
29 (19) Fühler beim 5 die Mitte der Flügeldecken erreichend,
beim 9 etwas kürzer, zur Spitze kaum verdickt, jedes der
Glieder 7—10 mindestens (5) oder reichlich (2) 1,5x
länger als breit.
Körper rotgelb, Abdomen bei gut erhaltenen Exem-
plaren zitronengelb, Flügeldecken oft mit einem + aus-
gedehnten schwarzen Basalfleck.
Kopf glatt. Thorax sehr fein (Vergrößerung 50x),
Fiügeldecken etwas stärker verworren punktiert, ohne
glatte Diskalintervalle. Seiten des Halsschildes nach vorne
er Long. + 2 mm. Re
Be Sphaeroderma iyengari n.sp.
De a Mı. Gangan, 500—900 m, V. 1951; Da-
makanya, IV. 1951; Dalaba 1 1200 m, VI. 1951; Nrerekor
X. et X1. 1951 (5. H. Oisen, Mus. G. Frey).
Rio Muni: Nkolentangan, X. 1907 — V. 1908 (G. Tess-
Mus. G. Frey).
mann, coll. Heikertinger,
Alphabetisches Register
Altica Geoffr. . 523 Monodaltica n. gen. 5309
Aphthona Chevrol. 5ll Myrcina Chap. . 5328
Cercyonia Wse. 559 Nisotra Baly . 330
Chaetocenam Steph. 543 Notomela Jac. 999
Chaloenus Westw. . 543 Nzerekorena Bech. . 907
Cladocera Hope . . 556 Orneates Jac.. . 489
Crepidodera Chevrol. . 532 Orthocrepis Wise. 927
Decaria Wse. . 506 Paradibolia Baly . 399
Dibolia Latr. . 559 Philopona Wse. 394
Djallonia n. gen... 534 Phygasia Baly . . 929
Embolimus Wise. 506 Phyllotreta Chevrei. 509
Epitrix Foudr. 535 Physonychis Clark . 339
Escaleriella Wse. 526 Podagrica Foudr. 936
Kugonotes Jac. 307 Poöphila Weise. . 336
Eurylegna Wse. . 528 Poephilina Geiki. 336
Kutornus Clark . 959 Polyclada Er... 998
Gabonia Jac. . 489 Sanckia Duviv. 917
Haltica auct. . 923 SebaetheBaly. . 997
Hespera Wise. 487 Serraphula Jac. . 917
Jamesonia Jac. . 4589 Sphaeroderma Steph. . 561
Longitarsus Berth. . 518 Terpnochlorus Fairm. . 543
Manobia Jac. . 531 Thrymnes Wese. . 489
aburiensis Bryant (Philop.) . 554 africana Baly (Manob.) . 531
adaequata n. ssp. (Nisotra) . 941 africana Jac. (Dec.). . 506
aethiopica Wse. (Dec.) . >06 africana Jac. (Philop.) . 399
africana All. (Seb.) . 5586 africanus Clark (Eutorno.) 399
Bechyn@: Über die westafrikanischen Altieiden
altan. sp. (Gab.). . .
amidora n. sp. (Gab.) .
amplicornis n. sp. (Gab.) .
anabella n. sp. (Aphth.) .
apicalis Jac. (Podagr.)
ardens n. sp. (Escal.) .
argyrophora n. sp. (Hesp.) .
aruwimiana Wse. (Nis.) .
assinica All. (Philop.) .
ayenna n. sp. (Aphth.) .
bamakoensi: n. sp. (Aphth.) .
bamakoensis n. sp. (Uhaet.) .
bamakoensis n. ssp. (Orthoer.)
bifasciata Wse. (Gab.) .
kifoveolata Wse. (Gab.)
bivittata All. (Escal.) .
hohumilae n. sp. (Gab.) .
bohumilae n. sp. (Nis.) .
bohumilae n. sp. (Serraph.) .
brunnea ‘Wse. (Philop.) .
camayennensis n. Sp. (Aphth.) .
carinulata n. sp. (Nzerek.) .
cerambycina n. sp. (Nzerek.) .
charmiona n. sp. (Alt.) . .
cheiranthi Wse. (Phyllotr.) .
chlorophana Duft. Veee
citri Bryant (Cerc.) ..
clarki Jac. (Philop.) ,
elypeata n. sp. (Nzerek.) .
coerulea Bryant (Parad.) .
colae Bryant (Gab.) ..
coletta n. sp. (Chaetocn.) .
comes n. sp. (Gab.) :
cempressipes Baly (Chaet.) .
convexa All. (Aphth.) .
coya n. sp. (Chaet.) .
crenicornis n. sp. (Gab.) .
crotalariae Bryant (Long.) .
curvipes n. sp. (Gab.) .
custos Wse. (Gab.) .
cyaneoornata n. Sp. (Aphth.)
dalaba n. sp. (Aphth.) . .
dalaba n. sp. (Chaetocn.) .
dalaba n. sp. (Epit.) .
dalabae n. sp. (Spaer.) .
dalabensis n. sp. (Hesp.) .
dalmani Jac. (Nis.) .
damakanya n. 5p. (Nis.)
decolorata Duviv. (Podagr.) .
dentella n. sp. (Sanckia) .
diachroma n. sp. (Gab.) .
dialloha n. sp. (Chaet.)
dilatata Dalm. (Physon.) .
dilecta Dalm. (Nis.).
discontinuens n. sp. (Gab) .
dohrni Jac. (Physon.) .
dubreka n. sp. (Chaet.) .
elisum n. sp. (Sphaer.) .
exiguum Wse. (Sphaer.) . . .
ferruginea All. (Gab.) .
fissa n. sp. (Crep.) .
493
496
495
517
587
526
488
flaveola Bryant (Poöph.) . .
flavilabris Wse. (Phyllotr.) .
flavoclypeata Laboiss. (Philop.)
fouta n. sp. (Hespera) .
foutana n. sp. (Chaetocn.) .
foutana n. sp. (Monod.)
foutanus n. sp. (Longit.) .
foveolata Dalm. (Orthoer.) .
foveolata n. sp. (Nzerek.) . B
friguiagbensis n. sp. (Aphth.) .
freyi n. sp. (Longit.) . t
freyi n. sp. (Sphaer.) .
fulvicollis F. (Philop.) .
gabonensis Jac. (Phyg.) .
gaius n. sp. (Long.)
gangana n. sp. (Phyg.) . >
ganganensis n. sp. (Chaet.) .
ganganensis n. sp. (Gab.) .
gibbicolle n. sp. (Sphaer.) .
glabrella Dalm. (Dee.). .
gloria n. sp. (Gab.) .
gracilior n. ssp. (Hesp.)
guavae Bryant Aphth.)
guineense n. sp. (Sphaer.)..
guineensis n. sp. (Chaet.)
guineensis n. sp. (Eurvl.)
guineensis n. sp. (Manobia)
guineensis n. sp. (Monod.) .
hargreavesi Bryant (Aphth.) .
hargreavesi Bryant (Phyll.) .
helodina n. sp. (Gab.) .
helveola Dalm. (Phyg.)
hermiona n. sp. (Gab.) .
hirtella n. sp. (Physon.) .
houisi n. sp. (Chaet.) .
houisi n. sp. (Spbaer.)
hylophilus n. sp. (Long.
inaequalis Ali. (Alt.)
incisella n. sp. (Gab.) .
inversevittata n. sp. (Philop.) 2
iyengari n. sp. (Sphaer.) .
jokoensis n. sp. (Epitrix) .
junius n. sp. (Long.) . .
kankanensis n. sp. (Gab.) .
kindia n. sp. (Aphth.) .
kindia n. sp. (Chaet.) .
kraatzi Jac. (Phyg.) .
lacessita Wse. (Po&ph.)
laeta Wse. (Phys.) . .
laevicollis All. (Crep.) .
laevifrons Wse. (Epitrix) .
laevifrons n. sp. (Gab.) .
laeviuscula Csiki (Orep.) .
lateritia Dalm (Seb.) .
laya n. sp. (Cerc.) .
ljuba n. sp. (Chaet.) .
lucıda All. Alt). ,
macrophthalma (Nzerek.)
madagascariensis All. (Alt.) .
magna Wse. (Phyg.)
maindra n. sp. (Dyall.) .
368
malacorhinoides n. sp. (Gab.)
mamadoua n. sp. (Chaet.) .
marginata Wse. (Escal.) .
maunyi .n. sp. (Long.) .
metallica Bryant (Chaet.) .
metallina Csiki (Chaet.) .
mignardi n. sp. (Aphth.) .
miloensis n. sp. (Chaet.) .
miokoensis n. ssp. (Alt.) .
mirbanum n. sp. (Chaet.) .
monodi n. sp. (Phyg.) . .
monorhabda n. sp. (Aphth)
nabi n. sp. (Phys.) . .
nahelia n. sp. (Chaet.)
nasalis n. sp. (Gab.)..
nervosa All. (Gab.) .
ngerezena n. sp. (Manobia) .
nigra Chap. (Myrcina) .
nigripes All. (Long.) :
nigropicea n. sp. (Gab.) .
nigrorufa n. sp. (Aphth.) .
nigrorufum n. sp. (Sphaer.) .
nigrosignatum Bryant (Sphaer.)
nitidipennis Heikert. (Phyll.) .
njalensis Bryant (Chaet.) .
nkolentangana n. sp. (Chaet.) .
nkolentangana n. sp. (Manobia)
nostalgica n. sp. (Podagr.)
nucleus Wse. (Gab.)
nycterophilus n. sp. (Long.)
nzerekorensis n. sp. (Aphth.) .
nzerekorensis n. sp. (Nis.)
obscura Laboiss. (Chaet.) .
obscura Jac. (Dee.) .
obscurotestacea Thoms. (Seb.) .
occidentalis n. sp. (Hesp.) .
olseni n. sp. (Nis.)
ovatipennis Jac. (Nis.).. .
pallens n. sp. (Serraph.) .
paricolor n. sp. (Longit.) .
pastoria n. sp. (Chaet.)
patibilis n. sp. (Long.) .
pectinicornis Oliv. (Polyel.)
perrieri Fairm. (Terpn.) .
plicipennis Wse. (Phys.) .
pubipennis n. sp. (Phys.) .
pulcher Wse. (Long.) .
pulla Chap. (Chaet.)
494
345
927
922
390
390
512
965
562
309
546
547
sl
937
494
519
513
341
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
punctata All. (Alt.).. E
punctifrons Wse. (Long.) .
pygidialis Wse. (Dec.)
pyritosa Er. (Alt.) .
quadraticollis n. sp. (Gab.) :
risbeci Bryant (Pod.) . .
rotundicollis Jac. (Phyg.) .
rugicollis Jac. (Eutorn.) .
salomona n. sp. (Epitrix) .
segueia n. sp. (Chaet.) .
senegalensis All. (Alt.) .
senegalensis Jac. (Aphth.) .
serenum n. sp. (Sphaer.) .
sericeicollis n. sp. (Gab.) .
sierraleonis Bryant (Aphth.)
sierraleonis Bryant (Chaet.) .
smaragdina Clark (Phys.) .
soucheti n. sp. (Aphth.) .
soucheti n. sp. (Nis.)
spadicea Dalm. (Nis.) .
sulcata Bryant (Urep.) .
szumowskii n. Sp. (Chaet.)
theobromae Bryant (Gab.)
togana Heikert. (Phyll.) .
togoensis Wse. (Orthocr.)
torrida Baly (Seb.) . :
tricolor Wse. (Dec.)
unifasciata Jac. (Podagr.) .
uniforma Jac. (Podagr.) .
varicornis n. sp. (Gab.) .
variola n. sp. (Gab.)
vernicata Gerst. (Philop.) .
vietoria n. sp. (Epitrix) .
villardeboi n. sp. (Aphth.) .
villiersi n. sp. (Chaet.) .
villiersi n. sp. (Dibol.) .
villiersi n. sp. (Gab.)
violacea Wse. (Gab.)
viridimicans All. (Po&ph.)
viridiornata n. sp. (Aphth.) .
viridipennis Bryant (Notom.) .
viridipennis Dalm. (Phys.) .
viridis Bryant (Chaloenus) .
yerra n. sp. (Cerc.) .
zeae Bryant (Chaet.) .
zodiacus n. Sp. (Longit.) ;
zumpti n. sp. (Longit.) .
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 569
Reise des Herrn G. Frey ın Sudameriıka:
Kumolpıdae (Col. Phytophaga)
Von Jan Bechyne, Museum G. Frey
Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung in der Bearbeitung der
Ausbeuten von West-Indien und Venezuela), welche Herr G. Frey
mit seiner Tochter Helga im Dezember 1953 und Januar 1954
sammelte.
Außer den systematischen und taxonomischen Notizen über
verschiedene neotropische Eumolpiden ist hier eine Liste der bis-
her bekannten Arten aus Venezuela veröffentlicht mit der Be-
rücksichtigung der Historie dieses Landes; in den Katalogen ist
nämlich die politische Trennung Venezuelas von Kolumbien nicht
respektiert, so daß die Angaben „Columbia or.“ das Territorium
vom heutigen Venezuela betreffen.
Die älteren literarischen Hinweise sind in meinem Katalog
der neotropischen Eumolpiden zu finden (Ent. Arb. Mus. G. Frey
4, 1955, pp. 26—303).
Die Beschreibungen einiger venezolanischen Arten sind z. Zt.
im Druck in Venezuela (in dem Kataloz als ..i. 1.“ bezeichnet).
Ischyrolampra elavicornis Bechyne
Argentina, Santa Fe: Rio San Javier, Est. La Noria, XII. 1911
et I. 1912 (G. E. Bryant, British Museum); Rosario, XII. 1923 (P.
Denier, Mus. La Plata). — Formosa: Capital, 20. III. 1939 (dtto):
Isla Lapanco, 19. II. 1939 (dtto); Isla de Oro, 1. V. 1937 et 21. IV.
1933 (dtto); Olorinda, 10. et 13. II. 1940 (dtto); Puerto Pilcomayo,
27. IX. 1937 (dtto); Laguna Mainee, 12. XII. 1935 (dtto). — Chaco:
Puerto Vilelas, 20. XII. 1936, 21. XII. 1937 et 10. XI. 1938 (dtto);
Resistencia, X. et XI. 1935, 14. XI. 1933 (dtto); Fontana, X1. 1935
et IV. 1936 (dtto); Colonia Benitez, 30. XII. 1935 (dito). — Tucu-
män: San Pablo (Famailla), 30. I. 1942 (coll. Monrös).
') Bisher sind die Ergebnisse über Altieiden erschienen: Ent. Arb. Mus. G.
Frey, 6, 1955, pp. 74-266.
570 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Paraguay: Villa Elisa, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata);
Villariea, Independeneia, 5. XII. 1950 (A. Martinez); Concepeiön
(Mus. Budapest).
Die Oberseite dieser Art ist manchmal lebhaft metallisch blau
(ab. coerulans).
Ischyrolampra hatesi Baly
Ferü: Tingo Maria, 709 m (Dr. W. Weyrauch).
Diese Art ist sonst in dem amazonischen Gebiet verbreitet.
Nyeterodina floralis Bechyn®
Trinidad (B. W.L.), XIL 1953 (G. & H. Frey).
Nyeterodina freyi n. sp.
Perü: Madre de Dios, 500 m (Mus. G. Frey).
Long. 3 mm.
Blau mit einem Bronzeschimmer, Oberseite metallisch grün,
bläulich überflogen, Palpen, Labrum und Fühlerbasis rot.
Diese Art ist sehr ähnlich der N. ihoracica Jac.!), von welcher
sie sich außer der abweichenden Färbung durch die folgenden
Essentialmerkmale unterscheidet:
N. thoracica: N. freys:
Kopf nur mäßig glänzend, Kopf stark glänzend, sehr
Vertex acieulato-punktiert. fein, spärlich und einfach punk-
tiert.
Alle Elytralintervaile plan. Elytralintervalle auf der
Scheibe flach, hinten und an
den Seiten gewölbt.
Epipleuren, namentlich Fpipleuren der ganzen
vorne, mit merklicher transver- Länge nach glatt.
saler Striolation.
>) Nycterodira thoracica Jacoby (nov. comb.) |
Diese Art wurde ursprünglich als eine Chrysodina beschrieben: sie steht
aber am nächsten der Nycterodina aulica Lef. Die Färbung ist variabel, von kup-
ferig grün bis ins Violett, auch die oberseits zweifarbigen Formen (Elytren anders
als das Halsschild gefärbt) sind nicht selten.
Br. Guiana: Essequibo River, Moraballi Creek. 25. VIII. 1929 (Oxford Univ.
Exped., British Museum).
O1
1]
fh
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae
Nyeterodina lilibeiha n. sp:
Perü: Marcapata (Mus. Budapest); Satipo, 650 m, VIl. 1949
(Dr. W. Weyrauch).
Long. + 3 mm.
Metallisch bronzegrün, Oberseite lebhaft kupferig mit einem
Goldschimmer, Fühler (zur Spitze angedunkelt), Labrum, Mandi-
beln, Palpen, Spitze der Tibien und Tarsen rotgelb. Körper lang-
oval, Oberseite stark glänzend.
Der N. thoracica Jac. äußerst ähnlich, anders gefärbt (Tibien
nicht einfarbig dunkel), Vertex nur spärlich, nicht längsrunzelig
punktiert, Thoraxseiten nicht regelmäßig gerundet, sondern im
Basalviertel parallel, dann stark, fast geradlinig nach vorne ver-
engt, Punktierung der Oberseite zwar stärker, aber im Apikaldrit-
tel der Flügeldecken stark abgeschwächt (Punktierung der Flügel-
decken bei N. thoracica gleichmäßig stark).
Nyeterodina nigrita Baly (nov. comb.)
Bolivia: Caranavi, V. 1931 (P. Denier, Mus. La Piata).
Perü: Marcapata (Mus. Budapest).
Diese Art wurde in der Gattung Chrysodina zweimal beschrie-
ben (von Lefevre als Chrysodina tarsalis). Sie gehört mit allen
Merkmalen zu der Gattung Nycterodina. Die schwarze, nicht me-
tallische Färbung, der kleine Körper und die grobe und recht spär-
liche Skulptur der Oberseite unterscheiden diese von Parä und
Amazonas bis nach Bolivien und Peru verbreitete Ärt von den an-
deren.
Nyeterodina punctatostriata Lefevre (nov. comb.)
Diese als Chrysodina 1875 beschriebene Art ist mit Sphintero-
phyta aulica Lefevre 1854 konspezifisch. Die typische Form (viel
seltener) hat eine grünliche Grundfärbung, während die meisten
Exemplare blau bis violett sind (ab. aulica Lef.).
Chrysodina parvula erassa n. subsp.
Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Größer als die kontinentale Stammform (3 mm), Körper leb-
hafter kupferfarbig und die Flügeldeeken des 9 ohne den gewölb-
ten Lateralintervall.
Chrysodina podtianguini Bechyn@
Paraguay: Villarica, 6. XII. 1950 (Natalico Talavez, coll. Mar-
2 Entom. Arbeiten aus denı Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
tinez); Villa Elisa, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); Asunciön,
Villa Morra (Vezenyi, Mus. Budapest); Chaco (Fiebrig, Mus.
Wien).
Chrysodina paraguayensis Jacoby
Paraguay: Asunciön, IX., X. et XI. 1904 (Vezenyi, Mus. Buda-
pest); ibid., Villa Morra (dtto); Villarica, 6. XII. 1950 (Natalico
Talavez, coll. Martinez); San Pedro (coll. Koslowsky, Mus. La
Plata).
Argentina: Misiones (C. Bruch, Mus. La Plata). — Tucumän
(Mus. La Plata).
Chrysodina surrabaya n. sp.
Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Long. 4 mm. 9 unbekannt.
Dunkel metallisch grün, Fühler schwarzblau, die ersten 4 An-
tennite zum Teil rötlich. Körper oval.
Kopf matt, Retikulierung unter 50facher Vergrößerung sicht-
bar, grob und spärlich punktiert. Clypeus länger als breit, nach
vorne stark verbreitert. Fühler die Basis des Halsschildes über-
ragend, 5 Endglieder stark verdickt, jedes von ihnen aber länger
als breit. Augen stark gewölbt, von unten durch eine plattenför-
mige chitinöse Leiste bedeckt, welche die Länge des Auges etwas
überragt, so daß sie von oben in Form eines stumpfen Zahnes un-
mittelbar hinter dem Auge sichtbar ist.
Halsschild glänzend, nur nahe den zahnförmig nach vorne
gerichteten Vorderwinkeln retikuliert, stärker als der Kopf punk-
tiert (Punkte unter 2—3facher Vergrößerung gut erkennbar), dop-
pelt breiter als lang, vor der Basis am breitesten, Seiten stark ge-
rundet, nach vorne verengt. Basis von einer Reihe dicht nebenein-
ander stehender Punkte gerandet.
Flügeldecken stark glänzend, kaum breiter als das Halsschild,
Punktierung noch stärker aber spärlicher, vorne in unregelmäßig
verdoppelten, hinten in regelmäßigen und einfachen Reihen ge-
ordnet. Humeralcallus groß, postbasale Depression kaum angedeu-
tet, alle Intervalle plan. Prostethium kräftig punktiert. Hinterrand
des letzten Abdominalsegmentes in der Mitte leistenförmig empor-
gehoben.
In der Form und Färbung ist die vorliegende Art der Chr.
laevicollis Lef. ähnlich, aber durch die grobe Skulptur des Vorder-
körpers und nicht gewölbte Elytralintervalle verschieden.
Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 5
Chrysodina igneicollis Baly (nov. comb.)
Diese Art wurde noch zweimal von Jacoby als Chr. peruana
und Chr. laticollis beschrieben. Die peruanischen Exemplare sind
wesentlich feiner punktiert als die amazonischen, so daß der Name
peruana für eine geographische Rasse erhalten sein kann. Die ty-
pische Form ist oberseits kupferig. Eine kleine Serie (Peru: Tu-
callpa, IV. 1952, coll. J. Guerin, Mus. G. Frey) enthält auch ein-
farkig blauviolette Exemplare (ab. amethysticolor).
Chr. laticollis Jac. ist auf oberseits einfarbig metallisch kup-
ferfarbige Exemplare der amazonischen Stammform zu beziehen.
Chrysodina leetiuncula Bechyne
Paraguay: Villarica, 6. XIl. 1950 (Natalico Talavez, coll. Mar-
tinez).
Chrysodina fruhstorferi n. sp.
Ecuador (Fruhstorfer, Mus. G. Frey).
Long. 4 mm. 5 unbekannt.
Einfarbig metallisch blaugrün, glänzend, nur die Fühlerbasis
rötlich. Körper kurzoval.
Kopf länglich, Mandibeln robust. Punktierung wenig dicht
und ziemlich fein (Vergrößerung 10—15x), am Vertex mit einer
Tendenz zur Bildung von schräggestellten Runzeln. Antennalcalli
in Form einer scharfen Querleiste, welche, von der Seite betrach-
tet, aus der Wölbung des Kopfes heraustritt. Antennen die Basis
der Flügeldecken überragend, Endglieder stark verdickt, jedes
aber länger als breit, dreieckig erweitert.
Halsschild an der Basis am breitesten, doppelt breiter als lang,
Seiten gerundet und nach vorne verengt, Vorderwinkel scharf und
prominent. Alle Ränder schmal abgesetzt. Oberfläche relativ
schwach gewölbt, spärlich und gleichmäßig punktiert, Punkte von
etwas länglicher Form.
Elytren unbedeutend breiter als das Halsschild, so stark wie
das Halsschild punktiert (Vergrößerung 5x), Punkte rundlich, an
den Seiten und hinten in regelmäßigen Längsreihen geordnet, Mar-
ginalintervall breit und in der Hinterhälfte deutlich gewölbt. Post-
basale Querdepression fehlt vollkommen. Prostethium vorne
punktiert (Punktierung viel stärker als auf der Oberfläche des
Thorax). Das letzte Abdominalsegment hinten in der Mitte halb-
kreisförmig ausgeschnitten, der Ausschnitt leistenförmig gerandet.
Beine ziemlich robust.
Sl! Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diese Art erinnert an viele Nyeterodina-Arten, namentlich
durch die schwächere Wölbung des Halsschildes, aber die Hinter-
winkel des Haisschildes sind nicht nach hinten ausgezogen. Sie ge-
hört in die Gruppe der Chr. igneicollis Baly, von welcher sie sich
durch die spezifische Form des 5. Abdominalsegmentes und durch
die im Profil stark herausgewölbten Antennalcalli unterscheidet.
Chrysodina subsericea n. sp.
Perü: Madre de Dios, 500 m (Mus. G. Frey).
Long. 3,5—4,5 mm.
Metallisch blau, Labrum und Fühler basis gelbbraun, Fiügel-
decken mit einem schwachen violetten Schimmer. Körper kurz-
oval.
Von gleicher Form wie Chr. laticollis Jac.; die neue Art un-
terscheidet sich jedoch von allen anderen durch eine stark glän-
zende Scheibe des Halsschildes, während die Seitenränder eine
breite seidenmatte Längsbinde aufweisen. Punktierung des Vor-
derkörpers ist fein und weitläufig, viel feiner als auf den Flügel-
decken. Die letzteren haben an den Seiten 2 gewölbte Intervalle
in der Hinterhälfte, während bei Chr. laticollis nur ein gewölbter
Intervall zum Vorschein kommt (und gleichzeitig die Punktie-
rung der Flügeldecken unterscheidet sich kaum von der des Vor-
derkörpers). Der Kopf von Chr. subsericea ist matt, die Flügel-
decken sehr stark glänzend.
Chrysodina melania n. sp.
Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Long. 2,5—3 mm.
Schwarz, ohne Metallschein, Fühlerbasis und Tarsen rotbraun.
Körper kurzoval, hochgewölbt.
matt, fein und spärlich punktiert (Vergrößerung 40 bis
50%). Olypeus viel länger als breit, Augen klein, schwach gewölbt.
Fühler die Basis des Halsschildes weit überragend, 5 Endglieder
stark erweitert, Antennite 7—10 fast quadratisch.
Halsschild in der Mitte ziemlich glänzend, an den Seiten und
vorne matt, doppelt breiter als lang, vor der Basis am breitesten.
Seiten regelmäßig und stark gerundet, Vorderwinkel rechteckig,
Hinterwinkel scharf. Oberfläche spärlich und deutlicher als der
Kopf punktiert (Vergrößerung 20x), Basis gerandet.
Flügeldecken glänzend, viel stärker als das Halsschild punk-
tiert, ohne postbasale Depression, Punkte vorne in unregelmäßigen
Bechyn€: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae SS
Doppelreihen, hinten in einfache Längsreihen gestellt. Intervalle
plan und glatt. Prostethium glatt. Beim 5 ist das 1. Glied der 4
vorderen Tarsen stark erweitert.
Die tiefschwarze Färbung ohne Metailschein, kleiner Körper
und deutlich punktiertes Halsschild trennen die vorliegende Art
von Chr. tibialıs Lef., welche die nächstverwandte Art darstellt.
Chrysodina opacicollis Lefevre (nov. comb.)
Paraguay: San Luis (Reimoser, Mus. Wien); Rinconada (dtto);
Puerto Fonciere (dtto).
Argentina: Corrientes, Isla Apipe Grande, XI. 1945 (A. Mar-
tinez); San Lorenzo (Reimoser, Mus. Wien).
Chr. alutacea Jac. (Typus im British Museum) stellt nur eine
Farbenvarietät der vorliegenden Art dar, deren Oberseite ent-
weder bronzebraun bis bronzegrün (f. typ.) oder blau bis violett
(ab. opacoviolacea) oder kupferig (ab. alutacea Jac.) ist.
Uhrysodina semiaurata Klug
Argentina, La Pampa: Catrilö, 21. III. 1935 (Birabön et Scott,
Mus. La Plata). — Corrientes: San Roque, 11. 1920 (Bosq, coll.
Dallas, Mus. La Plata); Itati, 15. If. 1939 (P. Denier, Mus. La
Plata). — Uördoba: Est. Arias, 2. I. 1920 (coll. Dallas, Mus. La
Plata); Ei Sauce, dep. de Oalamuchita, XII. 1938 (M. J. Viana, coll.
A. Martinez); Rodeo de Piedra, I. 1946 (Farre, coll. A. Martinez);
Pampa de Olaen, I. 1946 (A. Martinez); Rayo Cortado, 15. XI.
1939 (C.M.A.M., Mus. La Plata); Generai Paz, 15. X1l. 1939
(dtto); Jesus Maria, 15. X1l. 1939 (dtto); La Granja — Alta Gra-
cia, 1958 (C. Bruch, Mus. La Plata). — Santa Fe: Rosario de Santa
Fe, I. 1932 (P. Denier, Mus. La Plata); Rafaela, 9. II. 1932 (dtto);
Santo Tome, 21. X. 1932 (dtto); Casilda, I. 1930 (dtto); Ramayön,
21. XI. 1931 (Biraben et Bezzi, Mus. La Plata); Calchaqui, 23. X1.
1939 (dtto); Silva, 22. IX. 1939 (dtto) Candioti, 21. XI. 1939
(dtto); Rosario, II. 1941 (F. Monrös). — Chaco: Resisteneia, Xl.
1945 (A. Martinez, coll. Monrös); Est. Rio Arayu, IV. 1936 (P. De-
nier, Mus. La Plata); Fontana, XI. et XI. 1935 (dtto). — For-
mosa, XlI. 1935 (dtto). — Santiago del Estero coll. Wagner,
Mus. La Plata). — Salta: Rosario de Lerma, 27. V. 1933 (P. De-
nier, Mus. La Plata). — Tucumän (G. S. Reed, Mus. La Piata). —
Prov. San Luis (C. Bruch, Mus. La Plata). — Prov. Mendoza (dtto).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd, 6, H. 2 37
576
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
— =
— Gob. Neuquen (dtto). — Misiones: Pindapoy, Ill. 1936 (P. De- |
nier, Mus. La Plata); ibid., XI. 1945 (A. Martinez, coll. Monrös);
Bompland (Mus. La Plata); Oberä, V. 1947 (W. Wittmer, coll.
Monrrös); San Ignacio, VII. 1945 (F. Monrös). |
Paraguay: San Luis (Mus. La Piata).
Uruguay: Maldonaldo (P. Denier, Mus. La Plata); ibid., Pan
de Azucar, 15. XL. 1912 (coll. Tremoleras, Mus. La Plata); San
Jose, 6. XIl. 1932 (A. Pereira, coll. Tremoleras, Mus. La Plata);
Punto del Este, I. 1928 (P. Denier, Mus. La Plata); Rivera, IV.
1965 (Zapucay, coll. Tremoleras, Mus. La Plata).
Brasil: S. Paulo, 19., 23. et 24. Il. 1912 (G. E. Bryant, British
Museum).
Die Exemplare von La Pampa und Neuquen haben größten-
teils mehr glänzenden Kopf, und der Körper ist weniger gewölbt.
Die Stücke von Uruguay haben ein auffallend mattes Halsschild
und kleinen Körper. Die Stücke von Cordöba sind im allgemeinen
größer als die Exemplare von den nördlichen Provinzen Argen-
tiniens. Wenn auch ich mehrere Tausend Exemplare dieser Art
gesehen habe, kann ich augenblicklich keine Grenze der geogra-
phischen Variabilität dieser Art angeben.
Chrysodina pucaya n. sp.
Ecuador: Pucay (Mus. G. Frey).
Unterseite und Schenkel bronzeschwarz mit einem grünlichen
Schimmer, Tibien, Tarsen, Palpen und Fühler (zur Spitze leicht
angedunkelt) rotgelb, Oberseite dunkelgrün, blau überflogen. Kör-
per oval.
Mit Chr. tibialis Lef. (aus Kolumbien und Venezuela) nahe
verwandt, durch folgende essentielle Merkmale zu unterscheiden:
Chr. tibialıs:
Long. 2—2,5 mm.
Kopf matt, undeutlich
punktiert (Vergrößerung 50x).
Chr. pucaya:
Long. 5 mm.
Kopf matt, deutlich, na-
mentlich auf dem GClypeus,
punktiert (Vergrößerung 20x).
Die letzten Antennite läng- Endglieder der Fühler
lich, nicht so diek wie das 1.
Glied.
stark verdickt, jedes kaum län-
ger als breit und dicker als das
1. Glied.
Bechyne&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae DR
.——
Thorax gleichmäßig matt, Ha!sschild nur an den Sei-
Retikulierung sehr fein, unter ten (wie der Kopf) matt, Schei-
50—100facher Vergrößerung be stark glänzend und unter 50-
erkennbar, ohne Punktierung, facher Vergrößerung sehr deut-
Basis fein gerandet. lich punktiert, Basis von einer
Reihe gröberer Punkte geran-
det.
Chrysodina retieulata Lefevre
Paraguay: Villarica, Independenceia, 5. Xi. 1950 (A. Marti-
nez); Asuneiön, 3. et 27. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest); dto.
Central, San Lorenzo, X. et XII. 1949 (Dr. Podtianguin, coll. Mon-
rös); Puerto Fonciere (Reimoser, Mus. Wien).
Chrysodina opulenta Lefevre
Argentina, Santiago del Estero: Rio Salado (Wagner, coll.
Dallas, Mus. La Plata). — Tucumän: dto. Trancos, San Pedro de
Colalao, 8. XI. 1945 (F. Monrös). — Salta: Zuviria, La Merced
(Reimoser, Mus. Wien).
Chrysodina olaena Bechyne
Argentina, Chaco: Resistencia, X. 1935 (P. Denier, Mus. La
Piata). Formosa, 23. Xil. 1935 (dtto). — Corrientes: Passo Ämo-
res, 16. III. 1959 (dtto). — Misiones: Pindapoy, 29. VI. 1937 (dtto).
Uruguay: Treinte y Tres, 5. XI1. 1908, en las chircas (T. Al-
varez, coll. Tremoleras, Mus. La Plata); Maldonaldo, Firiäpolis,
3. 1. 1923 (coll. Tremoleras, Mus. La Plata); ibid., Garape, 20. X.
1930 (dtto); Salto (dtto); Cerro Largo, D’ Tia Lucia, 17. X11. 1933
(dito); Punta del Este, I. 1928 (P. Denier, Mus. La Piata).
Chrysodina lunai Bechyne
Paraguay: Asunciön, 10. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest);
Villa Morra (dito).
Louisdesartsıa n. gen.
Mit Chrysodina nahe verwandt, aber der Vorderrand der In-
tercoxalplatte des Prosternums ist jederseits von den Epimeren
durch eine tiefe, innen neben den Coxen nach hinten gezogene
Furche getrennt (diese Furche ist zum Einlegen der Fühler be-
stimmt), die Epipleuren sind vorne konkav, mit 2 Gruben ver-
sehen (hier legen sich die Spitzen der Vorder- und Mittelschenkel
377
578 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ein), und beim 9’ hat jede Mandibel einen langen, oberseits grob
punktierten und behaarten, nach vorne gerichteten dünnen Dorn,
welcher bei den gutentwickelten Exemplaren so lang wie die Vor-
dertarsen ist.
Louisdesartsia paraguayensis n. sp.
Paraguay, Rio Paraguay: Puerto Max, Estancia Postillon
(Louis Des Arts Igt., Mus. G. Frey).
Long. + 3 mm.
Bronzeschwarz mit einem + starken Kupferschimmer, Fühler,
Labrum, Palpen und Tarsen (das schwarze Klauenglied ausge-
nommen) rotbraun. Körper halbkugeiig.
Kopf matt, sehr fein punktuliert (Vergrößerung 100x). An-
tennalcalli linear, schräg nach vorne in Form einer den Ulypeus
seitlich begrenzenden Leiste verlängert. Stirn 4X breiter als ein
Augenquerdiameter, in der Mitte mit einem flachen Längseindruck
versehen; Ciypeus tiefer als die Stirn liegend. Fühler das 1. Drit-
tel der Flügeldecken erreichend, das 1. Glied pentagonal, 3X
dicker als das 3., in der Mitte des scharfkantig komprimierten
Vorderrandes winkelig erweitert, Glieder 3—6 sehr grazil, die 7
bis 10 stark dreieckig erweitert (kaum schmäler als das 1. Änten-
nit), das 11. oval, so breit wie das vorhergehende.
Halsschild matt, an der Basis am breitesten, mehr als dop-
pe!t so breit wie lang, Seiten stark gerundet, stark nach vorne
verengt, schmal abgesetzt. Vorderwinkel leicht nach vorne aus-
gezogen, scharfeckig, Hinterwinkel rechteckig, Basis fein gerandet.
Schildchen wesentlich glänzender, aber die Retikulierung unter
SOfacher Vergrößerung noch gut erkennbar.
Flügeldecken glänzend, am Grund fein und weitläufig strio-
liert (Vergrößerung 50—100x), im Apikaldrittel matter, fein und
völlig verworren punktiert (Vergrößerung 20—30x). Epipleuren
quer strioliert. Tibien gekrümmt, beim 5 zur Spitze stark er-
weitert.
Antitypona balyi Lefevre
Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Antitypona hebe Baly (nov. comb.)
Die später beschriebene A. ruficeps Baly ist als eine Farben-
varietät zur A. hebe zu stellen. A. hebe unterscheidet sich von
Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 579
den äknlichen Arten durch die stark gebogene und dorsoventral
komprimierte Hintertibia des 9”.
Antitypona epiphania n. sp.
Brasil: Bahia (Mus. G. Frey).
Long. 2,85—3 mn.
Pechkraun mit einem violetten Metallschimmer, Labrum rot,
Spitze der Tibien, Tarsen, Palpen und Fühler gelb, Äntennite 6,
7, 10 und 11 schwärzlich. Kopf und Halsschild pechschwarz, blau
überflogen, Flügeldecken lebhaft metallisch violett. Körper kurz-
oval, stark gewölbt.
Kopf mäßig glänzend, Vertex glatt, in der Mitte mit einer
Längsvertiefung versehen, Stirn und Ulypeus deutlich (Vergrö-
Berung 20x) weitläufig punktiert. Stirn etwas breiter als ein
Augenquerdiameter, Antennalcalli groß, schlecht begrenzt, flach.
Fühler die Mitte der a erreichend, zur Spitze schwach
verdickt, Glieder 2—4 graduell an Länge zunehmend.
Halsschild mäßig glänzend, glatt, an der Basis am breitesten,
fast 3X breiter als lang, Seiten nach vorne stark gerundet-ver-
engt. Vorderwinkel rechteckig, nicht vorspringend, Hinterwinkel
stumpfeckig. Basis kräftig gerandet.
Flügeldecken stark glänzend, weitläufig, vorne stark (Ver-
srößerung 10x), hinten schwächer punktiert, alle Intervalle flach,
posibasale Depression fehlend. Beine ziemlich robust.
Der A. diversicornis Baly ähnlich, anders gefärbt und durch
das nur mäßig glänzende, DL blau irisierende Hals-
schild ausgezeichnet enlallign ung unter 200facher Vergrößerung
kaum erkennbar).
Antitypona fulvimana Jacoby
Suriname: Zanderij I, 21. XII. 1950 (D. Piet, Zool. Mus.
Amsterdam).
Antitypona ecrasia n. sp.
Bolivia: Tipuani, Rio Beni, 2500 m (v. Leonhardt, Mus. G.
Frey). — Perü: Vilcanota (Mus. G. Frey; coll. Kraatz, Deutsches
Ent. Institut, Berlin).
Long. 2—2,5 mm.
Pechschwarz, Oberseite rein schwarz, mit einem sehr schwa-
chen Bronzeschimmer auf den Flügeldeeken, Labrum rot, Fühler,
Palpen und Beine strohgelb. Körper kurzoval, hochgewölbt.
580 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Mit A. septella Bech. verwandt, wesentlich kleiner, anders
gefärbt, Augen seitlich stark herausragend, komprimiert, Vorder-
winkel des Halsschildes zahnförmig, Flügeldecken fein (Vergröße-
rung 20x), hinter dem Humeral- und Basalcallus aber auffallend
stark (Vergrößerung 2—3xX) punktiert, Epipleuren auch vorne
schräggestellt, daher von der Seite der ganzen Länge nach sichtbar.
A. coeruleata Lef. ist eine andere verwandte Ärt, zeigt aber
eine lebhaft blaugrüne Färbung der Oberseite und nur einen ein-
zigen gewölbten Lateralintervall auf den Flügeldecken, während
es bei Ä. ecrasia 2 laterale Intervalle sind, welche sehr deutlich
gewölbt sind.
Antitypona demerara n. sp.
Br. Guiana: Demerara (Mus. G. Frey).
Long. 2,5—3 mm.
Schwarz, Sternum mit einem Metallschein, Oberseite dunkel
metallisch grün, stark glänzend, Flügeldecken violett überflogen,
Labrum, Palpen, Fühler und Beine rotgelb, Hinterschenkel und
Basis der Hintertibien schwärzlich. Körper fast halbkugelig.
Kopf grob (Vergrößerung 5—8x), nicht dicht punktiert, in
der Mitte mit einem Längseindruck. Stirn wesentlich breiter als
ein Augenquerdiameter. Fühler dünn, 3/; (7) oder 2/3 (2) der Flü-
geldecken erreichend.
Thorax an der Basis am breitesten, 3X breiter als lang, Seiten
stark gerundet und stark nach vorne verengt, schmal abgesetzt,
alle Winkel rechteckig, nicht vorgezogen. Scheibe feiner als der
Kopf, in der Mitte auf einer Längslinie spärlicher als daneben
punktiert, Punkte länglich, gegen alle Ränder erlöschend.
Flügeldecken grob (Vergrößerung 5x), vorne in verdoppel-
ten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, die 3 lateralen
Intervalle der ganzen Länge nach gewölbt, alle Intervalle im
Apikaldrittel deutlich erhaben. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vor-
deren Tarsen nur mäßig erweitert, Hintertibien schwach gebogen,
vor der Spitze leicht bilateral komprimiert.
Mit A. hebe Baly verwandt, durch die Färbung der Beine,
durch die breitere Stirn und durch die Form der Hintertibien des
o' verschieden. Diese beim 7 von A. hebe sehr stark nach innen
scebogen und dorsoventral (nicht lateral) komprimiert.
Antitypona ornaticollis Bechyn®
Peru: Marcapata (Mus. Budapest).
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 581
Antitypona dorsoplagiata n. sp.
Perü: Rio Madre de Dios, 500 m (Mus. G. Frey).
Long. 2,3 mm. 5 unbekannt.
Rotgelb, Augen und die Fühlerspitze schwärzlich, eine schmale
längliche juxtamarinale Makel, bis auf die Epipleuren ausgedehnt,
hinter dem Humeralcallus beginnend, im Apikaldrittel endigend
und ein langovaler Fleck vor der Mitte schwarz, kaum metallisch.
Körper länglich, Oberseite glänzend, Flügeldeckenspitze matt.
Kopf fast glatt. Stirn breit, ohne Furchen, Augen groß und
ausgequollen, Antennen filiform, zart.
Halsschild wesentlich schmäler als die Flügeidecken, stark
transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte am
breitesten. Seiten stark gerundet, nach vorne stärker als nach hin-
ten verengt. Alle Winkel verdickt, die vorderen stumpfeckig, die
hinteren fast rechteckig. Scheibe fein und wenig dicht punktiert,
Punktierung entlang aller Ränder fast erlöschend. Scutellum glatt.
Flügeldecken länglich, entlang der Juxtamarginalmakel fast
parallellaufend, viel stärker als der Thorax punktiert, Punktie-
rung ziemlich regelmäßig gereiht, hinten stark abgeschwächt.
Postbasale Depression deutlich, extreme Spitze schwach, jedoch
sehr deutlich in eine kleine Mucro ausgezogen. Unterseite matt,
Prostethium stark glänzend.
Mit A. flaveola Jac. sehr nahe verwandt, anders gefärbt und
nur halb so groß.
Ledesmodina erosula minutella n. subsp.
Bolivia: Trinidad (Mus. G. Frey).
Diese Rasse unterscheidet sich von den anderen!) durch einen
auffallend kleinen Körper (+ 3 mm), durch stärker glänzende
Oberseite, durch auf einige Punkte neben den Äugen reduzierte
Kopfpunktierung und sehr feine Skulptur der Flügeldecken.
Lamprosphaerus plagioderoides n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. Budapest).
') L.erosula erosula wurde als Rhabdopterus von Lefevre aus Kolumbien
beschrieben. Eine weitere Rasse kommt in Para und Amazonas vor. welche von
Jacoby als Rhabdopterus abdominalis und von Weise (mit einem kleinen Farben-
unterschied) als /phimeis olivacea veröffentlicht wurde. Mir liegen einige Stücke
mit genauem Fundort vor: Para, Obidos (H. Rolle, Mus. G. Frey, Mus. Paris. ete.).
Hermesia aenea Jac. bildet eine andere geographische Rasse, deren Verbreitungs-
areal in Paraguay und den angrenzenden Gebieten Argentiniens liegt.
592 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Long. 4,5—5 mm.
Pechschwarz, Oberseite lebhaft metallisch blau, die ersten 4
Antennite rötlich. Körper halbkugelig.
Kopf matt, Retikulierung unter 20facher Vergrößerung gut
erkennbar, fein und spärlich punktiert, in der Mitte mit einer
weiten und sehr seichten Vertiefung. Antennalcalli flach, nicht
glänzender als die übrige Oberfläche. Fühler die Mitte der Flügel- '
deeken nicht erreichend, zur Spitze mäßig verdickt.
[
{
I
\
|
Halsschild etwas glänzender als der Kopf (Retikulierung erst
unter 5ßfacher Vergrößerung wahrnehmbar), 3X breiter als lang,
an der Basis am breitesten, Seiten stark gerundet, nach vorne ver-
engt. Vorderwinkel rechteckig, kurz abgerundet, nicht vorsprin-
gend, Hinterwinkel stumpfeckig. Basis ungerandet. Punktierung
spärlich, viel stärker als auf dem Kopf (Vergrößerung 5—08X.).
Flügeldecken noch stärker punktiert, stark glänzend, Punkte
in dicht nebeneinander stehenden, wenig regelmäßigen Längs-
reihen geordnet. Der breite, punktulierte Lateralintervall im er-
sten Drittel von einer schrägen Punktreihe unterbrochen. Epipleu-
ren konkav. Mitteltibien des 5 gebogen.
Mit dem bolivianischen L. similis Bech. verwandt, aber die
Mitteltibien des 5' gebogen, Fühler länger und der Vorderrand des
Halsschildes in der Mitte nicht nach vorne ausgezogen.
Nodonota exilis Erichson (nov. comb.)
Eine Serie von fast 100 Exemplaren von Trinidad und Vene-
zuela, welche Herr G. Frey gesammelt hat, bestätigt völlig meine
frühere Ansicht (Ent. Arb. Mus. G. Frey 1, 1950, p. 217), daß N.
tuberculata Lef. mit dieser Art konspezifisch ist. Der Typus von
N. tuberculata (coll. Oberthür, Mus. Paris) ist ein fast schwarzes
Exemplar; jedoch sind solche unter den metallisch bronzefarbigen
nicht selten. Das Hauptunterscheidungsmerkmal der beiden geo-
graphischen Rassen liegt in der Größe der Elytraltuberkeln beim
Q: groß bei N. erilis tuberculata, klein bis fast undeutlich bei N.
exilis s. str., welche in allen 3 Guianas und auf Trinidad (B. W.1.)t)
verbreitet ist.
Subsp. grita nev.: Halsschild mit fast geradlinig nach vorne
konvergierenden Seiten. Beim 9 sind die 4 Elytraltuberkeln sehr
5 XH. 1953 (G. & H. Frey); ibid. ı., 1903 (G. E. Fryant, British Museum);
ibid.,. St. Augustine, 25. VI. 1935 (T. H. Khan, British Museum).
Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 583
gut markiert, und außerdem ist unmittelbar hinter dem Humeral-
callus eine bis zur Mitte hinreichende Rippe ausgebildet.
Venezuela: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1950
(H. J. Mac Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Palo Grande — San
Cristobal, 20. VII. 1930 (dtto); Valera — La Ceiba, 2. VII. 1930
(dtto).
Nodonota denticollis Jacoby
R. Argentina, Santa Fe: Rio San Javier, Estancia la Noria,
21. et 22. XII. 1911 (G. E. Bryant, British Museum). — Tucuman,
Xi. 1905 (Vezenyi, Mus. Budapest).
Nodonota bowditchi Bechyne
Argentina, Tucuman: La Criolla, 1500 m, I. 1903 (G. A. Baer,
coll. Clavareau, Mus. Paris); Tapia, 600 m, I11.—!V. 1903 (dtto):
Famailla, San Pablo, 1. II. 1942 (F. Monrös); ibid., Quebrada de
Lules, 1. et 6. 11. 1942 (dtto). — Salta: Goronel Moldes, I. 1945
(dito); dto. Rosario de la Frontera: Alto el Muno, X11. 1942 (dtto);
ibid., El Naranjo, Il. 1944 (dtto); dto. Orän, Tablillas, II. 1945
(A. Martinez, coll. Monrös); Güemez, 20. Il. 1945 (Biraben, Mus.
La Piata); Tartagal, 26. II. 1945 (dtto); Pampa Grande (Reimoser,
Mus. Wien); El Carmen (dtto); Chicoana (dito); Zuviria (dtto);
San Antonio (dtto). — Jujuy: Tilcara, II. 1944 (Biraben, Mus. La
Plata); La Mendieta, 2. XII. 1939 (P. Denier, Mus. La Piata).
Nodonota lefevrei Jacoby (nov. comb.)
Die Beschreibung von N. lejevrei ist auf 99, die von N. bou-
cardi Jac. auf 5'5' begründet. Die Färbung der Tibien und Tarsen
ist variabel von rotbraun bis schwarz. Die Exemplare von Costa
Rica haben einen matten, stärker punktierten Thorax (Nodonota
lefevrei Jacoby s. str.), die von Guatemala und Mexico einen glän-
zenderen und feiner punktierten (N. lefevrei boucardi Jac.).
Costa Rica: Surrubres (Mus. G. Frey); San Jose (Mus. G.
Frey); Volcan Orosi (dtto); La Caja (Reimoser, Mus. Wien); S.
Isidro bei S. Jose (dtto); San Jose (dtto); Carpintera (dtto).
Nodonota ehontalensis J acoby
Costa Rica: Irazu (Reimoser, Mus. Wien); Carpintera (dtto);
Dan Jose (Mus. G. Frey); Rio Reventazon (dtto); Turrialba (coll.
Schild-Burgdorf, Mus. G. Frey).
554 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Nodonota longicornis Bechyn&
Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey).
Nodonota nana Klug
Paraguay: San Bernardino (Fiebrig, British Museum).
Nodonota venustula Lefevre
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Nova Friburgo, 18. X. 1947
(W. Wittmer, coll. Monr6s). — Espirito Santo (coll. Clavareau,
Mus. Paris). — S. Paulo (dtto).
Nodonota atra Harold
Die zentral-amerikanischen Exemplare, welche Jacoby (Biol.
Centr.-Amer. Col. VI, I, 1881, p. 119) zu dieser Art gestellt hat,
weichen stark von der kolumbischen Stammform ab. Die Ver-
wandtschaft läßt sich folgendermaßen übersehen:
1 (2) Antennalcalli fehlend. Kopf gleichmäßig glänzend, zwi-
schen den Augen gleichmäßig gewölbt, gleichmäßig nicht
dicht punktiert. Körper schwarz, schwach metallisch
schimmernd. Long. 7 + 3 mm, 992 + 4 mm. 5
i Nodonota atra sp. geogr.
. Eumähsfealkis in eine Rippe verlängert (beim 9 fast
zur Mitte hinreichend, beim 5 kürzer), hinter der
schwachen postbasalen Querdepression der Flügel-
decken befindet sich ein Tuberkel (beim 5 sehr
schwach, beim 2 größer).
: ; Nodonota atra Bieldonta Bechyd
ee
Il. Humeralcalius der Flügeldecken normal, der Tuber-
kel hinter der sehr schwachen postbasalen Depression
nur beim 9 vorhanden. . Be N N >
TEE Nodonota atra atra Harold
Colombia.
iil. Flügeldecken auch beim 9 ohne Tuberkel, Elytral-
Bee sehr fein. ; ee
: Nodonota ala adasaaata nov.
Pan Yolcen de Chiriqui (Mus. G. Frey). —
Costa Rica: San Isidro bei S. Jose (Reimoser, Mus.
Wien); Hamburg-Farm bei Siquirres (dtto); Wa!d-
eck-Farm bei Matina (dtto).
Bechyne€: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 585
2 (1) Antennalcalli groß, gewölbt. Kopf vorne viel matter und
viel gröber punktiert als der Vertex, Stirn in der Mitte
vertieft. Körper schwarz, oberseits stark metallisch blau,
violett oder bronzebraun schimmernd.
3 (4) Körper groß, 4—4,5 mm. Flügeldecken ohne Tuberkeln,
die 2 oder 3 lateralen Intervalle schwach gewölbt, post-
basale Depression merklich. Rn. ©;
SE Er Nodonota virginia n. sp.
Mexico: Jalapa (Höge, Mus. G. Frey).
4 ( 3) Körper wesentlich kleiner, 2,5—3,5 mm, Flügeldecken des
J mit einem unbestimmten Tuberkel hinter der sehr
schwachen postbasalen Depression; dieser Tuberkel grö-
ßer beim 9.
Elytralintervalle hinten flach. Beim 9 haben die Elytren
innen neben dem Humeralcallus 2 längliche Tuberkeln,
dahinter liegt (auf den Intervallen 4—6) eine hohe Quer-
leiste, noch weiter hinten (nahe der Mitte der Flügel-
decken) auf dem 5. Intervall ein länglicher Tuberkel. In-
tervalle 6, 7 und 8 vor der Mitte und der 9. hinter der
Mitte rippenartig gewölbt.
5 (6
=
ee Nodonota bebedera n. sp.
Costa Rica: Bebedero (Reimoser, Mus. Wien; Tilarän
(dtto); San Isidro bei S. Jose (dtto).
Elytralintervalle hinten gewölbt. Die Flügeldecken des 9
besitzen hinter der postbasalen Querdepression eine Tu-
berkel und zuweilen auch einen anderen innen neben dem
Humeralcallus.
(op)
FERIEN
o1
Du
. Nodonota modesta (Lefevre) sp. geogr.
Colombia. — Panamä. — Uosta Rica. — Guatemala.
Nodonota modesta Lefevre (nov. comb.)
Panamä: Colon, 28. I. et 1.—3. II. 1925 (G. Bateson, British
Museum); ibid., XII. 1911 (Ujhelyi, Mus. Budapest).
Nodonota parvula Jac. ist nur eine geographische Subspezies
der vorliegenden Art, welche durch fast verloschene Punktierung
des Halsschildes verschieden sei. Dies hat sich jedoch als ein varia-
bles Merkmal gezeigt: bei 2 von den 13 untersuchten Exemplaren
(bei welchen die Färbung bronzebraun, grün, blau oder violett ist)
ist die Punktierung des Halsschildes ebenfalls sehr schwach. Die
Form des Tuberkels neben dem Humeralecallus der Flügeldecken
bei den 22 ist bei der subsp. parvula (aus Chiriqui) gut markiert,
586 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
während er bei den Exemplaren von Colön fast völlig fehlt. Die
Körperdimensionen beider Formen sind gleich: 75 2,5—3 mm,
99 3—93,5 mm.
Nodonota colonensis n. sp.
Panama: Colon, 23. et 28. 1. 1925 (G. Bateson, British Museum).
Long. + 2,5 mm.
Metallisch bronzebraun mit einem grünlichen Schimmer, La-
brum, Mundorgane, Palpen, Beine und die ganzen Fühler rotgelb.
Körper oval, oberseits nur mäßig glänzend.
Unter den verwandten Arten, weiche eine geminate Elytral-
punktierung aufweisen, ist N. colonensis durch folgende Merk-
male auffallend: Der Kopf ist sehr stark punktiert, die Seiten des
Halsschildes, welcher an der Basis am breitesten ist, sind gerundet,
und die Flügeldecken des 9 haben eine scharfe sublaterale Rippe,
welche hinter dem Humeralcallus beginnt und vor der Spitze en-
digt. und 4 Tuberkeln, wovon 2 an der Basis mit den Humeral-
callus parallel (der innere ist viel schwächer emporgehoben als der
äußere) und 2 hinter der postbasalen Depression; von den 2 letzt-
genannten Tuberkeln befindet sich der innere hinter dem äußeren
der Basis, und der äußere ist mehr dem Seitenrande genähert, hin-
ter dem Humeralcallus gelegt.
Nodonota mimas n. sp.
Panama: Volcan de Chiriqui, 2500—4000 ft. (Champion, Mus.
G. Frey).
Von gleicher Form und gieicher Größe wie N. colonensis,
auch die Färbung gleich, aber die Oberseite ist stark glänzend,
Punktierung der Flügeldecken verworren (ohne wie bei N. colo-
nensis in 8 geminaten Längsreihen geordnet), viel stärker, und die
Flügeldecken des © besitzen keine sublaterale Rippe, nur 2 Tu-
berkeln hinter der schwachen postbasalen Querdepression, quer
gelegt, der äußere transversal.
Nodonota ella n. sp.
Venezuela, Est. Merida; La Playa dist. Jaji, Campo Ella,
16. VIlI. 1938, 7500 ft. (J. Hanbury Tracey, British Museum).
Long. 7 3 mm, 9 3,5 mm.
Metallisch bronzebraun, Labrum, Mundorgane, Palpen, An-
tennen (Endglieder leicht gebräunt) und Beine hell braungelb.
Körper oval, Oberseite glänzend.
| Be __
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 587
Kopf spärlich retikuliert (Vergrößerung 20x), die Retikulie-
rung ist eigentlich so spärlich, daß die spärlich punktierte Ober-
fläche glänzend bleibt. Antennalcalli groß, Augen stark heraus-
_ gequollen. Fühler robust, die Mitte der Flügeldeceken erreichend,
zur Spitze deutlich verdickt, jedes der Apikalglieder in der dista-
len Hälfte gebräunt.
Halsschild transversal, doppelt breiter als lang, herzförmig,
nahe der Mitte am breitesten, Seiten schmal abgesetzt, nahe der
Mitte gewellt, vor den rechtwinkeligen Hinterecken ausgeschweift.
Vorderwinkel verdickt, seitlich zahnförmig heraustretend. Ober-
fläche stark (Vergrößerung 6—10x) und ziemlich dicht punk-
tiert, mit einer schwach gewölbten und fast glatten sublateralen
Callosität.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, überall stark punk-
tiert, Punktierung hinten in einfachen und regelmäßigen Längs-
reihen geordnet mit gewölbten Intervallen. Postbasale Depression
undeutlich.
Jg. Fiügeldecken ohne 'Tuberkeln. Das 1. Glied der # vorderen
Tarsen merklich erweitert.
Q. Größer, Flügeldecken nach hinten spitz ausgezogen, mit
einer schwachen sublateralen Längsrippe und 3 Tuberkeln hinter
dem Basalcallus, welche sich in einem stärker punktierten Feld
befinden.
Diese Art gehört in die Gruppe der N. singularis Lef.; das
herzförmig gebaute Halsschild und die Bildung der Eiytren des 9
kommt aber bei keiner anderen Ärt dieser Gruppe wieder vor.
Nodensta trichophora n. sp.
Venezuela, Est. Merida: La Playa, distr. Jaji, Campo Ella,
7500 ft., 16. VIll. 1955 (J. Hanbury Tracey, British Museum);
Campo Eila, distr. Paramos de Tambor, 23. VIII 1938, 9400 ft.
(dtto).
Long. 5 3,5 mm, 99 + 4 mm.
Metallisch bronzebraun mit einem purpurnen Schimmer, La-
brum, Mundorgane, Palpen (das letzte Glied schwarz), Fühler und
Beine rotgelb, jeder der Apikalglieder in der Distalhälfte schwärz-
lich. Körper oval, Vorderkörper matt (Retikulierung unter 30fa-
cher Vergrößerung sichtbar), Fiügeldecken glänzend. Die ganze
Oberfläche ist spärlich silberweiß behaart.
Kopf spärlich aber deutlich punktiert. Antennalcalli schwach
gewölbt, Stirn in der Mitte eingedrückt. Augen vorgequollen,
588 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
klein. Fühler robust, zur Spitze verdickt, die Mitte der Flügel-
decken erreichend.
Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte
am breitesten. Seiten schmal abgesetzt, nahe der Mitte winkelig
erweitert, nach vorne stark geradlinig, nach hinten in konkaver
Linie verengt. Vorderwinkel stumpf, Hinterwinkel spitzig, nach
hinten verlängert. Oberfläche dicht und ziemlich stark punktiert
(Vergrößerung 15—20x), vor dem nach vorne ausgezogenen Vor-
derrand mit einer breiten, schwachen Querdepression versehen.
Eine andere, + deutliche foveiforme Depression liegt jederseits an
der Basis, Schildchen kahl und glänzend.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter der Basis deut-
lich eingedrückt. Punktierung dicht und unregelmäßig, hinten
stärker, spärlicher und in regelmäßige Längsreihen geordnet, da-
bei die 2 ersten Intervalle gewölbt.
5. Kleiner, das 1. Glied der # vorderen Tarsen stark er-
weitert.
Q. Größer, Beine zarter, Humeralcallus nach hinten rippen-
artig verlängert.
Wegen der behaarten Oberseiten eine recht aberrante Nodo-
nota-Art, welche aber ohne jeden Zweifel in die Gruppe der N.
singularis zu stellen ist.
Nodonota aurulenta Lefevre (nov. comb.)
N. chrysicollis Weise (Ark. Zool. 14, no. 1, 1921, p. 31, nota 1)
ist mit der vorliegenden Art identisch. Die von Weise angegebenen
Differenzen der Elytralstruktur der 99 sind, kritisch betrachtet,
auf einen typographischen Irrtum zurückzuführen. Ich habe auch
die Exemplare der gleichen Provenienz (Perü: Rio Toro, coll. Mo-
ser), welche Weise für seine Deskription benützte, gesehen.
Die 92 dieser Art wurden von mir unter dem Namen Nodo-
nota purpureosericea beschrieben (Ent. Arb. Mus. G. Frey 2, 1951,
p- 274).
Bolivia, La Paz: Chulumani, 30. III. 1931 (P. Denier, Mus. La
Plata) Yanacachi, 28. III. 1931 (dtto); Coroico, XII. 1950 (A. Mar-
tinez).
Perü, Prov. Huallaga: Tocache, 800 m, X.—XI. 1900 (G. A.
Baer, Coll. Clavareau, Mus. Paris); Chanchamayo (coli. Clavareau,
Mus. Paris).
Venezuela, 18556 (Dr. Moritz, Mus. Wien).
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 5859
Nodonota weyrauchi n. sp.
Perü: Cascas b. Trujillo, 1200 m, U. 1942 (Dr. W. Wey-
rauch).
Long. > 4 mm. 5 unbekannt.
Kupferig bronzefarben, Labrum, Palpen, Antennen und Beine
hell braungelb. Körper länglich, mäßig gewölbt.
Kopf länglich, vorne matt, Vertex glänzend, stark punktiert,
Punkte nicht zusammenfließend, am Vertex spärlicher als am Uly- |
peus. Alle Furchen obsolet, Antennalcalli kaum angedeutet; hin-
ter den Augen fehlen die zahnartigen Erweiterungen fast völlig.
Fühler ziemlich robust, den Humeralcallus der Flügeldecken über-
ragend, die 5 Apikalglieder merklich verdickt.
Halsschild stark transversal, mehr als doppelt so breit wie
lang, vor der Basis am breitesten, Seiten gerundet, ziemlich breit
abgesetzt, nach vorne viel stärker als nach hinten verengt. Alle
Winkel verdickt, die vorderen stumpfeckig, jedoch deutlich her-
ausragend, die hinteren zahnförmig. Oberfläche schwach glänzend,
so stark wie der Kopf, aber dichter punktiert, Punkte von ovaler
Form, Intervalle punktuliert. Scutellum groß.
Flügeldecken schwach glänzend, breiter als der Thorax, stär-
ker punktiert, Punkte vorne in geminaten, hinten und an den Sei-
ten in einfachen Längsreihen geordnet. Basalcallus groß mit 3
kurzen, schwach gewölbten länglichen Erhabenheiten; dahinter
folgt eine merkliche Querdepression, hinter welcher sich ein un-
regelmäßiger Tuberkel befindet. Humeralcallus länglich, auf den
7. Intervall in Form einer schrägen kurzen Rippe verlängert. Eine
lange, bis kurz vor die Spitze hinreichende Längsrippe liegt auf
dem 8. Intervall, der 9. Intervall ist nur vorne und hinten rippen-
artig gewölbt, in der Mitte flach. Intervalle 5 und 6 sind nahe der
Mitte leicht gewölbt. Suturalwinkel jeder Decke ist deutlich aus-
gerandet, so daß hier 2 Spitzen zum Vorschein kommen. Vor dem
Suturalwinkel befindet sich eine große, stark gewölbte Oallosität.
Das letzte Abdominalsegment ohne Ausschnitt.
Diese Art, welche in die Gruppe der N. aurulenta Lef. gehört,
ist an der Bildung der Flügeldeckenspitze erkennbar.
Nodonota laeta Lefevre
Die Originalbeschreibung dieser Art betrifft nur 59. Beim
Q sind die 2 lateralen Intervalle von der Mitte bis zur Spitze stark
gewölbt, und die äußerste Spitze jeder Decke trägt eine kurze
Mucro.
590 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Nodonota miribella Bechyne
Bolivia: Coroico, Nor-Yungas (P. Denier, Mus. La Plata); So-
rata, II. 1941 (W. Wittmer, British Museum); Gochabamba,
2500 m, III. 1940 (dtto).
Nodonota viıridis Jacoby
Das © dieser Art wurde bisher noch nicht beschrieben. Da auf
den gleichen Fundorten mehrere ähnliche Formen gleichzeitig vor-
kommen, finde ich es instruktiver, diese Nachbeschreibung im
Rahmen einer Bestimmungstabelle der verwandten Arten vorzu-
legen.
1 (8) Halsschild vor der Basis am breitesten, glänzender, die
Randfurchen der Seiten und der Basis einen stumpfen
Winkel bildend.
2 (3) Vorderrand des Halsschildes nur halb so lang wie der
Basalrand, Seiten schr stark gerundet, Vorderwinkel
stumpfeckig, sehr kurz, nicht zahnförmig vorspringend.
Bronzegrün bis bronzebraun, Fühler (zur Spitze + ange-
dunkelt) und Beine hell, oberseits nur mäßig glänzend.
Halsschild mit gemischten kleineren und größeren Punk-
ten besetzt. Flügeldecken des 5 ohne postbasale Depres-
sion mit einer punktfreien Stelle im ersten Drittel auf
den Intervallen 5 und 6. Große Ärt, + 45 mm.
Q. Der 5. Elytralintervall in der Hinterhälfte gewölbt,
der 6. in Form eines Tuberkels hinter der schwachen psst-
basalen Depression beginnend, dann der ganzen Länge
nach wie der 5. rippenartig gewö!bt, die 3 folgenden In-
tervalle der ganzen Länge nach gleichmäßig gewölbt.
i £ Nodonota scheerpeltzi n. sp.
ea Rica, Carpintera (Reimoser, Mus. Wien).
Diese Art ist sehr ähnlich der N. hondurensis Jac.,
welche aber (ähnlich wie die N. acutangula Jac.) durch
seitlich stark vorspringende Vorderwinkel des Halsschil-
des ausgezeichnet ist. N. cretifera Lef. und N. lateralis
Jac. sind im allgemeinen noch größer, die Elytralrippen
der 292 sind anders gebildet, und die Punktierung der
Flügeldecken der 57 ist völlig verworren.
3 (2) Vorderrand des Halsschildes nur wenig schmäler als der
Hinterrand. Körper kleiner.
4 (5) Seiten des Halsschildes regelmäßig gerundet. Oberseite
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 591
ci
(#)
6(7)
metallisch grün (meistens 55) oder bronzefarbig (mei-
stens 99), seltener purpur- oder kupferfarben, Fühler und
Beine rotgelb. Long. 3—4 min.
©. Flügeldecken vorne in unregelmäßig verdoppel-
ten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, posthume-
rale Querdepression tief. Der 5. Intervall nahe der Mitte
mit einem kleinen Tuberkel versehen, auf dem 6. hinter
der Mitte ein Längstuberkel, der 7. rippenartig gewölbt,
aber nur in dem mittleren Drittel (Rippe hinter der post-
basalen Depression beginnend, nahe dem Tuberkel des 6.
Intervalles endigend), der 8. Intervall im Apikaldrittel,
der 9. in der vorderen Hälfte gewölbt. Auf den Interval-
" Querdepression, befindet sich
len !
ein großer Quertuberkel.
: ee viridis ee
er Bier at (Reimoser, Mus. Wien); Carpintera
(dtto); S. Isidro bei San Jose (dtto); Jimenez, penins.
Osa (dtto); La Oaja (dtto). — Guatemala: La Conquista
(Mus. G. Frey); Hacienda Teapiche (Riedel, Mus. G. Frey).
Seiten des Haisschildes nahe der Basis parallel, dann plötz-
lich (manchmal fast im Winkel) nach vorne verengt. Ober-
seite bronzefarbig, Fühler und Beine hell. Flügeldecken
des 2 ohne Tuberkel.
Seiten des Halsschildes nur in dem Basalviertel parallel.
Fiügeldecken länglich, ohne deutliche postbasale De-
pression (diese nur durch eine verstärkte Punktierung an-
gedeutet), Humeralcallus klein und flach, Punktreihen zur
en leicht vertieft. Long. 3—4+ mm.
Nodonota Te n. Sp.
er Klee Sen Jose (Mus. G. Frey); Waldeck-Farm
bei Matina (Reimoser, Mus. Wien).
7 (6) Seiten des Halsschildes in der ganzen Basalhälfte parallel-
laufend.
Flügeldecken kurzoval, hinter dem stark emporgeho-
benen Humeralcallus stark eingedrückt. Elytralintervalle
völlig flach, Beine hell, Schenkel meist dunkel. Long. 3
bis 3,5 mm (5° unbekannt, wahrscheinlich viel kleiner).
A . Nodonota carpintera n. sp.
Ce Bien: Carpintera (Reimoser, Mus. Wien); San
Isidro bei San Jose (dtto).
ö (1) Halsschild an der Basis am breitesten, nach vorne stark
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 36
co
Ne)
ID
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
verengt, die Randfurchen der Seiten und der Basis einen
rechten oder einen scharfen Winkel bildend.
Punktierung des Halsschildes aus gleichgroßen Punk-
ten bestehend. Oberseite grün oder bronzefarbig, seltener
kupferfarbig, Fühler und Beine hell braungelb. Long. 3
bis + mm.
Q. Elytralintervalle 5—9 rippenartig gewölbt, der 5.
auch an der Basis, vor der tieferen postbasalen Depres-
sion, der 4.—6b. hinter dieser Depression mit einem Quer-
tuberkel versehen, so daß die Rippen der Intervalle 5 und
6 erst hinter diesen Tuberkeln beginnen. a
Nodonota irazuensis Ta
er Be Tasa (Reimoser, Mus. Wien); S. Isidro
bei San Jose (dtto); Carpintera (dtto); La Caja (dtto); San
Jose (dtto); ibid. (Mus. G. Frey); Rio Reventazon (dtto).
Nodonota wygodzinskyi Bechyne
Argentina: Tucumän, XI. 1905 (Vezenyi, Mus. Budapest);
Yerbabuena, VIII. et IX. 1905 (dtto).
Nodocolaspis costipennis Lefevre (nov. comb.)
Brasil: Bahia (coll. Fry, British Museum).
Perü: Marcapata (Mus. Budapest).
Colaspis elegans Jacoby stellt eine blaue Farbenvarietät der
vorliegenden Art (als ab. coeruleoviolacea seinerzeit von mir be-
bezeichnet) dar. Typus von €. elegans in British Museum.
Subsp. cayennensis nov. — Viel kleiner als die Stammform
(+ 45 mm), Flügeldecken so stark punktiert wie der Thorax (bei
der Stammform wenigstens doppelt gröber als das Halsschild), mit
flachen Intervallen, nur der laterale ist bei beiden Geschlechtern
gewölbt und hinten mit der anteapikalen Callosität verbunden. Bei
der typischen Rasse sind die Intervalle hinten gewölbt, und der
laterale bildet beim 9 eine Längsrippe (welche beim 7 nicht aus-
gebildet ist). N
Guyane Fr.: Cayenne (coll. Fry, British Museum). — Br. Gui-
ana: Upper Courantyne R., IX. 1935 (G. A. Hudson, British Mu-
seum).
Deuteronoda suturalis suturalis Lefevre
Colombia: Sevilla, 31. VII. 1927 (George Salt, British Mu-
seum\.
Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 593
Deuteronoda suturalis carmellita Bechyne
Brasil, Est. Minas Gerais: Montes Qlaros (Vincart 1904—1905,
coll. Clavareau, Mus. Paris).
Deuteronoda foveolata Lefevre (nov. comb.)
R. Argentina: Buenos Aires (d. Reitter, Mus. G. Frey).
Eine als Colaspis beschriebene Art mit Merkmalen der Gat-
tung Deuteronoda. Sie unterscheiden sich von den anderen con-
generischen Arten durch die dicht quergerunzelten Seiten der Flä-
geldecken.
Deuteronoda celavipes elavinpes Bechvne
pP pP a
R. Argentina, Ohaco: Resistencia, X. 1935 (P. Denier, Mus. La
Plata).
Deuteronoda celavipes metallescens Bechyne
Bolivia: Cochabamba, 2500 m, III. 1940 (W. Wittmer, British
Museum); Banderani, 3900 m, 21. Il. 1940 (dtto).
Taimbezinhia theobromae Bryant (nov. comb.)
Diese Art wurde als eine Nodonota beschrieben; da aber der
Vorderrand der Proepisternen nicht konkav, sondern konvex ist,
muß sie in die Gattung Taimbezinhia gestellt sein.
T. bucki Bech. hat eine gleichmäßig glänzende Oberseite, bei
T. theobromae ist der Kopf matt (Retikulierung unter 30—40 fa-
cher Vergrößerung gut erkennbar).
Caudatomolpus heteroclitus Jacoby (nov. comb.)
Ich habe diese als eine Colaspis beschriebene Art unter dem
Namen ©. paradoxus veröffentlicht (Ent. Arb. Mus. G. Frey 4,
1953, p. 50, Tab. 1.).
Leprocolaspis perilampros Bechyn& (nov. comb.)
Als Entomochirus, nach den 99 beschrieben. Die Hintertibien
des 5' sind aber einfach gebildet, ohne den für die Gattung Ento-
mochirus typischen lamelliförmigen Appendix auf der Unterseite,
so daß diese Art zum Genus Leprocolaspis gestellt sein muß.
Leprocolaspis suleogemmata Lefevre (nov. comb.)
Diese als eine Colaspis beschriebene Art ist mit Leprocolaspis
sulcata Lef. nahe verwandt.
38*
594 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Eueampylochira distorta Bowditch (nov. comb.)
Diese Art wurde von Bowditch als Podoxenus distortus, von
mir als Bucampylochira discophora beschrieben.
Agrosterna monrösi Bechyn&
Argentina: Tueumän, XI. 1905 (Vecönyi, Mus. Budapest).
Agrosterna kirschi Harold (nov. comb.)
Das 5 dieser Art wurde später von Lefevre unter dem Namen
Choris nucea, das © als Choris lateralis, ein oberseits lebhaft me-
tallisch blaues 5’ als Choris coeruleat) beschrieben. Ich habe eine
kleine Serie dieser Art vor Augen, die eine Variabilität in der
Färbung der Oberseite (pechbraun bis metallisch bronzebraun,
grün oder blau) und in der Größe (77 4,5—5,5 mm, 99 4—5 mm)
aufweist. Die Typen Lefevre’s habe ich im Museum Paris (coll.
Öberthur) gesehen.
Agrosterna theobromae Bechyne
Trinidad (B. W.1.), X. 1953 (G. & H. Frey).
Lepronota festiva Harold
Brasil, Est. 5. Paulo: Ribeiräo Preto, II. 1898 (E. Gounell,
Mus. Paris).
Lepronota rufoviolacea n. sp.
Brasil: Bahia (Mus. G. Frey).
Rotbraun mit einem schwachen metallisch violetten Schim-
mer, Labrum, Fühler und Palpen gelb. Behaarung goldgelb, homo-
gen auf dem Vorderkörper, fleckenartig verteilt auf den Flügel-
decken. Von kurzovaler Gestalt.
Durch die makelartige Flügeldeckenbehaarung ist diese Art
mit /. tessulata Germ. verwandt, aber ohne dunkel bronzebraune
bis bronzegrüne Grundfärbung und durch die folgenden essentiel-
len Unterschiede zu trennen:
L. tessulata: L. rufoviolacea:
Long. 4—5 mm. Long. 5—5,5 mm.
Oberseite seidenmatt. Oberseite stark glänzend.
!} Von mir als Cephalaletes suspiciosa ab. cyanea bezeichnet.
Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 595
Punktierung der Flügel- Punktierung der Eiytren
decken verworren, nur hinten hinten und an den Seiten in re-
neben der Naht mit 2—3Punkt- gelmäßigen Längsreihen geord-
reihen. Intervalle uneben, z. T. net, die Intervalle rippenartig
als Tuberkeln erscheinend. gewölbt (beim 9 stärker als
beim 5’), der sublaterale beim 9
als eine scharfe Rippe heraus-
tretend.
Vorderrand des Proster- Vorderrand des Proster-
nums auch in der Mitte empor- nums nur an den Seiten empor-
gehoben. gehoben.
Lepronota morbillosa Chapuis (nov. comb.)
Die 55 dieser Art wurden als L. variolosa von v. Harold be-
schrieben.
Isolepronota femorata Erichson
Perü: Chanchamayo, 1000 m (coll. Clavareau, Mus. Paris).
Isolepronota eircumdata Lefevre (nov. comb.)
Diese Art wurde 1889 als ein Rhabdopterus von Lefevre be-
schrieben und 1900 von Jacoby als /solepronota discoidalis ver-
öffentlicht. /. discoidalis ab. exspectata Bech. ist mit der Stamm-
form der /. eircumdata identisch (mit schwarzen Beinen; als ab.
discoidalis Jac. dürfen die rotbeinigen Exemplare bezeichnet sein).
Die Art ist im südlichen Brasil (Est. Sa. Catarina und Est
Rio Grande do Sul) verbreitet.
Hylax lateralis Germar (nov. comb.)
Als Colaspis beschrieben. Bowditch 1921 (The Entomol. 5#,
p- 25) vermutete, Colaspis lateralis Germ. sei mit Sıbotes ater Lef.
identisch. Während die letztgenannte Art scharf heraustretende
Vorderwinkel des Halsschildes und kleine Gestalt (4 mm) auf-
weist, ist die Germar’sche Form wesentlich größer mit stumpf-
winkeligen, nicht heraustretenden Vorderwinkeln des Thorax. Das
sehr unähnliche 5 wurde von Lefevre als Teaspes lugubris, beide
Geschlechter von mir als Agbalus zikani beschrieben.
Sibotes ater (Typus ist ein 9 in der coll. Oberthur, Mus. Paris)
ist höchstwahrscheinlich ebenfalls ein Hylar.
Hylax lateralis Lef. ist mit der vorliegenden Art nicht kon-
generisch. Eine, den heutigen nomenklatorischen Regeln nach zwar
596 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
berechtigte Namensänderung ist völlig sinnlos, weil die Art Le-
fevre’s (in meinem Rataloge der neotropischen Eumolpiden, p. 166,
irrtümlich aus Guyana und Amazonas gemeldet) in die Gattung
Parachalcoplacis als Synonym von P. plicipennis Germ. gestellt
sein muß (vide subtus).
Hylax viridis Bowditch
Costa Rica: Turrialba (Mus. G. Frey); Volcan Orosi (dtto);
Carpintera (Reimoser, Mus. Wien); La Caja (dtto); San Isidro bei
S. Jose (dtto). — Guatemala: Panzos (Mus. G. Frey).
Nach den hellbeinigen, oberseits metallisch grünen Stücken
beschrieben. Dunkelbeinige Exemplare, bzw. oberseits goldgrüne,
kupferige oder blaue kommen nicht selten vor.
Hylax dilatipes Bowditch
Paraguay: San Luis (Reimoser, Mus. Wien).
Hylax calcaratus vianai Bechyne
Paraguay: Asuneiön, 3. XI. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest).
Argentina: Corrientes (coll. Berg, Mus. La Plata). — Formosa:
Clorinda, XII. 1950 (A. Martinez). — Uhaco: Resistencia, XI. et
X11. 1955 (P. Denier, Mus. La Plata); Puerto Vilelas, 10. XII. 1933
(dtto).
Hylax apoliodorus n. sp.
Paraguay: Asuneiön, 27. II. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest).
Long. + 4 mm.
Metallisch bronzebraun, Fühler, Labrum, Mundorgane und
Beine rotgelb. Kopf und Scutellum matt (Retikulierung unter 50-
facher Vergrößerung sichtbar), Thorax und Flügeldecken stark
glänzend. Körper langoval.
c”. Kopf groß, in der Mitte und auf dem Clypeus deutlich
(Vergrößerung 20x), an den Seiten spärlicher und feiner punk-
tiert. Stirn fast 4X breiter als ein Augenquerdiameter, ohne Furche,
Antennalcalli wenig gewölbt. Fühler robust, die Mitte der Flügel-
decken nicht erreichend, zur Spitze deutlich verdickt, Glieder 3
bis 5 fast gleichlang.
Halsschild stark gewölbt, doppelt breiter als lang, in der Mitte
am breitesten. Seiten stark gerundet, schmal abgesetzt, vor den
nach außen zahnartig gerichteten Vorderwinkeln ausgeschweift,
Hinterwinkel stumpfeckig. Basis gerandet. Oberfläche auf der
Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 597
Scheibe deutlich (Vergrößerung 20x) und nicht dieht punktiert,
Punkte an der Seite dichter und von länglicher Form.
Elytren kaum breiter als der Thorax, stark (Vergrößerung
5x) in dicht gedrängten, hinten in weitläufig stehenden Längs-
reihen punktiert, Naht hinter dem Schildchen erhöht, postbasale
Depression deutlich. Elytropleuren breit, rinnenförmig. Beine ro-
bust, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert, Hinter-
tibien auf der Innenseite im Apikalviertel mit einem kleinen Zahn
versehen.
Q. Kopf kleiner, Fühler und Beine zarter gebaut, Halsschild
schmäler als die Flügeldecken, hinter der Mitte am breitesten.
Elytren mit einem kräftigen Basalcallus, Humeralcallus scharf,
länglich, daneben innen an der Basis eine kurze Längsrippe, hinter
ihr eine bis zur Mitte reichende Längsrippe, neben welcher, dem
Seitenrand näher, sich noch 2 längliche Tuberkeln befinden; in
der Hinterhälfte sind die 2 lateralen Intervalle gewölbt (der innere
als Fortsetzung der posthumeralen Rippe). Nahtwinkel nach hin-
ten ausgezogen.
Mit H. wygodzinskyi Bech. und H. bolivianus Jac. verwandt;
von beiden beim 7’ durch den kurzen Dorn der Hintertibien, beim
Q durch die Lage der Elytralrippen verschieden.
Hylax dimidiatus Jacoby (nov. comb.)
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). — Bolivia. — Ecuador.
Diese als eine Antitypona (= Lamprosphaerus auct.) beschrie-
bene Art ist mit Äylax plagiatus Lef. und H. analectus Bech. ver-
wandt, durch die Färbung und Struktur verschieden.
Hylax marcapatensis n. sp.
Perü: Marcapata (Mus. Budapest).
Long. 4,3—5 mm. 9' unbekannt.
Metallisch blaugrün, Kopf, Halsschild und Scutellum rein
grün, Flügeldecken violett mit einer breiten roten Querbinde an
der Basis, welche zur Naht verschmälert ist, Fühler einfarbig hell
braungelb.
Mit H. plagiatus Lef. nahe verwandt, durch folgende Merk-
male zu unterscheiden: Fühler einfarbig gelb, Basalcallus der Flü-
geldecken deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), Punktierung
des Halsschildes aus rundlichen (nicht länglichen) spärlich zer-
streuten Punkten bestehend. H. continuus Bech., welcher der vor-
liegenden Art recht ähnlich ist, unterscheidet sich durch biecolore
598 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Antennen, durch Mangel der postbasalen Elytraldepression, durch |
nur angedeutete Interocularfurche, durch sehr dichte Punktierung
des Halsschildes und durch punktulierte Elytralintervalle.
Hylax auratus Olivier (nov. comb.)
Eine Untersuchung großer Serien dieser Art bestätigt voll-
kommen die Meinung Bowditch’s (The Entomol. 54, 1921, p. 192)
über die systematische Position der Hermesia aurata Oliv., welche
mit allen Merkmalen zur Gattung Hylax gestellt sein muß:
l. Hintertibia des 5 verbreitert und + winkelig herausge-
wölbt auf der Innenseite (bei den Exemplaren aus Boli-
vien ist diese Dilatation und Angulation schwächer).
ua Hylax auratus auratus Olivier
Eilyaiı: — Brasil: Amazonas. — Peru. — Bolivia.t)
Die Oberseite ist bald kupferig golden (f. typ. = suri-
namensis Bech., Mitt. Münch. Ent. Ges. 40, 1950, p. 252),
bald rein metallisch grün (ab. nitidissimus Er.), bald blau
bis blauviolett (ab. cyaneoindutus Bech.).
li. Hintertibia des 5’ weder verbreitert noch gewinkelt.
Hylax auratus violaceus Jacoby?)
Nicaragua.
Die Form von Nicaragua ist oberseits violett oder
blau. Eine kleine Serie von Exemplaren aus Costarica:
Surrubres und Turialba (Mus. G. Frey, Mus. Paris, ete.)
ist oberseits lebhaft metallisch grün, und die 22 sind et-
was breiter gebaut und scheinen eine eigene jzese darzu-
stellen (necessarius nov.).
Hylax rugulosus Lefevre (nov. comb.)
Ecuador: Mera (Mus. G. Frey); Santa Inez (P. Haentsch, Mus.
G. Frey).
Diese Art wurde als Ahabdopterus beschrieben, sie ist aber
mit der vorhergehenden verwandt, eine ähnliche Bildung der
Hintertibia des 5' wie MH. auratus auratus aufweisend. H. rugulosus
') Peru: Rıo Huallaga, Tingo Maria, 700m, 1940 (Dr. W. Weyrauch); Chan-
chamayo (A. Heyne, coll. Clavareau, Mus. Paris). — Suriname: Paramaribo (Mus.
Budapest).
*) Als Rhabdopterus beschrieben (Biol. Centr..-Amer. Col. VI. 1.1882, p. 151. -
Hylax violaceus Jac. (1. c. p. 154, sub Corysthea) soll dann Hylax pseudoviola-
ceus nom. nov. heißen.
Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 599
unterscheidet sich leicht durch runzelige, auffallend grobe Thorax-
punktierung und kleineren Körper: 5 4—5 mm, 99 5—6 mm.
Iphimeies dives Germar (nov. comb.)
Argentina, Misiones: Iguazüu (Mus. La Piata).
Paraguay: Hohenau, Alto Paranä (coll. Richter, Mus. La Pla-
ta); Asunei6n, 8. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest); Villarica, VII.
1925 (coll. Denier, Mus. La Plata).
Brasil, Est. Sa. Catarina: N. Teutonia (F. Plaumann, Mus. G.
Frey; Inst. R. Sei. Nat. Belg., ete.). — Est. 5. Paulo: Jundiahy
(Mus. Budapest). — Est. Minas Gerais: Mar de Hespanha, 29. X.
1908 (J. F. Zikan, Mus. La Plata). — Est. Espirito Santo: Faz. Je-
rusalem, 2. X. 1912 (dtto).
Iphimeis rugicollis Lefevre ist das kleinere 5’ dieser Art, wel-
ches nicht so stark emporgehobenen Humeralcallus und seichtere
postbasale Depression auf den Flügeldecken aufweist.
Parachalecoplacis elermonti Bechyne
Brasil: 5. Paulo (Capt. King, British Museum). — Ärgentina,
Santa Fe: Rio San Javier, Estancia la Noria, 6. XII. 1911 (G. E.
Bryant, British Museum).
Parachalcoplacis bryanti Bechyn@ (nov. comb.)
Diese Art, welche ich als Rhabdopterus beschrieben habe,
hört zur Gattung Parachalcoplacis, neben P. amazona Jac.
O0-
oO
Parachalcoplaeis plieipennis Germar (nov. comb.)
Brasil: S. Paulo (Capt. King, British Museum).
Die 92 dieser Art wurden von Lefevre als Agbalus lateralis
beschrieben.
Parachalecoplaeis virescens Erichson (nov. comb.)
Diese von mir in die Gattung Rhabdopterus gestellte guai-
anische Art (mit der amazonischen Rasse semijulva Jac.) gehört ins
Genus Parachalcoplacis, weil beim 5 die Tarsen nur sehr schwach
erweitert, die Tibien gerade und die Beine so zart wie bei den 99
gebaut sind. Die Art ist an den vor der Basis gewinkelten Seiten
des Halsschildes zu erkennen. Eine geographische Rasse aus Peru
mit ausgesprochen zahnförmig (vor der Basis) erweiterten Thorax-
seiten und fein punktierter Oberseite wurde als Colaspis despecta
von Lefevre beschrieben.
600 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Perü: Satipo, 650 m, VII. 1940 (Dr. W. Weyrauch); Marca-
pata (Mus. Budapest).
Parachalcoplacis bicolor Jacoby (nov. comb.)
Diese Art als Lamprosphaerus beschrieben und in der Gat-
tung Antitypona katalogisiert, gehört in die NDR: der Parachal-
coplacis anthrax Bech.
Parachaleoplacis bimaculata Jacoby (nov. comb.)
Als Lamprosphaerus beschrieben, in die Gattung Parachal-
coplacis zur Gruppe der P. anthrax Bech. gehörend.
Parachalcoplaeis suturalis Weise
Suriname: Paramaribo (Mus. G. Frey). — Guyane fr.: Ca-
yenne (coll. Glavareau, Mus. Paris). — Brasil, Est. Para: Benevides,
11. 1895 (E. Gounelle, Mus. Paris).
Parachalecoplaeis olivia n. sp.
Brasil, Est. S. Paulo: Repreza Rio re Mun. S. Bernardo,
X11. 1951 (B.. Pohl).
Long. + #4 mm. 5 unbekannt.
Bronzebraun, Oberseite mit einem starken kupferigen Schim-
mer, Labrum, Palpen, Fühler (zur Spitze gebräunt) und Beine rot-
gelb. Oberseite sehr stark glänzend.
Mit P. fulgurans Klug schr nahe verwandt, von der gleichen
Gestalt, aber kleiner, Flügeldecken ohne Rippen an den Seiten,
Thorax dicht und stark punktiert mit einem kleinen, nach außen
gerichteten Zähnchen auf den Vorderwinkeln, Kopf stark punk-
tiert, Stirn schmäler, nur 2X breiter als ein Augenquerdiameter
(3X breiter und spärlich punktiert bei P. fulgurans) und Beine
rotgelb (schwarz mit metallisch ren Deinen Schenkeln bei P.
Tulgurans).
Alle 4 untersuchten Exemplare sind 92.
Parachalcoplaeis ovatula Bechyn&@
Brasil: Rio de Janeiro (coll. Fry, British Museum).
Parachaleoplaeis subunicolor Bechyne
Brasil: Maranhäo, 11. 1952 (G. Bondar, British Museum); Per-
nambuco (coll. Fry, British Museum); Para: Rio Acara, 1930 (E.
Horväth, Mus. Budapest).
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 601
Chalcophana glabrata Fabricius (nov. comb.)
Diese Art wurde von Lefevre unter Corysthea eingereiht. Aile
alten Sammlungen, die ich im Laufe der Zeit gesehen habe (Oli-
vier, Silbermann, Klug, de Breme, Thomson, v. Mannheim, ete.),
zeichnen sich durch eine Konfusion aus, welche auf nicht kon-
spezifische Gleichbenennungen von Fabrieius und Olivier zurück-
zuziehen ist. Bei Verfolgung der Ursache ist es notwendig, die da-
maligen Unterscheidungsmerkmale der Gattungen Eumolpus und
Colaspis in Betracht zu ziehen; Eumolpus zeichnete sich durch zur
Spitze verdickte Antennen und durch verdickte Palpen aus, wäh-
rend alle anderen Eumolpiden mit antagonischen Merkmalen als
Colaspis betrachtet waren. Da es unter den damals bekannten Ar-
ten auch schon solche gab, welche man wegen den schwach aus-
geprägten Unterscheidungsmerkmalen ad liberum zu dieser oder
jener Gattung zu stellen pflegte, war eine Konfusion unvermeid-
lich.
Die Type von Colaspis glabrata F. habe ich nicht gesehen. Die
Exemplare aus den alten Sammlungen, welche ich vor die Augen
bekam und welche unter diesem Namen bezeichnet waren,, gehör-
ten zu Pygocolaspis olivieri Lef. (— Colaspis glabrata Olivier),
Costalimaita ferruginea F., Colaspoides limbata F. (= Eumolpus
glabratus F.) und 2 oder 3 Chalcophana-Arten. Mit Ausnahme
einer einzigen Chalcophana-Art, welche bisher unter dem Namen
Ch. ruficollis F. geführt war, weichen alle erwähnten Arten durch
die Färbung ab. Fabricius schreibt außerdem: „Paulo minor Co-
laspis erenata ... Caput et thorax laevia, nitidia. ...* Otilea cre-
nata F. ist 65—10 mm lang. Es gibt eine Anzahl schwarzer Eumol-
piden mit glattem Kopf und glattem (bzw. fein skulptiertem)
Thorax, welche aber unter 5 mm lang sind. Von den größeren sind
es außer der erwähnten Chalcophana nur noch einige /solepronota
und Sibotes ater Lef., welche aber weder „antennae nigrae“ noch
„elytra punetis parvis impressis substriata” auch cum granulo sa-
lis aufweisen können.
Chalcophana glabrata Fabricius 1801, Syst. Eleuth. I, p. 412
(sub Colaspis).
— Ühalcophana ruficollis ab. aeneipennis Germar 1824
(sub Colaspis aeneipennis).
Chalcophana ruficollis Fabricius 1801, 1. e. p. 442 (sub Eumol-
pus) ist als eine Farbenvarietät zu der vorliegenden Art zu stellen.
ER
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Chalcophana consobrina Harold (nov. comb.)
Eine geographisch sehr variable Art. Die 92 von Rio de Ja- |
neiro, Esp. Santo und dem angrenzenden Gebiet von Minas Gerais
tragen keine Elytralrippen, und die Elytralpunktierung ist bei den |
beiden Geschlechtern mehr verworren. In Santa Catarina und Rio
Grande do Sul befinden sich auf jeder Flügeldecke beim 9 5—7
+ deutliche Rippen; dadurch ist die Elytralpunktierung (auch
beim 5‘) in unregelmäßig verdoppelten Längsreihen gestellt. Diese
Rasse wurde von v. Harold als eigene Art unter dem Namen von
Ch. limbalis beschrieben. In 5. Paulo (von Paranä liegen mir keine
Exemplare vor) kommen beide Rassen vor, und ich habe auch aus-
gesprochene Übergangsexemplare gesehen. Während alle diese
Exemplare lebhaft metallisch grüne (sehr selten blaugrüne) Flü-
geldecken aufweisen, kommt in Bahia!) eine eigene Form vor,
welche außer den blauvioletten Flügeldecken noch durch schwach
gerippte Flügeldecken beim 9 (jedoch nur 3—4 Rippen erkenn-
bar), durch die fast einfarbig hellroten Beine und durch nahe der
Mitte stark gewinkelte Seiten des Halsschildes ausgezeichnet ist
(subsp. reed: nov.).
Die 57 von Ch. consobrina sind in den meisten Sammlungen
mit denen von Ch. viridipennis Germ. gemischt. Diese zwei Arten
sind durch die folgenden Merkmale zu trennen:
Ch. viridipennis : Ch. consobrina:
Q. Basis der Flügeldecken
ohne Rippen.
9. Innen neben dem Hume-
ralcallus befinden sich
Basalrippen.
kurze
59. Humeralcallus hinten
und innen von tiefen Eindrük-
ken umgrenzt, einfach (von al-
len Richtungen betrachtet).
cQ9. Körper schlanker ge-
baut, Seiten des Halsschildes
regelmäßig gerundet.
59. Die postbasalen Ein-
drücke schwach, Humeralcallus
hinten mit einem spiegelblan-
ken Höckerchen versehen, wel-
ches entweder von hinten oder
schräg von oben gut erkenn-
bar ist.
59. Körper breiter gebaut,
Seiten des Halsschildes nahe der
Mitte meistens gewinkelt (die-
ses Merkmal bei den 99 stärker
ausgeprägt).
') Bahia (Reed, coll. Fry. British Museum: Mus. G. Frey, ete.)
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 603
Die Skulptur der Flügeldecken ist bei den beiden Ärten ver-
änderlich (die Jo stets stärker punktiert).
Chalcophana effulgens Erichson
Perü: Chanchamayo (Mus. Budapest); Marcapata (dtto).
Dies ist eine geographisch schr variable Art. Die 2 folgenden
Rassen unterscheiden sich von den übrigen durch fast völlig re-
duzierte Elytralrippen bei den 92.
Subsp. moyabamba nov.: Punktierung der Flügeldecken so
fein wie bei der Stammform, also hinter der Mitte unter i0facher
Vergrößerung kaum erkennbar.
Perü: Moyabamba (coll. Fry, Brit. Museum).
Subsp. normandia nov.: Elytralpunktierung auch hinten stark,
ohne Lupe erkennbar.
Ecuador: Normandia (Mus. G. Frey); Macas (dtto); Rio Pes-
cado, 1500 ft., 17. V. 1922 (G. H. Tate, British Museum). — 5 wei-
tere Exemplare (aus dem Brit. Museum) dieser Rasse sind bezet-
telt: Paraguay: Sapucay (G. Morewood).
Chalcophana paramba n. sp.
Ecuador: Paramba, 3500 ft., IH. et IV. 1897, dry season (Ro-
senberg, coll. Fry, British Museum).
Long. 57' 6,5— 7 mm, 99 8—8,5 mm.
Rotgelb, die mittleren Fühlerglieder angedunkelt, Flügel-
decken lebhaft metallisch grün, Epipleuren und eine große Apikal-
makel rotgelb. Körper breit cuneiform, oberseits glänzend.
Kopf spärlich und fein punktiert, Stirn so breit wie ein Auge
lang ist, in der Mitte eingedrückt. Fühler bei beiden Geschlechtern
zart gebaut.
Halsschild nahe der Mitte am breitesten, stark transversal,
Seiten gerundet. Oberseite mit einzelnen gröberen Punkten be-
setzt. Basis jederseits von einer Reihe kräftiger Punkte (Vergrö-
Berung 2—3xX) gerandet. Alle Winkel verdickt und proeminent.
Flügeldecken sehr grob (an den Seiten ohne Lupe sichtbar)
in Doppelreihen punktiert, postbasale und juxtahumerale (an der
Innenseite des Humeralcallus) Depression tief.
J. Tarsen robust, die 4 vorderen so lang wie die Tibien. Flü-
geldecken ohne Rippen.
Q. Stirn relativ breiter (genauer: Augen kleiner), Flügel-
decken an den Seiten mit 5 Rippen versehen, die 2 ersten schwä-
604 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
cher, aber auch an der Basis deutlich. Diese Rippen erreichen nicht "
die gelbe Spitze.
Eine Art aus der Gruppe der Ch. efjulgens, welche durch die
N
starke Punktierung der Flügeldecken und vor allem der Basal-
furche nebst einer auffallenden Färbung ausgezeichnet ist.
Chalcophana vilcanota n. sp.
Perü: Vilcanota (Mus. G. Frey).
Long. 7,5 mm. 5 unbekannt.
Rotbraun, Tarsen und Antennite 5—11 schwarz, Elytren leb-
haft metallisch grün, Epipleuren und Seitenrand rotbraun. Kör-
per länglich, Oberseite glänzend.
Kopf dicht punktiert, Clypeus vorne glatt. Stirn 1,5X breiter
als ein Augenquerdiameter. Halsschild doppelt breiter als lang,
Seiten in der Basalhälfte parallel, dann winkelig nach vorne ver-
engt. Oberfläche sehr spärlich punktiert, dazwischen fein punk-
tuliert.
Elytren sehr grob (ohne Lupe gut sichtbar) in geminaten
Längsreihen punktiert, postbasaler Eindruck tief. Der 4. Intervall
an der Basis eine fast so hohe Rippe wie der Humeralcallus bil-
dend. Hinter der postbasalen Depression befinden sich 3 kurze
Rippen auf den Intervallen 4—6, welche in Tuberkeln unterbro-
chen sind, Intervalle 7—8 vorne scharf rippenförmig erhaben,
nahe der Mitte fast völlig abgeflacht, hinten wieder (namentlich
der 8. Intervall) gewölbt. Die äußerste Spitze in eine Mucro aus-
gezogen.
Der Gruppe der Ch. effulgens gehörend, durch die gewinkel-
ten Seiten des Thorax der Ch. noctivaga Bech. und Ch. dominula
ähnlich, jedoch durch die abweichende Bildung der Elytralrippen
verschieden.
Chalcophana bryanti n. sp.
Ecuador: Macas (Mus. G. Frey); Ecuador, ohne nähere An-
gaben (coll. Fry et coll. Baly, British Museum).
Long. 55’ 5—6 mm, 99 6—6,5 mm.
Rotbraun, Fühler heller, Flügeidecken lebhaft metallisch
grün, kupferig oder violett, Seiten und Spitze rötlich. Glänzend.
Diese kleine Art aus der Gruppe der Ch. effulgens unterschei-
det sich von allen anderen mit regelmäßig gerundeten Halsschild-
seiten durch die folgenden Hauptmerkmale auf den Flügeldecken:
die Punktierung ist stark, ohne Lupe erkennbar, der Suturalinter-
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 605
vall ist bei den beiden Geschlechtern gewölbt, die postbasale Quer-
depression sehr schwach, und beim 9 sind alle Intervalle in der
hinteren Hälfte gewölbt. Vorderkörper fast glatt, Fühler lang, gra-
zil bei beiden Geschlechtern.
Die hinten gewölbten Intervalle der Flügeldecken beim 9 wie-
derholen sich bei keiner bisher bekannten andinen Chalcophana-
Art mehr. Durch dieses Merkmal erinnert Ch. bryanti an diverse
Vertreter der Gattung Rhabdopterus, aber die Form des Ster-
nums weist ohne den geringsten Zweifel an das Genus Chalcophana
hin.
Chalcophana seminigra Harold
Perü: Marcapata (Mus. Budapest).
Chalcophana jacobyi Baly
Perü: Pozuzu (Muz. Budapest); Huacapistana, 1800 m, Valle
Chanchamayo, 1. V1l. 1941 (Dr. W. Weyrauch).
Chalcophana illustris Erichson (nov. comb.)
Peru: Marcapata (Mus. Budapest); Chanchamayo (dtto).
Eine Varietät, welche eine metallisch blaue, in der Mitte von
einer rotgelben Querbinde geteilte Scheibe der Flügeldecken auf-
weist, wurde von Jacoby als Chalcophana unifasciata beschrieben.
Chalcophana buckleyi Jacoby (nov. comb.)
Perü: Marcapata (Mus. G. Frey; Mus. Budapest); Rio Hualla-
ga, Tingo Maria, 700 m, 1940 (Dr. W. Weyrauch); Callanga (Mus.
Paris). — Bolivia: Caranavi, V. 1931 (P. Denier, Mus. La Plata).
Die Type dieser Art ist auf sehr selten vorkommende Exem-
plare begründet (Flügeldecken violett, der Seiten- und Apikal-
saum gelb). Eine Varietät mit einer gelben Querbinde in der Mitte
der Flügeldecken wurde von mir als Chalcophana weyrauchi be-
schrieben.
Chalcophana nodulosa n. sp.
Mexico (C. Höge, Mus. G. Frey).
Long. 3’ 5,5 mm, 99 6,5—7 mm.
Rotgelb, Antennite 5—11, Spitze der Tibien und Tarsen
schwarz, Flügeldecken lebhaft metallisch grün, blau überflogen.
Seiten- und Apikalrand und eine rhomboidale Querbinde in der
Mitte rotgelb. Oberseite stark glänzend.
606 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Durch die Rippenbildung der 99 steht diese neue Ärt der Ch.
defpressa Jac. sehr nahe, sie ist aber kleiner, dorsal nicht so stark
abgeflacht, Kopf und Halsschild sehr spärlich und grob punktiert,
Elytralintervalle hinten ganz flach, die Flügeldecken erreichen
ihre gröfste Länge dicht am Suturalwinkel, nicht einzeln abge-
rundet, und die scharfe Rippe liegt auf der Oberseite des Hu-
meralcallus (nicht auf der extremen Außenseite wie bei Ch.
depressa. welche außerdem im Apikaldrittel gewölbte Elytralinter-
valie besitzt). Das 7 ist kleiner, ohne Elytralrippen.
Chalcophana erichsoni Jacoby
Peru: Vilcanota (Mus. G. Frey).
Das bisher unbekannte 5 dieser Art ist kleiner (8,5 mm), 1.
Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert, Fühler 3/, der Flügel-
decken erreichend, nicht dieker als beim 9, das letzte Abdominal-
segment in der Mitte quer eingedrückt, am Hinterrande geradlinig
abgestutzt, und die Eiytralrippen sind nur angedeutet.
Das Halsschild bei dieser Art ist manchmal rötlich.
Chalcophana trinidadensis n. sp.
Trinidad (B. W.1.), X11. 1953 (G. & H. Frey).
Long. 7 mm. 7’ unbekannt.
Rotgelb, Flügeldecken mit einem schwachen metallisch grü-
nen Schimmer, Antennite 4—11 schwarz, Distalhälfte der Tibien
und Tarsen blauschwarz. Körper breitoval, gewölbt, glänzend,
Frügeldecken matter (Retikulierung unter 50facher Vergrößerung
erkennbar).
Durch das glatte unpunktierte Halsschild ist diese Art mit
der zentral-amerikanischen Ch. porcaticolor Bech. am nächsten
verwandt, aber die Färbung ist anders, und die Flügeldecken sind
sehr fein punktiert (Vergrößerung 20—30x) mit 3 schwachen
Längsrippen an den Seiten. Bei Ch. porcaticolor ist die Punktie-
rung und die Rippenbildung der Flügeldecken ehne Lupe erkenn-
bar. Beide Arten haben einen hohen Basalcallus und eine tiefe
posthbasale Depression auf den Flügeldecken.
Chalcophana calligans Bech.
Peru: Callanga (coll. Clavareau, Mus. Paris); Vilcanota (dtto).
Die Fiügeldecken sind manchmal metallisch blau bis blau-
violett (ab. erspectata).
Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 607
Chalcophana peruana Harold
Perü: Marcapata (Mus. Budapest).
Chalcophana punensis n. sp.
Perü: Puno (Mus. G. Frey).
Long. 5 + 5,5 mm, 92 + 6,5 mm.
Rotbraun, Spitze der Mandibeln, Antennite 4—9 oder 4—10
und das 3. Tarsit schwarz, Abdomen metallisch violett, Flügel-
decken rot mit einem sehr starken Bronzeschimmer, Epipleuren
rot, ohne Metallschein.
Durch die nahe der Mitte deutlich gewinkelten Thoraxseiten
ist diese Art am nächsten mit Ch. noctivaga Bech. und Ch. domi-
nula Bech. verwandt. Sie unterscheidet sich von beiden außer der
Färbung, durch sehr deutlich markierte Elytralrippen des 9, wo-
von die erste auf dem Humeralcallus beginnt und schräg nach
innen gerichtet ist, die 2 anderen näher den Seiten gelegen erst
hinter dem Humeralcallus beginnen. Alle 3 Rippen reichen nur
bis zur Mitte der Flügeldecken, nur die äußerste ist noch einmal
in der Hinterhälfte stark aufgewölbt. Der Nahtwinkel bei den
beiden Geschlechtern ist in eine kurze Spitze ausgezogen (bei den
verglichenen Arten einfach abgerundet). Das 1. Glied der 4 vor-
deren Tarsen des 5 ist stark erweitert, gerundet, nur eine Spur
länger als breit.
Subsp. forteseulpta nov. — Oberseite lebhafter metallisch ge-
färbt, Vorderkörper sehr stark skulptiert, Lateralangulation des
Halsschildes nicht so stark ausgeprägt, viel größer, 2 8 mm (5
unbekannt).
Perü, Guzco: Machupiechu, 2100 m (Dr. W. Weyrauch).
Chalcophana palumbina Erichson
Perü: Gallanga (Mus. Budapest); Marcapata (dtto).
Chalcophana sabanilla n. sp.
Colombia: Sabanilla (Mus. G. Frey).
Long. 10 mm. 5 unbekannt.
Rotbraun, mittlere Antennite und Mandibelspitze angedun-
kelt, Kopf und Thorax mit einem dunklen Bronzeschimmer, Flü-
geldecken lebhaft metallisch grün, Elytropleuren, Epipleuren und
die Naht hinten rot. Körper euneiform, oberseits glänzend.
Kopf deutlich (Vergrößerung 10x), Clypeus sehr fein punk-
tiert. Antennalcalli groß, einander berührend, glatt. Stirn 1,5x
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 39
608 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
g y
breiter als ein Augenquerdiameter, mit einem Längseindruck in |
der Mitte. Fühler robust, die Mitte der Elytren erreichend, das 4
Glied so lang wie das 2. und das 3. zusammengenommen.
Halsschild an der Basis am breitesten, doppelt breiter als
lang, Seiten zuerst allmählich, ab Mitte stark nach vorne gerundet-
verengt. Oberfläche spärlich flach punktiert, Vorderwinkel nach
vorne ausgezogen, Seiten vor den rechtwinkeligen Hinterecken
schwach aber deutlich ausgeschweift.
Elytren breiter als das Halsschild, vorne stark, hinten fein
(Vergrößerung 20—30x) punktiert, postbasale Querdepression
tief. Humeralcallus in eine scharfe bis vor die Mitte hinauslaufende
Längsrippe ausgezogen, daneben gegen die Seiten eine andere
Rippe, welche vorne schwach, hinter der Mitte hoch emporsteigt.
Suturalwinkel in eine mächtige dornartige Spitze ausgezogen. Ab-
demen in der Mitte glänzend, an den Seiten matt.
Von den zahlreichen gleichgefärbten und -förmigen Arten ist
die vorliegende an der großen Mucro des Elytralnahtwinkels ohne
weiteres zu erkennen.
Lamprophaes sumptuosa Fabricius
Perü, Rio Huallaga: Tingo Maria, 700 m, VIII. 1940 (Dr. W.
Weyrauch); Marcapata (Mus. Budapest). — Brasil, Est. Para: San-
tarem, 111. 1924 (H. C. Boy, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Ja-
neiro).
Es besteht kaum ein Zweifel, daß sich L. gemma Perty auf
diese Fabrieius’sche Art bezieht.
Otilea balzapamba n. sp.
Eeuador: Balzapamba (Mus. G. Frey).
Long. 7 mm. 9’ unbekannt.
Lebhaft metallisch bronzefarbig mit einem starken kupferi-
gen Schimmer, Tarsen blau, Palpen und Antennen hell braungelb,
Antennite 6, 7 und 11 als auch das Labrum dunkler braun. Läng-
lich eiförmig, glänzend, Abdomen matter.
Kopf stark, aber nicht dicht, nicht zusammenfließend punk-
tiert. Alle Furchen deutlich, in der Mitte der Stirn zusammenlau-
fend, diese weniger als doppelt so breit wie ein Augenquerdiame-
ter. Antennalcalli sehr groß, aber nur schwach gewölbt. Fühler
dünn, die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glieder 3 und 4 fast
gleichlang, das 5. länger, das 2. halb so lang wie das 3.
Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 609
Halsschild stark transversal, mehr als doppelt so breit wie
lang, nahe der Mitte am breitesten. Seiten ziemlich breit abge-
setzt, nahe der Mitte mit 2 kräftigen Zähnen versehen, nach vorne
stärker als nach hinten verengt. Alle Winkel dentiform, scharf-
eckig, herausragend. Oberfläche feiner und spärlicher als der Kopf
punktiert, Punktierung gegen die Basis und gegen die Seiten un-
deutlich, Intervalle fein punktuliert.
Flügeldecken spärlich, aber viel stärker als der Kopf, vorne
in verdoppeiten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, Inter-
valle weitläufig punktuliert, flach, der vorletzte hinten rippen-
artig gewölbt. Postbasale Querdepression sehr deutlich, Sutural-
winkel kurz abgerundet. Intercoxalpiatte des Prosternums spär-
lich und lang behaart, fein punktiert, hinten in 2 kurze Spitzen
ausgezogen. Prostethium vorne und hinten mit einigen großen
Punkten besetzt. Intercoxalplatte des Mesosternums spärlich be-
haart, mäßig gewölbt. Das letzte Abdominalsegment in der Mitte
des Hinterrandes halbkreisförmig ausgeschnitten, der ganzen
Länge nach gezähnelt, der Ausschnitt in der Mitte mit einem gro-
ßen Zahn versehen. Tibien gefurcht, die 4 vorderen leicht ge-
bogen.
Habituell erinnert diese Art an die Vertreter der Gattung
khabdopterus, von welchen sie sich durch die charakteristische
Form des Hinterrandes der Intercoxalplatte des Prosternums un-
terscheidet. Die Behaarung und feine Skulptur dieses Körperteiles
wiederholt sich bei keiner anderen Otilea-Art mehr.
Otilea tarsata Jacoby
Perü: Chanchamayo (Mus. G. Frey); Marcapata (dtto).
Otilea erenata Fabricius
Suriname: Paramaribo, Cultuurtuin, 21. I. et 4. II. 1951 (D.
Piet, Zool. Mus. Amsterdam).
Corysthea funesta Baly (nov. comb.)
C. subaenea Weise (mit der subsp. continentalis Bech.) sind
nur geographische Rassen der vorliegenden Art, welche sich durch
die am Hinterrand nur sehr schwach ausgerandete Intercoxalplatte
des Prosternums unterscheiden. Als Hauptmerkmal dieser Art sind
die rippenartig erhabenen Lateralintervalle in der Hinterhälfte der
Flügeldecken bei den 22.
39*
61 0 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
C. junesta funesta Baly: Brasil: Pernambuco (eoll. Fry, Bri-
tish Museum). — Est. Parä: Santarem (Mus. G. Frey). |
C. funesta continentalis Bech.: Suriname: Paramaribo (Mus.
Budapest).
©. funesta vogli nov. subsp.: Diese Rasse ist durch die starke
Punktierung (unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbar) des Tho-
rax und der Flügeldecken ausgezeichnet.
Venezuela: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
in München).
Therses nigricollis Jacoby (nov. comb.)
Euphrytus varipennis Jac. ist nur eine Farbenvarietät (mit ro-
tem Vorderkörper) der Th. nigricollis. Das 5 dieser sehr inter-
essanten Art hat das Halsschild viel breiter als die Flügeldecken
und das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen sehr stark erweitert. Beim
Q ist das Halsschild so breit wie die Flügeldecken, die Beine sind
zarter gebaut und die Zwischenräume der unregelmäßig verdop-
pelten Punktreihen auf den Flügeldecken sind deutlich gewölbt.
Die Klauen sind beim 9 weniger deutlich bifid als beim J'.
Therses guatemalensis n. Sp.
Guatemala (Mus. G. Frey).
Long. 4,5—5 mm.
Pechbraun, Vorderkörper und Beine (Tarsen und Spitze der
Tibien ausgenommen) zuweilen, Labrum, Mundorgane und Füh-
lerbasis stets hell rotbraun, Flügeldecken metallisch grün mit
einem Kupferschimmer.
Mit Th. nigricollis Jac. übereinstimmend; beim 5 ist aber das
Halsschild nicht auffallend erweitert, und die Hintertibien sind
komplizierter gebaut: die untere Außenkante ist im Apikaldrittel
lamellartig erweitert, die Unterseite der Tibien daneben ausge-
höhlt, vor der Aushöhlung (also nahe der Mitte der Tibien) befin-
det sich aber noch eine zusätzliche scharfe Kante. Beim 2 sind die
Elytralintervalle flach (bei Th. nigricollis deutlich gewölbt).
Klauen bei beiden Geschlechtern bifid.
Euphrytus rugipennis Jacoby (nov. comb.)
Diese Art, in der Gattung Coytiera beschrieben, gehört zum
Genus Euphrytus. Sie ist durch weit nach vorne verlängerten An-
tennalcalli, welche seitlich den Clypeus begrenzen, ausgezeichnet.
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 611
Allocolaspis sericea Jacoby (nov. comb.)
Colombia: Baranguilla, 1897 (Mus. G. Frey).
Als ein Alethaxius beschrieben, aber mit Allocolaspis hallı
Bech., A. insidiosa Lef. und A. taylorı Bech. verwandt. Sie unter-
scheidet sich von den 3 erwähnten Arten durch den sehr deutlich
behaarten Vorderkörper.
Allocolaspis halli Bechyne
Suriname: Paramaribo, Cultuurtuin, 24. 1. 1951 (D. Piet, Zool.
Mus. Amsterdam).
Coytiera (Campylochira) peetoralis Lefevre
Brasil, Est. S. Paulo: Alto da Serra, 9. I1l. 1912 (G. E. Bryant,
British Museum).
Coytiera (s. str.) hayekaeana n. sp.
Ecuador: Cachabe, low c., XI. et XII. 1896 (Rosenberg, coll.
Fry, British Museum).
Long. 8—9 mm.
Lebhaft metallisch grün, Qlypeus vorne, Labrum, Palpen,
Fühler, Beine, das letzte Abdominalsegment und eine Mehrzahl der
Suturen auf der Unterseite des stark glänzenden länglichen Kör-
pers gelb, Flügeldecken mit einem breiten juxtamarginalen feu-
erig kupferroten Saum.
Kopf spärlich, gemischt grob und fein punktiert. Stirn breiter
als ein Augenquerdiameter, in der Mitte tief eingedrückt, Augen-
furchen deutlich, Antennalcalli nicht hochgewölbt, aber deutlich
umgrenzt. Fühler zart gebaut.
Halsschild schwach transversal, an der Basis am breitesten,
Seiten gerundet, nach vorne verengt. Alle Winkel verdickt, zahn-
förmig, die vorderen nach vorne gerichtet. Basis fein gerandet.
Oberfläche ziemlich spärlich grob punktiert, Punkte ohne Lupe
sichtbar.
Eiytren noch stärker, vorne verworren, an den Seiten und
hinten gereiht punktiert, Intervalle nur hinten gewölbt, Seitenrän-
der, von oben betrachtet, nicht gleichzeitig zum Vorschein kom-
mend, weil die Wölbung als zylindrisch zu bezeichnen ist. Inter-
coxalplatte des Pro- und Mesosternums breit, völlig abgeflacht,
rauh weißlich behaart, die des Prosternums mit stark konkavem
Hinterrand, ähnlich wie bei den Chalcophana-Arten.
612 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
og. Das 1. Glied der # vorderen Tarsen stark erweitert, die?
vorderen Tibien im distalen Fünftel merklich nach innen gebogen.
Das letzte Sternit hinten abgestutzt, in der Mitte nahe dem Hinter-
rande tief quer eingedrückt. |
Oo. Größer, Beine zart gebaut, alle Tibien gerade. Das 5. Ab- j
dominalsegment in der Mitte mit einer tiefen dreieckigen Grube
versehen (Basis dieses Dreiecks mit der Basis des Sternites paral-
lei), Hinterrand in der Mitte viereckig tief ausgeschnitten, der Ein-
schnitt in der Mitte einen kräftigen Zahn aufweisend.
Die erste andine Coytiera-Art, durch die auffallende Färbung
und Bildung der sternalen Intercoxalplatten ausgezeichnet.
Coytiera (s. str.) erythropus F.efevre (nov. comb.)
Brasil: Bahia (Mus. G. Frey); Espirito Santo (dtto).
Als Iphimeis beschrieben, aber in Wirklichkeit mit Coytiera
grandis Bech. und C. nobilitata Lef. nahe verwandt, durch breiten
Körper und ungezähnten Halsschildseiten ausgezeichnet.
Promecosoma venezuelanum n. SP.
Venezuela, Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl,
Zool. Staatssammlung in München).
Long. 6,5—7 mm. 5 unbekannt.
Pechbraun mit einem starken Bronzeglanz, Fühler, Labrum
und Beine gelb, Tarsen und Sternum angedunkeit. Körper länglich,
matt, Retikulierung unter 40facher Vergrößerung sichtbar. Kopf
und Thorax spärlich behaart.
Kopf deutlich (Vergrößerung 26mal) und spärlich, Glypeus
dichter punktiert, von der Stirn nicht getrennt. Antennalcalli flach,
glatt und glänzend. Fühler die Mitte der Fiügeldecken erreichend,
zart, zur ua nur sehr schwach verdickt, das 3. Glied 2mal län-
ger als das 2., jedes der folgenden ungefähr so lang wie das 9.
Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, im hinteren Drittel
am breitesten, Seiten breit abgesetzt, stark gerundet, nach vorne
mehr als nach hinten verengt. Alle Winkel kurz abgerundet, die
vorderen rechteckig, die hinteren aus der Rundung kaum her-
austretend. Basis gerandet. Oberfläche spärlich, mit feinen (Ver-
srößerung 30—40 mal) am Grunde metallisch grünen Punkten be-
setzt.
Elytren grob (Vergrößerung 2—3mal) verworren punktiert,
Punkte nur gegen die Spitze in Längsreihen geordnet. Humeral-
callus in Form einer scharfen Rippe bis zum Apex herausgezogen,
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 613
_ daneben (gegen die Seitenränder) noch ein schwach gewölbter In-
_ tervall. Epipleuren sehr schmal, Nahtwinkel in eine kurze Mucro
ausgezogen. Prostethium punktiert.
Die uniform düster braune metallisch schiminernde Oberseite,
die Form des Halsschildes und der behaarte Vorderkörper (Ver-
srößerung 20—30 mal) trennen diese Art von den zentral-ame-
rikanischen Verwandten ab.
Promecosoma arızonae Urotch (nov. comb.)
Diese Art wurde als Colaspis (Nletaxyonycha) katalogisiert,
die generischen Merkmale sind aber die eines Promecosoma.
Colaspis lima n. sp.
Perü: Lima, Churin, 2200 m, 17. 111. 1952 (Dr. W. Weyrauch).
Long. SS + 6,5 mm, 99 7,5—8 mm.
Gelbbraun, Unterseite + angedunkelt und metallisch überflo-
gen. Körper langgestreckt, Kopf und Halsschild fein und spärlich
gelblich behaart (Vergrößerung 509 mal).
5 Kopf glänzend, stark punktiert (Vergrößerung 5mal), Cly-
peus vorne fast glatt. Stirn so breit wie ein Augenlängsdiameter, in
der Mitte mit einem seichten Längseindruck versehen. Antennal-
calli glatt, groß, quer dreieckig. Fühler robust, die Mitte der Flü-
geldecken erreichend, das 1. Glied stark verdickt, im Querschnitt
viereckig, das 2. kugelig, das 3. mehr als doppelt so lang wie das 2.,
jedes der übrigen etwas länger als das 9.
Halsschild schwach transversal, 1,5 mal breiter als lang, vor
der Mitte am breitesten, Seiten nach vorne weniger als nach hinten
verengt, nahe der Mitte mit 2 Zähnen versehen. Vorderwinkel ver-
dickt, nach außen zahnförmig erweitert, Hinterecken stumpfwin-
kelig. Oberfläche gegen die Seiten etwas matter als auf der Schei-
ke, ohne Eindrücke, so stark aber viel spärlicher punktiert als der
Kopf. Basis fein gerandet.
Flügeldecken glänzend, breiter als der Thorax, vorne in dicht
nebeneinander gedrängten, hinten in weitläufigen Längsreihen et-
was schwächer als das Halsschild punktiert, ohne Rippen. Basalcal-
lus deutlich, Suturalwinkel leicht ausgezogen. Das 1. Glied der 4
vorderen Tarsen stark erweitert, Vorderfemora robust. Das 5. Ab-
dominalsegment in der Mitte leicht eingedrückt.
Q. Größer, Flügeldecken seidenmatt, leicht irrisierend, jede
mit 2 schwachen dorsalen und 2 sehr scharfen und hoch empor-
614 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
gehobenen lateralen Längsrippen. Beine zarter gebaut. 5. Sternit
in der Mitte des Hinterrandes leicht konkav.
Das behaarte Halsschiid, der hohe Grad des Sexualdimorphis-
mus und kaum ausgerandete Mitteltibien charakterisieren diese
übrigens auffallend schmale Art.
Colaspis granulata Germar
Brasil: Rio de Janeiro (coll. Berg, Mus. La Plata).
Argentina: Misiones (H. Richter, Mus. La Plata).
Colaspis tarsata Baly
Paraguay, Alto Paranä: Hohenau (coll. Richter, Mus. La
Plata).
Colaspis corpulenta n. sp.
Brasil: Bahia (Mus. G. Frey).
Long. 5 6 mm, 9 7,5 mm.
Hell braungelb, die letzten Antennite schwärzlich. Körper
länglich, Oberseite glänzend.
Kopf zwischen den Augen spärlich, jedoch ziemlich stark
punktiert (Vergrößerung 5—ömal), in der Mitte eingedrückt, Cly-
peus glatt. Antennalcalli schwach gewölbt. Fühler lang 2/3 (9) oder
über 3/, der Flügeldecken erreichend, zur Spitze sehr schwach ver-
dickt.
Halsschild stark und spärlich punktiert, weniger als doppelt
so breit wie lang, Seiten nahe der Mitte winkelig erweitert, ziem-
lich breit abgesetzt und stark gerundet. Vorderwinkel verdickt und
seitlich zahnförmig vorspringend, Oberfläche jederseits mit einem
breiten seichten Eindruck versehen.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter der Basis ein-
gedrückt. Punktierung stark, vorne in geminaten, hinten in ein-
fachen Längsreihen geordnet.
Jg. Elytralintervalle auf der Scheibe flach, die 4 lateraien ge-
wölbt (alle Intervalle vor der Spitze gewölbt). Das 1. Glied der 4
vorderen Tarsen verlängert und erweitert. Abdominalsegmente 4
und5 groß, das 5. hinten abgestutzt. Äußerste Spitze jeder Flügel-
decke abgerundet.
Q. Größer, Beine zart gebaut. Alle Elytralintervalle rippen-
artig gebildet, die äußerste Spitze jeder Decke in eine kurze Mucro
ausgezogen. Abdominalsegmente von normaler Größe, das 5. in der
Mitte des Hinterrandes halbkreisförmig ausgeschnitten.
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 615
Im Habitus an €. pallidula Boh. erinnernd, aber der Vorder-
körper ist glänzend, das Halsschild jederseits eingedrückt, die
Elytralrippen nicht scharfkantig und Beine einfarbig hell. Bei €.
tenuenotala Bech. sind die Flügeldecken meistens zweilarbig mit
verworrener Punktierung.
Colaspis roseovittata Bechyne
Brasil, Est. Amazonas: S. Paulo d’Olivenca, II. 1921 (coll.
J. F. Zikän, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro).
Eine bisher nur aus Peru bekannte Art.
Colaspis quadrinotata Marshall
Brasil, Est. Minas Gerais: Mar de Hespanha, 8. Xll. 1907 et
29. X. 1908 (J. F. Zikän, Inst. Ecol. Expt. Agrie., Rio de Janeiro).
Colaspis carminea n. sp.
Brasil, Est. Mato Grosso: Rio Taguarassu, X1. 1959 (Dr. Nick,
Mus. G. Frey).
Long. 9 mm. 5 unbekannt.
Rostrot, Antennite 1—4 (und die Basis des 5.), Palpen und
Labrum hell braungelb, Spitze der Tibien, der Fühler und der
Mandikeln und Tarsen schwarz, Flügeldecken grell karmin-rosa.
Kopf glänzend, in der Mitte stark (Vergrößerung 8—1Ömal),
am CGlypeus und auf dem Vertex fein punktiert. Stirn fast doppelt
breiter als ein Augenquerdiameter, in der Mitte schwach ein-
gedrückt. Antennalcalli klein, voneinander weit entfernt, deutlich
gewölbt, glatt. Fühler die Mitte der Elytren kaum erreichend,
dünn, zur Spitze schwach verdickt, das 3. Glied 2,5 mal länger als
das 2., kaum kürzer als das #., das 5. so lang wie das 2. und das 9.
zusammengenommen.
Thorax klein, vor der Mitte am breitesten, doppelt breiter als
lang, Seiten in dem mittleren Drittel breit abgesetzt und mit 3
Zähnen versehen (dabei die 2 vorderen aneinander stark genähert),
in den äußeren Dritteln nur schmal gerandet. Vorderwinkel nach
außen stark zahnförmig erweitert, Hinterwinkel verdickt, tuber-
kelförmig. Oberfläche glänzend, stark (Vergrößerung 5mal) und
dicht, in der Mitte spärlicher punktiert, jederseits vor der Mitte
schräg eingedrückt. Basis gerandet. Schildchen langgestreckt, gelb.
Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, nur mäßig glän-
zend (Retikulierung unter 50—100facher Vergrößerung erkenn-
bar), Basalcallus und postbasale Depression deutlich, Humeralcal-
616 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
lus groß. Jedes Elytron mit 9 (die äußeren sehr scharf) Rippen, die
Intervalle dazwischen nahe der Naht und hinten in beinahe einfa-
chen Reihen, nahe den Seiten verworren und viel gröber als das
Halsschild punktiert. Spitze ausgesprochen tectiform gewölbt, lang
ausgezogen. Mitteltibien vor der Spitze auf der Außenseite deut-
lich ausgerandet, das letzte Sternit in der Mitte des Hinterrandes
tief halbkreisförmig ausgeschnitten.
Mit C. jeanneli Bech. verwandt, aber von einer auffallenderen
Färbung mit stark glänzendem Vorderkörper.
Callicolaspis ornata Jacoby (nov. comb.)
Peru: Marcapata (Mus. Budapest).
Diese Art wurde von Jacoby in der Gattung Otilea beschrie-
ben. Ich veröffentlichte eine zweite Beschreibung unter dem Na-
men Callicolaspis ellifranzaeana (Mitt. Münch. Ent. Ges. 40, 1950,
p- 276).
Podoxenus lobatus n. sp.
Brasil: Rio de Janeiro, 15882 (Dr. Nodier, coll. J. Clermont,
Mus. G. Frey).
Long. 7,5—8 mm. 9 unbekannt.
Mit P. chapuisi Lef. sehr nahe verwandt, oberseits lebhafter
metallisch gefärbt, Halsschild an den Seiten nahe der Mitte mit 2
größeren und hinter der Mitte mit einem kleineren Zahn, Epipleu-
ren im letzten Drittel stark lappenartig erweitert und die Mittel-
tibien ohne zahnartige Protuberanz auf der Spitze.
Die Erweiterung der Epipleuren trennt diese Art von allen
bisher bekannten ab.
Podoxenus mercedes n. sp.
Perü: La Merced (Mus. G. Frey).
Long. 6 mm. 9 unbekannt.
Metallisch pechbraun mit metallisch grünlichen und immetal-
lisch braunen Reflexen, je nach der Lichtrichtung, Labrum, Beine
und Fühler (das 7. Glied schwärzlich, die 2 letzten fehlen) hell
braungelb. Körper schmal, in der ganzen Form an schmale Stücke,
der Maecolaspis aenea F. erinnernd.
Kopf länglich, ziemlich stark aber spärlich punktiert, Anten-
nalcalli verlängert und stark gewölbt. Augen groß, stark gewölbt
und vorgequollen, Stirn schmäler als ein Augenquerdiameter. Füh-
ler grazil, das 3. Glied kürzer als das #., länger als das 1., das 5. so
Bechyne&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 617
lang wie die 2 vorhergehenden zusammengenommen, das 6. länger
als das 2. und 3. zusammen.
Halsschild klein, kaum doppelt breiter als lang, nahe der Mitte
am breitesten, Seiten nahe der Mitte winkelig erweitert, nach vorne
so stark verengt wie nach hinten. Alle Winkel verdickt. Ober-
fläche dicht und stärker als der Kopf punktiert.
Elytren breiter als das Halsschild, Basalcallus deutlich, post-
basale Depression schwach. Punktierung so stark wie auf dem Tho-
rax, nahe der Naht und hinten in Längsreihen geordnet. Proste-
thium hinten mit großen Punkten besetzt. Das 4. Abdominal-
segment so lang wie das 1. oder so lang wie die 2 vorhergehenden
zusammengenommen, das 5. vorne quer emporgehoben, hinten ge-
radlinig abgestutzt. Metepisternen in der Außenhälfte punktiert.
Schenkel verdickt, ohne Zähne, Vordertibien komprimiert, gerade,
zur Spitze graduell erweitert, Mitteltibien von ähnlicher Form,
aber kurz vor der Spitze plötzlich verschmälert, Hintertibien leicht
gebogen. 1. Glied der Hintertarsen länger als die 3 vorhergehen-
den zusammengenommen.
Die außerordentlich großen Augen, die Färbung und die ver-
hältnismäßig einfach gebildeten Tibien charakterisieren diese Art.
Podoxenus bolivianus Bechyne
Bolivia: Tanampaya (Mus. G. Frey). — Perü: Vilcanota (dtto).
Das bisher unbekannte 5 dieser Art (Ent. Arb. Mus. G. Frey 2,
1951, p. 316) ist kleiner, + 6 mm lang, das 1. Giied der + vorde-
ren Tarsen ist sehr schwach verdickt, die entsprechenden Tibien
sind nur schwach komprimiert und zur Spitze nur schwach verbrei-
tert, die Hintertibien grazil und gerade, nicht gebogen.
Podoxenus tornatus Bechyne@
Brasil, Est. Rio de Janeiro: Rio Tijuca, IX. 1932 (R. Vosgien,
Ist. Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro).
Podoxenus cylindriceus n. sp.
Paraguay: Independeneia (coll. Dr. Reitter, Mus. G. Frey).
Long. 5 mm. 9 unbekannt.
Dunkel rotbraun, Oberseite metallisch bronzebraun, Kopf und
Halsschild dunkler als die Flügeldecken, Mundorgane, Labrum,
Fühler (Glieder 7, 10 und 11 angedunkelt) und Beine hell braun-
gelb. Körper länglich stark gewölbt, Oberseite stark glänzend.
Kopf dicht und ziemlich stark (Vergrößerung 10mal), Vertex
spärlicher punktiert. Stirn breiter als ein Augenquerdiameter, alle
618 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Furchen obsolet. Fühler fast von der Körperlänge, zur Spitze kaum
merklich verdickt, das 3. Glied doppelt länger als das 2., das 4. so
lang wie die 2 vorhergehenden zusammengenommen, das 5. so lang
als die 3 ersten zusammen, die folgenden progressiv an Länge ab-
nehmend, das 11. kürzer als das 9.
Thorax transversal, in der Mitte am breitesten, fast doppelt
breiter als lang, Seiten regelmäßig, stark gerundet, schmal abge-
setzt. Alle Winkel zahnförmig, nach außen gerichtet. Oberfläche
stark (Vergrößerung 2—S3mal), an den Seiten dichter als auf der
Scheibe punktiert, Punkte frei, nieht zusammenfließend. Basis
kräftig gerandet.
Flügeldecken etwas breiter als das Halsschild, vorne noch stär-
ker in unregelmäßig verdoppelten, hinten in einfachen Längsrei-
hen punktiert, Intervalle glatt und flach, nur hinten leicht gewölbt.
Basalcallus groß, postbasale Depression deutlich. Beine lang,
Schenkel ohne Zahl. Vordertibien schwach komprimiert, fast ge-
rade, Mitteltibien stärker komprimiert, zur Spitze merklich erwei-
tert, deutlicher gebogen, vor der Spitze ohne Ausschnitt, Hinter-
tibien lang und grazil. 1. Glied der #4 vorderen Tarsen mäßig er-
weitert, das der 2 hinteren so lang wie die 3 folgenden zusammen-
senommen. Das #. Sternit viel größer als die benachbarten, das 5.
hinten abgestutzt.
Durch den kleinen länglichen Körper und durch die in der
Mitte ungezähnelten, sehr regelmäßig gerundeten Seiten des Hals-
schildes ausgezeichnete Art.
Podoxenus lutescens Lefevre (n. comb.)
Perü: Vale Chanchamayo, 800 m, 10. VII. 1939 (Dr. W.
Weyrauch). — Bolivia: Tanampaya (Mus. G. Frey).
Diese Art, welche zwar nur durch mäßig verlängertes 5. An-
tennit und beim 5’ nur schwach komprimierten Vordertibien aus-
gezeichnet, jedoch an dem sehr langen Metatarsus der Hinterbeine
als Podoxenus erkennbar ist, wurde zweimal in der Gattung Co-
laspis beschrieben: als C. lutescens Lefevre 1886 (Peru) und als
C. dispar Bowd. 1921 (Bolivien; ein Teil der von Bowditch zur
Beschreibung benutzten Serie habe ich vor den Augen).
Maecolaspis procerula Lefevre
Perü: Pachitea (coll. Clavareau, Mus. Paris); Vilcanota (dtto).
Maecolaspis brunneipennis Bowditch
Ecuador: Santa Inez (Mus. G. Frey).
Bechyne€: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 619
Ein Exemplar von dem gleichen Fundort wie der Typus ist
das bisher unbekannte 5. Es hat die #4 vorderen Basitarsite ziem-
lich deutlich erweitert, eine einfach gebildete Hintertibia (weder
verdickt noch erweitert), und das letzte Abdominalsegment ist in
der Mitte des Hinterrandes leicht konkav, so daß das Pygidium
von unten sichtbar wird. Diese Art gehört in die Gruppe der MM.
bridarollii Bech., und sie ist an der immetallischen Färbung der
Flügeldecken sofort zu erkennen.
Maeecolaspis chlorites Erichson
Perü: Rio Mixiollo, prov. Huallaga, 1200 m, VII.—VIII. 1900
(G. A. Baer, coll. Clavareau, Mus. Paris); Pozuzu (Mus. Budapest);
Marcapata (dtto). — Ecuador: Llanos (coll. Clavarcau, Mus. Paris).
Die Oberseite ist manchmal lebhaft metallisch kupferfarbig
mit gemischtem violetten und goldfarbigen Schimmer (ab. pur-
pureoinduta).
Maecolaspis hirticornis n. sp.
Ecuador: Guayaquil (E. Leibfarth, Mus. G. Frey); Loja,
2200 m (Mus. G. Frey).
Long. 6,5—7 mm.
Unterseite dunkelbraun, stark metallisch glänzend, Basis der
Fühler und der Palpen und Labrum gelb, Oberseite lebhaft bron-
zebraun mit einem violetten Schimmer. Körper langgestreckt,
stark gewölbt, oberseits nur mäßig glänzend (Retikulierung unter
50—100facher Vergrößerung erkennbar).
Eine Art aus der Gruppe der M. bridarollii Bech. mit ver-
worrener Elytralpunktierung, Sublateralrippe der Flügeidecken
nur in der Hinterhälfte + deutlich ausgebildet. Außer der Färbung
ist die vorliegende Art durch eine kurze Behaarung des Kopfes (na-
mentlich an den Seiten) und durch die ziemlich regelmäßig gerun-
deten Seiten des Halsschildes, welche in der Mitte kaum gezähnt
sind, gekennzeichnet. Das 5 unterscheidet sich von allen bisher be-
kannten Arten durch eine lange goldgelbe Behaarung der Unter-
seite der Fühlerglieder, die Hintertibien sind auf der Unterseite
nahe der Mitte stark erweitert.
Maecolaspis lebasi Lefevre
Peru: Ghanchamayo, 1000 m (coll. Clavareau, Mus. Paris).
Maecolaspis joliveti Bechyne
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Estrada Rio de J. — S. Paulo,
620 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
km 62, 10. XI. 1942 (Dr. P. Wygodzinsky, Inst. Ecol. Expt. Agrie.,
Rio de Jan.). — Est. S. Paulo: Angatuba, I. 1922 (coll. Azevedo
Marques, Inst. Ecol. Expt. Agrie.). — Est. Minas Gerais: Belo Ho-
rizonte, 1. 1952 (©. Monte, Inst. Ecol. Expt. Agrie.).
Paraguay: Asuneiön (Vezenyi, Mus. Budapest).
Maeecolaspis violetta Bechyne
Brasil, Est. Paranä: Rio Negro, 1. X. 1924 (M. Witte, Inst.
Ecol. Expt. Agrie., Rio de Jan.). — Est. Sa. Catarina: Teresopolis
(Mus. La Plata; coll. Olavareau, Mus. Paris). — Est. Rio Grande
do Sul: S. Leopoldo (F. Schneider, coli. Clavareau, Mus. Paris).
Argentina, Misiones: Puerto Victoria (C. Zenzes, Mus. La Pla-
ta); San Ignacio, XII. 1946 (J. T. Montes, Mus. La Plata).
Maecolaspis proteus Bechyne
Brasil, Est. Mato Grosso: Corumba, Alto Paraguay (H. Rich-
ter, Mus. La Plata).
Paraguay: Villa Elisa, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata);
San Bernardino (Fiebrig, Mus. Wien).
Argentina, Buenos Aires: Parque Chacabuca, 7. I. 1912 (coll.
Dallas, Mus. La Plata). — Entre Rios (H. Richter, Mus. La Plata).
— Misiones (dtto). — ÜOorrientes: Itati, 15. III. 1939 (P. Denier,
Mus. La Plata); Passo Amores, 16. III. 1939 (dtto). — Santa Fe:
Casilda, I. 1930 (dtto); Las Garzas, 1904 (Wagner Brothers, Mus.
Wien). — Chaco: Roque Saenz Pena, 6. III. 1945 (A. S. da Silva,
Mus. La Plata); Resistencia, X. 1935, 15. 111. 1959 (P. Denier, Mus.
La Plata); Fontana, 10. XI. 1935 et IV. 1936 (dtto); Puerto Vilelas,
10. X1I. 1935 (dtto); Colonia Casteli, 14. V. 1936 (dtto). — For-
mosa: Laguna Oca, El Refugio. 8. I. 1939 (dtto); Capital, 20. III.
1939 (dtto); Pirane, 26. X1.1939 (dtto); C.Ferreira, 24. Xil. 1955
(dtto); Laguna Blanca, 8. et 10. XII. 1935 (dtto); Ibarreta, 26. 1.
1939 (dtto); Luayacole, Il. 1949 (A. Martinez). — Santiago del
Estero: Dto. Robles, Turena, XI. 1939 et I. 1940 (R. Maldonaldo,
Mus. La Plata); La Palisa, Bordo de Rio Salado (Wagner Brothers,
Mus. Wien). — Salta: La Merced (Reimoser, Mus. Wien). — Jujuy
(H. Richter, Mus. La Plata).
Bolivia: Yungas entre Anazani y Yanacachi, 27. 111. 1931
(P. Denier, Mus. La Plata).
Maecolaspis rugosa Germar (nov. comb.)
Von mir als Maecolaspis pulchella insolvens beschrieben. M.
Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 621
pulchella (und die dazu gestellten geographischen Rassen) müssen
der vorliegenden Art unterworfen sein.
Maecolaspis rugosa pulchella Lefevre
Perü: Valle Chanchamayo, 1800 m, VI. 1939 et 24. VI. 1948
(Dr. W. Weyrauch); ibid., Huacapistana, 1800 m, V1.1939 et 1.X.
1940 (dtto); Satipo, 660 m, Vil. 1940 (dtto); Marcapata (coll. Cla-
_ vareau, Mus. Paris; Mus. G. Frey; Mus. Budapest).
Die Färbung dieser Form ist sehr variabel; die Beschreibung
von Lefevre ist auf Stücken mit grünen Flügeldecken, welche eine
in der postbasalen Querdepression unterbrochene kupferige bis
purpurne Längsbinde aufweisen, begründet. Die Oberseite kann
aber auch einfarbig grün (ab. lentula) oder einfarbig kupferfarbig
(ab. cuprascens) sein. M. rugosa pulchella kommt auch in Bolivien
vor.
Maecolaspis albıcineta Erichson (nov. comb.)
Diese Art ist in der Skulptur und Färbung sehr variabel und
wurde mehrmals unter verschiedenen Namen beschrieben. Die
essentiellen Merkmale nebst Abbildungen sind in meiner Be-
schreibung der M. cryptolampra (Ann. Mag. N. H. [12] 3, 1950,
p- 1080, fig. 1 et 2) aufgezählt, welche ebenfalls nur eine Varietät
der AI. albicincta darstellt.
A. Flügeldecken neben der Naht fein, an den Seiten stark und
querrunzelig punktiert. A
> . Maecolaspis ahnt nn De
y see SAlarbie gelbbraun.
1. Flügeldecken auf dem rotgelben Grund mit + metal-
lisch violetten Makeln versehen: eine auf der Basis
zwischen Schildchen und Humeralcallus, eine zweite
vor der Mitte (meistens klein oder fehlend), eine
andere hinter der Mitte (hinter der Makel 2) und
die letzte in Form einer Querbinde vor der Spitze.
Häufig ist auch die Naht und der Seitenrand violett
(metallisch braun bei nicht ganz ausgefärbten Ex-
emplaren). Von Lefevre als Colaspis picta beschrie-
ben.
Colombia.
2. Wie die vorhergehende Form, aber die Elytralmakel
sind größer und fließen als Querbinden mit der Naht
zusammen (Colaspis formosa Lef.).
622
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
b) Abdomen schwarzviolett. Punktierung der Oberseite |
feiner. Vielleicht eine geographische Form. Oberseite
wie bei der Varietät 1 (ab. pictella) oder die Flügel-
decken einfarbig violett mit einer kleinen Humeral-
und einer Apikalmakel gelb (ab. bivulnerata).
Venezuela: Merida (Mus. G. Frey; coll. Clavareau,
Mus. Paris).
B. Elytralpunktierung gleichmäßiger, stark neben der Naht,
nicht zusammenfließend an den Seiten. Bei den Varietäten
mit dunklem Abdomen sind auch die Beine + schwärz-
lich.
Macoolannız albieinetk mes 5, si Ä
a) und Vorderkörper einfarbig rotgelb.
1.
NY
Flügeldecken wie bei der Varietät picta gefleckt, der
Apikalfleck fehlt manchmal. Von Weise als eigene
Art unter dem Namen Colaspis signata beschrieben.
Brasil: Amazonas. — Perü.
. Die 3 vorderen Makeln fließen in Form einer Längs-
binde zusammen. Von mir als Maecolaspis erypto-
lampra beschrieben.
Brasil: Parä, Bahia.
b) Unterseite einfarbig rotgelb, Halsschild oberseits mit
einer + ausgedehnten grünen oder blauen Makel in der
Mitte und angedunkelten bis metallischen Rändern.
1
Flügeldecken gelb, Naht und zuweilen auch die Sei-
ten vorne pechbraun oder metallisch (ab. simplice-
picta).
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico, IV. 1931
(P. Denier, Mus. La Plata).
Flügeldecken gelb, die Naht (manchmal auch der
Seitenrand), ein Fleck hinter der Basis, einer vor
und einer hinter der Mitte violett. Die 2 letzten flie-
Sen zuweilen der Länge nach zusammen oder noch
die anteapikalen mit der Naht (ab. calligrapha).
Perü: Huallaga (Mus. G. Frey).
. Flügeldecken violett, ein vor der Spitze + verbrei-
terter Lateralsaum, die Spitze und die 3 kleinen,
hintereinander folgenden Makeln auf der Scheibe
(eine auf der Basis, die 2. vor, die 3. hinter der Mit-
te) gelb. Der Lateralsaum ist vorne angedunkelt, die
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 623
2. und die 3. Dorsalmakel fließen zuweilen der Länge
nach zusammen (ab. inverseornata).
Bolivia: La Concepeiön, 9. IV. 1931 (P. Denier,
Mus. La Plata); Coroico (dtto); Chirca, 1. IV. 1951
(dtto).
ce) Rotgelb, Abdomen oder die ganze Unterseite (Proster-
num ausgenommen) schwarz mit einem Metallschein.
1. Flügeldecken rotgelb, die Naht, die 3 hintereinander
folgenden Diskalflecken und zuweilen noch der Sei-
tenrand blau oder violett. Von Jacoby unter dem
Namen Colaspis ornatipennis beschrieben.
Peru: Gallanga (Mus. G. Frey; coll. Clavareau,
Mus. Paris). — Bolivia: Yungas de la Paz (Mus. G.
Frey); La Goncepeiön, 9. IV. 1951 (P. Denier, Mus.
La Plata); Coroico (dtto).
2. Flügeldecken violett, Lateralsaum, Spitze und 3 Dor-
salmakeln gelb. Als eigene Art unter dem Namen
Colaspis cincetipennis von Bowditch beschrieben.
Bolivia. — Brasil: Amazonas.
3. Flügeldecken violett, jede mit 6 kleinen gelben Ma-
keln (2, 2, 1, 1). Von Bowditch als Colaspis 12-notata
beschrieben.
Perü: Chanchamayo (Mus. G. Frey). — Bolivia,
Yungas de la Paz: Coroico (P. Denier, Mus. La Plata).
4. Flügeldecken dunkel metallisch violett, ein bis zur
Spitze durchlaufender Seitensaum gelb. Auf diese
Form bezieht sich die (älteste) Beschreibung von
Erichson.
Perü.
d) Rotgelb, Abdomen, Meso- und Metasternum, Vertex,
Scheibe des Halsschildes, die 3 hintereinander folgen-
den Diskalmakeln auf den Flügeldecken sowie die Naht
und der Seitenrand derselben lebhaft metallisch grün
(ab. polygrapha).
Eeuador: Canelos (Mus. G. Frey).
Maecolaspis varia Lefevre
Argentina: Buenos Aires (C. Grant, British Museum); ibid.
(G. A. Baer, coll. Clavareau, Mus. Paris); ibid. I. 1892 (C. Bruch,
Mus. Wien).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 40
624 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Maecolaspis ornata Germar
Brasil: Para, 1. 1951 (G. Molnär, Mus. Budapest).
Maecolaspis pohli n. sp.
Brasil, Est. S. Paulo: Repreza Rio Grande, Mun. S. Bernardo,
XII. 1951 (B. Pohl).
Long. 3 mm.
Rotgelb, Antennite 4—6, Spitze der Mandibel und Elytralnaht
angedunkelt, Antennite 9—11 schwarz. Von ovaler Gestalt.
Kopf stark punktiert (Vergrößerung 5—ömal), Cliypeus fast
glatt. Antennalcalli schwach gewölbt, glatt, voneinander weit ent-
fernt. Alle Furchen undeutlich. Antennen lang, die Mitte der Flü-
geldecken überragend, Apikalglieder deutlich verdickt, Glieder
3—6b sehr dünn, das #. länger als das 3., weniger lang aber wie das
2. und das 3. zusammengenommen.
Halsschild doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am brei-
testen, Seiten nahe der Mitte winkelig erweitert, nach vorne viel
stärker als nach hinten verengt. Vorderwinkel mit einem kleinen
nach außen gerichteten Zähnchen versehen. Oberfläche ohne Ein-
drücke, vorne dicht und feiner, hinten viel stärker und weitläufi-
ger punktiert, Basis kräftig gerandet. Schildchen glatt.
Flügeldecken viel breiter als der Thorax, Humeralcallus hoch-
gcewölbt, glatt, innen von einem Längseindruck akzentiert. Basal-
callus groß, postbasaie Querdepression tief. Punktierung stark
(Vergrößerung 5mal), dicht und vorne verworren, an den Seiten
und hinten in Längsreihen geordnet, deren Intervall gewölbt sind.
Prostethium punktiert, Metepisternen matt. Beine zart.
Diese Art gehört in die Gruppe der M. ornata Germ.; sie un-
terscheidet sich von den sämtlichen bisher bekannten durch die
aberrante Färbung und durch die Skulptur des Kopfes (ohne deut-
lichen Furchen).
Maecolaspis maculipes sp. geogr.
Subsp. maculipes Harold. — Argentina, Santa Fe: Rio San
Javier, Estancia La Noria, 2. I. 1912 (G. E. Bryant, British Mu-
seum); Entre Rios: Paranacito, 80 m, 25. XI. 1949 (J. Foerster,
Mus. G. Frey); Buenos Aires: Delta Paranä, XII. 1941 (F. Monrös).
Subsp. insignatior Bech. — Paraguay: Puerto Itapucumi (A.
Martinez).
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 625
Subsp. concupiens Bech. — Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova
Teutonia (F. Plaumann, Mus. G. Frey: British Museum; Inst. Ecol.
Expt. Agric., Rio de Janeiro, ete.).
Maecolaspis aeraria uyttenhoogaarti Bechyne
Suriname: Z. oever ben. Saramacca Rt., 15. X1. 1950 (D. Piet,
Mus. Amsterdam).
Maecolaspis incostans nicoletta Bechyne
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Itatiäia, Faz. Penedo, 30. X.
1942 (Burchard, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Jan.); Teresopolis,
Faz. alpina, 1000 m, 10. X1. 1948 (Dr. P. Wygodzinsky, Inst. Ecol.
Expt. Agric., Rio de J.); Estr. Rio de Jan. — S. Paulo, km 47, 19.
II. 1946 (Miranda, Inst. Ecel. Expt. Agric., Rio de Jan.); Rio de Ja-
neiro (C. J. GC. Pool, Brit. Museum). — Est. Parana: Rio Negro,
X11. 1923 (M. Witte, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de J.). — Est. Sa.
Catarina: Joinville, I. 1921 (Schmith, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio
de J.); Nova Teutonia (F. Plaumann, Mus. G. Frey; British Mu-
seum; Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Jan.).
Maecolaspis rustica Boheman
Rio de Janeiro (C. J. GC. Pool, British Museum).
Maecolaspis trichopyga gravida n. subsp.
Argentina, Entre Rios: Santa Elena, I. 1912 (G. E. Bryant,
British Museum). — Santa Fe, Rio San Javier: Estancia la Noria,
All. 1911 et I. 1912 (dtto).
Diese Rasse unterscheidet sich von der Stammform durch eine
viel regelmäßiger gestellte Elytralpunktierung (auch auf der Scheibe
sind die geminaten Punktreihen gut zu unterscheiden). Beine und
Fühler zur Spitze braun bis pechbraun, Oberseite bronzegrün
(Typus) oder lebhaft metallisch grün (ab. pervirescens) oder auch
lebhaft kupferig (ab. percuprescens).
Phanaeta antillarum n. sp.
Guadeloupe (Mus. G. Frey, Type; Mus. Budapest; Mus. Wien.)
Bons. co. 2 2:5 mm.-00 223 mm.
Rotgelb bis rotbraun, Oberseite zuweilen dunkler als die Unter-
seite und mit einem leichten metallischen Schimmer überflogen.
Körper oval.
40*
626 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Mit der venezolanischen Ph. abscondita Bech. sehr nahe ver-
wandt. Das © unterscheidet sich durch die nach vorne verlängerten
Elytralrippen, welche nahe der postbasalen Querdepression in Reihen
von länglichen Tuberkeln unterbrochen sind; die Punktierung da-
zwischen ist dicht. Das kleinere 5 hat keine Rippen auf den
Flügeldecken, aber die lateralen Intervalle sind gewölbt.
Das 5 dieser Art aus dem Material Staudinger (Mus. G. Frey)
ist als Colaspis cribrata Vitrat, das Q als Colaspis rugosa Vitrat
bezeichnet.
Alethaxius polychromus n. sp.
Colombia: San. Antonio, 21. VII. 1908 (Mus. G. Frey); Aguatal
(dtto).
Long. 5,5—6 mm.
Metallisch blau bis blaugrün, Labrum, die Unterseite der An-
tennite I—4 und Palpen an der Basis rotgelb, Kopf, Halsschild
und Scutellum lebhaft kupferig golden, Flügeldecken dunkelviolett.
Körper kurzoval, Oberseite stark glänzend.
Kopf groß, runzelig punktiert, Skulptur stark, ohne Lupe
erkennbar. Stirn mehr als 3X breiter als ein Augenquerdiameter,
vom Clypeus durch eine Querdepression abgetrennt. Fühler ziemlich
dünn, zur Spitze merklich verdickt, das 4. Glied fast so lang wie
die 2 vorhergehenden zusammengenommen.
Halsschild stark transversal, 2,5 X breiter als lang, nahe der
Mitte am breitesten, spärlich, kaum schwächer als der Kopf punk-
tiert. Seiten gerandet, in der Mitte gewellt, Vorderwinkel stumpf-
eckig, Hinterwinkel zahnförmig heraustretend. Basis kräftig gerandet.
Flügeldecken feiner punktiert, Punkte vorne ziemlich unregel-
mäßig, hinten feiner und in Reihen gestellt, Intervalle flach. Post-
basale Depression nur durch verstärkte Punktierung angedeutet.
Beine robust, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 5 stark
verbreitert.
Mit A. dichrous Lef. verwandt; die prachtvolle Färbung und
die fingerhutartige Skulptur des Kopfes charakterisieren ausgiebig
die vorliegende Art.
Lyraletes varicolor Jacoby
Paraguay: Asunciön, Villa Morra (Vezenyi, Mus. Budapest);
Vila Elvira, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); Santa Trinidad,
17. H. 1940 (dito).
u
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 627
Argentina, Corrientes: San Roque, Il. 1920 (Bosgq. coll. Dallas,
Mus. La Plata); Passo Patira (P. Denier, Mus. La Plata). - Formosa:
Laguna Blanca, Xll. 1935 (dtto); Isla de Oro, 3. IV. 1935 (dtto):
Clorinda, 1., IH. et IV. 1940 (dtto); Mojon de Fierro, dto. Pilagas
(dtto). — Chaco: Fontana, 10. XI. 1935 et IV. 1936 (dtto); Colonia
Benitez, 30. XII. 1935 (dtto); Colonia Castello, 14. V. 1956 (dtto);
Resistencia, XII. 1935 et 14. II. 1936 (dtto). — Santiago del Estero:
Rio Salado (Wagner, coll. Dallas, Mus. La Plata); Turena, Dto.
Robles, XI. 1939 (R. Maldonaldo, Mus. La Plata). — Tucuman,
XI. 1905 (Vezenyi, Mus. Budapest). — Salta: Rosario de Lerma,
27. V. 1933 (P. Denier, Mus. La Plata); Targadal, 26. Il. 1945 (Bira-
ben, Mus. La Plata). — Jujuy: Ledesma, 24. II. 1945 (dtto); Capital,
II. 1944 (dtto).
Lyraletes minor Bechyne
Paraguay: Asunciön (Vezenyi, Mus. Budapest).
Rhabdopterus bacca Erichson (nov. comb.)
Peru: Chanchainayo (Mus. G. Frey); Tingo Marıa, 670m, Rıo
Huallaga (Dr. W. Weyrauch); Satipo, 650 m, VIII. 1940 (dtto); Pau-
cartambo (coll. Clermont, Mus. G. Frey); Pachitea (Mus. G. Frey);
Vilcanota (dtto); Marcapata (Mus. Budapest).
Diese Art, ursprünglich als Chalcophana beschrieben, ist re-
lativ groß, 6,5— 7! mm und sie ist durch die glattrandigen, nahe der
Mitte nicht gewellten Seiten des Halsschildes und durch die an der
Basis (schwächer) und im Apikalviertel (stärker) gewölbten Ely-
tralintervalle ausgezeichnet. Die Tibien des 5 sind fast gerade,
leicht komprimiert, die vorderen schwach claviform. Beim 9 sind
die Beine zarter gebaut und die Flügeldecken haben die +4 latera-
len Intervalle auch vorne + gewölbt.
Diese Art steht nahe dem Ah. lateralis Lef., von welchem sie
sich durch den gröber punktierten Vorderkörper und beim 5 durch
kaum gekrümmte Mitteltibien unterscheidet.
Rhabdopterus grossus n. sp.
Peru: Iquitos, Miechujaceu, 15. XI. 1929 (Mus. G. Frey).
Long. ömm. 9 unbekannt.
Pechbraun, Labrum rot, Palpen, Antennen, (Glieder 6, 7, 10 und
11 angedunkelt), Oberseite metallisch bronzegrün mit einem vio-
letten Schimmer, Flügeldeckennaht und Humeralcallus purpurviolett.
628 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Dem Rh. bacca Er. sehr ähnlich, viel größer, Vorderwinkel des
Halsschildes nach vorne ausgezogen, Seiten davor ausgeschweift,
Elytralintervalle nur hinten gewölbt, Mitteltibien nicht kompri-
miert, sondern auf der Rückseite abgeflacht und mit 2 Längs-
furchen versehen.
Rhabdopterus colombiensis Jacoby
In meinem Katalog der neotropischen Eumolpiden (Ent. Arb.
Mus. G. Frey, 4, 1953, p. 236 und 237) ist der folgende Irrtum zu
korrigieren:
Zur Gattung Rhabdocolaspis gehört die als Alethaxius colom-
bieus (nicht columbicus) Jac. 1901 beschriebenen Spezies, während
die als Rhabdocolaspis colombiensis Jac. 1900 geführte Art zurück
in die Gattung Rhabdopterus zu stellen ist.
Rhabdopterus spurcaticornis Erichson (nov. comb.)
Als Colaspis beschrieben. Unter den peruanischen Rhabdopte-
rus-Arten ist die vorliegende eine der kleineren Arten, welche
durch feine Punktierung der Flügeldecken und durch die Farbe
der Antennen (gelb, Glieder 5, 6, 7 und zuweilen auch 10 und 11
angedunkelt) ausgezeichnet ist.
Rhabdopterus apicipes Jacoby
Peru: Marcapata (Mus. Budapest).
Rhabdopterus lateralis Lefevre
Brasil, Est, Amazonas: Manaus (Mus. G. Frey); Teffe (Mus.
Wien). — Est. Para: Taperinho bei Santarem, VI. et. VII. 1927
(Zerny, Mus. Wien).
Rhabdopterus nigrostillatus n. sp.
Ecuador: Babahoyo (Mus. G. Fey).
Long. 5 mm
Dunkel rotbraun, Flügeldecken und Beine heller, Palpen, La-
brum und Fühler gelb, Antennite 6, 7, 10 und 11 und Mandibeln
pechschwarz, Flügeldecken mit einem länglichen großen postsku-
tellaren schwarzen Fleck, welcher sich bis hinter die Mitte ausdehnt.
Körper oval, oberseits glänzend, Flügeldecken in der Hinterhälfte
und an den Seiten matt. |
Kopf zwischen den Augen grob (Vergrößerung 8 --lU X) und
dicht, Vertex und Clypeus vorne feiner und spärlicher punktiert.
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 629
Stirn 2X breiter als ein Augenquerdiameter, in der Mitte quer
eingedrückt. Antennalcallı klein und flach. Fühler dünn, zur Spitze
kaum merklich verdickt, die Mitte der Flügeldecken überragend,
das 5. Glied kürzer als Glieder 2 und 3 zusammengenommen.
Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte
am breitesten, Seiten deutlich abgesetzt, nahe der Mitte gewellt.
Alle Winkel zahnförmig nach außen gerichtet, Basis kräftig ge-
randet. Oberfläche so stark wie der Kopf, nahe der Mitte spärlicher,
gegen die Seiten dichter punktiert. In unmittelbarer Nähe aller
Ränder ist die grobe Punktierung durch eine feine Punktulierung
ersetzt.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, sehr grob (an den Sei-
ten ohne Lupe sichtbar), vorne in verdoppelten, hinten in einfa-
chen Reihen punktiert. Intervalle glatt, die 2>—3 lateralen schwach
gewölbt. Postbasale Querdepression schwach. Beim 5 sind die 4
vorderen Basitarsite mäßig erweitert, die entsprechenden Tibien
nur schwach gebogen.
Dem peruanischen Rh. oralis Bech. ähnlich, aber viel stärker
skulptiert, Antennalcalli klein und alle Winkel des Halsschildes
zahnartig hervorspringend. Außerdem ist die Färbung der Flügel-
decken sehr auffallend.
Rhabdepterus freyi Bechyne
Trinidad (B.W.I), XU. 1953 (G. & H. Frey).
Freudeita eruda Bechyne
Bolivia. Yungas de la Paz: Coroico, XII. 1948 (A. Martinez).
Freudeita chalcites Lefevre (nov. comb.)
Als eine Colaspis beschrieben; allen Merkmalen nach gehört
diese kurzovale Art in die Gattung [reudeita. Sie ist mit der bolivi-
anischen Fr. colligens Bech. verwandt und sie unterscheidet sich
von allen übrigen Arten durch Vorhandensein eines sehr großen und
scharfen Zahnes in der Mitte der Halsschildseiten.
Freudeita duplicata Lefevre (nov. comb.)
Auch diese Art wurde als eine Colaspis beschrieben. Sie ist
mit Fr. alternata Lef. nahe verwandt, aber größer, anders gefärbt,
durchaus feiner punktiert und die Punktierung der Flügeldecken
ist isoliert, nicht (namentlich an den Seiten) zusammenfließend.
630 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Freudeita dentifera Bechyne
Trinidad (B.W.IL), XU. 1953 (G. & H. Frey).
Freudeita balyi Jacoby (nov. comb.)
In den Katalogen wurde diese aus Guatemala stammende Art
zuletzt als eine fragliche Varietät von Colaspis melancholica Jac.')
betrachtet, wenn auch Jacoby auf die verschiedene Struktur der
Fühler hingewiesen hatte. Durch das letztere Merkmal stellt sich
C. balyi in die Gattung Freudeita und sie ist mit Fr. dentijera Bech.
nahe verwandt; sie unterscheidet sich durch die runzelig geminate
Punktierung der Flügeldecken und durch die Bildung der Hinter-
tibien des 5, welche im letzten Drittel innen schwach verdickt
sind (bei /r. dentijera mit einem Zahn versehen).
Freudeita euprinula Bechyne
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Teresoplis, Faz. alpına, 1000 m,
11. XI. 1945 (Dr. F. Wygodzinsky, Inst. Ecol. Expt. Agrie., Rio
de Janeiro); Muri, 1000 m, 1.—III. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Freudeita plaumanni Bechyne
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, X. 1934 (F. Plaumann,
British Museum ; Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro ; Mus.G. Frey).
Hermesilia longissima n. sp.
Paraguay: Asunciön (Anisits, Mus. Budapest).
Long. + 5 mm. 5 unbekannt.
Metallisch bronzebraun, Fühler (Endglieder angedunkelt), Pal-
pen, Labrum und Beine rotbraun. Körper parallel, langgestreckt.
Kopf matt (Retikulierung unter 20—S0facher Vergrößerung
erkennbar), fein, nicht dicht punktiert, ohne Furchen. Antennal-
calli flach, unpunktiert. Fühler robust, die Mitte der Fiügeldecken
erreichend, zur Spitze merklich verdickt, das 3. Glied doppelt länger
als das 2., jedes der folgenden so lang wie das 3., nur das 11.
kürzer. Stirn 2X so breit wie ein Augenquerdiameter.
Halsschild doppelt breiter als lang, in der Mitte am breitesten,
Seiten regelmäßig, stark gerundet, schmal abgesetzt, nahe der Mitte
schwach gewellt. Alle Winkel stumpfeckig, die hinteren verdickt.
Oberfläche glänzender als der Kopf, kräftig (Vergrößerung 5 X)
und spärlich punktiert. Basis von einer punktierten Furche gerandet.
') Dies ist eine Üoyliera.
Bechyne: Reise des Herrn G. Key in Südamerika: Eumolpidae 63]
Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter dem schwach
gewölbten Basalcallus eingedrückt, noch kräftiger, vorne in gemi-
naten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, stark glänzend,
Intervalle hinten und an den Seiten gewölbt. Prostethium mit
einzelnen Punkten besetzt. Das 1. Glied der Hintertarsen so lang
wie die 2 folgenden zusammengenommen,
Eine sehr langgestreckte Art (nur 2,2 mm breit), welche dem
Podoxenus cylindricus Bech. täuschend ähnlich ist und von ihm
eigentlich nur durch die generischen Merkmale abtrennbar. Von
verschiedenen ähnlichen Ahabdopterus- Arten ist sie durch die schmale
Intercoxalplatte des Prosternums zu unterscheiden.
Hermesilla wittineri Bechyne
Diese Art ist in Form, Färbung und Skulptur mit einer an-
deren südbrasilianischen Art leicht zu verwechseln:
1. H. wittmeri Bech. : Flügeldecken stark (Vergrößerung 2— 3X),
kaum runzelig, Halsschild viel feiner (Vergrößerung 10x).
einfach, nicht zusammenfließend punktiert. Die 2 ersten
Abdominalsegmente des 5' sind in der Mitte matt, dicht
punktiert (Vergrößerung 20 X) und ausgehöhlt, die Aus-
höhlung von dichten Härchen gesäumt.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Murı (W. Wittmer, Mus.
G. Frey).
2. H. confinis n. sp.: Halsschild kaum feiner als die Flügel-
decken punktiert (Vergrößerung 2—3X). Die 2 ersten
Abdominalsegmente des 5’ in der Mitte glatt,, glänzend, ab-
geflacht, nur mit den für das 5 typischen Härchen besetzt.
a) Hl. confinis confinis: Flügeldecken in der äußeren Hälfte
quergerunzelt, Halsschild runzelig punktiert.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, XI. et.
All. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
b) H. confinis affinis n. subsp.: Halsschild und Flügeldecken
einfach punktiert, Punkte frei, nicht zusammenfließend,
Zwischenräume nicht gerunzelt.
Brasil, Est. Rio Grande do Sul: N. Hamburgo,
Vacaria, 15. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey); Alegrete,
10. 1. 1953 (dtto). — Est. Sa. Catarina; Lages, I.—I.
1887 (H. Fruhstorfer, Mus. G. Frey).
R. Argentina, Entre Rıos: Isla Curuzu Chali, 9. 1.
1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
632 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Beide Arten erinnern viel an verschiedene Repräsentanten der
Gruppe Maecolaspis ornata Germ., namentlich an die auf den glei-
chen Fundorten verbreiteten Rassen von M. maculipes Har. Die
Gattung Jaecolaspis unterscheidet sich von Hermesilla durch auf-
fallend schmale Intercoxalplatte des Prosternums und durch die
Bildung des Abdomens (bei Maecolaspis weder abgeflacht noch ein-
gedrückt) der ZT.
Hermesilla luteipes Lefevre
Brasil: Rio de Janeiro (C. J. C. Pool; coll. Frey, British Mu-
seum). — Est. S. Paulo: Amparo (British Museum).
Tymnes tibialis n. sp.
Mexico: Jalapa (coll. Stöcklein, Mus. G. Frey).
Long. 4,5—5,5 mm.
Rotbraun, Oberseite (Clypeus ausgenommen) bronzebraun.
Körper langgestreckt, zylindrisch gewölbt, oberseits glänzend.
Kopf ziemlich stark (Vergrößerung 10 X) und dicht, Vertex
spärlicher punktiert. Stirn mehr als doppelt so breit wie ein Augen-
querdiameter, zwischen den Augen schwach eingedrückt. Antennal-
calli schwach gewölbt, schlecht umgrenzt. Fühler die Mitte der
Flügeldecken überragend, zur Spitze schwach verdickt, das 5. Glied
das längste, so lang wie Glieder 2 und 3 zusammengenommen.
Thorax doppelt breiter als lang, hinter der Mitte am breitesten.
Seiten deutlich abgesetzt, stark gerundet, nach vorne mehr als nach
hinten verengt. Oberseite stark (Vergrößerung 5 X), in der Mitte
spärlich, an den Seiten dichter punktiert, Punkte etwas länglich,
in der Nähe aller Ränder fehlend. Vorderwinkel spitzig nach vorne
gerichtet, Hinterwinkel stumpfeckig. Basis gerandet.
Elytren breiter als das Halsschild, noch stärker punktiert,
Punkte hinten und an den Seiten gereiht, Intervalle glatt und
flach. Postbasale Depression nur angedeutet.
d. Die 4 vorderen Basitarsite schwach erweitert. Hintertibien
auf der Unterseite in der Mitte verdickt, im hinteren Drittel einen
kräftigen Zahn bildend, unter welchem sich eine tiefe Ausrandung
befindet. Der Zahn ist lang behaart, die Haare auf seiner äußersten
Spitze sehr dicht und bis über die extreme Spitze der Tibien hin-
reichend.
Q. Beine zarter gebaut, Tibien einfach.
Das 5 dieser Art ıst an der Form der Hintertibien ohne wei-
teres erkennbar. Diese sind ähnlich wie bei den Aylax-Arten ge-
Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 633
' bildet, die letzteren haben aber einen konkaven Vorderrand der
_ Proepimeren (konvex bei Tymnes.) T. tricolor F. unterscheidet sich
durch das sehr dicht punktierte Prostethium und einfache Hinter-
tibien des Jg.
Es besteht kein Zweifel, daß Jacoby’s T. verticalis (Biol. Centr.-
Amer. Col. VI., I. 18582, p. 174) auf diese Art zu beziehen ist.
T. tricolor F. (—=verticalis Chap.) ist eine rein nordamerikanische Art.
Tymnes guatemalensis n. sp.
Guatemala (Mus. G. Frey).
Long. 6,5 mm. 9 unbekannt.
Auf den ersten Blick mit der vorhergehenden Art überein-
stimmend, größer, Flügeldecken hinten mit gewölbten Intervallen,
Prostethium spärlich punktiert, Fühler so lang wie der Körper,
Hintertibien in der Mitte der Unterseite stark dreieckig erweitert,
kurz behaart, Vorder- und Mitteltibien etwas clavıform.
Xanthonia umbilicata n. sp.
Mexico (Höge, Mus. G. Frey).
Diese Art ist der X. marmorata Jac. sehr ähnlich, jedoch durch
die folgenden Unterschiede zu erkennen:
X. marmorata X. umbrlicata
Long. 2—2,5 mm Long. 3—3,5 mm
Thorax runzelig punktiert. Halsschild mit einer flachen,
umboniformen Punktierung.
Flügeldecken dicht runzelig Elytren weitläufigpunktiert,
punktiert, Intervalle schmäler als Intervalle viel breiter als die
die Punkte. Punkte.
Flügeldecken kurzoval, + Flügeidecken langoval. mehr
1,5 X länger als breit. als doppelt so lang wie breit.
Brevicolaspis pilosa Laporte
Brasil, Est. Parana: Santa Mariana, 450 m, 1.—15. XI. 1951
(Dr. H. Nick, Zool. Staatssammlung in München).
Brevicolaspis kaszabi n. sp.
Paraguay: Asuncion, 3. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest);
San Bernardino (Fiebrig, Mus. Wien).
Long. + 5 mm.
Rotbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. Behaarung weißgelb.
654 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Der Br. villosa Bryant, durch die nach außen dornartig
erweiterte Spitze der Vordertibien und durch die Färbung sehr
ähnlich, aber die Fühler °), der Flügeldecken erreichend, das 3. An- |
tennit viel länger als das #., jedes der 4 Endglieder um die Hälfte
kürzer als das 7. Antennit, Behaarung des Halsschildes dicht und
querliegend, die der Flügeldecken spärlicher mit Längsreihen von
abstehenden spärlichen langen Härchen und die Hinterfemora ohne
Dorn, nur die #4 vorderen mit einem spitzigen Zähnchen nahe
der Mitte.
Sphaeropis championi Lefevre
Panama: Colon, 28. I, 1925 (G. Bateson, British Museum).
Sphaeropis nigricornis Lefevre
Peru, Rio Huallaga: Tingo Maria, (00 m (Dr. W. Weyrauch);
Cucuhy (coll. Clavareau, Mus. Paris).
Sphaeropis humeralis Lefevre
Trinidad (B.W. 1.), XIL 1953 (G. & H. Frey).
Myochrous bryanti Blake
Trinidad (B.M.L), XII. 1953 G. & H. Frey).
Myochrous rhabdotus Blake
Trinidad (B.WL), XI. 1953 (G. & H. Frey).
Myochrous barbadensis Blake
Trinidad (B.W.D, XI, 1953 (G. & H. Frey).
Myochrous paulus Blake
Suriname: Paramaribo, Cultuurtuip, 8. et 11. XI. 1950 (D. Piet,
Zool. Mus. Amsterdam); Lelydorf, 10. XI. 1950 (dtto).
Myochrous immundus Erichson
Peru: Lima, I. 1939 (Dr. W. Weyrauc).
Cellomius muriensis n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—III. 1952 (W.
\Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. + 2mm.
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae
635
Dunkel rotbraun, gelblich beschuppt, die Schuppen bilden an
den Stellen, wo sie dicht einander gestellt sind, Binden und Flek-
ken: 3 Längsbinden auf dem T'horax (die mittlere schwächer als
die seitlichen) und 3 größere Flecken auf den Flügeldecken (eine
auf dem Humeralcallus, eine genau in der Mitte jeder Decke, eine
vor der Spitze hinter dem Humeralfleck). Fühler gelb mit ange-
dunkelten Endgliedern.
Viel kleiner als die einzige bisher bekannte Art (EC. myochroites
Lef., 3,5—4 mm lang), Augen vorgequollen, Stirn beim 5 nur doppelt
breiter als ein Augenquerdiameter (3 X breiter bei Ü. myochroites),
Halsschild ohne Eindrücke an den Seiten mit halb aufstehenden
gebogenen Härchen besetzt (Härchen bei Ü. myochroites gerade und
anliegend), alle Elytralintervalle gleichstark gewölbt (abwechselnd
stärker und schwächer gewölbt bei €. myochroites), Schenkel viel
stärker gezähnt. Bei den beiden Arten sind die Flügeldecken mit
Reihen von spärlichen abstehenden schwarzen Borsten besetzt.
Argoa rugulosa Lefevre
Brasil, Est. S. Paulo: Sabatına (Fötterle, Mus. Wien).
Metachroma jacobyi Lefevre (nov. comb.)
Als Balya beschrieben, aber die Klauen sind bifid und die +
hinteren Tibien haben den für die Metachromini typischen Aus-
schnitt auf der Außenseite nahe der Spitze. Die Gattung Nletach-
roma wurde bisher nur sehr sporadisch südlich von Panama auf-
gefunden; M. jacobyi ist die südlichste bekannte Art (R. Argentina).
Typophorus diomedes n. sp.
Peru: Vilcanota (Mus. G. Frey).
Long. 2,2—2,6 mm.
Schwarz, Fühlerbasis, Distalhälfte der Tibien und Tarsen gelb,
Oberseite metallisch bronzegrün bis bronzeblau, Kopf + pechbraun
durchscheinend. Körper oval, oberseits stark glänzend.
Kopf fast glatt. Stirn in der Mitte seicht quer eingedrückt,
fast 2X breiter als ein Augenquerdiameter. Ocularfurchen_ tief,
innen neben der Fühlerinsertionsstelle leistenartig emporgehoben.
Fühler ziemlich robust, die Mitte der Elytren kaum erreichend
(beim 9 kürzer).
Ihorax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten,
Seiten schwach gerundet, nach vorne verengt, vor den massiven,
nach vorne stark ausgezogenen Vorderwinkeln ausgeschweift. Scheibe
636 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
in der Mitte deutlich (Vergrößerung 20 X) punktiert, alle Ränder
im breiteren Umfang glatt.
Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark (Vergröße-
rung 5—8 X), hinten sehr fein gereiht-punktiert, Intervalle glatt
und flach. Die 5. Punktreihe innen neben dem Humeralcallus
vertieft. Postbasale Depression deutlich, Basalcallus nur schwach
gewölbt.
Unter den kleinen, oberseits metallischen, kurzovalen Arten
ist die vorliegende durch die sehr großen Vorderwinkel des Hals-
schildes ausgezeichnet.
Typophorus nigritus nitidulus Fabricius
Brasil, Est. Bahia: S. Salvador, XII. 1877 (Mus. Wien). — Est.
Esp. Santo (Mus. Budapest). — Est. S. Paulo: Jundiahy, 18. U.
1899 (Schrottky, Mus. Budapest). — Est. Rio Grande do Sul: Pörto
Alegre (Baron Warsberg, Mus. Wien). — Est. Mato Grosso (coll.
Koslowsky, Mus. La Plata); Corumba (H. Richter, Mus. La Plata).
Paraguay: San Luis (Reimoser, Mus. Wien); Hohenau, Alto
Parana (coll. H. Richter, Mus. La Plata); Villa Rica (dtto); Puerto
Itapucumi, 30. XI. 1950 (A. Martinez); Puerto Max, 1. IV. 1905
(Vezenyi, Mus. Budapest) ; Asunciön, Villa Morra (dtto); Goncepcion
(dtto); San Bernardino, 14. I. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata);
Villa Elisa, XI. 1939 (dtto.).
Bolivia: Nor Yungas, Coroico, XII. 1948 (A. Martinez); ibid.,
IV. 1931 (P. Denier, Mus. La Plata;) Caranavi, 3., 13. et 28. V. 1931
(dtto); Sud Yungas, dto. La Paz, Chirca, 3.IV. 1931 (dtto); Yungas
entre Anazani y Yanacachi, 27. III. 1931 (dtto).
Peru: Vilcanota (Mus. Budapest).
Typophorus horvathi n. sp.
Brasil, Est. Para: Rio Acara, 1930 (E. Horvath, Mus. Buda-
pest); Est. Pernambuco: Boa Vista (dtto).
Rotbraun, Knie, Mandibeln, Naht und Seitenrand der Flügel-
decken pechbraun, ein schlecht begrenzter Fleck hinter dem Schildchen
und einer jederseits hinter der Mitte, dem Seitenrand genähert, dunk-
les Braunrot.
Diese Art ist mit T. pygmaeus Lef., welcher auf den gleichen
Fundorten gefunden war, verwandt, anders gefärbt und durch fol-
sende Hauptmerkmale zu trennen:
Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae
637
Typophorus pygmaeus:
Long. 2 mm.
Die letzten 5 Antennite stark
verdickt, jedes dicker als das 1-
Halsschild deutlich transver-
Typophorus horvathi:
Long. 2,5—2,6 mm.
Diese Antennite nur mäßig
verdickt, jedes dünner als das
1. Fühlerglied.
Thorax nicht breiter als lang;
die Seitenrandlinie, von der Seite
betrachtet, im vorderen Viertel
sal ; Seitenrandlinie, von der Seite
betrachtet, gerade.
stark nach unten gebogen.
Flügeldecken überall deut-
lich punktiert, 2 laterale Inter-
valle (namentl. hinten) gewölbt.
Punktierung der Elytren
vorne viel stärker als hinten,
alle Intervalle flach.
Typophorus santaremus n. sp.
Brasil, Est. Para: Santarem (Mus. G. Frey).
Long. 3 mm.
Diese Art unterscheidet sich von T. pygmaeus Lef. (das Pro-
sternum ist zuweilen angedunkelt, auf den Flügeldecken befindet
sich manchmal noch ein schwarzer Fleck auf der Basis zwischen dem
Schildchen und dem Humeralcallus) durch das deutlicher punktierte
Halsschild, welches an der Basis von einer Reihe dicht gedrängter
länglicher Punkte gerandet ist, durch viel größeren Körper und
durch die sehr spärliche, nur auf die vordere Hälfte beschränkte
Flügeldeckenpunktierung.
Typophorus epimeralis n. sp.
Brasil, Est. Para: Rio Acara, 1930 (E. Horvath, Mus. Budapest).
Long. . + 2,5 mm.
Dunkel rotbraun, Körper leicht metallisch überflogen, die 5
Endglieder der Antennen schwärzlich. Körper kurzoval, Oberseite
slänzend.
Trotz der äußeren Ähnlichkeit, ist diese Art von den vorher-
gehenden durch die breite, schwach gewölbte Stirn (doppelt breiter
als ein Augenquerdiameter) und seitlich zu den Okularfurchen nur
schwach herabfallenden Vertex verschieden. Thorax deutlich trans-
versal, die Basalfurche nur mit spärlichen Punkten besetzt, die
Seiten, von der Seite betrachtet, geradlinig, die Vorderwinkel, von
oben betrachtet, scheinen sehr weit nach vorne verlängert zu sein,
weil die Epimeren des Prosternums weit nach vorne neben die
Augen verlängert sind, gerade ihr schmalstes Profil zeigen und da-
638 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
durch als Verlängerung der Vorderwinkel zum Vorschein kommen.
Flügeldecken wie bei T. horvathi skulptiert (mit gewölbten lateralen
Intervallen). |
Typophorus quinquemaeculatus Erichson
Perü, Rio Huallaga: 'Tingo Maria, 700 m, 15. II. 1947 (Dr. W.
\Weyrauch); Marcapata (Mus. Budapest).
Manchmal sind die Flügeldecken einlarbig rotgelb (ab. inornatus).
Typophorus tarsalis Lefevre
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 4. II. 1953 (W.
Wittmer, Mus. G. Frey); Nova Friburgo (F. Wiengreen, Mus. G. Frey).
Eine sehr variable Art, welche jedoch an der breit ovalen Ge-
stalt und sehr reduzierten Elytralpunktierung zu erkennen ist. Die
Beine und die Unterseite sind bald einfarbig rot, bald einfarbig
schwarz, mit allen möglichen Übergängen dazwischen. Die Ober-
seite ist schwarz, einfarbig, oder die Elytren an der Basis rot.
Manchmal ist der Vorderkörper rot, die Flügeldecken entweder
sanz schwarz, oder mit einem roten Querfleck an der Basis.
Paria degenerata Weise
Br. Guiana: Demerara (Mus. G. Frey). — Suriname: Parama-
ribo, Cultuuttuin, 16. XI. 1950 (D. Piet, Zool. Mus. Amsterdam).
Jansonius Baly (nov. comb.)
Diese Gattung, in den Katalogen zu den NMlyochroini gestellt,
=
sehört der Tribus Typophorini zu. Sie wurde von mir unter dem
Namen Periparia näher charakterisiert.
Jansonius pubescens n. sp.
Paraguay: San Bernardino (Fiebrig, Mus. Wien).
Long. JS 2,5mm, 992 53mm.
Braun mit einem Metallschein, Fühlerbasis hell braungelb, die
letzten Antennite angedunkelt. Oberseite glänzend, spärlich weiß-
lich behaart.
Kopf spärlich deutlich punktiert (Vergrößerung 20 — 30x).
Stirn sehr breit, 4X breiter als ein Augenquerdiameter, in der
Mitte mit einem Längsgrübchen versehen, vorne vom Clypeus nicht
getrennt. Antennalcalli klein, dicht oberhalb der Fühlerbasis ge-
lest, hinten von den Ocularsulci begrenzt, welche sich schräg bis
zum Augenhinterrand hinausziehen. Fühler robust, das 1. Drittel
Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 639
der Flügeldecken kaum erreichend, zur Spitze verdickt, das 5. Glied
eine Spur länger als die benachbarten, das 2. länglich.
Thorax quadratisch, eher länger als breit, vor der Mitte am
breitesten, Seiten sehr schwach gerundet, nach hinten mehr als
nach vorne verengt. Vorderwinkel stark herabgebogen, Hinter-
winkel stumpfeckig. Oberfläche nicht dicht, in der Mitte schwächer
(Vergrößerung 10X) als an den Seiten punktiert. Basis fein ge-
randet. Schildchen kahl und glatt.
Elytren breiter als das Halsschild, sehr grob (Vergrößerung
2x), ın regelmäßigen Längsreihen punktiert, Intervalle glatt, die
erste Punktreihe vertieft. Postbasale Querdepression schwach aber
deutlich. Prostethium grob punktiert, Proepimeren nach vorne nur
sehr schwach gewölbt. Ausrandung der 4 hinteren Tibien nur mäßig
tief.
&. Die ganze Oberseite glänzend, die 4 vorderen Tarsen er-
weitert. Nur 2 laterale Intervalle der Flügeldecken gewölbt.
9. Größer, Flügeldecken matter als der Vorderkörper, Beine
zarter gebaut, mehrere Elytralintervalle gewölbt.
J. pubescens ist auf der Behaarung der Oberseite ohne weiteres
zu erkennen.
Endocephalus suffriani Harold (nov. comb.)
Endocephalus Julviecollis Lef. ist mit der v. Herold’schen Art
identisch (Type in coll. Oberthur, Mus. Paris).
Endocephalus flavipennis Guerin (nov. comb.)
Diese in Brasilien weit verbreitete Art wurde 3 X als eigene
Spezies beschrieben:
1. Elytren einfarbig rotgeb. -. .... 2.2.2. ..EWyp:
2. Elytren mit wenigen Makeln Beten
Sr ab. biguttatus Lefevre
3. Elytren mit je 6 schwarzen Makeln (222,1. . 2... ..
. ab. fenestratus Harold
Colaspoides freyi .n. sp.
Venezuela, Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G.& HM.
Frey).
Long. ”mm. 5 unbekannt.
Schwarzviolett, Clypeus und Schildchen lebhaft metallisch vio-
lett, die ersten 4 Antennite und Basis der Palpen gelblich. Körper
kurzoval, hochgewölbt, stark glänzend.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 41
640 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf zerstreut punktiert (Vergrößerung 20 X), Frontalfurchen \
nahe den Augen tief inskulptiert, Stirn breit, in der Mitte von :
einer Längsfurche geteilt. Clypeus stark transversal, Antennalcalli
hoch und glatt. Fühler die Mitte der Flügeldecken erreichend, das \
3. Glied so lang wie die 2 vorhergehenden zusammengenommen,
1,5 X länger als das 4., das 5. länger als das 4., aber kürzer als
das 3., die 3 Endglieder sehr schwach verdickt. |
Thorax fast glatt, nur mit vereinzelten feinen Punkten be- |
setzt (Vergrößerung 40—50 X), 3 x breiter als lang, an der Basis
am breitesten, Seiten stark nach vorne gerundet-verengt. Basis kräftig
gerandet, Randfurche mit einer Reihe grober dreieckiger Punkte
besetzt. Vorderwinkel kurz abgerundet, nach vorne ausgezogen, |
Hinterwinkel stumpfeckig. Schildchen groß, ogival. |
Elytren viel breiter als das Halsschild, stark (Vergrößerung |
8—10 X) und weitläufig in verworrenen Doppelreihen punktiert,
Humeralcallus groß, postbasale Depression kaum angedeutet. Pro-
stethium glatt, Abdomen in der Mitte spärlich abstehend behaart.
Mit ©. unicolor Jac. verwandt, nicht so lebhaft metallisch ge-
färbt, Clypeus nicht runzelig punktiert und das Halsschild fast
sanz glatt. Ü. batesi Jac. und Ü. turialbana Bech. unterscheiden sich
von der vorliegenden Art durch einen lang dreieckigen, nicht trans-
versalen Clypeus.
Colaspoides limbata Fabricius
Brasil, Est. Para: Mujo. (Santarem), XI. 1921 (H. C. Boy, Ist.
Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro). — Suriname: Paramaribo (Mus.
Budapest.
Colaspoides chanchamayensis Bechyne
Peru: Satipo, 650 m, VI. 1949 (Dr. W. Weyrauch), Marcapata
(Mus. Budapest); Huancayo, 28. IX. 1938 ‚Paprzycki, Inst. Ecol. Expt.
Agric., Rio de Janeiro.
Die Mitteltibien bei dieser Art sind ähnlicherweise vor der
Spitze ausgeschnitten wie bei der Gattung Colaspis.
Colaspoides weyrauchi Bechyne
Peru: Pachitea (coll. Clavareau, Mus. Paris .
Colaspoides peruana Jacoby
Perü: Chanchamayo Mus. G. Frey); Marcapata (Mus. Budapest).
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 641
Provisorische Liste der venezolanischen Eumolpiden
Die erste moderne Liste der ın Venezuela vorkommenden
' Eumolpiden veröffentlichte Mr. G. E. Bryant 1942 (Bol. Soc. Venez.
' Cienc. Nat. 7, p. 198—200) mit 27 Arten.
Wer sich die Mühe machen will, die in den folgenden Zeilen
erwähnten Fundorte auf eine geographische Karte einzutragen, so
|
|
|
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|
wird er feststellen müssen, daß die augenblickliche Exploration
eigentlich nur auf einen Teil der Küstenzone beschränkt ist und
daß das eanze Hinterland faunistisch eine terra incoenita dar-
5 8
‚stellt. Von diesem Standpunkt ausgegangen, dürfte jede Theorie
über eine faunistische Verwandtschaft mit den benachbarten Län-
dern mehr Verwirrung stilten als Vorteile bringen. Die Mehrzahl
der hier erwähnten Arten scheint zwar endemisch zu sein; da
aber auch in den benachbarten Territorien die augenblicklichen
Kenntnisse der Chrysomelidenfauna im allgemeinen noch geringer
als in Venezuela sind, muß auch das Ansehen der venezolanischen
Endemiten unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden. Es
steht nur das eine fest, daf5 nämlich die venezolanische Küsten-
fauna westlich vom Orinoco-Delta der von Nord-Kolumbien näher
steht, als der von der amazonisch-guianischen Region.
Gen. Chrysodina Baly 1864
Chrysodina cribricollis Lefevre 1889
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Distr. Federal: Gorozal (Lelevre).
Chrysodina parvula Lefevre 1885
Caracas, II. 1934 (G. Frey); ibid. (R. Lichy, coll. Monrös).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Valencia (dtto).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre).
Colombia.
Chrysodina surrabaya Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 572.
Caracas, I. 1954 \G. & H. Frey).
Chrysodina tibialis Lefevre 1889
Caracas, 21. XI. 1950 (Racenis, Inst. biol. de Caracas).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
41*
642 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
\
|
Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas), |
Est. Miranda: Charallave, 5. XI. 1950 (Racenis, Inst. biol. de °
\
”
Caracas).
Est. Merida: Novedad (Bricenio, Mus. Budapest). |
Est. Zulia: Encontrados — Boca d R. la Grita, 18. VII. 1930 |
(H. J. Mac Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia.
Gen. Antitypona Weise 1921
Antitypona caracasa Bechyne& (1. 1.)
Caracas (Mus. G. Frey).
Antitypona coeruleata Lefevre 1877
Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre).
Brasil: Amazonas. — Peru. — Panama.
Antitypena displieita Bechyne (1. 1.)
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey).
Merida (Bricenio, Mus. Budapest).
Antitypona discigera Bechyne 1951
Merida (Mus. G. Frey).
Antitypona humeralis Jacoby 1900
Venezuela (ohne Fundortsangabe).
Antitypona minuta Jacoby 1881
Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 330 (faun.)
Distr. Federal: La Guaira (Lefevre).
Panama. — Guatemala.
Gen. Ledesmodina Bechyne 1951
Ledesmodina aurieollis Lefevre 1877
Caracas: Jard. bot. 17. VI. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas);
La Quebrada, 19. XI. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Caracas).
Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas).
Est. Suere: Gumana (Lefevre).
Est. Aragua: Rancho Grande, VI. 1936 (P. Vogl. Zool. Staats-
sammlung in München); ibid., 24. X. 1948 (Ciferri, Brit. Museum).
Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae
643
Est. Tachira: Palo Grande, — San Cristobal, 20. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Gen. Caryonoda Bechyne 1951
Caryonoda meridana Bechyne 1953
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey).
Est. Merida: Merida (Mus. G. Frey ; Mus. Budapest ; Mus. Wien:
Mus. Paris); Novedad (Bricenio, Mus. Budapest).
Gen. Nodonota Lefevre 1885
Nodonota atra dislocata Bechyne 1953
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey.
Die Stammform und andere geographischen Rassen sind in
Kolumbien und Zentral-Amerika weit verbreitet.
Nodonota aurulenta Lefevre 1876
Fst Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Colombia. — Peru. — Bolivia.
Nodonota bogotana Harold 1874
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia.
Nodonota brevis Lefevre 1889
Venezuela, 1858 (Dr. Moritz, Mus. Wien).
Colombia.
Nodonota ella Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6. p. 586.
Est. Merida: La Playa, distr. Jajı. Campo Ella, 16. VIII. 1935
7500 ft. (J. Hanbury Tracey, British Museum).
Nodonota exilis tuberculata Lefevre
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 14. XT. 1949, 21. XI. et
10. XII. 1950 et 14. X. 1951 (Roze, Inst. biol. de Caracas): Ibid..
jard. bot., 20. VII. 1950 (dtto) et 23. VI. 1950 (Racensis, Inst. biol.
de Caracas); Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in
München); La Guaira (Lefevre).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre): Puerto Cabello (dtto).
644 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Est. Miranda: Lira, 5. XI. 1950 (Racenis, Inst. biol de Caracas);
Öntimano, 12. VI. 1926 (H. E. Box, Brit. Museum); W. of Petare,
4. VII. 1926 (dtto). |
Est. Aragua: Maracay, El Limon (British Museum); Rancho
Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); ibid., IV. 1949
(Mareuzzi, Inst. biol. de Caracas); ibid., VII. 1949 (Racenis, Inst.
biol. de Caracas): ibid., I. 1954 (G. & H. Frey).
Die Stammform kommt in Guiana und auf Trinidad vor.
Nodonota exilis grita Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 502.
Est. Zulia: Encontrados — Boca d.R. la Grita, 18. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Est. Tachira: Palo Grande — San Cristoba, 20. VII. 1930 (dtto).
Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (dtto).
Nodonota laeta Lefevre 1878
Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 331 (faun.).
Caracas (Lefevre); La Guaira (dtto).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Nicht aus Kolumbien bekannt.
Nodonota meridensis Bechyne 1953
Merida (coll. Clavareau, Mus. Paris).
Nodonota micromela Bechyne 1953
Est. Merida: Merida (Mus. G. Frey; Mus. Faris; Mus. Budapest);
Aceguias, 16. X. 1938, 8000 ft. (J. Hanbury Tracey, British Mu-
seum).
Nodonota peregrina Lefevre 1878
Venezuela (ohne nähere Angabe).
Colombia.
Nodonota pustulata varicolor Bechyne 1951
Merida (Mus. Paris).
Die Stammform in Kolumbien.
"Nodonota semicostata Lefevre 1875
Est. Zamora, 1897 (L. Laglaize, Mus. G. Frey).
Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 645
Nodonota simoni Lefevre 1889
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey); El Junquito, 16. X. 1949 (Mar-
cuzzi, Inst. biol. de Caracas).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre).
Nodonota singularis Lefevre 1889
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Nodonota subangulata Lefevre 1875
Caracas (Mus. G. Frey); ibid., Jard. bot., 17. VI. 1950 (Roze,
Inst. biol. de Caracas).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Racenis, Inst. biol. de
Caracas).
Colombia.
Nodonota trichophora Bechyne
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 587.
Est. Merida: La Playa, distr. Jaji, Campo Ella, 16. VIII. 1938,
7500 ft. (J. Hanbury Tracey, British Museum); distr. Paramos de
Tambor, Campo Ella, 23. VIII. 1938, 9400 ft. (dtto).
Nodonota tricostulata Lefevre 1875 ')
Est. Apure: San Fernando, 5. X. 1897 (L. Laglaize, Mus. G. Frey).
Est. Tachira: Boca d. R. la Grita — Cucuta (Colombia), 18.
VII. 1930 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia.
Nodonota venezuelensis Jacoby 1899
Venezuela (ohne nähere Fundortsangaben).
Nodonota virgulata Lefevre 1878
Venezuela (ohne nähere- Fundortsangabe).
Colombia.
Nodonota winkleri Lefevre 1878
Venezuela (ohne nähere Fundortsängaben).
Colombia.
2) Auch in Br. Guiana: Demerara (Mus. G. Frey).
646 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Gen. Deuteronoda Bechyne 1951
Deuteronoda räcenisi Bechyn& (i. 1.)
Caracas (Mus. G. Frey); ibid., Jard. bot., 20. VII. 1950 (Räce- j
nis, Inst. biol. de Caracas).
Deuteronoda suturalis suturalis Lefevre 1878
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mac-
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). |
Colombia. — Zentral- America. — Weitere geographische Ras-
sen in Bolivien und Brasilien.
Gen. Nodocolaspis Bechyne 1949
Nodocolaspis femoralis Lefevre 1878
Caracas (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); ibid.
(Mus. G. Frey); Corozal (Lefevre).
Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey); San Esteban
Lefevre).
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VU. 1930 H. J. Mac-
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia. — Panamä. — Brasıl: Amazonas.
Gen. Agrosterna Harold 1875
Agrosterna flavida Lefevre 1877
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1936 (P. Vogl. Zool. Staats-
sammlung in München).
Agrosterna kirschi Harold 1874
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 594. |
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Puerto Cabello, III. 1934
G. Frey).
Caracas (Lefevre)
Gen. Hylax Lefevre 1884
Hylax plagiatus Lefevre 1878
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia.
Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 647
Hylax tarsalis Lefevre 1885
Venezuela (ohne nähere Fundortsangaben)
Brasil: Est. Minas Gerais?
Gen. Parachalcoplacis Bechyne 1950
Paxachalcoplacis humilis Lefevre 1591
Est. Sucre: Cumana (Mus. G. Frey).
Gen Chalcophana Chevrolat 1943
Chalcophana carinata Lefevre 1876
Caracas (Mus. G. Frey).
Nicht von Kolumbien bekannt.
Chalcophana coeruleipennis Jacoby 1900
Caracas: Sierra de Avıla (P. Vogl, Zoel. Staatssammlung ın
München).
Colombia.
Chalcophana dimidiata Baly 1560
Merida (Zool. Museum Berlin).
Peru. — Ecuador.
Chalcophana effulgens boreella Bechyne 1953
Merida 1854 (Mus. Wien).
Colombia. — Mehrere geographische Rassen sind von Ecua-
dor, Peru und Bolivien bekannt.
Chalcophana lutulenta Harold 1874
Lefevre 1878, Mitt. Münch. Ent. Ver. 2, p. 130 (faun.)
Venezuela, ohne nähere Angabe (Lefevre).
Colombia.
Chalcophana opulenta Baly 1881
Merida (Bricenio, Mus. Budapest).
Colombia.
Chalcophana suavis Harold 1874
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia.
648 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Chalcophana versicolor versicolor Harold 1874
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia. — Eine andere geograpbische Rasse ist von Mexico
bekannt.
Gen. Otilea Lefevre 1877
Otilea fulva Jacoby 1900
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in
München).
Gen. Corysthea Baly 1865
Corysthea funesta vogli Bechyne 1955
Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 610.
Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung
in München).
Die anderen geographischen Formen kommen auf Trinidad,
ın Guiana und Nord-Brasil vor.
Gen. Alwiunia Bechyne 1953
Alwiunia excentrica Bechyne 1953
Fracatal (? Umgebung von Caracas) (Mus. G. Frey).
Gen. Allocolaspis: Bechyne 1950
Allocolaspis fastidiosa Lefevre 1885
Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 334 (faun.).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Puerto Cabello (Mus.
G. Frey).
Caracas (Mus. G. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, V. et. VI. 1956 (P. Vogl, Zool.
Staatssammlung in München).
Colombia. — Panama.
Allocolaspis insidiosa Lefevre 1877
Caracas (Mus. G. Frey).
? Antilles.
Allocolaspis perplexa Jacoby 1900
Caracas (Jekel, coll. Kraatz, Deutsches Ent. Institut in Berlin);
ibid. (Mus. G. Frey).
Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 649
Gen. Ephyraea Lefevre 1889
Ephyraea castanea Lefevre 1889
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Ephyraea chapuisi Harold 1874
Distr. Federal: CGorozal (Lefevre).
Colombia.
Ephyraea hypomelas Lefevre 1809
Distr. Federal: Corozal (Lefevre).
Gen. Promecosoma Lefevre 1877
Promecosoma venezuelanum Bechyne 1955
Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 612.
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
sammlung in München).
Gen. Adorea Lefevre 1877
Adorea cruentata Lefevre 1877
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Merida (in den meisten europäischen Museen).
Colombia. — Guatemala.
Gen. Pygocolaspis Bechyne 1950
Pygocolaspis notaticornis Lefevre 1877
Caracas (Mus. G. Frey).
Est. Carabobo: Puerto Cabello, (Mus. G. Frey); Valencia (F.
Kummerow, Zool. Mus. Berlin).
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1955 et V. 1936 (P. Vogl,
/,ool. Staatssammlung in München).
Gen. Maecolaspis Bechyne 1950
Maecolaspis aberrans Bechyne 1953
Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey).
Die faunistische Angabe Lefevre’s von 1889 (Ann. Soc. Ent.
Fr. (6) 9, p. 333) über der guiaianisch-amazonische M. occidentalis
L. bezieht sich mit Sicherheit auf diese Art.
650 Entom. Arbeiten aus denı Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Maecolaspis aerea aerea Lefevre 1804
Merida, 1884 (Mus. Wien).
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mae
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia. — Eine andere Rasse in Zentral- Amerika.
Maecolaspis aerea foersteri Bechyne (1. 1.)
Caracas 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., Jard. bot., 20. VII. 1950
(Racenis, Inst. biol. de Caracas).
Est. Miranda: Barota, 15.1. 1951 (Roze, Inst. biol. de Caracas);
Encantado, 2. X. 1950 (Racenis, Inst. biol. de Caracas).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. et VIII. 1934 et V. 1935
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München).')
Maecolaspis albieineta fermosa Lefövre 1378
Merida (Mus. G. Frey; Mus. Paris).
Colombia. — Die Stammforrn ist sehr weit verbreitet: Ecua-
dor, Perü, Bolivia, Brasil: Amazonas, Parä, Bahia.
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p.
Maceolaspis apurensis Bechyne 1951
Est. Apure: San Fernando (Mus. G. Frey).
Maecolaspis araguensis Bechyne (i. 1.)
Caracas (Mus. G. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol.
de Caracas).
Maecolaspıs fulvimana Lefevre 1877
Est. Garabobo: La Cumbre de Valencia (Lefevre).
Caracas (Mus. Wien).
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol.
de Caracas).
Maeeolaspis gwendolina Bechyne 1953
Merida (Mus. G. Frey; Mus. Budapest; Mus. Paris).
) Trinidad (B.W.L), XII. 1953 (G. & H. Frey): Port of Spain, III. 1934
(G. Frey). — Die 3 Exemplare von diesen Fundorten sind QQ von einer sehr
regelmäßig ovalen Gestalt.
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Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 651
Maeeolaspis inconstans inconstans Lefevre 1878
Caracas (Lefevre).
Est. Miranda: Encantado, 6. X. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas).
Est. Garabobo: Puerto Oabello (Sievers, Mus. G. Grey); San
Esteban (Lefevre).
Est. Aragua: Rancho Grande, 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Ca-
racas); ibid., 1. 1954 (G. u. H. Frey).
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mac
Gillavry, Zool. Museum Amsterdam).
Colombia. — Panama. — Die zahlreichen geographischen,
Rassen sind in der ganzen tropischen Zone Süd-Amerikas verbrei-
ket.!)
Maecolaspis interstitialis Lefevre 1877
Caracas (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München).
Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammilung
in München).
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24#. VII. 1930 (H. J. MaecGil-
lavry, Zool. Mus. Amsterdam); Merida (Bricenio, Mus. Budapest).
In Brasil weit verbreitet.
Maeecolaspis labilis (Bechyne (i. 1.)
Caracas (Mus. G. Frey).
Maecolaspis lebası Lefevre 1875
Caracas (Mus. G. Frey); ibid., Jard. bot., 20. VII. 1950 (Räee-
nis, Inst. biol. de Caracas).
Est. Miranda: Encantado, 5. X. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de
Caracas).
Est. Garabobo: San Esteban (Lefevre).
Est. Zulia: Encontrados — Boca d R. la Grita, 18. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encon-
trados, 22. VII. 1930 (dtto).
Colombia. — Panamä. — El Salvador. — Ecuador. — Perü.
Maecolaspis lebasiformis Bechyne 1955
Est. Carabobo: Puerto Cabello, 111. 1934 (G. Frey).
') Maecolaspis inconstans semidistincta Bechyn&: Trinidad (B. W. L.), XII. 1953
(G. & H. Frey).
652 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Maecolaspis legionalis Bechyne 1953
Caracas (Mus. G. Frey). |
Merida (Mus. G. Frey; Mus. Paris; Zool. Mus. Berlin; Mus. Bu- |
dapest).
Maecolaspis rugosa onca Bechyne 1950
Est. Garabobo: Puerto Uabello (Sievers, Mus. G. Frey).
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Mara-
cay, El Limön, 31. X. 1943 (Fernandez y Salas, British Museum).
Zahlreiche geographische Rassen über die ganze neotropische Re-
gion. ar
Maecolaspis speciosa Lefevre 1885
Venezuela (ohne nähere Angabe).
Maeecolaspis tabacilla puertocabeilensis Bechyn&@ 1953
Est. Carabobo, 111. 19354 (G. Frey).
Gen. Alethaxius Lefevre 1885
Alethaxius marcuzzii Bechyne (i. 1.)
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol.
de Oaracas); ibid., 1. 1954 (G. & H. Frey).
Alethaxius vagabundus Lefevre 1878
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe).
Colombia.
Gen. Entomschirus Lefevre 1864
Ertomochirus jucundus Lefevre 1884
Caracas (Lefevre).
Gen. Rhabdopterus Lefevre 1855
Rhabdopterus apieicornis Jaceby 1900
Venezuela (ohne nähere Angaben).
Rhabdopterus caliginosus Lefevre 1878
Venezuela (ohne nähere Angabe).
Colombia.
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 653
Rhabdepterus euprinus Lefevre 1889
Caracas (Mus. G. Frey); Corozal (Lefevre).
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 19530 (H. J. Mae
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Rhabdopterus curtus Lefevre 1875
Venezuela (ohne nähere Fundortsangaben).
Colombia. — Panamä. — Guatemala.
Rhabdopterus deieetator Bechyne 1950
Est. Aragua: Rancho Grande, 1Y. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol.
de Caracas) ; ibid., VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas) ; ibid.,
I. 1954 (G. & H. Frey).
Rhabdopterus fulvipes Jacoby 1852
Caracas (Mus. G. Frey); Corozal (Lefevre).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Puerto Oabelio, 111.
1954 (G. Frey).
Rhabdepterus obsitus Lefevre 1835
Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 21. XI. et 2. X11. 1956
(Räcenis, Inst. biol. de Caracas); ibid., Jard. bot. 23. VI. et 20. VII.
1950 (dtto); Corozal (Lefevre); Sierra de Avila (P. Vogl, Zool.
Staatssammlung in München).
Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre); Rancho Grande, Viii.
1934, V., VI. et VII. 1936 (P. Vogl, Zool. Staatssammiung in Mün-
chen).
Rhabdopterus venezuelensis Jacoby 1900
Venezuela (ohne nähere F undortsangabe).
Rhabdopterus versutus Liefevre 1885
Est. Carabobo: Valencia (Mus. G. Frey).
Est. Merida: Merida (Mus. Budapest); Bocono, 11. VIll. 1938,
5000 ft. (J. Hanbury Tracey, Brit. Museum).
Gen. Phanaeta Lefevre 1878
Phanaeta abscondita Bechyne 1950
Venezuela (ohne nähere F undortsangaben).
654 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Phanaeta ruficollis Lefevre 1878
Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 336 (faun.).
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Colombia. — Panamä. —- Guatemala.
Gen. Eumolpus Weber 1801
Die Arten dieser Gattung wurden noch nicht bearbeitet.
Gen. Metachroma J. Leconte 1858
Metachroma venezuelense Bechyne 1953
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe) (British Museum;
Mus. Wien).
Gen. Sphaeropis Lefevre 1876
Sphaeropis humeralis Lefevre 1875
Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 335 (faun.).
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 2. XII. 1950 (Räcenis)
et 10. X11. 1950 (Rozze, Inst. biol. de Oaracas); ibid., Jard. bot.,
17. VI. 1950 (dtto); Corozal (Lefevre).
Est. CGarabobo: San Esteban (Leievre).
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mae
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Colombia.
Gen. Myochrous Erichson 1847
Myochrous explanatus Baly 1865
Blake 1950, Proe. U.S. Nat. Mus. 101,9. 58.1.5 1%
Caracas (Baly).
Est. Bolivar: Mapire, Orinoco (L. Laglaize) (Blake).
Colombia. — Bolivia.
Myochrous longipes Blake 1950
Est. Bolivar: R. Orinoco near Mapiri (Blake).
Colombia. — Perü. — Bolivia. — Brasil: Amazonas, Para.
Myochrous spinipes Blake 1950
Est. Portuguesa: Acarigua (Blake).
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 655
Gen. Glyptoscelis J. Leconte 1859
Glyptoscelis aeneipennis Baly 1865
Est. Garabobo: Valencia (F. Kummerow, Zool. Mus. Berlin).
Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Gara-
cas).
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats-
| sammlung in München).
Est. Apure: San Fernando, 5. X. 1897 (L. Laglaize, Mus. Paris).
Colombia. — Trinidad (B.W.].).
Gen. Typophorus Erichson 1847
Typophorus annulatus Lefevre 1877
Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., Jard. bot., 14. X1. 1949
(Roze) et 23. VI. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas).
Est. Carabobo: Valencia (Lefevre).
Nicht aus Kolumbien bekannt.
Typephorus exilis Lefevre 1878
Est. Zulia: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1930
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Nieht aus Kolumbien bekannt.
Typophorus nigritus nigritus Fabricius 1801
Caracas, 21. XI. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas); Ciudad
Universit., 27. VII. 1950 (Räcenis).
Est. Sucre: OGariaco, IX. 1948 (Marcuzzi, Inst. biol. de Cara-
cas).
Est. Garabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey).
Guiana. — Brasil: Amazonas. — Colombia.
Die Exemplare von Puerto Cabello sind der schwarzen Va-
rietät von T. nigritis obliquus Baly sehr ähnlich.
Gen. Colaspoides Laporte 1833
Colaspoides freyi Bechyne 1955
Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 639.
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
Colaspoides varicolor Lefevre 1878
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre).
Colombia.
Enrtom. Arbeiten aus dem Museum Frey Bd. 6, H. 2, 1955 42
656 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Alphabetisches Register der venezolanischen Eumolpiden
Adorea Lefevre . . . . . . 649 cribricollis Lef. (Chrysod.) . . 64
Agrosterna Harold . . . . . 646 cruentata Lef. (Adorea) .: .:. 64927
Alethaxius Lefevre . . . . . 652 cuprinus Lef. (Rhabdopt.) . . 653° |
Allocolaspis Bechyn&E . . . . 648 curtus Lef. (Rhabdopt.) . . . 653
Alwiunia Bechyne . . . . . 648 delectator Bech. (Rhabdopt.). . 653
Antitypona Weise . . . . . 642 dimidiata Baly (Chalcoph.) . . 647
Caryonoda Bechyne. . . . . 643 discigera Bech. (Antit.) . . . 642
Chalcophana Chevrolat . . . 647 dislocata Bech. (Nodon.) . . . 643
Chrysodina Baly . . . . . 641 .displicita Bech. (Antit) . . . 622
Colaspoides Laporte . . . . 656 effulgens Er. {Chalcoph.). . . 647
Corysthea Baly . 2 1... .. 648 ..ella-Bech. (Nodeny..) . . 2... .043
Deuteronoda Bechyne . . . . 646 excentrica Bech. (Alw) . . . 648
Entomochirus Lefevre. . . . 692 exilis Lef. (Typoph.) . . .. . 655
Ephyraea Lefevre . . . . . 649 exilis Er. (Nodon.) . . 048
Eumolpus Weber . . . . . 654 explanatus Baly (Myochr.) 2 AO
Glyptoscelis Leconte . . . . 695 fastidiosa Lef. (Allocol.) . . . 648
Hylax Lefevre . „2... 2.2.0646. Temoralıs; Tier (Nodocol.) 3: #08
Ledesmodina Bechyne . . : . 642 flavida Lef. (Agrost.) . . °. 646
Maecolaspis Bechyne . . . . 649 foersteri Bech. (Maecol.) . . . 650
Metachroma Leconte . . . . 654 formosa Lef. (Maecol). . . . 650
Mycochrous Erichson . . . . 654 freyi Bech. (Colasp.) . . . . 656
Nodocolaspis Bechyn@ . . . . 646 fulva Jac. (Ötilea) . . . . . 68
Nodonota Lefevre . . . . . 643 fulvimana Lef. (Maecol.). . . 650
Otilea Lefevre . . . . ... 648 fulvipes Jac. (Rhabdopt.). . . 698
Parachalcoplacis Bechyne. . . 647 funesta Baly (Corysth) . . . 648
Phanaeta Lefevre . . . „ „. 693° grita Bech. (Nodon.) . ..... 64
Promecosoma Lefevre. . . . 649 gwendolina Bech. (Maecol.) . . 650
Pygocolaspis Bechyn@ . . . . 649 humeralis Jac. (Antit.) . . . 642
Rhabdopterus Lefevre. . . . 652 humeralis Lef. Sphaeropis) . . 654
Sphaeropis Lefevre . . . . . 654 humilis Lef. (Parachale.). . . 647
Typophorus Erichson . . . . 655 hypomelas Lef. (Ephyr.) . . . 649
inconstans Lef. (Maecol.). . . 651
aberrans Bech. (Maecol.). . . 649 insidiosa Lef. (Allocol.) . . . 648
abscondita Bech. (Phan.) . . . 653 interstitialis Lef. (Maecol.) . . 651
aeneipennis Baly (Glyptosc.). . 655 jucundus Lef. (Entomoch.) . . 692
aerea Lef. (Maecol) . . . . 6580 kirschi Har. (Agrost.). . . . 646
albicincta Er. (Maecol.) . . . 650 labilis Bech. (Maecol.). . . . 651
annulatus Lef. (Typoph.). . ... 655 , laeta Lef..(Nodon.).. . ....0.,2644
apicicornis Jac. (Rhabdopt.). . 652 lebasi Lef. (Maecol.) . . . . 691
apurensis Bech. (Maecol.). . -. 650 lebasiformis Bech. (Maecol.). . 651
araguensis Bich. Ne) . . "650 - legionalis.-Bech. (Maecol.). . . 652
atra Har. (Nodon.) . . . . 643 longipes Blake (Myochr.). . . 694
auricollis Lef. (Ledesm.) . . . 642 lutulenta Har. (Chalcoph.) . . 647
aurulenta Lef. (Nodon.) . . . 643 marcuzzii Bech. (Aleth.) . . . 652
bogotana Har. (Nodon.) . . . 643 meridana Bech. (Caryon.). . . 643
boreella Bech. (Chalcoph.) . . 647 meridensis Bech. (Nodon.) . . 644
brevis Lef. (Nodon.) . . e 643 micromela Bech. (Nodon.), . . 644
caliginosus Lef. (Rhabdopt.) «:.652 .minuta Jac. (Antit.) „..,0= #..42340642
caracasa Bech. (Antit) . . . 642 nigritus F. (Typoph.) . . . . 690
carinata Lef. (Chalcoph.). . - 647 notaticornis Lef. (Pygocol.) . . 649
castanea Lef. (Ephyr.). . . . 649 obliquus Baly (Typoph.) . . . 655
chapuisi Lef. (Ephyr.). . . . 649 obsitus Lef. (Rhabdopt.) . . . 653
coeruleata Lef. (Antit.) . . 642 onca Bech. (Maecol) . . . . 652
coeruleipennis Jac. (Chalcoph.) . 647 opulenta Baly (Chalcoph.) . . 647
Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae
parvula Lef. (Chrysod.) .
peregrina Lef. (Nodon.) .
perplexa Jac. (Allocol.) .
plagiatus Lef. (Hylax) . i
puertocabellensis Bech. (Maecol.)
pustulata Har. (Nodon.) . -
räcenisi Bech. (Deuteron.)
ruficollis Lef. (Phan.) .
rugosa Germ. (Maeco|.)
semicostata Lef. (Nodon.) .
simoni Lef. (Nodon.) .
singularis Lef. (Nodon.) .
speciosa Lef. (Maecol.) .
spinipes Blake (Myochr.) .
suavis Har. (Chalcoph.) .
subangulata Lef. (Nodon.)
surrabaya Bech. (Chrysod.) . -
suturalis Lef. (Deuteron.). . «
641
644
648
646
652
644
646
6594
652
644
645
645
652
654
647
645
641
646
tabacilla Bech. (Maecol.) .
tarsalis Lef. (Hylax) .
tibialis Lef. (Chrysod.)
trichophora Bech. (Nodon.) .
tricostulata Lef. (Nodon.) .
tuberculata Lef. (Nodon.) .
vagabundus Lef. (Aleth.) .
varicolor Bech. (Nodon.) .
varicolor Lef. (Colasp.) .
venezuelanum Bech. (Promec.) .
venezuelense Bech. (Metachr.) .
venezuelensis Jac. (Nodon.) .
venezuelensis Jac. (Rhabdopt.) .
versicolor Har. (Chalcoph.) .
versutus Lef. (Rhanbdopt.) .
virgulata Lef. (Nodon.)
vogli Bech. (Corysth.) .
winkleri Lef. (Nodon.)
658 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
/weı neue ostasıatısche Lamuden aus dem
Museum Frey
Von Stephan Breuning
Asaperda uniformis Pic ssp. tsushimae nov.
Wie die Stammform, aber die ganze Grundtomentierung rot-
braun, auf jeder Flügeldecke eine sehr schmale gelbgraue Naht-
binde:
Type: 1 5 von der Insel Tsushima, 1910, leg. Rost, im Mu-
seum Frey.
Phytoecia (Cinctophytoecia) cinctipennis Mnnh. ssp. coreensis
noV. ö
Wie die Stammform, aber die Flügeldecken basal weniger
fein punktiert und die Pubescenz abweichend.
Die Grundtomentierung des Körpers ist dunkelgrau; die Stirn,
die Wangen, die Schläfen, drei Längsbinden auf der Halsschild-
scheibe, das Schildchen, eine schmale Nahtbinde und die Epipleu-
ren der Flügeldecken weißlich tomentiert. Letztes Abdominal-
segment schwarz gefärbt mit Ausnahme zweier undeutlicher röt-
licher Flecken.
Type: 19 von Korea: Pu-Ryöng, leg. Rost, im Museum Frey.
Breuning: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad 659
Neue Gerambycıden von der Insel Trinidad
Von Stephan Breuning
Herr G. Frey war so freundlich, mir seine von ihm selbst
gesammelte Ausbeute an Cerambyciden von der Insel Trinidad zur
Bestimmung zu überlassen. Dieselbe ist nicht sehr umfangreich,
jedoch sehr interessant. Obwohl ich einen Teil der Arten nicht be-
stimmen konnte, da es sich um Gruppen handelt, die ich nicht
studiert habe, konnte ich sechs neue Arten feststellen, deren Be-
schreibungen hier folgen. Typen und resp befinden sich
durchwegs im Museum Frey.
Adetus trinidadensis n. sp.
Dem L’herminieri Fleut. & Sall@ nahestehend, aber die unte-
ren Augenloben etwas kürzer als die Wangen (halb so kurz bei deı
verglichenen Art). die preapikale weiße Querbinde an der Naht
der Decken schmäler, die Fühlerglieder 5 bis 11 dunkelrotbraun
tomentiert.
Länge: 41/; mm — 6!/s mm. Breite: 1—1!/ mm.
Type von Trinidad. XH. 1953, leg. G. und Helga Frey. —
1 Paratype dtto.
Eupogonius albipilis n. sp.
Fühler etwas kürzer als der Körper, das dritte Glied so lang
wie das vierte, viel länger als das erste. Untere Augenloben vier-
mal so lang wie die Wangen. Kopf sehr dicht und sehr fein punk-
tiert. Haleschild dicht u Mi ziemlich fein punktiert, der Seitendorn
klein und spitzig. Flügeldecken in der vorderen Hälfte wenig fein,
in der rückwärtigen Hälfte sehr fein punktiert, die Punkte längs-
gerciht.
Rötlich, hellrotbraun tomentiert, die rückwärtige Decken-
«hälfte unscharf gelblich marmoriert. Die abstehenden Haare
braun, in der rüäckwärtigen Deckenhälfte länger als sonst am Kör-
per und weiß gelärbt. Der apikale Teil des vierten Fühlergliedes
und die Glieder 5 bis 11 dunkelbraun tomentiert.
Länge: 51/5 mm. Breite: 12/, mm.
660 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Type von Trinidad, XII. 1953, leg. G. und Helga Frey. —
1 Paratype dtto.
Estola trinidadensis n. sp.
Fühler etwas länger als der Körper, das dritte Glied so lang
wie das erste oder das fünfte, merklich kürzer als das vierte. Un-
tere Augenloben 21/amal so lang wie die Wangen. Kopf und Hals-
schild sehr dicht und sehr fein punktiert. Halsschildseitendorn
sehr klein, konisch. Flügeldecken apikal verrundet, sehr dicht und
fein punktiert und in der vorderen Hälfte mit gröberen Punkten
untermischt.
Rot, braungelb tomentiert, die Flügeldecken unscharf rot-
braun marmoriert. Fühler vom dritten Glied ab gelb, die apikale
Hälfte des vierten Gliedes, die Glieder 5 bis 7 außer an der äußer-
sten Basis, die Glieder 6 bis 9 sowie Glied 11, außer im basalen
Viertel, dunkelbraun.
Länge: 5 mm. Breite: 12/3 mm.
Type von Trinidad, Xil. 1953, leg. G. und Helga Frey.
Estola Freyi n. sp.
Fühler etwas länger als der Körper, das dritte Glied etwas
kürzer als das erste oder das fünfte, viel kürzer als das vierte. Un-
tere Augenloben 4mal so lang wie die Wangen. Kopf und Hals-
schild sehr dicht und sehr fein punktiert. Halsschildseitendorn
sehr klein, konisch zugespitzt. Flügeldecken apikal verrundet, sehr
dicht und fein punktiert.
Rot, rotbraun tomentiert, die Flügeldecken in der rückwärti-
gen Hälfte unscharf hellgelb marmoriert. Die zwei apikalen Drit-
tel des vierten und des achten Fühlergliedes, die Glieder 5, 6, 7,
9 und 11 außer an der äußersten Basis, Glied 10 außer im basalen
Teil, dunkelbraun.
Länge: 4 mm. Breite: 11/, mm.
Type von Trinidad, XII. 1953, leg. G. und Helga Frey. —
1 Paratype dtto.
Eurystola Freyi n. sp.
Der antennalis Breun. nahestehend, aber kleiner, die unteren,
Augenloben dreimal so lang wie die Wangen, die Flügeldecken
weniger fein punktiert, das Schildchen braun tomentiert, das
zehnte Fühlerglied gelb.
Länge: 3—31/; mm. Breite: 11/,—1!/s mm.
Breuning: Neue CGerambyciden von der Insel Trinidad 661
Type von Trinidad, Xii. 1953, leg. G. und Helga Frey. —
3 Paratypen dtto.
Hippopsis Freyi n. sp.
Fühler mehr als 2mal so lang wie der Körper, unterseits kurz
gefranst, das dritte Glied so lang wie das erste oder wie eines der
weiteren Glieder. Untere Augenloben so lang wie die Wangen.
Stirn trapezförmig. Halsschild etwas länger als breit. Die ganze
Oberseite dicht und wenig fein punktiert, die Punkte sehr fein im
apikalen Drittel der Flügeldecken. Jede Decke in einen kurzen
apikalen Lappen ausgezogen, die apikale Nahtecke nicht ange-
deutet.
Dunkelbraun, braun tomentiert und ockergelb gezeichnet.
Eine schmale Querbinde auf jeder Wange. Scheitel mit 2 nach hin-
ten divergierenden Längsbinden. Halsschild mit sechs schmalen
Längsbinden und überdies mit einer hellgrauen Mittellängslinie.
Jede Decke mit 3 wenig breiten Längsbinden, deren beide inneren
sich vor dem apikalen Ende vereinigen. Die Seitenteile der Sterna
teilweise ockergelb tomentiert.
Länge: 9—10 mm. Breite: 1s—13/, mm.
Iype von Trinidad, X1I. 1953, leg. G. und Helga Frey. —
2 Paratypen dtto.
662 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Eine Gerambycıden-Ausbeute
von Französısch Guinea
\on Stephan Breuning
Herr G. Frey war so freundlich, mir eine Gerambyeiden-Aus-
beute von Französisch Guinea zur Bestimmung zu überlassen,
welche Herr S. H. Olsen in N’Zerekor& in den Jahren 1951 bis
1952 gesammelt hat. Nachfolgend gebe ich eine komplette Liste
der in dieser Ausbeute enthaltenen Lamiiden mit Beschreibung
der neuen Arten. Alle hier angeführten Exemplare befinden sich
in der Sammlung des Museums Frey.
2 Paravelleda aberrans Duviv.
15 Monochamus ruspator F.
3 Monochamus murinus Gah.
7 Coptops aedificator F.
1 Chariesthes (s. s.) bella Dalm.
1 Chariesthes (s. s.) aureovitticotllis Lep. & Breun.
1 Tragocephala nobilis f. m. fasciata Kolbe
1 Prosopocera (s. s.) antennata Gah.
i Prosopocera (Alphitopola) quadrisignata Chvrl.
1 Olenecamptus albidus Jord.
1 Oeax lichenea Duviv.
1 Acmocera conjux 'Thoms.
1 Acmocera compressa F.
1 Phryneta luctuosa Murr.
2 Synhomelix annulicornis Chvrl. m. Dannfeldti Auriv.
7 Frea (s. s.) curta Chvrl.
3 Corus collaris Chvrl.
1 Crossotus Strandi Breun.
1 Planodes Freyi n. sp.
1 Eunidia subinfirma n. sp.
1 Pterolophioides guineensis n. sp.
1 Sophronica albomarmorata n. sp.
1 Sophronica rufobasalıs Breun.
\
Breuning: Eine Cerambyciden-Ausbeute von Französisch Guinea 663
1 Sophronisca bimaculipennis n. sp.
1 Sophronisca elongata Breun.
1 Parabelodera apicemaculata Breun.
1 Hippopsicon luteolum Qued.
1 Hyllisia imitans Duviv.
1 Hyllisia variegata Auriv.
1 Hyllisia albostictica n. sp.
1 Anauresida longicornis F.
1 Exocentrus (s. s.) Freyi.n. sp.
1 Exocentrus (Camptomyme) guineensis n. sp.
1 Sumelis singularıs Thoms.
1 Glenea (s.s.) imparilis Jord.
i Glenea (s.s.) giraffa Dalm.
2 Glenea (s.5.) fasciata F.
1 Glenea (s.s.) leucospila Jord.
1 Nitoeris Lucasi Thoms. m. comes Jord.
1 Neonitocris modesta F.
1 Nupserha deusta Dalm.
1 Nupserha sexpunctata Chvrl.
2 Nupserha bidentata F. m. quadripunctata Lep. & Breun.
3 Obereopsis obseuritarsis Chvrl.
1 Phytoecia (Pseudob!episanis) analis F.m. rufescens Breun.
1 Phytoecia (Pseudoblepisanis) analis F. m. guineensis Kolbe
1 Phytoecia (Pseudoblepisanis) analis F. m. maculijrors Chvrl.
Planodema Freyi n. sp.
Langgestreckt. Fühler merklich kürzer als der Körper. Untere
Augenloben 3mal so lang wie die Wangen. Kopf und Halsschild
nicht punktiert. Halsschildseitendorn klein, konisch und stumpf
zugespitzt. Flügeldecken viel breiter als der Halsschild, sehr dicht
und fein punktiert.
Dunkelbraun, braun tomentiert. Flügeldecken mit unscharfen
dunkelkraunen Makeln, die in Form dreier schief zum Seitenrand
absteigender Binden angeordnet sind, eine wenig deutliche post-
basale, eine breite premediane und eine schmale postmediane.
Länge: 13 mm. Breite: 41/3 mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Diese Art steht leonensis Breun. am nächsten, aber der Kopf
und der Halsschild sind nieht mit kleinen schwarzen Makeln über-
sät etc.
664 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
EKunidiıa subinfirma n. sp.
Fühler etwas länger als der Körper, das dritte Glied etwas
kürzer als das vierte, kaum so lang wie das erste, das vierte Glied
|
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etwas kürzer als das fünfte, so lang wie das erste. Untere Augen-
loben um die Hälfte höher als breit, dreimal so lang wie die
Wangen. Halsschild nicht punktiert. Flügeldecken apikal verrun-
det, sehr dicht und sehr fein punktiert.
Dunkelrot, der ganze Körper dicht weiß tomentiert. Beine |
und Fühler hellrot.
Länge: 6 mm. Breite: 2 mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Pterolophioides guineensis n. sp.
Das dritte Fühlerglied ein wenig kürzer als das erste. Untere
Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen. Kopf und Hals-
schild sehr dicht und wenig fein punktiert. Halsschild so lang wie
breit. Schildchen viereckig. Flügeldecken apikal leicht schief ab-
gestutzt (die apikale Randecke vortretend), sehr dicht, in den drei
vorderen Vierteln fein, im apikalen Viertel sehr fein punktiert.
Die Seitenteile der Sterna dicht und sehr fein punktiert.
Dunkelbraun, fein grau tomentiert.
Länge: 6 mm. Breite: 11/; mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Sophronica albomarmorata n. sp.
Sehr langgestreckt. Fühler etwas kürzer als der Körper, das
dritte Glied etwas länger als das vierte, merklich kürzer als das
erste. Untere Augenloben 4mal so lang wie die Wangen, die obe-
ren Augenloben berühren sich fast. Kopf und Halsschild sehr dicht
und ziemlich fein punktiert. Flügeldecken apikal verrundet, dicht
und ziemlich grob punktiert, die Punkte in der suturalen Hälfte
gereiht, die Reihen durch deutlich erhöhte Intervalle getrennt.
Dunkelbraun, dunkelbraun tomentiert, die Flügeldecken dicht
weißlich marmoriert.
Länge: 10 mm. Breite: 4 mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Sophronisca bimaculipennis n. Sp.
Langgestreckt. Fühler merklich kürzer als der Körper, das
dritte Glied etwas länger als das vierte, merklich kürzer als das
Breuning: Eine Cerambyciden-Ausbeute von Französisch Guinea 665
erste. Untere Augenloben 6mal so lang wie die Wangen. Stirn
dicht und wenig fein punktiert. Der Rest des Kopfes sowie der
Halsschild wenig dicht und fein punktiert. Halsschildseiten sehr
stark verrundet. Flügeldecken sowie die Seitenteile der Sterna
aicht und fein punktiert, die ersteren apikal verrundei.
Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert und mit abstehenden gel-
ben Haaren besetzt. Flügeldecken im apikalen Drittel braun mar-
moriert. Auf jeder Decke eine ziemlich große, eher dunkelbraune
Makel neben dem Seitenrand etwas vor der Mitte. Fühler hell-
braun tomentiert.
Länge: 13 mm. Breite: 5 mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Hyllisia albostietica n. sp.
Der stenideoides Pasc. sehr nahestehend, aber die Fühler 11-
gliedrig und die Flügeldecken apikal sehr leicht abgestutzt, sowie
die Tomentierung anders.
Dunkelbraun, braun tomentiert. Halsschild mit 7 schmalcn
ockergelben Längsbinden. Flügeldecken mit sehr zahlreichen sehr
kleinen weißen Makeln übersät. Die drei basalen Viertel des drit-
ten Fühlergliedes und die basale Hälfte der Glieder $ bis 6 helier
tomentiert.
Länge: 13 mm. Breite 23/, mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Möglicherweise handelt es sich bloß um eine Variante von
stenideoides Pasc., aber unter den sehr zahlreichen Stücken dieser
Art, welche ich zu untersuchen Gelegenheit hatte, fand sich nie-
mals eines, welches mit dem vorliegenden in der Tomentierung
auch nur eine Ähnlichkeit aufgezeigt hätte.
Exocentrus (s. s.) Freyi.n. sp.
Langgestreckt. Fühler um ein Drittel länger als der Körper,
das dritte Glied so lang wie das vierte, etwas kürzer als das erste.
Untere Augenloben mehr als 2mal so lang wie die Wangen. Hals-
schild quer, sehr schütter und sehr fein punktiert, mit sehr klei-
nem spitzigem, stark zurückgebogenem Seitendorn (dessen Vor-
derrand stark konvex, dessen Hinterrand leicht konkav). Flügel-
decken außer im apikalen Teil dicht und sehr fein punktiert.
Dunkelbraun, strohgelb tomentiert. Auf jeder Decke eine
wenig breite, knapp hinter der Mitte gelegene weiße Zickzack-
Querbinde, die den Seitenrand nicht ganz erreicht. Fühler vom
666 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
dritten Glied ab im basalen Drittel weiß, in den beiden apikalen
Dritteln dunkelbraun tomentiert.
Länge 5 mm. Breite: 3 mm.
Type von N’Zerekore, 29. Il. 1952.
Exocentrus (Camptomyme) guineensis n. Sp.
Fühler ziemlich fein, etwas länger als der Körper, das dritte
Glied so lang wie das vierte, etwas kürzer als das erste. Untere
Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen. Halsschild quer,
mit ziemlich langem, spitzigem, sehr stark zurückgebogenem, nach
rückwärts gerichtetem Seitendorn. Flügeldecken in der vorderen
Hälfte dicht und sehr fein punktiert, die Punkte regelmäßig ge-
reiht.
Dunkelrot, braun mit etwas hellgelb untermischt tomentiert.
Schildchen weißlich tomentiert. Flügeldecken hellgelb tomentiert,
jede Decke mit einer breiten ziemlich dunkelbraunen Seitenrand-
längsbinde in der vorderen Hälfte und einer breiten stark ge-
schwungenen postmedianen Querbinde von gleicher Farbe, die die
Naht nicht erreicht. Fühler braun tomentiert, die äußerste Basis
der Glieder vom dritten ab weißlich.
Länge: 5 mm. Breite: 13/, mm.
Type von N’Zerekore, IV. 1951.
Howden: Description of a new Peruvian Athyreus 667
Description “f a new Peruvian Athyreus
with notes on the Method of Illustration
Henry F. Howden
Department of Zoology and Entomology, University of Tennessee. Knoxville
The species described below belongs to the Athyreus tribuli-
formis group, which has recently been reviewed by Dr. Antonio
Martinez (1953). The species is named for Dr. Martinez in recogni-
tion of his work on the South American Scarabaeidae and in appre-
ciation of the aid he has given the writer. l am also indebted to
Mr. G. Frey of Munich, Germany, who kindly loaned the speci-
mens described and to Dr. William Anderson, U.S. National Mu-
seum, for assistance in the procurement of some necessary litera-
ture. Mr. W. J. Cloyd, University of Tennessee, aided the writer
considerably with the portions of the paper dealing with photo-
graphy.
Athyreus martinezi n. sp.
Holotype: Male, length 20.5 mm.; greatest width 12.5 mm.
Dorsally color is a chestnut brown, slightly lighter near the lateral
thoracie margins. The labrum is broadly emarginate with numer-
ous large setigerous punctures. Rising vertically behind the
labrum, the clypeus forms a long, posteriorly curved horn. The
rugosely punctate horn is rounded anteriorly, flattened posteriorly
and lacks the two posterior carinae of tribulijormis. A carina is
present on each side of the horn running from the posterior base
of the horn laterally to a ridge above the mandibular base. Behind
the horn is a flattened finely alutaceous impunctate area. Between
the eyes the concave vertex is irregularly punctate, each puncture
bearing a long red seta. Eye canthi concave with the anterior
angles sharply pointed. Eyes divided. The carina behind each eye
ending in an abrupt point. |
The pronotum is very oddly ornamented. The anterior mar-
gin is strongly arched, forming a small median point, which ex-
tends slightly over the posterior portion of the head. Behind the
668 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
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Athyreus martinezi n. sp.
: Holotype, male, dorsal view.
Holotype, male, lateral view.
: Lateral view of male genitalıa.
: Allotype, female, dorsal view.
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va WwmN —
: Allotype, female, lateral view.
margin on either side of the midline are two deep foveae, the dia-
meter of each being slightly over 2 mm, the interiors of the
foveae are smooth and strongly shining, and at their anterior
edges, behind the eyes, each bear a small indistinet pit. Between
and behind the foveae is a feebly shining smooth area which is
bordered posteriorly by two pronounced upright horns. These
horns, approximately 3 mm. long are separated at their apices by
a distance 0.5 mm. less than the distance between the eyes. Poste-
Howden : Description of a new Peruvian Athyreus 669
rior to the two vertical horns is a median horizontal horn which
projects posteriorly over the sceutellum. Except for an area be-
_ neath the horizontal horn, the lateral and posterior portions of the
pronotum are rather densely setigerously punctate. Many of the
punctures have a small rather vague tubercle at their anterior
margins. The setae, which become longer laterally, are dark red
in color when viewed from above. On either side of the vertical
horns and parallel to the pronotal margins there is a short in-
distinet carina. The anterior pronotal angles are smoothly rounded
while the “posterior” angles are really median in position, the
distance between them representing the greatest width of the pro-
notum. On either side, just above and inside these angles is a
small shallow fovea, irregular in outline. The pronotum is mar-
gined laterally and posteriorly, laterally having a dense fringe
of setae.
The elongate scutellum is yellowish brown and bears many
fine setae. The elytra have seven feebly shining carinae between
the suture and humeral umbone. The first four of these are very
distincet, while the last three are vaguely indicated basally. The
intervals between the carinae are flat, setigerously punctate and
slightly wider than the width of the carinae. The elytra are dull
and finely alutaceous except for the prominent humeral umbones
which are smooth and shining.
Pygidium slightly emarginate at tip, yellow in colour, with the
surface finely alutaceous and bearing numerous long yellow setae.
Ventral surfaces of head, thorax, and abdomen light yello-
wish brown in colour and with numerous long yellow setae. An-
tennal club yellowish with the exterior surface closely setigerously
punctate, the setae being short and fine. The interior surface of
the club has a smooth circular impunctate area extending from
the center to the basal attachment. Between the eyes the mentum
is deeply transversely concave, in this area being finely setige-
rously punctate. The ventral prothorax with large transverse coxal
cavities, which are margined in their outer half. Metasternum al-
most flat with a vague median longitudinal ridge which ends
anteriorly in a sharp point between the middle coxae. The surface
of the metasternum finely setigerously punctate with the surface
between the punctures smooth.
Abdomen with only the last segment visible, the other seg-
ments being concealed by the large hind coxae and inwardly
E
670 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
punctate with the setae becoming very long laterally.
Legs with exterior teeth brownish black. Fore tibia with five
teeth. Middle and hind tibiae wider apically than the tibiae of
A. bijurcatus.
Male genitalia with each lateral lobe ornamented with a small
footshaped protrusion (see illustration).
Allotype: Female, greatest length 22.5 mm.; greatest width
13.3 mm. Dorsal colour slightly darker than male. The head differs
from the male in the following respeets: clypeus rising vertically
above the labrum forming a transverse carina the width of the
clypeus. Behind this carina is a flat rugosely punctate area,
bordered posteriorly by a transverse tridentate carina. This poste-
rior carina has a large median tooth with a small lateral tooth on
each side. Behind this carina the vertex of the head is sparsely,
evenly setigerously tuberculate. Other aspects of the head similar
to the male.
The thorax is quite different from the male. There are no
horns on the thorax. Instead there is a large central carina shaped
like an inverted “U”. The base of the “U” forms the center of the
anterior prothoracie margin. On either side of the U-shaped carina
is a small deep pit almost touching the anterior prothoracie mar-
gin. The center of the area enclosed by the U-shaped carina is
raised and bears a small V-shaped carina. The base of this carina
is directed posteriorly. Posteriorly, between the ends of the U-
shaped carina, there is a median longitudinal suleus extending
nearly to the posterior prothoracie margin. Laterally the thoracie
configuration is quite similar to that of the male. The thoracie
angles are more broadly rounded in the female, but their position
is similar. In the female the entire thorax is setigerously tubercu-
late with the tubercles more pronounced laterally. Also, the setae
when viewed from above appear to be dull yellow instead of
being dark red as in the male.
The seutellum and elytra of the female do not differ signifi-
cantly from the male.
The pygidium is broader but otherwise similar to that of
the male.
The ventral aspects of the female are similar to that described
for the male. However, several abdominal segments are visible.
The last segment is densely setigerously punctate and very narrow,
while the penultimate segment is broad and smooth posteriorly.
{
\
\
curved elytra. The last abdominal segment is densely setigerously
ee 3 -
Howden: Description of a new Peruvian Athyreus 6, 1
The five teeth of the fore tibia of the female are stubbier
than those of the male, but otherwise the legs of the two sexes are
| generally alike.
Type material: Holotype. male, Peru, ex. coll. Gerstner, 1912
(in the Staatl. Museum f. Naturkunde, Stuttgart). Allotype, female,
Peru, ex coll. Gerstner, 1912 (in the Frey Museum, Munich).
Athyreus martinezi is related to A. tribulijormis Felsche
(1909, p. 760) and A. zischkai Martinez (1953, p. 227). The males
of the three species in this group can be separated from related
Soutn American Athyreus by the presence of the long elypeal horn,
a pair of large foveae on the anterior portion of the prothorax,
behind these fovae two vertical or anteriorly direeted horns and
behind these horns a third, posteriorly directed horn which often
overhangs the scutellum. The females in this group are more diffi-
cult to separate but in general the presence of a large U-shaped
carina on the prothorax (see illustration) will place the females
in the bijurcatus or tribulifjormis groups. The shape of the small
carina in the center of the U-shaped carina is usually sufficient
for specific identification of the females (see key for the females
oft the bijurcatus group — Martinez 1953, p. 232).
Athyreus marlinezi can be easily separated from the two
closely related species. In the male of A. martinezi the pair of
thoracic horns are vertical and separated by a distance slightly less
than that of the vertex between the eyes. In both Athyreus tribuli-
jormis Felsche and A. zischkai Martinez the two horns are strongly
inclined anteriorly and are separated by a distance considerably
greater than the width of the vertex. The female of A. martinezi
can be distinguished by the complete U-shaped carina and the
small central V-shaped carina with its base pointed posteriorly.
The female of A. zischkai has an incomplete U-shaped carina and
lacks the central V-shaped carina. The female of A. tribulijormis
is unknown.
A study of the South American species of Athyreus poses
many problems. The literature in the group consists of short pa-
pers scattered through numerous journals. Since the original de-
Scriptions were often sketchy and the type material is distributed
throughout Europe and America, a comprehensive revision of the
group presents many obstacles. Another diffieulty encountered is
the tremendous diversity, odd ornamentation, and sexual dimor-
phism found in the group. Long series of speeimens would be
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 i 43
672 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
most desirable, and the problem is not made easier by the seeming |
5
scarcity of specimens in collections.
The writer examined a number of collections and it soon be-
came evident that any attempt to revise the group would be a
lengthy process, but not too difficult a one if there were some
means of recording by illustration the species in the collections
examined. To do this, a rapid method of producing a line drawing
suitable for publication was developed, which may be of general
interest to workers encountering similar problems.
“Close up” pietures which gave a life-sized image on the
negative were taken for the dorsal and lateral aspects of the speeci-
men. Several different cameras which gave the necessary 1:1 ratio
were used and proved satisfactory. However, since most species of
Athyreus are very convex and are ornamented with horns or large
carinae, portions of the pictures were always partly out of focus
but served to establish the outline of the beetle and the position
of the carinae. The dorsal and lateral pietures were enlarged and
printed on a 4x5 matte paper (dull finish). The print was then
roughed up with an eraser, so that ink (Higgins American Drawing
Ink) would adhere to the surface. Following this treatment and
with frequent reference to the specimen, all of the important fea-
tures of the beetle could be quickly inked in. In this way the cari-
nae, outline, foveae, horns, setae, and other features were drawn
in and delimited, even though they were not clearly shown in the
pieture. Once the ink was thoroughly dry, the pieture was soaked
in water and then treated with a reducer (Farmer’s reducer) con-
posed of two solutions. One solution (A) was made by dissolving
one gram of potassium ferriceyanide in 25 cc. of water. The second
solution (B) was composed of 25 grams of sodium thiosulphate
(hypo) dissolved in 500 cc. of water. After the pieture was tho-
roughly soaked in water it was placed in solution B, and solution A
was added drop by drop until fading of the pieture was very
noticeable. From that point the pieture usually would fade out
completely, leaving the ink drawing. After drying, the drawing
could be retouched.
There are several advantages and disadvantages to this sy-
stem. The proportions of the insect are shown accurately; assyme-
trical outlines, blemishes, twisting of the head are all recorded,
not necessarily making the most pleasing of drawings. The draw-
ing can be done quickly and with little more diffieulty than mak-
ing a tracing. Also, the line drawing can be reproduced more
{
Howden: Description of a new Peruvian Athyreus 673
_ clearly and cheaply than can a pieture. The major disadvantage
to the process is the difficulty in producing fine ink lines on
photographie paper. This precludes the inclusion of very fine de-
tail - setae for instance, invariably appear rather crude and the
drawing looks somewhat diagramatic. (See plate.) Nevertheless,
when all the factors are considered the process is very useful.
Literature Cited
Felsche, C. 1909. Neue und alte coprophage Scarabaeiden (Col.).
Deutsche Ent. Zeitschrift 1909: 751-765.
Martinez, Antonio. 1953. Una neuva especie de Athyreus (Col. Scarab. Geotrup.).
Mitteilungen der Münchner Ent. Gesellschaft V 43: 226-233.
43*
674 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Neue Anthrıbiden aus dem Museum G. Frey
Paul Wolfrumi, Ohrdruf ı. Thüringen
Mecocerus trizonatus spec. nov.
02. Die Struktur wie bei M. jasciatus Jord. 1594, nur die
Körnelung auf Pronotum und Prosternum ist bei der neuen Art
etwas deutlicher. Die Zeichnung erinnert durch das weiße in der
Mitte um den Körper ziehende Band ebenfalls an jasciatus Jord.
Stirn, Scheitel, Pronotum. Prosternum, Apikaldrittel der Flügel-
decken und der entsprechende Teil der Unterseite vom Apikalrand
des 1. Bauchsegments bis zum Analsternit samtartig gelbbraun,
der mittlere Teil des Körpers bestehend aus Basalzweidrittel der
Fiügeldecken, Mesometathorax und Basis des 1. Bauchsegments
samtartig schokoladebraun. Eine weiße, die dunkle Mittelzone
halbierende Binde quert die Flügeldecken hinter den Basalbeulen,
die hintere Hälfte der Episternen der Hinterbrust und die Hinter-
brust. Schenkel dünn grau behaart, an den Schienen ist das Basal-
drittel und ein schmaler Ring hinter der Mitte undeutlich grau,
der Rest ist braun; die Tarsen braun, das Basalglied zum größeren
Teil und das Klauenglied, ausgenommen Spitze und äußerste Ba-
sis, grau. 5. Fühler 11’; mal so lang wie der Körper, der Haarfleck
auf dem Metasternum wenig deutlich; 9. Fühler die Basis des
Halsschilds erreichend. Bei M. jasciatus Jord. ist der ganze Körper,
abgesehen von der weißen Binde, einfarbig olivgrau, und die Binde
ist etwas breiter mit unregelmäßigen Rändern, besonders an der
Naht vorgezogen, bedeckt ganz die Episternen der Hinterbrust;
auch sind die Tarsen ganz grau.
Long. (s. cap.): 12,0—13,5 mm.
157--29: N’Zerekore, Franz. Guinea, leg. 5. H. Olsen (1951
-— 1952). Typus in Mus. G. Frey.
Litocerus gyrus spec. nov.
9. Färbung und Zeichnung der Oberseite ähnlich wie bei ZL.
filicornis Z. Thoms., mocquerysi Jord. und rhodesiensis Jord.
Kopf dünn gelbbraun behaart, die Behaarung an den Seiten
des Rostrums, der Wangen und auf der Stirn dichter, an der Spitze
Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 675
und neben dem Mittelkiel fast glatt. Rüssel zur Spitze allmählich
und wenig erweitert, fast 11/amal länger als breit, an der Mitte der
Basis erhöht, an der Spitze verflacht, jederseits zwischen den Rie-
len mit 2 Längsrinnen, mäßig stark runzelig punktiert. Stirn 23
so breit wie das 2. Fühlerglied lang, mit sehr feinem Mittelkiel.
Fühler die Basis der Flügeldecken wenig überragend, braun, Glied
3—6 rötlich an der Basis, Glied 1 und 2 kurz, fast gleichlang und
verdickt, Glied 3—7 fast gleichlang. Glied 8 etwas kürzer als 7,
die Keule schmal, so breit wie Glied 2, Glied 9 fast etwas länger
als 3, Glied 10—11, etwa 23 so lang wie 9. Augen wie bei fılicornis
gewölbt und gelormt.
Haisschild etwa so stark punktiert wie bei mocquerysi. aber
schwächer als bei rhodesiensis, mit schwacher fast gerader Quer-
furche, gewölbt, in der Umgebung der Querfurche kaum merklich
niedergedrückt, mit gleichmäßigem, schwach konvexem Querkiel,
der in der Mitte keine Spur einer winkligen Einbuchtung zeigt und
mit dem Seitenkiel einen verrundeten Winkel bildet. Die Färbung
ist schwarzbraun mit unscharfen, mehr oder weniger miteinander
verbundenen schmutzig gelbbraunen Flecken und einer unvoll-
ständigen weißslichen Mittellinie, bestehend aus einem anteapica-
len Strich und einem rundlichen Flecken hinter dem Querkiel mit
einer kurzen Verlängerung nach vorn.
Punktierung der Flügeidecken in den Streifen wie bei moc-
querysi. ebenso die Eindrücke an der Basis und hinter den Post-
basalbeulen, doch ist die Naht von der Mitte bis zum Absturz
merklich tiefer niedergedrückt, der 3., 5. und 7. Zwischenraum
sehr schwach gerippt. Vor dem Absturz befindet sich eine weiße
wellige Querbinde vom 3.—7. Zwischenraum, die im Nahtstreifen
durch einen kurzen schwarzen Strich und im 2. Zwischenraum
durch einen schmutzig lehmgelben Strich unterbrochen ist. Die
Färbung ist schwarzbraun untermischt und mit unscharf begrenz-
ten schmutzig gelbbraunen Stellen; mehr oder weniger zusammen-
hängend schmutzig gelbbraun sind die Basis, Naht und Spitze, vor-
herrschend schwarzbraun die Scheibe und gemischt die Seiten.
Auf dem Pygidium sind Spitze, Mittellinie und Seiten dunkel. Die
Unterseite ist ebenfalls schwarzbraun variiert mit schmutzig gelb-
braun, nur in den Apicalecken der Bauchsegmente ist je ein sehr
kleiner weißlicher Fleck. Die Beine sind schwarzbraun mit Aus-
nahme eines weißlichen Ringes vor der Spitze der Schenkel, eines
Ringes in der Mitte der Schienen und des mit Ausnahme der Basis
weißlichen 1. Tarsalgliedes.
676 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Long.: 9,0 mm. |
1 9 N’Zerekore, Franz. Guinea, leg. S. H. Olsen, Okt. 1951, in '
Mus. G. Frey.
Die ähnlich gefärbten Arten haben an den Schienen 2 schmale
weiße Ringe, die neue Art nur einen breiteren in der Mitte.
Gymnognathus stigmenus spec. nov.
Jg. Den Arten irma Jord. und nanus Jord. nahestehend. Der
Rüssel! ist länger als bei nanus, etwa so lang wie bei irma, mit
braunen Seiten; der gut begrenzte braune dreieckige Scheitelfleck
Setzt sich bis zur Mitte der Basis der Stirn fort. Glied 3 der Fühler
(5) so lang wie 2. Pronotum mit Längsrunzeln; die helle Mittel-
binde besteht aus einem großen von der Basis über den Kiel rei-
chenden Fleck und einem Strich auf der Apicalhälfte, das seitliche
weiße mit der Unterseite verbundene einen kleinen braunen Fleck
einschließende Feld reicht am Apicalrand nicht so weit nach oben
wie bei nanus und überquert den Querkiel wenig innerhalb des
Seitenwinkels. Die Oberseite wie bei nanus leicht gewölbt und
nicht abgeplattet wie bei irma, die Basis der Flügeldecken etwas
weniger vertieft wie bei nanus. Die Zeichnung wie bei genannten
Arten, aber auch etwas variabel, der Apicalfleck ein wenig kleiner
als bei nanus, aber einen kleinen braunen Apicalsuturalfleck wie
bei irma einschließend. Das Pygidium dicht weiß mit braunem
Seitenfleck, ein wenig kürzer und an der Spitze nicht verrundet,
sondern fast gerade abgestutzt. Die Unterseite ziemlich gleichmä-
ig dicht weiß behaart, mit braunen Flecken an den Seiten der
Abdominalsegmente und Episternen der Hinterbrust.
Die neue Art ist in der Tabelle, Jordan, Nov. Zool. XL, 1937,
p- 241, neben irma Jord. und nanus Jord. einzuordnen. Sie unter-
scheidet sich hauptsächlich durch das gerade abgestutzte Pygidium
und die braunen Flecken an den Seiten des Abdomens.
Long. : 4,8—5,5 mm bei geneigtem Kopf.
25 Brasilien, Rio Grande do Sul, Vila Oliva, Febr. 1949 und
1950, Buck leg.
Typus in Coll. Padre P. Buck.
Gymnognathus uta spec. nov.
5. Nach der Tabelle von Jordan, Nov. Zool. XL, 1937, p. 238,
kommt die neue Art neben leucomelas Jord. und biloris Jord. zu
stehen, unterscheidet sich aber erheblich.
Wolfrum : Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 677
Die Ober- und Unterseite ist, abgesehen von den braunen
Zeichnungen, mehr oder weniger dicht hellbräunlichweiß behaart,
aber niemals so dicht und reinweiß wie bei leucomelas Jord.,
fahraei Fahrs. oder alma Jord. Der Rüssel wenig länger als breit,
sehr wenig zur Spitze verbreitert, mit dünnem Mittelkiel, der vom
Apicaldrittel bis zum Scheitel in Höhe des hinteren Augenrandes
reicht, vom vorderen Augenrand zieht jederseits ein dem Mitte!-
kiel paralleler verrunzelter Längswulst zur Spitze, dazwischen mit
schwacher Impression, an der Basis des Rüssels und auf der Stirn
mit Längsrunzeln. Eine breite helle parallele Binde zieht sich von
der Rüsselspitze bis zum Scheitel, ebenso sind die Wangen hell
behaart; die Seiten des Rüssels außerhalb der Längswülste sind
braun, die Unterseite des Kopfes fast unbehaart und glatt; auf dem
Scheitel 2 braune dreieckige Flecken, welche mit dem Braun am
Hinterrand der Augen verbunden sind und die helle Längsbinde
in 3 Spitzen teilen. Fühlerkeule reichlich !/; so breit wie die Stirn.
Pronotum fein und dicht wie bei vielen anderen Ärten punk-
tiert, zwischen den Punkten glatt und glänzend. Prothorax und
Pronotum sind mehr oder weniger gleichmäßig hell behaart, auf
letzterem ist beiderseits auf der Seitenmitte des Querkiels ein dii-
fuser brauner Fleck, der sich, nach vorn undeutlicher werdend, in
Richtung auf die braunen Scheitelflecke verlängert, auch der
Apicalrand vor dem Seitenkiel ist infolge dünnerer Behaarung
diffus braun. Der Querkiel ist wenig gebogen, in der Mitte schwach
und breit konkav, daneben leicht konvex; Pronotum in der Mitte
vor dem Kiel und innerhalb der Seitenecken schwach eingedrückt,
der Kielwinkel beträgt 90° mit kaum verrundeter Spitze, der
Seitenkiel ist gerade, reicht halb bis zum Vorderrand und stößt
mit der Lateralbasalcarinula fast gerade zusammen.
Die Flügeldecken mit konvexer bis zur Schulter reichenden
Biegung des Basalrandes, die Postbasalhöcker vollkommen abge-
flacht, die Apicalhöcker rund, bei seitlicher Ansicht nicht nach hin-
ten überstehend, die Scheibe bis zum 5. Zwischenraum und Absturz
abgeplattet, aber kaum bemerkbar zur Naht eingedrückt; der 5.
Zwischenraum nicht gekielt; die Streifen schwach punktiert, doch
bis zum Absturz überall deutlich. Die Flügeldecken sind zum größ-
ten Teil wie der übrige Körper grauweilS mit leicht bräunlichem
Ton behaart, über die Apicalbeulen ein braunes Querband, dessen
Hinterrand ziemlich gleichmäßig, während der V orderrand an der
Naht etwas, seitlich vom 8. Zwischenraum an doppelt so weit nach
vorn gezogen ist; auf der vorderen Hälfte der Flügeldecken befin-
678 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
dien sich 3 kleine braune rundliche im Dreieck angeordnete Flecke,
einer an der Stelle der Postbasalbeule, der 2. im 5.—7. Zwischen-
raum etwas vor der Mitte und der 3. schräg davor am Seitenrand;
die Schultern sind diffus braun; im hellen Apicalfeld ist ein klei-
ner brauner Suturalapicalfleck eingeschlossen.
Pygidium und Analsternit ungezähnt, Pygidium mit abge-
stutzter leicht verrundeter Spitze, einfarbig hell behaart, breiter
als lang, zur Spitze verengt. Unterseite einfarbig, in der Mitte der
ganzen Unterseite infolge spärlicher Behaarung angedunkelt, die
Seiten des letzten und vorletzten Abdominalsegments glatt, an
den Seiten der übrigen Segmente mehr oder weniger deutliche
braune glatte Stellen. Mesosternalfortsatz schwach konkav. Beine
von der Basis bis zur Mitte der Schienen hell behaart, der Rest ist
braun, sehr spärlich grau variiert, der Übergang in der Mitte der
Schienen von grauweiß zu braun ist diffus. Das 1. Glied des Vor-
der- und Mitteltarsus länger als das Klauenglied, das 1. Glied des
Hintertarsus so lang wie das Klauenglied.
Liong.: 8,0—8,5 mm bei geneigtem Kopf; Lat.: 2,5—9,1 mm.
258. F. Paula, Rio Grande do Sul, Brasilien, leg. Buck 18. 1.
1939. Typus in coll. Padre P. Buck.
Apatenia asema Spec. noV.
5. Wie anriulipes Jord., aber die Zeichnung düsterer und die
Gegensätze zwischen den hellen und dunklen Stellen weniger auf-
fallend. Der Rüssel kürzer, wenig länger als die halbe Breite, die
Apicalecken stärker verrundet. Halsschild deutlicher und dichter,
besonders an den Seiten punktiert; die Beulen im 3. Zwischenraum
der Flügeldecken etwas kräftiger.
Long.: 8,5 mm bei geneigtem Kopf.
1 5 NZerekore, Franz. Guinea, leg. S. H. Olsen Nov. 1951.
Typus in Mus. G. Frey.
Apatenia longiclava spec. nov.
EIZUCN
79 An eine kleine annulipes Jord. erinnernd, dunkelbraun
mit rötlichbrauner und bräunlichgelber Behaarung untermischt.
Mandibeln chagriniert, neben dem Außenrand mit verkürzter
Rinne. Kopf dicht runzlig punktiert, ohne Mittelkiel, dunkelbraun,
die schmutzig lehmbraune Behaarung ist auf Basis und Seiten des
Rüssels, am oberen und unteren Augenrand sowie auf 3 quer an-
geordneten Flecken des Scheitels, meistens nur undeutlich, ver-
dichtet. Rüssel kaum halb so lang wie breit, der Seitenrand zwi-
Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 679
schen Auge und Fühlergrube mit schwacher Einbuchtung, dann
zum Vorderrand verengt, Vorderrand in seiner ganzen Breite sehr
leicht konkav. Stirn !/; (5) so breit oder kaum !/; (2) so breit wie
der Rüssel. Die Augen hinten steiler abfallend als vorne, doppelt
(5) so lang wie breit oder etwas kürzer (2). Fühler die Mitte des
Halsschildes etwas überragend, rötlich mit Ausnahme des 9. und
16. Gliedes, Glied 1 und 2 verdickt, 2 wenig kürzer als I, ziemlich
so lang wie 3, Glied 3—8 allmählich an Länge abnehmend, 8 —- 2/5
von 3, 9 dreieckig, so lang wie breit, breiter als 2, 10 quer, 11
rundlich.
Halsschild von den Seitenecken nach vorn konisch schwach
gerundet verengt, dicht und gleichmäßig runzlig punktiert. Quer-
kiel ziemlich gerade in der Mitte, vor den Seiten etwas nach vorn
De
[1
gebogen, Seitenwinkel größer als 90% mit verrundeter Spitze, Sei-
tenkiel wenig prominent und von oben nicht sichtbar, verschwin-
det allmählich im vorderen Viertel. Färbung schwarzbraun mit
eingestreuter diffuser gelbbrauner Zeichnung, bestehend aus einer
dünnen, in der Mitte unterbrochenen Mittellinie, 2 kreuzweise an-
geordneten Querstrichen und jederseits ca. 5—6 verschwommenen
mehr oder weniger zusammenhängenden Flecken.
Flügeldecken mit geradem Vorderrand, gewölbt, in den Strei-
fen kräftig punktiert, hinter den schwachen Postbasalbeulen von
der 1.—4. Punktreihe leicht quer eingedrückt und längs der Naht
leicht niedergedrückt, Zwischenräume 2, 4, 6, 8 rötlichbraun, Naht
und Zwischenräume 3, 7, 9, 11 dunkelbraun und schmutzig hell-
grau gewürfelt, die hellen Würfelflecken hinter der Mitte im 3.,
5., 7. und 9. Zwischenraum sind deutlicher und querbindenartig
angeordnet, auch an der Basis des 5. Zwischenraums befindet sich
ein längerer heller Stich.
Pygidium breiter als lang, verrundet (7') oder verrundet zu-
gespitzt (2), schmutzig gelbbraun, in der Mitte angedunkelt. Un-
terseite auf Prothorax vor den Mittelhüften und an den Seiten des
Metathorax kräftig und wenig dicht punktiert, an der Basis der
Bauchsegmente mit einer Reihe starker Punkte, Mesosternalfort-
satz flach, an der Spitze abgestutzt; Abdomen des 7 in der Mitte
gerade, sehr schwach abgeplattet; Färbung dunkelbraun variiert
wie die Oberseite, Episternen der Mittelbrust und diffuse Flecken
an den Seiten des Abdomens heller. Beine rötlichbraun mit diffu-
sen grauen Ringen an den Schenkeln vor der Spitze, an den Schie-
nen vor der Mitte und vor der Spitze, die Tarsen rötlichgelb.
Klauenglieder, besonders am Vordertarsus, so lang wie die übrigen
680 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Tarsenglieder zusammen, Klauen kräftig und so lang wie das
1. Glied, mit deutlichem Zahn in der Mitte, 4. Tarsenglied tief
gelappt, breiter (5) oder so breit (2) wie die Schienen.
Long.: 3,5—5,5 mm.
J'Q. Madagaskar, eine Serie aus Umgebung von AÄndrona
(Nord-Madagaskar) (Typus) und Maroantsetra. Typus in Mus. G.
Frey.
Exechesops epipastus spec. nov.
9. Augenstiel kurz, auf der Rückseite so lang wie das 1.
Tarsenglied, Augen oval, ohne Ausbuchtung, gleichmäßig gewölbt,
etwas zusammengedrückt. Rüssel in der Mitte des Spitzenrandes
flach gebuchtet, an der Spitze nur halb so breit wie an der Basis,
vor den Fühlergruben quer niedergedrückt, der convergente Sei-
tenrand über der Fühlergrube konvex vorgewölbt, Rüssel und Stirn
mäßig dicht, gegen die Mitte spärlicher, schmutzig grauweiß be-
haart, eine dünne weißliche Mittellinie reicht von der Rüsselbasis
über den Halsschild bis zum 1. Nahtdrittel. Fühler rötlichgelb mit
dunkler Keule, die beiden 1. Glieder kurz und verdickt, Glied 3
das längste, Glied 3—8 allmählich an Länge abnehmend, die Keule
etwa doppelt so breit wie die mittleren Glieder, Glied 9 = 6, 10
etwas kürzer, 11 etwas länger als 9.
Halsschild mit nahezu geradem, im 1. Drittel liegendem Quer-
kiel, die dünne grauweiße Mittellinie ist braungelb gesäumt, der
übrige Teil des Halsschilds schwarzbraun durch braungelbe Zwi-
schenpartien in mehr oder weniger zusammenhängende Flecken
aufgeteilt, hinter dem Querkiel jederseits 2 schwarzbraune
Flecken. |
Die Flügeldecken sind braungelb, schwarzbraun und weiß-
grau varliert; die Naht ist zum 1. Drittel weiß, dann schwarzweiß
gewürfelt, die Zwischenräume 2, 4, 6, 8, 10 mehr oder weniger
gelbbraun, die Zwischenräume 3, 5, 7, 9 mehr oder weniger weiß-
grau-schwarzbraun gewürfelt; 3 weißliche Würfelflecken vor dem
Absturz im 3., 5. und 7. Zwischenraum bilden eine undeutliche
Querbinde, die davor liegenden dunklen Striche sind auch etwas
deutlicher, ebenso wie die dunkle Stelle auf dem Basalhöcker, der
kein Haarbüschel trägt.
Pygidium so lang wie breit, zugespitzt verrundet, schwarz-
braun mit hellem Mittelstrich und beiderseits vor der Spitze mit
einem gelbbraunen Tüpfel.
Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G.-Frey 681
Prothorax schwarzbraun, grau und gelbbraun variiert; Meso-
metathorax heller, gelbbraun und dunkel variiert. Beine rötlich-
gelb, Spitzen der Schienen und Fußglieder gebräunt.
Länge: 3,6 mm.
1 2 Kandy, Ceylon, leg. G. Frey März 1953, Typus in Mus.
G. Frey.
Enedreytes albisparsa spec. nov.
Schwarzbraun, auf Halsschild und Flügeldecken mit weißen
wischartigen Tüpfeln, Unterseite dünn, Kopf und Beine sehr spär-
lich weiß behaart.
Rüssel 11/;mal so breit wie lang, quer niedergedrückt, Spitze
wenig breiter als die Basis, breit und flach ausgerandet, Seitenrand
bis zur Fühlergrube parallel, dann leicht divergent, über der
Fühlergrube wulstig, die rundliche Fühlergrube vom Auge so weit
entfernt wie die Fühlerkeule dick ist; Fühler die Basis des Hals-
‚schilds nicht erreichend, dunkelrotbraun mit dunkler Keule, Glied
1 und 2 verdickt, 3 etwas kürzer und kaum halb so dick wie 2,
3—8 allmählich an Länge abnehmend, 5 kaum länger als breit,
etwas breiter als 3, Keule doppelt so breit wie Glied 1, 9 dreieckig,
so lang wie breit, 10 quer, 11 oval zugespitzt, so lang wie 9. Augen
schräg rundlich oval, hinten stärker gewölbt, mit schmalem klei-
nem Sinus, fein facettiert, Stirn schwach konvex von der Seite
gesehen, vorn fast so breit wie die halbe Rüsselbasis; Kopf und
Halsschild fein und sehr dicht runzliggekörnt punktiert.
Halsschild gewölbt, nur vor dem Kiel schwach niedergedrückt,
so lang wie breit, von den Seitenecken nach vorn mäßig gerundet
verengt, in der Mittellinie etwas länger als an den Seiten, Quer-
kiel fast gerade, etwas weiter als bei curtirostris Rey von der Basis
entiernt, etwa am ersten Fünftel oder Sechstel liegend, seitlich
vollkommen verrundet, der nach vorn gebogene Teil erreicht nicht
die Mitte des Seitenrandes, vor dem Querkiel befinden sich etwa
14 weißliche Tupfen, außerdem 3 hinter dem Querkiel, davon
einer in der Mitte und 2 etwas innerhalb der Seiten, und 3 weniger
deutliche auf der Mittellinie vor dem Kiel, Mitte und Spitze.
Flügeldecken so breit wie der Halsschild, gewölbt, parallel,
mit geradem Basalrand, Schulterbeule gut, Postbasalbeule schwach
entwickelt; Zwischenräume auf der Scheibe flach, an den Seiten
gewölbt, Punkte in den Streifen in der Mitte mäßig fein, nach den
Seiten zu stärker, Zwischenräume sehr fein und dicht punktuliert;
682 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
die weißen Tüpfel etwas spärlicher als auf dem Halsschild (viel-
leicht abgerieben?). |
Pygidium breiter als lang, halbkreisförmig. Tarsen kürzer und
schmäler als die Schienen, 1. Glied so lang wie das Klauenglied.
Länge: 2,1 mm.
12 (2), Madagaskar, Maroantsetra, in Mus. G. Frey.
Die neue Art mag vorläufig bei Enedreytes Schh. stehen, weil
sie strukturell, nicht in der Zeichnung, eine gewisse Verwandt-
schaft zu curiirostris Rey, die hinwiederum auch keine echte Ene-
dreytes ist, zeigt.
Tropidebasis paraleuca spec. nov.
o. Klein, dunkelbraun, mit weißen wischartigen Haarflecken.
Rüssel! schr kurz, kaum länger als die Breite der Fühlerkeule, nach
vorn stark verengt, der gekielte Rand verläuft in flachem Bogen
vom Augensinus zum anderen Auge. Augen rundlich, mit tiefem,
etwa ?”/; des Augendurchmessers erreichendem Sinus, in welchem
die Fühlergrube liegt, der obere Augenlappen reicht weiter nach
vorn als der untere. Stirn konvergent, die vordere Breite gleich der
Länge des Augendurchmessers. Kopf mit weißer, längs der Mitte
spärlicherer Behaarung. Fühler nicht ganz die Basis des Hals-
schilds erreichend, dunkelbraun, mit rotgelbem 1. Glied, Glied 1
und 2 verdickt, 3 etwas länger als 2, 3—5 allmählich an Länge
abnehmend und an Breite zunehmend, 8 halb so lang und dop-
pelt so breit wie 3, Keule 3mal so breit wie 8, so lang wie 3—6,
9 so lang wie 2, dreieckig, 10 quer, etwas kürzer als 9, 11 mit
verrundeter Spitze, wenig länger als 10.
Halsschild an der Basis so breit wie die Flügeldecken, von der
Mitte nach vorn verrundet, wenig verengt, Vorderrand bogenför-
mig vorgezogen, an den Seiten 3/ so lang wie in der Mitte, gleich-
mäßig gewölbt, nur vor dem Querkiel undeutlich niedergedrückt.
Querkiel basal, an die Flügeldecken anliegend, fast gerade,
schwach biconvex, Seitenwinkel wenig größer als 90°, nur in der
Spitze leicht verrundet; Seitenkiel fast den Vorderrand erreichend,
nach vorn schwächer werdend. Die weißen wischartigen Flecken
vor dem Querkiel und an den Seiten zahlreicher als auf der
Scheibe.
Flügeldecken mit parallelen Seiten, stark gewölbt, wie der
Halsschild ohne Eindrücke, mit schwacher Schulterbeule, ohne
Postbasalbeule, Basalrand sehr schwach biconvex, mit mäßig star-
ken Punktreihen, ohne eingedrückte Streifen. Zwischenräume ganz
Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 683
flach und lederartig sculpturiert, die weißen Flecken sind stellen-
weise, oft quer, zusammenhängend.
Pygidium halbkreisförmig, weil mit bräunlicher Mittellinie.
Unterseite weiß, gleichmäßiger und weniger fleckig behaart. Beine
dünn weiß behaart, Chitin der Schienen und teilweise der Tarsen
rötlichgelb, Tarsen etwas kürzer als die Schienen, 1. Tarsalglied
kaum länger als die Schienen an der Spitze breit, Klauen gleich
lang, halb so lang wie das Klauenglied.
Länge: 2,0 mm, Breite: 0,9 mm.
1 5 Madagaskar, Maroantsetra, Typus in Mus. G. Frey.
Die neue Art paßt nicht befriedigend in die indomalayische
Gattung Trobidobasis Jord., weniger noch in die verwandten afri-
kanischen Gattungen Gulamentus Jord. und Alloplius Jord. Die
jetzige Einreihung soll daher nur vorläufig sein.
684 [75] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
C. II. Teil: Die Monommiden der ameri-
kanıschen Region.
(Mit 3 Tafeln)
Von Heinz Freude
Einleitung zum II. Teil.
Das Material dieser Region, welches mir für meine Arbeit
zur Verfügung stand, war quantitativ sehr unterschiedlich. Vom
gut besammelten Nordamerika, d. h. von den südlichen Staaten
der U. S. A., teils auch von Mittelamerika, lag mir reiches Material
vor, das die Erkennung geographischer Rassen erlaubte. Dagegen
erwiesen sich südamerikanische Vertreter als ausgesprochen spär-
lich. Verständlicherweise ist von früheren Sammlern in diesen Ge-
bieten, die auf ihren Expeditionen sicher weit größere Transport-
schwierigkeiten hatten als heutzutage, mehr extensiv als intensiv
gesammelt worden, wobei die meist kleinen und unscheinbaren
Monommidae verhältnismäßig wenig berücksichtigt wurden. Meine
Vermutung, daß nur ein kleiner Teil der süädamerikanischen Arten
bekannt wäre, wurde vollauf bestätigt, denn das spärliche süd-
amerikanische Material war ungewöhnlich artenreich und enthielt
eine ganze Reihe bisher unbekannter Arten, insbesondere unter
den kleinsten Vertretern. Erfreulicherweise befanden sich in der
Collection Fry des British Museum sowie in der Sammlung des
U. S. National Museum einige Serien dieser kleinsten Monommi-
den, und ich kann meinen Kollegen an diesen Instituten mein
Kompliment machen, daß sie diese schwer zu beurteilenden Käfer-
chen auch als zur Familie der Monommidae gehörig erkannt ha-
ben. Der bisher kleinste Vertreter, Hyporhagus minutus Pic mit
3 mm Länge, wurde von den neuen Arten um ein volles Drittel
unterboten. |
Für die Unterscheidung der Arten ist außer der Elytren-
struktur und der Bildung der Sterna des Thorax besonders wieder
die Form der Komplexaugen auf der Unterseite des Kopfes von
großer Bedeutung, ferner die Randverbreiterung der Elytren, die
ge
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [76] 655
ich als „falsche Epipleuren“ bezeichne. Bei den kleinsten Arten
mußte ich außerdem die Form der Antennenkeulen sowie der
Vordertibien und der auf diesen befindlichen Tarsenfurchen
berücksichtigen. Möglicherweise sind manche kleinste Arten noch
zusammengesetzt, aber das geringe vorhandene Material erlaubte
nicht immer, eine scharfe Grenze zwischen Variabilität und art-
licher oder wenigstens subspezifischer Differenz zu ziehen.
Mein Dank für liebenswürdige Unterstützung meiner Arbeit
gilt den bereits im 1. Teil erwähnten Kollegen in gleicher Weise,
weshalb ich von einer neuerlichen Aufzählung wohl absehen darf.
1. Gattungs- und Gruppencharakteristik.
Die Familie der Monommidae hat auf dem amerikanischen
Kontinent eine mannigfaitige Entwicklung erfahren und kann in
fünf verschiedene Gattungen unterteilt werden, von denen vier
allerdings nur wenige Arten in sich vereinen. Den größten Teil
umfaßt die Gattung Hyporhagus, welche von Thomson 1860 in
seiner Monographie durch folgende Characteristica von der Gat-
tung Monomma abgetrennt wurde:
„aa. Maxillarum galea elongata;
bb. Palporum maxillarium art. ult. securiformis;
cc. Palporum labialorum art. ult. intus rectus;
dd. Submentum antice trılobatum, lobis haud acutis:
ee. Lingula menti basim non extans;
ff. Prothorax antice rotundatus;
gg. Prosterni projectura lata;
hh. Mesosternum laminatum, transversum:
ii. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum“.
Das augenfälligste Merkmal ist zweifellos der vorn abgerun-
dete Halsschild, dessen Vorderecken im Gegensatz zur Gattung
Monomma nicht vorgezogen sind. Dieses Merkmal trennt Hypo-
rhagus auch von drei amerikanischen Gattungen, Obesomonomma,
Micromonomma und Antillemonomma, nicht aber von der Gat-
tung Aspathines, die Champion 1838 in seiner Biologia Centrali
Americana, p. 475, aufstellte und folgendermaßen von Hyporhagus
abgrenzt:
„Antennae very short, the basal joint scarcely twice as long as the equally
stout second, joints 6—9 very strongly transverse, 10 and 11 only broadly wi-
dened and forming a 2-jointed club; the grooves for the reception of the
antennae very deep, parallel anteriorly, very sharply curved about the middle,
and extending outwardly towards the anterior angles: elytra very finely and nar-
rowly margined, the margins not extended and invisible from above.“
686. [77]
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Die 2gliedrige Antennenkeule und die hakenförmigen An-
tennenfurchen sind eindeutige und augenfällige Merkmale der
Gattung.
Die Gattung Mieromonomma begründete Pic 1932 in der Re-
vista de la Soc. Ent. Argent. V, 22, p. 105, auf eine von ihm eben-
dort beschriebene neue Art. In der Differenzialdiagnose, deren
erster Teil auch auf die Gattung Monomma zutrifft, heißt es:
„Bord anterieur du prothorax Echancre avec les angles anterieurs marqu6s,
saillents en avant.
Bord lateral des @lytres Etroit et peu marque: prothorax sans sillon pre£-
lateral ni rebord ret. Corp. tres bomb& au milieu.“
Mlicromonomma hat also mit Mlonomma die vorgezogenen
Prothorax-Vorderecken gemeinsam, unterscheidet sich aber durch
schmalen, kaum markierten Seitenrand der Elytren, fehlenden
Seitenrand des Halsschildes und sehr hochgewölbte Körpermitte.
Die Gattung ist weiter durch die beiden, nach hinten konkaven
Mondfurchen des Analsegments innerhalb der amerikanischen
Monommidae eindeutig gekennzeichnet.
Gattung Obesomonomma wurde von Pic 1933 in den Mel.
exot. ent. 62, p. 14, als Subgenus von Monomma aufgestellt und
folgendermaßen gekennzeichnet:
„Corpus latus, elytris post humeros dilatatis, lateraliter diverse carinatis:
thorace lateraliter minute sed distincte sulcato.“
Diese wenig typische Definition läßt wichtige Merkmale von
Gattungscharakter außer acht, insbesondere die tiefen und breiten,
quergestellt fragezeichenförmigen Analfurchen, die auf dem vor-
letzten Sternit wellenförmig und weiter nach vorn tief komma-
förmig fortgesetzt werden. Außerdem ist sehr charakteristisch die
nur mit einer Ommatidienreihe besetzte schmale Augenzunge auf
der Kopfunterseite, die vom abgerundeten Komplexauge zum
Mentum hin zeigt und sich in der großen, breiten Augengrube ver-
liert.
Von dieser Gattung sind bisher zwei Arten bekannt, desglei-
chen von Micromonomma. Aspathines hat nur eine Art, die aller-
dings in drei Subspecies aufgeteilt werden kann, deren eine, die
subsp. sachtlebeni nov., auch als eigene Art aufgefaßt werden
könnte.
Schließlich erhielt ich aus dem Berliner Museum ein Exem-
plar, das sich in keiner der bekannten Gattungen unterbringen
ließ und mich zwang, eine neue Gattung darauf zu begründen:
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [78] 687
Antillemonomma nov. gen.
Monommiden der Antillen von länglich abgeflachter Gestalt,
_ ohne Scutellum, Halsschild lang und wenig verengt, höchstens,
11/5x so breit wie lang. Kopf mit rundlichen Gruben vor den unter
dem Halsschild verborgenen Augen, die letzteren reichen nur bis
auf die Seite des Kopfes, dringen nicht bis auf die Unterseite vor.
_ Drei Elytrenreihen innerseits der Schultern tief rinnig, übrige
teils obsolet. Neben dem Seitenrand lang-grubige Vertiefungen.
Die Analfurchen sind tief mandelförmig, parallel zum Hinterrand
gerichtet, können durch feine Rinne verbunden sein.
Die Gattung ist bisher nur von St. Thomas bekannt geworden
und wahrscheinlich wenig verbreitet.
Bei der artenreichen Gattung Hyporhagus läßt sich eine An-
zahl Gruppen erkennen, deren Glieder durch gemeinsame Merk-
male in besonders nahe verwandtschaftliche Beziehungen zu stel-
len sind, so daß man sie auch als Artenkreise auffassen kann.
Allerdings müssen einzelne Arten hiervon ausgenommen werden,
die wohl gerade noch einer Gruppe angeschlossen werden können,
aber sich durch besondere Merkmale als nieht mehr zu einer so
engen Bindung gehörig erweisen, wie sie ein Artenkreis darstellt.
Im großen gesehen lassen sich zunächst einmal zwei Gruppen
erkennen, deren eine durch feine kielförmige Leisten besonders
neben den äußeren Punktreihen ausgezeichnet ist, die der anderen
fehlen. Übergänge zwischen beiden sind aber vorhanden. Nord-
amerika wird ausschließlich von Arten der 1. Gruppe besiedelt,
wenn man die Übergangsart MH. punctulatus Thoms. hinzurechnet.
Mittel- und Südamerika dagegen werden von der zweiten Gruppe
beherrscht, während gekielte Arten seltene Ausnahmen darstellen.
Im nordamerikanischen Raum treffen wir hauptsächlich zwei
Artenkreise an, die je einen Rassenkreis einschließen. Der eine
Artenkreis, die piceus-Gruppe, ist ausgezeichnet durch einen
ommatidienlosen Augenwulst, der das Auge auf der Unterseite
des Kopfes nach innen begrenzt. Seine verbreitetste Art, H. opa-
culus Lec., läßt sich in einen Kreis von vier Rassen gliedern. H.
yucatanus Thoms. fehlt zwar dieser ommatidienlose Wulst, die
Begrenzung des Auges nach innen zeigt aber deutlich, daß die
Art den gewulsteten zuzuordnen ist, wohl sogar im Rahmen des
Artenkreises. | |
Dem anderen Artenkreis fehlt der ommatidienlose Wulst
und das Auge dringt + keilförmig nach innen vor, besitzt aber
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 44
688 [79] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
eine nach hinten gerichtete, glatte und ommatidienlose kleine
Ecke, die an der inneren Abrundung liegen oder weiter nach
außen gerückt sein kann. In letzterem Falle ist sie kaum zu sehen.
Diese Gruppe wird beherrscht von dem Rassenkreis des H. gilen-
sis Horn, der von den amerikanischen Monommiden am weitesten
nach Norden vordringt. Der nördlichste Fundort des mir vorlie-
senden Materials war Bellevue in Utah, das auf etwa 37° 25’
nördl. Breite liegt. Mit A. gilensis Horn wurde bisher stets eine
Art zusammengeworfen, die ich wegen ihrer großen Ähnlichkeit
H. pseudogilensis spec. nov. genannt habe. Sie läßt sich aber be-
sonders durch ihre Augenbildung eindeutig von H. gilensis ab-
grenzen. Eine der Hauptart parallele Rassenbildung ist nicht er-
kennbar.
Zur gilensis-Gruppe, wohl kaum aber zum Ärtenkreis, gehört
H. durangoensts Champ. und mit größter Wahrscheinlichkeit auch
H. venezuelensis Thoms., dessen Typus leider verlorengegangen
ist und der sich deshalb nicht sicher beurteilen läßt, zumal mir
auch kein anderes entsprechendes Exemplar zu Gesicht kam. Mög-
licherweise sind die beiden genannten Arten auch Rassen einer Art.
Die punctulatus-laevepunctatus-Gruppe ist m. E. auch als
Artenkreis anzusehen und vermittelt zwischen den Großgruppen
der gekielten und ungekielten Hyporhagus-Arten. Sowohl bei H.
punctulatus wie auch bei MH. laevepunctatus lassen sich geographi-
sche Rassen erkennen, wogegen die zur Gruppe gehörigen H. ar-
gentinus, rarus und fusciceps als selbständige Arten zu werten
sind. H. rarus ist deutlich gekielt, H. punctulatus und jusciceps
kommen schwach gekielt oder ungekielt vor. Eine punctulatus-
Rasse ist auf die U.S.A. beschränkt, die andere in Mittel- und
Südamerika verbreitet (Material aus Cuba, Brasilien und Peru lag
vor). H. laevepunctatus ist in Bolivien, Peru, Brasilien und Panama
einheitlich, hat aber in Costa Rica und Guatemala eigene Rassen
entwickelt.
Als Artenkreis dürfte auch die opacus-Gruppe zu gelten
haben. Sie ist ausgezeichnet durch das vorn ungerandete Pro- und
das meist tief ausgerandete Mesosternum. H. opacus selbst bildet
einen gewissen Übergang, da bei ihm die vordere Prosternalum-
randung meist noch schwach angedeutet ist. Die Verbreitung der
Gruppe ist im wesentlichen südamerikanisch, nur die Art Ä. emar-
ginatus dringt weiter nach Mittelamerika (Guatemala) vor.
Die wagneri-Gruppe hat zwar auch vorn ungerandetes Pro-
sternum, aber nur flach eingebuchtetes Mesosternum. Bemerkens-
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [80] 699
wert ist noch die glatte ommatidienlose Ecke am Hinterrand des
Auges. Schon die Körpergröße trennt sie von der opacus-Gruppe.
Ebenfalls ungerandetes Prosternum, flach eingebuchtetes Me-
sosternum und verhältnismäßig großen Körper hat die brasilien-
sis- oder nitidus-Gruppe. Wie ihr Name sagt, ist sie von der
vorigen Gruppe durch besonderen Hochglanz ausgezeichnet. Sie
unterscheidet sich weiter durch die fehlende ommatidienlose Ecke
und durch feinere Elytrenreihen. Wagneri- und brasiliensis- .
Gruppe bilden ebenfalls Artenkreise und sind auf Südamerika be-
schränkt. Vertreter des wagneri-Kreises zeigen noch Beziehungen
zu dem Außenseiter der suturalis-Gruppe, H. rufolineatus. Die
Anklänge des brasiliensis-Kreises an die marginatus- und sutu-
ralis-Gruppe sind weniger augenfällig, aber trotzdem nicht ganz
in Abrede zu stellen.
Als typisch mittelamerikanisch ist die marginatus-Gruppe an-
zusehen. !hre Vertreter sind mehr breitoval, haben mittelbreite
falsche Epipleuren, breite Analfurche und ein verhältnismäßig
langes Mesosternum, das nicht tief ausgerandet ist. Auf den ver-
schiedenen Antillen-Inseln dürften noch manche endemische Ar-
ten aufzufinden sein, insbesondere auf den Kleinen Antillen. Nur
die ohnehin etwas abseits stehende Art Ä. obliteratus ist auf der
mittelamerikanischen Landbrücke zu Hause.
Die suturalis-Gruppe ist neben der clavicornis-Gruppe die-
jenige, welche bescheidene farbliche Artmerkmale aufweist. Es
gibt auch in maturem Zustand rotbraune Ärten, andere haben
hellere Fleeken oder Binden. Als weiteres besonderes Merkmal
sind die breiten falschen Epipleuren zu nennen. Die suturalis-
Gruppe ist auf dem süd- und mittelamerikanischen Festland ver-
breitet und reicht nördlich bis Costa Rica, nach dem vorliegenden
Material zu urteilen. Ä. suturalis selbst bildet einen schönen
Rassenkreis, der sich von Bolivien über Peru und Panama nach
Costa Rica verfolgen läßt. Die Art H. rufocinctus von Brasilien
gehört sicher nicht zum Artenkreis und wurde der Gruppe nur
provisorisch angeschlossen.
In der laeviusculus-Gruppe zeigt sich eine Tendenz zur Re-
duktion der Analfurche, so daß der Uneingeweihte gelegentlich
meinen könnte, es seien zwei Analfurchen vorhanden. Typisch
Sind weiter die wenig auf die Kopfunterseite vordringenden Äugen
und ein mittellanges Mesosternum. Der Artenkreis des H. laevi-
usculus ist ebenfalls süd- bis mittelamerikanisch und besteht aus
kleineren Vertretern. H. laeviusculus selbst hat eine kleine omma-
690 [81] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
tidienlose Augenecke, die Beziehungen zur gilensis-Gruppe andeu-
ten könnte, welche sonst allerdings nicht zu erkennen sind.
Die clavicornis-Gruppe schließlich vereinigt in sich die klein-
sten Vertreter der Gattung. Neben der schon erwähnten, vielfach
rotbraunen Färbung ist als morphologisches Merkmal besonders
das kurze, tief und breit ausgerandete Mesosternum zu nennen.
Die Augen dringen unterseits weiter zur Mitte vor. Bei den klein-
E pauBe ._
sten Arten, HM. minimus und lateminimus, versagen die äußeren
Geschlechtsmerkmale, denn die 3’ haben kein ausgesprochenes
Kehlbärtchen mehr. Die Arten des im wesentlichen südamerikani-
schen Artenkreises dringen z. T. bis Mittelamerika vor. Als einzige
Art des Kreises hat H. minutus vier hellere Flecken auf den Ely-
tren, was zur Verdeutlichung der verwandtschaftlichen Beziehun-
gen zum suturalis-Kreis beiträgt. |
2. Einzelbeschreibung der Arten.
a) Antillemonomma gen. nov.
Antillemenomma delkeskampi spec. nov. (Tafel XXV, Fig. la, b.)
St. Thomas / Antillen.
3,2x2,1 mm.
Länglich oval, dunkel rotbraun, Extremitäten heller, glän-
zend, etwas abgeflacht.
Kopf fein, gleichmäßig eingestochen punktiert, in zwei fla-
chen Gruben vor den Augen grob.
Halsschild nicht ganz 11/xX so breit wie lang, fast parallel-
seitig, nur vorn gerundet leicht verengt, Vorderwinkel verrundet,
nur schwach vorgezogen. Vorderrand fast gerade. Mäßig dicht,
fein eingestochen punktiert, zum Rande gröber und schwach
schuppig. Hinterwinkel scharf, über 90°. Basis bildet einen nach
hinten vorgezogenen stumpfen Winkel, der aber völlig verrundet
ist, seine Schenkel im übrigen fast gerade.
Scutellum nicht sichtbar.
Elytren: Von den normalen 11 Punktreihen sind nur neun
erkennbar. Die Schildehenreihe fehlt, die zweite und dritte sind
vorn obsolet und höchstens an der Basis in wenigen Punkten er-
kennbar, auf der hinteren Elytrenhälfte aber vorhanden. Auf der
Körpermitte ist die vierte erkennbar, die folgenden zunehmend
stärker bis zur siebenten, dann wieder abnehmend. Die sechste bis
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [82] 691
achte rinnig vertieft, die neunte kaum erkennbar und die zehnte
völlig obsolet. Am Rande finden sich einige gröbere, längliche
Punkte der elften. Intervalle spärlich, scharf eingestochen punk-
tiert, der Grund kaum erkennbar chagriniert. |
Keine falschen Epipleuren. Epipleuren mäßig breit.
Antennen kurz, kräftig, mit dreigliedriger Endkeule, in eine
tiefe, stark gekrümmte Furche unter dem Halsschild einlegbar,
die nicht über die halbe Halsschildlänge nach hinten reicht.
Augen dringen nicht auf die Unterseite des Kopfes vor, sind
verrundet und seitlich gerade noch unter dem Halsschild erkenn-
bar. Kehle sehr lang. Prosternum entenschnabelförmig, glatt. Ba-
sis schwach konvex. Mesosternum schließt an, ist kaum ausge-
buchtet, mittellang, glatt, etwas matt. Metasternum kuppelförmig,
glatt. Tibialfurchen fast quer, Grube flach.
Abdomen kaum erkennbar fein eingestochen punktiert, seit-
lich gröber, Intercoxalfortsatz breit, vorn gerade. Analfurchen tief,
mandelförmig, beim 9 durch eine feine Rinne vereint, parallel zum
Hinterrand.
Der Holotypus, 1 5’ von St. Thomas, Antillen, von Moritz
gefangen und H. joveolatum bezeichnet, aber nicht veröffent-
licht, befindet sich im Museum Berlin. Ich widme_ die Art
dem dortigen Betreuer der Coleopteren-Abteilung, meinem ver-
ehrten Kollegen, Herrn Professor Dr. Delkeskamp.
b) Obesomonomma.
Obesomonomma bonvouleirii (Thoms.) (Hyporhagus) (Physis Re-
cueil D’Histoire Naturelle I, Paris 1867, p. 129.) (Ta-
fel XXV, Fig. 7, und XXVII, Fig. 1.)
Urbeschreibung: „Patria: Montevideo.
Long., 8, mill.; lat., 6 mill.
Omnino niger, nitidissimus; prothorax tenue obsolete et sparsim punctatus;
elytra lateribus longitud. costata, singula punctorum seriebus longitud. 10 in-
structa; abdomen grosse, pedesque tenue, punctata, illi obscure brunnei.
Magnus, obesus, valde convexus, omnino niger, nitidissimus; caput valde
et confertim punctatum; prothorax antice fere rectus, angulis lateral. anticis
productis rotundatis, postice sinuosus, tenue, obsolete et sparsim punctatus; scu-
tellum cordiforme, laeve; elytra prothorace multo latiore, valde convexa, lateri-
bus longitud. costata, costis humeralibus et post dimidium terminatis, singula
Punctorum distantium sat magnorum seriebus longitud. 10 instructa, inter has
series punctorum seriebus minutorum autem gaudentia, reflexa, apice rotundata;
sternum impressum; abdomen grosse et valde sparsim punctatum; pedes obscure
brunnei, tenue punctati; tibiae asperae; tarsi plantis flavis.
692 [83] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Obs. — Cette espece est la plus grande de ce genre, et doit incontestable-
ment &tre placee a sa tete. Je l’ai dediee A M. le vicomte de Bonvouloir, qui a
bien voulu me la donner.“
Ergänzungen von besonderer Wichtigkeit sind die für die
Gattung charakteristischen schmalen Augenzungen (spinae) auf
der Unterseite des Kopfes, die von einer einzigen Ommatidienreihe
besetzt sind und in einer tiefen Augengrube liegen. Von gleicher
Bedeutung sind die hakenförmig geschwungenen, nach außen kon-
vexen, tiefen und breiten Analfurchen, die sich auf die vorher-
gehenden Sternite abnehmend fortsetzen. Das Prosternum ist beil-
förmig, ungerandet, das Mesosternum rechteckig, seitlich schmal
gekieli. |
Den Typus, ein großes 9, konnte ich im Museum Paris stu-
dieren. Drei weitere 22 von Santarem, die mir vorlagen, differier-
ten in der Größe von 8,5 bis 6 mm.
Thomson hatte die Art als Hyporhagus beschrieben. Pic be-
gründete 1933 Obesomonomma als Subgenus von Monomma auf
zwei Arten, die er inaequale und nitidipenne benannte. Meine Stu-
dien ergaben, daß inzgequale Pie Synonym zu bonvouloirii Thoms.
ist, die Untergattung Obesomonomma aber der bereits genannten
Merkmale wegen als selbständige Gattung angesehen werden muß.
Der Vollständigkeit halber hier noch die Ürbeschreibung von
Obesomonomma inaequale Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14).
„Oblongo-subovatus, convexus, parum nitidus, niger, infra corpore brun-
nec, membris rufis; capite fortiter et sparse punctato, antice lato, truncato;
thorace parum breve, antice attenuato, postice sinuato, irregulariter et sparse
punctato; scutello grande; elytris ad humeros paulo dilatatis, lateraliter sinuatis,
postice attenuatis, fortiter lineato-punctatis et pro parte sulcatis, lateraliter for-
titer striatis et pro parte costatis. Long. 8 mill. Amazones.“
Obesomonomma nitidipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14.)
Urbeschreibung: „Le O. nitidipenne mihi, du Bresil, differe du precedent
(= inaequale Pic, der Verf.) par la coloration moins foncee, teintee de roux sur la
partie posterieure des @lytres, l’aspect pius brillant, les eiytres, plus finement
A
ponctu6s avec les cotes ä stries peu profondes et ä peine costes.“
Die Art ist schlanker als bonvoulorrii, hinten deutlich verengt,
und hat keine Schulterkiele.
Außer dem Typus in der Sammlung Pic lag mir nur noch ein
Exemplar von Brasilien aus dem British Museum vor.
c) Micromonomma Pic.
Micromonomma convexum Pic. (Revista de la Sociedad Entomo-
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [84] 693
logica Argentina, Tomo V, Num. 22, 30. 11. 32, p. 106.)
(Tafel XXV, Fig. 8a, b, c.)
Urbeschreibung: „Oblongo subovatum, nitidum, glabrum, convexum, po-
stice attenuatum, brunneum aut piceum; capite thoraceque irregulariter sat dense
punctatis; elytres substriatis, pro parte lineato-punctatis, intervallis latis, minute
et sparse punctatis.
Oblong-subovale, brillant, glabre, convexe, attEnue posterieurement, brun
ou brun de poix avec le bord anterieur du prothorax toujours plus elair. Tete A
ponctuation mediocre et rapprochee, tronqu&e en avant, antennes plus ou moins
brunes, ou rousses, ä massue clair de 3 articles; prothorax assez court et large,
nettement retreci en avant, fortement sinue posterieurement, un peu convexe, A
ponctuation mediocre; irreguliere, peu Ecartee; ecusson grand, triangulaire; ely-
tres pas plus larges que le prothorax ä la base, un peu @largis ensuite, puis atte-
nuds posterieurement, tres bombes au milieu, subsinues, sur les cötes, €troite-
ment et finement rebordes, faiblement stries, les stries, a rangees de points medio-
eres s’effacant seulement vers l’extremite, intervalles larges, a ponctuation fine
et irr&guliere; dessous du corps et pattes de coloration plus ou moins £brune.
Long. 3—4# mill. Montevideo (Coll. Pie).“
Ergänzend sei nur auf die für die Gattung typischen, nach
außen konkaven Analfurchen hingewiesen. Die Art hat keinen
Schulterkiel. Die erste Punktreihe biegt dem Diskus nicht aus und
ist dort sehr fein.
Außer dem Typus in der Sammlung Pic lag mir ein weiteres
Exemplar (Paratypus) vom gleichen Fundort, ebenfalls aus der
Sammlung Pie, vor.
Micromonomma colasi spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 5.)
Patria ignota (Südamerika).
3Xx1,8 mm.
Oval, hochgewölbt, nach hinten verengt, schwarzbraun, Hals-
schild vorn etwas heller.
Kopf mittelstark, etwas dicht punktiert.
Halsschild doppelt so breit wie lang, Vorderecken stumpf-
winklig vorgezogen; mittelstark, mäßig dicht punktiert, da-
zwischen einzelne feine Punkte, zum Rande feiner, aber deutlich.
Scutellum herzförmig.
Elytren mit deutlichen aber flachen Punktreihen, am Diskus
grubig vergrößert. Die erste biegt dem Diskus seitlich kurz aus
und endet dahinter. Reihen zum Rande feiner, an Stelle der 10.
Reihe in der vorderen Hälfte eine unscharfe kielförmige Erhebung.
Ohne falsche Epipleuren. Epipleuren mäßig breit und sehr
allmählich verengt.
694 [85] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Augen unterseits keilförmig bis über die halbe Höhe der
Kinnkerbe vordringend.
Prosternum umgekehrt kegelförmig. Mesosternum mittellang,
vorn schüsselförmig konkav. Metasternum ungerandet, wie Meso-
sternum grob grubig punktiert, aber entfernter, ebenso die Tibial-
grubenumgebung, nur zur Seite quer grubig.
Abdomen sehr fein, etwas dicht punktiert, Intercoxalfortsatz
grob und entfernt. Zwei kurze, breite und tiefe Analfurchen, stär-
ker nach innen konvex.
Holotypus, 1 5 ohne Fundortangabe, befindet sich im Mu-
seum Paris. Ich widme die Art meinem dortigen verehrten Kolle-
gen, Herrn G. Colas. Von der nahe verwandten Art M. convezum
unterscheidet sie sich durch gröbere Punktreihen, deren erste dem
Diskus seitlich ausweicht, durch die kielartige Erhebung an Stelle
der zehnten und durch grobgrubiges Metasternim. Das fundort-
lose Exemplar war leider das einzige, das mir bisher ver Augen
kam.
d) Aspathines Champ.
Aspathines aeneus (Thomson) (Hyporhagus) (Ann. Soc. Ent. France
1860, p. 27—28).
Urbesehreibung: „Patria: S°-Dom. - Long. 3 mill.; lat. 2 mill. - Supra aeneus,
nitidissimus, cum prothorace antice et lateraliter rufescente, antennae, palpi, subtus
pedesque rubro-brunnea. Elliptico-ovalis, paulum previs, convexus, caput tenuis-
sime et confertim punctulatum. Prothorax antice haud productus, angulis posti-
cis acutis, sat valde et sparsim punctatus. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-
ovalia, paulum brevia, convexa, seriebus longitudinalibus laevis 22 punctorum
impressa, inter has series irregulariter et laevissime punctulata; epipleura laevia.
Subtus abdomenque lateraliter squamulosa, in medio punctulata; abdominis seg-
mentum ultimum simplice lunatum. Pedes laeve punctulatıi.
Precedente (H. marginatus, der Verf.) corpore minore, breviore, colore, et
punctulatione laeviore, praecipue differt.“
Von den beiden Cotypen, die ich im Museum Paris studieren
konnte, erkläre ich das von Thomson mit Namen und Literatur-
hinweis hervorgehobene 9 als Lecto-Holotypus. |
Die Art bildet einen Rassenkreis, dessen namengebende Sub-
species aeneus Thoms. auf Haiti beschränkt zu sein scheint. Sehr
nahe steht ihr die Subspecies
Aspathines aeneus ovatus Champ. (Biol. Centrali-Amer. Col. IV,
1. 1884—93 [1888], p. 476, t. 21, fig. 26). (Tafel XXV,
Fig. 3a, b, c, und XXVII, Fig. 2a, b.)
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [86] 695
Urbeschreikung: „Short ovate, very convex, aeneus, very shining, the head,
the prothorax anteriorly and laterally (but indeterminately), and the legs and
antennae, more or less rufous; head densely punctured: prothorax transverse,
the sides a little rounded and rapidly converging from the base and somewhat
deepiy grooved (especially at the base and apex) within the prominent lateral
margins, the surface sparsely and moderately finely punctured, a longitudinal
space in the middle of the disc impunctate; elytra each with nine rows of rather
fine somewhat scattered punctures placed upon very shallow striae, the punctures
still finer on the middle of the disc, the discal interstices each with a median row
of exceedingly minute scattered impressions (only visible under a strong lens and
sometimes obsolete), the others impunctate; beneath brownish-piceous, sparsely
and somwhat coarsely punctured, the anterior half of the metasternum smoo-
ther; the sides of the prosternum and the anterior edges of the meso- and meta-
sternum immarginate, the mesosternum truncate in front; legs, including the
tarsı, rather slender.
Length 2—3 millim.; breadth 11/5 —2 millim. (J'Q).
Hab. Mexico, Temax and Merida in North Yucatan (Gaumer, Sall&): Guate-
mala, Mirandilla, Torola, San Gerönimo (Champion); Panama, San Lorenzo
(Champion).“
Champion gebührt das Verdienst, die Art als einer eigenen
Gattung zugehörig erkannt zu haben. Er beschrieb sie ohne Kennt-
nis der als Hyporhagus beschriebenen Thomsonschen Art. Nach-
träglich konnte er sie mit deren Type vergleichen und mußte fest-
stellen, daf3 die Unterschiede sehr gering sind (Champ. lit. cit.,
p- 571—572). Ich konnte die Typen beider Arten studieren und
konstatieren, daß ovatus wesentlich kräftiger punktiert, ferner et-
was kleiner und schlanker ist und schmaleren Halsschild hat.
Von dieser weitverbreiteten Subspecies lag mir Material aus
Yucatan, Cuba, Puertorico, den Key-Inseln und Guatemala vor.
Aspathines aeneus sachtlebeni subsp. nov. (Tafel XXV, Fig. #.)
Patria: Brasilien, Paraguay.
2,5x1,8—2,9x 1,9 mm.
Oval, hinten leicht verengt, hochgewölbt, schwarz mit star-
kem, etwas kupfrigem Metallglanz. Unterseite dunkel rötlich-
braun. Halsschild doppelt so breit wie lang, nach vorn wenig ge-
rundet stark verengt. Vorderwinkel völlig verrundet. Punktierung
fein bis ziemlich kräftig, + dicht; Seitenrand vorn schmal, nach
hinten breiter werdend;; neben dem Vorderwinkel ein flacher, aber
deutlicher Eindruck.
Scutellum dreieckig-herzförmig.
Elytren sehr fein gerandet, mit je 11 Punktreihen, von denen
die 10. und 11. meist undeutlich sind, die 10. an der breitesten
Körperpartie deutlich. Auch eine kurze Schildchenreihe ist mit-
696 [87] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
unter erkennbar. Oft ist aber die Punktierung der Intervalle so
kräftig wie die Reihenpunkte, so daß diese + undeutlich werden.
Die Intervallpunkte sind besonders hinter der Körpermitte deut-
lich gereiht. Der Holotypus besitzt eine beiderseitige Irregularität
der 4. und 5. Reihe, die etwas vor der Körpermitte spitz zusam-
menlaufen und kurz unterbrochen sind. Ähnliche Anomalien fin-
den sich öfter bei kleineren Carabiden (Amaren, Harpalinen).
Augen mit großen Ocellen, füllen die Augengrube vollstän-
dig aus. Prosternalmitte kurz, nicht umrandet, ziemlich kräftig
punktiert, besonders zum Rande hin, Basis.etwas konkav. Meso-
sternum etwa 34 der Länge des Prosternum, vorn etwas konvex,
hinten flach konkav, wie Prosternum punktiert, ebenso die Meta-
sternalmitte. Diese nicht umrandet, im letzten Drittel mit erkenn-
barer Mittellinie. Um die Tibialgrube gereihte, etwas bogige
Punkte.
Abdomen mittelfein, ziemlich dicht punktiert. Eine breite
Analfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, 5, und Allotypus, 9, sowie ein @ Paratypus aus
Brasilien und Paraguay, Sammlung Kraatz, im Deutschen Entomo-
logischen Institut, dessen Leiter, Herrn Prof. Dr. H. Sachtleben,
ich diese Subspecies in dankbarer Verehrung widme.
1 9 Paratypus von Iguarassu, Brasilien, leg. G. ©. Ramage, im
British Museum.
1 5 Paratypus von Bahia, Brasilien, City do Joazeiro, 1.—..
Vi. 15, leg. P. G. Russel, im U. S. National Museum.
1 2 Paratypus von Brasilien in der Zoologischen Staatssamm-
lung München.
Diese Subspecies könnte fast als eigene Art angesehen werden,
denn die Unterschiede gegenüber den anderen sind wesentlich be-
deutsamer als die der beiden bekannten Subspecies untereinander.
Subspecies sachtlebeni unterscheidet sich von ihnen durch weit
kräftigere Punktreihen auf den Elytren, die den Diskus nicht
freilassen oder dort nur kaum merklich schwächer sind. Die
o'0' besitzen ein breitovales Kinnbärtchen, die beiden anderen
Subspecies dagegen nur eine quergelagerte, ziemlich breite Rau-
higkeit ohne erkennbares Bärtchen, außerdem hat sachtlebeni eine
breite und tiefe Analfurche, die bei den anderen höchstens als
Linie angedeutet, zuweilen breit unterbrochen oder völlig obsolet
ist. Im allgemeinen ist sie bei den 22 noch deutlicher als bei den
AA
or,
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [88] 697
e) Hyporhagus Thoms.
1. piceus-Gruppe.
Hyporhagus opaeulus Leconte (New Species of North American
Coleoptera I, 1866, p. 142).
Urbeschreibung: „432. H. opaculus. Ovalis piceus subnitidus, capite thorace-
que confertim punctatis, hoc latitudine breviore antrorsum angustato, apice bisi-
nuato, angulis anticis distinctis, margine apicali lateribusque rufescentibus, late-
ribus fere rectis, angulis posticis rectis; elytris striis punctatis, externis dupli-
catis, extrorsum subcostatis, interstitiis parce obsolete punctulatis. Long. 21—23.
Mas tarsis anticis articulis trıbus paulo dilatatis, subtus spongiosis; gula mox
pone mentum fovea impressa, fasciculo parvo acuto pilorum gerente.
Two males, collected at Cape San Lucas, Lower California, by Mr. Xantus.
This species resembles in sculpture the figure of H. yucatanus Thomson, Änn.
Ent. Soc. Fr., 1860, pl. 3, f. 3, but the form of body and especially that of the
thorax resembles more nearly H. costulatus Thoms., ibid. £. 12; the sexual cha-
racters mentioned above also exist in MH. punctulatus. Jn one of the specimens the
color is nearly uniform piceous; the other is darker, with the prosternum, feet,
and abdemen reddish piceous.“
Die Art ähnelt H. gilensis Horn, hat aber kürzeren und stär-
ker gerundet verengten Halsschild. Besonders charakteristisch ist
ein ommatidienioser Längswulst, der das Auge unterseits nach
innen begrenzt.
H. opaculus hat ein weites Verbreitungsgebiet und kann in
folgende Subspecies untergeteilt werden:
Die Nominatrasse ist auf der Oalifornischen Halbinsel behei-
matet. Von ihr unterscheidet sich die ebenfalls schlankovale subsp.
vandykei nov. (Tafel XXVIL, Fig. 4) aus Texas durch in der Mitte
feiner und dichter punktierten Halsschild und runde Punkte der
Elytrenreihen (subsp. opaculus lange Punkte). Die Stammrasse ist
mehr seiden-, vandykei mehr fettglänzend.
Die subsp. malkini nov. (Tafel XXV1, Fig. 9, und XXVII, Fig.
3) von Sonora und Arizona ist etwas breiter und im Durchschnitt
auch größer. Der Halsschild ist wie bei der Nominatform punk-
tiert, aber stärker und gerade verengt. Die Reihen rundlicher
Punkte sind schwächer angelegt.
Die subsp. duplocostatus nov. von Südmexiko ist ebenfalls
breiter oval und feiner punktiert, der Halsschild aber stärker ge-
rundet verengt. Insbesondere sind die Punkte der äußeren Reihen
fast obsolet flach und die 6. bis 9. Reihe teilweise beiderseits durch
eine feine Costa gerandet. Diese Subspeecies steht der Art H. costu-
latus Thoms. sehr nahe, und man könnte versucht sein, sie dort-
698 189] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
hinzustellen. Davon hat mich aber die Lage der 2. Punktreihe im
Bereich vor dem Diskus abgehalten, denn diese ist bei duplocostata
eindeutig der 1. Reihe genähert, bei costulatus hingegen der 3.
Ohne Zweifel gehören die Arten H. leechi nov., opaculus Leconte
und costulatus 'Thoms. einem Artenkreis zu.
Hyporhagus costulatus Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860, p.
3435).
Urbeschreibung: „Patria: Yucatan. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3,
fig. 12 —.
Spec. unicum in Mus. Mniszech. —
Niger, subnitidus, glaber, antennae, palpi, pedesque brunnea; prothorax
antrorsum obscure-brunnescens. Caput confertim punctulatum. Prothorax trans-
versus, subquadrangularis, antrorsum bilunatus et angustior, angulis lateralibus
posticis paulum productis, acutis, laeve et confertim punctulatus, pars reflexa
sat valde squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra ovalia, longitudinis in medio
latiora, prothorace quasi triplö longiora, 20 costulata, costis longitudinalibus
duplicatis, laevis, duabus suturae vicinioribus longitudinis in medio incipientibus,
antice paulum catenatis, inter has costas obsoletissime et irregulariter punctu-
lata, epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio sat
valde et confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum.
Pedes valide et confertim punctulati.
Precedente (= Piceus Thoms., der Verf.) prothorace subquadrangulare,
plus obsolete punctato, elytris costatis, non punctorum seriebus longitudinalibus
instructis, costis duabus suturae vieinioribus longitudinis in medio incipientibus,
inter has costas plus obsolete punctulatis, pedibusque valde et confertim punctu-
latis, differt. Prothoracis forma anormale et elytris costatis, haec species prae-
cique notanda est.“
Die Type, ein 9, konnte ich im Museum Paris studieren. Bei
dieser ist die Ausbildung der Rippen weit weniger stark, als die
Abbildung bei Thomson zeigt. Das Tier gehört zur piceus-Gruppe,
da die Augen kaum auf die Unterseite des Kopfes vordringen und
nach innen durch einen ommatidienlosen Wulst begrenzt sind.
Augengrube ist keine vorhanden. Die 1. und 2. Punktreihe sind
vorn schwach und auf dem Diskus obsolet, die'2. wird hinten deut-
lich, die 3. ist noch schwach, von der 4. ab werden die Reihen
stärker rippig, indem beide Seiten der Punktreihen etwas kiel-
förmig erhaben sind. Auch die 10. ist vorn außen noch etwas ge-
kielt, die 11. aber obsolet. Der Halsschild ist an den Seiten längs-
runzelig.
Prosternum entenschnabelförmig, vorn wenig abgestutzt, Ba-
sis schwach konvex und fast glatt, wie die Mitte des Meso- und
Metasternum. Letzteres vorn leicht konvex. Tibialfurchen lang und
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [90] 699
kräftig, zur Seite gebogen, mitten mehr gerade und nach hinten
gegabelt. Abdomen kräftig und dicht punktiert, zur Mitte feiner.
‚ Hyporhagus leechi spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 5.)
Patria: Sta. Catalina Insel, Golf von Californien.
Holotypus 4,6x2,9 mm, Paratypus 3,7xX 3,3 mm.
Elliptisch, etwas hochgewölbt, der Diskus schwach kegelför-
mig, dunkelbraun.
Kopf dicht und kräftig punktiert, Punkte am Vorderrand et-
was parallel zum Rand geordnet, die Ecken vor den Augen durch
deutliche Schräglinie abgeteilt.
Halsschild doppelt so breit wie lang, Vorderrand ziemlich
waagerecht, seitlich leicht ausgebuchtet. Hinterrand schwach dop-
pelbuchtig, in der Mitte leicht nach hinten erweitert. Vorderwin-
kel verrundet, ganz schwach vorgezogen, Hinterwinkel etwa recht-
winklig. Punktierung längsrissig, zum Rande grob, runzelig, zur
Mitte sehr fein.
Scutellum seitlich gerundet dreieckig, mittelgroß.
Elytren am Grunde sehr fein längs chagriniert, etwas seiden-
glänzend. Von den normalerweise 11 Punktreihen ist die 1. beim
Holotypus völlig obsolet, beim Paratypus durch etwa 7 Punkte ge-
rade noch angedeutet. 2. noch sehr fein. Die länglich punktierten
Reihen werden zum Rande gröber, die 9. am deutlichsten, mit
großenteils zusammengeflossenen Punkten, aber nicht eigentlich
gekielt. Die 10. wieder schwächer und die 11. völlig obsolet. Inter-
valle mit ziemlich dichten, deutlichen Längspünktchen, die aber
zur Mitte sehr fein werden. Falsche Epipleuren sehr schmal.
Unterseite kräftig skulpturiert.
Augen dringen nur wenig auf die Unterseite des Kopfes vor
und haben einen ommatidienlosen Längswulst am Innenrand.
Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie an der
Basis, seitlich ziemlich konkav, Basis schwach konvex, nur fein
punktiert. Mesosternum mittellang, seitlich rippig. Metasternum
vorn kuppelförmig, Tibialfurchen leicht schräg, nach hinten ab-
getrennt verästelt, innen längspunktiert.
Abdomen dicht fein-mittel punktiert. Eine mittelbreite Anal-
furche parallel zum Hinterrand.
ZT haben ein kleines rundes Kehlbärtchen und 3 verbrei-
terte Vordertarsenglieder.
700 [O4] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Der Holotypus zeigt eine schwache Halsschildasymmetrie, in-
dem die linke Seite etwas weniger gebogen verengt ist als die
rechte (vermutlich traumatisch bedingt).
Holotypus, ein 5, von der Insel Sta. Catalina im Golf von
Californien, 12. VI. 1921, J. C. Chamberlin, befindet sich in der
California Academy of Sciences, San Franeisco.
1 5’ Paratypus vom gleichen Fundort in der Zoologischen
Staatssammlung München.
Die Art ist meinem verehrten Kollegen an der California Aca-
demy of Sciences, Herrn Dr. Hugh B. Leech, in Dankbarkeit ge-
widmet. Sie gehört zur piceus-Gruppe wegen ihres Augenwulstes
und fällt durch ihre elliptische, kegelartig zum Diskus hochge-
wölbte Form und die Elytrenpunktierung besonders auf. Die
Punktierung erinnert mehr an die von H. gilensis gilensis Horn.
Hyperhagus piceus (Lacord. in Dej. Cat. 1837, p. 144) Thomson.
(Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 34.)
Urbeschreibung: „Patria: Cayenna. — Long. 41/ mill.; lat. 21/; mill. —
Supra niger, subnitidus, glaber, subtus brunneus, antennae palpique autem brun-
nea. Caput subtilissime et confertim punctulatum. Prothorax tranversus, antice
rotundatus et angustior, angulis posticis paulum acutis, sat valde et confertim
punetulatus: pars reflexa subtilissime squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra
elliptico-ovalia, prothorace quasi triplo longiora, punctato-striata, striis longi-
tudinalibus 22 sat validis lateraliter costiformis, inter striis mediis tenue punc-
tulata, punctulatione duplicata paulum sparsa; inter striis lateralibus laevia;
epipleura autem laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio
tenue et sat sparsim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice luna-
tum. Pedes tenuissime, obsoletissime, et sparsim punciulati.
Duabus precedentibus (venezuelensis und yucatanus, der Verf.) multum
appropinquat, sed illis corpore angustiore, graciliore, et elytrorum punctulatione
validiore, dignoscitur.“
Der Typus unicus befindet sich im Museum Paris.
Unter den Arten mit ommatidienlosem Augenwulst ist sie die
kleinste. Elliptisch oval, kaum verengt. Halsschild ziemlich stark
und fast gleichmäßig bis zum Rande gewölbt. 1. und 2. Reihe vor
dem Diskus mit schwach vergrößerten Punkten, am Diskus
obsolet.
Prosternum verkehrt entenschnabelförmig, vorn und hinten
abgestutzt verrundet, zwischen den Vorderhüften schwach kon-
kav. Mesosternum mittellang, vorn flach konkav. Tibialfurchen
fein, schräg längs, teils gegabelt, hinten gekrümmt. Analfurche
parallel zum Hinterrand, seitlich leicht verbreitert.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [92] 701
Die Art ist in weiten Gebieten Südamerikas beheimatet. Mir
lag u. a. sogar ein Exemplar aus der Gegend von Salta, Argen-
tinien, vor.
Hyporhagus yucatanus Thomson. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p.
33—934.) (Tafel XXVII, Fig 6.)
Urbeschreikung: „Patria: Yucatan. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3,
fig. 3. — Supra niger, subnitidus, glaber, caput prothoraxque antice rufescentia,
antennae, palpi, subtus pedesque rubrobrunnea, et elytrorum margines rufes-
centes. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, antrorsum rotun-
datus et angustior, angulıs posticis paulum productis, acutis, sat valde et con-
fertim punctulatus, pars reflexa tenuissime squamulosa. Scutellum triangulare.
Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, punctato-striata, siriis
22 lorgitudinalibus obsoletis lateraliter costiformis, inter striis mediis subtiliter,
obsoletissime, et irregulariter punctulata; inter striis lateralibus, laevia: epi-
pleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio sat valde
et confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice Junatum. Pedes
tenuissime et sparsim punctulati.
Precedente (= venezuelensis, der Verf.) vicinissimus, sed illo elytrorum
punctulatione laeviore, differt.“
Prothorax glatt, glänzend, vorn und an den Seiten rötlich,
Seiten schmal gerandet, vorn gerade, Vorderecken im Gegensatz
zu opuntiae und gilensis vollständig verrundet. Elytren seiden-
glänzend, mit mäßig breitem, glattem Rand, der etwas längsrissig
punktiert ist. 8. bis 10. Reihe schwach rippig. Augen unterseits
nach innen gerade begrenzt, ohne scharfe Augengrube. Beim 5’
können am Innenwinkel einige Ocellen fehlen. Prosternum enten-
schnabelförmig, hinten sehr schwach konvex. Mesosternum vorn
seicht konkav, fein umrandet. Alle Sterna in der Mitte zerstreut
fein punktiert. Tibialfurchen schräg, lang und fein.
Parameren einzeln stumpf zugespitzt.
Von den 3 Cotypen im Museum Paris erkläre ich das bereits
von Thomson durch Bezeichnung mit Literaturangabe hervorge-
hobene 3 als Lecto-Holotypus.
Trotz Fehlens eines eigentlichen ommatidienlosen Wulstes ge-
hört yuecatanus zur piceus-Gruppe, wie die gerade Begrenzung der
Augen nach innen und das gelegentliche Fehlen einiger Ocellen an
dieser erkennen läßt.
Mir lag nur Material aus Yucatan vor.
2. gilensis-Gruppe.
Hyporhagus gilensis Horn (Trans. Amer. Ent. Soc. IV, 19, Oct..
1372, p. 149). (Tafel XXVII, Fig. 7.)
702 [93] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
———__,
Urbeschreibung: „H. gilensis, n. sp. — Elongate oval, black, moderately
shining. Head densely and evenly punctured. Antennae dark brown, outer three
joints somewhat paler. Thorax trapezoidal, as long as wide at apex, base one
and a half times broader, apex truncate narrowly margined with rufous, ante-
rior angles obtuse, sides straight, hind angles slightly reflexed; surface less
coarsely punctured than the head, punctures finer and more distant along the
middle, denser, and more elongate at the sides. Elytra with rows of fine punc-
tures, the inner two nearly obsolete, especially at base, outer rows slightly ele-
vated, intervals finely punctulate; surface more shining along the middle. Body
beneath dark brown, shining, punctured less densely in front, more densely at
the sides and tipe of abdomen. Legs piceo-rufous, sparsely punctulate. Submen-
tum 9’ with slight fossa and brush of hairs. Length. 30 inch; 7,5 mm.
The Elytra are slightly broader at the base than the thorax, with the sides
moderately rounded and gradually narrowing. The form of the thorax is very
nearly that of the figure of costulatus, Thoms. (Ann. Ent. Soc. France, 1860,
pl. III). The male has but two joints of the anterior tarsi dilated and pubescent
beneath. This is the largest species in our fauna.
One specimen collected south of the Gila River in Arizona.“
Punktreihen aus länglichen Punkten, die 2. Reihe liegt in der
Mitte zwischen 1. und 3. oder der 3. genähert. Augen unten nach
innen einfach verrundet, nach hinten außen schließt sich der Run-
dung aber eine ommatidienlose, glänzende, recht- bis spitzwink-
lige Ecke an.
Die Art ist weit verbreitet und bildet mehrere geographische
Rassen, deren zwei bereits als H. opuntiae Horn und texanus Linell
beschrieben sind. Die Subspecies gilensis und opuntiae stehen sich
verwandtschaftlich besonders nahe und gehen im Berührungsge-
biet, das sich im Bogen etwa von Utah durch West-Arizona zum
Golf von Qalifornien erstreckt, + fließend ineinander über, so daß
ihre Zuordnung in diesen Gebieten nicht immer eindeutig möglich
ist. Auf der Californischen Halbinsel hat sich eine eigene Rasse
herausgebildet. Die Subspecies unterscheiden sich durch folgende
Merkmale:
subsp. gilensis Horn. Halsschild lang, fast gerade verengt, in
der Mitte sehr fein punktiert, ebenso die Intervalle. Die ersten
Punktreihen sind obsolet. Verbreitungsgebiet: Utah, Nevada, Gali-
fornien ohne die Halbinsel, West-Arizona.
subsp. opuntiae Horn. Gestalt wie gilensis, Punktierung der
Halsschildmitte und Intervalle etwas kräftiger, erste Punktreihen
deutlich. Verbreitungsgebiet: Ost-Arizona, West-New-Mexiko,
Nord-Mexiko (Sonora).
subsp. texanus Linell. Halsschild etwas kürzer, leicht gerundet
verengt, in der Seitenmitte meist deutlich vertieft und stark run-
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [94] 703
zelig, Punktierung wie opuntiae. Verbreitungsgebiet: Texas, East-
New-Mexico.
subsp. cealifernieus nov. Halsschild lang, Seiten deutlich ge-
rundet verengt, Punktierung der Halsschildmitte und Intervalle
sehr kräftig eingestochen und dicht, innerhalb dieser die ersten
"Punktreihen nicht immer deutlich. Verbreitungsgebiet: Californi-
sche Halbinsel = Lower-Ualifornia.
Anschließend noch die Urbeschreibungen der bereits ver-
öffentlichten Rassen.
Hyporhagus gilensis opuntiae Horn. (Trans. Amer. Ent. Soc. IV,
19, Oct. 1872, p. 149—150.)
„H. opuntiae, n. sp. — Elongate oval, sub-opaque, black, anterior margin
and sides of the thorax paler. Elytra with rows of moderately coarse punctures,
the outer four slightly elevated, intervals sparsely and obsoletely punctured.
First two joints of anterior tarsus of male dilated and pubescent beneath. Length.
22 inch; 5,5 mm.
This species resembles celosely the preceding (gilensis, der Verf.), but the
thorax is less broad behind. The rows of punctures are coarser, and the inner
rows entire and very distinct. The punctulations of the intervals are much finer
and ınore obsolet. The form of the two species in almost exactly the same, the
present one is more opaque and transversely more convex. Several immature
specimens are ferrugineous.
Collected at Camp Grant, Arizona, under fallen Opuntia.“
Die Körpergröße des mir vorliegenden Materials variierte
zwischen 4,58 und 6,5 mm. Mr. Hugh B. Leech sammelte zusammen
mit Mr. Green in den Whetstone mountains von Arizona eine grö-
Bere Serie dieser Subspecies. Die Käfer saßen an ähnlich wie bei
Palmen am Stamm steif nach unten hängenden toten Blättern
kleiner, weder blühender noch fruchtender Yuccapflanzen. Es
konnte nicht beobachtet werden, was sie taten. Vermutlich ruhten
sie nur in der großen Mittagshitze aus.
Hyporhagus gilensis texanus Linell (Proc. Ent. Soc. Washington, 4,
1596—1901. Descriptions of some new species of North
American Heteromerous CGoleoptera. By Martin L. Li-
nel. p. 184—185.).
„Hyporhagus texanus, n. sp. — Elliptical, convex, black, moderately shin-
ing; anterior and lateral margins of the thorax ferrugineous. Thorax nearly twice
as wide as long, feebly shining: apex subtruncate, threefifths as wide as the base;
sides distinctly arcuate from the base, margin thin, but strongly reflexed at
middle; posterior angles acute; disc convex at middle; broadly depressed towards
the sides except at the base, densely and finely, in the depression more coarsely
and rugosely, punctate. Scutellum triangular, smooth. Elytra with rows of punc-
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 45
704 [95] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
tures that are finer and more distant but still very distinet nearer the suture,
larger and rounded on the middle, the outer striae finely carinate; intervals
finely and sparsely punctulate: surface more shining along the middle. Ventral
surface piceous, shining, sparcely punctate along the middle, sirigose at the
sides, last four segments finely and densely punctate. Emargination of meso- |
sternum in front broad and shallow. Anterior tarsi of male with two joints di-
lated, the basal joint with dense golden pubescence, the next two with brownish
pubescence beneath.
Length 5 to 6 mm. Six examples collected in decaying Opuntia engel-
manni at San Diego, Texas, by Mr. E. A. Schwarz. Type No. 4175, U.S.N.M.
This species is easily distinguishable from the previously described species by the
very short thorax with arcuate sides, the carinate lateral striae and the sexual
characters.“
Hyporhagus pseudogilensis spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 8.)
Patria: Südwestliches Nordamerika (Sonora, Arizona, Texas).
Länge: 5,6— 7 mm. Holotypus 6% 3,5 mm, Allotypus 7X 4 mm.
Langoval, ausgefärbt schwarz mit etwas braun durchschei-
nenden Halsschildrändern.
Kopf dicht, fein, kaum querrunzelig punktiert.
Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, etwas trapez-
förmig, Seiten nur schwach konvex, vorn gerade, Ecken breit ver-
rundet, Basis etwas schmaler als die Elytrenbasis, zum Scutellum
mäßig vorgezogen. Grund fein längschagriniert, kräftig punktiert,
auch in der Mitte, an den Seiten das 2.—9. Fünftel grubig runzlig.
Scutellum quer dreieckig (Holotypus) bis herzförmig (Allo-
typus).
Elytren leicht verengt. Von den normalerweise 11 Punkt-
reihen ist die 11. völlig obsolet, die ersten sind deutlich und aus
runden Punkten, die 2. der 1. genähert, der 2. Zwischenraum also
schmaler als der 3., die äußeren Punktreihen flacher, längs zu-
sammenfließend und in der Regel die 9. und 10. außen fein ge-
kielt. Beim Holotypus fließen nur die Punkte der 9. und 10. Reihe
zusammen, beim Allotypus die der 6.—10., Andeutungen einer
Costa schon bei der 8. Im Bereich des Apex verbinden sich 2. und
10. Reihe und sind dort flach und breit vertieft. Intervalle dicht
und ziemlich fein punktiert. Falsche Epipleuren linienförmig. Die
Augen ragen breit, verrundet keilförmig über Antennenbreite un-
ter den in die Fühlerfurche eingelegten Antennen vor. Die bei
gilensis deutlich sichtbare ommatidienlose Ecke ist so weit nach
außen gerückt, daß sie in der Regel nicht mehr zu sehen ist.
Prosternum entenschnabelförmig, Mesosternum mittellang,
Metasternum vorn breit kuppelförmig gerandet, deutlich punk-
j
‘
I
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [96] 705
tiert. Tibialfurchen nicht lang durchlaufend, halbschräg, nach hin-
ten etwas fächerförmig aufgeteilt. Abdomen dicht, mittelstark
punktiert, zum Rande längsrunzlig. Intercoxalfortsatz spärlicher,
aus den Punkten kurz bewimpert.
Abdominalfurche parallel zum Hinterrand, ziemlich schmal,
Holo- und Allotypus von Desemboque, Sonora, Mexiko, 1.
bis 10. 11. 33, leg. B. Malkin, in der California Academy of Sci-
ences, Dan Francisco. Dort weitere Paratypen vom gleichen Fund-
ort, weiter von Jerome, Globe, Tucson in Arizona, den Chisos
Mounts und EI Paso in Texas. Weitere Paratypen von gleichen
Fundorten im Deutschen Entomologischen Institut, der Cornel
University in Ithaca und der Zoologischen Staatssammlung Mün-
chen.
Die Art ähnelt A. gilensis opuntiae sehr stark, unterscheidet
sich von dieser aber durch etwas kürzeren, stärker verengten Hals-
schild, der in der Mitte weniger dicht, aber kräftiger punktiert
ist, weiter durch die der 1. Reihe genäherte 2., die runden Punkte
derselben und besonders durch die weiter vorragenden Augen ohne
sichtbare ommatidienlose Ecke. Von dem gleichfalls sehr ähnlichen
opaeulus trennt sie der fehlende Augenwulst.
Zunächst war ich geneigt, in der Art eine Rasse von gilensis
zu sehen. Das verbietet aber die Verbreitung. Die einzelnen Ex-
emplare aus dem Verbreitungsgebiet der subsp. opuntiae stechen
aus der Menge der Vertreter dieser Rasse deutlich heraus,
wogegen die Unterscheidung von der subsp. texanus eindeutig nur
auf die Ausbildung der Augen begründet werden kann. Jedenfalls
ist die Art hinsichtlich ihrer Verbreitung und Abstammung die
problematischste des gesamten Gebietes.
Hyporhagus durangoensis Champ. (Biel. Centr. Amer. Col. IV, 1
158854—93 [1888], p. 473, t. 21, fig. 23.)
Urbeschreibung: „Öblong ovate, black, subopaque, the head, the prothorax
anterioriy and laterally (broadly but indeterminately), the margins of the elytra
(indisiinetly), and the under surface, legs, and antennae, obscure rufous. Head
very finely and densely punctured, behind the eyes much more coarseiy so; pro-
thorax transverse, the sides rapidly converging from the base and a little rounded
anteriorly, the surface thickly and rather coarsely punctured (more coarsely so
than the anterior part of the head), the punctures here and there longitudinally
confluent towards the sides, the latter only very shallowly impressed within the
moderately prominent lateral margins; elytra rather narrewly margined, with
fine, shaliow, sharply-cut striae, the striae all distinet (the two inner ones on
each side of the suture shallower than the others) and with fine shallow closely
45*
706 97) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
placed punctures, the interstices sparsely, very shallowly, and minutely punc-
tured, ihe punctures closer and more distinct at the extreme base, the disc a
little more shining than the rest of the surface; beneath very sparsely and mi-
nutely punctured, the metasternum at the sides rather coarsely and irregularly
punctured and wrinkled: mesosternum broadly and shallowly arcuate-emargi-
nate in front. Length 41/: millim.; breadth 22/3 millim. (9)
Hab. Mexico, Ventanas in Durango (Höge).
A single (rather immature) example. Allied to the two preceding species;
(opuntiae, gilensis), but with the thorax much shorter and with the lateral mar-
gins less prominent and not so deeply grooved within, and the striae of the
elytra much more finely and closely punctured. The last-mentioned character
will separate it from H. opaculus, Lec.“
Der Holotypus befindet sich im British Museum. Er ist ein 7,
kein 9, wie Champion irrtümlich angegeben hat.
Gestalt wie yucatanus Champ., Halsschild mehr matt, dichter
und längsrunzlig punktiert. Punktreihen aus feineren, dichteren
Punkten, diese stumpf eingedrückt, etwas länglich, von der 6. ab
beiderseits etwas kielförmig (bei yucatanus 9. und 10. nur außen).
il. Reihe mit entfernteren deutlichen Punkten, ungekielt. Falsche
Epipleuren schmal, bei yucatanus mittelbreit. Augen einfach ver-
rundet, dringen wenig vor.
Hyporhagus venezuelensis Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860,
Urbeschreibung: „Patria: Venezuela. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3,
fig. 8. —
Niger, subnitidus, glaber, antennae, palpi, subtus pedesque obscure brunnea,
prothorax antrorsum, et elytrorum margines, rufescentia. Caput confertim punc-
tulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis
paulum productis, acutis, sat valde et confertim punctulatus, pars reflexa tenu-
issime squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace
quasi triplö longiora, punctato-striata, striis longitudinalibus 22 obsoletis latera-
liter costiformis, inter striis mediis obsolete, tenue, et irregulariter punctata,
inter striis lateralibus, laevia; epipleura aeque laevia. Sternum abdomenque late-
raliter squamulosa, in medio sat valde et confertim punctulata. Abdominis seg-
mentum ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime et sparsim punctulati.
Precedente (= punctulatus, der Verf.) corpore minus nitido, elytrorum
marginibus rufescentibus, ipsis striato punctatis, striis lateraliter costiformis,
praecipue differt.“
Die Type fehlt in der Sammlung Thomson und ist demnach
verlorengegangen. Da mir leider auch kein sonstiges Material aus
Venezuela vorlag, das der Beschreibung entsprochen hätte, kann
ich sie nur provisorisch einordnen. Meiner Meinung nach gehört sie
in unmittelbare Nähe von durangoensis und ist möglicherweise so-
gar Synonym oder Rasse zu diesem. Wenigstens ist durch die Be-
f
gi
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FREE E- BERS-BE Wipk nr Baar,
a nn m nn a u 2
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region
[98] 707
schreibung Thomsons die Zugehörigkeit zu den gekielten Arten
festgelegt.
3. punctulatus-Gruppe.
Hyporhagus punctulatus (Dej. Cat. 1837, p. 144) Thomson (Ann.
Soc. Ent. France 1860, p. 32 —393.).
Urbeschreibung: „Patria: Amer. borealis. — Long. 5 mill.: lat. 21/, mill. —
3 Spec. in Museo Thomson. —
Niger vel obscure brunneus, nitidus, glaber, antennae, brunnae, art. 3 ulti-
mis flavescentibus, palpi, pedesque brunnea, prothorax antice et lateraliter rufes-
cens. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et
angustior, angulis posticis paulum productis et subacutis, sat valde et confer-
tissime punctulatus; pars reflexa laeviter squamulosa. Scutellum triangulare.
Eiytra elliptico-ovalia, paulum elongata, prothorace fere triplö longiora, seriebus
longitudinalibus 22 distinctissimis punctorum impressa, inter has series tenue et
paulum sparsim punctulata, punctulatione duplicata; epipleura tenue et con-
fertim punctulata. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio tenue
et sparsim punctata. Abdominis segmentum primum caeteris validiore puncta-
tum, ultimo simplice lunato. Pedes tenuissime et sat confertim punctulati.
H. Le Conteum appropinquat, sed majus elongatus, angustior, et prothorax
antice paulum plus productus; illo, prothoracis et elytrorum punectulatione vali-
diore, praecipue differt.“
Die Type befindet sich im Museum Paris.
Die Art variiert in der Größe zwischen 3,5x2,0 und 5,430
mm und ist auf den Intervallpunkten fein behaart.
Sie kommt in zwei Subspecies vor, und zwar ist die eine,
subsp. punctulatus Thoms., auf die Südstaaten der USA einschließ-
lich Florida und der Key-Inseln beschränkt, die andere, subsp.
anticus nov., ist über die Antillen, bes. Cuba, Bahama-Inseln, ver-
breitet und noch aus Brasilien und Peru belegt.
Sie unterscheidet sich von der Stammrasse durch vergrößerte,
deutliche Punkte der ersten Reihen und entenschnabelförmiges,
vorn wenig verbreitertes Prosternum.
Diese Subspecies zeigt Beziehungen zur marginatus-Gruppe,
und zwar zu H. marginatus fabrieu.
Hyperhagus argentinus spec. nov.
Patria: Argentinien, Prov. Salta.
3,2x 1,8 mm.
Oval, dunkelbraun, Halsschild vorn heller, fettglänzend.
Stirn ziemlich groß, gleichmäßig punktiert.
708 [99] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, leicht gebogen ver-
engt, mäßig dicht, mittelgroß punktiert, Seiten kaum runzlig.
Schildchen etwas breit, dreieckig.
Eiytren gleichmäßig gewölbt, Punkte aller Reihen ziemlich
groß, aber flach und unscharf. 2. am Diskus nicht unterbrochen,
11. so stark wie die anderen. Falsche Epipleuren schmal.
Epipleuren verhältnismäßig schmal, allmählich zum Apex ver-
schmälert und im Bereich des Metasternum etwas vertieft.
Holotypus, ein 9, von Argentinien, Prov. Salta, General Bali-
vian, 1927—23 G. L. Harrington leg., befindet sich im U. S. Natio-
nal Museum.
Die Art ist nächstverwandt mit punctulatus, kleiner, mit fla-
chen Elytrenreihen und besonders in der hinteren Hälfte schmale-
ren Epipleuren.
Hyporhagus rarus spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 10a, b.)
Patria: Brasilien, Porto Velho.
3,8x 2,2 mm
Langoval-elliptisch, hinten kaum verengt, glänzend schwarz,
Ränder braun durchscheinend, Unterseite, Antennen und Glied-
maßsen dunkelbraun.
Kopf dicht und fein, undeutlich querreihig punktiert.
Halsschild gut doppelt so breit wie lang, Seiten hinten fast
parallel, nach vorn stark gerundet verengt, Vorderecken sehr
stumpf; etwas fein und dicht punktiert, seitlich gröber, kaum er-
kennbar längsrunzelig, Seitenrand abgeflacht und sehr fein punk-
tiert und gerandet. Basismitte nur schwach vorgezogen, Hinter-
winkel unter 90°, etwas zurückgezogen.
Elytren mit etwas flachen, aber dichten Punktreihen, die mitt-
leren gröber, zum Rande feiner werdend. 11. obsolet, 10. und 9.
außen gekielt. 1. endet vor dem Diskus, 2. biegt dem Diskus nicht
aus und wird von diesem nicht deutlich unterbrochen. Reihen am
Apex in der dichten und deutlichen Intervallpunktierung kaum
erkennbar. Falsche Epipleuren schmal. Epipleuren breit, erst dicht
am Apex stark verjüngt.
Antennen mit drei konischen Keulengliedern.
Augen breit keilförmig, dringen bis auf halbe Höhe der Kinn-
kerbe nach innen vor, Grube undeutlich.
Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie an der
etwas konvexen Basis, Seiten leicht konkav, spärlich punktiert.
Mesosternum mittellang, vorn leicht konkav, Mitte seitlich kiel-
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region
BLUE
förmig abgegrenzt. Metasternalmitte etwa birnförmig, vorn ver-
rundet. abgestutzt, hinten offen umrandet. Tibialfurchen im we-
sentlichen in paralleler Richtung zur Mittelumrandung, vorn und
hinten unterteilt.
Abdomen fein, etwas dicht punktiert, Intercoxalfortsatz spär-
lich. Abdominalfurche breit, parallel zum Hinterrand, setzt sich
auf vorhergehende Sternite als Randnaht fort.
Holotypus, 9, aus Brasilien, Porto Velho, 23. IX. 48, leg.C. B.
Beal. in der California Academy of Sciences, San Francisco.
Die gekielte 9. und 10. Reihe machen diese kleine Art leicht
kenntlich.
Hyporhagus laevepunctatus Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860,
p- 3031).
Urbeschreibung: „Patria: Colombia. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3,
tig. 10. —
Spec. unicum in Museum Mniszech. — Niger, nitidus, glaber, antennae,
palpi, tarsique brunnea. Caput tenue et confertim punctulatum. Prothorax trans-
versus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis paulum productis acutis-
que, tenue et paulum confertim punctulatus pars reflexa laevia. Scutellum tri-
angulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, punctorum
seriebus longitudinalibus 22 sat obsoletis instructa, inter has series, minutissime
et irregulariter punctulata; epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter
squamulosa, in medio tenuissime et confertim punctulata. Abdominis segmentum
ultimum simplice lunatum. Pedes obsolete et sparsim punctati. Precedente (=
cayennensis, der Verf.) plus elongatus, elytrorum punctulatione ubique aequalis
maxıme differt.“
Etwas lackglänzend. Prothorax ziemlich fein und mäßig dicht
punktiert, Seiten in der Mitte etwas grubig. Punktreihen der Ely-
tren fein, aber überall deutlich, Diskus unterbricht keine. Zwi-
schenräume sehr deutlich zerstreut punktiert. Falsche Epipleuren
schmal.
Augen dringen lang keilförmig fast in die Höhe der Kinnkerbe
vor, Grube wenig ausgeprägt.
Prosternum schmal entenschnabelförmig, hinten breiter, Basis
schwach konvex. Mesosternum ziemlich lang, wie Prosternum in
der Mitte zerstreut fein punktiert. Tibialgrube ausgeprägt, hinter
der Mittelhüfte lang schräg liniert.
Aedeagus etwas schuhförmig, Parameren mit behaarter Längs-
leiste. Der Typus, ein 9, befindet sich im Museum Paris. Er hat ein
ziemlich parallelseitiges Prosternum.
Die Art unterscheidet sich von dem ähnlichen functulatus
durch mehr obsolete Intervallpunktulierung und die bis zur Kinn-
710 [101] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6,. 1955
kerbe vordringenden Augen. Sie ist weit verbreitet und läßt sich
in drei geographische Rassen unterteilen.
Die Stammrasse, subsp. laevepunctatus Thoms., ist ausge-
zeichnet durch sehr feine Intervallpunktierung und lag mir aus
Panama, Peru, Brasilien und Bolivien vor. Die beiden anderen ha-
ben kräftigere Intervallpunktierung. Sie unterscheiden sich durch
folgende Merkmale: subsp. biolleyi Pic (Tafel XXVI, Fig. 7a, b,
und AXViI, Fig. 14) ist kürzer, hinten weniger verengt, mit unten
stumpf keilförmigen Augen, in Oostarica und Nicaragua beheimatet;
subsp. schwerdtfegeri nov. ist länger, hinten deutlich verengt,
mit breit verrundeten Augen, und kommt in Guatemala und Me-
xico vor.
Diese neue Subspecies lag mir in folgenden Exemplaren vor:
Holotypus, 5, Guatemala, Poptin, 500 m, an Pinus carıbicus, 12.1.
1952, leg. Prof. Dr. F. Schwerdtfeger, dem ich diese Rasse erge-
benst widme, Zoologische Staatssammlung München.
Allotypus, 9, 1 5 Paratypus, El Cora, Tepic, Ad. Lüdecke,
Museum Berlin.
1 2 Paratypus, Guatemala, 5. V. 1906, U. S. National Museum.
1 5 Paratypus, Cordoba, Mexiko, leg. Dr. A. Fenyes, in der
California Academy of Sciences.
1 2 Paratypus, Mexiko, leg. Mouflet, Coll. Haag-Ruthenberg,
Zoologische Staatssammlung München.
Die Urbeschreibung von H. laevepunctatus subsp. biolleyi Pie
lautet:
Hyporhagus biolleyi Pic (Ges. Luxemb. Naturfreunde, Nr. 8, 9 u.
16, 1933, p. 147.). (Taf. XXVII, Fig. 14.)
„Oblongo-elengatus, antice et postice paulo attenuatus, subconvexus, niti-
dus, paulo setulosus, niger, thorace antice et lateraliter paulo membrisque rufis.
Capite minute, parum dense punctato; thorace parum breve et lato, lateraliter
subarcuato, antice paulo attenuato, diverse non fortiter sat sparse, punctato;
elytris thorace indistincte latioribus, elongatis, lateraliter subarcuatis, apice hreve
attenuatis, minutissime striatis et minute lineato-punctatis, intervallis minutissi-
me, pro parte regulariter, punctatis.
Long. 5 mill. Costa Rica (P. Biolley).
Mit AH. emarginatus Chp. naheverwandte Art, weicht von dieser ab durch
die dunklere Färbung, diese deutlich schwarz metallisch auf den Flügeldecken,
ietziere nur wenig nach hinten verschmälert.“
Den Typus, der sich im Deutschen Entomologischen Institut
befindet, konnte ich studieren.
H. laevepunctatus 'Thoms. ist wegen seiner weiten Verbreitung
verschiedene Male unter anderen Namen neu beschrieben worden,
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H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [102] Zi
sogar von Thomson selbst. Die Identität von H. lecontei T'homs.
mit laevepunctatus wurde bereits von Horn festgestellt.
Geo. H. Horn: Transactions of the American Entomological
Society, V, 1875, p. 151.
„Hyporhagus Lecontei Thoms. Examined the Type of this species and the
Type of laevipunctatus Thoms., in the cabinet of Count Mnizech and find them
identical, the former being the male. The species is from the United States of
Columbia and not California.“
Der Vollständigkeit halber muß ich hier noch die Urbeschrei-
bungen sämtlicher Synonyma geben. Diese sind: A. lecontei
Thoms., fertinax Thoms., castaneus 'Thoms., mathani Oberth.,
guyanensis Pic und peruvianus Pic.
Hyporhagus le contei Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 31—32.).
Urbeschreibung: „Patria: California. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3,
fig. 11. Spec. 1 in Mus. Mnizech, et 1 in Mus. Thomson. —
Niger, nitidus, glaber, antennarum art. 1 et 9—11 flavescentibus, palpi,
pedesque brunescentia, prothorax antice rufescens. Elongatus. Caput confertim
punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis po-
sticis paulum productis acutisque, tenue et paulum confertim ‚punctulatus, pars
reflexa haud squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, pro-
thorace quasi triplö longiora, seriebus longitudinalibus 22 distinetis punctorum
impressa, inter has series tenuissime, obsoletissime, et irregulariter, punctulata;
epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio tenue et
sat confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pe-
des obsoletissime et sparsim punctulati.
Precedente (= Jusciceps Thoms., der Verf.) paulum plus elongatus, illo
“ prothorace plus laeviter punctato, elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus
validioribus, subto pedibusque plus obsolete punctulatis, praecipue differt.
Entomologo celeberrimo americano Dom. J. L. Le Conte, haec species
amice dedicata est.“
Auf die irrtümliche Patriaangabe — California statt Columbia — hatte
bereits Horn (s. o.) hingewiesen.
Hyperhagus pertinax Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 28—29.)
Urbeschreibung: „Patria: Cayenne. — long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3,
fig. 6. —
Supra brunnescens, nitidus, glaber, antennae, palpi, subtus pedesque clare
brunnea, prothorace antice et lateraliter rufescens. Caput valde et confertim
punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis po-
sticis paulum productis, acutis, tenuissime et sat confertim punctulatus, pars
reflexa laevissime squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, pro-
thorace quasi triplö longiora, seriebus longitudinalibus 22 laevissimis puncto-
rum instructa, inter has series sat confertim et duplicat® punctulata; epipleura
laevia. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in medio valde et confertim
punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime
et sparsim punctulati.
a2 [103] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Precedente (— valdepunctatus Thoms., der Verf.) minore, elytrorum punc-
torum seriebus longitudinalibus minus validis, et punctulatione inter has series
distincta duplicataque, dignoseitur.“
Die Typen dieser wie der folgenden Art fehlen in der Samm-
lung Thomson. Möglicherweise hat Thomson sie später selbst ein-
gezogen, aber nichts darüber veröffentlicht. Nach der Abbildung
von pertinax könnte man eine Rippung annehmen. Thomson hätte
sie aber sicher erwähnt, wenn wirklich eine solche vorhanden ge-
wesen wäre.
H. castaneus Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 29.)
Urbeschreibung: „Patria: Colombia. — Long. #!1/; mill.; lat. 21/; mill. —
Tab. 3, fig. 7. — Castaneus, nitidus, glaber, caput, antennae, palpique brunnea,
prothorax antice rufescens. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus,
antice rotundatus et angustior, angulis posticis paulum productis, acutis, tenue
et confertim punctulatus, pars reflexa laevissime squamulosa. Scutellum tri-
angulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, seriebus longi-
tudinalibus 22 sat laevis punctorum impressa, inter has series tenuissime et
irregulariter punctulata: epipleura antice obsolete punctata, postice laevia. Ster-
num abdomenque lateraliter squamulosa, in medio tenue et sat sparsim punctu-
lata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum.
Pedes tenuissime et sparsim punctulati.
Precedente (= pertinax Thoms., der Verf.) statura paullö minore, colore,
et elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus paulum validioribus, differt.“
Sieher handelte es sich bei castaneus um ein immatures Exem-
plar. Solche sind mehrfach Autoren zum Verhängnis geworden.
Hyperhagus mathani, R. Oberth. (Coleopterorum Novitates T. Ie, le Livraison
1883, p. 40—46.).
Urbeschreibung: „Ovalis, convexulus, squammulis minutissimis cinereis
sparsim, haud dense vestitus, nitidus, rubro-castaneus, ad latera antica pro-
thoracis subtusque ex parte dilutior. Caput denissime cribratum. Prothorax
transversus, subtiliter et satis dense punctulatus, ad angulos antice rotundatus;
posticis rectis; basi subsinuatus, antice attenuatus. Elytrae thorace iriplo longio-
res, ovales, ad latera utrinque fiexuosae, marginulatae, convexulae, inter 20 series
punctulorum squammulis minutis ut irroratae; serie juxta suturam basi inci-
piente valde abbreviata. Corpus infra punctulatum; pectus medio nitidum; late-
ribus sicut et abdominis primo segmento rugosis; ultimo unilunato.
Long.: 5; lat.: 3 mill.
Ovale, l&gerement convexe, pourvu de squammules tres petites, jaunätres
et peu denses, luisant, d’un chätain rougeätre, plus clair sur le bord anterieur
du prothorax et en dessous en certains endroits. T&te tres dens&ment ponctuee.
Corselet transversal, finement et assez densement pointille, arrondi aux angles
anterieurs qui sont &mousses et nullement saillants; subsinu& a sa base, attenue
ant@rieurement; angles posteriers droits. Elytres trois fois plus longues que le
prothorax, ovales, flexueuses sur leurs bords, marginees, lEgerement convexes,
pourvues de 20 series longitudinales de petis points, söpar&es par des intervalles
| H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [104] 71 3
plans et munis de fines squammules distantes les unes des autres; la ligne suturale
tres courte. Corps ponctu& en dessous, rugueux lateralement sur la poitrine et
le premier segment abdominal; le dernier segment simplement lunul£.
L’Hyporhagus mathani est tres voisin de I’H. castaneus, Thoms., et de I’
H. pertinax, Thoms., mais il se distingue du premier par sa taille plus grande et
du second par sa couleur chätain.
La decouverte de cette espece est due & M. M. de Mathan, qui l’a recontree ä
Bragance (Para).“
Den Typus, ein 2, konnte ich im Museum Paris studieren. Er
ist ebenfalls ein immatures Exemplar.
H. guyanensis Pic. Melanges exot. ent. 22, p. 2—3, 1917.).
Urbeschreibung: „Elongatus, antice et postice attenuatus, sparse pilosus,
nitidus, niger, thorace antice et lateraliter rufo tincto. Thorace parum trans-
verso, antice attenuato, mediocre et sparse punctato; elytris subelongatis, multi
lineato-punctatis, fere instriatis. Long. 4 mill. Guyane francaise: Maroni. —
Differe de H. elongatus Pic par les elytres moins paralleles et moins longs,
le prothorax moins fortement ponctu£, ete.“
H. peruvianus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V., N. 22, 30. 11. 32, p. 106—107.).
Urbeschreibung: „Forme un peu &@largie, non subparallele, tres attenue
posterieurement; prothorax finement ponctu£, plus large en arriere; pattes noires.
Perou. peruvianus n. sp.
Cette derniere espece est noir avec le prothorax bord@ de roux en avant,
les @lytres ont des stries ponctudes fines avec les intervalles tres finement ponc-
tues, les cötes sont nettement sinues.“
Die Typen der beiden Picschen Arten konnte ich in der Samm-
lung Pie studieren. Geringe Unterschiede sind vermutlich indivi-
dueli, wenn auch die Möglichkeit weiterer rassischer Aufteilung
der weitverbreiteten Stammform ins Auge gefaßt werden muß. Zu-
nächst aber reichte das vorhandene Material für eine einwandfreie
Beurteilung in diesem Sinne nicht aus.
Hyporhagus fusciceps (Reiche, Mss.) Thoms. (Ann. Soc. Ent. France
1860, p. 31.).
Urbeschreibung: „Nova-Granada (Colombia). — Long. 41/5 mill.; lat. 2 mm.
— Supra niger, nitidus, glaber, antennae, paipi, subtus, pedesque obscur® brun-
nea; prothorax antice vage rubro-brunneus. Caput tenu& et confertim punctu-
latum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis
paulum acutis, tenuissime et paulum confertim punctulatus. Scutellum triangu-
lare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, punctorum serie-
bus longitudinalibus 22 distinctis instructa, inter has series subtilissime et irregu-
lariter punctulata, epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa,
in medio tenue et paulum confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum
simplice lunatum. Pedes tenuissime et sparsim punctulati.
714 [1105] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Precedente (laevepunctatus Thoms., der Verf.) multum appropinquat, sed
illo elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus multum plus fortis, distinc-
tus est.“
Den Holotypus, ein 9, konnte ich im Museum Paris studieren.
Ein weiterer "Typus erwies sich als laevepunctatus, was schon
Champion 1892 festgestellt hatte.
Die Art ist langoval, hat einen gerundet stark verengten Hals-
schild, der deutlich und gleichmäßig, etwas dicht punktiert ist.
Die ersten Punktreihen sind minimal vergrößert und vom Diskus
nicht unterbrochen. 10. und 11. + obsolet, an 9. und 10. können an
der Außenseite vor der Mitte feine Kiele angedeutet sein. Falsche
Epipleuren ziemlich schmal. Epipleuren mittelbreit, vorn stär-
ker verengt, dann parallel und erst am Apex wieder enger.
Augen dringen nicht so weit zur Mitte vor wie bei laeve-
punctatus. Prosternum breit entenschnabelförmig, Mesosternum
ziemlich lang, vorn seicht konkav. Metasternum unscharf ge-
randet und ohne Mittellinie. Tibialfurchen deutlich, etwas auf-
geteilt, leicht schräg, nach außen schräger. Abdomen fein und
mäßig dicht punktiert. Analfurche breit, parallel zum Hinterrand.
Mir lagen Exemplare aus Panama, Venezuela und Brasilien
vor. H. elongatus Pic erwies sich als Synonym zu fusciceps.
Hyperhagus elengatus Pic. (Melanges exot.-ent. 20. 1916, p. 1—2.).
Urbeschreibung: „Elongatus, nitidus, breve pilosus, niger, antennis apice,
thorace antice pedibusque rufescentibus. Thorace subconvexo, transverso, antice
atienuato, fortiter sat dense punctato: elytris elongatis, multi lineato-punctatis,
fere instriatis. Long. 5 mill. Bresil: Goyas. — A placer pres de 7. Mathani R.
Ob., et distinet a premiere vue par sa coloration.“
4. opacus-Gruppe.
Hyporhagus opacus Thoms. (Typi Monommidarum, Paris 1878,
p- 41.).
Urbeschreibung: „Patria: Brasilia. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Niger,
subsurdus: prothorax vage largeque (Postice excepto) rufobrunneo-marginatus;
corpus subtus pedesque brunneo-rufa, nitidiuscula. Ovularis. Caput tenuiter et
confertim punctulatum. Prothorax semicircularis, lateribus marginatus, tenuiter
et paulo sparsim punctulatus. Scutellum triangulare, laeve. Elytra convexa,
seriebus longitudin. 22 punctorum mediocriter conspicuorum instructa, inter
has series punctulatione minutissima duplicata instructa, apice rotundata. Ster-
num lateribus paulo rugosum, medio tenuissime et sparsim punctata; abdom.
segmentum ultimum simplice lunatum.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [106] 215
Obs. H. Lecontei Thomson approximatus, vero forma magis elongata,
punctulatione supra validiore, corpore subtus pedibusque brunneo-rufis et minus
valde punctatis, differt.“
Von den 4 Cotypen im Museum Paris bestimmte ich das von
Thomson durch Bezettelung hervorgehobene 1. Exemplar, ein 9,
als Lecto-Holotypus. Die Art ist durch ihre matte Oberseite und
durch das vorn + schwach umrandete Prosternum besonders aus-
' gezeichnet. Das letztere Merkmal kennzeichnet sie als Übergang
zu den Arten mit vorn ungerandetem Prosternum.
Mir lagen Belegexemplare von Havana, Brasilien, Paraguay
und Argentinien vor.
Hyporhagus haagi spec. nov. (Tafel XXVIL, Fig. 15.)
Patria: Argentinien.
5,2x 2,6 mm.
Sehr schlankoval, deutlich verengt, glänzend, schwarz, Hals-
schild vorn breit, seitlich schmaler rotbraun. Kopf ziemlich dicht,
tief eingestochen punktiert, vor den Augen größer grubig.
Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, Seiten stark
gebogen verengt, Vorderecken verrundet, wenig dicht, sehr fein
punktiert, Seiten kräftiger, aber nicht runzlig, Basis so breit wie
Elytrenbasis. Scutellum etwas breit dreieckig. Elytren mit 11 fast
groben Punktreihen, vor dem Diskus nicht vergrößert, 2. nicht
unterbrochen, 11. nicht schwächer als 10., Intervalle auf glattem
Grund spärlich fein punktuliert.
Falsche Epipleuren schmal. Epipleuren vorn breit, vor den
Hinterhüften verschmälert.
Augen groß, verrundet keilförmig, reichen bis in die Nähe der
Kinnkerbe nach innen.
Prosternum vorn ungerandet, wie das mittellange Mesoster-
num spärlich, aber deutlich punktiert, Metasternum spärlich und
fein.
Tibialfurchen lang, etwas dicht, fast längsgerichtet, nach hin-
ten zwischengeteilt.
Abdomen ziemlich grob, zur Mitte feiner punktiert, vorn spär-
lich, hinten dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand, etwas
breit, setzt sich nach vorn fort.
Der Holotypus, ein 9, aus Argentinien, Sammlung Haag-Ru-
thenberg, befindet sich in der Zoologischen Staatssammlung Mün-
chen.
716 [1107 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 |
Ich widme die Art dem Andenken Haag-Ruthenbergs, dieses
bedeutenden Sammlers und Spezialisten, dessen Collection sich in
der Zoologischen Staatssammlung befindet.
Besondere Kennzeichen der Art sind neben dem vorn unge-
randeten Prosternum die groben Punktreihen und das glänzend-
glatte Integument.
Hyperhagus laticollis spec. nov. (Tafei XXV, Fig. 10, und XXVII,
Fig. 16.) |
Patria: Brasilien, Para.
5,2xX 2,6 mm.
Langgestreckt, Seiten fast parallel, schwarzbraun, Halsschild
vorn breit, seitlich schmaler gelbbraun, mäßig glänzend.
Kopf mittelgroß, dicht, nach hinten gröber punktiert.
Halsschild doppelt so breit wie lang, in der Mitte am breite-
sten, auch nach hinten schwach verengt, Basis etwas schmaler als
Eiytrenbasis, Seiten stärker gebogen, Vorderecken verrundet, ziem-
lich gleichmäßig, etwas dicht, fein punktiert, Seiten nicht runzlig.
Aus den Punkten etwas lang bewimpert.
Scutellum fast gleichseitig-dreieckig.
Elytren lang, nahezu parallelseitig, nur schwach verengt. 11
feine, aber erkennbare Punktreihen, 1. an der Basis nicht grubig,
2. am Diskus nicht unterbrochen, 11. stärker als 10. Intervalle auf
undeutlich chagriniertem Grund dicht und kräftig punktuliert,
aus den Punkten deutlich bewimpert.
Ohne falsche Epipleuren.
Augen groß, keilförmig, reichen bis in die Nähe der Kinnkerbe.
Prosternum lang, vorn ungerandet, Basis etwas konvex. Meso-
sternum mittellang. Metasternum mit feinen, langen, fast längs-
gerichteten, dichtstehenden Tibialfurchen.
Abdomen ziemlich dicht, mittelstark punktiert, Intercoxalfortsatz
spärlicher, zum Apex dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand,
schmal, setzt sich linienförmig nach vorn fort.
Der Holotypus, ein 5, von Parä, Brasilien, Coll. Pascoe, be-
findet sich im British Museum.
Die Art ist durch vorn ungerandetes Prosternum und den
besonders breiten Halsschild leicht zu erkennen.
Hyporhagus subopacus Pic. (Melanges exot. ent. 26, 1917, p. #.)
Urbeschreibung: „Elongatus, subopacus, parum pubescens, rufescens tho-
race in disco brunnescente: prothorace transverso, mediocre sat sparse punctato,
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1108] Zn.
angulis anticis rotundatis, haud productis; seutello triangulare; elytris elongatis,
apice attenuatis, minute striatis et lineato punctatis. Long. 5 mill. Bresil. —
Sans doute voisin de H. Mathani R. Ob. en differe au moins par la coloration
differente.“
Der Typus befindet sich in der Sammlung Pie, wo ich ihn stu-
dieren konnte.
Die Art ist gekennzeichnet durch stark gerundet verengten
Halsschild, der seitlich schmal abgeflacht und mäßig kräftig, nicht
sehr dicht punktiert ist. Punktreihen vor dem Diskus nicht grubig,
am Diskus nicht unterbrochen, an der Basis und besonders zum
Apex sehr fein. 11. vor der Elytrenmitte deutlich.
Falsche Epipleuren nicht verbreitert. Epipleuren mäßig breit,
anfangs verengt, dann parallel und erst am Apex wieder verengt.
Augen verrundet keilförmig, reichen fast bis in Höhe der
Kinnkerbe.
Prosternum vorn ungerandet, Mesosternum ziemlich lang,
vorn schmal, etwas tief ausgehöhlt. Tibialfurchen schräg, meist
nicht lang. Abdomen mäßig dicht und fein punktiert, Analfurche
etwas breit, parallel zum Hinterrand.
Mir lagen Belegexemplare aus Brasilien, Bolivien und Argen-
tinien vor.
Hyporhagus emarginatus Champ. (Biol. Oentrali-Amer. Col. IV,
1, 1884—93 [1885], p. #74, t. 21, fig. 24.). (Tafel XXV1,
Fig. 8a u. b).
Urbeschreibung: „Oblong, ovate, black, shining, the head anteriorly, the
protherax anteriorly and the sides (broadly), the margins of the elytra, and the
legs and antennae, red. Head densely and not very finely punctured; prothorax
transverse, the sides converging from the base, a little rounded, and rather
deeply grooved within the prominent lateral margins, the surface sparsely,
equally, and somewhat finely punctured; elytra broad!y margined, with rows of
shallow rather fine punctures placed upon very fine shallow striae, the punc-
tures becoming still finer towards the sides and apex, the interstices finely and
sparsely (but quite distinetly) punetured; beneath very sparsely and minutely
punctured, the metasternum at the sides rather coarsely and irregularly punc-
tured and wrinkled; mesosternum very deeply and semicircularly emarginate in
front; anterior tarsi in the male with the three basal joints somewhat broadly
dilated. Length 31/,—4 millim.: breadth 2—21/; millim. (JO)
Hab. Guatemala, Torola (Champion); Panama, Bugaba, Tol& (Champion).
FH. emarginatus closely resembles the species here identified as H. laeve-
punciatus, but has a very differently-formed mesosternum; it is also smaller in
size, and has the sides of the thorax (as well as the anterior portion) and the
reflexed margins of the elytra red, and the three basal joints of the anterior tarsi
dilated in the male.“
718 [109] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Ergänzend ist nur zu bemerken, daß die Augen unterseits breit
verrundet sind und die Augengrube nicht zur Kinnkerbe verlängert
ist. Prosternum nicht gerandet, einfach gewölbt, zerstreut grob
punktiert. Seutellum dreieckig. Tibialfurchen wenig lang, schräg
schwach bogig. Parameren von oben gesehen hinten einzeln zu-
gespitzt, spärlich beborstet.
Die Typenserie befindet sich im British Museum. Außer 2 Co-
typen aus Bugaba, Panama, lagen mir Exemplare aus Brasilien und
Peru vor.
5. wagneri-Gruppe.
Hyporhagus wagneri Pic. (Rev. Soe. Ent. Ärgent. T. V., N. 22,
30. 11. 32, p. 106.).
Urbeschreibung: „Oblongo-elongatus antice et postice attenuatus, sat niti-
dus, glaber, subconvexus, niger, thoraxe antice pedibusque pro parte rufis, ely-
tris ad humeros et ante apicem rufo tinctis.
Oblong-allong® att@nu€ aux extremites, assez brillant; glabre, peu convexe,
noir, devant du prothorax et pattes en partie rousses. T&te a ponctuation forte,
irreguliere et rapprochee:; prothorax assez court, rötreci en avant, sinu@ poste-
rieurement, ä ponctuation irreguliere, non @gale, rapprochde; ecusson grand;
elytres peu plus larges que le prothorax, ä ©paules merquees mais arrondies,
attenues posterieurement, nettement stries-ponctues avec les intervalles larges,
finement ponctues; ces organes sont noirs, brievement marques de roux aux
epaules et avant l’extremite.
Long. 7 mill. Republique Argentine: Rio Salado (Wagner, in coll. Pie).
Ressemble a H. elongatus Pic, plus grand avec la sculpture @lytrale plus accen-
tude et les @lytres marques de roux.“
Die Type konnte ich in der Collection Pie studieren.
Ergänzende Beschreibung: Halsschild schwach, etwas gerundet
verengt, nicht doppelt so breit wie lang, mäßig kräftig, etwas dicht
punktiert, Seiten schwach runzlig.
Scutellum breit dreieckig. Punktreihen etwas kräftig, zur
Schulter und zum Apex fein, alle deutlich, vom Diskus nicht unter-
brochen. Ohne falsche Epipleuren. Epipleuren ziemlich schmal.
Augen reichen höchstens bis in halbe Kinnkerbenhöhe, breit
keilförmig, mit nach hinten gerichteter ommatidienloser Ecke.
Prosternum vorn ungerandet, Mesosternum lang, vorn leicht
konkav. Metasternum kuppelförmig, unscharf gerandet. Tibial-
furchen deutlich, mäßig lang, etwas schräg.
Abdomen fein und dicht punktiert. Analfurche etwas breit,
parallel zum Hinterrand.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [1110] 719
Außer der Type lagen mir weitere Exemplare aus Argentinien
und Bolivien vor.
H. caracasensis Pic erwies sich als Subspecies von wagneri mit
etwas kleinerem, schärfer 3eckigem Scutellum und glänzenderer
Oberfläche. Die Partie einwärts der Augen (Augengrube) flacher,
ebenfalls Pro- und Mesosternum. Abdomen kräftiger punktiert,
Analfurche breiter. Die Urbeschreibung:
Hyporhagus wagneri caracasensis Pie. (Melanges LXII, 1933,
p. 12.).
„Le caracasensis mihi, du Venezuela, voisin du precedent (grandis Pic)
par sa taille et de coloration analogue, a l’avantcorps plus fortement ponctu£, le
prothorax plus retreci en avant, les Elytres moins @troits A la base, depassant
nettement le thorax aves les €epaules un peu marquees et les elytres ont des
rang&es de points plus forts, places dans des stries superficielles.“
| Außer der Type in der Sammlung Pic lagen mir Exemplare
aus Brasilien, Bahia, vor.
Hyporhagus larssoni spec. nov.
Patria: Brasilien, Minas Geraes, Argentinien. Holotypus 8,2
x 4,5 mm. Paratypus 7,0 x 4,0 mm.
Etwas langoval, nach hinten leicht verengt, braunschwarz,
schwach glänzend. Stirn von vorn nach hinten zunehmend gröber
und dichter punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie
lang, gewölbt, leicht gebogen nach vorn verengt, Vorderecken ver-
rundet, Hinterecken scharf, etwa rechtwinklig, Seiten mäßig breit
abgeflacht. Punktierung mittelstark-fein, dicht-zerstreut, an den
Seiten wie in der Mitte, nicht runzlig. Scutellum etwa gleichseitig
dreieckig, beim Holotypus mit etwas konvexen Seiten.
Punktreihen der Elytren leicht vertieft, aber nicht gekielt,
Punkte selbst zwar scharf, aber durch flach-grubige Vertiefung
bei schwacher Vergrößerung unscharf erscheinend. 2. Reihe am
Diskus nicht unterbrochen, 11. nicht schwächer als alle übrigen.
Die 10. verläuft mitten auf der hervortretenden, langgestreckten
Schulterbeule. Intervalle sehr fein, zerstreut punktiert. Elytren-
rand nicht nennenswert verbreitert (ohne falsche Epipleuren).
Augen dringen unterseits fast bis in die Höhe der Kinnkerbe
vor, sind ziemlich breit verrundet, haben hinten einen schmalen
ommatidienlosen Saum mit einer kleinen Ecke in Höhe der An-
tennenfurche (bei eingezogenem Kopf nicht sichtbar).
Prosternum ziemlich kurz, kräftig punktiert, vorn ungeran-
det, Basis etwas konvex. Mesosternum mittellang, vorn schalenför-
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 46
720 [11 1] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
mig ausgehöhlt. Punktierung wie Prosternum, Metasternum etwas
feiner und zerstreut punktiert. Tibialfurchen leicht wellig, kurz,
halbschräg nach außen verlaufend, biegen hinten nach innen um.
Abdomen kräftig und dicht punktiert, nach hinten dichter
und feiner, Seiten kaum runzelig. Analfurche parallel zum Hinter-
rand, setzt sich linienförmig auf die übrigen freien Abdominal-
sternite fort.
Holotypus, 1 9 aus Lagoa Santa, Minas Geraes, Brasilien, leg.
Reinhardt, befindet sich im Museum Kopenhagen.
Allotypus, 1 5, von Argentinien, 23. VIII. 39, leg. W. C. Har-
rington, in der Oalifornia Academy of Sciences.
1 9 Paratypus von Ponte Nova, Minas Geraes, Brasilien, im
Departemento de Zoologia, Sao Paulo, Brasilien.
Die Art widme ich meinem liebenswürdigen Kollegen, Herrn
Dr. Svend G. Larsson, am Universitetets Zoologiske Museum in
Kopenhagen, wo sich der Holotypus befindet. Sie unterscheidet
sich von dem ähnlichen #. wagneri durch größere Augen und nicht
gckehlte noch gerunzelte Halsschildseiten.
6. brasiliensis-Gruppe.
Hyporhagus nitidus Champ. (Biol. Centr.-Amer. IV, 1, 1893,
Suppl., p. 570—571.).
Ürbeschreibung: „Broad, ovate, moderately convex, very shining, black,
the anterior margin of the prothorax obscure ferruginous; the antennae pitchy-
brown, the legs piceous. Head densely, somewhat coarsely punctate; antennae
with a moderately large, 3-jointed club; prothorax transverse, rapidly narrow-
ing from the base, the sides feebly rounded anteriorly and sharply margined, the
surface minutely, rather closely punctate, the punctures still more minute on the
middle of the disc, the disc with a smooth narrow median space behind; elytra
narrowing from a little below the base, strongly flexuous at the sides before the
middle, broadly and very sharply margined, with rows of very fine, rather
closely punctures, which in the three rows next the suture at the base are re-
placed by very shallow, more distant, coarser impressions, the interstices per-
fectiy flat, each with two or three irregular rows of very minute punctures;
beneath black, the ventral surface closely, finely punctate, the metasternum with
Imore minute, scattered punctures, the sides of the latter and of the first ventral
segment obliquely and rather coarsely strigose; mesosternal carina feebly arcuate
in the middle; anterior tibiae broadly concave along their upper face.
Length 63/;, breadth # millim.
Hab. Nicaragua, Chontales (Belt).
One specimen. Much larger, broader, and more shining than A. Iaevepunc-
tatus; the elytra more strongly flexuous at the sides, narrowing from a little
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1 12] ze
helow the base, and with very prominent, reflexed, marginal carina; the legs and
antennace much darker in colour. It is nearly allied to H. steinheili, Oberth.,
from Colombia.“
Der genauen Beschreibung ist nur wenig hinzuzufügen. 22 et-
was undeutliche Punktreihen. Augen ohne ausgeprägte Augen-
‚grube, etwas stumpf winklig verrundet. Prosternum ohne Umran-
dung, fast glatt, ebenso Mesosternum. Die Art ist durch ihre Größe
und durch die lackglänzende Oberfläche leicht kenntlich.
Der Holotypus befindet sich im British Museum. Mir lagen
weiter zwei von Champion selbst determinierte Exemplare von
Nicaragua und Trinidad sowie ein weiteres von Oosta Rica vor.
Hyporhagus brasiliensis (Dej. Cat. 1857, p. 144) Thoms. (Änn. Soe.
Ent. France 1860, p. 26.).
Urbeschreikung: „Patria: Nova Granata, Cayenna, Brasilia (Mexico?). —
Long. 7! mill.; lat. 41/4 mille Tabea, to,
Niger, nitidus, glaber, antennae, palpi, tarsique brunnei, prothorax antice
rufescens. Caput valde et confertim punctulatum. Prothorax transversus, antice
rotundatus et angustior, haud productus vel lunatus, angulis posticis paulum
productis, acutis, tenuissime et sat sparsim punctulatus; pars reflexa paulum
squamusosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, convexa, prothorace
quasi triplö longiora, punctorum seriebus longitudinalibus 20 obsoletis instructa,
duabus prop® suturam brevis, inter has series tenuissime, irregulariter, et spar-
sim punctulata; lateraliter post humeros paulum et longitudinaliter canaliculata;
epipleura laevia. Sternum abdomenque lateralibus squamulosa, in medio sat
eonfertim et tenue& punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum.
Pedes tenuissime et sparsim punctulata.
Haec species corporis magnitudine notanda est.“
Von den 3 Cotypen im Museum Paris wählte ich das von Thom-
son mit Artnamen und Literaturangabe hervorgehobene co’ als
Lecto-Holotypus. Mir lagen weiter Exemplare aus Columbien vor.
Die Art ist nahe verwandt mit ritidum, aber schlanker. Das
Prosternum ist seitlich nur durch die Grenze zwischen hoch-
glänzendem Mittelteil und matten Seitenteilen, aber nicht kiel-
förmig gerandet.
Beim Studium der Type von Hyporhagus grandis Pie in der
Collection des Autors stellte sich heraus, daß diese aus Australien
beschriebene Art mit H. brasiliensis identisch ist. Es handelt sich
zweifelios um eine Fundortverwechslung. Der Vollständigkeit hal-
ber hier die Urbeschreibung:
Hyporhagus grandis Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 12.).
„Elongatus, nitidus, niger, thorace antice rufescente, antennis apice pedi-
busque brunnescentibus; capite sat fortiter et sparse punctato; thorace trans-
45*
122 1 13] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
verso, antice attenuato, lateraliter mediocre depresso, minute et sparse punctato; |
scutello lato, triangulare; elytris thorace indistincte latioribus, ad humeros rotun-
datis, elongatis, lateraliter sinuatis, postice attenuatis, apice marginatis, sat |
minute lineato-punctatis, instriatis, intervallis latis, minutissime punctatis. Long. '
7 mili. Australie. —
Voisin de elongatus Pic, mais plus grand, plus large et plus brillant.“
Auch die Type von H. steinheili Oberth. erwies sich beim
Studium im Museum Paris als Synonym zu brasiliensis.
Urbeschreibung:
Hyporhagus steinheili, R. Oberth. (Coleopterorum Novitates T. Ile, le Livraison
1883, p. 45—46.).
„Ovalis, convexulus, aterrimus. nitidus, tarsis et antennis apice dilutioribus.
Caput punctato-rugosum. Prothorax transversus, basi sinuatus, angulis anticis
obtusis, haud prominulis; postieis acutis, lateribus acuta carina marginatus,
puncticulatus. Elytrae thorace magis duplo longiores, ovales, elongatae, post
humeros flexuosae, marginatae, seriebus 20 punctorum obsoletorum intervallis
squammulosis sejunctis, instructae: serie suturali abbreviata, basi solum impressa.
Pectus ei primum abdominis segmentum Jlateraliter rugifera; ultimum late uni-
lunatum. Pars caetera inferi corporis punctulata.
Long.: 61/,; lat.: 3/3 mill.
Ovale, convexe, luisant, d’un noir profond; tarses et extr@mite des antennes
plus elairs. T&te rugueusement ponctuee. Corselet sinue ä sa base; ses angles an-
terieurs @mousses, non saillants, arrondis; les posterieurs aigus; reborde d’une
carene l&gerement relevee; finement ponctue. Elytres plus longues que deux fois
le prothorax, ovales, allongees, flexeuses derriere les &paules, marginees, pourvues
de 20 series de petits points, separees par des intervalles finement squammuleux;
la strie suturale tres courte, marquee seulement ä la base. Poitrine et premier
segment abdominal rugueux lateralement; le dernier pourvu d’une iunule unique.
Le reste du dessous du corps ponctu&. Un exemplaire de cette esp&ce avait &te
rapport@ de Colombie (San-Carlos), par Ed. Steinheil; j’en possede un second
individu trouve€ par le Dr. O. Thieme, au Rio Magdalena, avec le Laevepunctatus,
Thoms., qui en est d’ailleurs tres voisin quoique d’une taille beaucoup plus
peilte
7. marginatus-Gruppe.
Hyporhagus cicatricosus spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 14.)
Patria: Haiti, San Domingo.
4.8%x 2,9 mm.
Etwas länglich oval, ziemlich gewölbt, tiefschwarz, Prothorax
vorn etwas bräunlich durchscheinend.
Kopf dicht, tief, mäßig grob punktiert, hinten größer und
flacher. Halsschild doppelt so breit wie lang, stark gerundet ver-
engt, Vorderecken verrundet, Hinterecken scharf, nahezu recht-
\
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}
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1 14] 723
q
1
|
| winklig, wenig dicht, fein punktiert, zum Rande gröber, aber nicht
runzlig. Scutellum etwa gleichseitig dreieckig.
Punktreihen der Eiytren aus entfernten, groß- und tiefgru-
| bigen Punkten, wie blatternarbig. 2. Reihe am Diskus nicht un-
terbrochen, 11. kaum schwächer als die übrigen. Schulterbeule
flach, aber deutlich. Intervalle fein, mäßig dicht punktiert. Falsche
‚ Epipleuren mittelbreit, fast schmal. Epipleuren bis zum 3. Ab-
_ dominalsternit ziemlich breit, parallel, erst dann verengt.
Augen unterseits kurz keilförmig, etwa bis auf halbe Höhe der
' Kinnkerbe zur Mitte vordringend.
Prosternum vorn verbreitert entenschnabelförmig, wie das
| mittellange Mesosternum zerstreut fein aber deutlich punktiert.
Wenige lange Tibiallinien etwas fächerartig angeordnet, hinten
mit Zwischenlinien.
Abdomen mäßig dicht. etwas fein punktiert, zum Rande grö-
ber, nach hinten dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand, setzt
sich als feine Rinne auf die übrigen Abdominalsternite fort.
Holotypus, 1 5 von Jarabacoa, San Domingo, Haiti, D. De
Leon leg. 14. VI.40 an Pinus occidentalis, im U. 5. National Mu-
seum.
Die Art ist verwandt mit valdepunctatus und marginatus. In
der Form erinnert sie an punctulatus, ist aber durch ihre auffal-
lende Eiytrenpunktierung leicht kenntlich.
Hyperhagus marginatus (Fabricius). (Ent. Syst. I, 2, p. 505, Nr. 3,
1792.) (Tafel XXVI, Fig. 6a, b, c.)
Urbeschreibung: „Tritoma marginata. 3. T. atra abdominis margine san-
guineo. Habitat in Americae meridionalis Jnsulis Dom. Smidt. Paullo minor T. 2.
pustulata. Antennae piceae. Thorax ater margine antico ferrugineo. Elytra punc-
tato striata, atra. Abdomen atrum ınargine sanguineo. Pedes picei.“
Zu der Bezeichnung .‚marginatus“ und der Beschreibung „Ab-
domen atrum margine sanguineo“ scheint Fabricius durch die bei
den beiden Typen sichtbaren Abdominalpleuren verleitet worden
zu sein, die auffallend heller, normalerweise aber unter den Epi-
pleuren der Elytren verborgen sind. Bei unveränderten Exempla-
ren ist jedenfalls von einer auffallend rostfarbenen Umrandung
des Abdomens nichts zu sehen.
Da die Urbeschreibung völlig nichtssagend ist, will ich hier
eine genaue Beschreibung des Holotypus geben:
Elliptisch-oval, schwach verengt, schwarz, Halsschild vorn
und an den Seiten bräunlich durchscheinend.
724 [115] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf etwas ungleich, mittelgroß, ziemlich dicht punktiert,
Halsschild weniger dicht, gleichmäßiger, zum Rande nicht runzlig,
ziemlich gerundet verengt. Scutellum etwas breit dreieckig-herz- |
förmig. Elytren mit 11 mäßig kräftigen, zum Rande feineren
Punktreihen, die 11. undeutlich. 1. endet vor dem Diskus, 2. biegt '
diesem nicht aus, ist dort aber etwas schwächer. Punkte vor dem h
Diskus nicht grubig, nur etwas vertieft. Intervalle ziemlich dicht
fein punktiert, nur teilweise reihig.
Augen breit keilförmig verrundet, ohne besondere Grube.
Prosternum zungenförmig, vorn etwas abgestutzt, hinten
leicht konvex, deutlich punktiert wie die gesamte Thoraxmiitte,
längs- und quergewölbt. Mesosternum ziemlich lang, vorn dem
Prosternum angepaßt flach konkav, hinten gerade. Metasternum
ohne Umrandung, nach hinten kräftiger punktiert. Tibialfurchen
lang und deutlich, zur Mitte längs, seitlich mehr schräg gerichtet
und verzweigt. |
Abdomen deutlich und dicht, nach hinten feiner und dichter
punktiert. Anaifurche parallei zum Hinterrand.
Penis kurz nadelförmig, breit, mit großem Ohr, lang zuge-
spitzt und Spitze etwas verrundet, dorsoventral sehr schwach s-
iörmig gekrümmt. Parameren kurz, fingerförmig, an der Basis
breiter getrennt und davor ventral ausgebuchtet und mit kamm-
förmig angeordneten langen Borsten besetzt, die äußersten von
halber Paramerenlänge, nach innen abnehmend, sonst etwas lei-
steniörmig feiner beborstet und an den einzeln verrundeten Enden
mit einigen gekrümmten, kurzen Börstchen.
Der Allotypus, ein 9, ist etwas feiner skulptiert und hat das
Prosternum nicht scharf gerandet.
Die Nominatrasse scheint auf St. Thomas beschränkt zu sein.
Eine andere Rasse ist wesentlich weiter verbreitet.
Hyporhagus marginatus subsp. fabrieii nov.
Patria: Antillen außer St. Thomas, Brasilien.
5,7—4,2x 3,5—2,4 mm.
Gegenüber der Nominatrasse von St. Thomas wesentlich we-
niger breit, hinten schwach verengt, Halsschild weniger breit und
nicht so stark verengt, Seitenrand schwächer gebogen. Punktie-
rung des Halsschildes und der Intervalle meist dichter und kräf-
tiger, deshalb etwas weniger glänzend. Falsche Epipleuren erheb-
lich schmaler als Nominatrasse. Prosternum schlanker. 10. und
11. Reihe kräftiger.
|
|
j
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [1116] I
Holotypus, 5’, Haiti, Jean Rabei, 14. II. 29, E. G. u. G. M.
Leonard, 5,1Xx2,9 mm, befindet sich im U. S. National Museum.
‚Allotypus, 9, Haiti, Le Trow, 23. IX. 1925, W. A. Hoffmann,
4,8% 3,0 mm, im gleichen Museum.
Paratypen von Trinidad, Guadeloupe, San Domingo und Bra-
“silien in den Museen in London (Brit. Mus.), Paris, Wien, Stock-
holm, Washington (U.S. National Museum) und in der Zoologi-
schen Staatssammlung München.
Hyporhagus valdepunctatus 'Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860,
Urbeschreibung: „Patria: Amer. merid. (Bresil?) — Long. 5. mill.; lat.
31% mill. — Niger, nitidus, glaber, antennae, palpi, tarsique brunnea, prothorax
antice vag® rubro-marginatus. Caput valde et confertim punctatum. Prothorax
transversus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis acutis, tenuissime et
sat confertim punctulatus; pars reflexa subtilissime squamulosa. Scutellum trian-
gulare. Elytra elliptico-ovalia; prothorace fer& triplo longiora, seriebus longitudi-
nalibus 22 punctorum validissimorum impressa, 2 seriebus suturae vicinioribus
hrevississimis, inter has series subtilissime, obsolete, et irregulariter punctulata;
epipleura laevia. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in medio sat tenue
et confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pedes
obsoleie punctulati.
Precedente (Aspathines aeneus Thoms., der Verf.) corpore plus elongato,
et elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus multum validioribus, praecipue
differt.“
Die Type, 1 9, konnte ich im Museum Paris studieren. Sie
steht marginatus sehr nahe, ist gewölbter und hinten nicht ver-
engt, die Punktreihen weit kräftiger, zum Ende mit langgestreck-
ten Punkten. 10. Reihe kurz, 11. obsolet. Tibiallinien mehr quer.
Weitere Exemplare dieser Art kamen mir leider nicht vor Äugen,
so daß die Patria nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Die
Wahrscheinlichkeit spricht aber für eine Antilleninsel.
Hyporhagus antillicus spec. nov.
Patria: San Domingo, Antillen.
4,6x 2,7 mm. |
Schlankoval, fettglänzend, braunschwarz, Halsschildvorder-
rand breit, Seitenrand schmal rotbraun.
Kopf kräftig, mittelgroß, etwas dicht punktiert.
Halsschild knapp doppelt so breit wie lang, von der Basis zur
Mitte fast parallel und erst dann stark gebogen verengt, zur Mitte
seicht, an den Seiten kräftig punktiert, in der Seitenmitte grob und
dicht, fast runzlig; abgeflachter Seitenrand kaum punktiert. Ely-
726 1117) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
tren mit 11 kräftigen, zum Rande feineren Punktreihen, 11. teils
obsolet, ähnlich marginatus, aber Elytrengrund sehr fein genetzt.
Intervallpunktierung fein, wenig dicht. Falsche Epipleuren schmal.
Scutellum breit dreieckig. Augen breit keilförmig, reichen etwas
über die halbe Höhe der Kinnkerbe.
Prosternum etwas kurz und breit entenschnabelförmig, Meso-
sternum mittellang, vorn kaum konkav, hinten gerade. Metaster-
num spärlich fein punktiert. Tibiallinien innen mehr längs, außen
mehr schräg gerichtet. Analfurche parallel zum Hinterrand, in der
Mitte seichter.
Holotypus, ein 9, von San Domingo, Antillen, Coll. Fry, im
British Museum. Dieses einzige Exemplar ist leider stark defekt.
Rechte Elytre vom Körper getrennt, liegt diesem lose auf. Nadel
seitlich aus dem Körper ausgebrochen, hält nur noch lose. Auch
Abdomen defekt.
Die Art erinnert in der Gestalt, Punktierung und Skulptur an
die subsp. jabrieii von H. marginatus, hat aber deutlich fein
genetzte Oberfläche und ist deshalb weit weniger glänzend. Hals-
schild weniger stark gerundet verengt und wesentlich feiner
punktiert.
Hyporhagus wittmeri spec. nov.
Patria: Puerto Rico, Guanica.
6,4x 4,2 mm.
Breit elliptisch-oval, leicht verengt, schwarzbraun, matt,
äußerst fein chagriniert, etwas flacher gewölbt, besonders der
Halsschild. Kopf ziemlich dicht, etwas fein punktiert, hinten grob
grubig. Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, leicht ge-
rundet verengt, seitlich abgeflacht und am Rande schmal seicht
gekehlt. Scutellum etwas breit dreieckig.
Elytren über der mäßig breiten Randverbreiterung (falsche
Epipleuren) etwas flach eingedrückt. Punkte der Reihen ziemlich
fein und entfernt stehend. 2. und 3. Reihe am Diskus so fein wie
die Intervallpunktierung, wirken deshalb wie unterbrochen. 11.
höchstens im Bereich der Randverbreiterung angedeutet.
Epipleuren ganz allmählich nach hinten verengt.
Augen unten stumpf keilförmig, reichen etwa bis zur halben
Höhe der Kinnkerbe.
Prosternum entenschnabelförmig, von vorn nach hinten
wellenartig erhöht, Basis schwach konvex, wie die mäßig lange
Meso- und die Metasternalmitte fein zerstreut punktiert. Wenige,
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [118] eo].
N
|
‚stark schräge Tibialfurchen, hinten verkürzt, mittlere aufgeteilt.
‚Abdomen kräftig und ziemlich dicht punktiert, vorn spärlicher,
"hinten feiner und dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand,
| setzt sich auf die übrigen Abdominalsternite fort.
| Holotypus, 1 5 vom genannten Fundort, leg. E. G. S., im U. S.
"National Museum.
Ich widme die Art meinem lieben Herrn Kollegen, dem Can-
' thariden-Spezialisten Walter Wittmer, Zürich-Herrliberg.
| Die Art ähnelt in der Form H. marginatus marginatus, steht
‚aber zufolge ihrer Größe, matten Oberseite und Punktierung der
Reihen ziemlich isoliert.
Hyporhagus championi spec. nov.
Patria: Trinidad, Antillen.
4.0x2,6 mm.
Breit elliptisch, braunschwarz, lackglänzend, Ränder beson-
ders des Halsschildes heller rotbraun.
Kopf fein, tief eingestochen, etwas dicht und ziemlich gleich-
mäßig punktiert.
Halsschild reichlich doppelt so breit wie lang, nach vorn in
leichtem Bogen stark verengt, Vorderecken fast völlig verrundet,
Punktierung ziemlich fein, gleichmäßig, wenig dicht.
Sceutellum breit dreieckig-herzförmig.
Elytrenrand gleichmäßig gebogen. 11 schwache unscharfe
Punktreihen, 1. etwas flach grubig, 11. fast obsolet, nur am Apex
mit großen, tieferen Gruben. Intervalle spärlich sehr fein punk-
tiert, Untergrund glatt. Falsche Epipleuren schmal.
Augen breit verrundet keilförmig, reichen etwa bis in halbe
Höhe der Kinnkerbe.
Prosternum entenschnabelförmig, hinten höher als vorn, Ba-
sis schwach konvex. Mesosternum mittellang.
Abdomen fein, tief eingestochen, vorn spärlicher, hinten sehr
dicht punktiert. Analfurche parallel zum Hinterrand, seitlich
schwach erweitert, setzt sich als feine Rinne auf die vorhergehen-
den Sternite fort.
Holotypus, 5, von Trinidad, Antillen, Coll. Fry, im British
Museum. Die Art ist nächstverwandt mit obliteratus, hat aber we-
sentlich kürzere Augen und auch vor dem Diskus sehr schwache
Punktreihen.
728 419] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Hiyporhagus obliteratus Champ. (Biol. Oentrali-Amer. Col. IV, 1,
1884—93 [1888], p. 475, t. 21, fig. 25.)
Urbeschreibung: „Elliptical, short, very convex, black shining, the head
anterioriy and the anterior fourth of the prothorax rufescent, the legs and anten-
nae fusco-ferruginous. Head finely and denseiy punetured; prothorax short,
transverse, the sides a little rounded and very rapidly converging from the base,
the lateral margins moderately prominent and only feebly grooved within (more
deeply so within the anterior angles), the surface very sparsely and finely punc-
tured; elytra narrowly margined, very obsoletely striate, the striae with scattered
punctures, the punctures on the disc coarse and irregular at the base and almost
obliterated beyond, the interstices with exceedingly minute scattered punctures
(only visible under a strong lens); beneath brownish-piceous, exceedingly minutely
and very sparsely punctured, the metasternum almost smooth; mesosternum
broadiy and shallewly arcuate-emarginate in front; anterior tarsi with the three
hasal joints feebly dilated in the male.
Length 3/3 millim.; breadth 21/3 millim. ('.)
Hab. Panama, Volcan de Chiriqui 3000 feet (Champion).
This distinet new species is shorter and more convex than any Hyporhagus
yet described; the general outline is elliptical, and the elytra are comparatively
very narrowly margined. In the elytral sculpture H. obliteratus agrees almost
exactly with Thomson’s figure and description of H. cayennensis, from Para; the
latter, however, is of more elongate shape, and has more broadly margined ely-
Tra,leıen
Kopf etwas quergerunzelt, vorn mehr obsolet, hinten dichter
und deutlicher punktiert.
Halsschild vorn ziemlich gerade, Vorderecken völlig verrun-
det, stark gewölbt, so daß bei normaler Betrachtung von oben der
Halsschild halbkreisförmig wirkt. Schildchen annähernd gleich-
seitig dreieckig. 9 erkennbare Punktreihen je Elytre, die zum
Rande und zur Spitze hin obsolet werden und nur im Basalteil
deutlich sind. 1. endet vor dem Diskus, 3 erste vor diesem mit gru-
big verbreiterten Punkten.
Prosternalmitte entenschnabelförmig, wenig deutlich skulp-
tiert, nach hinten schwach konvex und deutlicher punktiert. Meso-
sternum quer sanduhrförmig, vorn und hinten deutlich konkav.
Wenige schwache und kurze, stark schräge Tibialfurchen.
Auge mit großen Facetten, füllt die ventrale Augengrube voll
aus und reicht bis fast in Höhe der Kinnkerbe.
Falsche Epipleuren nur schwach verbreitert. Epipleuren ziem-
iich gleichbreit.
Die Typen befinden sich im British Museum. Außer einer
Cotype lagen mir weitere Exemplare aus Panama vor.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [120] 729
Nächstverwandt mit championi unterscheidet sich die Art von
dieser durch die bis in Höhe der KRinnkerbe vordringenden Augen
‚ und die an der Elytrenbasis kräftigen Punktreihen.
8. suturalis-Gruppe.
Hyporhagus rufolineatus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V., N. 22,
| 30. XI. 32, p. 107—108.) (Tafei XXV, Fig. 15.)
Urbeschreibung: „Forme plus ou moins oblongue ou allongee; töte rousse
[o) „ 7
ı ainsi que le prothorax anterieurement et lateralement celui-cı parfois seulement
, un peu rembruni au milieu, plus court; elytres moins larges, d’ordinaire un peu
‚ allonges, A bande discale claire; dessous et pattes d’ordinaire testaceus.
Prothorax ä ponctuation forte et assez rapprochee; töte moins densdinent
ponctuee; Elytres moins bombes, A ponctuation plus large ou plus forte: Elytres
largement roux sur le disque (forme Type), ou aA band rousse £troite, etranglee
au milieu (v. reductus).
Dong. 4—5 mill.
Bresil et Röpub. Argentine. rufolineatus n. sp.
Anm.: Le A. rufocinctus Pic, du Bresil, est plus grand, plus convexe, avec
les Elytres fonces, bordes de roux.“
Kopf und Halsschild etwa gleich dicht und kräftig punktiert.
Prothorax vorn gerade, Vorderecken vollkommen verrundet. Eiy-
tren breit gerandet. Punktreihen zum Rande hin schwächer, 3 erste
vorn etwas grubig verbreitert, hinter dem glatten Diskus feiner.
Schildchen klein, herzförmig. Augen unten etwas gerundet ver-
engt, Augengrube sehr flach, stark skulptiert. Prosternalmitte nur
an der basalen Hälite gerandet, kräftig punktiert. Mesosternum
vorn fast gerade, kräftig, spärlich punktiert, seitlich gerippt. Meta-
sternum mit keulenförmiger Mittelgrube. Tibialgrube tief, davor
alveolär punktiert und mit feinen Linien, die sich hinter der Grube
aufteilen.
Analfurche parallel zum Hinterrand.
Aedeagus schuhförmig, Parameren in der ÄAusbuchtung mit 5,
zur Spitze mit 2 seitlichen Börstchen.
Die Holotype konnte ich in der Sammlung Pie studieren, wei-
ter lagen mir ein Paratypus von der Terra de Diamantina und
Exemplare von Rio de Janeiro vor.
Die Art ist an ihren hellen Elytrenstreifen leicht kenntlich.
Hyporhagus nicki spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 12, und XXVII,
io. 9.) |
Patria: Brasilien, Bahia.
4,5—9,5x2,9—2,4 mm.
730 [121] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Breitelliptisch, schwarzglänzend, Kopf und Halsschildränder
rotbraun.
Kopf etwas dicht, ziemlich gleichmäßig, fein aber tief einge-
stochen punktiert.
Halsschild reichlich doppelt so breit wie lang, Basis etwas
schmäler als Elytrenbasis, Seiten mäßig gebogen, stark verengt,
Vorderecken verrundet, aber deutlich; in der Mitte spärlich und
fein, seitlich grob punktiert, Seitenrand breit.
Scutellum klein, verrundet gleichseitig-dreieckig, hochge-
wölkt. Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, 3 erste vor dem
Diskus groß grubig, 1. endet davor, 2. am Diskus kurz unterbro-
chen. 11. eher stärker als die 10. Intervalle auf glattem Grund
äußerst fein und spärlich punktiert. Falsche Epipleuren sehr breit,
nach hinten nur allmählich verschmälert, teils grubig punktiert.
Epipleuren breit, allmählich nach hinten verengt.
Augen groß, keilförmig, reichen bis in Höhe der Kinnkerbe.
Prosternum schlank, enten- bis gänseschnabelförmig, vorn &
abgestutzt. Mesosternum mittellang, vorn leicht konkav, mittel-
stark punktiert. Metasternum mit kürzeren, schrägen Tibiallinien,
die sich hinten aufspalten.
Abdomen etwas querrissig, mäßig fein, vorn spärlich, hinten
dieht, zum Rande gröber punktiert.
Analfurche parallel zum Hinterrand, breit, setzt sich auf die
vorhergehenden Sternite fort.
Holotypus, 5, Allotypus, 9, und 2 Paratypi, darunter ein im-
maturer mit verdunkeltem Diskus, von Bahia, Brasilien, Reed leg.,
Coll. Fry, im British Museum.
1 weiterer Paratypus vom gleichen Fundort in der Zoologi-
schen Staatssammlung in München.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen, Herrn Apo-
theker Dr. G. Nick in Buenos Aires.
H. nicki istnächstverwandt mit disconotatus, größer, hat
kräftigere Punktreihen und größere Augen.
Hyporhagus quadrimaeulatus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V,
N. 22, 30. 11. 32, p. 107—108.) (Tafei XXV, Fig. 11.)
Urbeschreibung: .Forme large, subovalaire: t&te et prothorax noirs, ce
dernier marque de roux anterieurement et plus court; Elytres plus larges, noirs,
ornes d’une macule infrahumerale et d’une apicale pr@suturale rouges; dessous
fonce, paties roussätres. Long. 4 mill. Bresil (coll. Pic). qguadrimaculatus n. sp.“
Der Kopf kann dunkelrot sein, ist kräftig, mäßig dicht punk-
tiert, der breite Halsschild gleichstark, aber weniger dicht, Seiten
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [122] 731
etwas gröber, mit Randabflachung, die vorn schmal, sich nach hin-
ten verbreitert. Seiten und Vorderecken gerandet, Basis doppel-
' buchtig. Schildchen klein, herzförmig.
| Elytren mit je 11 Punktreihen, 3 erste vor dem Diskus flach-
' grubig verbreitert, 1. endet davor, 2. am Diskus obsolet, dahinter
wieder kräftig. 10. in der vorderen Hälfte obsolet. Zwischenräume
spärlich fein punktiert, teilweise mit einer Mittelreihe. Subapikal-
makel zuweilen undeutlich. Beide Makeln unscharf begrenzt und
etwas variabel, aber meist abgerundet.
Prosternalmitte entenschnabelförmig, aber etwas unscharf ge-
randet, spärlich punktiert, hinten schwach konvex. Mesosternum
in der Mitte emporgewölbt, fast glatt, seitlich gerippt. Metaster-
num mit einer geknopft keulenförmigen Mittelgrube. Coxalpartie
+ deutlich schräg langmaschig mit kräftiger Tibialgrube.
Augen verrundet keilförmig, Augengrube undeutlich.
Aedeagus schuhförmig, Paramerenenden zangenartig gegen-
einandergebogen, außßen mit langen Borsten.
Analfurche doppelbuchtig.
Die Type konnte ich in der Sammlung Pie studieren, weiter
lag mir eine Anzahl Exemplare von Bahia vor.
An den Elytrenmakeln ist die Art leicht kenntlich.
Hyporhagus disconotatus Pic. (Ges. Luxemb. Naturfreunde Nr. 8,
9. 10.1953, p.. 148.)
Urbeschreibung: „Oblongo-subovatus, sat convexus, nitidus, glaber, rufus,
thorace postice medio brunneo-piceo, elytris ad suturam medio nigro notatis.
Capite minute, parum dense, punctato; thorace parum breve, sat lato, lateraliter
subarcuato, antice attenuato, minute et sparse punctato; elytris thorace non
distincte latioribus, lateraliter subarcuatis, postice attenuatis, minute, antice for-
tiore, lineato-punctatis, intervallis fere laevibus. Long. 4 mill. Fontaboa.
Mit H. attenuatus Pic nahe verwandt, von dieser außer der Färbung durch
die mehr gedrungene Form, die Flügeldecken in der Mitte etwas mehr gewölbt,
und die mehr auseinanderstehende Punktierung des Halsschildes verschieden.“
Die Verdunkelung des Diskus ist wenig deutlich und unscharf
begrenzt, möglicherweise überhaupt nur eine Immaturitätserschei-
nung. Auch ein Außensaum der Elytren ist leicht verdunkelt.
Sceutellum dreieckig-herzförmig.
Erste Punktreihen etwas nach hinten offen grubig. 1. endet
vor dem Diskus. Dieser unterbricht die 1.—4. Reihe deutlich, die
5. und gelegentlich noch die 6. undeutlich. Intervalle nicht punk-
tiert, aber auch nicht ganz glatt. Falsche Epipleuren in der vor-
73» [123] 'Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
deren Hälfte stärker verbreitert. Epipleuren breit, nach hinten
bis zur Apexrundung nur allmählich verschmälert.
Augen groß, stark verrundet keilförmig, ragen weit über die
halbe Höhe der Kinnkerbe nach innen.
Prosternum + breit entenschnabe!förmig, vorn und hinten
etwa gleich breit, Basis leicht konvex. Mesosternum mittellang.
Metasternum vorn ausgebogt kuppe!förmig gerandet, ohne Mit-
tellinie. Tibialpartie nur vorn mit seichten Grübchen, hinten fein
zerstreut punktiert. Abdomen fein, etwas dicht punktiert. Anal-
sternit mit feiner, fast in der Mitte verlaufender Querfurche, die
beim Holotypus mitten sogar obsolet ist.
Der Holotypus befindet sich im Deutschen Entomologischen
Institut. 1 Exemplar der Art fand sich unter den 5 Cotypen von
FH. clavıcornis Oberth. im Pariser Museum.
Die Art ist durch breit-elliptische Gestalt und breitovale
Antennenkeule gegenüber den nächstverwandten Arten besonders
gekennzeichnet.
Hyperhagus eayennensis (Dej. Cat. 1837, p. 144) Thoms. (Ann.
Soc. Ent. France 1860, p. 30.)
Urbeschreibung: „Patria: Para. — Long. # mill.; lat. 23/, mill. — Tab. 3,
6% r
Oo .
118. I.
nitidus, glaber, antennae, palpi, epipleura, pedesque rubro-
brunnea. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus
et angustior, angulis postieis paulum sparsim punctulata, pars reflexa tenuissime
squamulosa. Scutellum triangulare. Eiytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö
longiora, seriebus 22 puncterum instructa, antice his punctis validissimis, dein
laevissimis, inter has series obsoletissime punetulata, antice prope suturam longi-
tudinaliter et breviter canaliculata: epipleura laevia. Sternum abdomenque latera-
liter sguamulosa, in medio tenuissime punctulata. Abdominis segmentum ultimum
simplice lunatum. Pedes tenuissime et sparsim punctulati.
Golore et elytris antice validissime punctatis, praecipue differt.“
Länglich elliptisch, lackglänzend schwarz, vorn etwas auf-
gehellt, stark gewölbt, auch der Halsschild. Dieser gerundet ver-
engt und spärlich fein punktiert, Scutellum sehr klein, breit-herz-
förmig. 3 erste Punktreihen schwach halbmondförmig vergrößert,
übrige äußerst fein, entfernt punktiert, 10. und 11. völlig obsolet.
Der Diskus unterbricht 6 Reihen. Falsche Epipleuren langgestreckt
stärker verbreitert. Epipleuren breit, allmählich verengt. Anten-
nenkeule breit oval. Augen stark verrundet, reichen etwa in halbe
Höhe der Kinnkerbe.
‚Prosternum vorn breit, abgestutzt verrundet entenschnabel-
förmig. Mesosternum mittellang, vorn flach konkav. Metasternum
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [124] 3
|
‚vorn kuppelförmig, ausgebogt gerandet, Tibialfurchen aus kurzen
'Strichen, vorn schräg, hinten mehr quer gerichtet.
/ Abdomen nach hinten zunehmend feiner punktiert. Anal-
'furche etwas dem Vorderrand des Segments genähert.
Von den 3 Cotypen im Museum Paris erkläre ich das von
Thomson durch Namenszettel und Literaturangabe hervorgeho-
bene c zum Leeto-Holotypus. Er hat ein besonders schmales Pro-
sternum, bei einem Paratypus sind die Punktreihen etwas kräf-
tiger.
Mir lagen weitere Exemplare aus Französisch-Guyana, Para,
Santarem und Trinidad vor. Die in der Sammlung Pic studierte
Type von H. apicalis Pie erwies sich als identisch mit cayennensis.
Hyporhagus apicalis Pic. (Melang. exot. ent. 62, 1933, p. 12.).
Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, pa-
rum nitidus, rufus, thorace medio brunneo, elytris nigris, ad humeros reducte et
apice late rufo notatis, macula apicalis lateraliter remota; thorace parum breve,
antice attenuato, minute sat dense punctato; scutello minuto; elytris thorace
paulo latioribus, parum elongatis, lateraliter sinuatis, postice attenuatis, pro parte
lineato-punctatis. Long. 4 mill. Guyane Francaise. —
Peut se placer pres de laevepunctatus Ths., tres distinet par sa particuliere
coloration.
La var. submarginalis, de la Guyane anglaise, est plus fonc6e avec les elytres
noirs ayant une bordure posterieure rousse.“
Hyporhagus amazonicus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V,N. 22,
30. 11. 32, p. 107—108.)
Urbeschreibung: „Forme plus ou moins oblongue ou allongee; tete rousse
ainsi que le prothorax anterieurement et lateralement celui-ci parfois seulement
un peu rembruni au milieu, plus court; @lytres moins larges, d’ordinaire un peu
allonges, ä bande discale claire; dessous et pattes d’ordinaire testaceus.
Prothorax A ponctuation fine et espacee; tete plus densäment ponctude;
elytres plus bombes, ä ponetuation plus fine (un peu plus forte sur la base) et
plus &cartee. Long. # mill.
Amazones. amazonicus n. SP.“
Den Holotypus konnte ich in der Sammlung Pie studieren. In
der Zeichnung entspricht er rufolineatus, ist aber kleiner und
glänzender. Am Diskus sind nur 2 Reihen unterbrochen, die ersten
davor grubig, die anderen sehr fein, am Rande obsolet. Halsschild
halkkreisförmig, Basis verdunkelt, Seiten breit gerandet, flach und
weit punktiert. Falsche Epipleuren lang und stark verbreitert.
Augen breit verrundet, dringen weit über die halbe Höhe der
Kinnkerbe nach innen vor. Prosternum fast rechteckig, hochge-
wölbt, glatt, vorn schwach verbreitert. Mesosternum vorn nicht
734 [125] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ausgehöhlt, ziemlich lang. Metasternum kuppelförmig gerandet, |
glati, vorn etwas bogig. Tibialpunkte schwach. Abdomen fein, et-
was spärlich punktiert. Analfurche sehr fein, verläuft fast in der
Mitte des Sternits.
Möglicherweise ist amazonicus eine Subspecies von cayennen-
sis. Auch disconotatus steht er sehr nahe. Außer der Type lag mir
ein weiteres Exemplar aus Santarem vor.
Hyperhagus suturalis Champ. (Biol. Oentrali-Amer. IV, 1, 1893, |
Suppl. p. 571.) (Tafel XXVI, Fig. 1.)
Urbeschreibung: „Elliptic, convex, very shining; rufous, the head, the man-
dibies at the tip, the elytra with a broad sutural stripe and a common transverse
basal patch, and sometimes the prothorax in the middle at the base, more or less
piceous, the anterior margin of the prothorax yellowish; the antennae rufous, the
club sometimes paler; the legs and under surface rufotestaceous. Head densely,
rather coarsely punctate: antennae with a broad, 3-jointed club; prothorax trans-
verse, rapidiy narrowing from the base, the sides sharply margined and very
feebly rounded, the surface sparsely, minutely punctate, the punctures almost
pbliterated towards the sides: elytra somewhat gibbous, declivous from about
the basal third, feebly margined and moderately flexous at the sides, the latter
slightly rounded, with rows of exceedingly minute punctures, which are com-
pletely obliterated on the disc before the middle, become distinctly coarser to-
wards the suture behind, and at the base are replaced by coarse shallow impres-
sions, the interstices smooth and perfectly flat throughout; beneath almost
smooth; mesosternal carina broadly, feebly arcuate in the middle; anterior tibiae
not grooved along their upper face.
Length 41/,—51/, breadth 21/, —31/, millim.
Hab. Panama, Bugaba (Champion).
Numerous examples. Allied to H. clavicornis, Oberth., from Ega, but very
much larger than that insect, and also differing from it in various details.“
Scutellum schwach herzförmig, Halsschild-Vorderrand leicht
konvex. Falsche Epipleuren stark verbreitert. Augen unten breit
verrundet, dringen bis in die Nähe der Kinnkerbe vor, Grube ent-
spricht der Form des Auges.
Prosternalmitte entenschnabelförmig, spärlich, fein punk-
tiert, Basis nur schwach konvex. Metasternalrand vorn kleinbogig
ausgezackt. Tibialpartie fast glatt, nur eine Verlängerung der vor-
deren Umrandung bildet eine grobe Furche. Tibialgrube selbst
noch mit kürzeren Längslinien, sonst nur spärlich und feinst punk-
tiert, Episternum etwas gröber.
Abdomen fein, wenig dicht punktiert.
Die Typen befinden sich im British Museum. Da mir verhält-
nismäßig reiches Material dieser schönen Art vorlag, konnte ich
‚einen Rassenkreis von 4 Subspecies erkennen, der sich von Costa
N
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1 26] 2135
Rica bis Bolivien erstreckt. Da die Art die einzige ist, bei der in
' maturem Zustand wirklich scharf begrenzte und deutliche Schwär-
' zungen auf gelbbraunem Grunde auftreten, lassen sich die Rassen
leicht voneinander trennen. Bei der Nominatform verläuft die
Grenze des parallelen Teiles des schwarzen Nahtstreifens dicht
außerhalb der 3. Punktreihe, der Halsschild ist höchstens undeut-
lich geschwärzt. Von ihr unterscheiden sich die übrigen Subspecies
wie folgt:
H. suturalis costaricensis subsp. nov. (Tafel XXVL, Fig. 2.)
Halsschild geschwärzt, abgesehen von der verbreiterten Basis
verläuft der parallele Teil des schwarzen Nahtstreifens dicht
außerhalb der 4. Punktreihe. Mesosternum kürzer, Unterseite ge-
schwärzt, auch Schenkel und Tibien, sonst fein punktiert wie die
Nominatrasse. Oberer Rand der falschen Epipleuren in der Mitte
undeutlich.
Holotypus, 5, und Allotypus, 9, von Costa Rica, Ebene Limon,
Reventazon, Hamburgfarm, 10. IV. 26, leg. F. Nevermann, im U. S.
National Museum.
1 9 Paratypus vom gleichen Fundort und Sammler in der Zoo-
logischen Staatssammlung in München.
H. suturalis lateapicalis subsp. nov. (Tafel XXVI, Fig. 3.)
Halsschild geschwärzt, schwarzer Nahtstreifen hinter der
Mitte stark verbreitert. Unterseite hell. Mesosternum kürzer. Ab-
domen etwas stärker punktiert.
Holotypus, 9, von Peru, Satipo, IX. 1942, leg. Paprzycki, im
U. S. National Museum.
H. suturalis boliviensis subsp. nov. (Tafel XXVI, Fig. 4.)
Halsschild und Elytren mit Ausnahme eines + breiten Ran-
des geschwärzt. Scutellum kleiner, schlanker herzförmig. Falsche
Epipleuren schmäler. Augen unterseits weniger weit zur Kinnkerbe
vordringend. Unterseite dunkler braun und stärker skulptiert, bes.
Tibialfurchen und Abdomen.
Holotypus, 5, von Bolivien, Rio Beni, Huachi, leg. G. L. Har-
rington, in der California Academy of Sciences, San Franeisco.
Die Parameren des etwas schuhähnlichen Aedeagus sind sehr
kurz, breit und einzeln verrundet, mit großer ventraler Konkavi-
tät, in deren Mitte am Außenrand 5 sehr lange Borsten stehen.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 47
736 [125] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Hyporhagus rufocinetus Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 2.)
Urbeschreibung: „Oblongo-elongatus, nitidus, glaber, niger aut nigro-pi-
ceus, thorace elytrisque plus minusve rufo-cinctis, abdomine pedibusque rufes-
centibus. Thorace parum breve, subdepresso, antice lateraliter impresso, minute
et sparse punctato; elytris elongatis, antice et postice attenuatis, mediocre et
sparse lineato-punctatis, ad suturam rufo tinctis.
Long. 5,5 mill. Bresil. —
Cette espece, tres distinete par sa coloration, peut se placer pres de H.
castaneus Thoms.“
Halsschild lang, schwach gerundet verengt, sehr fein, gleich-
mäßig, wenig dicht punktiert. Scutellum klein, herzförmig.
Erste 4 Reihen vor dem Diskus halbmondförmig grubig, sonst
fein und zum Rande noch feiner, 10. erkennbar, 11. obsolet. Dis-
kus unterbricht 5 Reihen.
Falsche und echte Epipleuren schmal.
Augen breit verrundet, reichen fast bis in Höhe der Kinn-
kerbe. Prosternum schmal zungenförmig, nach vorn verschmälert.
Mesosternum mittellang, vorn seicht konkav. Metasternum vorn
kuppelförmig, vorn stark sägezähnig ausgebogt gerandet. Anal-
furche mittelbreit, parallel zum Hinterrand.
Außer dem Holotypus in der Sammlung Pic konnte ich ein
weiteres Exemplar von Rio de Janeiro studieren.
9. laeviusculus-Gruppe.
Hyperhagus laeviusculus Thoms. (Typi Monommidarum, Paris
1878, p. 41.)
Urbeschreibung: „Patria: Brasilia. — Long. 3 mill.; lat. 11/g mill. — Nigra,
nidissima; caput brunneum: prothorax antice flavo-brunneus; elytra prope sutu-
ram brunneo-rufa; corpus subtus pedesque brunnea. In hoc genere parva. Ovu-
laris. Caput subtilissime et confertim punctatum. Prothorax antice subrectus,
lateribus rotundatus, postice sinuosus, subtile et sparsim punctulatus. Scutellum
triangulare, laeve. Elytra convexa, sublaevia, vero punctorum seriebus longitudi-
nalibus minutissimis quasi inconspicius medio, circa suturam haud apparentibus,
instructa, apice subrotundata. Corpus subtus pedesque veresimiliter quasi im-
punctata, sed nobis invisae.
Obs. Statura parvissima, habito punctulationeque speciebus caeteris valde
differt.“
Den Holotypus von Caravellas konnte ich im Museum Paris
studieren. Er ist ziemlich schwach punktiert. Die ersten Reihen vor
dem Diskus grubig, erste Punkte zugleich parallel der Basis gereiht,
1.— 3. Reihe am Diskus unterbrochen. Vor dem etwas aufgehellten
Diskus eine leichte Querimpression.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [128] 73T
Halsschildseiten fein gerandet, stark, fast gerade verengt, Ba-
sis etwas schmäler als Elytrenbasis. Scutellum klein, dreieckig ver-
rundet. Falsche Epipleuren ziemlich lang mäßig verbreitert, kaum
punktuliert.
Augen dringen nur wenig auf die Unterseite vor, breit ver-
rundet, ohne verlängerte Grube. Prosternum lang und schmal
zungenförmig, fast unpunktiert. Mesosternum mittellang. Meta-
sternallinie vorn verwischt mit angedeuteten Bögen. Tibialpartie
mehr längspunktiert, nur in der Grube selbst liniert. Mesosternum
ziemlich kurz und grob skulptiert. Metasternum glatt, mit verstreu-
ten Punkten. Abdomen mittelstark punktiert, zur Mitte sehr fein.
Die in der Sammlung Pic studierte Type von H. punctatus Pic
erwies sich als Synonym zu laeviusculus.
Hyporhagus punctatus Pic. (Revista d. 1. Soc. Ent. Argent. T. V., Nr. 22, 1932,
p. 108.).
Urbeschreibung: „Elongatus, antice et postice attenuatus, nitidus, glaber,
parum convexus, pro majore parte rufus.
Allonge, retreci aux deux extr@mites, brillant, glabre, un peu convexe, ä
coloration g@n@rale rousse. T&te a ponctuation moyenne et rapprochee; prothorax
pas tres court ni large, retr&ci en avant, ä ponctuation mediocre ou fine, &cartee,
roux, plus clair sur le bord anterieur; €cusson tres petit: @lytres A peine plus
larges que le prothorax, subarques sur les cotes, attenues posterieurement, pas
tres longs, un peu convexes, ornes de rangees de points, ceux-ci plus gros ant£ri-
eurement, intervalles presque imponetues. Long. # mill.
Bresil: S. Antonio (coll. Pic).
Voisin de H. ruficollis Pic, s’en distingue, ä premiere vue, par la plus forte
ponctuation des @lytres et ces organes moins fonces.“
Hyporhagus ferrugineus Champ. (Biol. Centrali-Amer. IV, 1, 1893,
Suppl., p. 571.) (Tafel XXV, Fig. 9, und XXVl, Fig.
5a, b.)
Urbeschreibung: „Elliptic, convex, rather narrow, shining, ferruginous, the
prothorax of a yellower and more dilute colour; the antennae ferruginous, the
legs and under surface rufo-testaceous. Head very densely, finely punctate; an-
tennae with a stout, 3-jointed club; prothorax rather elongate, not much broader
than long, rapidly and obliquely narrowing from the base, the sides finely mar-
gined, the surface very finely, somewhat thickly punctate, the disc with a
smooth narrow median space; elytra a little rounded at the sides, the latter very
finely margined and feebly flexuous, with rows of fine, distinet punctures, these
punctures being obliterated on the disc before the middle, becoming evanescent
towards the suture and apex, and replaced at the base by coarse, shallow impres-
sions, the interstices smooth and perfectly flat; beneath almost smooth; the meso-
sternal carina feebly arcuate at the middle; tibiae rather narrow, the anterior
pair not grooved along their upper face.
46*
738 1 29] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Length 23/,—31/, breadth 11% —13/, millim.
Hab. Panama, Volcan de Chiriqui 2000 to 3000 feet (Champion).
Numerous examples. A very small, narrow species, the elytra entirely
ferruginous, the thorax yellowish, the upper surface very shining, the legs
rather slender.
H. jerrugineus is of about the same length as H. clavicornis, but is narrower
than that insect.“ E
Kopfpunkte ziemlich kräftig, Thoraxpunkte feiner, besonders
vorn. Halsschildvorderrand breit durchscheinend bernsteingelb,
fast gerade, Ecken vollkommen verrundet. Schildchen herzförmig.
Augen breit verrundet, dringen nur wenig auf die Kopfunter-
seite vor, ohne verlängerte Grube. Prosternalmitte lang zungen-
förmig, nach vorn schwach verengt, fast glatt, hinten leicht kon-
vex. Mesosternum entsprechend, nur Seiten rippig. Hinter den Mit-
telhüften mit halbmondförmigen Grübchen, die hinteren teils
kommaförmig verlängert, sonst nur spärlich fein punktiert.
Abdomen fein, aber deutlich, nicht dicht punktiert, Anal-
furche sehr fein, etwa in der Mitte des Sternits.
Parameren etwas gekrümmt muschelschalenförmig, mit klei-
ner ventraler Konkavität, in der sehr lange Borsten stehen, klei-
nere an der äußeren Rundung vor dem Apex.
Die Typen der Art befinden sich im British Museum.
Hyporhagus panamensis spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 2.)
Patria: Panama.
2,5—2,8x 1,4—1,6 mm.
Oval-länglich, glänzend, glatt, gelbbraun.
Kopf fein und dicht + querrunzlig punktiert, insbesondere am
Vorderrand. Halsschild etwas trapezförmig, nicht doppelt so breit
wie lang, gleichmäßig, schwach gerundet, stärker verengt; etwas
entfernt, mäßig grob punktiert, zur Mitte schwächer, neben dem
Seitenrand obsolet, nicht gekehlt. Seitenrand mäßig breit, Scu-
tellum klein, herzförmig.
Elytren kaum verengt, Punktreihen vor dem Diskus halb-
mondförmig grubig vergrößert. Diskus unterbricht 4—5 Reihen
+ deutlich. 9. meist erkennbar, 10. und 11. völlig obsolet.
Falsche Epipleuren ziemlich schmal, Epipleuren etwas breit,
in der Apexrundung verschmälert.
Antennen mit 3gliedriger, ziemlich großer, etwas einseitig
ovaler Keule. ah
Augen sehen nur wenig unter den in die Antennenfurche ein-
gelegten Fühlern vor und sind breit verrundet.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [130] 739
Prosternum zungenförmig, schlank, Basis etwas breiter. Meso-
' sternum mäßig lang, Metasternum kuppelförmig. Tibialgruben-
partie spärlich seicht punktiert — längsrissig. |
Abdomen sehr fein punktiert. Analfurche verläuft als feine
_Querlinie etwa in der Mitte des letzten Sternits und ist im mitt-
leren Teil zuweilen obsolet.
Holotypus, 5, von Las Cruces, C. Z., Panama, 4. II. 1911, leg.
_E. A. Schwarz, Allotypus, 9, und ein © Paratypoid von Bobio,
C. Z., Panama, 7. II. 1911, leg. E. A. Schwarz, im U. S. National
Museum.
Ein weiteres Paratypoid vom selben Fundort in der Zoologi-
schen Staatssammlung in München.
Die Art ist wohl verwandt mit elegantulus, durch die Form
des Halsschildes und die halbmondförmig grubigen ersten Punkt-
reihen aber deutlich verschieden.
Hyporhagus elegantulus spec. nov.
Patria: Panama.
2,9x 1,6 mm. |
Langoval, nach vorn verengt, glänzend, glatt, braungelb.
Kopf ziemlich dicht, fein, am Vorderrand rinnig punktiert
und aus den Punkten — deutlich behaart.
Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, vorn schwach kon-
vex, Seiten deutlich gebogen mäßig verengt, im hinteren Drittel
annähernd parallel, mitten spärlich und obsolet punktiert, seitlich
gröber grubig, vor dem Seitenrand wieder obsolet, nicht gekehlt,
Seitenrand selbst ziemlich breit.
Scutellum klein, etwas breit herzförmig.
Elytren nicht verengt, Punktreihen an der Basis deutlicher,
aus runden, entfernteren Punkten, nach hinten und zum Rand
obsolet. Diskus unterbrieht 3 Reihen, die 4. schwächer. 9. sehr
schwach, 10. und 11. völlig obsolet. Falsche Epipleuren ziemlich
schmal, Epipleuren etwas breit, erst am Apex stärker verengt.
Antennen mit etwas einseitig ovaler Sgliedriger Keule.
Augen dringen nur wenig unter den eingelegten Antennen
vor, breit verrundet.
Prosternum zungenförmig, parallelseitig, Basis etwas verbrei-
tert. Mesosternum mäßig lang, Metasternum kuppelförmig. Tibial-
linien etwas kurz längs- bis schrägrissig. |
Abdomen nur sehr fein punktiert, etwas dicht bewimpert.
740 [131] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Analfurche verläuft als feine Querlinie etwa in der Mitte des |
letzten Sternits. |
Holotypus, 2, aus La Chorrera, Panama, 13. V. 1912, leg. Aug.
Busck, im U. S. National Museum. |
Auf die Unterschiede gegenüber dem nahe verwandten pana-
mensis wurde dort bereits hingewiesen.
Hyporhagus bolivianus spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 13.)
Patria: Bolivien.
3,4x 2,1 mm.
Länglich-oval, schwach verengt, glänzend, braun, gewölbt.
Kopf ziemlich kräftig und dicht punktiert, vorn etwas quer
zusammenfließend.
Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, nicht sehr
stark, aber ziemlich gerundet verengt, fein abgesetzt breit geran-
det, etwas zerstreut fein punktiert, zum Rande kräftiger und dich-
ter, aber nicht runzlig.
Schildchen vorn verrundet keilförmig.
Elytren mit mäßig kräftigen Reihen entfernt stehender Punk-
te, erste 4 etwas grubig, die 1. endet mit nur 2 halbmondförmigen
Punkten vor dem Diskus, die 2.—4. am Diskus + abgeschwächt,
biegen aber seitlich nicht aus. 10. und 11. fast völlig obsolet.
Spärliche Intervallpunktur ist nur zwischen den äußeren Rei-
hen erkennbar.
Falsche Epipleuren mäßig breit. Epipleuren bis in die Nähe
der Apexrundung breit.
Antennenkeule kurzoval-dreieckig.
Augen dringen kaum auf die Unterseite des Kopfes vor.
Prosternum breit entenschnabelförmig, seicht, aber deutlich
und ziemlich dicht punktiert, Basis leicht konvex. Mesosternum
mittellang. Metasternum kuppelförmig, vorn ausgebogt gerandet,
Mittellinie kaum angedeutet. Tibialpartie punktgrubig, groß und
dicht, schräg geordnet.
Abdomen dicht, fein und seicht punktiert. Analfurche in der
Mitte obsolet, praktisch in zwei seichte seitliche Rinnen getrennt,
die sich auf die vorderen Abdominalsternite fortsetzen.
Holotypus, 5, von Huachi, Dept. La Paz, Bolivien, VI. 1925,
leg. G. L. Harrington, befindet sich im U. S. National Museum. Die
Art steht laeviusculus nahe, ist aber breiter oval, hat etwas breitere
falsche Epipleuren, breiteres Prosternum, seitlich stärker gerun-
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [132] 741
deten Halsschild, schlankeres Schildchen, deutliche seitliche Anal-
furchen.
Hyporhagus peruensis spec. nov.
Patria: Peru.
3,0x 1,7 mm.
Oval, glänzend, glatt, rotbraun mit hellerem Halsschildvor-
derrand. Kopf mittelstark, etwas dicht, vorn querrunzlig punktiert.
Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, vorn konvex,
Seiten schwach gebogen, gleichmäßig verengt, etwas kräftig punk-
tiert, zur Mitte und besonders zum Seitenrand feiner bis fast obso-
let. Scutellum klein, herzförmig.
Punkte der Elytrenreihen fein und etwas entfernt. Erste 3
Reihen vor dem Diskus halbmondförmig grubig. 10. und 11. ob-
solet. An Stelle der Punkte sind bei der 10. und 11. dunkle Räume
der Elytreninnenstruktur erkennbar. Der Diskus unterbricht 4
Reihen. Intervalle kaum erkennbar punktiert, am Rande deut-
licher.
Falsche Epipleuren mäßig breit, allmählich verlaufend. Epi-
pleuren breit, erst am Apex stärker verengt.
Antennenkeule oval.
Augen dringen unterseits bis auf halbe Höhe der Kinnkerbe
nach innen vor.
Prosternum breit entenschnabelförmig, stark glänzend. Me-
sosternum mäßig lang. Metasternum breit kuppelförmig, vorn aus-
gebogt gerandet, hinten deutlich fein punktiert. Tibiallinien leicht
schräg, mäßig lang, nach hinten aufgeteilt.
Abdomen fein eingestochen punktiert, die einzelnen Sternite
hinten dichter. Analfurche obsolet, höchstens in den äußeren Win-
keln des Sternits angedeutet.
Holotypus, 5’, Allotypus, 9, und 5 Paratypoide von Satipo,
Peru, leg. Paprzycki, in verschiedenen Monaten der Jahre 1941 und
1942 gesammelt, im U. S. National Museum. 2 Paratypoide vom
gleichen Fundort in der Zoologischen Staatssammlung.
Die Art ist äußerlich fanamensis ähnlich, hat aber größere
Augen und breiteres Prosternum, verwandtschaftlich steht sie bo-
livianus näher.
Hyporhagus gounellei Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V, Nr. 22,
30. 11. 32, p. 100.)
Urbeschreibung: „Tete foncee; prothorax noir, borde de roux en avant;
elytres franchement noirs.
742 [133] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Epipleures noirs; @lytres non &largis A la base et non progressivement atte-
nues en arriere. Long. # mill. gounellei.n. sp.
Epipleures roux; @lytres larges anterieurement et progressivement attenues
posterieurement. Long. 3—5 mill. grandjeani n. sp.“
Im Vorwort zu diesen Beschreibungen heißt es: ‚‚Plusiers especes nouvelles
bresiliennes, de ma collection, voisines de Hyporhagus obliteratus Chp. (ponctua-
tion des @lytres particuliere, ces organes &tant peu et finement ponctues post£ri-
eurement, fortement ponctues sur la base) se reconnaitront entre alles ä l’aide
du synopsis suivant (qui permettra de les distinguer plus facilement qu’ä l’aide
de descriptions separ£es).“
Länglich elliptisch-oval, nach vorn und hinten etwa gleich
leicht verengt, schwarz, glänzend, Halsschildvorderrand breit
bernsteinfarbig aufgehellt. |
Kopf kräftig und dicht punktiert, vorn querrunzlig, hinten
angedeutet querreihig.
Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, mittelstark und
etwas dicht punktiert, seitlich feiner, bis zum Seitenrand gleich-
mäßig herabgewölbt, hinter den Vorderecken flach eingedrückt,
nach vorn mäßig und nur schwach gerundet verengt.
Scutellum sehr klein, in länglich dreieckiger Aussparung.
Punktreihen vor dem Diskus grubig, nach hinten und außen
fein. Diskus unterbricht 4 Reihen. 10. und 11. obsolet. Spärliche
feinste Intervallpunkte erkennbar. Falsche Epipleuren in der 1.
Hälfte etwas verbreitert. Epipleuren breit, allmählich nach hinten
verengt. Augen reichen unterseits gut bis zur halben Höhe der
Kinnkerbe nach innen.
Prosternum zungenförmig, mit breiter, leicht konvexer Basis,
Mesosternum mittellang, vorn seicht konkav. Metasternum kup-
pelförmig gerandet, vorn klein ausgebogt. Tibialfurchen spärlich,
seicht und kurz längsrissig, hinten punktgrubig.
Abdomen sehr fein, mäßig dicht punktiert, zum Intercoxal-
tortsatz kräftiger. Analfurche in der Mitte obsolet, seitlich als.
feine Linie erkennbar. Die Reduktion kann + stark sein.
Den Holotypus konnte ich in der Sammlung Pic studieren.
Weiter lagen mir vor ein Paratypus von Bresil (Minas), Serra de
Diamantina, und zahlreiche Exemplare von Rio de Janeiro, Bahia,
der iiha Santo Amaro near Santos und allgemein Brasilien.
Von dem sehr ähnlichen laeviusculus unterscheidet sich. die
Art durch die bis auf halbe Kinnkerbenhöhe vordringenden Augen,
die bei laeviusculus gerade noch unter den eingelegten Antennen
vorsehen.
——— ee h
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [134] 743
| Hyporhagus grandjeani Pic sehe ich nach Vergleich der Typen als Synonym
zu gounellei an. Die Urbeschreibung habe ich bei dieser Art mit aufgeführt, da
beide an derselben Stelle veröffentlicht worden sind.
10. elavicornis-Gruppe.
Hyperhagus clavicornis Oberthür. (Goleopterorum Novitates T. le,
le, Livraison 1883, p. 44-45.) (Tafel XXVII, Fig. 12a, b.)
Urbeschreibung: „Nitidissimus, castaneo-rufus, late ad suturam et ad basin
prothoracis aliquando et confuse obscurior; antennae apice dilutiores, tribus ulti-
mis articulis clavam subito dilatatam formantibus. Corpus regulariter ovale, con-
vexum. Caput dense et sat subtiliter punctulatum, haud nitidum. Prothorax trans-
versus, tenuiter marginatus, subtilissime et haud valde dense punctulatus, angulis
anticis obtusatis, haud productis, posticis ut rectis, basi media sinuatus. Elytrae
seriebus punctorum impressorum basi grossorum, subito tenuissimorum post
quintam anticam partem minutae, et ante apicem evanescentium, suturalibus
magis quam caeteri basi impressis. Scutellum minutum, triangulare. Ultimum
abdominis segmentum late unilunatum.
Long.: 32/3; lat.: 21/3 mill.
Tres luisant, d’un rouge chätain, quelquefois largement noirätre a la suture
et sur le disque prothoracique. Antennes plus claires a l’extr@mite qui est formee
par une massue tres large et subitement dilatee. Corps rögulierement ovale, con-
vexe. Tete densdment ponctude; prothorax transversal, finement reborde, ses
angles anterieurs arrondis, @mousses, non saillants; les posterieurs droits; arrondi
a sa base en son milieu; son disque pourvu d’une ponctuation tres fine, mais pas
tres dense. Elytres subovalaires, munies de points ranges en lignes longitudinales,
points qui, gros ä la base des Elytres, deviennent brusquement fins A partir du
einquieme anterieur, pour disparaitre peu ä peu ensuite et graduellement jusque
vers l’extr&mite. Les series de points situces les plus pres de la suture plus fortes
ä la base que les autres. Ecusson petit, triangulaire. Dernier segment abdominal
muni d’une lunule simple.
Cette espece dont M. de Mathan m’a envoy@ quatre exemplaires qu’il
avait captures a Ega, est remarquable par sa petite taille, le plus petit exemplaire
ne mesurant que 21/, mill. de longueur. Elle est aussi tres particuliere par ses
antennes dilatees en massue brusquement et plus fortement que dans ses con-
generes, et par la structure toute späciale des series de points longitudinales, qui
constituent la sculpture de ses @lytres.“
Unter den 5 Cotypen in der Sammlung Oberthür des Pariser
Museums befanden sich 3 verschiedene Arten, 2 clavicornis, 2
oberthüri spec. nov. und 1 disconotatus Pic. Das von Oberthür
durch Namensetikett hervorgehobene Exemplar bestimmte ich
zum Leeto-Holotypus. Die Art ist ausgezeichnet durch lang-
gestreckte Keule, breitovale Gestalt, flache, große Augengrube,
die von den Augen nur etwa zur Hälfte gefüllt wird, durch fast
rechteckiges Porsternum, dessen Seiten nur angedeutet konkav
sind, breit ausgebuchtetes, kurzes Mesosternum und .kuppelförmig,,
744 [135] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
vorn ausgebogt gerandetes Metasternum. Die Tibiallinien - sind
lang und schräg, die äußerste umrandet die Grube. Analfurche |
deutlich und etwas breit. Der Diskus unterbricht 4—5 Punkt-
reihen. |
Von Panama lag mir eine länglichere verengte Subspecies
mit breiterem Scutellum und Prosternum vor, deren Diskus 6
Punktreihen unterbricht. . . . . . . subsp. latediscus nov.
Holotypus, 1 9 aus Panama, Barro Colo Insel, 11. II. 1929, leg.
S. W. Frost, befindet sich im U. S. National Museum.
Hypeorhagus minutus Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 12—13.)
(Tafel XXV, Fig. 6.)
Urbeschreibung: ,„Subovatus, parum convexus, subnitidus, rufus, elytris
nigris, ad humeros et apice rufo maculatis; thorace parum breve, sat lato, antice
attenuato, mediocre parum dense punctato; scutello minute, nigro; elytris sat
latis et brevibus, postice attenuatis; lineato-punctatis, punctis postice minutis.
Long. 3 mill. Bresil. —
Espece caracterisee par sa petite taille jointe aA ses Elytres ayant chacun
deux macules rousses.“
Etwas breitoval, Halsschild doppelt so breit wie lang, fast ge-
rade verengt, etwas flach, mäßig groß und wenig dicht punktiert,
der breite Seitenrand in den ersten beiden Dritteln flach gerillt.
Scutellum breit dreieckig herzförmig.
2 erste Reihen vor dem Diskus halbmondförmig grubig. Dis-
kus unterbricht 3—4 Reihen. Punktreihen alle deutlich, nur 11.
völlig obsolet.
Augen breit verrundet, dringen über die halbe Höhe der
Kinnkerbe nach innen vor.
Prosternum fast gleichbreit entenschnabelförmig, Mesoster-
num kurz, vorn breit ausgebuchtet, Metasternalmitte breit geran-
det, vorn schwach gezackt, mit angedeuteter Mittellinie. Tibial-
linien schräg, + lang und fein.
Falsche Epipleuren stark verbreitert, Epipleuren breit, erst
am Apex stärker verengt.
Analfurche parallel zum Hinterrand.
Den Holotypus konnte ich in der Sammlung Pic studieren.
Die Art ist ähnlich quadrimaculatus gefleckt, aber viel kleiner.
Hyporhagus mülleri spec. nov.
Patria: Panama.
2,7x 1,6 mm.
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [136] 745
Länglich oval, schwach verengt, dunkelbraun, nach vorn et-
was heller, glänzend, gewölbt.
Kopf etwas dicht, mäßig stark, deutlich getrennt punktiert.
Halsschild groß, nicht doppelt so breit wie lang, mäßig gerundet
verengt, fein gerandet, nicht gekehlt, wenig dicht, etwas groß aber
flach, zum Rande feiner punktiert. Scutellum dreieckig. Elytren-
reihen vor dem Diskus grubig, 1. hat nur 2—3 große Punkte und
endet vor dem Diskus, 2. und 3. breit unterbrochen, Reihen zum
Rande sehr fein, 10. und 11. völlig obsolet. Ohne erkennbare Inter-
vallpunktulierung. Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit. Epi-
pleuren bis weit zum Apex hin breit.
Antennenkeule groß, oval.
Augen verrundet, dringen bis auf halbe Höhe der Kinnkerbe
nach innen vor.
Prosternum vorn und hinten etwa gleichbreit entenschnabel-
förmig, vorn abgestutzt, Basis deutlich konvex. Mesosternum kurz,
vorn schalenförmig ausgebuchtet, fast glatt. Metasternum breit
kuppelförmig, von der Mitte nach hinten mit Mittellinie. Tibial-
linien außenkonvex längsgerichtet.
Abdomen fein, mäßig dicht punktiert. Analfurche schmal,
parallel zum Hinterrand.
Holotypus, %, aus Panama, Collection Clemens Müller, in der
Zoologischen Staatssammlung München. Dem Andenken Clemens
Müllers gewidmet, dessen wertvolle Goleopterensammlung 1902 an
die Zoologische Staatssammlung kam.
Die Art steht verwandtschaftlich lateminimus am nächsten,
ist durch den großen, wenig verengten Halsschild gut charakteri-
siert.
Hyperkagus oberthüri spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 13a, b.)
Patria: Amazonas.
3,0x 1,8 mm.
Oval-elliptisch, hinten schwach verengt, braungelb, glatt,
schwach glänzend.
Kopf kräftig, vorn querrunzlig punktiert. Die Antennenkeule
ist im Gegensatz zu clavicornis elliptisch-oval.
Halsschild doppelt so breit wie lang, fein und spärlich, in der
Mitte und am Seitenrand fast obsolet punktiert, schwach gebogen
verengt, Vorderecken verrundet, die vorderen 2/3 der Seiten kräf-
tiger gerandet, hinten fein.
Scutellum etwas breit dreieckig-herzförmig.
746 [137] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Erste 3 Punktreihen vorn halbmondförmig grubig, vom Dis-
kus unterbrochen, übrige gleichmäßig fein, entfernt punktiert. 10,
und 11. obsoiet, nur bei hellen Exemplaren als dunkle Punkte
(— durchscheinende Lufträume zwischen den Elytren-Membhra-
nen) angedeutet. Ohne Intervallpunktierung.
Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit. Ppiplay erst zum
Apex stärker verengt.
Augen dringen unterseits bis in Höhe der Kinnkerbe vor.
Prosternum mittelbreit zungenförmig, Basis konvex. Meso-
sternum kurz, breit und tief ausgebuchtet. Metasternum kuppel-
förmig, vorn + deutlich kleinbogig gerandet. Tibiallinien leicht
schräg, lang, nach hinten etwas fächerartig auseinanderlaufend
und mit länglichen Zwischenpunkten durchsetzt.
Abdomen dicht und fein punktiert, Intercoxalfortsatz spär-
licher und feiner. Analfurche breit, parallel zum Hinterrand.
Tarsenkiel auf der Vordertibie parallel zum Innenrand.
Penis lang, flach nadelförmig, Spitze nach oben umgebogen,
Parameren fingerförmig, schwach dorsoventral gekrümmt, mit
kräftigen Borsten am Äußenrand.
Holo- und Allotypus, 5 und 9, von Teffe (Ega) Amazonas,
M. de Mathan, 1. Trimester 1879, befinden sich im Museum Paris.
Sie steckten unter der Typenserie von clavicornis Oberth.
Die Art ist schlanker als clavicornis, hat eine breitere, oval-
elliptische Fühlerkeule und größere Augen, die bis in Höhe der
Kinnkerbe vordringen.
Hyporhagus tibialis spec. nov. (Tafel XXVIT, Fig. 11a, b.)
Patria: Peru, Panama (eig. Subspecies).
3,0—2,7x 1,9—1,7 mm.
Oval, hinten leicht verengt, gewölbt, kastanienbraun, Hais-
schild in der Mitte geschwärzt, ziemlich glänzend.
Kopf etwas groß, getrennt punktiert und aus den Punkten
bewimpert, nach vorn kleiner, querrissig.
Halsschild doppelt so breit wie lang, mäßig gerundet, stark
verengt, Seiten scharf breit gerandet, Mitte und Seiten obsolet,
sonst spärlich und fein punktiert.
Scutellum breit dreieckig, Seiten konvex.
Elytren mit feinen, entfernt punktierten Reihen. 3 erste vorn
grubig, die 1. endet vor dem Diskus, der die 2.—4. unterbricht.
10. und 11. völlig obsolet. Bei hellem Exemplar sieht man, daß
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [138] 147
unter jedem Reihenpunkt ein Elytralhohlraum liegt. Ohne Inter-
vallpunktierung.
Falsche Epipleuren im 1. Drittel stark verbreitert. Epipleuren
bis in die Nähe des Apex breit.
Antennenkeule groß, oval.
Augen dringen in tiefer Grube breit verrundet bis über die
' halbe Höhe der Kinnkerbe nach innen vor.
Prosternum zungenförmig, vorn etwas abgeflacht, Basis breit
konvex in das tief ausgekerbte, kurze Mesosternum eingesenkt.
Metasternum breit kuppelförmig, vorn ausgebogt gerandet. Tibial-
furchen fein und spärlich, lang und etwas schräg, die äußerste
quer nach außen gewendet.
Abdomen fein und dicht querrissig punktiert, nach vorn grö-
ber und spärlicher. Analfurche parallel zum Hinterrand, schmal,
setzt sich auf die vorhergehenden Sternite fort.
Vordertibien nach vorn stärker verbreitert, oberseits mit
wellenförmiger Kante als Begrenzung der Tarsenfurche.
Holotypus, 5, von Peru, Satipo, Vil.— VIII. 1942, leg. Papr-
zycki, befindet sich im U. S. National Museum.
Das 7 hat kein rundliches Bärtehen am Kinn, sondern eine
quere Borstenpartie.
subsp. borealis nov. aus Panama ist schlanker oval, hat unge-
schwärzten Halsschild, der knapp doppelt so breit wie lang ist.
Kopf stärker und gleichmäßiger punktiert. Tibialfurchen dichter,
kräftiger, aber kürzer.
Holotypus von Panama, Porto Bello, 28. Il. 11, leg. E. A.
Schwarz, befindet sich gleichfalls im U. S. National Museum.
Hyporhagus notatieollis Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V, N. 22,
30. 11. 32, p. 108.)
Urbeschreibung: „Tete rousse, prothorax roux, parfois fonce avec le devant
et les cötes roux; Elytres marqu&s peu nettement de roux.
Forme oblonge-allongee; prothorax un peu moins court et moins large;
elytres plus long et moins fortement att@nu&s posterieurement; prothorax tan-
töt roux concolores (forme Type), tantöt plus ou moins fonce sur le disque (var.
notaticollis). Long. 4—4,3 mill. ruficollis n. sp.“
Einleitung zur Urbeschreibung bereits bei gounellei ange-
führt, s. d.
Der von Pic als brasilianische Art beschriebene Hyporhagus
ruficollis entpuppte sich beim Studium der Type in der Sammlung
Pic als identisch mit der indo-malayischen Art M. ra//rayi Thoms.
Die sog. var. notaticollis dagegen ist eine brasilianische Art.
748 [1139] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Beschreibung des Holotypus: Länglich-oval, dunkel schwarz-
braun, Vorderrand des Halsschildes und Apex etwas heller.
Halsschild doppelt so breit wie lang, deutlich, etwas dicht
punktiert, besonders zum Rand, mäßig gerundet verengt. Scutel-
lum klein, länglich-herzförmig. Punktreihen nicht grubig, auch
hinten und seitlich deutlich, nur 10. schwächer. 1.—3. am Diskus
unterbrochen.
Auge groß, ziemlich breit verrundet, dringt nahezu bis in
Höhe der Kinnkerbe vor.
Prosternum fast rechteckig, Seiten leicht konkav, Basis fast
gerade. Mesosternum mittellang. Metasternum kuppelförmig ge-
randet, nicht kleinbogig ausgerandet. Tibiallinien lang und schräg.
Punktierung des Abdomens in dessen Mitte konzentriert.
Analfurche parallel zum Hinterrand.
Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit, Epipleuren breit, erst
am Apex stärker verengt.
Außer dem Typus lag mir eine Anzahl Exemplare von der
Ilha Santo Amaro near Santos, Brasilien, vor.
Hyperhagus attenuatus Pic. (Rev. Soc. Ent. Ärgent. T. V, N. 22,
30. 11. 32, p. 108.)
Urbeschreibung: „Tete rousse; prothorax roux, parfois fonce avec le devant
et les cötes roux; @lytres marques peu nettement de roux. Forme oblonge-sub-
cvalaire; prothorax un peu plus court et plus large; @lytres moins longs et plus
fortement att@nues posterieurement. Long. # mill. attenuatus n. sp.“
Die Einleitung zu dieser aus einer Tabeile entnommenen Be-
schreibung ist die gleiche wie die bei gounellei zitierte, da die Är-
ten in der gleichen Veröffentlichung enthalten sind.
Außer der Type konnte ich Material aus Brasilien, Sao Paulo,
Jabaquara, Rio de Janeiro, der Ilha Santo Amaro near Santos und
von British Guayana, Demara, studieren.
Die Art ist sehr ähnlich cayennensis, hat längeres und stärker
punktiertes Halsschild und längeres und schlankeres Prosternum.
Hyporhagus minimus spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 17a, b.)
Patria: Brasilien.
2,4—2,0x 1,3—0,9 mm.
Länglich oval, etwas verengt, dunkelbraun, glänzend.
Kopf etwas dicht und kräftig punktiert.
Halsschild doppelt so breit wie lang, Seiten schwach gebogen
verengt, zur Basis fast etwas eingezogen, grob und wenig dicht
punktiert, zum Rande etwas feiner.
j
|
N
H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [140] 749
Seutellum breit dreieckig-herzförmig.
Elytren mit 9 kräftigen Punktreihen, 10. und 11. obsolet.
Erste Reihen vorn grubig. Die 1. endet mit 2—5 Punkten vor dem
Diskus, der klein ist und höchstens noch die 3. unterbricht. 3. und
4. Reihe wechseln in Höhe des Diskus plötzlich von grubigen zu
ganz feinen Punkten, die aber meist deutlich bleiben. Reihen am
' Apex etwas schwächer. Falsche Epipleuren breit.
Antennen mit langgestreckter, Sgliedriger Keule.
Augen dringen unterseits etwas keilförmig bis in halbe Höhe
der Kinnkerbe nach innen vor.
Prosternum etwas schlank, vorn und hinten etwa gleich breit,
zwischen den Vorderhüften konkavseitig, Basis konvex. Mesoster-
num kurz, vorn breit gerundet, ziemlich tief ausgebuchtet. Meta-
sternum breit kuppelförmig und deutlich, etwas entfernt punk-
tiert. Tibialfurchen kräftig, verlaufen in leichtem, außenkonvexem
Bogen.
Abdomen dicht und fein punktiert, Intercoxalfortsatz spär-
licher und gröber.
Analfurche_parallel zum Hinterrand, setzt sich auf die vor-
hergehenden Sternite fort.
Holotypus aus Rio de Janeiro, Brasilien, Coll. Fry, und 3
Paratypoide vom gleichen Fundort sowie 1 von Bahia im British
Museum. 2 Paratypoide von Rio de Janeiro in der Zoologischen
Staatssammlung München.
Diese kleinste Monommide ist verwandt mit attenuatus, un-
terscheidet sich außer durch die geringere Größe besonders durch
gröbere Punktreihen und weniger gerundete Halsschildseiten.
Hyporhagus lateminimus spec. nov. (Tafel. XXVII, Fig. 13a, b.) |
Patria: Brasilien.
2.0—3,0x 1,3—1.8 mm.
Oval, hinten leicht verengt, gewölbt, glänzend, ausgefärbt
schwarzbraun mit breitem hellerem Halsschildvorderrand.
Kopf mittelstark, + dicht, etwas querreihig punktiert, nach
vorn feiner, aus den Punkten fein beborstet.
Halsschild doppelt so breit wie lang, gerundet, nach vorn
stärker verengt, + kräftig gerandet, ziemlich fein, wenig tief und
etwas entfernt punktiert, gelegentlich zur Mitte etwas obsolet oder
zum Rande feiner.
Scutellum breit dreieckig mit konvexen Seiten.
750 [141] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ges. Frey, Bd. 6, 1955
Elytrenreihen wenig tief, aber deutlich, 3 erste vorn grubig
vergrößert und am Diskus unterbrochen, 10. und 11. völlig ob-
solet. Intervallpunktulierung nicht erkennbar. |
Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit. Epipleuren bis nahe
zum Apex breit. |
Antennenkeule länglich oval. Augen reichen unterseits bis in
halbe Höhe der Kinnkerbe oder etwas darüber.
Prosternum + breit entenschnabel-zungenförmig, Basis breit
und tief in das Mesosternum eingesenkt. Metasternum etwas ge-
stutzt kuppelförmig, mit Mittellinie. Tibialfurchen länger oder
kürzer, zur Mitte mehr längs, seitlich mehr schräg gerichtet.
Abdomen etwas fein, + dicht punktiert. Analfurche schmal,
parallel zum Hinterrand, auf die übrigen Sternite fortgesetzt.
Die 5J' der Art haben wie minimus und andere kleinste Ver-
treter der Familie kein ausgesprochenes Kehlbärtchen mehr, son-
dern nur einige quergeordnete Börstchen auf dem Mentum, ähn-
lich wie Aspathines sachtlebeni. Sie sind von den 92 äußerlich
nicht sicher zu unterscheiden.
Holo-, 5, und Allotypus, 9, von Rio de Janeiro, Coll. Fry,
sowie 4 Paratypoide vom selben Fundort und von Bahia im British
Museum. 2 Paratypoide von Rio de Janeiro in der Zoologischen
Staatssammlung.
Die Art ist ähnlich minimus, etwas breiter und größer mit
größeren Augen. Sie ist etwas uneinheitlich, und möglicherweise
habe ich darin heterogene Elemente vereinigt, die sich morpho-
logisch an Hand des verhältnismäßig spärlichen Materials noch
nicht deutlich trennen lassen. 1 Exemplar mit heller Körper-
vorderhälfte, das nur längs der Naht verdunkelt ist, muß aber zwei-
fellos als immatur angesehen werden, da alle Strukturelemente
mit denen der ausgefärbten Exemplare übereinstimmen.
3. Bestimmungstabelle der amerikanischen Monommidae.
1’ Fühlerkeule 2gliedrig, Fühlerfurche hakenförmig; kleiner als
3 mm, rundlich oval . . . . . Aspathines aeneus Thoms.
a’ Analfurche schmal linienförmig oder erloschen . . b
a” Analfurche breit (Brasilien, Paraguay) . :
SS. sachtlehens noV.
bh’ Penerchä Es Intervallpeuktulieriee an der Basis und
am Diskus fast obsolet, ca. 3 mm ı (Haiti) Ba re
. ssp. aeneus Thoms.
lag
22
=>’
&
9
9’
9°
10
Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [1142] 751
b” Punktreihen und Intervallpunktulierung an der Basis und
meist auch am Diskus deutlich, ca. 2,5 mm (Yucatan, Key-
Inseln, Mexiko, Panama, Guatemala) . ssp. ovatus Champ.
Fühlerkeule 3gliedrig, Fühlerfurche gleichmäßig gebogen 2
Analsegment mit je einer seitlichen, stark gebogenen Furche,
nicht parallel zum Hinterrand gekrümmt . . 2...
Analsegment mit einer Furche parallel zum Hinterrand, die
in der Mitte unterbrochen oder völlig obsolet oder seitlich
verbreitert sein kann . . . ER EHE
Analfurchen nach innen konvex Bene Mier noromne) 4
Analfurchen nach außen konvex (Gattung Obesomonomma) 5
1. Punktreihe biegt dem Diskus seitlich nicht aus, kein Post-
humeralkiel; breiter oval . . . . 2... M. convexum Pic
° 1. Punktreihe biegt dem Diskus seitlich bogig aus, an Stelle
der 10. Punktreihe im vorderen Drittel ein flacher Längs-
wulst; schlanker oval . . . . .... M. colasi spec. nov.
Elytren zwischen 9. und 10. Punktreihe mit flachem Längs-
wulst . ©... .. . . ....0. bonvouloiri Thoms.
Elytren im 10. Zw en ohne Längswulst. ;
{ s OÖ. nitidipenne Pie
Anslfurehe eitlsch le erweitert und vertieft, wirkt wie
zwei mandelförmige Gruben, die in der Mitte nur durch eine
schmale Spange verbunden sind A ee
Antillemonomma lleksanıe gen. et spec. n.
sche gleichmäßig schmal und nur zum Rande ver-
schmälert, zuweilen in der Mitte oder fast ganz obsolet . 7
Neben den Punktstreifen verlaufen z. T. kielförmige Leisten,
am deutlichsten außerhalb der 9. Reihe . . ....9
Neben den Punktstreifen verlaufen keine en Lei-
sten =... era et)
Augen auf der ee seite ne Kasfes nach“ innen durch einen
ommatidienlosen Wulst begrenzt . . . . sen: WEG
Augen auf der Unterseite des Kopfes En innen ohne
Mauslstar 222.232, ER.
Breiter elliptisch- am Del fast Be ekorteig erhöht,
seidenglänzend . . . . Hyporhagus leechi spec. nov.
Länger-oval, gleichmäßig ol mehr fettglänzend . 10
Halsschild vorn stark gewölbt und verrundet, seitlich kaum
abgeflacht, Punkte der 1. und 2. Reihe vor dem Diskus etwas
vergrößert, 2. Reihe am Diskus unterbrochen
. H. piceus ae
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 47
732
10”
11’
12°
122
13’
n”
15°
14
14”
113%
15”
16°
[143] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
N
\
|
Halsschild weniger gewölbt, seitlich etwas abgeflacht, 1. und
2. Reihe vor dem Diskus nicht vergrößert, können sogar fast |
obsolet sein, 2. Reihe am Diskus nicht unterbrochen . . 11
1. und 2. Reihe überall deutlich, 2. der 1. genähert, Intervalle
deutlich punktiert, Halsschildmitte kräftig .
H. opaculus Le Con
a) "Schlank rosa ker verengt ...: li -Insese
a’ Breiter oval, weniger verengt . . . Be
b’ Seidenglänzend, erste Punktreihen aus ne Kräfte
Punkten ee Halbinsel)
subsp. opaculus Con
bh” Eerleleozend, erste Punktreihen aus runden, deutlichen
Punkten (Texas) . . . 0. subsp. vandykei nov.
c’ Punktreihen aus länplichen schmalen, aber deutlichen
Punkten (Sonora, Arizona) . . . subsp. malkini nov.
c” Punktreihen aus breit-grubigen, sehr flachen, oft obso-
leten Punkten, 6.—8. Reihe beiderseits mit feiner Costa
(Südmexiko) . . . .. . subsp. duplocostatus nov.
’ 1. und 2. Punktreihe + Sl Intervalle und Halsschildmitte
äußerst fein punktiert, 2. Reihe in der Mitte zwischen 1. und
3. gelegen, mindestens 6.—0. Punktreihe beiderseits mit glän-
zender Rippe, die 9. und 10. außen gekieit
Er kägt H. costulatus Thomd
Ers ste 3 er eihen! aus Sen vergrößerten Punkten . 135
Erste 3 Punktreihen aus feinen Punkten . . . 2... 14
Seidenglänzend, Äugen dringen unterseits nur wenig unter
den in die Furchen De Äntennen vor, größer (ca.
4,3 mm) (Yucatan) . . . 0... H. yucatanus Thoms.
Glänzend, Augen ragen unterseits keilförmig bis gut auf halbe
Höhe der Kinnkerbe vor, kleiner (ca. 4 mm) (Brasilien) .
H. rarus spec. nov.
Schlankoval, gleichmäßig gewölbt . . . 2.2... 53
Breiter oval, etwas bauchig gewölbt . . ..... 2
Augen dringen unterseits + keilförmig zur Mitte vor . 16
Augen dringen unterseits nicht über die Antennenfurche zur
Mitte vor, sie sind einfach verrundet (Mexiko) . a:
s H. durangoensis Champ,
Algen ee nes keilfärzie, dringen nur bis auf halbe
Höhe der Kinnkerbe zur Mitte vor, Halsschildseiten dichter,
runzelig punktiert, 11. Punktreihe meist deutlich R-
ET RN re . H. punctulatus Thoms.
Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [144] 753
16”
172°
a’ Erste Punktreihen aus kleinen Punkten, Prosternum vorn
verbreitert (U.S.A.). . . . subsp. punctulatus Thoms.
’ Erste Punktreihen aus vergrößerten Punkten, Prosternum
entenschnabelförmig, vorn kaum verbreitert (Cuba, Bra-
silien..Peru) . .... . . 0... subsp. anticeus nov.
Augen länger, breiter dringen weit über die halbe
Höhe der Kinnkerbe zur Mitte vor, Halsschildseiten entfern-
ter, nicht runzelig punktiert, 11. Reihe obsolet 5
H. fusciceps a
Migen Ainsen um bis Bat Habe Höhe der Kinnkerbe nach
innen vor und haben eine größere, nach hinten gerichtete,
ommatidienlose Ecke in Höhe der Antennenfurche; die 2.
Punktreihe ist vorn meist der 3. genähert; Halsschild in der
Mitte feiner, an den Seiten gröber und stärker längsrunzelig
lt Es N E® H. gilensis Horn.
a’ Erste Prereiien fa ee RE N VER;
a” Erste Punktreihen deutlich . . ... a:
bh’ Halsschildseiten ziemlich gerade verengt, die Mitte des
Halsschildes sehr fein punktiert, ebenso die Eiytreninter-
valle (Utah, Nevada, California ohne Halbinsel, West-
Arizona) . . . . .. subsp. gilensis Horn
b’’ Seiten des Elalesehildes Sn Bar gebogen verengt, seine
Mitte sowie die Elytrenintervalle dicht und scharf ein-
gestochen punktiert (Lower Ualifornia —= Ualifornische
Halbinsel) . . . . 2... subsp. californicus nov.
C Halsschild länger als die halbe Breite, Seiten meist gerade
verengt, Prosternum entenschnabelförmig (Ost-Arizona,
West-New-Mexiko, Nord-Mexiko: Sonora)
i subsp. opuntiae Horn
c Halsschild fast ana so breit wie lang, Seiten leicht
gerundet, Vorderecken etwas nach unten eingezogen, an
den Seiten grob längsrunzelig und meist in deren Mitte
deutlich eingedrückt, Prosternum vorn verbreitert (Texas,
Ost-New-Mexiko) . . . . . subsp. texanus Linell
Augen dringen etwas keilförmig über die halbe Höhe der
Kinnkerbe nach innen vor, eine kleine ommatidienlose Ecke
zur Antennenfurche hin ist kaum erkennbar, die 2. Punkt-
reihe verläuft der 1. genähert, Halsschild stärker gebogen ver-
engt, auch in der Mitte kräftig punktiert, seine Seiten weniger
längsrunzelig punktiert und kaum eingedrückt (Texas, Äri-
zoMa) > 2 2 2 22202... Pseudogilensis spec. nov.
RN 7
IN}
47*
794
[145] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ea
18° Elytren mit 4 helleren Fleckenmakeln (die der Schulter nic! |
immer"deutlieh) a ern. EINE
18”
19°
19°
93)
23»
24’
Eiytren ohne hellere Hleckertnalela Be 20
Größer (4—4,5 En Apikalmakel dicht Kine der Mitte
BERN U RE ORT, Ä H. quadrimaeulatus Pie
Kleiner (ca. 3 mm), Eiytrenenden hell, nur Naht dunkel
ME N NarE H. minutus Pie
Elytren mit hellereth al ER ERBE. SEN
Elytren ohne helleren Rand, höchstens immature Exemplare
zeigen eine vage Randaufhellung . . . ah Nee
Elytren mit scharf abgesetztem, gleich bheiten Außenrand,
Halsschild mehr gerade verengt . . . H.rufocinctus Pie
Elytren mit unscharf abgesetztem, in der Mitte schmalerem
Außenrand, Halsschild stark gerundet verengt
EA; H. suturalis boliviensis subsp. nov.
Henke mit eehant abgesetztem hellerem Längsstreif, der
von der Inrenseite der Schulterbeule zur Spitze verläuft 23
Eiytren ohne’ helleren Längsstreifen u an me
Pünktreihen kräftig, Randreihen deutlich, Prosternum vorn
ungerandet man, . . 2... H. rufolineatus Pie
Punktreihen feiner, Fändröhen obsolet, Prosternum vorn ge-
randet, fast rechteckig . . . . . . H. amazonicus Pic
Rotgelb, mit einer + ausgebreiteten Schwärzung längs der
Naht. £ . . HH. suturalis Chariel
a’ Halsschild Höchstens Indewtlieh geschwärzt, die Grenzi
des parallelen Teils des schwarzen Nahtstreifens verläuft
dicht außerhalb der 3. Punktreihe (Panama)
ssp. suturalis Chamad
U Halsschild erößtenteils deutlich geschwärzt, die Schwär-
zung längs der Naht reicht auch hinter dem Diskus über
die 4. Pinlireihe hinaus .. TR. RE
“ b’ Die Schwärzung verläuft vom Diskus zum N: parallel
24’
zur Naht (Costarica) . . . . subsp. eostaricensis nov.
'b’” Die Schwärzung ist seitlich stark erweitert . . ... ce
c” Die Schwärzung ist am Diskus eingeengt und apical er-
weitert (Peru) . . . . 2... subsp. lateapicalis nov.
” Die Schwärzung ae außer einem ungleich breiten
Rand die ganzen Elytren (Bolivien) NEL ler. 3
ee SERLHE subsp. boliviensis nov.
Elytren einfarbig Sischäecns mit unscharfer Randaufhellung
infolge Tanesliriie ee De 95
| 27
| 25”
26°
| 26”
27
\s
29’
30’
30”
31
31
32
AN 7
32"
33°
ax 2
33°
Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [146] 155
Große Arten (6 mm und darüber) . . 2 2 2.2.2...26
Kleinere Arten (5,5 mm und darunter) . . 2 .2..2...80
Kurz-elliptisch, matt . . . . . HH. wittmeri spec. nov.
Oval-breitoval, glänzend . . . . a
Halsschild und Intervalle Bochelinzöndl wie rohen nur wenig
dicht, sehr fein eingestochen punktiertt . . 2. .2.....28
Halsschild und Intervalle zwar glänzend, aber ziemlich kräftig
punktiert und daher weniger glatt wirkend . . . . 29
Schlankoval, Halsschildseiten stark gebogen r
H. aaheneı: oe
> Breitoval, aelilderlen schwächer gebogen
REHLS, Ar H. nitidus Gen.
en hen etwa bis zur aiben Höhe der Kinnkerbe nach
innen, mit größerem, ommatidienlosem, nach hinten gerichte-
tem Dreieck in Höhe der Fühlerfurche, Halsschild an den Sei-
ten runzelig punktiert und am Rande etwas gekehit
dr H. wagneri Pic
3; erhildseiten rescher gebogen, Punktierung und Rei-
hen schärfer (Argentinien) . . . subsp. wagneri Pic
° Halsschildseiten stärker gebogen, Punktierung und Ely-
trenreihen unscharf, etwas grubig vertieft (Venezuela)
ae : : subsp. caracasensis Pic
Augen een bis i in "Höhe der Kinnkerbe, hinten mit einem
nur schmalen ommatidienlosen Saum und kleinem Dreieck
in Höhe der Fühlerfurche, Halsschildseiten abgeflacht, nicht
runzelig punktiertt . . . 2.2... H. larssoni spec. nov.
Prosternalmitte in der vorderen Hälfte ungerandet, 11. Punkt-
reihe stets deutlich . . . . E 2
Prosternalmitte vollständig, serlen er en ee 34
Erste Punktreihen aus vergrößerten, grubigen und dichtste-
henden Punkten . . . 2.00. H. haagi spec. nov.
Erste Punktreihen ziemlich fein und flach bis fast obsolet 32
Halsschild auffallend groß, etwa in der Mitte am breitesten,
auch zur Basis leicht verengt . . . H. laticollis spec. nov.
Halsschild normal, an der Basis am breitesten und die Seiten
nach vorn höchstens ein Stück parallel verlaufend . . 33
Kürzer oval, flacher, Vorderrand des Mesosternum in der
Mitte tief ausgebuchtet, zur Aufnahme des stärker entwickel-
ten Prosternalfortsatzes . . . . H. emarginatus Champ.
Länger oval, gewölbter, Prosternalfortsatz klein und Meso-
sternum deshalb nur flach ausgebuchtet . H. subopacus Pic
756
34
MEZ Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Höchstens die 2. Punktreihe am Diskus kurz unterbrochen 35 |
34” Mehr als die ersten beiden Reihen am Diskus völlig obsolet, |
39%
BY 7
40
40”
41’
41’
42’
42”
stets unter {mm . . nn
Klein (ca. 3,5 mm), Punlireihen wenig = deuten sehr flach,
überall gleichmäßig groß
H. argentinus spec. nov.
” Mittelgroß (4 mm und darüber), Punktreihen meist deutlich,
verschieden stark ausgeprägt . . . RIESEN
|
2
Die Punktreihen sind alle sehr groß- he vertiefi, besonders
zum Rande der Elytren : H. cicatricosus spec. nov.
Die Punktreihen sind fein, auch am Rande . . . ..9
Langoval, schlank "27 2 =. .2=, Be/Wne e
Kürzer, oval-elliptisch . . . .... Su ea
Matt. 2. mE ee Nopacus Ang
Glänzend EN a
* Augen groß, breit ver dringen bis in die‘ Höhe der
Kinnkerbe vor . . . 2... H. laevepunctatus Thoms.
a’ Intervallpunktierung sehr fein (Panama, Peru, Brasilien,
Bolivien). =. 722. © subsp. Thoms.
” Intervallpunktierung kräftiger . . . REDET
b> Kürzer, weniger verengt, Augen unterseits zur Mitte mehr
stumpf keilförmig a ica, Nicaragua)
: Re A Ausg) biölley: Pie
b” De Finten etwas vefenet, Augen unterseits zur Mitte
mehr verrundet (Guatemala, Mexiko)
subsp. schwer re nov.
Rasen etwas Klare zugespitzt, dringen nur bis auf halbe
Höhe der Kinnkerbe nach innen vor H. punetulatus Thoms.
Falsche Epipleuren stark verbreitert, 1. bis 3. Punktreihe an
der Basis sehr groß, flach 2. am Diskus kurz unter-
brochen . . . . H. nicki spec. nov.
Falsche Epiplenren sehinält TE N.
3 erste Punktreihen vor dem Diskus flach Erübie vergrößert,
zuweilen fast obsolet; Gestalt elliptisch . . . . . . 2
3 erste Punktreihen vor dem Diskus nicht vergrößert, höch-
stens etwas vertieft; Gestalt oval . . . . . 43
Augen dringen unterseits nur bis zur halben Höhe ie Kinn-
kerbe nach innen vor, Punktreihen sehr schwach, auch vor
dem Diskus (Trinidad) H. championi spec. nov.
Augen dringen bis in Höhe der Kinnkerbe nach innen v2
Punktreihen vor dem Diskus deutlich (Panama)
H. obliteratus Chan
43
43”
44’
44”
45’
45”
46’
46”
47
47’
48’
48”
4%’
49”
Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [148] 7
Punkte sehr we die der Randreihen langgestreckt i
H. valdepunctatus Thoms.
Piikte Höchstens i in ae Schildehengegend kräftig, sonst fein
S 44
Bettelänzend, tlarlıah hasaihiert : H. Sn spec. nov.
Stark glänzend, nicht chagriniertt . . H. marginatus F.
a’ Breiter elliptisch, hinten nicht verengt, Halsschild stark
gerundet verengt, Intervalle breit, glatt, meist fein und
spärlich punktiert =. Thomas, Jungfern-Inseln)
subsp. marginatus F.
a Sfinker. Alptisch, iR schwach verengt, stumpf zu-
gespitzt, Halsschild weniger gerundet verengt, Ftervalle
schmaler und meist dichter und stärker punktiert (Haiti,
San we Brasilien, Guadeloupe) WEL BER
EEE subsp. fabrieii nov.
Br elliptisch: N 0 ar 2.2040
Schlanker, elliptisch- el ERST 5 . #7
Antennenkeule lang und schlank, en nr kurz,
Halsschildvorderrand fast gerade abgestutzt
: . . . H. elavicornis en
a rel ll ae 3—4 Reihen kurz unterbro-
chen, Prosternum schlanker (Brasilien)
subsp. elavicornis eh
a Wenirer rei Senfellem größer, bis 6 Punktreihen unter-
brochen, Prosternum breiter (Panama)
N 22 nit des subsp. latediseus nov.
Antennenkeule breit-oval, Mesosternum mittellang, Hals-
schildvorderrand stark konvex (Amazonas)
Be "4 A: H. ers Pie
Hal dvorderrandl deutlich konvex . 2: 2.2... %
Halsschildvorderrand gerade MR ER WERE 5 P-
Gnoßer (ca, 35 Amm) 0. nn min. 49
Kleiner (ca. 2,5—3 mm) . . . 50
Größer & 4 mm), breiter, Halsschild ale nel fein
punktiert, Antennenkeule breiter oval, Prosternum breiter,
falsche Epipleuren breiter, Punktreihen feiner (Guyana, Para,
Trinidad) '... . - R . . H. cayennensis Pic
Kleiner (ca. 3,5 mm), ehlanker Halsschild mehr trapezför-
mig, gröber punktiert, Antennenkeule länglich-oval, Proster-
num schlanker, falsche Epipleuren schmaler, Punktreihen
mäßig kräftig (Brasilien) . . -» » . . H. gounellei Pic
a
50°
50”
51’
1 49] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Augen ragen ventral kaum unter den eingelegten Antennen
(Antennenfurche) vor, Prosternum schmal . . . . . 51 |
Augen dringen ventral etwa bis auf halbe Höhe der Kinnkerbe
nach innen vor, Prosternum breiter; Größe ca. 3 mm (Peru)
H. peruensis spec. nov.
Halechill a eleishmäße) kaum gerundet verengt, vorn
stärker konvex, 1.—9. Punktreihe vor dem Diskus aus breiten
halbmondförmigen Gruben; Größe ca. 2,5 mm (Panama)
51
52°
54”
55
55”
56’
56”
57
x
57:
RIUR SCH F H. panamensis spec. nov.
Halischid oe horse verengt, hinteres Drittel an-
nähernd parallel, Vorderrand schwach konvex, 1.—3. Reihe
vor dem Diskus aus kaum vergrößerten, runden Punkten;
Größe ca. 35mm (Panama) H. elegantulus spec. nov.
Die geringe Verbreiterung der falschen Epipleuren verläuft
ganz allmählich, Halsschild nicht doppelt so breit wie lang,
länglich trapezförmig, nur selten gebogen verengt . . 533
Falsche Epipleuren in der Körpermitte fast spindelförmig
stark verbreitert, Halsschild doppelt so breit wie lang, selten
etwas länger, Seiten gerundet verengt. ..... x, .Inlss.esi: =
Größer (3,5 mm), Punktreihen ziemlich kräftig, 4. nicht vom
Diskus unterbrochen, 9. nur wenig schwächer als die 8., 10.
und 11. obsolet . . . ET RER: - .
3” Kleiner (ca. 5 mm), ne Fe # am Dr kaum er-
kennbar, die 9. viel schwächer als die 8. (Panama) ;
H. ferrugineus er
RE beeit- Allrad (Amazonas) j
H. oberthüri spec. nov.
Er 2. a schmaler. '. aka che 098
Augen reichen unterseits bis in Höhe der Kinnkerbe (Brasi-
lien 2.90: . .20.20...H. notaticollis Pic
Augen reichen er nicht bis in Höhe der Kinnkerbe 56
Schlanker oval . 0. 2.0. lu beste a
Breiter oval-elliptisch . . 56
Größer (ca. 2,7—93,2 mm), Halsschild en ed sinken ver-
engt, Punktierung feiner, aber schärfer eingestochen, Diskus
unterbricht 3—4 Punktreihen, Reihenpunkte besonders außen
und hinten feiner, Prosternum breiter (Brasilien, Guayana)
H. attennuatus Pic
Klame 2 25 5 an); Hal ehill schmaler, weniger verengt,
Vorderecken deutlicher, Punktierung gröber, Diskus unter-
bricht nur 2—3 Reihen, Reihenpunkte ziemlich gleichmäßig,
Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1150] 75%
abgesehen von den vergrößerten, halbmondförmigen der
ersten Reihen vor dem Diskus, Prosternum schlanker (Brasi-
Ben: .. . 0... H. minimus spec. nov.
58° Vordertibien le kerlförnie verbreitert, Tarsenfurche auf
diesen wellig geschwungen, vorn und in der Mitte dem Innen-
rand genähert . . . 20.0... H. tibialis spec. nov.
a’ Breiter, Halsschild geschwärzh, gut doppelt so breit wie
lang, Tibialfurchen auf dem Metasternum fein, lang, spär-
lich (Peru) . . .. . subsp. tibialis nov.
a” Schlanker, Halsschifd Rn rn knapp doppeit so.
breit wie lang, Tibialfurchen kräftiger, kürzer dichter (Pa-
Hama)... 2... . ..... subsp. borealis nov.
Vordertibien wenig er Tarsalfurche auf diesen ver-
läuft parallel zum Innenrand, nur zum Ende hin mehr aus-
x
50°
wärls:.. .s . Sur
59° Elliptisch, ee Ren net a ger 9. und
8. Reihe gleich stark, aus rundlichen Punkten, Prosternum
kürzer, Mesosternum fast gerade ausgebuchtet (Brasilien, Rio
de Janeiro) . . 20.0.0. H. lateminimus spec. nov.
59” Breitoval, Halsschild weniger verengt, gröber punktiert, 9.
und 8. Reihe sehr schwach, Punkte länglich, Prosternum län-
ger, Mesosternum stark gerundet ausgebuchtet (Panama)
H. mülleri spec. nov.
4. Die systematische Einteilung
der amerikanischen Monommidae.
Antillemonomma delkeskampi gen. et spec. nov.
Obesomonomma bonvouloirii Thoms.
3; nitidipenne Pic
Micromonomma converum Pie
;, colasi spec. nov.
Aspathines aeneus aeneus Thoms.
= „ ovatus Champ.
” „ sachtlebeni nov. subsp.
Gattung Hyporhagus.
piceus-Gruppe (Mit Augenwulst, äußere Reihen gerippt.):
Hyporhagus opaculus opaculus Lee.
9, * vandykei subsp. nov.
> Y malkini subsp. nov.
760 [151] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
R5 5 duplocostatus subsp. nov.
a costulatus Thoms.
H leechi spec. nov.
u piceus Thoms.
A yucatanus 'Thoms.
gilensis-Gruppe (Äußere Reihen gerippt, ohne Augenwulst, mit
Ecke.):
Hyporhagus gilensis gilensis Horn
Br T californieus subsp. nov.
2 & opuntiae Horn
r pi texanus Linell.
u pseudogilensis spec. nov.
durangoensis Champ.
3, venezuelensis Thoms. (Incertae sedis.)
pure tulatus-Gruppe (Augen größer, keilförmig, Übergang zu un-
gerippten Arten.):
Hyporhagus punctulatus punctulatus Thoms.
35 0 anticus subsp. nov. (Kommt marginatus-
Gruppe nahe.)
= argentinus Spec. nov.
& rarus Spec. nov.
n laevepunctatus laevepunctatus Thoms.
he ” bioileyı Pic
3 schwerdtfegeri subsp. nov.
5 fusciceps Thoms.
opacus-Gruppe (Prosternum vorn meist ungerandet, Mesosternum
vorn stärker ausgerandet, Elytren ungerippt, mehr matt.):
Hiyporhagus opacus Thoms.
3 haagı spec. nov.
laticollis spec. nov.
B subopacus Pic
” emarginatus Champ.
wagneri-Gruppe (Ommatidien!ose Ecke, ungerandetes Prosternum,
groß.):
Iiyporhagus wagneri wagneri Pic
” Mi caracasensıs Pic
Br larssoni spec. nov.
brasiliensis-Gruppe (Lackglänzend, Prosternum ungerandet,
groß.):
Hyporhagus nitidus Champ.
w brasiliensis Thoms.
|
Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [152] 761
marginatus-Gruppe (Breitoval, falsche Epipleuren mittel, Meso-
| sternum lang, Analfurche breit.):
Hyporhagus cicatricosus spec. nov.
marginatus fabricii subsp. nov. (Kommt punctulatus-
Gruppe am nächsten.)
2)
er marginatus marginatus F.
5 valdepunclatus Thoms.
5 antillicus spec. nov.
” witlmeri spec. nov.
x championi spec. nov.
# obliteratus Champ.
suturalis-Gruppe (Breite falsche Epipleuren, meist hellere Zeich-
nung.):
Hyporhagus rufolineatus Pic
2 nicki spec. nov.
» quadrimaculatus Pie
Me disconotatus Pic
a cayennensis Pic
a amazontcus Pic
Y suturalis suturalis Champ.
" a costaricensis subsp. nov.
Y r lateapicalis subsp. nov.
e “ boliviensis subsp. nov.
% rufocinctus Pic
laeviusculus-Gruppe (Kleine Augen, mittleres Mesosternum, teils
reduzierte Analfurche.):
Hyporhagus laeviusculus Thoms.
H ferrugineus Champ.
M% panamensis spec. nov.
es elegantulus spec. nov.
” bolivianus spec. nov.
$ peruensis spec. nov.
r gounellei Pic
clavicornis-Gruppe (Mesosternum kurz, tief und breit ausgerandet,
klein, glatt, meist rotbraun.):
Hyporhagus celavicornis clavicornis Oberth.
ee ns latediscus subsp. nov.
Mr minutus Pie
5 mülleri spec. nov.
® oberthüri spec. nov.
2 tibialis tibialis spec. et subspec. nov.
76) 1 55] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
2 » borealis subsp. nov.
” notaticollis Pic
5 attenuatus Pic
43 minimus spec. nov.
lateminimus spec. nov.
5. Zusammenfassung.
Typenstudium und reiches Material vieler Museen erlaubten
mir eine zusammenfassende Darstellung aller bekannten amerika-
nischen Monommidenarten mit Ausnahme einer einzigen, Hypo-
rhagus venezuelensis 'Thoms., deren Type verlorengegangen ist.
Daß die Arbeit darüber hinaus zur Entdeckung einer Anzahl neuer
Arten führte, war bei dieser wenig erforschten Familie zu erwar-
ten, insbesondere im Gebiet von Südamerika und den Antillen,
von wo sogar eine neue Gattung, Antillemonomma gen. nov., zu
beschreiben war. Aller Voraussicht nach sind aus dem mittel- und
südamerikanischen Raum noch manche bisher unbekannten Arten
und Rassen zu erwarten, so daß sich umfangreichere Verwandt-
schaftskreise ergeben werden.
Die Ausbildung der Augen auf der Unterseite des Kopfes
spielt auch bei der Unterscheidung der amerikanischen Monommi-
dae eine gewisse Rolle, wenn auch nur in der Gattung Obeso-
monomma Pic eine Augenspina auftritt, die noch dazu mit einer
Augenreihe besetzt ist. Diese wie die Gattung Antillemonomma er-
lauben interessante zoogeographische Schlüsse, die im letzten Teil
der Monographie zusammengestellt werden sollen.
Eine Bestimmungstabelle faßt die systematischen Ergebnisse
wieder in kürzester Form zusammen. |
6. Literatur.
An Literatur ist dem Verzeichnis im 1. Teil der Monographie
nichts hinzuzufügen. Den Urbeschreibungen ist jeweils das Litera-
tur-Zitat beigegeben.
Alphabetisches Register.
aeneus Thoms. na nn n. 094 „‚argentinus,; spec. noy., u
amazonicus fie . .... . 235 Aspathnes Champ. . .2.0.20.2:009
anticus subsp. nov. .. . .. . . 207, "atltenuatusPiex aan. De
Antillemonomma gen. nov. . . 687 biollyi Pc . . ......70
antillicus spec. nov. . . . ..725 bolivianus spec. nov. . . .u. za
apicalis Pic --— „ins . 240 2: 733 baliviensis:subsp. now. .. m...
Freude:
bonvouloirii (Thoms.)
borealis subsp. nov.
brasiliensis Thoms.
calijornicus subsp. nov.
caracasensis Pic
castaneus Thoms.
cayennensis Pic
championi spec. nov.
cicatricosus. Spec. NOV.
clavicornis Oberth.
colasi spec. nov.
convexum Pic
costaricensis subsp. nov.
costulatus Thoms.
delkeskampi spec. nov.
disconotatus Pic
duplocostatus subsp. nov.
durangoensis Champ.
elegantulus spec. nov.
elongatus Pic
emarginatus Champ.
Jabricii subsp. nov.
jerrugineus Champ.
Jusciceps Thoms.
gilensis Horn
gounellii Pic
guyanensis Pic
grandis Pic
grandjeani Pic
haagi spec. nov. .
Hyporhagus Thoms.
inaequale Pic
laevepunctatus Thoms.
laeviusculus Thoms.
larssoni spec. nov.
lateapicalis subsp. nov.
latediscus subsp. nov.
lateminimus spec. nov.
laticollis spec. nov.
lecontei Thoms.
leechi spec. nov.
malkini subsp. nov.
Die Monommiden der amerikanischen Region
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724
737
713
702
741
713
771
743
marginatus F.
mathani R. Oberth.
Micromonomma Pic
minimus spec. nov.
minutus Pic
mülleri spec. nov.
nicki spec. nov.
nitidipenne Pie
nitidus Champ.
notaticollis Pic
oberthüri spec. nov.
Obesomonomma Pic
obliteratus Champ.
obaculus Lee.
opacus Thoms.
opuntiae Horn
ovatus Champ.
panamensis spec. nov.
pertinax Thoms.
peruensis spec. nov.
peruvianus Pic
piceus Thoms. j
pseudogilensis spec. nov.
punctatus Pie ‚
punctulatus Thoms.
quadrimaculatus Pie
rarus Spec. nov.
rujocinctus Pic
rujolineatus Pic
sachtlebeni subsp. nov.
schwerdtjegeri subsp. nov.
steinheili R. Oberth.
subopacus Pic
suturalis Champ.
iexanns Linell
tibialis spec. nov. j
valdepunctatus Thoms.
vandykei subsp. nov.
venezuelensis Thoms.
wagneri Pic
wittmeri spec. nov.
yucatanus Thoms.
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189)
Erklärung zu Tafel XIX
. Leptynoderes tuberculata Gurt
. Leptynoderes juscula n. sp.
. Schizaraeus aculicoslta n. sp.
Länge: 13 mm
Länge: 10 mm
Länge: 5 mm
Tafel XIX
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey B. Bechyne del.
Erklärung zu Tafel XX
Psammetichus Gebieni n. sp.
Psammetichus Peüai n. sp. .
. Pseudoscotobius strangulatus Fairm.
. Leptynoderes strangulatus Fairm.
. Scotobius akidioides Wat. . An
. Scotobius akidioides ssp. bicostatus nov.
. Scotobius crassus n. Sp. .
. Scolobius Rossi n. sp.
. Scolobius exaralus Er.
. Länge: 11 mnı
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12 mm
12 mm
12 mm
17 mm
15 mm
19 mm
14 mm
21 mm
Tafel XX
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Dorfmüller-Laubmann
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Entom. Arbeiten aus dem Museum (
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Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
. Scotobius
. Scotobius
Erklärung zu Tafel XXI
elegans Fairm.
alaticollis n. sp. .
crispatus Germ. . a
crispalus ssp. brevicollis nov.
muricalus Gue£r.
muricalus ssp. planipennis nov.
muricalus ssp. egenus nov.
clathratus Guer.
hystricosus Berg
. Länge: 16 mm
17 mm
158 mm
18 mm
26 mm
27 mm
23 mm
19 mm
21 mm
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Tafel XXI
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Arbeiten aus dem Museum G
Entom.
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Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Scotobius
Erklärung zu
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Zischkai n. sp.
punctithorax n. sp.
obscurus n. Sp.
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rugosulus Guer.
Gayi Sol.
crenicollis Phil. .
rugicollis Sol.
Tafel XXI
: Komm
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19 mm
11 mm
17 mm
17 mm
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15 mm
20 mm
Tafel XXI
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Dorfmüller-Laubmann
Phot.
Frey
Arbeiten aus dem Museum G
Entom.
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Erklärung zu Tafel XXIil
Scotobius Wittmeri n. sp.
Scotobius emarginicollis n. sp. .
Scotobius Leechi n. sp.
Scotobius Michelbacheri n. sp.
Scotobius Weyrauchi n. sp.
Scotobius Gebieni n. sp.
Emmallodera obesa Guer.
Emmallodera obesa ssp. coslala nov.
Emmallodera atronitens n. sp. .
. Länge: 19 mm
18 mm
20 mm
21 mm
13 mm
13 mm
13 mm
12 mm
11 mm
Kulzer: Monographie der Scotobiini. Tafel XXIII
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey Phot. Dorfmüller-Laubmann
Erklärung zu Tafel XXIV
Emmallodera coriacea n. sp.. .
Emmallodera multipunctata Curt.
Emmallodera crenatocostata Blanch.
Emmallodera crenatocostata ssp. opacula nov.
Emmallodera ovata n. sp. .
Emmallodera hirtipes n. sp
Emmallodera inflatithorax n, sp. .
Emmallodera perlijera Burm.
Pilobalia Löffleri n. sp. .
. Länge
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14 mm
17 mm
19 mm
18 mm
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17 mm
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16 mm
Tafel XAIV
Kulzer: Monographie der Seotobiini.
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Phot. Dorfmüller-Laubmann
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey
12
13
15
Erklärung zu Tafel XXV
Antillemonomma delkeskampi spec. nov. Umriß.
5 % » » Analsegment.
Ilyporphagus panamensis spec. nov. Analsternit.
Aspathines aeneus ovatus Champ. Umriß.
” a5 Re 5 Seitenumriß.
% s m ss Analsternit.
“ „ sachtlebeni subsp. nov. Analsternit.
Micromonomma colasi spec. nov. Umriß.
Hyporhagus minutus Pic. Umriß.
Obesomonomma bonvouloiri (Thoms.). Analsternit.
Micromonomma convexum Pie. Umriß.
= s „ Seitenumriß.
a 22 „ Analsternit.
Hyporhagus jerrugineus Champ. Umriß.
2 laticollis spec. nov. Halsschild.
ns quadrimaculatus Pic. Umriß.
N nicki spec. nov. Umriß. ei
55 bolivianus spec. nov. Umriß.
is cicatricosus spec. nov. Umriß.
r rufolineatus Pie. Umriß.
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Erklärung zu Tafel XXVI
Hyporhagus suturalis suturalis Champ. Umrif5 und Schwärzung.
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coslaricensis subsp. nov. Umrif5 und Schwärzung.
Br lateapicalis ss = er ss ”
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ferrugineus Champ. Aedoeagus von oben.
r = ie seitlich.
marginalus marginalus F. Penis von oben und seitlich.
© Pe ‚„„. Aedoeagus von oben ohne Penis.
En x „ Parameren seitlich.
laevepunctatus biolleyi Pic. Aedoeagus von oben ohne Penis.
& nz ss = seitlich ohne Penis.
emarginalus Champ. Aedoeagus von oben.
B: $ e seitlich.
opaculus malkini subsp. nov. Aedoeagus von oben.
Tafel XXVI
Freude: Monommiden 2. Teil
NINE.
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Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey
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Erklärung zu Tafel XXVI
Obesomonomma bonvouloirii (Thoms.). Auge (Kopfunterseite).
2a Aspathines aeneus ovatus Ghamp. Auge (Kopfunterseite).
2b
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Hyporphagus opaculus malkini subsp. nov. Auge (Kopfunterseite).
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pseudogilensis spec. nov. 5 »
nicki spec. nov. ? »
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2 a „“ Pro- und Mesosternum.
tibialis spec. nov. Auge (Kopfunterseite).
; 5 „ Vordertibia.
clavicornis Oberth. Auge (Kopfunterseite).
50 Antennenkeule.
oberthüri spec. nov. Auge (Kopfunterseite).
“2 = Kr Antennenkeule.
laevepunctatus biolleyi Pie. Pro- und Mesosternum.
haagi spec. nov. rer
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minimus spec. nov. u, 5
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lateminimus spec. nov. Pro- und Mesosternum,
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Die „Entomologischen Arbeiten“ dienen als Publikationsorgan für die Mitarbeiter
resp. Bearbeiter der wissenschaftlichen Sammlung des Museums G. Frey. Entspre-
chend den Aufgaben des Museums Frey werden vornehmlich Arbeiten veröffent-
licht, die Beiträge zur Förderung der systematisch-morphologischen Coleopterologie
darstellen.
Die „Entomologischen Arbeiten” können entweder im Tausch gegen andere ento-
mologische Zeitschriften und Einzelveröffentlichungen oder durch die Naturwissen-
schaftliche Buchhandlung Dr. E. Reitter, München 15, Waltherstraße 27, bezogen
‚werden.
Die Autoren werden um Beachtung folgender Punkte gebeten:
a) Manuskriptsendungen und Anfragen bezüglich der Drucklegung sind an den
- Schriftleiter Dr. E. Haaf, Museum G. Frey. Tutzing bei München, zu richten.
b) Die Manuskripte sollen druckfertig in Maschinenschrift in doppeltem Zeilen-
abstand mit breitem Rand auf einseitig beschriebenen Blättern abgefaßt sein.
‘€) Art- und Gattungsnamen, die in Kursivschrift erscheinen, sind zu unterschlän-
geln, zu sperrende Textstellen mit unterbrochener Linie zu unterstreichen.
Der ın Kleindruck erwünschte Text ist am Rande mit einer vertikalen ge-
a schlängelten Linie zu kennzeichnen.
| d) Textzeichnungen können nur in klischterfertigem Zustand angenommen werden.
e) Die Verfasser sind für Form und Inhalt ihrer Arbeiten allein verantwortlich.
f} Jedem Autor werden 30 Sonderabdrucke seiner Arbeit gratis zugesandt.
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Band 6, Heft 3
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Ausgabedatum: 15. Dezember 1955. Y TERN 7
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des 3. Heftes, Band 6 EI
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Breit, J.: Zur Nomenklatur der europäischen Zilora-Arten , . : A Rue
x
Franz, H.: Zweiter Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus
Arten (Col! Scydm.). . . . Ben i ni nr 1036.
Frey, G.: Coprophagen-Studien über neue are er ok Aka) 10578
Haaf, E.: Aus der Chronik des Museums Treyı vo aeur ST Ai. f 1067 4
Mader, L.: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden Re ihrer Aber- |
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764 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Evidenz der palaearktischen Goccinelliden
und ıhrer Aberrationen ın Wort und Bild
Von Leopold Mader, Wien.
Il. Teil.
Coceinellinae: Chilocorini. Platynaspini, Pentiliini, Telsimiini,
Coelopterini, Hyperaspini, Exoplectrini, Aspidimerini, Scymnini,
Ortalini, Novtini, Coceidulini. Tetrabrachinae (Lithophilinae).
(Mit Tafel XXVIIL.)
Vorbemerkungen.
Der I. Teil dieser Evidenz erschien in den Jahren 1926 bis
1937. Seit dieser Zeit sind von etlichen Autoren etliche neue Arten
beschrieben und weitere Aberrationen aufgestellt worden, wodurch
in einiger Zeit eine Ergänzung des I. Teiles gemacht werden könn-
te. Es möge daher niemand ihm neu erscheinende Arten oder gar
Aberrationen benennen, solange er sich nicht vergewissert hat, ob
das nicht schon geschehen ist. Nach längerer und bewegter Zeit
konnte ich endlich im März 1946 diesen vorliegenden II. Teil im
Manuskript fertigstellen. Es ergaben sich aber infolge der Ungunst
der Zeit finanzielle Schwierigkeiten, so daß die Publikation bis
jetzt nicht erfolgen konnte. Diese Verzögerung ermöglichte es mir,
mir in den letzteren Jahren noch bekannt gewordene Neubeschrei-
bungen hier zu berücksichtigen, so daß dieser Teil im wesent-
lichen alle bis 1953 erfolgten Publikationen berücksichtigen konn-
te. Die Publikation dieses Teiles würde voraussichtlich noch lange
nicht erfolgen können, wenn Herr Konsul G. Frey, welcher sich
durch die Veröffentlichung von Arbeiten aus seinem Museum so
große Verdienste um die Entomologie erworben hat, sich dieser
Arbeit nicht angenommen hätte. Ich spreche ihm daher meinen
besonderen Dank aus.
Ich habe meine Evidenz absichtlich als eine Evidenz bezeich-
net und will damit eine Evidenthaltung der bisher beschriebenen
Coccinelliden erzielen, die Beschreibungen in hunderterlei Zeit-
schriften sollen hier auf engstem Raume das geben, was man nötig
hat, sich in der schwierigen Familie zurechtzufinden. Eine große
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 7.65
und kritische Revision ist derzeit nicht möglich, weil man einen
hohen Prozentsatz der Arten überhaupt nie zu Gesicht bekommen
wird, weil selbst die Gattungen auf so schwer erfaßßbaren und nur
umständlich kontrollierbaren Merkmalen beruhen, daß selbst
große CGoccinellidenkenner mitunter daneben gegriffen haben, weil
ferner mehr als die Hälfte der Beschreibungen von den schwierig-
sten Gruppen für sich allein oft unbrauchbar sind. Was nützt es,
wenn man eine Tabelle nach plastischen Merkmalen bauen wollte,
weil man einen Teil der Arten wohl besitzt, ein Teil brauchbar
beschrieben ist, man aber in den Diagnosen der anderen Arten im
entscheidenden Moment gar nichts findet, was man zur "Trennung
verwenden könnte. Leider haben einige Diagnosenfabrikanten
ganz lakonisch beschrieben und selbst dann, wenn sie einmal aus
der Roile gefallen und ausführlicher geworden sind, enthalten ihre
Beschreibungen gerade das nicht, worauf es ankommt. Scheinbar
sichern und sie rechneten damit, daß spätere Autoren sich schon
abmühen werden, ihre Rätsel zu lösen und dann genaue Beschrei-
bungen und Tabellen unter Verwendung ihres prioritätsberechtig-
ten Namens zu machen. Abgesehen von den wert!osen Beschreibun-
gen will ich noch auf eine Unzulänglichkeit hinweisen, die manch-
mal bereits zu einem Unfug ausgeartet ist. Ich meine das so mit
Recht gefürchtete Vergleichsringelspiel, wie ich esnenne.
Wie ich es meine, will ich an einem der etlichen Beispiele zeigen:
Motschulsky sagt z. B. bei einer Beschreibung: „Sceymnus hila-
ris, extiremement voisin du precedent par la forme et les couleurs,
mais ...“. Diese vorhergehende Art ist Sc. albopilis. Sehen wir
dort nach, so lesen wir: „Scymnus albopilis, forme courte des pre-
cedent, mais ...“. Diese vorhergehende Art ist Sc. apiciflavus. Da-
selbst lesen wir nun: „Se. apiciflavus, tres voisin du Sc. onalis,
mais ....“., Jetzt fehlt nur noch, daß er unseren europäischen analis,
wobei er gar richt sagt, welcher analis gemeint ist (analis F. ist
ferrugatus Moll., oder analis Rossi, der haemorrhoidalis Hbst. ist).
mit seinem hileris vergleichen würde, dann wäre das Vergleichs-
ringelspiel geschlossen.
Der Wert der wissenschaftlichen Betrachtung der Insekten
nach morphologischen und anatomischen Gesichtspunkten ist un-
bestritten. Für die Allgemeinheit jedoch, wo man nicht immer das
einzige Stück für die Sektion und Genitaluntersuchung opfern
oder gefährden kann, oder gerade nur das gegenteilige Geschlecht
vorliegt, sind Tabellen nach leicht kontrollierbaren Merkmalen
FEB 9
766 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
von größerem Wert. Auch die Angabe der Zeichnung, ihrer Anlage,
ihrer Variationstendenz (oft ein spezifisches Merkmal) und ihrer
Variationsbreite haben bereits mehr Wert, als gar manche An-
gaben, wenn sie von einem rein subjektiven Empfinden diktiert
sind und sehr oft irre führen, da dieses Empfinden individuell und
daher oft sehr verschieden ist, sogar bei dem Einzelnen selbst. Der
Beispiele gäbe es genug. Aus dem Grunde, daß mir bei mir fehlen-
den Arten oft nur unzureichende Beschreibungen vorliegen, ich
aber meinen Kollegen und besonders jenen, die nicht allen Einzel-
beschreibungen so nachgehen können, eine Bestimmungsmög}ich-
keit zu geben, ich dabei aber alle Arten möglichst tabellarisch er-
fassen will, baue ich meine Tabellen nach leicht kontrollierbaren
plastischen und Färbungsmerkmalen auf, denn gerade das ist es
oit nur, was man den Beschreibungen noch entnehmen kann. Ich
bitte also, meinen Ausführungen Rechnung zu tragen, und der
strenge Kritiker möge diese Tabellen als Hilfstabellen ansehen, die
in der Praxis für die größere Masse der Entomologen nützlicher
sind als streng wissenschaftlich aufgebaute Tabellen, die bis jetzt
nur sehr spärlich auftauchen und nur einzelne Gattungen oder gar
nur Gattungsgruppen behandeln, oder nur kleinere Gebiete. Das
ist auch die Ursache, daß gerade dort, wo es am notwendigsten
wäre (z. B. Scymnini), keine Tabellen existierten, es sei denn
über enger begrenzte Gebiete und veraltete. Ich bin auch über-
zeugt, daß z. B. eine wirklich kritische Tabelle aus den weiter vorne
angeführten Gründen für alle paläarktischen Seymnini auch in
den nächsten Jahrzehnten nicht geschrieben sein wird. Nicht ein-
mal die kritische Bearbeitung der Gattungen in den Genera Insek-
torum erwarte ich in absehbarer Zeit. Wir wollen aber den ento-
mologischen Nachwuchs fördern, ihm Hilfe zur Hand geben, die
immer größer werdenden Schwierigkeiten sollen ihn nicht vor-
zeitig abstofsen. Dann werden nur jene Änfänger untreu werden,
bei denen die Liebe zur Entomologie nur Strohfeuer war.
In diesem I!. Teile meiner Evidenz habe ich von einer so weit-
gchenden Illustrierung durch farbige Diagramme wie im ersten
Teile abgesehen. Es ist auch nicht nötig, die vielen einfarbigen
Arten abzubilden. Die Tabellen sind so abgefaßt, dal man ohne
Zweifel damit das Auslangen finden muß. Nur neu beschriebene
oder wenig bekannte Arten werden abgebildet.
Ich verweise noch auf mein Literaturverzeichnis im I. Teil dieser Evidenz,
Anhang p. I—VIII und die Abkürzungen für Literatur daselbst p. VIII—XI
Es war im I. Teil auch geplant, einen Katalog der Arten mit Literaturzitaten
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 767
anzuhängen, dazu aber kaın es nicht. Seitdem ist Junk’s Coleopterorum Catalogus
Partes 118 et 120 von Korschefsky 1931—1932 erschienen. Somit erübrigt sich
ein Katalog mit Literaturzitaten auch für den II. Teil meiner Evidenz, und ich
beschränke mich hier bloß bei den Gattungen auf jene Zitate, welche auf die
wichtigste Literatur hinweisen und die jeder Coceinellidenfreund stets bei der
Hand haben muß. Bei den Arten bringe ich bloß dann ein Literaturzitat, wenn
dasselbe im Col. Cat. nicht enthalten ist oder ich es für nötig erachte. In der
Synonymie gegenüber dem genannten Catalogus ergeben sich bloß wenige Ände-
rungen. Um Wiederholungen zu vermeiden und Raum zu sparen, bringe ich hier
ein Verzeichnis der erwähnten wichtigsten Literatur und zitiere dann bei der
Gattung bloß den Autor, Jahres- und Seitenzahl.
Chapuis 1376: Lacordaire et Chapuis. Histoire Naturelle des Insectes. Ge-
nera des Col&opteres. XII.
Crotch 1874: A Revision of the Coleopterous family Coccinellidae.
Ganglbauer 1399: Die Käfer von Mitteleuropa. II.
Jacobson 1916: Die Käfer Rußlands. 1904—1916. (In russischer Sprache,
aber mit guten Abbildungen.)
Kuhrt 1912 (1913): Illustrierte Bestimmungstabellen der Käfer Deutsch-
lands. (Das Buch trägt die Jahreszahl 1912.)
Mader 1924: Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren. 94. Heft.
Mader 1926, 1927: Evidenz der paläarktischen Coceinelliden und ihrer
Aberrationen in Wort und Bild. I. Teil. (1926— 1937.)
Mulsant 1846: Histoire Naturelle des Colcopteres de France. — Securi-
palpes.
Mulsant 1850: Species des Coleopteres Trimeres Söcuripalpes. (Erschienen
1849—1850 in Ann. Soc. Agr. Lyon, ferner als Separatdruck 1851.)
Mulsant 1866: Monographie des Coccinellides.
fedtenbacher 1843: Tentamen dispositionis generum et specierum coleo-
ptrorum Pseudotrimerorum archiducatus Austriae.
kiedtenbacher 15849: Fauna Austriaca. Die Käfer. 1. Auflage.
Redtenbacher 15858: Fauna Austriaca. Die Käfer. Il. Auflage.
Redtenbacher 187%: Fauna Austriaca. Die Käfer. III. Auflage.
Reitter 1911: Fauna Germanica. Die Käfer des Deutschen Reiches. III.
Seidlitz 1872: Fauna Baltica. Die Käfer der Ostseeprovinzen Rußlands.
I. Auflage. — 1868, 11. Auflage.
Seidlitz 1691: Fauna Transsylvaniens. Die Käfer Siebenbürgens.
Sckaujuss 1916: Calwers Käferbuch. Einführung in die Kenntnis der Käfer
Europas. 11.
IVeise 1879: Zeitschrift für Entomologie. Breslau. (Sep. pag. als Bestim-
mungstabellen der europäischen Coleopteren. II. Heft.)
IDeise 1835: Best.-Tab. d. eur. Col. II. Heft, II. Auflage.
Für die Systematik sind noch folgende Schriften wichtig:
Casey in Journ. New York. Ent. Soc. VII. 1899.
Everts, J. E. Goleoptera Neerlandica. 1925.
Houlbert, Col. Europe. II. 1922.
Leng in Journ. New York. Ent. Soc. XVI. 1908.
Thomson, C. G. Skandinaviens Coleoptera. 1859— 1868.
Im I. Teile gab ich auf p. 11—22 eine Tabelle der Gattungsgruppen und
Gattungen. Diese Tabelle erfährt nun einige geringfügige Änderungen dadurch,
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey Bd. 6, H. 3, 1955 48
768 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
daß ich die Tetrabrachinae (Lithophilinae) als isolierte Unterfamilie sehen möchte
und daß im paläarktischen Gebiete noch einige Gattungsgruppen hinzukommen,
sei es durch Auffindung eines Vertreters im Gebiete, sei es durch Spaltung einer
alten Tribus. Nicht Folge leiste ich derzeit der Ansicht Dobzhansky’s (Bulletin
Acad. des Sciences URSS, 1926, p. 13865—1394 und 1555— 1586), der auf Grund
von Untersuchungen der weiblichen Genitalapparate eine Gruppierung der Gat-
tungen vornimmt, die sich im wesentlichen wohl mit der hier angenommenen
deckt, wohl aber die Gattung Stethorus Ws. als Tribus Stethorini von den
Scyninini loslöst und zwischen die beiden Triben die Platynaspini stellt. Diese
Gruppierung, die schließlich auf einem einseitigen Einteilungsgrund basiert,
leuchtet mir nicht ein, und ich möchte auch keinesfalls die Platynspini aus der
nächsten Nähe der Chilocorini entfernt wissen.
Ich gebe somit hier eine kurze Tabelle der Gattungsgruppen, wie ich sie
hier einhalten möchte. Da ich annehme, daß manche Benützer dieses II. Teiles
den vergriffenen I. Teil nicht mehr erhalten werden, bringe ich jeweils bei der
Gattungsgruppe eine Gattungstabelle.
Tabelle der Gattungsgruppen.
1 (2) Fühler mehr zwischen als vor den Augen eingelenkt. Man-
dibeln ohne Basalzahn, mit mehrzähniger Spitze. Epister-
nen der Hinterbrust vorne schräg abgestutzt. — Lebens-
weise phytophag: (Ev. I. p. 11—12). Epilachninae
Epilachnini.
2(1) Fühler N vor a chen a Augen eingefügt. Man-
dibeln mit Basalzahn und gespaltener oder einfacher Spit-
ze, an der Spitze mit 2 oder 5—8 Zähnchen. Episternen
der Hinterbrust vorne quer abgestutzt. — Lebensweise
carnivor oder mycophag (bei Psylloborini).
3 (33) Tarsen pseudotrimer (cryptotetramer), weil das 3. Glied
von der gefurchten oder ausgehöhlten Oberseite des 2.
Gliedes aufgenommen und dabei unsichtbar wird.
ee ER ll. Coccinellinae.
4 (32) Augen fein fazettiert.
5 (31) Endglied der Kiefertaster beilförmig (bei den Telsimiin:ı
nur konisch, aber die Spitze schräg abgestutzt).
6 (26) Kopfschild vor den Augen seitlich nicht erweitert, die
Augen nicht durchsetzend, die Fühlerwurzel frei liegend.
7 (22) Abdomen aus 6 Segmenten bestehend, das 6. klein, aber
gut sichtbar.
ö (15) Oberseite kahl.
9 (14) Der Halsschild schließt nicht dicht an die Flügeldecken an,
seine Hinterwinkel abgerundet. Epipleuren der Flügeldek-
ken ohne tiefe Grübchen zur Aufnahme der Schenkelspit-
eu
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 769
10 (13)
11 (12)
12 (11)
13 (10)
14 (9)
zen. (Fühler in der Regel viel länger als der Kopf, wenn
kurz, dann Körper nicht kompakt und geschlossen oval
wie sub 14.)
Basis der Flügeldecken vor der Schulterbeule gerundet
und weiter vorgezogen als an den Schulterecken, Epipleu-
ren der Flügeldecken eben oder nur mit schmalem, ge-
neigtem Außenrande, vor der Spitze gewöhnlich erlö-
schend.
Mandibeln an der Spitze mit 2 Zähnen. — Blattlausfres-
ser. (Ev. I. p. 17, 18.) Er a are
1. Coceinellini.
Die Trennung dieser Gruppe in Hippodamiini und Coceinellini
im Sinne Chapuis oder Weise ist nicht glücklich, da die Charakteristik
dieser Gruppen durch Ausnahmen durchkreuzt wird, weshalb sie im
Sinne Ganglbauers (1899, 986) am besten fallen gelassen wird.
Casey (1899, 73) trennt sie folgendermaßen:
1) Mittelhüften schmal getrennt. Beine lang, die Schenkel über-
ragen die Seiten des Körpers. Kopf nicht tief unter den Halsschild ein-
gezogen, Halsschild stark gebuchtet, aber die Augen nicht bedeckend.
; re ; Hippodamiini,
9) M ittelhüften weit ent Beine kürzer, die Schenkel über-
ragen im allgemeinen die Seiten des Körpers nicht. Kopf unter den
Halsschild eingezogen, der Halsschild bedeckt einen beträchtlichen Teil
der Augen . . . . Coeceinellini.
Auch diese er en an Aemen se nt und wurde
auch im Col. Cat. durch Korschefsky nicht akzeptiert.
Mandibeln an der Spitze mit 5 bis 8 Zähnen. — Pilzfresser.
(Halyziini Capra, Mader. Ev. I. p. 19, 20, die Gattungen
Halyzia, Dibidia, Thea, Protothea.)
i A : Be . 3. Peyliohortun,
Bis ne Kieseldeecken vor er A E mit einem
leiehten einspringenden Winkel, hierauf schräg nach außen
vorgezogen, so daß die Schulterecken am weitesten vor-
stehen. Epipleuren der Flügeldecken stark geneigt, ge-
wöhnlich bis zur Spitze deutlich. (Ev. I. p. 21 und 295 bis
297.)
Au: 3. en an
ale ehild on an Ai Flügeldecken anschließend, seine
Hinterwinkel eckig. Epipleuren der Flügeldecken mit tie-
fen Gruben zur Aufnahme der Mittel- und Hinterschen-
kelspitzen. Fühler kürzer als der Kopf. Körper kompakt,
geschlossen oval. Schildchen verhältnismäßig groß. Tro-
chanteren zur Aufnahme der Schienenspitzen ausgehöhlt.
48*
770 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
(Ev. I. p. 16.) :
OR 9. Hyperaspual
15 (8) Oi de de Auen ne Fühler kürzer als der
Kopf.
16 (19) Halsschild mit der ganzen Breite fest an die Basis der Flü-
geldecken angeschlossen und an der Basis am breitesten.
Hinterwinkel des Halsschildes und meist auch die Schulter
der Flügeldecken stumpf gewinkelt.
17 (158) Der Kopfschild nach der Seite bis gegen die Augen in
Form eines engen, bewimperten Leistchens verlängert.
Augen sparsam behaart, kaum auf die Unterseite des Kop-
fes reichend, oberständig, unten von dieser bewimperten
Leiste begrenzt. Erstes Bauchsegment in der Mitte ver-
breitert, mit bogenförmigem Hinterrande, das zweite
Bauchsegment daher in der Mitte viel kürzer als an den
Seiten und nebst den drei folgenden Segmenten mit einem
vertieften, platten, unpunktierten Querstreifen am Hin-
terrande. (Ev. I. p. 16.)
. 1. Aspidimertel
15 (17) DE Kopfschild RN Kann bis zu den ee Bauchseg-
mente einfach. (Ev. 1. p. 14.) Ä
; 2. Scynunsill
19 (16) Halsschild male als die Flügeldecken, seine Hinter-
winkel vom Schulterwinkel der Flügeldecken entfernt,
letztere mehr oder weniger abgerundet.
20 (21) Mittelhüften sehr breit, fast ebenso breit als die Hinter-
hüften getrennt. Mesosternalfortsatz sehr stark quer, nach
hinten nur wenig verengt, mit dem Metasternum der gan-
zen Breite nach in fester Verbindung. Fühler 8- oder 10-
gliederig. Innere Augenränder gerade und a zuein-
ander.
3. Ortalüini.
21 (20) Mittelhüften ven weniger breit als die Hintenhüften ge-
trennt. Mesosternalfortsatz nur mäßig breit, nach hinten
stark verengt, mit der abgerundeten Spitze mit dem Meta-
sternum zusammentreffend, mit demselben nicht in fester
Verbindung. Fühler ögliedrig, Kiefertaster . ihr 2.
Glied gestreckt keulig. Ba Ep. 13)
N 14. Noviini.
22T) Das Ablomen ech nur aus 5 emenet das 5. Seg-
ment lang.
N
23 (24)
24 (25)
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden Zi
Oberseite unbehaart. Epipleuren der Flügeldecken mit
Grübchen zur Aufnahme der Schenkelspitzen. — Körper
gerundet, sehr gewölbt. Halsschild sehr tief ausgerandet
und wie bei den Chilocorini gebildet. Kopfschild leicht
gebuchtet, mit rundlichen seitlichen Winkeln, die Seiten
über der mäßig freiliegenden Fühlergrube gebuchtet. Die
Augen tief, aber sehr schmal durch einen postantennalen
Ausenwinkel ausgerandet. . . . 2 a. „u.
a ee. us Pentilumi.
Diese Tribus enthält nur amerikanische Arten und wäre im palä-
arktischen Gebiete nur dann vertreten, wenn wieder einmal ein Autor
die hin- und hergeworfene Pentilia nigra Ws. von Japan zu Pentilia
stellen würde. Im Col. Cat. p. 225 und 234 weist sie Korschefsky zwei-
mal aus, einmal als Pentilia, einmal als Platynaspis. Chapin (Proc.
Biol. Soc. Wash. 39, 1926, p. 130) stellt sie zur Gattung Telsimia Cas.
und gibt auch eine Tabelle der Arten. Korschefsky (l. ce. 587) zählt
bloß 4 Arten auf, und unter den ausgelassenen Arten befindet sich
auch nigra Ws. Es ist nicht ersichtlich, warum er diese Art nebst wei-
teren Arten ausläßt und ferner Pent. nigra als Pentilia und Platynaspis
weiter bestehen läßt. Ich kenne die Art in natura nicht und weiß nicht,
welche Ansicht die endgültig richtige ist. Da die Art aber irgendwie
ausgewiesen werden muß, bringe ich sie hier bei den Telsimiint.
Oberseite behaart. Epipleuren der Flügeldecken ohne
Grübchen für die Schenkelspitzen. Kopfschild mehr oder
weniger tief ausgesehnitten. . . 2 2 2 2 2 2 0.
a ee Bl 2 LO. Exopleetrint
Die einzige in unserem Gebiete vertretene Gattung ist: Aulis
Mis. Halsschild am Vorderrande stark ausgeschnitten, Hinterrand die-
ses Ausschnittes nach hinten (nicht in der Mitte nach vorne) gebogen.
Epipleuren des Halsschildes mit einem Grübchen. Fühler gegen den
vorderen inneren Teil der Augen eingelenkt.
Korschefsky hat im Col. Cat. diese Gattung sowohl, als auch
Dioria Mls., welche von Mulsant, Crotch und Chapuis bei den Ex-
oplectrini ausgewiesen wurden, zu den Coccidulini gestellt, ohne daß
man hiefür in der Literatur eine Begründung gefunden hätte. 194+
(Ent. Bl. 40, p. 137) stellt er diese Gattungen wieder zu den Ex-
oplectrini.
26 (6) Kopfschild vor den Augen seitlich schwach erweitert und
27 (28)
einen Schild bildend, welcher tief in die Augen eingreift
und die Fühlerwurzel vollkommen bedeckt. Oberseite kahl
oder behaart.
Oberseite unbehaart oder nur bei einigen wenigen Ar-
ten fein behaart (dann aber die hier weiter angegebenen
Merkmale stimmend). Kopfschild vorne ausgerandet, die
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ges. Frey, Bd. 6, 1955
29 (30)
30 (29)
31(
oı
Se
32 (4)
Oberlippe daher meist hervortretend oder fast vollkom-
men frei liegend. Fühler 8- oder 9gliedrig. Der Halsschild
schmäler als die Flügeldecken an der abgerundeten Basal-
ecke, an die Basis der Flügeldecken nicht oder vollkom-
men anschließend. Epipleuren der Flügeldecken vollstän-
dig, vorne sehr breit und auch hinten an der Nahtspitze
noch breit, ohne Gruben für die Schenkelspitzen oder sol-
che höchstens sehr schwach ee (Ev. I. p. 23.).
4. Chilocorini.
Obi seite ich Sn Kopfschild vorne flach bogenför-
mig gerundet und leistenförmig gerandet, die Oberlippe
vollkommen bedeckend. Fühler 10gliedrig. Halsschild an
der Basis so breit als die Basis der Flügeldecken und an
diese vollkommen anschließend. Epipleuren der Flügel-
decken horizontal, neben der Brust breit, neben dem Bau-
che nach hinten verschwindend, mit Eindrücken zur Auf-
nahme der Schenkelspitzen.
Abdomen aus 6 Segmenten bestehend, das 5. Segment kurz.
. 5. Platynaspini.
Abdomen nur aus 5 Segmenten bestehend, das 5. groß und
gerundet. m sehr klein (1,5—2,25 mm), rund.
6. Telsimiini.
Eindglied ee a Kontken zugespitzt. Epipleuren
der Flügeldecken breit, nach hinten allmählich verengt.
Oberseite en oder kahl. (Ev. I. p. 23, dazu die Gat-
tung Plotina, p. 22, die ich erst später kennenlernte.) .
8. Coelopterini.
Ich ziehe es vor, für diese Tribus diesen Namen, den Della Beffa
einführte, zu gebrauchen, denn wenn der Gattungsname Pharus als
präoccupiert durch einen anderen Namen (Pharoscymnus Bed.) ersetzt
werden mußte, geht es nicht an, die Gattungsgruppe weiterhin Pharini
zu nennen (Col. Cat. p. 209), also nach der Gattung Pharus, die
rechtsgültig einer anderen Tiergattung zukommt. Es widerspricht eine
solche Aufrechterhaltung wohl nicht dem Nomenklaturgesetz, jeden-
falls aber der Logik. Man könnte eventuell auch den Namen Sticho-
lotini gebrauchen.
Augen grob fazettiert. — (Fühler meist lang, die Hinter-
ecken oder wenigstens die Mitte des Seitenrandes des
Halsschildes erreichend, kurz bei Acoccidula Bar. und
Sumnius en Oberseite behaart. (Ev. I. p. 13.) - S
15. Coccidulikt
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 73
Casey 1899, 74 teilt diese Gruppe noch weiter ein:
1) Halsschild von der Basis nach vorne verengt. Epipleuren mä-
Rig breit und mehr oder weniger konkav, geneigt. . . Rhizobiini
2) Halsschild zur Basis hin verengt. Körper länglich. Epipleuren
sehr schmal, flach und horizontale. . . . » 2.2... Coeeidulini.
33 (3) Tarsen deutlich tetramer, da das 3. Glied vollkommen
freiliegt. ai l.p. = Sn Lithophilinae).
il. Tefrabrachinae.
II. Unterfamilie: Coccinellinae (Fortsetzung des I. Teiles).
4. Chilocorini
Tabelle der Gattungen.
1 (2) Der Kopfschild leistenförmig gerandet und in der Mitte
ziemlich stark ausgerandet. Fühler ögliedrig. Halsschild
an der Basis seitlich schräg gerundet und nicht an die Basis
der Flügeldecken anschließend, an den Seiten nur etwa
halb so lang als in der Mitte, an der Basis nur seitlich, und
zwar doppelt, gerandet. Flügeldecken mit sehr stark um-
geschlagenen, stark gegen die Dorsalfläche gedrückten
Epipleuren. Schenkellinie gegen den Hinterrand des Seg-
mentes gekrümmt und an demselben endigend. Schienen
an der Außenseite im basalen Drittel mit einer zahnför-
migen Erweiterung. Klauen gezähnt. i
R 49. efiecoru ah
2 (1) Kosrschild Acht nd vorn der ganzen Breite nach
flach ausgebuchtet, die Oberlippe fast vollkommen frei-
liegend. Fühler 9gliedrig. Halsschild an der ganzen Basis
in gleichmäßigem, flachen Bogen gerundet und vollkom-
men an die Basis der Flügeldecken anschließend oder seit-
lich nur wenig schräg gerundet und von der Basis der
Flügeldecken nur wenig abgerückt, vor der Basis mit einer
nach außen erlöschenden Randlinie. Schenkellinie voll-
ständig, den Hinterrand des Segmentes nicht erreichend.
Schienen einfach.
3 (4) Klauen an der Basis gezähnt, zumindest schwach. Epipleu-
ren der Flügeldecken sehr stark umgeschlagen und stark
gegen die Dorsalfläche gedrückt. ER
ET 50. Bechomms Redtb.
4(5) en Each Epipleiten der Flügeldecken ziemlich ho-
774 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
rizontal umgeschlagen. re Ne Fe Ne
51. Brumus Mls.
49. Gattung: Chilocorus Leach.
(Leach in Brewster, Edinb. Enceyel. IX. 1815, 116 — Muls.
1846, 168; 1850, 452 — Redtb. 1848, 574; 1858, 967; 1874, 533 —
Seidl, 1872, 47; 1891, 68; 1888, 68 — Crotch 1874, 183 — Chapuis
1876, 244 — Weise 1879, 90 (s. p. 3); 1885, 5 — Ganglbauer 1899,
951 — Reitter 1911, 133, 134 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Jacobson
1916, 990 — Schaufuss 1916, 559 — Mader, Ev. I. 1927, 23.)
Synonym: Chilichorus Hope, (Col. Man. III. 1840. 157).
Von 65 Arten im paläarktischen Gebiete 15.
Tabelle der Arten.
1 (2) Flügeldecken wie der übrige Körper von einfarbig heller
Farbe, johannisbeerrot, Kopf und Beine mehr gelblich.
L. ca. 6 mm. — Himalaya. . 3
1. elle Mis.
2. Flüpeldecken erlsbie nd ganz schwarz.
3 (22) Flügeldecken nicht ganz schwarz.
4 (5) Halsschild einfarbig ziegelrot, die ebenso gefärbten Flü-
geldecken mit sehr schmalem schwarzem Außensaum. L.
4—6 mm. — Indien, China.
I RT 2. ren Gyll.
9A) Halsschild wenigstens zum größten Teile schwarz.
6 (19) Die dunkle Farbe der Flügeldecken oder des Halsschildes
nicht mit metallischem blauen Schimmer.
7 (8) Flügeldecken schwarz oder braun, mit 3kleinen roten oder
gelblichen Fleckchen in einer Querreihe knapp vor der
Mitte oder diese 3 Flecken verfließen zu einer Querbinde,
deren Zusammensetzung aus Fleckchen noch erkennbar
bleibt. L. 3—4 mm. — Pal. reg. ; 5
Ber 5. bifusgulahen L.
a) Flügeldecken'n mit Saders Bebildeier Zeichnung.
9 (12) Die hellere Farbe der Flügeldecken bildet eine beiden
Decken gemeinsame Diskalfärbung. Hierher 2 Arten, die
ich noch nicht trennen kann, da ich die jüngere Art nicht
kenne, resp. falsch determinierte Stücke zu besitzen
scheine. Den Beschreibungen ist nichts Entscheidendes zu
entnehmen. Beide Arten besitzen das charakteristische
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 75
Merkmal, daf die Seiten des Halsschildes fast geradlinig
sind.
10 (11) Die gelbrote Diskalfärbung der Flügeldecken hebt sich
von dem schwarzen peripherischen Saum sehr scharf
(wenn auch allmählich) ab. L. ca. 6 mm. — Indien bis
Osisibirien — Fg. 1.
A 3 wi are.
11 (10) Flügeldecken kastarienbra aun, Be: hellerer Diskalfärbung,
die unscharf begrenzt ist und die innere Hälfte der Flü-
geldeckenbreite von der Basis bis etwa zur halben Flügel-
deckenlänge einnimmt (monachus Mls.), oder Flügel-
decken schwarz, mit „elytris pustula disci transversa-ovata
rubra“ (rufitarsis Motsch.). L. ca. 4 mm. — China.
| .. . #. rufitarsis Mtsch.
12.(9,) Jede Flügeldecke mit I solierter Heller Makel auf dunklem
Grunde.
13 (14) Punktierung der Flügeldecken äußerst charakteristisch:
Bei stärkerer Vergrößerung (40 —50fach) sieht man statt
eines einfachen Punktgrübchens in einer aus sehr feinen
Pünktchen gebildeten Kreislinie eine Menge feiner Pünkt-
chen, die sich um einen feinen Mittelpunkt gruppieren.
Flügeldecken schwarz, mit je einer gelbroten Makel auf
der Scheibenmitte. Unterseite und Beine ee 1.545
bis 7” mm. — re Arabien. .
6. on Kle.
14 (15) Pankiterung wie = ahnlich aus flachen Por
bestehend.
15 (16) Die rote Scheibenmakel der Flügeldecken ist eine der Naht
parallele Längsmakel. Seiten des Halsschildes fast gerad-
linig. i
9. dus a. ne Ws.
16 (15) De Makel ist quer nierenförmig oder rundlich. Sehr
selten hat die Makel einen schwarzen Punkt einge-
schlossen.
17 (18) Die Makel ist quer nierenförmig oder wenigstens mit Nei-
gung, in die Quere zu gehen. Hieher 2 Arten, die bis jetzt
nicht befriedigend zu trennen sind. L. 4—5 mm. — Reg.
x Se ee er: renipustulatus Scrb.
Italien. . . ....8. similis Rossi
15 (17) Die Makel ist Re url eine Die Fühler ein wenig län-
ger als bei renipustulatus, das letzte Glied der Kiefertaster
ZUG Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
verhältnismäßig kürzer. L. 4—5 mm. — China, Japan,
eingeschleppt in Italien. .
R 9. Ku Silv.
19200)) Die denke Farbe ie Blüseldeles oder des Halsschildes
mit metallisch blauem Schimmer oder direkt blau.
20 (21) Halsschild mit metallisch blauem Schimmer. Flügeldecken
lebhaft rot, mit einem gleichbreiten, scharf begrenzten,
dunkelkornblumenblauen Seitensaum, welcher etwa ein
Fünftel der Flügeldeckenbreite einnimmt. L. ca. 5 mm. —
Himalaya.
Fa: 1. House Ws.
21 (20) Seharchlan Flügeldecken bläulich, ie runder roter
Scheibenmakel. L. 6 mm. — China. $
a ee bl: chalybedie! Gorkd
22 (3) Flügeldecken einfarbig schwarz.
23 (24) Körperbau annähernd herzförmig, vorn breit, hinter der
Mitte stark verschmälert und fast zugespitzt. — Schwarz,
eine kleine, verloschene Makel auf dem Scheitel rötlich,
Bauch gelbbräunlich, Halsschild und Flügeldecken metal-
lisch-glänzend, wie lackiert. Flügeldecken mit hoher
Schulterbeule, vor welcher sich ein weiter, grubenförmi-
ser Eindruck nach innen und bis an die Basis hinzieht.
L. 5,5 mm. — Himalaya.
2. IE Ws.
23) Kör alone eh Br oe und auch sonst anders.
26) Punktierung der Flügeldecken wie sub 13.
22 a PTR . vgl. 6. distigma a. famelicus Ws.
26 (25) Punktierung der Flügeldecken normal.
27 (30) Halsschild an den Seiten mit hellem Fleck oder wenigstens
hell gesäumt.
258 (29) Kopf schwarz. Halsschild mit einem großen gelben Fleck
an jeder Seite. — Schwarz, glatt, glänzend, sehr rs
L. ca. 4,5 mm. — Arabien. :
13. De Walk.
29 (28) Kopf al: es a ebenso die Seiten des Halsschil-
des in bald mehr, bald weniger Ausdehnung. Unterseite
und Beine rotgelb. L. ca. 3—4 mm. — Himalaya, Indien,
China. ee
a er 14. nigritus F.
30 (27) Halsschild ganz schwarz.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden T.
31 (32) Seiten des Halsschildes fast (vide sub 10). Ost-
sibirien. De 2
Se er Er ee a Ws.
32 (31) Seiten des Halsschildes gerundet.
33 (34) Kopf schwarz. Beine schwarz. Sibirien, in \ Kuropa noch
nicht beobachtet. ee
: et sleu a. inornatus Ws.
34 (35) Kopf ot Ne Farb: aun. Unterseite und Beine bräunlich-
rot. L. ca. 4,5 mm. — Japan.
15. erfeek Te
1. Ch. ic Mis. — Fast halbkugelig, punktuliert, vollstän-
dig johannisbeerenrot, unten etwas dunkler. Augen schwarz. Un-
terflügel gelb. (Die Färbung der Unterflügel ist manchmal für die
Trennung der Arten von Belang.) Halsschild schmal, dessen Seiten
schwach gerundet und diese kaum ?/, so lang als der Halsschild
in der Mitte, an den Seiten und nahe derselben durch eine ein-
gegrabene Linie fein gerandet. Flügeldecken ziemlich regelmäßig
gewölbt, an den Seiten etwas weniger geneigt und schmal abge-
setzt. L. 5,5—6,2 mm — Himalaya, Indien, Java.
2. Ch. circumdatus Gyll. (nigromarginatus Misch.) — Fast
halbkugelig, sehr gewölbt, punktuliert, fuchsrot oder rotgelb,
glänzend. Augen schwarz. Halsschild an den Seiten gerundet, nahe
diesen durch eine leichte Linie fein gerandet, die Seiten kaum so
lang wie Y; der Mittellinie. Flügeldecken außen weniger geneigt
abgesetzt, diese Absetzung entspricht etwa '/, der Flügeldecken-
breite in /; der Länge. Flügeldecken mit schwarzem Außensaum
von der Schulterecke bis zur Spitze, so breit wie die Seitenrand-
absetzung. Epipleuren schwarz gerandet. Unterflügel dunkel. Un-
terseite und Beine blasser. L. 4—6 mm — Indien, China.
3. Ch. rubidus Hope (tristis Fald.) — Fg. 1. — Kurzoval, sehr
gewölbt, sehr glänzend. Kopf und Halsschild schwarz, mitunter in
verschiedenem Grade in Braunrot übergehend. Flügeldecken rot,
gelbrot bis blut- oder kirschrot, mit einem schwarzen Saum am
Vorder-, Seiten- und Hinterrande, der innen in der Regel schlecht
begrenzt ist. Man könnte die Flügeldecken auch als schwarz mit
großer gemeinsamer roter Diskalfärbung bezeichnen. Diese rote
Färbung kann sich nun so verringern, daß von ihr auf jeder Decke
bloß eine bindenförmige Längsmakel auf der inneren Hälfte von
!/; bis 2), der Länge übrigbleibt (a. fenestratus Ws. — Amur) oder
die Flügeldecken sind ganz schwarz (a. niger Ws. — Amur). Hals-
278 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
schild an den Winkeln wenig oder nicht abgestumpft, an den Sei-
ten gerade, diese etwa halb so lang als der Halsschild in der Mittel-
linie, Hinterrandleiste einfach. Flügeldecken an den Seiten weniger
geneigt abgesetzt und daselbst stark punktiert. Unterseite rostrot,
oder variierend nach der Färbung der Flügeldecken. Beine schwarz,
oder zum Teil schwärzlich oder auch rostrot, je nach der inten-
siveren Färbung der Oberseite. L. 5—7 mm — Ussuria, Mongolei,
China, Japan, Indien, Celebes, Australien.
4. Ch. rufitarsis Mtsch. (monachus Mis.) — Fast halbkugelig,
sehr gewölbt, punktuliert und glänzend. Kopf ziegelrot oder fahl-
rot. Halsschild schwarz, an den Vorderwinkeln wenig oder nicht
abgestumpft, die Seiten geradlinig, daselbst kaum so lang als die
Hälfte der Mittellänge, schwach aufgerandet. Flügeldecken außen
durch eine wenig deutlich begrenzte, weniger geneigte Absetzung
markiert, diese Absetzung weniger fein als der Rücken punktiert,
kastanienbraun, oft auf der Scheibe nahe dem Schildehen auf un-
bestimmte und schlecht begrenzte Art heller werdend, manchmal
bedeckt diese Aufhellung die innere Hälfte der Basisbreite und in
der Länge ungefähr die Hälfte. Flügeldecken vielleicht einmal
auch ganz schwarz. Epipleuren außen schwarz, innen ziegelrot.
Unterseite und Beine ziegelrot. L. ca. + mm (Motschulsky gibt nur
11/, l an). — China.
5. Ch. bipustulatus L. (jasciatus ©. Müll., transversopunctatus
Boern., /rontalis Thunb., testudo F., striatus F., transversogutta-
tus Korsch.) — Halbkugelig, hoch gewölbt, glänzend schwarz oder
braun (südliche Stücke oder mehr weniger unreife). Kopf rot, jede
Flügeldecke vor der Mitte der Scheibe mit einer der Naht mehr
als dem Seitenrande genäherten Querreihe von 3 kleinen roten
Flecken, die entweder alle frei stehen (a. exclamationis Eschsch.)
oder deren 2 innere verbunden sind (exelamationis Depoli — häu-
figste Form), oder die alle 3 zu einer Querbinde verfließen (bi-
fustulatus L. f. nom.). Während in Mitteleuropa und nordwärts
braune Stücke bloß mehr oder weniger unreif sind, sind im Süden
auch die reifen Stücke von mehr oder weniger intensiv brauner
Grundfarbe (a. olivetorum Costa, minor J. Sahlb., meridionalis
Eichl.). Fühler gelbrot, Tarsen und meist ein Teil der Schienen,
oft die ganzen Beine braunrot, Bauch gelbrot mit schwarzer Basis.
Punktierung auf dem Kopfe viel feiner und weitläufiger als bei
renipustulatus, auf dem Halsschild und den Flügeldecken fast wie
bei diesem, Kopfschild weniger tief ausgerandet. Halsschild an den
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 779
———
' Seiten nur schwach gekrümmt, daselbst °/;, so lang wie in der
Mittellinie, an der Basis seitlich mit doppelter Randlinie, der Raum
dazwischen schmal. L. 3—4 mm — Paläarktische Region.
Ch. minor J. Sahlb. bezieht sich bloß auf kleine Stücke, wie
solche auch bei uns vorkommen. Ch. meridionalis Eichl. ist ein
glattes Synonym von olivetorum Üosta.
6. Ch. distigma Klug. (ruficeps Mls.) — Diese afrikanisch tro-
pische Art muß ich hier aufnehmen, da Orotch (1874, 184) sie
auch von Arabien angibt. Ich habe zwar von dort kein Stück ge-
sehen, jedoch ist die Möglichkeit des Vorkommens nicht ausge-
schlossen und soll den Benützern dieser Evidenz die Möglichkeit
geboten werden, ihr Material daraufhin nachzuprüfen. Sie wäre
dann unsere größte Art und durch ihre eigenartige Punktierung
auch leicht zu erkennen. — Kurzoval, hochgewölbt, glänzend.
Schwarz, Kopf rot, Halsschild in den Vorderwinkeln mit gelb-
rotem Saum, schmal und wenig aufscheinend beim Weibchen. Auf
jeder Flügeldecke eine rote oder gelbrote Makel auf der Scheiben-
mitte, klein (distigma Kleg. f. nom.) oder auch groß, über !/; der
Flügeldeckenbreite (a. erythrocephalus Mls.). Zwischen diesen Ex-
tremen gibt es alle Übergänge. Die rote Makel kann auch ganz
klein werden und ganz verschwinden (a. famelicus Ws.). Unter-
seite und Beine ziegelrot. Halsschild an den Seiten deutlich ge-
rundet, daselbst etwa ?/, so lang als in der Mitte. Die Punktierung
ist sehr eigenartig: Bei stärkerer Vergrößerung sieht man statt
eines einfachen Punktgrübchens in einer aus sehr feinen Pünkt-
chen gebildeten Kreislinie eine Menge feiner Pünktchen, die sich
um einen feinen Mittelpunkt gruppieren. L. 5,5 mm — Mittel-
und Südafrika, Abessinien, Arabien.
Weise’s a. famelicus mißst bloß 4 mm und ist von Weise als
fraglich zu dieser Art gestellt.
7. Ch. renipustulatus Scriba. (cacti Scop., bipustulatus Deg.,
mediopustulatus Schrk., similis Har., Ws., Gglb. et auet. div. non
Rossi, abdominalis Thnb.) — Halbkugelig, so breit als lang, glän-
zend. Schwarz, die Flügeldecken ziemlich in der Mitte jeder Decke
mit einer großen, roten, queren, mehr oder weniger nierenförmi-
gen Makel, der Naht näher als dem Seitenrande. Sehr selten hat
diese Makel einen schwarzen Kern. (Ein Stück gesehen in coll.
Kofler, Forschach in Tirol.) Diese Makel kann auch fehlen (a. in-
ornatus Ws. — Sibirien). Fühler gelbrot, Beine schwarz mit bräun-
780 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
lichen Tarsen, Bauch bis auf die Mitte des ersten Segmentes gelb-
rot. Kopfschild tief ausgerandet. Kopf mäßig fein und ziemlich
dicht punktiert, äußerst fein behaart. Halsschild in der Mitte fein
und weitläufig punktiert und kahl, gegen die Seiten stärker und
dichter punktiert und äußerst fein behaart, die Seiten schwach
gerundet, daselbst höchstens 2); so lang als in der Mitte, an der
Basis seitlich mit doppelter Randlinie, der Raum zwischen diesen
Linien breit. Flügeldecken fein und weitläufig, an den flach ab-
gesetzten Seiten ziemlich grob punktiert. L. 4—5 mm — Palä-
arktische Region. (Vide auch 9. Ch. Kuwanai Silv.)
Von den Canaren ist die s. canariensis Cr. (renipustulatus
Woll.) beschrieben. Sie hat die Makel der Flügeldecken stark in
die Quere gezogen und erinnert einigermaßen an Ch. bipustulatus
L., hat aber schwarzen Kopf, und die Flügeldeckenmakel zeigt
keinen Ansatz, als ob sie aus 3 kleinen Flecken zusammengesetzt
wäre.
Die Form vom afrikanischen Kontinent beschrieb Weise als
v. continentalis Ws. Sie stimmt so ziemlich mit canariensis Cr.
überein, nur ist bei ihr der Kopf sehr dunkel rotbraun, der Längs-
eindruck der Stirn etwas tiefer und länger, und der abgesetzte
breite, abschüssige Seitenrand der Flügeldecken, unter dem die
Epipleuren liegen, wird stets hinter der Mitte durch einen kräf-
tigen Eindruck von der Scheibe getrennt. Die rote Makel dicht
vor der Mitte hat die Form einer Querbinde, die außen genau über
dem abgesetzten Rande beginnt und hier vom Seitenrande etwas
weiter entfernt bleibt, als innen von der Naht.
8. Ch. similis Rossi. — Mit dieser Art wurde bis in die letztere
Zeit von verschiedenen Autoren unser gemeiner renipustulatus
vermengt. Sie gilt aber heute wieder als eigene Art, als rein italieni-
sche, die aber in Nordamerika eingeführt wurde. Leider haben wir
bis heute keine befriedigenden Trennungsmerkmale aufgefunden,
es sei denn, daf3 die Makel runder ist, d. h. vorne und hinten deut-
lich konvex, daher nur sehr wenig breiter als lang. Leider habe ich
in früheren Jahren die Determinanden im Sinne Ganglbauers be-
handelt und mir auch kein italienisches Material für meine Samm-
lung zurückbehalten, so daß ich heute bloß ein sicheres Stück
similis besitze. Auch ich finde äußerlich außer der Form der Ma-
kel kein sicheres Trennungsmerkmal, das man als spezifisch wer-
ten dürfte. Auch will ich das eine Stück nicht durch Experimente
gefährden. Es müssen somit weitere entscheidende Untersuchun-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 781
| gen und Publikationen abgewartet werden. Vorderhand betrachte
man jedes Stück aus Italien mit stark gerundeter Makel als similis
Rossi. L. 4—5 mm — Italien, eingeführt in Nordamerika.
Vergleiche auch die nächste Art.
9. Ch. Kuwanai Silvestri (renipustulatus Grotch pars, similis
Marlett) — Diese Art ist das dritte Sorgenkind in der similis-
Gruppe und ist in der Theorie ebenso schwer zu trennen, obwohl,
wenn man sie vor Augen hat — ich habe Stücke von Japan, Korea
und China — gleich merkt, daß es sich um eine eigene Art handelt.
Ich gebe hier am besten die Beschreibung in Übersetzung: Halb-
kugelig, Länge 4,45 mm, Breite 4,1 mm, größte Höhe gleich der
halben Körperlänge. Oben schwarz, glänzend, Flügeldecken mit
einer kreisrunden oder nur etwas breiteren als langen roten Makel,
so ziemlich in der Mitte jeder Scheibe, der Naht etwas näher als
dem Außenrande, von etwa ?/, zu t/, der Breite. Kopf schwarz (bei
einem japanischen Stücke meiner Sammlung auch dunkelrot). Un-
ten Brust und Mitte des ersten Bauchsegmentes schwarz, der Rest
des Bauches rotbraun, Beine schwarz. Kopf ziemlich dicht und tief
punktiert, aus den Punkten kurze Haare entspringend, einige stär-
kere und tiefere Punkte am vorderen Teile. Erstes Fühlerglied um
/, länger als das zweite, drittes bis sechstes Glied ungefähr gleich
lang, vom dritten, zarten Gliede an bis zum sechsten sich allmäh-
lich verdickend, das siebente Glied etwa um !/, länger als das
sechste und das dickste, das achte Glied etwa !/; länger als das
siebente und fast kegelig, mit etwas längeren Äpikalborsten als
dieses Glied. Die Kiefertaster haben das letzte Glied doppelt so
lang als breit. Halsschild und Flügeldecken mit kleinen Punkten
besetzt, die sehr deutlich, wenig tief und dicht sind. Die Brustteile
sind fast glatt und haben nur wenige und kurze Haare. Der Fort-
satz des ersten Bauchsternites hat zahlreiche und diekliche Punkte,
aus denen eine kurze Behaarung entspringt. Der Rest des Bauches
hat kurze, wenig zahlreiche Haare und auf dem ersten Segment,
nach und nach mehr auf dem hinteren Teile. Die Beine haben die
Unterseite ausgestattet mit kurzen, ziemlich zahlreichen Haaren
und am Innenrand des 1. und 2. Tarsengliedes eine kurze und
dichte, breite Bürste. L. 4,5 mm — China, Korea, Japan. In Italien
zur Bekämpfung der Diaspis pentagona eingeführt.
Ch. renipustulatus Scriba unterscheidet sich demnach von die-
ser Art durch die mehr nierenförmige Makel, die Fühler sind ein
wenig kürzer und das letzte Glied der Kiefertaste ist verhältnis-
782 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
mäßig länger als bei Kuwanai, die Punktierung ist weniger deut-
lich. Auf die Gestaltsunterschiede halte ich nicht viel.
10. Ch. Hauseri Ws. — Halbkugelig, glänzend. Brust, Beine,
äußerste Hälfte der Epipleuren und Kopf schwarz, letzterer mit
einer roten Querbinde zwischen den Augen. Halsschild, mit metal-
lisch blauem Schimmer, stark glänzend, wenig dicht und sehr fein,
an den Seiten stärker und dichter punktiert und fein behaart, der
Seitenrand geradlinig. Schildchen schwarz. Flügeldecken lebhaft
rot, dichter und kräftiger als der Halsschild punktiert, mit einem
gleich breiten, scharf begrenzten, dunkelkornblumenblauen Seiten-
saum, welcher etwa !/; der Breite der Decken in der Mitte ein-
nimmt. Bauch und innere Hälfte der Epipleuren vor der Mitte röt-
lich gelbbraun. L. 5 mm. — Sikkim, Yunnan.
Nahe verwandt mit Ch. rufitarsis Mtsch., aber teilweise metal-
lisch gefärbt.
11. Ch. chalybeatus Gorh. — Schwarzblau, sehr glänzend,
Brust und Bauch rostrot. Flügeldecken bläulich, dicht und deutlich
punktiert, mit blutroter, runder Scheibenmakel, diese so ziemlich
in der Mitte. L. 6 mm. — China.
12. Ch. Braeti Ws. — Schwarz, eine kleine verloschene Makel
auf dem Scheitel rötlich, der Bauch gelbbräunlich, Halsschild und
Fiügeldecken metallisch glänzend, wie lackiert. Halsschild an der
Basis gerundet, vor dem Schildchen abgestutzt, die Seiten ziemlich
geradlinig, die Scheibe mäßig dicht, sehr fein und verloschen
punktiert. Die Punkte werden an den Seiten etwas stärker, und
jeder von ihnen ist hier mit einem kurzen feinen Härchen besetzt.
Flügeldecken mit hoher Schulterbeule, vor welcher sich ein weiter,
grubiger Eindruck nach innen und bis an die Basis hinzieht; ein
rinnenförmiger Eindruck setzt die fein punktierte Scheibe von dem
Streifen über dem Seitenrande sehr deutlich ab. Dieser Streifen
ist viel stärker als die Scheibe punktiert, vorn breit, hinter der
Mitte verengt. Die Art unterscheidet sich von den einfarbigen
Arten durch den Körperbau, welcher annähernd herzförmig, vorn
breit, hinter der Mitte stark verschmälert und fast zugespitzt ist.
L. 5,5 mm. — Himalaya.
13. Ch. biplagiatus Walk. — Leider wissen wir über die auch
mir noch unbekannte Art weiter nichts, als was uns Walker in
seiner lakonischen Art sagt. Schwarz, glatt, glänzend, sehr ge-
wölbt. Halsschild mit einem großen gelben Fleck an jeder Seite.
L. 4,4 mm. — Arabien.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 783
14. Ch. nigritus F. — Fast halbkugelig, sehr oberflächlich
| punktiert, sehr glänzend. Kopf rotgelb oder ziegelrot. Halsschild
an den Seiten kürzer als °/;, der mittleren Länge, schwarz, die
Seiten einmal ziemlich schmal rötlich, ein andermal dieser Saum
ausgedehnt bis zur Ausbuchtung hinter den Augen und an der
Basis bis zu der Stelle, welche der halben Flügeldeckenbreite ent-
spricht. Schildchen schwarz. Flügeldecken schwarz, Epipleuren
ziegelrot, am Rande dunkel oder schwärzlich. Unterseite und Beine
rotgelb oder ziegelrot. L. 3,3—3,6 mm. — Ostindien, Himalaya,
China.
15. Ch. Mikado Lew. — Halbkugelig, glänzend. Kopf, Unter-
seite und Beine bräunlichrot, Halsschild und Flügeldecken schwarz,
letztere auf der Scheibe nicht dicht, aber am Rande deutlich und
ziemlich runzelig punktiert. L. 4,25 mm. — Japan.
Crotch hielt diese Art als zu nigritus F. gehörend und berichtet
sie 1874 auch als solche, aber sie stimmte Lewis nicht überein mit
irgend einem indischen Exemplar in der Punktierung der Flügel-
decken und in der Größe des Schildchens, das mehr als doppelt so
groß ist. Die Vorderschienen sind am Außenrande nahe der Basis
winkelig. Deshalb erhob sie Lewis zur Ärt.
50. Gattung: Exochomus Redtb.
(Redtenbacher 1843, 11; 1849, 175; 1858, 968; 1874, 534 —
Mulsant 1846,172; 1850, 465, 476, 481 — Seidlitz 1872, 47: 1891,
68; 1885, 68 — Orotch 1877, 192, 193, 194 — Chapuis 1876, 244,
246 — Weise 1879, 90 (s. p. 3); 1885, 5 — Ganglbauer 1899, 983 —
Reitter 1911, 134 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Schaufuss 1916, 539,
360 — Jacobson 1916, 990 — Barovsky, Ann. Mus. Zool. Russ.
XXIli. 1922. 291 — Mader, Ev. I. 1927, 24)
Synonym: Erochomus Woll. (Col. Hesp. 1867, 156).
Subgenera: Exochomus s. str. Bar. (l. c. 191, fg. 1a).
Parexochomus Bar. (l. c. 293, fg. 1b).
Anexochomus Bar. (l. c. 293, fg. le).
Von 64 Arten im paläarktischen Gebiete 17.
Tabelle der Arten.
Barovsky 1. c. spaltete die Gattung in 3 Untergattungen und gab auch eine
Tabelle der meisten Arten. Von derselben will ich hier absehen, denn sie führt
bei extremen Färbungsvarianten nicht zum Ziele, außerdem verlangt sie in erster
Linie die Kontrolle der Klauen, was mitunter nur umständlich möglich ist. Ich
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 49
784
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
halte es daher für günstiger, meine Tabelle ebenfalls nach leicht erfaßbaren
Merkmalen unter Berücksichtigung der unähnlichsten Aberrationen aufzubauen.
Auf die Bildung der Klauen ist in meiner Tabelle durch die Vorsetzung des Buch-
stabens E (Exochomus s. str.), P (Parexochomus) oder A (Anexochomus) vor den
Artnamen Rücksicht genommen.
Klauenbildung: Exochomus s. str. Klauen mit starkem Basalzahn.
1 (36)
2 07)
ad
5 (6)
6(5)
Parexochomus Bar. Klauen mit undeutlichem Basalzahn.
Anexochomus Bar. Klauen mit fast spitzwinkeligem Zahn, der
hinter der Mitte am Ende des zweiten Drittels liegt, das
letzte Drittel der Klauen dünn, gebogen, die ersten zwei
Drittel dicker, fast gerade.
Flügeldecken und Halsschild kahl, unbehaart.
Flügeldecken zweifarbig, also mehr oder weniger ge-
zeichnet.
) Flügeldecken auf dunklem Grunde mit hellen Makeln.
Eine von den Makeln (selten bloß diese eine vorhanden)
ist mondförmig, außen um den Schulterhöcker gebogen.
Bei Aberrationen diese Makel oft stark vergrößert und oft
auch mit anderen Makeln mehr oder minder zusammen-
hängend. Bei den normal gezeichneten Formen ist außer
dieser Mondmakel noch eine zweite Makel hinter der Mitte
nahe der Naht vorhanden. Gewisse Aberrationen haben
dann noch Zusatzmakeln, bis zum Schlusse die einstige
dunkle Grundfarbe mehr und mehr verdrängt wird.
Halsschild in der Regel ganz schwarz, bloß bei Aberratio-
nen in den Vorderwinkeln mit mehr oder weniger ange-
deuteter heller Makel, dann aber der Vorderrand des Hals-
schildes höchstens mit aufgehellter Randkante. Hierher
eine allseits gut bekannte, weit verbreitete und sehr vari-
able Art. Nominatform: Flügeldecken schwarz, mit 2 roten,
selten gelben Makeln, der mondförmigen Schultermakel
und der queren hinter der Mitte, nahe der Naht. Vordere
innere Hälfte der Epipleuren der Flügeldecken rot, ebenso
der Seitenrand und mehr oder weniger die letzten Seg-
mente des Bauches. Beine schwarz, nur bei Varianten oft
aufgehellt. Nun kann sich die helle Zeichnung der Flügel-
decken sehr stark ausbreiten oder ganz verschwinden. L.
3—omm. — Paläarktische Region. (Vgl. auch Brumus ob-
longus Wdb.):. ...... wen. u 10 nis te
Re EEE 1. E. 4-pustulatus L.
Halsschild mit gelbem Vorderrandsaum, der in der Mitte
beim Männchen bis zu Y;, beim Weibchen bis zu Yı nach
Z r
S
. « . . 2, +
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 785
11 (12)
12 (11)
13 (14)
14 (13)
hinten reicht. der seitlich in eine große dreieckige Makel
übergeht, welche bis zu den Hinterwinkeln reicht. Kopf
gelb, mit einem schwarzen Querband auf der Stirn, das
beim Männchen mehr zurückgedrängt ist. Flügeldecken
wie bei #-pustulatus nt a mehr gelb, beim
Männchen sogar die Kuße nkante der Flügeldecken aufge-
hellt (ob immer). Beine zum allergrößten Teile lea:
L. 3,5—3,58 mm. — Kleinasien (Lyciae Taurus). Insel Rho-
dus. — Fe. 2.
EUR A 0 a u Eu 2. E. Mülleri Mader
Wenn eine Makel in der Schultergegend vorhanden, diese
dann nicht mondförmig.
Bloß eine Makel! hinter der Mitte in der Nähe der Naht
vorhanden. I
5 4. FE. 4 lea 2. lane Ba
je ie Flögeldecke wenigstens mit 2 Makeln.
Mit 2 Makeln, die vordere hinter der Schulterbeule, fast
rund oder unregelmäßig viereckig, die hintere hinter der
Mitte nahe der Naht, mehr oder weniger quer.
Flügeldecken auffallend herziörmig, in e größte Breite
weit vor der Mitte. L. 4—5 mm. — al u
2 1. E. 4-pustwlatus s. cordiformis Roub.
Flügeldecken nicht allerd herzförmig.
Art aus dem Kaukasus und dessen Nachbarschaft, die sich
von #-pustulatus folgendermaßen unterscheidet: Die vor-
dere rotgelbe Makel ist nicht mondförmig, hinter der
Schulterbeule gelegen und gerundet, Halsschildbasis nir-
gends ausgeschnitten, Flügeldecken im vorderen Teile
Trlch schmäler, im hinteren Teile rund erweitert,
Schulterwinkel nicht vorragend. L. 3—5 mm. — Kauka-
sus, *Kieinasien. ;
s 3, E. ae coll. eh
Art aus den Mongolei! Yon den 2 Makeln jeder Decke ist
die vordere fast rund, mit gefransten Rändern, hinter der
Schulterbeule gelegen, von dieser so weit getrennt, als ihr
Durchmesser beträgt, zum größten Teile weiter innen ge-
legen als bei #-pustulatus. Die 2. Makel ist in der Mitte
des 2. Drittels der Flügeldeckenlänge nahe der Naht ge-
legen, schräg oval und etwas kleiner als die vordere. L.
4 mm. — Mongolei. eo a ke
17. A. mongol Bar.
49*
USE
15 (10) 2
16 (17)
7 (16)
1003)
19 (20)
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
oder mehr Makeln, aber von anderer Gestalt, besonders
die vordere.
Die vordere Makel groß, breit, hinten gezackt, auf der
Schulterbeule einen schwarzen Fleck einschließend oder
auch nicht, hintere Makel wie bei 4-pustulatus, aber grö-
Ber. Siehe 1. E. 4-pustulatus a. ibericus Mtsch. und ähn-
liche Aberrationen.
Breite Makel an der Basis, außen breiter, nach innen
schmäler werdend, Hinterrand derselben gezackt, dahin-
ter drei im nach innen gerichteten Bogen zusammenhän-
gende rote Makeln, die eine quere knapp vor der Mitte
in der äußeren Hälfte der Flügeldecken, die andere mehr
oder weniger quadratisch nahe der Naht, mit ihrem Vor-
derrande in gleicher Höhe mit dem Hinterrande der
ersten Makel, die letzte wieder quer hinter der ersten.
Diese 3 hinteren Makeln werden wohl mitunter alle iso-
liert stehen. Hieher die beiden dunkelsten Formen des
sub 24 angeführten
! 2. 1. a Ws.
Flügelde en auf een Grunde mit schwarzen Makeln.
Schwarz, Flügeldecken rot oder rotgelb, mit großer schwar-
zer, dreieckiger Spitzenmakel, welche fast den sechsten
Teil der Naht bedeckt. Unterseite und Beine schwarz, letz-
tes Tarsenglied und die Klauen pechbräunlich. Halsschild
seitlich zerstreut weißlich behaart. (Aus diesem Grunde
und wegen der Ähnlichkeit mit uropygialis Mls. wird die
Art zur Vorsicht nochmals sub 44 erwähnt.) L. 3,6 mm. —
Kaschmir.
7. E. Trubetzkoi Bar.
20 (19) Flügeldecken anders gezeichnet.
21 (22) Flügeldecken rot, mit 4 schwarzen Flecken, je 2 in schrä-
scr Querreihe, je 2 hintereinander gestellt. Hieher würde
sich auch 16. A. Kiritschenkoi Bar. stellen, falls man die
Behaarung an den Seiten des Halsschildes übersehen sollte.
Vide sub 43.)
22 (21) Flügeldecken anders gezeichnet.
23 (24)
Die rotgelben Flügeldecken mit schwarzer Zeichnung:
Schmaler Naht- und Außensaum und je 4 Makeln, von
denen die 2 inneren mit der Naht verflossen sind, die 2
äußeren frei oder mit dem Seitensaum schmal verbunden
sein können. Halsschild schwarz (Nominatform) oder zie-
> RIND
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 7087
24 (23)
25 (26)
26 (25)
27. (2)
28 (33)
gelrot mit schwarzer Basalmakel, schwarze Zeichnung der
Flügeldecken mehr oder weniger (aber nicht immer) ver-
ringert (a. picturatus Frm.) L. 3—5 mm. — Algier. —
Fg. #. u TE A.
12. P. anchorifer All.
Anders gezeichnet.
Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits deut-
lich ausgebuchtet. (Schwer kontrollierbares Merkmal, da
an der kritischen Stelle die Basis der Flügeldecken ge-
wöhnlich die Basis des Halsschildes übergreift.) Halsschild
viel breiter, die Hinterwinkel nahe zu den Vorderwinkeln
der Flügeldecken hingerückt. Klauen mit starkem Basal-
zahn. Hieher die Aberrationen sub m und n des
1. E. 4-pustulatus L.
Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits kaum
deutlich ausgebuchtet, Halsschild viel schmäler als bei 4-
pustulatus, Klauen nur mit undeutlichem Basalzahn. —
Zeichnung der roten Flügeldecken: Eine breite gemein-
same Querbinde vor der Mitte, die Seiten nicht erreichend,
an der Naht sich allmählich in eine gemeinschaftliche
Spitze über das Schildchen verlängernd, sowie 2 bis 3 Ma-
keln hinter der Mitte jeder Decke schwarz, die erste davon
quer, am Seitenrande, bald hinter der Mitte, die 2. etwas
weiter nach hinten, dicht an der Naht, länglich, die 3., oft
fehlend, quer in der Spitze, die beiden letzteren öfter
verbunden (a. 7-maculatus Ws.), oder die schwarzen Ma-
kein dehnen sich aus, und die Decken sind dann schwarz,
jede mit einer hinten zweimal gebuchteten roten Quer-
makel an der Basis, welche innen das Schildehen nicht,
außen aber den Seitenrand erreicht, sich an diesem bis \;
der Deckenlänge fortsetzt, hier winkelig nach innen bis
zur Mitte, dann nach hinten biegt und eine große +eckige
Makel an der Naht aufnimmt. Außerdem ist eine zackige
Makel in 25; der Länge, näher dem Außenrande als der
Naht, rot (Nominatform). Die Verdunkelung kann noch
weiter schreiten (vide sub 17). L. 3—5 mm. — Kaukasus,
Taschkent, Syrien, Palästina. er Mi ee
Be a er An: . 15. A. undulatus Ws.
Flügeldecken einfarbig, ohne jede Zeichnung.
Flügeldecken von dunkler Farbe, meist schwarz.
786 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
29 (30) Flügeidecken schwarzblau oder schwarzgrün, oder wenig-
stens mit solchem Schimmer. Vide 5. E. melanocephalus
Zubk. sub 50. Auf diese Art, welche den Halsschild behaart
hat und selbst auf den Flügeldecken vorne seitlich Här- k
chen zeigt, mache ich hier nur aufmerksam, da weniger
geübte die Härchen übersehen könnten.
30 (29) Flügeldecken rein schwarz, selten bläulich schimmernd,
aber dann Halsschild und Flügeldecken vollkommen kahl.
31 (32) Beine schwarz. Halsschild ganz schwarz oder höchstens in
den Vorderwinkeln in geringerer Ausdehnung hell, Basis
an den Hinterecken jederseits deutlich ausgebuchtet.
1. E. 4-pustulatus a. en: Rein.
2 (SL); Beine all oder gelbrot. Halsschild mit breitem gelbroten
Seitensaum oder auch ganz gelbrot, Basis jederseits kaum
deutlich ausgebuchtet. L. 5—5 mm. — Paläarktische Re-
sion, Afrika. .
4. E. flavipes Thnbg.
33 (25) Flügeldecken von heller Farbe.
34 (35) Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits deut-
lich ausgebuchtet. Flügeldecken gelbrot oder hell gelb-
bräunlich. Hierher die hellsten Formen von .
Pe ER Se Er 1: Bo 4. anrulanıs A
353 (3#) Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits kaum
deutlich ee Flügeldecken braunrötlich.
i er, 4. E. flavipes a. hipponensis Pie.
36 (1) Flügeldecken und Halsschild oder wenigstens letzterer
deutlich behaart.
37 (45) Flügeldecken zweifarbig, also irgendwie gezeichnet.
38 (41) Flügeldecken auf dunklem Grunde hell gezeichnet.
39 (40) Halsschildseiten und eine quere es der Flügei-
decken gelbrot.
i 10. D. hubasscss a. Gebiroi Bra
40 (39) Kopf EISechild und die 3 letzten Bauchsegmente rotgelb,
Flügeldecken schwarz, mit schmalem selblekch Saume,
der sich aber im Schulterwinkel etwas und an der Spitze
stark makelartig erweitert. h
102R: be a. Be Mis.
41 (38) Plogeiderken auf hellerem Grunde dunkel gezeichnet.
42 (45) Halsschild bloß seitlich behaart, Flügeldecken kahi.
|
\
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 789
43 (44) Flügeldecken rot, mit 4 schwarzen Punkten (11, 1, 1) auf
ee Decke. L. ca. 5,2 mm. — Turkestan, Persien. —
16. A. ee. Bar.
44 (45) Hltseldecken rot ale rotgelb, mit dreieckiger, schwarzer
Spitzenmakel. Siehe die Art sub 19: 7. E. Trubetzkoi Bar.
Sie ähnelt in der Färbung dem uropygialis Mls., ist aber
kleiner, schmäler, kahl, nur der Halsschild seitlich spärlich
weißlich behaart, viel feiner punktiert, und die Spitzen-
makel der Flügeldecken ist größer, dreieckig.
45 (42) Halsschild und die Flügeldecken deutlich behaart.
46 (47) Die hellen Flügeldecken besitzen bloß in der Spitze eine
dunkle Makel. — Schwarz, Flügeldecken fuchsrötlich, an
der Spitze mit einem rundlichen oder fast dreieckigen
schwarzen Fleck, kaum !/, der Naht bedeckend. Unterseite
und Beine schwarz. L. 4,5 mm. — Nordindien, Kaschmir.
— Fe. 3
er 6. R. a is Mis.
Die ähnlich gefärbte Ne vide sub 4.
47 (46) Flügeldecken ausgedehnter schwarzbraun gezeichnet. —
Schwarzbraun, Flügeldecken ockergelb oder düster rost-
rot, mit submarginaler, schwärzlicher, ziemlich breiter
Makel, welche nahe der Schulterbeule beginnt, an der
Spitze breiter wird und ein kleines Stück an der Naht
zurückläuft. L. 5—5,25 mm. — Himalaya. ns
8. E. lituratus N.
48 (37) Blnschleiken be ER Zeichnung.
49 (556) Flügeldecken von dunkler Farbe.
39 (51) Halsschild wohl, Flügeldecken aber undeutlich (vorne seit-
lich) behaart, letztere seltener kahl, mit blauem oder blau-
grünem Schimmer. — Kopf beim Männchen hell, beim
Weibchen schwarz, Halsschild schwarz, die Seiten mit
breit gelbrotem Saume, der nach innen unscharf begrenzt
ist. Flügeldecken schwarzblau oder schwarzgrün. Vorder-
brust, Spitze des Bauches und die Beine rötlich gelbbraun.
L.. 2,5-——3 mm. — Südrußland, Trankaukasien.
: 5. E. melanocephalus Zoubk.
51 (50) Ich elle Flügeldecken zur Gänze deutlich behaart.
32 (55) Flügeldecken blau oder grünlichblau.
53 (3%) Der Seitenrand der Flügeldecken umfaßt die Schulter
gänzlich und überragt innerhalb der Basis die Mitte. —
790 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Sehr breit elliptisch, beiderseits gleichmäßig verengt, mä- |
Big gewölbt, ziemlich matt. Der Kopf größtenteils oder
sanz (Männchen), Mittel- und Hinterbrust, sowie der
Bauch schwarz, Mund, Halsschild, Vorderbrust und die 3
letzten Bauchsegmente rötlichgelb, Flügeldecken korn- |
blumenblau oder grünlichblau. L. 3,5—4 mm. — Mongolei.
ee Senna Ws.
54 (55) Der Seiten Anl der Flügeldecken die Schulterbeule nach
innen kaum überragend. — Schwarz, Mund, Halsschild,
Mesopleuren, Beine und die beiden letzten Bauchsegmente
rostgelb, Flügeldecken blau, Kopf beim Männchen hell,
beim Weibchen schwarz. Dem Semenowi sehr ähnlich
aber kleiner, gewölbter etc. L. 3—3,5 mm. — Turkestan.
14. P. kirgizorum Bar.
55 (52) Flügetderken akwarz, ohne blauen oder grünlichen Schim-
mer.
56 (37) Seitenrand der Flügeldecken verflacht (wie bei Chiloco-
rus). — Fast kreisrund, tief schwarz, Halsschild mit brei-
tem rotgelbem, innen schlecht begrenztem Seitensaum,
oder auch ganz rotgelb (a. lugubrivestis Mls.), Flügeldek-
ken einfarbig schwarz, mitunter aber rötlich gezeichnet
(a. Gestroi Frm. und a. lugubrivestis Mls.), Vorderbrust,
Spitze des Bauches und Beine a L. 3—3,5 mm. —
Mittelmeergebiet. Be
1. Pp. ee Küst.
37 (56) Seteehrand ion Elügeldecken sehr schmal, nur aufgekehlt.
— Kurzoval, hinten ein wenig zugespitzt, ziemlich dicht,
kurz, graulich behaart, die Behaarung die dunkle Farbe
des Grundes schmälernd. Oben schwärzlichbraun mit blei-
farbigem Reflex. Kopf und Seiten des Halsschildes fuchs-
rot. Unterseite und Beine fuchsrötlich. Größe ähnlich pu-
bescens. — Sahara.
11. . ae Sie, ?P)
8:49) Flügeldecken Fesäthiet purpurrot, Kopf und Halsschild
schwarz. L. ca. 4,5 mm. — Buchara. EN.
9..B: ee Sem.
Untergattung: Exochomus s. str.
1. E. quadripustulatus L. (4-punctatus Voet, lunulatus Zschach,
4-verrucaltus F., varius Schrk., cassidoides Don., 4-maculatus Bar.).
— Fast halbkugelig, aber deutlich länger als breit, hochgewölbt,
N
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 791
| oben kahl, nur auf dem Kopfe mit äußerst feinen Härchen. Die
Nominatform schwarz, oft mit düster rötlichem Vorder- und Sei-
tensaum des Halsschildes (a. collaris Rüschk.), jede Flügeldecke
mit 2 roten Makeln, einer hinten verbreiterten halbmondförmigen,
welche die Schulterbeule außen umgibt und vom Seitenrande breit
getrennt ist oder ihn erreicht, und einer querrundlichen Makel,
welche sich hinter der Mitte neben der Naht befindet. Diese Zeich-
nung variiert stark durch Ausbreitung der hellen Farbe oder Ver-
dunkelung bis zur gänzlichen Schwärze der Decken (vide Aberra-
tionen). Unten der innere Teil der Epipleuren längs der Brust und
das Abdomen, mit Ausnahme des 1. Segmentes und der Mitte des
2. oder auch 3. gelbrot, die Fühler rostrot, die Beine schwarz mit
braunen Tarsen. Oberseite weitläufig, auf dem Kopfe und Hals-
schilde fein, auf den Flügeldecken stärker punktiert. Die bogen-
förmige Rundung der Halsschildbasis gegen die Hinterwinkel et-
was abgeschrägt und der Halsschild daher nicht mit der ganzen
Basis an die Basis der Flügeldecken anschließend. Der Seitenrand
des Halsschildes und der dicke Seitenrand der Flügeldecken ge-
kehlt abgesetzt. Die Randkehlung der Flügeldecken nach vorn und
hinten etwas erweitert und verflacht. Der freie Basalrand der Dek-
ken aufgebogen. L. 3—5 mm. — Größter Teil der paläarktischen
Region.
Varietäten und Aberrationen.
Einige von ihnen haben Geltung als Subspecies oder geogra-
phische Varianten (distinctus, ibericus, Koltzei, floralis). Wir fin-
den aber auch ebenso gefärbte Stücke mitten im Herzen von Mit-
teleuropa in genügender Zahl unter der Nominatform, so daß von
den als Rassen angesehenen Formen bloß eine rassenähnliche Kon-
stanz übrigbleibt, und daß die nördlichen Stücke im allgemeinen
kleiner sind.
a(b ) Aberrationen durch Fehlen einer der oben genannten nor-
malen Makeln, oder auch beider.
1. Flügeldecken ganz schwarz. (Sicardi Mequ.).
EA Re Ra a. marchicus Rein.
2. Nur die Makel hinter der Mitte nahe der Naht vor-
handen. Sun ra
a. dispi!otus Bar.
3. Nur die vordere mondförmige Makel vorhanden.
a. bilunulatus Ws.
799 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
4. Zu dieser Mondmakel tritt noch zwischen ihr und dem
Seitenrande eine kleine Zusatzmakel hinzu.
a. omosiictus Bar.
b (a ) Mindestens die beiden Normalmakeln vorhanden. Oft Ver-- |
größerungen derselben, Zusatzmakeln und Ausbreitung
der hellen Farbe bis zur gänzlichen Verdrängung der
dunklen Farbe.
ce (i) Nur die beiden Normalmakeln vorhanden.
e (h) Diese nicht miteinander verflossen.
f (g) Die mondförmige Makel ist vom Seitenrande ie
weit, wenigstens um die Dicke des vorderen Astes, ge-
trennt.
5. Halsschild ganz schwarz. (Nominatform) re
4-pustulatus L.
ee fahren hüte sich, mit dieser Art den ähn-
lich gefärbten Brumus oblongus Weidb. zu verwech-
seln.
6. Halsschild in den Vorderwinkeln mit rötlicher Makel,
besonders häufig bei stärker aufgehellten Formen.
ee BEL TEE ENT TEE a. collarıs Rüschk.
g (f) Die mondförmige Makel dehnt sich nach außen aus und
erreicht fast den ganzen Seitenrand.
7. Sonst wie die Nominatform. en ER
| . a. distinctus Brll.
h (e) Beide Makeln miteinander zusammenhängend.
8. Die vordere Makel ist vom Seitenrande noch getrennt.
a. vittatus Fuente
14. Die ee Makel ARSEN. en Seitenrand, beide Ma-
keln miteinander breit verbunden.
a. Be Ws.
IECCH) De a en oder as ößerung der Makeln,
zuletzt die Flügeldecken ganz hell.
] (k) Neben den beiden Normalimakeln nur kleine Zusatzma-
keln.
9, Die Zusatzmakel befindet sich zwischen der mondför-
migen Makel und dem Seitenrande. (Leitet zur a. dis-
tinctus über.) NE Ä
3 ; : a. henasfnleken Bar.
10. Die Zusatranakel Behtnde: sich zwischen der mond-
förmigen Makel und der Naht (kann sowohl bei 4-pu-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 793
stulatus als auch bei distinctus der Fall sein).
a. sexpustulatus Kr.
190 Wie 10. Aber Zeichnung weißlich. Käfer klein.
a. cedri J. Sahlb.
12% Die nat befindet N in 2, der Länge am
Seitenrande (mondförmige Makel wie bei #-pustulatus
oder distinctus). Sole .
a are lan: Bar.
k (j) Stär Kore Authelluns ae Fiügeldecken. (Auch die Beine
hellen sich mehr und mehr auf.)
I (o) Flügeldecken noch nicht einfarbig hell.
m (n) Flügeldecken noch nicht bis auf eine dunkle Stelle beim
Schildehen hell.
13. Die Schultermakel umschließt die Schulterbeule auch
von innen, so daß eine große, hinten gezackte Vorder-
makel entsteht, welche die schwarze Schulterkeule ein-
schließt, oder es wird auch die Schulterbeule rot. Bis-
weilen verfliefßt auch die Vordermakel mit der hinte-
ren. — Kaukasus, Sizilien, aber auch in Mitteleuropa.
I Be -% a. ıibericus Mtsch.
14. Die ondfor mige Makel erreicht den Seitenrand und
ist mit der Ber en Makel breit verbunden, Flügel-
decken daher rot oder rotgelb, eine schwarze, große.
verschieden geformte, gemeinsame Makel, meist von
einer Schulter zur anderen, und hinten über die Mitte
reichend, sowie ein schmaler Seitensaum, der sich in
2; der Länge plötzlich erweitert und bis zur Spitze
zieht, ebenfalls schwarz. (Bis jetzt nur Balkanstücke
gesehen.) : ;
; ar ee W 5.
n (m) Hjüpaldecken heil, bloß « eine gr ße Aeskiee gemeinschaft-
liche, dunkle Makel, beim Schildehen. So weit ich bisher
gesehen habe, handelt es sich hier um unreife Stücke der
Nominatform oder auch anderer Aberrationen, so daß eine
Namensgebung erst beim Auftreten eines reifen solchen
Stückes gerechtfertigt wäre.
o (1) Flügeldecken einfarbig gelbrot.
p (qu) Halsschild noch ganz oder größtenteils dunkel. Auch hier
handelt es sich um unreife Stücke in verschiedenen Aus-
färbungsstadien, so daß ein Name auch nur für eine ganz
ausgereifte Form gerechtfertigt wäre. Die unreifen Stücke
794 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
erkennt man auch schon daran, daß die Flügeldecken mehr
oder weniger die Ansätze der hellen Makeln zeigen (hae-
matideus Costa).
qu (p) Ganze Oberseite und die Unterseite Be: gelbrot.
15. Voll ausgereifte Stücke.
a. loralis Misch,
Diese für Südeur opa etc. angeführte Varietät kann
auch nur als Aberration gelten, da sie bei uns in Mit-
teleuropa ebenfalls im ausgereiften Zustande vor-
kommt, bloß kleiner.
E. 4-pustulatus v. 4-guttatus Fleisch. ist meiner Meinung nach
E. ıllaesicollis Roub.
E. 4-pustulatus s. cordiformis Roub. unterscheidet sich von
4-pustulatus außer durch die herzförmige Gestalt und die rund-
liche Form der vorderen Makel noch durch die ganz schwarzen
Epipleuren der Flügeldecken. Sie bildet möglicherweise eine eigene
Art. Die Type hat die Grundfarbe der Flügeldecken nicht rein
schwarz, sondern dunkelbraun.
2. E. Mülleri Mader. Fg. 2. — Auf den ersten Blick einem klei-
nen, heller gefärbten E. 4-pustulatus L. ähnlich, jedoch eigene
Art. — Ziemlich kreisrund, das heißt, nicht viel schmäler als lang.
Oben glänzend, punktiert, auf den Flügeldecken stärker als auf
dem Halsschilde, zwischen den Punkten mikroskopisch genetzt. Un-
ten erkennbar rauher skulptiert und matter als bei #-pustulatusL.
Kopf gelb mit einem schwarzen Querbande auf der Stirn, welches
sich an der Innenseite der Augen nach vorne fortsetzt und die
Augenränder umfaßt. Beim Männchen zeigt dieses schwarze Band
Neigung zur Reduzierung. Mandibeln gelbrot, die Kanten leicht
angedunkelt, Taster gelbrot, das letzte Glied teilweise angedun-
keit, Fühler zur Gänze gelbrot, Halsschild gelb oder gelbrot, mit
einem vorne nicht geradlinig begrenzten schwarzen Querband, wel-
ches in der Mitte des Halsschildes breiter als an den Seiten ist und
die Hinterecken, den Seiten- und Vorderrand des Halsschildes frei
läist. Beim Männchen nähert sich diese schwarze Zeichnung dem
Vorderrande des Halsschildes etwa bis auf ?/,, beim Weibchen etwa
bis !/; der Länge des Halsschildes. Schildchen dreieckig, punktiert,
schwarz. Flügeldecken schwarz, an den Seiten gekehlt abgesetzt,
die Aufkantung beim Männchen gelbrot (ob immer, müßte reich-
licheres Material erweisen), beim Weibchen schwarz; jede Decke
mit 2 gelbroten Flecken, welche in Gestalt und Lage jenen des
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 795
| 4-pustulatus entsprechen. Die mondförmige Schultermakel bleibt
vom Seitenrande durch einen schwarzen Raum getrennt, nähert
sich augenscheinlich aber beim Männchen mehr dem Seitenrande
als beim Weibchen, wie überhaupt beim Männchen die gelbrote
Farbe sich mehr zu entfalten scheint. Erwähnt sei, daß die helle
Zeichnung dieser Art nicht die rote Tönung annimmt, wie bei
4-pustulatus üblich ist, und ein leichtes Rotgelb, eher Orangegelb
ist. Mitunter zwischen Schultermakel und Naht noch ein kleines
helles Fleckcehen. Epipleuren der Flügeldecken schwarz, auf der
vorderen Hälfte die 2 inneren Drittel oder die 3 inneren Viertel
gelbrot. Auf der Unterseite sind gelbrot die Epipleuren des Hals-
schildes und der Bauch bis auf das erste und die mittleren Teile
des zweiten und dritten Segmentes. Beine gelbrot mit schwanken-
der Verdunkelung, welche insbesonders trifft die Spitzen der
Schenkel, die Außenkanten der Schienen und das Klauenglied.
Beim Männchen sind die Vorderbeine fast ganz hell. L. 3,5—3,8
mm. — Kleinasien (Lyciae Taurus), Insel Rhodus.
3. E. illaesicollis Roub. (? 4-guttatus Fleisch.) — Dem E. 4-
pustulatus L. sehr nahe, aber wie folgt unterschieden: Halsschild-
basis nirgends ausgeschnitten, Seiten der Flügeldecken im vorde-
ren Teile deutlich schmäler, im hinteren Teile rund erweitert,
Schulterwinkel nicht vorragend, gerundet. Flügeldecken glatt und
nicht mikroskopisch genetzt; die Makel der Flügeldecken rotgelb
und gerundet, die vordere Makel hinter der Schulter gelegen und
nicht mondförmig; hintere Makel etwas quer, am gewöhnlishen
Platze. Von 4-pustulatus s. cordiformis ist sie besonders durch die
Form der Flügeldecken zu unterscheiden. L. 4—5 mm. — West-
kaukasus, Kleinasien.
Nach Ansicht einer Type muß ich sagen, daß mir der Unter-
grund der Flügeldecken denn doch mikroskopisch genetzt er-
scheint, wenn auch fast erloschen. Ich halte 4-guttatus Fleisch.
nicht für eine var. des 4-pustulatus L., sondern für identisch mit
illaesicollis Roub.
4. E. flavipes Thnb. (nigromaculatus Ws., testudinaris Frer.,
auritus Scriba, humeralis Towns., nitidula Schönh., specularis Boh.,
nigriceps Wiedm., rufipes Steph.). — Halbkugelig, hochgewölbt,
oben kahl, schwarz, auf den Flügeldecken bisweilen mit schwa-
chem Metallschimmer, die Seiten des Halsschildes, oder derselbe
auch noch mehr oder ganz, und beim Männchen auch der Kopf
mit Ausnahme des Scheitels, das Prosternum und die Epimeren der
796 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Mitteibrust gelb, die Beine und ein breiter Saum des Bauches gelb-
rot. Oberseite weitläufig, auf dem Kopfe und Halsschilde sehr fein,
aul den Flügeldecken stärker punktiert. Halsschild mit der ganzen
Basis an die Flügeldecken anschließend, an den Seiten sehr fein
gerandet, ohne Kehlung. Flügeldecken gleichfalls ohne Randkeh-
lung, aber mit dickem Seitenrande. L. 3—5,5 mm. — Fast in der
ganzen paläarktischen Region, Afrika, Australien.
Varietäten und Aberrationen.
a(b ) Haisschild schwarz, mit breiterem gelbroten Seitensaum.
1. Flügeldecken schwarz, glänzend, bisweilen mit schwa-
chem Metallschimmer. Unterseite schwarz, Bauch
größtenteils und die Beine rötlich. (Nominatform).
N BEN LTE 2 . flavipes Thnb,
2. Ebenso, aber Flügeldecken matt chagriniert. Weib-
chen. Gebirgsform. (pyrenaeus Kr.)
’ BTENET ; 1 a. collarıis Küst.
nr Flüpeldecken Sollslandıe bränuliehmane i
Yan An: a. hipponensis Pie.
Ne ie die Nominatatar aber Unterseite ganz rot. Von
der Insel San Thome£ beschrieben.
es
a. ea Sie,
(a) FIR bloß mit en Mittelfleck oder ganz hell.
ce(d) Halsschild mit schwarzem Mittelfleck. — ee
biet, Afrika an a Mls.)
I,
D
S. Tino Dan Mis,
d:lıcH) Halsschild ganz öllicheelb, — Afrika zum größten Teile,
östliches Mittelmeergebiet, Südrußland, Transkaspien.
(zanthoderus Frm.) et
s. nigripennis Er.
5. E. melanocephalus Zoubk. (nigromaculatus Goeze) — Be-
deutend kleiner als der bekannte E. flavipes Thnb.. länger als breit,
schwarz, die Seiten des deutlich behaarten Halsschildes mit breit
rotem Saume, der innen nicht scharf begrenzt ist; Flügeldecken an
den Seiten verflacht wie bei den Chilocorus-Arten, schwarzblau
oder schwarzgrün, hie und da an den Seiten hinter der Schulter
mit Spuren sehr kurzer, schwer sichtbarer Härchen. Vorderbrust,
Beine und Spitze des Bauches rötlich gelbbraun. L. 2,5—3 mm. —
Südrußland, Transkaukasus.
6. E. uropygialis Mls. Fg. 3. — Oval, mäßig gewölbt, kurz be-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 797
haart. Kopf und Taster schwarz, Fühler braun. Halsschild schwarz,
hinten wenig gebogen, 1';mal breiter als mitten lang. Schildehen
klein, schwarz. Flügeldecken hinten spitzbogig, fuchsrötlich, jede
Decke an der Spitze mit einem halbkreisförmigen schwarzbraunen
Fleck, der mit seinem gleichen der anderen Decke einen kreis-
förmigen Fleck bildet, bedeckend kaum das hintere Achtel der
Naht. Unterseite und Beine schwarz. L. 4,5 mm. — Kaschmir.
7. E. Trubetzkoi Bar. — Länglich oval, schwarz, glänzend.
Flügeldecken glatt, rot oder rotgelb, an der Spitze mit schwarzer
Makel, fast den sechsten Teil der Naht bedeckend. Kopf spärlich,
ungleich und zart punktiert, spärlich weiß behaart, Zwischenräu-
me genetzt, schwarz. Fühler und Mandibeln an der Spitze pech-
bräunlich. Halsschild schmäler als die Flügeldecken, ebenso punk-
tiert und genetzt, mitten glatt, seitlich zerstreut weil behaart.
Schildchen dreieckig, glänzend, schwarz. Fiügeldecken zart und
unregelmäßig punktiert, große und kleine Punkte untermischt,
glatt, glänzend. Unterseite schwarz, weiß behaart. Beine schwarz,
letztes Tarsenglied und die Klauen ausgenommen, pechbräunlich.
L. 3.6 mm. — Kaschmir.
In der Zeichnung dem uropygialis ähnlich, aber kleiner,
schmäler, oben unbehaart, viel feiner punktiert, Spitzenmakel der
Flügeldecken groß, dreieckig.
ö. E. lituratus Gorh. — Eiförmig, schwarz oder braunschwarz,
dicht kurz, graugelb behaart. Flügeldecken ockergelb oder dunkel-
rostrot, mit einer schwärzlichen breiten Makel, welche nahe der
Schulterbeule beginnt und an der Spitze breiter wird, und ein klei-
nes Stück an der Naht zurückläuft. L. 5—5,25 mm. — Himalaya.
9. E. puniceipennis Sem. — Kurz elliptisch, schwarz, Flügel-
decken gesättigt purpurrot, wenig glänzend. Kopf mit ziemlich
langen, dunkelgrauen anliegenden Haaren. Halsschild stark quer,
mehr als doppelt so breit wie mitten lang, ziemlich dicht punktu-
liert und dunkelgrau, kurz, anliegend behaart, Seitenrand ziem-
lich breit abgeflacht, Hinterwinkel angezeigt, wenn auch stumpf
gerundet, Vorderwinkel stark lappenförmig vorragend, vom Kopf
seitlich abstehend, an der Spitze fast scharf. Flügeldecken an den
Schultern die Basis des Halsschildes wenig überragend, größte
Breite bei der Mitte gelegen, hinten spitzbogig, mäßig gewölbt,
dicht, fast runzelig punktiert, sehr wenig glänzend, sehr kurz.
aber deutlich grau, wie bereift, behaart, am Seitenrande deutlich
abgeflacht, nicht vertikal, sondern schräg abschüssig. Epipleuren
798 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
der Länge nach eingedrückt, stark punktiert-gerunzelt, spärlich
behaart, vorne breit, fast parallel, dann nach hinten allmählich
verschmälert. Unterseite zur Gänze lang, anliegend, grau behaart.
1. 4,4 mm. — Buchara.
Untergattung: Parexochomus Bar.
10. E. (Parexochomus) pubescens Küst. (flavilabris Misch.) —
Fast kreisrund, Seitenrand der Flügeldecken verflacht wie bei
Chilocorus. Tief schwarz, Halsschild mit breitem rotgelben, innen
schlecht begrenzten Seitensaum oder auch ganz rotgelb (a. lugu-
brivestis Mls.). Flügeldecken einfarbig schwarz, mitunter aber röt-
lich gezeichnet, z. B. eine quere Apikalmakel gelbrot (a. Gestroi
Frm., apicatus Frm., apicalis Ws.) oder Kopf, Halsschild und die
5 letzten Bauchsegmente rotgelb, Flügeldecken mit schmalem, gel-
ben Saum, der sich aber im Schulterwinkel etwas und an der Spitze
stark makelartig erweitert (a. lugubrivestis Mls.). Vorderbrust,
Beine und Spitze des Bauches rotgelb. Halsschild und Flügeldecken
sehr fein, aber verhältnismäßig lang und deutlich behaart. L. 3 bis
3,5 mm. — Mittelmeergebiet.
11.E. (? Parexochomus) saharae Sic. — Kurzoval, hinten etwas
zugespitzt, kurz und ziemlich dicht behaart, wodurch die Grund-
farbe beeinträchtigt wird. Oben schwärzlichbraun, mit bleifarbi-
gem Reflex. Kopf und Seiten des Halsschildes fuchsrot. Unterseite
fuchsrötlich, ebenso die Beine.
Kopf fuchsrot (?Männchen) oder auf der Stirne etwas ange-
bräunt (? Weibchen), punktiert, mit langen fuchsrötlichen Haaren,
Fühler rötlich, Halsschild mit abgerundeten Vorder- und gut mar-
kierten Hinterwinkeln, an der Basis leicht gebuchtet, fein punktu-
liert, fuchsrötlich behaart, auf der Scheibe ziemlich kurz, viel
länger an den Seiten, die Haare von vorn nach hinten gelagert,
schwärzlichbraun mit leichtem metallischen Schimmer auf dem
mittleren Längsteile (schmäler beim Männchen), Seiten fuchsrot,
aber unscharf begrenzt. Flügeldecken schwarzbraun, bleifarben,
einfarbig, an der Basis breiter als der Halsschild, an den Seiten
regelmäßig gerundet und hinten im breiten Spitzbogen, gewölbt,
an den Seiten abfallend, mit sehr feiner Aufrundung, Schulter-
beule schwach, Punktierung obsolet, Behaarung dicht, viel kürzer
auf der Scheibe. Epipleuren fuchsrot, fein schwarz gerandet, nach
hinten allmählich verschmälert. Unterseite ganz fahlrot, Brust und
Bauchmitte mehr rötlich, die 3 vorletzten Bauchsegmente bieten
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 799
| in der Mitte ihres Hinterrandes eine kleine Wulst, glatt, ausge-
prägter als bei den ähnlichen Arten. Die Länge gibt Sicard nicht
an, doch dürfte sie so ziemlich mit pubescens übereinstimmen. —
Sahara.
Von pubescens Küst. unterschieden durch die dichtere Behaa-
rung, seine an der Basis breiteren Flügeldecken, weniger plötzlich
verschmälerten Epipleuren, gewölbtere und hinten mehr spitz-
bogige Flügeldecken, sowie deren sehr schmale Aufrandung. Es ist
nicht sicher, ob diese mir in natura noch unbekannte Art zu Par-
exochomus gehört, da Sicard über die Klauenbildung nichts sagt.
12. E. (Parexochomus) anchorifer All. (nigropietus Frm),
Fg. 4 — Kurz, oval, gewölbt. Die rotgelben Flügeldecken mit
schwarzer Zeichnung: Schmaler Naht- und Außensaum und je #
Makeln, von denen die 2 inneren mit der Naht verflossen sind, die
2 äußeren frei oder mit dem Seitensaum schmal verbunden sein
können. Halsschild schwarz (anchorifer All. f. nom.) oder ziegelrot
mit schwarzer Basalmakel, schwarze Zeichnung oft mehr oder we-
niger verringert (a. picturatus Frm., ericae Cr.). L. 3—5 mm. —
Algier.
13. E. (Parexechomus) Semenowi Ws. — Sehr breit elliptisch,
beiderseits gleichartig verengt, mäßig gewölbt, wenigstens viel fla-
cher als die anderen Arten, ziemlich matt, behaart. Kopf gröfßsten-
teils, Mittel- und Hinterbrust sowie der Bauch schwarz, Mund,
Halsschild und die 3 letzten Bauchsegmente rötlichgelb, Flügel-
decken kornblumenblau oder grünlichblau. Kopf und Halsschild
sehr fein punktiert und behaart, körnig gewirkt, Halsschild etwas
glänzender als Kopf und Flügeldecken. Schildchen klein, drei-
eckig, glatt, glänzend, schwärzlich. Flügeldecken ziemlich dicht,
fein punktiert, dazwischen äußerst dieht und sehr deutlich körnig
gewirkt, an den Seiten gleichmäßig bis zum äußerst schmal abge-
setzten Seitenrand abfallend. Der Seitenrand der Flügeldecken
umiaßt die Schulterbeule gänzlich und überragt innerhalb der
Basis die Mitte. Epipleuren in der vorderen Hälfte sehr wenig nach
innen geneigt, fast waagrecht, hinten verschmälert und stärker
geneigt, ähnlich behaart, wie bei den verwandten Arten. L. 3,5
bis 4 mm. — Mongolei.
14. E. (Parexochomus) kirgizorum Bar. — Oval, gewölbt,
schwarz, schr fein punktiert, behaart, Mund, Halsschild, Meso-
pleuren, Beine und die 2 letzten Bauchsegmente ziegelrot, Flügel-
decken blau, Kopf beim Männchen ziegelrot, beim Weibchen
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 50
800 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
schwarz. Flügeldecken zarter punktuliert und behaart als der |
Halsschild, der Seitenrand umfaßt die Schulter, aber überragt
nach innen die Schulterbeule kaum. L. 3—3,5 mm. — Turkestan.
Beim ersten Anblick ähnelt die Art dem E. Semenowi Ws.,
aber kleiner, gewölbter und weniger oblong, Flügeldecken sehr
fein gerunzelt, weniger tief und spärlicher punktiert, der Seiten-
rand der Flügeldecken umfaßt die Schulterbeule, überragt sie aber
nach innen kaum. Halsschild nach vorne stärker verengt, Vorder-
winkel des Halsschildes vom Kopf weiter abstehend und mehr
gerundet.
Untergattung: Anexochomus Bar.
15. E. (Anexochomus) undulatus Ws. — Oval, schwarz, die
Schienen und Tarsen sowie die 2 letzten Bauchsegmente dunkel-
rötlich. Auf den Flügeldecken zeigen sich 2 an den Seitenrändern
miteinander verbundene, breite, wellige Querbinden von dunkel-
roter oder auch hellerer Farbe: die 1. nimmt den ganzen Basalrand
ein, mit Ausnahme eines schmalen, parallelen schwarzen Streifens
auf und hinter dem Schildchen; sie ist hinten zweimal gebuchtet
und reicht jederseits bis an den Seitenrand, diesem folgt sie bis
//; seiner Länge und setzt sich hier als 2. Binde fast geradlinig
nach innen bis zur Mitte zwischen Naht- und Seitenrand fort. Hier
biegt sie plötzlich nach hinten und nimmt einen querviereckigen
Fleck auf, der sich an der schmal schwarz gefärbten Naht mit dem
der anderen Decke verbindet. So bleibt auf der vorderen Hälfte
der Decken ein großer ovaler, zackiger Querfleck von schwarzer
Farbe übrig. Von der Mitte der 2. Binde zieht sich auf jeder Decke
eine schmale, ebenfalls zackige Längsmakel bis zum Seitenrande
hin, den sie etwa in 1% der Deckenlänge von der Spitze entfernt
erreicht (undulatus Ws. f. nom.). Wenn sich das Schwarz der
Decken in Flecken auflöst, dann sind die Flügeldecken rot, eine
breite gemeinsame Querbinde vor der Mitte, welche die Seiten
nicht erreicht und an der Naht sich allmählich in eine gemein-
schaftliche Spitze über das Schildchen bis zur Basis verlängert,
sowie 2 bis 3 Makeln hinter der Mitte jeder Decke schwarz, die
erste davon quer, am Seitenrande, bald hinter der Mitte, die 2. et-
was weiter nach hinten, dicht an der Naht, länglich, die 3., oft
fehlend, quer in der Spitze; die beiden letzten öfter verbunden
(a. 7-maculatus Ws. — Taschkent). Aufhellung und Verdunkelung
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 801
der Decken kann auch weiter gehen als hier geschildert wurde.
Basis des Halsschildes jederseits kaum ausgebuchtet. L. 3—5 mm.
— Kaukasus, Taschkent, Syrien, Palästina.
16. E. (Anexochomus) Kiritschenkoi Bar. Fg. 5. — Breitoval,
halbkugelig, glänzend. Schwarz, Mund, Kinn (beim Männchen der
ganze Kopf und die vorderen und seitlichen Ränder des Halsschil-
des), letztes Tasterglied mit Ausnahme der Spitze, Fühler, Seiten-
rand des Halsschildes, außen schmal, im vorderen Teile rings um
die Vorderwinkel breit durchsichtig, Beine, der schmale Rand und
die Seiten des 2. Bauchsegmentes und auch die 3 letzten Segmente
gelbrot. Schildchen schwarz. Flügeldecken rot, mit 4 schwarzen
Punktmakeln (1, 1, 1, 1,), Punkt 1 der kleinste von allen, etwas
hinter der Schulterbeule, ein wenig innerhalb gelegen, P. 2 am
Ennde des 1. Drittels der Deckenlänge, nahe der Naht, P. 3 am Ende
des 2. Drittels, nahe dem Seitenrande, P. 4 am Ende des 3. Viertels
nahe der Naht gelegen, P. 3 hinter dem 1., P. 4 hinter dem 2. in
gerader Linie, alle Punkte voneinander fast gleichweit abstehend.
Halsschild stark quer, mehr als doppelt so breit als mitten lang,
sehr fein runzelig punktiert, seitlich und unten dunkel behaart,
Vorderwinkel stark lappenförmig vorragend, vom Kopf ziemlich
abstehend, an der Spitze fast scharf, die größte Breite (fast in der
Mitte gelegen) nicht kleiner als die Basis der Flügeldecken. Flü-
geldecken sehr fein und dicht punktiert. Epipleuren der Länge
nach eingedrückt, stark runzelig punktiert und goldig behaart, im
vorderen Drittel mit parallelen Seiten, dann allmählich verengt.
Ganze Unterseite samt den Beinen lang goldig behaart. Klauen in
den zwei basalen Dritteln dicker und fast gerade, am Ende des 2.
Drittels einen scharfen Zahn bildend, das Spitzendrittel dünn und
gebogen. L. 5,2 mm. — Turkestan, Persien, Afghanistan.
17. E. (Anexochomus) mongol Bar. — Länglich oval, schwarz,
Tarsen, Basis der Fühler und Taster pechbräunlich, glänzend, sehr
fein punktiert, Zwischenräume der Punkte viel größer als die
Punkte selbst, unten mit weißlichen, winzigen und glänzenden
Härchen bedeckt. Flügeldecken mit je 2 roten Makeln (1, 1),
Makel 1 fast gerundet, mit gefransten Rändern hinter der Schul-
terbeule, von dieser um ihren Durchmesser getrennt (also viel
weiter hinten als die Makel bei E. 4-pustulatus), zum größten Teil
weiter innen gelegen; Makel 2 in der Mitte des 2. Drittels der
Deckenlänge nahe der Naht gelegen, von derselben nicht ganz um
ihren Durchmesser getrennt, schräg oval, etwas kleiner als Ma-
50*
802 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
kel 1. Klauen gebildet wie bei E. Kiritschenkoi Bar. L. 4 mm. —
Mongolei.
51. Gattung: Brumus Mls.
(Mulsant, 1850, 465, 492 — Seidl. 1872, 47; 1891, 68 — Crotch |
1574, 195 — Chapuis 1876, 244, 248 — Weise 1879, 90 (s. p. 3);
1885, 5; Brünn 48, 1910, 47 — Ganglbauer 1899, 985 — Reitter
1911, 134, 135 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Jacobson 1916, 990 —
Schaufuss 1916, 539, 561 — Mader, Ev. I. 1927, 24 — Barovsky,
Ann. Mus. Zool. Ac. Sc. URSS, 1927, 199.)
Die Gattung wurde auf die Arten mit einfachen Klauen aufgestellt, später
aber von Leng wieder mit Exochomus vereinigt, da Übergänge in der Kiauen-
bildung vorhanden sind und die Sache noch dadurch kompliziert wird, daß beim
nordamerikanischen BD. aethiops Bland. das Männchen gezähnte, das Weibchen
aber einfache Klauen besitzt. Dagegen sprach sich Weise 1910 aus. Es kann sein,
daß sich unter den wenig bekannten Exochomus-Arten noch die eine oder andere
Art als Brumus entpuppen wird. Unsere Arten haben einfache Klauen.
Von 21 Arten im paläarktischen Gebiete 8. (Im Bull. Mus. Paris, XIV. 1942.
216, spricht Peyerimhoff auch von einem Br. 4-plagiatus Woll. [olim Epilachna],
der aber von anderen Autoren als eine Platynaspis angesehen wird. Ich weise
diese Art wegen ihrer Behaarung bei Platynaspis aus.)
Tabelle der Arten.
1 (2) Schwarz, Flügeldecken mit je 2 roten Makeln wie bei Ex-
4-pustulatus, die vordere Mondmakel zum Seitenrand ge-
rückt. L. 2,5—4 mm. — Alpen.
en E. Zi nn „ Sch durch die die Ge-
stalt bei einiger Aufmerksamkeit zu unterscheiden.
2 (1) Grundfarbe der Flügeldecken hell, dunkel gezeichnet.
3 (4) Die Zeichnung der Flügeldecken besteht aus einem breiten
Nahtsaum und je einer schwarzen Längsbinde, beide die
Spitze nicht erreichend. L. 3—3,5 mm. — Indien, Hima-
laya.
L >. sutur als F.
4(5) Die Zeichäune ae: aus freien oder verflossenen
schwarzen Makeln, wenn nur schmaler Nahtsaum, dann
vergleiche nigrosuturalis Kap. im Nachtrag.
5 (8) Körperform rundlich bis kreisrund. Zeichnung der Flü-
geldecken entweder aus je 5 (1, 2, 2) oder aus je 2 Makeln
(1, 1) bestehend oder bei Verfließungen diese Anlage er-
kennbar.
1. EN; gus Weidh.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 803
% ( 7) Halsschild gelbrot mit 5 schwarzen Flecken. Flügeldecken
NT
en
matt, gelbrot, jede Decke mit 5 schwarzen Makeln (1, 2,
2, beziehungsweise 1, 2, 1, 1). L. 3,5—5 mm. — Mongolei,
3, ee Bar
Oben Er elänzend, Falsch einfarbig, Flügeldecken
mit je 2 schwarzen Makeln, eine auf der Schulter, eine in
2/;, der Länge, ferner mit schmalem peripherischen Saum.
L. 3 mm. Fg. 6. — Marokko. — (Vergleiche auch Platy-
naspis #-hlagiatus Woll.)
A a Dal
(5) Ron Horm länglich oder inzlichoyal, Zeichnung der
Flügeidecken anders, in der Regel 4 schwarze Makeln,
diese frei oder seltener bindenförmig verflossen.
9 (12) Stark gewölbte Arten. Beine ganz gelb.
10 (11) Gelblich bis gesättigt ziegelrot, Halsschild von einfarbig
hell, mit schwarzen Flecken bis schließlich ganz schwarz.
Flügeldecken mit je 4 schwarzen Punkten, einer auf der
Schulter, einer vor der Mitte nahe der Naht, einer hinter
der Mitte, einer hinter dem zweiten Drittel nahe der Naht.
In selteneren Fällen können Punkte fehlen, öfter aber ver-
fließen die Punkte. L. 3—4 mm. — Östliches Mittelmeer-
gebiet, een Sizilien, Korsika. sur
5. octosigratus Gebl.
11 (10) Kost en Kopfschild er die Stirn zwischen den
Augen rot, Flügeldecken gesättigter rot, mehr matt, ähn-
lich gezeichnet wie d-signatus, die Makein aber sehr groß
und 2-++-2 und 4-4 an der Naht bindenartig verbunden.
L. 2,5 mm. — Mongolei. .
6. ee Fleisch.
2 (9) Flache N N en Kalten Pen die Schenkel schwarz.
r (1%) Kopf und Halsschild schwarz, Vorderwinkel gelbrot,
Schildehen schwarz, Flügeldecken rot, mit 2 breiten
schwarzen Binden, die man sich durch die Verfließung
der großen Flecken 1 bis 4 (ähnlich gestellt wie bei S-si-
gnatus) entstanden denken kann und folgende Formel er-
geben würden: 3—+ use 4+4. L. ca. 3,5 mm. —
a j ä s
7. eier Be
14 (15) Best, vorne eb: EL Hinten En Halsschild gelb-
rot, mit einer schwarzen trapezförmigen Makel vor dem
804 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Schildehen, letzteres schwarz. Flügeldecken gelbrot, jede
mit 4 großen schwarzen Makeln, eine fast dreieckig im
Schulterwinkel, eine fast birnförmig nahe der Naht im
2. Viertel, Innenrand zur Naht parallel, eine nahe dem |
Seitenrande im 3. Viertel, gestreckt oval, eine im 3. Drit-
tel der Decken nahe der Naht, linienförmig, an ihrer
Spitze nach außen gebogen. L. 3—3,6 mm. — Pamir, Tur-
kestan. v
8. discors Bar.
1. B. oblongus Weidb. — Diese Art hat in der Zeichnung eine
solche Ähnlichkeit mit E. 4-pustulatus L., daß sich der Anfänger
hüten muß, sie damit zu verwechseln, und es ist gut, vorerst auf
die Unterschiede aufmerksam zu machen: B. oblongus ist läng-
licher, Kopfschild vor den Augen weniger kurz, Halsschildbasis in
viel flacherem Bogen gerundet, Seiten viel weniger gerundet, nur
schmal gerandet, nicht gekehlt abgesetzt, Flügeldecken länger, an
den Seiten weniger gerundet, viel stärker und dichter punktiert,
an den Seiten schmäler gerandet, Epipleuren ziemlich horizontal,
der Schulterfleck ist vom Seitenrande nicht abgerückt, Bauch ganz
schwarz oder nur die Spitze bräunlich, Klauen einfach. — Schwarz,
auf den Flügeldecken ein mehr als das vordere Viertel einneh-
mender, innen durch die Schulterbeule ausgerandeter Fleck am
Seitenrande und eine rundliche Makel hinter der Mitte in einiger
Entfernung von der Naht rot oder gelbrot, Fühler bräunlichgelb,
Tarsen braun. Kopf und Halsschild am Grunde deutlich chagri-
niert und fein und weitläufig punktiert, die Flügeldecken mehr
oder minder erloschen chagriniert und viel stärker und dichter
punktiert. L. 2,5—4 mm. — Östalpen.
2. B. suturalis F. — Oval, gewölbt. Halsschild rötlichgelb, Flü-
geldecken weißlichgelb, ein gemeinsamer Nahtsaum und auf jeder
Decke eine etwas breitere Längsbinde, welche die Spitze nicht er-
reicht, schwarz, Spitze der Decken ähnlich rötlichgelb wie der
Halsschild. Kopf, Fühler und Taster rötlichgelb, Schildchen
schwarz. Der Nahtsaum der Decken ist etwa dreimal so breit als
das Schildchen und nimmt 5/, der Nahtlänge ein, die Scheibenbinde
34 der Deckenlänge. Unterseite rötlichgelb, Hinterbrust und die
3 ersten Bauchsegmente schwarzbraun oder schwarz, Beine rötlich-
gelb, Hinterschenkel beim Weibchen stark, beim Männchen kaum
schwarz gefleckt. L. 3—3,4 mm. — Indien, Himalaya. — Über
diese Art schreibt Kapur in Indian J. Ent. 4. 1942 p. 52. Ich konnte
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 805
diese Arbeit noch nicht erreichen. — Vergleiche auch B. nigro-
suturalis Kap. im Nachtrag. |
3. B. Jacobsoni Bar. — Halbkugelig, schwarz, oben gelbrot,
Halsschild mit 5, Flügeldecken mit je 5 schwarzen Flecken, sehr
fein punktiert, feiner und dichter retikuliert als B. 8-signatus Gbl.
Halsschild an den Seiten zusammen mit den Hinterwinkeln gerun-
det, seine Breite gleich der Breite der Flügeldecken, größer als bei
8-signatus, die 5 Flecken sind: eine mittlere Makel, die größte,
breit, verkehrt herzförmig, am Hinterrande, nach vorne verlän-
gert, aber den Vorderrand nicht erreichend, zwei sehr kleine
Flecken am Vorderrande oberhalb der Augen, zwei mäßig große
Flecken an den Seitenrändern, diese aber nicht berührend. Schild-
chen dreieckig, schwarz. Die 5 Makeln der Flügeldecken stehen 1,
2, 2 oder wenn man will 1, 2, 1, 1: Makel 1, die kleinste, auf der
Schulterbeule, M. 2 und 3 am Ende des 1. Drittels der Decken-
länge, M. 2 nahe dem Seitenrande, 3 nahe der Naht, beide sich
bisweilen berührend oder fast zusammenfließend, M. 4 am Ende
des 2. Drittels nahe dem Seitenrande, M. 1, 2 und 4 in gerader
Linie hintereinander, M. 5 am Beginne des 3. Drittels nahe der
Naht, aber diese nicht berührend. Unterseite schwarz, letztes
Bauchsegment fast ganz, das vorletzte in der Mitte und an den
Seiten gelbrot, Beine rotbraun, Mittel- und Hinterschenkel an der
Spitze pechbräunlich, Tarsen rotgelb. L. 3,4—3,8 mm. — Hepta-
potamien, Gobi, Mongolei.
4. B. tetradymus Frm. (Olcesi Cr.) Fg. 6. — Fast halbkugelig,
sehr gewölbt, sehr glänzend. Unten schwarz, oben rot, jede Flügel-
decke mit 2 schwarzen großen Makeln, eine auf der Schulter, die
andere in % der Länge, ferner ein schmaler Nahtsaum und ein
äußerst schmaler Saum an der Basis und am Außenrande (letzterer
oft fehlend) gleichfalls schwarz. Halsschild kurz, viel schmäler als
die Flügeldecken, Seiten sehr geneigt, abgerundet, Vorderwinkel
stumpf, Hinterwinkel stark abgerundet. Flügeldecken an den
Schultern den Halsschild überragend, ziemlich vorspringend, aber
abgerundet, zwischen Schulter und Schildchen schwach einge-
drückt, außen nicht gerandet. Dichter und stärker als 8-signatus
punktiert. L. 3 mm. — Marokko.
5. B. octosignatus Gebl. (desertorum Gebl.) — Oval gewölbt,
glänzend. Gelblich bis gesättigt ziegelrot, Halsschild von einfarbig
hell über gefleckt bis schließlich ganz schwarz. Schildchen schwarz,
bei den hellsten Formen auch mehr oder minder aufgehellt. Flü-
806 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955
geldecken mit je 4 schwarzen Punkten: P. 1 auf der Schulter, P. 2
vor der Mitte nahe der Naht, P. 3 hinter der Mitte, P. 4 hinter
dem 2. Drittel nahe.der Naht. In seltenen Fällen können Punkte
fehlen, öfter aber verfließen sie. Vide Aberrationen. Auf der Un-
terseite sind die Mittel- und Hinterbrust und die Mitte des 1. und
2. Bauchsegmentes schwarz. L. 3—4 mm. — Östliches Mittelmeer-
gebiet, Mesopotamien, Sizilien, Korsika.
Aberrationen.
A) Nach der Halsschildfärbung:
1. Halsschild re hell. { .
i a site Ws.
2 Halsschild mit ee ee Punkt vor dem Schildehen.
. . a. desertus Mtsch.
I. Halsschild mit eher Meier? vor Rn Schildehen, welche
sich dem Vorderrande nähert oder diesen auch erreicht.
8-signatus Gbl. f. nom.
4. Zeche ee Mittelmakel und dem Seitenrande tritt a
seits noch ein Punkt hinzu. ;
a. ae nov. A
5. Halsschild a nee oder die Ränder verwaschen
aufgehellt.
RES NED IER he wa
B) Nach der Flügeldeckenzeichnung:
a) Durch Ausfall von schwarzen Punkten.
6. Es fehlt P. 3 SR ae
2.8. mancus nov. ah.
b) Alle 4 Punkte Parade kiess isoliert. Vide die Formen
sub A, 1—5.
c) Die Punkte verfließen in verschiedener Weise.
7. Die De übergreift noch nicht die Naht. Formula:
1-+4, 2--3, auf a Decke ist ein schwarzes Kreuz ge-
bildet. er
arten Fleisch.
Die Vertheßumpen Man ir Naht, die Punkte vergrö-
ßert, Punkt 2 entsendet im spitzen Winkel einen streifen-
artigen Fortsatz gegen die Naht, welcher sich dann längs
derselben gegen das Schildchen fortsetzt und sich entweder
vor dem Schildehen oder in demselben selbst mit der anderen
Seite vereinigt, die übrigen Punkte frei oder auch nach und
nach verflossen. Es sind bis jetzt folgende Formeln bekannt:
0.
ws
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 807
a 1,3, 4—5+2+23,1,4— 4+5+2+2,1— .
. a. conjunctus Fleisch.
6. B: niongolieus F Fleisch. — Dem d-signatus Gbl. ähnlich, aber
kleiner, gewölbter, nach vorn und hinten mehr verengt, gesättigter
rot, der Seitenrand der Flügeldecken feiner und schmäler, die Flü-
geldecken zwar fein, aber deutlich punktiert, die ganze Oberfläche
weniger glänzend, der Halsschild schmäler und nach vorn mehr
verengt. Kopf schwarz, Kopfschild und Stirn zwischen den Augen
rot, jede ce mit 4 sehr großen Makeln, gestellt wie bei
8-signatus, aber 2-2 und 4--4 an der Naht bindenartig verbun-
den. L. 2,8 mm. — Monsolki.
7. B. bifasciatus Bar. — Länglichoval, mäßig gewölbt, glän-
zend. Flügeldecken gelbrot, mit 2 schwarzen, unregelmäßigen Bin-
den, die man sich durch Verfließung der vergrößerten Makeln des
8-signatus entstanden denken kann: Die erste Binde aus den Flek-
ken 31-2 und mit dem Schildehen und der Naht verbunden,
die zweite Binde aus den Makeln 4-14, die über die Naht zusam-
menfließen. Kopf schwarz, Mund, Taster und Fühler, Oberlippe,
Vorderrand des Kopfschildes gelbrot, unregelmäßig spärlich punk -
tiert und sehr zart retikuliert, zart bewimpert. Halsschildseiten in
der Mitte gerundet, Hinterwinkel stumpfwinkelig, sehr fein punk-
tiert und retikuliert, matt, schwarz, Vorderwinkel gelbrot. Schild-
chen dreieckig, glänzend, schwarz. Flügeldecken punktiert und
sehr zart retikuliert. Unterseite schwarz, Mund und Spitzenränder
der Bauchsegmente, das vorletzte und die beiden vorhergehenden
gelbrot, dicht punktiert und lederig. Hinterbrust in der Mitte ein-
gedrückt, glänzend, ein wenig quer gerunzelt, an den Seiten sehr
dicht und sehr fein punktiert. Beine gelbrot, Schenkel schwarz. L.
3,5 mm. — Tjan-Schan.
8. B. discors Bar. — Ähnelt dem 3. mongolicus Fl., aber we-
niger gewölbt, flachgedrückt, stärker punktiert, aber glänzender.
Länglichoval, oben gelbrot, Halsschild mit einem, jede Flügeldecke
mit 4 schwarzen Makeln. Die Makel des Halsschildes ist trapez-
förmig, am Hinterrande. Auf den Flügeldecken Makel 1 fast drei-
eckig, mit der vorderen Spitze die Schulterbeule berührend, Makel
2 etwas birnförmig, ihr Innenrand dem der gleichen Makel der
anderen Decke parallel, nahe der Naht, ihr Beginn am Anfang des
2. Viertels der Deckenlänge, Makel 3 langoval im 3. Viertel nahe
dem Seitenrande, Makel 4 ist länglich und an ihrem Hinterende
nach außen gekrümmt, nahe der Naht im letzten Drittel gelegen,
808 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Naht und Spitzenrand nicht berührend. Kopf dicht punktiert und
retikuliert, sehr fein und spärlich goldig behaart, vorne gelbrot,
hinten und am Scheitel’ pechschwarz, Taster und Fühler braun, am
Ende pechschwarz. Halsschildseiten in der Mitte fast gerade, Hin-
terwinkel breit gerundet, dicht punktiert und retikuliert, glänzend,
die schwarze Makel gleich dem inneren Drittel der Halsschildbreite.
Schildchen dreieckig, schwarz, glänzend. Flügeldecken punktiert
und retikuliert, glänzend. Unterseite schwarz, Kopf, Vorderbrust an
der Spitze und den Seiten, das letzte Bauchsegment ganz, das vor-
letzte und die beiden vorhergehenden am Vorder- und Seitenrande
geibrot, dicht punktiert und retikuliert. Hinterbrust in der Mitte
der Länge nach eingedrückt, quergerunzelt und unregelmäßig ein-
zeln punktiert und mit Nabelpunkten besetzt. Beine gelbrot,
Schenkel pechschwarz. L. 3—3,6 mm. — Pamir, Turkestan.
5. Platynaspini.
Im paläarktischen Gebiete nur eine Gattung.
52. Gattung: Platynaspis Redtb.
(Redtenbacher 1843, 6, 11; 1849, 575; 1858, 970; 1874, 556 —
Mulsant 1846, 250; 1850, 945 — Seidlitz 1872, 47; 1891, 68; 1888,
68 — UCrotch 1874, 196, 1958 — Chapuis 1876, 244, 251 — Weise
1879, 90 (s. p. 3); 1885, 5 — Ganglbauer 1899, 979, 980 — Reitter
1911, 133, 134 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Jacobson 1916, 990 —
Schaufuss 1916, 539, 561 — Mader, Ev. I. 1927, 23; Ent. Nachr. Bl.
1933 51)
Synonym: Microrhymbus Gerst. (Arch. Natg. 1871, 348).
Von 37 Arten im paläarktischen Gebiete 7.
Anmerkung: Croich (1874, 198) beschrieb noch Platynaspis Wallacei
von Flores. Es gibt nun eine Insel Flores der Azoren, eine Sundainsel, eine Insel
vor Uruguay und mehrere Orte gleichen Namens. Wahrscheinlich meint Crotch
die Sundainsel. Wäre die Azoreninsel gemeint, dann wäre die Art auch paläark-
tisch. Für alle Fälle hier die lakonische Diagnose: ‚‚Allied to P. Solieri; thorax
almost emarginate before the scutellum; black; thorax with the sides broadly,
elytra with a small subapical point, fulvous. L. 1 lin. Flores. — Thorax deeply
bisinuate at the base and produced in front of the scutellum.““
Tabelle der Arten.
1 (22) Flügeldecken nicht ganz schwarz.
2 (15) Flügeldecken schwarz mit hellen Makeln.
3 (14) Flügeldecken ohne hellen Seitensaum.
n a nn — =
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 809
4 (13) Die Makeln der Flügeldecken sind ausgesprochene Makeln
und nicht Überbleibsel einer ehemals hellen Grundfarbe.
5 (8) Jede Decke mit 2 hellen Makeln, einer vor und einer hin-
ter der Mitte, oder beide Makeln miteinander zu einer Art
Längsbinde verflossen.
6 (7) Die beiden Makeln sind getrennt. (Ich sah ein Stück aus
Syrien, bei welchem die beiden Makeln sehr vergrößert
sind, ferner ein Stück aus den Pyrenäen, bei dem die vor-
dere Makel in 2 Makeln geteilt war. L. 2,5—3,5 mm. —
Europa, Mittelmeergebiet, Westasien.
1. eben ee
7(6) Die beiten Makeln fließen Aa jeder Decke zusammen.
1. luteorubra a. confluens Mls.
8(5) Jede Flügeldecke nur mit einer hellen Makel, diese aber
keine Längsbinde.
9 (12) Diese Makel ist gut abgerundet und liegt ausgesprochen
vor der Mitte oder sie liegt an der Basis und ist meist nicht
von bestimmter Form.
10 (11) Die Makel ist gut abgerundet und liegt vor der Mitte.
1. luteorubra a. Karamanı Ws.
11 (10) Der helle Fl Teck liegt an der Basis beim Schildehen, mit-
unter auch das Überbleibsel einer einst hellen Grundfarbe
darstellend. L. ca. 4 mm. — Japan, China. I
u 6. Lewisi a. obscura Sie,
2(9) Die Hol Makel i ist länglich oval und hat einen Appendix
nach außen, gleichsam als ob sie mit einer viel kleineren
. äußeren Makel verflossen wäre. Halsschild schwarz, mit
breitem gelbem Seitensaum. L. 3 mm. Fg. 7. — China.
. 2. angulimaculata Mad.
13 (4) Die Bellen Flecken stellen die Überbleibsel einer einstigen
hellen Grundfarbe dar. Hierher kämen stark verdunkelte
Stücke der Art sub 20, Lewisi Cr.
14 (3) Flügeldecken mit einem rötlichgelben Seitensaum, der an
der Schulter beginnt, sich dann bis zur Mitte verschmälert,
dann auf einen sehr schmalen Saum neben der Seitenrand-
kehle beschränkt ist und vor der Spitze wieder deutlich
wird. Auf jeder Decke befinden sich dann noch 2 wenig
abgerundete rötlichgelbe Makeln, beide frei oder mehr
oder minder verflossen. L. 3,3 mm. — Canaren. .
: 3. bella Woll.
15 (2) Cnndehe, ne Flügeldecken hell, ee schwarz.
810
Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
16 (17)
17 (16)
18 (19)
19 (18)
20 (21)
21 (20)
22.643
Nur eine schwarze Makel auf jeder Flügeldecke von }/;
bis 33 der Deckenlänge, der Naht näher als dem Seiten-
rande. Halsschild mit einer schwarzen Basalmakel. L. 3
mm. — Sikkim, Himalaya. ee
R 4. Re Ws.
Tivel har Makeln oder Wische auf jeder Flügeldecke,
meist auch ein schwarzer Naht- oder auch Seitensaum.
Halsschild ganz schwarz. Der schwarze Nahtsaum beginnt
schmal am Ende des Schildehens, erweitert sich schnell
zu einer länglichen Makel, ist hinter der Mitte schmal und
setzt sich um die Naht herum noch am Hinterrande fort.
Die Makeln der Flügeldecken sind groß, queroval, die
hintere gewöhnlich kleiner als die vordere. L. 3,5 mm. —
China. ee
B 5. en Ws.
Halsschild Hicht ganz ehe schwarzer Nahtsaum mehr
oder weniger breit, hinter dem Schildchen aber nicht
makelartig erweitert.
Art aus China und Japan, mit grob punktierten Flügel-
decken. — Fast kreisförmig. Kopf gelbrot, Halsschild
schwarz, vorne sehr schmal, Vorderwinkel dreieckig gelb-
rot; Flügeldecken gelbrot, ringsherum schwarz gerandet
und jede Decke mit 2 fast länglichen, schwarzen Dorsal-
flecken, einer etwas vor, einer etwas hinter der Mitte. L.
ca. 4 mm. — Fe. 8.
Ru a6 Bewisi fi
An von Br en mit schwer sichtbar punktierter
Oberseite. — Oben rotgelb, Kopf und Scheibe des Hals-
schildes mehr oder minder geschwärzt, die Seitenränder
und Naht der Decken sehr schmal geschwärzt und auf
jeder Decke 2 kleine, einzeln hintereinander stehende Ma-
keln oder Wische mehr oder weniger schwärzlich. L. 3
bis 3,3 mm. — (Vergleiche auch Brumus tetradyma Frm.)
7. 4-plagiata Woll.
Se ei En de Art, nur Fühler, Taster, Beine
und Epipleuren der Flügeldecken dunkel rostrot. L. 1,5
bis 2 mm. — Japan. a N N:
Telsimia nigra Ws.
Diese Art, die schon viel hin- und hergeworfen wurde, habe ich
zur Vorsicht hier aufgenommen, falls sie wieder einmal jemand als
Platynaspis ansprechen sollte. Vide bei Telsimiini.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden s1l
1. Pl. Iuteorubra Gze. (villosa Frer., 4-maculata Rossi, #-gut-
tata Brahm, pubescens Ol., bisbipustulata F., 4-pustulata Kug,.,
bisbiverrucata Payk., bipustulata Dum., rufimana Eschsch., ? spec-
tabilis Fald., #-notata Duf.) — Ziemlich breit oval, nur mäßig
stark gewölbt, oben ziemlich dicht mit anliegender grauer Behaa-
rung bekleidet. Schwarz, der Halsschild gewöhnlich mit einer nach
hinten verkürzten oder auf eine Makel in den Vorderwinkeln redu-
zierten gelbroten oder gelben Seitenbinde, beim Männchen auch
der Kopf gelbrot oder gelb, jede Flügeldecke mit einer großen,
runden, roten Makel vor der Mitte und einer kleineren vor der
Spitze. Beide Makeln können miteinander verflossen sein (a. con-
fluens Mls.) oder es fehlt die hintere Makel (a. Karamanı Ws.).
Ich sah auch ein Stück aus Syrien mit sehr vergrößerten Makeln,
ferner eines aus den Pyrenäen mit geteilter Vordermakel. Die
Spize der schwarzen Schenkel, Schienen und Tarsen braunrot oder
gelbrot, beim Männchen auch die Vorderschenkel gelbrot oder nur
an der Basis schwarz. Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht,
die Flügeldecken viel stärker punktiert. Beim Männchen das 5.
Bauchsegment am Hinterrande ausgebuchtet. L. 2,5—3,5 mm. —
Europa, Mittelmeergebiet, Westasien.
Der Anfänger hüte sich, diese Art mit Seymnus [rontalis a.
4-pustulatus zu verwechseln, er beachte die Kopfbildung.
2. Pl. angulimaculata Mader (Ent. Nachr. Bl. XII. 1938, 51,
35). Fg. 7. — Kurzoval, mäßig gewölbt, mäßig glänzend, oben
dicht aber fein punktiert, auffällig rauh und greis behaart.
Schwarz, Kopf beim Männchen gelbrötlich, beim Weibchen
schwarz, auf dem Halsschilde ein nach hinten schmäler werdender
Deitensaum gelbrötlich, die Breite dieses Saumes vorn bis zur Aus-
buchtung hinter den Augen reichend. Auf jeder Flügeldecke ist
eine gelbrötliche Makel, welche außen vorne und hinten ausgeran-
det ist, daher winkelig erscheint. Man könnte diese Makel auch
aus zwei Makeln zusammengesetzt ansehen: aus einer größeren
langovalen und einer viel kleineren äußeren Makel. Der innere
Teil dieser Makel ist der Naht näher als dem Seitenrande und
erstreckt sich von !/, bis zu 25 der Deckenlänge. Der Appendix
dieser Makel befindet sich nach außen hinter der Mitte der Makel
und trifft auf diese fast senkrecht auf. Unterseite schwarz, Fühler,
Taster zum Teile, Schienen und Tarsen schmutzig rostrot. L. 3mm.
— China. (Szetschwan, Yunnan).
3. Pl, bella Woll. — Breit oval, gewölbt, sehr glänzend, kahl
812 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
erscheinend, aber sehr fein behaart, wenigstens am Rande des
Halsschildes und der Flügeldecken. Kopf gelbrot, am Scheitel ver-
dunkelt. Halsschild gelbrot mit schwarzer, in der Mitte verengter
Längsmakel, von der Basis bis zum Vorderrande reichend. Flügel-
decken schwarz, mit einem rötlichgelben Seitensaum, der an der
Schulter beginnt, sich dann bis zur Mitte verschmälert, dann auf
einen sehr schmalen Saum neben der Seitenrandaufkehlung (wel-
che schwarz bleibt) beschränkt bleibt und vor der Spitze wieder
deutlich wird. Auf jeder Decke befinden sich dann noch 2 wenig
abgerundete Makeln, die vordere größer, im 2. Viertel der Decken
und in der inneren Hälfte, die kleinere hintere vor der Spitze.
Beide Makeln sind entweder isoliert oder mehr oder weniger zu-
sammengeflossen. Unterseite schwarz, Bauch zur Spitze heller wer-
dend; Beine gelbrot, Schenkel mehr oder weniger, Hinterschenkel
jedoch stark verdunkelt. L. ca. 3,3 mm. — Canaren.
Die Art ist von Wollaston trotz der Kopfbildung als Epilachna beschrieben
worden, galt lange als solche, ist auch im Wiener Museum noch als Epilachna
eingereiht.
4. Pl. trimaculata Ws. — Kurz oval, hell rötlich gelbbraun,
dicht punktuliert und zart greis behaart, mäßig glänzend. Die
Brust schwärzlich, Stirn und Halsschild mehr weißlich, letzterer
mit einer großen schwarzen Makel, welche das mittlere Drittel der
Basis einnimmt, nach vorn verengt ist und ein Stück hinter dem
Vorderrande endet. Sie hat keine scharfen Ränder. Auf jeder Flü-
geldecke liegt eine länglich ovale, schwarze Makel von Y; bis 3
Länge, der Naht näher als dem Seitenrande. Ihr Innenrand ist der
Naht, ihr Außenrand den Seiten ziemlich parallel. L. 3 mm. —
Sikkim, Himalaya.
5. Pl. maculosa Ws. — Kurz oval, gewölbt, oben lang und
greis behaart. Kopf schwarz, ein feiner Saum am Vorderrande des
Kopischildes sowie Taster und Fühler rötlichgelbbraun; ähnlich
sind auch die Beine, Epipleuren und ein breiter, verwaschen be-
grenzter Saum des Bauches gefärbt, die übrigen Teile der Unter-
seite und der Halsschild nebst dem Schildchen schwarz. Flügel-
decken blaß rötlich gelbbraun, ein Nahtsaum und zwei Makeln
jeder Decke schwarz. Der Saum beginnt schmal am Ende des
Schildchens, erweitert sich schnell zu einer länglichen Makel, ist
hinter der Mitte schmal und setzt sich um die Naht herum noch
am Hinterrande fort. Die Makeln der Decken sind groß, quer-oval
(die hintere gewöhnlich kleiner als die vordere) und unter sich
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden - 813
sowie vom Vorder- und Seitenrande gleich weit entfernt, aber
dem Nahtsaum mehr genähert. Kopf und Halsschild dicht und sehr
fein punktiert, die Flügeldecken kräftiger. Hinterschienen kurz
und sehr breit, völlig flach gedrückt. L. 3,5 mm. — China.
6. Pl. Lewisi Crotch Fg. 8. — Fast kreisförmig. Kopf gelbrot,
Halsschild schwarz, vorne sehr schmal, Vorderwinkel dreieckig
gelbrot; Flügeldecken gelbrot, ringsherum schwarz gerandet und
jede Decke mit 2 fast länglichen, schwarzen Dorsalflecken, einer
etwas vor, einer etwas hinter der Mitte. Flügeldecken grob und
spärlich punktiert. Die dunkelsten Stücke (a. obscura Sie.) sind
vollständig schwarz, mit einem Basalfleck beim Schildcehen, Kopf,
Vorderwinkel des Halsschildes und der Bauch von hellerer Farbe.
L. ca. 4 mm. — Japan, China, Indien, Formosa.
7. Pl. 4-plagiata Woll. — Oben rotgelb, Kopf und Scheibe des
Halsschildes mehr oder weniger geschwärzt oder gebräunt (eine
Mittellinie auf dem Halsschilde bisweilen ausgenommen), die Sei-
tenränder und Naht der Flügeldecken sehr schmal geschwärzt und
auf jeder Decke 2 kleine, einzeln hintereinander stehende Makeln
oder Wische mehr oder minder schwärzlich. Oberseite stark glän-
zend, fast kahl erscheinend, jedoch wenigstens am Rande des Hals-
schildes und der Flügeldecken sehr fein behaart. L. 3—3,3 mm. —
Canaren.
Auch diese Art hat Wollaston als Epilachna beschrieben und galt bis in die
Jetztzeit als solche. Peyerimhoff (Bull. Mus. Paris, XIV. 216, 1942) spricht diese
Art als einen Brumus an, ich weise sie aber gleich anderen Autoren als Platynaspis
aus, wie ebenso bella Woll.
6. Telsimiini.
Diese Gattungsgruppe enthält überhaupt nur eine Gattung.
53. Gattung: Telsimia Casey.
(Casey, Journ. New York. Ent. Soc. VII, 1899, 166 — Chapin,
Proc. Biol. Soc. Wash. 39, 1926, 129).
Von 7 Arten im paläarktischen Gebiete 2.
Tabelle der Arten.
1 (2) Hinterrand des 5. Bauchsegmentes des Männchens schwach
zweibuchtig, Metasternum mit einer kurzen, fein einge-
drückten Linie, welche vom Hinterrande nach vorwärts
814 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
läuft, ziemlich grob und gleichmäßig 5 L. 2 mm.
— Japan.
1. nie Ws.
2 €C1) Eintenrand de 5. Batchssgmen ee des Männchens nicht
zweibuchtig, sondern an der Spitze halbkreisförmig aus-
gerandet, Metasternum ohne eingedrückte Mittellinie, mä-
> En und En es L. 2,25 mm. — China.
SI OR .. . 2. emarginatus Chapin.
1.5: ne Ws. — Stark gerundet, mäßig gewölbt, fein und
dicht weißlichgrau behaart, schwarz, der Vorderrand des Kopfes
öfter mit einem helleren Saume; Taster, Fühler und Beine dunkel
rotbraun. Der Kopf ist dicht und fein punktiert; die Augen groß,
am Innenrande fast geradlinig begrenzt, nach vorn in eine ziemlich
spitze Ecke ausgezogen. Halsschild an den Seiten ziemlich gerade,
die Hinterecken abgerundet, die Vorderecken wenig spitz, der Hin-
terrand vor dem Schildehen deutlich nach hinten ausgezogen, die
ganze Oberseite mäßig dicht und sehr fein punktiert. Die Schenkel-
linie krümmt sich in einem weiten und sehr flachen Bogen, der Yı
der Länge des Segmentes vom Hinterrande entfernt bleibt, bis zum
Seitenrande, den sie im 2. Drittel seiner Länge erreicht. Der von
ihr eingeschlossene Raum ist weitläufig und kaum sichtbar punk-
tiert, während der übrige Teil des Segmentes (nach den Seiten
hin stärker), und die übrigen Segmente dicht und stark punktiert
sind. L. ca. 2 mm. — Japan (Nagasaki, Hilgendorf).
Diese Art ist sehr umstritten und wurde in der Systematik hin- und herge-
worfen. In Junk’s Col. Cat. Pars 120, 1932 referiert sie Korschefsky sowohl als
Pentilia Mls. (p. 225), als auch als Platynaspis Redtb. (p. 234). Chapin, 1. c.,
transferierte die Art in die Gattung Telsimia Cas. und gibt auch eine Tabelle der
Arten, in welche er aufnimmt: Notolipernes (Lipernes) subviridis Blackb., Platy-
naspis ceylonica Ws., Pentilia nigra Ws., Telsimia nitida und emarginata Chapin.
Fehlend sind in dieser Tabelle Telsimia inornata Cas., Tels. tetrasticta Gas. und
die übrigen von Blackburn als Lipernes beschriebenen Arten, von denen Chapin
möglicherweise nur die subviridis als zu Telsimia gehörig herausgegriffen hat.
Korschefsky, 1. c. p. 587, trägt nun die Gattung Telsimia nach, zählt dazu aber
nur die beiden Arten von Casey und die beiden von Chapin und beläßt ohne Be-
sründung die übrigen Arten bei ihren alten Gattungen.
Um auf unsere obige Art wieder zurückzukommen: Weise be-
schrieb sie zuerst (D. E. Z. 1879, 149) als Pentilia, schrieb aber da-
zu: „Obgleich mir die Gattung Pentilia Muls. unbekannt ist, stelle
ich diese Art zu derselben, da sie eine ganze Schenkellinie besitzt,
und der Hinterleib nur aus 5 sichtbaren Segmenten besteht. Sie
würde sonst mit Platynaspis sehr übereinstimmen.“ Die Stellung
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 815
zu Pentilia ist schon deshalb irrig, weil Mulsant seine Gattung Pen-
tilia in der Gruppe Gymnosomides bringt, sie also oberseits kahl
ist, während Weise seine Art als behaart beschreibt. In der Folge
zählt Weise seine Art der Gattung Platynaspis zu (Best.-Tab. II,
2. Aufl. 1855, p. 55 nota und D. E. Z.1900, 422). Jacobson 1916
und ich sind in der Folge der Autorität Weise’s gefolgt. Ich kenne
die Art in natura nicht und kann mir kein eigenes Urteil bilden,
seitdem ich aber die Arbeit Chapin’s kenne, will ich mich der An-
sicht Chapin’s anschließen und die Art als Telsimia ansprechen,
und es wird gut sein, wenn die Art auch im Col. Oat. zu Teelsimia
gestellt wird. Welches ihr nächstes Schicksal sein wird, kann ich
nicht vorhersagen.
2. T. emarginata Chapin. — Eiförmig, 5/, länger als breit,
nach hinten mehr verengt als nach vorne. Schwarz, Fühler und
Beine kastanienbraun. Oberseite mit Ausnahme des glatten Randes
des Kopfschildes fein und dicht punktiert. Behaarung grau, dicht,
kurz und niedergedrückt. Prosternum grob und dicht punktiert,
Metasternum feiner und weniger dicht punktiert, die Punktierung
dichter gegen den Seitenrand. Erstes Bauchsegment ziemlich fein
und spärlich punktiert. Schenkellinie stark ausgebildet, ihre
Außenhälfte parallel zum Hinterrande des Segmentes fast bis zum
Seitenrand, wo sie ist umkehrend für eine kurze Strecke, der von
ihr eingeschlossene Raum mit einigen Punkten in der hinteren
Hälfte. Zweites und die foigenden Bauchsegmente dicht und fein
punktiert. Schenkel fein und spärlich punktiert.
Männchen: Der Hinterrand des 4. Bauchsegmentes ist gerade,
das 5. Segment ist zweimal so lang wie das 4. und ist an der Spitze
halbkreisförmig ausgerandet. Gerade vor dieser Ausrandung und
an jeder Seite der Mittellinie ist eine leicht angeschwollene Stelle.
Weibchen: Der Hinterrand des 4. Bauchsegmentes ist gerade
wie beim Männchen, das 5. ist hinten gerundet.
L. 2,25 mm. — China (Foochow).
7. Pentiliini.
54. Gattung: Pentilia Mls.
Die Gruppe der Pentiliini besteht aus den rein amerikanischen
Gattungen Pseudosmilia Breth. und Pentilia Mls. und hat nach dem
Ausscheiden der Pentilia nigra Ws. in die Gattung Telsimia Cas.
keinen paläarktischen Vertreter mehr. Diese behaarte Art, die
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 51
816 Entom. Arbeiten aus den Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
keinesfalls zu den kahlen Pentiliini gehören kann, ist wohl im Col.
Cat. p. 225 noch bei Pentilia und p. 234 bei Platynaspis aufgezählt,
wird aber dort gestrichen werden müssen. Über diese Art siehe bei
Telsimiini.
Eine andere südamerikanische Pentilia, die nach den Autoren Kraatz (D. E.
Z. 1873), Weise (Best.-Tabelle), Seidlitz (Fn. Balt.) und Ganglbauer eine Zeit lang
in Deutschland herumgespukt hat, ist P. egena Mls., die Kraatz 1873 nochmals
als Exochomus minutus beschrieb und zwar aus dem Thüringer Wald stammend.
Ein zweites Stück wurde aber nie mehr gefangen, die Art blieb verschollen. 1907
legte Hubenthal die Type Weise vor und dieser identifizierte den Exochomus mi-
nutus Kr. nun als die süädamerikanische Pentilia egena Mls. Nachdem es ausge-
schlossen ist, daß eine rein amerikanische Gattung ausgerechnet im Herzen von
Deutschland einen Vertreter hervorgebracht hätte, die Art andererseits seit mehr
als 70 Jahren in Europa nie mehr gesehen wurde, müssen wir gleich Hubenthal
(D. E. Z. 1905, 270) annehmen, daß Gutheil, der oft exotische Käfer erhalten
hatte, eine Verwechslung der Vaterlandsangabe passiert ist und die Art sowohl
aus der deutschen als auch aus der paläarktischen Fauna gestrichen werden muß.
Diese Art wurde auch aus Italien berichtet, aber Capra (B. It. 1927, 160) bemerkt,
daß alle italienischen Exochomus minutus Kr. sich als Hyperaspis concolor Suffr.
erweisen.
ö. Coelopfterini.
(Pharini, Sticholotini, Pseudococcinellidae)
Tabelle der Gattungen.
1 (4) Flügeldecken kahl.
2 (3) Körper kreisrund oder fast kreisrund. Fühler deutlich 11-
gliedrig, Keule schlanker. Epipleuren der Flügeldecken
breit beginnend und sich nur wenig gegen die Spitze hin
verschmälernd, deutlich bis zur Spitze reichend und dort
stumpf endend. . . . ra
55. Sticholotis Cr.
Ich kenne in natura bloß 2 runde Sticholotis-Arten, weshalb ich
zwei mir wichtig erscheinende Merkmale in der Tabelle eingeklammert
habe. Es gibt auch ovale Sticholotis-Arten (z. B. 13-notata) und meine
Meinung geht dahin, daß die Gattung Plotina wahrscheinlich um die
ovalen Sticholotis-Arten vermehrt werden wird. Man müßte diese letz-
teren auch kennen, um zu urteilen, ob meine eingeklammerten Gegen-
sätze durchgreifend trennende sind. In der Gattung Sticholotis soll es
auch vorkommen, daß die stärkeren Punkte der doppelten Flügeldek-
_ kenpunktur häufig in Form von einer oder mehreren Längsreihen an-
geordnet sind. Ob dies ein spezifisches Merkmal der runden -Arten ist,
oder ob es auch bei ovalen Arten vorkommt, kann ich momentan nicht
beurteilen.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 817
3 (2) Ovale Arten (Fühler 11gliedrig, 10. und 11. Glied erschei-
nen wie verwachsen, Keule dicker. Epipleuren der Flügel-
decken breit im Anfange, nach den Hinterhüften sich stär-
ker verschmälernd und am Ende ganz spitz zulaufend).
2 1 See er a ee 56. Plotina Lew.
4 (1) Flügeldecken dicht und kurz behaart.
5 (6) Augen kahl, Fühler Be A
57. Coelopterus Mls.
6 ): Ausen Behaark Fühler 10gliedrig. a a
3 ä 58. Pharoscymnus Bed.
55. Gattung: Sticholotis Cr.
(Croteh 1874, 200 — Jacobson 1916, 989 — Mader, Ev. 1.
1927, 23; Ent. Anz. 1931, 200).
Synonym: Gymnoscymnus Blackb. (Trans. Roy. Soc. S. Austr.
XV. 1892, II. 241).
Die meisten Arten besitzen auf den Flügeldecken vor der
Mitte ein oder mehrere Punktreihen oder Streifen, welche für die
Untersuchung der Arten wichtig sein können.
Von 45 Arten im paläarktischen Gebiete 7 oder 8.
Tabelle der Arten.
1 (2) Flügeldecken dreifarbig: Rotbraun mit schwarzer und
weißgelber Zeichnung. — Flügeldecken mit je 2 Reihen
stärkerer Punkte von !/, bis '/ der Länge, ziemlich parallel
der Naht. Der Raum zwischen Naht und der inneren
Punktreihe etwas feiner als die Scheibe punktiert. L. 3
mm. Fg. 9. — Japan. Se
23 | Zap lee: Se Ze Gr 1. Hillerı Ws.
2 (1) Flügeldecken höchstens zweifarbig.
3 (65) Auf hellerer Grundfarbe mit dunklerer Zeichnung.
4 (7) Die dunklen Makeln der Flügeldecken stehen frei entlang
des Seitenrandes der Decken, kein dunkler Saum.
5 (6) Flügeldecken gelbbräunlich, zusammen mit 12 schwarzen
Makeln, davon 2 auf der Naht gemeinsam. Hinter dem
Schildchen auf jeder Decke nahe der Naht ein kurzer,
leicht gebogener Streifen, der eine starke, jedoch nur mä-
Big dichte Punktreihe trägt, den Innenrand der schwar-
zen Makel in Y; der Länge berührt und an deren Hinter-
rand endet. L. 2,3 mm. — Sikkim, Himalaya. \
SER 2. 12-punctata Ws.
51*
0818
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
6(5)
en
8 (3)
9 (10)
10 (9)
11 (12)
12 (11)
13 (16)
Flügeldecken rot, zusammen nur mit 4 schwarzen Makeln,
davon 2 auf der Naht gemeinsam. (Über Punktreihen finde
ich bei dieser Art keine Angaben.) L.. 1,75 mm. — Japan.
3. Ppictipennis Lew.
Fl üpeldeekönr rot mit her Zeichnung: Seitensaum in
Ver ade mit 2 Makeln, die 1. rundlich auf der Schul-
ter, die 2. hinter der Mitte auf der Scheibe. Der Seiten-
saum biegt sich vor der Spitze wieder an der Naht zurück
und bleibt deutlich getrennt von einer großen, runden,
gemeinsamen Makel vor der Mitte. Flügeldecken ohne
Spur einer Punktreihe. L. 2—2,25 mm. Fg. 10. — Japan.
4. punctata Cr.
Flügeldeckeh ame dene Grundfarbe mit mehr oder
minder hellerer Zeichnung.
Auf den Flügeldecken keine Spur einer Punktreihe. —
Hieher die Art sub 7, wenn man die Grundfarbe als
schwarz betrachten wollte. Dann hätte jede Decke eine
lebhaft rote Längsbinde, welche aus 2 Bogen besteht, die
auf der linken Decke zusammen etwa die Form einer 3
haben, von welcher die Hälfte des oberen Bogens fehlt.
L. 2—2,25 mm. Fg. 10. — Japan. i
4, Aunokain Cr.
N de Flügeldecken Heben ich aus der Punktierung
wenigstens nahe der Naht mindestens 2 Punktreihen ab.
Elnseldecken schwarz mit je einer roten Längsbinde, die
dicht hinter dem Basalrande beginnt und vor der Spitze
die Naht nicht ganz erreicht. Die Art ist leicht kenntlich
an der sehr dichten und für die Gattung ziemlich starken
Punktierung der Flügeldecken, zwischen welcher sich je
4 stärkere Punktreihen bis hinter die Mitte verfolgen las-
sen; die inneren sind sehr deutlich, obwohl die Punkte
nicht ganz genau in einer Linie stehen, die beiden äußeren
sind unregelmäßig und schlecht zu erkennen. L. 2 bis
2,4 mm. — Sikkim, China. . een.
ENT NER DE SAE: 5. bilineata Ws.
Flügeldecken anders gezeichnet.
Flügeldecken dicht punktuliert, die Stärke der Punkte
nach innen etwas abnehmend und auf der höchsten Stelle
ein ovaler, fast glatter Raum, der außen von 2 gebogenen,
stärkeren Punktreihen begrenzt wird. Spuren einer dritten
Reihe können auftreten. Die Scheibe der Flügeldecken
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 319
wird durch einen schwachen Eindruck vom ziemlich brei-
ten, sparsamer punktulierten, abgesetzten Seitenrande ge-
schieden, daselbst mehr oder minder Anzeichen weiterer
Punktreihen.
14 (15) Flügeldecken schwarz, rot sind: der Rand, die Spitze und
eine unregelmäßige Figur, welche aus einer parallel der
Naht laufenden Binde und 2 äußeren, queren, an ihren
Enden erweiterten Ästen besteht. L. 2,5 mm. — Japan.
6. substriata Ur.
15 (14) Flügeldecken schwarz, mit je 2 roten, wenig scharfen Ma-
keln: die erste, in etwa Y; der Länge, quer, bindenförmig,
die zweite, deren größerer Teil hinter 3; der Länge liegt,
ist kleiner, Se L. 2,5 mm. — Formosa, ? Japan.
7. jormosana Ws.
16 (15) Elug hleoken bt der Naht mit je 3 Punktreihen, diese
leicht nach außen gebogen und aus beinahe zusammen-
fließenden Punkten bestehend. Flügeldecken bräunlich-
schwarz, mit je 2 ovalen oder runden, schlecht begrenzten
dunkelfuchsroten Flecken, Seitenrand rötlich durchschei-
nend. L. 2,8 mm. — China, Borneo. ar A Ay ee
. 6. Conrjueii Ms.
1. St. Hilieri Ws. Fg. 9. — Fast kreisförmig, ziemlich gewölbt,
oben kahl, nur der Kopf wie die Unterseite mit den Epipleuren der
Flügeldecken sparsam fein behaart, mäßig glänzend. Kopf, Hals-
schild und Unterseite nebst den Beinen einfarbig rostbraun, die
Flügeldecken rotbraun, mit schwarzer und weißgelber Zeichnung.
Die schwarze Zeichnung besteht aus einem breiten Naht- und
Seitensaume (letzterer läßt den breit abgesetzten Seitenrand frei)
und 5 Makeln auf jeder Decke. Makel i ist ziemlich groß und rund,
auf dem Schulterhöcker, vorn bis zur Basis reichend, 2 ist sehr
groß, elliptisch, in der Mitte zwischen Naht und Seitenrand auf
der Scheibe, von !, bis über Y/; der Länge, 3 ist kreisrund, in 3, der
Länge, der Naht genähert. Die Makel 1 wird hinten, Makel 3 vorn
von einem breiten weißgelben Mondflecken umgeben und dadurch
von Makel 2 getrennt. Kopf und Halsschild sind dieht und ziem-
lich kräftig, die Flügeldecken stärker und tiefer punktiert, jede
mit 2 Reihen stärkerer Punkte, von Yı bis /, der Länge, ziemlich
parallei der Naht. Der Raum zwischen der inneren gedrängten
Punktreihe und der Naht ist etwas feiner als die Scheibe punktiert.
Die Schenkellinie ist ein flacher Viertelkreis, sie verbindet sich mit
320 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955
dem Hinterrande des Segmentes. Beim Männchen ist der 5. Bauch-
ring an der Spitze leicht ausgerandet. L. 3 mm. — Japan.
2. St. 12-punctata Ws. — Halbkugelig, wenig länger als breit, |
hell bräunlich gelb, glänzend, Kopf und Thorax bräunlichrot, das
Schildchen und 12 punktförmige Makeln auf beiden Decken
schwarz. Von diesen Makeln sind 2 gemeinschaftlich, die erste um-
gibt das Schildchen, die zweite liegt in %, der Länge und besteht
aus zwei Punkten, die sich an der Naht berühren. Jede Decke dann
noch mit 5 Makeln. Davon liegt Makel 1 hinter der Basis und be-
deckt mit ihrem Außenrande die kleine Schulterbeule, 2 und 3 bil-
den eine schräge Querreihe, 2 befindet sich nahe der Naht in etwa
1/;, Länge, 3 ein Stück über dem Seitenrande vor der Mitte. Makel
4 liegt hinter der Mitte, von der Naht und dem Seitenrande etwa
gleich weit entfernt, aber der Makel 3 näher als der Makel 2. Der
5. Fleck endlich ist kleiner als die vorhergehenden, quer dreieckig,
und steht hinter der zweiten gemeinsamen Makel, über dem Sei-
tenrande. Der Kopf ist gewirkt und flach punktuliert, der Hals-
schild sehr dicht punktiert, in der Mitte der Scheibe fein, an den
Seiten stärker, leicht runzelig. Die Flügeldecken weniger dicht und
innen bedeutend feiner als der Halsschild punktiert, die Punkte
nehmen nach außen an Stärke zu. Hinter dem Schildchen befindet
sich auf jeder Decke in der Nähe der Naht ein kurzer, leicht ge-
bogener Streifen, der eine starke, jedoch nur mäßig dichte Punkt-
reihe trägt; er berührt den Innenrand der schwarzen Makel 2 und
endet an deren Hinterrande. L. 2,3 mm. — Sikkim, Himalaya.
3. St. pietipennis Lew. — Diese Art ist viel kleiner als punc-
tatus Or. und die Punktierung ist viel feiner auf dem Halsschilde.
Kopf rot, Halsschild schwarz, Vorderwinkel dunkelrot. Flügeldek-
ken rot, mit einem schwarzen Diskalfleck, den beiden Decken ge-
meinsam, 2 schwarzen seitlichen Flecken, einer auf jeder Seite in
der Mitte des Randes und ein Spitzenfleck. Unterseite und Beine
braun. L. 1,75 mm. — Japan.
4. St. punctata Cr./rufosignata Ws.) Fg. 10. — Diese Art er-
innert in jeder Hinsicht an substriata Cr., ist aber etwas kleiner,
gröber und dichter punktiert und ohne Punktreihen an der Naht
der Decken. — Schwarz, der Kopf rotbraun, öfter mit einem
schwärzlichen Anfluge auf der Stirn, Fühler gelbbraun, Flügel-
decken mit einer schmalen, lebhaft roten Längsbinde, welche aus
2 Bogen besteht, die auf der linken Decke zusammen ungefähr die
Form einer 3 haben, von welcher die vordere Hälfte des oberen
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 821
Bogens fehlt. Wollte man Rot als Grundfarbe betrachten, so würde
die schwarze Zeichnung derselben aus einem Seitensaum bestehen,
mit dem eine rundliche, die äußere Hälfte der Basis einnehmende
Makel auf der Schulter und eine ähnliche hinter der Mitte auf der
Scheibe zusammenhängt, sich vor der Spitze wieder an der Naht
zurückbiegt und von einer großen, runden, gemeinsamen Makel
vor der Mitte getrennt bleibt. Die Epipleuren sind dunkler rostrot
als die Beine und die Bauchspitze, die 4 Hinterschenkel sind zu-
weilen in der Mitte schwärzlich. Oberseite dicht und ziemlich stark
punktiert, nur vor der Spitze der Decken werden die Punkte seich-
ter und weitläufiger. L. 2—2,25 mm. — Japan.
5. St. bilineata Ws. — Leicht kenntlich an der sehr dichten
und für die Gattung ziemlich starken Punktierung der Flügel-
decken, zwischen welcher sich 8 stärkere Punktreihen bis hinter
die Mitte verfolgen lassen; die inneren sind sehr deutlich, obwohl
die Punkte nicht ganz genau in einer Linie stehen, die beiden
äußeren sind unregelmäßig und schlecht zu erkennen. Den Raum
zwischen der 3. und 5. Reihe nimmt eine wenig lebhaft rote Binde
ein, die dicht hinter dem Basalrande beginnt und vor der Spitze
die Naht nicht ganz erreicht. Der Körper ist schwarz, mäßig glän-
zend, Mund, Fühler und Beine hell bräunlichgelb, der Kopf, ein
feiner Saum am Vorder- und Seitenrande des Halsschildes, die
schon erwähnte Längsbinde der Flügeldecken und deren Seiten-
randkante bräunlichrot; Vorderbrust, Teile der Epipleuren und
der Bauch nach der Spitze hin rötlich pechbraun. Kopf und Hals-
schild sehr dicht punktuliert, letzterer stärker als der Kopf, aber
bedeutend feiner als die Flügeldecken. Auf diesen sind die Punkte
neben der Naht am kleinsten, nehmen nach außen allmählich an
Stärke zu und werden am Rande der Scheibe leicht runzelig. L. 2
bis 2,4 mm. — Sikkim, Himalaya, China (Fukien).
6. St. substriata Cr. — Kreisrund, halbkugelig, grob und ein-
förmig punktiert, glatt, rot und schwarz gescheckt. Halsschild an
der Basis in der Mitte schwarz. Flügeldecken schwarz, mit dem
Rande, der Spitze und einer unregelmäßigen Zeichnung rot; letz-
tere besteht aus einer der Naht parallelen Binde und 2 äußeren
queren Ästen, erweitert an ihren Enden. Jede Decke mit 2 dorsalen,
nach außen gekrümmten Punktreihen (die Punktur der ersten zu-
sammenfließend), auch mit Spuren einer 3. Reihe. Der Raum zwi-
schen der ersten Reihe und der Naht ist nicht punktiert. Parallel
zu dem stark aufgebogenen Rand sind Anzeichen von 2 anderen
322 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Reihen. Unterseite tief punktiert, das Metasternum eingedrückt,
der Eindruck sehr tief punktiert. L. 2,5 mm. — Japan.
7. St. formosana Ws. — Länglich-halbkugelig, düster bräun-
lichrot, unterseits etwas heller und mehr rostrot, die Flügeldecken
schwarz, jede mit 2 roten, wenig hervortretenden Makeln: die
erste, in etwa Y; der Länge, quer, bindenförmig, doppelt so breit
wie lang, beginnt hinter der Schulterbeule und von derselben wei-
ter entfernt als diese von der Basis und zieht wenig schräg nach
innen und hinten bis in die Nähe der Naht. Die zweite, deren grö-
ßerer Teil hinter 2 der Länge liegt, ist kleiner, gerundet, der Naht
viel näher als dem Seitenrande. Die Oberseite ist dicht punktuliert;
auf den Flügeldecken nimmt die Stärke der Pünktchen nach innen
etwas ab, und es entsteht an der höchsten Stelle ein ovaler, fast
glatter Raum, der außen von 2 gebogenen, stärkeren Punktreihen
begrenzt wird. Die Scheibe wird durch einen schwachen Eindruck
vom ziemlich breiten, sparsamer punktulierten, abgesetzten Seiten-
rande geschieden. L. 2,5 mm. — Formosa, Vorkommen in Japan
nicht verbürgt, aber möglich.
Korschefsky (Tr. Nat. Hist. Soc. Form. 23, 1933, 302) will
diese Art bloß als Form von substriata Or. halten. Ob wir es mit
einer Rasse oder Aberration zu tun haben, wird die Zukunft ent-
scheiden müssen. Ich kenne sie noch nicht.
8. St. Confucii Mls. — Halbkugelig, fein punktiert, oben
braunschwarz. Kopf rötlichbraun. Flügeldecken mit einer fast hori-
zontalen, durchscheinenden rötlichen Aufrandung, jede mit 2 ova-
len, fast kreisförmigen, dunkelroten Flecken, die wenig deutlich
begrenzt sind, der erste von !/, zu % der Breite und von !/, zu 4
der Länge der Decke, der zweite von t/, zu ?/, der Länge. Epipleuren
mit Grübchen. Unterseite schwarz, Bauch braunrot, Beine fuchsrot.
Flügeldecken mit 6 Punktreihen größerer Punkte, auf der inneren
Hälfte ihrer Breite nächst der Naht gelegen und gebildet aus fast
zusammengeflossenen Punkten, kaum über die Mitte der Decken
gehend. L. 2,5 mm. — China (Kanton).
56. Gattung: Plotina Lew.
(Lewis, Ann. Mag. [6] XVII, 1896, 35 — Jacobson 1916, 987 —
Mader, Ev. I. 1927, 22, nota; Ent. Anz. XI. 1931, 200 201).
Diese Gattung wurde von Lewis den Scymninen zugerechnet, von Jacobson
den Synonichini zugezählt. Weise kannte Gattung und Art nicht. Erst als ich
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 823
durch die Güte des Herrn Arrow in London eine Cotype erhielt, konnte ich die
Art wegen der Bildung der Kiefertaster 1931 den Coelopterini zuteilen.
Nur eine Art.
1. Pi. versicolor Lew. Fg. 11. — Oval, deutlich punktiert, ge-
wölbt. Kopf bräunlichrot, dunkler auf dem Scheitel. Halsschild
bräunlichrot, mit einem schwarzen Querfleck vor dem Schildchen.
Flügeldecken gelb, zusammen mit 10 schwarzen Flecken und oft
ein Nahtsaum und eine breite Querbinde vor der Mitte rötlich-
braun, ebenso öfter ein schmaler Seitensaum. Von den schwarzen
Makeln sind 2 beiden Decken gemeinsam auf der Naht, eine läng-
lich, gerade vor der Mitte, eine breitere in 3, der Länge. Von den
4 freien Makeln jeder Decke liegt die erste auf der Schulterbeule,
ist rund und berührt die Basis, die zweite, länglich, am Seiten-
rande vor der Mitte, die dritte, langoval, neben der 2. auf der
Scheibe und weiter nach hinten reichend als die 2., die #4. wieder
nahe dem Seitenrande in gleicher Höhe wie die hintere gemeinsame
Makel. Die Flügeldecken erscheinen demnach in den meisten Fäl-
len dreifarbig. Unterseite und Beine braunrötlich. L. 2,5—2,75 mm.
— Japan.
Diese Art bietet wieder ein Beispiel von unverläßlichem subjektivem Emp-
finden des einzelnen Entomologen. Lewis beschreibt seine Art als ‚breviter
ovata‘. Sie ist nach einer Type weder eiförmig, noch kurz, sondern oval, und
man kann mit ruhigem Gewissen sagen, sogar länglich oval.
97. Gattung: Coelopterus Mis.
(Mulsant, Op. II. 1853, 89 — Redtenbacher 1858, 973; 1874,
539 — Seidlitz 1872, 48; 1891, 70 — Crotch 1874, 204 — Uhapuis
1876, 213 — Weise 1879, 143 (s. p. 56); D. E. Z. 1887, 183; Ab.
1593, 107; D. E. Z. 1899, 375 — Bedel, Ab. 1892, 83 — Ganglbauer
1899, 973 — Jacobson 1916, 989 — Mader, Ev. I. 1927, 23; Ent.
Anz. 1931, 200).
Die Gattung enthält bloß 3 paläarktische Arten, die sich nur
mit einiger Aufmerksamkeit auseinanderhalten lassen.
1. C. salinus Mls. et Ray. — Fast halbkugelig, oben weitläufig
mit kurzen, weißlichen, etwas abstehenden Härchen besetzt.
Schwarz, oben mit sehr schwachem Bronzeschimmer, die Fühler
bräunlichgelb, die Taster dunkel, die Tarsen und die Vorderschie-
nen rötlichbraun. Die ganze Oberseite bis auf den glänzenden auf-
gebogenen Vorderrand des Kopfschildes matt chagriniert. Der
Kopf sehr fein und weitläufig, der Halsschild in der Mitte mäßig
924 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
fein und wenig dicht, gegen die Seiten stärker und namentlich viel
dichter punktiert. Die Pünktchen des Kopfes und der Flügeldek-
ken erscheinen wie mit einer Nadel schräg eingestochen. Bei einer
Monstrosität (m. rugosus Puel) sind die Flügeldecken vollständig
matt und ganz-mit starken Runzeln bedeckt, während der Hals-
schild normal punktiert und leicht glänzend ist. Die Schenkellinie
krümmt sich gegen den Hinterrand des Segmentes und endet am
Hinterrande. L. 1,6—1,7 mm. — Südfrankreich, Korsika, Italien,
Spanien, Algier, Syrien. — Puel klopfte sie in Anzahl von Sali-
cornia [ruticosa.
2. C. armeniacus Ws. — Diese Art ist salinus Mls. so ähnlich,
dafs man sie ohne stärkere Lupe nicht trennen könnte. Die Unter-
schiede sind: Die Oberseite ist etwas matter, fettig glänzend, der
Halsschild gleichmäßig punktiert, indem die Punkte in der Mitte
der Scheibe weniger abgeschwächt und auseinander gerückt, über
dem Seitenrande weniger vergrößert, vertieft und aneinander ge-
drängt sind. Noch deutlicher weicht die Skulptur der Flügeldecken
ab. C. salinus hat auf den Decken große, sehr flache, außen all-
mählich ansteigende Vertiefungen und fast glatte Zwischenräume,
armeniacus aber kleine, flache, längliche, an den Seiten deutlich
begrenzte Punkte, von denen jedes ein Härchen trägt, und dicht
und äußerst fein gerunzelte Zwischenräume. L. 1,5 mm. — Ara-
xestal.
3. C. desertorum Dobzh. — Halbkugelig, sehwarz. Fühler, Ta-
ster, Schienen und Tarsen pechbraun, Flügeldecken ohne Erzglanz,
fettig glänzend. Punktierung sehr fein, Zwischenräume lederig.
L. 1,5—1,6 mm. — Semipalatinsk (Saissan-See).
58. Gattung: Pharoscymnus Bedel.
(Bedel, Bull. Soc. Ent. Par. 1906, 93 — Sicard, Ann. Fr. 1909,
150, 155 — Jacobson 1916, 989 — Mader, Ev. I. 1927, 23; Ent.
Anz. XI. 1931, 200; B. Eg. 1936, 27; Bull. Soc. Fouad ler Entom.
XXXIII. 1949, p. 19—26).
Synonym: Pharus Mls. (Mulsant 1850, 942, 948 — Chapuis
1876, 244, 250 — Weise, W. E. Z. 1883, 66; D. E. Z. 1884, 166;
1885, 5; D. E. Z. 1837, 185; Ab. 1893, 107 — Seidlitz 1858, 69;
1891, 69).
Von den 36 Arten im paläarktischen Gebiete 17. Davon sind einige sehr
variabel, etliche Arten fehlen mir noch, und die Beschreibungen geben leider in
.den entscheidensten Momenten keinen Aufschluß über trennende Merkmale. Es
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 825
kann diese folgende Tabelle auch wieder nur ein Versuch sein, die Arten nach
leicht kontrollierbaren Merkmalen zu sichten und überhaupt einmal eine Tabelle
zu geben, die zeitsparend und daher nützlich ist. Es ist ja selbstverständlich, daß
das Bestimmungsergebnis nach dieser Tabelle die Nachkontrolle durch die folgen-
den Artbeschreibungen voraussetzt.
Tabelle der Arten.
4) Flügeldecken schwarz, einfarbig.
1
2 (3) Sehr kleine Art, kaum 1 mm, weniger tief schwarz und mit
längerer, steif aufgerichteter Behaarung. Ansonsten dem
Stethorus Be, Ws. sehr ähnlich. — Syrien.
3 1. berytensis Ws.
3(2) Größere An 152 mm, mit u: _
Ägypten. EINER:
2 Un eRIer Mad.
#(1) F lügeldecken nich: schwarz Ba oder gezeichnet, wenig-
stens mit mehr oder weniger aufscheinenden helleren Säu-
men.
5 (6) Flügeldecken bräunlich, jede Decke mit mehr oder minder
aufscheinendem ockergelbem Saum, äußerste Randkante
geschwärzt. Halsschild ockergelb, mittleres Drittel ange-
bräunt. 2,5—2,7 mm. — Südliches Ägypten.
Ja RubsoRe Mad.
6 (5) Elüschlesken Re hell ee höchstens die äußerste
Seiten- oder Nahtkante angedunkelt oder Flügeldecken
sind gemakelt.
7 (12) Flügeldecken nicht gemakelt.
ö (9) Oberseite mit dem Halsschilde gänzlich un 1,5 mm.
— Algier, Tunis. ; ;
13. Bene ab Be Sie,
(6) Holsschild roßlenteils dunkel, nur die äußerste Naht-
und Seitenrandkante der Flügeldecken angedunkelt.
10 (11) Behaarung zart und kurz. 2 mm. — Algier.
4. anchorago Ben (ab.)
11 (10) Pehaneuee erhalnsmaßig lang. Ca. 2 mm. — Sinai.
. ...ö. Priesneri Mad.
12 (7) Flügeldecken it: @eibcher Maldide
13 (14) Spanien. — Flügeldecken pechschwarz, auf der Scheibe
ausgedehnt gelb und hinter der Mitte kurz pechbraun ge-
fleckt. 1,2 mm. s .
16. brevemaculatus Pic
326 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
14 (13) Nicht von Spanien und anders gezeichnet.
15 (24) Flügeldecken auf hellem Grunde dunkel gezeichnet.
16 (21) Auf den Flügeldecken an den Seiten auch vorne kein dunk-
lerer Saum.
17 (15) Flügeldecken rot, mit dunkler, gemeinsamer, ankerförmi-
ger Zeichnung auf der Naht. 2 mm. — Algier. 5
4. anchorago Fairm.
18 (17) Hlüseldecken ol nkerforgier Zeichnung.
19 (20) Flügeldecken hell geblichbraun, mit je drei braunen Flek-
ken, der 1. dreieckig, an der Basis, mit der Spitze zur
Naht, der 2. eine schräge, dreieckige Binde, mit der Basis
außen im hinteren Teile der Scheibe, der 3. rhombisch, auf
der Naht hinter der Mitte. 1,5 mm. — Algier, Tunis.
13. ovoideus Sie.
20 (19) Flügeldecken A mit einigen unregelmäßigen brau-
nen Fiecken als Überrieste der ein schwarzen Grund-
farbe. — Ägypten. : Ä
ö. id AN en Pic
21 (16) Einschieken nebst anderem, wenigstens auch vorne an
den Seiten mit dunklerem Saum.
22 (23) Griechenland. — Die einstige schwarze Grundfarbe ist auf
einen schmalen Nahtsaum, einen etwas breiteren Streifen
an der Basis und einen breiten Seitensaum re
1,5 mm.
1. Fleischeri. sb: disodhierus Ws.
23 (22) Wüste Gobi. —_ N Branne Zeichnung: Ein großer, dreieckiger
Basalfleck, der die ganze Basis einnimmt und mit einer
Spitze etwas über Y; der Nahtlänge nach hinten reicht, ein
breiterer Außensaum, der nach hinten zu blasser wird,
eine quere gemeinsame Makel in 2; der Nahtlänge und 2
mehr oder minder zusammenhängende Scheibenflecken.
1,2 mm.
5 brunneusienket: Mader
24 (15) Kitseldeckeh iR Anaklenı Grunde mit heller Zeichnung,
die aus freien oder verflossenen Makeln besteht.
25 (26) Arabien. — Aus der Verfiießung von drei gelben Makeln
bildet sich eine Zeichnung, die auf der rechten Decke ein
C a außerdem der Seitenrand gelb. 1,5 mm. ne.
ö 6. c-luteum Sic.
26 (25) Nicht: aus Arabia — eich ne anders. Decken entweder
mit großer Diskalmakel oder mit 2—5 hellen Flecken, die
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 827
frei stehen oder auch mehr oder minder verfließen, oft ist
auch der Seitenrand aufgehellt. Charakteristisch für viele
Arten dieser Gattung sind (vorbehaltlich der sonstigen
Variabilität) besonders 3 helle Flecke: einer in Yı der
Länge, dicht hinter der Schulterbeule, einer in der Mitte
nahe der Naht, einer in 3, der Länge genau hinter
dem ersten. Bei voller Zeichnung kommen noch zwei
Flecke dazu, so daß sich dann die Stellung der 5 Flecke
mit 2,2,1 angeben läßt. Bei manchen Arten ist der erste
Fleck mehr oder minder mondförmig, oder auch wellen-
förmig. Häufig verfließen die Flecke, aber es läßt sich
meistens ihre Zusammensetzung noch verfolgen.
27 (36) Flügeldecken mit je 5 oder 4 Makeln.
25 (35) Flügeldecken mit 5 Makeln.
29 (30) Von Madeira und den Ganaren. — Behaarung aufgerichtet.
2,2 mm. ne Se en re N es Lem pe, Kae
en ee 7. decemplagiatus Woll.
39 (29) Von Nordafrika. — Behaarung anliegend, wenn auch
manchmal rauh.
31 (32) Makeln der Decken größer, hell bräunlichgelb oder gelb,
oft mehr oder weniger verflossen. Punktierung des Hals-
schildes etwas feiner als die der a 2 mm. —
Ägypten. :
8. isidis Ar varıus Kitsch. et ER sh
32 (31) Makeln der Decken klein, rundlich, rot, mitunter auch ver-
flossen. Punktierung des Halsschildes gröber als die der
Decken. 1,5—2 mm. — Algier, Sizilien.
. ...9. setulosus ab. bardus Muls. et ed
33 (28) Hlapelecken mit je 4 Makeln.
3+ (35) Behaarung zart und kurz. 2 mm. — Algier.
4. anchorago en (ab)
35 (34) aaring Katiher ins ange, 1,5—2 mm. — Algier, Si-
zilien.
g: lose Chev. Er ABl E Pie
36 (27) Flügeldecken mit weniger Makeln.
37 (48) Flügeldecken mit je 3 Makeln, wie sub 26 angegeben. Häu-
fig sind die Verfließungen 1--2, seltener 1--3, selten
1—-2+5-1.
35 (45) Arten aus dem Mittelmeergebiet.
39 (40) Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, Gestalt
328 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
länglicher, Punktierung auffallend fein und oberflächlich.
1,5 mm. — Algier, Tunis. el
40 (39) Halsschild nicht anfallen schmälen Gestalt rundlicher,
Punktierung, deutlicher.
41 (42) Halsschild mindestens ebenso stark punktiert wie die Flü-
geldecken. Makeln häufig verflossen. 2—3 mm. — Nord-
afrika, aber auch en bis zum Cap.
10. rnit Gyll.
42 (41) Halsschild 9 male so fein Bunklien! wie die Flügeldecken.
45 (44) Oben zart behaart, Makeln klein. 1,5 mm. — Griechen-
land. Di a RE
11. leidher Ws.
44 (45) Oben eh En hehass Makeln groß, quer, bräun-
en 1,5—2 mm. — Syrien.
12. hhatatder Mara
45 (38) N aus ae Transkaspien oder Semirjet-
schensk. Zwei ähnlich gezeichnete Arten.
46 (47) Halsschildbasis nur in der Mitte gerandet, Seitenrand der
Flügeldecken nicht verdickt. 2 mm. — Transkaukasus,
Transkaspien.
1. Smirnovi Dobzh.
47 (46) Halsschiläßesie zur Cinze gerandet, Seitenrand, Seiten-
rand der Flügeldecken verdickt. 2,3 mm. —
schensk.
; 15. heptapoiz ne Dobzh.
48 (37) Hlaseldecken“ mit je 2 Makeln oder bloß mit mehr oder
weniger großer Diskalfärbung.
49 (54) Flügeldecken mit je 2 Makeln. Wenn diese am Seitenrande
stehen, dann mitunter zu einer Längsmakel verflossen.
50 (53) Oben zart behaart.
51 (52) Griechenland. — 1,5 mm.
11. Fleischenn sh moestus Ws.
52 (51) e Tunis. (Makeln mitunter verflossen: ab. junctus
En — 2 mm.
N 4. rchoraso ab, ee Pic
53 (50) Behnarung ee 2 mm. — Be
: ö. Ben Kirsch
54 (49) Plögeldecken mit Sn oa hs: Be Diskalfär-
bung. ap Ä Be:
13. Be Sie,
en ne
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 829
55 (56) Diese Diskalfärbung schließt einen schwarzen Punkt ein.
2—3 mm. — Nordafrika. |
10. sexguttatus ab. eaplus Mad.
56 (55) Die Diskalfärbung schließt keinen schwarzen Punkt ein.
57 (58) Griechenland. — Flügeldecken mit schmalem, dunklen
Nahtsaum und breitem Basal- und Außensaum. 1,8 mm.
11. Fleischeri ab. discopterus Ws.
58 (57) Algier, T Tunis. — Nur äußerster Naht- und Seitenrand an-
gedunkelt, bei Zwischenformen vielleicht auch mehr. 2
mm. Ne Le
4. anchorago Fairm. (ab.)
1. Ph. berytensis Ws. — Fast halbkugelig. Dunkelbraun oder
pechschwarz. Taster, Fühler und Beine rötlich, Schienen zur Spitze
hin und Tarsen heller bräunlichgelb. Oberseite nicht dicht mit
aufgerichteten weißlichen Härchen besetzt, mäßig glänzend. Hals-
schild nach vorne verschmälert und etwas zusammengedrückt, die
Seiten vorne stark gerundet-verengt, deutlich fein, aber nicht dicht
punktiert. Schildchen verhältnismäßig groß, dreieckig. Flügeldek-
ken etwa doppelt so stark wie der Halsschild punktiert, die Punkte
nicht tief und kleiner als die Zwischenräume. Das Tier ähnelt ab-
gesehen von der aufstehenden Behaarung den kleinsten Stücken
des Stethorus punctillum Ws. L. kaum 1 mm. — Syrien.
2. Ph. Eichleri Mader. — Ganz schwarz, nur unterseits die
Fühler, Mundteile, Beine, Epipleuren der Flügeldecken und die
Ränder des Bauches, in einem Falle auch die Seiten der Hinter-
brust und die Epimeren der Mittelbrust rötlichbraun. Oben ver-
hältnismäßig kurz, aber ziemlich dicht niederliegend greis behaart,
ebenso der Bauch und die Beine. Umriß und Wölbung entsprechen
dem bekannten Ph. varius Ksch. L. 1,5—2 mm. — Ägypten.
3. Ph. Priesneri Mader. — Fast kreisrund, ziemlich gewölbt,
fein punktiert. Kopf und Halsschild schwarz, Seitenrand und Hin-
terecken des letzteren rötlich durchscheinend. Flügeldecken hell
ziegelrot, Naht- und Seitenrandkante sehr schmal schwarz oder
bräunlich gesäumt. Mäßig dicht, aber verhältnismäßig lang, nieder-
liegend behaart, die Haare auf Kopf und Halsschild greis, auf den
Flügeldecken mit einem Stich ins Gelbliche. Epipleuren der Flügel-
decken ziegelrot, die äußersten Kanten schwärzlich. Unterseite
dunkel, der Bauch ziegelrot, gegen die Basis allmählich schwarz
werdend. Beine ziegelrot, Tarsen gelblich. L. fast 2 mm. — Sinai.
330 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
Gegen die Vereinigung mit Ph. Isidis Kirsch spricht die anliegende Be-
haarung.
3a. Ph. nubicus Mader. Gehört nach den Gattungsmerkmalen
in die Gattung Pharoseymnus Bed. und besitzt auch die in dieser
Gattung übliche Gestalt und Proportionen. Fast kreisrund, ziem-
lich gewölbt, zart und anliegend greis behaart. Oberseite äußerst
fein retikuliert, zart punktiert. Oben ockergelb, das mittlere Drit-
tel des Halsschildes und die Scheibe jeder einzelnen Decke an-
gebräunt, so daß man die Farbe der Oberseite auch als mehr oder
weniger bräunlich, mit breiten ockergelben Seiten des Halsschildes
und mehr oder minder ausgebildetem Naht-, Basal- und Seiten-
saum der Flügeldecken annehmen kann. Mitunter scheinen die hel-
leren Säume der Flügeldecken wenig auf (verfettete Stücke ?), so
daf5 es einer genaueren Prüfung zu deren Erkennung bedarf. Die
äußerste Randkante der Flügeldecken ist geschwärzt. Unterseite
mit den Epipleuren der Flügeldecken und den Beinen ockergelb,
Hinterbrust und Bauch mehr oder weniger gebräunt. Länge 2,5 bis
2,7 mm. — Egypt, Gebel Elba, 5. 2..1933 (Wadi Aideb). Von Prof.
Dr. H. Priesner auf Acacia ehrenbergiana gefangen. — Uotypen in
der Sammlung des kgl. ägyptischen Ackerbau-Ministeriums und in
meiner eigenen. (Mader 1949, 19.)
Gebel Elba liegt zwar schon südlich des Nördlichen Wendekreises, im nörd-
lichen Nubien, gehört aber nach der Regionen-Einteilung von Wallace und Dr.
Holdhaus noch der paläarktischen Region an.
+. Ph. anchorago Frm. — Halbkugelig, schwarz, glänzend, Be-
haarung grau, zart und kurz. Flügeldecken rotbräunlich mit
schwarzer Zeichnung: ein fast dreieckiger Basalrand, auf der Naht
nach hinten verlängert, dann beiderseits nach außen erweitert und
eine ankerförmige Zeichnung bildend. Beine und Fühler rot. Kopf
dicht und fein punktiert, Halsschild viel schmäler als die Flügel-
decken, dreimal so breit als lang, nach vorne wenig verengt, Seiten
fast gerade, Vorderwinkel vorgezogen, Hinterwinkel gerundet, auf
der Scheibe fein und ziemlich dicht punktiert, dichter und stärker
an den Seiten. Flügeldecken halbkreisförmig, schmal gerandet,
ziemlich fein und dicht punktiert. Spitze des Bauches rot. Die
Flügeldeckenzeichnung variiert sehr stark: Durch’Aufhellung ver-
schwindet die ankerförmige Zeichnung und die Decken sind bis
auf die angedunkelten äußersten Ränder ganz rötlich. Durch Aus-
breitung der dunklen Farbe verbleiben auf jeder Decke 4 rote
Flecken oder 2 solche, der erste auf der Schulterbeule, der zweite
nahe der Spitze, gewöhnlich auch der Umkreis der Decken rötlich
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 831
(a. rumidicus Pie), manchmal diese 2 Flecken verbunden (a. junc-
tus Pic). L. 2 mm. — Algier, Tunis.
5. Ph. brunneosignatus Mader. — Eiförmig, nach hinten etwas
zugespitzt, ziemlich gewölbt, glänzend, oben zart und nicht dicht
grau, anliegend behaart, auf Halsschild und Flügeldecken gleich
stark, fein und nicht dicht punktuliert. Halsschild so breit wie die
Flügeldecken zwischen den Schulterbeulen, etwa dreimal so breit
als lang, Hinterwinkei stumpf gerundet, Vorderwinkel vorstehend,
aber stumpf zugespitzt. Basis des Halsschildes gerandet. Kopf und
Halsschild schwarz, Seiten des letzteren verwaschen begrenzt rot-
bräunlich. Schildchen klein, dreieckig, etwas vertieft. Flügeldecken
gelb, mit rotbrauner Zeichnung: Ein großer, dreieckiger Basal-
fleck, dessen Basis von einer Schulterecke zur anderen reicht, und
dessen Spitze auf der Naht etwas über Y; der Nahtlänge liegt, ein
vollständiger Außensaum, der etwa !/; der Flügeldeckenbreite ein-
nimmt und im übrigen etwas heller als die übrige Zeichnung ist,
zwei zusammenhängende Makeln auf der Scheibe, die eine auf der
Mitte der Scheibe, mit ihrem Hinterrande in gleicher Höhe wie die
Spitze des großen Basalfleckes, die zweite etwas weiter dahinter,
außen dem Aufßensaum verbunden, innen mit ihrem vorderen
inneren Ende mit der ersten zusammenhängend, ferner eine quere
gemeinschaftliche Makel in 3; der Nahtlänge. Seitenrand sehr fein
aufgekantet. Epipleuren der Flügeldecken rotbräunlich, ebenso die
Unterseite, doch die Mitte mehr oder minder angedunkelt. Die
Beine von heller Farbe. Diese Färbung wird sich bei größeren Se-
rien variabel erweisen, wie auch die Flügeldeckenzeichnung der
Type von einer dunklen, hell gefleckten Form abgeleitet zu sein
scheint. L. 2 mm. — Wüste Gobi (Takla Makan). Holotype in mei-
ner Sammlung. (Mader 1949, 23.)
6. Ph. e-Iuteum Sie. — Länglich oval, hinten zugespitzt, weiß-
lich behaart. Kopf bräunlichschwarz, Oberlippe, Taster und Fühler
hellgelb. Halsschild quer, Seiten gekrümmt, vorne tief ausgeschnit-
ten, Scheibe schwarz, Seiten schlecht begrenzt hellgelb bis zur Aus-
buchtung hinter den Augen, äußerst fein punktiert. Schildcehen
klein, länglich-dreieckig. Flügeldecken herzförmig, schwarzbraun,
mit einem gelben Seitenrand, der außen durch eine schmale
schwarze Linie, innen aber schlecht begrenzt ist, dem Seitenrande
parallel laufend bis zur Spitze, sich dort etwas verbreiternd und
sich mit dem Saum der anderen Seite vereinigend, auch mit der
Spitze des hinteren Scheibenfleckes. Auf der Scheibe jeder Decke
a
vw
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3
3932 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
3 gelbe Flecken: der 1. mehr oder weniger viereckig mit stumpfen
Ecken, hinter und innerhalb der Schulterbeule, im mittleren Drit-
tel der Deckenbreite von !/, bis ; der Länge. Der 2. eine kurze |
Binde, dreimal so lang als breit, nahe der Naht und breit verbun-
den mit Fleck 1 und 3, reichend von !; bis etwas über die Hälfte
der Deckenlänge, der 3. birnförmig, genau hinter dem 1., etwas
näher der Naht als dem Seitenrande und wie schon gesagt, vorne
mit Fleck 2 und hinten mit dem Spitzensaume verbunden. Diese
3 Flecken bilden auf der rechten Decke eine gekrümmte Binde in
Form eines GC. Punktierung einfach und sehr fein. Unterseite
schwarz, Bauch und Beine hellgelb. Schenkellinie sehr kurz, er-
reichend den Hinterrand des Segmentes in seinem inneren Drittel.
L. 1,5 mm. — Arabien (Aden).
7. Ph. 10-plagiatus Woll. — Haibkugelig, schwarz, schwach
glänzend, blaßgrau, aufstehend behaart. Kopf und Halsschild breit,
sehr dicht und fein punktuliert. Flügeldecken an der Basis breiter
als der Halsschild, mit leicht vorstehenden Schultern, Punktierung
viel gröber als jene des Halsschildes, mehr oder minder zusammen-
fließend und runzelig. Jede Flügeldecke mit 5 lehmgelben Flek-
ken, der 1. beträchtlich vor der Mitte, von Naht und Seitenrand
gleich entfernt, gerundet, der 2. groß und länglich, der 3. kleiner,
aber auch länglich, der 4. und 5. gegen die Spitze und verflossen.
Ränder dunkelrostrot. (Ich kenne die Art in natura nicht und kann
daher die Stellung der Flecken nicht genauer angeben.) L. ca. 2,2
mm. — Madeira, Oanaren.
ö. Ph. Isidis Kirsch. — Kurzoval, ziemlich rauh, grau behaart,
Halsschild stark, an den Seiten fast runzelig punktiert, die Flügel-
decken etwas stärker als der Halsschild punktiert. Schwarz, Hals-
schild mitunter so stark aufgehellt, daß nur ein verwaschener
Fleck am Vorderrand schwarz bleibt. Flügeldecken sehr veränder-
lich gefärbt. Bei voller Zeichnung besitzt jede Decke 5 freie, bräun-
lichgelbe Makeln, gestellt 2,2,1 (a. varıus Kirsch), oft ist auch der
Aufßenrand mehr oder minder aufgehellt. Wenn von diesen 5 Ma-
keln nur die drei am Außenrande vorhanden und von diesen die
beiden hinteren verflossen sind, also 1,3 +5, ergibt sich die Nomi-
natform (/sidis Kirsch). Durch Verfließung der hellen Makeln ent-
stehen nach und nach die hellsten Aberrationen. Es ergeben sich
folgende Formeln: 1,2,5+4,5 — 12,345 (a. bifasiatus Pie)
— 112-+44--.35 (a. Letourneuxi Pic). Schließlich verbinden
sich die Makeln unter Beteiligung der Spitzenmakel der Länge
nn ee
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 933
und der Quere nach und mit dem aufgehellten Seitenrande, so dafs
die Flügeldecken gelb mit einigen bräunlichen Flecken erscheinen
(a. brunneonotatus Pic) und auch ein Verschwinden dieser bräun-
lichen Flecken ist durchaus im Bereiche der Wahrscheinlichkeit
gelegen. Epipleuren der Flügeldecken, die Seiten des Bauches und
die Beine rötlichgelb, bei den hellsten Formen auch der Bauch ganz
hell. L. 2 mm. — Ägypten. (Die Angabe Algier im Col. Cat. ist in
der Literatur nirgends begründet.)
Anmerkung: Kirsch hat sowohl /sidis, als auch varıus als Scymnus-Arten
beschrieben. Den varius rechnet Weise 1879 noch zu Scymnus (Diomus), aber
1385 weist er ihn schon als Pharus aus. Während also der häufige varius bald als
Pharus (Pharoscymnus) erkannt wurde, lebte die Type des /sidis, der sonst unbe-
kannten Art, im Dresdener Museum als Scymnus weiter. Ich hatte Gelegenheit,
diese Type einmal zu sehen und erkannte in ihr einen Pharoscymnus, was ich
1937 (Ent. Ztschr. p. 285) auch publizierte. Korschefsky machte 1944 (Ent. Bl.
p-. 135) die gleiche Feststellung, wobei er die von mir 7 Jahre vorher gemachte
Feststellung überging, und stellte /sidis und varius Kirsch als Formen einer Art
zusammen. Ich habe die Type von /sidis nicht mehr vor mir, und andere Stücke
existieren kaum, soweit mir bekannt ist, deshalb nehme ich Korschefsky’s Syno-
nymie an, obwohl ich nicht recht begreifen kann, daß bei /sidis, der dunkelsten
Form (die inneren Makeln fehlen) ausgerechnet die Makel 5 mit 3 verflossen ist,
wo doch bei aufgehellten Formen gerade Makel 5 die letzte ist, die sich mit ande-
ren Makeln abgibt und Verfließungen mit ihnen eingeht. Es scheint mir also das
letzte Wort noch nicht gesprochen. Aber nachdem ich mir nach Ansicht der Type
damals in meinem Zettelkatalog den Vermerk machte: „Wahrscheinlich mit Ph.
varius in einem Aberrationsverhältnis stehend‘‘, muß ich selbst die Vereinigung
der beiden als verlockend angesehen haben. Daß nach Korschefsky, 1. c., mein Ph.
Eichleri die hellste Form des /sidis darstellt, muß abgelehnt werden, da Eichleri
ganz schwarz ist. Es käme dafür höchstens mein Ph. Priesneri in Betracht. Da-
gegen spricht aber die auffallende Verschiedenheit der Behaarung. Priesneri ist
anliegend, varius rauh, etwas struppig behaart. Ferner hat mir Freund Priesner
von Sinai bloß diese Art gebracht, während der häufige varius von dort fehlte,
von Priesner aber in Ägypten an anderen Orten genügend gesammelt wurde.
9. Ph. setulosus Chevr. — Halbkugelig, schwarz, schwach glän-
zend, fein und dicht punktiert, Behaarung grau und aufgerichtet.
Kopf quer-viereckig, kaum gewölbt, deutlich punktuliert, vorne
jederseits mit einem schwachen Grübchen. Oberlippe schmal gelb-
lich. Halsschild dreimal so breit wie lang, vorne halbkreisförmig
ausgeschnitten, Seiten gebogen, gröber als die Flügeldecken punk-
tiert, Flügeldecken mit je 5 (2,2,1) kleinen, rundlichen, roten oder
gelbroten Makeln und einem ebenfalls hellen Seitensaum, der aber
auch fehlen kann (a. bardus Mls. et God.). Von diesen Makeln fehlt
eine innere (a. 4-maculatus Pic). Die Nominatform hätte die For-
mel E69 3.45, wobei die Makeln 1-2 eine große, viereckige
834 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
= _
Makel bilden, von der Schulterbeule bis nahe der Naht, 3 und 4
rundlich, 5 quer, heller Seitensaum fehlend (setulosus Chevr. f.
nom.). Man kennt noch folgende Verfließungen: 2 -- 4,1,3,5, oder
je zweimal zwei Makeln verbunden (a. bisbijunctus Pic). Unter-
seite hellbräunlich, braun im Mittelteile. Beine ziegelrot, braun
oder auch mehr angedunkelt. L. 1,5—2 mm. — Algier, Sizilien.
10. Ph. sexguttatus Gyll. — Eiförmig, stark gewölbt, schwarz,
grau behaart, dicht punktuliert, Halsschild mindestens ebenso stark
punktiert als die Flügeldecken. Diese mit je 3 gelbbräunlichen Ma-
keln, hintereinander gestellt, M. 1 dicht hinter der Schulterbeule,
M. 2 nahe der Nahtmitte, M. 3 vor der Spitze (sexguttatus Gyll. f.
nom.). Durch Verfließung der Makeln entstehen folgende Aber-
rationen: 1-/-2,3 (a. semijunctus Pie) — 1+ 3,2 (a. externejunctus
Mad.) — 1+2--3-+-.1, einen schwarzen Punkt einschließend (a.
eircumscriptus Mad.). Unterseite und Beine schwarz. L. 2—3 mm.
— Vom Cap beschrieben, aber auch vom Senegal bis nach Nord-
afrika (Algier, Ägypten) berichtet.
Mulsant und \eise geben als Länge 3 mm an, Gyllienhal selbst sagt bloß
„Parva, C. I2-punctata vix major“, was etwa 3 mm, der Größe von Thytthaspis
12-punctata entsprechen würde. Mit diesen Größenangaben stehen die Stücke in
meiner Sammlung, die kaum 2 mm messen, in starkem Widerspruche, aber ich
wüßte nicht, zu welcher Art ich sie sonst rechnen könnte. Gegen /sidis (varius),
setulosus und ovoideus spricht entschieden die Zeichnungsanlage, gegen den grie-
chischen Fleischeri außerdem der Umstand, daß bei diesem der Halsschild zwei-
bis dreimal so fein als die Flügeldecken punktiert sein soll. Auf Grund der Grö-
Benunterschiede allein wage ich nicht, eine neue Art aufzustellen, auch habe ich
noch nie ein 3 mm langes Stück gesehen. Es ist ganz gut möglich, daß die
kleinen nordafrikanischen Stücke fälschlich dem vom Cap bis Senegambien vor-
kommenden großen sexguttatus zugesprochen wurden und beide doch noch spezi-
fisch verschieden sind. Das kann jedoch nur entschieden werden, wenn man beide
nebeneinander besitzt. Der Krieg und seine langen Nachwirkungen werden noch
länger das Entleihen von Museumsmaterial unmöglich machen.
11. Ph. Fleischeri Ws. — Fast kreisrund, mäßig gewölbt, zart
weißlich behaart, schwarz, mäßig glänzend. Vorderrand des Kopf-
schildes, Mund, Schienen und Tarsen dunkel rotbräunlich, Schen-
kel pechschwarz, Fühler gelblich. Flügeldecken mit je 3 kleinen,
wenig deutlich hervortretenden, schlecht begrenzten Makeln, von
dunkelrotgelber Farbe: die 1. im Viertel der Länge, quer, von
Naht und Rand gleich weit entfernt, die 2. (manchmal fehlend:
a. moestus Ws.), kleiner als die übrigen, in der Hälfte der Decken,
rundlich, nahe der Naht, die 3. im dritten Viertel der Länge, leicht
quer, fast so groß wie die 1. und genau hinter derselben. Durch
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 835
Verfließen dieser 5 hellen Makeln entsteht eine unregelmäßige
Längsbinde, die den größten Teil der Scheibe einnimmt (a. dis-
copterus Ws.). Kopf und Halsschild ziemlich dicht, äußerst fein
_ punktuliert. Schildchen klein, dreieckig, etwas vertieft. Flügeldek-
ken an der Basis so breit wie der Hinterrand des Halsschildes, fein,
aber etwa dreimal so stark als der Halsschild und seicht, aber so
_ dieht punktiert, daß die Zwischenräume nur sehr schmal bleiben.
L. 1,5 mm. — Griechenland.
12. Ph. pharoides Mars. (villosulus Ws.) — Diese Art ist dem
Ph. Fleischeri Ws. in der Punktierung sehr ähnlich, aber etwas
länger, bedeutend schmäler, durchwegs heller gefärbt und leicht an
der längeren und stärkeren Behaarung und den viel größeren,
bräunlichgelben Makeln der Decken zu unterscheiden. Von den
Makeln ist 1 die größte, quer, etwas näher den Seiten als der Naht,
2 wenig kleiner, ebenfalls quer, unmittelbar an der Naht, 3 klein,
rund. Die pechschwarze Grundfarbe der Flügeldecken wird an
den Seiten und der Spitze allmählich dunkelrötlich, auch die Epi-
pleuren sind rotgelb. L. 1,5—2 mm. — Syrien.
15. Ph. ovoideus Sic. — Kurzoval, mäßig glänzend, Behaarung
grau, kurz, nicht dicht. Kopf schwärzlich, fein, oberflächlich punk-
tiert. Fühler und Taster rot. Halsschild schmäler als die Flügel-
decken, in der Färbung von schwarzbraun, gelblichbraun bis
ziegelrot variierend, auf dem mittleren Teile manchmal dunkler,
fein, oberflächlich, fast obsolet punktiert, Seiten geradlinig. Flü-
geldecken oval, schwarzbraun mit 3 gelben Flecken, der erste
humeral in /ı der Länge, quer mondförmig, breiter am Außen-
rande, längs dessen er sich verlängert von der Basis bis zu Y, in
Form eines gelben Saumes. Der 2. Fleck gerundet, bei der Naht,
ein wenig hinter der Mitte, der 3. hinter und ein wenig außer dem
2., im allgemeinen größer und querer. Diese Zeichnung variiert
stark. Entweder tritt die helle Zeichnung zurück, der Schulter-
fleck ist rückgebildet, erreicht den Außenrand nicht und die zwei
anderen Flecken sind klein, punktförmig (a. guttatus Sic., Tunis)
oder sie breitet sich aus: Der Fleck vorne verbreitert sich, die
beiden anderen verfließen, oder die innere Spitze des vorderen
Fleckes verlängert sich längs der Naht bis zum 2. Fleck (Biskra),
die Flügeldecken sind mit dem Kopf und Halsschild gleichfarbig
hellgelblichbraun oder ein wenig dunkler, mit je 3 braunen Flek-
ken, der erste basal, dreieckig, mit der Spitze zur Naht, der 2. eine
schräge, dreieckige Binde, mit der Basis außen auf dem hinteren
836 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955
Teile der Scheibe, der 3. rhombisch auf der Naht hinter der Mitte,
die Spitze mehr oder minder angebräunt (Ghardaia). Endlich wird
die Ober- und Unterseite gänzlich hell, ohne Flecken (a. deserti
Sic., Tassili oceid.: Amguid). Unterseite dunkelbraun mit dem Vor-
derteil und den Rändern des Bauches heller, bei Varianten ganz
hell. Beine fuchsrot. Epipleuren in der Höhe der Hinterhüften
plötzlich verschmälert, dann bis zur Spitze allmählich an Breite
abnehmend. L. 1,5 mm. — Algier, Tunis.
Nach Sicard soll sich diese kleine Art von den übrigen nordafrikanischen
Arten unterscheiden durch ihre längliche Form, ihren schmalen Halsschild, die
oberflächliche Punktierung, die nach hinten verengten Epipleuren und die Art der
Zeichnung. Wenn nicht alles so relativ wäre und sich in der Praxis auch so gut
anlassen würde wie in der Theorie, und wenn wir alle ein gleiches subjektives
Empfinden hätten, dann wäre manches leichter.
14. Ph. Smirnovi Dobzh. — Kurzoval, stark gewölbt, braun-
schwarz, mit kurzen, anliegenden, grauen Haaren nicht dicht be-
setzt. Kopfschild ebenso lang wie zwischen den Augen breit, sehr
fein punktiert zwischen der Punktierung klar chagriniert, Vorder-
rand des Kopfschildes nach vorn konvex, an den Seiten gerundet,
in der Mitte leicht vorgezogen, Oberlippe vorn nicht sichtbar. Hals-
schild zweimal so breit als lang, in der Mitte weit länger als an
den Seiten, fein und ziemlich dicht punktiert, dazwischen stark
chagriniert, vorn stark ausgeschnitten, die Vorderecken stark vor-
springend, am Ende abgerundet, der Vorderrand zwischen der
Mitte und den Vorderecken leicht ausgeschnitten; die Seitenränder
fast gerade, nur schwach bogenförmig; die Hinterecken stumpf-
winkelig, nicht abgerundet, der Hinterrand bogenförmig, nur in
der Mitte gerandet; die Seiten des Halsschildes bräunlichgelb.
Flügeldecken vorn gemeinsam nicht tief bogenförmig ausgeschnit-
ten, Basalecke abgerundet, Schulterbeule mäßig schwach entwik-
kelt, der Seitenrand sehr schwach abgeflacht und nicht verdickt;
die Epipleuren braungelb, breit, nach hinten sich verschmälernd,
doch bis zu der Spitze durchaus deutlich, in den vorderen %; mehr
oder weniger horizontal, im hinteren Drittel etwas umgeschlagen;
Punktierung der Decken so dicht wie auf dem Halsschilde, doch
merklich flacher, die Zwischenräume äußerst fein und unregel-
mäßig gerunzelt; die Zeichnung auf jeder Decke besteht aus 3
großen gelben Flecken: 1. groß, wellenförmig im vorderen Drittel
der Länge, 2. quer, gerundet viereckig, in der Mitte der Länge nahe
der Naht, 3. oval, schräg, im hinteren Drittel näher der Naht als
dem Seitenrande. Unterseite braunschwarz, die Mundteile braun,
\
'
I
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 937
die Epimeren, Episternen, die Seiten des Bauches und die Beine
braungelb. Vorderbrust mit 2 weit voneinander entfernten, parallel
laufenden Kiellinien; Hinterbrust fein quergerunzelt, mit einer
Mittelrinne, die hinten in eine Gabel ausläuft. Die Schenkellinie
bildet einen Viertelkreis, ihr äußerer Ast erreicht fast den Hinter-
rand des Segmentes und läuft parallel mit demselben; der von ihr
eingeschlossene Raum sehr spärlich punktiert und gerunzelt. Das
letzte sichtbare Bauchsegment beim Weibchen gerundet, beim
Männchen gerade abgestutzt. Die Flecken auf den Flügeldecken
können auch verfließen. L. ca. 2 mm. — Transkaukasien, "Trans-
kaspien.
15. Ph. heptapotamieus Dobzh. — Gerundet-oval, fast halb-
kugelig, Oberseite mit kurzen, anliegenden, grauen, spärlichen
Härchen bedeckt, schwarz. Kopfschild länger als zwischen den
Augen breit, sehr fein punktiert, zwischen der Punktierung deut-
lich chagriniert. Vorderrand des Kopfschildes nach vorn ziemlich
stark konvex und vorn abgerundet, Oberlippe nicht sichtbar. Hals-
schild wie bei Smirnovi Dobzh., doch hinten der ganzen Länge
nach bis auf die Hinterecken gerandet, Vorderecken weniger vor-
springend, mehr abgerundet, nur mit einem braunen Schatten am
Seitenrande. Die Flügeldecken vorn gemeinsam ziemlich tief
bogenförmig ausgeschnitten, Basalecken breit abgerundet, seit-
wärts mehr als die Hinterecken des Halsschildes vorspringend.
Schulterbeule kräftig, der Seitenrand sehr schmal abgeflacht und
ganz deutlich verdickt, die Epipleuren und die Punktierung der
Flügeldecken wie bei Smirnovi. Flügeldecken schwarz, der Seiten-
rand und die Spitze bräunlich, mit 3 gelben Flecken jederseits, die
nach ihrer Form und Stellung denen des Smirnovi gleich sind.
Unterseite schwarz, Fühler, Mundteile, Vorderbrust, Seiten des
Bauches und Beine braungelb. Vorderbrust mit 2 hinten weit ge-
trennten, nach vorn ziemlich stark konvergierenden Kiellinien.
Hinterbrust deutlich quergerunzelt, mit einer kurzen Mittelrinne,
die weder den vorderen noch den hinteren Rand erreicht. Schenkel-
linie wie bei Smirnovi; Bauchsegmente mäßig stark punktiert und
chagriniert, das letzte sichtbare Sternit beim Weibchen lang, seine
Seiten schwach bogenförmig, der Hinterrand gerundet abgestutzt.
L. 2,3 mm. — Semirjetschensk.
16. Ph. brevemaeulatus Pic. — Fast oval, glänzend, wenig
behaart schwarz, Flügeldecken pechschwarz, auf der Scheibe aus-
gedehnt gelb und hinter der Mitte kurz pechbraun gefleckt, Beine
338 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ziegelrot. Halsschild stark und genügend dicht punktiert, Flügel-
decken wenig und winzig punktiert. L. 2 mm. — Spanien.
Das ist wieder einmal ein Musterbeispiel einer auf dem laufenden Band
Sr ß |
fabrizierten Beschreibung.
9. Hyperaspini.
Im paläarktischen Gebiete 2 Gattungen:
fiyperaspis Redtenb. mit an der Basis gezähnten Klauen und
Oxynychus Lee. mit ungezähnten Klauen.
59. Gattung: Hyperaspis Redtb.
(Redtenbacher 1843, 8, 12; 1849, 576; 1858, 968 — Mulsant
1846, 179; 1850, 541, 649 — Seidlitz 1872, 47; 1891, 69; 1888, 69
— Crotch 1874, 213, 222 — Chapuis 1876, 228, 229 — Weise 1879,
90 (s. p. 56); 1885, 536 — Ganglbauer 1899, 974, 975 — Reitter
1911, 133 — Kuhnt 1912, 565, 583 — Schaufuss 1916, 562 —
Jacobson 1916, 976 — Mader, Ev. I. 1926, 26).
Synonym: Hyperaspidius Gorh. nec Crotch (Biol. Gentr. Am.
Col. VII. 1894, 203 — Weise, D. E. Z. 1904, 362).
Von den rund 350 Arten im paläarktischen Gebiete 15.
Übersichtstabelle der Arten und Formen
der Gattungen Hyperaspis und Oxynychus.
Aus praktischen Gründen und weil bei geklebten Stücken die
Besichtigung der Klauen ohne Ablösung und Gefährdung der Tiere
oft nicht recht durchführbar ist, nehme ich die 3 Oxynychus-Arten
hier in die Tabelle mit auf und bezeichne die Gattungszugehörig-
keit mit einem vorgestellten 7. oder Or.
1(2) Flügeldecken einfarbig schwarz. (Genauere Unterschiede
dieser Arten vide bei den Ärten.
A) Europa, Westasien.
A 2 2ER. een a. \suheoneeibn Ws.
B) Meike Marokko. (Kleiner, ovaler und undeutlicher
De als die europ. reppensis.)
.. 1. HB, Teinturieri Mis. et t God.
Ü) Eur opa. Vale sewölbter und seitlich mehr gerundeter
als BE A : Ä
5. H. con Suffr.
D) Bstärhinen, Be
h H. bon a. amurensis Ws.
22 le) Blasien gezeichnet.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 339
3 (46) Auf dunklem Grunde hell gezeichnet.
4 (13) Flügeldecken mit je einer Makel, eine kleine helle Makel
in der Schulterecke, die bei Männchen öfter auftreten
kann, wird nicht mitgezählt.
5 (6) Diese Makel ist in Form einer unregelmäßigen Längsbinde
von der Schulter gegen die Spitze zu Sen — Kir-
gisensteppe.
en 8 H. vıttata er
D(5) Dr Makel ist el m weniger edlen oder jeden-
falls nicht von dieser Ausdehnung.
7 (10) Diese Makel liegt vor der Spitze, dem Seitenrande genähert
oder auch daran, selten mehr gegen die Naht.
8 (9) Flügeldecken stark glänzend, da der Untergrund nur zart
retikuliert ist. Klauen mit Basalzahn.
A) Algier, Marokko. 2 a
1. H. Teinturieri a. En Ur
B) Europa, Westasien.
2: H. - reppensi Ah, > div.
C) Fapen. a
Ber 3, H. asıalica Ber
(6) Flügeldecken lee he Chagrinierung etwas matt
elanzend. Klauen einfach. i
1..0x An eechalue F. a
10 (7) Diese Makel lee weit vor der Spitze auf der Scheibe oder
am Seitenrande etwas vor der Mitte.
11 (12) A) Europa.
FERNER 4. campestri Hhst.
B) Oi (Fleck glänzend scharlachrot.)
ee elle sınensis en
C) Japan ? Ostsibiri ien. (Fleck schwefelgelb.)
5 : 6. H. japonica &
12 (11) Die Makel en am erentande etwas vor der Mitte. —
Europa, Kaukasus. i
207. uhnstephalls a. ea Dobzh.
15 (4) Flügeldecken mit mehr Makeln.
1# (23) Je 2 isolierte Makeln; allfällige helle Makel in der Schul-
terecke (Männchen) nicht mitgezählt.
15 (22) Von diesen Makeln liegt die vordere auf der Scheibe und
nicht am Rande. — Vergleiche im Nachtrag auch H. Sil-
vestrii Ws., aus Mexiko, in Italien ausgesetzt.
540 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
16 (17) Die vordere Makel ist quer viereckig mit abgerundeten
Winkeln. — Sarepta, Kaukasus. Pr
EN RE EN SITE IE A 9. H. desertorum Ws.
17 (16) Die vordere Makel ist gerundet.
15 (21) Flügeldecken stärker glänzend. Klauen mit Basalzahn.
19 (20) Makeln rötlich oder gelbrötlich. 1
. . 2. H. reppensis a. femorata Misch.
20 (19) Makeln an — Dyrien.
2: ee a. syriaca Ws.
21 (18) Kineeldecken ee sehr dichter Chagrinierung etwas
matt u: — Europa, Kaukasus. A
. .. 1. Ox. erythrocephalus a. re. Ws,
22 (15) Die vor a Makel liegt am Seitenrande.
. .....1. Or. erythrocephalus a. en Ws.
23 (14) Mehr ale 2 Makeln auf jeder Decke.
24 (39) Der Seitenrand der Flügeldecken ist noch keinesfalls von
der Schulter bis zur Mitte oder darüber hinaus hell ge-
säaumt.
25 (32) Nur je 3 Makeln, allfällige Schultermakel der Männchen
nicht mitgezählt.
26 (27) Von diesen Makeln ist die vordere ein rötlicher Quer-
strich dicht hinter der Basis, die Makeln stehen hinterein-
ander.
alte Py H. enhen ee Ws.
27 (26) Diese Makeln chen 2,1, die beiden vorderen stehen also
in schräger oder gerader Querreihe.
28 (29) Die vorderen Makeln stehen in : Querreihe. — Asiat.
Rußland. ; F
: 10. IE Kunze) Mls.
29 (286) Die re Makeln Stöhen in schräger Querreihe, die
innere weiter vorne.
S0 (51) er sehr deutlich a — Europa, Kauka-
sus.
1. 0x. eryihrocephals F.
öl (30) Flügeldecken ol und stark glänzend. — Algier.
. 2. Or. guttulatus Frm.
32 (25) Je 4 Mala das Tuch na aber die Makel in der Schul-
terecke mitgezählt, da Em männliches Merkmal mehr.
33 (34) Die vorderste Makel ist ein rötlicher Querstrich dicht hin-
ter der Basis, dann eine kleine rötliche Makel über der
Mitte des Seitenrandes und ferner noch die normalen Ma-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 341
keln der reppensis a. jemorata. — Europa, Westasien.
2. H. reppensis a. efjusa Ws.
34 (35) Te 5 Makeln, 2, 2 1, gestellt, die erste davon in der Schul-
terecke, oder es sind noch mehr Makeln, 3,2,2.
35 (36) Die hintere Makel ist stark quer, eine Querbinde, die aus
2 Flecken zusammengesetzt erscheint. Auch die Schulter-
makel erscheint aus 2 Flecken Bm — Kau-
kasus, Turkestan.
11. H. transversoguttala Ws.
36 (35) Die erste Makel ist rundlich und einfach.
37 (36) Kaukasus, Turkestan. — Halsschildseitensaum breit, die
beiden Makeln an der Basis verflossen.
11. A. transversoguttata a. I0- ln Fleisch.
35 (37) Syrien. 2 Hals<childseitensaum schmal. — Syrien, Klein-
asien. u er
. 22. MH. aa Ws, ab,
39 (24) An: der erilehns dee seitlichen hellen Makeln (etwa
2,2,1) entsteht ein heller Seitensaum, der sich von der
Schulter bis hinter die Mitte (1--3) oder sogar noch bis
zur Spitze ausdehnt (1--3--5), manchmal auch die Basis
gesäumt (3-- 1-2), auch 2-- 4 können mit diesem Saum
verfließen, so daß im extremsten Fall die Verfließung
5--53--1--2-+-.4 entsteht. Bei so hellen Formen kann
man eigentlich die Flügeldecken schon als hell mit dunk-
ler Zeichnung ansehen.
40 (45) Noch nicht 5+3—+- 1-2 --4, wenn ja, dann Flügeldecken
schwarz und gelb.
41 (44) Körper länglich oval, wenig gewölbt.
42 (43) Die Makel beim Schildchen an der Basis ist halbrund, der
Seitensaum endet in der Nähe der Mitte des Seitenrandes
mit ovaler Verbreiterung. Formel: 1-- 3,2,4,5. — Syrien,
Kleinasien.
e j 2. H. ar Ws.
Man Ce che IR transversoguttala a. 10-guttata
Flsch. aus dem Kaukasus und Turkestan mit Formel:
2-1--3,4,5.
43 (42) Die Makel beim Schildchen ist zugespitzt und bildet mit
der länglichen Makel hinter ihr, mit der sie fast zusam-
menfließt, gewissermaßen ein verkehrtes Rufzeichen; der
Seitensaum endet mit flacher oder winkeliger Verbreite-
rung. Formeln: 1--3,2,4,5 oder 1432-45 oder
542 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
5+98--1,2,4. — Nordafrika, Arabien. Fg. 12. fl
13. H. fumila Mis, {
44 (41) Körner Ikmesovall a zewölht: Formel: 2--1-+-3,4,5 oder
3—-1+2-45 oder 5+3—+1--2--4 (1 Stück in meiner
Sammlung) — Nordafrika, Be Fe. 19. j
5 14. H. Marmottani Frm.
45 (46) 513. 1-+ 92.04, Flügeldecken en und braun. Man
kann jetzt nen sagen: Flügeldecken strohgelb mit brau-
ner Zeichnung: Nahtsaum, vorn und hinten verengt und
je eine braune Längsmakel, vorne gerundet, nach hinten
bis %, der Deckenlänge reichend und mit dem Nahtsaum
mehr oder minder verbunden. — Cirenaika.
15. Die Cop |
6 (5) Flügeldecken hellem Grunde dunkel gezeichnet. (Man
vergleiche auch die helisten Formen sub 44 und 45.) —
Mongolei, Turkestan. — Fg. 14. . .
a vgl. Or. Alexandae Ws.
1. H. Teinturieri Mls. et God. — Diese Art mit ganz schwarzen
Flügeldecken, steht H. reppensis sehr nahe und besitzt auch eine
wie diese gefleckte Form (a. algirica Cr.). Sie wurde lange Zeit
als ungefleckte Form von reppensis angesehen, und es sei hier da-
her auf die Unterschiede hingewiesen : Sie ist durchschnittlich klei-
ner, länglicher, hinten weniger breit abgerundet, oberflächlich
punktiert, der gelbe Seitensaum des Halsschildes ist schmäler und
fehlt beim Weibchen manchmal, beim Männchen ist der gelbe
Schulterfleck sehr klein, die hellen Teile sind blasser und weniger
rot. Während die Punktierung von Kopf und Halsschild bei rep-
pensis fast gleich tief ist, ist sie bei Teinturieri auf dem Hals-
schilde äußerst oberflächlich, viel weniger auf den Flügeldecken.
L. 2,2—3 mm. — Algier, Marokko.
2. H. reppensis Hbst. (bipustulata Thnb., nigra Zschach, mar-
ginella Quens., ranthocephala Quens., Illigeri Grav., stigma Ol.,
apicalis Duf., Motschulskyı Mls., pseudopustulata Mls.) — Kurz
oval. stark gewölbt, glänzend schwarz, der Halsschild mit breitem
gelbroten Seitensaum, beim Männchen der Kopf bis auf den Hin-
terrand des Scheitels und ein Saum am Vorderrande des Hals-
schildes gelbrot, die Flügeldecken vor der Spitze neben dem Sei-
tenrande mit einer rundlichen, gelbroten Makel, beim Männchen
auch gewöhnlich mit einem gelben Strich oder einem dreieckigen
Fleck vorne neben dem Seitenrande, die Unterseite schwarz, oft
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 343
mit rötlichen oder gelbroten Seiten des Bauches, beim Männchen
die Epimeren der Mittelbrust gelblichweiß, die Beine beim Männ-
chen bis auf die Hinterschenkel und oft auch einen Teil der Mittel-
und Vorderschenkel rötlichgelb, beim Weibchen bis auf die Tarsen
und die Vorderschienen schwarz. Die Zeichnung variiert ganz er-
heblich, besonders durch Hinzutreten von hellen Makeln, und wird
hier noch am Schlusse geschildert. Kopf und Halsschild ziemlich
fein und dicht, die Flügeldecken stärker punktiert. Die Spitze der
Flügeldecken breit und etwas abgestutzt gerundet. Die Kiellinien
des Prosternums undeutlich und länger, vorne nicht vereinigt. Die
Schenkellinie bildet einen unvollständigen, eine Strecke am Hin-
terrande des Segmentes verlaufenden Bogen. L. 2—5,5 mm. —
Größter Teil der paläarktischen Region, im äußersten Osten je-
doch durch andere Arten ersetzt.
Aberrationen.
1 (2) Flügeldecken ohne helle Makel. (Teinturieri Bed. et auct.
nee Mls. et God.) . . .. a. subceoncolor Ws.
2 (1) Flügeldecken mit hellen Makel
3 (10) Flügeldecken nur mit je einer Apikalmakel, eine allfällige
Makel in der Schulterecke beim Männchen wird nicht mit-
gezählt.
( 7) Apikalmakel nach dem Außenrande zu nicht vergrößert.
5 (6) Heller Seitensaum des Halsschildes breit, bis zur Ausbuch-
tung hinter den Augen.
eh her Hbst. f. nom.
6(5) Heiler Seren ae Haleschflde- schmal, kaum halb so
breit als der Raum von der Vorderecke bis zur Ausrandung
hinter den Augen; Makel der Flügeldecken klein, gelb,
queroval. Lokalform aus der Kirgisensteppe.
| a. nlara Mis.
2 (4) Die A laheakeil eroßr Eich Hachı dem Außenrande
zu, so daß nur noch der aufgebogene Seitenrand schwarz
bleibt, in der Form ist diese Makel dann sehr veränder-
lich. Tiere im allgemeinen größer.
8 (9) Die vergrößerte Apikalmakel vorne ausgerandet und am
Seitenrande fast immer mit einer nach vorn gerichteten
Spitze. Makel queroval bis kommaförmig. Mittelmeer-
gebiet. mal Grav., histeroides Fald., illece-
brosa Chevr.) Sl el
. a. marginella F.
844 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
9 (8) Die auch nach innen vergrößerte Makel vorn ausgerandet,
aber innerhalb der Ausrandung zahnförmig vorgezogen.
Die Makel nimmt die Form einer leicht gebogenen Quer-
binde an, ohne die Naht zu erreichen, und verlängert sich
bis unter die Schulter. Tier noch größer. — Spanien.
Ä . a. illecebrosa Mls.
10 (5) Jede Flügeldecke mit 3 Makeln, eine vor der Spitze, eine
auf der Scheibe ieder Decke. Manchmal noch zusätzliche
Makeln.
11 (12) Dicht hinter der Basis der Flügeldecken ein rötlicher Quer-
strich und zuweilen noch ein schwacher rötlicher Punkt
über der Mitte des Seitenrandes. Makel auf der Scheibe
der Decken länglich und unregelmäßig ee 3
Samara.
a en: Ws.
12 (11) Basis la HldeTdecken ae rötlichen Querstrich, Makel
auf der Scheibe rund.
13 (14) Zeichnung rötlichgelb. Kopf beim Männchen und Weib-
chen wie bei der Nominatform gefärbt. — Mitteleuropa,
östliches Mittelmeergebiet. (variabılis Rossi, 4-maculatus
Redtb., inaudax Mls., 6-guttata Bris.) .
de Keribeu Misch.
14 (15) ehe selblichweiß, Beim Männchen stets noch eine
dreieckige Makel an der Basis nach außen vom Schulter-
höcker und der ganze Kopf, beim Weibchen der Kopf mit
Ausnahme einer ziemlich breiten Mittellinie gelblichweiß.
— Syrien. Sr De
I a. syriaca Ws.
3. H. asiatica Lew. — Erinnert stark an reppensis, aber das
Prosternum breiter, mit 2 deutlich erhabenen Kiellinien, die an der
Basis beginnen und sich etwa in der Mitte vereinigen. Kopf hellrot,
Scheitel schmal schwarz. Halsschild an den Seiten breit blaßrot
und am Vorderrande schmal hell, sonst schwarz. Flügeldecken
schwarz, mit einem rötlichen Fleck auf jeder Seite vor der Spitze,
näher dem Außenrande als der Naht. Oberseite deutlich punktu-
liert. Metasternum größer als jenes von reppensis, klar und deut-
lich punktiert. Fühler, Vorder- und Mittelbeine blaßrot, Hinter-
schienen blaß, Schenkel schwarz. L. 3 mm. — Japan.
4. H. campestris Hbst. (frontalis Schneid., lateralis Panz.) —
Nahe reppensis, etwas kürzer, an den Seiten mehr gerundet, die
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden °45
Flügeldecken mit stärker gerundeter Spitze. Schwarz, der Hals-
schild mit einem breiten, roten, meist den Hinterrand nicht ganz
erreichenden Seitensaum, die Flügeldecken mit einer von der
Spitze viel weiter entfernten, etwa im hinteren Drittel befindli-
chen, von der Naht etwas weiter als vom Seitenrand entfernten,
rundlichen roten Makel. Der Sexualdimorphismus in der Färbung
des Kopfes, des Halsschildvorderrandes, der Unterseite und der
Beine ist wie bei der Nominatform des reppensis, doch fehlt dem
Männchen der kleine Fleck in der Schulterecke. L. 2—3,5 mm. —
Europa.
5. H. concolor Suffr. (Pentilia minuta Fiori) — Diese Art mit
schwarzen Flügeldecken (nach Weise soll jedoch beim Männchen
öfter ein dreieckiger gelber Fleck in der Schulterecke vorkommen)
gilt, nachdem sie längere Zeit als Koloritaberration von campestris
angesehen wurde, heute wieder im Sinne Suffrians als gute eigene
Art. Sie unterscheidet sich von reppensis a. subconcolor durch alle
Merkmale, durch welche campestris sich von reppensis unterschei-
det, also stärkere Wölbung, stärkere Rundung an den Seiten, all-
mähliche Zurundung des hinteren Teiles der Flügeldecken, wäh-
rend bei reppensis das hintere Ende der Seite vor der Spitze jeder
Decke in einem breiten stumpfen Bogen hervortritt und dadurch
die Flügeldecken als hinten fast schräg abgestutzt erscheinen. Von
campestris weicht concolor hauptsächlich folgendermaßen ab:
Noch kräftiger und weitläufiger punktiert, so daß die Punkte auf
dem Halsschilde denen gleichen, mit denen die Flügeldecken des
campestris besetzt sind. Der hintere Teil der Außenseite tritt in
einem kaum merklichen Bogen hervor, und von dort an rundet
sich jede einzelne Decke so stark zu, daß fast der ganze obere Teil
des letzten Tergites unbedeckt bleibt und die Naht nach oben hin
noch eine Strecke auseinander klafft. L. 2—3 mm. — Europa.
6. H. japonica Cr. (testaceicornis Ws.) — Mit campestris zu-
nächst verwandt, aber hinten mehr zugespitzt, Flecke schwefelgelb,
daher sehr deutlich, die 4 hinteren Beine mit Ausnahme der helle-
ren Tarsen stets ganz schwarz, die vorderen beim Männchen hell,
die Außenseite der Schenkel und Schienen oft schwärzlich, beim
Weibchen mit pechschwarzen Schienen. — Kopf und Halsschild
beim Weibchen ganz schwarz. Kopf beim Männchen schwefelgelb,
der Vorderrand und mit diesem zusammenhängend ein kleiner
Fleck vor den Augen schwarz; der Halsschild an den Seiten mit
einem schwefelgelben, fast dreieckigen Fleck, der vorn so breit ist
346 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
als der seitliche Ausschnitt des Vorderrandes, und sich nach en | Ih
so verschmälert, daß er die Hinterecken des Halsschildes nicht
erreicht; der mittlere gerade Teil des Vorderrandes ist schwarz,
Mitunter fehlt der Fleck der Flügeldecken (a. amurensis Ws. vom
Amur). L. ca. 1,8—2,5 mm. — Japan, Amur.
Ich besitze die Nominatform dieser Art auch vom Amur, weshalb ich die
von Weise als Subspecies angesprochene amurensis nur als Aberration ansehen
kann.
7. H. sinensis Gr. — Diese Art hat Crotch als Cryptogonus
(oben behaarte Gattung) in seiner Art folgend beschrieben: „Clo-
sely resembling C©. orbiculus, but larger; bright polished black,
glabrous; finely punctulate, scutellum large, punctulate, elytral
spot smaller and of a bright crimson. L. 1?/, lin. China (Bates.)“
Weise 1885, 58, stellte die Art zu Hyperaspis, doch kann die Art
durch die ungenügende Beschreibung nicht sicher festgestellt wer-
den. Ich besitze von China (Prov. Hupeh, Mts. Wu-schan) ein
Weibchen, welches ich nur auf diese Art deuten kann. Es ist von
japorica Or. durch die rote, statt schwefelgelbe Makel, vom Weib-
chen des campestris durch das Fehlen des hellen Seitensaumes auf
dem Halsschilde verschieden. Ich finde auch, daß die Flügeldecken
am Einde noch stärker zugerundet sind und an der Naht einen
stark einspringenden Winkel bilden, der das letzte Tergit stark
freilegt, doch ist das auf der rechten Seite stärker ausgeprägt als
auf der linken, weshalb ein Merkmal in dieser Richtung hin mit
Vorsicht aufgenommen werden muß. L. ca. 2,5 mm. — China.
6. H. vittata Gebl. (vittifera Mls.) — Länglich oval. Weibchen:
Kopf schwarz, Halsschild hellgelb, mit schwarzer Mittelbinde, 'wel-
che den Vorderrand nicht erreicht und durch eine von demselben
ausgehenden kurzen Mittellinie in 2 Lappen geteilt wird. Flügel-
decken schwarz, mit einer unregelmäßigen Längsbinde, die an der
Innenseite der Schulterbeule schmal beginnt, hinter dieser sich
stark verbreitert (auf Ys der Breite jeder Decke) und im hinteren
Drittel ziemlich eiförmig ist. Unterseite schwarz, Schenkel schwarz,
die vorderen rotgelb, Schienen und Tarsen fahlrot, Außenkante
der mittleren und hinteren Schienen schwarz. L. 3,9 mm. — Kir-
gisensteppe.
Die Zeichnung dieser Art könnte auch eine von H. desertorum abgelei-
tete sein.
9. H. desertorum Ws. (femorata Mls.) — Fast so breit als
lang, schwarz, Halsschild rot, mit einer wenig scharf begrenzten
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 847
schwarzen Mittelbinde (Weibchen), oder einer Längsmakel vor
dem Schildehen, welche oft im vorderen Teile durch eine Mittel-
linie halbiert wird, oder es ist der Halsschild schwarz, sein Vorder-
rand beim Männchen schmal, der Seitenrand breit gelb, beim
Weibchen nur der Seitenrand gelbgesäumt (a. collaris Flsch.). Flü-
geldecken mit 4 großen roten Makeln: eine ziemlich viereckig,
quer, vor der Mitte beginnend, etwas näher an die Naht als an den
Seitenrand reichend, die andere meist quer, vor der Spitze, dicht
am Seitenrande, der Naht kaum näher als die erste; beide mitunter
nur sehr schmal getrennt. Beim Männchen ist der Kopf gelblich
rot mit schwarzer Querlinie auf dem Scheitel, die dunkle Makel
auf dem Halsschilde oft sehr klein. Beine lebhaft gelblichrot. L.
2—5 mm. —- Sarepta: Kirgisensteppe.
Weise selbst sagt: „Denkt man sich die vordere Makel von desertorum an
der Außenseite nach vorn in einen schmalen Zipfel bis zur Schulter verlängert
und nach hinten ziemlich breit mit Makel zwei verbunden, so erhält man unge-
fähr die selten auftretende Zeichnung der vittata.“ Somit könnten also die beiden
Arten ganz gut artlich zusammengehören, und daß Mulsant vittijera als länglich-
oval und Weise desertorum als fast so breit wie lang bezeichnet, besagt nicht viel,
da das verschiedene subjektive Empfinden gar manchen Streich spielt. Meine
Stücke von desertorum liegen diesbezüglich in der Mitte. Mulsant bezeichnet seine
jemorata (ist desertorum Ws.) als stumpfoval.
10. H. Kunzei Mis. — Männchen: Schwarz, der Kopf, ein
breiter, in der Mitte sehr stark erweiterter Seitensaum des Hals-
schildes, sowie die Epipleuren und je 3 große Makein auf den
Flügeldecken (2, 1) dunkel gelblichrot. Saum und Makeln nicht
recht scharf begrenzt. Makel 1 etwas quer, halboval, in der Mitte
am Seitenrande, 2 rund, in gerader Linie nach innen von 1, und
von dieser ebenso weit entfernt als von der Naht, 3 breitoval, etwas
schief nach innen und vorn gerichtet, am Seitenrande vor der
Spitze. Unterseite schwarz. Beine rot, die Basalhälfte der Schenkel
schwarz. L. 4 mm. — Asiatisches Rußland.
li. H. transversoguttata Ws. — Breitoval, vorn schnell und
stark, hinten nur wenig verschmälert, jede Flügeldecke einzeln
breit zugerundet. Der Kopf ist beim Männchen ganz gelb und wie
der Halsschild sehr fein punktiert. Letzteres ist am Vorderrande
schmal, an den Seiten breit gelb gesäumt; in diesen Saum reicht
etwas hinter der Mitte die dunkle Färbung der Scheibe in Gestalt
eines quer viereckigen Fleckes hinein; außerdem sind die Andeu-
tung einer gelben Längslinie in der Mitte der Scheibe sowie 2 gelbe
schiefstehende Flecke jederseits derselben bemerkbar. Die Flügel-
Entom Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 53
548 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
|
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decken sind etwas stärker als der Vorderleib punktiert, jede ist |
mit 7 gelben Flecken besetzt: 3 an der Basis, der eine länglich am
Schildchen, der andere viereckig und hinten ausgerandet, zwischen
dem Schulterhöcker und dem Seitenrande, der 3., schmal und
quer, zwischen beiden, aber mit dem Seitenflecke zusammen-
hängend; 2 Flecke in der Mitte, der eine größere am Seitenrande,
der 2. von diesem und der Naht gleich weit entfernt, gleich breit,
quer; 2 Flecke endlich, durch einen schmalen Ast in Form einer
Querbinde zusammenhängend, befinden sich ein Stück vor der
Spitze. Beine gelbbräunlich, Hinterschenkel angedunkelt. Die Un-
terseite ist dicht, auffallend lang behaart. L. ca. 2—2,5 mm. —
Kaukasus, Turkestan. |
Zu dieser Art beschrieb Fleischer 2 Varietäten, wovon die
erstere möglicherweise, die andere aber sicherlich nicht hieher ge-
hört:
1. v. 10-guttata Flsch. (W. E. Z. 1900, 119): Beine und Epi-
pleuren gelb, Kopf gelb oder mit einem schwarzen Saum, Hals-
schild schwarz, am Vorderrande schmal, am Seitenrande breit gelb
gesäumt; Flügeldecken zusammen mit 10 großen, gelbweißßen Ma-
keln (2, 2, 1); Makel 2 quer, verbreitert sich an der Basis und ver-
bindet sich mit der winkeligen Humeralmakel; diese ist nach hin-
ten entweder abgegrenzt (Turkestan) oder verbindet sich weiter
rückwärts mit der Makel 3 (Kaukasus), Makel 4 neben der Naht
in der Mitte rund, 5 vor der Spitze gleichfalls rund, etwas quer,
nicht bindenartig.
Ich habe bloß ein Stück, welches ich darauf beziehen möchte,
habe aber nach diesem Stücke starke Zweifel, daß 10-guttata Fl.
zu transversogutiata gehört.
2. a flexuosa Flsch. (W. E. Z. 1909, 246). Nach einem auf die
Beschreibung vollkommen passenden Stück halte ich diese Varietät
für identisch mit Oxynychus Alexandras Ws. Siehe dort.
12. H. polita Ws. — Oberseite schwarz, die Flügeldecken
äußerst zart punktiert, wie poliert, ein schmaler Seitensaum des
Halsschildes (beim Männchen außerdem Kopf und Vordersaum des
Halsschildes), drei Makeln auf jeder Flügeldecke: 1, 1, 1 gestellt,
und ein schmaler Seitensaum von der Schulter bis hinter die Mitte,
weißßgelb. Makel 1 ist halbkreisförmig, an der Basis nahe dem
Schildchen, 2 dahinter, länglichoval, in der Mitte, 3 queroval, in
der Spitze, so daß nur ein schmaler Streifen am Hinterrande der
Decken schwarz bleibt; der Seitensaum ist am Ende eine Spur
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 349
verbreitert. Epipleuren gelb. Unterseite und Beine rötlich gelb-
braun, Mittel- und Hinterbrust und das erste Bauchsegment pech-
braun. L. 2,5—3 mm. — Syrien, Kleinasien.
13. H. pumila Mis. Fg. 12. — Stumpf oval. Flügeldecken
schwarz, jede mit 5 gelben Makeln, hintereinander, und einem gel-
ben Außensaum. Die Makel beim Schildchen ist zugespitzt und
bildet mit der verlängerten birnförmigen Makel hinter ihr, mit der
sie fast zusammenflieft, gewissermaßen ein verkehrtes Rufzei-
chen; der Seitensaum geht bis etwa %/ der Deckenlänge nach hin-
ten und endet mit winkeliger Verbreiterung. Die 3. Makel ist
queroval oder querviereckig in der Spitze, die Ränder freilassend.
Kopf schwarz (Weibchen), Oberlippe gelbrot, nach Weise bei
einem Weibchen auch weißlichgelb, mit einem feinen, am Vorder-
rande welligen schwarzen Querband auf dem Scheitel und auch der
Vorderrand des Halsschildes fein weißlich gesäumt. Halsschild
(Weibchen) schwarz, jederseits mit gelbem Saum bis zur Ausbuch-
tung hinter den Augen. Unterseite auf Mittel- und Hinterbrust
braun, allmählich rotbraun auf dem Bauche. Beine ganz gelbröt-
lich. Bei einer Form vom Senegal verbindet sich die Makel beim
Schildchen sowohl mit dem Seitensaum als auch mit der Makel
hinter ihr, und die Spitzenmakel berührt außen fast das Ende des
Seitensaumes. L. 2,2 mm. — Vom Senegal und von Kamerun bis
nach Algier und Ägypten, auch in Arabien verbreitet.
14. H. Marmottani Frm. (albidiceps Walk.) Fg. 13. — Sehr
kurz oval, sehr gewölbt, glänzend. Schwarz, Oberlippe gelb, wie
auch die Seitenränder des Halsschildes. Auf jeder Flügeldecke ist
gelb: ein breites Basalband und damit um die Schulter verbunden
ein Seitensaum; letzterer nimmt etwa in der Mitte der Länge eine
Makel auf und ist solcherart daselbst rundlich erweitert, dann ein
rundlicher Fleck auf der Scheibenmitte nahe der Naht und einer
in der Spitze. Beine gelb, an der Basis angebräunt. Der gelbe
Außensaum der Flügeldecken ist bei Stücken meiner Sammlung
schon stark der Spitzenmakel genähert und bei einem Stücke so-
gar schon damit verbunden, so daß sich die in der Tabelle sub 44
angegebene Formel 5+3--1-+2--4 für dieses Stück ergibt. L.
2,25 mm. — Nordafrika, bes. Ägypten, Mesopotamien (in meiner
Sammlung).
Diese Art wurde sehr hin- und hergeworfen. Crotch 1874 stelit sie als
Varietät zu Coccinella 14-pustulata L., Weise 1885 als Varietät zu Coce. lyncea Ol.,
Sicard (A’ 1907, 132) stellt sie zu den Hyperaspini in die Gattung Oxynychus,
da die Klauen, wie er sagt, weder einen Anhang noch einen Zahn haben, wohl
350 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
aber an der Basis stark erweitert sind und in eine einfache Spitze endigen. Capra
(Boll. Soc. Ent. It. 1929, 101 und Real. Ace. Ital. II/1, 1939, 683, nota) behauptet,
daß Sicard irrt, da die Klauen deutlich mit einem Basalzahn versehen sind, und
stellt die Ärt zu Hyperaspis, wie dies schon Bedel getan hatte, wo sie mit pumila
Mls., polita Ws. und Dieinguerrai Capra eine gute Gruppe bilden. Damit bin ich
einverstanden, denn schon das Habitusgefühl sagt dies, wenn man auch die Klauen
nicht untersucht.
15. H. Vieinguerrai Gapra. — Eiförmig, mäßig gewölbt, glän-
zend. Kopf und Halsschild strohgelb, letzterer mit großer, brau-
ner, etwas trapezförmiger Makel vor dem Schildcehen (Männchen),
oder Kopf und Halsschild braun, letzterer mit breitem strohgel-
ben Seitensaum. Flügeldecken strohgelb, mit gemeinsamer brau-
ner Nahtbinde, vorn und hinten verengt, jede Decke mit großer,
brauner Längsmakel auf der Scheibe, vorne etwas erweitert und
zugerundet, von der Schulterbeule bis zu 3% der Deckenlänge, dann
mehr oder weniger mit dem Nahtsaum verbunden, Vorder- und
Seitenrand kaum braun. Wenn man Braun als Grundfarbe und
die heile Zeichnung als aus der Verfließung von hellen Makeln
(2, 2, 1) ansehen wollte, dann hätte man die Verfließungsformel
5--5+1-+4- 2-4. Kopf und Halsschild fein und nicht dicht punk-
tiert, Untergrund mikroskopisch fein retikuliert, Punktierung der
Flügeldecken ungleichmäßig, im gelben Teile sehr undeutlich und
kaum bemerkbar, im braunen Teile mit größeren Punkten, Unter-
grund nicht retikuliert. Hinterschienen wenig erweitert. L. 2,3 bis
2,5 mm. — Cirenaica (Oase Giarabub).
60. Gattung: Oxynychus Lec.
(Leconte in Agassis, Lake Sup. 1850, 238 — Mulsant 1850,
649, 694 — Orotch 1874, 239 — Chapuis 1876, 258 — Weise, Ho-
rae XXIV, 1890, 489; D. E. Z. 1899, 378 — Ganglbauer 1899, 974,
976 — Reitter 1911, 133 — Jacobson 1916, 976 — Schaufuss 1916,
562 — Mader, Ev. I. 1926, 16.)
2 nordamerikanische und 3 paläarktische Arten.
Tabelle der Arten siehe bei Hyperaspıis.
1. O. erythrocephalus F. (Karpowkae Humm., 6-pustulatus
Mtsch.. Fabrieii Mls., caucasicus Or.) — Oval, mäßig gewölbt, oben
infolge sehr dichter, feiner Chagrinierung etwas matt glänzend.
Schwarz, Halsschild mit breitem, gelbroten Seitensaum, die Flü-
geldecken mit je 3 gelbroten oder gelben Makeln und wenigstens
in der Mitte ebenso gefärbten Epipleuren. Von diesen drei Makeln
kann eine der beiden vorderen fehlen (a. deficiens Ws.), oder es
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 351
ist nur die Makel am Seitenrande vorhanden (a. bimacula Dobzh.),
oder es ist nur die hintere Makel vorhanden (1 Stück gesehen in
coll. Grundmann). Die Makel 1 ist halbkreisförmig und liegt dicht
vor der Mitte dem Seitenrande an, Makel 2 ist rund, in Y; der
Länge nahe der Naht, Makel 3 ist unregelmäßig nierenförmig, der
innere Teil breiter als der äußere, quer vor der Spitze, dem Sei-
tenrande näher als der Naht, selten ist Makel 3 klein und rund,
genau hinter Makel 2 (a. Guillardi Mls. aus Daurien) und kann
auch ganz erlöschen. Die 3 Makeln können auch sehr groß und
mehr oder weniger verbunden sein (a. Fausti Ws. — Kirgisen-
steppe). Beim Männchen der Kopf und gewöhnlich auch der Vor-
derrand des Halsschildes, die Epimeren der Mittelbrust und die
Beine mit Ausnahme der Hinterschenkel und der Basis der Mittel-
schenkel gelbrot, beim Weibchen der Kopf bis auf die gelbe Ober-
lippe schwarz, der Halsschild ohne gelben Vorderrandsaum und
gewöhnlich auch die Vorderschenkel oder wenigstens deren Basis
schwarz. Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht, die Flü-
geldecken stärker und meist etwas weitläufiger punktiert. L. 2,5
bis + mm. — Osteuropa (auch Ungarn), Kaukasus.
2. ©. guttulatus Frm. — Eiförmig, stark gewölbt, stark glän-
zend. Schwarz, Halsschild an den Seiten schmal gelblich gerandet,
Flügeldecken mit je 3 kleinen, blaßgelben Makeln, Makel 1 fast in
der Mitte des Seitenrandes, Makel 2 auf der Scheibe etwas vor der
Mitte, Makel 3 klein, vor der Spitze. Fühler und Beine gelblich.
Kopf und Halsschild sehr fein und kaum sichtbar punktuliert,
Flügeldecken poliert, an der Spitze gerundet. L. 2,5 mm. — Algier.
3. ©. Alexandrae Ws. (flexuosus Flsch.) Fg. 14. — Ziemlich
breit eiförmig, vorn gerundet abgestutzt, hinten breiter abgerun-
det, mäßig gewölbt, glänzend. Unterseite dunkel rotbraun, Fühler
und Beine rötlich gelbbraun. Kopf einfarbig weißlichgelb (Männ-
chen) oder kastanienbraun, mit einem schmal dreieckigen, nach
unten zugespitzten gelben Fleck jederseits am Augenrande vom
Scheitel bis zur Fühlerwurzel (Weibchen). Halsschild auf der
Scheibe hell kastanienbraun, ein breiter Seitensaum, der oft mit
einem bräunlichen Punkte versehen ist, ein schmaler Vorderrand-
saum, mit dem eine abgekürzte Mittellinie in Verbindung steht,
und eine kleine Schrägmakel. jederseits blaßgelb. Schildchen dun-
kel. Flügeldecken ähnlich wie der Halsschild fein und verloschen
punktiert, auf der Naht fein schwarz gesäumt, sonst weißlichgelb
mit kastanienbrauner Zeichnung: eine große zackige Quermakel
352 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
hinter der Basis bis vor die Mitte, eine breite, gemeinschaftliche,
an den Rändern zackige Querbinde unmittelbar hinter der Mitte,
ein gemeinschaftlicher Querfleck, welcher die Spitze einnimmt,
und ein breiter Nahtsaum hell kastanienbraun. Letzterer beginnt
breit in , der Länge. Von der gelben Grundfläche bleibt übrig:
ein gemeinschaftlicher, ziemlich quadratischer Fleck am Schild-
chen, ein damit zusammenhängender Saum an der Basis, ein fei-
ner Seitensaum, welcher vor der Mitte in eine Querbinde mit
zaekigen Rändern bis nahe an die Naht erweitert ist, sowie eine
Querbinde in 34 der Länge. L. 2,5—3 mm. — Mongolei, Turke-
stan, Alghanistan.
Die Art ist aus der Mongolei beschrieben worden, scheint aber in Asien viel
weiter verbreitet, aber selten zu sein. Ich besitze ein Stück aus Afghanistan, wel-
ches genau mit Weise’s Beschreibung übereinstimmt. Da ich das Tier aber als
H. transversoguttata a. jlexuosa Flsch. erhalten habe und ich beim Nachlesen von
Fieischer’s Beschreibung gefunden habe, daß mein Tier auch auf diese Beschrei-
bung paßt, bis auf die braune statt schwarze Zeichnung, muß ich annehmen, daß
Tlexuosa Flsch. aus Turkestan ein Synonym zu O. Alexandrae Ws. ist, und daß
Fleischer ein dunkleres Braun vielleicht als Schwarz angesehen hat. Damit wäre
unsere Art auch in Turkestan vertreten.
10. Exoplectrini
Im paläarktischen Gebiete nur durch eine Gattung, Aulis Mis.,
vertreten, die im Col. Cat. von Korschefsky zu den Coccidulini
gestellt, später aber (Ent. Bl. 1944, 137) von ihm wieder zu den
Exoßlectrini zurückgegeben wurde. Für die Stellung bei den Cocci-
dulini pafßten keineswegs die sehr kurzen Fühler, anderseits aber
hat Aulis die grob gekörnten Augen, soweit ich die afrikanischen
Arten kenne. Nach Gorham soll Sumnius Ws. (vide Coccidulini)
zu Aulis Mis. ein Synonym sein, wobei Gorham die indischen Arten
im Auge hatte.
Da sich also die indischen Arten meiner Kenntnis entziehen,
muß ich mich so oder so der letzten, nicht widerlegten Ansicht
anschließen und die Aulis-Arten hier referieren. Man halte aber
jedenfalls auch die Gattung Sumnius Ws. bei den Coceidulini im
Auge, und ich werde dort auch einen entsprechenden Hinweis
machen.
61. Gattung: Aulis Mls.
(Musant 1850, 931, 933 — Crotch 1874, 293 — Chapuis 1876,
223 — Korschefsky, Ent. Bl. 1944, 137.)
Von 19 Arten 3 auch im Himalaya.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 8593
Tabelle der Arten.
1 (4) Halsschild ohne dunkle Scheibe oder dunkler Fleck bloß
am Vorderrande.
2 (3) Flügeldecken rot, schmaler Naht-, breiter Basal- und Sei-
tensaum und eine gemeinsame Nahtmakel schwarz.
2 De 2 EEE AR i 1. vestita Mls.
(2) Has Hecken oa eine mondförmige rote Makel an
der Naht, die mit ihrer gegenüberliegenden einen mehr
oder weniger geschlossenen Ring bildet. En a
20.0.2. haematica Gorh.
4 (1) Behäihe den SE schllaes net Blase Ideen schwarz,
mit großer, länglicher, rotbrauner Makel auf jeder Decke.
3. notivestis Mls.
1. A. vestita Mls. (?Sumnius Renardiı Ws.) — Länglich-oval,
mäßig gewölbt, aschgrau behaart. Rot, diese Farbe aber durch die
Wirkung der Behaarung gedämpft, Flügeldecken mit einem peri-
pherischen schwarzen Saum und einer gemeinsamen Makel gegen
die Nahtmitte. Der Nahtsaum ist schmal, der Basalsaum etwa bis
1, der Länge, der Außensaum !/, bis /ı der Deckenbreite. Unterseite
und Beine rot. L. 5,2 mm. — Ost- und Nordindien, Himalaya.
Zu dieser Art stellt Gorham (Ann. Belg. 1894, 210) als syn. Sumnius Re-
nardi Ws., wogegen Weise (Ann. Belg. 1895, 157) Einspruch erhebt. Eine Klarheit
über die Berechtigung der Gattung Sumnius einerseits und die Stellung derselben
zu den Coceidulini herrscht bestimmt noch nicht, und eine kritische Gattungs-
systematik im Rahmen von Wytsman’s Genera Insectorum wäre dringend geboten.
Dies kann aber nur jemand machen, der zu einem kritischen Blick auch genügend
Material der oft so seltenen Gattungen zur Verfügung hat.
2. A. haematica Gorh. — Kurzoval, gesättigt rotbraun, dicht
und kurz behaart. Flügeldecken schwarz, jede an der Naht mit
einer blutroten, mondförmigen Makel, die mit der gegenüberlie-
genden einen fast vollständigen Ring bildet. L. 6 mm. — Assam,
Himalaya.
Vergleiche auch Sumnius Cardoni Ws. bei den Coccidulini. Nicht nur, daß
Gorham die Gattung Sumnius Ws. synonym zu Aulis Mls. stellte, ist Sum. Car-
doni Ws. der Aulis haematica Gorh. der Beschreibung nach äußerst ähnlich, so
daß es gut möglich ist, daß die Gattung Sumnius mit den asiatischen Aulis-Arten
zusammengehört. Wie ich aber schon ausgeführt habe, muß ich erst die Kenntnis
dieser Arten abwarten.
3. A. notivestis Mls. — Kurzoval, behaart. Kopf rotbraun.
Halsschild auf der Scheibe schwärzlich, an den Seiten allmählich
rotbraun. Flügeldecken schwarz, jede mit einem rotbraunen
854 Entom. Arbeiten aus dem \useum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Längsfleck, ausgedehnt etwa von !/, bis 25 der Deckenlänge und
vom inneren 1/, zu ?/, der Breite in ihrer Mitte, gegen die Enden
allmählich schmäler. Unterseite und Beine fahl rotgelb. L. 3,3 mm.
— Nordindien, Himalaya.
11. Aspidimerini.
Im paläarktischen Gebiete kommt die Gattung Cryptogonus
Mls. vor, und eine zweite Gattung könnte noch vorkommen, Aspi-
dimerus Mls. Eine Revision dieser Gruppe gibt Kapur (Tr. R. ent.
Soc. Lond. 99, 1945 pp. 77—128).
Tabelle der Gattungen.
Die Unterscheidung dieser beiden Gattungen nach Mulsant, ob der Kopi-
schild die Oberlippe bedeckt oder nicht, ob das Prosternum nach vorn verbreitert
oder fast parallel ist, ist hinfällig (Weise, D. E. Z. 1900, 426). Die beiden Gattun-
gen sind nach äußeren Merkmalen noch nicht zu trennen, höchstens die Männ-
chen.
1 (2) Ductusröhre kurz und sehr weit, Penis kurz und breit.
Hinterrand des 5. und 6. Bauchsegmentes in der Mitte
beim Männchen ausgeschweift. (Im Gebiete bis jetzt noch
kein Vertreter.) Vide Kapur, 1. c.
i HArES \ : i Aspire Mis.
22615) Due lang, er A ke eisförmig, Penis schlank. Hin-
terrand des 5. Bauchsegmentes beim Männchen gerad-
linig, der des 6. abgerundet, oder, bei einer Art, in der
Mitte fein gerandet. REN Tr
62. Cryptogonus Mls.
62. Gattung: Crypfogonus Mlis.
(Mulsant, 1850, 944, 945 — Urotch 1874, 203 — Uhapuis,
1876, 238 — Weise 1900, 426 — Mader, Ev. I. 1926, 16 — Kol.
Rundsch., Bd. 32, 1954, 131 — Kapur 1. c. 86).
Scymnus-artige Tiere. Von 9 Arten im paläarktischen Ge-
biete 5.
Tabelle der Arten.
1(6) Flügeldecken schwarz, mit heller Zeichnung oder ganz
schwarz.
2 (3) Flügeldecken mit je einem gelbroten Fleck oder mit zwei,
dann der vordere Fleck aber nicht nächst der Basis), oder
mit ausgedehnter heller Spitzenfärbung oder ganz
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 035
schwarz. L. 2,2—3,3 mm. — Östsibirien, Japan, China,
Indien. ERBE Aa
N er a a 1. es Gyll.
3 (2) Flügeldecken mit ie 2 2 der + Makein, die vordere an der
Basis.
4 (5) Flügeldecken mit je 2 Makeln, groß, hintereinander. L.
ca. 5 mm. — Himalaya.
A Sr 2. 4-guttatus Ws.
5 (4) Flügeldecken mit je 4 Makeln. L. 2,8 mm. — China. —
oe l. ep: ne ä
2 a Se an Ne
Br (1) Flügeldecken el oder " gelbrötlich, mit schwarzer Zeich-
nung.
7 (8) Flügeldecken außer der sonstigen schwarzen Zeichnung
mit schmalem Nahtsaum und in Ys der Länge mit sehr
quergezogener gemeinsamer Makel. L. 2,5—93,2 mm. Fe.
15. — China. SE EN EEE >
2 N er 3. Schraiki Mader
o ( 7) Flügeldecken außer der anderen Zeichnung mit breitem
Nahtsaum und dieser hinter dem Schildehen nur makel-
artig erweitert. L. ca. 3 mm. Fg. 16. — China. — (Mader,
l.we; p. Et: ER:
2 D% Merdes ae
1. Cr. orbiculus Gyll. (oculatus Mtsch., malasiae Cr.) — Kurz-
oval, greis behaart. Kopf beim Männchen gelb, einfarbig oder der
Mund und zuweilen die untere Hälfte des Kopfes schwarz, beim
Weibchen die Stirn mehr oder weniger breit gelb, oder doch ein
Fleck neben der Fühlerwurzel, oft aber auch einfarbig schwarz.
Fühler gelb, Taster dunkel. Halsschild schwarz, beim Männchen
eine große helle Makel in den Vorderecken, die sich auf einen ver-
waschenen Saum verschmälern kann, manchmal der ganze Vorder-
rand schmal gesäumt, beim Weibchen wie beim Männchen oder
"auch ganz schwarz. Flügeldecken schwarz, jede Decke mit einer
sehr veränderlichen geibroten Makel, die auch fehlen kann, oder
es sind 2 Makeln vorhanden, oder die Spitze ist ausgedehnt von
heller Farbe. Unterseite schwarz oder nur teilweise, Beine gelbrot,
beim Weibchen einigermaßen angedunkelt. Die Formen lassen sich
folgendermaßen übersehen: Die Makel ist groß, mehr oder weni-
ger rund und reicht von ?J, bis %/; der Länge, steht der Naht etwas
näher als dem Seitenrande (orbiculus Gyll. f. nom.), oder diese
856 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Makel ist orangegelb, quer, bedeckt das mittlere !/, der Decken-
länge und die Breite von Y; bis zu?); (a. stellaris Mls.), oder sie liegt
in der Mitte, von der Basis und Spitze gleichweit entfernt (a. cen-
troguttatus Boh.), oder sie ist klein, rund, hinter der Mitte, nimmt
kaum Y, der Länge ein und bleibt um ihre Breite vom Seitenrande,
um ihre halbe von der Naht entfernt (a. japonicus Ws., orbiculus
Cr. non Gyli. — Japan), oder die Makel ist unmittelbar hinter 3/,
der Länge, verloschen, schmal, quer (var. ce Ws.), oder die Makel
ist dicht hinter der Mitte, ziemlich klein, außerdem eine 2. Makel
in der Spitze, mehr oder weniger groß, zuweilen die ganze Spitze
einnehmend (a. apicalis Ws.), oder diese zwei Makeln verfließen,
die Decken sind dann hinter der Mitte rot oder gelbrot, in diese
heile Färbung sendet die schwarze Farbe vor der Mitte eine breite,
gemeinschaftliche, kurze Nahtbinde, sowie eine breite und kurze,
schnell verengte Längsbinde am Seitenrande hinein (a. Weisei nov.
ab., var. e Weise-Brunei, Medan, coll. m.), oder endlich sind die
Decken einfarbig schwarz (a. nigripennis Ws.). Kiellinien des Pro-
sternums nach vorne divergierend. L. 2,2—3,3 mm. — Von Ost-
sibirien, Japan und China über Indien bis auf die Sundainseln und
Molukken verbreitet.
Der Name japonicus ist in der Gattung wohl schon vergeben worden (Cry-
togonus jahonicus Cr., 1874 ist Hyperaspis japonica Cr.), doch ändere ich den
von Weise 1910 gegebenen Aberrationsnamen nicht.
Kapur, ]. c., berichtet von dieser weit verbreiteten Art noch
weitere Varianten, die aber kaum in der Paläarktis auch vorkom-
inen dürften: 1. v. lunatus Kapur. Nur das Spitzendrittel, oder
weniger, auf den Flügeldecken von heller Farbe. Borneo, Sumatra,
Malaya. — 2. v. fulvocinctus Mls. Flügeldecken schwarz, ein gleich
breiter oder vor der Spitze verbreiteter Seitensaum um beide Dek-
ken rötlich gelbbraun. Ceylon. — 3. v. sellatus Ws. Flügeldecken
lebhaft rötlich gelbbraun, eine gemeinschaftliche, gerundete Quer-
makel hinter dem Schildchen, deren größter Teil vor der Mitte
liegt, schwarz. Bei Übergangsstücken ist diese Makel noch durch
einen mehr oder weniger breiten Nahtsaum bis zur Basis der Flü-
geldecken ausgedehnt, die normalen hellen Diskalmakeln der Flü-
geldecken sind undeutlich oder nicht sichtbar (bei Stücken von
Ceylon), wenn deutlicher, dann die schwarze Nahtzeiehnung außen
konkav eingeengt (bei Stücken von Java. Kapur, 1. c. p. 91, Fg.
5N.). — 4. v. antica Walker (Ann. Mag. Nat. Hist. [3] 4, 1859, 219
— syn. fulvivestis Mls. 1853). Nach Kapur, 1. c. 89, sind die Flügel-
decken der einzigen Type Walkers ganz scherbengelb, der Hals-
|
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 857
schild bräunlich, mit 3 schlecht ausgesprochenen dunkelbraunen
Flecken, einem in der Mitte und je einem nahe dem Seitenrande,
nach Mulsant soll der Halsschild bei julvivestis größtenteils
schwarz sein. Das Literaturzitat von antica Walker ist im Coccinel-
lidenkatalog von Korschefsky nachzutragen und fehlt auch im
Katalog von Gemminger und Harold. Kapur erwähnt auch noch
Walker 1876, das muß ein Irrtum sein.
Trotzdem, daß alle hier genannten Formen eine gleiche Bil-
dung der männlichen Genitalien haben sollen, erscheint es mir sehr
fraglich, daß sie alle zu ein und derselben Art gehören. Leider
kenne ich die drei letzteren Formen, auf die es besonders an-
kommt, in natura nicht.
2. Cr. quadriguttatus Ws. — Ähnlich gebaut wie orbiculus.
Breit elliptisch, mäßig gewölbt, dicht und fein punktiert, aschgrau
behaart. Schwarz, Stirn, eine kleine Makel nahe den Vorderwinkeln
des Halsschildes, Schienen und Vordertarsen schwefelgelb, Schen-
kel gegen die Spitze, die vier hinteren Schienen und Tarsen dun-
kelgelb. Flügeldecken mit je 2 schwefelgelben oder gelbrötlichen,
deutlich sich abhebenden Tropfen, der erste zwischen Schulter-
beule und Naht, von letzterer weiter als von der Spitze der Schul-
terbeule und ebenso weit von der Basis entfernt, der zweite hinten,
eine Spur weiter hinten als der Fleck bei orbiculus. Die Kiellinien
des Prosternums laufen nahe dem Vorderrande im Bogen gegen-
einander und vereinigen sich vollständig. L. 3 mm. — Himalaya,
Sikkim, Formosa.
3. Cr. Schraiki Mader (Ent. Anz. X11l. 1933, 80) Fg. 15. —
Kurzoval, mäßig gewölbt, schwachglänzend, oben auf fein retiku-
liertem Untergrund dicht und deutlich punktiert, weißlich behaart,
die Behaarung auf dem Halsschilde von der Mitte nach außen
gelagert, auf den Flügeldecken hinten an der Naht nach außen und
an den Seiten vor der Mitte nach innen gekämmt. Kopf beim
Männchen ziegelrotgelb, beim Weibchen schwarz. Halsschild
schwarz, in den Vorderecken ein bald dreieckiger, bald fast vier-
eckiger Fleck und der Vorderrand äußerst schmal gelbrot. Schild-
chen schwarz. Flügeldecken gelbziegelrot, mit schwarzer Zeich-
nung, welche bildet: einen äußerst schmalen Basalsaum, einen bald
sehr schmalen, bald breiteren Nahtsaum und einen ebensolchen
Außensaum, sowie auf jeder Decke #4 rundliche Flecken. Fleck 1
auf der Schulter, Fl. 2 nahe dem Seitenrande in 1; der Länge (sehr
oft mit dem schwarzen Seitensaum verbunden [a. Urbani Mad. ]),
358 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Fl. 3 in 15 der Länge an der Naht und mit dem gegenüberliegenden
Flecken der anderen Decke zu einer großen, vorn eingeschnittenen |
Quermakel verbunden, Fl. 4 auf der Scheibe in 2 der Länge. Der k
schwarze Aufßßensaum manchmal vorne sehr schmal werdend oder
verschwindend. Epipleuren der Flügeldecken in der vorderen
Hälfte hell. Unterseite schwarz, Beine ziegelrot, die hinteren
Schenkel meist dunkler. L. 2,8—3,2 mm. — China (Szetschwan).
4. Cr. octoguttatus Mader (l. ce. p. 129). — Kurzoval, mäßig
gewölbt, schwach glänzend, oben auf fein retikuliertem Unter-
grund dicht und deutlich punktiert, weißlich, ziemlich lang be-
haart, die Behaarung auf dem Halsschild von der Mitte nach außen
gelagert, auf den Flügeldecken am Absturze an der Naht und an
den Seiten vor der Mitte quer gekämmt. Kopf und Halsschild
(Weibchen) schwarz, letzterer an den Seiten in den vorderen zwei
Dritteln schmal gelb gesäumt, ebenso der äußerste Vorderrand.
Schildchen und Flügeldecken schwarz, jede Decke mit 4 gelben
Makeln: Makel 1 an der Basis neben dem Schildcehen, auf der inne-
ren Hälfte der Breite bis zu !/;, der Länge, vorne zugerundet,
hinten abgestutzt, M. 2. auf der äußeren Hälfte der Breite, gerun-
det viereckig, mit ihrem Vorderrande dicht hinter der deutlichen
Schulterbeule, M. 3 rundlich, nächst der Naht, mit ihrem Vorder-
ende so ziemlich auf der Mitte der Deckenlänge, M. 4 im Spitzen-
viertel, quer, innen breiter, nach außen zugespitzt. Unterseite
schwarz, Beine rötlich. Halsschild etwas mehr als doppelt so breit
wie lang, seitlich stark niedergebogen, seine Seiten geradlinig nach
vorne verengt. L. 2,5 mm (Breite 2,5 mm). — China: Tatsienlu-
Kiulung.
Holotype (Weibchen) in meiner Sammlung.
Ich hätte diese Art sehr gerne als die dunkelste Form von Cr. Schraiki m.
angesprochen, aber die hellen Felder lassen sich nicht gut in den hellen Grund der
letzteren einpassen, sie greifen stellenweise gerade auf jene Stellen über, wo bei
den hellen Schraiki die weniger ausgebreitete schwarze Farbe ist. Und das geht
denn doch gegen den Strich, daß gerade bei Ausbreitung der schwarzen Farbe
dieselbe ausgerechnet an gewissen Stellen durch Ausbreitung der hellen Farbe
zurücktreten muß.
5. Cr. blandus Mader (l. c. p. 130). Fg. 16. — Kurzoval, stark
gewölbt, schwach glänzend, oben auf fein retikuliertem Unter-
grund dicht und fein punktiert, weißlich behaart, die Behaarung
auf dem Halsschilde von der Mitte nach außen gelagert, auf den
Flügeldecken am Absturze an der Naht nach außen, an den Seiten
vor der Mitte nach innen gekämmt. Kopf beim Männchen gelb,
4
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 359
' mit rötlichem Stiche, beim Weibchen schwarz, an den Seiten neben
den Augen bald mehr, bald weniger gelbrötlich. Halsschild keim
Männchen schwarz, mit dreieckiger gelber Makel am Seitenrande,
deren Winkel einer in der Vorderecke, einer in der Hinterecke
und einer auf der Scheibe des Halsschildes liegen, beim Weibchen
schwarz, die Seiten bald mehr, bald weniger rötlich durchschei-
_ nend. Schildchen schwarz. Flügeldecken gelb, schwarz gezeichnet:
einen Nahtsaum, vorne gleich makelartig bis zur vierfachen Schild-
chenbreite erweitert, dann sich allmählich bis zur doppelten Schild-
chenbreite nach hinten verschmälernd, und durch einen breiten
Spitzensaum mit einem Außensaum verbunden, letzterer bis zur
Schulterecke immer schmäler werdend, jedoch liegt diesem Saum
eine lange, halbtropfenförmige Makel an, deren spitzer Teil zum
Schulterwinkel gerichtet ist und deren breiterer Teil etwas über
die Mitte nach hinten und Y; der Deckenbreite nach innen reicht,
ferner auf jeder Decke 2 Makeln, die vordere trapezoidal mit ab-
gerundeten Ecken, mit ihrem vorderen äußeren Winkel auf der
Schulterbeuie, die hintere langoval, auf der Mitte der Scheibe
zwischen dem tropfenförmigen Fleck und dem Nahtsaum, an ihrem
Verderende jedoch bei dem vorliegenden Männchen quer abge-
stutzt (wohl nicht immer), bei den 3 Weibchen normal. Der Basal-
rand der Decken ist auch sehr schmal, aber leicht zu übersehen
schwarz gesäumt. Epipleuren der Flügeldecken rötlich. Unterseite
schwarz, Beine gelbrot. Halsschild zweieinhalbmal so breit als
lang, an den Seiten stark niedergedrückt, der Seitenrand geradlinig
nach vorne verengt. L. 3,5 mm (Breite 3 mm). — China, Provinz
Yunnan, Vallis fluminis Soling-ho (Holotypen, Männchen und
Weibchen) und Gebirge bei Mengtze (2 Paratypen, Weibchen).
Typen in meiner Sammlung.
12. Scymnini.
Tabelle der Gattungen.
1 (2) Prosternum vorne in Form eines Kinnes bedeutend ver-
längert, die Mundteile im Zustande der Ruhe verbergend.
63. Cryptolaemus Mls.
Hierher eine große australische Art, die einem gro-
ßen Pullus jerrugatus Moll. ähnlich sieht und die im Mit-
telmeergebiete eingeführt wurde und gut fortkommt.
860
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
2(1)
Das Prosternum bedeckt nicht den Mund, höchstens heil
Stethorus der Vorderrand dachförmig vorgezogen. |
3( #4) Das Prosternum vor den Vorderhüften außerordentlich
verkürzt und auf einen äußerst schmalen Rand reduziert,
also dicht vor den Vorderhüften steil abfallend, so daß
sich der Mund unmittelbar an die Vorderhüften anlegen |
kann. Fühler länger als bei Scymnus, die ersten zwei Glie-
der deutlich ee
ei Chitosteik Ws.
4(5) Das Pr osternum vor ARE Vorderhüften nicht sehr verkürzt,
der Mund von den Vorderhüften weit getrennt.
5 (6) Das Prosternum ist am Vorderrande dachförmig und in
der Mitte kurz und stumpf vorgezogen, ohne Kiellinien.
Schenkellinie ee
65. Stechen Ws.
6.69) Pro Oetnien am Yon Terrande flach und gerade Ze
ten, mit oder ohne Kiellinien.
66. Se Ku s. Iat.
Die Schenkellinie ist ollstandie d. h. sie kehrt zum Vor-
derrand des ersten Bauchsegmentes zurück oder mündet
wenigstens in den Seitenrand. Sie reicht mindestens über
die Mitte des ersten Segmentes nach hinten. (Die Bildung
der Schenkellinie allein ist zur Aufstellung guter Gattun-
gen nicht geeignet, da sie selbst bei einzelnen Arten vari-
iert. So kann ausnahmsweise Sc. nigrinus Kug. eine voll-
ständige Schenkellinie und Sidis biguttatus Mls. eine un-
vollständige Schenkellinie haben. Solcherart müßte dann
die eine oder andere Art in zwei verschiedene Gattungen
gehören. Man müßte die Schenkellinien all der etwa 600
Scymnus-Arten und aller vorhandenen Stücke untersu-
chen, um da gar manche Überraschung zu erleben.)
8 (9) Hinterbrust ohne deutliche oder mit flachen Schenkel-
gruben, die dann so stark wie die Brust punktiert sind.
Schenkellinie mäßig groß oder klein, den Vorderrand des
Segmentes viel weiter nach innen, in der Mitte oder an der
Innenecke der Epimeren der Hinterbrust erreichend. Pro-
sternum mit 2 Kiellinien.
Schamane sühgen: En. Mis.
SS) nterhiust mit einer großen, tiefen und glatten, quer-
ovalen Grube zur Aufnahme der Hinterschenkel. Schen-
kellinie sehr groß, gleichmäßig gerundet, der äußere Teil
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 861
10 (7)
11 (16)
12 (13)
13 (12) an ohne Kiellinien.
14 (15)
15 (14)
läuft nahe dem Seitenrande nach vorn, wo er bald deutlich
bis in die Spitze der Außenecke des Segmentes verlängert
ist, bald im vorderen Drittel oder Viertel des Segmentes
undeutlich wird und sich mit dem Seitenrande zu verbin-
den scheint. (Kiellinien des Prosternums sind umstritten,
nach Weise vorhanden, nach Ganglbauer fehlend. Soweit
ich biguttatus Mls. kenne, finde ich keine Kiellinien, aber
ich kann nicht behaupten, ob dies auch bei den anderen
Arten der Fall ist.) ee Er a rn
ea . Scymnus subgen. Sidis Mis.
Sehe nkellinie unvollständig, sie kehrt nicht im Bogen zum
Vorderrand des Segmentes zurück, eine solche Rückkehr
wird mitunter vorgetäuscht.
Die Schenkellinie erlischt, ohne den Vorder- oder Seiten-
rand des Segmentes zu berühren oder sich mit dessen Hin-
terrand zu vereinigen.
Prosternum mit 2 Kiellinien. i Fer
Scymnus he ae s. str.
Zweites Bauchsegment in der Mitte nicht verkürzt. . .
Scymnus subgen. Nephus Mls.
Zweites Bauchsegment in der Mitte verkürzt. . . . .
Scymnus subgen. Scymniscus Dobzh.
Hicher ein winziges Tierchen, 1—1,2 mm, von Semi-
palatinsk, das einem kleinen Nephus bipunctatus ähnlich
sein muß.
Scymniscus beschrieb Dobzhansky erst 1928 als eigene Gattung.
Ich kenne Gattung und Art in natura noch nicht, aber auch in der
Gattungsdiagnose finde ich außer des in der Mitte verkürzten 2. Bauch-
segmentes gar keinen Anhaltspunkt, wodurch man Scymniscus von
Nephus einerseits und von Scymnus s. 1. überhaupt trennen könnte.
Was sonst in der Diagnose angegeben wird, ist nicht stichhaltig. So
kommen z. B. 10gliedrige Fühler bei den Scymninen öfter vor, wenn
das 1. und 2. Glied, die an und für sich wenig gesondert sind, einmal
vollständig verschmelzen, und das scheint auch hier der Fall zu sein,
nach der Abbildung, die Dobzhansky gibt. Die 5gliedrige Fühlerkeule
ist auch kein Kriterium, da es bei Scymnus 4- oder 5gliedrige Fühler-
keulen gibt, man könnte höchstens die „große“ Keule beachten, aber
das letzte Glied kann auch bei Scymnus abgestutzt sein. Das Fehlen von
Kiellinien auf dem Prosternum ist bei Scymnus häufig, die Hinter-
hüften sind auch bei Scymnus sehr breit und breiter als die Mittel-
hüften getrennt, eine unvollständige Schenkellinie ist bei Scymnus sehr
häufig und ungespornte Schienen sind bei Scymnus die Regel. Nachdem
862 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
also bloß das eine Merkmal der Verkürzung des 2. Bauchsegmentes in
der Mitte verbleibt, kann ich in Scymniscus Dobzh. höchstens eine
Untergattung von Scymnus erblicken.
16 (11) Die Schenkellinie läuft in schwacher Rundung zum Hinter-
rande des Segmentes und verbindet sich mit diesem.
Scymnus subgen. Diomus Mls.
63. Gattung: Cryptolaemus Mils.
(Muisant, Ann. S. L. Lyon, I. 1853, 268; Op. Ent. III. 1853,
140 — Crotch 1874, 204 — UChapuis 1876, 211 — Weise, Stett.
1885, 232; T. Füs. 1902, 520 — Blackburn, Tr. Roy. Soc. S. Austr.
1899, 187).
Da die Gattung für unser Gebiet neu ist, man sie also in unseren entspre-
chenden Werken nicht findet, gebe ich hier die Diagnose wieder: Prosternum
vorne in Form eines Kinnes bedeutend verlängert und die Mundteile im Zustande
der Ruhe verbergend, ebenso die Fühler. Die Fühler kaum länger als der Kopf,
mit 10 Gliedern, das 1. angeschwollen, das 2. etwas weniger dick, das 3. länger
als das 4., das 5. und 6. ziemlich kurz, 7. bis 10. Glied eine etwas zusammen-
gedrückte, allmählich größer werdende Keule bildend, das 10. Glied beinahe so
lang wie das 6. und 9. zusammengenommen, ein wenig verschmälert und stumpf
abgestutzt. Flügeldecken vorne so breit wie der Halsschild an den Hinterwinkeln,
mit den Schulterwinkeln sehr offen und wenig oder nicht abgestumpft, erweitert
dann in krummer Linie bis zum Viertel der Länge, an der Spitze zusammen
stumpf abgerundet. Epipleuren der Flügeldecken allmählich verengt bis zum 3.
oder 4. Bauchsegment, dann sind sie auf einen Abschnitt begrenzt, der kaum
durch ein Grübchen bezeichnet ist. Schenkellinie ein regelmäßiger Halbkreis, den
Hinterrand des Segmentes nicht erreichend.
Von 7 Arten eine australische im Mittelmeergebiet einge-
führt.
1. Cr. Montrouzieri Mis. — Oval, behaart, mäßig gewölbt.
Kopf, Fühler und Halsschild fuchsrot. letzterer gewölbt, etwas
mehr als zweimal so breit als mitten lang, Vorderwinkel stark
niedergebogen. Schildchen dreieckig und wie die Flügeldecken
schwarz, letztere mit fuchsrotem, ovalem oder querelliptischem
Fleck, in der Spitze jeder Decke selbst gelegen. Dieser Fleck
schwankt in der Größe, er kann sich nach vorne auf !/, der Naht-
länge ausdehnen, aber auch ziemlich schmal werden. Unterseite
fuchsrot, Mittel- und Hinterbrust schwarz. Beine schwarz, Vorder-
beine zum größten Teile fleischrot. Die Schenkellinie erreicht fast
den Hinterrand des Segmentes. L. 4—5,2 mm. — Australien, Tas-
manien, Neu-Seeland, Neu-Caledonien, eingeführt in Californien,
Mittelamerika, Südafrika, Hesperiden, Mittelmeerländer, Java,
Hawai.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 863
In Italien wurde sie zuerst 1907 von Prof. Silvestri eingeführt und hat sich
dort sehr gut dem Klima angepaßt. Sie bekämpft die Schildläuse Pseudococcus
eitri Risso, vitis Nied.. Pulvinaria psidii Mask., u. a. Meine Stücke stammen von
den Meeralpen.
64. Gattung: Clitostethus Ws.
(Weise, 1885, 65 — Seidlitz, 1888, 285; 1891, 301 — Gangl-
bauer 1899, 959, 972 — Reitter 1911, 129, 132 — Kuhnt 1912, 567,
586 — Jacobson 1916, 973 — Schaufuss 1916, 564 — Mader, B. T.
94, 1924, 9; Ev. I. 1926, 14).
Von 6 Arten im paläarktischen Gebiete. 3.
Tabelle der Arten.
1 (2) Flügeldecken mit Ausnahme eines schmalen Saumes am
Hinterrande schwarz. — Südfrankreich. ei
SR Dr a . 2. Abeillei Ws.
2 (1) Flügeldecken anders gezeichnet.
3 (4) Flügeldecken gelbbraun oder rotgelb, mit schwarzer Zeich-
nung, oder schwarz mit 1 bis 2 hellen hufeisen- oder
bogenförmigen Linien. — m BI
1. arcuatus Rossi
4(3) Flügeldecken echten mit zeiken Flecken und Be
Spitze gezeichnet. — Madeira, Oanaren.
3. flav a Woll.
1. Cl. areuatus Rossi (arguatus J. Müll.). — Kurzoval, ziemlich
stark gewölbt, mit weißlicher, ziemlich langer, nicht ganz anlie-
gender Behaarung mäßig dicht bekleidet. In Ber Färbung der Ober-
seite sehr veränderlich, unten die Vorderbrust gelb, Mittel- und
Hinterbrust und der Bauch mit Ausnahme der rötlichgelben Spitze
schwarz. Fühler, Taster und Beine blaßgelb. Kopf und Halsschild
ziemlich dicht und fein, die Flügeldecken weitläufiger und ziem-
lich grob punktiert. Die Schenkellinie bildet einen vollständigen,
weit gegen den Hinterrand des Segmentes nach hinten reichenden
Bogen, dessen äußerer Ast etwas außerhalb der Außenecke der
Hinterhüften den Vorderrand des Segmentes trifft. Die dunkelsten
Stücke oben schwarz oder schwarzbraun, der Halsschild mit breit
weißgelben Seiten, auf den Flügeldecken eine gemeinsame, nach
vorn offene Hufeisenbinde vor der Mitte, eine gemeinsame nach
vorn offene Bogenbinde hinter der Mitte und der Spitzenrand röt-
lichgelb oder blaßgelb. Die Äste der Hufeisenbinde konvergieren
nach vorne. Die Äste der hinteren Bogenbinde sind oft nach vorn
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 54
864 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
in dunklerer Färbung verlängert und umfassen die Hufeisenbinde
(arcuatus Rossi f. nom.). Bisweilen fehlt die hintere Bogenbinde -
(a. Hausmanni Gredl.). Häufig wird der Kopf oder auch die Scheibe
des Halsschildes rötlichgelb. Die Grundfärbung der Decken geht
oft in Braun, Braunrot oder Rostrot über, und es bleibt nur ein
gemeinsamer, von der helleren Hufeisenbinde umschlossener Fleck
vor der Mitte schwarz. Dieser Fleck kann sich in zwei durch die
Naht getrennte Längsmakeln teilen (a. Heegeri Gglb., Hausmanni
Ws. non Gredl.). In anderen Fällen aber bleibt eine breite Binde
an der Basis und an den Seiten der Flügeldecken schwarz, während
die ganze Scheibe der Decken einfarbig blaßgelb wird (a. nigro-
cinctus Gglb.). Diesen Aberrationsnamen hat Obenberger (Cas. 39,
1942, 89) noch etliche hinzugefügt (vide Anhangstabelle der Aber-
rationen.) L. 1.2—1,5 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet.
Aberrationen.
1 (20) Die helle hufeisenförmige Binde an der Naht vor der Mitte
stets vorhanden, einen schwarzen Raum umschließend, die
helle Bogenbinde hinter der Mitte vorhanden oder selten
fehlend.
2 (19) Die hintere Bogenbinde ebenfalls vorhanden.
3 (12) Die gemeinsame dunkle Makel, welche von der hellen
Bogenbinde eingeschlossen wird, ist nicht geteilt.
4 (9) Flügeldecken dreifarbig: Grundfarbe braun, Bogenbinden
blafß, gelb oder rötlichgelb, die gemeinsame Scheibenma-
kel schwarz.
5 (5) Halsschildscheibe dunkel oder schwarz, oder mit 2 braunen
Makeln.
6 (7) Scheibe des Halsschildes zum größten Teile dunkel, bloß
an den Seiten gelb. Flügeldecken braun, die gemeinsame
Scheibenmakel schwarz, die beiden hellen Bogenbinden
scharf hervortretend. NESSPES 1: - ee
‚Se Sarcuatus Hoss f. nom.
76) Halsschild Eeib, bloß mit 2 dunklen punktförmigen Ma-
keln bezeichnet. Flügeldecken wie bei der Nominatform.
.. .. a. Nickerli Obb.
8(5) EAlchla einfarbig nal Plügeldecken wie bei der Nonse
natform. ;
TER Heyrovaida Obbg.
9(4) ElüeIdecken ee bloß die 2 hellen Bogenbinden vor-
handen.
=
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocceinelliden 865
10 (11) Halsschild ganz schwarz, bloß seitlich schmal gelb geran-
det.'t. Be: :
a ee a. lermk Obbe.
11 (10) Halsschild hell, bloß mit einem dunklen, dreieckigen
Fleck, dessen Spitze gegen das Schildehen gerichtet.
i a. Bosaki Obbg.
2 (3) De Elbe Nah iiın EL die gemeinsame schwarze Naht-
makel in 2 Teile. u mehr oder weniger drei-
farbig. ;
13 (18) Halsschild her Se br aun eeileckt Sa sein Mittel-
teil ganz schwarz.
14 (15) Der ganze Mittelteil des Halsschildes dunkel. Die beiden
Bogenbinden der Flügeldecken hellgelb, die schwarze
Nahtmakel in zwei Flecken geteilt, wie sub 12 gesagt.
(Hausmanni Ws. non Gredl.)
ar en: Gelb.
15 (14) Fakechild be nur le emule: Flügeldecken wie
sub 14.
16 (17) Auf dem Halsschilde eine breite es und 2 diskale
Makeln dunkel. Zr
: Re Obbe.
17 (16) Halsschild bloß mit 2 Ken Scheibenmakeln.
a. Jesatkoi Obbg.
15 (13) Halsschild enlachıe eilt Hlapeldecken wie bei a. fleegeri
gezeichnet, aber Grundfarbe heller a oder ziegel-
co
{ a. scher. Or
9 (2) Naf den Br eliecken fehlt. die hintere Bogenbinde, die
vordere Hufeisenbinde sehr deutlich. Halsschild gelb ge-
randet, Flügeldecken mit dunkler Grundfarbe. :
a. Hausmanni Gredl.
20 (1) Die order Ende und die hintere Bogenbinde
verschwunden oder undeutlich. (Sie verschwinden in der
hell gewordenen Grundfarbe.)
21 (22) Eine breite Binde an der Basis und den Seiten der Flügel-
decken dunkel, die übrige Scheibe blaßgelb.
a. nigrocinctus Gglb.
22. (21) De einfarbig, Ichhaft: ai der ziegelrot, nur die Flügel-
decken nahe der Naht jederseits mit einem schwärzlichen,
punktförmigen Fleckchen. re ae
Bene ft ine se a. corsicus Obbg.
34*
866 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
2. Cl. Abeillei Ws. — Vielleicht nur eine sehr kleine, dunkle
b)
auf den Flügeldecken etwas weitläufiger punktierte Form des ar-
Su
14
|
iv.
}
cuatus Rossi. Oben schwarz oder braunschwarz, der Kopf und ein
vorn breiter, nach hinten verschmälerter Seitensaum des Halsschil- r
des weißlichgelb, die Flügeldecken schwarz, mit rötlichem Spitzen-
saum, die Fühler, Taster und Beine sowie die Vorderbrust blaß-
gelb, die Mittel- und Hinterbrust und der Bauch mit Ausnahme
der rötlichgelben Spitze schwarz. L. 0,5 mm. — Südfrankreich.
3. Cl. flavopietus Woll. — Rundlich oval. Pechschwarz und
dicht aschgrau behaart. Kopf, Halsschild und Schildchen rötlich,
Flügeldecken mit schöner gelber Zeichnung, die aus abgebroche-
nen Binden oder Flecken besteht. Auf jeder Decke in der vorderen
Hälfte 3 längliche, schräg gestellte Flecken (1,2), der erste vom
Schulterwinkel schräg nach innen, der 2. vom Seitenrande auch
schräg nach innen, der 2. vom Seitenrande auch schräg nach innen
und hinten, der 3. in der Fortsetzung des 1. gegen die Naht gerich-
tet, im hinteren Teil der Decken je eine wellige Querbinde und ein
Spitzensaum. Die Flecken können mehr oder minder zusammen-
fließen. Die Naht schmal rot. Fühler und Beine ziegelrot, Schenkel
ziemlich angedunkelt. Manchmal ist der Halsschild Pe
an den Seiten etwas aufgehellt (a. maculosus Woll.). L. 1,5—
mm. — Madeira, Casaen
—2,2
65. Gattung: Stethorus Ws.
(Weise, 1885, 65 — Seidlitz 1888, 285; 1891, 301 — Gangl-
bauer 1899, 961 — Reitter 1911, 132 — Kuhnt 1912, 568, 586 —
Jacobson 1916, 973 — Schaufuss 1916, 564 — Mader, B. T. 94,
1924, 8; Ev. I. 1926, 14 — Kapur, Bull. ent. Res. 39, pp. 297).
Dobzhansky stellte diese Gattung in eine eigene Tribus Stethorini, und
zwischen die Scymnini und Stethorini stellt er die Platynaspini. Dem folge ich
derzeit nicht und warte erst die Stellungnahme anderer Entomologen ab.
Von 36 Arten im paläarktischen Gebiete 5.
Tabelle der Arten.
(Beachte auch die neuen Arten 4. und 5.)
1 (4) Flügeldecken nicht dicht narbig punktiert. Schenkellinie
nicht über die Mitte des Segmentes nach hinten reichend.
2 (3) Kopf schwarz. — Reg. pal.
E 1. Sure We.
3,02) Kopf en nenne ae Stirn uber den Augen rötlichgelb.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 867
— Südeuropa, Kleinasien, Medit., Indien.
i 2 leer Mls.
4 (1) Blöeeldecken ehr echt nachie punktiert. Schenkellinie
bis zum letzten Drittel des Segmentes nach hinten rei-
chend. — Indien, Himalaya, Arabien. ET Pe
3. pauperculus Ws.
1. St. punctillum Ws. (minimus Rossi, pusillus Hbst., ater Ill.,
investitus Roub.). — Durch die kleine, breit ovale Körperform und
ganz schwarze Oberseite nebst dem Pullus ater Kug. unter unseren
Scymninen sehr auffallend, von letzterem auch durch die am Ab-
sturz der Flügeldecken gleichfalls nach hinten gelagerte Behaarung
unterschieden. — Breit oval, ziemlich stark gewölbt, oben mit nicht
ganz anliegender grauweißser Behaarung wenig dicht bekleidet (in-
vestitus Roub. erwies sich als gänzlich abgeriebenes Stück).
Schwarz, Fühler, Mund und Beine rötlichgelb, die Mittel- und
Hinterschenkel mit Ausnahme der Spitze ah oder pechbraun,
Vorderschenkel bisweilen an der Basis dunkel. Kopf und Halsschild
fein, der letztere an den Seiten gröber und dicht, aber seicht punk-
tiert, die Flügeldecken mit ziemlich grober aber seichter und wenig
dichter Punktierung. Prosternum ohne Kiellinien, der Vorderrand
derselben in der Mitte etwas vorgezogen. Schenkellinie vollständig,
aber kaum bis zur Mitte des Segmentes nach hinten reichend, ihr
äußerer Ast erreicht kurz außerhalb der Außenecke der Hinter-
hüften den Vorderrand des Segmentes. L. 1,2—1,5 mm. — Über
den größten Teil der paläarktischen Region verbreitet.
2. St. gilvifrons Mls. (minimus Woll.). — Ist von punctillum
Ws. durch kürzere und breitere, an en Seiten mehr gerundete
Körperform, etwas längere Behaarung und feinere Punktierung,
rötlichgelbe Färbung der vorderen Partie des Kopfes verschieden.
Die Schenkellinie reicht kaum über ein Drittel des Segmentes nach
hinten. L. 1,3—1,5 mm. — Mittelmeergebiet, Indien.
3. St. pauperculus Ws. — Kurzoval, behaart, schwarz, etwas
glänzend. Taster und Beine lehmgelb, Schenkel leicht angedunkelt,
Flügeldecken dicht, wenig tief, aber narbenartig punktiert. Dem
punctillum Ws. täuschend ähnlich, aber durch die sehr dicht narbig
punktierten Flügeldecken und die bis zum letzten Drittel des Seg-
mentes nach hinten reichende Schenkellinie verschieden. L. 1,2
mm. — Indien, Himalaya, Arabien.
Nach Fertigstellung meines Manuskriptes sind noch 2 Arten
beschrieben worden, die ich aber in natura noch nicht kenne und
868 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
mir daher eine Einreihung in obige Tabelle gewagt erscheint. Ich
füge sie hier an:
4. St. Wollastoni Kapur (ibid. p. 305, Fgs. 23—27. syn. St.
mirimus Wollaston [non Rossi] 1854, 470). — Kurzoval, mäßig
gewölbt, deutlich schmäler als St. gilvifrons Mls., wie dieser ge-
färbt, aber die Hinterschenkel konstant tiefbraun oder pechbraun.
Behaarung der Oberseite graulich und sparsam. Kopf ziemlich grob
und sparsam punktiert, Fühlerkeule spindelförmig. Halsschild un-
gleichmäßig punktiert, das mittlere Drittel fein und sparsam, die
seitlichen Teile grob, narbenförmig und mäßig dicht. Flügeldecken
mäßig grob, sparsam und leicht eingedrückt punktiert, Zwischen-
räume glatt und glänzend. Unterseite kurz und sparsam graulich
behaart, mäßig grob und sparsam punktiert, dicht zu den Seiten-
rändern hin und auf der Hinterbrust. Schenkellinie ein flacher
Bogen, der nach hinten nur bis ?/, der Segmentlänge reicht. Das
letzte Bauchsegment beim Männchen mit einer deutlichen Aus-
randung am Hinterrande. L. 1,3 mm; Br. 0,9 mm. — Canaren,
Madeira.
Von St. punctillum Ws. unterschieden durch die Färbung des
Kopfes, der Beine etc., die gröbere Punktierung und die Schenkel-
linie, welche nicht die Mitte der Segmentlänge erreicht, von gilvi-
frons Mls., durch die leicht schmälere Gestalt, die Punktierung von
Kopf und Flügeldecken und die Bildung der Genitalien, ex Kapur,
l. c. — Auf diese Art mache man am besten bei gilvifrons Mls. auf-
merksam.
5. St. aptus Kapur (Bull. Ent. Research 39, pt. 2, 1948, 314). —
Kurzoval, nach hinten leicht verengt, mäßig gewölbt. Schwarz,
ausgenommen der ziegelrötliche Vorderteil des Kopfschildes, die
scherbengelben Fühler, Mundteile, Schienen, Tarsen und Spitze
der Schenkel und die pechbraunen übrigen Teile der Beine. Be-
haarung der Oberseite graulich, mäßig lang, spärlich und halb
aulgerichtet. Kopf fein und spärlich punktiert. Halsschild mit gro-
ber, nabelartiger Punktierung, dichter gegen die Seiten als in der
Mitte. Punktierung der Flügeldecken grob, die Zwischenräume
weniger glatt als auf Kopf und Halsschild. Unterseite greis, kurz,
spärlich und etwas niedergedrückt behaart. Die vollständige
Schenkellinie reicht nach hinten bis nahe zur Längsmitte des Seg-
mentes. L. 1,3—1,4 mm; Br. 1—1,1 mm. — China: nahe der Ost-
küste, Insel Tygosan, Chusan Archipel.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 869
| Von St. punctillum Ws. verschieden durch die grobe und ver-
| hältnismäßig spärlichere Punktierung der Flügeldecken und den
rötlichen Kopfschild, von gilvifrons Mls. ebenfalls durch die grö-
bere Punktierung. — Wegen der groben Punktierung könnte man
‚ auf diese Art bei pauperculus Ws. aufmerksam machen, jedoch
reicht bei pauperculus die Schenkellinie bis zum letzten Drittel des
Segmentes nach hinten.
66. Gattung: Scymnus Kus.
(Kugelann, Neues Mag. Liebh. Ent. I. 5, 1794, 545, 546 —
Redtenbacher 1843, 8, 11, 12; 1849, 577; 1858, 970; 1874, 537 —
Mulsant 1846, 219; 1850, 945, 950, 999 — Crotch 1874, 239 —
Seidlitz 1872, 48, 195; 1888, 285; 1891, 70, 301 — Chapuis 1876,
211, 213 — Weise 1879, 90, 141 (s. p. 3, 52); 1885, 6, 64 — Reitter
1911, 129 — Kuhnt 1912, 585 — Jacobson 1916, 973 — Schaufuss
1916, 565 — Mader, B. T. 94, 1924, 8; Ev. I. 1926, 14.)
Untergattungen:
Pullus Mls. (Mulsant 1846, 241; 1850, 976 — Seidlitz 1872,
195; 1888, 285; 1891, 301 — Weise 1879, 139 (s. p. 52); 1885, 65
— Reitter 1911, 129 — Kuhnt 1912, 564, 584 — Schaufuss 1916,
565 — Mader 1924, 8; Ev. I. 1926, 15).
Sidis Mls. (Mulsant 1850, 975 — Weise 1879, 141 |s. p. 52];
1885, 65 — Seidlitz 1838, 285; 1891, 301 — Schaufuss 1916, 564
— Mader 1924, 8; 1926, 157). |
Nephus Mls. (Mulsant 1846, 237; 1850, 958 — Seidlitz 1872,
194; 1888, 284; 1891, 301 — Weise 1879, 141 [s. p. 54]; 1885.
67 — Reitter 1911, 129 — Kuhnt 1912, 568, 5856 — Jacobson 1916,
973 — Schaufuss 1916, 565, 567 — Mader 1924, 6; 1926, 15).
Scymniscus Dobzh. (Dobzhansky, Rev. Russ. XXII. 1925, 117,
118 — Gridelli, Ann. Gen. LIV. 1930, 149).
Diomus Mis. (Mulsant 1850, 951 — Weise 1879, 141 [s. p.
54]; 1885, 67; Ann Belg. 1895, 144 — Seidlitz 1888, 284; 1891,
300 — Jacobson 1916, 973 — Mader 1924, 8; 1926, 15).
Von den rund 600 Arten im paläarktischen Gebiete 98, davon
3 Arten ungeklärt, eine unter aller Kritik beschrieben, einige Ar-
ten verschollen.
Tabelle der Arten.
(Arten von Formosa siehe hinter den pal. Arten.)
Ich mache hier zunächst besonders auf meine Bemerkungen am Anfange
dieses Werkes nochmals aufmerksam, weil die Verhältnisse bei den schwierigen
870 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
Scymninen am ärgsten liegen. Die Beschreibungen mir fehlender Arten enthalten
oft nur Färbungsangaben und versagen dort, wo man Angaben von plastischen
h
Merkmalen benötigen würde. Da nützen mir die besten Merkmale der mir bekann-
ten Arten nichts, und ich bin gezwungen, die Tabelle besonders auf Färbungs- |
merkmale zu stützen, wodurch sie wegen der Variabilität der Arten umfang-
reicher wird. Dieser Nachteil soll durch den Vorteil aufgewogen werden, daß es
sich um leicht erfaßbare Merkmale handelt und überhaupt einmal Gelegenheit
geboten wird, sein Material zu bestimmen, ohne unzählige Zeitschriften nach
Einzelbeschreibungen durchsehen zu müssen. Eine Kontrolle des hier erzielten
Bestimmungsergebnisses durch Nachlesen der Artbeschreibungen wird ja von
jedem gewissenhaften Entomologen als selbstverständlich vorausgesetzt. Das bitte
ich zu bedenken, bevor jemand glaubt, Kritik üben zu müssen. Sollte es dennoch
jemand aus gewissen Gründen tun wollen, dann rate ich ihm, zunächst selber
einmal eine Tabelle aller paläarktischen Scymninen nach seinem Geschmacke zu
bauen. Bis dorthin sind meine Kollegen froh, daß sie wenigstens ein Hilfsmittel
zur Hand haben, mit dem man etwas anfangen kann. Über die Schenkellinien und
neue Wege zu ihrer Schilderung vide Mader, Explor. Parc Nat. Albert, Brüssel,
fasc. 34. II. 1950 pp. 7—9. Es wird empfohlen, sich bei künftigen Beschreibungen
dieser Art zuzuwenden.
1 (112) Flügeldecken einfarbig, ohne Zeichnung. Nicht beach-
tet werden unauffällige Aufhellungen oder Verdunke-
lungen, die man als eigentliche Zeichnungen nicht an-
sehen kann, z. B. schattenartige Verdunkelungen oder
schwache Aufhellungen am Spitzenrand etc.
2 (49) Flügeldecken strohgelb, rötlichgelb, braunrot, braun
oder ähnlich, nicht pechschwarz oder schwarz. In Zwei-
felsfällen suche man auch beim Gegensatz.
3 (40) Auch Kopf und Halsschild von heller Farbe, letzterer
nicht gefleckt.
4( 5 ) Die Behaarung der Flügeldecken ist auch hinten längs
der Naht von vorne nach hinten gelagert. Sehr kleine,
1,3 mm, a flache Art. — Odessa.
. vgl. 36. P. sacium Roul
Dat) Die ee der Flügeldecken an der Naht wenig-
stens hinten nach den Seiten gekämmt.
6 ( 13) Auch die Behaarung an den Seiten der Flügeldecken vor
und hinter der Mitte ist vom Seitenrande in weitem
Umfange stark schräg nach innen gerichtet, Behaarung
daher mehr oder weniger wolkig.
?( 8 ) Behaarung auffallend wolkig, es erscheint sogar ein
Querstreifen vor der Mitte der Flügeldecken beinahe
wie kahl, weil die Haare daselbst so nach innen gerich-
tet sind, daß sie bei Betrachtung von oben nicht leicht
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 871
————————;
sichtbar bleiben, die übrigen bilden förmliche Binden.
L. 2—2,5 mm. — Kuropa Nordafrika. j
, vol. 22.P% bett Mls.
DU L9) Pl raing N so auffällig wolkig.
9 ( 12) Wenig dicht behaart.
10 ( 11) Behaarung undicht. Prosternum sehr schmal, etwa !/
so breit wie das Mesosternum. L. 1,5—2,3 mm. — Len-
koran, Talysch.
et 35. P. er Ws.
11 (10) Behaakuns mäßig eh Prosternum viel breiter. L. 1,7
bis 1,9 mm. — Kaukasus, von Reitter auch für Mittel-
europa angegeben.
i vgl. 6. Pp. testaceus Misch. L. nom.
12:9.) Dicht Ken etwas deutlicher wolkig behaart. Größere
Art. Gewöhnlich die Scheibe des Halsschildes und die
Naht der Decken etwas dunkler. L. 2—2,5 mm. — Süd-
europa. :
ee se 73. N. Eee Ws.
13.66) Be baarıing em Flügeldecken an den Seiten einfach der
Länge naeh gelagert.
+ (19) Flügeldecken an der Naht schwach angedunkelt.
15 (16) Kleine, flache Art. L. 1—1,8 mm. — Mittelmeergebiet.
BEE U 2 RL 12, vgl. 33. P. pallidivestis Mls.
16 ( 15) Größere gewölbtere Art.
17 (18) Breit oval, stark gewölbt. L. 1,5 mm. (Bisweilen die
Flügeldecken pechbraun, die Spitze verwaschen rot-
braun.) — Bl
vol: 23, P. Slobons Ws.
18 (177) Oval, mäßiger setalht. L. 1,5—2,2 mm. — Reg. pal.
vgl. 61. Sc. interruptus Gze.
9 (14) Flügeldecken an ie Naht nicht angedunkelt.
2, (21) Arten aus Indien, Himalaya, Japan oder Formosa. L.
2 DD mn m. nen re
vgl. 37. P. paganus Lew. und
ß 12. P. Juscatus a. brunnescens Mtsch.
21 (20) Art ten aus den anderen Gebieten. (Beachte auch P. rubi-
cundus Kap. im Nachtrag von Arabien.)
22 (27) Länglich ovale Arten.
23 (24) Kleine, besonders flache, zart behaarte Art. L. 1—1,8
mm. — Mittelmeergebiet. nl
vgl. 33. P. pallidivestis a. SEE nov. ab.
872 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
24 (25) Rauher behaart und etwas mehr gewölbt.
25 (26) Kleiner, nicht hoch gewölbt. L. 1,5—2,3 mm. — Euro-
pa. Kaukasus, Sibirien, Tunis. :
seh 29. P. suturalis a. ‚testaceicolor Rb.
26 ( 35) ( 2 und Nord-
ba lnbet Pro
val. 50, Sc. abietis Payk.
2022) Breiter BEN. er ten.
23 ( 37) Prosternum mit 2 Kiellinien.
= 9 ( 32) Sehr breit ovale, stark ERS Arten.
0 (31) Fein punktiert. L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mittelmeer-
an Sibirien. A
„ssygl. 14.0P. eh. a. BE. Pond
1 (30) Cr ib, wenn auch flach De L. 1,5 mm. — Mittel-
meergebiet. NE
: 5 al 23, P. Blohasus Ws.
2 (.29.) Were hie eit A make hoch gewölbt.
n ( 34) Flügeldecken auffällig fein und zart punktiert. 1,2 mm.
— Transkaspien, Turkestan, Mesopotamien, Kurdistan.
. vgl. 20. P. argutus a. kurdistanicus Obbg.
3+ (33) Hlrschlerken sehr deutlich punktiert.
35 (36) Flügeldecken nicht mit doppelter Punktierung. L. 1,5
bis 2,2 mm. — Reg. pal.
vel261228c. ee a. iindaie Ws.
Hieher gehört vielleicht und ist damit möglicher-
weise identisch Nr. 98. Sc. pharaonis Mtsch., dessen Be-
schreibung überhaupt nichtssagend ist. Solche Arten
gehören aus den Katalogen gestrichen.
36 (35) Flügeldecken zwischen der dichten Grundpunktur mit
größeren Punkten durchsetzt. L. 2 mm. — Schlesien.
I EIS TEHGEE: vgl. 51. Sec. silesiacus Ws.
37 (28) Prosternum ohne Kiellinien.
35 ( 39) Gewölbter, seitlich weniger gerundet, Flügeldecken
seitlich sogar ein Stück mehr oder weniger deutlich
parallel. L. 1,5—2,3 mm. — Mittelmeergebiet.
vgl. 75. N. Kiesenwetteri a. Reyanus Ma.
39 ( 38) Were gewölbt, seitlich stark gerundet. L. 1,3—2,3
mm. — UCirenaica (Oase Giarabub), Aug.
2. vgl. 76. N. tamaricis a. stramineus Capra
le) Kon: allein oder Kopf und Halsschild schwarz, oder
letzterer wenigstens dunkel gefieckt.
——
|]
b)
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 8
41 (44) Kopf allein schwarz oder Halsschild gefleckt.
42 (43) Kopf allein schwarz. Flügeldecken an den Seiten ge-
wirbelt behaart. L. 1,7—1,9 mm. — Reg. pal.
. . vgl. 26. P. testaceus a. angoranus Obbg.
45 (42) Kost hell, Halsschild vor der Basis mit dunklem Fleck.
L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mittelmeergebiet, Sibirien.
. ... vgl: 14. P. subvillosus a. ae ns Panz.
® (41) Kopf und Halsschild schwarz.
5 (46) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten gewirbelt.
L. 1,7—1,9 mm. — Reg. pal.
A vgl. 26. P. testaceus a. ee Obbe.
46 (45) Beharnng der Flügeldecken auch an den Seiten nach
hinten gelagert.
47 (458) Schulterbeule sehr deutlich. Hinterschenkel meist mehr
oder weniger angedunkelt. L. 1,5—2,3 mm. — Europa,
Kaukasus, Sibirien, Tunis.
a v2l229. 2. a a. en Sternhn
#5 (47) Behnilisrkeuie sehr schwach und undeutlich. Alle Schen-
kel hell. L. 1,3—1,8 mm. — Mittel- und Nordeuropa,
Grönland.
. vgl. 80. N. Beer enchers. a. as or,
49 ( 2 ) Flügeldecken einfarbig schwarz oder pechbraun. Mit-
unter geht die dunkle Grundfarbe gegen die Spitze all-
mählich in eine hellere über, oft ist auch der äußerste
Spitzenrand hell gesäumt, aber dann nicht makelartig.
50 ( 69) Spitzenrand der Flügeldecken sehr schmal rötlich ge-
säumt.
51 (52) Behaarung der Flügeldecken auch an der Naht hinten
gerade nach hinten gelagert. Augen am Innenrande
dicht vor der Fühlereinlenkung durch eine kleine Ver-
längerung des Stirnrandes eingeschnitten. L. ca. 1mm.
— Südfrankreich.
ei. Clitost. Abeillei Ws.
52 (51) Behanring ae Klabeldecken hinten an der Naht nach
außen gekämmt. Augen nicht eingeschnitten, ganz-
randig.
3 (62) Nicht japanische Arten.
5+ ( 57) Abdomen stets mit rötlicher Spitze, auch von oben her
deutlich zu sehen. Schulterbeule kräftig.
3 (56) Beine hell, höchstens die hinteren Schenkel beim Weib-
chen an der Basis dunkel. Kopf beim Weibchen rot.
874 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
L. 2—2,3 mm. — ns Kleinasien, Kaukasus. :
vgl. 10. P. auritus 'Thnb.
56 ( 55) Scheikef ganz ah arz. Kopf beim Weibchen schwarz.
L. 1,4— 1.8 mm. — Pyrenäen.
3 Szvel. 1. P. tibialus Bris,
57 (54) Abdomenspiie ee rarz.
558 (61) Kopf und Halsschild ganz schwarz. Flügeldecken hin-
ten nicht wie abgestutzt.
59 (60) Breit oval, Schultern kräftig, Schenkel teilweise
schwärzlich. L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. h
ee vgl. 89. N. bipunctatus a. nigricans Ws,
60 (59) Fänzlich oval, Schulterbeule schwach, undeutlich, Bei-
ne ganz hell. L. 1,3—1,8 mm. — Mittel- und Nord-
europa, Grönland. : |
5 vgl. 80. N. Bedtenbakhert a. lteolor Ws.
61 (58) Helena rundherum, also auch am Hinterrande hell
ee L. 0,5—1,5 mm. — Ostmittelmeergebiet. .
vgl. 95. D. rubidus a. cincticollis Ws.
62 ( 55) Arm von Japan oder Indien. (Ohta hat seine Arten
viel zu wenig von den anderen Arten unterschieden.)
63 (64) Halsschild hell, vor der Basis ein dreieckiger schwarzer
Fleck. L. 1,6—1,8 mm. — .
Syoloar?. dreier a. ee Ohta,
4(65) Halsschild ausgedehnter schwarz. Den Beschreibungen
Ohta’s ist nichts sicheres zur Trennung zu entnehmen,
obwohl es sich sogar um 2 sogenannte neue Arten han-
delt.
63 (66) Halsschild ganz schwarz oder nur am Vorderrande dun-
kelbraun. Größere Art. L. 2,3—2,6 mm.
ur vgl. 7. P. hilaris a. awanus Ohrta,
a 65) Halsschild an den Seiten hell.
7 (68) Flügeldecken Be ER PR L.2 mm.
— Insel Honschiu.
va: & P. ehe Ohta.
68 ( 67) Elnechlecken » vorne Kt der Naht mit Reihen grö-
berer Punkte. L. 2 mm. — Insel Kiuschiu. h
vol.8:12 Kauaırar Ohta.
69 ( 50) MG Flügeldecken nicht schmal hell ge-
säumt.
70 (71) Behaarung der Flügeldecken auch hinten an der Naht
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 875
der Länge nach gelagert. L. 1,2—1,5 mm. Vide 65. Gat-
tung: Stethorus Ws. und Tabelle der Arten daselbst.
Der ähnliche kleine Pullus ater Kug. ist außer der
Behaarung auch durch seinen fast glatten Halsschild
leicht zu unterscheiden.
71 (70) Behaarung der Flügeldecken hinten an der Naht nach
außen gekämmt.
72 ( 79) Halsschild ganz einfarbig hell.
73 ( 74) Auch der Kopf ist mit dem Halsschild rot oder rotgelb.
L. 1,5—1,8 mm. — Korsika. Eu
ee a zue. 1; vgl. 72. Sc. Damryi Ws.
74 (73) Kopf braun oder schwarz.
75 (76) Kopf braun. L. 1,7 mm. — Östsibirien.
vel. 41. P. era Mls.
76 ( 75) Kopf az Ned kleinere Arten.
77 (78) Oval, gewölbter, Flügeldecken grob und weitläufig
Be L. 1,2—1,5 mm. — Westl. Mittelmeergebiet.
vgl. 40. P. fulvicollis Mls.
28. .(:27) Länglich. Dale Fischer, Flügeldecken stark und dicht
punktiert, gegen die Spitze meist obsolet pechbraun
werdend. Schulterbeule undeutlich. L. 0,9—1,2 mm. —
Finnland. ß
Er 34, P. ons Shlb.
29.22) Halsschild Reh a minder hell gesäumt oder ganz
schwarz.
00 (85) Halsschild nicht ganz schwarz.
1 (82) Sehr längliche große Art aus Kleinasien. Kopf und
Halsschild seitlich rötlich. Auf den Flügeldecken 9 Rei-
hen ziemlich größerer Punkte. L. 3,5 mm.
i vgl. 44. P. trojanus Mls. et il
682 (81) Beer
83 (84) Kleine, ungeflügelte Art von Madeira, einem Limni-
chus nicht unähnlich. Halsschild bisweilen pechbräun-
lich, besonders gegen die seitlichen und vorderen Rän-
der. L. ca. 1,6 mm.
vgl. 97. Se. 2 dee Woll.
84 (65) Gr ößere, title Arten. Kopf beim Männchen hell,
beim Weibehen schwarz. Hieher Sc. frontalis a. im-
maculatus Suffr., s. pallipes Mls. und rubromaculatus
Gze., die noch sub 104 auseinandergehalten werden.
85 (80) Halsschild ganz schwarz.
876 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
— "
86 (87) Zwei ungeflügelte Arten von Madeira. L. ca. 1,6 mm.
en vgl. 96. Se. (2) epistomoides Woll. und
BER ER RN 97. Se. (2) limnichoides Woll.
87 (86) Geflügelte Arten.
88 (89) Behaarung an den Seiten der Flügeldecken gewirbelt.
L. 1,7—1,9 mm. — Reg. pal. ;
. vgl. 26. P. testaceus a. Be Ws,
89 ( 88) Behanı ung der Flügeldecken nur an der Naht hinten
nach ul gekämmt. |
90 ( 91) Kleine Art von den südenglischen Inseln Wight und
Sheppey: b:71,5 18 mn
vgl. 81. N. 6) on Donisth.
Auf diese Art muß ich schon hier durch ihren Fundort auf-
merksam machen, da die Beschreibung dieser mir noch unbekannten
Art keine befriedigende Trennung von den anderen Arten ermöglicht.
91 ( 90) Anderer Herkunft.
a(b ) Halsschild fast glatt, äußerst fein und weitläufig, kaum
bemerkbar punktiert (dadurch auch von den Stethorus-
Arten leicht zu unterscheiden). L. 1—1,5 mm. —
I EN ET END EAN vgl. P. ater Kug.
b ( a ) Halsschild deutlich punktiert.
92 ( 97) Auf den Flügeldecken mit mehr oder weniger deut-
lichem bläulichen, erzfarbigen oder dunkel olivengrü-
nen Schimmer.
93 ( 94) Große Art mit ganz schwarzen Beinen. L. 2—2,5 mm.
— Europa. ee : Ei
vgl. 49. Se. nigrinus a. oc nd simplodario ii
Obbg.
Die Art kommt auch mit vollständiger Schenkel-
linie vor. (a. decipiens Ws.)
94 ( 93) Kleinere Arten mit wenigstens teilweise hellen Beinen
95 ( 96) Griechenland. — Schenkellinie reicht bloß bis %, des
Segmentes nach hinten. L. 2 mm. — .
. veh>30=BR. Or Ws.
96. 95) Dalııahen — Die Schenkellinie erreicht fast den Hin-
terrand des ar LE. 2.mm.. 9
vel. 4202 Mülleri Pe
92.925) Blzseldeaken Sue alchen Schimmer, rein schwarz
oder pechfarbig.
98 ( 99) Beine ganz schwarz. (Schenkellinie ausnahmsweise auch
einmal vollständig, a. decipiens Ws.) L. 2—2,5 mm. —
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 877
u:
Mr 49. Se nigrinus Rab
99 (98) Beine. wenigstens teil eise hell.
100 (101) BO erbeule kaum angedeutet oder fehlend. Kleine,
länglich ovale, wenig gewölbte Art. L. 1,5—1,7 mm.
Mittel- und Südeuropa, Kaukasus.
1 vgl. 45. Sid. biguttatus a. amoenus Mls.
101 (100) Von kleine Arten, dann Schulterbeule ausgesprochen
deutlich.
102 (103) Sehr kleine, länglich ovale Art, mehr pechschwarz, fein
behaart. L. 1,2—1,5 mm. — Be: Korsika, Sar-
dinien.
r ei 47. Ser ni Ws.
103 (102) Größere Arien, 3 mm und mehr. Wenn kleiner, dann
entweder stark gewölbt und breit oval, oder tief,
schwarz und rauh behaart.
104 (107) Beine ganz hell.
105 (106) Breit oval, kleiner. Eine der häufigsten Arten. L. 1,8
bis 2,5 mm. — Reg. pal. we
a er Meeler ubromaellane ee
106 (105) Oral Erößer. L. 2,2—3 mm. — Kaukasus, Turkestan,
Buchara. s
. ea 58, Sn ar. 5. einze: Mis.
107 (104) Schenkel mehr oder weniger angedunkelt oder schwarz.
105 (109) Breit oval. L. 1,85—2,3 mm. — Reg. pal.
. vgl. 71. Sc. rubromaculatus a. femoralis Gyli.
109 (105) Fönelich oval.
110 (111) Auf dem Kopfe wenigstens die Oberlippe hell gefärbt.
Kopf beim Männchen ganz hell. Häufige Art. L. 2—3
mm. — Europa, Äsien. i
vgl. 56. Sc. frontalis a. Frnachläuls eulesr
Zur Vorsicht weise ich hier nochmals auf 2 kleinere Arten hin,
sub 95 und 96, die möglicherweise auch einmal ohne metallischen
Schimmer auftreten könnten.
111 (110) Auch die Oberlippe wie der Kopf beim Männchen und
Weibchen schwarz. L. 1,5—2,3 mm. — Europa, Kau-
kasus, Sibirien, Tunis. . .
v21229, P. ethralis a. dh er
n2(1 rlorelde, ausgesprochen gezeichnet, zwei- oder
dreifarbig.
115 (122) Flügeldecken dreifarbig.
378 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
114 (117) Flügeldecken an der Naht vor der Mitte mit einer vorn
offenen gelben Bogenbinde, die eine schwarze Zeich-
——— ————u
nung einschließt oder Flügeldecken auf dunklem Grun-
de mit schöner gelber Zeichnung. Clitostethus-Arten.
115 (116) Flügeldecken auf mehr oder weniger heller oder dunk-
ler braunem Grunde mit der gelben Bogenbinde an der |
Naht, der von ihr eingeschlossene schwarze Fleck mit-
unter auch geteilt. Zeichnung variabel, die helle Bogen-
binde aber stets erkennbar. L. 1,2—1,5 mm. — Europa,
Mittelmeergebiet, Canaren. .
‚vol Chir. areas Rossi
116 (il5) Hlapeiheelen ir denlelee Grunde mit schön gelber,
auffallender Zeichnung: 3 Schrägmakeln im vorderen
Teile, eine wellige Querbinde hinter der Mitte und ein
Spitzensaum. Naht schmal rot. L. 1,5—2,2 mm. — Ma-
deira, CGanaren, Marokko. 5
: vgl. Clit. Havapiches Woll.
117 (114) Ken! ee Rn Arten.
115 (119) Auf den gelbbräunlichen Flügeldecken braune oder
zum Teile schwarze Säume und auf der Nahtmitte eine
gemeinsame schwarze Punktmakel. L. 1,5—2 mm. —
Kleinasien, a Ägypten.
wel. 19. P. syriacus "Maxi
119 (118) Ein en Punkt oder Strich bei der Naht steht
isoliert.
120 (121) Südfrankreich, Südwesteuropa. Der schwarze Fleck bei
der Naht ist strichförmig. Flügeldecken strohgelb mit
rotbraunem Basal- und Nahtsaum, letzterer mehr oder
weniger deutlich gebräunt. L. 1,5 mm.
S vel.. 7928. a Bris.
121 (120) ee Ela Der schwarze Punktfleck in %; nahe
der Naht ist rund. Flügeldecken gelbrötlich und außer-
dem noch mit nebeligem, fuchsroten, gemeinsamen
Schildchenfleck und mehr oder minder langem, schma-
len Nahtsaum. L. 2,2 mm.
wel: 74. N. bistillatus Mis.
122 (113) Blusen nur tun Entweder auf hellem
Grunde dunkel gezeichnet oder umgekehrt, oder beides
kombiniert.
123 (124) Kombinierte Zeichnung. Vorderer Teil der Decken auf
dunklem Grunde hell gefleckt, hinterer Teil auf hellem
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 879
Grunde dunkel gefleckt. L. 1,35—2,3 mm. — Mittel-
meergebiet.
i . vgl. 75. N. Kaeeenweiteri ae Be Ws.
124 (123) Hlügeldecken entweder auf hellem Grunde nur dunkel
gefleckt oder auf dunklem Grunde nur heil gefleckt.
125 (232) Flügeldecken auf hellem Grunde dunkel gezeichnet.
126 (145) Die Naht der Flügeldecken ist an der dunklen Zeich-
nung noch in keiner Weise beteiligt, weder durch einen
Saum, noch durch eine gemeinsame Makel.
127 (136) Auf jeder Flügeldecke nur ein dunkler Punkt.
125 (129) Der schwarze Punkt ganz nahe der Naht und vor der
Mitte stehend. Ein Clitistethus. (Behaarung der Flügel-
decken hinten an der Naht auch von vorn nach hinten
gelagert, Augen am Innenrande eingeschnitten.) L. 1,2
nu 1,5 mm. — Südeuropa, Mittelmeergebiet.
. . vgl. Clit. arcuatus a. corsicus De
129 (128) De dufkle Punkt steht in oder hinter der Mitte.
130 (131) Der Punkt steht in 3; der Länge der Naht nahe der
Naht, von ihr um seinen halben Durchmesser entfernt.
L. 2,2 mm. — Indien, Himalaya.
. vgl. 74 N. bistillatus Mis.
131 (130) Der Bi Se auf der Mitte der Scheibe in der Mitte
der Deckenlänge oder knapp dahinter.
132 (133) Flügeldecken auffallend zart punktiert. L. 1,5—2 mm.
— Turkestan, Transkaspien, Kaukasus, Kurdistan, Me-
> 3
Gall 20. p. N birötatahrs Obbg.
155 (132) en sehr deutlich und gut eingestochen punk-
tiert.
154 (135) Durchschnittlich kleiner, gewölbter, Kopf größer, Hals-
schild weniger quer und seitlich stärker niedergebogen.
Diskalmakel dunkelbraun und undeutlich. Von der fol-
genden Art aber besonders noch durch die Penisbildung
verschieden. L. 1,6—2 mm. — Cirenaica. :
! vgl. 15. P. belophallus en
> (134) Dur Ehsehnierhieh größer, etwas weniger gewölbt, Kopf
normal, Halsschild stark quer und seitlich weniger auf-
fallend niedergebogen. Zur deutlichen Sale]
treten oft noch mehr oder weniger schattenartige Ma-
keln hinzu, z. B. beim Schildehen. L. 1,9—2,5 mm. —
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 55
880 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Europa, Mittelmeergebiet, Madeira. R |
’ vgl. 14. P. subvillosus a. Auer Misch, |
136 (127) A jeder Flügeldecke mehr dunkle Punkte, wenn nur '
ein dunkler Eleck dann dieser deutlich aus 2 Flecken
zusammengesetzt. |
137 (140) Flügeldecken normal mit 7 Punkten in drei Quer-
reihen (2, 3, 2), wenn weniger Punkte, dann immer in !
>, der Deckenlänge 2 zueinander schräg gestellte Flek- '
ken. Die Punkte können in den einzelnen Querreihen |
verfließen und zackige Binden bilden, besonders in der |
Mittelreihe. |
135 (159) Gewölbter, seitlich weniger gerundet, Flügeldecken
seitlich sogar ein Stück mehr weniger deutlich
L. 1,3—2,3 mm. — Mittelmeergebiet. . . E
. vgl. 75. N. Kiesenwetterei Mls. |
139 (155) Weniser Sewölht, seitlich stark zugerundet. L. 1,3 bis
2,5 mm. — Cirenaica (Oase Giarabub), Aeg.
. vgl. 76. N. tamaricis Caprä
140 (137) Be Flügeldecke mit höchstens 4 dunklen Punkten,
in 2 der Deckenlänge nicht die sub 137 geschilderten
Punkte.
14: (144) Wenn ein Punkt nahe der Basis, dann dieser immer
beim Schildcehen.
142 (143) Durchschnittlich größer, Flecken mehr oder weniger
nur nebelig. Halsschild dunkel, mit helleren Rändern
oder hell mit mehr oder weniger ausgedehnter Basal-
makel. L. 1,9—2,5 mm. — Europa, re
Madeira.
Be ve; 14. p. subuillossen a. iunäpes Misch.
143 (142) Dinchscitnälseh kleiner. Flecken scharf abgehoben.
Halsschild fast immer ganz hell. L. 1,8—2 mm. —
Kleinasien, Syrien, Ägypten. \
. vgl. 19. P. syriacus a. amoenus Ws.
144 (141) Wenn Habs der Basis ein Punkt vorhanden, dann die-
ser auf der Schulterbeule. Flügeldecken auffallend zart
res L. 1,8—2 mm. — Vaterland wie 13.
vgl. 20. P. argutus Mls. et ab. div.
145 (126) Die Naht ist an der dunklen Zeichnung irgendwie be-
teiligt, sei es, daß sie selbst dunkel gesäumt ist, sei es,
daß ein dunkler Saum sie überquert oder eine gemein-
same Nahtmakel vorhanden ist.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 881
146 (151) Die Naht ist nur durch eine dunkle gemeinsame Naht-
makel an der Zeichnung beteiligt, diese Makel aber
nicht an der Basis gelegen. Auch keine Schildchenmakel
vorhanden.
147 (148) Kopf schwarz, auf den Flügeldecken mitten eine saum-
artige Makel. Behaarung der Flügeldecken an den Sei-
ten gewirbelt. L. 1,7—2 mm. — Reg. pal. .
.. vgl. 26. P. testaceus a. atricapıllus Steph.
145 (147) Kent ach dem Halsschilde von heller Farbe.
149 (150) Punkt 1 auf der Schulter (öfter fehlend), Punkt 2 nächst
dem Seitenrande hinter der Mitte, Punkt 3 auf der
Scheibe zwischen Punkt 2 und der Naht, Punkt 2--3
auch oft verflossen. Punkt !;, der gemeinschaftliche at
der Naht, etwas hinter Punkt 3. L. 1,5—2 mm. — Tur-
kestan, Transkaspien, Kaukasus, Kurdistan, ae
mien.
weil 0. P. at MIs. et ab: en
150 (149) Wie dr, vorige, aber statt der Punkte 2 und 3 nur eine
bogenförmige Makel, welche sich außen nach hinten
richtet. L. 2
, en 21. Pp. onbliens Ws.
151 (146) Ein Baslleaum, oder eine Basalmakel, oder ein Spitzen-
saum überquert die helle Naht, oder sie selbst ist schon
dunkel gesäumt.
152 (189) Am Seitenrand noch kein dunkler Saum, mindestens
nicht vorn.
155 (186) Noch kein gemeinsamer Spitzensaum.
154 (179) Auf der Scheibe jeder Flügeldecke keine isolierten Ma-
keln oder Makelverbindungen. (Vergleiche auch N. ade-
nensis Kap. im Nachtrag, von S. W. Arabien.)
155 (156) Flügeldecken gelbbraun, mit einer großen, pechbrau-
nen, gemeinsamen Makel, die auch auf den Halsschild
übergreift, von der Basis bis etwa ®, der Deckenlänge,
die nur den Seitenrand und die Spitze breiter frei läßt.
Behaarung der Flügeldecken wolkig. L. 1,7—2,4 mm.
— Indien, Himalaya. EN A ehr
Ve re vgl. 25. P. Dictoris Mls.
156 (155) Anders gezeichnet. Ein mehr oder minder kürzerer oder
längerer Nahtsaum, der sich oft beim Schildchen drei-
eckig verbreitert oder sich mit einem Basalsaum ver-
55*
882 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
bindet. Behaarung mitunter auch an den Seiten ge- f
wirbelt. |
157 (160) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten wirbelig.
155 (159) Durchschnittlich bedeutend größer. Behaarung dicht,
länger und deutlicher wolkig. Halsschild und dreieckige \
Basalmakel der Flügeldecken nur bräunlich. L. 2—2,8
mm (italienische Stücke 1,6—2 mm). — Mittelmeer-
gebiet. i
; yon 73. N. Ludyi WE
159 (158) Durchschnittlich deinen Behaarung wenig dicht, kür-
. Kopf schwarz, meist auch der Halsschild. Naht-
ich der ad schwarz. L. 1,7—2 mm. —
Reg. pal.
: vgl. 26. P. testaceus a. seutellare: Mi.
160 (15%) Behaar ung der Flügeldecken nur an der Naht hinten
nach außen gekämmt.
161 (162) Die schwarze Nahtzeichnung erweitert sich an ihre
Ende vor der Spitze a L. 1,8—2,2 mm. —
Reg. pal. }
ale on Se nee Fiomube Ws.
162 (161) Der hwarze Nahtsaum verengt sich gegen sein Ende.
163 (170) Arten, die nur in Indien, China oder Japan vorkommen.
(Möglicherweise kommt auch Sc. interruptus Gze. in
China vor, doch ist das nicht bekannt.)
164 (165) Sehr kleine Art, 1,7 mm. Halsschild bräunlich, Seiten
breit, Vorderrand schmal rot, Flügeldecken rot, mit
schmal dreieckigem, langen, braunen Nahtsaum. —
China. i
vol. 38. 2 a Jordi
165 (164) Größere A Es 2 mm und mehr.
166 (167) Halsschild mit den Flügeldecken gleichfarbig, rötlich-
gelbbraun, höchstens in der Mitte leicht angedunkelt.
L. 2—2,25 mm. — Japan, China, Indien, Ceylon, Phi-
Reise Formosa etc. :
=. vel.12.P. stage a. bu Mtsch.
167 (166) Halsschild ausgedehnt verdunkelt.
168 (169) Flügeldecken rotbraun, der Nahtsaum schwarz, wenn
auch schlecht begrenzt. L. 2,2 mm. — Indien, Ceylon,
Himalaya. BEE
vgl. 54. Sc. nubilus Mls.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 883
169 (168) Flügeldecken fahl ziegelrot, Nahtsaum braun. L. 2 mm.
— Assam, Himalaya.
: sel 53. Sr Ce Ms.
170 (163) Men: de übrigen adechen Gebietes.
171 (172) Sehr kleine, flache, zart behaarte Art des Mittelmeer-
gebietes mit schr schwacher Schulterbeule. Bräunlich-
gelb Flügeldecken mit dreieckiger dunkler Basal-
makel, die von einer Schulter zur anderen reicht. L. 1
bis 1,5 mm. 2
: i EN 33. P Da: Ms.
172 (171) Größere Nein: wenn kleiner, dann entweder Schulter-
beule kräftig oder Halsschild mehr oder weniger
schwarz, oder stark gewölbte Arten.
173 (174) Kopf samt der Oberlippe und Halsschild schwarz. —
Auf den Flügeldecken schmaler Basal- und vor der
Spitze verkürzter Nahtsaum. L. a mm. — Euro-
pa, Kaukasus, Tunis. i
2 vol229R. en ar et Mad.
174 (175) en Kopf und Halsschild schwarz, dann wenigstens
die Oberlippe hell.
175 (178) Flügeldecken neben einem mehr oder weniger langen
Nahtsaum auch mit einem mehr oder weniger breiten
Basalsaum, wenigstens von einer Schulter zur anderen.
176 (177) Flügeldecken strohgelb, ein vorn mäßig breiter, nach
hinten allmählich verengter Nahtsaum schwarz. L. 2
mm. — Spanien, Sizilien, Ägypten.
. vgl. 55. Sc. Levaillanti a. De Sie.
177 (176) Klüpeldecken mit einem ganzen Basalsaum, der sich
dann auf der Naht ve hinten verengt und verkürzt
fortsetzt. L. 1,5—2,2 mm. — Reg. pal.
Ä vgl. 61. Sc. interruptus a. Rh: ern
178 (175) Hlüseldecken nur mit mehr oder minder kurzem Naht-
saum.
a( b ) Hochgewölbte Art. Schenkellinie vollständig. L. 2 bis
2,3 mm. — Türkei, Kleinasien.
vgl. 10. Praurıtus's. BIER Ws.
b26.a) Ka selbe Schenkellinie Bee L.-1,8
bis 2,2 mm. — Reg. pal. s
ee VE. 012186 en a. ne Ws.
179 (154) Auf er Scheibe jeder Decke stehen außerdem isolierte
Makeln oder Makelverbindungen.
384 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey. Bd. 6, 1955
180 (185) Auf den Flügeldecken kein Nahtsaum, der mehr oder \
weniger nach hinten reicht, bloß außer den freistehen- }
den Makeln oder Makelverbindungen an der Basis mit
gemeinsamer Schildchenmakel oder Basalbinde, manch-
mal mit gemeinsamer Nahtmakel.
151 (182) Flügeldecken mit Basalbinde und zwei zackigen Binden
in > und 2, der Länge. L. 1,35—2,3 mm. — Mittelmeer-
gebiet. ESTER Ta EB
es vgl. 75. N. Kiesenweitteri a. corsicus Ws.
152 (161) Flügeldecken außer dem gemeinsamen Schildchenfleck
oder der gemeinsamen Basalbin mit einem Doppel-
ileck auf jeder Scheibe in der Mitte der Länge, einer
gemeinsamen Nahtmakel daneben, diese auch öfter feh-
iend, und einer Strichmakel vor der Spitze, diese auch
oft fehlend. L. 1,5—2 mm. — Kleinasien, Syrien,
Ägypten. ee ET
SS RE ET RE vgl. 19. P. syriacus Mars.
183 (180) Auf den Flügeldecken ein mehr oder weniger nach hin-
ten ziehender Nahtsaum.
15+ (185) Kopf und Halsschild schwarz, Nahtsaum vorne breit
dreieckig, nach hinten schmäler, vor der Spitze gewöhn-
lich abgekürzt und zwei Flecken in 3, der Länge, eine
Art unterbrochene Querbinde bildend, äußerer Fleck
frei, innerer mit dem Nahtsaum verbunden. L. 3,1 mm.
— Turkestan.
: Sell 5) Se ee Mis.
185 (164) Kopf und | Halsschild hell, letzterer vor dem Schildchen
mit dunkierer bis schwarzer Makel oder ausgedehnter
schwarz. Außer dem mehr oder weniger kurzen Naht-
saum mit einer Makel auf der Mitte der Scheibe oder
noch einigen anderen, bald da, bald dort, als Reste der
irüheren Grundfarbe auftauchend, oft bloß schatten-
artig. L. 1,9—2,5 mm. — Europa, NE
Madeira.
el, 14. Pp. Sub a. irren Misch.
186 (155) Ein Spitzensaum vorhanden.
167 (188) Turkestan. — Naht- und Spitzensaum und auf der
Scheibe 2 schwarze Flecken, der innere mit dem Naht-
saum verflossen. L. 1,5—1,8 mm. — .
vgl. 86. N. ee Fisch.
md
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 885
188 (187) Canaren, Teneriffa. — Flügeldecken mit großer
schwärzlicher, dreieckiger Basalmakel von einer Schul-
ter zur anderen und auf der Naht bis zur Hälfte rei-
chend, ferner ein bisweilen sehr undeutlicher ar
saum. L. ca. 1,7 mm.
2 : SE 95. P. Ber eyanldds Wall.
189 (152) Ach, ein Selen ist vorhanden, der vollständig
oder hinten verkürzt sein kann, der bis zur Spitze dem
Rande anliegen kann oder sich vor der Spitze vom Sei-
tenrande loslösen kann, so daß ein heller Spitzensaum
frei bleibt.
190 (219) Auf der Scheibe selbst keine isolierte oder als erkenn-
bar mit einem Saume verbundene Makel vorhanden.
191 (192) Naht der Flügeldecken auf der Scheibe selbst hell, nur
ein dunkler Saum, der an der Basis und außen herum-
geht und eine gemeinsame helle Diskalfärbung frei läßt.
Ein Clitostethus (Behaarung hinten an der Naht nach
außen gekämmt, Augen am Innenrande eingeschnitten).
L. 1,2—1,5 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet. .
vgl. Clit. arcuatus a. nigrocinctus Glb.
192 (191) Ein Nahkeatı ist vorhanden, meist bis über die Mitte
reichend oder sogar bis zur Spitze.
195 (212) Der Außensaum vereinigt sich nicht mit dem Naht-
saum.
194 (201) Halsschild ganz schwarz.
195 (196) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten gewirbelt.
Der Nahtsaum reicht an der Basis von einer Schulter
zur anderen, ist lang dreieckig und endet hinter der
Mitte. Schwärzlicher Außensaum verwaschen und hin-
ter der Mitte endend. L. 1,7—2 mm. — Östsibirien. .
. vgl. 26. P. testaceus s. cognatus, Ws.
196 (195) Behaar ung der Flügeldecken an den Seiten nicht ge-
wirbelt.
197 (198) Kopf rot. Basal-, Außen- und Nahtsaum, letzterer hin-
ten verkürzt. L. ca. 1,5 mm. — Japan, Korea, China.
EN BE vgl. 27. P. Hofjmannı Ws.
195 (197) Kopf schwarz.
199 (200) Oberlippe rötlich. Naht- und ein mehr weniger ver-
waschener Außensaum sind die Überreste der dunklen
Grundfarbe nach der noch meist erkennbaren Verflie-
ßung und Ausbreitung der früheren hellen Querma-
386 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
iM
keln..E.1,5 2.mm. — Reg. pal., 48 a
2... vgl. 82. N. 4-maculatus a. hikurln Ws j
200 (199) Auch die Oberlippe schwarz. Außen- und Nahtsaum
hinten verkürzt, mit dem Basalsaum zusammenhän-
gend. L. 1,5—2,3 mm. — Europa, Kaukasus, Sibirien,
Tunis. ET
velk 29, P. siehe Thnb,
201 (194) Halsschild nich ganz schwarz.
202 (205) Außensaum vorne und hinten verkürzt.
203 (204) Sehr kleine Art, 1,5 mm. Halsschild einfarbig. hell.
Nahtsaum vor der a verkürzt. — Mongolei.
2... vgl. 31. P. urgensis Jac.
204 (203) Größere N 3, 23, mm. Halsschild mit hellen Säumen,
Kopf beim Männchen hell. Nahtsaum meist bis zur
Spitze reichend. — Canaren. — Galt früher als Form
des P. canariensis Woll., ist aber I eigene Art und
gehört zu a s. str.
a, 16. a Woll.
205 (202) ee vorne nicht verkürzt.
206 (209) Arten von Kleinasien oder Europa. Nahtsaum hinten
verkürzt.
207 (205) Flügeldecken mit doppelter Be L. 2 mm. —
Triest. h
“el Si Se. N S. ee Müll.
208 (207) Elnschiecden nicht doppelt En L. 2—2,3 mm.
— Türkei, Kleinasien.
a vgl. 10. P. auritus s. el Ws.
209 (206) Arten aus Indien, China oder Japan.
210 (211) Indien, Himalaya, Ceylon. — Die schwarzen Säume
hängen durch einen Basalsaum mehr oder minder zu-
sammen. L. Eu mm. 4 ß
\ ve = Se Haben MIs.
211 (210) Japan China _ "Die beiden schwarzbraunen Säume
schlecht begrenzt und an der Basis nicht zusammen-
hängend. L. 2—2,25 mm.
vgl. 12. P. ee Misch.
212 (195) Der Aufesue acchrnel vom Rande, besonders hin-
ten etwas losgelöst, vereinigt sich mit dem Nahtsaum.
(In Zweifelsfällen, wenn man auch von einer hellen
Diskalmakel auf dunklem Grunde sprechen könnte,
versuche man auch sub 290.)
Mn
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 887
213 (216) Der Außensaum ist vom Außenrande wenigstens hin-
ten losgelöst und läßt einen hellen Spitzensaum frei.
214 (215) Canaren. — Der Aufensaum ist vorne durch den Basal-
saum mit dem Nahtsaum verbunden. L. 2,2—3 mm.
vgl. 16. P. canariensis Woll.
215 (214) Shenien, le Ägypten. — Der Seitensaum beginnt
erst hinter der Schulter. L. 2 mm.
vol. 50.20C. Levaillanti Mis.
216 (215) isn en vom Außenrande losgelöst.
217 (215) Kopf samt Oberlippe und Halsschild ganz schwarz. L.
1,5—2,3 mm. — Europa, Tunis, Kaukasus, Sibirien.
j vgl. 29. P. suturalis a. plagiatus Beck.
218 (217) Kopf SR Halsschild braun. L. 2 mm. — Triest.
; vgl. 51. Sec. silesiacus s. lipicensis Müll.
219 (190) Ant der Scheibe der Flügeldecken stehen isolierte Ma-
keln, oder wenn solche mit den Säumen verbunden,
noch als einstige Makeln erkennbar.
220 (223) Der Außensaum reicht hinten nicht bis zur Naht und
ist oft nur angedeutet, schattenhaft. Basal- und ver-
kürzter Nahtsaum rotbraun oder mehr oder minder
schwarz. (Vergl. auch P. yemenensis Kap. im Nachtrag,
von Arabien.)
221 (222) Kopf und Halsschild rostrot. Hinter der Mitte in der
Nähe der Naht eine strichförmige braune Quermakel,
die bei der normalen Form schwarz ist. L. 1,5 mm. —
Frankreich, ra
: vgl. 79. N. Be Be
222 (221) Kopf nd Halsschild schwarz oder bei unreifen Stücken
mehr oder weniger braun. Der Nahtsaum hat in der
Mitte einen kurzen Ast nach außen (Rest der einstigen
dunklen Querbinde, welche die hellen Quermakeln
ng L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. :
. vgl. 82. N. #-maculatus a. nA Ws.
223 (220) Der Außensaum erreicht hinten die Naht.
224 (225) Der Außensaum, der in einen erweiterten Spitzensaum
übergeht, löst sich vor der Spitze nicht vom Außen-
rande los. Sowohl der Außen- als auch der Nahtsaum
sind in der Mitte bzw. etwas dahinter mit einer Makel
in Verbindung. L. 1,5—1,5 mm. Fg. 17. — Turkestan.
Mu ee EN, vgl. 86. N. erucifer Flsch.
388 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
H
225 (224) Der Außensaum löst sich vor der Spitze vom Rande los
und läßt einen schmalen Spitzensaum hell.
(229) Arten von den Canaren oder Teneriffa. |
(22
5) Auf dem hellen Teile der Flügeldeckenscheibe stehen
2 Makeln, und zwar hintereinander. Nahtsaum stark -
verkürzt. L. 2,2 mm. — Teneriffa. EN |
vgl. 17. Sc. oblongior Wall, |
228 (227) Die Makel steht a der Mitte der Scheibe, frei oder
mit dem Außensaum hinten verbunden. L. 2,2—3 mm.
— ÜUanaren. Ä
vol! 16. P. canariensis Woll,
229 (226) Ant I aus cn säthichen Mittelmeergebiet. |
230 (231) Sehr kleine, längliche Art, 1,25 mm. Auf der Scheiben-
mitte eine längliche, ovale Makel, frei oder mit einer
makelartigen Erweiterung des Außensaumes verbun-
den. In gleicher Höhe hat auch der Nahtsaum mehr
oder weniger eine Erweiterung. Fg. 156. — Ägypten,
Griechenland. Ä
FM el 83, N. a Kirsch
251 (230) Größer, 1 ge 2 mm, mehr oval. Auf der Scheibenmitte
befindet sich eine Doppelmakel, mit dem Außensaum
verbunden. In gleicher Höhe ebenfalls eine gemeinsame
Nahtmakel. — Kleinasien, Syrien, Ägypten.
. vgl. 19. P. syriacus a. basalis Kirsch
232 (125) lügeldecken auf dunklem Grunde hell gezeichnet, ent-
weder isolierte helle Makeln, oder solehe mit dem Sei-
ten- oder Spitzenrande verbunden oder eine ausge
dehnte helle Spitzenfärbung.
233 (286) Spitze der Flügeldecken mit heller Makel oder die
Spitze überhaupt in größerer Ausdehnung hell, bis zum
hinteren Drittel oder selten noch mehr. Manchmal der
Übergang von der dunklen zur hellen Farbe nur all-
mählich und nicht ganz scharf abgegrenzt.
234 (251) Außer der hellen Spitzenfärbung noch weitere helle
Makeln.
235 (2358) Außer der hellen Spitze noch je zwei Makelpaare (2,
2, vor und hinter der Mitte), diese Fleckchen mehr
oder minder rautenförmig. manchmal untereinander
zusammenhängend, seltener auch ein Basalsaum hell.
L. 1,3—2,3 mm. — Mittelmeergebiet.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 389
236 (237) Auch ein heller Basalsaum. :
vgl. 75. N. Ken weten a. tigrinus Sie.
237 (256) Bas Minkelt
eyal 75. N. ee eiteri a. sannıo Ws.
256 (255) er Hk hellen Spitzenfärbung nur eine helle Makel.
239 (245) Diese Makel liegt vor der Mitte oder ist eine lange Ma-
kel nahe dem Seitenrande.
240 (243) Diese Makel liegt in der Schultergegend dem Rande an.
241 (242) Halsschild ganz hell. L. 1,5 mm. — Mongolei. !
vgl. 31. P. urgensis Jac.
242 (241) Halsschild nur an a Scan hell. Das ganze Spitzen-
a al 78. N. kn Ws.
243 (240) Diese Makel ist vom nl. teolier.
244 (245) Diese Makel ist eine schräge Quermakel. Das ganze
Spitzendrittel hell. L. 1.9—2,5 mm. — uropa, Mittel-
meergebiet, Madeira. a
R „yol.14:.P. abeillosse transitus n. ab.
245 (244) Dre Makel ist rundlich, in der Schultergegend, oder
als schmale Längsmakel in der Schultergegend begin-
nend. Kleine, längliche, flache Arten. (Sidis.)
246 (247) Europa, Kaukasus. — Schulterbeule schwach. L. 1,3 bis
1,7 mm. i
Eh St 45, Sid. ne a. tetrasticus Ws.
247 (246) Tibet. — Schulterbeule deutlich. L. 1,5—1.8 mm.
Fur vgl. 46. Sid. obsoletus Ws.
248 (239) Diese Makel liegt in der Nähe der Naht und in der
Mitte der Deckenlänge, manchmal mit der Naht ver-
bunden.
249 (250) Diese Makel ist von der Naht getrennt. Halsschild dun-
kel gezeichnet (a. yezoensis Ohta) oder einfarbig hell.
L. ca. 1,5 mm. — een Formosa.
vgl. 68. Sc. re Ws.
250 (249) Sie bildet mit Hhren gleichen dr anderen Decke eine
gemeinsame, vorne zw silappige Makel. L. 1,5 mm. —
Japan.
: ei 68. = Me Ohta.
251 (234) Auer dr hellen Spitzenfärbung keine weitere helle
Makel.
252 (261) Der Übergang zur helien Spitzenfärbung ist ein all-
mählicher.
390 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
——— ee
253 (254) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten gewirbelt.
Kopf schwarz, Halsschild dunkel bräunlichrot. L. 1,7 H
bis 2 mm. — Östsibirien. . . ’
. vgl. 26. P. testaceus s. N. Ws, 4
254 (253) Be der Flügeldecken nur an der Naht nach
außen gekämmt.
255 (256) Größere Art von Japan und China. L. 2—2,25 mm. .
. vgl. 12. P. fuscatus (Ws.) Boh.
256 (255) Klein: en Bi 1,8 mm, höchstens 2 mm. |
257 (255) Hochgewölbte, breit ovale Art. L. 1,5—2 mm. — Europa
meridionalis, Kleinasien.
„vol.29. p. Oldb al pie Ws
258 (257) Bilache Sr näßie gewölbte Arten.
2539 (260) Kopf und Halsschild schwarz. L. 1,3—1,7 mm. — Mit-
tel- und Südeuropa, Kaukasus.
‚vol, 45. 910. he: a. anomus Mis.
260 (259) Kopf aa Seiten 3 Halsschildes hell. L. 1,8 mm. —
Kaukasus.
Ä ver 24. P. a Mls.
261 (252) Die Kae Snitzenfschire der Flügeldecken ist scharf
abgehoben.
262 (263) Sehr große Art, 4—5,2 mm. Das kinnartig verlängerte
Prosternum verdeckt im Zustande der Ruhe die Mund-
teile vollständig. — Mittelmeergebiet.
f vgl. Cryptolaemus oe Mis.
263 (262) en Arten. Mund durch das Prosternum nicht ver-
deckt.
26+ (273) Halsschild einfarbig hell, höchstens einmal vor dem
Schildehen schmutzigrot.
265 (270) Arten von Japan.
266 (267) Helle Spitzenfärbung saumartig, an der Naht breiter,
zum Außenrand gebogen verengt. L. 1,6—1,5 mm. —
(Vergleiche auch 2. P. Takabayashii Ohta, die so un-
glücklich beschrieben ist, daß man die Grundfarbe des
Halsschildes erraten soll.)
; vol. AR. a. Wa.
267 (266) Da: ganze en hell oder wenigstens die helle
von der dunklen Farbe gerade abgeschnitten.
268 (269) Große Art. L. 2,5 mm. ne Eee
ee SFR e, .. vgl. 69. Sc. sylvaticus Lew.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 891
{
‚269 (266) Sehr kleine Art. L. 1,5 mm. . .
EL 5. m rectus Ohta.
270 (265) Aten vom chen Festland oder von Ceylon.
271 (272) Behaarung wolkig. Prosternum mit 2 Kiellinien. L. 2
bis 3 mm. China, Ceylon.
. vgl. 9. P. lee Misch.
272 (271) Behästung ieh ler: Prosicräufn ohne Kiellinien.
L. 2,2 mm. — Asien (ohne genauere Angabe).
vol. 722. N: martıs Mis.
273 (264) Halsschild ee teilweise ee oder dunkel
gezeichnet.
274 (279) Arten aus Japan oder Indien, die sich nach der Be-
schreibung allein nicht sicher trennen lassen.
a (b) Halsschild nur an den Vorderecken schmal dun-
kelbraun gesäumt. L. 2,5 mm.
vgl. 2.2. TEndhLann Ohta.
b (a) Een des Halsschildes hell.
275 (278) Die Halsschildmakel dehnt sich bis zum Vorderrande
aus. Schenkellinie vollständig.
276 (277) Die Spitzenmakel entspricht unserem P. jerrugatus
Moll. L. 2,5—3 mm.
yoh iR. gel S. et Ws.
277 (276) Die Spitzenmakel ist schmal, mehr oder weniger mond-
förmig. L. 2,3—2,6 mm.
a 7. I ka Mtsch.
278 (275) ordern‘ ee Erseschilde hell gesäumt. Schenkel-
linie er L. 2,75—5 mm.
. vgl. 70. Sc. er
279 (274) Are aus nen an Gebiete. (Vergleiche auch N.
arcuatus Kap. im Nachtrag, von Arabien.)
280 (281) Breit oval, stark gewölbt. Von der hellen Spitzenfär-
bung schiebt sich mitunter in der Mitte jeder Decke ein
heller Ast nach vorne und teilt die dunkle Farbe. L. 2
bis 2,3 mm. — Türkei, Kleinasien.
. vgl. 10. P. auritus s. anatolicus Ws.
281 (280) Panehch ovale Arten, merklich schwächer gewölbt.
282 (283) Fast das Spitzendrittel von heller Farbe, der übrige Teil
rotbraun bis pechschwarz. L. 2—2,3 mm. — Ir Be
2 vol 70. N. spilotus. Ws.
283 (282) alel “ Flügeldecken viel weniger als das
hintere Drittel, übrige Farbe rein schwarz.
892 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
ih
284 (285) Größer, Fliügeldecken gleichmäßig punktiert, Bauch l
rotgelb, mitunter das 1. Segment dunkel. L. 2,5—3 mm.
Europa, Asien. ee A
vgl. 1. P. ferrugatus Moll.
1
265 (284) Kleiner, losen ungleich punktiert, Bauch mit !
den 3 ersten Segmenten dunkel! L. 1,5— 2,3. — Europa,
Kaukasus, Osisihiri ien.
vgl. 6. P. hacnarikaidehs Hbst,
286 (233) Die Sl der Flügeldecken höchstens mit sehr schma-
lem Randsaum, der oft nicht beachtet wird. Die Zeich-
nung der Decken befindet sich auf der Scheibe, manch-
mal liegt eine helle Makel dem Seitenrande an.
257 (412) Jede Flügeldecke nur mit 1 oder 2 Makeln, im ersteren
Falle ist sie oft eine große Diskalfärbung.
255 (361) Wenn nur je eine Makel, dann ist diese nicht entweder
bloß auf die vordere oder bloß auf die hintere Hälfte
der Decken beschränkt, sondern stellt eine die Mitte
der Decken nach vorne und hinten überschreitende Dis-
kalfärbung dar, die auch erkennbar aus der Verflie-
fSsung zweier hintereinander stehender Makeln entstan-
den sein kann. Wenn 2 isolierte Makeln, dann stehen
diese in den allermeisten Fällen hintereinander.
289 (330) Nur eine Makel, die eine mehr oder weniger große Dis-
kalfärbung darstellt.
290 (311) Diese Diskalmakel ist wohl oft in der Mitte etwas buch-
tig eingeengt oder hat in einem seltenen Fall hinter der
Mitte einen Ast nach außen, sie ist jedoch nicht deutlich
erkennbar aus zwei hintereinander gelege-
nen verflossenen Makeln zusammengesetzt (in Zwei-
felsfällen muß man halt auch sub 311 suchen). (Da es
manchmal auch zweifelhaft erscheinen mag, ob eine
helle Diskalmakel auf dunklem Grunde liegt, oder ob
der helle Grund der Decken als bloß rundherum dunkel
angesprochen werden soll, suche man in solchen Fällen
auch sub 212.)
291 (292) Die langgestreckte Makel entsendet hinter der Mitte
einen Ast nach außen, gewissermaßen, als ob sie da-
selbst mit einer neben ihr liegenden Makel verbunden
wäre. Sehr kleine Art, 1,1 mm. — Kaukasus.
k vgl. 85. N. caucasicus Ws.
292229) Keine aolche Er een der Makel hinten.
1
N
295 (294) Canaren. — Der Außensaum löst sich vor der Spitze
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 893
deutlich vom Außenrande los und läßt deutlich einen
wen hellen Spitzensaum frei. L. 2,2—3 mm.
’ vgl. 16. P. canariensis Woll.
294 (295) Nicht , von ae ee en. — Manchmal der äußerste Spit-
zenrand mehr oder ae: erkennbar aufgehellt.
295 (296) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten Ber
L. 1.7—2 mm. — Reg. pal. i
. vgl. 26. P. testaceus N IN
296 (295) Bee ine er Flügeldecken an den Seiten nicht ge-
wirbelt.
297 (298) Flügeldecken hinten wie abgestutzt. Die Längsbinde,
wenig scharf begrenzt, beginnt schmäler auf dem Schul-
terhöcker und verbreitert sich nach hinten schwach und
nähert sich der Naht, so daß sie mehr schräg gestellt
erscheint. Die Schenkellinie vereinigt sich mit dem Hin-
terrande des Segmentes. L. 1,2—1,5 mm (nach Mot-
schulsky sogar unter 1 mm). — Östliches Mittelmeer-
. gebiet. j
: en 93, D. rn ee
298 (297) Flüseldecken hinten nicht wie abgestutzt erscheinend.
Makel anders. Schenkellinie vereinigt sich mit dem Hin-
terrande des Segmentes nicht.
299 (302) Der äußerste Spitzenrand der Flügeldecken aufgehellt,
manchmal sehr unauffällig. Prosternum ohne Kiel-
linien.
300 (301) Schulterbeule undeutlich, Beine ganz hell, Flügeldek-
ken meist mit doppelter Punktierung. L. 1,3—1,5 mm.
— Europa, asiat. Rußland, Grönland. i
. vgl. 80. N. een Mis.
301 (300) Schulterbenle kräftig, Beine mehr oder minder ange-
dunkelt, Flügeldecken einfach De L. 1,5—2 mm.
— Norwegen. j
- vgl. 82. N. 4- a. a. norvegicus Minsk
302 (299) lzertand der Flügeldecken nicht aufgehellt. Proster-
num mit Kiellinien.
303 (308) Arten nicht von Japan oder Korea.
304 (305) Sehr kleine flache Art, sehr zart behaart, mit schwacher
Schulterbeule. L. 1—1,8 mm. — Mittelmeergebiet.
: vgl. 33. P. pallidivestis a. Mulsantianus Sie.
305 (304) See kräftig, Behaarung rauher.
894 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
306 (307) Oberlippe schwarz wie der Kopf und Halsschild. Alle
Schenkel stark angedunkelt oder auch ganz schwarz.
L. 1,5—2,3 mm. Europa, Tunis, Kaukasus, Sibirien.
vgl. 29. P. suturalis a. plagiatus Beck.
307 (306) Wenigstens die Oberlippe nicht schwarz. Beine gelb,
Hinterschenkel leicht angedunkelt. L. 2 mm. — Bei |
Triest.
vele 51. 5 silörteee S. Mepboense MI.
308 (303) Art ten von Japan oder Korea.
309 (310) Grundfarbe der Flügeldecken dunkelbraun, Makel dun-
kelrot. Halsschild vor dem Schildehen angebräunt oder
ganz dunkel (a. munagronis Ohta). L. 1,7—2 mm. —
Japan, Korea, Formosa.
N: ei 32. P. edles Levi
310 (309) Ränder ee Flügeldecken schwarz oder schwärzlich, Ma-
kel blaß ziegelrot. L. 2 mm. — Japan.
: 981.65. 8e. Hält Levi
311 (290) Diese Makel läßt ähre Eintstehung aus der Verfließung
zweier hintereinander stehender Makeln deut-
lich erkennen. (In Zweifelsfällen sehe man auch sub
290.) Wenn diese Makeln nicht verflossen sind, kommt
man nach dieser Tabelle auf 330.
312 (313) Art von Japan. — Makel blutrot, die vordere der beiden
verflossenen Makeln ist am Vorderrande tief zweibuch-
tig. L. 2,5 mm. en I.
IE WERBEN vgl. 64. Sc. fortunatus Lew.
313 (312) Nicht von Japan.
314 (319) Der Spitzenrand der Flügeldecken ist mehr oder minder
deutlich aufgehellt.
315 (318) Makeln rot, vordere weniger schräg gestellt.
316 (317) Europa, Mittelmeergebiet, Madeira. — Kopf beim
Männchen und Weibchen hell. Manchmal schließt die
Verbindung der beiden Quermakeln noch einen schwar-
zen Punkt ein. L. 1,9—2,5 mm.
. vgl. 14. P. subvillosus a. nero Mad.
317 (316) Cinaren, — Kopf beim Weibchen schwarz. Der schwarze
Außensaum ist vor der Spitze etwas breiter vom Seiten-
rande losgelöst. L. 2,3—3 mm.
vgl. 16. P. canariensis w oll.
318 (315) Makeln weiß der mehr gelb als rot, vordere Makel
schräger gestellt. (Hintere Makel meist innen breiter als
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 895
außen.) L. 1,5—2 mm. — Reg. pal.
. vgl. 82. N. 4-maculatus a. Bilullanıs Ws.
319 (314) Der Spitzenrand der Flügeldecken ohne schmalen hellen
Saum.
320 (323) Der helle Teil der Flügeldecken ist strohgelb oder hell
orangegelb.
321 (322) Zeichnung strohgelb. Halsschild ohne Ausbuchtung hin-
ter den Augen, 'Seitenrand geradlinig L. 2 mm. —
Spanien, Algier. .
Near al 84. N. Pereehoh Sie.
322 (321) Zeichnung hell Suknge gelb. Halsschild mit Ausbuchtung
hinter den Augen, Seitenrand schwach gebogen. L. 1,5
bis 1,56 mm. — Turkestan. (Diese Art tritt zumeist mit
heller Grundfarbe und dunkler Zeichnung auf.)
vgl. 86. N. crucifer Flsch.
325 (320) Der Barle Teil der Hlngeldecken ist rot.
324 (325) Sehr kleine, 1,5—1,5 mm, Art von den südenglischen
Inseln Wight und Sheppey. . .
war vgl. 81. N. 0 en Domisih,
325 (324) Größere Rech 2—3,3 mm.
326 (327) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer
Punkte zwischen der normalen Punktierung. Beine ganz
rot. L. 2—3,3 mm. — Süd- und Mitteleuropa, Nord-
afrika.
ER vol: 57. n ne a. le Sahlb.
327 (326) Flügeldecken gleichmäßig punktiert, höchst selten grö-
ßere Punkte eingestreut. Hieher 2 Arten, die oft schwie-
rig auseinander zu halten sind. Vide Hilfstabelle nach
58. Sc. frontalıs.
328 (329) Länglich oval. Kopf beim Männchen ganz gelbrot. L.
2—3 mm. — Europa, Asien. . .
vgl. 58. Sec. ontah a. a Ws.
329 (328) Breit all Kopf beim Männchen nur vorne gelbrot. L.
2—3 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet, Sibirien.
2... vgl. 59. Sc. Apetzi a. confluens Müll.
330 (289) Jede Hlüpeldecke mit 2 isolierten Makeln. (Hierher auch
91. N. phosphorus Lew., die wegen vollständig unzu-
länglicher Angaben ohne Sicht hier nicht abgetrennt
werden kann.)
331 (360) Die beiden Makeln stehen hintereinander.
332 (335) Arten von Japan, Indien oder dem Himalaya.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 96
896 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
333 (334) Indien, ? Himalaya. — Kopf und Halsschild fahlrot,
jede orangegelbe Flügeldecke durch ein schwarzes Netz |
in 2 Felder geteilt. Große Art. L. 3,3 mm. 2 |
; . vgl. 18. P. a, Mls. |
334 (395) Japan: — Sehr Idleine Art, schwarz, jede Flügeldecke
mit 2 schräg en Makeln. L. ca. 1,7 mm. |
vgl. 13. P. sapporensis Ohta.
335 (332) Art ten ichr von Tapas oder Indien.
336 (3357) Während die hintere Makel rund ist, ist die vordere
schmal und länglich innerhalb der Schulterbeule. Sehr
kleine flache Art mit schwacher oder fehlender Schul-
terbeule. L. 1,3—1,7 mm. — Europa, Kaukasus.
vgl. 45. Sid. biguttatus a. tetrastictus Wis.
337 (336) Makeln anders gestaltet. |
338 (339) Kleine Art von den südenglischen Inseln Wight und
Sheppey, die hier abgespalten werden muß, da nach
ihrer in den entscheidenden Merkmalen unzulängli-
chen Beschreibung sie nicht genau zu reihen ist. L. 1,5
1,5 mm. 2 a ee EL a
een . vgl. 81. N. (2) limonii Donisth.
339 (338) Anderer Herkunft.
340 (343) Die zwei Quermakeln jeder Flügeldecke erscheinen aus
je 2 rautenförmigen Makeln zusammengesetzt oder sie
sind schmale rotgelbe oder rosarote Binden.
341 (342) Flügeldecken und Halsschild zum größten Teile pech-
braun, Makeln weißgelb, aus je 2 rautenförmigen Ma-
keln zusammengesetzt und mehr oder minder heller
Spitzensaum. L. 1,3—1,3 mm. — Sizilien. i
.. . vgl. 75. N. Kiesenwetteri a. sannio Ws.
342 (341) Elüpeldecken tiefschwarz, Binden schmal, mehr oder
weniger rosenrot, die erste beginnt auf der Schulter-
beule, ist erst gebogen und dann quer gegen die Naht
gerichtet. Halsschild rosen- oder scharlachrot. L. 1,3
bis 2,3 mm. — Mediterr. (Algier).
. . vgl. 75. N. Kiesenwetteri a. bicinctus Mis. et God
343 (340) Fleckung anders.
344 (351) Flügeldecken mit schmalem hellem Spitzensaum oder
wenigstens der Spitzenrand deutlich aufgehellt. (Bei
Sc. 4-maculatus a. pietus Glb. wird die Grundfarbe der
Flügeldecken heller oder dunkler braun und geht daher
der helle Spitzensaum in die Grundfarbe über. Man er-
ee (
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 897
kennt dann diese Form an den hellgelben Makeln und
der schräger gestellten Vordermakel.)
345 (346) Makeln gelb oder heller gelbrot, vordere Makel schrä-
ger gestellt. Prosternum ohne Kiellinien. Grundfarbe
wird manchmal auch heller bis braunrot. L. 1,5—-2 mm.
— Reg. Pal }
. el, 92. N. 4- late Hbst.
346 (345) Makeln rot der gelbbraun, im letzteren Falle unscharf
begrenzt, vordere Makel weniger quer gestellt. Proster-
num mit Kiellinien.
347 (350) Makeln rot. Tier durchschnittlich größer, weniger ge-
wölbt, Halsschild querer, Kopf von normaler Größe.
345 (349) Canaren. — Kopf beim Weibchen schwarz. L. 2,2 bis
| 3 mm. Dt
ur e ve. 16. p. canariensis "Woll.
349 (348) Eur opa, Beiilielmeerpebier, Madeira — Kopf auch beim
Weibchen hell. Halsschild manchmal einfarbig hell (a.
Sahlbergianus Mad.). L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mit-
telmeergebiet, Madeira. i
Ser va 14. p. IR es
330 (347) Makeln eelbheeen und unscharf. Kopf beim Weibchen
schwarz. Tier durchschnittlich kleiner, gewölbter. Hals-
schild weniger quer, an den Seiten stärker abschüssig.
Die vordere Makel erreicht in der Regel den Seitenrand.
L. 1,6—2 mm. — Cirenaica.
Sue yel.i1n. P. Deo ahallıes Capın:
351 (344) leer and e Flügeldecken auch schwarz.
352 (353) Große Art, 3,3 mm. Makeln orangegelb oder fuchsrot,
Beine ganz hell. (Halsschild manchmal ganz hell: a
rufithorax Bdi.) — Syrien, Kaukasus, Turkestan.
R .. vgl. 63. Sc. 4-vulneratus Mls.
3953 (352) Bel bis 3 mm, selten mehr, aber Makeln rot, Beine
nur in einem Falle ganz hell.
354 (355) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer
Punkte zwischen der normalen Punktierung. Beine ganz
hell oder Schenkel schwarz (a. corpulentus Mls.). L. 2
bis 3,3 mm. — Mittel- und we Nordafrika,
Transkaspien. ;
a ve: 57. Se ne F. Ay
ee noeh von Sc. rufipes habe ich noch nicht
gesehen.
898 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
355 (354) Flügeldecken gleichmäßig punktiert, höchst selten grö- |
ßßere Punkte eingestreut. (Zur genaueren Unterschei- |
dung vergleiche Such die Hilfstabelle bei 58. Sec. fron-
talis F.) |
(359) Länglich oval. Kopf beim Männchen ganz hell.
(358) Mittel- und Hinterschienen einfach. L. 2—3 mm. —
Europa, Asien. . . |
vgl. 58. Sc. oa a gi pustletns. Hhst,
333 (357) Mittel. und Hinterschienen am Außenrande stark ge- |
bogen. Noch länglichere Art als die vorige. L. 2—2 7 |
mm. — Italien.
19)
39
39
ve 60. & De Cap
359 (356) vn eit ae Kt bein Männchen nur vorne gelb. L. 2
bis 3 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet, Sibirien.
vgl. 59. Sc. Apetzi a. 4-guttatus Müll.
360 (331) Die 2 Makeln stehen nebeneinander, die erste in der
Schultergegend erreicht den Seitenrand, die zweite ist
eine kleine, von der ersten abgetrennte rundliche Makel.
L. 1,5—1,5 mm. — Sizilien, Algier.
. vgl. 61. Sc. interruptus a. Inetiiien Ws.
361 (288) Die eine Makel steht ausgesprochen nur in der vorderen
Hälfte der Flügeldecken oder nur hinter der Mitte, nur
in einem Falle beginnt sie vor der Mitte, hat aber dann
einen hellen Ast nach außen.
362 (383) Die Makel liegt vor der Mitte.
363 (370) Die Makel liegt vorne dem Seitenrande an und greift
auf die Epipleuren über. (In seltenen Fällen liegt diese
Makel dem Seitenrand viel breiter und weiter nach hin-
ten reichend an.)
364 (365) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer
Punkte zwischen der normalen Punktierung. L. 2—3,3
mm. — Europa, Nordafrika.
vgl. 57. sn re F.
365 (364) Hlipeldecken letchnsißıe punktiert, höchstens mit
Spuren größerer eingestreuter Punkte.
366 (367) Länglich oval. 2—3 mm. — Europa, Asien. . .
vgl. 58. Sc. frontal F.
eis: er wähnt eine solche Form, mir ist sie noch
nicht untergekommen. Im Auffindungsfalle könnte man
sie mit a. megastigma Obbg. vereinigen. Ich bezweifle,
daß5 sie vorkommt.)
|
| 367 (366) Breiter. (Vergleiche auch die Hilfstabelle nach 58. Sec.
frontalis F.)
368 (369) Breit oval, durchschnittlich größer. Beim Männchen der
Kopf meist nur im Vorderteil hell, die Beine viel stär-
ker verdunkelt. L. 2—3 mm. — en Mittel-
ne Sibirien. R
. vgl. 59, se As incertus Mis.
| 869 (366) ker "breit, durchschnittlich kleiner, beim Männ-
| chen der Kopf immer ganz hell, die Beine beim Weib-
chen viel schwächer verdunkelt. (Manchmal ist die Ma-
kel gelb, hinten tiefer ausgeschnitten, so daß sie vom
Schulterhöcker nach innen bandförmig erscheint oder
auch in 2 Makeln geteilt sein kann. Auch kleinere Ge-
stalt, 1,5— 1,8 mm: a. laetificus “2 L. 1,5—2,2 mm.
— Res. Pat.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 899
: ve. 61. Er en Ce.
370 (365) Die Makel ist vom Seitenrande isoliert.
371 (372) Spitzenrand der Flügeldecken aufgehellt. Prosternum
ohne Kiellinien. L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. A
i vgl. 82. N. 4-maculatus a. obliquus Ws.
822 (371) Shitsehrand der Flügeldecken nicht aufgehellt.
373 (376) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer
Punkte zwischen der normalen Punktierung.
374 (375) Beine ganz hell. L. 2—3 mm. — Mittel- und un
Nordafrika. . i
ee wuevol: 57, Se pe de al: nov. EB.
375 (374) Senke) dunkel. r 3—9,3 mm. — Transkaukasus.
.. .. vgl. 57. Se. rufipes a. corpulentus Mls.
376 (375) Bläpeldecken mit gleichmäßiger Punktierung, höchst
selten einige größere Punkte eingestreut.
377 (380) Länglicher ovale Arten.
378 (379) Makel orangegelb oder fuchsrot. Beine ganz hell. L. 3
bis 3,3 mm. — Syrien, Kaukasus, Turkestan. i
. . vgl. 63. Sc. #-vulneratus a. bivulneratus Bi.
379 (378) Makel rot. Beine zum Teile angedunkelt. L. 2—3 mm.
— Europa, Asien. i
a & En 58, St ontalıs Fe et 1 div.
3060 (377) Breit ovale Arten.
381 (382) Beim Männchen nur der Vorderkopf hell, der Halsschild
schwarz, höchstens die Vorderwinkel hell, beim Weib-
chen der Nominatform die Beine einschließlich der hin-
900 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
teren Schienen stark verdunkelt, bei Weibchen der süd- :
lichen Varanten wenigstens die 4 hinteren Schenkel an
der Basis verdunkelt. L. 2—3 mm. — Yo \
Mittelmeergebiet, Sibirien. |
a ai 59, S ee Mis. i
302 (361) Bin Männchen Kor und Halsschild hell, letzterer
eventuell mit schwarzer Makel vor dem Schildehen.
Beine ganz hell, beim Weibchen höchstens die Basis der
Hinterschenkel leicht angedunkelt. L. 1,5—2 mm. —
Niederösterreich. 5
wel 02. Se ee Rdib.
303 (362) Die Makel Be hinter der Mitte, in seltenen Fällen in
der Mitte selbst, ist dann aber keine ausgedehnte Dis-
kalfärbung, sondern eine kürzere Makel oder hat ihren
Hauptteil hinter der Mitte. |
384 (367) Die Makel steht auf der Mitte oder hat hinter der Mitte
einen Ast nach außen.
385 (386) Die Makel entsendet hinter der Mitte einen Ast gegen
den Seitenrand, gewissermaßen, als ob sie mit einer
kürzeren danebenstehenden Makel verbunden wäre. L.
1,1 mm. — Kaukasus. . ;
ve: 85, N. caucasicus Ws.
306 (365) Die rote ae beginnt in oder etwas vor der Mitte und
reicht etwa bis zum letzten Viertel, sie ist etwas schief
nach hinten und innen gerichtet, sie nimmt etwa das
mittlere Drittel der Breite jeder Decke ein, jedoch so,
daß sie der Naht näher steht als dem Seitenrande. L.
1,2—1,8 mm. — OÖOstsibirien. \
vgl. 87. N. Koltzei Ws.
307 (364) Die Makel ee ausgesprochen hinter der Mitte.
3568 (391) Die Makel ist nie rund oder quer, sondern längsge-
richtet.
389 (390) Kleine Art. Prosternum ohne Kiellinien. L. 1,2—1,8
mm. — Ostsibirien.
el 87. N. Kol Ws.
390 (389) Größere Dr Bon mit Kiellinien. L. 2,5 mm. —
Rußland Sa
ee 6 Se. Tosöbinie Bad
391 (386) Die Makel ist En oder der Quere nach gestellt, nieren-
förmig, mondförmig, etc.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 901
392 (399) Der Spitzenrand der Flügeldecken ist mehr oder weni-
ger aufgehellt, manchmal schwer bemerkbar.
393 (396) Die Makel ist rundlich.
394 (395) Die Makel steht der Naht näher als dem Seitenrande,
sie ist en L. 1,7 mm. — Frankreich, ? Syrien.
a . vgl. P. alpestris Mls. et Rey
395 (394) Die Makel ist vom Naht- und Seitenrand gleich weit
entfernt. Sie ist in der Größe äußerst variabel. L. 1,5
bis 2 mm. — Reg. pal.
: vol 09.4. Beta Ko et we div.
396 (395) Die Makel steht quer und ist hinten ausgerandet, mehr
oder weniger nierenförmig.
397 (398) Sehr klein. Seiten des Halsschildes hell. Makel fast
nierenförmig, weißlich-ziegelrot, fensterartig. L. 1 bis
1,2 mm. — Ägypten, Sen
v2]. 26 Sc: nestranes N Sahlb.
395 (397) Halsschild ehnarz Makel hinten ausgerandet, rot. L.
1,5—2 mm. — Karamanien.
.. vgl. 89. N. bipunctatus a. air uleee e Sahlb,
399 (392) Spitzenrand der Flügeldecken nicht saumartig auige-
helit.
400 (407) Die Makel ist rundlich, manchmal groß.
401 (404) Arten von Japan.
402 (403) Kleine Art. Fühler und Beine, samt den Schienen,
schwarz. L. 1,5—2 mm.
: sei 88. N. Galloisi Sie.
405 (402) Größer. Fühler Eolichhrsan. L. 2,6 mm.
valr 3er. en Ohta.
404 (401) a Herknnfi,
405 (406) Europa, Kaukasus. — Fühler und wenigstens die Schie-
nen hell. Schulterbeule schwach, oft kaum angedeutet.
Makel manchmal sehr groß und auf den ganzen hinte-
ren Teil der Flügeldecken ausgedehnt (a. semiruber
Ws.). L. 1,3—1,7 mm.
: vgl. 45. Sid. Dale Mls.
Val. auch 46. Sid. bijlammulatus Mtsch. vom Kaukasus, welche
Art nach der Beschreibung wohl nicht leicht zu trennen ist.
406 (405) Semipalatinsk. — Winzigste Art, 0,5—0,9 mm. Fühler
und Schienen schwarz. Schulterbeule deutlich.
.. vgl. 92. Scymniscus zaisanensis Dobzh.
407 (400) Die Makel ist dreieckig, quer oder halbmondförmig.
902 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
405 (411) Größere Arten, über 2 mm.
409 (410) Schulterbeule deutlich. Hinterschenkel in der Mitte an- !
gebräunt. Prosternum mit Kiellinien. L. 2,5 mm. —
Finnland.
vol 52, Se. Sahlbergi Korschl
“
410 (409) Schaleibeäler ganz flach. Beine ganz hell. Körperform
verkehrt eiförmig. L. 2,2 mm. — Irkutsk. . . .
RR vgl. 90. N. Jakowlewi Ws.
411 (408) Sehr Klee u 1. ‚> mm. Grundfarbe fahl fuchsrot, hin-
ten ein blasserer Fleck in Gestalt eines Kommas oder
queren Mondes, mitunter so verblaßt, daß er kaum zu
sehen ist. — Ägypten, Arabien (Wüstengebiete in der
Nähe des Roten Meeres). .
voii 94. D. desertikole Sie,
412 (287) Jede Flügeldecke mit 3 oder mehr hellen Makeln.
413 (416) Jede Decke mit 3 Makeln, gestellt 1,2 oder 2,1, je nach-
dem die vordere oder Hintere Quermakel geteilt ist.
414 (415) Die hintere a ist geteilt. L. 2 mm. — er
Algier.
Sach vall 84. N. Beyeraukonni a. dire Sie,
415 (414) Die vordere Makel ist geteilt. Flügeldecken tiefschwarz,
zwei schmale, rotgelbe oder rosenrote Querbinden, wo-
von die erste auf der Schulterbeule beginnt, erst ge-
bogen und dann gegen die Naht gerichtet ist und sich
in 2 Flecken auflöst. L. 1,3—2,3 mm. — Mittelmeer-
gebiet (Algier). 3 Ri i
en vol. 15, N. Kiekenwetlen a. afriähsus Si
416 (413) Mehr helle Flecken. Auf dunklem Grunde schön gelbe
Flecken und Binden: 3 schräggestellte längliche Ma-
keln in der vorderen Hälfte der Decken, hinter der
Mitte eine wellige Querbinde und ein Spitzensaum. Naht
mehr oder minder rot, was manchmal vielleicht nicht
beachtet wird, weshalb die Art, die schon sub 116 an-
geführt ist, hier nochmals erscheint. L. 1,5—2,2 mm.
— Madeira, CGanaren, Marokko. 3
Br 0} . vgl. Clitost. Hape Woll.
Untergattung: Pullus Mls.
1. Sc. (Pullus) ferrugatus Moll. (analis F., ruficollis Ol.). —
Ziemlich breit oval, gelbrot, ein großer dreieckiger Basalfleck auf
dem Halsschilde, die Flügeldecken bis auf das apikale Fünftel,
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 005
N
'Mittel- und Hinterbrust und meist auch die Basis des Bauches
schwarz. Kopf und Halsschild mäßig fein und dicht, die Flügel-
‚decken wesentlich stärker, aber kaum dichter punktiert. Proster-
num mit 2 Kiellinien, die bis zum Vorderrand reichen und parallel
‚sind. Schenkellinie fast über 3, des Segmentes nach hinten rei-
chend, ihr innerer Teil etwas flacher gekrümmt als der äußere, der
letztere gegen die Mitte der Epimeren der Hinterbrust gerichtete.
Beim Männchen das letzte Bauchsegment am Hinterrande gerade.
Bei den japanischen Stücken (s. japonicus Ws.) dehnt sich die
schwarze Halsschildmakel bis zum Vorderrand und ferner so stark
aus, daß nur die Seiten des Halsschildes, oft äußerst schmal rot
gesäumt sind, Punktierung auf der Unterseite auffallend dicht, die
Unterseite fast matt. L. 2,5—3 mm. — Europa, Asien, auch Japan
(Hokkaido, Honschiu).
2. Sc. (Pullus) Takabayashii Ohta. — Die Beschreibung dieser
Art ist derart gehalten, daß sie nicht ganz klar wirkt und manche
Frage offen läßt, z. B. wie der Halsschild gefärbt ist; ich sehe mich
daher veranlafst, die Beschreibung wortwörtlich wiederzugeben:
„Pullus takabayashii sp. nov. Ein Pullus steht ferrugatus Moll.
nahe an, aber breiter als jenes. Grundfarbe schwarz. Kopfschild
gelblichrot, neben den Augen fein, in der Mitte weitläufig punk-
tiert. Halsschild schmäler als beim ferrugatus, an den Hinterecken
stumpfwinkelig, an den Vorderecken schmal dunkelbraun ge-
säumt. Schildchen schwarz, viel feiner punktiert. Flügeldecken an
den Spitzen bräunlichrot gesäumt, je mit deutlicher Beule. Auf
dem Halsschilde fein, in der Mitte aber wie der Kopf, an den
Flügeldecken stärker und weitläufiger als auf dem Halsschilde
punktiert. Oben grauweißlich behaart. Kiefertaster und Fühler
bräunlichrot. Prosternalfortsatz mit 2 Kiellinien. Die 2 letzten
Hinterleibssegmente bräunlichrot. Schenkellinie des ersten Bauch-
segmentes vollständig, einen Halbkreis bildend.
Ein Exemplar wurde von Herrn H. Takabayashi auf dem
Berge Takao am 13. Oktober 1925 gesammelt, und den Namen zu
seiner Ehre benannt.
Körperlänge: 2,5 mm.
Fundort: Honshu (Takao in Musashi).“
Im Col. Cat. Junk zählt Korschefsky p. 145 diese Art nicht bei den palä-
arktischen, sondern bei den indomalayischen Arten auf, sie gehört aber zu den
ersteren, denn Honshu ist die größte japanische Insel Honschiu oder Hondo, auf
der auch Tokio liest, und die Japaner schreiben Honshu. Ich muß mich bei allen
von Ohta beschriebenen Arten auf dessen Beschreibungen verlassen, die an und
904 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
für sich wenig Unterscheidendes besagen. Japanisches Material von den vielen i
neu beschriebenen Arten IR ich bisher nicht erhalten, trotzdem ich vorher IF
Tauschsendung gemacht hat
3. Se. (Pullus) ee Mtsch. — Diese Art ist von Ceylon
beschrieben. Weise jedoch bezieht auf diese Art ein Tier aus China,
welches mit Sc. ferrugatus Moll. große Ähnlichkeit hat. Hals-
schild einfarbig rot, verhältnismäßig kleiner als bei jerrugatus,
nach vorne weniger verengt, die Flügeldecken sind wolkig behaart,
im hinteren Drittel ar diese Färbung ist vorn auf jeder Decke
von einem konvexen Bogen begrenzt, reicht also in der Mitte wei-
ter nach vorne als an der Naht und an den Seiten, außerdem ist
die Naht im ersten Drittel der Länge etwas in die Höhe gehoben,
neben dieser Stelle sind die Flügeldecken nicht rein schwarz, son-
dern pechbraun gefärbt und mit je 2 kurzen, nach außen ge-
bogenen Punktreihen besetzt. Das Weise’sche Tier aus China ist
merklich schlanker als ferrugatus und nicht „kürzer und ge-
rundeter“, wie Motschulsky bei seiner Art sagt. Schenkellinie voll-
ständig. L. ca. 2 mm (?2—3 mm). — Ceylon, China.
Ich habe hier die Beschreibung Weise’s wiedergegeben für den Fall, daß die
chinesischen und ceylonischen Stücke doch nicht artgleich sein sollten, und dann
vielleicht die chinesischen Stücke einen anderen Namen bekommen müßten. Was
Motschulsky über die Gestalt seiner Art sagt, muß nicht gerade stimmen, denn
man ist nach der oft nachlässigen Beschreiberei Motschulsky’s noch ganz andere
Dinge gewohnt geworden. Jedenfalls ist bisher kein Fund dieser Art zwischen
Ceylon und China bekannt geworden.
4. Se. (Pullus) dorcatomoides Ws. — Kleiner und viel ge-
streckter als haemorrhoidalis, hoch gewölbt, schwarz, der ganze
Kopf nebst Tastern und Fühlern, der Halsschild und die Beine
rötlichgelb; ein Saum am Hinterrande der Flügeldecken, der an
der Naht am breitesten ist und sich jederseits nach vorne ver-
schmälert, trübrötlich. Mitunter ist an der Halsschildbasis ein drei-
eckiger, schwarzer Fleck, Spitze der Flügeldecken ziemlich schmal,
oft nur linienförmig gesäumt (a. jerrugineus Ohta). Das erste Hin-
terleibssegment schwarz, 2. braun, 3. dunkel-, die folgenden heller
rotgelb. Der Kopf ist weitläufig, der Halsschild dichter und äußerst
fein punktiert, stark glänzend, letzteres am Hinterrande, beider-
seits vor dem Schildehen, wenig gebuchtet. Flügeldecken doppelt
so stark als der Halsschild punktiert. Die Brust jedoch ziemlich
weitläufig, das 1. Bauchsegment in der Mitte fein und weitläufig,
nach den Seiten zu stark und dicht punktiert; die übrigen Seg-
mente zeigen eine mäßig starke, das letzte eine schwach runzelige
Punktierung. Schenkellinie vollständig, einen flachen Halbkreis
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 905
bildend, der um etwa !/; der Länge des Segmentes vom Hinterrande
_ entfernt bleibt, der eingeschlossene Raum vorn fein und dicht ge-
runzelt, hinten breit, glatt. Letztes Segment beim Männchen hin-
ten flach ausgeschnitten. Die gelbe Färbung an der Spitze der
Flügeldecken verbreitert sich oft sehr, daß sie das hintere Drittel
der Decken, vorn gerade begrenzt, ganz einnimmt; bei diesen
Stücken ist der ganze Hinterleib gelb gefärbt. Bei einigen Exem-
plaren zeigt sich auf dem Halsschilde vor dem Schildehen ein
schwacher dunkler Anflug, der, wie bereits gesagt, zu einer
schwarzen Makel. werden kann. L. ca. 1,58 mm. — Japan (Hon-
schiu, Schikoku), Formosa.
5. Sc. (Pullus) reetus Ohta. — Kleine, elliptische Art. Kopf,
Fühler, Taster und Halsschild gelblichrot, letzterer an der Basis
vor dem Schildchen oft schmutzig rot. Flügeldecken im hinteren
Drittel rötlichgelb. Kopf stark, Halsschild dicht und fein, auf den
Flügeldecken stark, aber nicht dichter als auf dem Halsschilde
punktiert. Nahe der Naht im ersten Drittel 2 Punktreihen größerer
Punkte. Halsschildvorderrand geradlinig. Behaarung der Oberseite
dicht grauweißlich. Unterseite schwarz, Vorderbrust gelblichrot,
1. und 2. Bauchsegment dunkelbraun, die anderen rötlichgelb.
Schenkellinie vollständig, bis 5 des Segmentes nach hinten rei-
chend. L. 1,5 mm. — Japan (Kiuschiu).
6. Sc. (Pullus) haemorrhoidalis Hbst. (analis Rossi). — Sieht
einem kleinen ferrugatus sehr ähnlich, kleiner, schmäler, Flügel-
decken mit gröberer, aus mehr oder minder ungleich großen Punk-
ten bestehender Punktierung, die gelbrote Spitzenfärbung der Flü-
geldecken weniger scharf begrenzt, der Bauch nur an der Spitze
rötlichgelb oder rötlich, das 5. Bauchsegment des Männchens am
Hinterrande etwas ausgebuchtet. Beim Weibchen ist die schwarze
Färbung des Halsschildes ausgedehnter und reicht weit gegen den
Vorderrand und seitlich bis in die Hinterecken. L. 1,5—2,3 mın. —
Europa, Kaukasus, Irkutsk. .
7. Se. (Pullus) hilaris Mtsch. — Von der Gestalt des Se. aurilus
Thnb., aber durchwegs größer, Kopf stets gelblichrot, die Seiten
des Halsschildes mehr oder minder breit rötlich gefärbt, oft auch
ebenso am Vorderrand schmal. Spitze der Flügeldecken bald ganz
schwarz, bald mehr oder weniger rotgelb gesäumt. Flügeldecken
viel feiner punktiert als bei auritus, besonders nach der Naht hin,
wo 2 ziemlich regelmäßige Punktreihen der Naht parallel bis zur
Mitte der Flügeldecken laufen, ähnlich wie bei haemorrhoidalis.
906 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Prosternum mit 2 Kiellinien. Schenkellinie vollständig, bis zu ,
des Segmentes nach hinten reichend, eingeschlossener Raum fast
glatt. Männchen am Hinterrande des 5. Segmentes ohne Ausbuch-
tung. — Kopf und Halsschild bald schwarz, bald Kopfschild und
Vorderrand des Halsschildes dunkelbraun, Flügeldecken an der
Spitze dunkelbraun gesäumt (a. awanus Ohta). Letzteres nach
Ohta. L. 2,3—2,6 mm. — Ostindien, Geylon, Burma, Formosa, Ja-
pan (Hokkaido, Honschiu, Kiuschiu), Korea. (Nach Ohta auch in
Sibirien und Europa, letzteres aber sicher nicht richtig.)
Nach meinem Stücke von Korea sehe ich das rotbraune letzte
Hinterleibstergit wie bei auritus als gutes Kennzeichen an.
ö. Sc. (Pullus) Kawamurai Ohta. — Eiförmig, etwas schmäler
als hılaris. Schwarz. Kopf, Taster und Fühler rötlichbraun. Hals-
schild am Vorderrande schmal, an den Seitenrändern breit rötlich-
braun gesäumt, hinter der Mitte am breitesten, am Vorderrande
tief ausgeschnitten. Flügeldeckenspitze schmutzigrötlich. Punktie-
rung auf dem Kopfe stark, auf dem Halsschilde fein, auf den
Flügeldecken stark und vorne an der Naht von der Basis bis zur
Mitte Punktreihen von groben Punkten. Prosternum mit 2 Kiel-
linien. Schenkellinie vollständig, der von ihr eingeschlossene Raum
glatt. L. 2 mm. — Japan (Kiuschiu).
9. Se. (Pullus) ruficeps Ohta. — Oval, schwarz, Kopf, Taster
und Fühler rötliehbraun, Halsschild am Vorderrande schmal, an
den Seiten breit rötlichbraun gesäumt, Flügeldecken an der Spitze
schmal schmutzig rötlich gesäumt. Oben grauweißlich, kurz und
dicht behaart, Behaarung schräg nach hinten gerichtet. Punktie-
rung auf dem Kopfe stark, aber weitläufig, auf dem Halsschild
dichter, auf den Flügeldecken eine doppelte, feine und große
Punkte untermischt. Prosternum mit 2 Kiellinien, die nach vorne
konvergieren, ihr Zwischenraum leicht punktiert. Schenkellinie
vollständig, sich zur Innenseite des Hinterrandes der Epimeren der
Hinterbrust hinziehend und !, des Segmentes nach hinten rei-
chend, der von ihr eingeschlossene Raum glatt. Beine rötlichbraun,
Hinterschenkel in der Mitte dunkel. L. 2 mm. — Japan (Hon-
schiu).
10. Se. (Pullus) auritus Thnb. (minimus Rossi capitatus F.,
rufipes Bris., Brisouti Or.). — Dem gemeinen rubromaculatus Gze.
sehr ähnlich, aber Spitzensaum der Flügeldecken fast immer deut-
lich rötlich, Spitze des Abdomens rötlich, Kopf in beiden Ge-
schlechtern rötlich, Schenkellinie vollständig, beim Männchen das
=
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 007
5. Bauchsegment nicht ausgebuchtet. — Sehr kurz und sehr breit
oval, schwarz. Kopf beim Männchen und Weibchen gelbrot oder
bei einigen Weibchen am Scheitel schwarz (a. moraviacus Obbg.).
Halsschild beim Weibchen ganz schwarz (Nominatform) oder mit
hellen Vorderwinkeln (a. Lukesi Obbg.), beim Männchen gelbrot,
entweder-zur Gänze (a. Obenbergeri Krejc.), oder bloß mit un-
deutlicher Spur einer dunklen Makel vor dem Schildchen (a. ver-
mionensis Obbg., Männchen) oder mit dreieckiger, schwarzer Ba-
salmakel (Nominatform). Flügeldecken fast immer am Spitzen-
rande deutlich rötlich, Bauch stets mit rötlicher Spitze (von hinten
gut zu sehen), Fühler, Taster und Beine gelbrot (Nominatform)
oder auch beim Männchen und Weibchen die #4 Hinterschenkel an
der Basis schwärzlich (a. fulvifrons Marsh., parvulus Steph., Rou-
balı Obbg.). Kopf ziemlich fein und mäßig dicht, Halsschild feiner
und weitläufiger, die Flügeldecken ziemlich grob und ziemlich
dieht punktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien, die bis zum Vorder-
rand reichen und nach vorn etwas konvergieren. Metasternum grob
und dicht punktiert. Schenkellinie bis nahe an den Hinterrand
des Segmentes nach hinten reichend, ihr äußerer Ast etwas flacher
gekrümmt als der innere, der von ihr eingeschlossene Raum eben-
so kräftig als außerhalb punktiert. L. 2—2,5 mm. — Europa,
Kaukasus, Transkaspien, Kleinasien.
Sc. auritus s. anatolicus Ws. — Während bei unserer nor-
dischen Form die Flügeldecken tief schwarz und am Hinterrande
fein rotbraun gesäumt sind, breitet sich bei dieser Subspezies der
helle Spitzensaum nach vorn hin aus, und es entsteht zumeist ein
großer gemeinschaftlicher, vorn ganz unbestimmt begrenzter rot-
brauner Raum, der ungefähr den Abfall zur Spitze einnimmt. Von
hier geht später auf der Mitte jeder Decke ein kurzer Ast nach
vorn, der sich zuletzt zu einer Längsbinde ausbildet, die bis zur
Basis reicht. Diese Binde verbreitert sich allmählich, und es bleibt
von der schwarzen Grundfarbe nur noch ein Seiten- und ein Naht-
saum übrig, die hinter der Mitte enden und innen verwaschen be-
grenzt sind. Es kann auch noch der Seitensaum verschwinden. Der
Halsschild dieser Stücke ist durchgängig heller gefärbt als beim
eigentlichen auritus, beim Weibchen wenigstens am Vorder- und
Seitenrande rotbraun, beim Männchen rotbraun bis gelb, mit einer
kleinen, verwaschenen schwärzlichen Makel vor dem Schildchen.
— Türkei, Kleinasien.
Binachi (Mem. Soc. ent. ital. 20, 1941 pp. 152—156) bringt eine Arbeit über
P. auritus Thnb. Ich konnte sie noch nicht erlangen.
908 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
11. Se. (Pullus) tibialis Bris. — Steht dem auritus Thnb. so
nahe, daß er von Weise bloß für eine Form desselben angesehen
wurde. Es ist daher am besten, hier auf die Unterschiede hinzu-
weisen. Kopf und Schenkel schwarz. Kleiner, schmäler, Halsschild
vor dem Schildehen weniger vorspringend, Metasternum weniger
stark punktiert, weniger weit nach hinten reichende Schenkellinie,
diese außen mehr gerundet und der von ihr eingeschlossene Raum
viel weniger stark punktiert. L. 1,4—1,5 mm. — Pyrenäen.
12. Sec. (Pullus) fuscatus Boh. — Diese indomalayische Art
wurde in ihrer Form brunnescens Mtsch. auch von Japan und Chi-
na berichtet. Sie ist nach Weise den hellen Aberrationen des Sc.
subvillosus Gze. ähnlich, aber bedeutend schlanker, oben spar-
samer aber viel länger behaart, rötlichgelbbraun, die Naht und
zuweilen noch eine kleine Stelle am Seitenrande angedunkelt, Flü-
geldecken nicht dicht, deutlich punktiert. Die Schenkellinie ist
vollständig und reicht bis %, oder !/, des Segmentes nach hinten,
und der von ihr eingeschlossene Raum ist ebenso fein und sehr
dicht punktiert, wie die übrige Fläche der Bauchsegmente. Die
dunkelsten Stücke haben Halsschild und Flügeldecken pech-
schwarz, auf dem Halsschilde eine unbestimmte größere Makel in
den Vorderwinkeln rötlich, die Flügeldecken im letzten Drittel
allmählich eine Spur heller bis schließlich zur rostroten Aufhel-
lung (a. fuscatus Ws. non Boh.). Korschefsky in Junk’s Col. Cat.
referierte den Sc. fuscatus Boh. als Scymnus s. str., in Arb. morph.
tax. Berlin-Dahlem I. 1934, 269 aber als Pullus, was nach Weise
das richtige ist. Er zieht dann mit dieser Art den Sec. vittipennis
Boh. und brunnescens Mtsch. zu einer Art zusammen und stellt
ihre Beziehungen folgendermaßen dar: Bei fuscatus Boh. sind
Halsschild und Flügeldecken dunkelbraun, Naht- und Außenrand
tief schwarz, lang weiß behaart, bei der a. vittipennis Boh. rot-
braun, Halsschild mit großer, schwarzer Mittelmakel, die Basis
der Flügeldecken hat eine große, breit spitz zulaufende schwarz-
braune Makel mit schlechter Begrenzung, der Außenrand einen
Randsaum, der etwa 2, der Flügeldecken einnimmt und das letzte
Drittel freiläßt. Der Nahtsaum ist an der Basis am breitesten und
wird bis zur Spitze immer schmäler. Beide Säume oder Makeln
sind schlecht begrenzt. In weiterer Aufhellung verschwindet zu-
erst der Randsaum, dann die Halsschildmakel und erst am Schlusse
der Nahtsaum, Naht aber meist noch sehr schmal schwärzlich (a.
brunnescens Mtsch.). L. 2—2,25 mm. — Indien, Malacca, Ceylon,
Birma, Sumatra, Philippinen, Formosa, Japan, China.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 009
Sc. brunnescens Mtsch. wurde von Lewis für Japan angegeben, Ohta (Ins.
Mats. IV. 1929, 14) gibt in seinen Scymninen Japans für brunnescens Misch.
keine japanische Lokalität, sondern bloß Indien an. Das Vorkommen in China
' entnehme ich dem Col. Cat., in der Literatur selbst bin ich noch nicht auf eine
solche Angabe gestoßen.
13. Sc. (Pullus) sapporensis Ohta. — Länglich oval, Halsschild
an den Seiten fast geradlinig. Schwarz, Flügeldecken mit je 2
schräg gestellten Makeln, Spitze nicht rötlich gesäumt. (Mehr ist
der äußerst merkwürdigen Beschreibung nicht zu entnehmen. Die
Art muß also einem kleinen Sc. subvillosus einigermaßen ähnlich
sein.) L. ca. 1,7 mm. — Japan (Hokkaido).
14. Sc. (Pullus) subvillosus Gze. (fasciatus Frer., minutissimus
Vill., quadrillum Rdtb., transversepustulatus Mls., durantae
Woll.). — Kurz und breit, seitlich stark gerundet, die Nominat-
form auf den dunklen Flügeldecken mit je 2 hellen, schrägen
Quermakeln, Zeichnung aber äußerst veränderlich. Kopf ziemlich
fein und dicht, Halsschild seitlich wie der Kopf, in der Mitte stär-
ker und weitiäufiger, Flügeldecken gleichmäßig und etwas stärker
und dichter als die Mitte des Halsschildes punktiert. Prosternum
mit 2 Kiellinien, die nach vorne konvergieren und bis zum Vorder-
rande reichen. Schenkellinie vollständig, nach hinten über mehr
als 3, des Segmentes reichend, äußerer Ast gegen die Mitte der
Epimeren der Hinterbrust gerichtet. Schwarz oder pechschwarz,
Kopf, Seiten des Halsschildes (bei a. Sahlbergianus Mad., fulvi-
collis Sahlb. der Halsschild jedoch ganz hell), eine große, schräg
gestellte, von der Schulterbeule bis weit gegen die Naht reichende
Querbinde vor der Mitte und eine kleinere, vorn ausgerandete
Quermakel im hinteren Drittel der Flügeldecken, der Spitzenrand
derselben, die Spitze des Bauches, sowie die Fühler, Taster und
Beine rot oder gelbrot, die Schenkel oft mehr oder minder
schwärzlich (subvillosus Gze. f. nom.). Bei seltenen Verdunkelun-
gen wird zunächst die hintere Makel punktförmig und verschwin-
det endlich ganz (a. unifasciatus Ws., dorsalis Waltl, bei letzterer
auf dunkler Grundfarbe nur mehr eine mehr oder weniger deut-
liche Makel in der Mitte der Scheibe). Am häufigsten sind jedoch
die aufgehellten Formen. Zunächst verbinden sich die beiden
Schrägmakeln durch eine helle Längslinie oder auch durch zwei
solche, die dann einen schwarzen Punkt einschließen (a. meridio-
nalis Mad.). Bei isolierter vorderer Makel kann sich die hintere
Makel nach hinten und den Seiten so stark ausdehnen, daß der
ganze hintere Teil der Flügeldecken hell ist (a. transitus nov. ab.)
910 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
oder es verbindet sich die hintere Makei auch noch am Seitenrande
mit der vorderen, und es breitet sich die helle Farbe so stark aus, °
dai5 nur mehr einige dunkle Stellen verbleiben (a. juniperi Mtsch.). \
Diese dunklen Stellen sind: auf dem Halsschilde vor dem Schild-
chen eine mehr oder weniger große Makel, auf den Decken ein
Nahtsaum, oft stark verkürzt und bis zu einer dreieckigen Schild-
chenmakel reduziert, ferner einige mehr oder weniger punktför-
mige Restchen der einstigen schwarzen Grundfarbe, all dies in
verschiedener Weise kombiniert. Zum Schlusse sind die Flügel-
decken einfarbig hell, dabei hat der Halsschild noch eine dunkle
Makel vor dem Schildchen (a. pubescenz Panz., pygmaeus Brll.),
oder es ist auch der Halsschild ungefleckt (a. aurantiacus Panz.).
L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mittelmeergebiet, Madeira (durantae
Woll.), Kaukasus, Sibirien.
15. Se. (Pullus) belophallus Capra. — Diese nordafrikanische
Art steht dem Sec. subvillosus Gze. sehr nahe, ist aber durchschnitt-
lich kleiner, gewölbter, mit großem Kopfe, Halsschild weniger
quer, an den Seiten abschüssiger und seine Scheibe gröber und
tiefer, ein wenig spärlicher punktiert. Ein Hauptunterschied liegt
auch in der Bildung der Genitalien. — Oval, ziemlich kurz und
breit, gewölbt, Behaarung graugoldgelb, niederliegend, mäßig
dicht und kurz. Halsschild an der Basis breit, etwas mehr als zwei-
mal so breit als mitten lang, sehr abschüssig an den Seiten, Flü-
geldecken mit deutlicher Schulterbeule. Punktierung des Kopfes
mäßig grob und dicht, die des Halsschildes an den Seiten etwas
feiner als jene des Kopfes, auf der Scheibe merklich gröber und
von etwas verschiedener Dichte, die der Flügeldecken etwas feiner
als die des Halsschildes und spärlicher. Kopf beim Männchen gelb-
braun, beim Weibchen schwarz. Halsschild schwarz, an den Seiten
ein gelbbrauner Saum, der beim Männchen breiter ist. Flügel-
‚deeken dunkelbraun, jede mit 2 gelbbraunen, queren Makeln, die
unscharf begrenzt sind. Die vordere Makel vor der Mitte erreicht
den Seitenrand, die hintere Makel in der zweiten Hälfte der
Decken. Manchmal sind die Decken gelbbraun, mit einer dunkel-
braunen, undeutlichen Diskalmakel. Fühler, Mundteile und Beine
gelbbraun. Hinterschenkel beim Weibchen manchmal dunkler.
Unterseite dunkelbraun bis schwarz, Bauch heller, besonders an
der Spitze. Prosternum mit 2 Kiellinien, die nach vorne konver-
gieren und bis zum Vorderrande reichen. Metasternum mit leicht
'eingedrückter Mittellängslinie, grob, dicht und tief punktiert.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 911
‚(Zwischenräume kleiner als die Punkte), spärlich und weniger tief
‚auf der Scheibe. Schenkellinie vollständig, reicht bis t/, des Seg-
‚mentes nach hinten, ihr äußerer Ast erreicht den Vorderrand des
Segmentes in etwa der Mitte des Hinterrandes der Epimeren der
‚Hiuterbrust. Beim Männchen ist das 5. Bauchsegment abgestumpft
‚und ziemlich leicht ausgerandet. L. 1,6—2 mm. — Cirenaica (Ben-
gast).
Über die Genitalunterschiede zwischen belophallus und subvillosus lese der
Inte ressent in Boll. Soc. Ent. It. LVII, 1925, 137 nach.
16. Sc. (Pullus) canariensis Woll. — Kurzoval, glänzend, sehr
fein punktuliert, aschgrau behaart. Schwarz, Flügeldecken rot oder
ziegelrot, auf jeder Decke mit einem schwarzen peripherischen
Saum und einer schwarzen Scheibenmakel knapp hinter der Mitte.
Der Außensaum biegt zur Naht in der Weise ab, daß er die äußer-
ste Spitze rot läßt, die schwarze Makel steht frei oder ist mit dem
Aufßßensaum verbunden, oder mit dem Nahtsaum, oder mit beiden
(canariensis Woll. f. nom), oder diese Makel fehlt oder es sind die
Flügeldecken rot und nur an der Naht und in der Mitte des Sei-
tenrandes allein schwarz (a. rufipennis Woll.). L. 2,2—3 mm. —
Canaren.
Diese Art erinnert in ihrer Zeichnungsanlage stark an Sc.
subvillosus Gze., dessen Vertreter von Wollaston unter dem Na-
men durantae beschrieben wurde. Bei canariensis ist aber der Kopf
nur beim Männchen von heller Farbe. Durantae ist etwas dichter
und gröber punktuliert, und die rote Diskalfärbung der Flügel-
decken ist durch zwei verflossene schwarze Flecken in 2 rote Quer-
binden geteilt, wodurch die bekannte Zeichnung des subvillosus
entsteht, was im übrigen nach Angabe Wollaston’s auch bei cana-
riensis der Fall sein kann. Die a. rufipennis Woll. bezeichnet Wol-
laston als gewöhnlich eine Kleinigkeit gröber punktiert und wirft
die Frage auf eine besondere Art auf. Harald Lindberg (Comm.
Biol., Helsingfors, X. 1951, Nr. 18, p. 7) betrachtet rufipennis
Woll. als eigene Art (Scymnus s. str.), während canariensis Woll.
ein Pullus ist. Vide Nachtrag.
Eine ähnliche Art von den Canaren ist Pullus persimilis
Lirdb. Vide Nachtrag.
17. Se. (s. str.) oblongior Woll. — Dem Sec. canariensis Woll.
ähnlich, aber etwas kleiner, länglicher, weniger gewölbt und we-
niger dicht punktiert, Flügeldecken heller (lehmgelb) und jede
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 97
912 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
auf der Scheibe vorne mit noch einer zweiten dunklen Makel. L.
2,2 mm. — Teneriffa (Gebirge).
Wollaston selbst schwankte, ob er diesen Bewohner der höchsten Berge
Teneriffas als eigene Art ansehen sollte. Diese Frage kann nur geklärt werden,
wenn einmal genügend Material vorliegt. Lindberg (cit. wie vorher, p. 8) stellt
die Art zu Scymnus s. str. |
18. Se. (Pullus) Guimeti Mls. — Breit oval. Kopf und Hals-
schild fahl- oder trübrot. Flügeldecken orangegelb, alle Ränder
schmal schwarz gesäumt und eine schmale schwarze Querbinde
über die Mitte, so daß durch dieses enge Netz die Oberfläche jeder
Decke in 2 große helle Felder geteilt wird. Unterseite rotbraun,
Beine rötlichgelb. Der Halsschild ist an der Basis wohl gebogen,
aber vor dem Schildchen stumpf, nicht zu diesem vorgezogen. L.
3,3 mm. — Vorderindien (Belgaum), ? Himalaya.
Mulsant beschrieb diese Art als fraglich von Ostasien, und erst später wurde
eine genauere Lokalität bekannt. Das Vorkommen im Himalaya ist nicht aus-
geschlossen, aber nicht verbürgt. Im Catalog Gozis wird sie für Frankreich an-
gegeben, und Weise 1879 bemerkt, daß dies auf einem Irrtum beruhen müsse.
19. Sc. (Pullus) syriacus Mars. — Breit oval, rötlich gelb,
‘lügeldecken fast strohgelb, Halsschild mit schlecht begrenzter
schwarzer Makel vor dem Schildchen. Flügeldecken mit einer ge-
meinschaftlichen, dreieckigen Makel an der Basis oder daselbst
mit Basalbinde, die Naht, eine aus 2 Punkten zusammengeflossene
dicke Quermakel hinter der Mitte einer jeden Decke und gemein-
schaftliche, dem Hinterrande parallel gebogene Querbinde vor der
Spitze, welche außen fast die mittlere Querbinde erreicht, tief
schwarz, manchmal die Spitzenmakel als brauner und zuletzt
schwarzer Seitensaum bis zur Basis fortgesetzt. Auch der Naht-
saum ist vorerst braun, bei den dunkelsten Formen aber auch
schwarz. Die bisher dunkelste Form stellt sich folgend vor: Die
gemeinsame schwarze Basalbinde der Flügeldecken reicht nach
außen bis an den Seitenrand, auch dieser und die Epipleuren
schwarz, die Makel auf der Scheibe und die Querbinde vor der
Spitze fließen mit dem Seitensaum zusammen, oder gemeinsame
Quermakel und Scheibenmakel bleiben vorderhand noch getrennt
und an der Spitze bleibt nur ein sehr schmaler Rand hell, der
braune Nahtsaum kann auch schwarz werden, die Schenkel werden
mehr oder weniger schwarz (a. basalis Kirsch non Redtb.). Bei
der Nominatform geht die schwarze Basalbinde nicht über die
Schulterbeule hinaus, die übrigen Makeln isolierter und vorne kein
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 013
dunkler Seitensaum (syriacus Mars. f. nom.). Bei der hellsten Form
haben die Flügeldecken nur je 2 oder 3 schwarze Makeln, die 1.
' groß, nahe der Naht, basal, die 2. dick, diskal, etwas quer und oft
die Zusammensetzung aus 2 Makeln vermuten lassend, die 3.
‚ strichförmig vor der Spitze oder auch oft fehlend (a. amoenus
_Ws.). Unterseite mit Ausnahme der Vorderbrust, der Bauchspitze
und der Beine schwarz. L. 1,8—2 mm. — Kleinasien, Syrien,
Ägypten, Irak (Mesopotamien).
Pharus basalis Kirsch gehört zu Sc. syriacus Mars., nicht zu Sec. inter-
ruptus Gze., wie Korschefsky (Ent. Bl. 1944, 135) ohne Begründung sagte. Man
vergleiche die entsprechenden Beschreibungen, um den Irrtum sofort zu erkennen.
Aus dem Museum G. Frey in Tutzing erhielt ich, nachdem
diese Arbeit bereits in Druck gegangen war, nachträglich von P.
syriacus Mars. eine hochinteressante und aufschlußreiche Serie
von 45 Stücken: Basrah, Irak, X. 54, leg. Lindemann. Diese Serie
zeigt, daß die Art bis zum vollständigen Schwund jeder Zeichnung
variieren kann, was bisher in der Literatur nirgends aufscheint
und geeignet ist, eine Vermengung dieser Art mit ihren wenig
oder nicht gezeichneten Formen mit solchen des P. argutus Mls.
zu verschulden. Vorerst erwähne ich, daß ich schon einmal ge-
nötigt war, eine Konfusion, die Korschefsky in der Synonimie ver-
schuldete, zu berichtigen (vide Bull. Soc. Fouad ler Entom.,
AXXXIII, 1949, p. 24). Was nun die Serie aus dem Museum G.
Frey anbelangt, so liegt die dunkelste Form, a. basalis Kirsch, nur
in 1 Stück vor, 7 Stück kann man noch der Nominatform syriacus
Mars. zurechnen, 14 Stück kann man mehr oder minder als a.
amoenus Ws., oder als Übergänge hiezu, ansprechen, 21 Stück
besitzen auf der Mitte jeder Deckenscheibe einen größeren oder
kleineren schwarzen, braunen oder nebeligen, oft schlecht be-
grenzten Fleck, ich nenne sie a. binotulatoides m., da sie von we-
niger versierten Kollegen mit argutus a. binotulatus Obenbg. ver-
wechselt werden können. Oft zeigen diese Stücke noch schatten-
hafte Andeutungen der einstigen dunkleren Säume der a. basalis,
wodurch ihre Zugehörigkeit zu syriacus und nicht argutus unter-
strichen wird. 2 Stücke entbehren jeder schwarzen Zeichnung, und
ich nenne sie a. innotatus m., um sie von argutus a. kurdistanicus
Obenbg. zu unterscheiden. Eine Benennung eines solchen Eck-
punktes in der Variationsreihe ist berechtigt. Voll gezeichnete
Stücke der beiden Arten werden nun bei einiger Aufmerksamkeit
leicht zu trennen sein, ich bin aber überzeugt, daß wenig gezeich-
nete Stücke vermengt werden, umsomehr sich dann in den übrigen
mx
{
b)
914 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Merkmalen keine scharfen Unterschiede ergeben. Man achte daher
besonders auf folgendes:
1. P. syriacus Mars.: Wenn bei dieser Art an der Basis der
Decken eine schwarze Zeichnung vorhanden ist, so ist dieselbe ein
Fleck beim Schildchen oder eine Basalbinde über die Naht hinweg
bis zur Schulterbeule oder sogar bis zum Seitenrande, die sich bei
der a. basalis sogar noch als Außensaum nach hinten fortsetzt
I
\
N
\
if
j
|
i
|
i
j
|
|
und nur einen feinen hellen Spitzensaum freiläßt. Bei der a. amoe-
rus Ws. finden wir normal auf jeder Decke 3 schwarze Makeln
hintereinander, eine nahe dem Schildehen, manchmal bis zur
Schulterbeule reichend, eine auf der Mitte der Scheibe, meist aus
2 Makeln zusammengesetzt erscheinend, eine strichförmig, schief
vor der Spitze, letztere oft fehlend, sehr oft sind die ehemaligen
dunkleren Säume noch nebelhaft bräunlich angedeutet, wodurch
die Ableitung von syriacus noch ohne Zweifel ist. Dies ist auch der
Fall, wenn nur mehr die dunkle Mittelmakel da ist. Sollten die
angedeuteten nebelhaften Säume auch fehlen, dann bemerkt man
bei gewisser Einspiegelung noch immer die Spuren der einstigen
hellgelben Querbinden, welche vor und hinter der Makel waren.
Diese Spuren der helleren Querbinden lassen sich schwach auch
noch bei der a. innotatus m. erkennen.
2. P. argutus Mis.: Wenn bei dieser Art an der Basis ein
schwarzes Zeichen auftritt, so liegt dasselbe stets auf der Schulter-
beule und immer entfernt vom Schildcehen. Es kommt niemals zu
angedeuteten dunkleren peripherischen Säumen. Vor der Spitze
der Decken liegt niemals eine dunkle Makel. Die heller gelben
Querbinden, die man auch bei arm gezeichneten syriacus noch
schwach wahrnehmen kann, fehlen bei allen argutus vollkommen.
Von dieser Art beschrieb Obenberger (Oas. Spol. Ent., 1939, 93)
eine Anzahl von Formen. Ich glaube, mich nicht zu irren, daß er
dabei argutus und syriacus vermengt hat. Soweit seine Formen
eine Makel direkt auf der Schulterbeule haben, ist die Sache klar,
aber wenn er seiner a. mesopotamicus eine Makel vor der Spitze
zuschreibt, so glaube ich schon, daß dies eine helle Form des
syriacus ist, denn eine solche Makel gibt es bei argutus nie und
ist nur gewissen Formen des syriacus eigen.
20. Sc. (Pullus) argutus Mls. — Oval, mäßig gewölbt. Oben
hell bräunlichgelb, Flügeldecken normal mit 7 kleinen schwarzen
Makeln: M. 1 rund, vom Schulterhöcker nach innen, M. 2 halb-
|
| Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 015
]
' kreisförmig, hinter der Mitte am Seitenrande, 3 rund, auf der
‚Scheibe zwischen M. 2 und der Naht, M. 1% auf der Naht, etwas
hinter 3, so daß die M. 2, 3, y, 3, 2 eine Querreihe bilden. Unter-
seite schwarz, Spitze der Schenkel, Schienen und Tarsen gelb. Zu-
‚ weilen ist die Naht der Flügeldecken von Makel 1. an bis zum
' Schildehen angedunkelt. Diese Zeichnung variiert beträchtlich
durch Ausfall oder Verfließen von Makeln, und es wurden bis
jetzt folgende Formeln beobachtet: 1. Flügeldecken ungefleckt
(a. kurdistanicus Obbg.), 2. Formula: 3 (a. binotatulus Obbg.),
3. F.: 3 und eine Zusatzmakel 4, halbmondförmig am hinteren
' Rande der Decken (a. mesopotamicus Obbg.), 4. F.: 2, 3 (a. Oben-
_ bergeri nov. ab.), 5. F.: 2--3 (a. modestulus Obbg.), 6. F.: 1, 3
(a. 4-notatulus nov. ab.), 7. F.: 2-3, 12 (a. bagdadensis Obbg.),
6. F.: 1, 2, 3 (a. sexnotatulus nov. ab.), 9. F.: 1, 2--3 (a. Hed-
wigae Obbg.), 10. F.: 1, 2, 3, 1% (argutus Mls. f. nom.), 11. F.:
1, 2-3, 12 (a. araxicola Obbg.), 12. wie die Nominatform, aber
Makei 1 groß, bindenförmig nach hinten verlängert, schräg gegen
die Naht, gewissermaßen ein gemeinsames dunkles Basaldreieck
bildend (a. Kalalaı Obbg.). Flügeldecken sehr zart, wenn auch
sehr dicht punktiert. Die Schenkellinie reicht bis '/; des Segmentes
nach hinten. L. 1,5—2 mm. — Kaukasus, 'Transkaspien, Turke-
stan, Buchara, Mesopotamien.
21. Sc. (Pullus) mongolicus Ws. — Dem Sc. argutus Ms. ver-
wandt, aber von diesem leicht dadurch zu unterscheiden, daß statt
der beiden schwarzen Makeln in der Mitte jeder Decke nur eine
bogenförmige vorhanden ist, welche sich außen nicht nach vorn,
sondern nach hinten verlängert. — Ziemlich breit oval, schmutzig
und nicht besonders lebhaft rötlich gelbbraun, Brust und Bauch,
mit Ausnahme der Spitze, dunkel, schwärzlich oder braun; Ober-
seite sehr dicht und fein seidenschimmernd behaart, mäßig glän-
zend, sehr fein und dicht punktiert. Flügeldecken mit 5 wenig
hervortretenden schwarzen Makeln: M. 1 gerundet, an der Basis
innen am Schulterhöcker, M. 2 dicht hinter der Mitte, quer binden-
förmig, innen breiter als außen, hier fast den Seitenrand errei-
chend und nach hinten gebogen, innen dagegen ziemlich gerade,
ein Stück von der Naht entfernt endigend. Die gemeinschaftliche
Makel ist klein, sehr unbestimmt, oft fehlend, und befindet sich
neben Makel 2. Das Prosternum hat 2 nach vorne konvergierende
Kiellinien, die den Vorderrand erreichen. Die Schenkellinie bildet
einen bis über 3 des Segmentes nach hinten reichenden Bogen,
916 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
dessen Seiten nicht gleichmäßig gerundet, sondern mehr gerad- \
linig sind. L. 2 mm. — Mongolei.
22. Sc. (Pullus) impexus Mls. (abietis Mls.). — Von dem sehr
ähnlichen Sc. abietis Payk. leicht zu unterscheiden durch die dop-
pelte Punktierung, die wirbelige Behaarung der Flügeldecken und
die vollständige Schenkellinie. Von ganz ähnlicher, aber durch-
schnittlich kleinerer Gestalt wie abietis, wie dieser oben einfarbig
bräunlichgelb, unten die Mittel- und Hinterbrust und der Bauch
bis auf die hellere Spitze braun oder bräunlichrot, die Fühler,
Taster und Beine rötlichgelb. Die ziemlich lange, weißliche Be-
haarung ist namentlich auf der hinteren Hälfte der Flügeldecken
sehr stark gewirbelt. (Ein breiter Querstreifen vor der Mitte der
Decken scheint beinahe wie kahl, weil die Haare daselbst so nach
innen gerichtet sind, daß sie bei der Betrachtung von oben nicht
sichtbar bleiben, die übrigen bilden Binden fast wie bei manchen
Byrrhus-Arten.) Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht
punktiert, die Flügeldecken außer der ziemlich feinen, von der des
Halsschildes wenig verschiedenen Grundpunktierung mit weit-
läufig stehenden, viel gröberen Punkten. Prosternum mit 2 bis zum
Vorderrande reichenden, nach vorn leicht konvergierenden Kiel-
linien. Metasternum an den Seiten grob und dicht, in der Mitte
viel feiner und weitläufig punktiert. Die Schenkellinie ist ein brei-
ter Bogen, der mehr als 3, des Segmentes nach hinten reicht, und
dessen Außenast gegen die Mitte der Epimeren der Hinterbrust
gerichtet ist. L. 2—2,5 mm. — Mittel- und Südeuropa, Nord-
afrika.
23. Sc. (Pullus) globosus Ws. — Breit eiförmig, stark gewölbt,
oben gelbbraun oder braun, meist mit schwärzlicher Naht der
Flügeldecken oder dunkler pechbraun bis pechschwarz, der Kopf,
die Seiten des Halsschildes und die Spitze der Flügeldecken ver-
waschen rotbraun (a. piceus Ws.), Mittel- und Hinterbrust und
Bauch mit Ausnahme der mehr oder minder rötlichen Spitze
schwarz, Fühler, Taster und Beine braunrot oder bräunlichgelb.
Kopf und Halsschild mäßig fein und mäßig dicht, Flügeldecken
grob, aber seicht und nicht sehr dicht punktiert. Prosternum mit
2 scharfen, bis zum Vorderrand reichenden, nach vorn konvergie-
renden Kiellinien. Seiten der Hinterbrust und das Mesosternum
grob und dicht, die Mitte der Hinterbrust nach hinten weitläufig
punktiert. Die Schenkellinie ist ein breiter Bogen, der mehr als 34
des Segmentes nach hinten reicht, und dessen Außenast gegen die
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 017
j Außenecke der Hinterhüften gerichtet ist. L. 1,5—2 mm. — Un-
garn, Balkan, Italien, Sizilien, Korsika, Kleinasien.
Von subvillosus unterscheidbar durch die im aligemeinen geringere Größe,
gröbere Punktierung der Flügeldecken, die schmälere, an den Seiten viel weniger
stark gerundete Gestalt und die einen viel schmäleren Bogen bildende Schenkel-
linie.
24. Sc. (Pullus) fraxini Mls. — Eine verschollene Art, von der
man nichts mehr hört. — Oval. Kopf, Taster und Fühler blaß
fuchsrot, Halsschild schwarz, vorne mit einem blaßziegelroten
Saum (?Männchen) und an den Seiten mit ebensolchem Saum,
der sich vorne bis zur Innenseite der Augen erstreckt und sich dann
zu den Hinterwinkeln verengt. Flügeldecken schwarz, an der Spitze
allmählich rotbraun. Unterseite schwarz, hintere Hälfte des 5. und
das 6. Bauchsegment rötlich oder blaß ziegelrot. Beine rötlich.
Halsschild nach hinten wenig gebogen und an der Basis nicht ge-
buchtet. Jede Flügeldecke hinten stumpf abgerundet. Die Schen-
kellinie reicht bis °/,, des Segmentes nach hinten. L. 1,5 mm. —
Kaukasus.
25. Se. (Pullus) Victoris Cr. (limbatus Mtsch., dorsualis Ws.
ephippiatus Gorh.). — Ziemlich kurz oval, gelbbraun bis rotbraun
Behaarung wolkig, grauweißlich, kurz und ziemlich dicht. Hals-
schild quer, an den Seiten leicht gerundet, nach vorne nicht stark
verengt, Punktierung sehr fein und ziemlich dicht, die Scheibe au!
dem mittleren Drittel pechbraun. Flügeldecken mit deutlicher
Schulterbeule, Punktierung ziemlich fein und sehr dicht, entweder
einfarbig gelbbraun oder an den Seiten, an der Spitze breiter, von
‘dieser Farbe, der übrige Teil pechbraun, in Form einer großen,
gemeinsamen Makel (3, der Flügeldecken), die auch auf den Hals-
schild übergreift, beide Farben nicht deutlich abgegrenzt. Unter-
seite rostrot, Brust und Mitte des Bauches oft schwärzlicher, Punk-
tierung daselbst sehr dicht, runzelig. Fühler und Beine blaßrötlich
oder ziegelrot. L. 1,7—2,4 mm. — Ceylon, Indien, Philippinen,
auch vom Himalaya berichtet.
Von dieser Art sind auch sogenannte Subspecies beschrieben
worden, die ich hier anführe, weil es nicht ausgeschlossen ist, dafs
sie einmal im Range sinken werden. Es sind dies: v. obsignatus Ws.
von Ceylon und s. unimaculata Korsch. von Kanara.
Zur ersteren lassen wir Weise selbst sprechen: „Pullus Dictoris
var. a) obsignatus: Von der Stammform aus Indien durch folgende
018 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Merkmale verschieden: Der Körper ist etwas breiter gebaut, an |
den Seiten ziemlich gleichmäßig gerundet, oberseits, namentlich
auf den Fld. feiner punktiert, glänzender, der breite helle Seiten-
saum der Fld. blasser gefärbt, von der schwarzen Scheibe schärfer
geschieden und vor der Spitze weniger verbreitert. Unter den zahl-
reichen Exemplaren befindet sich nur eins, welches in der Zeich-
nung der Oberseite insofern abweicht, als die schwarze Färbung
der Scheibe sich hinter der Schulter bis an den Seitenrand ausdehnt
und den hellen Seitensaum breit unterbricht: var. b); während
Dictoris sehr variiert. Bei ihm sind Halsschild und Fld. anfangs
einfarbig hell rostrot, dann zeigt sich ein schwärzlicher Anflug auf
der Scheibe des Halsschildes, in Verbindung mit einer großen, ge-
sättigt rostroten, hinten schwärzlichen gemeinschaftlichen Makel
auf den Fld., von der Basis bis %/ der Länge, zuletzt ist der Hals-
schild, ausgenommen der Vorderrand und ein breiter Seitensaum,
sowie die Scheibe der Flügeldecken pechschwarz, während ein brei-
ter, innen meist schlecht begrenzter, hinten breiter werdender Sei-
tensaum der Fld. hell rostrot bleibt.“
Zur s. unimaculata sagt Korschefsky (Ind. Forest Rec. XIX /VI,
1954, 5): „Kopf, Fühler, Taster, Halsschild und Flügeldecken gelb-
lichrot. Letztere mit einer großen, den Flügeldecken gemeinsamen
Makel. Sie beginnt kurz vor der Mitte der Basis, geht bis zum
Innenrand der Schulterbeule, um dann in einem gleichmäßig ge-
schweiften Bogen die Naht kurz vor der Mitte zu erreichen. Unter-
seite fahlgelb. Mesosternum, Metasternum, die Episternen und
Epimeren der Mittel- und Hinterbrust sowie das erste Segment
bis auf die äußeren unteren Ecken lackschwarz glänzend. Während.
bei dieser neuen Rasse diese beiden extremen Farbtöne scharf an-
einander abgegrenzt sind, gehen sie bei der Nominatform langsam
ineinander über. Auch ist victoris etwa Y, bis !/, größer.“
26. Sc. (Pullus) testaceus Mtsch. (lividus Bold.). — Oval, mäßig
gewölbt, mit wenig dichter, auf der hinteren Hälfte der Flügel-
decken mehr oder minder wirbeliger Behaarung. Kopf und Hals-
schild ziemlich fein und mäßig dicht, die Flügeldecken doppelt so
stark, aber nicht dicht punktiert. Die Färbung variiert von ein-
farbig hellen bis zu fast ganz schwarzen Formen. Oberseite ganz
gelbbraun oder bräunlichrot, unten Mittel- und Hinterbrust und
Bauch, die rötliche Spitze ausgenommen, braun oder schwarz, Füh-
ler, Taster und Beine rötlichgelb (testaceus Mtsch. — Kaukasus,
von Reitter aber auch für Mödling bei Wien angegeben). Zunächst
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 019
|
wird nun erst einmal der Kopf schwarz und die Flügeldecken zei-
gen eine sehr schmale Verdunkelung (a. angoranus Obbg.) oder die
Naht ist in der Mitte mehr oder minder schmal angedunkelt (a.
_ atricapillus Bris.). Den Kopf schwarz, aber den Halsschild noch
‚ hell, die Flügeldecken jedoch schon teilweise schwarz hat eine ost-
sibirische Form, auf die unten noch einmal zurückgekommen wird.
Nun werden zum Kopfe noch der Halsschild und die Unterseite
schwarz, und die Flügeldecken weisen bereits Schwärzungen auf,
und zwar bloß einen sehr schmaien Nahtsaum (a. Fleischeri Obbg.),
oder einen vorn breiten, nach hinten verschmälerten Nahtsaum,
der ungefähr :/), der Nahtlänge nach hinten reicht (a. scutellarıs
Mis., Mulsanti Wath.) oder auch die Spitze der Flügeldecken er-
reichen kann (a. quercus Mls.). Den Übergang zur dunkelsten Form
bilden nun Stücke, die auf jeder Decke nur mehr einen dunkel-
roten Wisch besitzen und die Schenkel bereits pechschwarz haben.
Endlich wird das Tier ganz schwarz, und nur der Mund, die Knie
und Tarsen sind rötlich (a. concolor Ws.). Die aus Ostsibirien stam-
menden Stücke gelten als Lokalrasse. Sie haben dunklen Kopf,
bräunlichroten Halsschild und ebensolche Flügeldecken, letztere
mit einem gemeinschaftlichen, breit dreieckigen schwarzen Flek-
ken, der an der Basis von einer Schulter zur anderen reicht und
hinter der Mitte endet, außerdem mit einem schmalen, verwasche-
nen schwärzlichen Saum an den Seiten bis hinter die Mitte, oder
die Flügeldecken sind schwarz und gehen hinter der Mitte allmäh-
lich in die rote Farbe über (S. cognatus Ws.), diese Stücke, soweit
sie Weise vorgelegen, auch etwas größer. — Zur Art wieder zu-
rück: Prosternum mit 2 feinen Kiellinien, die den Vorderrand
nicht erreichen, jedoch vorne gewöhnlich zusammentreffen. Hin-
terbrust an den Seiten stark und sehr dicht punktiert, in der Mitte
weitläufig mit weniger starken Punkten besetzt. Die Schenkellinie
bildet einen mäßig breiten Bogen, der über mehr als %, des Seg-
mentes nach hinten reicht, dessen äußerer Ast etwas außerhalb der
Außenecke der Hinterhüften am Vorderrand des Segmentes endet.
L. 1,7—2 mm. — Größter Teil der paläarktischen Region.
Ich halte es für günstig, zwischen den Aberrationen atricapillus Bris. und
angoranus Obbg. einerseits und scutellaris Mls. und quercus Mls. andererseits
nicht zu unterscheiden. Schließlich hat Obenberger (Cas. 1942, 96) quercus Mls.
falsch ausgelegt und ihm einen hellen Halsschild zugeschrieben, während Mulsant
den letzteren ausdrücklich als schwarz bezeichnet. Während die Nominatform
trotz der Angabe Reitter’s mir in Mitteleuropa noch nie unterkam, und vielleicht
doch auf den Kaukasus und die benachbarten Länder beschränkt zu sein scheint,
wenigstens als die dominierende Form, ist a. scutellaris Mls. in Mitteleuropa die
920 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
dominierende Form. Von ähnlichen Arten wird sie am besten durch die an den ir
Seiten gewirbelte Behaarung unterschieden, man muß aber genau hinsehen.
27. Se. (Pullus) Hoffmanni Ws. — Oval, mäßig gewölbt,
schwach glänzend. Kopf, Taster und Fühler rotgelb, Halsschild
schwarz, die Vorderwinkel beim Männchen breiter als beim Weib-
chen rotgelb, Hinterrand vor dem Schildchen wenig nach hinten
ausgezogen, gleichmäßig, wenig dicht und stark punktiert. Flügel-
decken rotgelb, Basis, Naht bis zu 2% ihrer Länge (nach hinten
schmäler) und der Seitenrand, soweit die gleichfalls schwarzen Epi-
pleuren nach hinten reichen, schwarz, mäßig dicht und fein punk=
tiert. Unterseite schwarz, der Bauch gegen die Spitze hin heller,
rötlich. Schenkellinie vollständig, ‘/, des Segmentes nach hinten
reichend, der von ihr eingeschlossene Raum gleichmäßig dicht und
ziemlich stark, nur wenig weitläufiger als die übrigen Segmente,
punktiert. L. ca. 1,5 mm. — Japan (Honschiu, Schikoku, Kiu-
schiu), Korea, China.
Vom ähnlichen Sec. suturalis Thnb. verschieden durch den roten
Kopf, die dichtere Punktierung der Unterseite, die viel größere
Schenkellinie und die hellen letzten Bauchsegmente. Soll in Japan
sehr gemein sein.
25. Se. (Pullus) chinensis Jord. — Eiförmig, leicht gewölbt,
kurz gelblichgrau behaart. Rot, Halsschild überall stark punktiert,
bräunlich, die Seiten breit und der Vorderrand sehr schmal rot, an
der Basis jederseits gebuchtet und zum Schildchen vorgezogen.
Flügeldecken rot, mit einem schmalen und langen dreieckigen,
braunen Nahtsaum, die Decken ein wenig stärker als der Hals-
schild punktiert, schwach runzelig erscheinend. Hinterbrust braun,
grob und dicht punktiert und leicht rugos, besonders an den Seiten,
die Mitte der Länge nach eingedrückt, aber nicht glatt. Bauch stark
und dicht punktiert, mit dem 1. Segment braun und dem 2. blaß-
braun. Schenkellinie vollständig, erreicht nicht den Hinterrand
des Segmentes, stark und ziemlich gleichförmig gebogen. L. 1,7
mm. — China.
Sehr nahe dem Sc. suturalis Thnb., aber kürzere Gestalt, blas-
sere Färbung und viel dichtere und gröbere Punktierung des Meta-
sternums.
29. Sec. (Pullus) suturalis Thnb. (pilosus Hbst., discoideus
Illig., pin: Marsh.). — Länglich oval, mäßig gewölbt, auffällig grob
und rauh weißlich behaart, daran besonders unter den Mitteleuro-
päern leicht kenntlich, Flügeldecken häufig doppelt punktiert.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 921
) Schwarz, Halsschild oft mit rotbraunen Vorderwinkeln, Flügei-
decken bräunlichgelb oder braunrot, mit schwarzer, an der Naht
spitz dreieckiger, an den Seiten in Form eines Längsstreifens nach
hinten verlängerter Basalfärbung. Unterseite schwarz, Fühler und
Taster bräunlichgelb, die Beine dunkel mit an der Basis pech-
schwarzen Schenkeln und braunroten Schienen und Tarsen (sutu-
ralis Thnb. f. nom.) oder die Schenkel sind ganz schwarz, die Schie-
nen ebenfalls schwärzlich, jedenfalls stark dunkel (a. gratiosults
Obbg.). Die Färbung variiert von einfarbig heller Oberseite (a.
testaceicolor Roub., expectandus Obbg.) über schwarzen Kopf und
Halsschild (a. atriceps Steph., ? pusillus Müll.) zu gezeichneten bis
ganz schwarzen Flügeldecken. Zunächst haben die Flügeldecken
nur den dunklen Naht und Basalsaum (a. inlimbatus Mad.), dann
tritt der Seitensaum hinzu, beide Säume nicht bis zur Spitze rei-
chend (suturalis Thnb. f. nom.), oder sie vereinigen sich an der
Spitze und schließen einen hellen Längsstreifen auf den Flügel-
decken ein (a. plagiatus Beck 1817, limbatus Steph. 1831). Zum
Schlusse werden auch die Flügeldecken ganz schwarz (a. Gerhardti
Obbg., nigricans Gerh.). Kopf und Halsschild ziemlich fein und
. dieht punktiert, die Flügeldecken mit grober, aus ziemlich gleich
starken oder aus gleichmäßig verteilten gröberen und feineren
Punkten bestehender Punktierung. Prosternum mit 2 Kiellinien.
Hinterbrust an den Seiten grob und sehr dicht, gegen die Mitte
sowie die Mittelbrust weitläufig, in der Mitte nach hinten nur sehr
spärlich und ziemlich fein punktiert. Schenkellinie ein breiter Bo-
gen, der nach hinten über %; des Segmentes reicht, und dessen
äußerer Ast gegen die Mitte der Epimeren der Hinterbrust ge-
richtet ist. L. 1,5— 2,3 mm. — Europa, Kaukasus, Sibirien, Tunis.
30. Sc. (Pullus) Oertzeni Ws. — Schlank, vorn und hinten
breit abgerundet, an den Seiten ziemlich parallel, mäßig gewölbt,
ziemlich dicht, aber sehr fein greis, seidenschimmernd behaart.
Schwarz, auf den Flügeldecken mit bläulichem Anfluge, mäßig
glänzend. Mund, Fühler und Schienen rötlich braun, die Tarsen
etwas heller. Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, dicht
und sehr fein punktiert. Flügeldecken etwas stärker und weitläufi-
ger als der Halsschild punktiert. Die Schenkellinie reicht bis 3, des
Segmentes nach hinten, ist innen stark, außen schwächer gebogen,
konvergiert hier stark mit dem Seitenrande und erreicht den Vor-
derrand ungefähr in der Mitte der Seitenstücke der Hinterbrust.
L.2 mm. — Griechenland.
992 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
31. Se. (Pullus) urgensis Jac. (mongolicus Flsch., dorsalis
Ylsch., arenarius Ws.). — Oval, ziemlich gewölbt, Oberseite spär-
lich weißlich behaart, Flügeldecken in der Mitte (nach Fleischer)
fast unbehaart und infolgedessen hier wie poliert glänzend. Hals-
schild sehr fein und dicht, Flügeldecken stärker und weniger dicht
punktiert. Mund rotgelb, Kopf schwarz, Halsschild hellrot. Flügel-
decken gleichfalls hellrot, an der Naht mit einem breiten schwar-
zen Streifen, welcher bis hinter die Mitte reicht und sich dann
plötzlich in einen spitzen Winkel verschmälert; auch der Seiten-
rand in der Mitte schwärzlich, oder es verbreitert sich die schwarze
Färbung derart, daß nur die Schultergegend und die Spitze rot
bleiben. Unterseite schwarz, die Bauchspitze rot. Beine rot mit
dunklen Schenkeln. Die Schenkellinie vollständig, aber nur bis
zur Mitte des Segmentes nach hinten reichend. L. 1,5 mm. —
Mongolei.
32. Se. (Pullus) niponicus Lew. — Kurz oval, braun, glänzend,
greis behaart. Kopf rotbraun, Halsschild vor dem Schildchen an-
gebräunt, in der Mitte der Länge nach dunkel rot. Unterseite teil-
weise angebräunt. Beine ziegelrot. Nach Ohta ist die Schenkellinie
vollständig und das Prosternum hat 2 parallele Kiellinien, die bis
zum Vorderrand reichen. L. 1,7—2 mm. — Japan (Honschiu, Schi-
koku, Kiuschiu).
Die Art soll nach Lewis dem Sec. subvillosus sehr ähnlich sein, hat aber
schmäleren Halsschild. Ohta hat von dieser Art noch eine a. nigriceps benannt,
aber derart konfus beschrieben, daß mit derselben nichts anzufangen ist. Er sagt:
„Dieses Tierchen unterscheidet sich von der Stammform durch den gelben Kopf“;
während er mit dem Namen nigriceps einen schwarzen Kopf andeutet, spricht er
in der Beschreibung von einem gelben Kopf. Was ist jetzt also richtig? Die
Nominatforım hat nach Lewis einen braunen Kopf. Solche Beschreibungen muß
man negieren können. Einen ganz schwarzen Halsschild hat a. munagronis Ohta.
Leider muß ich nochmals darauf hinweisen, daß die Beschreibungen Ohta’s
mit einer gewissen Vorsicht aufzunehmen sind. Sie bedürfen in der Tat erst noch
einer kritischen Nachprüfung an der Hand seiner Typen.
33. Sc. (Pullus) pallidivestis Mls. — Oval, mäßig gewölbt,
Behaarung kurz und dicht. Oben und unten bräunlichgelb oder
bräunlich (a. mediterraneus nov. ab.), oder Flügeldecken mit einem
braunen, gemeinsamen, dreieckigen Schildchenfleck, der gewöhn-
lich von einer Schulterbeule zur anderen reicht und nach hinten
auf der Naht etwa bis zur Hälfte der Länge, Unterseite braun oder
schwärzlich, besonders auf der Brust, Beine noch von der hellen
Farbe (pallidivestis Mls. f. nom.). Die dunkelste Form ist ganz
schwarz, jede Flügeldecke mit einem großen, roten oder rotbräun-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 925
lichen Diskalfleck, Beine rötlichgelb, Schenkel öfter angedunkelt
(a. Mulsantianus Sie., nanus Mls.). Prosternum mit 2 Kiellinien,
die den Vorderrand nicht erreichen und vorne gewöhnlich zusam-
mentreffen. Hinterbrust in der Mitte viel weitläufiger als an den
' Seiten und viel dichter als bei testaceus punktiert. Schenkellinie
vollständig, etwas spitzbogig, nach hinten kaum bis 3 des Seg-
mentes reichend, ihr äußerer Ast gegen die Mitte der Epimeren
' der Hinterbrust gerichtet. L. 1—1,58 mm. — Mittelmeergebiet.
Einem kleinen Se. testaceus ähnlich, aber flacher, feiner und dichter punk-
tiert und kürzer behaart.
34. Sc. (Pullus) fennicus J. Sahlb. — Länglich oval, wenig ge-
wölbt, wenig glänzend, dicht und tief punktiert, gelblich behaart.
Schwarz, Halsschild, Fühler und Beine rot. — Halsschild zweimal
so breit als lang, nach vorne leicht verengt, Vorderwinkel ein
wenig vorgezogen, Hinterwinkel stumpf, Basis beiderseits nicht ge-
buchtet, rot, Scheibe hinten ein wenig dunkler. Flügeldecken fast
viermal so lang als der Halsschild, Schulterbeule undeutlich,
schwarz, an der Spitze pechbraun. Unterseite gelblich behaart,
Bauch pechbraun. Prosternum mit 2 Kiellinien, die etwas vor dem
Vorderende im scharfen Winkel zusammenlaufen. Mittel- und
Hinterbrust dicht und tief, Bauch sehr fein punktiert. Schenkel-
linie vollständig, genau halbkreisförmig, etwa 3, des Segmentes
nach hinten reichend. L. 0,9—1,1 mm. — Finnland.
Diese winzige und längliche Art erinnert in der Färbung stark an Se. fulvi-
collis Mis., aber sie ist weniger gewölbt und die Flügeldecken dichter punktiert,
ferner erreichen bei Julvicollis die Kiellinien des Prosternums den Vorderrand
nicht und konvergieren nach vorne nur leicht.
35. Se. (Pullus) pauper Ws. — Länglich eiförmig, gewölbt,
hell rötlich gelbbraun, die Flügeldecken dunkler braun, oben ver-
hältnismäßig lang, aber nicht sehr dicht, wolkig behaart, ziemlich
glänzend. Halsschild quer, nach vorne im sanften Bogen verengt,
dicht und äußerst fein punktiert. Flügeldecken an den Seiten
mäßig gerundet, mit deutlicher Schulterbeule und feiner Punk-
tierung, zwischen der man bei stärkerer Vergrößerung stärkere,
zuweilen gereihte Punkte bemerkt. Schenkellinie ziemlich klein,
ihr innerer Ast viel flacher als der äußere, welcher mit dem Seiten-
rande sehr wenig konvergiert. L. 1,8—2,3 mm. — Talysch, Len-
koran.
36. Se. (?Pullus) sacium Roubal (Ent. Mitt. 1927, 137). —
Dieser Art gegenüber bin ich aus gewissen Gründen skeptisch. Ich
924 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
bringe hier die Originalbeschreibung: „Pullus sacium n. sp. Aus ,
der Verwandtschaft des pallidivestis Muls. Sehr gut kenntlich an
der zarten, kleinen, langen, ovalen, flachen Gestalt,
bei flüchtiger Ansicht etwa an ein Sacium erinnernd: Oben und
unten ganz gelb. Die Behaarung sparsamer, dünner, kürzer, mit
Ausnahme der Deckenpartie vor der Spitze, wo sie längs der Naht
von vorne nach hinten angeordnet ist. Der Halsschild breiter,
weniger schmäler als die Decken, seine Seiten viel
weniger nach vorne konvergierend als bei pallidivestis, fast paral-
lel, die Seitenränder der langen Decken von den Schultern bis zur
Nahtspitze überall sichtbar, was bei pallidivestis nicht der Fall ist.
Die Punktierung des Kopfes ist dichter als jene des Halsschildes,
dieser etwas sparsamer und feiner punktiert als bei pallidivestis,
die Decken etwa so dicht wie der Halsschild, aber zweimal gröber,
schärfer und tiefer punktiert. Die 2 Kielchen in der Mitte der
Vorderbrust nach vorn schwach konvergierend, die Hinterbrust
stark glänzend, in der Mitte schwach, seitlich schwächer und spar-
samer als bei fallidivestis punktiert, alle Abdominalsternite
dicht und stark genetzt, daher matt, in der Mitte abso-
lut unpunktiert, einige Punkte befinden sich bloß an den
Seiten (am 1. Sternite in der Partie des Außenastes der Schenkel-
linie), diese hat die Ferm einer Hyperbole, sie ist vollständig und
reicht über 3, der Länge des Sternites nach hinten. L. 1,3 mm. —
Rußland: Odessa.“ — Ich kenne die Art nicht, halte sie aber wegen
der Behaarung für Stethorus.
37. Se. (Pullus) paganus Lew. — Oval, gewölbt, einfarbig
braun, glänzend, greis behaart, Halsschild grob, aber nicht dicht,
Flügeldecken ebenso in der Schildchengegend, aber allmählich fei-
ner gegen die Seiten und Spitzen punktiert. L. 2,5 mm. — Japan
(Honschiu, Schikoku, Kiuschiu), Formosa.
Ohta referiert diese Art als Pullus, ob er die Schenkellinie überprüfte, sagt
er nicht.
38. Sc. (Pullus) alpestris Mls. et Rey. — Oval, schwarz, ein der
Naht ziemlich genäherter Punkt im hinteren Drittel der Flügel-
decken und ein kürzerer Spitzensaum der Decken gelbrot, Fühler,
Taster, Schienen und Tarsen rötlichgelb, die Schenkel schwarz.
Kopf und Halsschild fein, die Flügeldecken weniger fein punktiert.
Die Schulterbeule deutlich. Die Schenkellinie vollständig, bis 5/,; des
Segmentes nach hinten reichend, äußerer Ast gegen die Mitte der
Epimeren der Hinterbrust gerichtet, nach vorn schwächer werdend.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 925
] In der Färbung dem Nephus bipunctatus ähnlich. L. 1,7 mm. —
Frankreich, ? Syrien.
39. Sc. (? Pullus) Mitsuhashii Takizawa. — Fast halbkugelig,
fein grauweiß und kurz behaart. Oben und unten mit den Beinen
schwarz. Flügeldecken mit je einer sehr großen roten Makel, nahe
' der Naht, aber näher der Spitze als der Naht (nach der beigegebenen
Figur ist der Fleck keineswegs sehr groß). Fühler und Tarsen röt-
lichbraun. Kopf grob, Halsschild etwas feiner, Flügeldecken wieder
gröber und spärlicher als auf dem Halsschilde punktiert, Schild-
chen unpunktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien. L. 2,6 mm. —
Japan (Honschiu).
Ohta referiert diese, dem N. bipunctatus ähnliche Art als Pullus, sagt aber
nichts über die Schenkellinie. Takizawa unterscheidet die Art aber von N. bipunc-
tatus bloß durch die 2 Kiellinien auf dem Prosternum, wonach man annehmen
müßte, daß die Schenkellinie wie bei Nephus unvollständig ist. Ob nun diese Art
‚ein Pullus oder ein Scymnus s. str. ist, muß ich bis zur Kenntnis der Art in natura
ungeklärt lassen, oder ich muß mich auf Ohta verlassen.
40. Se. (Pullus) fulvicollis Mis. — Durch Kleinheit, Färbung
und Punktierung leicht kenntlich. Oval, spärlich und ziemlich lang
anliegend behaart, glänzend schwarz, der ganze Halsschild und die
Beine lebhaft rot oder gelbrot. Kopf sehr fein und wenig dicht,
Halsschild sehr fein und spärlich, Flügeldecken grob und wenig
dicht oder ziemlich weitläufig punktiert. Prosternum mit 2 feinen,
nach vorn leicht konvergierenden, den Vorderrand nicht erreichen-
den Kiellinien. Hinterbrust an den Seiten dicht und sehr grob, in
der Mitte fein und spärlich punktiert. Die Schenkellinie ist voll-
ständig, mäßig breit, wenig über die Mitte des Segmentes reichend,
ihr Außenast wenig außerhalb der Hinterhüften den Vorderrand
des Segmentes erreichend. L. 1,2—1,5 mm. — Westliches Mittel-
meergebiet.
41. Sc. (Pullus) formicarius Mls. — Eine verscholiene Art,
von der man auch nichts mehr hört. — Länglich oval. Kopf braun
oder rotbraun, Oberlippe, Fühler und Taster fahlrot oder ziegelrot,
Halsschild an der Basis schwach gebogen, nicht gebuchtet, nicht
abgestutzt oder stumpf vor dem Schildchen, ziegelrot oder rostrot
(hinter dem Vorderrand dunkler erscheinend). Flügeldecken
schwarz, ungefleckt, allmählich schwarzbraun oder kastanienbraun
gegen die Spitze. Unterseite schwarz, Bauch ein wenig heller. Beine
gelb oder rotgelb. Die Schenkellinie reicht kaum bis zu 2 des Seg-
mentes nach hinten. L. 1,7 mm. — Östsibirien.
926 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
Diese Art fand Motschulsky im Neste der Formica rufa, es blieb aber unge-
klärt, ob sie myrmekophil ist. Wenn sich diese Ameise Wurzelläuse halten würde, |
wie etwa Lasius, so könnte man sich das Vorkommen eher erklären, so muß man
auf eine zufällige Anwesenheit im Ameisenneste schließen.
42. Sc. (Pullus) Mülleri Penecke. — Glänzend schwarz, Mund,
Fühler und Beine braungelb, die Schenkel etwas dunkler braunrot.
Oberseits gleichmäßig so dicht, aber etwas feiner als Sc. suturalis
weilsgrau behaart. Länglich oval, mäßig gewölbt. Kopf und Hals-
schild fein, mäßig dicht punktiert, Flügeldecken dichter und grö-
ber als der Vorderkörper, so dicht, aber feiner als bei Sc. suturalis
punktiert. Kiellinien des Prosternums den Vorderrand desselben
erreichend und schwach nach vorne konvergierend. Mittel- und
Hinterbrust an den Seiten dicht und grob, gegen die Mitte feiner
und zerstreuter punktiert, letztere in der Mitte gegen den Hinter-
rand fast glatt. Abdomen mäßig fein und sehr dicht punktiert. Die
Schenkellinie bildet einen vollständigen Halbkreis, der etwa 2 des
Segmentes nach hinten reicht. Soviel ich sehe, haben die Flügel-
decken einen deutlichen erzgrünen Schimmer (ob immer?), den
Penecke nicht erwähnt. Diese Art steht in allen wesentlichen Merk-
malen dem Sc. suturalis am nächsten, von dem er sich, abgesehen
von der feineren Punktierung der Flügeldecken, durch schwarze
Oberseite bei hellerer Beinfärbung unterscheidet. Namentlich aus
letzterem Grunde kann er nicht als schwarze Aberration desselben
aufgefafSt werden, denn bei einer solchen könnten die Beine nicht
heller sein als bei dem hellgefärbten Typus der Art. L. 2 mm. —
Dalmatien (Biokovo).
In Färbung, Größe und Gestalt ist diese Art dem griechischen P. Oertzeni
Ws. zum Verwechseln ähnlich. Dieser besitzt aber, wie Weise hervorhebt, eine
wie bei Sc. auritus Thnb. gebildete Schenkellinie, die fast den Hinterrand des
Segmentes erreicht.
43. Sc, (Pullus) ater Kug. (celer Ws.). — Länglich oval, nur
mäßig gewölbt, mit weißlicher, etwas grober, wenig dichter Be-
haarung. Schwarz, Fühler, Taster und Tarsen, bisweilen auch die
Schienen bräunlich. Kopf und Halsschild mehr oder weniger matt
chagriniert und äußerst fein und spärlich punktiert. Flügeldecken
mit ziemlich grober, wenig dichter, oft aus ungleichen Punkten
bestehender Punktierung. Prosternum mit 2 feinen, nach vorn
konvergierenden, den Vorderrand nicht erreichenden Kiellinien.
Hinterbrust an den Seiten dicht und mäßig stark, in der Mitte fein
und spärlich punktiert. Die Schenkellinie ist vollständig, wenig
über die Mitte des Segmentes nach hinten reichend, ihr äußerer Ast
|
\
|
\
|
\ or
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden
4
trifft wenig außerhalb der Hinterhüften auf den Vorderrand des
'Segmentes. L. 1—1,5 mm. — Kuropa.
Diese seltene, auf Eichen lebende, sehr kleine Art fällt durch ihre länglich
‘ovale Gestalt und die äußerst feine weitläufige Punktierung des matt chagrinier-
‚ten Halsschildes auf und unterscheidet sich außerdem noch von dem ebenfalls
‚kleinen, aber häufigen Stethorus punctillum Ws. dadurch, daß ihre Behaarung an
‘der Naht hinten nach den Seiten gekämmt ist, von den schwerer nachzuprüfenden
' Gattungsmerkmalen ‚ganz abgesehen.
44. Se. (? Pullus) trojanus Mis. et God. — Sehr länglich (etwas
mehr als zweimal so lang als breit), wenig gewölbt, grau behaart.
Schwarz, Kopf und Fühler ziegelrot, Halsschild an den Seiten mit
ziegelrotem Saum, der an der Innenseite gekrümmt ist und etwa
| 1, auf jeder Seite der Basis einnimmt. Auf der Unterseite das Pro-
sternum fuchsrot. Schenkel braun oder mit einem Zug ins Ziegel-
| rot, Schienen braun, Tarsen ziegelrot. Flügeldecken mit 9 Reihen
ziemlich großer Punkte. L. 3,5 mm. — Kleinasien.
| Ich stelle diese Art wegen ihrer vollständigen Schenkellinie mit Vorbehalt
zur Untergattung Pullus, wo sie auch durch ihre Größe auffällt. Sie ist zwar sehr
ausführlich beschrieben, aber man kann der Beschreibung nichts entnehmen, was
wesentlich zur Unterscheidung von den anderen Arten wäre, außer den 9 Punkt-
reihen auf den Flügeldecken, die sich vielleicht nicht immer so richtig verfolgen
lassen werden und wie so manches bei den Scymninen eine launische Angelegen-
heit sein können.
Untergattung: Sidis Mls.
45. Se. (Sidis) biguttatus Mls. (bipustulatus Mtsch., Ws.). —
Länglich oval, flacher gewölbkt als irgendeine andere mitteleuro-
päische Art, Schulterbeule schwach, oft kaum angedeutet, Behaa-
rung grauweiß, anliegend, mäßig dicht. Schwarz, normal mit
einem roten, unscharf begrenzten, bald rundlichen, bald läng-
lichen und schräg gestellten Fleck im hinteren Drittel oder Viertel
der Flügeldecken. Fühler, Taster und Beine gelbrot, die Schenkel
häufig dunkel (biguttatus Mls. {. nom.). Dieser Fleck wird öfter
sehr groß und nimmt die ganze hintere Hälfte der Decken mit
Ausschluß eines schmalen dunklen Streifens vor der Spitze ein
(a. semirufus Ws.). Mitunter sind die schwarzen Flügeldecken zur
Spitze hin schwarzbraun (a. infirmior Ws., anomus Ws. 16/9 non
Mls.) oder die Flügeldecken sind ganz schwarz oder pechbraun
(a. anomus Mls.). Selten haben die Flügeldecken außer der hin-
teren roten oder gelbroten Makel noch eine solche innerhalb der
Schulter, länglich und nicht scharf begrenzt (a. tetrastıctus Ws.,
4-guttatus Flsch.). Kopf und Halsschild fein und ziemlich dicht,
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.3 56
998 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
E
die Flügeldecken viel stärker und gleichmäßig punktiert. Pro- "
sternum ohne Kiellinien. Die Schenkellinie bildet einen über 3,
oder !/; des Segmentes nach hinten reichenden, hinten bald stär-
ker, bald nur sehr flach gekrümmten Bogen, der entweder gegen !
den Seitenrand des Segmentes erlischt, oder an demselben endet,
oder neben demselben mehr oder weniger deutlich bis in die Vor-
derecke des Segmentes verläuft. L. 1,3—1,7 mm. — Mitteleuropa,
Mittelmeergebiet, Kaukasus.
Die Art, die dem Sec. Redtenbacheri sehr nahe steht, von ihm aber durch
die viel flachere Gestalt, den wesentlich kürzeren Halsschild und in der gefleckten
Form durch die Zeichnung leicht zu unterscheiden ist, hat verschiedene Beurtei- |
lung bezüglich ihrer Stellung erfahren. Mulsant stellte sie zu Pullus, den art-
gleichen Sc. bipustulatus Mtsch. zu Nephus. Weise 1879 stellte sie mit Sc. ca-
stanopterus Mls. (interruptus Gze.) in die Untergattung Sidis und gibt dieser
Untergattung eine neue Fassung. Ganglbauer anerkennt die Untergattung Sidis
nicht und stellt die Art zu Nephus.
46. Se. (Sidis) biflammulatus Mtsch. — Oval, mäßig gewölbt.
Schwarz, jede Flügeldecke mit einem gelbrötlichen Fleck vor der
Spitze nahe der Naht gegen ?ı oder ein wenig mehr der Länge und
vom inneren '!/, bis zu 3/;, der Breite, dieser Fleck rundlich, Schienen
und Tarsen aufgehellt. Schenkellinie bis *, des Segmentes nach
hinten reichend. L. 1,5 mm. — Kaukasus (Georgien).
Man findet in der Literatur nichts Genaueres angegeben, wodurch ich diese
Art von unserer ähnlichen Art unterscheiden könnte.
47. Sc. (Sidis) tristiculus Ws. (tristis Ws.). — Länglich oval,
mäßig gewölbt, pechbraun oder oben dunkler, ziemlich schwarz.
Mund, Fühler und Beine rötlich gelbbraun, die Schenkel angedun-
kelt. Oberseite dicht und fein behaart, glänzend, fein punktiert,
der Halsschild etwas feiner als die Flügeldecken. Schulterbeule
deutlich (dadurch von biguttatus zu unterscheiden). Die Schenkel-
linie reicht bis zu 3 des Segmentes nach hinten und verbindet
sich etwa in der Mitte der Seiten mit dem Rande oder wird dort
undeutlich. L. 1,2—1,5 mm. — Spanien, Korsika, Sardinien.
45. Se. (Sidis) obsoletus Ws. — Länglich oval, wenig gewölbt.
Schwarz, die Spitze des Bauches oder noch die Ränder der letzten
Bauchsegmente und die Beine rötlich gelbbraun, höchst selten die
Schenkel etwas dunkler. Oberseite dieht und sehr fein behaart,
ziemlich glänzend, sehr fein punktiert, der Halsschild feiner und
dichter als die Flügeldecken. Flügeldecken mit einer kleinen, aber
deutlichen Schulterbeule und jede Decke mit 2 großen, verwasche-
nen, wenig auffallenden, schmutzig gelben Makeln. Die erste Ma-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 9249
‚kel ist langgestreckt und liegt vor der Mitte, nahe den Seiten und
diesen parallel auf und hinter der Schulterbeule, die zweite nimmt
die ganze Spitze ein. Diese Makeln sind veränderlich, die vordere
wird zuweilen klein, fast punktförmig, öfter sehr lang, von der
hinteren nur durch einen rotbraunen Schatten getrennt. Die
Schenkellinie reicht bis zum letzten Viertel des Segmentes nach
hinten und verbindet sich ungefähr in der Mitte des Seitenrandes
mit diesem oder wird dort undeutlich. L. 1,5—1,5 mm. — Tibet.
Diese Art ist von den ähnlichen Arten durch die schwarzen Taster und
Fühler, an welch letzteren nur das erste Glied rötlichgelb ist, sowie durch die
eigentümliche, verschossene Farbe der Makeln leicht zu trennen. Im Körperbau
stimmt sie mit tristiculus Ws. überein.
Untergattung: Seymnus s. str.
49. Se. (s. str.) nigrinus Kug. (minimus OÖ. Müll., ater 'Thnb.,
morio Payk.). — Oval, Behaarung weißgrau und wenig dicht.
Schwarz (nigrinus Kug. f. nom.) oder oben mit bläulichem (a.
coelicolor Obbg.) oder dunkel olivgrünen (a. simplocarioides
Obbg.) Schimmer. Fühler und Tarsen bräunlichrot. Kopf und
Halsschild ziemlich fein und dicht, Flügeldecken viel gröber, aber
nicht dichter punktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien, die nach
vorne konvergieren und bis zum Vorderrande reichen. Schenkel-
linie unvollständig, den Hinterrand des Segmentes nicht errei-
chend, ihr äußerer Ast gegen die Mitte des Segmentes erlöschend,
oder selten die Schenkellinie vollständig, ihr äußerer Ast endet
dann am Vorderrande des Segmentes an der Innenseite der Epi-
meren der Hinterbrust (a. decipiens Ws.). Immerhin ist diese Art
auch dann von unseren mitteleuropäischen Arten durch die Größe
und die bis auf die Fühler und Tarsen ganz schwarze Färbung un-
schwer zu erkennen. L. 2—2,5 mm. — Europa.
Wollte man die Bildung der Schenkellinie als Merkmal für selbständige
Gattungen verwenden, dann müßte diese Art in 2 Gattungen stehen, und es ist
sicher besser, der Bildung der Schenkellinie keinen generischen Wert zu geben,
dazu ist die Schenkellinie eine allzu launische Dame, die innerhalb mancher Arten
selbst sich als unzuverläßlich erweist und Seitensprünge macht. Das würde man
erst so richtig erkennen, wenn man von allen Stücken einer Art die Schenkel-
linie nachprüfen wollte. Ich glaube aber, daß hier eine Verlängerung der Schen-
kellinie bis zum Vorderrand des Segmentes nur vorgetäuscht wird, wie ich dies
bei manchen afrikanischen Arten beobachten konnte.
50. Se. (s. str.) abietis Payk. (semilimbatus Fisch. Consp. Col.
1927 — 1930, 260). — Diese Art hat, von ihrer hellen Farbe ab-
gesehen, viel Analogie mit Sc. nigrinus Kug. Ganz bräunlichgelb
58°
930 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
oder rötlichgelb, höchstens auf der Brust dunkler braunrot. Im
allgemeinen etwas schmäler als nigrinus, oben mit weißlicher,
ziemlich dichter Behaarung. Kopf und Halsschild ziemlich fein
und dicht, Flügeldecken etwas stärker, aber nicht dichter punk-
tiert. Prosternum und Schenkellinie wie bei nigrinus, doch reicht
letztere weniger weit nach hinten und ist bis jetzt noch nicht auch
als mitunter vollständig beobachtet worden. L. 2,2—3 mm. Mittel-
und Nordeuropa.
Diese bei uns auf Fichten häufige Art ist vom ebenfalls auf Nadelholz vor- 1
kommenden, hellen Se. impexus Mis. schon oberseits durch die nicht stark ge-
wirbelte Behaarung leicht zu unterscheiden. Semilimbatus Fleischer ist nach
einem verdreckten Stück beschrieben worden, das sich nach Reinigung durch
Obenberger als normaler abietis erwies.
51. Se. (s. str.) silesiacus Ws. — Länglich eiförmig, mäßig glän-
j
zend, rostrot, oben etwas heller als unten. Taster, Mandibeln,
Schildchen und oft auch die letzten Fühlerglieder angedunkelt.
Behaarung greis, dicht, kurz und sehr fein. Halsschild doppelt so
breit als lang, etwas kürzer als bei abietis, wie der Kopf ziemlich
dicht punktiert, die Seiten hinter der Mitte fast parallel, vor der-
selben in leichter Rundung konvergierend, die Basis fein gerandet.
Flügeldecken an den Schultern wenig breiter als der Halsschild,
dahinter annähernd parallel, am Ende ähnlich wie der Körper
vorn abgerundet, mäßig gewölbt, dicht und sehr fein punktiert
und weniger dicht mit etwas größeren Punkten besetzt, welche
auf der inneren Vorderhälfte in wenig hervortretenden Reihen
geordnet sind. Prosternum verhältnismäßig breit, mit leicht nach
vorn konvergierenden, bis an den Vorderrand reichenden Kiel-
linien. Die Schenkellinie reicht fast bis " des Segmentes nach
hinten, biegt dann nach vorne um und erlischt ziemlich weit vom
Vorderrande entfernt. L.2 mm. — Schlesien (auf Eichen).
Diese Art steht am nächsten dem Sec. abielis Payk., ist aber kleiner, viel
weniger gewölbt, etwas dunkler gefärbt und auf den Flügeldecken mit doppelter
Punktierung versehen.
Se. silesiacus s. lipicensis J. Müll. ist von der Nominatform
durch die teilweise Schwärzung an der Flügeldeckenbasis, der Naht
und des Seitenrandes unterschieden. Sie tritt bei Triest (Lipizenser-
wald) in rassenähnlicher Konstanz auf und möge daher als Sub-
spezies geltend bleiben. — Färbung: Körper schwarz, ausgenommen
eine rote, verlängerte Makel auf jeder Flügeldecke (ungefähr wie
bei Sc.suturalis a. plagiatus), Unterseite schwarz, Beine gelb, Hinter-
schenkel leicht geschwärzt, oder: Oberseite braunrötlich, mit gemein-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 931
'samer schwärzlicher Nahtbinde, die sich gegen die Basis erweitert
und einem dunklen Streifen nahe dem Seitenrande (ungefähr wie
‚bei Se. suturalis), Unterseite braunschwärzlich, ausgenommen das
'Prosternum und die letzten Bauchsegmente, Beine gelb. Sowohl
'silesiacus, als auch lipicensis, haben die Schenkellinie dem Hinter-
rande mehr genähert als die des Se. suturalis. Das Metasternum
‚ist ferner an den Seiten dicht und grob punktiert, doch ist der
mittlere Teil fast vollständig glatt und glänzend und gewölbt, bei
suturalis dagegen dehnt sich die Punktierung des Metasternums
nach vorn längs der Metasternalnaht aus, so dafß3 der glatte zentrale
Teil vorne weniger weitläufig punktiert ist. Suturalis hat auch die
Schenkel in der Regel zur Gänze tief schwarz.
52. Se. (s. str.) Sahlbergi Korsch. (triangularis Sahlb.) — Kurz
oval, mäßig gewölbt, fein und dicht punktiert, dünn und kurz
selb behaart, glänzend. Schwarz, Kopf (Männchen) mit den Fühlern,
Halsschildvorderrand und die Vorderwinkel breit ziegelrot, ebenso
die Beine, Hinterschenkel in der Mitte angebräunt, Flügeldecken
vor der Spitze mit großer, etwas dreieckiger, blaßgelber Makel.
Prosternum mit 2 scharfen Kiellinien, die nach vorne konvergieren.
Die unvollständige Schenkellinie reicht nach hinten fast bis zum
Hinterrande des Segmentes, ist nach außen fast gleichmäßig ge-
bogen und in der Mitte des Segmentes abgekürzt. Das 5. Bauch-
segment des Männchens an der Spitze leicht ausgerandet und
deutlich eingedrückt, der Eindruck die Mitte des Segmentes er-
reichend und daselbst dicht behaart. Weibchen unbekannt. L.
2,5 mm. — Finnland.
Soll mit dem Sec. [rontalis F. verwandt sein. aber durch etwas breitere Gestalt
und andere Zeichnung verschieden.
99. Se. (s. str.) Curtisi Mls. — Oval, Kopf, Fühler und Taster
ziegelrotgelb. Halsschild braun oder schwarzbraun, an den Seiten
allmählich ziegelrot werdend, desgleichen knapp vor dem Vorder-
rande. Flügeldecken fahlziegelrot, mit einem braunen Nahtsaum
der vorne !/;s der Flügeldeckenbreite einnimmt, sich allmählich
nach hinten verengt und schlecht begrenzt etwa °/; bis °/ı der
Länge erreicht. Unterseite braun oder rotbraun, auf der Mittel-
und Hinterbrust, die anderen Teile und die Beine ziegelrot oder
rotgelb oder fahlgelbrot. Halsschild vor dem Schildchen stumpf
oder abgestutzt, beiderseits an der Basis sichtbar ausgebuchtet.
Die Schenkellinie reicht kaum über ?/; des Segmentes nach hinten.
L. 2 mm. — Assam, Himalaya.
932 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
54. Se. (s. str.) nubilus Mls. (suturalis Mtsch., stabilis Mtsch.
schild braunschwarz, die Seiten bis zur Ausbuchtung hinter den
Augen rotbraun, aber die beiden Farben unscharf getrennt, am '
Vorderrande ziemlich schmal und undeutlich ziegelrot gesäumt.
Flügeldecken braunrot, mit einem schwarzen Nahtsaum, der normal
vorne etwa !/s der Breite einnimmt und nach hinten kaum 3,
4
Motschulskyi Cr.) — Oval. Kopf schwarz oder auch rostrot (?Männ-
chen), Oberlippe braunrot, Fühler ziegelrot, Taster dunkel. Hals- |
der Länge reicht. Unterseite braun, Beine rotbraun. Nach Weise
variiert aber die Art in der Färbung stark. Der gemeinschaftliche
Nahtsaum. wird in vielen Fällen breiter, als Mulsant angibt, zu-
letzt nımmt er vorne die Basıs von einer Schulter zur anderen
ein, dahinter das innere Drittel jeder Decke, ist dann bis hinter
die Mitte fast gleich breit oder verschmälert sich vor derselben
etwas und erweitert sich dahinter wieder, so daß er dann am Ende,
in ?/, der Länge. schnell verengt ist. Ebenso zeigt sich zuweilen
am Seitenrande jeder Decke ein unbestimmter, in der Mitte ver-
breiterter, dunkler Saum, der kaum bis °/s der Länge reicht. Der
Kopf ist bald einfarbig rostrot, bald schwarz mit hellen Mundteilen.
Dazu berichtet Weise noch eine andere Form von Banderawella,
bei der Kopf, Halsschild, Brust und die ersten Bauchsegmente
(letztere in der Mitte) schwarz, Mund, Fühler, ein schmaler Saum
am Vorder- und Seitenrande des Halsschildes, sowie die Beine
hell bräunlichgelb, die Flügeldecken fast strohgelb sind, mit 3
scharf begrenzten Längsbinden, eine gemeinschaftlich und je eine
am Seitenrande. Die Nahtbinde nimmt die Basıs von einer Schulter
zur anderen ein, verengt sich dann schnell bis auf !/ı der Breite
jeder Decke, hierauf allmählich bis ‘/; der Länge. Die Seitenbinde
ist unter der Schulter schmal, dahinter etwas verbreitert und reicht
bis dieht hinter die Mitte. Das 2. und 3. Bauchsegment an den
Seiten, das #4. und 5. ganz rötlichgelbbraun (? variabilis Walk.). —
Prosternum mit 2 leicht nach vorne konvergierenden Kiellinien.
Die Schenkellinie reicht bis */s des Segmentes nach hinten. Länge
2,2 mm. — Himalaya, Indien, Burma, Ceylon.
59. Se. (s. str.) Levaillanti Mls. — Länglich oval, nur mäßig
gewölbt. Oben hell bräunlichgelb, eine Längsbinde oder eine große
Makel vor dem Schildchen auf dem Halsschilde (die Ränder schlecht
begrenzt, manchmal die Makel in 2 etwas dreieckige Fleckcien
geteilt) und ein vorn mäßig breiter, nach hinten allmählich ver-
enster Nahtsaum, ferner noch ein Seitensaum, der hinter der
a u ee
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 933
Schulter beginnt und sich an der hinteren Biegung der Flügel-
‚decken vom Rande loslöst und vor der Spitze zur Naht läuft,
‚schwarz (Levaillanti Mls. f. nom.) oder dieser Seitensaum fehlt und
‚die Nahtbinde ist mehr oder weniger verkürzt (a. Vaulogeri Sıic.).
‚Unterseite schwarz, Ränder des Bauches und die Beine gelb. Pro-
sternum mit 2 Kiellinien. Die unvollständige Schenkellinie reicht
bis zu */;s des Segmentes nach hinten. L. 1.5—2 mm. — Spanien,
Sizilien, Syrien, Ägypten, Canaren.
Die Art ähnelt dem P. pallidivestis Mls., ıst aber bedeutend
größer, stärker punktiert und hat eine unvollständige Schenkel-
linie. Sie wurde von Mulsant als Nephus beschrieben, da sie aber
auf dem Prosternum 2 Kiellinien besitzt, stellte sie Weise zu
Seymnus s. str.
56. Se. (s. str.) inderihensis Mls. — Oval, sehr sparsam behaart.
Kopf schwarz, Oberlippe, Fühler und Taster rostrot. Halsschild
schwarz, jederseits mit einem rostroten, wenig deutlich begrenzten
Saum, vorne ausgedehnt bis zur Ausbuchtung hinter den Augen,
dann nach hinten bis zu den Hinterwinkeln verengt. Flügeldecken
rostrot, mit einem schwarzen Nahtsaum und mit einer Art unter-
brochener Querbinde. Der Nahtsaum bedeckt °/s der Basis und
verengt sich allmählich bis zu !/ı oder !/s, wo er gleich ungefähr
!/s der Breite ist, dann fast allmählich verengt bis zum Nahtwinkel,
den er gewöhnlich nicht erreicht. Dieser Nahtsaum erweitert sich
in etwa °/s der Nahtlänge quer bis etwa zur Hälfte der Breite,
um mit einem daneben liegenden Fleck eine Art unterbrochene
Querbinde zu bilden. Unterseite schwarz, auf dem letzten Bauch-
segment gewöhnlich weniger dunkel. Beine ziegelrot oder rost-
rot, Schenkel, besonders die hinteren, dunkel. (Weibchen). L. 3,1 mm
Turkestan, Kanssu.
57. Se. (s. str.) rufipes F. (marginalis Rossi, Ahrensi Mls., major
Costa). — Diese Art vergleicht man am besten mit dem häufigen
und allseits bekannten Se. frontalis F., von dem er sich durch das
Vorhandensein grober, runder, hie und da in unregelmäßigen Reihen
stehenden Punkten auf den Flügeldecken und durch das beim
Männchen breiter und tiefer ausgerandete 5. Bauchsegment unter-
scheidet. Im Allgemeinen ist er etwas größer und robuster als
frontalis. — Schwarz, beim Männchen der Kopf und meist auch
die Vorderwinkel des Halsschildes gelbrot oder rot, die Flügel-
decken auf der vorderen Hälfte mit einem variablen Fleck, die
Fühler, der Mund und die Beine rot, die Hinterschenkel oft an der
954 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Basis oder fast bis zur Spitze schwarz, seltener alle Schenkel dun- |
kel (a. corpulentus Mls.). Der rote Fleck der Flügeldecken ist in der |
Regel groß, quer und meist etwas schräg vom Seitenrand gegen 1
die Naht ausgedehnt, ohne aber die Naht zu erreichen, außen r
breit und auf die Epipleuren übergreifend, nach innen verschmä-
lert (rufipes F. f. nom., marginalis Rossi, Ahrensi Mls., !major Costa). \
In vielen Fällen aber ist dieser Fleck länglichoval oder rund und
auch vom Seitenrande isoliert (a. mimulus nov. ab.). Ob auf den
Flügeldecken analog dem Se. frontalis hinten noch eine zweite rote
Makel auftreten kann, ist mir noch nicht bekannt geworden, je-
denfalls aber beschreibt Sahlberg eine Form, die analog dem [ro-
talis a. Suffriani Ws. zwei hintereinander liegende Makel verflossen
hat (a. suffrianoides Sahlb.). L. 2—3,3 mm. — Mittel- und Süd-
europa, Nordafrika.
Die Angabe, daß das Männchen den Kopf nur vorne hell haben kann
(analog Apetzi Mls.), glaube ich nicht recht, da mir noch kein solches Stück un-
tergekommen ist, ferner sind viele rujipes gar nicht sicher bestimmt, wie auch
die Fundangaben in Deutschland mit großer Vorsicht aufzunehmen sind. Die
Punktierung ist gewissen Schwankungen ausgesetzt, sowohl bei rufipes als auch
bei /rontalis. Rufipes wird auch mitunter sehr klein und so bleibt als sicherstes
Kennzeichen mehr oder minder nur die Geschlechtsauszeichnung des Männchens
auf dem Bauche. Entgegen gewissen Angaben muß ich noch betonen, daß die
Nominatform gerade jene ist, bei welcher die rote Makel den Seitenrand er-
reicht und nicht jene Form, bei der diese Makel isoliert steht. Fabricius spricht
ausdrücklich von einer .macula magna marginali“. Demgemäß habe ich die
dem Sc. rontalis F. analoge Form a. mimulus m. genannt. Die Art vertritt in
Nordafrika unseren Sec. Frontalis.
98. Se. (s. str.) frontalis F. (alticus Schrk., bipunctatus Thnb.
bimaculatus Thnb., humeralis Panz.,bipustulatus Panz., didymus Hbst.,
flavilabris Payk., ajfinis Redtb.) — Oval, ziemlich gewölbt, Be-
haarung grauweiß, anliegend, mäßig dicht. Schwarz, beim Männ-
chen der Kopf und die Vorderwinkel des Halsschildes oder die
Seiten desselben in größerer Ausdehnung, selten in der ganzen
Länge rötlichgelb oder gelb, beim Weibchen Kopf und Halsschild
schwarz, oder seltener die Vorderwinkel hell (a. angulitinctus Obbg..,
Weibchen) oder Vorderwinkel und der Vorderrand schmal hell
(a. anticecinetus Obbg., Weibchen). Flügeldecken gewöhnlich mit
einem roten Fleck vor der Mitte, dicht hinter der Schulterbeule,
schief nach hinten gegen die Naht gerichtet, oft auch klein und
gut abgerundet (frontalis F. f. nom.), manchmal ist der Fleck sehr
groß, rund, zum großen Teile die Basis der Decken erreichend
a. megastigma Obbe.). Weise erwähnt noch, daß die Makel selten
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 935
|
den Außenrand erreicht, was ich noch nicht beobachtet habe. Oft
‚tritt zum normalen Vorderfleck noch ein roter Fleck auf der hin-
teren Hälfte der Decken hinzu (a. Z-pustulatus Hbst., bisbipustula-
tus Marsh., oblongopustulatus Ph. Müll., ?spectabilis Fald. (? Platy-
naspis), bisbisignatus Redtb.), selten sind die beiden Flecken der
Länge nach verbunden (a. Suffriani Ws.), diese Flecken können
sich aber auch sehr stark vergrößern und teilweise auf die Rän-
der übergreifen, zu einander isoliert stehen oder sich auch ver-
binden (a. magnomaculatus Winglm.), in ganz seltenen Fällen die
Flügeldecken ohne Flecken, ganz schwarz (a. immaculatus Suffr.).
Fühler, Taster und Beine rot oder gelbrot, die Hinterschenkel an
der Basis (Männchen) oder in größerer Ausdehnung (Weibchen)
schwarz, bisweilen bei Weibchen alle Schenkel dunkel. Kopf und Hals-
schild mäßig fein und ziemlich dicht, die Flügeldecken wesentlich
stärker, aber nicht dichter punktiert, die Flügeldecken höchstens
mit Spuren größerer Punkte. Prosternum mit 2 den Vorderrand
erreichenden, nach vorne konvergierenden Kiellinien. Die Schenkel-
linie ist ein unvollständiger Bogen, der meist gegen den Hinter-
rand des Segmentes reicht oder denselben sogar berührt, äußerer
Ast gegen die Mitte des Segmentes erlöschend. Beim Männchen
das 5. Bauchsegment am Hinterrande flach ausgebuchtet, vor der
Ausbuchtung aber bogenförmig niedergedrückt. L. 2—3 mm. — Eu-
ropa, Asien.
Ich habe von dieser häufigsten Art noch nie ein Männchen gesehen, das
nach Obenberger den Kopf nur vorne hell haben sollte. wie Sc. Apetzi Mls. und
welche Obenberger a. gallicus nennt und gleichzeitig als ihr Vaterland Frank-
reich angibt, also das klassische Land des Apetzi. Meine Erfahrungen haben mich
gelehrt, daf5 es sehr schwer ist, in allen Fällen stets die beiden Arten zufrieden-
stellend zu trennen, daher nehme ich keinen Anstand, gallicus Obbeg. auf ein
Männchen von Sec. apetzi zu beziehen. Ich mache nochmals darauf aufmerksam,
daß es in vielen Fällen dem erfahrenen Entomologen gelingen wird, beide Arten leicht
auseinander zu halten, in gar manchen Fällen wird aber auch der vorgeschrittene
Entomologe einer genaueren Untersuchung der Unterseite nicht ausweichen
können. Ich gebe daher nach dieser Art eine Hilfstabelle.
Se. frontalis s. pallipes. Mls. Flügeldecken einfarbig schwarz,
kürzer, breiter und stärker gerundet, länger und dichter behaart,
Beine ganz lebhaft gelbrot, sonst wie frontalis. L. 2,2—3 mm. — Kau-
kasus, Turkestan, Buchara.
Hilfstabelle
für die Arten jrontalis F. Apetzi Mls. und interruptus Gze.
A) Bildung des 5. Bauchsegmentes beim Männchen:
936 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Frontalis F: Am Hinterrande flach ausgebuchtet, vor der Aus-
buchtung aber bogenförmig niedergedrückt.
Apetzi Mls.: Hinten breit und tief bogenförmig ausgerandet.
Interruptus Gzs.: Am Hinterrande nur seicht ausgebuchtet.
B) Brust unterseits:
Frontalis F: Metasternum in der Mitte ziemlich fein und
dicht punktiert, von einer ziemlich tiefen Median-
furche durchzogen.
Apetzi Mls.: Metasternum in der Mitte deutlich gröber und
weitläufiger punktiert, in der Mittellinie geglättet
und höchstens seicht gefurcht. — Hinterer me-
dianer 'T'’eil des Mesosternums nicht so fein und
spärlich punktiert wie bei interruptus.
Interruptus Gze.: Hinterer medianer Teil des Mesosternums sehr
spärlich und fein punktiert.
59. Se. (s. str.) Apetzi Mls. (frontalis Rossi ? stigmatopterus Fald.,
Ahrensi Frm., arcuatus Frm., gallicus Obbg.) — Zur genaueren Unter-
suchung dieser Art siehe auch die vorhergehende Hilfstabelle. —
Kurz und breit oval, beim Weibchen nur die Oberlippe, beim
Männchen die vordere Partie des Kopfes in größerer oder ge-
ringerer Ausdehnung, bei den hellbeinigen oder vierfleckigen süd-
lichen Formen auch der ganze Kopf rötlichgelb, bei letzteren oft
auch ein Saum in den Vorderwinkeln .des Halsschildes rötlich, die
Flügeldecken hinter der Schulterbeule mit einer rundlichen oder
querovalen, vom Seitenrande getrennten gelbroten Makel, Fühler,
Mund und beim Männchen die ganzen Vorderbeine rot oder gelb,
die Mittel- und Hinterbeine bis auf die Kniee, die Spitze der
Schienen und die Tarsen schwarz, beim Weibchen an den Vorder-
beinen nur die Schienen und Tarsen rötlich (Apetzi Mls. f. nom.).
In den südlichen Küstengebieten Europas treten hellbeinige Formen
auf, beim Männchen höchstens die Hinterschenkel, beim Weibchen
manchmal alle Schenkel in der Basalhälfte mehr oder weniger ge-
bräunt (a. Wingelmülleri Mad., Mülleri Wglm.). Die Zeichnung der
Flügeldecken ist auch veränderlich. Zunächst kann einmal die rote
Makel der Decken bis zum Seitenrand ausgedehnt sein und auf
die Epipleuren übergreifen (a. incertus Mls.), oder diese Makel steht
wie bei der Nominatform isoliert, doch tritt hinter der Mitte noch
eine zweite Makel hinzu (a. #-guttatus J. Müll., Mülleri Ws.), die
dann auch noch mit der vorderen Makel verfließen kann (a. confluens
J. Müll). Auch diese letzteren Formen gehören dem Süden an und
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 037
sind zugleich hellbeinig und haben deren Männchen meist ganz
hellen Kopf. Prosternalkiele und Schenkellinie wie bei [rontalis.
Selten Flügeldecken ganz schwarz (a. clericus Mader), 1 Stück im
Wiener Museum von Z. S. Gioranni, Gaigani. Auch Stücke mit
ganz roten Flügeldecken sah ich (a. innocens Mader, Italien, Capri).
(Mader, Kol. Rdsch. 32, 1954 p. 131). Beira Männchen das 5. Bauch-
segment hinten breit und tief bogenförmig ausgerandet. L. 2 bis
3 mm — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet. Die Angabe Sibirien ist
mir neu und ich weiß nicht, worauf sie sich stützt.
Daß die aufgehellten Formen dieser Art möglicherweise schon zu Se. inter-
ruptus gehören könnten ist noch Gegenstand genauerer Untersuchungen. Jeden-
falls ist auch der ganz rote Kopf der Männchen ein verdächtiger Hinweis darauf.
Trotzdem sträubt sich mein Gefühl noch dagegen. Stücke mit schwarzen Flügel-
decken sind a. Lindbergi Palm (Ent. Tidsk. 65, 1944 p. 7). (— clericus Md.).
60. Se. (s. str.) — Doriae Capra-ähnlich 5s. [rontalis a. 4-pustulatus
Hbst., aber länglicher, Halsschild breiter, Mittel- und Hinterschienen
am Außenrande stark gebogen, 5. Bauchsegment beim Männchen
ausgerandet, aber nicht eingedrückt, außerdem sind die männlichen
Genitalien anders gebildet (vide Capra, Ann. Gen. 3, X. 1924, 199).
L. 2— 2,7 mm. — Italien (Piemont, Florenz, Lombardei).
61. Se. (s. str.) interruptus Gze. (marginalis Rossi, bimaculatus
Hbst., frontulis Panz., morio F., bimaculatus Mtsch., bilunulatus Mtsch.)
Steht mit dem Apetzi Mls. in engster Beziehung, kleiner schwarz,
beim Weibchen nur die Öberlippe, beim Männchen der ganze
Kopf gelb oder rötlichgelb, bei letzteren der Halsschild mit einem
sroßen dreieckigen, gelbroten Fleck in den Vorderwinkeln oder
dieser in der ganzen Länge der Seiten breit gelbrot, die Flügel-
decken bei der Nominatform mit einem großen, gelblichroten,
dreieckigen, auf die ganze vordere Hälfte der Epipleuren über-
greifenden, nach innen schräg verengten Schulterfleck, welcher sicb
ziemlich weit gegen die Naht erstreckt, ohne dieselbe zu erreichen,
die Fühler, der Mund und die Beine gelbrot, beim Männchen
höchstens die Hinterschenkel, beim Weibchen bisweilen alle Schenkel
zum Teil oder fast bis zur Spitze angedunkelt (interruptus Gze.
f. nom.). Die Makel der Decken nimmt bei einigen Lokalvarietäten
eine besondere Gestalt an, z. B. hinten tief halbkreisförmig aus-
geschnitten, so daß sie vom Schulterhöcker nach innen bandförmig
erscheint oder auch in 2 Makeln getrennt ist, ferner ist sie meist
gelb statt rot (var. laetificus Ws. von Sizilien und Nordafrika) oder
diese Makel isoliert sich vom Seitenrande und steht vorne in der
Mitte der Decken (var. araxicola Flsch., aus dem Kaukasus). In
938 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
den meisien Fällen tritt die schwarze Farbe der Decken immer
mehr und mehr zurück und die Grundfarbe der Decken ist nun-
mehr rotgelb und die schwarze Zeichnung ist zunächst eine Basal-
binde, die sich als Nahtbinde nach hinten fortsetzt und vor der
Spitze sich makelartig erweitert (a. fleruosus Ws., marginalis Costa),
oder diese makelartige Erweiterung des Nahtsaumes verschwindet,
auch der Saum verkürzt sich (a. basalis Redtb.), oder der Basalsaum
verschwindet und auf der Naht verbleibt bloß ein gemeinschaftlicher
rhombischer oder dreieckiger Fleck an der Basis, der kaum bis zur
Mitte der Naht reicht, Halsschild nur mehr mit schwarzer Längs-
binde (a. rufescens Ws.), schließlich sind die Flügeldecken einfarbig
hell, oder die Naht ist höchstens vorne sehr schmal angedunkelt,
Halsschild ganz hell (a. inundatus Ws., ?castanopterus Mls.), Das 5.
Bauchsegment ist beim Männchen am Hinterrande nur seicht aus-
gebuchtet. Siehe auch Hilfstabelle nach 58. Se. frontalis. L. 1,5 bis
2,2 mm. — Über den größten Teil der paläarktischen Region ver-
breitet.
Mit a. inundatus Ws. ist vielleicht der ungedeutete Sc. pharaonis Mtsch.
identisch.
Sc. bilunulatus Mtsch. (Mem. Mose. V. 1837, 417) ist im Col. Cat. von Kor-
schefsky vergessen worden. Ich glaube sicher, dafs man nicht fehlgeht, diese bisher
ungeklärte Art. die Motschulsky vom Kaukasus und von Sizilien angibt, als einen
kleinen Sc. interruptus Gze. anzusprechen. Dal Motschulsky als Länge bloß !,
lign. angibt, darf uns nicht besonders überraschen, denn von ihm sind noch ganz
andere Untaten bekannt geworden. Daf5 der Se. frontalis araxicola Flsch. nicht
zu /rontalis, sondern zu interruptus gehört. darauf machte Obenberger (Gas. 1942;
103) nach Ansicht der Type aufmerksam.
62. Se. (s. str.) flavicollis Redtb. — Sehr kurz und breit oval,
stark gewölbt, mit längerer anliegender Behaarung bekleidet als
interruptus. Schwarz, beim Weibchen nur die Öberlippe, beim
Männchen der ganze Kopf und der Halsschild bis auf eine mediane,
dreieckige Basalmakel rötlichgelb, die Flügeldecken mit einer vom
Seitenrande ebenso weit als von der Naht entfernten, von der
Schulterbeule schräg nach innen gerichteten gelbroten Quermakel,
Fühler, Mund und Beine ganz rötlichgelb oder beim Weibchen die
Basıs der Hinterschenkel in geringerer Ausdehnung geschwärzt.
Das 5. Bauchsegment des Männchens am Hinterrande ebenso seicht
gebuchtet wie beim interruptus. L. 1,5 —2 mm. — Niederösterreich
(auf Föhren), Syrien (einige Männchen und Weibchen lagen Gangl-
bauer vor).
63. Se. (s. str.) quadrivulneratus Mls. — Länglich oval. Kopf
(Männchen), Fühler und Taster rotgelb. Halsschild schwarz, in den
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 939
_Vorderwinkeln mit einem rotgelben Fleck, vorne bis zur Aus-
buchtung hinter den Augen reichend, dann verengt bis zu °/s des
Seitenrandes, oder Halsschild ganz rot (a. rufithorax Bdi.). Flügel-
decken schwarz, jede mit 2 großen orangegelben oder fuchsroten
Flecken, der 1. von der Schulterbeule zu °/; der Länge und die
drei mittleren Fünftel der Breite einnehmend, der 2., fast ein
Queroval, gleichbreit wie der erste, von ?/- bis !/; der Länge, oder
der hintere Fleck fehlt (a. bivulneratus Bd.). Unterseite schwarz.
Beine rotgelb. Weibchen unbekannt. Das 5. Bauchsegment beim
Männchen ausgeschnitten. Die unvollständige Schenkellinie reicht
bis zu '/s des Segmentes nach hinten. L. 3,3mm. — Syrien, Kau-
kasus, Turkestan.
64. Se. (s. str.) fortunatus Lew. — Länglich oval, gewölbt, deut-
lich punktuliert, grau behaart. Kopf rot, Halsschild rot, mit einem
schwarzen Mittelfeid längs der Basis. Schildchen schwarz. Flügel-
decken schwarz, mit einer queren, blutroten Binde vor der Mitte.
die sich mit einer ebenso gefärbten queren Binde hinter der Mitte
der Decken verbindet. Die vordere Binde ist vorne tief zwei-
buchtig und erreicht außen nicht den Seitenrand und an der
Naht läßt sie einen breiten, schwarzen Rand übrig. Die Spitze der
Decken bleibt breit schwarz. Beine dunkel rötlichbraun. L. 2,5 mm.
— Japan (Kiuschiu).
Ohta referiert diese Art als Scymnus s. str., sagt aber nicht, ob er die Merk-
male überprüft hat.
65. Se. (s. str.) patagiatus Lew. — Länglich oval, gewölbt, greis be-
haart. Kopf sehr fein, aber deutlich punktiert, rötlichbraun. Halsschild
angebräunt, selten der Seitenrand rötlich. Schildchen und Flügel-
decken schwarz, letztere mit einem großen, blafß5ziegelroten, läng-
lichen Feld in der Mitte jeder Decke, oder wenn man will, sind
die hellen Flügeldecken von einem schwärzlichen Rand umgeben,
der an der Spitze und nahe dem Schildchen am breitesten ist.
Beine ziegelrot. Flügeldecken an den Seiten etwas parallel. L. 2 mm.
— Japan (Honschiu, Kiuschiu), Formosa.
Auch diese Art reihte Ohta sub. Sceymnus s. str., aber es ist
nicht ersichtlich, ob er die Kennzeichen nachgeprüft hat.
66. Se. (s. str.) Jacobsoni Barovsky. — Länglich oval, schwach
gewölbt, weiß behaart, gleichmäßig punktiert. Schulterbeule stark
ausgebildet. Schwarz, Mund, Taster und Tarsen gelblich, Flügel-
decken mit länglicher roter Makel hinter der Mitte. Prosternum
mit 2 parallelen Kiellinien, die den Vorderrand lange nicht errei-
940 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
chen. Halsschild etwas mehr als doppelt so lang als breit. Die
eingedrückte Mittellinie der Hinterbrust geht vor dem Abdomenin es ' |
ihrer Länge in ein niedriges Kielchen über. Schenkellinie unvoll-
ständig, erreicht den Hinterrand des Segmentes nicht. L. 2,5 mm. |
— Rußland (Leningrad).
67. Se. (s. str.) fenestratus J. Sahlb. — Kurzoval, stark gewölbt,
schwarz oder pechbraun, glänzend, dicht blaß und kurz behaart. Kopf,
Halsschild seitlich breit, Prosternum, Brust und Hinterleib breit
gesäumt, Beine und die Flügeldecken am Spitzenrande ziegelrot,
jede Decke mit großer, querer, fast nierenförmiger, weißlich-ziegel-
roter Makel im hinteren Drittel. den Seiten- und Nahtrand nicht
erreichend, außen ein wenig breiter, hinten leicht ausgerandet, fast
durchscheinend, fensterähnlich. Die Grundfarbe des Tieres ändert
aber auch von schwarz auf kastanienbraun ab. Kopf fein und
spärlich, Halsschild wenig dicht und tief, Flügeldecken dicht und
weniger fein punktiert. Schulterbeule deutlich. Schenkellinie un-
vollständig und etwa ?/; des Segmentes nach hinten reichend. Pro-
sternum mit 2 Kiellinien. L. 1—1,2mm. — Ägypten, Syrien.
Diese Art ıst unter den kleinsten Arten auffallend.
68. Se. (s. str.) Hareja Ws. — Eiförmig, ziemlich hochgewölbt.
Kopf, Taster und Fühler, sowie der Halsschild rotgelb, oder letz-
terer mit einer großen, schwarzen Makel von der Basis bis zum
Vorderrande (a. yezoensis Ohta). Flügeldecken schwarz, ein kleiner,
rundlicher Fleck in der Mitte jeder Decke, viel näher der Naht
als dem Seitenrande und die Spitze breit gelb. Manchmal fließen
die beiden Makeln zu einer gemeinsamen Makel zusammen, die
vorne zweilappig ist (a. seboshii Ohta). Auf der Unterseite die Brust
und der vordere Teil des Bauches schwarz, die übrigen Segmente
gelblich. Halsschild weitläufig punktiert, am Vorderrande tief aus-
geschnitten, am Hinterrande jederseits leicht gebuchtet, die Seiten
ziemlich gerade, nach vorne stark verengt. Flügeldecken dicht und
ziemlich stark punktiert. Schenkellinie unvollständig, sie bildet
einen weiten und flachen Bogen, der etwa bis ?/; des Segmentes
nach hinten reicht, der von ihr eingeschlossene Raum ist fast glatt.
Brust grob und ziemlich dicht, der Bauch fein und dicht punktiert.
L. ca. 1,5—2 mm. — Japan (Hokkaido, Honschiu, Schikoku), Formosa,
69.Se. (s. str.) sylvatieus Lew.— Kurzoval, gewölbt, dicht sreis
behaart. Kopf und Halsschild rot, Flügeldecken schwarz, an der
Spitze rot. In der Färbung sehr ähnlich dem Sc. dorcutomoides Ws.,
\
!
\
IE
n
N
\
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 94]
aber das helle Spitzenfeld ist viel breiter und gerader. Bauchseg-
mente rot, ebenso die Beine, die Hinterbrust gebräunt. L. 2,5 mm
Japan (Honschiu, Kiuschiu).
Ohta referiert die Art sub Scymnus s. str, da sie nach seiner Behauptung
eine unvollständige Schenkellinie besitzt. Kurisakı hatte sie als Abart zu Pullus
dorcatomoides Ws. gestellt.
70. Se. (s. str.) pilierepus Lew. — Kurzoval, gewölbt, dicht grau
behaart. Kopf rot, dicht, aber fein punktiert. Halsschild schwarz
mit rotem Seitenrand, ziemlich dicht punktiert, die Punkte vor
dem Schildchen deutlich am größten. Flügeldecken schwarz mit der
Spitze hellrot, doppelt punktiert, größere seichte Punkte mit feinen
Punkten untermischt. Prosternum mit 2 Kiellinien. Mittel- und
Hinterbrust deutlich punktiert und wie des 1. Bauchsegment schwarz,
2. und 3. Bauchsegment in der Mitte gebräunt, die übrigen rot.
Beine rötlichbraun. L. 2,75—3 mm. — Japan (Honschiu, Schikoku.
Kiuschiu).
Ohta zählt die Art zu Scymnus s. str.. sagt aber nichts über die Schenkellinie.
71. Se. (s. str.) rubromaculatus Gze. (pygmaeus Frer., parvulus
F., flavipes Panz., sericeus Kug.., collarisHbst.,pubescens Hbst., flavilabris
Ol.) Breit oval, ziemlich stark gewölbt, mit ziemlich langer, grauweißer
anliegender Behaarung mäßig dicht bekleidet. Schwarz, beim Weib-
chen nur die Oberlippe gelb, beim Männchen der ganze Kopf und
der Halsschild bis auf eine größere oder kleinere mediane, drei-
eckige Basalmakel gelbrot oder rötlichgelb, oder Halsschild auch
beim Männchen schwarz und nur eine dreieckige Makel in den
Vorderwinkeln hell (a. triangulifer Flsch., Männchen). Flügeldecken
einfarbig schwarz, auch der äußerste Spitzenrand nicht aufgehellt.
Fühler, Mund und Beine ganz rötlichgelb oder gelbrot, die Basis
der Schenkel, besonders an den Hinterbeinen, mehr oder weniger
seschwärzt, oder die Schenkel ganz schwarz (a. jemoralis Gyll.).
Kopf und Halsschild mäßig fein und dicht, Flügeldecken stärker,
aber nicht dichter punktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien, die bis
zum Vorderrand reichen und nach vorne konvergieren. Schenkel-
linie unvollständig, erreicht den Hinterrand des Segmentes und
krümmt sich dann wieder nach vorne, um gegen die Mitte des
Segmentes zu erlöschen. 5. Bauchsegment des Männchens in der
Mitte des Hinterrandes seicht ausgebuchtet. L. 1,5—2,3 mm. —
Verbreitet über den größten Teil der paläarktischen Region.
Die Art hat viel Analogie mit Sc. auritus, hat aber eine unvollständige
Schenkellinie, den äußersten Spitzenrand der Flügeldecken nicht aufgehellt, die
94) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Bauchspitze nicht rot und beim Weibchen einen bis auf die Oberlippe schwarzen
Kopf.
72. Se. (s. str.) Damryi Ws. — Breit oval, stark gewölbt. Schwarz,
Kopf und Halsschild, Vorderbrust und Beine in beiden Geschlech-
tern einfarbig rot oder rotgelb, der übrige Körper schwarz, mit-
unter leicht bläulich schimmernd. Flügeldecken nur mäßig fein,
ziemlich weitläufig punktiert, glänzend. Schenkellinie sehr flach,
den Hinterrand des Segmentes fast berührend. Gewölbter als rubro-
maculatus, dessen Männchen er recht ähnlich ist. Das 5. Bauchseg-
ment ist beim Männchen in der Mitte des Hinterrandes durchaus
gerade, beim Weibchen in eine stumpfe Spitze vorgezogen. Länge
1,5— 1,8 mm. — Korsika, Sardinien.
Untergattung: Nephus Mls.
73. Se. (Nephus) Ludyi Ws. — Kurz und breit oval, ziemlich stark
gewölbt, Behaarung weißlich, kurz und dicht, auf den Flügeldecken
deutlich gewirbelt. Kopf mit Ausnahme der Mundteile und Hals-
schild braun, Flügeldecken bräunlichrot oder bräunlichgelb, an der
Basis ausgedehnt, meist bis zur Schulterbeule und an der Naht
bis über die Mitte braun, oder die Oberseite braunrot mit aus-
gedehnt bräunlichgelber Scheibe der Flügeldecken oder ganz rostrot
bis rötlichgelb. Unterseite schwarz oder braun, Fühler, Mund und
Beine rötlichgelb oder gelbrot. Oberseite ziemlich fein und dicht
punktiert, auf den Flügeldecken mit mehr oder weniger hervor-
tretenden, eingestreuten, etwas stärkeren Punkten (Ludyi Ws.f.nom.)
oder die Punktierung der Flügeldecken ist viel dichter und kräftiger,
oft runzelig (a. italicus Ws., kleinere, 1,6—2 mm, Stücke aus Italien
und Korsika). Die Schenkellinie ist ein weiter, flacher Bogen, der
nach hinten bis ?/; des Segmentes reicht, ihr Außenast dann stärker
gerundet und °/; vom Vorderrande entfernt erlöschend. Der von
ihr eingeschlossene Raum ist in der Nähe der Hüften glatt, nach
außen hin allmählich dichter punktiert. L. 1,6— 2,5 mm. — Griechen-
land, Dalmatien, Mittelitalien, Korsika, Südfrankreich.
Diese Art hat Ähnlichkeit mit subvillosus a. pubescens, ist aber abgesehen
von den subgenerischen Merkmalen durch die wirbelige Behaarung der Flügel-
decken und deren mehr oder weniger deutlich doppelte Punktierung verschieden.
Sie könnte auch mit unausgefärbten Sc. 4-maculatus verwechselt werden, doch
von letzterer durch deren Zeichnungsanlage und deren weniger weit nach hinten
reichender Schenkellinie zu unterscheiden. In der Körperform ist sie dem kleinen
Kiesenwetteri ähnlich.
74. Se. (Nephus) bistillatus Mls. — Stumpf oval, gewölbt. Oben
— |
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 043
gelbrot oder ziegelrot, jede Flügeldecke mit einem punktförmigen
schwarzen Fleck in ?/s der Länge und von einem Viertel der Breite,
von der Naht um die Hälfte seines Durchmessers entfernt, und
einem schmalen Nahtsaum, ferner ein gemeinsamer etwas drei-
eckiger, nebuloser Fleck hinter dem Schildchen fuchsrötlich, diese
letzteren wenig auffällig und wahrscheinlich auch mitunter ganz
fehlend. Unterseite und Beine gelbrot. Hinterbrust und die Mitte
des 1. Bauchsegmentes schwarz. Halsschild vor dem Schildchen vor-
gezogen und beiderseits davon ausgebuchtet. Schenkellinie unvoll-
ständig, bis ?/s des Segmentes nach hinten reichend. L. 2,2 mm. —
Indien, Himalaya.
75. Se. (Nephus) Kiesenwetteri Mls. — Breit oval, gewölbt, etwas
matt. Halsschild dicht und wenig fein, aber tief, Flügeldecken grob,
flach, runzelig punktiert. Oberseite gelblichbraun, der Halsschild
vor dem Schildchen auf seiner Mitte mehr oder weniger dunkel
bis schwarz, bei Aberrationen aber auch ganz hell bis schwarz.
Auf den Flügeldecken normal je 7, nach dem Grade der Aus-
färbung braune bis schwarze Punkte in 3 Querreihen (2, 3, 2) in
‘4, '» und ®%k der Länge. Diese Zeichnung ist äußerst variabel, es
können Punkte fehlen, oder auch verfließen, bis schließlich die
Grundfarbe der Decken ganz oder teilweise dunkel wird und helle
Fleckchen einschließt (vide Darstellung der Aberrationen). Unter-
seite schwarz oder braun, wenigstens zum Teile und nach dem
Grade der Ausfärbung. Beine gelblichbraun. Flügeldecken seitlich
mehr oder weniger deutlich parallel. Die unvollständige Schenkel-
linie reicht bis °/s oder */; des Segmentes nach hinten. L. 1,3 bis
2,3 mm. — Spanien, Korsika, Sardinien, Sizilien, Italien. Balkan,
Algier.
Aberrationen:
Die normalen 7 Punkte jeder Flügeldecke (2, 3, 2) stehen fol-
sendermaßen: P.1 auf der Schulterbeule, P. 2 zwischen dem 1.
und der Naht, kaum etwas mehr hinten, P. 3, 4 und 5 in gerader
Querreihe, der mittlere etwas länger als die beiden anderen. P. 6
und 7 oval und etwas schräg zueinander gestellt.
1 (2) Flügeldecken ungefleckt, alle Punkte fehlen. (Reyi Sie. nec
Kirsch). SE a. Reyanus Mader
2 (1) Flügeldecken gezeichnet.
3 (6) Von den 7 Punkten fehlen welche. Am beständigsten sind
6 und 7, am leichtesten verschwinden 1 und 2, nach ihnen
3 und 5.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 59
944
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
+ (5) Die noch vorhandenen Punkte stehen alle frei.
N |
nn
"B
=>
a. mancus nov. ab.
Es sind bisher bekannt:
Formula: 1, 2, 4, 6, 7.
Formula: 3, #, 5, 6, 7 (mancus m. s. str.)
Von den noch vorhandenen Punkten verfließen einige oder
alles Dar: a an Erz
Formula: 3, ER 5.052.
Formula: 34445, 6, 7
Formula: 3+4+5, 6+7 (zigzag Costa s. str.)
Alle 7 Punkte vorhanden, frei oder verflossen, oder Flügel-
decken schon zum größten Teil schwarz mit hellen Flecken.
Grundfarbe der Flügeldecken noch die helle.
Alle 7 Punkte stehen frei. Formula: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7.
a. completus nov. ab.
2 sa dere Benlao in den einzelnen Querreihen ver-
| fließen.
10 (11)
11 (10)
12
13 (14)
14 (13)
15 (18)
Nur hinten die Punkte 647 verflossen, bilden einen nach
vorn oflenen Bogen.
Formula: 1,2, 3, 4, 5, 677. (Nomuinatjorm)
Kine Mis.
Dr Pumlke er Mirtelreihe sind zu einer zackigen Quer-
binde verflossen, dazu auch noch oft Verfließungen in
den anderen (uerreihen.
Formula: 1, 2, 34445, 6, 7. . . a. undulatus Sic.
Formula: 1, 2, 34445, 6+7. . . a. biundulatus nov. a
Formula: 1-2, 3745, 67. . . a. corsieusWs.
Die Punkte 1+2 verfließen oft derart, daß sie eine
breite gemeinschaftliche, hinten zackige Basalbinde bilden,
welche nur den äußersten Seitenrand hell läßt: corsicus
Ws. s. str.
Die Grundfarbe der Flügeldecken ist wenigstens schon
vorne dunkel und schließt helle Fleckchen ein.
Der hintere Teil der Flügeldecken zeigt noch auf heller
Grundfarbe die verflossenen Punkte 617, der vordere Teil
ist schwarz und schließt 2 helle Fleckchen ein. Die schwarze
Farbe läßt noch einen hellen Seitensaum frei oder erreicht
den Seitenrand . . .. . a. siculus Ws.
\eitergehende ruren Ja: Eligelde
Spitze 1 Flügeldecken noch hell gesäumt oder mit hellem
Fleck.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 945
16 (17) Die einstigen schwarzen Querbinden vereinigen sich der
Länge und Breite nach, zuerst entweder der Naht entlang,
welche dunkler wird bis zur Spitze, oder dem Seitenrand
entlang oder beiderseits. Dem runden Fleck der mittleren
Querbinde entspringen 2 kleine Verlängerungen, die eine
bis zur Vorderbinde, die andere bis zur Hinterbinde. Flügel-
decken nun schwarz mit 6 gelben Flecken, 1 in Form
einer in der Mitte verengten Binde und zwar an der Basis,
2 und 3 im ersten Drittel der Länge, 4 und 5 an dem
zweiten Drittel, 6 an der Spitze gewöhnlich dunkler. Bei
dieser Form ist der Halsschild am häufigsten schwarz und
die Punktierung bei weitem feiner als bei der Nominatform,
das Tier auch kleiner. . . ..... a. ligrinus Sic.
17 (16) Rostbraun, die Mitte der Banet ed der hintere Teil des
Pelehiides dunkler, fast pechbraun, Flügeldecken weils-
gelb, eine gemeinschaftliche breite Querbinde an der Basis,
welche jederseits am Schulterhöcker bedeutend verschmä-
lert ıst und sodann vor demselben in einen breiten, rost-
braunen Seitensaum der Flügeldecken, der nur bis hinter
die Mitte reicht, übergeht, rötlich pechbraun. Dieselbe Farbe
haben 5 große, längliche Makeln in einer etwas nach hinten
gebogenen Querreihe über die Mitte beider Flügeldecken.
Die mittlere derselben ist gemeinschaftlich, groß, nach vorne
auf der Naht breit mit der Basalbinde, nacı hinten mit
einer, dem Hinterrande parallelen, rostbraunen, abge-
kürzten Querbinde verbunden; zugleich hängt sie in der
Mitte schmal mit der auf jeder Seite nach außen stehenden
Makel zusammen. Diese ist durch eine schmale strohgelbe
Längslinie von der äußeren Makel getrennt. Gehen wir
aber von der pechbraunen Grundfarbe aus, so sind
auf jeder Decke (besonders bei dunklen Stücken) ein breiter
Spitzensaum und 2 schiefe Querbinden weißgelb, von denen
jede aus 2 rautenförmigen Makeln besteht. Punktierung
feiner als bei der Nominatform, Größe ebenfalls geringer.
BEN hi A NL ee, a. sannio Ws.
15 (15) Flügeldecken tief schwarz, mit 2 malen rotgelben oder
rosenroten Querbinden, wovon die vordere öfters in zwei
Flecken geteilt sein kann, diese Binden stehen im Raume
der 1. und 2., beziehungsweise der 2. und 3. Querreihe der
früheren schwarzen Punkte der Nominatform, die erste
Binde beginnt auf der Schulterbeule und ist erst gebogen
59*
946 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
und dann quer gerichtet gegen '/s der Naht, die sie aber
nicht erreicht, die zweite beginnt am Außenrande gegen |
”/s der Länge und ist quer gegen die Naht gerichtet, die
sie ebenfalls nicht erreicht. Halsschild rosenrot oder scharlach-
rot. Die hieher gehörigen Stücke sind auch kleiner als
Kiesenwetteri und etwas länglicher. Infolge ihrer grelleren |
Färbung und der feineren Punktierung haben diese ein
von Kiesenwetteri verschiedenes Aussehen und es ist noch
abzuwarten, ob sie nicht einer eigenen Art angehören.
19 (20) Die vordere helle Binde ist nicht geteilt. a
EP a a. bicinctus Mls. et God.
20 (19) Die vordere Binde ist in 2 Flecken geteilt. u
IRER RR - a. africanus Sic.
Vergleiche auch die folgende Art.
76. Se. (Nephus) tamarieis Capra. — Mit Kiesenwetteri äußerst
nahe verwandt und durch folgendes verschieden: Weniger gewölbt,
seitlich stark gerundet, Skulptur glatter, Punktierung weniger dicht
und weniger tief, männliche Genitalien anders gebildet. — Stroh-
gelb, Flügeldecken mit je 7 braunen Punkten (2, 3, 2), diese oft
undeutlich und zum Teile oder ganz fehlend (a. stramineus Capra),
oder auch quer zusammenfließend. Männchen: Spitze des Penis
mit genügend langer und S-förmiger Geißel, unpaariger Fortsatz
(vom Bauche gesehen) fast lanzenförmig. L. 1,3—2 mm. — Cire-
naica (Oase Giarabub).
77. Se. (Nephus) martis Mis. — Kurzoval, gewölbt. Kopf, Fühler
und Taster ziegelrot oder fahlgelblich, Halsschild ebenso, vor dem
Schildchen unmerklich dunkler. Schildchen und Flügeldecken schwarz,
letztere an der Spitze fahlgelblich. Dieser helle Teil nimmt den
sanzen Hinterrand ein bis zum dritten Viertel der Länge an der
Naht, ein wenig winkelig vorgehend bis zu '/ oder fast bis zur
Mitte jeder Decke in der Mitte der Breite und am Seitenrande
bis zu ”. Mittel- und Hinterbrust schwarz, 1. Bauchsegment bräun-
lich, die folgenden Segmente fuchsrötlichgelb. Beine gelbrot. Die
unvollständige Schenkellinie reicht bis °”/; des Segmentes nach hin-
ten. L. 2,2 mm. — Assam, Himalaya.
78. Se. (Nephus) spilotus Ws. — Länsglich elliptisch, mäßig ge-
wölbt, Behaarung äußerst kurz und zart, greis, seidenartig glän-
zend. Rostrot, Kopf, Halsschild und fast die vorderen zwei Drittel
der Flügeldecken angedunkelt, rotbraun bis pechschwarz, der Hals-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 047
‚schild vorn schmal, an den Seiten breit, jedoch verwaschen dunkel
rotbraun gerandet, ebenso der Vorder- und Seitenrand der Flügel-
decken, wenigstens in den dunkelsten Stücken die Schulterecke.
Das hintere Drittel der Flügeldecken hell rostrot, ohne bestimmte
Grenze zwischen der schwarzen und hellen Farbe. Bei den meisten
Exemplaren ist die Färbung des Kopfes und Halsschildes dunkler
als die der Flügeldecken, bei sehr dunklen auch die Mitte der
Brust und des Bauches schwärzlich. Halsschild fein und dicht, Flü-
seldecken dichter punktiert, letztere ohne Schulterbeule. Stirn fast
dreimal so breit als der Querdurchmesser eines Auges. Beine kräf-
tig, namentlich die Schienen breiter, von der Basis bis weit über
die Mitte allmählich im Bogen erweitert, dann zur Spitze schnell
verengt. Die unvollständige Schenkellinie reicht bis dicht an den Hin-
terrand des Segmentes heran und endet hinter der Mitte am Sei-
tenrande. L. 2—2,3 mm. — Irkutsk.
79. Se. (Nephus) binotatus Bris. — Oval, mäßig gewölbt. Unter-
seite, Kopf, Halsschild und eine gemeinsame dreieckige Querbinde
an der Basis der strohgelben Flügeldecken von einer Schulter zur
anderen, die sich oft bis zur Mitte als schmaler Nahtsaum fort-
setzt, rotbraun. Fühler und Beine heller. Auf jeder Flügeldecke
ist außerdem der Außenrand gebräunt und es befindet sich hinter
der Mitte eine schwarze, seltener braune, schmale, strichförmige
Quermakel dicht an der Naht. Die Punktierung ist fein, mit un-
regelmäßigen Längsreihen etwas stärkerer Punkte auf den glän-
zenden Flügeldecken. Die unvollständige Schenkellinie reicht bis
“/s des Segmentes nach hinten, ihr Außenast läuft mit dem Hin-
terrande ziemlich parallel. L. 1.8 mm. — Frankreich, Südwesteuropa.
80. Se. (Nephus) Redtenbacheri Mls. (? incinctus Mls.). — Läng-
lich oval, nur mäßig gewölbt, Behaarung anliegend, weißgrau, mäßig
dicht. Schwarz, Flügeldecken mit einem ausgedehnten, in der Mitte
meist etwas verengten, gelbroten oder rötlichgelben Längsfleck auf
jeder Scheibe. Unterseite schwarz, oft mit rötlicher Spitze des Bau-
ches, Fühler, Taster und Beine ganz rötlichgelb. Äußerster Spitzen-
rand der Flügeldecken aufgehellt. Seltener sind die Decken bis auf
den aufgehellten Spitzenrand ganz schwarz (a. unicolor Ws., jemo-
rulis Redtb.). Es sollen aber auch Stücke mit ganz lehmgelben Flü-
geldecken vorkommen (a. ochraceipennis Roub.). Kopf und Halsschild
fein und ziemlich dicht punktiert, die Flügeldecken meist mit doppel-
ter, aus gröberen und feineren Punkten bestehender Punktierung
oder auch durchaus gleichmäßig ziemlich grob punktiert. Schulter-
948 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
beule schwach oder undeutlich. Die Schenkellinie ist unvollständig |
und reicht über ”» bis '/; des Segmentes nach hinten, ihr Außenrand
erlischt nach leichter Krümmung nach vorn gegen den Seitenrand.
L. 1,5— 1,5 mm. -— Europa, asiatisches Rußland, Grönland.
Die Art ist in Europa jedenfalls weiter verbreitet, als bisher angegeben,
denn ich besitze auch Stücke von Spanien, Norditalien und Albanien. Sie ist
unserem suturalis sehr ähnlich, aber davon unterschieden durch die schwache
oder undeutliche Schulterbeule, die ganz rotgelben Beine, die unvollständige
Schenkellinie und die fehlenden Prosternalkiele. Ob die a. ochraceipennis Roub.
tatsächlich hieher gehört, davon möchte ich mich erst nach genauerer Über-
prüfung der Artmerkmale überzeugen können, denn es gibt bisher keinerlei
Übergänge zu diesem hellen Extrem. Jedenfalls merkt man der Beschreibung der-
selben eine mißtrauisch machende Zerstreutheit an. Roubal nennt daselbst den
ganz schwarzen Redtenbacheri als nigra Ws. und stellt dann später diesen Namen
auf concolor Ws. richtig (Ent. Bl. 1923, 46), was auch wieder nicht richtig ist,
denn derselbe heißt in Wirklichkeit unicolor Ws. Sc. incincetus Mls. scheint zu
dieser Art zu gehören und bloß eine Form zu sein, bei der die Längsmakel an
der Innenseite gerade, an der Außenseite aber zweimal ausgebuchtet ist, in 1/
und 2/3 der Länge.
81. Se. (Nephus) limonii Donisth. — Eine noch reichlich unge-
klärte Art. — Breit oval, gewölbt, mit weißer Behaarung. Fühler
und Taster ziegelrot, Kopf und Halsschild schwarz, letzterer an
der Basis schmäler als die Flügeldecken, Flügeldecken schwarz, oder
schwarz mit 4 gelben Flecken, wovon der hintere immer der größere
ist, oder diese Flecken sind verflossen. Punktierung der Flügel-
decken grob, doppelt, aus größeren und kleineren Punkten zu etwa
gleichen Teilen gemischt. Unterseite ganz schwarz. Schenkel dunkel
oder ganz schwarz. Schienen und Tarsen ziegelrot. Schenkellinie
unvollständig. L. 1,5—1,8.mm — Südengland, auf den Inseln Wight
und Sheppey. Lebt daselbst an den Wurzeln des Seelavendels und
anderen Salzpflanzen.
Ich stelle diese Art wegen ihrer unvollständigen Schenkellinie und weil der
Autor keine Prosternalkiele angibt, mit einigem Vorbehalt zur Untergattung Ne-
phus. 1924 habe ich sie milöverständlich als Pullus angesprochen. Der Autor ver-
gleicht seine Art mit Pullus Mulsanti Wath. (ist testaceus a. scutellaris Mls.) und
mit Nephus Redtenbacheri Mls. Erstere Art kann man als Pullus ausscheiden und
mit letzteren ist ein Vergleich wohl nötig, doch bringt Donisthorpe keine Un-
terschiede. die stichhaltig wären, außer der dunklen Färbung der Schenkel, die
aber oft bei hellbeinigen Arten auch ausnahmsweise vorkommt. Beide Arten varı-
ieren in der Größe von 1.3—1.5 oder 1.8mm, und auch Redtenbacheri ist auf den
Flügeldecken zumeist mit doppelter Punktierung versehen. Wenn die Art mehr
gewölbt und mehr gerundet sein soll als Redienbacheri, so stehen wir leider allzu
relativen Begriffen gegenüber, die noch dazu durch das verschiedene subjektive
Empfinden der einzelnen Entomologen getrübt werden Eine Hoffnung für die
Rettung dieser Art bleibt noch, daß Weise die ihm eingesandten Stücke als ihm
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 949
unbekannt zurück schickte. Es wäre somit geboten, dafs ein Besitzer dieser Art
eine bessere Beschreibung verfaßt und auf stichhaltige Unterscheidungsmerkmale
eingeht.
82. Sc. (Nephus) 4-maeulatus Hbst. (F-maculatus Kug., bisbipu-
stulatus Panz., pulchellus Hbst., 4-lunulatus Ill., colon Steph.). —
Der Anfänger hüte sich davor, diese Art mit Sc. subvillosus Gze.
zu verwechseln. — Oval, Behaarung anliegend, mäßig dicht, weiß-
grau. Schwarz, oft auch mit pechbrauner oder noch hellerer Grund-
farbe, Flügeldecken mit rötlichem Spitzensaum und mit 2 gelb-
roten oder gelben Makeln, einer größeren von der Schulterbeule
schräg nach innen gerichteten, von der Naht und vom Seitenrande
ziemlich gleichweit entfernten Makel auf der vorderen Hälfte und
einer der Naht mehr genäherten, vorn gewöhnlich ausgerandeten
Quermakel im hinteren Drittel, letztere mitunter geteilt. Unter-
seite bis auf die rötliche Spitze des Bauches schwarz, Fühler, Mund
und Beine ganz rötlichgelb, oder die Hinterschenkel beim Weib-
chen an der Basis schwärzlich (#-maculatus Hbst. f. nom.), oder Kopf
und Halsschild oder wenigstens die Seiten des letzteren braunrot,
oft auch die Grundfarbe der Flügeldecken ebenso (a. pietus Gelb.-
Syrien, aber auch anderswo). Manchmal verfließen die beiden Ma-
keln zu einer in der Mitte verschmälerten Längsbinde oder nehmen
fast die ganzen Flügeldecken ein, mit Ausnahme einer breiten
dreieckigen Basalmakel, welche als Nahtsaum bis hinter die Mitte
zieht und am Seitenrande befindet sich nur ein dunkler Längs-
wisch (a. bilunulatus Ws., Spanien, Frankreich), oder die Makeln
sind rötlich statt gelblich und verfließen zu einer Längsbinde ähn-
lich dem Redtenbacheri, von diesem aber durch die dunklen Beine
verschieden (a. norvegicus Munst., Norwegen). lintgegengesetzt
können sich die Flügeldecken mehr verdunkeln. indem zunächst
die hintere Makel verschwindet (a. obliquus Ws.). Kopf und Hals-
schild ziemlich fein und dicht, Flügeldecken. etwas stärker, aber
nicht dichter punktiert. Die Schenkellinie nähert sich bis zu °/s
dem Hinterrande des Segmentes, läuft eine Strecke mit diesem
parallel und erlischt dann nach kurzer Krümmung nach vorn.
L. 1,5—2 mm. — Paläarktische Region.
Die Art ist von dem ähnlich gezeichneten subvillosus Gze. abgesehen von
der unvoilständigen Schenkellinie und den fehlenden Kiellinien des Prosternums
unterschieden durch schmälere Körperform, hellere, gelbrote Makeln, deren vor-
dere schräger gestellt ist.
83. Se. (Nephus) ineludens Kirsch, Kg. 18. — Oval. Schwarz.
der Kopf, die Seiten des Halsschildes, die Epipleuren der Flügel-
950 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
decken, das letzte Bauchsegment und die Seiten des Bauches, der
Spitzenrand der Flügeldecken und die Beine rötlichgelb, auf jeder
Flügeldecke eine gelbe Diskalfärbung, welche einen schwarzen Punkt
einschließt, dieser mitunter mit dem dunklen Außensaum ver-
flossen (a. confluens J. Sahlb.). Die gelbe Diskalfärbung der Decken
reicht von der Schulterbeule bis zu °ı der Deckenlänge nach hinten
und ist vor der Mitte nach innen und hinten derselben nach
außen eckig erweitert, oder anders gesagt, sie wird in der Mitte
beiderseits von einer Erweiterung des Naht- und Außensaumes
eingeengt. Schenkellinie unvollständig, erreicht den Hinterrand
des Segmentes nicht. L. 1,2—1,5mm. — Ägypten, Griechenland
Syrien (Parnaß, in meiner Sammlung.)
84. Sc. (Nephus) Peyerimhofüi Sic. — Länglich oval, kurz und
nicht dicht greis behaart. Kopf dunkel, schwarzbraun, Oberlippe,
Taster und Fühler fuchsrot. Halsschild schwarzbraun, Vorderrand
schmal heller, breit, wenig tief ausgeschnitten, ohne Ausbuchtung
hinter den Augen. Seitenrand geradlinig, Basis im breiten Spitz-
bogen. Schildchen schwarz. Flügeldecken strohgelb, schwarz um-
säumt. Dieser Saum gleich "o der Breite einer Decke, ist ver-
schieden erweitert: erstens am Vorderrand, wo er mit dem Saum
der anderen Decke einen dreieckigen Basalfleck bildet, von der
Schulter bis zu 's der Nahtlänge, zweitens am Seitenrande in Form
eines fast kreisförmigen Fleckes ein wenig vor der Mitte, drittens
an der Spitze, wo er einen gemeinsamen Fleck bildet, der die
ganze Spitze einnimmt, viertens an der Naht, ein wenig hinter
der Mitte, mit seinem gleichen der anderen Decke in Form eines
verkehrten, dicken und breiten V, bis zur Mitte der Breite rei-
chend. Nimmt man die Grundfarbe der Decken als schwarz an, dann
kann man von einer strohgelben Zeichnung sprechen: Ein schräger
viereckiger Fleck von der Schulterbeule bis zu "san der Naht,
die er aber nicht erreicht und eine schräge Binde vor der Spitze,
in ihrer Mitte verengt, leicht nach vorne gebogen in ihrem inneren
Teile, in der Mitte durch einen hellen Ast mit dem vorderen
Fleck verbunden (Peyerimhoffi Sic. f. nom.). Diese 2 hellen Flecke
können auch voneinander getrennt und die hintere Binde in 2
Flecke geteilt sein. Es sind dann auf schwarzem Grunde 3 gelbe
Flecken: ein schräger nahe der Basis, ein zweiter, unregelmäßig
dreieckig, nahe dem Seitenrande in °/; der Länge und der dritte,
gerundet, nahe der Naht und etwas weiter hinten (a. disjunctus
Sic.). Unterseite gelbbraun, Hinterbrust leicht angedunkelt. Schen-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 951
|
\
_ kellinie sehr kurz, deutlich nur auf dem inneren Drittel. Proster-
num ohne Kiellinien. Beine fuchsrot. Unterseite ziemlich stark
und dicht, aber nicht zusammenfließend punktiert. L. 2mm. —
Alsier, Tunis.
Diese Art hat Analogie mit Sc. 4-maculatus a. bilunulatus Ws., hat ober
die Unterseite weniger geschlossen punktiert und eine viel kürzere Schenkel-
linie. Der Rest der einstigen schwarzen Binde der Decken, welche die hellen
Makein trennte, hat an der Naht mit seinem gegenüber liegenden Rest die Form
eines aufrechten, breiten V bei bilunulatus, bei Peyerimhofji die eines ver-
kehrten V.
35. Se. (Nephus) caucasicus Ws. (plagiatus Ws.). — Eiförmig.
Schwarz, der Vorderteil des Kopfes, Taster, Fühler und Beine, die
Seitenränder des Halsschildes und auf jeder Decke eine Längs-
makel nahe der Naht, die hinter der Mitte eine Quermakel nach
außen entsendet, hellgelb mit leicht rötlichem Anfluge. Die breite
Längsmakel beginnt seltener schon nahe der Basis, meist aber erst
kurz vor der Mitte der Decken, ist scharf begrenzt und endet hin-
.ter dem zweiten Drittel der Deckenlänge; die von ihr entsendete
Quermakel erreicht den Seitenrand nicht ganz. (Bei meinem Stücke
sehe ich, daß auch die äußerste Spitze der Flügeldecken hell ge-
säumt ist. Ob immier?). Kopf etwas stärker als der Halsschild punk-
tiert. Halsschild doppelt so breit als lang, vorn tief ausgeschnitten,
Vorderwinkel stark vorgezogen, stumpf zugespitzt, die Seiten fast
gerade, vor der Mitte unmerklich erweitert, nach vorne verengt,
der Hinterrand vor dem Schildchen abgestutzt, Oberfläche schwach
gewölbt, äußerst fein und mäßig dicht punktiert. Flügeldecken fein
punktiert, zwischen den Punkten noch feinere unregelmäßig ein-
gestreut. Unterseite mäßig dicht, ziemlich stark punktiert, glänzend,
zwischen den Punkten nicht genetzt. Schenkellinie unvollständig,
ein sehr flacher Bogen, der '/; des Segmentes nach hinten reicht
und außen °s vom Vorderrande entfernt endet. L. 1,1 mm. —
Kaukasus.
Diese winzige Art, die außerdem durch ihre Zeichnung leicht kenntlich ist,
ist in der Körperform den kleinsten Stücken des bipunctatus Kug. ähnlich, aber
viel glänzender. Durch die außen gekrümmte Schenkellinie vermittelt sie den
Übergang von Nephus zu Scymnus s. str., aber auch durch den Ansatz von
2 Kiellinien auf dem Prosternum, die schon in der Mitte erlöschen.
86. Sc. (Nephus) erucifer Fleischer Fg. 17. — Eiförmig, mäßig
gewölbt. Kopf beim Männchen ganz gelb, beim Weibchen schwarz
und nur an den Rändern gelblich. Halsschild schwarz, am Vorder-
rande schmal, am Seitenrande breit schmutzig gelbbraun. Ofters,
952 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
namentlich beim Männchen, nur die vordere Hälfte des Seiten-
randes makelartig gelbbraun. Flügeldecken hell orangegelb, an der
Basis breit, an der Naht und am Seitenrande schmal schwarz ge-
säumt, Saum am Seitenrande oft fehlend. Von der Mitte der Naht
zieht bis nahezu in ein Drittel der Deckenbreite nach außen ein
gerader Querfortsatz, so daß an dieser Stelle eine kreuzförmige
Figur entsteht. Diesem Querfortsatz entsendet auch der Seitenrand
einen kürzeren mehr makelartigen Fortsatz entgegen, so daß man
auch sagen könnte, die Flügeldecken sind schwarz mit einer sehr
breiten, in der Mitte durch 2 Querfortsätze eingeengten orange-
gelben Längsbinde. Unterseite schwarz, nur die zwei letzten Bauch-
segmente rötlich. Beine ganz gelbrot. Kopf und Halsschild sehr
fein und dicht, Flügeldecken ebenso fein, aber weniger dicht punk-
tiert, fein goldgelb behaart. Die sehr feine Schenkellinie verliert
sich etwas über der Mitte des Segmentes. Prosternum ohne Kiel-
linien. L. 1,5— 1,5 mm. — Turkestan.
37. Se. (Nephus) Koltzei Ws. — Ziemlich lang eiförmig, mäßig
gewölbt, weißlich behaart, schwarz, schwach glänzend. Mund, Füh-
ler, Hüften, Schienen und Tarsen verschossen rötlichbraun, Schenkel
pechschwarz. Flügeldecken mit einer länglichen, ziemlich scharf be-
srenzten roten Makel, die ein wenig schief nach hinten und innen
gerichtet ist, in oder etwas vor der Mitte beginnt und ungefähr
bis zum letzten Viertel reicht. Sie nımmt etwa das mittlere Drittel
der Breite jeder Decke ein, jedoch so, daß sie der Naht näher als
dem Seitenrande steht. Halsschild mehr als doppelt so breit als
lang, nach vorn mit etwas gerundeten Seiten verschmälert, oben
dicht, aber sehr fein punktiert. Flügeldecken länglich, bald hinter
den Schultern am breitesten, dahinter allmählich schwach verengt,
sehr dicht und mäßig fein punktiert, zuweilen gerunzelt. Unter-
seite dicht und besonders auf der Hinterbrust kräftig punktiert.
Schenkellinie unvollständig, innen flach gebogen, bis zu ‘/s des Seg-
mentes nach hinten reichend, mit dem Hinterrande des Segmentes
wenig divergierend, allmählich erlöschend, selten am Ende etwas
nach vorne umgebogen. L. 1,2—1,58 mm. — OÖstsibirien.
Die Art hat große Ähnlichkeit mit Sc. bipunctatus Kug., ist jedoch merk-
lich schlanker, durchwegs stärker punktiert, weniger glänzend, der Spitzenrand
der Flügeldecken niemals rötlich, die Makel der Flügeldecken nie rund oder
quer, stets in die Länge gezogen. |
88. Se. (Nephus) Galloisi Sic. — Länglich oval, weißlichgelb
behaart. Schwarz, Taster, Fühler und Beine ebenso, jede Flügel-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 9553
_ decke mit roter Makel vor der Spitze. In der Gestalt, Größe und
Färbung dem Se. bipunctatus Kug. beinahe ähnlich, aber die äußerste
Spitze der Flügeldecken nicht aufgehellt, Fühler, Taster und Beine
schwarz, Unterseite länger gelb statt weiß behaart, der Flügeldecken-
fleck ein wenig mehr vorne und ein wenig länglicher, mit seinem
Vorderrande fast die Mitte der Decken erreichend. L. 1,5 mm. —
Japan.
Diese Art vermißt man in Ohtas Arbeit über die japanischen Scymnini.
89. Se. (Nephus) bipunctatus Kug. (affinis Payk., bimaculatus
Marsh.) — Oval, mäßig gewölbt, Behaarung grauweiß, anliegend
und wenig dicht. Schwarz, Flügeldecken mit rötlichem Spitzensaum
und normal mit einem rundlichen roten Fleck im hinteren Drittel
jeder Decke. Mund, Fühler und Beine gelbrot, Hinterschenkel oder
auch Mittelschenkel meist in größerer Ausdehnung, die Vorderschen-
kel oft nur an der Basis schwärzlich, bisweilen aber überhaupt nur
dieBasis der Hinterschenkel angedunkelt (bipunctatus Kug. f. nom.).
Bisweilen reicht der aufgehellte Spitzensaum nicht bis zur Naht-
ecke (a. guttijer Mls.). Ein andermal ist die Makel der Flügeldecken
quer und hinten ausgerandet, der Kopf vorne oder ganz ziegelrot
(a. sinuatomaculatus J. Sahlb. — Karamanien. Vielleicht eigene Art?).
Die Makel kann aber auch fehlen und die Flügeldecken sind bis
auf den schmalen rötlichen Spitzensaum einfarbig schwarz (a. nigri-
cans Ws.). Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht, die Flügel-
decken stärker punktiert. die Punktierung der Flügeldecken bisweilen
doppelt, aus stärkeren und feineren Punkten bestehend. Skandi-
navische Stücke haben die ganze Oberfläche des Halsschildes stark
chagriniert und sind auch kleiner, 1,5— 1,5 mm (v. bisignatus Boh.,
bipustulatus Thnb., biverrucatus Panz.). Schulterbeule kräftig. Pro-
sternum ohne Kiellinien. Schenkellinie unvollständig, erreicht den
Hinterrand des Segmentes nicht und erlischt nach schwacher Krüm-
mung nach vorne gegen den Seitenrand des Segmentes L. 1,3 bis
2 mm. — Paläarktische Region, einschließlich Japan (Hokkaido,
Honschiu, Kiuschiu, Okinawa).
Korschefsky führt im Col. Cat. p. 121 eine a. concolor Sah!b. ohne Zitat
an. Dieser Name ist zu streichen, da er nie gegeben wurde.
90. Se. (Nephus) Jakowlewi Ws. — Fast verkehrt eiförmig,
die größte Breite bald hinter der Schulter, von hier aus nach hinten
schmal verengt, schwarz, dicht und sehr fein, seidenartig glänzend
behaart. Kopf dicht und fein punktiert, nebst den Tastern und
Fühlern rot. Halsschild quer, nach vorne merklich im sanften Bogen
954 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
verengt, dicht und fein punktiert, schwarz, eine große, dreieckige
Makel, welche die Vorderwinkel einnimmt und auch unten sichtbar
ist, rot. Flügeldecken sehr dicht, etwas stärker als der Halsschild
punktiert, mit ganz flacher Schulterbeule, schwarz, nur eine Quer-
makel rot, innen breiter als außen, viel näher an der Spitze als
bei bipunctatus Kug. L. 2,2 mm. — Irkutsk.
Dem Se. bipunctatus Kug. sehr nahestehend und dessen großen Stücken
ähnlich, aber der Kopf, die Vorderwinkel des Halsschildes und die Beine ge’blich-
rot, ferner der Spitzenrand der Flügeldecken ebenfalls schwarz.
91. Se. (Nephus) phosphorus Lew. — Oval, gewölbt, schwarz,
glänzend, greis behaart, jede Flügeldecke mit 2 verhältnismäßig
großen, roten Makeln, gut vor der Spitze, welche einen ziemlich
breiten Rand sowohl an der Naht, als auch am Seitenrande frei
lassen. Beine ein wenig angebräunt. L. 2 mm, — Japan (Honschiu
ewalls P D
Kiuschiu).
Ohta zählt die Art zu Nephus, sagt aber über die Schenkellinie nichts. Die
Art soll nach Lewis mit Sc. Hareja Ws. in Größe und Form übereinstimmen, ist
aber schwarz und hat 2 Flecken vor der Spitze, und ihre Punktierung ist dich-
ter. Die Beschreibung ist auch ein Musterbeispiel einer Beschreibung, wie sie
nicht sein soll. Man weiß jetzt eigentlich nichts. Wie stehen die Flecken zuein-
ander, neben- oder hintereinander, wie weit reichen sie nach vorne? Schade,
daß es noch keine entomologischen Preisrätselausschreibungen gibt!
Anmerkung zu Nephus: Der in Winklers Cat. Col. reg. pal. p. 766 auf-
gezählte Nephus ornatus Sic. (jetzt ornatulus Korsch.) ist aus der Liste der palä-
arktischen Arten zu streichen, da er in Mauretanien, wie wir es verstehen, nicht
vorkommt. Er ist eine exotische Art und stammt von Sierra Leone und Kaddi
(Mauritania) und dieses Kaedi liegt am Senegal.
Untergattung Sceymniscus Dobzh.
Über diese Untergattung siehe meine Bemerkungen in der
Tabelle der Gattungen der Scymnini, sub. 15.
92. Se. (Seymniscus zaisanensis Dobzh. Rev. Russ, XXIII. 1928,
118). — Sehr klein, oval, schwarz, greis behaart. Fühler, Taster
und Tarsen braunschwarz, Flügeldecken im hinteren Drittel der
Länge mit roter, runder, nicht deutlicher Makel. Kopf und Hals-
schild spärlich und sehr fein. Flügeldecken dicht und stärker punk-
tiert, Zwischenräume der Punkte sehr fein genetzt. Prosternum
in der Mitte, Seiten der Mittel- und Hinterbrust stark und dicht,
Hinterbrust in der Mitte zerstreut und dünn punktiert. Schulter-
beule der Flügeldecken deutlich. L. 1—1,2mm. — Semipalatinsk
(See Saissan).
I
N
\
h
\
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 055
Untergattung: Diomus Mls.
92. Se. (Diomus) rubidus Mtsch. — Länglich oval, wenig ge-
wölbt, schwarz, der ganze Mund, die Seiten des Halsschildes (nach
‚hinten schmäler) und die Beine bräunlichgelb, eine wenig scharf
begrenzte Längsbinde auf der Scheibe der Flügeldecken, von der
'Schulterbeule bis ”« der Länge, nach hinten schwach verbreitert
und der Naht genähert, rötlichgelb (rubidus Mtsch. f. nom.), oder
schwarz, nur die äußerste Spitze der Flügeldecken, der Vorder- und
‚ Hinterrand des Halsschildes schmal gelb gesäumt, die Seiten ent-
weder schmal oder breit gelblich gerandet (a. cincticollis Ws., morio
Flsch.). L. 1,2— 1,5 mm. — Griechenland, Syrien. Kaukasus, Derbent.
Von Sc. Redtenbacheri Mls. durch bedeutend feinere Punktierung und die
in den Hinterrand des Segmentes mündende Schenkellinie verschieden.
94. Se. (Diomus) deserticola Sic. — Kurz oval, hinten breit ab-
gerundet, mäßig gewölbt, kurz und dicht behaart. Oben fahl fuchs-
rot auf den Flügeldecken, Naht und Basis kaum dunkler, jede
Decke mit einem blaßrötlichen oder gelben Fleck in °ı der Länge,
in Gestalt eines Kommas oder queren Mondes, der äußere Ast
länger. Der Fleck bedeckt fast die ganze Breite der Decken, er-
reicht aber Naht und Seitenrand nicht. Unten fuchsrot, etwas
blasser als oben. Beine ziegelrot. Halsschild mit gerundeten Seiten
in ihrer vorderen Hälfte, gerader hinten, nach vorne verengt, hinten
im breiten Spitzbogen gerundet, sehr einfach punktiert. Schildchen
klein, etwas länger als breit, leicht gebräunt. Flügeldecken an der
Basis so breit als der Halsschild, an den Seiten schwach gerundet.
stärker als der Halsschild und ebenfalls einfach punktiert, Schulter-
beule undeutlich. Unterseite stark punktiert, jedoch mäßig dicht.
Bauch dicht behaart. Schenkellinie groß, den Hinterrand des Seg-
mentes gegen das äußere Viertel erreichend und dort mit ihm
vereinigt. L. 1,5mm. — Wüstengebiete nahe des Roten Meeres
in Ägypten (Assuan) und Arabien (Tiberias). — Ich sah ein be-
sonders blasses Stück, bei dem die gelbe Makel kaum mehr zu
sehen war.
Untergattung unbekannt:
95. Seymnus cercyonides Woll. — Mit Sc. canariensis Woll. an-
geblich verwandt, aber viel kleiner, etwas länglicher, etwas weniger
gewölbt, kürzer behaart und dichter punktuliert. Halsschild vorne
etwas schmäler. Flügeldecken rot, mit großer, schwärzlicher, drei-
eckiger Basalmakel, von einer Schulter zur anderen und auf der
956 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Naht nach hinten bis zur Mitte reichend, ferner ein bisweilen sehr
undeutlicher schwärzlicher Spitzensaum. Männchen mit an den
Seiten etwas durchscheinendem Halsschild, Kopf wie beim Weib-
chen schwarz. L. ca. 1,/mm. — Teneriffa, Canaren.
Auf den ersten Blick hin macht die Art den Eindruck eines kleinen Cercyon.
Sie ist ein Pullus; wie ich erst nachträglich konstatieren konnte, was nun auch
H. Lindberg (Comm. Biol., Helsingf., 10. 1951, Nr. 18, p. 8) sagte.
96. Scymnus epistemoides Woll. — Elliptisch, schwarz oder
fast pechschwarz, etwas glänzend, fein punktiert und spärlich asch-
srau behaart. Halsschild kurz, etwas konisch, gleichfarbig. Flügel-
decken etwas dickbauchig. Oberlippe, Fühler, Taster und Beine
angebräunt. L. ca. 1,7 mm — Madeira.
Ungeflügelt, dem Sc. limnichoides Woll. ähnlich, aber viel ellip-
tischer, d. h. vorn und hinten etwas zugespitzt, etwas weniger
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glänzend und deutlich leichter und feiner punktiert, Halsschild viel
konischer, auch an den Seiten gleichfarbig, die Basallinie viel mehr
an der Basis selber gelegen, Flügeldecken etwas mehr gebaucht.
97. Seymnus limnichoides Woll. — Oval, ungeflügelt. Schwarz,
selten mit pechbräunlicher Tönung, wenig glänzend, sehr fein be-
haart und sehr zart und dicht punktuliert. Halsschild bisweilen
pechbraun, besonders gegen die seitlichen und vorderen Ränder.
Fühler und Beine rostrot. L. ca. 1,7 mm — Madeira.
Diese ungeflügelte Art kommt auf exponnierten Grasplätzen unter Steinen
vor und erinnert beim ersten Anblick an einen Limnichus, welche Täuschung
durch ihren Aufenthalt noch gestärkt wird.
95? Seymnus pharaonis Mtsch. — Ich zitiere am besten hier
die Beschreibung von Motschulsky, das einzige, was wir bis jetzt
über die Art wissen: „Seymnus pharaonis, brun a elytres d’un
jaune roussätre et courtes d’un duvet jaunätre. Il est de la taille
de Sc. discoideus. Tres commune sur toutes les fleurs.” ‚Jetzt wissen
wir es! Für einen in Ägypten auf allen Blumen sehr häufigen
braunen, gelb behaarten Scymnus mit gelbfuchsrötlichen Flügel-
decken, der so groß ist wie unser Sec. discoideus (ist suturalis Thnb.)
hat sich Motschulsky die Priorität für seinen Namen gesichert und
von unserem toleranten Prioritätsgesetz wird ein Autor gesucht,
der die Art richtig beschreibt und einreiht und ja nicht vergißt,
dabei den von Motschulsky zeitgerecht reservierten Namen zu ver-
wenden. Oder sollte das Tier dennoch einmal ordentlich, aber
unter anderem Namen beschrieben worden sein. dann wird sich
schon ein braver Prioritätsanhänger finden, der die leichtfertig
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 057
beschriebene Motschulsky’sche Art in ihre Rechte einsetzt. Es ist
traurig, daß wir heute mitten im 20. Jahrhundert noch nicht in
der Lage sind, durch befugte Kommissionen solche fragwürdige
Existenzen auf den Index zu setzen, das heißt, eine Zusammen-
stellung zu machen, welche Arten als nicht beschrieben zu gelten
haben und in den Katalogen nicht weiter mitgeschleppt werden
dürfen.
Ich schätze, daß Sc. pharaonis Mtsch. identisch sein könnte mit den hell-
sten Stücken des Sc. interruptus a. inundatus Ws., wie ich solche aus Ägypten
schon oft gesehen habe.
Anhang :
Die Seymnini von Formosa.
y
Die Tiere von Formosa gelten als nicht zur paläarktischen
Fauna gehörig, obwohl in der gleichen geographischen Breite Chinas
die Käfer paläarktisch genommen werden. Nachdem ich die große
Verquickung japanischer Scymninen mit jenen von Formosa und
ihre Ähnlichkeit sehe, will ich hier bei den Scymninen eine ÄAus-
nahme machen und über die Scymnini von Formosa anhangsweise
berichten. Im übrigen zählen die Japaner die Fauna von Formosa
zur japanischen Fauna.
Tabelle der Arten:
1 (8) Flügeldecken einfarbig, höchstens bei dunklen Arten mit
schmalem hellen Spitzenrandsaum.
2 (3) Oben einfarbig hell (braun). L. 2,5 mm. — vgl. P. paga-
nus Lew.
3 (2) Flügeldecken einfarbig schwarz, höchstens ein schmaler
heller Spitzensaum.
4 (7) Halsschild nicht ganz schwarz, zweifarbig. Spitzenrand der
Flügeldecken hell gesäumt.
5 (6) Halsschild an der Basis mit schwarzem, dreieckigen Fleck.
Kleine Art. L. 1.6—1,5 mm. NEE
volon. arrorde: a. ee Ohta.
Die Art selbst ist von Formosa noch nicht berichtet.
6 (5) Halsschild schwarz, an den Seiten breiter und am Vorder-
rand schmal hell. Große Art. L.3 mm. ..
Be u vgl. N. ler W. S.
ae) ve Oberen wars IE 1,5 mm.
vgl. P. tainanensis Ohta.
958 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ö (1) Flügeldecken zweifarbig, gezeichnet.
9 (16) Auf hellem Grunde dunkel gezeichnet.
10 (15) Seitenrand noch ohne dunklen Saum. |
11 (14) Nur ein dunkler Nahtsaum oder große gemeinsame Naht-
makel. |
12 (13) Naht mit Saum, manchmal bis zur Spitze und manchmal
auch dunkler Spitzensaum. L. 1,5 mm.
i HER vgl. P. bkoris Ohter et a
se 2) Auf Kr Naht eine große gemeinsame Makel, Seiten breit
hell. L. 2,25 mm.
ver vgl. Pondchtosteies ovatus a. ka Ohta
14 (11) Flügeldecken mit je 2": dunklen Flecken, einer auf der
Schulterbeule, einer in ?, auf der Scheibe und "; in ein
Drittel der Länge gemeinsam auf der Naht. L. 2 mm.
vgl. N. 5-punctatus Ws.
15 (10) Oben rötlichgelb, Flügeldecken ähnlich einer Parenthese
gezeichnet. Ein Saum an der Basis, welcher sich nach außen
etwas verbreitert, dann am Seitenrande entlang bis hinter
die Mitte zieht, hierauf nach innen biegt und makelförmig
erweitert etwas von der Naht entfernt endet. L. 2,5 mm.
vgl. N. parenthesis Ws.
Kine Are mit a Notsenn Saum vide 15. Diomus
Jutahoshü a. tappanus Ohta.
16 (9) Flügeldecken auf dunklem Grunde hell gezeichnet.
17 (18) Flügeldecken schwarz, ein seitlicher rötlichgelber Saum.
L. 2,25 mm. N a...
SR a a ee vgl. Paraclitostethus ovatus Ohta
15 (17) Anders gezeichnet.
19 (25) Flügeldecken mit heller Spitzenmakel oder breiterem hellen
Spitzensaum, manchmal dazu noch eine helle Makel.
20 (27) Außer der hellen Spitzenfärbung sonst keine weitere Makel.
21 (24) Kopf und Halsschild einfarbig hell.
22 (23) Bauch ganz hell. L. 1,6—2 mm.
ER HEE RT NER EE NND, vgl. P. contemptus Ws.
23 (22) Erstes Bauchsegment schwarz, zweites braun, drittes dunkel,
die folgenden rotgelb. L. 1,6—1,5 mm.
St Er ee ee vgl. P. dorenseoe Wa.
24 (21) Halsschild gefleckt oder schwarz.
25 (26) Halsschild gefleckt. L. 1,.5—2 mm. 2 FRSERREEERE A
vgl. P. sodalis Ws.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 059
26 (25) Halsschild schwarz. L. 2—2,2 mm.
vet PD: Bi Ws.
27 (20) Raßer der Heilen Sala: noch eine helle Makel
in der Mitte der Scheibe. L. ca. 1,8 mm. .
en a ae EL See
28 (19) Keine helle Spitzenmakel.
29 (30) Flügeldecken mit 2 Quermakeln (ähnlich wie bei unserem
N. ah L. 1,7 mm.
se P. Gadslian. Misch.
20 (29) N eine helle Makel Air jeder Decke.
31 (32) Die rundliche Makel befindet sich Be den Mitte. L. 2 ınm.
A vgl. Sc. horishanus Ohta.
32 (31) Die Makel Dede ih ın der a der Länge und ist
oft eine lange Diskalmakel.
33 (34) L. 1,7—2 mm. Die Schenkellinie ist vollständig und kehrt
zum Vorderrand des Segmentes zurück. m
ee vgl. P. niponicus Lew. et ar
34 (33) L. 9,5 1 mm. De online ist unvollständig und ver-
bindet sich mit dem Hinterrand des esmenien.
vel. Diom. futahoshii Ohta.
Die Arten:
Gattung: Paraclitostethus Ohta.
Diese Gattung unterscheidet sich von Clitostethus Ws. durch
die unvollständige Schenkellinie, die in den Hinterrand des Seg-
mentes mündet, wie bei Diomus.
1. Paraclitostethus ovatus Ohta. — Kugelig, schwarz. Kopf,
Taster und Fühler rötlichgelb; Halsschild rötlichbraun, am Vorder-
rande tief ausgeschnitten, an der Basis in der Mitte etwas nach
hinten vorgezogen, an der Basis feın, an den Seiten breit gerandet.
Schildchen sehr klein, dreieckig. Flügeldecken schwarz, Seitenrand
schmal rötlichgelb gesäumt oder Seitensaum verbreitert sich so,
daß auf der Naht nur eine große rundliche, schwarze Makel ver-
bleibt (a. kokuronis Ohta). Kopf fein, Halsschild dicht, Flügeldecken
dicht und stark und weniger weitläufiger als der Halsschild punk-
tiert. Unterseite schwarz, Vorderbrust, 4. und 5. Bauchsegment in
der Mitte, Epipleuren der Flügeldecken rötlichgelb. Prosternalfort-
satz breit, mit 2 breit getrennten Kiellinien, die bis zum Vorder-
rand des Fortsatzes reichen, ihr Zwischenraum weitläufig punktiert.
Behaarung dicht, grauweißlich. L. 2—2,5 mm. — Koshun.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 60
960 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
Gattung : Seymnus Kusg.
l. Se. (Pullus) paganus Lew. — Vide paläarktische Arten Nr. 37,
2. Se. (Pullus) niponicus Lew. — Vide pal. Arten Nr. 32.
3. Se. (Pullus) dorcatomoides Ws. — Vide pal. Arten Nr. 4.
4. Se. (Pullus) akonis Ohta. — Eiförmig. Kopf gelbbraun, Hals-
schild schwarz, an den Seiten breit gelblichrot gesäumt, am Vorder-
rande fast gerade, schmal gelblichrot. Flügeldecken gelblichbraun,
auf der Naht mit einem nach hinten zugespitzten dreieckigen Naht-
saum, der bis °, nach hinten reicht, manchmal auch bis zur Spitze
verlängert, Spitze der Flügeldecken oft verdunkelt, der Halsschild
dann rötlichbraun (a. rujus Ohta). Kopf und Halsschild dicht, Flügel-
decken stark, aber nicht dichter punktiert. Unterseite schwarz, Vorder-
brust und Bauch gelblichbraun, stark punktiert. Schenkellinie voll-
ständig und bis ”/; des Segmentes nach hinten reichend und dann
zur Innenecke der Epimeren der Hinterbrust gerichtet. L. 1,5 mm. —
Ako, Takao.
9. Se. (Pullus) quadrillum Mitsch. (4-notatus Boh., transversop-
lagiatus Mtsch. latemaculatus Mtsch., taiwanus Ohta). — Nach meiner
Meinung hat Ohta diese von Motschulsky von Ceylon beschriebene
und auch von Formosa berichtete Art von Formosa nochmals als
P. taiwanus beschrieben und zwar folgend: Breit oval. Kopf, Taster
und Fühler gelblichrot, Halsschild schwarz, am Vorder- und Seiten-
rand gelblichrot gesäumt, an letzterem breit, oder Kopf und Hals-
schild schwarz (a. zugronis Ohta). Flügeldecken schwarz, jede mit
2 schräggestellten Makeln, die in Farbe und Stellung denen von
P. subvillosus ähnlich sind. Unterseite schwarz, letztes Bauchsegment
bräunlichrot, Beine bräunlichrot, Hinterschenkel in der Mitte an-
gsedunkelt. Schenkellinie vollständig, bis ”s des Segmentes nach
hinten reichend und dann an der Innenseite der Epimeren der
Hinterbrust endend, der von ihr eingeschlossene Raum mit einigen
sroßen Punkten versehen. Prosternum mit 2 parallelen, bis zum
Vorderrand reichenden Kiellinien. Mesosternum hinter dem Pro-
sternalfortsatz etwas ausgerandet. Behaarung dicht, grauweißlich.
L. 1,7 mm. — Hokuto, Koshun, Anping.
“Nach Ohta von P. subvillosus Gze. folgend verschieden: Breiter,
Halsschild gleichartig, wie der Kopf stark punktiert, Flügeldecken
stärker, aber weitläufiger als der Halsschild punktiert. Die hintere
Makel vorne gerandet, Flügeldecken an jeder Spitze rundlih und
nicht rötlich gesäumt. — Nach meiner Meinung entspricht a. zugronis
Ohta dem transversoplagiatus Mtsch.
\ader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 9851
6. Sc. (Pullus) tainanensis Ohta. — Eiförmig, schwarz, Be-
haarung grauweiß, dicht. Kopf mit den Tastern und Fühlern schwarz,
Halsschild, Schildchen und Flügeldecken schwarz. Halsschild an den
‚Seiten fast gerade, nach vorne etwas verengt, an der Basis in der
Mitte stark nach hinten vorgezogen. Schulterbeule deutlich. Kopf stark
‚und weitläufig, Halsschild fein und spärlich, Flügeldecken an der
Naht grob, nach den Seiten zu dichter und stärker punktiert. Un-
terseite schwarz, nur letztes Bauchsegment schmutzig rötlich. Schie-
nen dunkelbraun. Prosternum mit 2 parallelen Kiellinien, ihr Zwi-
'schenraum fein punktiert. Mittelbrust grob punktiert. Schenkel-
‚linie bis */: des Segmentes nach hinten reichend, ihr eingeschlossener
Raum fein punktiert 1. 1,5 mm. — Tainan.
7. Se. (Pullus) vilis Ws. — Oval. Schwarz, der Vorderrand des
Kopfschildes und der Mund (Weibchen), ein Saum an der Spitze
der Flügeldecken, höchstens das letzte Sechstel der Länge ein-
nehmend, Beine und Seiten des Bauches rostrot, beim Männchen
der Kopf rötlichgelb. Flügeldecken ziemlich dicht punktuliert, jede
Decke mit 2 starken, leicht gebogenen Punktreihen vor der Mitte
neben der Naht. Schenkellinie vollständig, bis dicht an den Hinter-
rand des Segmentes reichend. L. 2—2,2mm. — Kankau, Tainan,
Kosempo.
Von zahlreichen ostasiatischen ähnlichen Arten durch den schwarzen Hals-
schiid verschieden d:r selbst beim Männchen ın den Vorderwinke!n kaum röt-
b)
lich ist.
6. Se. (Pullus) sodalis Ws. — Ähnlich dem kleinen Se. haemorr-
hoidals gebaut und in beiden Geschlechtern wie dessen Männchen
sefärbt: Oval, schwarz, dicht greis behaart, mäßig glänzend, Kopf,
Halsschild (mit Ausnahme cines Basalfleckes), ein Spitzensaum der
Flügeldecken, Vorderbrust, Beine und die letzten 3 oder 4 Bauch-
segmente rötlichgelb. Der schwarze Halsschildfleck nimmt kaum
das mittlere Drittel der Basis ein, verschmälert sich nach vorn und
endet abgerundet in oder wenig vor der Mitte. Der helle Spitzen-
saum bedeckt höchstens das letzte Viertel und ist vorn geradlinig
begrenzt. Halsschild dicht und äußerst fein, die Flügeldecken stärker
punktuliert, auf einem Streifen neben der Naht vor der Mitte
fast glatt. Dieser Streifen wird außen von 2 kräftigen Punktreihen
begrenzt, die sich nach hinten allmählich etwas von der Naht ent-
fernen. Schenkellinie bis "+ des Segmentes nach hinten reichend.
L. 1,5—2 mm. — Kankau, Kosempo.
9. Se. (Pullus) contemptus \Vs. — Oval. Schwarz, dicht grau
60*
962 Enatom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
behaart, glänzend. Kopf und Halsschild rötlichgelb, Spitzenrand
der Flügeldecken, Vorderbrust, Bauch und Beine gelbrot. Flügel-
decken dicht punktuliert, vor der Mitte nahe der Naht mit 2 Punkt-
reihen stärkerer Punkte. L. 1,6—2 mm. — Kankau, Anping.
Von Se. sodalis Ws. durch den einfärbig rötlichgelben Hals-
schild und den hellen Bauch verschieden.
10. Se. (s. str.) Hareja Ws. — Kiirun—Vide pal. Art Nr. 68.
11. Se. (s. str.) horishanus Ohta. — Eiförmig. Schwarz, Kopf
bräunlichrot. Halsschild in den Vorderwinkeln mit einer bräunlich-
roten Makel, die fast die Basis erreicht. Hinter der Mitte der Flü-
geldecken mit 2 rundlichen, bräunlichroten Makeln, die dem Seiten-
rand näher stehen als der Naht. Unterseite schwarz, Bauch mit
Ausnahme der 2ersten Segmente und die Beine, Fühler und Ta-
ster bräunlichrot, an den Fühlern nur die Spitze verdunkelt. Kopf
weitläufig, Halsschild und Flügeldecken dicht punktuliert. Unter-
seite dicht und stark punktiert. Prosternum mit 2 nach vorne rei-
chenden Kiellinien, ihr Zwischenraum dicht punktiert. Schenkel-
linie unvollständig und bis knapp an den Hinterrand des Seg-
mentes reichend. L. 2mm. — Horisha.
12. Se. (Nephus) Sauteri \Ws. — Oval, nahe den Schultern am
breitesten, dann nach hinten sanft verengt und am Ende breit
abgerundet, gewölbt, dicht mit sehr kurzen und feinen, weißlichen
Härchen reifartig überzogen, daher wenig glänzend. Schwarz, Kopf,
Halsschild und ein feiner, unbestimmter und leicht zu übersehen-
der Spitzensaum der Flügeldecken rötlichgelb, eine Makel des
Halsschildes. welche kaum das mittlere Drittel einnimmt und vorn
abgekürzt ist, schwarz. Bauch und Beine dunkel rostrot. Oben
äußerst dicht und fein punktuliert, auf den Flügeldecken zugleich
noch weitläufiger und etwas kräftiger punktiert und vor der Mitte
mit 2 kurzen, etwas nach außen gebogenen starken Punktreihen
versehen, welche einen gemeinschaftlichen, ovalen, einfach punktu-
lierten und elänzenden Raum an der Naht einschließen. An der
doppelten Punktierung nebst der Größe leicht erkenntlich. Die
Schenkellinie reicht bis ’/; des Segmentes nach hinten, dann ein
Stück dem Hinterrande parallel und erlischt, bevor sie die Mitte
des Seitenrandes erreicht. Prosternum kurz, die Kiellinien hinten
parallel, vorn divergierend. L. 3mm. — Kankau.
13. Se. (Nephus) parenthesis Ws. — Länglich oval, an den
Schultern am breitesten und von dort nach hinten allmählich sanft
verengt, am Ende breit gemeinschaftlich abgerundet, mit verrun-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 963
deter Nahtecke, gewölbt, dicht und sehr fein weißlich behaart,
fast matt. Rötlichgelb, Mittel- und Hinterbrust, sowie eine einer
Paranthese ähnliche Zeichnung der Flügeldecken schwarz. Letztere
bildet einen Saum an der Basis, welcher sich nach außen etwas ver-
breitert, dann am Seitenrande entlang bis hinter die Mitte zieht,
hierauf nach innen biegt und makelartig erweitert etwas von der
Naht entfernt endet (diese Zeichnung bildet auf der linken Flügel-
decke eine Art GC). Auch die Naht ist im vorderen Drittel ange-
dunkelt, so daß von der rotgelben Grundfarbe auf jeder Decke
ein großer gerundeter Fleck vor der Mitte übrig bleibt, der sich
an der Naht mit einem ähnlich gefärbten Spitzensaum verbindet.
Dieser nimmt ungefähr das letzte Viertel ein. Oben sehr dicht
und zart punktuliert, auf den Flügeldecken etwas stärker wie auf
dem Vorderkörper. Die Schenkellinie reicht bis knapp vor den
Hinterrand des Segmentes und mit diesem ziemlich parallel zum
Seitenrand. L. 2,5 mm. — Kankau.
14. Se. (Nephus) 5-punctatus \Ws. — Oval, gewölbt, dicht greis
behaart, glänzend, braun, Flügeldecken dicht punktuliert und beide
Decken mit 5 schwarzen, punktförnigen Flecken: je einem auf der
Schulterbeule, einem in etwa "/: der Länge, von Naht- und Seiten-
rand gleichweit entfernt, gerundet, eine Spur breiter als lang, ferner
ein gemeinschaftlicher in etwa 's der Länge auf der Naht. Die
Schenkellinie ist ähnlich wie bei parenthesis Ws. gestaltet. L. 2 mm. —
Kankau.
15. Se. (Diomus) futahoshii Ohta. — Eiförmig. Schwarz, der
Vorderrand des Halsschildes schmal rötlichbraun gesäumt oder der
Halsschild ganz schwarz. Auf der Mitte jeder Flügeldecke je eine
sroße, ovale, rötlichbraune Makel, die der Naht genäherter ist,
manchmal aber zu einer großen Diskalfärbung ausgedehnt ist, so
daß nur ein schwarzer Naht-, Seiten- und Spitzensaum übrigbleibt
(a. tappanus Ohta). Zuweilen ist der Kopf gelbbraun mit 2 schwarzen
Makeln an der Innenseite der Augen (a. koshunus Ohta). Unterseite
schwarz. Fühler, Taster und Beine rötlichbraun, Schenkel in der
Mitte angedunkelt. Oben dicht grauweiß behaart. Kopf und Hals-
schild dicht und stark, die Flügeldecken weitläufig punktiert. Pro-
sternum mit 2 Kiellinien, die vorn konvergieren und sich knapp
vor dem Vorderende rundlich verbinden. Die Schenkellinie ver-
bindet sich mit dem Hinterrande des Segmentes, das Segment
mit je einem großen, ovalen Schenkeleindruck, 1. 2,5 mm. — Tap-
pan, Koshun, Shiusha.
964 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
13. Ortaliini
Im paläarktischen Gebiete nur eine Gattung mit einer Art
die früher bei den Seymini stand.
2
67. Gattung: Amida Lew.
Lewis, Ann. Mag. London 6/XVIl, 1895, 34-Jacobson 1916, 973-
Weise: Arch. Nat. 98, A. Il. 185-Mader, Ev. I. 1926, 15).
1. A. tricolor Har. Fg. 19. — Ziemlich breit eiförmig, oben mit
kurzer, gelblicher Behaarung und äußerst dicht und fein punktiert,
daher nicht ganz vollglänzend. Rötlichgelb, auf dem Halsschilde
3 der Quere nach gestellte Makeln, die mittlere größer und länger,
die Flügeldecken an der Basis und an der Naht, hier in der Mitte
etwas breiter rostrot, jede Decke mit 3 pechschwarzen Flecken am
Außenrande einer auf der Schulterbeule, ein zweiter, etwas quer-
geformter und größerer in der Mitte und ein kleiner an der
Spitze; die von diesen Zeichnungen eingeschlossene Grundfarbe
ist lebhaft strohgelb. Die Unterseite mit den Beinen und Fühlern
rostrot, die Mitte der Brust und des Hinterleibes leicht angedunkelt,
d. h. gesättigtes rostrot. Die Schenkellinie erreicht den Hinterrand
des Segmentes nicht und krümmt sich in einiger Entfernung vom
Außenrande wieder eine kurze Strecke nach vorne. Fühler 11-
sliedrig. Epipleuren der Flügeldecken flach. Hinterschienen am
Innenrande gerade, der Außenrand bogig, dabei vor dem Ende
sanft ansgebuchtet. L. 4 mm. — Japan (Konschiu).
A. tricolor s. formosana Ws. — Diese Subspezies unterscheiden
sich von der japanischen Form wie folgt: Der Halsschild ist hell
rostrot, an den Seiten gelblich, einfarbig oder mit einem schwarzen
Punkte vor dem Schildchen, der sich zuweilen zu einer vorn weiter
als hinten abgekürzten Mittellinie vergrößern kann, während
der Halsschild der japanischen Form mit einer dickeren, schwarzen
Mittellinie und jederseits davon, nahe dem Rande, mit einem
schwarzen Tropfen versehen ist. Die 3 schwarzen Flecke über dem
Seitenrande der Flügeldecken haben in beiden Formen dieselbe
Lage, der 1. und 3. auch ziemlich dieselbe Gestalt, aber der mittlere,
welcher bei tricolor wie ein an der Spitze gerundetes langes V
aussieht, ist bei /ormosana einer Querbinde ähnlich, welche das in-
nere Drittel oder Viertel jeder Decke frei läßt, in der äußeren
Hälfte geradlinig nach innen läuft, in der inneren schräg nach
vorn zieht. — Formosa: Kankau.
|
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 065
14. Noviini.
Tabelle der Gattungen:
1 (2) Schienen einfach. Prosternum äußerst kurz, mit schwacher
Längsfurche. . . . . 2.2.68. Novius Mls.
2. (1) Schläuen mit Kin zur Unterbringung der Tarsen.
Prosternum mit 2 Kiellinien, die sich vorne in einen Quer-
kielvwereinisen. .. ı . 2.2.2... 69. .Redolia:Nis.
68. Gattung: Novius Mls.
(Mulsant 1850, 942 — Redtenbacher 1858, 970; 1874, 536 —
Seidlitz 1872, 48; 1888, 80; 1891, 69 — Crotch 1874, 282 —
Chapuis 1876, 211, 212 — Weise 1879, 90 (s.p. 3); 1885, 5 —
Ganglbauer 1899, 977 — Reitter 1911, 132 — Kuhnt 1912, 565,
583 — Jacobson 1916. 972 — Schaufuss 1916. 563 — Mader,
izev. I. 1926, 13).
Synonym: Nomius Mls. (Mulsant 1846, 213)
Von 13 Arten im paläarktischen Gebiete 3.
1. N. eruentatus Mls. Fg. 20. — Breit oval, ziemlich flach ge-
wölbt, gegen die Seiten in starker Wölbung abfallend, oben ziemlich
dicht weißlichgrau behaart. Schwarz, der Mund, der Kopfschild,
der Vorder- und Seitenrand des Halsschildes, sowie die Fühler und
Beine rostrot, die Schenkel häufig braun, die Flügeldecken mit je
5 blutroten Makeln und samt den Epipleuren ebenso gefärbtem
Seitenrande, der Bauch wenigstens an der Spitze rötlich. Kopf und
Halsschild fein und dicht, die Flügeldecken stärker und sehr dicht
punktiert. Der Kopf innerhalb der Augen jederseits mit einem
mehr oder minder deutlichen, flachen Längseindruck. Die Schenkel-
linie ist ein breiter, vollständiger, kaum die Mitte des Segmentes
erreichender Bogen. Von den 5 roten Makeln jeder Decke liegen
drei neben der Naht, die längliche erste an der Basis, die unregel-
mäßig viereckige zweite in der Mitte, die größere, unregelmäßig
dreieckige dritte im hinteren Viertel, zwei am Seitenrande und
mit diesem verschmolzen, die erste im vorderen Viertel, die zweite
in der Mitte. Durch Vergrößerung und Verfließung der roten
Makeln werden die Flügeldecken rot mit je 5 schwarzen Flecken
(a. I0-punctatus Kr., eruentatus Perris non Mls., algiricus Cr.). Diese
letztere Form ist konstant über das Mittelmeergebiet verbreitet.
ist in der Regel kleiner, und auch die schwarze Färbung des Hals-
schildes ist häufig auf einen Fleck vor dem Schildchen reduziert.
Eine Übergangsform hiezu benannte Günther (Cas. 44. 1947 p. 86,
966 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
I;
Fe. 1) a. intermedius Günth. Bei ihr verbinden sich die hellen
Makeln der Flügeldecken über die Naht hinweg mit der gegen-
überliegenden Makel und die zwei hinteren davon sind ebenfalls
der Länge nach schmal verbunden. L. 2,5—4 mm. — Mitteleuropa, |
Mittelmeergebiet. £ |
Diese sonst ziemlich seltene, auf Föhren lebende Art wurde bei Berlin oft
in Menge gesammelt, besonders in ihren Winterquartieren in den Ritzen der
Föhrenrinden.
2. N. canariensis Korsch. (Soc. Sc. Fennica. Comm. Biol. VI. 3.
1955. p. 2, Fg. 2). — Länglich oval, fein weiß behaart, glänzend.
Schwarz, Mundteile, Fühler, Vorderschienen und Schenkel, Mittel-
und Hinterschienen, Epipleuren der Flügeldecken und das letzte
Bauchsegment rot. Flügeldecken rot mit je 3 schwarzen, binden-
förmigen Makeln. Die 1. beginnt gleich hinter dem Schildchen und
erreicht mit ihrem hinteren Rand °/; der Länge, die 2. beginnt
etwa im vierten Fünftel der Länge und verbindet sich schwach
mit der dritten Makel in der Spitze. Kopf fein punktuliert, Hals-
schild stark gewölbt, mit stark abgerundeten, vorgezogenen und
nach unten gebogenen Vorderecken, letztere schwach dunkelrot,
tief eingestochen punktiert. Schildchen verhältnismäßig groß, drei-
eckig, stark und dicht punktuliert. Flügeldecken 2"; mal so lang
als breit, mit stark abgerundeten Schultern, an der breitesten Stelle
die breiteste Stelle des Halsschildes weit überragend, Außenrand
schwach, mäßig dicht, tief punktiert. L. 2,5 mm. — Gran Canaria.
3. N. conicicollis Korsch. (1. c. p. 1, Fg. 1). — Fast zweimal so
lang als breit. Kopf schwarz. Oberlippe, Mundteile rotbraun, grob
punktiert, glänzend, weiß behaart. Halsschild gelbrot, stark gewölbt,
Vorderwinkel stark nach unten und etwas nach innen gezogen,
kürzer behaart als der Kopf, die Haare etwas von gelblichem
Schimmer, fein punktuliert, glänzend. Schildchen dreieckig, mit
abgerundeter Spitze, stark gerunzelt, schwarz und lang gelb be-
haart. Flügeldecken an der Basis je um '/; der Breite die Halsschild-
basis überragend, mit stark abgerundeten Vorderwinkeln, 2", mal
so lang als breit, mit stark abgerundeter Spitze und tief einge-
stochenen, mäßig dicht stehenden Punkten, glänzend, fein gelblich
behaart wie bei cruentatus Mls. Jede Decke mit 6 schwarzen Makeln.
1 groß, halbmondförmig auf der Schulterbeule, 2 strichförmig an
der Naht, ein Drittel der Deckenlänge erreichend; dicht vor dem
Ende von Makel 2 liegt die runde Makel 3. Makel 4 gleicht auf
der rechten Decke einem langgezogenen C und liegt nahe dem
| E} . 4 . . le
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 99%
Seitenrande gegenüber der Makeln 3 und 5, Makel 5 ist komma-
förmig, mit der Spitze zur Naht gerichtet und nächst der Naht,
Makel 6 liegt vor der Spitze. Die Makeln sind nicht sehr scharf
begrenzt, manchmal ist die hintere Hälfte der Decken so ange-
dunkelt, daß diese Zeichnung nur schwer erkennbar ist. Unterseite
schwarz, Epipleuren der Flügeldecken, die inneren Teile der Schienen
und Schenkel, Hinterränder der Bauchsegmente und die 2 letzten
Segmente ganz rot. L. + mm. — Canarien, Palma.
69. Gattung: Rodolia Mls.
(Mulsant 1850, 901, 902 — Crotch 1874, 230 — Chapuis 1876,
206, 208 — Jacobson 1916, 972 — Mader, Ev. I. 1926, 15).
Synonym: NMacronovius Ws. (Ann. Belg. 1895, 149 — Sicard,
Bull. Ann. Soc. ent. France, 1907, 698).
Klauen beim Männchen gespalten, beim Weibchen mit großem,
spitzen Basalzahn (Macronovius).
Von 44 Arten 13 auch im paläarktischen Gebiete.
Tabelle der Arten:
1 (12) Flügeldecken einfarbig und von heller, nicht schwarzer
Farbe.
2 (5) Unterseite schwarz, mindestens die Brust, ebenso der Kopf
und an den Beinen wenigstens die Schenkel.
3 (4) Beine mit hellen Schienen. L. 4 mm. — Lybien.
1. rufipennis Pic.
4 (3) Auch die Schienen dunkel. L. 5—5,5 mm. Japan.
2. concolor Lew.
Unterseite hell, wenn teilweise angedunkelt, dann Beine hell.
ae
VEN, SET
ÄAIDND .,
Ei NIE
Halsschild vorn so breit als hinten, seine Seiten von der
Basis nach vorne fast geradlinig erweitert und erst in der
Nähe der Vorderwinkel in einem kurzen, starken Bogen
zu diesen verengt. L. 4,5 mm. — Syrdarja. EEE
Ne. FO an ne 3. Fausti Ws.
7 (6) Halsschild nach vorne mehr verenst.
ö (11) Tier nicht dunkel zinnoberrot.
9 (10) Große Art, 6—6,4 mm. Fuchsrot. — China. er
a an u Re ar 4. rufopilosa Mls.
10 (9) Kleiner, 3,5—+ mm. Lehmgelb. — China. Fe
SS Are EEE 5. pumila Ws.
11 (8) Dunkelzinnoberrot. L. 5,5—6,7 mm. — China (?).
| 6. rubea Ms.
968 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
6
1
\
(1) Flügeldecken zweifarbig oder ganz schwarz. u
3 (18) Flügeldecken bei dunkler Grundfarbe mit hellem en 4
saum oder jede Decke mit peripherischem Saum, sodaß
man auch sagen könnte, jede Decke trage einen dunklen
Diskalfleck, in letzterem Falle dann aber keine hellen
Makeln. |
14 (15) Flügeldecken nur mit hellem Außensaum. L.5.5—5,8mm.—
Japan? Pe: 2... "7. TÜfocınere
15 (14), Jede Kiuseldedeet mit Denpher den Saum, also dunkler
Diskalfleck auf hellerem Grunde.
16 (17) Zeichnung der Oberseite tief schwarz. Halsschild schwarz,
Seiten- und Vorderrand rot, sichtbar punktiert. L. ca. 6 mm.
Japan, China, OÖstsibirien. Fe. 21.
8. Lin bale Misch.
17 (16) Scheibäitmakel a Rlüseldeaen dunkelbraun, Halsschild
rötlichbraun mit etwas dunkleren Flecken nahe der Basis,
ohne sichtbare Punktierung. L. 4,75 mm. — Japan.
a a Ka Te 9. narae Lew.
18 (15) Flügeldecken anders gezeichnet.
19 (24) Naht der Flügeldecken niemals schwarz, auch bei mehr
oder weniger dunkler Scheibe bleibt ein heller Nahtsaum
ausgespart.
20 (21) Jede Decke mit hellem peripherischen Saum und dunkler
Diskalfärbung, in welcher sich helle Makeln befinden eine,
mit der Basıs verbunden, eine mit dem Außensaum ver-
bundene in der Mitte der Deckenlänge und eine davon
innen zwischen ihr und der Naht, beide mit Neigung zur
Verfließung. L. 4--4,5 mm. — China.
18 en Mader
21 (20) Di Tuskre Zehn in Deden besteht aus freien Ma-
keln, oder die dunkle Diskalfärbung ist mindestens durch
eine durchgehende helle Querbinde gespalten.
22 (23) Jede Decke mit 2 oder 3 großen, schwarzen Makeln, eine
sroße dreieckige in der hinteren Hälfte und eine aus 2
sroßen Makeln zusammengesetzte Querbinde, oder diese
auch in 2 Makeln geteilt (a. 6-maculata Mad.). L. 5 mm. —
China. Fe.23.° .. 2.2... 1L.meeelara
23 (22) Jede Decke mit 4 schwarzen Makeln, 2, 2, in nach innen
und vorne schrägen Querreihen. L. 4,5 mm. — China. —
2 ae 2.20... 12. $-guttata Ws.
24 (19) Naht der ie aelsn Senator mit schmalem schwarzen
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 059
Saum, ansonsten die roten Flügeldecken mit schwarzen
Makeln, die auch mehr und mehr verfließen können, bis
die Decken schwarz mit roten Flecken oder selbst ganz
schwarz sind. Eine äußerst variable Art. L. 3—4,2mm. —
Australien, eingeführt im Mittelmeergebiet. — Fg. 22
13. cardinalis Mls.
1. R. rufipennis Pic. — Etwas eiförmig,
sreis und zottig behaart. Pechschwarz, Fühler, Taster, Schienen und
Tarsen rot, Halsschild und Flügeldecken rot, ersterer auf der Scheibe
vorne bräunlich. Halsschild kurz und breit, seitlich bogig, vorne
stark ausgeschnitten, Vorderwinkel vorstehend und gerundet, fein
wenig glänzend, kurz
und spärlich punktiert, Schildchen eingesenkt, Flügeldecken viel
breiter als der Halsschild, sehr fein und ziemlich dicht punktiert.,
zum Teil sehr fein runzelig. L. 4mm. — Libysche Wüste.
2. R. concolor Lew. — Schwarz, Halsschild und Flügeldecken
normal rot oder ziegelrot, manchmal aber auch das Schildchen
und der Halsschild schwarz. Schwach glänzend, überall sehr fein
und gleichmäßig punktiert, grau behaart. L. 5—5.5 mm. — Japan.
Die Größe gab Weise an, „meine Stücke messen 5mm.” Lewis
gibt keine exakte Größe an und sagt bloß: „Half as large again
as N. limbatus, Motsch.” Diese Angabe ist ein Widersinn gegen
die Wirklichkeit oder Lewis hatte so ein kleines Stück vor sich
oder hat unbedacht geschrieben.
3. R. Fausti Ws. — Diese Art wurde zuerst als eine Varietät
der R. limbata Misch. beschrieben, sie ist aber eine eigene Art, die
sich durch den Bau des Halsschildes von allen anderen Arten
unterscheidet. Siehe Tabelle sub. 6. Das Tier ist kürzer und etwas
flacher als limbata, oben dunkel bräunlichrot, unten heller, röt-
lich gelbbraun, Hinterbrust und Bauch zuweilen in der Mitte an-
sedunkelt, Flügeldecken gleichmäßig und fein punktiert. L. 4,5 mm. —
Syrdarja, Fergana.
4. R. rufopilosa Mls. (Rowlandi Cr.). — Fast halbkugelig, oben
und unten vollständig fuchsrot, gleichfarbig oder etwas aschgrau
dicht behaart. Flügeldecken dicht und sehr fein punktiert, mit
untermischten größeren Punkten. Querkiel des Prosternums ge-
nügend erhaben. L. ca. 6 mm. — China, Indien, Birma, Philippinen,
Sumatra.
5. R. pumila Ws. — Fast halbkugelig, lehmgelb, ziemlich dicht
aschgrau behaart, Flügeldecken gleichmäßig sehr dicht und sehr
970 Entom. Arbeiten aus dem \Museum Gg.Frey, Bd.6, 1355
fein punktiert, Querkiel des Prosternums sehr hoch. L. 3,8 mm. — |
China (Hongkong). |
6. R. rubea Mls. (carneipellis Mls., carneipennis Mad. [err. typ.] |
Fast halbkugelig, dunkelzinnoberrot oder dunkel oben, fuchsrot
unten, ebenso die Beine. Behaarung starrend, fahl fuchsrot oder |
aschgelb. Kopf und Vorderwinkel des Halsschildes gewöhnlich etwas
heller als die Flügeldecken, mehr gelbbraun. L. 5,5—6,/mm. —
Sundainseln, ?China.
Von rujoptlosa Mls. sehr gut dadurch unterschieden, daß sie ihr auch durch
die schön dunkelrote Farbe kaum ähnlich ist. Jacobson gibt die Art auch für
China an. Ich habe bisher keine weitere Bestätigung erfahren und es ist mir
nicht bekannt, worauf diese Angabe beruht. Möglicherweise liegt ein Bestim-
mungsfehler vor.
7. R. rufocineta Lew. — Oval, schwarz, Seitenränder des Hals-
schildes dunkel rötlich nahe der Basis, aber ausgesprochen rot in
den Vorderwinkeln, Seitenrand der Flügeldecken schmal rot, dieser
Saum am breitesten von der Schulter bis zu '/; der Länge, dann
allmählich bis zur Spitze verengt. Bauch rot, Beine schwärzlich.
Behaarung kurz, dicht, graulich. Kopf und Halsschild schwach. Flü-
geldecken deutlicher punktuliert. Diese Art ist deutlicher ovaler
als die anderen japanischen Arten limbata und concolor Lew.
L. 5,5—5,5 mm. — Japan.
8. R. limbata Mtsch. Fg. 21. — Breit oval, tief schwarz, ein ver-
schieden breiter Saum an den Seiten des Halsschildes, oft auch am
Vorderrande, und ein gleichbreiter Saum um jede Flügeldecke
blutrot. Fühler, Taster, Schienen, Tarsen und Bauch, letzterer ganz
oder zum Teile, bräunlichrot. Behaarung sehr kurz und aschgrau.
Halsschild dicht und fein, Flügeldecken dicht und beiläufig doppelt
so stark als dieser punktiert, die Punkte so ziemlich gleichartig.
L. ca. 53mm. — Japan, Östsibirien, China.
9. R. narae Lew. — Oval, glänzend, kurz und dicht graulich
behaart. Kopf dunkel oder schwarz, undeutlich punktiert. Hals-
schild rötlichbraun mit 2 einigermaßen dunklen oder schwarzen
Flecken nahe der Basıs, aber in einer Linie mit jedem Auge,
Ränder hellrot, ohne sichtbare Punktierung. Schildchen sehr fein
punktuliert, mehr oder weniger dunkel. Flügeldecken sehr deutlich
und einigermaßen dicht punktuliert, breit rot gerandet, die innere
Fläche jeder Decke dunkelrotbraun. L. 4,85mm. — Japan.
Da hier kein Dedikationsname vorliegt, die Art nach der Lokalität Nara
benannt ist, müssen wir gleich Lewis narae statt Narai schreiben.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 971
10. R. Hauseri Mader. — Breitoval, mäßig gewölbt, gelbgreis
behaart, oben fein und dicht punktiert, schwarzbraun bis schwarz,
Fühler, Taster. Mund, Kopf (dieser mitunter dunkler), auf dem
Halsschilde ein schmaler Vorderrand- und ein unbestimmt be-
grenzter breiter Seitenrandsaum und die Zeichnung der Flügel-
decken gelb bis hell rötlichgelb. Die Zeichnung der Flügeldecken
bildet: einen schmalen Nahtsaum, welcher in der Schildchengegend
zu einer gemeinsamen Makel erweitet ist, einen breiteren Außen-
randsaum, von der Breite der Absetzung des Seitenrandes, im
spitzen Winkel sich mit dem Nahtsaume vereinigend und auf
jeder Decke 3 Makeln, gestellt 1,2: Makel 1 dreieckig, an der Basis,
mit der Spitze nach hinten gerichtet, mit der äußeren Seite über
die Schulterbeule gehend, 2 und 3 in einer (Querreihe in etwa
der Hälfte der Deckenlänge, 2 fast dreieckig, mit der Basis dem
Außensaume verbunden, 3 queroval, ein wenig mehr vorne als 2,
von der Naht getrennt, aber bei den meisten Stücken mehr oder
weniger mit Makel 2 verbunden. Epipleuren der Flügeldecken röt-
lichgelb. Unterseite mit den Beinen schwarzbraun bis schwarz,
Vorderbrust, Spitze des Bauches, Spitze der Schienen und die
Tarsen rötlichgelb. Die Schenkellinie bildet einen vollständigen,
die Mitte des Segmentes erreichenden Bogen. L. 4—4,5 mm. —
China (Yunnan).
Die Art habe ich (Ent. Anz. 1930, 111, fg. 8) als Novius beschrieben, aber
dann (Ent. Nachr. Bl. 1939, 47) in die Gattung Rodolia gestellt.
11. R. 4-maculata Mader (Ent. Nachr. Bl. 1939. 48). — Breit-
oval. Dunkelfleischrot, Halsschild mit schwarzer Zeichnung und
jede Flügeldecke mit 2 großen, schwarzen Makeln. — Fast kreis-
förmig, mäßig gewölbt, ziemlich glänzend, oben sehr dicht und
fein punktiert, die Pünktchen auf dem Halsschilde etwas zarter
als auf den Flügeldecken, dieht und deutlich greisrötlich behaart.
Grundfarbe oben fleischrot von etwas dunklerer Tönung. Auf dem
Halsschilde ein schwarzes Basalband, welches bald mehr, bald we-
niger ausgedehnt ist: einmal bleibt hell nur ein schmaler Vorder-
randsaum, welcher in der Mitte nach hinten spitzig in das Schwarze
eingreift, ein andermal verkleinert sich das schwarze Basalband
und zeigt Neigung, sich in 2 Flecken aufzulösen, was auch bei
einem Stück eintrifft. Auf den Flügeldecken ist auf der vorderen
Hälfte ein breites Querband und auf der hinteren Hälfte eine
sroße, fast dreieckige Makel schwarz. Das vordere Querband zeigt
mitten eine leichte Einschnürung, die auch stärker werden kann,
972 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
so daß dann das Querband aus 2 Makeln zusammengesetzt er-
scheinen könnte. Die hintere Makel hat ihre Basis gleich hinter
der Mitte der Flügeldecken. Keine dieser Makeln erreicht den Rand,
weder Basal-, noch Seiten-, noch Nahtrand. Wenn man die Grund-
farbe der Flügeldecken als schwarz annehmen wollte, was aber
nicht recht angeht, dann könnte man von einem roten Basal-,
Seiten- und Nahtsaum und einer roten Mittelquerbinde sprechen.
Unterseite samt den Fühlern und Beinen rötlich, jedoch zeigt sich
bei einem Stücke die Neigung, die Hinterbrust und teilweise die
ersten Bauchsegmente zu verdunkeln, ebenso zeigt sich daselbst
auf den Hinterschenkeln ein leichter dunkler Wisch. Die Zeichnung
variiert. So hat ein japanisches Stück, das sich sonst nicht von der
chinesischen Type unterscheidet, auf dem Halsschilde den schwarzen
Basalsaum in 2 Flecken geteilt und ebenso teilt sich das schwarze
Querband der Flügeldecken in 2 Flecken (a. 6-maculata Mad. Fg. 23).
L 5 mm. — China (Szetschwan), Japan (Shimbara).
Die Art steht sehr nahe R. Hauseri Mad., unterscheidet sich aber davon
durch die Konturen der schwarzen Zeichnung, welche bei Hauseri außerdem
nicht tief schwarz, sondern braunschwärzlich ist, die rote Grundfarbe statt
einer gelben, ferner durch die helle Unterseite und die hellen Beine. Außerdem
ist die Behaarung greisrötlich und nicht gelblich.
12. R. octoguttata Ws. Fg. 24. — Kurzoval, ziemlich gewölbt
(aber nicht halbkugelig, wie Weise schreibt), gesättigt rostrot, unten
etwas heller, überall dicht, sehr kurz und fein greis behaart, schwach
glänzend. Jede Flügeldecke mit 4 schwarzen, runden Makeln, zwei
neben der Naht und zwei über dem Seitenrande, die inneren weiter
vorgerückt als die äußeren, sodaß zwei sehr schräge Querreihen
entstehen, die erste genau auf das Schildchen gerichtet, die andere
auf die Vordermakel der anderen Decke. Makel 4 ist in der Regel
etwas größer als eine der übrigen, schwach quer. Kopf und Hals-
schild dicht und äußerst fein punktiert, die Flügeldecken stärker,
außerdem sind die Punkte auf den schwarzen Makeln noch kräfti-
ger, jedoch nicht so dicht als auf der roten Fläche. L. 4,5 mm. —
Hinterindien, China (Szetschwan. In meiner Sammlung).
13. R. cardinalis Mls. Fg. 22. — Kurzoval, mäßig gewölbt.
Behaarung ziemlich dicht und weißlich. Kopf schwarz, Fühler blaßrot,
Taster dunkelrot. Kopf und Halsschild karminrot, der erstere in
der Basalhälfte ungefähr mit einem schwarzen Basalband und davor
manchmal noch 2 schwarze Punkte, die Flügeldecken mit schwarzer
Zeichnung, die bei der Nominatform bildet: einen schmalen Naht-
saum, von "5 zu ”s der Deckenlänge angeschwollen (diese An-
d
|
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 073
' schwellung wollen wir in der Folge Makel '; nennen), ein Spitzen-
' saum, etwa das letzte '/ bedeckend, und 3 Makeln. Makel 1
bogenförmig, nach außen geöflnet, die Schulterbeule zur Hälfte
' umgebend, Makel 2 dreieckig, in etwa "s der Deckenlänge nahe
dem Außenrande, mit ihrer Spitze nach innen und mit derselben
mit Makel 3 verflossen, letztere länglichoval und so ziemlich in
der gleichen Höhe wie Makel 2 (Nominatform). Diese Zeichnung
ist sehr variabel und es ergeben sich dann folgende Formeln: 1)
", 1, 273 (cardinalis Mls. f. nom.), 2) %, 1, 3, 2-- Spitzensaum
(a. aegyptiaca Sic.), 3) 'k, 1, 3+24Saum (a. Vitalisi nom, nov.
für cardinalis Vitale non Mis., Giorn. Agric. Merid., Messina
1924, XIV, Nr. 3, p. 41), 4) '%, 14-Basis, 3+2-+Saum (a. Horni
nom. nov., Horn, Tr. Am. Ent. Soc. 1895, 113, Taf. 2, Fg. 9), 5)
14, 3+2+4Saum (a. Doderoi Vit.), 6) 1", 14-Basis, 14243, 24
Saum (a. Della Bejfai Vit.). Bei letzterer Form bleiben noch hell ein
Schulterfleck (h), eine kleine Basalmakel beim Schildchen (b), eine
kleine dreieckige Makel im hinteren Drittel des Seitenrandes (m),
eine um den schwarzen Punkt 3 herumgelegte gebogene Makel
(sta) (a. Della Beffai Vit.). Letztere helle Makel teilt sich schließlich
in eine Makel nahe der Nahtmitte (s) und eine runde Makel vor
der Spitze (a). Wenn wir nun diese Buchstaben als Zeichen für
die restierenden hellen Flecken annehmen wollen, so ergeben sich
für die weiteren Verdunkelungen folgende Formeln: 7) h, b, s, a
(a. obnubilata Ws.), 8) h, s, a (a. trimaculata Vit.), 9) h, a (a. bimacu-
lata Vit.), 10) h, s (a. satellitica Vit.), 11) s, a (a. biocellata Vit.) 12) h
(a. Zunulata Vit.), 13) a (a. apicale Vit.), 14) s (a. ocellata Vit.) 15)
Flügeldecken ganz schwarz (a. morio Vit.). Epipleuren der Flügel-
decken von deren Grundfarbe. Unterseite und Beine rot, Brust
und Schenkel dunkel. Halsschild sehr fein punktuliert, Flügeldecken
sehr fein und dicht, aber deutlicher als der Halsschild punktiert,
Punktierung gleichförmig. L. 3—+,2 mm. — Von Neu-Holland be-
schrieben, aber seither in großen Teilen der Erde verbreitet. Zuerst
wurde die Art von Köbele zur Bekämpfung der Blattläuse an
Örangenbäumen nach Kalifornien gebracht. Zur Bekämpfung der
Icerya Purchasi Mask. wurde sie in fast allen Mittelmeerländern
eingeführt, in Italien durch Prof. A. Berlese. Dort hat sie sich nach
Capra vollständig akklimatisiert. Auf Sizilien scheint sie häufig zu
sein. Ich besitze sie aus Ägypten, Konstantinopel, Dalmatien (Split)
und aus Südbrasilien (Säo Paulo).
974
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
15. Cocecidulini
Diese Gattungsgruppe vermittelt durch Coccidula den Über-
gang zu den Lithophilinge und durch Rhizobius den zu den Scym-
nini. Casey teilt diese Gruppe noch weiter ein in Coceidulini und
Rhizobtini (vide Tabelle der Gattungsgruppen). Diese Unterteilung
hat sicherlich auch etwas für sich.
Tabelle der Gattungen.
I (4) Körper ziemlich gestreckt, gleichbreit. Halsschild seitlich
6
n
(3)
a
IV
en
(1)
(6)
(>)
(8)
gerundet, somit gegen die Basis verengt. (Coccidulini).
Fühler sehr kurz, 9 gliedrig mit 4 gliedriger Keule. Basis
des Halsschildes gerandet. Flügeldecken zwischen der Grund-
punktur mit keinen Längsreihen gröberer Punkte. (Kleines
2 mm langes, schwarzes, einer Coccidula ähnliches Tier von
Pamir). . . . 2.2.22. .202.2.2 10, Acoeeıdula Bas
Fühler lang, 11 gliedrig mit 3 gliedriger Keule, Basis des
Halsschildes nicht gerandet. Flügeldecken zwischen der
Grundpunktur mit groben, in unregelmäßigen Reihen an-
geordneten Punkten. 71. Coceidula ll.
Körper von ovalem Umriß. Halsschild von der Basis an
nach vorne verschmälert.
Fühler kurz, 10 gliedrig. (Prosternum ziemlich eben, mit
geradem Vorderrand, zwischen den Hüften nicht gefurcht;
Schienen ziemlich breit zusammengedrückt, am Ende mit
Furche. >. 20 00. en er Summe
Fühler lang, die Hinterecken des Halsschildes erreichend,
11 gliedrig.
Kopfschild tief ausgerandet. Prosternalkiele gerade, vorne
nicht vereinigt. Die Schenkellinie erreicht fast den Hinter-
rand des Segmentes.
73. Lindorus Casey.
Kopfschild quer abgestutzt. Prosternalkiele gebogen, an
der Spitze vereinigt. Die Schenkellinie reicht weit nach
hinten. . een, ‚Rimzobrus, ep
0. Gattung: Acoccidula Bar.
(Barovsky, Abh. Pamir Exped. 1925, VIll. 1931, 150).
Da die Gattung, die bisher noch monotypisch ist, erst 1931
beschrieben wurde und so gut wie unbekannt ist, will ich hier
ihre Beschreibung in Übersetzung wiedergeben:
‚inne
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 975
Fühler vor den Augen eingelenkt; Kopfschild vor den Augen
nicht erweitert, seine Breite übertrifft kaum die Distanz zwischen
den Augen; Fühlerbasis offen, Taster beilförmig: Oberseite mit
den Augen behaart. Fühler sehr kurz, die Länge der Augen nicht
überragend, 9-gliedrig, mit 4-gliedriger Keule. Abstand zwischen
den Mittelhüften fast gleich dem der Hinterhüften. Stirn zwischen
den Augen schmal, gegen den Scheitel und die Spitze einiger-
maßen erweitert; Kopfschild fast gerade abgestutzt; Mandibeln
an der Basis gezähnt, vor der Spitze gespalten, Oberlippe vorne
gerundet. Halsschild quer, Basıs gerandet, in der Mitte sehr breit,
Vorderwinkel vorstehend, seitlich gebogen und vor den Hinter-
winkeln kaum gebuchtet, diese stumpfwinkelig. Schildchen drei-
eckig, mittelmäßig. Flügeldecken gegen die Schultern viel breiter
als der Halsschild, seitlich parallel, Spitze gerundet, einigermaßen
gewölbt (an Coccidula mahnend). Beine wie bei Coccidula gebildet,
aber die Schienen etwas länger.
1. A. Reichhardti Bar. (l. c. p. 130). — Länsglich (2:1), schwarz,
unregelmäßig, genügend dicht punktiert und mit grauen Härchen
ziemlich dicht bekleidet, Zwischenräume der Punkte sehr fein le-
derig. Klauen einfach. L. 2 mm. — Pamıir.
71. Gattung: Coccidula Kug.
(Kugelann in Illligers Verz. Käf. Preussens 1798, 421 — Gyllen-
hal, Ins. Suec. IV. 1827, 216 — Mulsant 1846, 267; 1850, 1007 —
Crotch 1874, 300 — Chapuis 1876, 219 — Weise 1879, 89 (s. p. 2);
1885, 6 — Ganglbauer 1899, 955, 956 — Reitter 1911, 127, 125 —
Kunt 1912, 568, 587 — Schaufuß 1916, 568, 569 — Jacobson 1916,
976 — Mader, Ev. I. 1926, 13).
Synonyme: Strongylus Panz. (Panzer, Index Ent. I. 1813, 114).
Cacicula Steph. (Stephens, Ill. Brit. Ent. IV. 1831, 397).
Von 9 Arten im paläarktischen Gebiete 5.
Tabelle der Arten:
1 (6) Unterseite ganz oder zum Teile schwarz.
2 (3) Auf den Flügeldecken ein gemeinschaftlicher schwarzer
Nahtfleck hinter der Mitte. L. 3mm. — Ostsibirien (su-
turalis) Rtt.. . . . . 2.2... 2. Reitteri Dodgo.
3 (2) Auf den Flügeldecken er gemeinschaftlicher Nahtfleck,
diese anders gefleckt oder einfarbig hell oder ganz schwarz.
Hierher die allbekannten europäischen Arten.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 61
976 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
+ (5) Die Kiellinien des Prosternums bis zum Vorderrande
ziemlich kräftig. Flügeldecken immer schwarz gefleckt,
dann ein Fleck stets beim Schildchen, oder Flügeldecken
ganz schwarz. L. 2,5—3 mm. — Europa, Sibirien
OR . 1. scutellata Hbst.
De) Die Killinien de Prost des fein, aa vorne undeut-
lich. Flügeldecken fast stets einfarbig hell, wenn gefleckt,
dann entweder eine schwache Makel beim Schildchen allein,
oder solche stehen anderswo allein. L. 2,5—3mm. —
Europa, Sibirien . . . era el
) Unterseite wie die Oberseite ae hell.
) Mehr rötlich. Halsschild nicht breit abgesetzt. L. 2,5—3 mm.
Kaukasus, Transkaspien, Turkestan .
er 4 imieolen Rt
8 (7) Blasser, schwach Fehde Halsschild Be abgesetzt, blaß
durchsichtig und Seiten stärker gerundet. L. 3—3,5 mm. —
Araxestal. .. . 2 2 20... 2.2 si0.dithophiloides Keks
1. ©. seutellata Hbst. (bipunctata F., 5-punctata F., melanopthal-
ma Gmel.). — Länglich, anliegend behaart, gelbrot, eine große,
dreieckige, gemeinschaftliche Schildchenmakel, ein Längsfleck ne-
ben der Mitte der Seiten und ein Fleck hinter der Mitte der
Decken neben der Naht, sowie die Spitze des Prosternalfortsatzes,
die Mittel- und Hinterbrust und die 2 ersten Bauchsegmente bis
auf den Seitenrand schwarz (scutellata Hbsi. f. nom.). Die Zeichnung
variiert: Es verschwindet der äußere Fleck und die anderen werden
oft mehr oder weniger obsolet (a. subrufa Ws.) oder die Flecken
verbinden sich, zuerst der Seitenfleck mit dem an der Naht, später
diese wieder mit dem Schildchenfleck (a. arquata Ws.), zuletzt wird
die Oberseite sogar bis auf den rotbraunen Kopf ganz schwarz
(a. aethiops Krauss). Kopf und Halsschild ziemlich kräftig und dicht,
die Flügeldecken noch kräftiger punktiert, die letzteren überdies
mit mehr oder minder unregelmäßigen Längsreihen grober Punkte.
Die Kiellinien des Prosternum ziemlich kräftig, am Vorderrande
miteinander verbunden. Die Schenkellinie bildet einen die Hinter-
hüften umschreibenden, über die Mitte des Segmentes nach hinten
reichenden, hinten breit und gleichmäßig gerundeten Bogen. L. 2,5
bis 353mm. — Europa, Sibirien.
2. C. Reitteri Dodge (suturalis Rtt). — Sehr ähnlich rufa Hbst.,
von länglicher und mehr gleichbreiter Gestalt. Gelbrot, fein greis
behaart, ein gemeinschaftlicher Längsfleck auf der Naht hinter der
N
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 077
' Mitte der Decken und die Unterseite schwarz. L. 3 mm. (Dodge,
' Ent. News 49, 1938, 222.) — Ostsibirien (Quellgebiet des Irkutsk).
3. C. rufa Hbst. (Pectoralis F., testacea 'Thnb., rosea Marsh.,
conferta Rtt.). — Der scutellata Hbst. sehr nahestehend, Punktie-
rung die gleiche, aber glänzender, Halsschild gewölbter, Flügeldecken
einfarbig bräunlichrot oder gelbrot, höchstens hinter dem Schildchen
mit einem schwärzlichen Schatten. Manchmal befindet sich hinter
der Mitte je ein der Naht genäherter, scharf begrenzter, punktför-
miger schwarzer Fleck, manchmal ein zweiter in der Mitte der
Seiten in Randnähe (a. nigropunctata Rtt.) oder es befindet sich
selten auf jeder Decke ein °ı der Länge einnehmender dunkler
Streifen (a. plagiata Gerh.). Man verwechsle aber nicht eventuell
schwarz durchscheinende Teile der Unterflügel mitschwarzen Flecken
der Decken. Kiellinien des Prosternums viel schwächer ausgebildet,
nach vorn fast erloschen. Die Schenkellinie ist hinten viel schmäler
serundet. C©. conferta Rtt. bezieht sich auf ein abnorm punktiertes
Stück, bei dem Kopf und Halsschild infolge außerordentlich fein
und äußerst gedrängter Punktulierung matt erscheinen. Nachdem
man seither davon nichts mehr gehört hat, ist es am besten, den
Namen synonym mit rufa zu stellen. L. 2,5—3 mm. — Europa,
Sibirien. — Eine weitere Form dieser Art benannte Marcu (Bul.
Fac. Sci. Cernauti 8. 1935. 92) a. bicolor. — Unterseite schwarz,
Vorderbrust und die 3 letzten Sternite hell.
. 4. C. unicolor Rtt. — Wurde von Reitter als Varietät der
C. rufa Hbst. beschrieben. Unterseite, sowie die Oberseite blasser
gelbrot. Ganglbauer (1899, 957) betrachtete sie als unausgefärbte
rufa. Nach meinen Stücken, die gesättigt ausgefärbt sind, kann
ich diese Ansicht nicht teilen. Man betrachtet sie am besten als
gute, eigene Art. L. 2,5—3 mm. — Kaukasus, Transkaspien, Tur-
kestan, Persien.
9. C. lithophiloides Rtt. — Lehmgelb, einfarbig. Behaarung
grau, kurz, aufgerichtet. Kopf und Halsschild dicht und zart punk-
tiert. Halsschild quer, schmäler als die Flügeldecken, an den Seiten
stark gerundet, breit abgeflacht und durchsichtig. Flügeldecken fast
oval, leicht gewölbt, dicht und fein punktiert, mit großen, fast
gereihten Punkten untermischt. L. 3—3,5 mm. — Araxestal.
Diese Art steht ebenfalls der €. ruja nahe, aber durch blasse Färbung
rauhere, etwas aufgerichtete Behaarung, den breit abgesetzten und blaß durch-
scheinenden und gleichzeitig stärker gerundeten Seitenrand des Halsschildes,
ferner durch die einfarbig helle Unterseite verschieden.
61*
Ze
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
72. Gattung: $Sumnius Ws.
(Weise. Ann. Belg. 1892, 29 — Gorham, Ann. Belg. 1894, 210),
Von 3 Arten im paläarktischen Gebiete 2.
Diese Gattung hat Gorham (Il. c.) als identisch mit Aulis Mls. erklärt und
5. Renardi Ws. auch als identisch mit Aulis vestita Mls. Weise (Ann. Belg. 1895,
157) bestreitet wohl die Artgleichheit beider Arten, äußert sich aber nicht zur
Gattungssynonymie. Im Col. Cat. steht diese Gattung weiterhin als selbständig
bei den Coccidulini und nachdem Korschefsky (Ent. Bl. 1944, 137) die Gattung
Aulis von den Coccidulini wieder zu den Exoflectrini versetzte, wären die beiden
Gattungen wieder weit getrennt, statt vereint zu sein. Gorham (l. c.) sagt wohl,
daß es möglich sei, daß die afrikanischen Aulis-Arten von den indischen Arten
eine verschiedene Gattung bilden könnten, in welchem Falle man den Namen
Sumnius Ws. für die indischen Arten nehmen könnte. Das kommt im letzten
Col. Cat. nicht zum Ausdruck. Ich kenne wohl Cardoni Ws. und belasse sıe daher
wegen ihrer grob gekörnten Augen als Sumnius bei den Coccidulini, wo sie auch
wegen ihres Habitus nahe Rhizobius stehen können, und beschreibe sogar eine
neue Art dazu. Ich kenne aber die indischen Aulis-Arten nicht, deshalb kann
ich mir darüber kein eigenes Urteil bilden, obwohl ich nach den Beschreibungen
glaube, daß Sumnius Cardoni Ws. und Aulis haematica Gorh. zumindest gat-
tungsgleich sind. Ich muß daher die indischen Aulis-Arten derzeit gezwungen im
Sinne Korschefsky’s bei den Exoflectrini referieren, obwohl ich sie lieber in
der Nähe der Gattung Rhizobius sehen würde. Man vergleiche daher auch die
in dieser Evidenz ausgewiesenen Aulis-Arten.
1. S. yunnanus nov. spec. — Oval, schwach gewölbt, fast matt,
Behaarung der Oberseite gelblich, lang, dicht und struppig, Punk-
tierung der Flügeldecken ungleichmäßig. Einfarbig rotbraun, Hals-
schild zweimal so breit als lang, an den Seiten fast gerade, am
Hinterrande zum Schildchen breit vorgezogen und beiderseits schwach
ausgebuchtet, so breit als die Flügeldecken zwischen den Schulter-
beulen. Flügeldecken von den Schultern bis zur Rundung vor der
Spitze kaum gerundet, fast parallel. L. 6 mm, Br. 4 mm. — China,
Prov. Yunnan, Vallis flumin. Soling-ho. (Holotype in meiner Samm-
lung).
Diese Art ist durch ihre Einfärbigkeit von S. Cardoni Ws. genügend unter-
schieden.
2. S. Cardoni Ws. — Länglich oval, mäßig gewölbt, grau be-
haart. Halsschild quer, nach vorne verengt, Seitenränder fast gerade,
dicht und sehr fein punktiert. Rot, Flügeldecken schwarz, mit je
einer gemeinsamen roten Binde in Form eines Henkels, beginnend
nahe der Naht im ersten Viertel der Länge, nach außen gekrümmt
gegen die Hälfte der Deckenbreite und ungefähr in °ı der Länge
sich wieder mit der Naht verbindend. L. 5--5,5 mm. — Indien,
China (Szetschwan, in meiner Sammlung).
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 979
Möglicherweise steht der mir noch nicht bekannte S. Renardi
Ws. mit dieser Art in einern Aberrationsverhältnis. Auf jeden Fall
vergleiche man in dieser Evidenz die bei den Exopleetrini refe-
rierten Aulis-Arten. Sicherlich stehen 5. Cardoni Ws. und Aulis vestita
' Mls. und 4. haematica Gorh. nach den Beschreibungen sich näher,
als im Col. Cat. zum Ausdruck kommt. Wenn ich auch glaube, daß
die mir unbekannten indischen Julis-Arten in diese Gattung kom-
men werden, muß ich doch bis zur Erlangung dieser Arten mit
einem definitiven Urteil vorsichtig sein.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich aber aufmerksam machen, daß im Col.
Cat. Junk, Pars. 118, 1931. 94. bei Sumn. Cardoni Ws. das Synonym uncinatus
Gerh. gestrichen gehört. Einz Nachschau in der zitierten Literatur ergibt ohne
weiteres, daß Gorham (Ann. Belg. 1903, 344) den Namen Coelophora uncinata
für die Derania Cardoni Ws. einführen wollte und von Sumnius Cardoni Ws.
keine Rede ist.
73. Gattung: Lindorus Cas.
Casey, Journ. N. York. Ent. Soc. VII, 1899, 161, 162).
Nur eine Art, die auch bei uns eingeführt wurde.
1.1. lophantae Blaisd. (Toowoombae Blackb.). — Oval, ziemlich
sewölbt, Behaarung eine doppelte, gelblichgrau niederliegend und
spärlichere aufstehende schwarze Haare. Ziegelrot, Flügeldecken
schwarz, stark erzglänzend, Halsschild öfter mehr oder weniger
angebräunt, zweimal so breit als lang, seitlich kaum gebogen, Vor-
©?
derwinkel abgerundet, Hinterwinkel fast rechtwinkelig. Oberseite
fein, wenig dicht punktiert. Prosternum in der Mitte der Länge
nach eingedrückt, der eingedrückte Raum länglich-dreieckig, beider-
seits gekielt. L. 2>—2,5 mm. — Australien, eingeführt in Kalifornien
und im Mittelmeergebiet, wo sie sehr gut fortzukommen scheint.
Ich sah die Art von Dalmatien und Korschefsky berichtet sie von
den Balearen.
74. Gattung: Rhizobius Steph.
Stephens, Ill. Brit. IV. 1831, 396, Rhyzobius-Mulsant 1846, 261;
1850, 1001, 1002. 1004 — Redterbacher 1858, 974: 1874, 540 —
Seidlitz 1872, 47; 1888, 69; 1891, 69 — Crotch 1874, 297 — Cha-
puis 1876, 211, 216 — Weise 1879, 89 (s. p. 2); 1885, 6 — Reitter
1911, 127, 125 — Kuhnt 1912, 568, 586 — Jacobson 1916, 971 —
Schaufuß3 1916, 568 — Mader, Ev. I. 1926, 13).
Synonym: Nundina Redtb. Redtenbacher, Tent. disp. gen. 1843,
8, 12, 20; 1849, 580).
Von 79 Arten im paläarktischen Gebiete 5.
980 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Tabelle der Arten:
1 (2) Schildchen größer und wappenförmig. Augen aus viel
mehr und flacheren Fazetten zusammengesetzt. Punktie-
rung der Flügeldecken aus feinen und groben Punkten
bestehend, die groben Punkte gegen Naht und Basis mehr
oder minder zu Längsreihen geordnet. L. 2,7mm. — Ma-
deira... 2... 2.2.02... L2osoculatıssiniis
Schildchen dreieckig, von normaler Größe. Augen aus
DD
FEN
N
De
weniger und gewölbteren (groben) Fazetten zusammen-
gesetzt. Wenn Flügeldecken mit doppelter Punktierung,
dann keine Längsreihen grober Punkte.
6) Die Kiellinien des Prosternums laufen vorne zusammen.
>) Halsschild nach vorne viel stärker und geradlinig verengt.
Flügeldecken weitläufiger und gleichmäßiger punktiert.
Kiellinien des Prosternums kräftig. Relativ kürzer ovale,
gewölbtere Art. L. 2,5—3 mm. — Europa, Mittelmeergebiet,
Madeira: 7. un nu [me ee ER
> (4) Halsschild nach vorne weniger verengt, an den Seiten
etwas gerundet, wenn auch zur Basis ebenfalls nicht ver-
engt. Flügeldecken gröber und ungleich punktiert. Kiel-
linien des Prosternums nur schwach ausgebildet. Länglich
ovale, mäßig gewölbte Art. L. 2,5—3,3mm. — Mittel- und
Südeuropa, Amur. . . . ... 2.2. chrysomeloides Hbst.
Anm.: Vergleiche auch Art Nr. 3 bassus Norm.
6 (3) Die Kiellinien des Prosternums parallel und vorne nicht
zusammenlaufend. Oben ziegelrot, Flügeldecken schwarz,
Basis und feiner Seitenrand von heller Farbe. L.2 mm. —
Spanien”... ©... ... 0.2 soce 4 beparttassiluenke
1. Rh. litura F. (lividus Ol., aurora Panz, pallidus Marsh., coa-
dunatus Marsh., chrysomeloides Mls. 1846, Weise non Hbst., nigri-
ventris Thms.). — Von chrysomeloides Hbst. am besten unterschieden,
wie in der Tabelle sub 4 und 5 angegeben. — In der Färbung
sehr verschieden. Zunächst kann das Tier oben uud unten ein-
farbig rötlich- oder bräunlichgelb in verschiedenen Tönungen sein
(a. pallidulus Mls.). oder oben einfarbig hell, unten die Mittel- und
Hinterbrust und der Bauch mit Ausnahme der Spitze schwarz
(a. hypomelanus Marsh., marinus Mls.). Bei oberseits gezeichneten
Stücken kann der Halsschild noch ganz hell sein, oder er kann
vor dem Schildchen einen mehr oder weniger großen schwarzen
Fleck haben (a. testaceus F., fasciatus F.), oder er wird bei der
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 981
dunkelsten Form ebenfalls ganz schwarz. Die normale schwarze
Zeichnung der Flügeldecken besteht in einer gemeinsamen, nach
vorn offenen Bogenbinde im hinteren Drittel einem vom Seiten-
rand weniger weit entiernten Fleck vor der Mitte und oft noch
einigen vorderen Flecken neben der Naht (litura F. f. nom., coa-
dunatus Marsh.). Der seitliche Fleck vor der Mitte oder Längs-
strich ist oft durch eine Schräglinie mit der Bogenbinde verbunden
(a. aurora Panz., nach Panzers Figur). Die Bogenbinde ist oft in
3 Flecken aufgelöst. Die Zeichnung kann teilweise oder ganz ver-
schwinden, umgekehrt sich aber so ausdehnen und zusammen-
fließen, daß ein großer, gemeinsamer, eckiger oder ovaler schwarzer
Fleck entsteht (a. discimacula Mls.) und zwischen der Nominatform
und dieser gibt es so zahlreiche Übergänge (lividus Ol., pallidus
Marsh., chrysomeloides Mls. 1846, Weise non Hbst.), daß es keinen
Sinn hat, aus den unklaren und mehrdeutigen Diagnosen heraus-
zuklügeln, welchen der alten Namen man für die eine oder die
andere Form verwenden könnte. Zum Schluße wird auch die ganze
Oberseite schwarz (a. maura O’Mahony). L. 2,5—3 mm. — Europa,
Mittelmeergebiet, Madeira.
2. Rh. chrysomeloides Hbst. (lineatellus Mils., litura Frm.). —
Von litura F. wie in der Tabelle sub 4 und 5 angegeben gut zu
unterscheiden. — Dunkler oder heller bräunlichgelb, Halsschild
oft mit einem dunklen Fleck vor dem Schildchen oder auf der
Scheibe in größerer Ausdehnung dunkel, die Flügeldecken ge-
wöhnlich mit 2 schwärzlichen Längsstreifen (a. lineatellus Mils.), oder
diese sind hinten unter sich mit einem gemeinsamen Nahtfleck
verbunden (chrysomeloides Hbst. f. nom., subdepressus Seidl.) Bis-
weilen ist auch das mittlere Drittel der Flügeldecken schwärzlich
und der innere Längsstreifen mit dem Nahtstreifen verbunden.
Oft sind beide Längsstreifen zu einer Längsbinde verschmolzen,
in anderen Fällen in je 2 schwarze Flecken aufgelöst. Der innere
Längsstreifen ist oft auf einen im hinteren Drittel befindlichen
dunklen Fleck reduziert oder fehlt gänzlich, zuletzt verschwinden
auch die durch Auflösung des äußeren Längsstreifens gebildeten
Makeln und die ganze Oberfläche ist einfarbig bräunlichgelb (a.
innocens nov. ab.). Unten Mittel- und Hinterbrust und die Mitte
der vorderen Bauchsegmente schwarz oder braun, oft aber auch
die ganze Unterseite bräunlichgelb. L. 2,5—3,5 mm. — Europa, be-
sonders im nördlicheren Teile, Amurgebiet (in meiner Sammlung.)
3. Rh. bassus Normand (Revue Franc. Ent. V. 1938, Fg. 1a). —
982 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
Diese Art wurde mir erst jetzt bekannt: Breitoval, nach hinten
leicht verengt, stark gewölbt, das Männchen weniger und länglicher.
Oben und unten rostrot, die Seiten des Halsschildes ein wenig
heller, die äußerste Basis der Flügeldecken und deren Naht ein wenig
gebräunt. Seiten des Halsschildes fast gerade. Prosternalkiele nach
vorne konvergierend und im vorderen Drittel im spitzen Winkel.
Flügeldecken stark und ungleich punktiert, Behaarung eine doppelte,
eine feine, fast niederliegende und eine längere und aufgerichte-
tere. L. 353mm. — Östpyrenäen (Port-Ventres), — Von litura F.
und chrysomeloides Hbst. unterschieden durch stärkere Wölbung,
die breiteren Epipleuren der Flügeldecken, von bipartitus Fuente,
außerdem durch die Färbung.
4. Rh. bipartitus Fuente. — Kurzoval, nach hinten stark ver-
schmälert, gewölbt, behaart, Seiten des Halsschildes nach vorne in
gerader Linie verengt. Oben ziegelrot, Flügeldecken schwarz, Basis
und der feine Seitenrand ziegelrot. Unten rostrot, in der Mitte
von den Mittelhüften bis zum #4. Bauchsegment schwarz gefleckt.
Kiellinien des Prosternums vorne nicht zusammenlaufend. Schenkel-
linie unvollständig. L. 2 mm. — Spanien.
5. Rh. oceulatissimus Woll. — Von den anderen Arten unter-
schieden, wie in der Tabelle sub 1 angegeben. — Von derselben
Gestalt wie litura, aber etwas kleiner und rundlicher, etwas we-
niger gewölbt. Schwarz, Kopf, Vorder- und Seitenrand des Hals-
schildes und der Spitzenteil der Flügeldecken ziegelrot. Behaart
und etwas glänzend. Kopf und Halsschild dichter und feiner punk-
tiert als die Flügeldecken. Schildchen etwas größer und genauer
wappenförmig als bei litura und auch stärker geglättet (unter dem
Mikroskop frei von jeder Skulptur). Fühler, Taster und Beine zie-
gelrot. L. 2,7mm. — Madeira.
III. Unterfamilie: Tetrabrachinae.
(Kapur, Trans. R. ent. Soc. London, 99. 1948, 319 —339).
Synonyme: Lithophilinae (Ganglbauer, 1899, 946 — Reitter
1911, 125, 126 — Della Befla. Rıv. Col. It. X. 1912, 168 — Kuhnt
1912, 564 — Schaufuß 1916, 532 — Mader 1924, 6).
Lithophilini (Weise, D. E. Z. 1889, 214; 1. c. 1899, 371).
Diese Unterfamilie enthält nur eine Gattung und ist nur in
der alten Welt vertreten.
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 9553
75. Gattung: Tetrabrachys Kapur, |. c.
Synonym: Lithophilus Fröl. (Frölich, Naturforscher XXVII, 1799,
11—13 — Redtenbacher in Germ. Ztschr. Ent. V. 1843, 114 —
' Mulsant, 1850. 10058 — Gerstäcker, Monographie Endom. 1858, 16 —
CGrotch 1874, 301 — Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges., Wien, 1879,
92, 93; Best. Tab. I, ed. II. 1885, 258; 1911, 125, 126 — Weise,
m: E. 2. 1899, 371, 372; Stett. E. Z. 1906, 229 — Kuhnt 1912,
564, 587 — Jacobson 1916, 971 — Schaufuß 1916, 570 — Mader,
Ev. I. 1926, 12).
Von den 54 Arten kommen 51 im paläarktischen Gebiete vor,
einschließlich tenebrosus Ws. von Erythraea, die auch von Arabien
angegeben wurde. Von den sonstigen Exoten ist diversicollis Pic
von Erythraea beschrieben, robustus Kap. und gandhara Kap. aus
Nordindien. Somit ist diese Gattung fast rein paläarktisch. Da es
möglich ist, daß auch die genannten exotischen Arten die Grenzen
der Paläarktis überschreiten können, ziehe ich es vor, dieselben
hier einzuschließen. Kapur (l. c.) führte den Gattungsnamen Tetra-
brachys für Lithophilus Frölich ein, weil Lithophilus schon 1791 von
Schneider an eine Garabide vergeben wurde.
Die Stellung dieser Gattung war wohl mehrfach umstritten.
Frölich begründete die Gattung für seinen 2. ruficollis (ist connatus
Panz.), löste sie von Teetratoma F. los und stellte sie neben Tritoma
F. Latreille und de Castelnau reihten sie richtig unter den Coc-
cinelliden ein. Hierauf brachte Redtenbacher die Gattung zu den
Cryptophagiden (Fauna Austr. p. 199). Gerstäcker, 1. c., führte in
8 Punkten den einwandfreien Beweis dafür, daß Lithophilus Fröl.
zu den Coccinelliden gehöre und Crotch räumte dieser Gattung
innerhalb der Coccinelliden nicht einmal den Rang einer beson-
deren Gruppe ein, sondern stellte sie in seiner Unterfamilie Rhizo-
biides hinter die Gattung Coceidula. Trotzdem gibt Reitter 1885
diese Gattung zu den Mvcetaeidae, einer Unterfamilie der Endo-
mychidae. Heute jedoch sind wir soweit, daß die Gattung als
Coccinellide allgemein anerkannt ist und sie daselbst eine eigene
Unterfamilie bildet. Die Käfer geben auch bei Berührung denselben
rötlichen Saft ab, dessen Geruch für die Coccinelliden so charakte-
ristisch ist.
Unser mitteleuropäischer connatus Panz. lebt auf trockenen
Grasplätzen unter Steinen und ähnlich ist es auch bei etlichen
anderen Arten dieser ungeflügelten Gattung. Kapur (l. c. 323) gibt
folgende bekannte Aufenthalte der Arten an:
954 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
1) Unter Steinen und am Boden: connatus, cordatus, eruciatus, N
deserticola, grandis, insculptus und Krasnowi. — 2) Unter Steinen
nahe Wasserlöchern: tenebrosus. — 3) Unter trockenem Moos: Os-
culatii. — 4) Von Gesträuch (native scrub): tenebrosus. — 5) Unter
Baumrinde: robustus. — 6) Unter Wurzeln: Jacobsoni. — 7) In
Tälern und auf Berghängen: bipunctatus, gibbosus, haemorrhous,
Sumakowi, tenebrosus. yemenensis.
Die Arten scheinen meist recht selten zu sein und im ento-
mologischen Tauschverkehr, wie auch im Handel erhält man selten
einmal die eine oder andere Art. Viele Arten aber bestehen nur
in den größeren Sammlungen der verschiedenen Museen, von
mehreren Arten existieren überhaupt nur die Typen. Somit ist es
begreiflich, daß meine Sammlung an Tetrabrachys artenarm ist.
\enn man noch sieht, wie unzulänglich viele Arten beschrieben
sind, manche direkt aufreizend lakonisch, dann sinkt jede Hoffnung,
daß wir in absehbarer Zeit eine Monographie der Gattung erleben,
die auf Grund der Ansicht aller Typen kritisch gemacht werden
kann. Hier liegen die Verhältnisse noch schlimmer als bei den
Seymninen. Bis 1900 waren 23 Arten beschrieben, seither kamen
noch 31 Arten dazu. Es wurde darauf losbeschrieben, jeder wußte,
daf3 seine Art neu sei, aber niemand nahm sich die Mühe, seine
Arten tabellarisch abzugrenzen, bis erst Kapur 1948 sich dieser
dankbaren Aufgabe unterzog. Bis dahin blieb es bei dem beschei-
denen Anfang einer Gruppierung der Arten durch Reitter 1885
und Weise 1906 im Cat. Col. Eur. Manchen neueren Beschreibungen
sieht man Dürftigkeit und Unkenntnis der Dinge, worauf es in
der Gattung ankommt, an und es ist mit denselben in systema-
tischer Hinsicht nicht viel anzufangen. Erst Kapur gab eine Tabelle
der Arten, welche die Determination sehr wesentlich erleichtert.
Leider fehlen darin Sumakowi Bar., turcicus Roub. und osculatii
Mar., letztere wahrscheinlich deshalb, weil sie so nichtssagend be-
schrieben ist, daß man sie nach der Beschreibung nicht erkennen
kann, und schon Reitter (Wien. Ent. Ztg. 1891, 228) sagt, daß es
besser ist, sie zu ignorieren. Die beiden anderen Arten dürfte er
in natura nicht gekannt haben, und sie lassen sich nach den Be-
schreibungen allein nicht sicher in die gegebene Tabelle einreihen.
Reitter (Best. Tab. I. ed. II. 1885, 30—32) stellt für die Arten
zwei Gruppen auf: 1) Flügeldecken länglich, an den Seiten schwach
gerundet, oder in der Mitte fast gleichbreit, etwas breiter als der
Halsschild. 2) Flügeldecken kurz und breit an den Seiten stark
bauchig erweitert, viel breiter als der Halsschild. Diese Einteilung
: : mar f R
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 935
muß fallen gelassen werden, da sich seither die Artenzahl mehr
als verdoppelte und es genügend Grenzlälle gibt.
In Cat. Col. Eur. 1906, 370, hat Weise für die europäischen
Arten eine natürliche Gruppierung vorgenomen und dies in der
Stett. Ent. Ztg. 1908, 229, begründet:
1. Gruppe: Härchen neben dem Seitenrande des Halsschildes nach
hinten gerichtet.
a: Der Halsschild fällt an den Seiten ganz gleichmäßig
zu einer feinen Rinne ab, die den kaum aufgebogenen
oder wesentlich erhöhten Seitenrand innen begrenzt:
major Cr., tauricus Sem.
b: Der Halsschild fällt an den Seiten in eine weite mulden-
förmige Längsvertiefung ab, welche den wulstförmigen
Seitenrand emporhebt: connatus Panz., caucasieus Ws.,
arazıis Rtt.
2. Gruppe: Härchen neben dem Seitenrande des Halsschildes nach
außen gerichtet: cordatus Rosh., kalawrytus Rtt.. cre-
ticus Rtt., graecus Rtt., Weisei Rtt., Osculatii Mar.
Trotzdem diese Weise’sche Gruppierung für die Systematik
höchst bemerkenswerte Merkmale bringt und es zu wünschen ge-
wesen wäre, daf5 die nachfolgenden Beschreiber darauf eingegangen
wären, nahm niemand davon Kenntnis und ging niemand darauf
ein. Ich muß daher auf die Gruppierung der Arten im Sinne
Weise’s verzichten. Vielleicht hat einmal ein Entomologe die Mög-
lichkeit, alle Typen zu prüfen, und kann dies tabellarisch auswerten.
Übersicht der Arten nach dem Vaterlande.
Eine solche habe ich schon 1946 im ersten Manuskript dieser Evidenz ge-
macht, ich brauche sie daher nur nach den Angaben Kapur’s (l. e. p. 321) zu
ergänzen. Dieselbe soll aus praktischen Gründen zunächst angeben, welche Arten
für ein gewisses Gebiet voraussichtlich in Betracht kommen. Das übrige findet
sich in der Tabelle und den Artbeschreibungen.
A. Kuropa.
i) Spanien und Portugal: cordatus Rosh., deserticola Woll. (at-
lanticus Esc.).
2) Mitteleuropa und Frankreich: connatus Panz.
3) Griechenland: graecus Rtt.. kalawrytus Rtt., connatus Panz. ex
Kapur. Kapur, 1. c. p. 321 gibt noch subseriatus Rtt. an und
beruft sich auf das Brit. Museum, in seiner Tabelle, p. 337,
aber verschweigt er diese Angabe.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Nm DD
rm ww
uni
Kreta: creticus Rtt.
Türkei, europäische : graecus Rtt., Osculatiı Mar., turcicus Roub.
Krim : tauricus Sem.
B. Afrika.
Kanaren: deserticola Woll.
Marokko: deserticola Woll. (atlanticus Esc.) und ssp. Kochi
Schatzm., cordatus Rosh.
Algier: cordatus Rosh., cribratellus Frm., cordicöllis Guer.
Tunis: cribratellus Frm., minutus Pic, cordicollis Guer.
Tripolis: cordicollis Guer. und ssp. Brovedanii Schatzm.
Cyrenaica: cordicollis Guer., Festai Dod.
Sahara : Berlandi Peyrh., Volkonskyi Peyrh.
Ägypten: cordicollis Guer., subseriatus Rtt. mit a. unicolor Ritt.
Sinai: Peyerimhoffi Pie, ovipennis Cr., cordicollis Guer. (ex
Kapur).
Erythräa, Abessinien: diversicollis Pic mit a. erythreus Pie,
tenebrosus Ws.
: Asien.
Sinai: Siehe bei Afrika! Politisch gehört Sinai zu Ägypten,
geographisch zu Arabien.
Arabien: arabicus Kap., yemenensis Kap., tenebrosus Ws. (ex
Kapur), ?minutus Pie (ex Kapur).
Syrien, Palästina, Libanon: cordicollis Guer. (ex Kapur), cruci-
atus Sahlb., graecus Rtt. marginatus v. subobscurus Pic, grandis
Pic, trimaculatus Rtt. mit subobliteratus Pie, latus Rtt., margi-
natus Rtt., ovipennis Cr.
Insel Rhodus: graecus Rtt., Silvestri Schatzm.
Kleinasien, Anatolien, Armenien, Kurdistan: anatolicus Pie,
graecus Rtt., insculptus Sahlb. major Cr., gibbosus Sahlb.
Kaukasus, Russisch Armenien: arazis Rtt. mit a. triplagiatus
Rtt., caucasieus Ws., Weisei Rtt.
Persien : minimus Bar., pallidus Cr., pellucidus Bar., Zarudnyi Bar.
Transkaspien: Sernenowi Bar., vielleicht auch eryptophagoidesKap.
Samarkand, Turkestan. Buchara : Krasnowi Sem., Jacobsoni Bar.,
bipustulatus Bar., cryptophagoides Kap., hissariensis Bar.
Syrdarja, Margelan, Fergana: Glasunowi Bar., nigripennis Rtt.
Sibirien: Roddi Bar. — (subseriatus Rtt. ist zu streichen, da
in Ägypten).
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliten 987
27) Mongolei: Aozlovi Bar.
28) China: villosus Fald.
29) Indien, Nord: gandhara Kap., robustus Kap.
Tabelle der Arten.
Nach Kapur. |. ce. p. 332—338. Aus praktischen Gründen habe
ich arithmetrisch geschlüsselt. In seiner Tabelle fehlen Sumakowi
turcicus und Osculatii. Ich habe, so gut es geht, in der Tabelle
auf diese Arten aufmerksam gemacht. Einige Schwierigkeiten er-
geben sich dadurch, daß mitunter Gegensätze nicht scharf genug
auseinandergehalten sind, besonders in Bezug auf Färbung und
Größe. Wenn man größeres Material einer Art vor sich hat, sieht
man, daf5 bei der oft vorhandenen Variabilität in Färbung und
Größe öfter ein Strich durch die Rechnung seiner Tabelle gemacht
wird. So habe ich von eryptophagoides Kap. Serien gesehen und
darunter Stücke mit ganz aufgehellten Flügeldecken und diese
wären dann nach der Tabelle nicht zu bestimmen. Ich werde da-
her, soweit mir solche Fälle bekannt sind, entsprechende Zusätze
machen. Es ist auch nötig, Gegensätze in Färbung und Größe
nicht allzu streng zu nehmen und immer die nachher gebrachten
Beschreibungen, eventuell Originalbeschreibungen, nachzulesen, falls
letztere überhaupt brauchbar sind. Leider muß ich mich dabei
auch auf die Beschreibungen verlassen und kenne ich wegen Ma-
terialmangels noch nicht alle Abweichungen, die bei etlichen Arten
möglich sind. Jedenfalls müssen wir Kapur dankbar sein, dafs er
mit seiner Tabelle die Determination erleichterte.
1 (48) Flügeldecken mit fast oder ganz abgerundeten Schulter-
winkeln.
2 (5) Halsschild nicht herzförmig, an der Basis so breit wie
vorne; Seitenränder regelmäßig gerundet, dicht und grob
punktiert.
3 (4) Kleiner, 2,38 mm lang. Kopf und Flügeldecken (Spitze aus-
genommen) pechschwarz, übrige Teile des Körpers rostrot.
Auf den Flügeldecken feine und grobe Punkte untermischt.
Behaarung gelblichgrau, kurz und spärlich. — Kaukasus. —
(Kapur gibt 3,8 mm, error) . . . 2... 2... Weisei Rtt.
4 (3) Größer, 5 mm lang. Kopf, Halsschild (die pechbraune Scheibe
ausgenommen), Schildchen und Basal- und Außenrand der
Flügeldecken rötlichbraun, die übrigen Teile der Flügel-
decken pechschwarz, auf den Flügeldecken feine und grobe
En
11
15
14
16
17
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
Punkte dicht untermischt, gut ausgeprägt. Behaarung gelb- |
lichgrau, dünn, lang und dicht. — Nordindien.
re N robustus Kap
FaTenild. che hier weniger nn. an der Basis
schmäler als vorne, Seitenränder mäßig gerundet bis et-
was winkelig.
Seitenränder des Halsschildes fast gerundet, gegen die
Basis leicht verengt. Körper 3,3—5,6 mm lang.
Die gröberen Punkte der Flügeldecken sind in Längs-
reihen angeordnet.
Körper länglichoval, nicht länger als 3,5 mm, einfarbig
blaßrot: Punktierung spärlich, Behaarung teils gelblich,
lang und halb aufgerichtet. — Westafrika (Rio de Oro)
berlandi Peyerimhoff
Körper lo REIN: als +mm lang, nicht einfarbig.
Halsschild mit einem sublinearen N, Fleck nahe
der Basis. Punktierung der Flügeldecken nahezu obsolet
und verflossen. Behaarung des Kopfes rötlich und dicht,
aber spärlicher auf dem Halsschild und den Flügeldek-
ken. — China . . . u... villosus Fald:
Halsschild ganz rostrot. ne der Flügeldecken
gut ausgeprägt und nicht verflossen. Behaarung goldgelb,
kurz und fast niedergedrückt. — Kanaren, Spanien. (at-
lanticus sc), .; 2... deserticola W oll.
Die gröberen Punkte u Hleschleden stehen nicht in
Längsreihen, sie sind unregelmäßig untermischt.
(16) Seitenränder des Halsschildes reflexed (aufgebogen) Scheibe
(15)
mehr gewölbt.
Körper olongoval, 5,6 mm lang. Halsschild breit und seit-
lich ausgedehnt, Körper nur leicht glänzend, rostrot, mit
einem großen, gemeinsamen, schwarzen Fleck auf beiden
Flügeldecken. Behaarung graulich. — Ost-Turkestan .
. Krasnowi Sem.
Kar ER. nn lan. Kopı lan rotbraun,
Flügeldecken in der Mitte breit schwarz, (pechschwarz). Be-
haarung gelblich. — Sinai . . . ... Peyerimhoffi Pie
Seitenränder des Halsschildes ich aufgchenen Scheibe
weniger gewölbt und gleichmäßig zu den Seitenrändern
abfallend.
Körper klein, 2,6mm lang. Einfarbig braun. Flügeldecken
etwas eiförmig, am breitesten an den Schultern. Punktie-
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 999
rung ohne gröbere Punkte. -- Jemen ar
yemenensis Kap!
BB (17) re ßen. Se en ans Nicht immer einfarbig.
19
21
23
(20)
(29)
Flügeldecken nicht an den Schultern am breitesten. Grö-
bere Punkte auf den Flügeldecken vorhanden.
Kopf und Halsschild gewöhnlich rostrot und heller als die
Flügeldecken, welche hauptsächlich pechbraun sind. Länge
3,2—9,+ mm.
Körper länglichoval und gewölbt. Scheibe des Halsschildes
feiner als die Seiten punktiert. Flügeldecken schwarz, der
Spitzenwinkel dunkelrostrot. Behaarung graulich, lang und
dicht. — Krim . . . ..... tauricus Sem.
Körper breit one al ne subdepress. Halsschild
sleichförmig cc Flügeldecken gewöhnlich einfarbig
pechbraun, manchmal mit hellerer oder rostroter Spitze.
Behaarung gelblich, lang und gleichmäßig dicht. — Arabien
. arabicus Kap.
es nd HRıstdeden cn gefärbt, gewöhnlich
pechschwarz oder braun. L. 4—5,6 mm.
Halsschild und Flügeldecken gewöhnlich dunkelbraun bis
pechschwarz. Flügeldecken ein wenig hinter der Mitte am
breitesten und gegen die Spitze stumpf gerundet, mit
feinen, verloschenen Längsstreifen. Behaarung gelblich-
grau und dicht. Flügeldecken mit feineren Punkten dicht
besetzt, die gröberen Punkte spärlich und wenig mehr
deutlich. — u, Jemen (nach Kapur) .
tenebrosus Ws.
Halsschild und Flügeldecken ER scherbengelb. Flügel-
decken nicht hinter der Mitte am breitesten und ohne die
feinen Längslinien. Behaarung graulich,
Körper robust, breit oblong. Punktierung der Flügeldek-
ken dicht und eingedrückt. Behaarung spärlich. — Palästina
grandis Pie
Körper weniger robust und weniger breit. Punktierung
der Flügeldecken dicht, aber seicht. Behaarung dicht. —
Wsckersien en. 2.0 22 »2Zarudnyı Bar.
Seitenränder des Halsschildes nahe der Mitte etwas win-
kelig und nach hinten gegen die Basıs ausgebuchtet.
1.2 4mm.
Flügeldecken gleichförmig fein punktiert, gröbere Punkte
990 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
fehlen. Körper stark oval und gewölbt, gelblichrostrot. —
Turkestan . . . 2.2... Jemenowi Bar.
29 (28) Flügeldecken mit feinereh nd sröberen Punkten.
30 (39) Die gröberen Punkte in Längsreihen angeordnet. — In
dieser Gruppe reiht Kapur auch cryptonphagoides Kap.
(Art sub 38). Ich kenne diese von Reitter schon ı. l.als
eryptophagoides bezettelte Art in natura und finde, daß
die gröberen Punkte nirgends deutlich in Längsreihen
geordnet sind. Ich werde daher zur Vorsicht auf diese
Art auch sub 40 und #7 aufmerksam machen.
31 (34) Kopf, Halsschild und Flügeldecken von gleicher Färbung.
Behaarung kurz. Wenn Behaarung lang, dann beachte eine
aufgehellte Form von eryptophagoides Kap. (sub. 38), wel-
che Kapur unbekannt gewesen sein muß, die auch meines
Dafürhaltens die gröberen Punkte nirgends in Längsreihen
geordnet hat.
32 (33) Körper gleichmäßig braun, ziemlich verlängert, Mitte der
Seitenränder der Flügeldecken fast parallel, nicht durch-
scheinend. Flügeldecken dicht punktiert, aber nicht an
der Spitze gerunzelt. — Turkestan
Ik, Inaohsee, Bar
33. (32 Körper gorlich, eher neh, ll die Seitenränder
der Flügeldecken breit gerundet, durchscheinend. Flügel-
decken dicht EB und an der Spitze gerunzelt. —
Persien... 2. Een} heller das Bar.
3+ (31) Flügeldecken zum Teile ee und dunkler als
Kopf und Halsschild. Behaarung lang.
35 (36) Körper größer, 3,3—3,5 mm lang, breit und konvex, rost-
braun, ausgenommen die schwarze Scheibe der Flügeldecken.
Turkestan . . . .. .. hissariensis Bar.
36 (35) Körper nur 2—2 an ke allen länglich und weniger
konvex. Flügeldecken anders gefärbt.
37 (38) Art von West-Persien. Gelblichbraun, ausgenommen die
pechschwarze Spitze der Flügeldecken. Behaarung dicht,
lang und goldig. L. 2 mm. Bar.
en ee minimus Bar.
38 (37) Art von Turkestan. Km: lake bo, Flügeldecken
pechschwarz, ausgenommen die schmalen braunen Spitzen-
ränder. In Serien sah ich aber Stücke, bei denen im hin-
teren Teile der Decken ein heller Fleck durchschien, der
sich nach und nach so ausbreitete, daß die ganzen Decken
“ Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 091
die helle Farbe annahmen. Solche Stücke erwähnte Kapur
nicht. Behaarung dicht, lang und graulich. Nach Kapur
sind die gröberen Punkte der Flügeldecken gereiht, ich
kann dies aber nach Originalstücken von Reitter, der
die Art i. 1. bezettelte, nicht bestätigen. Vielleicht ist dies
bei dem einen oder anderen Stück einmal mehr oder
minder der Fall. Siehe daher auch sub. 40 und 47! L. 2 bis
2,5mm ... .... eryptophagoides Kap.
39 (30) Gröbere Pine der lupeldeoken nicht in Reihen, un-
regelmäßig untermischt.
40 (41) Kopf, Halsschild und Flügeldecken einförmig rötlich. Basis
der Flügeldecken schmal (narrow) und mit spitzig (shar-
a gerundeten Schulterwinkeln. L. 53mm. — Turkestan
.. .„ Glazunowi Bar.
Zur seh: Ve ad A er cryptopha-
goides Kap. sub 38, eldıs ganz aufgehellt vorkommen
kann.
41 (40) Flügeldecken ganz oder zum Teil pechschwarz und dunk-
ler als Kopf und Halsschild. Basis der Flügeldecken breit,
Schulterwinkel spitzig oder breit gerundet.
42 (45) Körper 3,3—4 mm lang. Schulterwinkel spitzig gerundet.
43 (44) Flügeldecken zur Gänze pechschwarz oder manchmal mit
brauner Spitze, diese nicht gerunzelt. Die gröberen Punkte
der Flügeldecken weniger zahlreich. Behaarung kurz und
gelblich. — Turkestan . . . . . . . . nigripennis Rtt.
44 (43) Flügeldecken mit einem großen vblongen schwarzen Schei-
benfleck, Spitze gerunzelt. Die gröberen Punkte zahlreicher.
a lang und gelblichgreis. — Turkestan
bipustulatus Bar
45 (42) Keösner Be 2,5mm. are Shalevinkel breit gerundet.
46 (47) Art von Tunis, nach Kapur auch von Arabien. Körper
mehr glänzend und gewölbter. Scheibe der Flügeldecken
pechschwarz, Seitenränder und Spitze rotbraun
N . minutus Pic.
47 (46) Aa von Turkestan. Körper weniger Shnzend und weniger
gewölbt. Flügeldecken von der Basis bis ein wenig hinter
die Mitte pechschwarz. . . . . .„ haemorrhous Solsky.
Zur Vorsicht vergleiche en ander Kap.
sub 38 und meine Bemerkungen dazu. Auch sind die Flü-
geldecken anders gefärbt.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 62
992
48 (1)
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Schulterwinkel der Flügeldecken zugespitzt oder mit ecki- |
sem Humeralwinkel.
49 (60) Halsschild nicht herzförmig, gegen die Basis kaum ver- |
engt.
50 (53) Körper nicht mehr als 3mm lang. |
51 (52) Gröbere Punkte auf den Flügeldecken fehlen, die feinen
Punkte gleichförmig. Körper blaß-scherbengelb, ausgenom-
60 (49)
61 (78)
men die dunklere Scheibe der Flügeldecken. — Persien.
pallidus Cr.
rohen Punk ka Hligeidean vorhade und unregel-
mäßig untermischt. Körper rötlich-scherbengelb, die Flügel-
decken in der Färbung variierend, von schwarz zu einfarbig
rötlich-scherbengelb (a. erythreus Pic). — Erythräa.
ae ee We diversicollis Pie
Körper mehr als 3,5 mm lang.
Körper 3,6—3,/ mm lang. Gröbere Punkte der Flügel-
decken fehlend oder undeutlich. (Siehe zur Vorsicht auch
meine Notiz bei pallidus Cr., Art Nr. 37).
Halsschild rostrot, die Scheibe breit gebräunt, an den Seiten
verdickt und deutlich gerandet. Flügeldecken pechschwarz,
ausgenommen an den Schultern und der Spitze. Gröbere
Punkte der Flügeldecken seitlich zahlreicher. Unterseite
schwarz. — Asia minor. . . ..... Insculptus Sahlb.
Halsschild ganz rostrot, seitheh niißie verdickt, aber nicht
gerandet. Flügeldecken pechschwarz, ausgenommen das
Spitzenviertel. Gröbere Punkte der Flügeldecken seitlich
nicht gehäuft, spärlich gegen die Spitze. Unterseite meist
rötlich. — Nordindien. . . .. .... gandhara Kap.
Körper 5—5,6 mm lang. Gröbere Pine der Flügeldecken
zahlreicher, undeutlich oder auch ganz fehlend.
Körper länglich. Flügeldecken mit Ausnahme der braunen
Spitze schwarz. Punktierung gleichmäßig fein, gröbere
Punkte fehlend. — Kaukasus. . . . . . caucasicus Ws.
Körper oblongoval. Flügeldecken pechschwarz, die blassere
Basis ausgenommen. Punktierung der Flügeldecken ge-
mischt, die gröberen Punkte undeutlich. — Asia minor,
Kurdistan. . . . major CE
Halsschild ee gegen di Basis deutlich verengt.
Halsschild seitlich nicht ausgedehnt, zur Basis mäßig ver-
engt. Flügeldecken oblong bis langoval, die Seitenränder
gewöhnlich fast parallel.
|
|
a u.
\
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 0953
A (B) Große Art, 4,5—5 mm lang, aus Turkestan. — Vergleiche
die Beschreibung von Sumakowi Bar., welche Art Kapur
in seiner Tabelle nicht brachte und deren Reihung in dieser
Tabelle schwierig ist. Ich glaube, daß ich hier richtig auf
sie aufmerksam mache. Barovsky vergleicht sie mit con-
natus Panz.
B(A) Kleinere Arten, 3—4,1 mm, anderes Vaterland.
| 62 (65) Gröbere Punkte der Flügeldecken spärlich und angeordnet
in unterbrochenen Längsreihen.
63 (64) Körper 3,3 mm lang, länglich, gewölbt. Kopf pechschwarz,
Halsschild gelblichrot, vorne schwach ausgerandet. Flügel-
decken schwarz, mit blauem Schein und hell gelblichen
Rändern. Unterseite pechbraun. — Sibirien.
PR EE De | Hogan
64 (63) Körper 3,56 mm lang, Ina nd fast flachgedrückt.
Kopf Halsschild al hiopeldeeken rostrot, letztere mit
einer großen, gemeinsamen schwarzen Nahtmakel, diese
an der Basis und Spitze verschmälert und in der Mitte
breit kreuzförmig bis zu den Rändern erweitert. Halsschild
vorne tief ausgerandet. Unterseite rostrot. — Syrien.
cruciatus Sahlb.
65 (62) obere Punkte der Eden EN in Längsreihen, dicht
und unregelmäßig mit den feineren Panlen untermischt.
66 (67) Körper länglichoval, rötlich-scherbengelb, Flügeldecken mit
drei schwarzen Flecken, ein länglicher sutural, die zwei
anderen kleiner, jeder nahe dem Seitenrand. — Syrien.
trimaculatus Rtt.
67 (66) Koe al ech, gegen Re Spitze leicht breiter,
Flügeldecken ohne die drei schwarzen Flecken der vorigen
Art.
68 (69) Körper 3 mm lang. Kopf und Halsschild rostrot, Flügel-
decken schwarz, ausgenommen die rötlichen Ränder. —
Anatolien, . . . . ... anatolicus Pic
9 (68) Körper 3,5—4 mm ine. eralsei und gewöhnlich die
Spitze der Flügeldecken rostrot, Rest der Oberseite schwarz.
70 (73) Seitenränder des Halsschildes verdickt, rugos und grob
punktiert, vor der Mitte am breitesten.
71 (72) Körper oblongoval, ziemlich breit, glänzend. Behaarung
des Halsschildes kurz, spärlich und auf der Scheibe schwarz.
Behaarung der Flügeldecken kurz, dichter und gelblich. —
Griehenland. .. ..2..2...0.0... kalawrytus Rtt
62*
994
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
2 (71) Körper länglichoval, viel schmäler, glänzender. Behaarung |
73 (70)
74 (75)
75 (74)
76 (77)
77 (76)
78 (61)
79 (84)
80 (81)
81 (80)
spärlicher, gelblich und fast niedergedrückt auf dem Hals- '
schilde und den Flügeldecken. — Kaukasus, Arena |
arazis Rtt.
Seitenander ts Halsschildes verdided ale glatt, weniger |
grob punktiert und breit schwach gerandet, in der Mitte
am breitesten. |
Körper bis 3,5 mm lang: Oberseite glänzend. Kopf pech- |
schwarz oder braun. Halsschild rostrot, mit kurzer, spär-
licher und graulicher Behaarung auf der Scheibe. Flügel-
decken einfarbig pechschwarz oder selten an der Spitze,
an den Rändern oder auch zur Gänze rötlich gelblichrot (a.
rufolimbatus und Polkorabi Roub.). — Europa. Fg. 25.
. connatus Panz.
Mit lesen Art verellach, Barovskr seinen Sumakowi.
Siehe sub 61 A und die Beschreibung!
Körper etwa 4 mm lang. Oberseite fast matt, nicht glänzend.
Kopf pechbraun oder rötlich. Behaarung lang, dicht, gleich-
mäßig und gelblichgrau. Flügeldecken mit Ausnahme der
rostroten Spitze schwarz.
Körper weniger robust, ziemlich länglich. Kopf pechbraun
oder schwärzlich. Flügeldecken von hinter den Schultern
bis zur Mitte fast parallel und hinter der Mitte am brei-
testen, dicht und sehr fein punktiert, etwas gröbere Punkte
untermischt. — Griechenland. . . . . . . graecus Ritt.
Körper plumper und weniger verlängert. Kopf rötlich.
Flügeldecken in der Mitte fast parallel, gegen die Spitze
nicht breiter. Gröbere Punkte der Flügeldecken wenig
auffällig und nur wenig Sn als die feinen Punkte. —
Sretay a. ul... .ereticus Kirk.
Halsschild htokch ed gegen ae Basis sehr verengt.
Flügeldecken elliptisch bis oblongoval, mit den Seiten ge-
rundet oder in der Mitte fast parallel.
Flügeldecken elliptisch, Seiten breit gerundet.
Flügeldecken vorn fast buckelig gewölbt, hinten weniger
gewölbt und verengt, pechschwarz, weniger dicht, ungleich-
mäßig punktiert. Behaarung kurz, gelblich und spärlich. —
Asia minor. . . 2... gibbosus Sahlb.
Flügeldecken in der Mitte ehr gewölbt als gegen die
Basis und gleichmäßig abschüssig nach allen Richtungen,
feine und gröbere Punkte untermischt und dicht.
N
82 (83)
83 (82)
84 (79)
85 (90)
86 (87)
87 (86)
88 (89)
89 (88)
90 (85)
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 095
Körper 3,2 mm lang. Flügeldecken pechschwarz, ausge-
nommen jederseits ein großer rötlicher Schulterfleck und
manchmal ein schmaler Spitzensaum. — Palästina.
ovipennis Cr.
Korper 4 mm ne insdlderen, einfarbig schwarz. —
Insel Rhodus. . . . 2... Silvesteri Schatzm.
Flügeldecken alone SSlenrinder in der Mitte fast
parallel.
Die gröberen Punkte der Flügeldecken in Längsreihen an-
geordnet, ziemlich seicht. Kopf rötlich, Flügeldecken pech-
schwarz, ausgenommen ein blasser Seitenrand oder die
Spitze, oder beide.
Seitenrand des Halsschildes breit verdickt und grob punk-
tiert. Flügeldecken glänzend, pechschwarz, ausgenommen
ein schmaler rötlicher Außensaum. Behaarung lang, dicht
und goldgelb. — Monglei. . . . . . . .. Kozlovi Bar.
Seitenrand des Halsschildes nicht breit verdickt oder gröber
punktiert.
Kopf rötlich, aber Fühler und Taster schwarz. Flügeldecken
schwarz, ausgenomen die schmalen blassen Seitenränder,
mit Spuren von Längsstreifen gröberer Punkte nahe der
Naht und mit zahlreicheren Punkten auf dem Reste der
Oberseite. Behaarung kurz, graulich. — Cyrenaica.
Festai Dod.
Bee Fühler N Tele rötlich. kr aliluelieon ohne Längs-
streifen, schwarz, blasse Spitze ausgenommen, oder die
Flügeldecken ganz von heller Farbe (a. unicolor Rtt.) Be-
haarung lang, dicht, niederliegend und gelblichgreis. —
Ägypten. (Die Patria Sibirien ist falsch und wurde von
Reitter (Wien. Ent. Ztg. 1887, 254) berichtigt.
kubsehiarhs Rtt.
Gröbere Pan A een nicht in Längsreihen
angeordnet, sondern unter die feineren Punkte unregel-
mäßig eingestreut. Kopf schwarz, pechbraun oder rötlich,
Flügeldecken pechschwarz, ausgenommen ein blasserer oder
rostroter Außensaum, oder auch Spitzensaum.
Kopf pechschwarz oder braun. Fühler und Mund rötlich.
Körper oft kürzer als 4 mm.
Art von Konstantinopel. — Vergleiche die Beschreibung
des turicus Roub., welche Art Kapur nicht gereiht und wie
ich in natura nicht gekannt hatte. Ich glaube, daß ich trotz
996
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
der eigenartigen Beschreibung hier an richtiger Stelle auf-
merksam machen kann.
B (A) Arten von Ägypten und Palästina oder benachbarten Ge- |
92 (93)
93 (92)
94 (91)
95 (96)
96 (95)
97 (98)
98 (97)
bieten. h
Körper 3,7—4,5 mm lang. Flügeldecken schwarz mit schma-
lem blassen Außensaum (Spitze eingeschlossen), mit un-
deutlich ausgeprägten Längsstreifen nahe der Naht, dicht '
punktiert, gröbere Punkte eingestochen. Behaarung kurz,
greis. — Ägypten. . . . 2... cordicollis Guer.
Anmerkung: Siehe auch die Beschreibung des cribra-
tellus Frm., Art Nr. 11!
Körper 35 mm lang. Flügeldecken schwarz, ausgenommen
die blassen Seitenränder, und hellroter Spitze, ohne Längs-
streifen, sehr dicht punktiert, gröbere Punkte weniger
eingedrückt. Behaarung kurz, gelblich. — Palästina, Syrien.
latus Rtt.
Kopf, Fühler und Mund rötlich. Körper nicht weniger als
4 mm.
Seitenränder des Halsschildes hinter der Mitte stumpf ge-
winkelt. Flügeldecken mit gleichmäßig eingedrückten Längs-
streifen nahe der Naht. Punktierung dicht. Behaarung lang,
gelblich und dicht. — Syrien. . . . . . marginatus Ritt.
Seitenränder des Halsschildes nicht winkelig, sondern fast
gerundet. Flügeldecken ohne Längsstreifen nahe der Naht.
Körper verhältnismäßig breiter. Flügeldecken subrugos oder
gerunzelt, dicht punktiert, gröbere Punkte mehr ausge-
sprochen. Behaarung gelblichgrau, gleichmäßig lang, dicht
und fast niederliegend. — Nordwest-Afrika.
cordatus Eos
Könner nachts: (inseldeckent nicht gerunzelt, weniger
dicht punktiert, gröbere Punkte spärlicher, weniger aus-
geprägt. Behaarung wollig, weißlich und weniger dicht. —
Sahara centr.= . „en: Dolkonskyuirkeverh.
Anmerkung: In dieser Tabelle fehlt Osculatii Mar., da sie nach der nichts-
sagenden Beschreibung von niemand gereiht werden konnte. Reitter 1891 schlägt
vor, sie zu ignorieren. Sie ist von Konstantinopel beschrieben. Möglicherweise
steht die Art in Beziehungen zu turcicus Roub. Vide Art Nr. 35.
Die Arten.
Die folgenden Artbeschreibungen bringe ich in alphabetischer
Reihenfolge, weil sie dann leichter auffindbar sind. Die Aufstellung
EEE
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 997
der Arten kann nach der Tabelle erfolgen. In den Beschreibungen
bringe ich alles, was den Originalbeschreibungen oder späteren
Publikationen zu entnehmen ist. Ofter ist das mehr als dürftig
und man wird ersehen, mit welchen Schwierigkeiten das Studium
dieser Gattung verbunden ist. Einen Vorteil aber hat diese Arbeit
sicherlich insoferne, als einmal die in Dutzenden von Zeitschriften
und in siebenerlei Sprachen erschienenen Beschreibungen hier ge-
sammelt sind, allerdings in deutscher Sprache.
1. T. anatolicus Pic. — Glänzend, fast parallel, grau behaart,
rostrot. Halsschild quer. Flügeldecken fast parallel, unbewimpert,
schwarz, rot gerandet, mäßig, ziemlich dicht punktiert. Unterseite
rot oder bräunlich. L. 3mm. — Anatolien (Konia).
Nahe kalawrytus Rtt. und connatus Panz. zu stellen, differiert vom er-
steren durch die Behaarung und die hellere Halsschildscheibe, vom letzteren
durch die Färbung der Flügeldecken. Die Art variiert durch teilweise Verdunke-
lung der Unterseite oder auch durch Verschwinden des helleren Seitensaumes
der Flügeldecken vorne.
2. T. arabicus Kapur (l. c. 329, Fig. 7, 18). — Länglichoval,
ziemlich flach, besonders gegen die Spitze. Oberseite mäßig glän-
zend, Behaarung gelblich. Kopf rötlichbraun (ausgenommen die
dunkleren Augen und die bräunlichen Fühler, Mandibeln und
Oberlippe). Halsschild, Unterseite und Beine rötlichbraun. Flügel-
decken in der Färbung variabel, bei der Type pechschwarz, oder
ganz rötlichbraun oder pechschwarz mit rötlichbrauner Spitze, oder
rötlichbraun mit pechbrauner Naht bei einigen Paratypen. Schulter-
winkel gerundet. Halsschild mehr oder minder herzförmig, an der
Basis leicht schmäler als vorne, Seitenränder desselben mäßig ge-
rundet. Gröbere Punkte der Flügeldecken unregelmäßig ange-
ordnet. Seitenränder des Halsschildes nicht aufgebogen, Scheibe
jederseits zum Seitenrand gleich mäßig abfallend. L. 3,3mm. —
Arabien (El Hajaz).
3. T. araxis Rtt. — Schwarz, Vorderteil des Kopfes, Fühler,
Beine und Halsschild rostbraun. Kopf dicht punktiert, dunkel, meist
nicht tief schwarz. Halsschild nicht ganz doppelt so breit als lang,
dicht punktiert, die Seiten herzförmig gerundet, dick gewulstet,
vor der Mitte am breitesten, zur Basis mindestens so stark ver-
engt, als zur Spitze. Flügeldecken länglichoval, in der Mitte pa-
rallel, äußerst dicht und fein punktiert, dazwischen deutlich grö-
bere Punkte eingesprengt, die Spitze fast immer in größerem oder
kleinerem Umfang gerötet, selten die Flügeldecken rot, ein Längs-
998 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
fleck über der Naht und ein Längsfleck an ihren Seiten schwarz
(a. triplagiatus Rtt.). Übergangsstücke kommen vor. Oberseite ge-
wölbt und fein anliegend gelblich behaart, glänzend. L. 3,5—3,8 mm.
Araxestal bei Ordubad.
Unterscheidet sich von kalawrytus Rtt. durch schmälere Körperform, stär-
keren Glanz, weniger dichte Behaarung und kaum erkennbare Bewimperung an
den Seiten der Flügeldecken, Größe, dicker gewulstete Seiten des Halsschildes
und rote Spitze der Flügeldecken.
ad. 14. T. atlanticus Esc. — Im allgemeinen von der Größe
und Gestalt des cordatus Rosh., karamelenfarbig, mit einem schwa-
chen dunklen Feck auf der Mitte der Flügeldecken, wie bei de-.
serticola Woll. Flügeldecken goldgelb, kurz anliegend, nicht lang
flaumig, wie bei den anderen Arten, behaart. Seiten des Hals-
schildes aufgerandet und gewulstet, nicht ganz wie bei cordatus,
aber mehr wie bei deserticola, an der Basıs ebenso breit wie der
Vorderrand, seine größte Breite annähernd in der Mitte, gegen
seine Hinterwinkel stark gebuchtet, dicht punktiert auf der Schei-
be und am Rande. Flügeldecken etwas ovaler wie jene von cor-
datus, aber weniger wie bei deserticola, von welchen er sich außer-
dem unterscheidet durch die größere Länge und die nahe den
Hinterwinkeln mehr ausgebuchteten Seitenränder des Halsschildes,
wodurch die Art stark an cordicollis Guer. erinnert, damit aber
wegen der Bildung der Flügeldecken nicht verwechselt werden
kann. L. 4mm. — Marokko (Aglu).
Korschefsky, Col. Cat. p. 77, berichtet die Art unrichtig von Spanien statt
von Marokko. Nach Kapur (l. c.) ist diese Art synonym mit deserticola Woll.
Schatzmayer betrachtete sie noch als eigene Art und beschrieb dazu eine Sub-
spezies. Ich kenne sie in natura noch nicht.
s. Kochi Schatzmayer (Boll. Lag. Zool. Gen. e Agr., Portici,
XXXI. 1939, 225). — Rotbraun, mit großer dunkler Makel auf
den Flügeldecken. Flügeldecken nicht chagriniert wie bei cordatus,
am Grunde glatt wie bei deserticola Woll, jedoch mit weniger gro-
ßen Punkten, der Halsschild weniger breit, von deserticola Woll.
und ailanticus Esc. (dem echten) schon durch die kleinere Gestalt
unterschieden. L. 2,7”—3mm. — Südmarokko (Agadir).
4. T. Berlandi Peyrh. (Peyerimhoff, Bull. Mus. Nat. Hist. Paris»
XIV. 1942, 216). — Länglichoval, schwach gewölbt, glänzend, ganz
blaßrot. Behaarung gelb, halb aufgerichtet. Kopf fein punktiert.
Fühler schlank, ihre Keule mäßig verbreitert. Halsschild zweimal
so breit als lang, Vorderwinkel spitz, herabgebogen, seitlich abge-
flacht, Seitenrand sehr schmal, nicht aufgebogen, gerundet, größte
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 099
Breite hinter der Mitte, gegen die Basis stark ausgebuchtet, fein
punktuliert. Flügeldecken eineinhalbmal so lang als breit, an der
Basis gerade abgestutzt. Schulterwinkel verschwindend oder stumpf,
seitlich gerundet, gegen die Spitze mehr oder minder verengt,
Seitenrand sehr schmal, Flügeldecken leicht punktiert und mit grö-
ßeren Punkten, die längsreihig geordnet sind, Behaarung gelb, an
den Seiten befranst. Weibchen größer, weniger gewölbt. Flügel-
decken länger, an der Spitze weniger verengt. L. 2,5—3,5 mm.
Br. 1,5—2 mm. — Westliche Sahara (Rio de Oro).
Bei dieser Art sind die Seiten des Halsschildes einfach abgeflacht, anstatt
dort wie bei anderen mediterranen Arten gehöhlt und am Rande aufgekantet zu
sein. Die selben Merkmale sind auch vorhanden bei Dolkonskyi Peyrh., aber
Berlandi unterscheidet sich von der ersteren Art durch die geringere Größe, we-
niger verlängerte Gestalt, stärkere Wölbung, die hellere Farbe, auf der Scheibe
der Flügeldecken nicht verdunkelt, die zottige, gelbe und nicht weiße Behaarung,
welche an den Seiten Fransen bildet. Die Punktierung des Halsschildes ist we-
niger fein und viel dichter, die größte Breite der Fiügeldecken ist hinter der
Mitte, die Schultern sind beinahe vollkommen abgerundet, besonders bei den
Männchen.
5. T. bipustulatus Bar. — Nahe dem Semenowi Bar., aber die
Hinterwinkel des Halsschildes scharf, etwas nach außen vorragend
und dadurch leicht zu unterscheiden. Oval, rot, Kopf dunkler,
'Flügeldecken mit Ausnahme eines schmalen Randes und einer
ziemlich großen, länglichen, gelbroten Makel an der Spitze schwarz,
dicht mit langen grauen Haaren bedeckt. Kopf dicht punktiert
und gelblich behaart, Zwischenräume der Punkte den Punkten
selbst gleich. Halsschild quer, leicht herzförmig, die scharfen Hinter-
winkel nach außen vorragend, an den Seiten etwas verdickt, sehr
dicht punktiert, Zwischenräume der Punkte kleiner als die Punkte
selbst, zart behaart, Basis gleich der Basis der Flügeldecken. Flügel-
decken ohne vorragende Schulterwinkei, von der Basis ab gerundet
oval, größte Breite in der Mitte gelegen, nicht dicht, rauh punk-
tiert, Zwischenräume der Punkte runzelig, Behaarung gelbgrau.
Unterseite dunkel, Epipleuren der Flügeldecken, die 3 letzten
Bauchsegmente, Beine, Taster und Fühler gelb. L. 3,3 mm. —
Turkestan.
Von den anderen Arten durch den Bau der Hinterwinkel des Halsschildes
und die Punktur und Rauheit der Flügeldecken zu unterscheiden.
6. T. caucasicus Ws. — Bei gleicher Breite länger als connatus
Panz., die Flügeldecken fast parallel und hinten allmählich verengt,
äußerst dicht und zart seidenschimmernd behaart. Der Körper ist
1000 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
rotbräunlich, der Hinterkopf und die Flügeldecken schwarz, letztere
an der Spitze nur undeutlich; unten ist die Mittel- und Hinter-
brust etwas dunkler. Halsschild stark quer, gleich hinter der Mitte
schnell, jedoch nicht auffällig stark verengt und von hier bis zu
den Hinterwinkeln gleich breit. Flügeldecken gleichförmig und fast
dreifach feiner, aber weniger dicht als bei connatus punktiert. Von
connatus unterscheidet er sich leicht durch das nicht längere, aber
breitere, schneller verengte Halsschild, die dichtere und viel feinere
Behaarung und die Punktierung. T. cordatus Rosh. besitzt einen
längeren, stärker verengten Halsschild und an den Seiten nicht
parallele Flügeldecken. L. etwa + mm. — Kaukasus.
7. T. connatus Panz. (ruficollis Fröl.) Fg. 25. — Länglich, mit
ziemlich grober und langer grauer, anliegender Behaarung mäßig
dicht bekleidet. Der Kopf, mit Ausnahme der Mundteile, schwarz,
der Halsschild rot, die Flügeldecken schwarz, mit unbestimmt bräun-
licher Spitze oder auch die Seiten rot gesäumt (a. rufolimbatus Roub.),
oder die Flügeldecken sind wie der ganze Käfer gelblichrot (a. Polko-
rabi Roub.). Mittel- und Hinterbrust und Bauch schwarz, braun
oder braunrot, Fühler, Taster und Beine rostrot. Kopf ziemlich
fein und mäßig dicht punktiert. Halsschild etwas schmäler als die
Flügeldecken, fast doppelt so breit als lang, an den Seiten gerundet,
vor den rechtwinkeligen oder mehr oder minder spitzwinkelig nach
außen vorspringenden Hinterwinkeln ausgeschweift, am Vorder-
rande nur seicht bogenförmig ausgeschnitten, an den Seiten sehr
dickwulstig gerandet, in der Mitte mäßig fein, aber stärker als der
Kopf, an den Seiten kräftiger punktiert. Flügeldecken oblong, an
den Seiten nur mäßig gerundet, mit kräftig vorspringender, etwas
aufgebogener Basalecke, gewölbt, ziemlich dicht mit ungleich großen
Punkten besetzt. Die Schenkellinie bildet einen wenig breiten, die
Mitte des Segmentes nicht erreichenden Bogen. L. 2,7—3,5 mm. —
Mitteleuropa, Ungarn, Frankreich.
8. T. cordatus Rosh. — Oblong, größer als connatus Panz.
und flacher. Kopf rot. Halsschild länger als bei connatus, hinten
stärker eingezogen, daher deutlich herzförmig, die Flügeldecken
nicht in der Mitte, sondern nach hinten am breitesten, hinter den
Schultern mehr schräg. — Der Kopf ist klein, eben, rot, matt glänzend,
dicht fein punktiert und dicht greis behaart. Fühler rot, etwas
länger als der Halsschild, die 3 letzten Glieder zusammengedrückt
und eine Keule bildend. Halsschild breit herzförmig. doppelt so
breit als lang, vor der Mitte stark runzelig erweitert, die Vorder-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1001
winkel lappig vorgezogen, abgerundet, nach hinten stark verengt,
Hinterwinkel stumpfwinkelig, an der Spitze weit und flach aus-
serandet, an der Basis zweimal sehr leicht ausgebuchtet, etwas
gewölbt, rot, matt glänzend, sehr dicht fein punktiert und dünn
gelbgreis behaart, an den Seiten breit abgeflacht und gerandet.
Flügeldecken länglich, verkehrt eiförmig, vorne etwas breiter als
die Basis des Halsschildes und viermal so lang als derselbe, die
Schultern etwas kantig vorgezogen, stumpfwinkelig, dann schräg
erweitert, an den Seiten bis über die Mitte gerade, gegen das
Ende stark verschmälert, die Spitze stumpf abgerundet, wenig
gewölbt, schwarz, am Ende rot durchscheinend, matt glänzend,
dicht fein, etwas runzelig punktiert und mit dichter, gelbgreiser,
anliegender Behaarung besetzt. Unterseite schwarz, glänzend, dicht
fein punktiert und dünn gelbgreis behaart, die Seiten der Brust
und der Bauch mehr oder weniger rot. Beine kurz, rot. L. etwa
4 mm. — Spanien, Portugal, Marokko, Algier.
Schatzmayer (Boll. Lab. Zool. Gen. e Agr. XXXI. 1939, 225)
trennt diese Art von cordicollis Guer. so:
a (b) Behaarung der Oberseite kurz und wenig dicht. Flügeldecken
wegen ihrer dichten Chagrinierung fast matt. Halsschild an
den Seiten regelmäßiger gerundet. — Andalusien, Marokko.
SA ae Saba Ar per a cordatus Rosh.
b (a) Behaarung der Oberseite länger und dichter, fast den Grund
der glänzenden Flügeldecken bedeckend. Halsschild an den
Seiten mehr gerundet und einen kleinen Winkel bildend. —
Algier bis Ägypten. . . . 2.2..2..2..2.... cordicollis Guer.
9. T. cordicollis Guer. — Rostrot oder fahlbraun, Behaarung
gelblich oder gelbgreis, anliegend, glänzend. Kopf braun, Flügel-
decken schwarz, Seiten schmal rot. Halsschild deutlich schmäler als
die Flügeldecken, herzförmig, fein, seitlich stark punktiert. Flügel-
decken kurz, gerundet erweitert, gewölbt, Punktierung doppelt,
fein und größere Punkte dicht und unregelmäßig untermischt.
Nahtstreif sehr undeutlich eingedrückt. Schultern winkelig vorge-
zogen. L. 3,7—4,5 mm. — Ägypten, Cyrenaica, Tripolis, Tunis, Algier.
Dem ovipennis Cr. ähnlich, aber größer, mit dunklem Kopf, äußerst schmal
rot gesäumten Flügeldecken und letztere mit einem angedeuteten Nahtstreifen.
Trennung der Art von cordatus Rosh. siehe dort!
s. Brovedanii Schatzmayer (l. c. 225, fig.). — Einfarbig gelb-
braun, manchmal mit einer leichten Bräunung an der Naht. L.
2,2—3,4 mm. — Gestrecktere Gestalt, welche entsprechen würde
1002 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
subseriatus unicolor Rtt., welcher aber 4,5 mm lang wird. — Tripolis
(nördl. Zone von Garian : Sirte, Misurata, Homs, Mellaha, Gargaresec).
Im Col. Cat. p. 78 finden wir zu cordicollis Guer. den T. cribratellus Frm.
mit 2 Aberrationen synonym gestellt, welche Synonymie mir einigermaßen be-
denklich vorkommt, da cribratellus Frm. länglichere Flügeldecken, cordicollis
Guer. aber kurze und breite, an den Seiten bauchig gerundete Flügeldecken be-
sitzen soll, außerdem hat cordicollis einen stark herzförmigen Halsschild. Ich
kenne die Art nicht und gebe daher zur weiteren Beurteilung hier das, was man
darüber entnehmen kann:
T. eribratellus Frm. — Sehr ähnlich cornatus Panz und cordatus
Rosh., aber von beiden unterschieden durch die ziemlich grob und
fast regelmäßig liniert punktierten Flügeldecken, deren Zwischen-
räume fein und wenig dicht punktiert sind, von cordatus außer-
dem noch durch den an den Seiten weniger gewinkelten Halsschild
und die hinten weniger erweiterten Flügeldecken verschieden. Manch-
mal sind die :Flügeldecken an den Seiten rötlich gesäumt und an der
Spitze ebenso gefleckt (a. limbatus Pic-Tunis), oder das ganze Tier
ist ziegelrot (a. Henoni Pic, Berrian) L. 3,5 mm. — Algier, Tunis.
Pie sagt zu seinem Henoni: Länglich, gänzlich ziegelrot, ausgenommen die
schwarzen Augen. Halsschild an den Seiten und nahe der Mitte etwas winkelig
erweitert, Flügeldecken wenig behaart, mit wenig markierten Schulterwinkeln,
mittelmäßig und teilweise regelmäßig punktiert.
10. T. ereticus Rtt. — Ist dem graecus sehr ähnlich, aber etwas
srößer, plumper, Flügeldecken viel kürzer, in der Mitte fast parallel.
Oberseite nur kurz gelblich behaart. Kopf und Halsschild rot,
Flügeldecken an den Seiten sehr schmal, an der Spitze breit rot
gefärbt, die gröberen Punkte auf den Flügeldecken wenig auffällig,
wenig größer als die feineren Punkte, L. 4,1 mm. — Kreta (La-
sithi-Gebirge).
11. T. eribratellus Frm. — Siehe bei cordicollis Gu£r. sub
Nr. 9! Siehe auch Absatz vorher!
12. T. eruciatus J. Sahlb. — Länglich, hinten sehr wenig er-
weitert, fast flach, rostrot, länger und dicht bräunlich behaart,
Flügeldecken mit einer großen, gemeinsamen, schwarzen Naht-
makel, die an der Basis und Spitze verschmälert und in der Mitte
bis zu den Rändern kreuzförmig erweitert ist. Kopf und Halsschild
dicht und sehr fein punktuliert. Flügeldecken sehr obsolet spär-
lich punktiert und unregelmäßig gestreift. Halsschild nicht dop-
pelt so breit als lang, gegen die Basis ziemlich stark verengt und
vor den Hinterwinkeln deutlich gebuchtet. Schulterwinkel der
Flügeldecken scharf zahnartig vorstehend. L. 3,8 mm. — Syrien.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1003
Sahlberg gibt dann noch eine genauere Beschreibung: Ge-
stalt länglich, wie bei graecus Rtt. und deserticola Woll., aber
länger als der erstere, Kopf und Halsschild rostrot und die helle
Farbe auf den Flügeldecken ausgedehnter und Flügeldecken an-
ders punktiert. Von trimaculatus Rtt. verschieden durch den
schmäleren, mehr herzförmigen Halsschild und die Punktierung.
— Kopf rostrot, dicht und sehr fein punktiert, matt, kurz und
undeutlich gelb behaart. Fühler und Taster rötlichgelb. Halsschild
etwas schmäler als die Flügeldecken, etwa ?, breiter als lang, vorn
mäßig gerundet, hinten ziemlich deutlich verengt, an der Basis
etwas schmäler als vorne, Seiten vor den rechtwinkeligen Hinter-
winkeln leicht gebuchtet, oben flach, Seiten breit abgeflacht, we-
niger dick als bei graecus gerandet, an der Basis stumpf gerundet
und beiderseits schr undeutlich eingebuchtet. Vorderrand breit
rundlich ausgerandet, Scheibe wenig gewölbt, in der Mitte un-
deutlich der Länge nach abgeflacht, dicht und sehr fein punktu-
liert, ziemlich dicht gelb behaart, Seiten dicht, aber kurz bewim-
pert. Flügeldecken an der Basis nicht breiter als die mittlere Breite
des Halsschildes und mehr als dreimal länger als dieser, Schultern
scharf und zahnartig vorgezogen, Seiten vorn ziemlich gerundet
erweitert, in der Mitte fast parallel, gegen die Spitze aber sehr
wenig divergierend, hinten plötzlich gerundet verengt, vorn deut-
lich, gegen die Spitze allmählich schmal gerandet, sonst gänzlich
ungerandet, oben wenig gewölbt, sehr obsolet, wenig dicht punk-
tuliert, aber mit regelmäßigen Spuren von Längsstreifen, die mit
guter Lupe leicht zu bemerken sind, rostrot, fast matt, gezeichnet,
wie oben gesagt, kurz gelb, ziemlich dicht behaart. Epipleuren der
Flügeldecken ganz rostrot. Unterseite sehr fein, weniger dicht
punktuliert, zart gelb behaart, Brust und Bauch vorne braun, gegen
das Ende hell rostrot. Beine rostrot, dicht gelb behaart.
13. T. eryptophagoides Kapur (l. ce. p. 326. Fig. 6 und 19). —
Kleine Art, länglich, mäßig gewölbt, Flügeldecken nahe der Naht
weniger gewölbt, Oberseite glänzend, Behaarung gelblich oder
greis. Kopf (schwarze Augen und blaßbraune Fühler und Oberlippe
ausgenommen) und Halsschild scherbengelb, Flügeldecken pech-
schwarz, ausgenommen die äußerste Spitze und ein sehr schmaler
brauner Strich entlang des Seitenrandes von der Schulter bis zur
Spitze (Type). Unterseite und Bauch scherbengelb, Hinterbrust
und die 3 ersten Bauchsegmente dunkelbraun, oder diese auch von
heller Farbe. Soweit ich die Art aber in Serien nach der Original-
1004 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
bezettelung durch Reitter (i. 1.) kenne, kommt es zur gänzlichen
Aufhellung der Flügeldecken. Zuerst scheint im hinteren Teile
jeder Decke ein bräunlicher Fleck durch, dieser breitet sich dann
mehr und mehr aus und überflutet die ganzen Decken, auch das
Schildchen. Schulterwinkel abgerundet oder mit sehr schwachem
winkeligen Ansatz. Halsschild mehr oder weniger herzförmig, an
der Basis schmäler als vorne, Seitenränder nahe der Mitte schwach
winkelig, und gegen die Basis ausgebuchtet. Flügeldecken doppelt
punktiert, gröbere Punkte nach Kapur in Längsreihen angeordnet,
nach meinen Beobachtungen sind sie aber nirgends deutlich ge-
reiht. L. 2—2,5 mm. — Turkestan, Ostbuchara. — (Vide Mader,
Kol. Rdsch. 32, 1954 p. 127.)
Nach meinen Beobachtungen sind die Härchen neben dem
Seitenrande des Halsschildes nach außen gerichtet, weshalb die
Art nach Weise in dessen 2. Gruppe zu stehen käme. Dieses Merk-
mal wurde von den nachfolgenden Autoren nicht berücksichtigt.
Ich kann das nicht bei allen Arten nachprüfen, und auch Kapur
hat nur ein Drittel der Arten gesehen. Vielleicht ist diese Nach-
prüfung einmal einem anderen möglich, denn es wäre ein wichti-
ges und dienliches Merkmal.
14. T. deserticola Woll. — Länglich, ziemlich breit, dicht
braun behaart, fast matt, rostrot, Flügeldecken auf der gemein-
samen Scheibe schwärzlich. Halsschild fein punktiert, an den Sei-
ten gerundet-abgeflacht, hinten verengt, Flügeldecken sehr fein
punktuliert und große, fast gereihte Punkte spärlich eingestreut,
Z/Zwischenräume der angedeuteten Punktreihen sehr schwach er-
haben. L. 4,5 mm. — Kanaren.
Kapur erklärt, wahrscheinlich mit Recht, atlantıcus Ese. als
ein Synonym von deserticola, Schatzmayer betrachtete ihn noch
als eigene Art und beschrieb dazu die s. Kochi. Man vergleiche da-
her die Beschreibung von atlanticus nach araziıs Ritt.
15. T. diversicollis Pic. — Länglich, pechschwarz, Korpf vorne
und Beine rot, Flügeldecken fein rot gerandet (forma nominata,
oder Flügeldecken einfarbig ziegelrot (a. erythreus Pic). L. 3 mm.
— Erythräa. — Ähnlich araxis Rtt., aber davon sehr unterschie-
den durch den Halsschild, der nach hinten kaum verengt und
schwach und schmal aufgerandet ist.
16. T. Festai Dodero. — Sehr nahe cordicollis Guer., aber die
gröberen Punkte der Flügeldecken sind weniger dicht und viel
größer, mit Neigung, unregelmäßige Längsreihen zu bilden. Kopf,
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1005
Halsschild, Fühler und Beine rot, Flügeldecken schwarz, mit
schmalem roten Saum, der im Spitzenwinkel viel breiter wird.
L. 4 mm. — Cyrenaica (Derna).
Dodero’s Diagnose in Übersetzung: „Schr nahe dem cordi-
collis Gu£r., aber von diesem gut unterschieden durch die grobe,
weniger dichte und viel gröbere Punktierung der Flügeldecken,
mit Tendenz, sich in unregelmäßige Längsreihen zu stellen, auf
den Flügeldecken Spuren von gut sichtbaren Längsfurchen, vor
allem in der Nähe der Naht und verschwindend nach den Seiten
hin. In dem am meisten niedergedrückten Teil dieser Furchen
befindet sich der größte Teil der groben Punkte. Der Thorax ist
noch viel dichter punktiert, auch in der Mitte der Scheibe, stärker
herzförmig, aber nicht winkelig an den Seiten, welche breiter ver-
flacht sind. Der Kopf ist vollkommen rot, wie der 'IThorax, die
Fühler und die Beine; die Flügeldecken sind schwarz, mit einem
auf den Seiten sehr schmalen und auf dem Apikalteile viel breite-
ren roten Saum. Er müßte daher auch sehr ähnlich sein dem mar-
ginatus Rtt. vom Libanon, den ich in natura nicht kenne, aber
dieser müßte haben die Punktierung des Rückens des Prothorax
viel feiner und zerstreuter, die Seiten desselben winkelig, die Be-
haarung länger und dichter und den roten Saum der Flügeldecken
schmal und gleichmäßig in seinem ganzen Verlaufe.“ — Schatz-
mayer glaubt, daß diese Art nicht wird bestehen bleiben können.
17. T. gandhara Kapur (l. c. p. 325, Fig. 2, 24, 29 und 34). —
Länglich, mäßig gewölbt, gelblich behaart. Kopf pechbraun, Kopi-
schild, Fühler und Mundteile rötlichbraun. Halsschild rötlich-
braun. Schildchen und Flügeldecken pechschwarz. ausgenommen
etwa das rötlichbraune Spitzenviertel. Mittelteil der Vorderbrust
dunkelbraun, ebenso die Basalsegmente des Bauches, Unterseite
und Beine sonst rötlichbraun. Schulterwinkel der Flügeldecken
zugespitzt. Halsschild nicht herzförmig, gegen die Basis kaum ver-
engt. L. 3,6 mm. — Nordindien.
18. T. gibbosus J. Sahlb. — Länglich oval, schwarz, glänzend,
dünn behaart. Halsschild, Fühler und Beine rostrot, Kopf pech-
braun, fein punktiert. Halsschild quer, fast herzförmig, gewölbt,
dicht und ziemlich stark punktiert. Flügeldecken vorne stark ge-
wölbt, fast buckelig, hinten verengt, wenig dicht unregelmäßig
punktiert, Schultern zahnförmig vorragend. L. 2,8 mm. — Klein-
asien.
Diese kleine Art ist durch die ovalen Flügeldecken, die von der Seite ge-
1006 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
sehen stark, fast buckelig gewölbt und ganz schwarz sind, kenntlich und hat in
der Nähe von ovipennis Cr. zu stehen. — Kopf pechschwarz, vorne heller, ziem-
lich dicht sehr fein punktiert, glänzend, dünn gelb behaart. Fühler und Taster
rostbraun. Halsschild fast doppelt so breit als lang, fast herzförmig, vorn ziem-
lich stark ausgerandet, hinten fast gestutzt, etwas vor der Mitte gerundet er-
weitert, oben auf der ‘Scheibe mäßig "gewölbt, Seiten breit abgeflacht und dick
‚gerandet, rostrot, glänzend, dicht und ziemlich tief punktiert, Punkte viel tiefer
als auf dem Kopfe, auf der hinteren Scheibe etwas feiner, dünn und weniger lang
gelb behaart, Seitenrand undeutlich bewimpert. Flügeldecken etwa 14 länger als
breit, ziemlich kurz, kaum dreimal so lang als der Halsschild und deutlich brei-
ter, an den Schultern deutlich zahnartig vorragend und an den Seiten ziemlich
‚deutlich gerundet, hinten eiförmig verengt, Seitenrand deutlich hinten schmäler
aufgebogen, oben, besonders vorne, gewölbt und, von der Seite gesehen, hinter
‚der Basis des Halsschildes fast buckelig erhaben, einschließlich der Spitze ganz
schwarz, glänzend, zarter und weniger dicht als der Halsschild punktiert, mit
fast gleich großen Punkten und einer etwas längeren und dunkleren Behaarung
‚als am Halsschilde. Unterseite schwarz, fein punktiert, Brust fast glatt, ziemlich
‚glänzend, spärlich gelb behaart, Propleuren rot, Bauchspitze pechbraun, Beine
rostrot, Schenkel ein wenig gebräunt.
19. T. Glazunowi Bar. — Länglich, flach, ganz rot, ausgenom-
men die schwarzen Augen, gelbgrau behaart, Haare glänzend, lang
und dicht stehend. Kopf rauh punktiert, Zwischenräume der
Punkte größer als die Punkte selbst, gelbgrau behaart. Halsschild
quer, aber weniger als bei Jacobsoni Bar., flach, herzförmig, Sei-
ten verdickt, breiter und flacher als bei Jacobsoni, dicht punk-
tiert, Zwischenräume der Punkte den Punkten selbst fast gleich,
ziemlich dicht gelbgrau behaart. Hinterwinkel stumpfeckig, Basis
schmäler als die Basis der Flügeldecken. Flügeldecken an der Ba-
sis gerade, gegen die Schultern und gegen die Spitze gerundet,
aber weniger stark als bei Jacobsoni, in der Mitte parallel wenig
dunkler als Kopf und Halsschild, dicht punktiert, feine und grö-
bere Punkte untermischt, welche gegen die Seiten in mehr regel-
mäßige Reihen übergehen, auf dem Rücken gelbgrau behaart, an
‚den Seiten überdies dichter und mit parallelen Längsreihen star-
ker Punkte, die deutlich ausgebildet sind und größere goldgrüne
Haare tragen als bei Jacobsoni, die Zwischenräume der Punkte
‘übertreffen die Punkte selbst und sind zart runzelig. L. 3 mm. —
West-Turkestan, Prov. Syr-Darja.
20. T. graecus Rtt. — Länglich, rostrot, fast matt, dicht seidig
behaart, Brust gebräunt, Kopf schwärzlich, Halsschild kaum dop-
pelt so breit als lang, Seiten gegen die Basis wenig mehr ver-
schmälert, dicht und fein punktiert, Flügeldecken schwarz, an der
‚Spitze heller, oder mit 2 großen, blaßrötlichen Wischen, ein brei-
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 1007
ter auf der Schulter und fast bis zum Schildehen reichend und
einer an der Spitze (a. humeralis J. Sahlb. — Palästina), Flügel-
decken hinter den Schultern gegen die Spitze fast parallel, hinter
der Mitte am breitesten, dicht und äußerst fein punktiert, etwas
gröbere Punkte untermischt. L. 4 mm. — Griechenland, Rhodus,
Türkei, Kleinasien, Syrien, Palästina.
Dem connatus Panz. sehr ähnlich, ebenso gefärbt, jedoch der Halsschild
gegen die Basis stärker als nach vorne verengt, die größte Breite vor der Mitte,
nicht ganz doppelt so breit als lang. Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten,
fein punktiert und die größeren untermischten Punkte sind viel kleiner als bei
connaius.
21. T. grandis Pic. — Robust, ziemlich breit, grau behaart,
ziegelrot, einfarbig, Augen schwarz. Flügeldecken länglich oval,
mäßig, ziemlich spärlich punktiert, wenig behaart, Schulterwinkel
fast abgerundet. L. 5 mm. — Palästina.
22. T. haemorrhous Solsky (haemorrhoidalis Mad., error). —
Länglich oval, wenig gewölbt, wenig glänzend, oben dicht und
fein punktiert und fein grau behaart. Rot, Augen, Brust, Flügel-
decken von der Basis bis hinter die Mitte und der Bauch an der
Basis schwarz. Halsschild quer, herzförmig, seitlich schmal abge-
flacht, aufgebogen gerandet und an den Seiten kurz bewimpert,
vorne gerundet, zur Basis stark verengt und vor den Hinterwinkeln
gerade ausgebuchtet. Flügeldecken oval, wenig breiter als der
Halsschild, an der Basis und Spitze stumpf gerundet, dicht und
lang grau behaart. L. 2,7 mm. — Samarkand.
23. T. hissariensis Bar. — Dem ovipennis Or. ähnlich, aber
mit weniger vorragenden, fast fehlenden Schulterwinkeln. Bis auf
den pechschwarzen Rücken der Flügeldecken und die schwarzen
Augen rostrot. Oval, gewölbt, glänzend. Kopf spärlich punktiert,
gelb, lang glänzend behaart. Halsschild quer, doppelt so breit als
lang, herzförmig, nach vorne verengt, vorn gebuchtet, Vorder-
winkel nach vorn stark vorspringend, Basis etwas schmäler als die
Basis der Flügeldecken, ungleichmäßig dicht punktiert und dicht
gelb behaart. Flügeidecken oval, gewölbt, Rücken schwarz, Rand
rot, dieser an den Seiten schmal, an den Schultern und vor der
Spitze breiter (wie bei Kozlovi Bar.). Schulterwinkel stumpf, fast
fehlend, auf dem Rücken mit unregelmäßigen Reihen deutlich
stärkere Punkte, Zwischenräume der gröberen Punkte ungleich,
viel größer als die Punkte selbst, dicht und fein punktuliert, dicht,
ziemlich lang goldig behaart. Unten rostrot mit Ausnahme der
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 63
1008 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
dunklen Brust und des dunklen Kopfes. L. 3,3—3,5 mm. — Ost- |
Buchara, Hissar.
24. T. insculptus J. Sahlb. — Gestreckt, etwas linear, oben
rostbraun, fast matt, Kopf und Halsschildscheibe pechschwarz,
diese länger und ziemlich dicht gelb behaart, Kopf sehr fein, Hals-
schild etwas weitläufiger und tiefer punktiert. Halsschild doppelt
so breit als lang. Seiten fast gleichmäßig gerundet und mit deut-
lich eingedrückter Submarginallinie; Seiten der Flügeldecken in
der Mitte fast parallel, sehr dicht fein punktiert, mit etwas grö-
beren Punkten untermischt, besonders gegen die Seiten, schwarz,
fast matt, an der Spitze ziemlich breit rötlich. L. 3,7 mm. — Ana-
tolien.
Diese Art ist durch stark queren Halsschild, der kaum herz-
förmig ist, und die eingeschnittene Seitenrandlinie (ähnlich wie
bei major Cr.) ausgezeichnet. — Kopf sehr dicht und sehr fein
punktiert, dünn hell behaart, vorn rostrot, hinten pechbraun, bei-
derseits nahe dem Rande der Augen mit etwas deutlicher bogen-
förmig eingedrückter Linie als bei cruciatus Sahlb. Halsschild
quer, wenigstens doppelt so breit als lang, Seiten deutlich gleich-
mäßig gerundet, größte Breite vor den fast stumpfen Hinterwin-
keln fast in der Mitte, kaum ausgebuchtet, oben rostrot, fein, aber
etwas tiefer und weitläufiger als auf dem Kopfe punktiert, Scheibe
sehr wenig dunkler, ziemlich gewölbt, beiderseits gegen die Seiten
bogig eingedrückt, der Eindruck vorne erweitert, nach innen ge-
krümmt und außerdem mit einer dem Rande parallelen einge-
schnittenen Seitenrandlinie, Seitenränder dick, nicht bewimpert,
Scheibe dünn gelb behaart. Flügeldecken etwas breiter als die Ba-
sis des Halsschildes und dreimal so lang als dieser, geformt wie bei
cruciatus, matt, dicht punktiert, länger, ungleich gelb behaart,
Rücken fast flach, schwarz, fast matt, an der Spitze ziemlich breit
rötlich. Unterseite schwarz, glänzend, Bauch an der Spitze bräun-
lich, Segmentränder rot. Brust fast glatt, Bauch sehr fein spärlich
punktiert. Beine ganz rostrot, dünn behaart.
25. T. Jacobsoni Bar. — Sehr klein, länglich, sehr schmal,
ganz braun oder rötlichbraun, die schwarzen Augen ausgenommen,
graugelb behaart. Kopf kaum dunkler als der Körper, ziemlich
dicht punktuliert, mit gelber Behaarung. Taster gegen die Spitze
dunkler (ob immer?). Halsschild flach, quer, deutlich schmäler als
die Flügeldecken, stark herzförmig, der Seitenrand selbst dick und
aufgebogen, Hinterwinkel fast rechteckig, dicht, an den Seiten
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1009
noch dichter punktiert, gelblich behaart. Flügeldecken an der Basis
bei den Schultern gerundet, dann parallel, Seiten breit aufgebogen,
hinten stumpf gerundet, Rücken wenig gewölbt, mit parallelen
Längsreihen gröberer Punkte, die goldige Haare tragen, Zwischen-
räume der Punkte von der Größe der Punkte selbst und nicht dicht
punktuliert, nicht gerunzelt. L. 2 mm. — Samarkand.
Durch die Kleinheit und die regelmäßigen, parallelen Reihen haartragender
Punkte auf den Flügeldecken ausgezeichnet.
26. T. kalawrytus Rtt. — Länglich, sehr kurz behaart, glän-
zend, schwarz, Mund, Taster, Fühler, Beine, Halsschild und eine
unbestimmte Spitzenmakel der Flügeldecken rostrot. Halsschild
dicht und fein, Seiten stark punktiert, Flügeldecken wenig brei-
ter als der Halsschild, sehr fein und dicht punktuliert, mit grö-
beren Punkten unregelmäßig untermischt, Schultern winkelig vor-
gezogen. L. 4 mm. — Griechenland.
Dem connatus Panz. sehr ähnlich, ebenso geformt und gefärbt, die Scheibe
des Halsschildes ist jedoch schwarz behaart, bei connatus greis, Halsschild zur
Basis stärker herzförmig verengt und die Spitze der Flügeldecken stets rostrot.
Von graecus Rit. unterscheidet sich die Art durch die äußerst feine und kurze
Behaarung.
27. T. Kozlovi Bar. — Länglich oval, etwas gewölbt, glänzend,
goldgeib behaart, rot, mit schwarzen Augen, Flügeldecken mit
Ausnahme eines schmalen roten Randes pechschwarz. Kopf dicht
punktiert, goldig, ziemlich dicht behaart, Zwischenräume der
Punkte den Punkten selbst gleich. Halsschild quer, fast um die
Hälfte seiner Länge breiter, herzförmig, mit stärker verdiekten
Seiten, an der Basis viel schmäler als die Flügeldeckenbasis, rot,
dicht punktiert, geneigt behaart. Flügeldecken oval, gewölbt, in
der Mitte parallel, schwarz, ausgenommen ein roter Rand, schmal
an den Seiten, breiter an den Schultern und an der Spitze, wie bei
latus Rtt. Basis der Flügeldecken viel breiter als die Halsschild-
basis, Schulterwinkel deutlich vorragend. Die Decken dicht und
fein punktiert, auf der Scheibe mit deutlichen unregelmäßigen
Reihen gröberer Punkte und dicht goldgelb behaart, an den Seiten
dichter. Unterseite dunkel, Brust und die zwei letzten Bauchseg-
mente ausgenommen, diese rot. L. 4,75 mm. — Mongolei.
Dem ovipennis Cr. ähnlich, aber größer.
28. T. Krasnowi Sem. — Sehr groß, länglich oval, sehr wenig
gewölbt, dicht und lang blaf3 behaart, fein, gedrängt, fast gleich-
mäßig punktuliert, kaum glänzend, rostrot, Flügeldecken mit einer
gemeinsamen länglichen, weder Basis noch Spitze erreichenden
1010 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
schwarzen oder schwärzlichen Makel, Bauch an der Basis in der
Mitte und die Mitte der Mittelbrust mehr oder weniger pechbraun.
Halsschild breit, quer, gegen die Basis deutlich verschmälert, vor
den Hinterwinkeln fast nicht gebuchtet, Seitenrand ziemlich breit
abgeflacht und leicht aufgebogen. Flügeldecken viel breiter als
der Halsschild, länglich oval, Seiten nicht parallel, sehr fein punk-
tuliert und undeutlich gröbere Punkte zerstreut untermischt.
Schulterwinkel stumpf, nicht gewinkelt. L. 5,7 mm. — Ost-Turke-
stan (Heptapotamia).
29. T. latus Ritt. — Dem ovipennis Cr. ähnlich, aber etwas
größer und in den Flügeldecken breiter, letztere nicht eiförmig,
sondern oval, in der Mitte ziemlich parallel, schwarz, Mund, Füh-
ler, Beine, Halsschild, Bauch gegen die Spitze, der schmale Seiten-
rand der Flügeldecken, an den Schultern nur wenig breiter, lebhaft
rot gefärbt. Die Spitze der Flügeldecken hat einen mehr gelbroten,
schrägen, gut abgegrenzten Flecken. Halsschild herzförmig, viel
schmäler als die Flügeldecken, dicht und fein, an den Seiten gröber
punktiert. Flügeldecken breit, ähnlich wie bei connatus Panz. ge-
formt, ziemlich stark gewölbt, dicht und mäßig fein, ungleich
punktiert, indem größere und kleinere Punkte zahlreich wechseln,
die gröberen Punkte sind aber weniger auffällig als bei den ande-
ren Arten, an den Seiten sind sie etwas größer. L. 3,5 mm. —
Syrien, Palästina. Ä
Von ovipennis Cr. durch die vorherrschend schwarze Färbung, schwarzen
Kopf, Größe etc., von cordicollis Gue@r. durch den Mangel an Spuren angedeuteter
Streifen, dunklen Kopf und große Spitzenmakel der Flügeldecken verschieden.
30. T. major Or. — Dem connatus Panz. sehr ähnlich, aber
viel größer, dichter punktiert, die gröberen Punkte sind undeut-
lich, der Halsschild ist an der Basis nicht verengt, sehr deutlich
breiter als lang, Flügeldecken an der Basis heller. L. 4,4 mm. —
Kurdistan.
Der Halsschild fällt an den Seiten ganz gleichmäßig zu einer
feinen Rinne ab, die den kaum aufgebogenen oder wesentlich er-
höhten Seitenrand innen begrenzt. Der abgesetzte Seitenstreifen
ist sehr breit (bei tauricus Sem. sehr schmal), Flügeldecken ohne
starke Punkte zwischen der feinen Punktierung oder nur mit eini-
gen größeren Punkten auf einem Längsstreifen hinter den Schul-
tern.
31. T. marginatus Rtt. — Breit, ziemlich lang braun behaart,
rot, Flügeldecken schwarz mit gleichmäßig schmalem roten Sei-
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1011
tenrand (eine dunklere Form mit heller Flügeldeckenspitze siehe
? v. subobscurus Pic). Halsschild quer, fast herzförmig, vor der
Basis stark gebuchtet verengt, Seiten hinter der Mitte stumpf ge-
winkelt, auf dem Rücken spärlich und fein, Seiten stark, aber
wenig tief punktiert. Flügeldecken breiter als der Halsschild, breit
oval, dicht und fein punktiert, weniger gröbere Punkte unter-
mischt. L. 4—4,5 mm. — Syrien, Libanon.
Dem cordicollis Guer. sehr nahestehend, ebenso groß und von gleicher
Form, gelbrot und nur die Flügeldecken bis auf einen schmalen gleichmäßigen
roten Rand schwarz. Die Behaarung ist länger und dichter, der Halsschild ist
hinten viel stärker eingezogen, und die Seiten bilden hinter der Mitte einen deut-
lichen stumpfen Winkel. Die Flügeldecken haben neben der Naht ebenfalls einige
Spuren angedeuteter Streifen.
T. subobscurus Pie wurde zu dieser Art als fragliche Varietät
beschrieben: Genügend glänzend, mäßig gestreckt, braun behaart,
schwarz oder dunkel, Halsschild rotbraun, fast herzförmig, Spitze
der Flügeldecken, Fühler und Beine rot oder ziegelrot, Flügel-
decken breit, mäßig gestreckt, zum Teil stark punktiert. Unter-
seite dunkel. L. 4,5 mm. — Syrien (Libanon).
Die systematische Stellung dieser Pic’schen Art ist nach dessen Worten
keineswegs klar. Er sagte, daß subobscurus nahe graecus Rtt. gestellt gehöre,
also in die erste Gruppe mit länglichen Flügeldecken, nach der Beschreibung aber
dem marginatus Rtt. näher stehe, dann aber in die zweite Gruppe gehören
müßte. Pic hält seinen subobscurus sogar nur als eine Varietät des marginatus,
die sich bloß durch die dunklere Färbung und den an den Seiten regelmäßigeren
Halsschild unterscheidet („distincte seulement par la coloration plus foncce ou
Zu 6
le prothorax plus rögulier sur les cötes.“). Man muß sich fragen, warum Pic, der
heiklen Materie entsprechend, nicht klarer und ausführlicher beschrieben hat. Er
hatte ja die Type vor sich, für die anderen aber gibt es eine Unklarheit mehr.
32. T. minimus Bar. — Steht dem pallidus Cr. am nächsten,
ist aber kleiner, mit fast fehlenden Schulterwinkeln. — Sehr klein,
länglich oval, gewölbt, glänzend, rostrot, Augen schwarz, Fühler,
Taster, und Beine rot, ziemlich dicht goldig behaart, auf Halsschild
und Flügeldecken dicht und ungleichmäßig punktiert. Kopf rot,
spärlich punktiert. Halsschild herzförmig, deutlich schmäler als die
Flügeldecken, Seitenrand ziemlich dick und aufgebogen, Hinter-
winkel fast rechteckig, Basis schmäler als die Basis der Flügel-
decken, ungleichmäßig punktiert, die Zwischenräume der starken
Punkte viel größer als die Punkte selbst und fein punktuliert.
Flügeldecken oval, gewölbt, rostrot, an der Spitze dunkler. Rücken
mit unregelmäßigen Reihen stärkerer Punkte, Zwischenräume der
größeren Punkte ungleich, etwas größer als die Punkte selbst und
1012 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
fein punktuliert. Unterseite rot, spärlich punktiert, goldig behaart.
L. 2 mm. — West-Persien (Luristan).
Durch die Kleinheit auffallend, von dem auch kleineren Jacobsoni Bar.
durch die Punktierung und Behaarung der Flügeldecken zu unterscheiden.
33. T. minutus Pic. — Ziemlich kurzoval, gewölbt, glänzend,
fuchsrot, der größere Teil der Flügeldecken verdunkelt, ziemlich
lang grau behaart. Kopf mäßig punktiert, Augen schwarz. Hals-
schild quer, gegen die Mitte ein wenig winkelig erweitert, stark
und wenig dicht punktiert. Flügeldecken ziemlich kurzoval, an
der Spitze kurz verschmälert, stark und unregelmäßig punktiert,
auf der Scheibe schwarz, auf dem Umkreis und der Spitze fuchs-
rötlich. Schulterwinkel wenig vorspringend. Unterseite und Beine
fuchsrot oder ziegelrot. L. 2,5 mm. — Tunis. Nach Kapur auch
Arabien.
Nach Pic soll die Form durch ihre gedrungere Form und ihre Färbung
leicht erkannt werden (am leichtesten wohl aber durch den Patriazettel).
34. T. nigripennis Rtt. — Rot, Flügeldecken einfarbig schwarz,
Brust und Bauch dunkei pechbraun, oben kurz gelblich behaart,
fein, dicht punktiert. Halsschild quer, schmäler als die Flügel-
decken, Seiten ziemlich breit aufgebogen, stark gerundet, in der
Mitte etwas gewinkelt, gegen die Basis stark verengt. Schildchen
sehr klein, schwarz. Flügeldecken kurzoval, gewölbt, dicht und
fein punktiert, mit etwas gröberen Punkten untermischt, innen
sehr deutlich fast gerippt, Seiten gerundet, kurz behaart, vorne
schmal gerandet, Schulterwinkel schwach, aber deutlich. Fühler
und Beine heller. Brust und Bauch dunkelbraun. L. 3,5—4 mm. —
Öyr-Darja (Neu-Margelan).
35. T. Oseulatii Marietti. — Eiförmig, fast flach, grau-rost-
farbig, behaart, Halsschild breit, fast quadratisch, seitlich gerun-
det, Flügeldecken mäßig gewölbt, leicht und scharf gerandet. —
Konstantinopel.
Das ist alles, was wir über die leichtfertig beschriebene Art wissen. Reitter
negiert sie ganz mit Recht und hält sie für ein unreifes Tier. Er sagt noch: „Wenn
es nicht um Konstantinopel wirklich eine rostrote Art gibt, die erst nachzuweisen
wäre, so ist es besser, die nichtssagende Beschreibung von Lithophilus Osculatiüi
zu ignorieren.“ Ich meine, daß dann die Art besser beschrieben werden möge,
und zwar unter einem anderen Namen, und ein verbessertes Nomenklaturgesetz
sollte es ermöglichen, den alten Namen zu liquidieren, damit er nicht weiterhin
in den Katalogen herumspukt. Weise hat die Art in seine 2. Gruppe gereiht. Hat
er nun die Type gesehen oder eine andere Art dafür gehalten? Man könnte noch
nachforschen, ob die Art ein unreifes Stück des später beschriebenen T. turcicus
Roub. ist.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1013
36. T. ovipennis Or. — Nach Urotch ähnlich dem connatus
Panz., aber Halsschild an der Basis deutlich verengt, Seiten mit
längeren Haaren bewimpert, Flügeldecken in der Mitte breiter,
also oval, mit rötlichem Schulterfleck. Punktierung ähnlich dem
connatus, ausgenommen, daß die gröberen Punkte zahlreicher sind.
L. 2,5—3,2 mm. — Palästina, Sinai.
Nach Reitter gehört die Art zur Il. Gruppe mit kurzen, ovalen Flügel-
decken. Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, schwach herzförmig. Kopf
und Halsschild gleichfarbig rostrot, Flügeldecken schwarz, Seitenrand und eine
erweiterte Schultermakel rötlich, manchmal die ganze Basis heller. Halsschild und
Flügeldecken fein behaart.
37. T. pallidus Or. — Dem ovipennis Cr. sehr nahe, aber Hals-
schild an der Basis weniger verengt und an den Seiten nicht so
stark bewimpert, die Punktierung fast einförmig, Färbung blafs-
braun, die Scheibe der Flügeldecken etwas dunkler. L. 2,2 bis
2,5 mm, nach Reitter (B. T. 1885, 31) 4,5 mm. — Persien.
Reitter charakterisiert die Art so: Blaßbraun, Kopf braun
(also dunkler), Flügeldecken nur auf der gemeinschaftlichen Schei-
be etwas dunkler, Flügeldecken sehr groß, eiförmig, ihre Punk-
tierung und Behaarung fein, fast uniform. L. 4,5 mm. — Der
Widerspruch in der Größenangabe durch Crotch und Reitter ist
für mich noch ungeklärt. Kapur reiht in seiner Tabelle diese Art
unter die Arten, deren Körper nicht mehr als 3 mm lang ist. Da er
die Art mit einem Sternchen bezeichnet, hat er die Type gesehen.
Hat er nun nachgemessen oder die Reihung nach der Größen-
angabe von Crotch gemacht? Jedenfalls hat er gleichzeitig die An-
gabe Reitter’s nicht berichtigt.
30. T. pellucidus Bar. — Oval, gewölbt, gelbrot, Augen
schwarz, Kopf und Schildchen rot, dicht und sehr kurz goldig
behaart. Kopf dicht punktiert, Zwischenräume der Punkte den
Punkten selbst gleich und äußerst fein punktuliert. Halsschild
quer, stark herzförmig, Seiten schmal abgeflacht, Rand verdickt,
viel schmäler als die Flügeldecken, dicht punktiert, Zwischen-
räume größer als die Punkte selbst, und sehr fein punktuliert.
Flügeldecken an den Schultern gerundet, auf dem Rücken sehr
dicht und fein punktiert, mit regelmäßigen Reihen deutlich stärke-
rer Punkte, an der Spitze runzelig. L. 2,5 mm. — Persien.
Durch ihre Durchsichtigkeit und die Runzelung an der Spitze der Flügel-
decken ist die Art auffallend.
39. T. Peyerimhoffi Pic. — Ziemlich gestreckt und etwas glän-
zend, ziemlich lang grau behaart, rot, Flügeldecken in der Mitte
1014 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
breit schwarz, Schulterwinkel mäßig vorragend und fast gerundet.
Halsschild kurz, an den Seiten aufgebogen. Kopf fuchsrot, Punk-
tierung in der Mitte wenig dicht, Augen schwarz. Halsschild gegen
die Mitte mäßig gerundet erweitert, dann ein wenig verengt, sehr
erhaben und an den Seiten bewimpert, hinten gebuchtet, seine
Punktierung unregelmäßig. Flügeldecken ein wenig breiter als der
Halsschild, sehr dicht punktiert, Schultern leicht nach vorne vor-
springend (und nicht seitlich eckig vorspringend) in Form eines
schwachen Zahnes und gut abgerundet. Flügeldecken fuchsrot, an
den Seiten gegen die Schultern und die äußerste Spitze, in der
Mitte und an der Naht jedoch schwarz. Unterseite dunkel. L. etwa
4 mm. — Sinai.
40. T. robustus Kapur (l. c. p. 324, Fig. 1, 17, 22 und 25). —
Länglichoval, mäßig gewölbt, Behaarung gelblichgrau. Kopf
(schwarze Augen ausgenommen), Halsschild (ausgenommen die
pechbraune Scheibe), Schildchen, ein enger Basalsaum und ein
leicht breiterer Seitensaum der Flügeldecken rötlichbraun, der
übrige Teil der Flügeldecken pechschwarz, ausgenommen ein
schmaler rotbrauner Nahtsaum vom Schildcehen bis zur Mitte der
Decken. Mittelteil der Unterseite braun, der Rest und die Beine
rötlichbraun. Schulterwinkel gerundet. Halsschild nicht herzför-
mig, an der Basis so breit wie vorne, Seitenränder regelmäßig ge-
rundet, verdickt und grob punktiert. Feine und gröbere Punkte
der Flügeldecken dicht untermischt. L. 5 mm. — Nordindien.
41. T. Roddi Bar. — Länglichoval, Taster, Mund, Fühler,
Halsschild und Beine gelbrot, Kopf und Unterseite des Körpers
pechschwarz, Brust schwarz, Bauch an der Spitze heller, Flügel-
decken schwarz, bläulich schimmernd, an der Spitze kenntlich gelb
gerandet. Halsschild vorne fast gerade abgestutzt, in der Mitte
nicht wie bei connatus ausgebuchtet, Vorderwinkel sehr wenig
vorragend, nach vorne verengt, hinten nur etwas herzförmig, ein-
förmig fein punktiert, größte Breite in der Mitte gelegen und da
nicht schmäler als die Basis der Flügeldecken. Flügeldecken nicht
parallel, hinten etwas erweitert, Basis gerade, Schulterwinkel vor-
ragend, breiter als die Basis des Halsschildes, am Rücken mit un-
regelmäßigen Reihen deutlich stärkerer Punkte, die aber hie und
da unterbrochen sind, Zwischenräume der gröberen Punkte un-
gleich, etwas größer als die Punkte selbst und zart punktuliert,
hinten zerstreut quer gerunzelt, Behaarung kurz, graugelb, nicht
dicht. L. 3,3 mm. — Westsibirien (Tomsk).
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1015
42. T. Semenowi Bar. — Kurzoval, gelbrot (Schildchen und
Augen ausgenommen), Bauch rot. Sehr dicht und äußerst fein
graugelb behaart. Kopf rot, dicht punktuliert, die gelbe Behaarung
nach vorne und innen gerichtet. Halsschild herzförmig, Seiten ab-
geflacht, Rand verdickt, viel schmäler als die Flügeldecken, mäßig
stark punktiert, an der Basis kaum schmäler als die Basis der
Flügeldecken selbst. Flügeldecken an den Schultern gerundet, auf
dem Rücken sehr dicht und fein punktuliert, Punktulierung ein-
fach, die graugelbe Behaarung dicht. L. 3,2—3,8 mm. — Trans-
kaspien.
Gestalt wie ovipennis Cr., Färbung wie cordicollis Guer., aber verschieden
durch ovalere Gestalt, gerundetere Basis der Flügeldecken, schmäleren Halsschild,
Punktierung und kurze einförmige Behaarung der Flügeldecken.
43. T. Silvestri Schatzmayer (Boll. Lab. Zool. Gen. e Agr.,
Portiei, XXXI, 1939, 224, Fig.). — Kopf dunkelbraun, Halsschild
rotbraun, an den Seiten stark, aber ziemlich regelmäßig gerundet,
Flügeldecken einfarbig schwarz. Verwandt mit ovipennis Ur., da-
von unterschieden durch die viel mehr breitere und verflachte
Rinne der Halsschildseiten, die Seitenrinne der Flügeldecken brei-
ter und gerundeter, gröber und dichter punktiert. Erinnert auch
an latus Rtt., aber die Flügeldecken sind kürzer, an den Seiten
gerundeter, gröber und dichter punktiert, die seitlichen Rinnen
des Halsschildes und der Flügeldecken enger. L. #4 mm. — Insel
Rhodus.
44. T. subseriatus Rtt. — Oval, Behaarung weniger kurz, dicht,
blaß und anliegend. Rostrot, Flügeldecken schwarz, Seitenrand
sehr schmal, Spitze breit rostrot, oder das ganze Tier einfarbig
rostrot (a. unicolor Rtt.). Halsschildseiten stark gerundet, von der
Mitte zur Basis herzförmig verengt, dicht und fein, Flügeldecken
dicht und sehr fein punktuliert, diese mit großen, fast gereihten
Punkten untermischt. Schulterwinkel mit kleinem Humeralzähn-
chen. L. 4,5 mm. — Ägypten.
Größer als connatus Panz., viel länger und dichter grau behaart, Hals-
schild schmäler und hinten stärker herzförmig eingezogen, Punktierung der Flü-
geldecken sehr fein und wenig sichtbar, die gröberen Punkte groß und nahezu in
Streifen geordnet.
Subseriatus und unicolor Rtt. wurden wohl als sibirische Arten
beschrieben (D. E. Z. 1883, 63, 64), doch in der W. E. Z. 1887, 254,
sagt Reitter, daß die Arten aus Ägypten stammen, von wo er neue
Stücke erhalten habe, und weist darauf hin, daß die seinerzeitige
Angabe Sibirien wohl auf einer falschen Fundortangabe beruhen
1016 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
müsse. Ferner weist er darauf hin, daß unicolor Rtt. in der Be-
schreibung und in der Tabelle als des Humeralzähnchens ent-
behrend angegeben erscheint, die weiterhin erhaltenen Stücke je-
doch ein kleines Humeralzähnchen besitzen, das Fehlen eines sol-
chen somit bei dem Originalexemplare als eine individuelle Eigen-
schaft aufgefaßt werden müsse. Demgemäß haben also in der Ta-
belle von Reitter, 1885, 30, der Gegensatz 1” und p. 32 der Gegen-
satz 1’ zu entfallen. Im Col. Cat. p. 79 hat Korschefsky als Vater-
land sowohl Ägypten als auch Sibirien angegeben. Nach der Reit-
ter’schen Notiz ist die Angabe Sibirien zu streichen, wie auch in
allen späteren Publikationen, abgesehen davon, daß die Art in
Sibirien gar nie gefangen wurde, und auch die fleißigen Aufsamm-
lungen der Russen in Sibirien kein Stück zu Tage förderten. Wenn
man die Verbreitung der Tetrabrachys-Arten betrachtet, so ist es
auch ein Widersinn, daß eine Art ausgerechnet in Sibirien und in
Ägypten vorkommen sollte. Schatzmayer, 1. c., hält diese Art für
eine gestrecktere Form des variablen cordicollis Gu£r.
45. T. Sumakowi Bar. — Länglich, gewölbt, pechschwarz,
Fiügeldecken glänzend schwarz, Halsschild, Vorderbrust, Spitze
der Flügeldecken mehr oder weniger, Beine, Fühler und Taster
zimtbraun, Tarsen und oberer Teil der Hinterschienen pech-
schwarz, Klauen rostrot. Kopf rostrot, dicht punktiert, Zwischen-
räume der Punkte etwas größer als die Punkte selbst, dünn, goldig
glänzend behaart, Augen überdies dichter und länger behaart.
Halsschild quer, herzförmig, Hinterwinkel fast rechteckig, ziemlich
gewölbt, zimtbraun, dicht punktiert, Zwischenräume der Punkte
größer als die Punkte selbst, in der Mitte mit kleinen gelben, an
den breit abgeflachten Seiten mit längeren graugelben Haaren be-
deckt. Basis des Halsschildes viel schmäler als die Basis der Flügel-
decken. Flügeldecken schwarz oder schmal rot gerandet, länglich,
in der Mitte parallel, Schulterwinkel stark vorragend (mehr als
bei connatus Panz.), dicht und fein punktiert und mit unregel-
mäßigen Reihen deutlich stärkerer Punkte, dicht mit weißen, sehr
kleinen glänzenden Härchen bedeckt. L. 4,6—5 mm. — Turkestan,
Syr-Darja.
46. T. tauricus Sem. — Dem connatus Panz. etwas Ähnlich,
aber oben weniger glänzend, mit längerer grauer und dichterer
Behaarung (besonders auf den Flügeldecken), unten anliegend
aschgrau behaart, Halsschild etwas schmäler, vorne etwas mehr
verengt, der Halsschild fällt an den Seiten ganz gleichmäßig zu
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1017
einer feinen Rinne ab, die den kaum aufgebogenen oder wesent-
lich erhöhten Seitenrand innen begrenzt. Scheibe etwas stärker und
dichter bis zum Seitenrand punktiert, Flügeldecken mehr unregel-
mäßig gedrängt punktiert, mit zahlreichen gröberen und stärkeren
Punkten zwischen der dichten und feinen Punktierung, Schulter-
winkel weniger vorragend, schwarz, Mund, Fühler und Taster,
Halsschild, Beine und das Spitzenviertel der Flügeldecken dunkel
rostfarbig, bisweilen auch die Schultern und Epipleuren ebenso
gefärbt. L. 3,2—3,4 mm. — Krim.
Er nähert sich auch dem graecus Rtt., von dem er sich unterscheidet durch
den viel weniger gerundeten und sehr schmal gerandeten Halsschild und die asch-
graue Behaarung der Oberseite etc. Nach Weise sind die Härchen am Seiten-
rande des Halsschildes nach hinten gerichtet.
47. T. tenebrosus Ws. — Ist mit tauricus Sem. am nächsten
verwandt, da der Halsschild gleichmäßig bis an die feine Rand-
kante abfällt und darüber mit Härchen besetzt ist, die nur nach
hinten gerichtet sind. — Oberseite einfarbig bräunlichschwarz,
dicht mit schr feinen und kurzen grauen, etwas ins Gelbliche spie-
lenden Härchen besetzt, schwach glänzend. Bei manchen Stücken
ist der Kopf mehr rötlich, bei anderen die Kante am Seitenrande
der Flügeldecken blaß rostrot, ähnlich der ganzen Unterseite, den
Mundteilen und Fühlern. Die Oberseite ist durchgängig sehr dicht
und fein punktiert, auf dem Halsschild wenig feiner als auf den
Flügeldecken. Diese Punktierung ist wie bei vielen Arten zwar
doppelt, aber die stärkeren Punkte heben sich nur unbedeutend
aus den feinen heraus. Außerdem sind die Flügeldecken in der
Regel mit zahlreichen, leicht vertieften, daher sehr verloschenen
Längslinien versehen. Der Halsschild ist in der Mitte am breitesten
und von hier nach hinten geradlinig verengt, nach vorne gerundet
verengt, mit stumpfwinkeligen Hinterecken. Die Flügeldecken sind
an den Schultern so breit wie der Halsschild in der Mitte, mit sehr
stumpfen, fast abgerundeten Schulterecken, sie verbreitern sich
etwas bis hinter die Mitte und sind am Ende abgerundet. L. 3,8 bis
4,2 mm. — Erythräa, Abessinien, nach Kapur auch in Arabien (Je-
men).
48. T. trimaculatus Rtt. — Gestreckt, ziegelrot, deutlich dicht
und hell behaart, Halsschild fast gleichmäßig punktiert, Flügel-
decken breiter als der Halsschild, länglich, dicht fein punktiert und
mit größeren Punkten untermischt, Schulterwinkel vorragend,
Seiten in der Mitte fast parallel, mit gemeinsamer, schwarzer, klei-
ner, länglicher Nahtmakel und einer anderen, kleineren, schwarzen
1018 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
Seitenmakel beiderseits. Diese Makeln manchmal undeutlicher (a.
subobliteratus J. Sahlb. — Libanon). L. 3 mm. — Syrien, Libanon.
49. T. Tureicus Roubal (Cas. 1932. 169). — Ganz rot, nur der
Kopf (Mundteile ausgenommen) und die Flügeldecken schwarz,
auf letzteren die Spitze und die äußerste Randkehle rot. Lang, un-
dicht greis behaart. Kopf dicht, mittelstark punktiert. Halsschild
vorne etwa um ein Drittel breiter als lang, ziemlich herz-
förmig, vorn stark ausgeschweift, seitlich stark gerundet, in der
Mitte am breitesten, nach hinten stark ausgebuchtet verengt. Flü-
geldecken ziemlich kurz, oval, in der Mitte ein wenig parallel,
stark bauchig gewölbt, doch in der Rückenmitte etwas abgeplattet,
nach hinten ziemlich stark verengt, viel breiter als der Halsschild,
mit ziemlich scharfen und großen Schultern, dahinter ausge-
schweift, ihre Oberfläche dicht punktiert, die größeren Punkte
grob und besonders vorne dicht gestellt, fast rugos, absolut unge-
reiht. L. 3 mm. — Konstantinopel (Belgraderwald).
Diese mit so vielen „ziemlich“ beschriebene Art gehört nach Roubal in die
II. Reitter’sche Gruppe und unterscheidet sich nach dem Autor von latus Ritt.
durch die viel geringere Größe, schmäleren Körper, durch die sehr starken und
dichten Punkte auf der vorderen Hälfte der Flügeldecken, von gibbosus Sahlb.
durch die nicht buckeligen und nicht einfarbig schwarzen Flügeldecken, von ana-
tolicus Pic durch die gewölbten, seitlich weniger parallelen, stark punktierten
Flügeldecken, von insculptus Sahlb. schon durch den herzförmigen Halsschild,
gewölbte Flügeldecken etc., von eruciatus Sahlb. durch die Färbung der Flügel-
decken, ihre Wölbung etc., von cordicollis Guer. und Festai Dod. durch die ver-
worrene, absolut nicht reihige Stellung der größeren Punkte auf den Flügeldek-
ken, von ovipennis Cr. durch die Färbung des Kopfes und der Flügeldecken, von
Peyerimhofji Pic durch die andere Färbung und andere Gestalt der Flügeldecken.
— Es bleibt noch abzuwarten, ob Osculatii Mar. und turcicus Roub. nicht doch
noch artgleich sind, allerdings ist erstere derart beschrieben, daß ihr Name kein
Prioritätsrecht verdient. Osculatii muß durchaus kein unreifes Stück sein, gibt
es doch bei anderen Arten auch solche Stücke, deren Flügeldecken einfarbig hell
bleiben.
50. T. villosus Fald. — Länglich eiförmig, gewölbt, braun,
wenig glänzend, fein dicht braun behaart. Kopf, Halsschild, Rand
der Flügeldecken (an der Spitze erweitert), Unterseite, Beine, Füh-
ler rot, auf dem Kopfe ein dunkler Mittelstreifen, auf dem Hals-
schild eine braune Basalmakel, der Bauch in der Mitte angebräunt.
Kopf und Halsschild dicht punktuliert, Halsschild seitlich stark,
fast winkelig gerundet, gerandet. Flügeldecken sehr dicht punktu-
liert, gegen die Naht obsolet gestreift. L. 4,5 mm. — China (Pe-
king).
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1019
51. T. Volkonskyi Peyerimhoff (Bull. Soc. Hist. Nat. Afr.
Nord, 43, 1943, 10). — Länglichoval, mäßig gewölbt, blaßrot,
Flügeldecken auf der Scheibe ausgebreitet braun, weißlich behaart.
Kopf sehr fein punktuliert. Fühler schlank, in eine dreigliedrige
Keule erweitert. Halsschild zweimal so breit wie lang, Vorder-
winkel spitz, herabgebogen, seitlich abgeflacht, am Rande selbst
kaum aufgebogen, etwa in der Mitte der Seiten schwach winkelig,
von dort zur Basis gebuchtet, die Basis gebogen. Hinterwinkel ge-
rade, gespreitzt, Oberfläche sehr leicht punktuliert. Flügeldecken
elliptisch, etwa dreimal so lang wie breit, Basis gerade abgestutzt,
Schulterwinkel angezeigt, seitlich erst gekrümmt, keinerlei Rand-
aufbiegung, von dort bis zur Spitzenrundung fast gerade verengt.
L. 4—4,5 mm. Br. 2—2,3 mm. — Sahara centralis (Nord d’In-
Salah).
Nach Peyerimhoff: Beträchtlich verlängerter als cordatus Gu£er. (soll wohl
cordicollis heißen), besonders die Flügeldecken dreimal länger als breit, deren
gröbere Punkte beträchtlich kleiner, unter einfacher Lupe wenig sichtbar sind,
seitlicher Falz der Flügeldecken weniger markiert, von oben auf dem ersten
Drittel nicht sichtbar, hell rot gefärbt, auf jeder Decke ein bräunlicher Diskal-
fleck, die Behaarung wollig, weiß. — Unterschied von Berlandi Peyrh. siehe bei
dieser Art, Nr. 4!
92. T. Weisei Rtt. — Kurzoval, glänzend, sparsam kurz be-
haart, rostrot, Brust gebräunt, Kopf und Flügeldecken schwarz
oder schwarzbraun, Halsschild quer, Seiten gleichmäßig gerundet,
oben fein, Seiten nicht dicht punktiert. Flügeldecken breit, außen
gerundet erweitert, sehr fein, wenig dicht punktiert, mit groben
Punkten untermischt. Spitze unbestimmt rot. L. 2,58 mm. — Kau-
kasus. — (Kapur gibt 3,8 mm an.)
Unterscheidet sich von connatus Panz. durch kürzere, gedrungenere Gestalt,
Halsschild an den Seiten einfach, nicht gedrängt punktiert, Flügeldecken viel
kürzer, bauchig erweitert, in der Mitte am breitesten, die Punktierung weniger
dicht, die untermischten groben Punkte größer, die Färbung an der Spitze viel
heller und breiter und die Behaarung viel spärlicher, Käfer daher glänzender.
53. T. yemenensis Kapur (l. c. p. 328). — Kleine Art, läng-
lich. Flügeldecken obovatus, seitlich mäßig konvex, dorsal ziemlich
flach entlang der mittleren Längslinie. Oberseite mäßig glänzend,
Behaarung gelblichweiß. Kopf (ausgenommen die schwarzen
Augen, die braunen Fühler und Mundteile), Halsschild, Flügel-
decken, Unterseite (ausgenommen die hellbraunen Epipleuren der
Flügeldecken) und die Beine dunkelbraun, Tarsen hellbraun.
Schulterwinkel abgerundet. Halsschild mehr oder weniger herz-
förmig, an der Basis schmäler als vorne, Seitenränder mäßig ge-
1020 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
rundet, gegen die Basis leicht verengt. Die gröberen Punkte der
Flügeldecken nicht vorhanden. Seitenränder des Halsschildes nicht
aufgebogen, Scheibe zu den Seiten gleichmäßig abfallend. Flügel-
decken über den Schultern am breitesten. L. 2,6 mm. — Arabien
(Jemen).
54. T. Zarudnyi Bar. — Oval, ganz rot, bisweilen unten et-
was dunkler, bisweilen ein sehr schmaler Flügeldeckenrand heller
rot. Augen schwarz. — Kopf rotgelb, sehr dicht punktiert und fein
gelb behaart. Halsschild quer, um die Hälfte schmäler als die Flü-
geldeckenmitte, ziemlich dicht und grob punktiert und fein gelb-
lich behaart, Zwischenräume der Punkte viel größer als die Punkte
selbst, Halsschild an der Basis so breit wie vorne oder etwas grö-
er, leicht herzförmig, Hinterwinkel fast rechteckig, Basis viel
schmäler als die Basis der Flügeldecken. Schildchen bisweilen et-
was dunkler als die Flügeldecken. Flügeldecken ohne Schulter-
winkel, dicht grau behaart, von der Basis nach hinten stumpf ge-
rundet, in der Mitte fast parallel, hinten stumpf gerundet, rauh
und ungleichmäßig punktiert, Zwischenräume der gröberen Punkte
den Punkten selbst fast gleich und sehr zart punktuliert. L. 3,7
bis 5 mm. — Persien (Provinz Chorassan).
Nachtrag.
1. Hyperaspis Sılvestrii Ws., von Mexiko beschrieben, hat
Prof. Silvestri mit anderen von Mexiko mitgebrachten Arten in
Italien bei Portici auf dem Gipfel des Vesuv, auf Capri und Ischia,
bei Palermo und Lanö ausgesetzt. (Verz. Riv. It. VI. 1905, 242).
Sie soll sich eingebürgert haben, daher hier ihre Beschreibung nach
Weise:
Breit eiförmig, mäßig gewölbt, glänzend schwarz, Mundteile,
Fühler und Beine blaß bräunlichgelb, auch ein feiner unbestimm-
ter Saum des Bauches rötlich. Halsschild mit einem breiten, weiß-
lichgelben Seitensaum, der vor der Mitte nicht ganz das äußere
Drittel, dahinter ein Viertel bedeckt und sich unterseits über die
Seitenstücke der Vorderbrust ausdehnt. Jede Flügeldecke mit 2
großen, weißlichgelben, gerundeten Makeln, welche etwas breiter
als lang sind, die erste davon nimmt etwa das zweite Viertel der
Länge ein, die andere das letzte Viertel. Die erste bleibt vom
Seitenrande ziemlich um die Hälfte ihres Querdurchmessers, aber
viel weniger von. der Naht entfernt, während die zweite in der
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1021
Außenecke und am Hinterrande nur einen schmalen Saum frei-
läßt, innen jedoch ähnlich weit wie die erste von der Naht absteht.
Oberseite dicht und fein punktiert, die Punkte auf Kopf und
Schildehen am kleinsten, auf dem Halsschilde etwas stärker. Rand-
linie der Halsschildbasis äußerst fein und undeutlich. Beim Männ-
chen noch der ganze Kopf und ein schmaler Saum am Vorderrande
des Halsschildes weißlichgelb. L. 2,6—3 mm.
Es folgen nun 5 Arten aus Südwestarabien. Dieser mit vielen
tropisch-afrikanischen Elementen durchsetzte südarabische Teil
wird zwar von vielen Autoren der äthiopischen Region zugewiesen,
von anderen aber der paläarktischen. Für alle Fälle weise ich sie
hier aus:
2. Brumus nigrosuturalis Kapur (Exped. South-West Arabia
1937/38, 1951, 293). — Gerundet (L. 2,5 mm; Br. 2,25 mm), mäßig
gewölbt. Oben hell gelblichbraun, ein gemeinsamer, ziemlich
schmaler, schwarzer Nahtsaum, der zu beiden Seiten des Schild-
chens beginnt und etwas vor der Spitze endet. Unterseite gewöhn-
lich heller, Hinterbrust leicht gebräunt. Kopf sehr fein punktiert,
mit kurzer, ziemlich undeutlicher und sparsamer gelblicher Be-
haarung. Halsschild und Flügeldecken fein und ziemlich sparsam
punktiert, Außenrand der letzteren leicht gerandet und mit eini-
gen spärlich angeordneten kurzen Härchen. Schildchen klein, drei-
eckig, mit einigen feinen Punkten. — Arabien: Jemen, Insel
Kamaran.
Die Art erinnert an Br. suturalis F., ist aber gerundeter und vor allem fehlt
ihr die schwarze Längsbinde jeder Flügeldecke. Man könnte sie vielleicht als eine
Form des letzteren ansehen, aber Kapur hat unter hunderten suturalis von Indien
keine solche Form gefunden, weshalb er an eine eigene Art glaubt.
3. Seymnus (Pullus) yemenensis Kapur (l. c. p. 281, Fg. 1—9,
4, 5). — Oval, L. 1,8—2,1 mm; Br. 1.3—1,6 mm, mäßig gewölbt,
Schulterbeule ziemlich undeutlich. Behaarung auf Halsschild und
Flügeldecken greis und ziemlich sparsam. Punktierung mäßig
grob, ziemlich seicht und sparsam. Kopf schwarz, beim Männchen
die vordere Hälfte scherbengelb. Halsschild beim Weibchen
schwarz, beim Männchen beinahe schwarz, ausgenommen einen
schmalen Vorderrand und einen kleinen dreieckigen Fleck in
den Vorderwinkeln von heller Farbe. Flügeldecken scherben-
gelb oder ziegelrot, mit schwarzer Zeichnung: 1. ein Basal-
saum von etwa !ı bis 1% der Flügeldeckenlänge, damit ver-
1022 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
bunden 2. ein Nahtsaum, allmählich gegen die Spitze verengt,
3. ein schmälerer Außensaum bis etwa 54 der Länge und 4.
ein ovaler Fleck in der Mitte jeder Flügeldecke, gegenüber
welchem Naht- und Außensaum sehr leicht verbreitert sind. Unter-
seite schwarz, ausgenommen die Hinterränder des 5. und 6. Bauch-
segmentes und die Beine, welche ziegelrötlich sind. — Arabien:
Jemen. |
Diese Art erinnert sehr an P. canariensis Woll., aber dieser hat den Spit-
zenrand der Flügeldecken schwarz gesäumt, der schwarze Fleck fehlt mitunter,
oder er vergrößert sich und verbindet sich mit einem der beiden Säume oder mit
beiden, während bei yemenensis der Spitzenrand von heller Farbe bleibt, und die
Scheibenmakel stets vorhanden ist und stets isoliert bleibt, wenigstens nach den
bekannten Stücken. — Ich habe auf diese Art in der Tabelle bei 220 aufmerksam
gemacht.
4. Scymnus (Pullus) rubicundus Kapur (l. c. p. 283, Fg. 6, 7).
— Oval, mäßig gewölbt, Schulterbeule ziemlich deutlich. Ober-
und Unterseite gewöhnlich rötlichbraun, zuweilen dunkelbraun.
Kopf und Halsschild ziemlich lang und sparsam greis behaart und
ziemlich grob und spärlich punktiert. Punktierung der Flügel-
decken wie auf dem Halsschild, aber leicht gröber und tiefer. L.
1,8—2,1 mm; Br. 1,2—1,4 mm. — Arabien: Jemen.
Erinnert an P. impexus Mls., welcher überdies oben hellbraun und unten
ziemlich braun ist. Die beiden Arten können auch durch die verschiedene Be-
haarung und Punktierung unterschieden werden. /mpezus ist feiner und dichter
punktiert, die Behaarung ist kürzer, dichter und wolkig gelagert. — Die Art ist
in der Tabelle sub Schlüsselzahl 21 vorgemerkt.
5. Scymnus (Nephus) adenensis Kapur (l. c. p. 286, Fg. 10, 12,
13). — Länglich oval, mäßig gewölbt, ohne prominente Schulter-
beule. Oberseite hellbraun, braun bis dunkelbraun sind der
Scheitelteil des Kopfes in beiden Geschlechtern, der Mittelteil des
Halsschildes, ein dreieckiger Fleck an der Basis der Flügeldecken,
besonders um das Schildchen, und gelegentlich ein Nahtsaum. Un-
terseite und Beine heller bis dunkelbraun. Kopf kurz und ziemlich
sparsam gelblichgreis behaart und sehr fein sparsam punktiert,
Halsschild greis, kurz und mäßig dicht behaart und sehr fein punk-
tiert. Flügeldecken ähnlich wie der Halsschild behaart und punk-
tiert. L. 1,5 mm; Br. 1 mm. — Arabien: Aden, Jemen.
Diese sehr kleine Art ist durch ihre Kleinheit nur vergleichbar mit N.
Redtenbacheri Mls. und plagiatus Ws., welche aber anders gefärbt sind. In der
Tabelle habe ich sub Schlüsselzahl 154 hingewiesen.
6. Scymnus (Nephus) arcuatus Kapur (l. c. p. 287, Fg. 11, 14,
15). — Oval, gewölbt, Schulterbeule ziemlich undeutlich. Kopf
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1023
beim Männchen scherbengelb, beim Weibchen braun, Vorderrand
des Kopfschildes scherbengelb. Halsschild beim Männchen scher-
bengelb, mit kleiner, halbkreisförmiger schwarzer oder pechbrau-
ner Basalmakel, beim Weibchen schwarz, Vorder- und Seitenrand
schmal dunkel scherbengelb gerandet. Schildchen schwarz. Flügel-
decken gewöhnlich schwarz oder pechbraun, von ?/; ihrer Länge
bis zur Hälfte, der übrige Teil scherbengelb, der Vorderrand des
hellen Teiles jederseits konvex, manchmal der schwarze Teil an
den Seiten heller oder braun. Unterseite und Beine scherbengelb,
Mittel- und Hinterbrust und die Mitte der drei ersten Bauch-
segmente braun. Kopf greis, mäßig lang und ziemlich sparsam be-
haart und fein spärlich punktiert. Halsschild ähnlich behaart wie
der Kopf, ein wenig tiefer, fein und ziemlich sparsam punktiert.
Flügeldecken mit ähnlicher Behaarung und Punktierung wie der
Halsschild, die letztere leicht gröber. L. 1,25—1,3 mm; Br. 0,9 mm.
Arabien: Jemen.
Diese ebenfalls sehr kleine Art ist von N. adenensis, der vorigen Art, schon
durch die Färbung leicht zu trennen. In der Tabelle habe ich sub Schlüsselzahl
279 auf sie aufmerksam gemacht.
Von den Oanaren und Teneriffa wurden noch beschrieben:
7. Scymnus (Pullus) persimilis Har. Lindberg (Comment. Biol.,
Helsingfors, X. 1951, Nr. 18, p. 7). — Dem P. canariensis Woll.
sehr nahestehend, kleiner, schwach gewölbt, die Farbe der Ober-
seite mehr gelblich, Behaarung kürzer, die vordere Hälfte der Flü-
geldeckenkante schmal schwarz, Beine hell, der schwarze Fleck
in der Mitte der Flügeldecken ist klein, oft etwas in der Längs-
richtung gedehnt, nie mit dem schwarzen Kantenstreifen zusam-
menfließend. L. 1,7—2 mm; Br. 1,2—1,4 mm. — Oanaren: Fuerte-
ventura (Gran Tarajal, Jable, Chilegna), Corralejo, Lanzerota (Ye.
m. Corona, Haria).
P. canariensis Woll. ist fast stets etwas größer, stärker gewölbt, Behaarung
länger, die Farbe der Oberseite ist mehr rötlich, die Flügeldeckenkante breiter
schwarz, und der schwarze Rand vereinigt sich in der Regel mit der schwarzen
Querbinde, die sich etwas vor der Spitze der Flügeldecken befindet, die Schenkel
beim Weibchen immer schwarz, der schwarze Fleck in der Mitte der Flügel-
decken ist größer, oft in die Quere gezogen und mit dem Randsaum verbunden.
Diese Art möge als 16a. hinter canariensis Woll. eingefügt werden.
ö. Seymnus (s. str. incisus Har. Lindberg (l. c. p. 7). — Kurz,
breit oval, Behaarung geradeaus, nur oben auf dem hinteren Teil
schräg nach hinten gerichtet. Kopf beim Männchen rotgelb, Seiten
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 64
1024 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
und Vorderrand des Halsschildes breit rotgelb, beim Weibchen
Kopf dunkel, vorn rotgelb, die Ränder des Halsschildes schmal
rotgelb. Flügeldecken schwarz, mit einer großen gelben Makel,
die in der Mitte beiderseits tief eingeschnürt ist, die schwarze
Zeichnung der Naht wird hiedurch in der Mitte rundlich erweitert,
Vorderrand der Makel sehr schräg nach innen verlaufend. Die
Beine sind ganz hell. L. 1,5—2 mm; Br. 1—1,5 mm. — Teneriffa:
Puerto de S. Juan, Guja, Santa Cruz. Gran Canaria: Arcuas, S.
Brigida.
Lindberg hat diese Art mit keiner anderen verglichen. Sie dürfte am besten
als Art Nr. 72a bei Scymnus s. str. angehängt werden, und zur Vorsicht weise
man auch bei P. canariensis (Art Nr. 16) auf sie hin, obwohl sie nicht dahin
gehört.
9. Seymnus (s. str.) rufipennis Woll. — Diese Art, die oft mit
canariensis Woll. vorkommt, galt bis jetzt als eine Form der letz-
teren Art, welche ein Pullus ist. Har. Lindberg (l. c. p. 7) sagt:
„Die von Wollaston erwähnte var. rufipennis von S. canariensis
Well. ist eine besondere, sehr charakteristische Art, die zur Unter-
gattung Scymnus gehört und nicht wie S. canariensis Woll. zu der
Untergattung Pullus. Äußerlich dem S. canariensis sehr ähnlich,
aber ohne schwarzen Fleck, in der Mitte der Flügeldecken ist nur
ein sehr kleiner schwarzer Fleck vorhanden, die Punktierung ist
etwas stärker und weniger dicht, die Beine sind ganz hell, die Be-
haarung an den Seiten des Körpers ist weniger schräg gestellt.“ —
Dies habe ich bei canariensis Woll. (Art Nr. 16) vorgemerkt.
10. Stethorus rani Kapur (Bull. Ent. Research, 39/2, 1946, 313,
fg. 50—52). — Kurzoval, gewölbt. Schwarz, ausgenommen die blaß
ziegelroten Fühler, Mundteile, Spitzen der Schenkel, Schienen und
Tarsen und die braunen oder rötlichbraunen übrigen Teile der
eine. Oben mit graulicher, halb aufgerichteter und sparsamer
Behaarung. Punktierung auf dem Kopfe fein und spärlich, auf dem
Halsschilde überall fein und dicht, auf den Flügeldecken leicht
gröber, dichter und weniger eingedrückt als die des Halsschildes.
Schenkellinie vollständig und nach hinten bis 2; des Segmentes
reichend. L. 1,4 mm; Br. 1,1 mm. — Himalaya: Kumaon, Ranikhet.
Unterscheidet sich durch die Punktierung des Halsschildes
und die Bildung der männlichen Genitalien von den anderen Ar-
ten. Weiteres entnehme man der Beschreibung. Da die Art immer-
hin zu den paläarktischen gerechnet werden kann, wolle man sie
in der Tabelle der 65. Gattung Stethorus vormerken. |
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 1025
Zu den hier behandelten Gattungsgruppen der Coceineliiden
habe ich in der Koleopterologischen Rundschau 1955 weitere neue
Arten beschrieben. Sie können in den vorhergehenden Tabellen
leicht vermerkt werden. Man füge sie also, wie jeweils angegeben,
an entsprechender Stelle ein und hat auch diese Arten in Evidenz.
11. Scymnus (? Pullus) singularis Mader (Kol. Rdsch. 1955,
pag. noch unbekannt). — Fast halbkugelig, fein punktiert, dicht
greis behaart. Schwarz, die Beine rötlichbraun, auf jeder Flügel-
decke eine quere rötlichgelbe Makel im hinteren Teile. Diese Ma-
kel liegt in 33 der Deckenlänge und macht einigermaßen den Ein-
druck, als wäre sie aus zwei gut verflossenen Makeln zusammen-
gesetzt, der innere Teil auf der Mitte der Scheibe, rund, der äußere
Teil etwas kleiner, dem Außenrand anliegend. Schulterbeule
schwach, aber deutlich. Unterseite grob punktiert und lang greis
behaart. Prosternum mit 2 starken parallelen Kiellinien. Die
Schenkellinie konnte ich trotz Bemühens nicht freilegen, aber das
Tier macht den Eindruck, ein Pullus zu sein. L. 1,9 mm. — China:
Fukien.
Diese Art kann durch ihre isoliert dastehende Makelung mit
keiner der östlichen Arten verwechselt werden und kann in dieser
Evidenz in der Tabelle der Scymnus-Arten gleich nach der Schlüs-
selzahl 407 durch die Form ihrer Makel abgetrennt werden.
12. Seymnus (s. str.) orientalis Mader (Kol. Rdsch. 1955). —
Kurzoval, ziemlich stark gewölbt, fein punktiert und greis behaart.
Auf den Flügeldecken heben sich jederseits von der Mitte zwei
kurze, leicht gebogene Punktreihen heraus, welche an der Naht
eine fast glatte Stelle begrenzen. Die Behaarung ist im hinteren
Teile der Flügeldecken stark nach außen gekämmt. Schwarz, die
Beine rötlichbraun, ebenso ein sehr schmaler, leicht übersehbarer
Saum am Vorderrande des Halsschildes. Schulterbeule sehr
schwach. Unterseite grob punktiert und lang und greis behaart.
Prosternum mit 2 Kiellinien, welche nach vorne fast nicht kon-
vergieren. Schenkellinie unvollständig, geht so nahe an den Hin-
terrand des ersten Bauchsegmentes heran, daß nur eine grobe
Punktreihe durchgeht, Schenkelplatte stark punktiert, entlang des
Hinterrandes aber glatt. L. 2,8 mm. — China: Fukien.
Diese Art ist durch die zwei kurzen Punktreihen auf den
Flügeldecken leicht von Pullus auritus Thnbg., wohin man in mei-
ner Tabelle sub 55 käme, zu trennen, abgesehen von der unvoll-
ständigen Schenkellinie.
64*
1026 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
13. Scymnus (Nephus) Klapperichi Mader (Kol. Rdsch. 1955).
— Oval, ziemlich gewölbt, oben zart punktiert und greis, ziemlich
dicht behaart, die Haare hinten in üblicher Weise nach außen ge-
kämmt. Schwarz, Beine rötlichbraun, jede Flügeldecke mit einer
roten Mittelmakel. Diese liegt in der Mitte der Deckenlänge, ist
rund und der Naht näher als dem Seitenrande, von der Naht etwa
um die Hälfte ihres Durchmessers entfernt. Schulterbeule schwach,
aber erkennbar. Prosternum ohne Kiellinien. Schenkellinie ein sehr
flacher Bogen und fast am Hinterrande des ersten Segmentes nach
außen laufend und sich vor seinem Ende nur unbedeutend von
diesem entfernend. Schenkelplatte fast glatt, nur im äußeren Teile
stark punktiert. L. 2,7 mm. — China: Fukien.
Diese Art ist von allen paläarktischen Arten durch ihre in der
Mitte der Deckenlänge gelegenen runden Makel verschieden. Da-
durch trenne man sie in meiner Tabelle der Scymnus-Arten bei
der Schlüsselzahl 361 ab.
14. Plotina Mülleri Mader (Kol. Rdsch. 1955). — Oval, ziem-
lich gewölbt, glänzend, deutlich punktiert. Kopf, Halsschild und
Schildehen hell bräunlichrot, Halsschild an den Seiten heller. Flü-
geldecken dreifarbig: Grundfarbe gelb, bräunlichrot sind ein
Nahtsaum und eine unregelmäßige Querbinde über beide Decken,
schwarz sind auf jeder Decke 4 rundliche Flecken, gestellt 1, 1, 2.
Die bräunlichrote Querbinde verläuft so ziemlich in der Mitte,
beginnt breiter am Seitenrande, wird dann schmäler, um sich aber
vor der Vereinigung mit dem Nahtsaum wieder zu erweitern, der
Nahtsaum wird zur Spitze allmählich schmäler. Die 4 schwarzen
Makeln jeder Decke sind: Makel 1 ist rund, hinter der Basis, reicht
außen bis zur schwachen Schulterbeule und ist von der gelben
Grundfarbe breit umringt. Makel 2 mehr oder minder rundlich,
steht so ziemlich in der Mitte der Länge und Breite jeder Decke
und in der bräunlichen Querbinde an deren Hinterrande, Makel 3
und 4 stehen etwa in 3 der Deckenlänge in einer Querreihe und
im gelben Felde, Makel 3 rundlich, in einiger Entfernung vom
Seitenrande, Makel 4 etwas kleiner und dem bräunlichen Naht-
saum anliegend. Unterseite mit den Mundteilen, Fühlern und Bei-
nen rötlichgelb, die Hinterbrust leicht dunkler getönt. L. 3,2 mm.
— China: Fukien.
Diese Art merke man bei der 56. Gattung Plotina vor. Sie ist
die zweite Art dieser Gattung und unterscheidet sich abgesehen
von der Größe von versicolor Lew. sofort durch die Stellung der
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1027
4 freien schwarzen Makeln und die Abwesenheit von gemeinsamen
Nahtmakeln.
15. Sticholotis Klapperichi Mader (Kol. Rdsch. 1955). — Fast
halbkugelig, glänzend, Flügeldecken stark, Halsschild weniger
stark punktiert, Punktierung nirgends gereiht. Kopf mehr oder
weniger rötlichbraun aufgehellt (ob immer °). Halsschild und
Schildchen schwarz, ersterer am Vorderrande zwischen den Augen
schmal rötlich aufgehellt. Seiten der Flügeldecken deutlich sub-
horizontal abgesetzt, die Absetzung zur Spitze heller werdend, die
Seitenrandkante rötlich durchscheinend. Nimmt man Rot als
Grundfarbe an, so ist auf den Flügeldecken schwarz ein Seiten-
saum, die schwarze Schulterbeule einschließend, da er sich im
Schulterwinkel makelartig erweitert, sich an der Spitze wieder er-
weitert und an der Naht sich nach vorne zieht und sich etwas ver-
engt mit einer gerundeten, gemeinsamen Nahtmakel verbindet,
ferner ist schwarz eine isolierte, ovale und längsgerichtete Makel
auf der Mitte der Scheibe jeder Decke, etwas weiter hinten stehend
als die gemeinsame Nahtmakel, welche vorne das Schildchen nicht
erreicht (ob immer 2). Wollte man Schwarz ais Grundfarbe an-
sehen, dann wäre auf jeder Decke um eine schwarze Makel herum
ein roter Ring, welcher vorne einen Ast nach innen zur Basis ent-
sendet. Unterseite schwarz, Mundteile und Fühler gelbrötlich,
Beine und Bauch, rötlichbraun, die hinteren Schenkel vielleicht,
wie üblich, zuweilen in der Mitte dunkler, die Außenkante der
Epipleuren der Flügeldecken mehr oder minder heller durch-
scheinend. L. 2 mm. — China: Fukien.
Die Art kann in der Tabelle der 55. Gattung, Sticholotis, so
abgetrennt werden: bei der Schlüsselzahl 7 (4):
a (b) Keine isolierte schwarze, von einem roten Ring umge-
bene Makel auf der Scheibe En Decke, usw. ... Japan. Ä
Ä i Kr . punctata Cr.
b (a) Auf jeder De eine mittlere, von einem roten Ring
ne schwarze Makel, usw. ... China: Fukien. :
j Klapperichi Nrader
© ah Tabelle ee man sub 9 (10) bei punctata Cr.
an: „Davon unterscheide Klapperichi Mad. in derselben Weise wie
sub 7b (a).“
1028 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955
Sehlußwort.
Hiermit wäre der II. Teil meiner Evidenz nach dem neuesten
Stande abgeschlossen und ich hoffe, daß er die Determination der
Coccinelliden wesentlich erweitert.
Ich weise nochmals darauf hin, daß der I. Teil schon 1937 er-
schienen ist und seither gar manches publiziert wurde. Dieser Tat-
sache mufS Rechnung getragen werden, wenn jemand Neubeschrei-
bungen verfassen will. Vielleicht ist es mir gegönnt, eine Ergän-
zung zu diesem Teile zu schreiben.
Register der Gattungsgruppen, Gattungen
Acoccidula Bar.
Amida Lew.
Anexochomus Bar.
Aspidimerini
Aspidimerus Mls.
Aulis Mls.
Brumus Mls. .
Cacicula Steph.
Chilocorini
Chilichorus Hope
Chilocorus Leach
Clitostethus Ws.
Coceidula Kug.
Coccidulini
Coccinellinae
Coccinellini
Coelopterini
Coelopterus Mls.
Cryptogonus MlIs.
Cryptolaemus Mls. .
Diomus Mls.
Epilachninae
Epilachnini
Exochomus Redtb.
Exochromus Woll.
Exoplectrini
Gymnoscymnus
Hippodamiini .
Hyperaspidius Geh,
Hyperaspini
Hyperaspis Redtb.
Lindorus Casey
Lithophilinae .
Lithophilus Froel.
Macronovius Ws.
Microrhymbus Gst.
. 772,723
. 770,838
974
964
800
. 770, 854
054
852
. 774, 802
975
774
. 273,:004
. 860, 863
. 974, 975
. 012,974
768
769
. 772,816
. 817,823
654
. 859, 862
. 862,955
768
768
, 773, 783
783
. 771, 852
617
769
838
838
. 974, 979
. 773. 982
983
967
808
und Untergattungen.
Nephus Mls.
Nomius Mls.
Noviini .
Novius Mls .
Nundina Redtb.
Ortaliini Z
Oxynychus Lec.
Paraclitostethus Ohta. .
Parexochomus Bar.
Pentilia Mls.
Pentiliini SEN
Pharoscymnus Bed. .
Pharus Mls.
Platynaspini . .
Platynaspis Redtb.
Plotina Lew.
Psylloborini
Pullus Mls.
Rhizobiini ;
Rhizobius Steph.
Rodolia Mls.
Sceymnini
Seymniscus Dobzh.
Scymnus Kug. s. str.
Seymnus Kug. sen. lat.
Sidis Mls.
Stethorus Ws.
Sticholotis Cr. .
Strongylus Panz.
Sumnius Ws. . .
Synonychini
Telsimia Casey
Telsimiini
Tetrabrachinae
Tetrabrachys
. 770, 965
. 770, 964
. 974, 978
. 861, 942
965
965
979
850
959
798
815
. 771,815
. 817,824
624
. 772,808
808
. 817,82
769
. 860, 902
.. 773, 974
.. 974,979
22069,967
770, 859, 957
. 861, 954
. 125861,,929
660, 869, 960
. 861, 927
. 860, 866
. 816, 817
975
769
813
. 772, 813
. 773, 982
983
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden
Register der Arten und Abberrationen
abdominalis Thunb.
Abeilleı Ws.
abietis Mls.
abietis Payk. .
adenensis Kap.
aegyptiaca Sic. .
aethiops Krauss .
afjinis Payk. .
affinis Redtb. .
africanus Sic.
akonis Ohta 2
albidiceps Walk. .
Alexandrae Ws. .
algirica Cr. .
alpestris Mls. et Rey
altıcus Schrk. ;
amoenus Ws. .
amurensis Ws.
analıs F.
analis Rossi 3
anatolicus Pic (Tetr.)
anatolicus Ws.
anchorago Frm. .
anchorifer All.
angoranus Obbg.
angulimaculata Mad.
angulitinctus Obbg.
anomus Ws. Be:
antica Walk. .
anticecincetus Obbg. .
Apetzi Mls.
apicale Vt.
apicalis Duf.
apicalis Ws.
apicalis Ws.
apicatus Frm.
apiciflavus Mtsch.
aptus Kap.
arabicus Kap. .
araxicola Flsch.
araxicola Obbg.
araxıs Ritt.
arcuatus Frm.
arcuatus Kap. (Neph. )
arcuatus Rossi (Clit.)
arenarius Ws.
argutus Mls.
armeniacus Ws. .
arquata Ws. .
arquatus J. Müll.
asiatıca Lew.
Ahrensi Frm.
Ahrensi Mls.
..839,
. 825,
799,
22.9
666
916
929
1022
973
976
953
934
946
960
649
651
642
924
934
914
646
902
905
997
907
830
787
919
oil
934
927
056
934
936
973
042
656
798
798
904
868
994
937
915
992
936
1022
063
922
914
624
976
063
044
936
933
ater J11.
ater Kug. .
ater Thunb.
atlantıicus Esc.
atricapillus Bris.
atriceps Steph.
aurantiacus Panz.
auritus Scerıba
auritus Thunbg.
aurora Panz.
awanus Ohta
bagdadensis Obbg. .
bardus Mls. et God.
basalıs Kirsch
basalıs Redtb. .
bassus Norm.
bella Woll. .
belophallus Capra
Berlandi Peyrh.
berytensis Ws.
bicinetus Mls. et God. ’
bicolor Marcu
bicerucifer Flsch. .
bifasciatus Bar.
bifasciatus Pie
biflammulatus Mtsch.
biguttatus Mls.
bilineata Ws.
bilurulatus Mtsch.
bilunulatus Ws. . .
bilunulatus Ws. (Ex.)
bimacula Dobzh.
bimaculata Vt.
bimaculatus Hbst.
bimaculatus Marsh. .
bimaculatus Mitsch.
bimaculatus Thunb.
binotatulus Obbg.
binotatus Bris. . .
binotulatoides Mad.
binotulatus Obbg.
biocellata Vit.
bipartitus Fuente
bipartus Fuente .
biplagiatus Ws. .
bipunctata F.
bipunctatus Kug. .
bipunctatus Thunb.
bipustulatus Bar.
bipustulata Dum.
bibustulatus Deg.
bipustulatus L.
1029
. 818,
667
926
929
998
919
921
910
795
906
950
906
915
0827
913
935
951
oh
910
998
‚829
946
972
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0832
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927
621
937
949
791
o5l
973
937
953
937
934
915
947
913
913
973
952
952
782
976
953
934
999
sll
Be
778
1030 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
bipustulatus Mtsch.
bipustulatus Panz.
bipustulatus Thunb.
bipustulata Thunb.
bistillatus Mls.
bisbijunctus Pic
bisbipustulata F.
bisbipustulatus Panz.
bisbipustulatus Marsh.
bisbisignatus Redtb.
bisbiverrucata Payk.
bisignatus Boh. .
biundulatus Mad.
biverrucatus Panz.
bivulneratus Bd.
blandus Mad.
Bosaki Obbg.
Braetı Ws. . :
brevemaculatus Pic
Brisouti Cr. i
Brovedanii Schatzm.
brunneonotatus Pic .
brunneosignatus Mad. .
brunnescens Mtsch. .
cacti Scop.
campestris Hbst.
canariensis Cr. e
canariensis Korsch. .
canariensis Woll.
capitatus F.
cardinalis Mls.
CGardoni Ws.
carneipellis Mls.
carneipennis Mad.
cassidoides Don. .
castanopterus Mls.
caucasicus Ur.
caucasicus Ws.
celer Ws. Tau
centroguttatus Boh.
cercyonides Woll.
chalybeatus Gorh.
chinensis Jord.
chrysomeloides Hbst.
chrysomeloides Mls.
cincticollis Ws.
eircumdatus Gyll.
circumscriptus Mad.
clericus Mad. .
c-luteum Sic.
coadunatus Marsh. .
coelicolor Obbg.
cognatus Ws.
collarıs Flsch.
collaris Hbst.
collaris Küst.
collaris Rüschk.
colon Steph.
completus Mad.
concolor Suffr.
927
934
953
642
942
034
sll
949
934
935
sll
953
944
953
939
858
865
782
0837
906
1001
sl
833
831
908
229
044
780
966
Sal!
906
972
978
970
970
790
938
850
999
926
0856
955
782
920
951
980
955
DO
029
937
031
980
929
919
0847
941
796
291
949
944
845
concolor Ws.
concolor Lew.
conferta Rtt... . .
confluens J. Müll.
confluens Mls. .
confluens J. Sahlb.
Confuci Mls.
conicicollis Korsch. .
conjunctus Flsch.
connatus Panz.
contemptus Ws.
continentalis Ws.
cordatus Rosh.
cordicollis Gu£r.
cordiformis Rub.
corpulentus Mls.
corsicus Obbg.
corsicus Ws. .
creticus Ritt.
cribratellus Frm.
eruciatus J. Sahlb.
erucifer Flsch.
cruentatus Mls.
cruentatus Perr.
cryptophagoides Fa:
Curtisi Mls.
Damrıyi Ws. .
decemguttata Fisch.
decemplagiatus Woll.
decempunctatus Kr.
decipiens Ws.
deficiens Ws. e
Della-Beffai Vit.
deserti Sic.
deserticola Sic.
deserticola Woll.
desertorum Dobzh. .
desertorum Gbl.
desertorum Ws. .
desertus Mtsch.
didymus Hbst.
discımacula Mls. .
discoidens J11. .
discors Bar. . .
discopterus Ws. .
disjunctus Sic.
dispilotus Bar.
distigma Kleg.
distinctus Brll.
diversicollis Pic
Doderoi Vit. 3
dorcatomoides Ws. .
Doriae Capra
dorsalis Flsch.
dorsalis Waltl
dorsualis Ws.
duodeeimpunctata Ws.
durantae Woll.
effusa Ws.
919
969
977
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden
Eichleri Mad.
emarginata Chapin .
ephippiatus Gorh.
epistemoides Woll. .
ericae Cr. .
erythreus Pic i
erythrocephalus F. .
eryihrocephalus Mls.
exclamationis Dep. .
exclamationis Eschsch.
expectandus Obbg. .
externejunctus Mad.
Fabricii Mls. .
famelicus Ws.
fasciatus F.
Jasciatus Frer.
jasciatus OÖ. Müll.
Fausti Ws. (Rod.)
Fausti Ws. (Ozyn.) .
femoralis Gyll.
femoralis Redtb.
jemorata Mls.
femorata Mtsch. . .
fenestratus J. Sahlb.
fenestratus Ws.
fennicus J. Sahlb.
ferrugatus Moll. .
Festai Dod. . .
flavicollis Redtb.
flavılabrıs Mtsch.
Jlavilabris Ol.
Jlavilabris Payk. .
Jlavipes Panz.
flavipes Thunb.
flavopietus Woll.
Fleischeri Obbg.
Fleischeri Ws.
flexuosa Flsch.
Jlexuosus Flsch.
flexuosus Ws.
floralıs Mtsch.
formicarıus Mls.
formosana Ws.
fortunata Lew.
fraxinı Mls.
frontalıs F.
jrontalis Panz.
jrontalis Rossi
jrontalis Schneid.
jrontalis Thunbg.
fulvicollis Mls.
fulvicollis Sahlb.
fulvifrons Marsh.
Julvivestis Mls.
fulvocinctus Mls.
fuscatus Boh.
futahoshii Ohta
gallicus Obbg.
gallicus Obbg.
. 826, 834
. 822, 964
829
815
917
956
799
1004
850
209
778
778
921
024
850
er)
980
909
778
969
851
941
947
846
044
940
777
923
902
1004
938
798
941
934
941
795
866
919
048
851
938
793
925
939
917
934
937
936
044
778
925
909
907
856
856
908
963
935
936
Galloisi Sie.
gandhara Kap.
Gebleri Ws. . .
Gerhardti Obbg. .
Gestroi Frm. . .
gibbosus J. Sahlb.
gilvifrons Mls.
Glazunowi Bar.
globosus Ws. . .
gnomulus Obbg. .
gracus Ritt.
grandis Pic . .
gratiosulus Obbg.
Guillardi Mls. .
Guimeti Mls. .
guttata Mls.
guttatus Sic.
guttifer Mls.
guttulatus Frm.
haematica Gorh.
haemorrhoidalis Hbst. .
haemorrhoidalis Mad.
haemorrhous Sols.
Hareja Ws. .
Hauseri Mad. .
Hauseri Ws. 5
Hausmanni Gredl.
Hausmanni Ws. .
Heegeri Gglb.
Hedwigae Obbg.
hilarıs Mtsch. .
Hillerı Ws.
heptapotamicus Dobzh.
hexaspilotus. Bar.
Heyrovskyi Obbg.
hipponensis Pic
hissariensis Bar.
histeroides Fald.
Hoffmannı Ws. . .
Hoffmannseggi Grav.
horishanus Ohta \
Horni Mad.
humeralis Panz. .
humeralis J. Sahlb.
humeralis Towns.
hypomelanus Marsh.
ibericus Mtsch.
ıllaesicollis Roub.
illecebrosa Chvr.
illecebrosa Mlis.
Jlligeri Grav. .
immaculatus Suffr.
impexus Mls. .
inaudax Mls.
incertus Mls.
incinctus Mls. .
incisus H. Lindb.
ineludens Kirsch
inderihensis MIs. .
1031
952
1005
806
921
788.
1005-
867
1006
916
065
1006
1007
921
651
912
043
835
953
o5l
. 899, 979
905
1007
1007
940
921
782°
865
064
064
915
905
619
837
792
864
788
1007
643
920
643
962
973
934
1007
795
980
795
643
044
642
935
916
044
936
947
1023
949
933
786, 793
1032
infirmior Ws. . ..
innocens Mad. (Rhizob.)
innocens Mad. . . .
innotatus Mad.
inornatus Ws. . .
insculptus J. Sahlb.
insulicola Sic.
intermedius Günth. .
interruptus Gze.
inundatus Ws.
investitus Roub.
isidis Kirsch
italicus Ws.
Jacobsoni Bar. (Brumus) .
Jacobsoni Bar. (Scymnus)
Jacobsoni Bar. (Tetrab.) .
Jakowlewi Ws.
japonica Cr.
japonicus Ws.
jJaponicus Ws.
Jesatkoi Obbg.
juniperi Mtsch.
junctus Pic
Kalalai Obbg.
kalawrytus Ritt.
Karamanı Ws.
Karpowkae Humm.
Kawamurai Ohta
Kiesenwetteri Mls.
kirgizorum Bar. .
Kiritschenkoi Bar.
Klapperichi Mad. (Neph.)
Klapperichi Mad. (Stich.)
Kochi Schatzm. L
kokuronis Ohta
Koltzei Ws.
Koltzei Ws. .
koshunus Ohta
Kozlovı Bar.
Krasnowi Sem.
Kunzei Mls. . . .
kurdistanicus Obbg.
Kuwanaı Sılv.
laetificus Ws.
lasioides Ws. . j
latemaculatus Mtsch.
lateralis Panz.
latus Ritt.
T,etourneuxi Pic
Levaillanti Mls.
Lewisi Cr. S
lımbata Mtsch.
limbatus Mtsch. .
limbatus Steph. . .
Iimnichoides Woll.
limonii Donist.
lineatellus Mls.
Lindbergi Palm. .
927
951
937
913
779
1008
796
966
937
938
867
032
942
805
939
1008
953
645
856
903
865
910
031
915
1009
609
850
906
943
299
801
1026
1027
995
959
. 792, 793
952
963
1009
1009
647
915
781
937
806
960
644
1010
032
952
613
970
917
921
956
948
9581
937
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
lipicensis J. Müll.
Dee Rtt.
htura FE.
lıtura Frm. .
lituratus Gorh.
lividus Bold.
livıdus Ol. 5
lophantae Blaisd..
Ludyi Ws... .
lugubrivestis Mls.
Lukesi Obbg.
lunatus Kap.
lunulatus Vit.
lunulatus Zschach.
luteorubra Gze.
maculosa Ws.
maculosus Woll.
magnomaculatus Winglm.
major Costa
major Cr.
malasıae Cr... am;
mancus Mad. (Neph.)
mancus Mad. (Brum.) .
marchicus Rein. .
marginalis Costa
marginal's Rossi .
marginalis Rossi .
marginella F.
marginella Queens.
marginatus Ritt.
ınarginepustulatus Bar.
marinus Mls. .
Marmottanı Frm.
martis Mls.
maura O’Mahony Ä
mediopustulatus Schrk.
mediterraneus Mad.
megastigma Obbg.
melanocephalus Zoubk.
melanophthalma Gmel.
meridionalis Eichl. .
meridionalis Mad.
Mikado Lew.
mimulus Mad.
minimus Bar.
minimus OÖ. Müll.
minimus Rossi
minimus Woll.
minor J. Sahlb.
minuta Fiori
minutissimus Vill.
minutus Pie . .
Mitsuhashii Takiz.
modestulus Obbg.
moestus Ws.
moestus Ws.
monachus Mls.
mongol Bar.
mongolicus Flsch.
mongolicus Flsch.
. 910, 812
. 906, 867
930
977
980
981
797
918
980
979
942
788
907
836
973
790
611
866
935
933
1010
853
944
806
789
938
933
937
043
642
1010
793
950
649
946
951
779
922
934
796
976
778
909
783
934
1011
929
867
778
645
909
1012
925
915
834
828
778
785, 801
‚1807
922
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden
mongolicus Ws.
Montrouzieri Mls.
moraviacus Obbg.
morio FE.
morio Flsch.
morio Payk. .
Motschulskyi er
Motschulskyi Mls.
Mülleri Mad. (Plot.)
Mülleri Mad. en
Mülleri Pen.
Müllerı Ws. .
Mülleri Wglm.
Mulsantı Wath.
Mulsantianus Sic.
munagronis Ohta
nanus Mls.
narae Lew. .
Nickerli Obbg.
niger Ws. .
nigricans Gerh.
nigricans Ws.
nigriceps Ohta
nigricehs Wied.
nigrinus Kug.
nigripennis Er.
nigripennis Ritt.
nigripennis Ws. .
nigritus F.
nigriventris Thunb.
nigra Ws. . .
nigra Zschach.
nigrocinctus Gglb.
nigromaculatus Goeze .
nigromaculatus Ws.
nigromarginatus Misch.
nigropietus Frm.
nigropunctata Ritt.
nigrosuturalis Kap. (Brum.) 805,
nigrosuturalis Kap.
niponicus Lew.
nitidula Schh.
norvegicus Munst.
notivestis Mls.
nubicus Mad.
nubilus Mls.
numidicus Pic
Obenbergeri Kreje. .
Obenbergeri Mad.
obliquus Ws.
oblongior Woll.
oblongopustulatus Ph. 1 Müll.
oblongus Weidb.
obnubilata Ws.
obscura Sic.
obsignatus Ws.
obsoletus Ws.
ocellata Vit.
ochraceipennis Roub.
915
862
907
937
955
929
932
642
1026
794
926
936
936
919
923
922
923
970
064
77
921
953
922
795
929
796
1012
056
783
980
s14
042
064
796
795
7
299
972
1021
005
922
795
949
953
830
932
028
907
915
949
gil
935
604
973
813
917
928
973
947
octoguttata Ws.
octoguttatus Mad.
octosignatus Gbl.
oculatissimus Woll. .
oculatus Mtsch.
Oertzeni Ws.
Olcesi Cr.
olivetorum Costa
omostictus Bar.
orbiculus Cr.
orbiculus Gyll.
orieutalis Mad.
ornatulus Korsch
ornatus Sic.
Osculatii Marietti
ovatus Ohta
ovipennis Cr.
ovoideus Sic.
paganus Lew.
pallidivestis Mis..
pallidulus Mls.
pallidus Cr.
pallidus Marsh.
pallipes Mls.
parenthesis Ws.
parvulus F.
parvulus Steph.
patagiatus Lew.
pauper Ws. .
pauperculus Ws.
pectoralis F. .
pellueidus Bar.
persimilis H. ran (Pullus)
persimilis Lindb.
Peyerimhoffi Pic
Peyerimhoffi Sie.
pharaonis Misch.
pharoides Mars.
phosphorus Lew.
piceus Ws.
pietipennis Lew.
picturatus Frm.
pictus Gelb.
pilicrepus Lew.
pilosus Hbst.
pini Marsh. .
plagiata Gerh.
plagiatus Beck
flagiatus Ws.
Polkorabi Roub.
polita Ws.
politus Mils.
Priesneri Mad.
pseudopustulata Mis.
pubescens Hbst.
pubescens Küst.
pubescens Ol.
pubescens Panz.
pulchellus Hbst.
pumila Mls.
1033
972
838
805
952
859
921
605
TE
792
656
859
1025
954
954
1012
959
1013
0839
924
922
980
1013
980
935
962
941
907
939
923
667
078
1015
1023
911
1013
950
938
2, 835
954
916
8 818, 812
299
949
941
920
920
27%
921
951
1000
049
ana
. 825, 829
642
941
. 788, 798
611
910
949
649
1034
pumila Ws.
punctata Cr.
punctillum Ws.
puniceipennis Sem.
pusillus Hbst.
pusillus Müll.
pygmaeus Brll.
pygmaeus Frer.
quadriguttata Brahm.
quadriguttatus Flsch. .
quadriguttatus J. Müll.
quadriguttatus Ws.
quadrillum Mtsch.
quadrillum Redtb.
quadrilunulatus Ill.
quadrimaculata Mad.
quadrimaculata Rossi
quadrimaculatus Bar.
quadrimaculatus Hrbst.
quadrimaculatus Kug.
quadrimaculatus Redtb.
quadrimaculatus Pic.
quadrinotata Duf. .
quadrinotatulus Obbg.
quadrinotatus Boh.
quadriplagiata Woll.
quadripunctatus Voet.
quadripustulata Kug. .
quadripustulatus Hrbst.
quadripustulatus L.
quadriverrucatus F.
quadrivulneratus Mls. .
quercus Mls.
quinquepunctata F.
quinquepunctatus Ws.
rani Kap.
Rauscheri Obbg.
reetus Ohta . . .
Redtenbacheri Mls.
ltenardıi Ws.
renipustulatus Cr.
renipustulatus Scriba
Reichardtı Bar.
Reitteri Dodge
reppensis Hbst.
ae Mad.
Reyi Sic.
robustus Kap.
lioddi Bar.
rosea Marsh.
Roubali Obbg.
kowlandiı Cr.
rubea Mls.
rubicundus Kap.
rubidus Hope
rubidus Mtsch.
rubromaculatus Gze.
rufa Hbst.
rufescens Ws.
969
. 818, 820
. 866, 867
... 790, 797
067
921
910
941
I |
...794, 927
....936
857
960
909
949
9A
811
790
949
949
844
827
811
915
900
. 810, 813
20
o11
rt
787, 790, 784
730
938
919
976
963
1024
665
905
a RIERT
.. 979, 853
! 781
729
975
976
038
943
943
1014
1014
977
907
969
970
1022
AaL
955
941
I7G
938
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ruficeps Mls.
ruticeps Ohta
rujicollis Fröl.
ruficollis Ol.
rujimana Eschsch.
rufipennis Pic
rufipennis Woll.
rujipes Bris.
rufipes F. . .
rufipes Steph.
rufitarsıs Mtsch.
rufithorax Bdi.
rufocincta Lew.
rufolimbatus Roub.
rufopilosa Mls.
rufosignata Ws.
russicollis Mls.
sacıum Roub.
saharae Sic. :
Sahlbergi Korsch.
Sahlbergianus Mad.
salinus Mls. et Rey
sannio Ws. . ..
sapporensis Ohta
satellitica Vit.
Sauteri Ws.
Schraiki Mad.
scutellaris Mls.
scutellata Hbst.
seboshii Ohta
sellatus Ws.
Semenowi Bar.
Semenowi Ws.
semijunctus Pic
semilimbatus Flsch.
semirufus Ws. }
septemmaculatus Ws.
sericeus Kug.
setulosus Chevr.
sexguttata Bris.
sexguttatus Gyll.
sexmaculata Mad.
sexnotatulus Mad.
sexpustulatus Kr.
sexpustulatus Mitsch.
siculus Ws.
silesiacus Ws. .
Silvestri Schatzın.
Silvestri Ws.
similis Har. et auct.
similis Marlett
similis Rossi .
simplocarioides Obbg.
sinensis Cr.
iuatomaeularus 7 Sahlın
singularis Mad.
Smirnovi Dobzh.
sodalis Ws. :
spectabilis Fald. .
spectabilis Fald. .
a, 1024
. 790, 798
. 790, 799
. 828, 834
779
906
1000
902
811
969
906
933
795
778
939
90
1000
969
820
796
923
931
909
823
945
909
973
962
857
919
976
940
856
1015
034
929
927
800
941
. 827,833
644
972
915
793
850
944
930
1015
1020
729
Tel
780
929
646
953
1024
. 828, 836
961
611
935
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden
specularis Boh.
spilotus Ws.
stabilis Mtsch.
stellaris Mls.
stigma Ol... . . .
stigmatopterus Fald.
stramineus Capra
striatus F. .
subconcolor Ws. ‚
subdepressus Saidl.
subobscurus Pic .
subrufa Ws.
subseriatus Ritt.
substriata Cr.
subvillosus Gze.
Suffriani Ws. .
suffrianoides Sahlb.
Sumakowi Bar.
suturalis F.
suturalis Mtsch.
suturelis Rtt. .
suturalis Thnb.
sylvaticus Lew.
syriaca Ws.
syriacus Mars.
tainanensis Ohta
taiwanus Ohta
Takabayashii Ohta .
tamaricis Capra
tappanus Ohta
tauricus Sem. :
Teinturieri Bed. et Eod.
Teinturieri Mls. et God.
tenebrosus Ws.
testaceicolor Roub.
testaceicornis Ws.
testaceus F. .
testaceus Misch. .
testaceus Thnb.
testudinaris Frer.
testudo F. .
tetradymus Frm.
tetrastictus Ws.
tibıalıis Bris.
tigrinus Sic. . . .
Toowoombae Blackb.
transıtus Mad.
transversoguttata Ws. .
transversoguttatus Korsch.
iransversoplagiatus Mtsch.
transversopunctatus Boern
transversopustulatus Mls. .
triangularıs Sahlb. .
triangulifer Flsch.
tricolor Har.
trımaculata Vit. .
trimaculata Ws.
trimaculatus Ritt.
trimaculicollis Mad.
1035
..838,
795
946
932
856
642
936
946
778
643
951
1011
976
1015
..819,
621
909
935
934
1016
604
932
976
920
940
644
‚914
961
960
903
946
963
1016
642
838
1017
921
. 845
- 803,
ah)
950
915
920,
795
778
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927
905
945
973
909
047
778
960
778
909
931
941
964
973
612
1017
806
triplagiatus Ritt. 998
tristiculus Ws. 928
tristıs Fld. 77
trıstis Ws. . 925
Troberti Mls. ne 796
trojanus Mls. et God. 927
Trubetzkoi Bar. . 797, 786
turcicus Roub. 1018
ulema Obbg. 865
uncinatus Gorh. . 979
undulatus Sic. 944
undulatus Ws. 800, 787, 786
unicolor Rtt. . . .. 977
unicolor Rtt. (Tetrab.) 1015
unicolor Ws. NS 947
unifasciatus Ws. . 909
unimaculata Korsch. 918
Urbani Mad. Eee OD
UrgensisnJaca sp 202 ER 922
uropygialis Mls. 789, 796
variabil's Rossi 844
varlabilis Walk. . 932
varius Kiesch. 827
varius Schrk. 790
Vaulogeri Sic. . : 933
vermionensis Obbg. . 907
versicolor Lew. 823
vestita Mls. . . . 979
vestita Mls. (Aulis) . 853
Vieinguerrai Capra . 850
Vietoris Cr. 917
vilis Ws. 961
vıllosa Frer. sil
villosulus Ws. 835
villosus Fald. . 1018
Vitalisı Mad. 973
vittata Gebl. 546
vittatus Fuente 792
vittifera Mls. . 846
vittipennis Boh. 905
Volkonskyi Peyrh. 1019
Weisei Mad. 856
Weise Rtt. . . . 1019
Wingelmülleri Mad. 936
Wollastoni Kap. 868
zanthocephala Quens. . 642
zanthoderus Frm. 796
yemenensis Kap. Tatzab.
. 1019, 1021
yezoensis Ohta er
940
yunnanus Mad. 978
Zarudnyi Bar. 1020
zaisanensis Dolzh. 954
zigzag Costa 944
zugronis Ohta . 960
1036 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
/weıter Beitrag zur Kenntnis der west-
mediterranen KEustemmus-Arten
(Coleopt., Scydmaenidae)
Von H. Franz, Wien
Meine Aufsammlungen in Spanien veranlaßten mich, die
Eustemmus-Arten der Iberischen Halbinsel näher zu untersuchen
und monographisch zu bearbeiten (vgl. Franz 1952). In der Folge
trat Herr L. Kocher (Rabat) mit der Anfrage an mich heran, ob
ich nicht sein marokkanisches Eustemmus-Material bearbeiten
wolle, und sandte mir dieses zum Studium zu. Dies gab mir Ge-
legenheit, nunmehr auch die nordwestafrikanischen Arten. der
Gattung, mit denen sich bereits Reitter (1881, 1854, 1887),
Guillebeau (1898) und Peyerimhoff (1909) beschäftigt
hatten, eingehender zu untersuchen. Dabei erwies es sich, daß die
sehr knappen und unzureichenden Diagnosen Reitters und
Guillebeaus die Wiedererkennung der von ihnen beschriebe-
nen Arten ohne Typenvergleich fast unmöglich machen, so daß
ich zunächst bemüht sein mußte, Typen oder doch wenigstens Co-
typen zur Untersuchung zu erhalten. Wie bei meinen früheren
Arbeiten, leistete mir auch in diesem Falle die Sammlung des
Naturhistorischen Museums in Wien wertvolle Dienste. Es befin-
den sich dort aus den Sammlungen Eppelsheims und Hau-
sers stammende Belegexemplare mehrerer Reitterscher Ar-
ten, und es sind einzelne Exemplare sogar als „Typen“ bezeichnet,
somit mindestens vom Autor selbst bestimmt worden. Auch eine
der von Guillebeau beschriebenen Arten, E. sternalis, befin-
det sich in der Sammlung des Wiener Museums in einer kleinen.
Serie von einem der Fundorte, von wo sie der Autor selbst angibt.
Trotzdem blieben mehrere Arten Reitters und Guille-
beaus ungeklärt, weshalb ich mich an das Budapester Museum,
welches die Sammlung Reitters verwahrt, mit der Bitte um
Zusendung der dort noch vorhandenen Reitterschen Eustem-
mus-Typen wandte. Das mir in freundlicher Weise zur Verfügung
gestellte Material ergab, daß die Sammlung keine einzige Eustem-
mus-Type Reitters enthält, wohl aber eine große Anzahl von
Reitter selbst bestimmter Exemplare. Die Typen selbst scheinen
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1037
entweder mit Reitters erster Sammlung verkauft worden zu
sein, oder sie gingen mit jenem Teil der Reitterschen Samm-
lung zugrunde, der von Anthrenen gefressen wurde. Meine Be-
mühungen, vom Pariser Museum die Typen Guillebeaus,
Peyerimhoffs und allenfalls auch Reitters zum Studium
zugesandt zu erhalten, blieben ohne Erfolg. Die Typen Reitters
sind dort nicht vorhanden.!) Den Herren Prof. Dr. O. Scheer-
peltz (Wien), Dr. Janczyk (Wien) und Dr. Z. Kaszab (Buda-
pest) möchte ich auch an dieser Stelle dafür danken, daß sie mir
die Bestände der von ihnen betreuten Musealsammlungen zugäng-
lich machten.
Ich gebe im folgenden die Ergebnisse meiner Untersuchungen
bekannt, obwohl mir mehrere nordwestafrikanische Arten bisher
unbekannt geblieben sind. Im Zuge meiner Untersuchungen erwies
es sich als notwendig, als Nachtrag zu meiner ersten Eustemmus-
Arbeit auch aus dem iberischen Raum eine weitere neue Art und
eine neue Rasse des Subgenus Eustemmus zu beschreiben. Da mir
zur Zeit noch nicht alle bekannten nordwestafrikanischen Eustem-
mus-Arten vorgelegen haben, nehme ich von der Veröffentlichung
einer Bestimmungstabelle Abstand und gebe nachfolgend bloß die
Beschreibungen derjenigen Arten, die ich untersuchen konnte.
1. Eustemmus algerinus Rtt. und seine Formen
Als ich die iberischen Eustemmus-Arten studierte, lagen mir
nur wenige Exemplare des E. algerinus Rtt., darunter insgesamt
2 5‘, eines aus Algerien und eines aus der Umgebung von Alge-
ciras in Andalusien, vor. Inzwischen erhielt ich weiteres Material
vom Naturhistorischen Museum in Wien und von Herrn L. K o-
cher (Rabat) zur Untersuchung zugesandt. Auch das Budapester
Museum sandte mir 3 Exemplare, die unter diesem Namen in der
Sammlung Reitters stecken. Leider sind alle 3 Reitter-
schen Belegexemplare 99, davon eines in Reitters Handschrift
mit „langer, algerinus“ bezettelt, ein anderes trägt einen gedruck-
ten Patriazettel mit dem Aufdruck „Algeria, Reitter“, das dritte
ist von J. J. Walker in Tanger gesammelt worden. Die Unter-
suchung des nunmehr umfangreicheren Vergleichsmateriales hat
mich darüber belehrt, daß E. algerinus, so übereinstimmend die
mir von verschiedenen Punkten Nordwestafrikas und von Alge-
!) Ich konnte mich hievon während des Druckes dieser Arbeit persönlich
überzeugen.
1038 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
ciras vorliegenden Tiere hinsichtlich der äußeren Merkmale sind,
nach dem Bau des männlichen Kopulationsapparates doch in meh-
rere Rassen zerfällt. |
Alle mir vorliegenden Tiere haben eine dunkelrotbraune Farbe,
glatten Kopf und Halsschild und fein punktierte Flügeldecken,
relativ dicht niederliegend behaarte Oberseite und kräftige Fühler.
Das 10. Fühlerglied ist in gewisser Richtung betrachtet nicht
länger als breit. Die nordwestafrikanischen Exemplare sind größer
(Körperlänge um 3 mm), diejenigen aus der Umgebung von Alge-
ciras kleiner (um 2,5 mm). Nach dem Bau des männlichen Kopu-
lationsapparates sind folgende Rassen zu unterscheiden:
E. algerinus algerinus Ritt.
Reitter (1887) hat die Art aus Algier und Marokko be-
schrieben, ohne nähere Fundortangaben zu machen. Da in seiner
Sammlung im Budapester Museum unter diesem Namen nur 3 92
vorhanden sind und überdies in Algier und Marokko verschiedene
Rassen vorkommen, bleibt nichts übrig, als eine Lectotype zu be-
‚stimmen. Ich wähle als solche 1 5 der Wiener Musealsammlung,
welches in mir unbekannter Handschrift auf zwei Zetteln den Ver-
‚merk trägt: „Algerien Rtt.“ und „Eumicrus algerinus Rtt.“.
Abb. 1: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus algerinus
albaredai Franz, Dorsalansicht. 5' aus der Umgebung von
Algeciras (coll. Franz‘.
Abb. 2: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus algerinus
Rtt. f. typ., Dorsalansicht. %' aus Algerien (coll. Mus. Wien).
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1039
Der Penis dieses Tieres ist auf Abb. 2 in Dorsalansicht dar-
gestellt. Er ist genau 2mal so lang wie ohne die flügelförmigen
Seitenteile des Apex breit und der Länge nach leicht dorsalwärts
zusammengekrümmt. Der stark chitinisierte Rahmen um die di-
stale Hälfte der dorsalen Penisöffnung besteht jederseits aus einem
Chitinlappen. Die beiden Lappen vereinigen sich hinter der Penis-
öffnung an einer Naht und bilden eine bis zum Hinterrande des
Apex penis ziehende Chitinrippe. Vor dieser medialen Chitinrippe
befindet sich am Hinterrand der Penisöffnung eine annähernd
horizontale Partie des Lappens, während die seitlichen größeren
Teile der Chitinlappen sehr stark schräg gestellt sind und dem
Penisrohr jederseits eng anliegen.
E. algerinus cobosi nov. ssp.
Aus französisch Marokko liegen mir von Sebou, I. 1951, und
Bab neffi, Quezzane, II. 1945, aus den Aufsammlungen Mrs. K o-
chers JJ einer Rasse vor, die in Größe und Gestalt vollkommen
mit dem typischen E. algerinus übereinstimmt. Der männliche
Kopulationsapparat (vgl. Abb. 3) ist aber im Verhältnis zur Länge
viel breiter, er ist bloß 1,ömal so lang wie breit, und die Chitin-
umrahmung der dorsalen Penisöffnung ist anders gestaltet. Die
Abb. 3: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus algerinus cobosi
Franz, Dorsalansicht. 5° von Sebou, Marokko (leg. L. Kocher).
Abb. 4: Eustemmus algerinus kocheri Franz.
a) Männlicher Kopulationsapparat in Dorsalansicht,
b) Fühler.
& von O. Fouarat, Marokko (leg. L. Kocher).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.3, 1955 65
1040 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
abgeplattete distale Partie der beiden Lappen ist kleiner und fällt
schräg nach hinten ab, auch die seitlichen Partien sind schmäler
und anders gestaltet als bei der Nominatform. Das Penisrohr ist
wie bei dieser etwas dorsalwärts zusammengekrümmt. Ich gestatte
mir, diese Form nach dem bekannten spanischen Coleopterologen
A. Gobos (Almeria) zu benennen.
E. algerinus kocheri nov. ssp.
Gleichfalls aus französisch Marokko, und zwar von Taquelft
im Großen Atlas, 1000—1500 m, IV. 1945, und von Dayet er Rou-
mi, 111. 1954, liegen mir aus den Aufsammlungen Mrs. Kochers
J’g' einer weiteren Rasse vor. Auch diese Form stimmt in Größe
und äußeren Merkmalen vollkommen mit der Nominatform über-
ein. Der Penis (vgl. Abb. 4a) ist nicht ganz 2mal so lang wie breit
und nicht dorsalwärts zusammengekrümmt. Die Umrahmung der
dorsalen Penisöffnung ähnelt derjenigen der Nominatform, sie ist
aber fast bilateral symmetrisch gebaut, und es schließen die bei-
den Lappen hinten die Offnung nicht im Bogen ab, sondern laufen
allmählich zusammen, die Öffnung spaltförmig verengend. Die
lateralen Flügel des Apex penis sind kürzer und weniger stark
geschwungen als bei den bisher besprochenen Formen. Ich ge-
statte mir, diese Form Herrn L.
Kocher (Rabat) zu widmen.
E. algerinus mateui nov. Ssp.
Aus Marokko liegt mir unter
dem Material, welches mir Herr
Kocher freundlicherweise zur
Bearbeitung sandte, noch eine
weitere Rasse des E. algerinus
vor. Das einzige 5, welches ich
untersuchen konnte, trägt die
Patriaangabe M’Soun (Bse. Mou-
louya), III. 1952. Der Penis die-
ser Form ist auffällig lang und
schlank, er ist 2,3 mal so lang wie
breit, stark dorsalwärts zusam-
mengekrümmt (vgl. Abb. 5), die
'hiti . Abb. 5: Männlicher Kopulatı &
Chitinlappen, elchesden dia ) ännlicher Kopulationsappa
; 0 rat von Eustemmus algerinus mateui
len Teil der dorsalen Penisöff- Franz, Dorsalansiche DE
nung umrahmen, sind seitlich Marokko (leg. L. Kocher).
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1041
stark abgeschrägt, im ganzen relativ klein. Ich widme diese inter-
essante Form dem bekannten spanischen CGarabidenspezialisten
Dr. J. Mateu (Almeria).
E. algerinus albaredai nov. ssp.
Ein Vergleich eines umfangreicheren Materiales aus der Um-
gebung von Algeciras und aus Nordwestafrika führte zu der Er-
kenntnis, daß auch die südspanischen Populationen des E. algeri-
nus als eigene Rasse von der Nominatform abgetrennt werden
müssen.
Die andalusische Form ist schon durch geringere Größe,
Körperlänge 2,3—2,5 mm, von den nordafrikanischen Rassen des
algerinus verschieden. Der männliche Kopulationsapparat (vgl.
Abb. 1) ist viel kleiner, wenn auch im Bau der Nominatform sehr
ähnlich.
Ich gestatte mir, diese Rasse nach Herrn Prof. Dr. J. M.
Albareda, Generalsekretär des CGonsejo Superior de Investi-
gaciones Cientificas in Madrid, zu benennen.
2. Eustemmus excpansus Reitter (1687)
| Die von Reitter (1887) in der viereinhalb Zeilen umfas-
senden Originalbeschreibung und in seiner am gleichen Ort ver-
öffentlichten Bestimmungstabelle angegebenen Merkmale sind für
die Wiedererkennung der Art unzureichend. Es liegt mir aber aus
Reitters Sammlung, die im Budapester Museum aufbewahrt
wird, unter dem Namen „Scydmaenus expansus“ ein Pärchen einer
Eustemmus-Spezies vor, auf welches Reitters Beschreibung
paßt. Das Wiener Museum besitzt 1 5 derselben Art mit Patria-
angabe „Algeria Reitter“, welches aus der Sammlung Hausers
stammt und einen Zettel „Scydmaenus expansus Rtt. Type“ trägt.
Schließlich ist im Wiener Museum ein weiteres 5' der gleichen Art
aus der coll. Eppelsheim mit Etikettierung „erpansus Rtt.,
Marocco, Quedenfeldt“ vorhanden. Ich zweifle nieht daran, daß
alle diese Tiere den Eustemmus expansus repräsentieren, obwohl
ein weiteres J’ der Art mit der Bezeichnung „Mauretania Tanger
Reitter“ in der Sammlung Hausers als „Scydmaenus libertus
Rtt. Type“ bezeichnet ist. In Reitters Tabelle wird E. libertus
als 3 mm große Art mit fein anliegend behaarten Flügeldecken
beschrieben, während E. expansus als nur 2,0—2,2 mm lang und
auf den Flügeldecken aufstehend behaart charakterisiert wird. Auf
65*
1042 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Abb, 6: Eustemmus expansus Rtt.
a) Männlicher Kopulationsapparat in Dorsalansicht, (j' aus emial,
b) Fühler eines 5 der coll. Mus. Wien aus Algerien,
c) männlicher Kopulationsapparat eines 5’ der coll. Reitter
aus Marokko.
die oben erwähnten Tiere treffen nur die letztgenannten Merk-
male zu. Ich gebe im folgenden eine ausführlichere Beschreibung.
Long. 2,2—2,3 mm, dunkelrotbraun gefärbt.
Kopf breiter als lang, oberseits fein niederliegend behaart,
die Haare quergelagert. Augen klein, etwas von den Seiten des
Kopfes nach oben gerückt. Alle Fühlerglieder (vgl. Abb. 6b) mit
Ausnahme des 7. und 8. deutlich länger als breit, das 1. Glied fast
so lang wie die beiden folgenden zusammen, das 3. länger als die
beiden Nachbarglieder, das 5. auffallend gestreckt, reichlich drei-
mal so lang wie breit, so lang wie das 6. und 7. zusammen, das 9.
etwa 13, mal so lang wie breit, etwa so lang wie das dickere zehnte.
Halsschild wesentlich länger als breit, im vorderen Drittel am
breitesten, vor der Basis mit vier (nicht mit zwei!) Grübchen, die
beiden inneren voneinander fast so weit entfernt wie vom Seiten-
rande, Scheibe fein punktiert und fein niederliegend behaart.
Flügeldecken etwas länger als Kopf und Halsschild zusammen-
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1043
genommen, schütter, aber ziemlich lang nach hinten abstehend
behaart.
Die Abbildung des Penis, die ich in meiner ersten Arbeit über
die Gattung Eustemmus gab (Franz 1952), erfolgte nach einem
einzigen J', dessen Kopulationsapparat bei der Präparation be-
schädigt wurde. Ich konnte inzwischen weitere Präparate anferti-
gen und muß nunmehr mit ihrer Hilfe einige Details der ersten
Zeichnung berichtigen (vgl. Abb. 6a, c). Vor allem zeigen die
neuen Präparate, daß der Chitinrahmen um die dorsale Penis-
öffnung nicht, wie seinerzeit gezeichnet, aus zwei getrennten Lap-
‚pen besteht, sondern daß er die Offnung annähernd hufeisenför-
mig von hinten umfaßt. Bei einzelnen Präparaten erkennt man,
daf3 in der Mitte des Hufeisens eine Art Naht besteht, welche die
Bildung des Hufeisens durch Zusammenwachsen eines linken und
eines rechten Teiles noch andeutet. Zwischen den einzelnen mir
vorliegenden Tieren aus Algerien und Marokko bestehen hinsicht-
lich der Penisform geringfügige Unterschiede, die mir aber nicht
ausreichend erscheinen, um auf sie Rassen zu begründen. Zwei der
extremsten Penisformen sind in Abb. 6a und ce abgebildet.
Verbreitung: Die Art scheint über Algerien und Marokko weit
verbreitet zu sein.
Vom Budapester Museum wurden mir in freundlicher Weise
auch zwei Eustemmus-Exemplare (592) aus Tanger zugesandt, die
in Reitters Sammlung als E. libertus Rtt. bestimmt waren.
Diese beiden Tiere sind von E. expansus nicht spezifisch verschie-
den, sie sind aber offenbar nicht die Typen des E. libertus, so daß
ich nicht zu entscheiden vermag, ob diese Art tatsächlich zu E.
expansus synonym ist. E. bonnairei Guillebeau wird höchst wahr-
scheinlich zu Recht als Synonym des E. expansus angesehen (vgl.
u. a. Winkler 1924—1932).
3. Eustemmus approximans Reitter
Von dieser Art, die Reitter (1387) aus Marokko beschrie-
ben hat, befinden sich in Reitters Sammlung im Budapester
Museum 3 92 aus Algerien, 2 mit Patriazettel Bou Berak pres
Dellys und eines mit der Beschriftung Edough. Mit diesen Tieren
stimmt ein 5 der Wiener Musealsammlung überein, welches aus
der Sammlung Eppelsheims stammt und einen Zettel mit der
Inschrift „olivieri Rtt., Teniel el Had, Algier, Hauser“ trägt. Die-
ses Tier kann nicht zu E. olivieri Rtt. gehören, denn es ist fast
1044 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
3 mm lang, also bedeutend größer als diese Art, und es ist außer-
dem auf den Flügeldecken schräg aufgerichtet behaart, während
bei E. olivieri die Behaarung anliegend sein soll. Da sowohl die
Tiere aus dem Budapester Museum als auch das 5 aus dem Wiener
Museum gut mit der Originalbeschreibung übereinstimmen, glaube
ich in diesen Exemplaren tatsächlich Vertreter des E. approximans
vor mir zu haben. Ich gebe nachfolgend eine ausführlichere Be-
schreibung. |
Long. 2,5—3,0 mm, Körperfarbe hell rostrot.
Kopf nur wenig breiter als lang, wenig hinter den kleinen
und flachen Augen am breitesten, von da zum Hinterrande fast
gradlinig verengt, glatt, am Scheitel quergestellt, an den Schlä-
fen etwas abstehend behaart. Fühler lang und schlank. Das 1. Glied
knapp 3mal so lang wie breit, etwas kürzer als die beiden folgen-
den zusammengenommen, das 5. länger als die benachbarten, zwei-
eindrittelmal so lang wie breit, das 6. um die Hälfte länger als
breit, das 7. und 8. schwach quer, das 9. etwas länger als breit,
viel breiter als das vorhergehende. Halsschild länger als breit,
niederliegend behaart, auf der Scheibe glatt, vor der Basis mit 4
Grübchen, die inneren wie in der Originalbeschreibung angegeben
größer, ihr Abstand voneinander viel geringer als der vom Seiten-
rande. Flügeldecken fein, aber deutlich punktiert, ohne Basalim-
pression, seitlich bauchig erweitert.
Männlicher Kopulationsapparat (vgl. Abb. 7) im Bauplan mit
dem des E. algerinus übereinstimmend, der basale Teil des Penis-
rohres von oben und vorne betrachtet etwas nach links aus der
Symmetrieebene verdreht, die dorsale Öffnung bis zum apikalen
Ende des Penis nach rückwärts reichend, nach hinten allmählich
verschmälert, jederseits von einer annähernd lippenförmigen Chi-
tinumrahmung eingefaßt. Die Seitenflügel des Apex schmal.
Mit dieser Art scheint E. theryi Guillebeau (1898) identisch zu
sein. Der Autor hat ihn von Edough in Algerien beschrieben, von
wo auch eines der 2 des E. approximans Rtt. aus der Reitter-
schen Sammlung stammt.
4. Eustemmus georgi Reitt.
Von dieser Art befinden sich im Budapester Museum 4 Ex.
aus der Sammlung Reitters. Sie tragen sämtlich Patriazettel mit
der Aufschrift „Algeria, Batna“, und es kann kein Zweifel darüber
bestehen, daß sie tatsächlich die Reittersche Art repräsentieren.
E. georgi steht E. approximans sehr nahe, ist aber viel kleiner.
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1045
Abb. 7: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus approximans
Rtt., Dorsalansicht. 5’ der coll. Mus. Wien aus Algier.
Abb. 8: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus georgi Rtt.,
Dorsalansicht. 5’ von Batna, Algerien (coll. Reitter, Mus.
Budapest).
E. georgi fällt durch seine geringe Größe unter den nordwest-
afrikanischen Eustemmus-Arten sofort auf. Die Körperlänge be-
trägt 1,9—2,0 mm, die Körperfarbe ist dunkelkastanienbraun,
dunkler als bei den meisten anderen Arten der Gruppe.
Kopf glatt, fein behaart, wesentlich breiter als lang, knapp
unter den Augen am breitesten und von da ganz schwach zur Basis
verengt, diese schwach konkav. Augen ziemlich klein. Fühler ziem-
lich kurz mit sehr kräftiger, scharf abgesetzter Keule, wie dies
auch bei E. approximans der Fall ist.
Erstes Fühlerglied so lang wie die beiden folgenden, das 2.
bis 4. nicht ganz doppelt so lang wie breit, das 5. länger, das 6. fast
isodiametrisch, das 7. und 8. quer. Halsschild viel länger als breit,
im vorderen Drittel am breitesten, mit glatter, fein behaarter
Scheibe, vor der Basis mit deutlichen Grübchen, zwischen den
inneren schwach fältehenförmig erhoben. Flügeldecken ziemlich
fein punktiert, deutlich aber nur schwach abstehend behaart, in
dieser Hinsicht mit E. approximans übereinstimmend (da dieser
nicht, wie Reitter 1887 angibt, rauh behaart ist).
Männlicher Kopulationsapparat (vgl. Abb. 8) dem des E. ap-
proximans sehr ähnlich, aber die dorsale Penisöffnung hinten
1046 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
offen, die Flügel des Apex nicht nach hinten gezogen, die Penis-
kapsel vollkommen symmetrisch gebaut.
5. Eustemmus malagensis nov. spec.
Bei Revision des Eustemmus-Materiales des Wiener Natur-
historischen Museums stieß ich auf eine kleine Anzahl von Tieren,
die aus der Sammlung Hauser stammen und Patriazettel mit
der Angabe „Hispania, Malaga“ tragen. Die Tiere waren als E.
conspicuus Rtt. bestimmt, erwiesen sich aber als zu einer noch
unbeschriebenen Art aus der Verwandtschaft des FE. antidotus
Germ. gehörig. |
Long. 2,4—2,6 mm, Körper dunkelrotbraun, schlank, in der
Form an E. antidotus erinnernd. Kopf stärker quer als bei diesem,
glatt und glänzend, etwa im Niveau der Augen am breitesten, von
da fast geradlinig zur Basis verengt, diese in flachem Bogen aus-
geschnitten. Augen klein und flach. Fühler kurz, das 2. bis 5. Glied
etwas länger als breit, das 6. ungefähr isodiametrisch, das 7. und 8.
klein, unregelmäßig gestaltet, breiter als lang, das 9. und 10. groß
und deutlich quer, das Endglied kürzer als die beiden vorher-
gehenden zusammen. Halsschild länger als breit, glatt, wie der
Kopf fein anliegend behaart, ohne Basalgrübchen, Flügeldecken
etwa 11; mal so lang wie zusammen breit, fein aber deutlich punk-
tiert, etwas abstehend behaart. Beine mäßig lang, Schenkel sehr
stark gekeult.
Männlicher Kopulationsapparat (vgl. Abb. 9) dem des E. anti-
dotus sehr ähnlich, aber doch deutlich von ihm verschieden. Wäh-
rend bei E. antidotus der Apex penis asymmetrisch schräg abge-
stutzt ist, besitzt er bei der reinen Art zwei symmetrische Flügel.
In der distalen Penishälfte sind wie bei E. antidotus stark chitini-
sierte Leisten beiderseits einer Mittelrinne dorsal vorgewölbt. Seit-
lich von diesen Leisten befindet sich eine seichte, ovale Depression
und außerhalb dieser eine tiefe zackig verlaufende Rinne, die sich
nach hinten verflachend erweitert.
Äußerlich ist E. malagensis von E. antidotus durch breiteren
Kopf, viel kürzere Fühler und den Mangel basaler Punktgrübchen
an der Basis des Halsschildes leicht unterscheidbar.
6. Eustemmus olivieri Reitt.
Unter diesem Namen stehen in Reitters Sammlung im
Budapester Museum 4 Ex. eines Eustemmus mit der Fundetikette
„ot. Charles, Algeria, A. Thery“. Diese Tiere stimmen vollkommen
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1047
mit den vom gleichen Sammler am
gleichen Fundort gesammelten
Stücken des Wiener Naturhistori-
schen Museums überein, nur daß
sie dort unter dem Namen E£. ster-
nalis Guillebeau eingereiht sind.
Da Guillebeau seine Art u. a.
von St. Charles (leg. Chobaud)
’ angibt, habe ich seinerzeit nicht
an dieser Bestimmung gezweifelt
und den männlichen Kopulations-
apparat als den von E. sternalis ab-
gebildet (vgl. Franz 1952). Die
Anfertigung eines Penispräparates
von einem Jg’ der Reitterschen
Sammlung erwies die vermutete
Abb. 9: Männlicher Kopulations- Artgleichheit der Budapester und
apparat von Eustemmus malagensis Wiener Stücke. Die Budapester
Franz., dorsolateral. 5° von Malaga Stücke sind sicher nicht die Typen
(coll. Hauser, Mus. Wien), EA {
A AU R-coptaculum seminis.von des E. olivieri, denReitter schon
Eustemmus olivieri Rtt. © von Le Im Jahre 1881 beschrieben hat, da
Kef, Tunis (leg. Normand, coll. Mus. aber mit der sehr knappen Origi-
Wien). nalbeschreibung völlige Überein-
stimmung besteht, ist es doch
wahrscheinlich, daß E. sternalis Guilleb. synonym zu E. olivier:
Reitter ist. Im Katalog von Winkler (1924—32) wird E. theryi
als Synonym zu E. olivieri gestellt, es scheint mir aber, dafS diese
Art zu E. approximans zu ziehen ist (vgl. dort!).
In der Sammlung Reitters im Budapester Museum werden
unter dem Namen E. nigripennis Rtt. zwei Tiere aus St. Charles
(lg. Thery) verwahrt, die von den dort unter dem Namen E. oli-
vieri stehenden Exemplaren vom gleichen Fundort nicht spezifisch
verschieden sind. E. nigripennis, der eine sehr auffällige Art sein
muß, blieb mir bisher unbekannt, er ist in Reitters Sammlung
in Budapest nicht mehr vertreten.
Ich gebe nachfolgend die Beschreibung des E. olivieri.
Long. 2,3—2,4 mm, Körper gestreckt, Körperfarbe dunkei
kastanienbraun. Kopf deutlich breiter als lang, glatt und glänzend,
fein und anliegend behaart, zur Basis nur wenig verengt, Augen
klein, Fühler mäßig schlank. Ihr 1. Glied 21% mal so lang wie breit,
etwa so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 5. 1'; mal so
4
Kr)
mm
1048 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
lang wie breit, das 7. und 5. quer, das 9. und 10. wieder etwas
länger als breit. Halsschild bedeutend länger als breit, vor der
Mitte am breitesten, fein behaart und sehr fein punktiert, glän-
zend, vor der Basis mit 4 kleinen Grübchen, deren mittlere von-
einander so weit entfernt sind wie vom Seitenrande. Flügeldecken
ohne Basalimpression, sehr gestreckt, fein punktiert, niederliegend
behaart.
Der Penis weicht im Bau von den bisher besprochenen Arten
stark ab. Er ist sehr gestreckt, der basale Teil des Penisrohres brei-
ter, kugelförmig, der distale schmäler, parallelseitig, die lateralen
Flügel des Apex sind klein, der mittlere Teil ragt weit über sie
nach hinten vor. |
Bei der Sektion eines @ dieser Art von Le Kef in Tunis (lg.
Normand) fand sich ein stark chitinisiertes spitzeiförmiges Re-
ceptaculum seminis (vgl. Abb. 10), dessen Ausführungsgang dort,
wo er am Receptaculum anschließt, gleichfalls stärker chitinisiert
war. Es war mir nicht möglich, eine größere Anzahl von 99 ver-
schiedener Eustemmus-Arten zu sezieren, um festzustellen, ob alle
Arten der Gruppe ein derartig chitinöses Receptaculum besitzen
und ob in der Form desselben spezifische Unterschiede bestehen.
Verbreitung:
Die Art scheint in Tunis und Algerien weit verbreitet zu sein.
7. Eustemmus parmatus Rtt.
Diese Art wurde von Reitter (1884) ganz unzulänglich be-
schrieben und auch später in seiner Bestimmungstabelle (1887)
nicht ausreichend gekennzeichnet. In Reitters Sammlung im
Budapester Museum und auch in den Beständen des Naturhistori-
schen Museums in Wien ist die Art nicht mehr vertreten. In dem
mir von Herrn L. Kocher zugesandten Material befindet sich
1 9, welches Kocher selbst in Asni bei Marrakesch gesammelt
hat und welches als E. parmatus bestimmt ist. Unter den unbe-
stimmten Exemplaren der Sendung Kochers fand ich weitere
Exemplare derselben Art, auch mehrere 5%g. Diese Tiere weisen
eine ziemlich große Variabilität auf, stimmen aber miteinander
im Bau des männlichen Kopulationsapparates überein und zeigen
auch mit der knappen Beschreibung Reitters eine ausreichende
Übereinstimmung. Es ist daher höchst wahrscheinlich, daß sie tat-
sächlich den E. parmatus repräsentieren. Ich gebe nachfolgend die
Beschreibung.
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der wesimediterranen Eustemmus-Arten 1049
Long. 2,4—2,6 mm, Körperfarbe dunkelrotbraun.
Kopf wesentlich breiter als lang, glatt und glänzend auf Stirn
und Scheitel, fein anliegend behaart, Augen klein und flach, die
Schläfen zumeist ziemlich lang und fast parallel, Basaldecken breit
abgerundet, bisweilen aber die Schläfen schon bald hinter den
Augen in flachem Bogen verengt, stets nach hinten abstehend
ziemlich lang und dicht behaart. Fühler sehr gedrungen gebaut
(vgl. Abb. 11b). Das Basalglied kaum mehr als doppelt so lang wie
breit, dicker als der Augendurchmesser, das 2. bis 4. je etwa 11; mal
so lang wie breit, das 6. isodiametrisch, das 7. und 8. quer, auch
das 9. und 10. breiter als lang. Halsschild nur wenig länger als
breit, nahe dem Vorderrand am breitesten, oberseits glatt und
glänzend, fein anliegend behaart, ohne Basalgrübchen. Flügel-
decken um Y; bis 2/, länger als breit, etwas vor der Mitte am breite-
sten, sehr fein punktiert, ziemlich dicht anliegend behaart, Schen-
kel stark gekeult.
1
ki)
Abb. 11: Eustemmus parmatus Rtt.
a) Männlicher Kopulationsapparat ın Dorsalansıcht,
b) Fühler.
& aus dem Hohen Atlas (leg. Kocher).
Abb. 12: Paraeustemmus vividus Ritt.
a) Männlicher Kopulationsapparat, dorsolateral,
b) Fühler.
& von Taquelft, Hoher Atlas (leg. L. Kocher).
1050 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Penis (vgl. Abb. 11a) im Bauplan dem des E. algerinus ähn-
lich, aber die Flügel des Apex vollkommen reduziert, nur noch
durch eine scharfe Ecke jederseits angedeutet, der distale Teil der
dorsalen Penisöffnung schmal, spaltförmig, nicht annähernd kreis-
förmig, der Chitinrahmen um denselben schmal.
Reitter gibt von E. parmatus an, daß er nur 2,0 mm lang,
sein Halsschild etwas breiter als lang und nicht schmäler als die
Flügeldecken sei. Diese Angaben passen nicht ganz auf die mir
vorliegenden Tiere, diese zeigen aber in Körpergröße und Körper-
form eine ziemlich große Variabilität und es ist daher durchaus
möglich, daß Reitter ein besonders kleines und gedrungen ge-
bautes Tier bei der Beschreibung vorgelegen hat. Im übrigen ist
bekannt, daß Reitters Angaben über Körpermaße und -propor-
tionen gelegentlich recht ungenau sind.
Verbreitung: Marokko, und zwar:
Umg. Marrakesch, Asni (lg. Kocher) 19; Tahnaout, 900 m,
südlich von Marrakesch, 1529, III. 1946 (lg. Kocher); östlicher
Gr. Atlas, 1500 m, Maison forestale de Tizqui, V. 1952, 1 5 (Präp.,
lg. Kocher); Nied. Atlas, El Ksiba, 151 9, 15.—80. IX. 1947
(Präp., lg. Panouse); Iknioun, 2000 m, 1 9, IV.1949 (lg. Ko-
cher).
Die Art liegt somit nur aus höheren Gebirgslagen vor; loc.
class. ist Casablanca.
6. Eustemmus nudipennis Reitt.
Von dieser Art habe ich nur ein einziges Exemplar, 1 J, ge-
sehen. Dasselbe befindet sich in der Sammlung des Naturhistori-
schen Museums in Wien und stammt aus der Sammlung Hauser.
Auf einem zweiten Plättchen steckt unter dem Käfer ein Exemplar
eines gelben Lasius, woraus zu schließen ist, daß das Tier bei dieser
Ameisenart gefunden wurde. An der Nadel steckt ein Patriazettel
mit der Inschrift „Oran, Dr. Escher“. Die Determination ist sicher
richtig, da die Merkmale der Art unverkennbar sind.
Schon Reitter hat darauf hingewiesen, daß E. nudipennis
dem E. parmatus sehr nahesteht. In der Tat besteht im Bau des
männlichen Kopulationsapparates fast völlige Übereinstimmung.
Der Penis ist nur etwas länger und schlanker, in der Längsachse
schwach gekrümmt und daher etwas asymmetrisch, der Chitin-
rahmen um den distalen Teil der dorsalen Penisöffnung ist höher
erhoben.
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1051
Bedeutender sind die Unterschiede in den äußeren Merkmalen.
Die Geißelglieder der Fühler sind wesentlich schlanker als bei E.
parmatus, das 2. Glied ist beinahe dreimal, die folgenden drei sind
reichlich doppelt so lang wie breit, bei der Vergleichsart übertrifft
die Länge die Breite dieser Glieder dagegen kaum um die Hälfte
ihres Betrages. Der Kopf ist, wie schon von Reitter hervorge-
hoben wurde, im Verhältnis zur Breite länger, die Schläfen kon-
vergieren fast geradlinig nach hinten, sie sind nach hinten ab-
stehend bärtig behaart, im übrigen sind Kopf und Halsschild mit
feinen anliegenden Haaren bedeckt. Die Flügeldecken sind kahl
und nur sehr fein punktiert, während sie bei E. parmatus stärker
punktiert, deutlich und ziemlich dicht behaart sind. Es kann dem-
nach kein Zweifel darüber bestehen, daß es sich um zwei zwar nahe
verwandte, aber doch spezifisch verschiedene Eustemmus-Formen
handelt.
9. Paraeustemmus nov. subgen.
Das Subgenus Eustemmus umfaßt ungeflügelte, relativ große
Scydmaeniden, die sich wahrscheinlich durch eine ganze Reihe von
Merkmalen von den übrigen Arten der großen Gattung Scyd-
maenus scharf generisch abtrennen lassen. Da die kustemmus-
Arten aber als phylogenetisch alte Gruppe eine sehr weite Verbrei-
tung besitzen und höchst wahrscheinlich die Mehrzahl der existie-
renden Arten noch nicht beschrieben ist, wäre es verfrüht, heute
schon eine endgültige systematische Umgrenzung zu geben. Ich
beschränke mich daher darauf, in dieser Arbeit den westmediter-
ranen Eustemmus-Arten s. str., ein neues Subgenus Paraeustem-
mus m. gegenüberzustellen, um so zwei von den übrigen Arten
stark abweichende Formen in einer eigenen Verwandtschafts-
gruppe zusammenzufassen. Als Typus der neuen Untergattung
wähle ich P. viıvidus Reitter.
Das Subgenus Paraeusiemmus ist von Eustemmus s. str. durch
dien Besitz einzelner lang abstehender Tastborsten im distalen Drit-
tel der Flügeldecken und durch ganz anderen Penisbau verschieden
(vgl. Abb. 10 und 11). Der Penis ist in seiner Längsmitte fast
rechtwinkelig dorsalwärts geknickt und seine apikale Hälfte ist
fast schaufelförmig ausgebildet.
In die neue Untergattung sind vorläufig zwei Arten, P. vivi-
dus Rtt. und P. kocherianus n. sp. zu stellen. Beide Arten sind auf-
fällig schlank und durch den Besitz von vier Grübchen vor der
1052 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
Basis des Halsschildes ausgezeichnet. Diese Merkmale kommen
aber auch einigen Eustemmus s. str. zu, so daß sie für die Kenn-
zeichnung des neuen Subgenus nicht verwendet werden können.
10. Paraeustemmus vividus Rtt.
Reitter (1807) vergleicht diese Art in der Originalbeschrei-
bung mit Eustemmus olivieri Rtt., dem sie in der Tat in den
Körperumrissen ähnelt. Er unterscheidet sie jedoch von der Ver-
gleichsart durch aufstehende Behaarung und durch den Besitz einer
flachen Längsdepression an der Basis der Flügeldecken. P. vividus
ist weder in der Sammlung des Budapester Museums noch in den
Beständen des Naturhistorischen Museums in Wien vertreten, wohl
aber enthält das mir von Herrn L. Kocher aus Marokko zuge-
sandte Material zwei Arten, auf welche die Reittersche Beschrei-
bung bezogen werden kann. Ich fasse jene Art als die von Reitter
beschriebene auf, die mir von einer größeren Zahl von !undorten
vorliegt und die somit häufiger zu sein scheint.
Eine dunkelrotbraune, sehr schlanke Art von 2,4—2,5 mm
Körperlänge.
Kopf breiter als lang, glatt und glänzend, fein und anliegend
behaart, schon von den Augen an in flachem Bogen nach hinten
verengt. Augen sehr klein, Fühler lang und schlank (vgl. Abb. 12b),
ihr 1. Glied ist dreimal so lang wie breit, fast so lang wie die beiden
folgenden zusammengenommen, das 5. gestreckt, wesentlich länger
als das 4. und 6., das 7. und 8. nur wenig länger als breit, das 9.
10. wieder gestreckter. Halsschild etwa birnförmig unweit hinter
dem Vorderrande am breitesten, mit breit abgerundeten Vorder-
ecken und nur wenig verrundeten Hinterecken, seine Scheibe glatt
und glänzend, fein behaart, vor der Basis mit 4 Grübchen. Flügel-
decken gestreckt, knapp °/;mal so breit wie lang, mäßig stark
punktiert, schütter aber ziemlich lang und etwas abstehend be-
haart, im hinteren Drittel mit einigen aufgerichteten Tastborsten,
an der Basis mit ganz schwacher Längsdepression. Beine schlank,
die Schenkel im distalen Drittel keulenförmig verdickt, die Schie-
nen am Einde mit ziemlich langen etwas ungleichen Borsten besetzt.
Penis (Abb. 12a) schlank, etwa in seiner Längsmitte fast
rechtwinkelig dorsalwärts geknickt, der basale Teil breiter und
dicker, die eigentliche Peniskapsel repräsentierend, der apikale
Teil schmal und fast parallelseitig, im apikalen Drittel in eine Art
Chitinschaufel auslaufend, die basalwärts sich schlitzförmig schlie-
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1053
ßende. Penisöffnung tragend. Aus dieser ragt ein keulenförmiges
Chitingebilde heraus, welches dem der Eustemmus-Arten ent-
spricht.
Verbreitung: Die Art liegt von folgenden marokkani-
schen Fundorten vor: Taquelft, 1000—1600 m, an der Grenze zwi-
schen Niederem und Hohem Atlas, 3 Ex., IV. 1945 (1 5 Präp., 1g.
Kocher); Tighermatine, Hoher Atlas, 1500 m, 1 2, V.1945 (lg.
Kocher); La Jacqueline, Marchand, 19, 11.1953 (lg. Kocher);
Zoumi, Quezzane, 1 9, 11.1948 (lg. Kocher); zwischen Sale und
Konitra 4 9, (lg. Alluaud).
11. Paraeustemmus kocherianus n. spec.
Von Korifla südl. von Rabat in Marokko liegt mir ein von
Herrn L. Kocher gesammeltes Pärchen einer Paraeustemmus-
Art vor, die dem P. vividus Reitter äußerst nahe steht, aber doch
von ihrn spezifisch verschieden und bisher noch unbeschrieben ist.
Die neue Art stimmt in
Größe, Farbe und Gestalt
mit P. vividus so vollkom-
men überein, daß es genügt,
eine Differenzialdiagnose zu
geben, in welcher die Unter-
schiede gegenüber der Ver-
gleichsart hervorgehoben
werden.
Die Fühler sind etwas
schlanker als bei P. vividus
(vgl. Abb. 13b), besonders
das Basalglied ist länger, es
ist viermal so lang wie breit
und kaum merklich länger
als die beiden folgenden zu-
sammengenommen. Das di-
stale Ende der Vorderschie-
nen trägt vollkommen
Abb. 13: Paraeustemmus kocherianus sp. nov. gleich lange und im Ver-
a) Männlicher Kopulationsapparat,
dorsolateral,
b) Fühler.
oJ von Korifla südlich von Rabat, die Vorderschienen des 4
Marokko (leg. L. Kocher). sind deutlicher gekrümmt.
gleich mit P. vividus kür-
zere und kräftigere Dornen,
1054 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Der Hauptunterschied besteht im Penisbau (vgl. Abb. 13a).
Der Penis ist viel größer und voluminöser, im Verhältnis zu seiner
Länge breiter, der schaufelförmige distale Teil ist kürzer und viel
breiter als bei der Vergleichsart.
Katalog (nur die besprochenen Arten umfassend).
Genus Scydmaenus Latr.
Subgenus Eustemmus Ritt.
algerinus Rtt=I. typ. ©... 2 2.0 ZAleerien
ssp. cobosi Franz . . . . Französ. Marokko
ssp. kocheri Franz . . . . Französ. Marokko
ssp. mateui Franz . . . . Französ. Marokko
ssp. albaredai Franz . . . Andalusien
expansus Rt. . . . 2 2... Algerien, Marokko
bonnairei Guillebeau
approximans Ritt. . . . . . . Algerien, Marokko
? theryi Guillebeau
georgi Bit. ... x. u. 3. Alserıen
malagensis Franz . . . . . . Malaga
olivieri Bit... .. 2 2.0.0.2. Imais, Alserien
sternalis Guillebeau
parmatus Ritt. . . . 2. 2... Französ. Marokko
nudipennis Ritt. ei ie, wre Algen
Subgenus Paraeustemmus Franz
vividus Ritt. . . . 2 2 2... Marokko
kocherianus Franz . 2 0.0... Marokko
Literatur
Franz, H.: Zur Kenntnis der westmediterranen Scydmaenus-Arten aus dem
Subgenus Eustemmus (Coleopt., Scydmaenidae). Eos 28, 1952, 57
bis 69.
Guillebeau, F.: Description de quelgues nouvelles especes de Col£opieres.
L’Echange 13, 1897, 22—23.
Peyerimhoff, P. d.: Nouveaux Coleopteres du Nord-africain (huitieme
note: s. g. Eustemmus [Scyd.]). Bull. Soc. ent. France, 1909, 103
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Reitter, E.: Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren V. Paussidae,
Clavigeridae, Pselaphidae und Scydmaenidae. Verh. zcol. bot. Ges.
Wien 31, 1881, 443—591.
Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1055
Reitter, E.: Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren X. Nachtrag
zu dem V. Teil, enthaltend: Clavigeridae, Pselaphidae und Scyd-
maenidae. Verh. zool. bot. Ges. Wien 34, 1884, 59—94.
Reitter, E.: Revision der Gattung Scydmaenus Latr. (Eumicrus Lap. et auct.)
aus Europa und den angrenzenden Ländern. Wiener Ent. Ztg. 6,
1387, 140— 145.
Winkler, A.: Catalogus Coleopterorum regionis palaearcticae. Wien 1924 bis
1932.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 66
1056 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Zur Nomenklatur der europäischen
/aılora-Arten
Von Josef Breit, Wien
Der ausgezeichneten, erschöpfenden Zilora-Studie von Seid-
litz in „Naturgeschichte der Insekten Deutschlands“, V. Band,
2. Hälfte, 2. Lieferung, 1895, p. 610, ist nichts hinzuzufügen, sie
kann in allen Belangen, auch hinsichtlich der Unterscheidung der
bekannten europäischen Arten, ferruginea Payk., Eugeniae Gglb.
und elongata Sahlbg., vollinhaltlich anerkannt werden, mit Aus-
nahme des hierbei zum ersten Male verwendeten Namens sericea
Strm., anstatt des von Ganglbauer verwendeten Namens, bei sei-
ner von ihm im Wienerwald wiederentdeckten und beschriebenen
Zilora Eugeniae. Der Name sericea Strm. ist zweifellos ungültig,
und es muß die Art den Namen Zilora Eugeniae Gglb. behalten!
Zu diesem Thema schreibt auch Ganglbauer anläßlich einer ande-
ren Arbeit in einer Fußnote der W.E. Z., XII. 1903, p. 114, wört-
lich selbst: „Wenn Seidlitz l. c. für Zilora Eugeniae 1891 den Na-
men Zilora sericea Strm. einführt, weil diese Art von Sturm
(Deutsche Ins. Käf. II, 1807, 26) als Helops sericeus beschrieben
wurde, so ist zu bemerken, daß der Name Helops sericeus Strm.
1807 homonym mit Helops sericeus Pzr. 1800 (Fn. Germ.
73,10) = Ptomaphagus sericeus und deshalb ungültig ist.
Der Name Zilora Eugeniae Gglb. bleibt somit als berechtigt be-
stehen!“
Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1057
Goprophagen-Studien uber neue und wenig
bekannte Arten
Von G. Frey
Herr Dr. Delkeskamp vom Zoologischen Museum Berlin hat
mir liebenswürdigerweise die Determination der Onthophagini er-
möglicht, die sich ungefähr seit dem Jahre 1900 im Museum an-
gesammelt haben und insbesonders die Ausbeuten verschiedener
Expeditionen in die ehemaligen deutschen Kolonien Kamerun,
Togo und Deutsch-Ost-Afrika darstellen.
Herr D’Orbigny, Paris, der die bekannte Synopsis der Ontho-
phaginiden verfaßte, hatte allem Anschein nach von diesen Aus-
beuten keine Kenntnis, und sie sind ihm nur auf Umwegen über
die Sammler direkt in einzelnen Stücken zur Kenntnis gelangt. Es
befanden sich daher in den Ausbeuten sehr interessante Arten,
unter denen die folgenden als neu zu betrachten sind. Mehrere
Einzelstücke, die ebenfalls neu sein dürften, wurden nicht bearbei-
tet, da ihre Zugehörigkeit sich nicht klar erkennen ließ.
O. phalopsides n. sp.
Dunkelbraun mäßig glänzend, einfarbig, Flügeldecken zuwei-
len etwas heller, Beine und Fühlerkeule dunkelbraun. Die Ober-
seite ist glatt, die Unterseite ganz kurz und hell behaart. Clypeus
halbkreisförmig gerundet, Halsschild-Vorderecken mäßig vorge-
zogen, die rechtwinkelige Spitze ist abgerundet. Halsschild-Vor-
derseiten schwach nach außen gekrümmt, die Hinterseiten sind
deutlich geschweift, die Basis gerandet. Die Punktierung ist fein
und dicht, auf der Scheibe ist sie gemischt aus flachen und tiefen
Punkten. An den Seiten werden die Punkte gröber und etwas
rugos. Flügeldecken sind im Grunde chagriniert, leicht gestreift,
die Zwischenräume gewölbt und sehr spärlich und unregelmäßig
fein granuliert. Das Pygidium ist weitläufig mit flachen Punkten
ausgezeichnet.
J’ Kopf dicht mit groben und feinen Punkten gemischt punk-
tiert. Clypeus nicht von der Stirn getrennt. Der Hinterrand ist wie
bei den Phalops-Arten in 2 flache Hörner ausgezogen, welche fast
66*
1058 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955
& Onthophagus phalopsides n. sp.
in der gleichen Ebene wie die Kopfplatte liegen und nur wenig ab-
stehen. Die Hörner sind unten breit, verjüngen sich gleichmäßig,
anfangs divergieren sie, dann krümmen sie sich von der Mitte an
zu fast parallelen Spitzen. Bei gut entwickelten Exemplaren über-
ragen die Spitzen etwas das Halsschild, schwächer entwickelte Ex-
emplare zeigen nur kurze gerade Hörner, die durch eine halbkreis-
förmige Leiste verbunden sind. Zuweilen sind sie bei besonders
gut entwickelten Exemplaren auch halbkreisförmig gebogen. Der
Halsschild-Absturz hinter den Hörnern ist doppelseitig ausgebuch-
tet, die Ausbuchtung nur ganz schwach punktiert.
Q@ Kopf verworren granuliert. Clypeus durch eine vor den
Augen liegende leicht gekrümmte Leiste begrenzt. Am Hinterrand
des Kopfes eine wesentlich höhere Leiste, deren beide Enden zu
einem flachen Zahn ausgezogen sind. Halsschild-Absturz in der
Mitte mit einem undeutlichen Tuberkel.
Länge 8&—9 mm. Die Art ist in der Synopsis von D’Orbigny
nicht leicht zu plazieren; am ehesten gehört sie noch in die 9.
Gruppe. Fundort Karibib S. W. Afrika IV. 1901. 9 3, 59, Typen
ım Berliner Museum und Paratypen in meinem Museum.
O. gnu n. sp.
Schwarz glänzend, Flügeldecken gelb mit schwarzer Sutural-
naht und je einem schmalen, queren, S-förmigen Flecken in der
Mitte zwischen 3. und 6. Zwischenraum, dazu einen über die Naht
reichenden 3eckigen Flecken im letzten Drittel der Flügeldecken,
Pygidium schwarz, nur ganz kurz behaart, Oberseite glatt, Fühler-
keule gelb. Olypeusrand seitlich gerundet, vorne tief ausgerandet,
2 Lappen bildend. Der Clypeus ist in der Mitte fein und dicht
Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1059
punktiert, an den Seiten leicht ge-
runzelt. Stirn ebenfalls gerunzelt
mit einzelnen feinen Punkten ge-
mischt; es ist keine Leiste vorhan-
den. Der Hinterrand des Kopfes ist
wie bei Phallops- Arten in zwei
breite sehr flache schaufelförmige
Hörner ausgezogen, welche fast in
der Kopfebene liegen, dann sich ab-
rupt verengen, um sich als runde
einwärts und aufwärts gebogene
Hörner fortzusetzen. An der Innen-
seite bei der Verengung ist ein
scharfer Zahn ausgebildet. Die Schaufeln haben einzelne runzelige
Punkte, die Hörner sind glatt. Das Halsschild ist gerandet mit
breitem Absturz, dort zerstreut und fein punktiert. Die Basis und
Seitenränder mäßig dicht und fein, die Scheibe mäßig dicht und
grob punktiert. Die Halsschildvorderecken sind vorgezogen und
spitz, die Vorderseiten leicht ausgeschweift, Hinterseiten gerade,
Hinterecken flach verrundet. Die Flügeldecken sind leicht ge-
streift, Streifen eng mit wenigen eingestochenen Punkten. Die
& Onthophagus gnu n. sp.
/wischenräume sparsam und mäßig fein punktiert, das Pygidium
grob punktiert.
Länge 5 mm, 1 Exemplar 5, Süd-West-Afrika Gobabis leg.
Beetz. Auch bei dieser Art ist die Zugehörigkeit zweifelhaft; sie
ist besonders durch die ähnliche Hornbildung mit der vorher-
gehenden Art verwandt. Der Clypeus und die sonstigen Merkmale
verweisen sie in die 11. Gruppe. Holotype im Museum Berlin.
Ö. protuberans n. sp.
Schwarz, matt, Ober- und Unterseite glatt. Flügeldecken an
der Basis des 5. und 6. Zwischenraums mit einem rotgelben, rund-
lichen Flecken. Clypeus gleichmäßig nach vorne verengt, die Spitze
abgestützt und breit aufgebogen. Oberseite des Kopfes gleichmäßig
dieht und mittelmäßig grob punktiert; ohne Leiste, der Hinter-
rand des Kopfes ist in der Mitte ein wenig aufgebogen. Es ist kein
Tuberkel und keine nennenswerte Vertiefung vorhanden. Das
Halsschild ist in der Mitte mit einem breiten sehr kräftigen Vor-
sprung versehen, dessen Seitenränder ein wenig divergieren und
dessen Vorderrand in der Mitte eingeschnitten und leicht aufge-
bogen ist. Beiderseits des Vorsprungs ist das Halsschild bis zu den
1060 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
& Onthophagus protuberans n. sp.
Vordereeken tief ausgehöhlt. Die Oberfläche ist dieht und grob
punktiert, die Ränder der Punkte fließen netzartig zusammen. Die
Vorderwinkel des Halsschildes sind spitz, die Vorderseitenränder
gerade, die Hinterseitenränder ganz leicht geschweift. Die Basis
ist gerandet. Die Aushöhlungen im Absturz des Vorsprungs sind
ganz fein punktiert. Flügeldecken fein gestreift, die Zwischen-
räume flach und mit kleinen länglichen Körnchen dicht besetzt.
Das Pygidium ist ebenfalls ziemlich dicht und fein granuliert.
Die Art gehört zu dorsuosus in die 18. Gruppe. Der Vorsprung
des Halsschildes ist aber viel größer; er überragt das Halsschild
um ca. Y; seiner Länge. Außerdem unterscheidet sich O. protube-
rars durch die Flecken auf den Flügeldecken und durch das Py-
gidium sowie durch die Punktierung von dorsuosus.
Länge 51%—6 mm, 2 7, Tendaguru b. Lindi und Massai-
steppe /Ost-Afrika, leg. Janensch. Dr. Schröder, Holotype im Mu-
seum Berlin, Paratype in meinem Museum.
O. hamatus n. sp.
Dunkelbronzefarbig, Fühlerkeule gelb/dunkelbraun, Ober-
und Unterseite glatt, Halsschild zerstreut mit gröberen und feinen
Punkten gemischt punktiert. Beim 2 Punktierung dichter. Vor-
derseiten gerade, die Spitzen gerundet, Hinterseiten fast gerade,
Basis ungerandet. Flügeldecken sind fein gestreift, die Streifen
eng punktiert, die Zwischenräume flach und an der Naht nur mit
einzelnen groben Punkten ausgezeichnet. Gegen den Seitenrand
zu wird die Punktierung allmählich stärker, der letzte Zwischen-
raum ist grob und ziemlich dicht punktiert. Das Pygidium ist
querrunzelig und dicht punktiert.
Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1061
o' forma major:
Clypeus glatt, die Seitenränder konisch verlaufend, die Spitze
breit abgerundet und der Vorderrand stark aufgebogen. Es ist
keine Leiste, höchstens eine ganz schwache Wölbung zwischen
Scheitel und Clypeus vorhanden. Der Scheitel ist in eine breite
quadratische Platte aufgebogen, der Hinterrand dieser Platte ist
in der Mitte zu einem flachen, zuerst nach oben, dann nach vorne
und wieder kurz nach oben gebogenen, hakenförmigen Horn aus-
gezogen. Die Ecken der Platte sind stark verrundet. Der Absturz
des Halsschildes ist hinter der Armatur des Kopfes ausgerandet.
& Onthophagus hamatus sp. n. Q Onthophagus hamatus n. sp.
f. major n.
cd’ forma minor:
Die Clypeus-Spitze ist etwas weniger stark aufgebogen. Der
Clypeus ist ganz fein punktiert und in der Begrenzung zwischen
Clypeus und Scheitel befindet sich eine schwache, leicht gebogene
Leiste, welche in einem stumpfien Winkel abbricht und sich eben-
falls leicht gebogen bis zum Rand des Kopfes fortsetzt. Der Schei-
tel ist glatt und endet in eine dreieckige Platte, welche in einem
kurzen, leicht gekrümmten Horn ausmündet. Das Halsschild ist
entsprechend weniger ausgebuchtet.
Q Glypeusrand flach und gleichmäßig gerundet, kaum auf-
gebogen, Oberseite des CGlypeus querrunzelig, die Wangen dicht,
der Scheitel ganz fein punktiert. Zwischen Clypeus und Scheitel
befinden sich 2 Leisten, die vordere ist schwächer und verlängert
sich bis zum Ende des Kopfes, die hintere ist stärker, aber kürzer,
und läuft am Ende in kurzem Bogen gegen die untere Spitze der
Augen aus. Beide Leisten sind ganz schwach gebogen und parallel.
Der Hinterrand des Scheitels ist zu einer schmalen Lamelle auf-
1062 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
gebogen. Die Lamelle erreicht nicht den Vorderrand des Hals-
schildes, sie ist im Querschnitt oval nach hinten gekrümmt.
Länge 8—9,5 mm, 6 7, 12 9, Fundorte Panganisteppe, Papy-
rus-Sümpfe südöstl. Kilimandscharo und Massaisteppe und Pareh-
Gebirge, leg. Schröder 1906 ehem. Deutsch-Ost-Afrika. Die Art
‘ist nicht leicht in die Tabelle von d’Orbigny einzureihen. Einer-
seits gehört sie nach dem 9 einwandfrei in die 7. Gruppe, die sich
durch 2 vordere Leisten auszeichnet, andererseits ist die Forma
major des 5 dem Olypeus entsprechend zur Gruppe 19 gehörend.
Das ist ein weiterer Beweis, daß dieses bis jetzt noch nicht geän-
derte System eben ein künstliches ist. Ich möchte sie aber doch
zur 7. Gruppe stellen. Sie ist auch verwandt mit O. usambaricus,
dessen einzig vorhandene Type ich dank des Entgegenkommens
von Prof. Sachtleben vom Deutschen Entomologischen Institut ein-
sehen konnte. OÖ. usambaricus hat aber am Scheitel nur eine kurze,
oben ausgebuchtete Leiste und Schwielen vor den Augen.
Type im Berliner Museum, Paratypen in meinem Museum.
O. rana Arrow 9
In der Sammlung des Pariser Museums befindet sich eine An-
zahl OÖ. rana Arr. vom Originalfundort Kokoikanal/Südindien,
darunter 11 9. Arrow, der O. rana beschrieben hat, kannte nur ein
o. O. rana 9 unterscheidet sich von OÖ. rana 95' durch die quer-
runzelige Punktierung des Clypeus und durch eine etwas längere
und feinere Leiste mit leicht gebogenen Enden vor der geraden
Leiste, welche Clypeus und Scheitel begrenzt. O. rana 2 hat also
zwei Leisten, O. rana 5' nur eine Leiste. Der Scheitel des 2 trägt
wie der des 7 einen Tuberkel. Sonst ist zwischen den beiden Ge-
schlechtern dieses interessanten Tieres kein ersichtlicher Unter-
schied vorhanden.
(O. impuneticollis m.) — O. atropolitus d’Orbigny.
Ich hatte Gelegenheit, in Paris die Type des O. atropolitus zu
sehen, und es hat sich herausgestellt, daß die von mir in den Mit-
teilungen der Münchener Entomologischen Gesellschaft, 1950, be-
schriebene Art O0. impuncticollis identisch mit O. atropolitus ist.
Die Type war mir damals unzugänglich, und die beschriebenen
Stücke sind ausgesprochen matt, während O. atropolitus stark
glänzend ist. Es sind aber in Paris und Berlin alle Übergangsfor-
men vorhanden, so daß eine Aufrechterhaltung der Art O. im-
puncticollis nicht mehr gegeben erscheint. Ich ziehe sie daher ein.
Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1063
Im übrigen gehört nach der Gruppenbestimmungstabelle der
Fauna of British India von Arrow O. atropolitus in die dama-
Gruppe und nicht in die 13. Gruppe, wie aufgeführt, da das Hals-
schild keine rugose Punktierung aufweist.
Unter den im Berliner Museum befindlichen Caccobius-Arten
sind folgende neue Formen:
Caccobıus bicornutus sp...
Behaarung schwarz, Schenkel und Pygidium rotbraun, Flügel-
decken hellrot bis dunkelrotbraun mit schwarzer Naht, je 3 große
Flecken, davon einer um die Schulterbeule herum, dieselbe jedoch
freilassend, 2 weitere etwas von der Basis des 2. und #. Zwischen-
raums entfernt. Die Streifen und Zwischenräume unregelmäßig
schwarz gefleckt. Clypeus breit und flach gerundet. Oberseite und
Wangen sind sparsam granuliert und kurz gelblich behaart. Zwi-
schen Clypeus und Hinterkopf befindet sich eine parallel zum
Rand laufende, schwache Leiste, welche vor den Augen abbricht
und sich in stumpfem Winkel bis zum Rand des Clypeus fortsetzt.
Die Leiste verläuft am Vorderrand der Augen, an deren Innenrand
wird sie begrenzt von 2 flachen und breit nach oben spitz zu-
laufenden, etwas nach hinten geneigten, kurzen Hörnern. Der
Scheitel zwischen den Hörnern ist glatt.
Halsschild ist wenig dicht punktiert, am Absturz glatt, die
Punktierung besteht aus größeren und kleinen Punkten. Am Ab-
sturz des Halsschildes befinden sich 3 runde Tuberkel, zwei neben-
einander und der dritte diesen vorgesetzt. Die Vorderseitenränder
des Halsschildes sind leicht gekrümmt, die Hinterseitenränder aus-
geschweift, die Vorderecken wenig vorgezogen und stark gerundet.
Die Basis des Halsschildes ist gerandet. Die Flügeldeckenstreifen
sind punktiert und die Zwischenräume sparsam und unregelmäßig
granuliert, die Körnchen klein. Das Pygidium ist sparsam punk-
tiert mit einigen wenigen Körnchen dazwischen.
Länge 5 mm, Sansibar leg. Reimer-Schulz, 1 5' Tanganyika
Mhonda leg. Sichel 1 4. Type im Berliner Museum, Paratype in
meinem Museum.
Die Art ist mit keiner anderen afrikanischen Art verwandt.
Caccob. eonifer sp. n.
Schwarz, mäßig glänzend, Oberseite kurz abstehend behaart.
Gestalt etwas länger gestreckt als gewöhnlich. Clypeusrand flach
1064 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
gerundet mit schwachem Ausschnitt begrenzt von 2 stumpfen Zäh-
nen. Oberseite des Clypeus unregelmäßig und grob punktiert mit
wenigen kleinen Punkten dazwischen. Es ist keine Leiste vorhan-
den. Zwischen den Augen befindet sich ein sehr kräftiger konus-
förmiger Tuberkel, der leicht nach vorne geneigt ist.
Halsschild stark und gleichmäßig mit Nabelpunkten besetzt.
Der Vorderrand im mittleren Drittel stark lappenförmig vor-
springend. Der Vorsprung dreieckig tief ausgerandet. Der Tuber-
kel des Scheitels paßt genau in den Aus-
schnitt des Halschildlappens. Vordersei-
ten des Halsschildes gerade, Hinterseiten
leicht geschweift. Vorderecken vorge-
zogen und spitz, Basis gerandet. Flügel-
decken fein gestreift, die Zwischenräume
flach und die Doppelreihen nicht sehr
fein punktiert. Pygidium nicht sehr dicht,
srob und etwas runzelig punktiert.
Länge 5 mm, 1 5, Uam Gebiet
Kamerun VI. 1914 leg. Tessmann. Die
Art ist mit Cacc. ferrugineus nahe ver-
wandt, unterscheidet sich aber von ihr J Caccobius conifer n. sp.
durch den riesigen Tuberkel und die viel
stärkere Punktur des Halsschildes sowie vor allen Dingen durch
den eingeschnittenen Clypeus. Das einzige Exemplar befindet sich
als Holotype im Berliner Museum.
Caccob. foveolatus n. sp.
Oberseite schwarz, mäßig glänzend, abstehend gelbbraun be-
haart, Beine braun, Clypeus gleichmäßig gerundet, vorne abge-
stutzt. Oberseite des Kopfes gleichförmig sehr grob gerunzelt.
Halsschild-Vorderecken spitz, Vorderseiten gerade, Hinterseiten
ganz schwach ausgeschweift, Basis gerandet. Die Oberseite des
Halsschildes ist auf der Scheibe mäßig, an den Seiten dicht, zum
Teil zusammenfließend grubenförmig punktiert. Am Absturz in
der Mitte eine längliche, glatte Beule, Flügeldecken fein gestreift,
die Streifen mit schwachen Punkten gekerbt, die Zwischenräume
grob, an den Seitenrändern zusammenfließend punktiert. Die
Schulterbeule fast glatt. Pygidium gleichmäßig mit groben und
feineren Punkten besetzt.
J' Glypeus mit einer schwachen, parallel zum Rand gebogenen
Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1065
Leiste nicht ganz den Augenrand erreichend. Scheitel mit einem
kurzen nach hinten gebogenen spitzen Horn.
Q nur mit einer Leiste auf dem Olypeus, Scheitel ohne Aus-
zeichnung. Bei besonders schwach entwickelten Exemplaren Leiste
und Horn nur angedeutet.
Länge 3,5 mm, 37 29 Akoafim Kamerun leg. Tessmann. Die
Art steht dem Cacc. fuliginous Roth. nahe, unterscheidet sich aber
durch das Horn auf dem Scheitel und die grob punktierten Flügel-
decken.
Type im Berliner Museum, Paratypen in meinem Museum.
Caceob. Schreberi L.
Aus Fort Hall und Mulongo, British-Ost-Afrika liegen mir
einige Caccobius vor, die sich einwandfrei als Caccob. Schreberi
herausstellten. Meines Wissens ist Caccob. Schreberi nur aus dem
palaearktischen Gebiet bekannt, so daß dieser Fundort eine be-
merkenswerte Neuerscheinung ist.
Herr Dr. Zumpt, der nach wie vor fleißig für das Museum
Frey sammelt, hat eine ausgezeichnete Ausbeute aus Betschuana-
land übersandt. Unter dieser befand sich ein neuer Bolboceras, den
ich nachfolgend beschreibe.
Bolboceras Zumpti n. sp.
Hellbraun, Untergrund glatt, nicht chagriniert, Vordertibien
mit 7 Zähnen, Labrum leicht eingeschnitten, ohne Querleiste. Cly-
peus hinter dem Vorderrand mit einer nach vorne gewinkelten
Leiste. Zwischen dem Clypeus und der Stirn befindet sich eine
2. Leiste, welche ungefähr %3 des Zwischenraumes bis zu den
Wangen ausfüllt und an den Ecken leicht gezähnt ist. An der
Verbindung Olypeus — Wangen eine kurze, tuberkelförmige nach
innen gebogene Leiste, welche aber keinen Zusammenhang mit
der 2. großen Leiste besitzt, sondern in dem Zwischenraum zwi-
schen der 1. und 2. Leiste ausmündet. In der Höhe der Augen-
mitte befindet sich eine dritte, ganz schwache Leiste, etwas kürzer
als die zweite. Oberseite des Labrums und des Clypeus sehr stark,
netzförmig punktiert, die Stirn vorne stark, dann gegen den Schei-
tel zu mäßig quergerunzelt.
Am Halsschild- Absturz hinter den Augen 2 tiefe Gruben außen
begrenzt durch einen runden Höcker. Der durch diese Gruben
gebildete Vorsprung ist durch eine gerade Leiste ausgezeichnet.
1066 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955
Von der Mitte dieser Leiste an zieht sich eine flache Furche bis
kurz vor die Basis. Vorderecken des Halsschildes spitz. Die Ober-
seite ist an den Seiten dicht, die Scheibe weniger dicht und grob
punktiert. Die Basis und die Gruben ohne Punkte. Das Halsschild
ist gerundet, neben dem Rand eine Reihe grober Punkte. Schild-
chen ist gerundet, neben dem Rand eine Reihe grober Punkte.
Schildchen fein punktiert. Flügeldecken gestreift, die Streifen bis
auf den 2.5.8. durchgehend, mit runden Punkten gekerbt, Zwi-
schenräume glatt.
Länge 8&—9 mm, 1 95 Nata, Betschuanaland, XII. 1954, 1 5
Potschefsstrom Transvaal 1951 leg. Dr. Zumpt. Die Art ist ver-
wandt mit auspicatum, unterscheidet sich aber durch die Kon-
struktion der Leiste auf dem Kopf und auch durch die Gruben am
Haisschild von ihr. Type in meinem Museum.
Aus der Chronik des Museums Frey 1067
Aus der Chronik des Museums Frey
Wieder sind 2 Jahre seit der Veröffentlichung der letzten
Chronik vergangen und mit der vorliegenden Broschüre insgesamt
5 Hefte der Entomologischen Arbeiten, darunter ein Sonderband
von Dr. A. Horion, erschienen. Unsere Schriften geben genügend
Rechenschaft über die Tätigkeit der Mitarbeiter des Museums
Frey, doch verdienen noch einige wichtige museale Neuigkeiten
hervorgehoben zu werden; insbesonders möchte ich in den folgen-
den Notizen als Ergänzung zu den einzelnen Arbeiten Hinweise
über die Herkunft bzw. den Erwerb von Insektenmaterial geben,
das die Grundlage für zahlreiche systematische Abhandlungen in
unserer Zeitschrift bildete.
An neuen Original-Ausbeuten sind bis jetzt im Museum Frey
eingetroffen:
Etwa 6500 Käfer (hauptsächlich Gerambyciden, Tenebrioni-
den, Alticiden und Eumolpiden) mit vielen neuen, von Dr. Be-
chyne bereits publizierten Chrysomeliden-Arten, die Herr Konsul
Frey mit seiner Gattin und Tochter (letztere sammelte nach den
Schilderungen Herrn Freys besonders eifrig) auf einer Z2monatigen
Reise in Venezuela (Umgebung Caracas, Rancho Grande), Trini-
dad und Jamaica von Dezember 1953 bis Januar 1954 einsammelte.
Eine zwar quantitativ geringe Ausbeute, aber mit auffällig
schönen und großen Buprestiden-Serien von einer Ägypten-Tour,
die Herr Konsul Frey mit seiner Gattin und Herrn Gutleben unter-
nahm und die ihn ins Sudangebiet bis nach Khartum führte (No-
vember bis Dezember 1954).
Über 6000 Coleopteren, darunter ca. 2700 Staphyliniden, wel-
che von einer 4wöchigen CGypern-Exkursion stammen, die der
Unterzeichnete mit seiner Frau dank eines finanziellen Beitrags
von Herrn Frey im Mai dieses Jahres durchführen konnte.
Etwa 2000 Käfer aus dem chinesisch-tibetanischen Grenz-
gebiet (Wassu-Gebiet) von der Sammeltätigkeit des Herrn W.
Friedrichs, leg. 1938.
Mehrere große Teilsendungen mit z. T. sehr interessanten
Käfern von Herrn H. Demarz aus West-Australien (Umgebung
Perth); dann besonders schätzenswerte Kleintiere von der Kongo-
Reise (Leopoldville, Stanleyville) des Herrn Prof. Dr. Franz und
1068 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
schließlich die coleopt. Resultate von Herrn Dr. Zumpt aus Süd-
afrika mit über 6000 Exemplaren aus dem Bechuanaland.
Außerdem sind erwähnenswert die Ausbeuten von Pater Hartl
(Ostafrika), Dr. Löffler (Peru), Pater P. Buck, der Herren Walz,
Weyrauch und F. Plaumann (besonders mit südamerikanischen
Chrysomeliden) und von S. Nathan, der z. Zt. im Auftrag des
Museums Frey die Wüste Tharr besucht, von wo wir gute Sammel-
ergebnisse erwarten, zumal uns von dort noch keine Käfer-Aus-
beuten bekannt sind.
Während diese Zeilen erscheinen, stehen Herr Konsul Frey
und seine Gattin wieder am Beginn einer neuen großen Sammel-
reise, die sie diesesmal nach Brasilien (Iguassou, Belem und Rio-
Gegend) führen wird. Dagegen ist Herr Dr. Bechyne mit seiner
Gattin schon Ende September nach Nigeria abgereist, mit dem
Ziel, auch in Kamerun und Fernando-Po Käfer zu erbeuten. Wir
wollen hoffen, daß die beiden Reisen erfolgreich verlaufen und
deren Ausbeuten dann auch unserem Präparator für ein weiteres
Jahr eine Beschäftigung geben.
Durch Kauf erwarb das Museum Frey im vergangenen Jahr
die Alticiden der Sammlung Heikertinger, dann eine bedeutende
ägyptische Spezialsammlung mit etwa 350 Typen von A. Alfieri,
ferner die Gureulioniden und Chrysomeliden (einschließlich der
Typen) der Brancsik-Sammlung von Dr. Knirsch, Wien, und aus
dessen eigener Kollektion die exot. Cerambyciden, die Dynastiden
und einzelne Lucaniden :und endlich in diesem Jahr die Glenea-
Kollektion (CGeramb.) in 500 Arten und 200 Typen von Dr. S.
Breuning, Paris.
Einen regen Besuch von in- und ausländischen Fachkollegen
hatte das Museum Frey auch in den beiden abgelaufenen Jahren
wieder zu verzeichnen. Der Austausch unserer volumenmäßig in-
zwischen stark angewachsenen museumseigenen Zeitschrift mit
den Publikationen anderer uns nahestehender Institute und Privat-
Entomologen wurde weiter intensiviert, was nicht zuletzt das Ver-
dienst des Herrn H. Bauer, unseres neuen, hauptamtlich beschäf-
tigten Bibliothekars ist.
E. Haaf
Druckfehlerberichtigung 1069
Druckfehlerberichtigung
In Heft 1 dieses 6. Bandes (1955) sind in dem Artikel „Die
Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) der Afghanistan-Ex-
pedition 1952 und 1953 J. Klapperichs“ von K. Mandl folgende
sinnstörende Fehler zu berichtigen:
Auf p. 321 soll es unter der Zeichnung nicht ssp. nuristanica
m.. sondern ssp. badakshana m., und in der Überschrift der Ver-
öffentlichung nicht 1951 und 1952, sondern 1952 und 1953 heißen.
Die „Entomologischen Arbeiten“ dienen als Publikationsorgan für die Mitarbeiter
resp. Bearbeiter der wissenschaftlichen Sammlung des Museums G. Frey. Entspre-
chend den Aufgaben des Museums Frey werden vornehmlich Arbeiten veröffent-
licht, die Beiträge zur Förderung der systematisch-morphologischen Coleopterologie
darstellen.
Die „Entomologischen Arbeiten” können entweder im Tausch gegen andere ento-
mologische Zeitschriften und Einzelveröffentlichungen oder durch die Naturwissen-
schaftliche Buchhandlung Dr. E. Reitter, München 15, Waltherstraße 27, bezogen
werden.
Die Autoren werden um Beachtung folgender Punkte gebeten:
a) Manuskriptsendungen und Anfragen bezüglich der Drucklegung sınd an den
Schriftleiter Dr. E. Haaf, Museum G. Frey. Tutzing bei München, zu richten.
b) Die Manuskripte sollen druckfertig in Maschinenschrift in doppeltem Zeilen-
abstand mit breitem Rand auf einseitig beschriebenen Blättern abgefaßt sein.
ec) Art- und Gattungsnamen, die in Kursivschrift erscheinen, sind zu unterschlän-
geln, zu sperrende Textstellen mit unterbrochener Linie zu unterstreichen.
Der in Kleindruck erwünschte Text ıst am Rande mit einer vertikalen ge-
schlängelten Linie zu kennzeichnen.
d) Textzeichnungen können nur in klischierfertigem Zustand angenommen werden.
e) Die Verfasser sınd für Form und Inhalt ihrer Arbeiten allein verantwortlich.
f) Jedem Autor werden 30 Sonderabdrucke seiner Arbeit gratis zugesandt.
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